Selbermach Samstag 333 (27.03.2021)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

221 Gedanken zu “Selbermach Samstag 333 (27.03.2021)

  1. via Genderama:

    https://7news.com.au/news/education/outrage-after-brauer-college-in-warrnambool-forces-boys-to-apologise-to-female-students-for-sexism-c-2436295

    „“He said that he was made to stand up and basically apologise… it wasn’t explained properly to the male students what they were doing or why they were doing it,” she said“

    Entschuldigen, weil man männlich ist. Was sind das für Lehrer? Denkt da keiner mal „wait, what?“. Ich fände es angemessen sie wegen psychischer Gewalt gegen Minderjährige vor Gericht zu stellen und zu verbieten, jemals wieder mit Kindern zu arbeiten.

    Aber klar, Feminismus hat überhaupt nichts mit Männerhass zu tun, man will doch nur das sich kleine Jungen für Dinge entschuldigen, die sie nicht getan haben.

    Feminism is cancer!

  2. Triggerwarnung, Anti-Hate-Speech gesetzt, Wörter die verboten werden, Menschen sollen nicht re-traumatisiert werden, alles zum Schutz für nach dem Gesetz nach erwachsene Menschen, aber Kindern erzählen das sie eine Gefahr für ihre Umwelt sind… kein Problem.

  3. Die Mehrheit der Männer in der Studie berichtete, dass ihnen die Polizei nicht glaubte. Ein Mann sagte: „Als meine Ex-Frau versuchte, mich umzubringen, ging ich zur Polizei. Anstatt zu helfen, sagten sie, dass ich etwas getan haben muss, um sie zu provozieren.“

    Abgesehen davon, dass die Strafverfolgungsbehörden ihnen nicht glaubten, wurden mehrere dieser Männer in Gewahrsam genommen, auch wenn sie Beweise dafür haben, dass sie das Opfer waren.

    „Ich wurde in meinem Haus brutal angegriffen, ausgeknockt, mit Gehirnerschütterung, durch das vordere Fenster meines Wohnhauses geworfen. Mir wurde in den Arsch getreten und die Polizei hat mich wegen Körperverletzung zweiten Grades verhaftet, obwohl ich nicht der Angreifer war“, sagte ein Mann.

    [..]

    „Was den Kontakt mit der Polizei angeht, haben Männer sogar Angst, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen, weil wir von den Fällen wissen, in denen männliche Opfer verhaftet werden. Sie werden also dafür bestraft, dass sie um Hilfe rufen, weil sie sofort als Täter und nicht als Opfer gesehen werden“, sagt sie.

    Obwohl diese Studie die Erfahrungen von Männern in den Vereinigten Staaten untersuchte, erklärt Lysova, dass diese Erfahrungen dem ähneln, was Männer in anderen Ländern durchmachen.

    https://genderama.blogspot.com/2021/03/vor-allem-junge-manner-erleben.html

    Auch viele Polizisten dürfen sich mal selbst fragen, ob sie eigentlich noch alle Tassen im Schrank haben.

    Aber wenn die Polizei einen auch als Opfer lieber verhaften statt helfen will, weil man ein Mann ist, dann ist das auch keine strukturelle Diskriminierung, wie die Grünen und die Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes wissen. Ganz anders wie wenn Frauen sich FREIWILLIG einen Beruf aussuchen, FREIWILLIG sich mit einer Teilzeitstelle zufrieden geben, FREIWILLIG aussetzen, wenn Kindern kommen, da man sich den Vater ja auch nach dessen Einkommen ausgesucht hat und dann Ende weniger eigene Rente haben, wie ein Mann der die ganze Zeit Vollzeit durchgearbeitet hat.

  4. Erdogan hat mit dem Islam also nichts zu tun …. twittert Özdemir „10:08 nachm. · 26. März 2021 aus Botschaft der Republik Türkei | Embassy of Turkey·Twitter for iPhone“.

    Das „Der Bundestag steht an der Seite der mutigen DemokratInnen in der Türkei.“ ist wohl eine hohle Floskel, die vertuschen soll, dass man diese Leute einfach aufgibt und sich um die nicht mehr kümmern muss.

    Auch Özdemir ist nur ein Apologet Erdogans, wenn auch der führenste Deutschlands. Das hätte fast für das Aussenministerium gereicht, schliesslich ist Deutschland ja der Hauptsponsor der islamofaschistischen Türkei.

    • Da übertreibst du aber etwas, wenn du Özdemir zum Apologeten Erdogans machst. Ersterer ist ja eigentlich ein scharfer Kritiker. Auch wenn seine Äußerungen zum Islam Unsinn sind. Erdogan wird ja von vielen geliebt, gerade auch von Türken hier. Erdogan ist Islam pur.

      Und der islam ist nun mal eine sehr autoritäre Religion. Und die ist auch schwer reformierbar, weil deren Leute eben nicht an friedliche Vorbilder glauben wie in anderen Weltreligionen, sondern an einen brutalen Kriegstreiber mit zweifelhaftem Gebaren, Stichwort Kinderehe und Verfolgung Andersdenkender.

      Mich wundert es, daß das so wenig thematisiert wird.

  5. Ich würde die Hufeisen-Theorie anwenden. Die besagt, dass diese „Konservativen“ Rechtsextreme sind, die Islamismus und Linksextremismus zur Demontage des gemeinsamen Feindes Demokratie nutzen. Eine Art Hitler-Stalin-Pakt, ergänzt um den Grossmufti von Jerusalem. Dessen Nachfolger Abbas ja ein besonderer Freund der deutschen Regierung ist, für den man in der Trump-Ära die Nibelungentreue gehalten hat.

      • Einfach durch Reinkopieren der URL eines voll aufgeplusterten WordPress-Blogs mit OEmbed. Den Rest haben die WordPress-Automatismen erledigt.

        Und nein, nicht unbedingt zu meiner Zufriedenheit. Aber es sagt immerhin ein kleines bisschen mehr als ein einfacher URI. 😉

      • Gäbe es eine Kommentarfunktion, würde dein Kommentar nicht freigeschaltet werden. 🙂
        Habe ich schon unzählige Male erlebt.
        Die selbsternannten Demokratiebewahrer sind es, die die größte Angst vor Meinungsfreiheit, Diskurs und Demokratie haben.
        Und wer das ausspricht, ist ein „Rechter“. 🙂

        Wobei Rechte genauso zwingend zur Demokratie gehören wie Linke. Aber lassen wir das.

    • Arne Hoffmann – Der Pseudointellektuelle

      …. Dieser Feminismus habe sich in Deutschland über die weibliche Macht über die Medien verbreitet würde – was nicht nur eine leicht zu widerlegende Falschinformation ist, sondern auch auf das strukturell antisemitische Verschwörungsnarrativ des Kulturmarxismus rekurriert. …..

      Diesen diffamierenden Quatsch (auf andere bezogen) schreibt auch immer der Leszek hier, ist = Autorin Veronika Kracher?

      Finde ich auch spannend, wie man leugnen kann, dass der Femismismus eine struktuelle Zwillingsschwester des Antisemitismus ist und man über die Intersektionalität mit diesem ohnehin im exakt gleichen Bett liegt. Dass diese Leute anderen immer das zuschreiben, was sie selbst sind, ist deren einziger Trick, den sie draufhaben. Aber andere „Pseudointellektuelle“ nennen, als antiintellektuelle Vollideologen, das ist schon komisch 😀

      • Ich habe mir die Seite gespeichert. Denn da scheint eine ganze Menge Müll zu stehen.

        Frau Kracher behauptet, Hofmann würde noch bei seiner Mutter leben oder habe bis Ende 40 bei ihr gelebt. Ich habe da so meine Zweifel. Weiß jemand Genaues?

        Dann behauptet diese Paranoikerin, daß Hoffmann bei „Compact“ veröffentlicht habe, was eventuell eine Verwechslung mit der JF ist.

        Aber was ich als offizieller Tiefenpsychologe der Männerbewegung kraß finde, ist diese so absurde (linksverblödete) Paranoia, die aus diesem Text spricht. Geradezu zwanghaft konstruiert Veronika Kracher Kontexte, die jeden Vulgärlinken erfreuen – also irgendwie über drei Ecken Rechtsextremismus, Antisemitismus etc. Null sachliche Auseinandersetzung mit Hoffmann.

        Ich komme mir wie in der DDR vor. Sudelede hat ähnlich dahergeredet, wobei der noch besser war und manchmal sogar recht hatte. 🙂

        Solche Texte muß man speichern. Sie sind wichtige Dokumente der Zeitgeschichte.

        • Diese Stiftung ist doch von und für DDR-Ewiggestrige …. Daher wird dich das an die DDR erinnern. Das stalinistische Diffamieren ist immer das gleiche.

        • Da Arner Hoffmann hier mitliest -wenn er es nicht ohnehin schon weiß -, wird er sich ggf. zur Wehr setzen gegenüber der Belltower-Autorin. Ein Gegendarstellungsrecht besteht z.B. immer.

        • Arne Hoffmanns Mutter ist schon sehr lange tot, das hätte sie auch ergoogeln können. Die war der Grund, warum seine Erotikbücher einst unter einem Pseudonym erschienen 😉
          Er lebt wieder bei seinem Vater (oder tat dies noch vor einigen Jahren). Das ist übrigens ein gängiges Lebensmodell. Wenn man jung ist, zieht man in die Welt, später, wenn die alleine nicht mehr so gut klar kommen, kehrt man zu ihnen zurück. Nicht jeder hat das Geld, um externe Helfer bezahlen zu können; nicht jeder vertraut solchen Helfer. Der von ihr zitierte Kemper würde im anderen Zusammenhang sicher etwas von „Klassismus“ faseln. Aber sexistische Hasspredigerinnen wie Kracher können sich natürlich keine Pointe entgehen lassen, auch wenn sie noch so billig und falsch sind.

          In der Compact erschienen in der Anfangszeit aber tatsächlich Artikel von Arne Hoffmann, beispielsweise: „Vergewaltigung? Schuldig bei Verdacht“ (7/2011) und „Das Elend der Vaterlosigkeit“ (12/2011).

          • „In der Compact erschienen in der Anfangszeit aber tatsächlich Artikel von Arne Hoffmann“ und auch im libertären „Eifrei“ und sogar im „Playboy“.

            Was sie verschweigt ist erstens, der feministische Konsens und der Ausschluss jeder anderen Meinung in der linksliberalen Presse und den Verlagen war damals (schon vor 2001) bereits so weit gediehen, dass er dort faktisch ein Veröffentlichungsverbot hatte.
            Was ihn zweitens vor die Wahl stellte, gar nichts mehr zu veröffentlichen oder dort, wo ihm die Möglichkeit geboten worden ist.

            Rückwirkend so zu tun, als hätte er eine freie Wahl gehabt ist infam und „victim blaiming“. Genau so agierte Gesterkamp 2011 mit seiner „Expertise“ für die Friedrich-Ebert-Stiftung „Geschlechterkampf von rechts“ und forderte, man möge einen „cordon sanitaire“ rund um die Männerrechtler errichten.

            Indem sie als rechts angeschmiert werden, einfach um deren Argumente nicht zur Kenntnis zu nehmen, geschweige denn, sich damit auseinandersetzen zu müssen. Sie steht also mit ihrem peinlich kenntnisfreien Versuch in einer laaaangen Tradition.

    • Aus dem Einleitungstext:
      „Unser Überblick: die fünf nervigsten Antifeminist*innen in Deutschland.“

      Ich finde ja, man muss Menschen, die nicht sauber bis sechs zählen können, nicht sonderlich ernstnehmen 🙂

      • Und AFAIK wohnt er zusammen mit seinem Vater, nicht bei seiner Mutter. Das sind dann bereits zwei sachliche Fehler – ihre Rechenschwäche ist allerdings peinlicher.

        Sie schreibt: „Paradoxerweise betrachtet sich Hoffmann selbst trotzdem eher als “links” oder “liberal”.“
        Das kann man in der Tat aus dem Titel seines Blogs schließen und er kommt auch ohne „oder“ aus: „Genderama ist das Blog des linksliberalen Flügels der antisexistischen Männerbewegung (Maskulismus).“
        Steht jedenfalls da (kursiv von mir).
        Man muss es nur lesen können wollen.

        Dann könnte man einen Blick auf das Buch namens „Plädoyer für eine linke Männerpolitik“ aus dem Jahr 2014 werfen, von dem sich nicht wirklich erschließt, warum ein Rechter an einer solchen ein Interesse haben sollte. Veronika sollte erklärend wirken.

        Für Veronikas Kracher-Narrativ ebenfalls dumm gelaufen, wenn 2019 ein Buch mit dem Titel: „Gleichberechtigung beginnt zu zweit: Können Feminismus und Maskulismus für eine ganzheitliche Geschlechterpolitik zusammenwirken?“ erschienen ist.

        Herausgeber: Arne Hoffmann. Unter anderem mit einem Beitrag dabei, die recht bekannte Feministin Mithu Sanyal (weitere weibliche und auch feministische Beteiligung: Sandra Hermann, Maike Wolf, Wendy McElroy, Robin Urban, Dr. Hanna Milling, Monika Ebeling, Professor Christina Hoff Sommers, Astrid von Friesen, Elinor Petzold, Dr. Katja Kurz und Jeannette Hagen).
        Für einen Mann, dem sie unterstellt „Feministinnen zu hassen“ ist das eine erstaunliche Leistung (die Macht ist stark in ihm! 😉 ).
        Sagen wir mal so, wenn ganzheitliche Geschlechterpolitik auf „Antifeminismus“ hinausläuft, an der aber auch Feministinnen mitwirken, dann wird es eng für die Märchenstunden der V. Kracher.

      • Haha, stimmt. Ist mir selber erst gar nicht aufgefallen. Aber um die Autorin mit ihrer eigenen Gedankenwelt zu konfrontieren: Vermutlich hat sie den Artikel mit der linken Hand geschrieben 😀

    • Frau Kracher war einer der Stars in der ttt-Sendung vom 15.01.2021, die ich ausführlich besprochen hatte und in der es um ihre z.T. falschen Aussagen über Incels ging.

      In dem Zusammenhang hatte ich mir diverse Publikationen von Kracher angesehen. Sie ist Dauerautor bei der Belltower, einen Auszug aus einem längeren Artikel dort habe ich hier zitiert: Die Expertinnen

      Nach meinem Eindruck leidet Kracher unter einen fortgeschrittenem Realitätsverlust, das grenzt ans Wahnhafte, die Frau braucht dringend eine Therapie. Incels sind harmlos dagegen.

      Auch ihr Text über Arne Hoffmann ist absurd (wenn man auch nur ein bißchen über ihn weiß), das ist ein verbaler Amoklauf.

      Daß sie so benebelt ist, daß sie nicht bis 6 zählen kann (danke @Renton für den Hinweis), paßt ins Bild.

      • https://incels.wiki/w/Veronika_Kracher

        Das Wiki schenkt auch einiges aus, ich zitiere:

        Veronika Kracher (29 March 1990) is a German Incelologist and journalist. She wrote the book Incels: Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults and is portrayed as Germany’s „Incel Expert“ by the German public TV.

        She was born in Munich[3] attended a single-sex school for girls[4] and has a brother[2]. She is clinical depressive since she became 13 years old, because of an ongoing Weltschmerz regarding the „Patriarchy“.[2] Because of this, she hurt herself as a teenager, has been suicidal, became a Punk, got bullied in school and read about Critical Theory, eventually becoming a Feminist Communist.[2] She still calls herself a „depressive wreck“.[2] She also claims she understands a lot the feelings Incels have because of her depression and that dealing with Incels thoughts puts a particular psychological strain on her for this reason.[2] She studied sociology in Mainz and lives in Frankfurt. …

  6. Antizionismus = Super-Antisemitismus

    Ja, kommt hin, das ist ein wirklich guter Aspekt und wirklich originell!

    • Findest du es denn gut, wie der Jud‘ sich in Nahost benimmt?

      Vieles, was der Jud‘ da macht, ist völkerrechtswidrig. Kein Wunder, daß die Nähe zur USA so groß ist, die weltpolitisch ähnlich autoritär agieren.

      Ich halte es jedenfalls für naiv, wenn man davon ausgeht, daß nur der Palästinenser ein Problem darstellt.

        • https://www.haaretz.com/israel-news/.premium-ethiopians-fooled-into-birth-control-1.5226424

          https://www.theguardian.com/commentisfree/2013/jan/30/forced-contraception-jewish-ethopian-women

          50.000 schwarze Juden, angesiedelt in Israel, aber wie viele bekamen Kontrazeptiva getarnt als Impfungen? Ich habe keine Zahlen gefunden.

          Wer hat dies Angeordnet? Jahrelang wurde es abgestritten.

          Ganz klar auch die Israelis sind keine Engel, aber ich habe schon Bsps. bei deutschen Artikeln gefunden die sehr einseitig für Israel berichteten.

          Bitte keine persönlichen Angriffe.

          • Ach, das sind einfach zwei berüchtigte antisemitische Dreckschleudern, die Israel was mit Rassismus und Eugenik anhängen wollten. Um das sehr beliebte Narrativ vom Apartheit-Staat zu bedienen.
            Einfach zB camera.org lesen, das werden diese Dinge regelmässig analysiert.

          • „Ach, das sind einfach zwei berüchtigte antisemitische Dreckschleudern “

            Ha’aretz ist keine antisemitische Dreckschleuder, sondern die wohl renommierteste israelische Tageszeitung. Deine Bezeichnung „berüchtigt“ ist echt ein Witz. Im übrigen ist der Artikel keine Behauptung eines Journalisten sondern ein Bericht, dass von Regierungseite entsprechende Vorwürfe bestätigt wurden.

            Alex, beim Thema Nahost-Konflikt, der hier ja eigentlich gar nicht thematisiert werden soll, verhältst du dich genauso wie radikale Feministinnen bei der Geschlechterdebatte: Null Inhalt, aber dafür permanent Gekreische bestehend aus Antisemtismus/Sexismus-Vorwürfen.

          • Haaretz ist eine israelische Zeitung für das Ausland. Deren Kommentare und Berichte sind einschlägig bekannt. Mehr muss man dazu gar nicht schreiben.

          • „Haaretz ist eine israelische Zeitung für das Ausland.“

            Das ist falsch. Haaretz hat nur zusätzlich zur hebräischen eine englische Ausgabe.

            „Deren Kommentare und Berichte sind einschlägig bekannt. Mehr muss man dazu gar nicht schreiben.“

            Arne Hoffmanns Kommentare und Berichte sind einschlägig bekannt. Mehr muss man dazu gar nicht schreiben.

            Null Inhalt. Wie gesagt, du verhältst dich hier wie radikale Feministinnen.

      • Ich finde es super, wie der Jud sich in Nahost benimmt. Und je mehr Moslems es in Deutschland gibt, umso mehr Biodeutsche werden es auch gut finden.

      • Fast alles stellt ein Problem dar. Für mich fängt das schon an mit solchen generalisierenden Singularformen wie „der Jud'“ oder „der Palästinenser“. Das sind keine Individuen, und sie so zu benennen, nervt genauso wie die neuerdings ausgebrochene Manie, bei jeder Erwähnung einer Personengruppe die Geschlechter ihrer Angehörigen aufzuzählen.

  7. Ja, was auch immer… Warum nicht auch einfach behaupten das auch die über 80% der US-Schwarzen, die von anderen US-Schwarzen jedes Jahr getötet werden, tatsächlich von Weißen getötet werden. Wobei Weiß natürlich keine Hautfarbe meint, auch wenn alle daran denken. Das ist nur ein unabsichtlicher Zufall…

    Und wir müssen unser Sprache regulieren, um fragile PoCs nicht durch Worten Gewalt anzutun.

  8. Es herrscht der schiere Konsum- und Arbeitsterror! Als nächstes vergleicht der sich mit Sophie Scholl oder doch wenigstens Anne Frank?

    • „Konsumterror“ ist auch so ein linker Schwachsinn. Als ob irgendjemand zum Einkaufen oder Shoppen gezwungen wird.
      Shoppen tun übrigens meistens Frauen, aber an diesen Fakt trauen sich Linke dann doch nicht heran.

  9. Natürlich, war ja klar. Die Niederlage mit der „Osterruhe“ liess ihnen keine Ruhe.

    Ostern wir alles hermetisch dicht gemacht und dann kommt die grosse Euro-Restrukturierung, vor allem der Staatsanleihen. Ob auch die Privatleute rasiert werden? Bis 100.000 Vermögen 1:1 übertragen, alles drüber mit 1:20? Schulden und Vermögen sind ja spiegelbildlich zueinander. Zum Ausgleich gibts dann eine Zwangsanleihe für Immobesitzer wie den Don, soll ja niemand besser wegkommen.

    Und deshalb brauchen die den totalen Lockdown, sonst kann es keinen bank holiday geben. Und Grenzen zu wegen Kapitalflucht und und und

    Was klar, dass das kommt, der Fall mit Griechenland hat es exemplarisch gezeigt: man hätte da ja schon die Anleihen Griechenlands retten können. Es wäre extrem naheliegend gewesen, hier den Weg der „Schuldenunion“, wie das immer so negativ genannt wird, zu gehen. Aber dann hat man alle Leute einfach abgezockt und das Problem auf übermorgen vertagt. 10 Jahre später hat die Corona-Krise die Eurozone dann endgültig ins Game Over verfrachtet….

    Der CDU/Merkel wird das total egal sein, in Hinsicht auf die nächste Wahl, denn es muss ja ohnehin keine Bundesregierung mehr geben in einem geeinten Europa. Und das könnte durchaus was Gutes sein. Vielleicht auch nur bis zur nächsten Krise.

    Auf jeden Fall: Euopa ist tot …. es lebe Europa 🙂

    • haha, so ein Zufall ….

      „Wertpapier der Gnade“ – die Lehren aus dem Ablasshandel für unsere Geldpolitik

      https://www.welt.de/finanzen/article229215425/Thomas-Mayer-Was-Ablasshandel-und-Geldschwemme-gemeinsam-haben.html

      Karl Marx glaubte fest daran: Alle Welt-Ereignisse passieren zweimal. Ein Vorläufer für die aktuelle Geldschwemme findet sich 1517 – bei Martin Luther. Der Mönch brachte die Ablass-Blase zum Platzen und spaltete die Kirche. Warum sich der Blick in die Geschichte lohnt. …

      ….. wartete für den Sünder das Fegefeuer, an das die Menschen noch fester glaubten als wir heute an den Klimawandel. ….

      Wenn das mit der Analogie so wäre, dann könnte 2021 zum Todesjahr der progressiven Ideologie werden, samt Klimawandel 🙂
      Das wäre zu schön! Bitte, bitte, als Osterüberraschung eine Euro-Währungsreform!

  10. Feminismus war gestern: Porno-Rapperin bringt SPD-Spitze neues Gender-Denken bei

    https://amp.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-die-naechste-revolution_id_13134764.html?__twitter_impression=true

    „Manchmal frage ich mich, ob allen klar ist, welche Revolution sie mit dem Ende der Geschlechtergrenze auf den Weg bringen. Ich prophezeie: Schon das Wort Feminismus wird man in wenigen Jahren nicht mehr unbekümmert aussprechen. So wie „Mohrenkopf“ oder „Zigeuner“ wird es zu den Worten gehören, die man mit Stirnrunzeln vernimmt. Feministinnen? Sind das nicht die Leute, die glaubten, es gäbe vor allem zwei Geschlechter? Wie rückschrittlich ist denn das!“

    • Ich bin auch dafür, dass man „Frauen“ und/oder „Feminismus“ nicht mehr sagen darf.
      Denn das ist klipp und klar transphob.
      Stattdessen schlage ich vor, diese einheitlich mit F-Wort zu bezeichnen.
      So wird niemand verletzt oder gar angegriffen und jeder weiß diese Wörter trotzdem richtig einzuordnen, nämlich als Hasssprache.

  11. Natürlich gibt es einen strukturellen Rassismus. Der Beweis ist, dass Rassisten von der Telecom und anderen Unternehmen in leitenden Positionen angestellt werden.

      • … es ist Doppelsprech, man denkt sich zwei Sachen gleichzeitig: Häufigkeit neben Macht bei „Dominanz“. Das ist staight outta „1984“.

        Die haben das als Anregung gelesen und nicht als Warnung!

  12. Interessant ist, dass die CDU in einer Umfrage nur noch auf 26 % kommt. Die CDU hat sich von manchen christlich-konservativen Standpunkten verabschiedet. Die Parteien FW, ÖDP und Bündnis C sind im Aufwind. Wir brauchen kein liberales Familienbild, sondern ein klassisches. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

    • Also ich bin für Meinungspluralismus, und dafür, dass du weiter machst.

      Wenn sich jemand beschwert (Mika) soll er doch bitte mindestens einen logisch-verknüpften Punkt bringen, warum seine Beschwerde gerechtfertigt ist.

      Allerdings ist dein Post voller Behauptungen, und frei von Begründungen. Was es mir verleidet weiter in Deine Richtung zu klicken.

      • „Allerdings ist dein Post voller Behauptungen, und frei von Begründungen. “

        Kenst du Prediger, die anders verfahren? Immerhin verkneift sie sich das „Es steht geschrieben…“

      • Er macht halt Werbung für seinen Blog, ich kann mich spontan nicht erinnern, dass er schonmal mitdiskutiert oder geantwortet hätte. Er ahnt wohl, dass er außer christliche Fundamentalisten niemanden erreicht und nur unangenehme Widerworte bekommt. Ist aber ja auch Ok, unsere Feindbilder ähneln sich ja zumindest ansatzweise, fundamentalistische Christen sind mir im Zweifel immer noch angenehmer als muslimische oder als woke „Linksliberale“.

        • Mir ist nicht aufgefallen, dass er ein Feindbild propagiert. Auch ist seine Behauptung „Die Parteien FW, ÖDP und Bündnis C sind im Aufwind“ wohl eher Wunschdenken. Viele CDU-Wählerstimmen gehen wohl eher zu den Grünen.

          Sein „klassisches Familienbild“ bleibt eine leere Floskel, er definiert das nicht zeitgemäß aus. Meint er die 50er-Jahre-Illusion der isolierten Kleinfamilie oder eher die Großfamilien bzw. Sippe? Letzteres wird automatisch wieder kommen. Und ich wette heute schon drauf, dass dann die Frauen insgesamt wieder glücklicher sind als heute.

  13. Es geht hier um das, was vor knapp 100 Jahren als „Progressivismus“ bekannt war ….
    Undedingt den ganzen langen Faden lesen.

    Das zusätzlich Schlimme (im Faden nicht erwähnt und vermutlich dem Schreiber nicht bewusst) daran ist, dass es gar nicht dazu hätte kommen müssen. Zwar wurde Darwins Theorie als massgeblich anerkannt, aber der kritische Knackpunkt wurde missachtet. Dass das Prädikat „Fittest“ immer nur im Nachherein vergeben wird und man von vorneherein gar nicht wissen *kann*, was diese fitness sein wird. Denn der Motor der Evolution ist nach Darwin blind, nämlich zufällige Mutationen. Die sich, kommt die Gelegenheit, sich bewähren oder auch eben nicht. Dieses streng Reaktionäre im Evolutionsprozess erlaubt schlechterhin keine Prognose derer, die sich selbst als die Fitten, Richtigen oder Zeitgemässen imaginieren. Darwin Lehre ermahnt – so muss man anerkennen – zu brutalster Demut. Und diese Demut ist genau das Gegenteil der Hybris, die mit Machbarkeitswahn aller Art einhergeht. Sei sei denn die menschliche Rasse, das Klima der Welt oder die angeblich total verkorksten und unterdrückerischen Geschlechts- und „Rassen“ (das ist das wieder!) – Beziehungen oder was auch immer noch.

    Darwins Theorie wirkt erst so einfach, aber es ist so erstaunlich schwierig den zentralen Punkt des Zufalls als Motor aller Entwicklung zu akzeptieren. Den Menschen ist es bis heute nicht eingeflossen, obwohl jeder meint, Darwin sei verstanden und quasi „von gestern“. Das ist nicht so.

  14. Das Grundgesetz, so heißt es in einem Papier führender Grüner, sei „in Teilen problematisch und unzureichend“, man müsse künftig „Forderungen diskriminierter Gruppen im Kampf um gesellschaftliche Anerkennung und Teilhabe solidarisch und unter Berücksichtigung der intersektionalen Verschränkungen zusammenführen“. Im schönsten Neusprech erklären Claudia Roth und ihre Mitunterzeichner, sie wollten so dafür sorgen, dass die „Demokratie gestärkt“ werde. Das Gegenteil wird der Fall sein.

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article229277969/Einteilung-in-Menschengruppen-Identitaetspolitik-bedroht-unsere-freie-Gesellschaft.html

  15. Vorsicht, Corona posting – Wer des Themas müde ist bitte weiterscrollen.

    Hier und anderswo wurde und wird in der Diskussion häufig argumentiert, die Gefahr welche von Corona ausginge sei mittlerweile gut bekannt und anggebbar. Zuletzt (ich greife das lediglich als ein Beispiel von vielen heraus) hat djadmoros das folgendermaßen ausgedrückt:

    Die Spezifität der Gefahr des Corona-Virus war dabei von Anfang an erkennbar und benennbar. […] der Begriff des »Corona-Leugners«: das ist nämlich nicht derjenige, der in Abrede stellt, dass von dem Virus durchaus eine (angebbare) Gefahr ausgeht, sondern derjenige, der sich dem alle Maßstäbe einreißenden Corona-Schrecken verweigert und statt dessen lieber bei klarem Verstand bleibt.

    Andere Variationen dieses Arguments: Die Mortalität beträgt (nur) x%, die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf beträgt (nur) x%, die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf steigt stark mit dem Alter, etc.

    Ich vermute ein wesentlicher Grund warum die Diskussion so verfahren ist liegt in einem grundsätzlichen Missverständnis über basale Eigenschaften der Corona Pandemie. Das Missverständnis besteht darin, dass angenommen wird es handele sich bei der Pandemie um einen ergodischen Prozess. Ergodizität bedeutet, dass der Zeitmittelwert eines dynamischen (zufälligen) Systems gleich dem Ensemblemittelwert ist. Die Annahme bei der Pandemie handele es sich um einen ergodischen Prozess liegt nahe, ist jedoch höchstwahrscheinlich falsch.

    Ergodizität spielt vor allem bei stochastischen Systemen eine wesentliche Rolle, also dort wo in irgendeiner Form Zufall im Spiel ist. Die Intuition hinter dem sperrigen Begriff Ergodizität ist folgende: Es macht einen Unterschied, ob ich einen Prozess (ein Experiment z.B.) sehr oft ausführe, oder ob ich den Prozess sehr lange laufen lasse. Am Beispiel Russisches Roulette: Lässt man 10.000 Menschen einmal russisches Roulette spielen erhält man andere Ergebnisse, als wenn man einen Menschen 10.000 mal russisches Roulette spielen lässt. Russisches Roulette ist nicht ergodisch. Führt man das Experiment aus und untersucht z.B. die Wahrscheinlichkeit für das Ergebnis „Tod“, dann konvergiert der Zeitmittelwert (eine Person spielt 10.000 mal) gegen 1, während der Ensemblemittelwert (10.000 Personen spielen ein mal) gegen 1/6 konvergiert.

    (Nicht)Ergodizität ist eine inhärente Systemeigenschaft.

    Wir haben ein intuitives Verständnis über diese Dinge. Die meisten Menschen würden das Spiel „Starteinsatz 10€, 20 Runden Russisches Roulette, nach jeder erfolgreichen Runde verdoppelt sich der Einsatz“ trotz der riesigen Gewinnmöglichkeit (mehr als 10 Millionen €) ablehnen. Sie verstehen, dass ein solches Spiel eine sehr schlechte Idee ist. Der wesentliche Punkt dabei: Die Information „die Wahrscheinlichkeit für Tod beim Russischen Roulette beträgt 1/6“ ist für die Entscheidung irrelevant.

    Das Beispiel mit dem Russischen Roulette ist leicht verständlich. Schwieriger wird es, wenn die Dinge nicht so offensichtlich sind, z.b. bei folgendem Spiel: Eine faire Münze (WS für Kopf/Zahl jeweils 1/2), bei Kopf erhält man 50% vom aktuellen Einsatz, bei Zahl verliert man 40% vom aktuellen Einsatz (aus diesem paper).

    Ist es ein „gutes“ Spiel, d.h. zahlt es sich aus? Der gebildete Mensch von Welt bemüht die Wissenschaft zu Hilfe und stellt fest, dass sich der Erwartungswert für einen Einsatz x recht einfach berechnen lässt:
    E(x)=\frac{1}{2}1.5x+\frac{1}{2}0.6x=1.05x
    Wunderbar, bei diesem Spiel kann man erwarten mit einem Einsatz von x den Betrag 1.05*x herauszubekommen – das zahlt sich aus! Da der Erwartungswert für wiederholte Spiele immer derselbe ist, besteht die optimale Strategie darin das gesamte zur Verfügung stehende Budget zu setzen und möglichst viele Runden zu spielen. Die Mathematik ist unbestechlich.

    Führt man das Experiment tatsächlich durch, findet man folgendes:

    In der Grafik wurden 1000 Spiele mit je 1000 Runden simuliert, dargestellt sind die Trajektorien des relativen Gewinns. Von den 1000 simulierten Spielen gibt es nur ein einziges (in rot), welches nach 1000 Runden einen positiven Gewinn hat. Die restlichen 999 Spiele enden quasi mit Bankrott (logarithmische Skalierung auf der y-Achse!).

    Der Grund dafür liegt natürlich in der Nicht-Ergodizität des Spiels, multiplikative Prozesse sind im i.A. nicht ergodisch. Der Erwartungswert ist zwar richtig berechnet, und es stimmt auch dass der zu erwartenden Gewinn mit jeder Runde steigt. Was aber ebenfalls mit jeder Runde steigt ist die Wahrscheinlichkeit quasi alles zu verlieren – klingt komisch, ist aber so (mathematisch: die Wahrscheinlichkeitsverteilung des payoffs ist extrem schief. Mit steigender Anzahl der Runden konvergiert der Mittelwert der Verteilung gegen unendlich, der Median hingegen gegen 0. D.h. bei der 500. Runde oder so gibt es zwar eine klitzekleine Chance ein Vermögen zu gewinnen, die Wahrscheinlichkeit alles zu verlieren ist aber riesengroß). Der Fehler liegt darin, dass der Erwartungswert per Definition ein Ensemblemittelwert ist – und dieser ist bei nicht-ergodischen Prozessen eben verschieden vom Zeitmittelwert. Für eine tatsächliche Person die das Spiel spielt, zählt ausschließlich (!) letzterer.

    Die Verbindung zur Corona-Pandemie besteht darin, dass sie im Kern ebenfalls ein multiplikativer Prozess ist: das Virus verbreitet sich multiplikativ. An dieser Stelle zeigt sich das Missverständnis, wenn djadmoros vehement darauf hinweist dass die Gefahr/Mortalität von Corona bekannt sei und wenn er die Paranoia und den Corona-Schrecken mit dem Hinweis auf die geringe Mortalität bzw. Gefahr verurteilt. Die Mortalität oder die WS eines schweren Verlaufs ist notwendigerweise ein Ensemblemittelwert. Diese Parameter werden in experimentellen Studien ermittelt, indem ein mehr oder weniger großes Sample von Menschen untersucht wird – das ist exakt der Fall „10.000 Personen spielen einmal“. Corona als systematischer Prozess ist jedoch sehr wahrscheinlich nicht ergodisch. Im Setting des Münzspiels: djadmoros entgegnet auf den „paranoiden“ Einwand es bestünde die Gefahr alles zu verlieren immer wieder entrüstet: „aber der Erwartungswert ist 1.05!!!!“ – ja, stimmt. Das ist aber in diesem Fall nicht das entscheidende.

    Bei ergodischen Prozessen kann man davon ausgehen, dass mit der Zeit alle möglichen Zustände des Wahrscheinlichkeitsraumes realisiert werden. Nicht-ergodische (z.b. multiplikative) Prozesse können Wahrscheinlichkeitsräume erzeugen, die schneller wachsen als sie zeitlich erforscht werden können. Wir sehen das im Moment bei den Mutationen (alex schreibt hier einige interessante Dinge dazu aus mikrobiologischer Sicht). Wir verstehen nicht wirklich wie sich die Mutationen auswirken, das Virus ist uns „einen Schritt voraus“. Bei nicht-ergodischen Prozessen ist eine systematisch andere Herangehensweise nötig: es sollte nicht darum gehen, was wahrscheinlich ist, sondern darum was möglich ist. Je länger die Pandemie dauert, je länger wir alle immer wieder dem Risiko ausgesetzt sind, desto weniger relevant sind Kennzahlen die auf einem Ensemblemittelwert basieren (wie z.B. Mortalität oder Wahrscheinlichkeit für schweren Verlauf) und desto mehr verschiebt sich die Situation in Richtung „eine Person spielt 10.000 mal“, desto mehr wird der Zeitmittelwert relevant. Und für diesen sind die bestimmenden Parameter: Ausbreitungsgeschwindigkeit und kann (!) es tödlich sein (nicht: wie tödlich ist es!). Insbesondere wenn man die Möglichkeit weiterer Mutationen, von denen wir nicht wissen was sie bewirken werden, mit berücksichtigt. Auch eine sehr kleine Wahrscheinlichkeit für tödlichen Verlauf ist relevant, wenn man ihr immer und immer wieder ausgesetzt ist.

    Der Weg wie man die Sache in den Griff bekommt: Anstatt dass wir auf das Virus reagieren, anstatt dass das Virus uns einen Schritt voraus ist, sollten wir versuchen einen Vorsprung gegenüber dem Virus zu gewinnen. Proaktiv statt reaktiv. Eliminierung statt „mit dem Virus leben“. Dieser Weg führt zu NoCovid.

    p.s: Die Nicht-Ergodizität der Pandemie ist vollständig kompatibel mit der fat-tail Eigenschaft, die ich an anderer Stelle erwähnt habe, und mit dem Unterschied zwischen indiviuellem und systematischem Risiko, und mit der diskontinuierlichen Ausbreitung (superspreading) die alex hier erklärt oder auf die ich schon hier und hierhingewiesen habe. Ich würde sogar sagen, all diese Dinge bedingen sich gewissermaßen gegenseitig.

    • Ich habe so die vage Idee bekommen, dass dieser Virus in deiner Vorstellung bei der Passage durch den Menschen immer besser und für den Menschen nachteiliger wird.
      Eine Theorie der Parasitologie sagt das Gegenteil: das Virus passt sich mit der Passage an den Menschen an und tendiert dazu ein harmloser Begleiter zu werden, zu einem Symbionten. (Vor einiger Zeit hat Drosten diese These erwähnt, was ziemlichen Wiederhall fand und ziemlich blind geglaubt wurde.)
      Was tatsächlich passiert ist aber absolut zufällig, siehe meinen post zu Darwin und den Mutationen über diesem hier. Man weiss nie, was als nächstes passiert. Das war für mich vor einem Jahr Grund genug Panik zu bekommen, auch wenn dieses Virus offenbar kein Killer ist, weil genau dies aber sich entwickeln könnte, wenn es sich erst mal mehr verbreitet hat. Jetzt bin ich beruhigt, da sich nichts grossartig verändert zu haben scheint und das dann auch nicht mehr zu erwarten ist (zumal dem Virus durch Impfen bald der Garaus gemacht sein wird).

    • Sehr interessant. Danke für diesen kleinen Essay über Ergodizität+Covid!

      Du hast Dir vielleicht bereits Gedanken über die folgenden, ich nenne es mal, Einwände (im weitesten Sinne) gemacht:

      – Wenn Deine Ausführungen stimmen, müssten wir dann nicht auf jede ansteckende Krankheit, die eine Wahrscheinlichkeit>0 für einen tödlichen Verlauf hat, mit einer Zero- bzw. No-[hier Name aller infrage kommenden Krankheiten einsetzen]-Strategie reagieren?

      – Inwiefern ist für mich als Individuum der Grenzwert der Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Verlaufs für n->unendlich viele Expositionen relevant? Mein Leben ist genauso endlich wie die Anzahl meiner potentiell ansteckenden Expositionen mit Coronaviren. (Vergleiche: In der Grafik oben gäbe es sehr viel mehr rote Linien, wenn es weniger Iterationen gäbe.)

      – Wenn ich einmal mit Corona infiziert war, passt sich mein Immunsystem an. Die Wahrscheinlichkeit für einen tödlichen Verlauf bei einer weiteren Infektion ist eine andere, und zwar geringere. Das kann bis gegen Null reichen, also bis zur Immunität. Auch das verbietet ein Gleichsetzen von Ensemblemittelwert und Zeitmittelwert, aber anders als von Dir ausgeführt.

      Nicht unbedingt so relevant, aber trotzdem:
      – Ich weiß auch ohne Mathematik, dass ich das Spiel um mein Leben irgendwann verlieren werde. Diese Wahrscheinlichkeit ist 1, Coronamaßnahmen hin oder her.

      • Das letzte, 4te, ist die Quintessenz!
        Das Leben ist nicht ergodisch und das Virus ist es auch nicht.
        Es tritt in Wellen auf und verschwindet ebenso wieder. Die Mutationen des Virus sprechen noch nicht dafür, dass diese Mutationen überhaupt funktional sind oder nicht eher eine Diskontinuierlichkeit der Nachkommenschaft markieren. So ist es auch zu erklären, warum die Linien des Virus ebenso verschwinden wie andere als Ersatz kommen. Die bisher beschriebenen Unterschiede gestattet es nicht einen grossen Unterschied der einzelnen Klone anzunehmen. Hier wird dann aber umsomehr politisiert.

      • „Nicht unbedingt so relevant, aber trotzdem:
        – Ich weiß auch ohne Mathematik, dass ich das Spiel um mein Leben irgendwann verlieren werde. Diese Wahrscheinlichkeit ist 1, Coronamaßnahmen hin oder her.“

        Eben. Dass das Leben nunmal endlich ist, und Menschen sterben, hat die ideologische (Corona-)Haltungsfilterblase vorher doch auch nicht interessiert. Woher also jetzt die Krokodilstränen?

        Weil das ein Thema ist, bei dem man prima das betreiben kann, was Ideologen (seien es Feministinnen, Intersektionale oder eben ZeroCovider) am besten können: blaming und shaming.
        Dort wo man vorher jemand als Umweltsünder und potentiellen Mörder der Kinder beschimpft hat, weil er SUV fährt, kann man jetzt so prima diejenigen hassen, die Ihre Maske nicht richtig tragen oder nicht zu 100% mit den Maßnahmen einverstanden sind.
        Totschlagargument ist ja dann beispielsweise immer nach dem gleichen Muster: „Du hast Probleme mit x, dann frag mal Leute, die am Beatmungsgerät um Ihr Leben kämpfen, oder an Longcovid leiden“

        „Du hältst Autofahren für sicher? Dann frage mal Leute, deren Haut durch einen Unfall 70% verbrannt ist“

    • hier ist die Rede von dem Entwickeln einer „Supervirus“-Linie in Brasilien wegen der Verbreitung dort:

      das ist gleich mit: „dass dieser Virus in deiner Vorstellung bei der Passage durch den Menschen immer besser und für den Menschen nachteiliger wird.“

      • @alex:

        hier ist die Rede von dem Entwickeln einer “Supervirus”-Linie in Brasilien wegen der Verbreitung dort:

        das ist gleich mit: “dass dieser Virus in deiner Vorstellung bei der Passage durch den Menschen immer besser und für den Menschen nachteiliger wird.”

        Es geht nicht darum was meine Vorstellung ist, ich habe auch gar nicht das Expertenwissen um bei fachlichen Fragen zu Mutationen mutzureden.

        Es geht um das Risiko: Kannst du ausschließen, dass sich eine gefährlichere Variante des Virus entwickelt? Du schreibst weiter oben selber, es ist alles zufällig und man weiß nie was als nächstes passiert.

        Wenn man es nicht ausschließen kann, welche Dinge beeinflussen die Wahrscheinlichkeit einer solchen Entwicklung? Eine Sache dürfte recht klar sein: Je mehr Infektionen, desto mehr Möglichkeiten für das Virus zu mutieren.

        Wie gesagt, ich hoffe du hast recht und die Mutationen stellen sich letzten Endes als leicht handhabbar heraus. Folgende zwei Fragen können wir jedenfalls direkt aus der Realität heraus, ganz ohne abstrakte Theorien oder was-wäre-wenn, beantworten:

        Kann das Virus mutieren und schlimmer werden? Ja.
        Wird das Virus mutieren und schlimmer werden? Ja.

        Zur Theorie das Virus passe sich mit der Zeit an den Menschen an und werde zu einem Symbionten: So wie ich das verstehe zielt es auf die empirisch gut abgesicherte Tatsache ab, dass sich im Lauf der Zeit in vielen natürlichen Systemen ein Gleichgewicht entwickelt (z.b. zwischen Beutetier und Raubtier, Virus und Wirt, Pflanze und Umwelt,usw).
        Das stimmt natürlich. Was wir aber auch empirisch gut abgesichert wissen, solche Gleichgewichte gelten lokal. Sobald man das Gleichgewicht stört, indem man ein z.b. ein zuvor auf einem Kontinent nicht heimisches Tier einführt, oder eine nicht heimische Pflanze, kann das Gleichgewicht sehr schnell kippen.
        Der wesentliche Punkt dabei ist die long-range transportation, oder wie wir heutzutage sagen, die globale Vernetzung. In diesem paper
        https://journals.aps.org/pre/abstract/10.1103/PhysRevE.73.020903
        wurde das untersucht, und sie finden dass sobald man solche long-range interactions hinzufügt unvorhersehbar Punkte entstehen an denen das Gleichgewicht im System ganz plötzlich kippt. Und zwar unabhängig davon, wieviel solcher long-range interactions vorher schon vorhanden waren. Es kann sein dass ein System trotz starker globaler Vernetzung im Gleichgewicht ist, fügt man jedoch nur ein bisschen mehr globale Interaktionen hinzu kippt es.
        Ich finde, dass solche Überlegungen im Kontext der Pandemie ziemlich relevant sind.

        • @pingpong
          „Es geht um das Risiko: Kannst du ausschließen, dass sich eine gefährlichere Variante des Virus entwickelt? Du schreibst weiter oben selber, es ist alles zufällig“

          Natürlich kann man nichts ausschliessen. Aber das Virus hat sich bislang sehr konservativ verhalten und sich nicht grossartig geändert, so dass das auch über die nächste Zeit zu erwarten ist. Und dann ist es einfach weggeimpft. Wenn diese neue Variante wirklich so gefährlich wäre wie gedacht, dann würden die Zuwachsraten bestimmt viel stärker ausfallen als vorher. Sieh auf den Durchschnitt der 7-Tage-Inzidenz jetzt, das ist nicht steiler als sonst auch. An dieser Stelle ist die Sache für mich eigentlich gelaufen, das Virus sehe ich als praktisch erledigt an. Glück gehabt, das hätte ins Auge gehen können. Puh.

    • @pingpong

      Am Beispiel Russisches Roulette: Lässt man 10.000 Menschen einmal russisches Roulette spielen erhält man andere Ergebnisse, als wenn man einen Menschen 10.000 mal russisches Roulette spielen lässt. (…) dann konvergiert der Zeitmittelwert (eine Person spielt 10.000 mal) gegen 1, während der Ensemblemittelwert (10.000 Personen spielen ein mal) gegen 1/6 konvergiert

      Ich kann dir nicht ganz folgen: Wenn einer 10.000 mal russisches Roulette spielt, dann liegt doch bei ihm die Treffsicherheit nicht bei 1 sondern bei 1/10000, sonst würde er es doch gar nicht 10.000 mal schaffen. Er würde sich z.B. beim zehnten Schuss abballern.

      Damit ist eigentlich das Kernproblem numerischer Prognosen gut beschrieben. Sie sind reine Kopfgeburten und bei der Anwendung auf unsere Realität oft geradezu absurd.

      Vielleicht habe ich‘s aber auch mal wieder nicht richtig kapiert…

      • Mal ganz einfach gesagt: für den Einzelnen sind 10.000 Runden statistisch gesehen absolut tödlich, für 10000 Leute, 1mal gespielt eben nicht (für jeden einzelnen nur zu 1/6 tödlich). Das soll jetzt auf die einzelnen Wellen von Corona übertragen werden. Wäre alles nur „ein Guss“, dann wäre für jeden einzelnen die Chance zu sterben verschwindend gering. Aber da es ganz verschiedene Typen von Viren wären, für die jeder auch noch verschieden empfänglich wären, steigt das Risiko für jeden doch stark an, wie wenn man alleine viele Runden Russisch Roulette spielt.

        • Ah, vielen Dank.

          Aber die Ableitung erfolgt doch nur mit Blick auf das Virus und dessen Fortentwicklung. Sie berücksichtigt nicht das menschlichen Immunsystem und seine gegenläufige Lernfähigkeit. Als seinerzeit HIV hochkam war doch eine Erkenntnis, dass wir sehr oft mit sehr schlimmen und aggressiven Erregern konfrontiert sind, sie aber mit einem fitten Immunsystem „abblitzen“ lassen können.

          Die Anpassung des Immunsystems ist doch ein permanter unterschwelliger Prozess, der schon lange vor einer Herdenimmunität relevant wird und mit allen möglichen Erregern seit Jahrtausenden abläuft. Ist nicht der einzige wirkliche Unterschied zu den anderen Erregern, dass wir Corona so leicht testen, messen und dadurch sehen können?

          Gäbe es keinen PCR-Test, würde die ganze Pandemie über einen Praxisindex gemessen, also eine Zählung, wie viele Patienten mit respiratorischen Erkrankungen im Wartezimmer sitzen. Und damit hätten wir in 2020 lediglich ein starke Grippe-Welle vermeldet. Ich kenne bis jetzt noch keine schlüssige Erklärung, warum die Influenza plötzlich weitgehend vom Erdboden verschwunden scheint, seit wir mit PCR-Tests hantieren.

          • „Aber die Ableitung erfolgt doch nur mit Blick auf das Virus und dessen Fortentwicklung.“

            Ja, natürlich, nur das ist hier im Fokus. Es idealisiert den Virus und macht ihn mit einem unbegrenzten Perfektionismus aus und wird als perfekter Gegner idealisiert. Ist halt eine Modellvorstellung.

            „Ist nicht der einzige wirkliche Unterschied zu den anderen Erregern, dass wir Corona so leicht testen, messen und dadurch sehen können?“

            Das macht den Virus an sich nicht weniger oder mehr gefährlich. Es verschiebt höchstens die Perspektive, auf das, was was wirklich passiert. Und das ist sicher nicht immer gut, denn Spekulationen und Halbwissen vertragen sich nicht wirklich gut.

            „Und damit hätten wir in 2020 lediglich ein starke Grippe-Welle vermeldet.“

            Wären wir ignorant gewesen, hätten wir das übersehen, freilich. Den Neanderthalern ist vielleicht auch ein Meteor extrem knapp an der Erde vorbeigeflogen, der uns heute um den Verstand bringen würde.

          • @alex, beweis, renton:

            Das soll jetzt auf die einzelnen Wellen von Corona übertragen werden. Wäre alles nur „ein Guss“, dann wäre für jeden einzelnen die Chance zu sterben verschwindend gering. Aber da es ganz verschiedene Typen von Viren wären, für die jeder auch noch verschieden empfänglich wären, steigt das Risiko für jeden doch stark an

            Ein Missverständnis.

            Es geht nicht um die Wellen oder um die Mutationen oder um das Risiko für den einzelnen. Mein Beispiel mit der Person die russisches Roulette spielt war nur zum leichteren Verständnis. Die Übertragung des Beispiels besteht nicht darin, dass das Risiko von russischem Roulette durch das Risiko von Corona ersetzt wird. Die Übertragung besteht darin, dass die Person durch der Gesellschaft ersetzt wird. Das russische Roulette ist nur ein Platzhalter für einen Prozess mit bestimmten Eigenschaften, um das Konzept von Ergodizität anschaulich zu machen. Ersetzt in Gedanken einfach die Person die russisches Roulette oder das Münzspiel spielt, mit der Gesellschaft.
            Ich habe immer wieder darauf hingewiesen, der wesentliche Punkt bei der Risikoabschätzung der Pandemie ist nicht das Risiko für den einzelnen, sondern das Risiko fürs das System.

            In isolierten wissenschaftlichen Experimenten sind Fehler, Fehlschläge und das Anpassen von Evidenzen an neue Erkenntnisse der übliche und richtige Weg. Auf diese Weise entsteht wissenschaftlicher Fortschritt. Wenn es aber um die gesamte Gesellschaft geht, können wir uns trial & error schlicht nicht leisten. Die potentiellen Auswirkungen einer falschen Annahme oder eines Fehlers sind zu groß.

            renton, 3 deiner 4 Fragen beschäftigen sich mit den individuellen Auswirkungen und Risiken. Darum ging es mir nicht.

            Die letzte Frage

            – Wenn Deine Ausführungen stimmen, müssten wir dann nicht auf jede ansteckende Krankheit, die eine Wahrscheinlichkeit>0 für einen tödlichen Verlauf hat, mit einer Zero- bzw. No-[hier Name aller infrage kommenden Krankheiten einsetzen]-Strategie reagieren?

            Nur wenn von der Krankheit ein systematisches Risiko ausgeht, was nicht bei allen der Fall ist. Krankheiten bzw die verursachenden Viren haben bestimmte Parameter (Rate der asymptomatischen Fälle, Mortalität, Inkubationszeit, Ansteckungsfähigkeit, Mutationsrate, Kreuzimmunität…), und manche Kombinationen sind wesentlich gefährlicher als andere.

          • Nach meiner Meinung ist das 1. Gegenargument von renton ausschlaggebend. pingpong müsste, wenn er 1 zulässt und dadurch sein Argument nicht gefährdet sieht, seine Position wechseln.
            Es ginge ihn dann nicht mehr um Covid, sondern um einen Paradigmenwechsel im Zusammenleben Mensch/Virus zum Zwecke der Bereicherung der Pharmaindustrie und der dafür notwendigen Zerstörung des natürlischen Immunsystems der Menschen.
            Sein Argument lässt sich auf jede Viruserkrankung anwenden. Es würde kein Sinn machen, das Impfen irgendwann zu beenden, weil jedes Grippevirus potentiell tödlich ist.
            Der Punkt 3 von Renton ist zwar gut, weil es einen wichtigen Parameter in der Rechnung pingpongs in dessen Bedeutung abschwächt, bringt es aber nicht zu Fall, weil die Wahrscheinlichkeit am Virus zu sterben immer noch besteht und sogar 1 wird, wenn lange genug gewartet wird.

            Aber pingppong wäre nicht pingpong, machte er nicht immer wieder argumentativen pingpong, denn er sagt zum ersten Gegenargumet von Renton, dass es es nicht immer zuträfe, denn man müsste alle mögichen anderen Faktoren berücksichtigen,
            die er anfangs aufwändig mit dem Befund der Nichtergodizität von Corona als nicht ausschlaggebend dargestellt hat.

          • Es ginge ihn dann nicht mehr um Covid, sondern um einen Paradigmenwechsel im Zusammenleben Mensch/Virus

            Nur wenn man das Beispiel in naiver Weise auf die Wirklichkeit überträgt (ich schrieb weiter unten explizit: Das Argument ist nicht „es wird so passieren“), oder wenn man die Sache streng „logisch“ ausschließlich schwarz-weiß sieht.

    • Interessantes Konzept, das mir so noch nicht geläufig war.
      Eine Begründung, warum Corona-Infektionen sich nicht-ergodisch verhalten sollten, steht jedoch aus.
      Dies wäre nur dann der Fall, wenn jeder Tag, an dem keine Ansteckung stattfindet, die Wahrscheinlichkeit einer Infektion erhöht. Dem ist aber nicht so. Die Wahrscheinlichkeit, sich zu infizieren, ist unabhängig davon, wie viele Tage man bereits ohne Ansteckung hinter sich gebracht hat.
      Beim Beispiel mit der Münze ist die Crux, dass das Produkt der Iterationen 1.5 * 0.6 = 0.9 kleiner 1 ist, so dass 0.9^n mit n gegen Unendlich gegen 0 geht.

      • @anne

        Eine Begründung, warum Corona-Infektionen sich nicht-ergodisch verhalten sollten, steht jedoch aus.

        Das Virus verbreitet sich multiplikativ, sonst würden wir z.B. kein exponentielles Wachstum beobachten. Multiplikative Prozesse wie beispielsweise das Münzspiel sind nicht ergodisch. Auch andere Wachstumsprozesse (Zuwachs von Vermögen) sind nicht ergodisch, das hat z.B. wichtige Konsequenzen für die Wirtschaftsforschung.

        Der Zugang kommt uns unter Umständen fremd vor, was aus meiner Sicht ganz wesentlich daran liegt dass wir bis mindestens zur Universität alles was mit Wahrscheinlichkeit zu tun hat quasi ausschließlich unter der Annahme (!) von Ergodizität behandeln. In der Schule bis zum Abitur lernt man maximal Gaußverteilung, Mittelwert, Varianz und darauf aufbauend einige weitere Konzepte. Das ist verständlich, weil Gaußverteilungen „nett“ sind, man kann sie leicht handhaben. Was man in der Schule nicht hört ist, dass es in der Realität sehr viele Verteilungen gibt die nicht so „nett“ sind. Der Mittelwert (Erwartungswert) hat dann, wie im Münzspiel, keine Aussagekraft.

        Beim Beispiel mit der Münze ist die Crux, dass das Produkt der Iterationen 1.5 * 0.6 = 0.9 kleiner 1 ist, so dass 0.9^n mit n gegen Unendlich gegen 0 geht.

        Was ist die Bedeutung davon, den Gewinn (50%) und den Verlust (40%) miteinander zu multiplizieren? Wie kann es bei deiner Kurve 0.9^n überhaupt vorkommen, dass am Schluss ein Ergebnis größer als 1 rauskommt? Der Erwartungswert wird so berechnet wie es weiter oben gezeigt ist.

        Du kannst das Spiel auch mit 50% Gewinn und 33% Verlust spielen. Erwartungswert in jeder Runde: 1.085, Gewinn multipliziert mit Verlust: 1.005. Deine Kurve 1.005^n sollte gegen unendlich gehen, trotzdem enden fast die Hälfte der Spiele (~42%) mit Bankrott. Das ist der wesentliche Punkt: In der wirklichen Welt zählt, was am Schluss rauskommt. Würdest du das Spiel mit 33% Verlustchance in jeder Runde spielen? Deine Kurve 1.005^n würde es dir raten, aber in der Realität hast du fast 50% Risiko für Bankrott. Würdest du dein gesamtes Vermögen auf einen Münzwurf setzen?
        Bei diesen Dingen führt uns unser ungesunder Menschenverstand in die Irre. Wahrscheinlichkeit und Statistik in der wirkliche Welt sind kompliziert. Der Denkfehler liegt darin, dass auch deine Kurve 1.005^n implizit von Ergodizität ausgeht. Du kommst auf dieses Ergebnis, indem du das Spiel hypothetisch in vielen parallelen Universen betrachtest, und dann über diese mittelst. Das ist eine Ensemblemittelwert. In der wirklichen Welt ist der Zeitmittelwert relevant.

        Der Grenzfall liegt nicht in irgendwelchen besonderen Zahlen, z.b. ob das Produkt aus Gewinn und Verlust größer oder kleiner als 1 ist. Die Grenze besteht systematisch, z.B. zwischen multiplikativem und additivem Wachstum. Das Risiko in jeder Runde einen Prozentsatz von aktuellen Vermögen zu verlieren ist systematisch etwas anderes, als das Risiko in jeder Runde einen fixen Betrag zu verlieren.

        • @pingpong

          Das Virus verbreitet sich multiplikativ,

          Multiplikativ bezüglich der Anzahl der Infektizösen (dN/dt = k * N, kinetischer Prozess 1. Ordnung), nicht multiplikativ bezüglich der Zeit.

          Was ist die Bedeutung davon, den Gewinn (50%) und den Verlust (40%) miteinander zu multiplizieren?

          Ich hatte eigentlich gehofft, meine kurzer Hinweis genüge zum Verständnis.
          Ohne Kommentarpreview ist das alles recht lästig, und LaTeX wäre übertrieben. Ich probier’s mal.

          Sei N_i das Guthaben vor der Iteration i, und N_{i+1} das Guthaben danach. g sei der Gewinnfaktor g = 1+50% =1.5, und v entsprechend der Verlustfaktor v = 1-40% =0.6.
          Dann ist entweder N_{i+1} = N_i * g für Kopf, oder N_{i+1} = N_i * v für Zahl (oder war es umgekehrt? – egal).
          Nach n Würfen ist N_n = N_0 * g^i * v^j, wobei i Anzahl von Kopf, j Anzahl von Zahl, i + j = n.
          Da Kopf und Zahl statistisch gleich häufig vorkommen (sofern man nur oft genug wirft), kann man vereinfachen zu i = j = n/2. Also N_n = N_0 * (g*v)^n, wobei wir wieder zu unserem Faktor 0.9^n kommen.

          Das Risiko in jeder Runde einen Prozentsatz von aktuellen Vermögen zu verlieren ist systematisch etwas anderes, als das Risiko in jeder Runde einen fixen Betrag zu verlieren.

          ACK. In ersterem Fall ändert sich der Einsatz in jeder Runde, in letzerem ist die Änderung absolut, also unabhängig davon.
          Um wieder auf Corona zurückzukommen: Der „Einsatz“ ist an jedem Tag gleich, nämlich meine Gesundheit. Erst bin ich gesund, und irgendwann erwischt’s mich (vielleicht). Die Wahrscheinlichkeit angesteckt zu werden, hängt zwar davon ab, wie viele Infizierte es in meiner Umgebung gibt, aber nicht davon, wie lange die Krankheitswelle bereits anhält.

          • @anne:

            Was meinst du mit „multiplikativ bezüglich der Zeit“?

            Also N_n = N_0 * (g*v)^n, wobei wir wieder zu unserem Faktor 0.9^n kommen.

            Ich verstehe was du ausrechnest (das Ergebnis nach n Runden ist (g*v)^(n/2), aber egal, es ging dir ja um den Faktor g*v). Die Frage war was das Ergebnis bedeutet. Ist es ein Mittelwert (wenn ja Ensemble oder Zeit und warum?), eine obere/untere Schranke, ein asymptotisches Verhalten…? Darauf zielte die Frage ab, ob es etwas ändern würde wenn du das Spiel mit 50% Gewinn und 33% Verlust spielst, ind diesem Fall g*v=1.005. Du sagtest die Crux sei dass im ursprünglichen Beispiel g*v kleiner als 1 ist. Ok, jetzt ist es größer als 1. Was bedeutet das?

            Es bedeutet in beiden Fällen das gleiche: nicht sehr viel. Ich schrieb zuvor, die Wahrscheinlichkeitsverteilung des payoffs ist sehr kompliziert. Das bedeutet, dass notwendigerweise jede einzelne Kennzahl, sei es Ensemble oder Zeitmittelwert, Median, obere Schranke usw. nicht informativ genug ist um systematische Entscheidungen zu treffen. Man muss Wahrscheinlichkeitsverteilung als ganzes untersuchen. Das ist anders als bei „netten“ Prozessen oder Gaußverteilungen. Dort gibt es einige wenige Parameter, die das Verhalten als ganzes sehr gut beschreiben (z.b. bei Gaußverteilung Mittelwert und Varianz). Im vorliegenden Fall ist das nicht so.

            In ersterem Fall ändert sich der Einsatz in jeder Runde, in letzerem ist die Änderung absolut, also unabhängig davon.

            Das ist richtig, ist aber nicht der wesentliche Punkt. Es geht darum, dass multiplikative Prozesse sich sehr viel schneller und plötzlicher ändern können als additive. Darin liegt die Gefahr bei der Pandemie.

            Um wieder auf Corona zurückzukommen: Der „Einsatz“ ist an jedem Tag gleich, nämlich meine Gesundheit.

            Es geht nicht um dich als Individuum. Gedankenbeispiel: Zum Münzspiel trittst nicht du oder eine andere Einzelperson an, sondern unsere Gesellschaft. Der Starteinsatz ist 100, die Gesellschaft funktioniert zu 100%. Nehmen wir an es handelt sich um das „gute“ Spiel, mit g*v=1.005. Die Bandbreite der möglichen Ergebnisse ist nach 500 Runden riesengroß und reicht von 1e-11 bis 1e14, wobei ca. die Hälfte der Spiele nach sehr wenigen Runden bereits auf unter 10 abgesunken sind. Was bedeutet es, wenn unsere Gesellschaft noch zu 10% funktioniert? Kann man dieses Risiko eingehen? Manche der Trajektorien die auf unter 10 sinken erholen sich später wieder, aber hier kommt der Unterschied zwischen Zeit- und Ensemblemittelwert ins Spiel: Es gibt eine absorbierende Barriere, wenn die Verluste einmal unter eine bestimmten Schwellwert fallen, dann bedeutet das game over (Extrembeispiel: russisches Roulette). Wo ist die Barriere im Fall der Gesellschaft? 50 Prozent? 25? Was bedeutet das für die Risikoabschätzung?

            Das Argument ist nicht „es wird so passieren“. Das Gedankenspiel dient nur dazu um ein Verständnis für die systematischen Eigenschaften zu entwickeln. Die konkreten Parameter (wieviel Prozent Gewinn/Verlust) mögen bei der Pandemie anders sein, es ist ein dynamisches Geschehen welches wir beeinflussen können, und natürlich ist es viel komplizierter als ein binärer Münzwurf. Aber die systematischen Eigenschaften sind dieselben. Das Argument ist: Das Risiko für Ruin darf nicht außer Acht gelassen werden. Und weiters: Einzelne Kennzahlen wie z.b. Mortalität, WS für schweren Verlauf, sind nicht so relevant bzw. irreführend.

          • @pingpong

            Zweierlei.

            1. In Deiner Argumentation sehe ich eine Lücke. Es fehlt der Nachweis, dass die Gefahren für die Gesellschaft nicht-ergodisch sind.

            Du schreibst, die Ausbreitung eines Virus sei ein multiplikativer Prozess und als solcher (ziemlich sicher) nicht-ergodisch. So weit kann ich Dir folgen. Aber dann sprichst Du davon, dass sich dies auf die Gesellschaft beziehe. Okay, aber auf welche Größe? Hier bei Anne ist es nun „Funktionsfähigkeit“. Das ist aber nicht dasselbe wie die Ausbreitung des Virus. Wenn ein Virus sich verbreitet, sinkt die Funktionsfähigkeit der Gesellschaft – okay. Aber sie regeneriert unabhängig von der Ausbreitung des Virus auch wieder von alleine, weil Menschen gesunden. Ohne a) eine genauere Definition und b) eine genauere Betrachtung dessen, was Du als gefährdet ansiehst, fehlt jeder Beleg für die Nichtergodizität von diesem „etwas“. Eine Virusausbreitung ist eben nicht simpel gleichzusetzen mit einem Gewinnspiel für ein Individuum, das sagst Du ja selbst. Aber was liegt dann hier vor? Das Spiel „Funktionsfähigkeit der Gesellschaft“ funktioniert jedenfalls nicht nach einer so simplen Regel wie „mit der Wahrscheinlichkeit x sind im nächsten Spielschritt n neue Mitglieder der Gesellschaft infiziert und fallen aus. Repeat.“ Mit jedem Spielschritt ändert sich die Wahrscheinlichkeit für die Anzahl von Neuinfektionen, denn – nur so als Beispiel – jedes bereits einmal infizierte Mitglied erlangt eine gewisse Immunität. Ergodisch oder nicht ergodisch? Dieser Prozess ist eben nicht einfach multiplikativ, und auch als nicht-ergodischer Prozess kann seine Wahrscheinlichkeitsverteilung extrem verzehrt sein, und zwar in Richtung „999 von 1.000 Spielen gehen mit Gewinn aus“.

            2. Auch ich habe mir Gedanken gemacht, woran die Verständigung so oft scheitert. An und für sich hast Du sehr gute Argumente für ZeroCovid: Es funktioniert in so manchen Ländern, ein starker kurzer Lockdown ist besser als ein schwacher langer, und ob es auch hierzulande im Winter funktioniert ist inzwischen eigentlich egal, denn der Winter ist vorbei.

            Ich glaube, was nicht nur bei mir so großen Widerstand provoziert, ist, dass Du ZeroCovid mit genau dem Argument begründen willst, was ich und viele andere einfach nicht teilen: Dass Cov-19 eine besonders große Gefahr darstelle. Da kannst Du auch noch so viele mathematische Paper anführen: Deren Problem ist stets, dass sie a) abstrakt sind und man allein deshalb schon berechtigte Zweifel an ihrer Anwendbarkeit auf die Wirklichkeit haben kann und b) auch mit der Sicht kollidieren, wie ich oder z.B. @beweis die Wirklichkeit sehen. In unserer Welt gibt es kein Horrorvirus, sondern nur eine Krankheit, die bereits jetzt überdramatisiert wird. @beweis würde sie am liebsten einfach ignorieren – wenn ich ihn richtig verstehe -, ich lasse im Prinzip mit mir darüber reden, wie man mit Cov-19 umgehen sollte – aber nicht unter der Prämisse, dass die Krankheit sogar noch schlimmer ist, als eh schon alle Nachrichtenkanäle behaupten. Da geht bei mir die Schranke runter, wenn Du verstehst was ich meine.

            Wir werden bei dieser Frage nicht zusammenfinden, schon klar. Aber es wäre wahrscheinlich besser konstruktiver, sie eben darum aus der Diskussion herauszuhalten. Nüchtern betrachtet, ist niemand mit der Situation zufrieden, wie sie ist. Manche halten Covid für eine Riesengefahr (Du, Karl Lauterbach,…), andere für ernst, aber nicht dramatisch (ich, Anders Tegnell,…), wieder andere für harmlos (@beweis (sorry, falls ich Dich da falsch interpretiere),…). Wie kann da ein akzeptabler Kompromiss aussehen, mit dem alle die meisten leben können?

          • @renton:

            Wenn ein Virus sich verbreitet, sinkt die Funktionsfähigkeit der Gesellschaft – okay. Aber sie regeneriert unabhängig von der Ausbreitung des Virus auch wieder von alleine, weil Menschen gesunden.

            Das Problem sind die unterschiedlich schnellen Zeitskalen. Wie oft haben wir jetzt schon gesehen dass die Infektionszahlen stark steigen und das Gesundheitssystem in kurzer Zeit überlastet ist? In Europa zuletzt Irland und Portugal. Wie oft haben wir demgegenüber schon gesehen dass sich ein (längerfristig stabiles) „Gleichgewicht“ zwischen Neuerkrankungen und Gesundungen ergibt?
            Wie gesagt, multiplikative nicht-ergodische Prozesse erzeugen Wahrscheinlichkeitsräume, die schneller wachsen als sie zeitlich erforscht werden können. WENN der Prozess so wäre, dass im Lauf der Zeit alle möglichen Zustände ralisiert würden, DANN könnten wir uns auf Kennzahlen wie Mortalität oder WS eines schweren Verlaufes verlassen und diesbezüglich eine optimale Strategie entwickeln. Nach allem was wir wissen ist es aber nicht so. Das sagen sowohl die Theorie als auch die empirischen Beobachtungen der letzten 12 Monate auf der ganzen Welt.

            und auch als nicht-ergodischer Prozess kann seine Wahrscheinlichkeitsverteilung extrem verzehrt sein, und zwar in Richtung „999 von 1.000 Spielen gehen mit Gewinn aus“.

            Das ist nicht das was wir auf der ganzen Welt sehen.

            Manche halten Covid für eine Riesengefahr (Du, Karl Lauterbach,…), andere für ernst, aber nicht dramatisch (ich, Anders Tegnell,…), wieder andere für harmlos (@beweis (sorry, falls ich Dich da falsch interpretiere),…). Wie kann da ein akzeptabler Kompromiss aussehen, mit dem die meisten leben können?

            Eine gute Frage.

            Was ist das Ergebnis bei einer Fehleinschätzung? Macht es einen Unterschied ob diejenigen die es für eine große Gefahr halten sich irren, oder ob diejenigen die es für harmlos halten sich irren? Welche Eigenschaften und Kennzahlen verwendest du, um das jeweilige Risiko bzw die Kosten einer solchen Fehleinschätzung durchzuführen?

          • @Renton

            @beweis würde sie am liebsten einfach ignorieren – wenn ich ihn richtig verstehe

            Stimmt, aus gesellschaftlich-aktionistischer Sicht würde ich sie gerne so lange ignorieren, bis es irgendwann vielleicht mal wirklich bedrohlich wird. Seit über einem Jahr sehe ich keine Katastrophe. Die Bilder aus Bergamo oder Costa Rica sind nur entstanden, weil die Bestattungsunternehmer wegen Verboten oder Angst nicht arbeiten konnten. Angst und Verbote verstärken das Unheil und führen zu Kollateralschäden. Schweden und Brasilien zeigen, dass keine Methode und kein Plan wirklich eindeutig erfolgreich ist. Und zu keinem Zeitpunkt war bisher unser Gesundheitssystem kollabiert. Jetzt kriegen die Jüngeren und Stabileren ein derartiges Virus ab. Dem entsprechend reduzieren sich auch die Todeszahlen.
            Wir müssen mit Viren leben lernen, die wir ertesten können, ohne aus Angst unsere Welt und Menschlichkeit zu zerkloppen. Wenn Lauterbach uns jetzt, nachdem er schon zwei Mal seine „letzte Patrone“ verschossen hat, in die „letzte große Schlacht“ schicken will, dann frage ich mich, mit was wir denn antreten sollen. Höhere Bußgelder, Militär, Schlagbäume, Strafkolonien?
            Die drehen doch frei. Und wenn dann in den Sommermonaten mal wieder Viruspause ist, dann kommt sofort die Klimaangst um die Ecke…
            In meinen Augen leben wir in einer neuartigen massenpsychotischen Epoche.

          • @pingpong

            Da sind wir wieder bei den unterschiedlichen Wahrnehmungen der Welt.

            „Wie oft haben wir jetzt schon gesehen dass die Infektionszahlen stark steigen und das Gesundheitssystem in kurzer Zeit überlastet ist? In Europa zuletzt Irland und Portugal.“

            Dass Irlands und Portugals Gesundheitssystem überlastet waren, ist mir neu. Würde mich wundern, wenn ich das nicht mitgekriegt hätte. Kurzes Googlen hat jedenfalls ergeben, dass die Intensivstationen stark belastet (am Anschlag), nicht überlastet, waren, und „das ganze Gesundheitssystem“ erst recht nicht.

            Und die Empirie hat gezeigt, dass die beiden Länder diese Situation auf den Intensivstationen mittels hartem Lockdown auch ganz fix in den Griff gekriegt haben. Ich sehe da keine Dramatik.

            „999 von 1.000 Spielen gehen mit Gewinn aus.“ – „Das ist nicht das was wir auf der ganzen Welt sehen.“

            Natürlich nicht. Wir haben eine Epidemie, meinetwegen Pandemie, da ist nichts zu gewinnen. Aber Dein Beispiel operierte ja nur mit Bankrott oder Gewinn, und da ich keinen Bankrott sehe, blieb mir nur der Gewinn als Alternative. Vielleicht hätte ich besser formulieren sollen: „999 von 1.000 Spielen enden nicht im Bankrott.“

            Zum Verständnis des folgenden: Ich meine meinen Beitrag konstruktiv, nicht im Sinne von „Aber es ist doch alles nicht schlimm, kapier das endlich!“ – Dass wir da unterschiedlicher Meinung sind, ist ja bereits festgehalten.

            „Was ist das Ergebnis bei einer Fehleinschätzung? Macht es einen Unterschied ob diejenigen die es für eine große Gefahr halten sich irren, oder ob diejenigen die es für harmlos halten sich irren?“

            Dein „es“ bezieht sich auf Corona. Ich könnte diese Frage genau so an Dich richten, doch mein „es“ bezöge sich auf Lockdowns. Die sind nämlich auch nicht harmlos. Damit sind wir bei:

            „Welche Eigenschaften und Kennzahlen verwendest du, um das jeweilige Risiko bzw die Kosten einer solchen Fehleinschätzung durchzuführen?“

            Eine gute Frage, die viel zu selten umfassend beantwortet wird, nämlich auch mit Blick auf die Kollateralschäden durch die ergriffenen Maßnahmen. Ich liste mal in loser Reihenfolge auf, was mir so spontan durch den Kopf geht, quantifizierbare wie nicht quantifizierbare Umstände; bei quantifizierbaren mit Zahl, wenn ich sie habe :

            – Anzahl Tote durch Corona
            – verlorene Lebensjahre durch Corona (2-3 Jahre pro Toten in D)
            – Anzahl Waisenkinder, die beide Eltern durch Corona verloren haben (vermutlich 0 -> keine Pestepidemie)
            – Anzahl verödeter Dörfer und Landstriche (0 – s. vorherige Anmerkung)
            – durch die Krankheit verursachtes Leid bei Kranken und Angehörigen
            -…

            Dem stehen gegenüber durch z.B. Lockdownmaßnahmen

            – Einbruch des BIP
            – Arbeitslosenzahl
            – Insolvenzen
            – Anstieg der Staatsverschuldung (ist für mich zwar nur eine weniger wichtige Größe, aber trotzdem; wer weiß, wie später damit umgegangen wird?)
            – Anstieg psychischer Krankheiten, Einsamkeit durch Isolation, Arbeitslosigkeit, Insolvenz etc.
            – Anstieg psychischer Krankheiten, Einsamkeit durch Panikmache (ich kenne Menschen, die lassen ihre Tochter nicht mehr vor die Tür, aus Angst vor Corona)
            – Anzahl Tote wegen verschobener Arztbesuche/Operationen etc.
            – Lernrückstände bei Schülern (laut Bundesbildungsministerin haben 25% aller Schüler „erhebliche“ Lernrückstände. Ich habe keine Ahnung, woher sie die Zahl hat, was „erheblich“ bedeutet, wie viele Schüler „nur“ mittlere oder geringe Lernrückstände aufweisen, und wie viele Schüler „normalerweise“ Lernrückstände aufweisen würden. Aber dass es Lernrückstände gibt durch die Schulschließungen, ist unbestreitbar.)
            – verlorene Lebensjahre und Lebenschancen wegen Verlust an Bildungsniveau, Lebensqualität etc. und den daraus resultierenden Folgen
            – Verlust an Freiheitsrechten, Verfall demokratischer Kultur allgemein („Regieren per Notverordnung“)
            -…

            Diese Listen sind beide nicht vollständig, und ich weiß, dass Du z.B. „Einbruch des BIP“ auch bei der ersten Liste einsortieren würdest. Mir geht es darum, dass eben alles berücksichtigt wird. Die letzte Liste findet medial kaum Beachtung und wird auch bei der Entscheidungsfindung fast nicht thematisiert, immer ist nur die Rede von Inzidenzen oder Toten. Das alleine reicht (mir) aber nicht.

    • Das Argument hat ja schon rein technisch einen Fehler: selbst wenn ich mich zehnmal pro Jahr mit einer neuen Variante des Virus anstecke, muss ich tausend Jahre alt werden, um zehntausend Mal »spielen« zu können. Auf der Ebene der Individuen ist dieses Risiko daher schlicht irrelevant, weil ich lange vorher eines natürlichen Todes sterbe.

      Auf der Ebene der Populationen wiederum hat »Beweis« die zutreffenden Einwände bereits angedeutet: entspräche solchen Risikoabschätzungen irgendeine biologische Realität, dann wäre Homo Sapiens längst ausgestorben. In der Realität passt sich das menschliche Immunsystem solchen Bedrohungen seit jeher an, weil es seit jeher »mit dem Virus lebt«, und eine NoCovid-Strategie wäre im Gegenteil als eine Bedrohung des natürlichen menschlichen Immunschutzes zu betrachten, dem die Möglichkeit der Anpassung genommen wird.

      No-Virus-Strategien rechtfertigen sich erst bei hoher Letalität innerhalb einer menschlichen Lebensspanne, also z. B. bei den Pocken, bei geringer Letalität ist der gezielte Schutz von Risikogruppen zu bevorzugen.

      Unabhängig von alledem kann Dir das Argument ohnehin als praktisch relevant nur darum erscheinen, weil Du obendrein in einem chronischen Zustand von ethischem Autismus lebst, in dem Du Dich jeglichen Abwägungen gegen gesellschaftliche Folgschäden von Lockdown und Hygienewahnsinn verweigerst.

      Insofern haben Deine Covid-Dauerpostings für mich den Reiz eines Gangs durch die Missbildungssammlung in der Kunstkammer Peters des Großen: man kann sehr schön die mental-teratogenen Wirkungen der Angst vor dem Virus studieren.

      • Das Argument hat ja schon rein technisch einen Fehler: selbst wenn ich mich zehnmal pro Jahr mit einer neuen Variante des Virus anstecke, muss ich tausend Jahre alt werden, um zehntausend Mal »spielen« zu können.

        Ich bin sicher du bist in der Lage von den konkreten Zahlen des Beispiels zu abstrahieren und das Konzept dahinter zu erfassen. Dass auch ein kleines Risiko relevant wird, wenn man ihm immer wieder ausgesetzt ist, ist doch nun wirklich simpler Hausverstand. Ensemblemittelwerte (wie Letalitätsraten u.ä.) sind in bestimmten Situationen irreführend, weil sie diese Hausverstands-Weisheit nicht abbilden können.

        No-Virus-Strategien rechtfertigen sich erst bei hoher Letalität innerhalb einer menschlichen Lebensspanne

        No-Virus-Strategien sind ratsam, wenn die vom Virus ausgehenden Risiken systematischer Natur sind. Individuelles Risiko != systematisches Risiko. Andere Problemklasse, andere Analysemethoden, andere Herangehensweise für das Risk Management.

        weil Du obendrein in einem chronischen Zustand von ethischem Autismus lebst, in dem Du Dich jeglichen Abwägungen gegen gesellschaftliche Folgschäden von Lockdown und Hygienewahnsinn verweigerst.

        Diejenigen Länder, die die Strategie verfolgen die ich bevorzugen würde, haben mit Abstand die wenigste Zeit im Lockdown gelebt. Pfleg ruhig weiter deinen Strohmann.

      • @pingpong:

        »… das Konzept dahinter zu erfassen. Dass auch ein kleines Risiko relevant wird, wenn man ihm immer wieder ausgesetzt ist, ist doch nun wirklich simpler Hausverstand.«

        Genau hier liegt doch das Problem! Du hast doch »ZeroIdee«, wie Du dieses völlig abstrakte Konzept in der gegebenen Situation operationalisieren könntest!

        »No-Virus-Strategien sind ratsam, wenn die vom Virus ausgehenden Risiken systematischer Natur sind. Individuelles Risiko != systematisches Risiko.«

        »Systematisches Risiko« ist Weasel-Wording. Was sind denn bitte »nicht-systematische« Risiken eines Virus? Das epidemiologische Gegenstück zum individuellen Risiko ist das Risiko für die Population.

        »Strohmann«

        Das beruht auf einer expliziten Aussage von Dir, dass die Situation einer Güterabwägung nicht gegeben sei. Den Punkt hast Du selber verbockt!

        • Du hast doch »ZeroIdee«, wie Du dieses völlig abstrakte Konzept in der gegebenen Situation operationalisieren könntest!

          Was willst du denn da operationalisieren? Dass Erwartungswerte sich von zeitlichen Mittelwerten unterscheiden können ist eine mathematische Wahrheit, es wird als Ergodizitätsbruch (ergodicity breaking) bezeichnet.
          Weiters gibt es die empirische Beobachtung, dass die Verbreitung infektiöser Krankheiten sich sehr gut durch nicht-ergodische Prozesse beschreiben lässt. Dies ist allgemein anerkannt: Das grundlegende Modell „multiplikatives Wachstum (mit noise)“ ist nicht-ergodisch.

          Der Ergodizitätsbruch bei multiplikativen Wachstumsprozessen führt dazu, dass Erwartungswerte andere Wachstumsraten haben als die Langzeit-Wachstumsraten der individuellen Trajektorien.
          In so einer Situation eine Risikoanalyse oder -abschätzung auf Erwartungswerte aufzubauen ist, schlicht gesagt, ein grundlegender Fehler.

          »Systematisches Risiko« ist Weasel-Wording. Was sind denn bitte »nicht-systematische« Risiken eines Virus?

          Nicht-systematisch sind Risiken, wie sie z.B. vom Rhinovirus ausgehen: Du bekommst eventuell einen Schnupfen oder auch nicht. Wenn du ein rücksichtsvoller Mensch bist, wirst du deinem Nachbarn vielleicht nicht mehr unbedingt die Hand schütteln direkt nachdem du dich geschnäuzt hast, ansonsten ist alles gut. Die Menschen in der nächsten Stadt interessieren sich nicht für deine eventuellen Wehwehchen.

          Systematisch ist das Risiko, welches von Corona ausgeht: Du bekommst eventuell eine Lungenentzündung oder auch nicht. Aber wenn du das Virus hast, wird sich dein Nachbar 2m von dir fernhalten, und zwar auch dann wenn du keine Lungenentzündung entwickelt hast (außer dein Nachbar ist zufällig @beweis, dem wäre es egal). Den Menschen in der nächsten Stadt wäre es lieber wenn du das Virus nicht hättest, sie sind daran interessiert dass die Infektionszahlen möglichst klein sind.

          Mit anderen Worten: Von einem Virus, das eine Pandemie verursacht, geht per Definition systematisches Risiko aus. Es gibt einen Grund, warum wir die unterschiedlichen Begriffe Endemie, Epidemie und Pandemie haben.

          Das epidemiologische Gegenstück zum individuellen Risiko ist das Risiko für die Population.

          Ja. Das Risiko für die Population beinhaltet allerdings mehr als nur die Möglichkeit dass einige Individuen der Population sterben. Es umfasst auch Effekte wie verminderte Gesundheitsversorung durch volle Arztpraxen, fehlende Medikamente durch Ausfall von Lieferketten, verringerte Wirtschaftsleistung & Wettbewerbsfähigkeit durch entfallene Arbeitstage, ausbleibenden Konsum, fehlende Touristen… Es sind Risiken, die alle Individuen der Population betreffen, unabhängig davon ob sie mit dem Virus infiziert sind oder nicht. Solche Risiken nennt man: systematisch. Gut dass wir das mal geklärt haben.

          Das beruht auf einer expliziten Aussage von Dir, dass die Situation einer Güterabwägung nicht gegeben sei. Den Punkt hast Du selber verbockt!

          Im Kontext der Diskussion damals ging es um einen angeblichen Gegensatz zwischen Gesundheitssystem und Wirtschaft: Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie würden dem Gesundheitssystem nützen aber der Wirtschaft schaden, deshalb müsse man vorsichtig zwischen beiden abwägen. Diese These hat keinen Rückhalt in der empirischen Realität, insofern gibt es auch keine solche Güterabwägung. Du sitzt hier genau dem Problem des Ergodizitätsbruchs auf: Der Erwartungswert sagt dir die Wirtschaft nimmt durch Maßnahmen Schaden, aber die langfristige Trajektorie über die Zeit zeigt, dass genau das Gegenteil der Fall ist.

          Dein Vorwurf ich würde mich „jeglichen Abwägungen gegen gesellschaftliche Folgschäden von Lockdown und Hygienewahnsinn verweigern“ bleibt ein Strohmann. Ich habe oft genug darauf hingewiesen dass ein wesentlicher Vorteil der Eliminierungsstrategie darin besteht, Lockdowns und deren Folgeschäden zu vermeiden bzw. falls notwendig (!) so kurz wie möglich zu halten. Leider lebst du in einem chronischen Zustand paranoider Wahnvorstellungen bezüglich des Wortes „Zero“, was dich daran hindert einfache Prinzipien wie „short term pain, long term gain“ auf den Fall der Pandemie anzuwenden. Du weigerst dich beharrlich, die Lebensrealität von Ländern wie Australien, Neuseeland oder Vietnam wahrzunehmen, wo klar ersichtlich ist dass sporadische & lokale frühzeitige Feuerbekämpfung in allen Belangen besser ist als langfristig in einem Flächenbrand zu leben.

          • »Was willst du denn da operationalisieren? Dass Erwartungswerte sich von zeitlichen Mittelwerten unterscheiden können ist eine mathematische Wahrheit, es wird als Ergodizitätsbruch (ergodicity breaking) bezeichnet.
            Weiters gibt es die empirische Beobachtung, dass die Verbreitung infektiöser Krankheiten sich sehr gut durch nicht-ergodische Prozesse beschreiben lässt. Dies ist allgemein anerkannt: Das grundlegende Modell „multiplikatives Wachstum (mit noise)“ ist nicht-ergodisch.«

            Operationalisieren heißt, eine Theorie, z. B. bestehend in einer mathematischen Wahrheit, auf eine empirische Realität zu beziehen. Wenn die mathematische Wahrheit dieses Ergodizitätsbruchs nicht innerhalb der durchschnittlichen Lebensspanne von Individuen dazu führt, dass diese Individuen statistisch signifikant vor Erreichen dieser durchschnittlichen Lebensspanne versterben, dann ist diese mathematische Wahrheit irrelevant. Du hast keinerlei Maß angegeben, wie Du diese abstrakte Wahrheit auf die konkreten empirischen Daten zum Virus beziehen willst.

            »Der Ergodizitätsbruch bei multiplikativen Wachstumsprozessen führt dazu, dass Erwartungswerte andere Wachstumsraten haben als die Langzeit-Wachstumsraten der individuellen Trajektorien.
            In so einer Situation eine Risikoanalyse oder -abschätzung auf Erwartungswerte aufzubauen ist, schlicht gesagt, ein grundlegender Fehler.«

            Es ist kein Fehler, weil das Phänomen des Ergodizitätsbruchs in allen praktischen Hinsichten irrelevant ist.

            »Nicht-systematisch sind Risiken, wie sie z.B. vom Rhinovirus ausgehen: Du bekommst eventuell einen Schnupfen oder auch nicht. Wenn du ein rücksichtsvoller Mensch bist, wirst du deinem Nachbarn vielleicht nicht mehr unbedingt die Hand schütteln direkt nachdem du dich geschnäuzt hast, ansonsten ist alles gut. Die Menschen in der nächsten Stadt interessieren sich nicht für deine eventuellen Wehwehchen.«

            »Systematisch ist das Risiko, welches von Corona ausgeht: Du bekommst eventuell eine Lungenentzündung oder auch nicht. Aber wenn du das Virus hast, wird sich dein Nachbar 2m von dir fernhalten, und zwar auch dann wenn du keine Lungenentzündung entwickelt hast (außer dein Nachbar ist zufällig @beweis, dem wäre es egal). Den Menschen in der nächsten Stadt wäre es lieber wenn du das Virus nicht hättest, sie sind daran interessiert dass die Infektionszahlen möglichst klein sind.«

            Auch auch ein Schnupfen kann sich in eine Lungenentzündung verwandeln, wenn mein Immunsystem schwach genug ist und eine bakterielle Superinfektion dazukommt. Die Risiken, die Du beschreibst, sind unterschiedlich groß, wenn das jeweilige Virus unterschiedlich gefährlich ist, aber sie gehören darum nichtsdestotrotz derselben Klasse an, sie skalieren innerhalb derselben Klasse bloß unterschiedlich.

            »Mit anderen Worten: Von einem Virus, das eine Pandemie verursacht, geht per Definition systematisches Risiko aus. Es gibt einen Grund, warum wir die unterschiedlichen Begriffe Endemie, Epidemie und Pandemie haben.«

            Diese Begriffe betreffen die geografische Reichweite der Ausbreitung, sonst nichts. Mit systematisch vs. nicht-systematisch hat das nichts zu tun.

            »Ja. Das Risiko für die Population beinhaltet allerdings mehr als nur die Möglichkeit dass einige Individuen der Population sterben. Es umfasst auch Effekte wie verminderte Gesundheitsversorung durch volle Arztpraxen, fehlende Medikamente durch Ausfall von Lieferketten, verringerte Wirtschaftsleistung & Wettbewerbsfähigkeit durch entfallene Arbeitstage, ausbleibenden Konsum, fehlende Touristen … Es sind Risiken, die alle Individuen der Population betreffen, unabhängig davon ob sie mit dem Virus infiziert sind oder nicht. Solche Risiken nennt man: systematisch. Gut dass wir das mal geklärt haben.«

            Effekte wie »verringerte Wirtschaftsleistung & Wettbewerbsfähigkeit durch entfallene Arbeitstage, ausbleibenden Konsum, fehlende Touristen« sind exakt jene Effekte, die bei einer Erkrankungswelle vernachlässigbar gering, bei einem Lockdown dagegen volkswirtschaftlich vernichtend sind. Du musst schon bis zum Schwarzen Tod ins 14. Jahrhundert zurückgehen, um Effekte in Lockdown-Größenordnung als Effekte der Seuche selbst zu beobachten. Und die Belastungen der Gesundheits-Infrastruktur ließen sich leicht vermeiden, würde auch nur ein Bruchteil der finanziellen Lockdown-Kompensationen in den Gesundheitssektor investiert. Und wenn kein Land einen Lockdown verhängt, werden auch nirgends Lieferketten unterbrochen. Wobei mehr lokale Unabhängigkeit (z. B. bei der Produktion von Schutzkleidung) ohnehin zu bevorzugen ist.

            »Im Kontext der Diskussion damals ging es um einen angeblichen Gegensatz zwischen Gesundheitssystem und Wirtschaft: Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie würden dem Gesundheitssystem nützen aber der Wirtschaft schaden, deshalb müsse man vorsichtig zwischen beiden abwägen. Diese These hat keinen Rückhalt in der empirischen Realität, insofern gibt es auch keine solche Güterabwägung. Du sitzt hier genau dem Problem des Ergodizitätsbruchs auf: Der Erwartungswert sagt dir die Wirtschaft nimmt durch Maßnahmen Schaden, aber die langfristige Trajektorie über die Zeit zeigt, dass genau das Gegenteil der Fall ist.«

            Das ist ebenso jetzt wie damals galoppierender Schwachsinn. Dass die Wirtschaft (und die psychische Volksgesundheit obendrein) Schaden nimmt, ist kein »Erwartungswert«, es ist die empirische Realität, die Du aus Gründen, die kein Mensch verstehen muss, radikal verdrängst.

            »Dein Vorwurf ich würde mich „jeglichen Abwägungen gegen gesellschaftliche Folgschäden von Lockdown und Hygienewahnsinn verweigern“ bleibt ein Strohmann.«

            Du hast es gerade eben im vorangegangenen Absatz wieder getan, und ich sehe erneut, dass es vollkommen sinnlos ist, mit Dir diskutieren zu wollen.

            »Ich habe oft genug darauf hingewiesen dass ein wesentlicher Vorteil der Eliminierungsstrategie darin besteht, Lockdowns und deren Folgeschäden zu vermeiden bzw. falls notwendig (!) so kurz wie möglich zu halten. Leider lebst du in einem chronischen Zustand paranoider Wahnvorstellungen bezüglich des Wortes „Zero“, was dich daran hindert einfache Prinzipien wie „short term pain, long term gain“ auf den Fall der Pandemie anzuwenden. Du weigerst dich beharrlich, die Lebensrealität von Ländern wie Australien, Neuseeland oder Vietnam wahrzunehmen, wo klar ersichtlich ist dass sporadische & lokale frühzeitige Feuerbekämpfung in allen Belangen besser ist als langfristig in einem Flächenbrand zu leben.«

            Hm, ja. Bleib‘ schön in Deiner eigenen Welt, ich bin ja nicht Dein Arzt.

          • @djadmoros:

            Wenn die mathematische Wahrheit dieses Ergodizitätsbruchs nicht innerhalb der durchschnittlichen Lebensspanne von Individuen dazu führt, dass diese Individuen statistisch signifikant vor Erreichen dieser durchschnittlichen Lebensspanne versterben, dann ist diese mathematische Wahrheit irrelevant.

            Solange du dich weigerst die Analyse-Ebene vom Individuum auf das System zu erweitern ist die Diskussion sinnlos. Die Corona-Pandemie ist ein globales bzw. systematisches Problem, das folgt schon alleine daraus dass es eine Pandemie ist. Sie sollte daher auch auf der angemessenen Ebene analysiert werden.

            Die Risiken, die Du beschreibst, sind unterschiedlich groß, wenn das jeweilige Virus unterschiedlich gefährlich ist, aber sie gehören darum nichtsdestotrotz derselben Klasse an, sie skalieren innerhalb derselben Klasse bloß unterschiedlich.

            „skalieren bloß unterschiedlich“ – Das ist eine hoffnungslos naive Sichtweise und entspricht in keinster Weise dem Stand der Forschung.
            Bitte informiere dich über Skalierungseffekte in komplexen Systemen. Ich empfehle dir dieses Video als Start (complex systems 101), sowie dieses aus derselben Vorlesungsreihe, zur Robustheit und kaskadierenden Ausfalleffekten in komplexen Systemen (ja, das „long-tailed distribution“ im Titel des 2. Videos bezieht sich auf die fat tails von denen ich schon mehrmals geschrieben habe). Es gibt einen ganzen Forschungszweig, der sich mit emergenten Eigenschaften und Domino-Effekten durch Skalierung in komplexen Systemen beschäftigt, sowie mit den vielfältigen Gefahren und Risiken die damit verbunden sind.
            Aus dem 2. Video: „Next to the mysteries of dynamics on a network – whether it be epidemics of disease, cascading failures in power systems, or the outbreak of revolutions – the problems of networks that we have encountered up to now are just pebbles on the seashore“

            Eine weitere Überblicksarbeit zu komplexen Systeme und Skalierungsabhängigkeiten ist hier, und ein Artikel der sich explizit mit der Dynamik von Infektionskrankheiten und der Auswirkung von Skalierungseffekten bez. globaler Vernetzung auseinandersetzt hier.

            Diese Begriffe [Endemie, Epidemie und Pandemie] betreffen die geografische Reichweite der Ausbreitung, sonst nichts.

            Noch mehr Falschinformationen. Die Dynamik spielt eine entscheidende Rolle: Bei endemischen Infektionskrankheiten verbleibt die Prävalenz bzw Inzidenz über einen längeren Zeitraum auf einem stationären Level. Epidemien bzw. Pandemien sind gekennzeichnet durch sich rasch ändernde Fallzahlen. Die Dynamik der Infektionen ist es ja schließlich auch, die unser Gesundheitssystem so stark belastet. Und siehe da, (u.U extrem) dynamisches Verhalten ist eine der wesentlichen emergenten Eigenschaften von komplexen Systeme, siehe 1. Video.

            Effekte wie »verringerte Wirtschaftsleistung & Wettbewerbsfähigkeit durch entfallene Arbeitstage, ausbleibenden Konsum, fehlende Touristen« sind exakt jene Effekte, die bei einer Erkrankungswelle vernachlässigbar gering, bei einem Lockdown einer Pandemie dagegen volkswirtschaftlich vernichtend sind sein können.

            Fixed it for you.

            Dass die Wirtschaft (und die psychische Volksgesundheit obendrein) Schaden nimmt, ist kein »Erwartungswert«, es ist die empirische Realität, die Du aus Gründen, die kein Mensch verstehen muss, radikal verdrängst.

            Die Frage ist nicht, OB uns die Pandemie etwas kosten wird. Die Frage ist, WIEVIEL sie uns kosten wird. Wenn der konstruierte Gegensatz zwischen Wirtschaft und Gesundheitssystem dazu führt, dass Maßnahmen hinausgezögert werden aus Angst vor den wirtschaftlichen Folgen, ist das Ergebnis dass es längerfristig nur noch schwieriger und kostspieliger wird.
            Der konstruierte Gegensatz zwischen Wirtschaft und Gesundheitssystem ist Ausdruck desselben auf kurzfristige Effekte fokussierten Denkens, welches es für eine gute Idee hielt Produktionsschritte nach China auszulagern, auf just-in-time Produktion zu setzen, und sich von globalen Lieferketten abhängig zu machen. Der gelernte Kapitalist weiß ebenso wie Du eines ganz sicher und aus tiefster Überzeugung: „Dass lokale Produktion in D viel zu teuer und deshalb schädlich für unser Unternehmen ist, ist kein »Erwartungswert«, es ist die empirische Realität!!!“ – bis ihn die Realität eines besseren belehrt. Wenn nämlich der Suezkanal ein paar Tage blockiert ist, oder, nehmen wir mal völlig hypothetisch an, ganz plötzlich eine Pandemie durch ein neuartiges Virus auftritt, dann sieht die Sache auf einmal ganz anders aus.

            Frühe und entschlossene Maßnahmen kosten kurzfristig etwas, sie jedoch nicht durchzuführen kostet langfristig ein vielfaches. Das ist die empirische Realität, die Du aus Gründen, die kein Mensch verstehen muss, radikal verdrängst.

            ich bin ja nicht Dein Arzt

            Gott sei Dank. Bei deinem oberflächlichen Zugang zu ernsten Problemen würde ich mich in deiner Behandlung gar nicht wohl fühlen.

        • „Du hast doch »ZeroIdee«, wie Du dieses völlig abstrakte Konzept in der gegebenen Situation operationalisieren könntest!“ – „Was willst du denn da operationalisieren?“

          Wenn ich mich kurz einmischen dürfte: Du @pingpong hast selbst gesagt, dass bei so ziemlich allen anderen ansteckenden, potentiell tödlich verlaufenden Krankheiten „Parameter“ bestimmen, ob ein systematisches Risiko vorliegt, also ob wir dagegen genau so streng vorgehen müssen wie gegen Corona. Das bedeutet, eine gewisse Form der „Operationalisierung“ nimmst Du vor. Die Details bleiben aber im Dunkeln.

          • @renton:

            „Parameter“ bestimmen, ob ein systematisches Risiko vorliegt

            Ich habe es so verstanden, dass djadmoros Einwand sich auf das Konzept der Ergodizität bezieht, nicht auf die Frage ob/wann ein systematisches Risiko vorliegt.

  16. Das mit dem Unterstellen der Angst muss darauf zurückzuführen sein, dass die Feministinnen Männer als minderwertig sehen, die wegen der faktischen Überlegenheit der Frauen nur noch Angst empfinden können und dann natürlich Hass. Die angebliche Minderwertigkeit der Männer bringt es auch mit sich, dass sie die besseren Frauen immerzu kontrollieren, manipulieren und beherrschen wollen, mit gläsernen Decken, Männerbünden und allen fiesen Tricks.
    Kommt mir so vor, als wäre das nicht psychologisch ausgelotet (oder ist mir einfach nicht bekannt).

  17. Trübingen:

  18. Scharr- Ping, lol, ein China-Lobbyist Die SPD ist nicht weniger korrupt als die CDU. O Tempora O Mores

  19. Zwei relativ neue Bücher auf dem Markt, die m.E. erwähnenswert sind:

    „Cancel Culture: Demokratie in Gefahr

    Fast 80 Prozent der Deutschen trauen sich laut einer Allensbach-Umfrage nicht, zu bestimmten Themen offen ihre Meinung zu sagen.
    Denn man erlebt immer häufiger, wie Menschen aufgrund ihrer Meinung aus ihrem Job gedrängt, von Veranstaltungen ausgeladen oder gar körperlich angegriffen werden. Podiumsdiskussionen, Lesungen und Seminare müssen abgesagt oder abgebrochen werden, weil radikale Gruppen randalieren oder mit Krawall drohen. Verlage werden gedrängt, Bücher nicht herauszubringen oder sich von Autoren zu trennen. Jeder kennt die Themen, bei denen man vorsichtig sein muss. Zum Fallstrick werden kann mittlerweile fast alles, u. a. alberne Witze, unüberlegte „Likes“, private Kontakte zu unliebsamen Personen, sogar sachlich vorgetragene Kritik an der Regierungspolitik.

    Seit einigen Monaten wird dieses Ausgrenzen und Stummschalten zumeist kontroverser, aber rechtlich von der Meinungsfreiheit gedeckter Äußerungen auch im deutschsprachigen Raum als „Cancel Culture“ bezeichnet. Das Buch von Kolja Zydatiss beleuchtet anhand vieler Beispiele die Entstehungsgeschichte des Phänomens, die enorme Bandbreite der betroffenen Personen, Organisationen und Lebensbereiche sowie die Vielfalt der Einschüchterungsmethoden. Es wird gezeigt, wie die Cancel Culture zu einer Atmosphäre der Angst beiträgt, in der sich die überwiegende Mehrheit der Deutschen nicht traut, zu bestimmten Themen offen ihre Meinung zu sagen.

    Kolja Zydatiss argumentiert, dass im Westen schon lange nicht mehr radikale Massenbewegungen wie Faschismus oder Kommunismus die größte Gefahr für die Demokratie darstellen. Mit der Demokratie hadern heute v. a. politisch eher „mittig“ denkende Akademiker, die Politik als Expertenhandwerk verstehen und „normale“ Bürger für unaufgeklärt und rückständig halten. Die Methoden von Antifa und Co. werden von diesen tonangebenden Kreisen zwar nicht unbedingt gutgeheißen, man teilt aber einige Grundannahmen. So die Vorstellung, dass die freie Rede eingeschränkt werden müsse, um Minderheiten zu schützen, und die Überzeugung, dass offene Debatten gefährlich seien, weil „die Massen“ von Demagogen verführt werden könnten.

    Obwohl das Establishment die Demokratie ständig rhetorisch beschwört, toleriert oder befördert es faktisch sogar deren Verarmung, nicht nur durch die Cancel Culture. Das Buch plädiert für eine Wiederbesinnung auf die Meinungsfreiheit – also den freien Fluss von Ideen und Argumenten – als dem Fundament einer wirklich demokratischen Gesellschaft.“

    Und:

    Panics and Persecutions – 20 Quillette Tales of Excommunication in the Digital Age
    In an age when telling the wrong joke or using the wrong pronoun can cost you your career, Quillette magazine – founded in 2015 by Australian-based journalist Claire Lehmann – has provided a forum for thinkers of all political stripes to push back against the forces of intellectual conformity. Panics and Persecutions brings together a collection of especially compelling Quillette narratives, spanning subcultures from computer science to romance literature. These stories lay bare the human toll of modern ideological inquisitions, often in deeply personal terms-and demonstrate the urgency of Quillette’s editorial mission to create a space where free thought lives. Edited by Claire Lehmann, Colin Wright, Jamie Palmer, Jonathan Kay and Toby Young.

  20. Das Leben auf engen Raum, die von den Grünen für andere bevorzugte Lebensweise, reduziert das Wohlbefinden und bei Frauen ebenso auch eine geringe Auswahl an potentiellen männlichen Partner, also das was Lobo-Ex und Feministinnen als ideal für Frauen anstreben.

  21. Pure Panikmache. Das geht von der Annahme aus, dass diese neue vielbeschworene Variante jetzt viel besser sich verbreitet. Und da handelt man dann halt eine Zahl, die knapp eine Dimension (10-hoch-x) über den bekannten liegt, statt 10.000de jetzt 100.000.

    Auch das dürfte haltlos übertrieben sein:

    RKI-Chef Wieler sagte, man müsse sich darauf einstellen, dass die Menschen in ein paar Monaten wegen der Virus-Varianten nochmals geimpft werden müssten. Wegen der Varianten sei es auch notwendig, dass möglichst alle Menschen auf der Welt geimpft werden.

    Ein guter Rat in jedem Falle wäre übrigens, soviel verschiedene Impfstoffe wie möglich anzuwenden. Das wird ein erneutes Aufbäumen des Virus in neuer Variante schon so stark einschränken, dass es nicht passieren wird.

    • Dafür liebe ich die Bild-Zeitung, für diese Art von Trash, pures Gold!

      „Super-Mutante“ hahaha, das ist das, was ein mad scientist ausbrüten will, stellen wir uns so eine Mischung aus Elon Musk und dem James-Bond-Schurken von „Moonraker“ vor.

    • alex, diese bild-Artikel sind doch von einem bot.

      [Sensation X]!
      [starkes Gefühl]-Aussage von [Y], Experte für [Z] bei [wichtig klingende Institution]. Doch was ist dran an [leicht andere Formulierung von Sensation X]?

  22. Sie wollen die europäische Aufklärung reklamieren, als ließen sich Phänomene wie der Holocaust und der Kolonialismus chirurgisch aus der europäischen Kultur herauslösen. Das ist unmöglich.

    Das ist der übliche „postkolonialistische“ Versuch, der „europäischen Kultur“ eine Kollektivschuld anzuhängen, um dann alle angeblichen Missstände des Westens vor diesem Hintergrund anzugreifen. Auf diesem Mist wachsen dann jede Art von Holocaust-Relativierung, wie man sie von der identitären Linken schon längst kennt.

  23. „Zeitumstellungsleugner“ lol

    • Danke.

      Das ist selbst fefe dann mal anti-woke, wenn es gegen Informatiker geht, die er dann auch schonmal getroffen hat 🙂

      Ansonsten kenne ich ihn nicht so zimperlich mit flapsigen Bemerkungen und Cancel-Culture, der war ja m.W. mit dabei, den „Chaos Communication Congress“ auf links zu bügeln.

  24. Seltsam, dass Identitätspolitik in einer Sache immer ganz universalistisch und darüber hinaus besonders erfolgreich zu sein scheint: in der allzumenschlichen Sprache der Korruption, der Vetternwirtschaft, der Geldgier und des Amtsmissbrauchs…..

  25. 500 Mio für die miesen Typen, die Fichtenäcker geplanzt haben und jetzt entdecken, dass sie sich verzockt haben??? Und das Ganze noch ungeschickt als Klimamassnahme verkaufen? („9400 L CO2“).
    Bei soviel faulen Korruptionsgestank wird es erst sicher keine „gute Luft zum Atmen“ geben …

  26. Schreiben braucht Solidarität
    https://taz.de/Literatur-und-Identitaet/!5758624/

    Wer darauf besteht, dass nur Betroffene über bestimmte Lebenswelten und Realitäten schreiben dürfen, blendet das Potenzial der Empathie durch Literatur aus: die Fähigkeit, nicht nur von Literaturschaffenden, sondern von Menschen überhaupt, sich in andere Geschichten, Lebenswelten und Epochen einfühlen zu können.

    Tja, Solidarität kann es in einer Welt der „Standpunkte“ und „Identitäten“ nicht mehr geben, das ist die Prämisse jeder Identitätspolitik.

    … Identität nicht als Essenz, sondern als hybride und dynamische Konstruktion zu begreifen.

    Tja, das Kleingedruckte lesen die Deppen, die an Identitätspolitik glauben, eben nicht. Und Recht haben sie: das ist ohnehin nur das beschwichtigende Gerede, um zu verbergen, dass es in der Tat nur um Essentialismus und um Rassismus geht.

    Auch in seiner Theorie ist kulturelle Identität nicht statisch, gegeben oder absolut, sondern ein ständiger und immer unabgeschlossener Prozess.

    Der reine Antiintellektualismus wird hier aufgetischt. Entweder gibt es eine Identität oder es gibt sie nicht.

    Das Konzept der literarischen bzw. kulturellen Aneignung wiederum reduziert Au­to­r:in­nen auf eine (scheinbar) wesentliche Identitätskategorie – als Frau, als Schwarz, als Muslim – während andere Kategorien – das soziale Milieu, der Bildungsgrad oder die finanzielle Situation – ausgeblendet werden.

    Tja, genau das wollten sie und ganz bewusst: die Reduktion der Menschen auf ihre „Identitätskategorie“. Alles Soziale ist somit nur noch identitäres Anhängsel. Es ist schon sehr billig, das einfach scheinheilig zu beklagen …. um dann Vollgas zu nehmen:

    Niemand außer die Au­to­r:in­nen selbst können entscheiden, welche Identitätskategorien für das literarische Werk relevant sind. Nur die Au­to­r:in­nen selbst können entscheiden, worüber sie schreiben – und wer geeignet ist, ihre Texte zu übersetzen. Alles andere ist Bevormundung.

    Oh ja, welche billige Ehrenrettung der Identitätsglaubens. Reduziert auf das Individuum. Aber dieses kann doch nicht anders als sich mit dem allgemeinen rassistischen Konsenz zu schwimmen oder ganz mutig als PoC dagegen halten?!

    Diese Identitären haben wirklich nicht mehr drauf, als ein wenig rumzubluffen, das starre Korsett ihres Kollektivismus gestattet keine wirkliche Bewegungsfreiheit.

  27. (Faden geht weiter nach dem ersten post)

    Ach so, in Ermangelung eines echten Arguments wird einfach behauptet, dass alles, was geschieht ein Ausdruck von Identitätspolitik wäre: „Karneval, Katholizismus, Bundesliga, Oktoberfest, Leitkultur, Goethe“ und daher keine Kritik an Identitätspolitik legitim sein könnte.
    Das haut hin, wenn man ein Rassist ist, der denkt, dass Menschen sich automatisch so verhalten wie ihre „Rasse“ ihnen das angeblich vorgeben würde.
    Nicht mal ein schlechter Versuch, ein grottenschlechter Versuch, Rassismus in die Köpfe zu bekommen. Für Hohlbirnen.

  28. Foucault war dann genau die miese Fascho-Scheisstype, die sein „Denken“ aus Leuten macht. Das verwundert nicht. Schade aber, dass der Artikel nicht frei ist.

  29. Nanu, Josef Joffe veröffentlicht das nicht bei seiner „Zeit“? …. (die wollen das nicht?)

    „Hier die Woke-Aktivisten, dort der Wohlfühlstaat: wie die Bürger ihre Freiheit langsam, aber sicher preisgeben

    Früher war der Gewaltherrscher der Feind der Freiheit. Heute sind es der postmoderne Tugendterror und – welche Ironie! – der moderne Für- und Vorsorgestaat.“

    https://www.nzz.ch/feuilleton/josej-joffe-ueber-wokness-wohlfahrtsstaat-und-liberalismus-ld.1608066

    «Wahrheit» gebe es nicht; sie werde ersetzt durch diverse «Regime der Wahrheiten», die in der Macht wurzelten, predigt Michel Foucault in «Die Ordnung der Dinge». Wissenschaft sei bloss ein «Sprachspiel», wähnt Jean-François Lyotard. Wissen ist ein Konstrukt, das die Mächtigen erfunden haben, um den Rest zu versklaven.

    Wissen und Moral sind nur für diese oder jene Kultur verbindlich. Es tobt der machtbasierte Relativismus. Alles ist einerlei: ob objektiv oder subjektiv, Realität oder Vorstellung – es gehe allein um den «strategischen Nutzen» einer Theorie, doziert Lyotard. Macht ist die Karte, die alle anderen sticht. Da gehen sie dahin: Renaissance, Aufklärung und all die toten weissen Männer und ihre Erfindungen.

    Witzbolde lästern mit George Orwell: «Dann ist ja zwei plus zwei gleich fünf.» Inzwischen ist der Gag die Richtschnur. ….

    Darauf weiss er auch keine Antwort, warum die Wokeness wie die Pilze aus dem Boden schoss:

    Warum diese Kulturrevolution so schnell so erfolgreich war, mögen künftige Historiker erklären.

    Dabei wäre das interessant. Wie auch das Nennen von Namen. Aber der Aufsatz verbleibt im ganz Abstrakten und man weiss nicht, ob der totale Sozialstaat, der hier gezeichnet wird, wirklich zu den Woken passt.

  30. Hatten wir diese Studie eigentlich schon diskutiert?

    Sophia Schmid, Oliver Sartorius: Mehr Gleichstellung im Beruf, mehr Partnerschaftlichkeit im Privaten. Frauen- und Männerbefragung zu Fragen der Gleichstellung. Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Kantar Public, 03.2021. http://bmfsfj.de/kantar-studie-gleichstellung

    Das BMFSFJ wollte wohl herausfinden, wie weit es gelungen ist, die Begriffe Gleichberechtigung und Gleichstellung gleich zu machen. Wenn die Studie recht hat, dann ist das in erschreckendem Ausmaß gelungen.

    • Abgesehen davon, daß es nie eine „Trans-Sexuellen-Bewegung“ gab, sondern allenfalls Selbsthilfe-Gruppen und zudem zwei e.Vs., wobei Letztere aber wohl definitiv NICHT für derartige „Übernahmen“ in Frage kommen, sind die o.g. Entwicklungen natürlich äußerst schockierend!
      Da ist die berechtigte Frage, wie dem, und durch WEN diese fatale Entwicklung legitimiert Einhalt geboten wird/werden kann (und will; realistisch betrachtet!)…

      • HALLO werte Sabrina!

        ich hatte letzten Mi die 4 Links gepostet, die letzten zwei sollten IMHO nur gelesen werden, wenn die Leser sich in einem festen geistigen Zustand befinden, da diese Links doch erschüttern könnten.

        Sabrina, mit Herzschmerz denke ich daran, wie schwer es sein mag, im falschen Körper geboren zu sein, sich selbst akzeptieren zu können und Akzeptanz der Gesellschaft zu finden. Mein Mitgefühl ist bei Dir und den anderen Menschen die so ins Leben kamen. Aber was da für Ungeheuer psychisch und physisch an Unorientierten operieren, und die geschwächte Verfassung Hilfloser ausnutzt, darf nicht ungesehen bleiben!

        http://archive.is/https://www.rt.com/news/519111-reddit-fires-transgender-activist/

        http://archive.is/https://www.feministcurrent.com/2019/07/24/why-is-aimee-challenor-still-advising-stonewall/

        http://archive.is/https://thefederalist.com/2018/02/20/rich-white-men-institutionalizing-transgender-ideology/

        http://archive.is/https://grahamlinehan.substack.com/p/sissy-porn-the-gender-movements-dirty

        • Hallo Komu,

          zunächst einmal danke ich Dir vielmals für die selbst für mich neuen Informationen, die ich den „Money-Vermengungshype“ von Transsexualität (NGS) einerseits mit Transvestismus andererseits (zu Trans-GENDER=“wir sind doch schließlich ALLE DASSELBE“) seit jeher für gefährlich gehalten, und argumentativ bekämpft habe, bin ich doch über die in den von Dir genannten Quellen thematisierten „background“ erschüttert und aufgewühlt, da mir diese Machenschaften bislang nicht bekannt waren!
          Selbstverständlich bekommen wir (NGS) die einseitig politisch-medial und ressourcenmäßig enorm geförderte Transgender-Ideologie, insbesondere in den letzten 10 Jahren zu spüren, in der Weise, daß man unsere NGS-Gegebenheiten „erfolgreich“ einerseits für die Öffentlichkeit unsichtbar macht, und wenn man überhaupt noch den Begriff Transsexualität verwendet, dieser andererseits dazu genutzt wird, der Öffentlichkeit vermeintlich Transsexuelle in abstoßender Lächerlichkeit zu präsentieren, und zudem der Öffentlichkeit mit irrsinnigen Forderungen den letzten Geduldsfaden zu rauben, um diese somit gegen vermeintlich „Transsexuelle“ aufzubringen.
          Diese Masche verfängt -wie auch hier im Forum erlebt- anscheinend recht gut, sowohl z.B. bei (einigen) Foucault-Fans, ebenso wie bei Erzreaktionären Typen, die es sich dann meinen herausnehmen zu können, einen persönlich herabwürdigend zu diffamieren, weil man sich hier als Frau mit transsexuellem Hintergrund „geoutet“ hat, um für thematische Aufklärung zu sorgen, wie wohl ich selbst seit nunmehr über 45 Jahren mein Leben als Frau lebe, im sozialen Alltag durchgängig gewertschätzt, und in meiner Ehe seit über 40 Jahren vollumfänglich als Frau glücklich und zufrieden lebe.

    • Da dürften wohl einige, die das lesen fassungslos sein (jedenfalls, die die das verstanden haben)

  31. Merkel hat alles vermerkelt, mam weiss gar nicht mehr was sie meint

  32. Tagesschau berichtet über eine TU-Berlin Studie zu Ansteckung, jemand hat mal gegengelesen, Zitat:
    „Also: von den Top 5 „ansteckenden“ Innenräumen der Studie, sind 3 in der Schule. Und keiner der drei taucht in der Tagesschau-Graphik auf. Das ist schon sehr… seltsam? Irreführend?“

  33. Nicht das Sein bestimmt das Bewusstsein, sondern Ideen und Ideologien.

  34. Vielleicht dankt die Königin ja auch einfach ab, zugunsten der Kaiserin vdL?

  35. Israel ein „selbstgewähltes Ghetto“ „hinter selbstgebauten Mauern“, eine „ethnisch-religiös exklusive Burg“ und eine „Fortschreibung“ des „Katastrophe des Nationalismus“ ….

    https://taz.de/Jerusalemer-Erklaerung-zum-Antisemitismus/!5758139/

    Kein Wunder, dass der Autor (Direktor des Jüdischen Museums Hohenems in Österreich, Gründungs­direktor des Fritz Bauer Instituts in Frankfurt am Main, Präsident der „Association of European Jewish Museums“) die Definition weghaben will, die ihn zu einem Antisemiten der israelbezogenen Art machen würde.

    Natürlich hat der Typ einen doppelten Boden eingebaut, so dass er sich rausreden kann, er hätte die oben zitierten Diffamierungen sich gar nicht wirklich zu eigen gemacht.

    • Selbstverständlich darf man der Meinung sein, Israels Politik gegenüber den Palästinensern sei grundfalsch. Viele Israelis finden erheblich stärkere Adjektive dafür. Selbstverständlich darf der in Deutschland jahrelang hofierte kamerunische Theoretiker Achille Mbembe schreiben, Israels Besatzung der Westbank sei „der größte moralische Skandal unserer Zeit“; die ehedem verfolgten Juden nähmen nun „den Platz der Mörder ein“; sie instrumentalisierten den Holocaust, um ihre Untaten zu rechtfertigen und wollten die Palästinenser „schrittweise ausrotten“; man müsse darum Israel „global isolieren“. Nur wird man seine dämonisierenden Übertreibungen als Antisemitismus bezeichnen dürfen, ja müssen.

      https://www.welt.de/debatte/kommentare/article229340107/Jerusalemer-Erklaerung-Was-ist-das-wenn-nicht-antisemitisch.html

  36. Der Satan der Männerbewegung (C) in eigener Sache!

    Veronika Kracher: Online-Mobbing für die Amadeu-Antonio-Stiftung
    https://genderama.blogspot.com/2021/03/veronika-kracher-online-mobbing-fur-die.html

    „Die Lust an der Beleidigung, der üblen Nachrede und dem Online Mobbing lässt immer wieder Orientierung an der Wirklichkeit vermissen.“

    Die haben halt ihre ganz eigene Realität.

    „So recherchiert, so schreibt also Veronika Kracher. Veröffentlicht werden darf das alles bei der Amadeu-Antonio-Stiftung.“

    Wäre bestimmt besser als „Josef-Stalin-Stiftung“ benannt. Verkrachte Existenzen ….

    „Und für dieses Ungleichgewicht der Macht, hier zu Lasten von Männern, gibt es einen Namen: struktureller Sexismus.“

    Was so völlig aberrant an der Sache ist, ist dass dieser Sexismus nun völlig davon überzeugt ist, der alleinige Gegner allen Sexismus zu sein. Man kann das absolute Bigotterie nennen. Und die ist nicht nur ein bisschen in unser Gesellschaft verbreitet. In einer Gesellschaft, die sich für die beste aller Zeiten hält.

    „Solche Zustände gibt es aber nicht nur in der Geschlechterdebatte.“

    Da kann einem Angst und Bange werden. Wie soll es je eine gute Zukunft geben können, wenn Menschen nicht einmal halbwegs zur Einsicht neigen, jedenfalls jene Menschen, die sich in „normalen“ Machtstrukturen wie heute durchsetzen ….? Daran muss unbedingt gearbeitet werden, das zu verstehen, um das zu überwinden.

    Hoffman zitiert Mansour mit in einem interessanten Vergleich:

    „(…) Ich sehe in Deutschland Prozesse, die mich an das Israel der 1990er Jahre erinnern. Ich weiß, wohin diese Prozesse führen können: zu einer sehr radikalen Polarisierung.“

    Da sollte den Israelis die PLO als Friedensengel verkauft werden und was machte dieser Friedensengel? Er mordete und hielt sich nicht mal im Ansatz an Konzessionen, die nie existierten und die aus dünner Luft herbeibeschworen wurden. Da ist schlicht kein “ kein Diskurs mehr möglich“ … „von eigener Reflexion und kritischem Denken ganz zu schweigen.“ Da MUSS man eine Seite wählen, weil man dazu gedrängt wird. Das sieht Mansour (und Hoffmann?) leider nicht ….

    Und auch deshalb ist die Antisemitismus-Diskussion von allerhöchster Bedeutung, für die ganze Entwicklung und Bekämpfung des Progressivismus. Die Dinge, die in Israel im Zuge des „Oslo-Friedensprozesses“ passieren, wiederholen sich heute überall, unter den anderen Aspekten der progressiven, intersektionalen Weltanschauung.

    „Unter der Flut von übler Nachrede und Beleidigungen, die in dem hier analysierten Fall von der Amadeu-Antonio-Stiftung ausgehen, leidet die liberale und demokratische Gesellschaft insgesamt.“

    Das Ganze ist ja auch als Generalangriff auf die „liberale und demokratische Gesellschaft insgesamt“ gedacht und der Feminismus ist nur ein Aspekt davon.

  37. http://archive.is/https://www.themix.net/2021/03/television-channel-in-spains-valencia-region-refuses-to-air-dragon-ball-due-to-law-prohibiting-content-that-encourages-gender-discrimination-through-stereotypes-and-sexist-roles/

    Television Channel In Spain’s Valencia Region Refuses To Air Dragon Ball Due To Law Prohibiting “Content That Encourages Gender Discrimination Through Stereotypes And Sexist Roles”
    Dragon Ball has been rejected from broadcast by a television channel in Spain’s Valencia region in order to comply with local gender laws.
    Bounding Into Comics
    /
    Published on Mar 28, 2021 at 2:12 PM

    Die Istanbul-Konventoin in Aktion.

  38. In den letzten Jahren konnte sich in Teilen der öffentlich-rechtlichen Medien, der Universitäten und der Nichtregierungsorganisationen eine intellektuelle Subkultur etablieren, die die Errungenschaften der Aufklärung und auch gesellschaftliche Übereinkünfte durch Gruppendenken zu ersetzen versucht. …. Inzwischen wird vermehrt kritisch nachgefragt, was da eigentlich mit welcher Rechtfertigung steuer- und abgabenfinanziert in den Köpfen der Menschen verankert werden soll.

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article229350671/Das-Sprachdiktat-der-Identitaetsaktivisten.html

  39. Wenn man sieht, wie die Dinge auf den Kopf gestellt wurden und werden: Gleichberechtigung in Gleichstellung verwandelt wurde und Antirassismus der neue Rassismus ist, Antiimperialismus zu Antisemitismus wurde … wie kann man da noch Zensur wollen? Die kann nur missbraucht werden, wurde sie auch für noch so noble Ziele eingeführt …. Man sieht ja schon jetzt, wohin die neue Zeusur geht. Zu nichts Gutem.
    Je länger ich drüber nachdenke, desdo weiser kommt mir der erste Zusatz zur US Verfassung vor, da dieser das beste Mass an Freiheit zu gewähren scheint.
    Gegen ideologisch motivierten Wahn hilft langfristig nur Aufklärung, Offenheit und der freie Disput.

  40. Zaid Jilani on the rise of ‘neo-racism’ and the need to push back against it.

    https://www.spiked-online.com/2021/03/26/most-ethnic-minorities-are-not-woke/

    If you rolled back the clock by five or six years, you would primarily see woke ideas about race in fringe corners of academia or the media. But since then, there has been an escalation, to the point where we now see adherence to this ideology at high levels of corporate America, in substantial portions of the news media and even among some people in government. We have to mount an opposition to that. The majority of people just don’t buy into these ideas. But history has shown us that a small and committed minority can enact enormous and dangerous social change if there’s no organised pushback or resistance.

  41. Den Polen will der „New Yorker“ den auf polnischem Boden von den Nazis verübten Holocaust-Massenmord anlasten, vermutlich einfach weil die polnische Regierung heute rechts ist ….
    Allerwiderwärtigste Instrumenalisierung von erlogener Geschichtsumschreibung.
    Den Progressiven kann man alles zutrauen. Morgen werden sie die Nazis preisen!

    • Ohne jetzt den Artikel lesen zu wollen, aber das ist schon ein Thema, wo von beiden Seiten sehr differenziert rangegangen werden sollte.

      Die Säuberungskommandos der SS fanden in Polen sehr wohl zahlreiche einheimische Kollaborateure. Viele aus eigenem Antisemitismus, welcher nun mal beileibe kein exklusiv deutsches Phänomen war, und der Freude heraus, dass endlich mal was gegen „die“ getan wird, andere einfach nur, weil sie sich davon Vorteile bei den Besatzern erhofften.

      Genau dieser Teil äußerst persönlicher Mitschuld vieler Polen wird von Polen seit Jahren zu negieren und ins geschichtliche Vergessen zu entsenden versucht. DAS nicht durchgehen zu lassen, finde ich legitim, wenn nicht gar geboten. Das polnische Volk allgemein zum Haupttäter bei den auf polnischem Boden begangenen Verbrechen der Nazis zu erklären, DAS wiederum ist selbstredend widerlich und dumm. Ob das getan wird? Wie gesagt, mir war es jetzt müßig, mir den Artikel zu geben, ich weiß nur, dass gerne empörte Leute auf Twitter massiv übertreiben und gerade bei solch moralisch aufgeladenen Themen Aussagen unterstellen, die so gar nicht getätigt worden sind. Kennen gerade wir hier in unserer Manosphere doch zur Genüge.

      • Schon die Überschrift macht klar, dass es um „Poland´s role“ geht und nicht um irgendwelche Polen (als Einzelpersonen) und genau das ist das beanstandete Problem hier.
        Natürlich ist auch jeder kollektivistische Versuch „Polen“ pauschal freizusprechen auch ein Problem.

  42. „Musterbeispiel moderner Sklavenarbeit“

    alles hasserfüllte Spinner …. Antikapitalismus macht´s möglich

    Es fehlt noch der intersektionale feministische Hass auf dieses Gemüse ….

    • Was für ein Skandal! Lasst doch die armen Georgier in Frieden arm bleiben. Ich fordere: Feministas auf die Spargelfelder! Zum Ernten oder geerntet werden? Ich überlege noch!

      😀

    • Was glaubst du, warum hier ausländische Spargelstecher arbeiten? Bestimmt nicht, weil da ordentliche Löhne gezahlt werden und menschliche Arbeitsbedingungen herrschen. Natürlich werden die Leute ausgenutzt, nicht weil der Bauer das will, sondern weil er auch wieder in Konkurrenz mit Bauern aus Billigländern steht.

      Der vermeintliche „komparative Kostenvorteil“ von Ricardo lässt grüßen, eine Stussgeburt der neoklassischen Volkswirtschaftsspinner (eine genauso kranke und weltfremde Ideologie wie der Genderismus), die bei Freihandelsländern zu außerordentlich unangenehmen und unmenschlichen Nebenwirkungen führen kann.

      Man muss kein Antikapitalist sein, um sowas abzulehnen.

  43. „All this is profoundly ironic (if that is quite the right word), in that it tends to be the very same people who insist that all other forms of oppression are structural and function regardless of individual intentions, and that all the members of certain groups of “privileged” people cannot but be oppressors, who also insist that antisemitism, by contrast, only exists where people consciously decide, firstly, that they would like to be antisemites and, secondly, are willing to say so.

    Bizarrely, the authors and signatories of the Jerusalem Declaration of Antisemitism insist that antisemitism is a form of racism (which it is not), thus erasing its specificity and doing their level best to obstruct any chance of genuinely understanding and therefore being able to combat it. And yet, at the same time they credit it with being the only form of racism to which apparently nothing that applies to racism in general applies. Their utter inability to grasp this cognitive dissonance alone tells you that whatever the Jerusalem Declaration of Antisemitism may be doing for the emotional and psychological needs of its authors and signatories, it most certainly has nothing to do with a serious scholarly approach to antisemitism.“

    https://bridging-the-chasm-at-my-own-peril.blog/2021/03/29/jerusalem-declaration-of-antisemitism/

  44. Und die dritte Bösartigkeit ist die neue Rassentheorie, die die „Asiaten“ zu den gelehrigsten Schülern der „Weissen Überlegenheit“ erklärt …
    Das sind Pogrome, die von der Presse, allen voran der New York Times, angeschoben werden. Wie im finsteren Mittelalter.

    • Mal davon ab, dass es bereits derlei Berichte gab, als der kleine Anatol das geschrieben hatte, wird er sich mit Sicherheit darauf zurückziehen, dass DAS noch lange nix sagt und nicht DAS ist, was er gemeint hat und überhaupt…

      Wenn du nicht direkt mit Fällen kommst, in denen Menschen für die Nichtverwendung geschlechterseparierender Sprache unvermittelt hingerichtet worden sind, wird er jeglichen durch Maßnahmen aufgebauten Druck verneinen. Und wenn es erst so weit ist, dass Menschen für so etwas hingerichtet werden, wird er sich gar nicht mehr zu äußern müssen, denn es sind eh die Zustände erreicht, welche er sich herbeisehnt… 😉

  45. „Meine Kandidatur hat gezeigt, dass wir starke Strukturen brauchen, die strukturellem Rassismus entgegentreten und Betroffenen helfen“, so Alaows.

    Mit diesem Rücktritt hat er ja einen wertvollen Beitrag zur Dämonisierung und Delegitimierung unser Demokratie geleistet, für die demokratiefeindlichen und rassistischen Grünen.

  46. Nanu? Kachelmann wird doch kein Crypto-Woker sein, der hier darauf hinauswill, dass Deutsche „Menschen mit Nazihintergrund“ wären oder ähnliche Kollektivschuld-Hypothesen normalisieren?

    Ich kann mich auch nicht erinnern, dass Kachelmann Ähnliches gegen die Journallie gesagt hätte, die Trump gewohnheitsmässig zum Hitler erklären wollte?! Ist wohl ein wenig bedeutsamer als irgendwelche „Querdenker“-Idioten ….

    • Vor allem „mit wenigen Ausnahmen“… Wenn ich nur mal so gewaltige Verbrechen der Menschheitsgeschichte gedanklich Revue passieren lasse, fallen mir sofort unzählige Sachen ein, mit denen Deutsche nun wirklich mal so gar nichts zu tun hatten, es sei denn, man versteigert sich in den Schwachsinn, Karl Marx persönlich für jedes aus kommunistischen Antrieben begangene Verbrechen verantwortlich zu machen.

      Zu dem Empfinden zu kommen, dass „mit wenigen Ausnahmen“ alles ultraböse irgendwie unmittelbar oder zumindest mittelbar auf Deutsche zurückgeht, gleicht schon fast dem Glauben an einen für alles Verderbte verantwortlichen Satan, nur dass Satan hierbei ein Volk sein soll.

      Sind es seine Erfahrungen mit deutschen Institutionen und Medien, die ihn einen derart irrationalen Deutschenhass haben entwickeln lassen? Zählt er vielleicht gar seine persönlichen Erfahrungen mit zu diesen „größten bekannten Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ hinzu? Man wird es wohl nie gänzlich klären können…

      • Einer meiner Vorfahren wurde von den Nazis eingebuchtet, ein anderer war für sie an der Ostfront.

        Und nu, Kachelmann et al.? Hebt sich das gegenseitig auf? Muss ich jeden einzelnen Vorfahren betrachten und eine Rechnung aufmachen wie „+3/4 Nazi, -1/4 Naziopfer, macht +1/2 Nazinachfahre“? Wird das dann in meinen Ahnenpass eingetragen? Der mich nur bei negativem Vorzeichen dazu berechtigt, zu bestimmten Themen meine Meinung zu sagen? Man könnte vielleicht auch ein paar alte Bänke in der Stadt suchen, wo früher „nur für Arier“ oder sowas draufstand, und da heute „Nur für Menschen mit negativem Vorzeichen im Ahnenpass“ draufschreiben.

        Ist zwar eigentlich genau das, was Kachelmann et al. vorgeblich nicht wollen, aber manche checken es echt nicht, dass sie mit ihrem Denken in Gruppen-, Ahnen- und Kollektivschuld genau denselben Mist ausbrüten, den sie angeblich verabscheuen.

  47. „Die Grünen hätten es nicht so mit Freiheit und Bürgerrechten, hieß es hier kürzlich. Zwei kontern nun die Vorwürfe aus der FDP und kritisieren deren Freiheitsbegriff.“ Ein Gastbeitrag von Katharina Schulze und Till Steffen

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-03/buendnis-90-die-gruenen-emanzipation-selbstbestimmung-grundsaetze-chancengleichheit/komplettansicht

    Da bin ich gespannt!!! Replik auf Baum und Schulze, auch in der „Zeit“ veröffentlicht.

    Eigentlich und leider macht aber schon der Anfang alles klar:

    Wer über Freiheit in einer komplexen Gesellschaft spricht, muss nicht nur sagen, was Freiheit bedeutet, sondern auch, wie sie geschaffen und behauptet werden kann. Ansonsten bleibt Freiheit ein hehres, aber abstraktes Ideal.

    Freiheit IST vor allem ein Ideal. Wer das nicht anerkennt, der tendeniert dazu Freiheit nur als Privileg zu gewähren, etwa für politisches Wohlgefallen. Wie die Grünen halt. Die behaupte, für sie sei Freiheit „mehr“, nämlich „ein handlungsleitendes Prinzip für praktische Politik, das unser Leben und unsere Gesellschaft prägt“. Wobei bezeichnenderweise ausgeblendet wird, dass es nicht unbedingt das Untypischste an Politik ist, die Leute zu etwas zu zwingen.

    Dann greifen die beiden Grünen auf den altesten Trick der Autoritären überhaupt zurück. Sie erfinden eine akute und allgemeine Bedrohungslage der „autoritären Herausforderungen“, gegen die man die Freiheit in Stellung zu bringen hat. Unschwer zu erraten, was das vor allem ist: die „existenzielle Bedrohung durch die Klimakrise“ natürlich, nicht nur für uns bedrohlich, sondern „auch relevant für künftige Generationen“.

    Dann stellen sie den Begriff der „emanzipatorischen Freiheit“ in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung. Diese sei kollektivistisch zu fassen, denn „In modernen Gesellschaften wie der unseren reicht es aber nicht aus, auf die Freiheit des Einzelnen oder der Einzelnen zu setzen.“ Die „individuelle Freiheit“ wird an dieser Stelle zu einer kollektiven umgedeutet, steht unter ihrer Voraussetzung: „damit jede und jeder ihre und seine individuelle Freiheit auch ausleben kann“.

    Durch diesen rhetorischen Taschenspielertrick ist schon klar: die Grünen negieren individuelle Freiheit an sich. Die kann es nur als Anhägsel der kollektiven „emanzipatorischen“ Freiheit geben. Und deshalb müssen alle Menschen gleichgestellt werden, denn: „Echte Selbstbestimmung darf kein Luxus für wenige sein, sondern ist ein Grundrecht für alle.“ Wobei die Selbstbestimmung erst dann ansetzen kann, nachdem man gleichgestellt ist!

    Eine glatte Lüge ist es, dass dieser kollektivistische Freiheitsbegriff irgendwie im Grundgesetz verankert wäre: „Unser Fundament dabei ist unser Grundgesetz.“ Wahr ist vielmehr, dass das grüne Verständnis von Freiheit konträr zum Grundgesetz steht. Denn dieses geht von einem individuellem Freiheitsbegriff aus. Fakten- und wahrheitswidrig können die beiden grünen Kollektivisten dann auch die verfassungsgerichtlichen Einwände missachten:

    Deswegen werden wir auch weiterhin für Parität in den Parlamenten kämpfen. Die Parlamente sind nach wie vor männlich dominiert. Der für die parlamentarische Demokratie so wichtige Grundsatz der Repräsentation ist für die Hälfte der Gesellschaft nur sehr unzureichend erfüllt.

    Dieses Beharren auf kollektivistische und grundgesetzwidrige Ideen macht die Grünen jetzt zu erklärten Verfassungsfeinden. Die Grünen behaupten, die „Freiheit eines großen Teils der Gesellschaft“ wäre (vom Grundgesetz) „eingeschränkt“.

    Das ist eine Aussage, die mindestens genauso bedenklich ist wie das Geschwätz von der „Merkel-Diktatur“.

    Wer die Grünen wählt ist ab sofort als Feind von unser Gesellschaftsordnung zu verstehen. Er gibt seine Stimme einer Partei, die im Grundsatzprogramm die Abschaffung der Demokratie zugunsten eines unfreiheitlichen, kollektivistischen Systems fordert. Jeder, der die Grünen ab diesem Zeitpunkt noch gutheisst, der ist als Apologet oder Verbündeter eines neuen Antidemokratismus zu verstehen, gegen den man als Demokrat zu kämpfen hat!

    Und natürlich ist die apokalyptische Mär vom menschengemachten Klimawandel das wichtigste und zentrale Vehikel für den Angriff auf die Demokratie:

    Wenn Klimakipppunkte überschritten sind, wenn das Inlandeis in Grönland schmilzt, der Permafrostboden in Sibirien auftaut und der Golfstrom an Kraft verliert – dann gibt es kein Zurück mehr. Es liegt also im freiheitlichen Interesse von uns allen, genau diese Grenzen kollektiv nicht zu überschreiten.

  48. Man möchte nur noch rufen: ZUGABE, ZUGABE, ZUGABE, lol

  49. So eine menschenverachtende Scheisse schreibt man, wenn man im „Ethikrat“ eines Staates sitzt, der jedes Mass und Mitte verloren hat ……

    „Keine Blutlachen auf der Straße wie nach Terroranschlägen. Keine verschütteten Häuser und Teddybären, die aus Geröll herausragen. Gestorben wird hinter Krankenhaustüren. Der Tod ist unsichtbar. Vielleicht erklärt das diese Leichtfertigkeit um Umgang mit der Pandemie?“

    Terroranschläge mit Corona vergleichen, um leichtfertigen Umgang mit letzterem anzuprangern. Oh je. Und keine der Antworten stört sich dran …..

  50. Heute gilt ein Weltbild als reaktionär oder gottlos, in dem die Menschheit sich nicht in Täter und Opfer spaltet. Der Opferdiskurs fordert Opfer. Dieses Weltbild, in dem die Menschen aufgrund der Merkmale der Sexualität, der Ethnie, des Geschlechts, des Alters und der Hautfarbe in Opfer und Täter eingeteilt werden, ist ein zutiefst manichäisches, eine Rückkehr der Gnosis, die Hans Blumenberg durch die Neuzeit für überwunden hielt.

    Die neue Gnosis vermeint, dass die reinen Seelen der Menschen gefangen sind in ihren Körpern aus Geschichte, Erfahrung, Tradition und Werten, Heterosexualität und Familiensinn. Als Aufgabe hat diese neue Gnosis erkoren, die Seelen zu befreien, indem diese Körperlichkeit zerstört wird. Ein Genderismus, der von einer wunschgesteuerten Geschlechterverwirrung träumt, findet hier seine Ursache, in der Ersetzung der Biologie durch Phantasmagorien.

    https://www.nzz.ch/feuilleton/sich-der-realitaet-stellen-warum-man-hans-blumenberg-lesen-muss-ld.1608517

  51. „Eine Schlüsselrolle bei der Suche nach geeignetem Personal spielte Gabriela Spiegelfeld, Beraterin und Netzwerkerin. Sie sollte vor allem geeignete Frauen finden. Das gestaltete sich nervenaufreibend, da es etliche Absagen hagelte. „Mir gehen die Weiber so am Nerv. Scheiß Quote“, schrieb sie Schmid im Jänner 2019. „Ich habe das aus einer Emotion heraus gesagt und distanziere mich von diesem Satz“, sagt Spiegelfeld nun auf Anfrage des STANDARD. Sie sei davon frustriert gewesen, dass so viele Kandidatinnen abgesagt hätten.“

    https://www.derstandard.at/consent/tcf/story/2000125421042/kriegst-eh-alles-was-du-willst-neue-chats-zeigen-wie

    Das sind bestimmt die Ehemänner im Hintergrund, die sie dazu zwingen!!!11elf

    • „….. Worauf bei der Auswahl aus türkiser Perspektive besonders Wert gelegt wurde, erschließt sich aus einer Nachricht Schmids von Jänner 2019 an Kanzler Kurz. Er schwärmte ihm von einer Frau vor, die wirklich „eine Gute“ sei. Sie sei Finanzexpertin, „compliant“ und „steuerbar“ – ein Wort, das bei türkisen Job-Discriptions eine der Hauptrollen spielte.“

      Ich denke, das wird ein Hauptvorteil bei Frauenquoten sein: die Steuerbarkeit des Personals.
      Noch besser allerdings würden zB Hunde, Katzen und Pferde den Job als Platzhalter erfüllen. Eine Tierquote kommt dann als nächstes.

      • „Ich denke, das wird ein Hauptvorteil bei Frauenquoten sein: die Steuerbarkeit des Personals.“

        Stimmt. Der Nachteil ist dagegen die reale Exit-Option bei Frauen. Bei Männern sind kleine Geheimnisse ganz nützlich um sie kontrollierbar und steuerbar zu halten. Die haben allerdings den Nachteil, dass sie ungewollt aufgedeckt werden könnten. Und schon ist ein Guter verbrannt…

  52. FAMILIENPOLITIK HÄUSLICHE GEWALT
    Follow the money
    by Franzjoerg Krieg / 28. MÄRZ 2021

    Jesper Lohse vom dänischen Väterverband ging der Spur staatlicher Subventionen in Dänemark nach und deckte das auf, was wir von Deutschland ebenfalls kennen. Das Besondere daran aber ist, dass seine Recherchen in Dänemark von den Medien aufgenommen wurden.
    Übersetzung: Franzjörg Krieg

    Folge der Spur des Geldes
    Haben Sie sich jemals gefragt, wie die Frauenlobby finanziert wird und warum positive Reformen zur gemeinsamen Elternschaft im Interesse des Kindes, wie die Resolution 2079 des Europarats, lange Zeit brauchen, um umgesetzt zu werden?

    Nun, wir haben einige Jahre lang die Geldströme in Sachen Gleichstellung der Geschlechter und der staatlichen Finanzierung in Dänemark als Fall-Nation verfolgt, und selbst wir sind überrascht.

    Zunächst fanden wir leicht 10 Beispiele für die staatliche Finanzierung in geheimen Fonds, die nicht dem Gesetz entsprachen. Wir baten die offiziellen staatlichen Buchhalter, dies zu untersuchen. Sie fanden ca. 1 Milliarde USD pro Jahr in geheimen staatlichen Fonds für Gleichstellung, Soziales und Kultur, hauptsächlich innerhalb von drei nationalen Ministerien und hauptsächlich für die Frauenlobby. Das wurde als illegale Praxis deklariert.

    Wir haben dann die Informationen an die Spezialeinheit für Finanzbetrug der Polizei zur weiteren Untersuchung mit einem Anliegen weitergeleitet.

    Diese Untersuchung führte später dazu, dass eine leitende Angestellte der nationalen Sozialbehörde des dänischen Sozial- und Kinderministeriums gefunden wurde, die mehr als 20 Jahre lang ca. 15 Mio. USD aufgrund mangelnder Kontrolle für sich selbst veruntreut hatte. Niemand sonst wurde bisher zur Verantwortung gezogen. Sie hat versucht, nach Südafrika zu fliehen, sitzt jetzt aber als erste im Gefängnis.

    https://vater.franzjoerg.de/follow-the-money/

    Ich halt es auch für überaus optimistisch anzunehmen, dass die neue Stiftung für Gleichstellung nicht genau so funktionieren wird. ich glaube sogar dass das ihr eigentliches Ziel ist.

    Wir haben kürzlich in 2021 fünf neue Beispiele gefunden, darunter Beweise, dass nationale Frauenkrisenzentren systematisch staatliche Gelder erhalten, basierend auf Erklärungen, dass Väter gewalttätig sind. Dies, obwohl sie die Väter nie getroffen oder mit ihnen gesprochen haben. Juristen halten dies für Betrug.

    In einigen Fällen ist es richtig, dass die Frauen Gewalt erfahren haben, in vielen Fällen aber nicht. Allerdings werden die Frauen als Täterinnen geschützt und auch als Opfer gefördert – und das alles geht in die Gewaltstatistik für Frauen und in die Vergabepraxis aus dem Staatshaushalt zur Finanzierung von Organisationen ein.

    Die ersten drei Fälle wurden im Jahr 2021 der Polizei übergeben und wir gehen davon aus, dass bis zu 50% der Angaben falsche Gewaltangaben sein könnten, kennen aber die tatsächliche Zahl noch nicht. Es gibt jedoch ein klares Muster zwischen der Gewaltstatistik, dem von der Frauenlobby geförderten Begriff “geschlechtsspezifische Gewalt” und der falschen staatlichen Förderung.

    In einem anderen Beispiel hat die Frauenlobby sogar Millionenbeträge für die Unterstützung und den Schutz bei Gewalt gegen Männer erhalten. Sie erklärten gemeinsam mit dem Sozialministerium und dem National Board of Social Service, dass sie mit ihrer langjährigen Erfahrung in der Arbeit mit Gewalt gegen Frauen am besten für diese Aufgabe geeignet seien. Dies, obwohl sie keinen Kontakt zu den Männern hatten.

    Moralisch sind die auf dem Niveau eines Abfalleimers.

    • Krass, Danke für den Link. Halt wie überall, wenn es eine unangreifbare Kaste gibt, macht sich Korruption und Machtmißbrauch breit.

      Jede Wette, dass in Deutschland diese Mafia noch viel stärker ist, werden hier die Gelder „für Frauen“, „für Diversität“ und „gegen rechts“ schließlich mit beiden Händen rausgeworfen, in erster Linie zu Gunsten einer wenig produktiven ideologischen Kaste, die keinen Widerspruch duldet.

  53. Es ist also überall so. Rassisten und Islamapologeten haben die Lufthoheit über den westlichen Medien.

  54. Die Biden-Administration ist absolut widerwärtig rassistisch …..

    Wie absolut unamerikanisch.

    Wahrscheinlich soll der Vertreter der „Asiaten“ dann rumlügen, wie schädlich die white supremacy doch für die asian community ist. Divide & impera.

    • Auch hier: Weil man so ideologisch gesteuert ist, bleibt jede Menschlichkeit auf der Strecke!

  55. Tree-Huggery ist rape culture!!!!!1!

    Das ist das Holz, aus dem die Tigerenten geschnitzt sind … Wehret den Anfängen!

    Söder kann halt nicht Kanzler, wir wollen Habeck, das Original!

  56. Erbärmlich für unsere Demokratie ist, dass sich ein hochrangiger Vertreter der deutschen Regierung an demagogischen Kampagnen zur Deligitimierung der Demokratie beteiligt.

    Noch viel übler ist es allerdings, dass der gleiche Mensch für das antisemitische Abstimmungsverhalten Deutschlands bei der UN verantwortlich ist.

    Die Merkel-Regierung ist Abschaum.

    • Diejenigen, die von der deutschen Öffentlichkeit „Friedenpreise“ bekommen, hetzen natürlich munter mit …

      „Eine demokratische Öffentlichkeit, in der Rassismus bestimmt, wer sichtbar sein und wer sich politisch engagieren darf, ist keine.“

      Sagen die, die „demokratische Öffentlichkeit“ insgesamt abschaffen wollen. Man kennt das ja von allen Extremisten: man beklagt imaginäre Zustände, die man selbst herbeiführen will („Merkel-Diktatur“, „Patriarchat“).

  57. Meine Theorie zur Vorliebe der Deutschen für englischsprachige Popsongs war immer, dass ihnen damit die Peinlichkeit der banalen Liedertexte erspart bleibt. Man kann die Musik geniessen und wird weniger durch dümmliche Texte angenervt …..
    Oder anders gesagt: der idiotische Kitsch des Textes wird auch im Original nicht besser klingen….. nur exotischer, da Fremdsprache.

  58. Wieviel % von den ganzen Morddrohungen an Palmer aus dem alternativen Milieu kommen, welches die eigentliche Wählerbasis der Grünen ist? 80%? oder sogar 90%?
    Besser nicht so genau hinschauen, wer die Basis der nächsten Mehrheitsbeschaffer-Partei ist, wenn sie nur die „Klimawende“ zur Rettung der Welt hinlegt ….?!

  59. „FFF? Das war nicht die richtige Klimabewegung!“

  60. interessanter Re-Import …

  61. Konkret fordern CDU und CSU ein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland von denjenigen, die auf Basis des Gesetzes finanziell gefördert werden könnten. Ein solches Bekenntnis zu verlangen, käme einer Reetablierung der sogenannten Extremismusklausel gleich. …. Organisationen, die sich gegen Rechtsextremismus einsetzen, sahen in dieser Klausel eine Generalverdacht, linksextrem zu sein.

    Und das Ganze hat den orwellschen Titel „Demokratieförderungsgesetz“. Es müsste ganz klar „Demokratiezerstörungsgesetz“ heissen und deshalb kann natürlich auch kein Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung verlangt werden, von diesen Feinden der Demokratie und ihrem Steigbügelhalter in der Regierung, der SPD.

    Familienministerin Franziska Giffey beklagte, dass die Union den geplanten Beschluss im Kabinett verhindert habe. „Ich finde das enttäuschend“, sagte sie.

    Ich finde enttäuschend, dass diese völlig korrupte Person mit der Fiepsestimme noch immer in der Politik mitmischt und nicht längst zurückgetreten wurde.

  62. Das sagt wohl mehr über was Robert über die Junge Union denkt aus als über die Junge Union selbst.

  63. Die neuen Rassentheoretiker erklären uns, warum Weisse eigentlich und nicht an sich diskriminiert werden, auch wenn es trotzdem so erscheint:

    Fördert diesen Typen auch irgendeine „NGO“ oder Parteieinstiftung, vielleicht aus Deutschland?

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