Gillette und toxische Männlichkeit

Gillette überrascht mit einem „Kurzfilm“ in dem im Prinzip „toxische Männlichkeit“ angeführt wird und die Männer aufgefordert werden, sich über diese hinaus zu entwickeln.

Ein paar Anmerkungen:

Was stört genau an dem Video. Ich las dazu folgendes:

Die Message. Die ersten 8 Sekunden: , bullying, sexual harassment, toxic masculinity. Und Männer die sich betroffen ihr eigenes Spiegelbild ansehen müssen. Is this the best a man can get? Es unterstellt Männern pauschal schlechtes Verhalten. Und es ist eine Kafkatrap: was, dir stößt es sauer auf? Bei welchem Teil fühlst du dich denn ertappt, du vergewaltigendes Arschloch?

Gillette scheint das ähnlich zu sehen, ihr Tweet zu dem Video:

 

Was haben die da gedacht?

  • Unser Motto ist ja „Best a man can be“ also können wir ein Video drehen, wo wir der Gruppe, der wir unsere Produkte verkaufen, Vorhaltungen machen, damit sie eben nach mehr streben und nicht mehr so schlecht sind, das wird bestimmt positiv ankommen?
    ODER
  • es gibt keine schlechte Werbung, hoffentlich geht das viral
    ODER
  • „Woke sein ist in, das werden die meisten Männer mögen“
    ODER
  • unsere Kunden sind alle gut, die werden das gar nicht als Problem ansehen, wenn man Probleme für die Gruppe Männer anspricht, sie haben sich ja bereits darüber erhoben

Das Video hatte gestern 2.4 Millionen Aufrufe, insofern hat es sicherlich Aufmerksamkeit erregt. Allerdings ist das Like/dislike Verhältnis mit knapp 1:10 eher verheerend (25.000 Likes zu 221.000 Dislikes). Natürlich ist ein Rückschluss daraus auf Ansichten in der Bevölkerung schwierig. Der Gillette Channel hat 116.000 Follower, ich vermute einige davon sind gekauft, damit er besser dasteht. So interessant ist ein Rasiererhersteller ja nicht. Das typische Video hat 30.000 Views, einige andere aber auch deutlich mehr, beispielsweise mit Tipps zum Bartstyling. Bei diesem Video darf man vermuten, dass es gerade bei für das Thema senisbilisierten herum gereicht worden ist (also Männerrechtlern und Co)  und diese auch gerade über Dislikes ihren Unmut deutlich machen wollen.

Interessant wäre natürlich, wie der „normale Mann“ das sieht. Wenn dieser auch im entsprechenden Verhältnis „Dislikes“ verteilt hat, dann wäre das eigentlich ein gutes Indiz dafür, wie die Meinung in der Bevölkerung zu so etwas ist. Es wäre dann etwas, was sich auch bestimmte Parteien vielleicht mal anschauen sollten, bei denen ja auch einige Politiker gerne Männer abwerten.

Andererseits: Bei Twitter gab es immerhin 62.000 Likes. Wäre interessant da das Geschlechterverhältntis zu sehen.

Auf Twitter und sicherlich auch auf anderen Medien rufen einige zum Boykott auf. Ich vermute, dass das relativ ungefährlich ist. Da sind die Leute schlicht zu bequem und der Clip dann auch wieder zu schnell vergessen.

Ein paar Tweets dazu:

Zum letzten Tweet: Wäre interessant, wenn das mal einer drehen würde. Vielleicht als Werbung für Frauenrasierer.

 

Genderama hat auch einen ausführlichen Beitrag dazu

 

84 Gedanken zu “Gillette und toxische Männlichkeit

  1. Na klar! Wenn Männer betrügen, dann weil sie Schweine sind. Wenn Frauen betrügen dann weil Männer Schweine sind.! Weiß jede Frau.

    Hatte noch so einen ähnlichen Tweet gefunden. Dem wurde dann gleich Frauenhass unterstelle. Es lebe der Doppelstandard.

  2. Frage an die nassrasierenden Männer hier: Taugt Wilkinson? Andere Alternativen? Ich verbrauche jetzt noch meinen Vorrat an Gilletteklingen, aber dann ist die beste Gelegenheit gekommen, die Vorzüge der Marktwirtschaft auszunutzen.

    • Leider fand ich Wilkinson schlechter als Gillette (obwohl das Logo cooler ist). Aber es lohnt sich sicher, zu recherchieren. Abgesehen davon ist ein Zehntagebart wissenschaftlich erwiesen attraktiver als ein glattrasiertes Gesicht. (Achtung: keinen Braun-Bartschneider kaufen, denn Braun ist #boycottprocterandgamble ;-))

    • Nun ich bin mit Gilette Rasieren nie wirklich zufrieden gewesen, komme mit den Wilkinson Rasieren recht gut zurecht.
      Beim Rassierschaum (vorallem unterwegs genutzt) war es anders, wobei mein persönlicher Favorit noch immer der Pinsel und eine gute Rasierseife ist.

      • Ich bin seit ein paar Jahren Kunde bei Morning Glory und kann die Produkte sehr empfehlen. Niemand benötigt vier Klingen übereinander (MG vertreibt zwei-Klingen-Kassetten) und außerdem liegen die Preise deutlich unter denen der großen Wettbewerber.
        Mit anderen Worten: Ich hätte die sexistische Kackscheiße von Gillette nicht gebraucht, um zu wechseln, die Alternativen sind, soweit ich sie kenne, deutlich besser.

    • Ich habe bis jetzt Gilette-Einwegrasierer verwendet, aber wegen des Plastikmülls wollte ich mir ohnehin einen Rasierhobel zulegen. Der ist außerdem auch billiger – 100 Rasierklingen kosten bei Amazon ca. 10 Euro. (Leider kriegt man die bei uns in in den Supermärkten anscheinend nicht mehr.)
      Das ist jetzt der richtige Anlaß dazu. (Obwohl der Rasierhobel etwas Übung benötigt, wie ich gelesen habe.)

      • Ja Robert, das kann ich bestätigen. Mit einem Hobel brauchst du Übung. Und Zeit auch. Für mich ist das für die schnelle Rasur morgens nichts.
        In größeren Supermärkten solltest du die Klingen aber bekommen. Ich habe die bisher in fast jedem Supermarkt oder Drogeriemarkt gefunden.

      • In manchen Märkten gibt es sie noch, allerdings muß man gründlich suchen. Ich habe vor 1-2 Jahren mal bei REWE gestöbert und nach längerer Sucherei welche gefunden ( Wilkinson, wenn ich mich nicht irre ).

        Ein gepflegter about-10-Tagebart ist aber m.W.n. durchgehend gesellschaftlich akzeptiert, erheblich pflegeleichter und weniger unfallträchtig 😉
        ( deswegen trage ich einen solchen ).

  3. Übrigens, die Werbung wurde wohl von einer Feministin und SJW gemacht, mit der typischen History an Themenfeldern.

    Und ihr wurden angeblich sexuelle Übergriffe auf Minderjährige vorgeworfen. Weiß aber nicht, ob das stimmt.

    Weiß da jemand etwas genaueres?

    • Schon lustig, bei bestimmten Themen dürfen Männer nach der Meinung von Feministinnen einfach nicht mitreden, weil die das (wieder nach der Meinung von Feministinnen) ja gar nicht betrifft. Anders herum scheint es aber das Maß aller Dinge zu sein das Frauen Männer sagen was Männer fühlen, denken und wollen.

  4. Ich finde, es wird Zeit, endlich Frauen dafür verantwortlich zu machen, dass sie Kriminellen, korrupten Politikern, skrupellosen Geschäftsleuten usw. die besten aller Gefühle machen, indem sie ihnen den Pimmel lutschen. So gut wie jeder Bösewicht hat eine Freundin oder einen Harem an seiner Seite, die seine Aktionen toleriert!

    • Man sollte zudem auch nicht vergessen, dass nahezu jedes Arschloch im Wesentlichen von Frauen erzogen wurde (Mutter > Kindergärtnerin > Lehrerin > Ausrichtung auf Frauen, um eine Partnerin zu finden > wenig Achtung und schlechte Erlebnisse in der Partnerschaft > …).

      Insbesondere Kinder von alleinerziehenden Müttern sind ja besonders gefährdet, zu sozialen Zombies zu werden.

      Es sind vor allen Frauen, die Männer durch ihr Selektionsverhalten erziehen und den Nice-Guy gerade nicht für seine Gutartigkeit honorieren, sondern als Schwächling abstrafen, während der dominante selbstsichere Mann Vorteile hat. Dass es dann hier auch mal zu unerwünschten Exzessen bzw. Übertreibungen kommt, ist wie umgekehrt bei Schönheitsoperationen. Während Männer von Frauen für dominantes Verhalten honoriert werden und Männer daher einen Grund haben, nach Dominanz zu streben, werden Frauen umgekehrt für ihre Optik honoriert und streben daher nach Optik, wo es dann genauso bei manchen Frauen zu Exzessen bzw. Übertreibungen kommt (Schönheitsoperationen, Magersucht). Während man hier selbstverständlich den sozialen Druck durch Männer mit – bzw. sogar hauptverantwortlich für die Exzesse der Frauen macht und Frauen als Opfer des gesellschaftlichen Drucks versteht, wird bei Exzessen der Männer die Mitverantwortung der Frauen meistens nicht einmal in Erwägung gezogen.

      Solange Frauen schwache Männer für ihre fehlende Dominanz verachten und abstrafen (z.B. Mutter zum Sohn: Hör auf zu heulen, wenn Du ein Mann sein willst), dressieren sich die Frauen selber ihre sozialen Zombies. Und solange Frauen männliche Dominanz attraktiv finden und Partner danach selektieren, werden Männer auch weiterhin motiviert werden, danach zu streben.

  5. „Auf Twitter und sicherlich auch auf anderen Medien rufen einige zum Boykott auf. Ich vermute, dass das relativ ungefährlich ist. Da sind die Leute schlicht zu bequem und der Clip dann auch wieder zu schnell vergessen.“

    Vielleicht bei den deutschen Schlafmützen und Cucks. Gillette kann dann ja Männerrasierklingen in Deutschland verkaufen und Damenrasierer weltweit. In den USA wird das nicht so schnell vergessen werden.

    Als positives Gegenbeispiel wurde teils die Heineken Werbung angeführt:

  6. Das Video hatte gestern 2.4 Millionen Aufrufe, insofern hat es sicherlich Aufmerksamkeit erregt. Allerdings ist das Like/dislike Verhältnis mit knapp 1:10 eher verheerend (25.000 Likes zu 221.000 Dislikes).
    […]
    Andererseits: Bei Twitter gab es immerhin 62.000 Likes. Wäre interessant da das Geschlechterverhältntis zu sehen.

    Aktueller Stand Youtube:
    9,64 Mio Views
    550 k Dislikes (5,76%)
    205 k Likes (2,13%)

    Aktueller Stand Twitter:
    17.4 Mio Views
    361 k Likes (2,07%)

    Das Verhältnis Views/Likes ist auf Youtube und Twitter fast identisch. Man kann daher wohl auch annehmen, dass Dislikes auf Twitter – wären sie möglich – ebenfalls auf ein ähnliches Niveau kommen würden. Der Spot selbst ist auf Twitter jedenfalls nicht beliebter, sondern hat lediglich eine höhere Reichweite.

    Mittlerweile hat sich das Verhältnis auf Youtube zugunsten Gillettes verschoben, was jedoch ein schlichter Backlash interessierter Gruppen auf die massive Ablehnung sein kann. Für Twitter fehlt leider die Viewer-Anzahl zu den 64k Likes. Ich denke es dürfte interessant sein, wie sich das Verhältnis in den kommenden Tagen und Wochen entwickelt.

  7. Das ist schon ziemlich dreist bei einem überwiegend von Männern genutzten Produkt den Kunden moralische Vorhaltungen zu machen. Die müssen sich der Dominanz des Feminismus sehr sicher sein.

    Allerdings mehr als doppelt so viele don´t likes als likes.

  8. Ich würde es nicht Boykott nennen, das klingt so zeitlich befristet, wie eine kurzzeitige Aktion. Ich kaufe nie wieder bei Feinden der Männlichkeit bis sie mit ähnlicher Publicity ihr Umdenken deutlich gemacht haben.

    • Ne, die Frauen mögen zwar sie Initiatoren sein aber die Täter sind Beta Cucks die glauben, dass sie so bei Frauen landen können.

  9. Ich finde es gut, wenn mehr Männer glauben, dass Frauen es mögen ein Beta-cuck zu sein. Um so heller können Männer wie ich strahlen.
    Ich habe in den letzen Monaten Mal probiert mich diversen Shitstorms auszusetzen, auch mit Klarnamen und ich habe nur darüber gelacht wie einige hundert Pfeifen sich über mich empört haben.
    Mein Fazit zu den Thema ist, dass nur Cucks sich darüber betrüben Gedisst zu werden.
    Deswegen: Go Gillette go

    • „Mein Fazit zu den Thema ist, dass nur Cucks sich darüber betrüben Gedisst zu werden.“

      Es betrübt mich nicht, gedisst zu werden, allerdings werde ich nichts kaufen von Firmen, die mich beleidigen.

      • Ich weiß eh nicht, warum man unbedingt bei einem bestimmten Hersteller kaufen sollte. Der Kram ist ja nicht besser als der Rasierer von der Lidl Eigenmarke

  10. Titania ist ein Satire-Account, die würde ich jetzt nicht unbedingt als Beispiel zitieren.
    Vielleicht will Gillette sich ja nur auf die fortschreitende Islamisierung und Hipsterisierung vorbereiten: wenn alle Männer lange Bärte tragen, brauchen sie keine Naßrasierer mehr. Also muss Gillette mehr Frauen als Kundinnen gewinnen, um zu überleben.

  11. Echte Kerle tragen Bart und benutzen zum rasieren eine Lötlampe. Allenfalls ein wirklich scharfes Messer geht grad noch.

    Trockenrasierer und Klingen mit Schutz sind für Pussies

  12. Ein rasierter Mann ist ein femininer – also ein besserer – Mann. Hol das Beste aus dir raus, indem du den männlichen Phänotyp ablegst (Haarwachstum im Gesicht).

    Die emanzipierte Frau soll sich aber die Haare – wo nur möglich – wachsen lassen.

    Die übliche grundsätzliche Verlogenheit der feministischen Sexisten, die die besseren Männer sein wollen.

  13. Das, was schlimmer sein soll, ist weg. Aber dies hier ist noch da:

    „At least Gillette wasn’t taking aim at actual masculine virtues.“

    Na, gut, dass Guillette nur *die Männer* angegriffen hat und nicht meine speziellen Vorstellungen von „männlichen Tugenden“!

    Dieser Typ spielt sich immer als die Tugendhaftigkeit in Person auf. Wie man darüber schnell zum Bigotten werden kann, kann man hier sehen.

    • Interessant bleibt natürlich die Frage, was „poor“ für eines der teuersten Supermodels der Welt mit 145 Millionen $ Vermögen https://de.mediamass.net/stars/nina-agdal/bestbezahlte.html bedeutet.

      Aber mit armen Schluckern unter sagen wir mal 15 Millionen ( nur 10% ihres vermögens) wird sie sich wohl eher nicht abgeben.

      Ist natürlich andererseits ein totaler skandal, wenn reiche Männer sich mit weniger wohlhabenden Frauen abgeben, denn die nutzen ja nur ihre Position aus.

    • Auch die Edition F verteidigt (erwartbar) die Kampagne. Und selbstverständlich ist Kritik wie immer nur eine Bestätigung dafür, das man Recht hat:

      »Die negativen Reaktionen in den sozialen Medien, die vielen Männer, die dort zu einem Boykott der Marke aufrufen (und offenbar ein Problem damit haben, besser zu werden) (…) zeigen vielleicht, dass wir uns dennoch auch über so einen kleinen Schritt freuen sollten.«

      • Direkt unter dem aktuellen Spot steht bei Edition F:
        „Und für alle, die sich noch einmal vergegenwärtigen wollen, wie das Gillette-Männerbild sonst aussah, haben wir hier noch ein ganz besonderes Schmankerl aus späten 1980er-Jahren:“

        Aus dem Kontext folgt natürlich ein Spot mit sexistisch herablassenden Männern, vieleicht sogar mit andeutungen von Gewalttätigkeiten, eben sowas. wie es in Ausschnitten im Aktuellen Clip angedeutet wird, oder?

        80er sollte sich doch sowas finden lassen?

        Der Jingle dahinter ist zwar sowas von 80er, und auch sonst ist Bildaufbau, Kleidung etc. natürlich 80er – aber was soll ansonsten an dem Clip auszusetzen sein? Es ist halt Werbung.
        In dem Clip könnte man sogar problemlos (zumindest und vor allem in den ersten 2/3) sämtliche Männer-und Frauenrollen komplett vertauschen und es würde sofort für ein Frauenprodukt funktionieren.
        Im letzten drittel ist der Anteil an Männerdominierten Sportarten hoch, die in einem Frauenspot nicht gut funktionieren würden, da müssste man mehr ändern, aber analoge änderungen mit Frauensport würde wieder funktionieren. An allen anderen Stellen gilt tatsächlich, dass man die Szene EXAKT so verwenden könnte.

        Was soll also das Problem sein?

        An den meisten Stellen könnte die Umkehrung sogar eher sexistisch wirken als das was im Clip ist:
        0:03: Die Frau zupft von hinten die Kleidung (Krawatte) zurecht – was würden feministen zu schimpfen haben, wenn das umgekehrt wäre?
        Das Väterliche Klopfen von oben auf die Schulter in der darauffolgfenden Szene – würde es ein Mann bei einer Frau machen, wäre es die Herablassung, die im aktuellen Clip bei 0:029 karikiert wird.
        etc.

      • Vor allem Feministinnen rufen immer wieder zu Boykottende auf, aber da ist das natürlich nicht doof. Because it is only wrong when men do it!

  14. Man kann es auch so sehen: wenn es diese riesen Schwemme SJW gibt, dann ist gut, dass nur solche Einzelfälle wie jetzt von Gillette existieren 🙂
    Die kommen nämlich doch selten durch. Ein Lob auf die freie Wirtschaft 🙂

  15. Auch mich hat das breite Unverständnis (auch von vielen Leuten, die ich für klüger/sensibler gehalten hätte) darüber gewundert, was man für ein Problem mit dem Spot haben kann. Ist ja völlig okay, wenn er einen nicht stört, aber die Verachtung, die über alle die ausgekübelt wurde, welche sich davon angegriffen fühlen, zeigt mal wieder, was für Kräfte es wirklich sind, die Männern nicht erlauben, mit ihren Gefühlen ins Reine zu kommen.
    Der Fairness halber sei aber auch angemerkt, dass die einzige Diskussion, die ich darüber mit einer Frau bei Twitter hatte, zumindest fair und zivilisiert ablief.

    Zu meiner großen Freude stört sich meine feministische Heldin Liana Kerzner (ich weiß, viele hier mögen sie nicht) auch an dem Spot:

    • @ DMJ

      „Auch mich hat das breite Unverständnis (auch von vielen Leuten, die ich für klüger/sensibler gehalten hätte) darüber gewundert, was man für ein Problem mit dem Spot haben kann.“

      Wenn das Leute aus dem „real life“ sind, kannst Du ja das nächste Mal, wenn Du Dich von ihnen verabschiedest, darum bitten, sie mögen auf dem Heimweg keine Frauen vergewaltigen.

      Gegen so eine Bitte kann schließlich nur jemand etwas haben, der auf dem Heimweg Frauen vergewaltigen möchte.

  16. Also ich muss mir neue Rasierklingen kaufen. Da greife ich jetzt zu Wilkinson.
    Ich kann mich mit dieser Firma, deren Kunden gewälttätige Weicheier und Schlägertypen sind, nicht identifizieren.

  17. Wie „toxische Männlichkeit“ versteckt wird und warum….

  18. 1. Hauptsache es geht viral. Das war schon die Erfahrung aus dem Kaepernick Werbespot von NIKE. Riesen Aufmerksamkeit wegen der Kontroverse. Voellig egal wie das Like/Dislike Verhaeltnis ist, die ueber 80%, die das Thema nur am Rande an der Kaffeemaschine/ am Wasserspender mitkriegen, hoeren nur den Firmennamen. Der Markenname bleibt haengen, die Kontroverse wird ignoriert oder bald vergessen. Die Argumentation pro Weisse oder pro Mann wurde den Leuten schon seit der Schule abtrainiert und ist verpoent, bzw. kann einen sogar den Job kosten.

    2. Eventuelle Boykotte haben minimale Auswirkungen und werden von den positiven Auswirkungen des viralen Marketing weit uebertroffen.

    3. Als Stoiker (was inzwischen ja auch „toxisch“ sein soll): Let it burn and enjoy the decline.

  19. Ich hatte mal billigen Rasierschaum vom REWE glaub ich. Da stand oben am Rand auf dieser Sprühdose „Guten Morgen! Bitte kräftig schütteln“

    War kein perfekter Rasierschaum aber ich fand das „Guten Morgen!“ total lieb irgendwie. Irgendwann dann „NEW FORMULA!“ und das Zeug stank nach Parfum und ich hab anderes gekauft.

    Man rasiert sich ja bevor man den ersten Kaffee hat. Da will man keine politisch korrekte Grundschullehrerin im Ohr haben die einem was über die männliche Verpflichtung, falsche Männlichkeit auszurotten erzählt.

    Und das ist mein Hauptkritikpunkt. Männer müssen Männlichkeit reparieren. Am besten noch die vom Nachbarn und vom Typ auf der Strasse. Ja wer denn sonst? Männer können ja alles und sind allmächtig wenn sie weiss und straight und cis sind..

    Hmmm.. Oder natürlich die multimilliarden Rasierermarke die, wenn man sie nicht benutzt, ein Puffbesuch rausspringt.

  20. 🙂

  21. Die von Gillette verkünden:

    https://gillette.com/en-us/the-best-men-can-be

    Eine neue Zeitepoche:

    „a new era of masculinity“
    „changes needed seem so monumental, it can feel daunting to begin.“

    Die Rolle von Unternehmen:

    „It’s time we acknowledge that brands, like ours, play a role in influencing culture.“

    „From today on, we pledge to actively challenge the stereotypes and expectations of what it means to be a man everywhere you see Gillette.“

    „Gillette is committing to donate $1 million per year for the next three years to non-profit organizations executing programs in the United States designed to inspire, educate and help men of all ages achieve their personal “best” and become role models for the next generation.“

    Wenn das angeblich so wichtig ist, warum nur eine schlappe Million?! Die müssen doch mindestens 50 % ihres Profits abgeben….. Nein, den geamten PROFIT! Der ist doch ohnehin nur eine Erfindung des männlichen heteronormativen patriarchalen kapitalistischen Gewaltsystems — der PROFIT!

  22. Pingback: Rasiert Gillette seine Dislikes auf YT? – Geschlechterallerlei

  23. Pingback: Störtebeker, Gillette und die Schönheit der Leer-Kassetten - die Links der Woche vom 11.1. bis 17.1. | Männer unter sich

  24. Hab es jetzt nach fast einer Woche endlich geschafft, den Spot anzuschauen. Fühlt sich total komisch an, vor allem nachdem ich den Shitstorm mitbekommen habe. Im Prinzip könnte das total unschuldig gemeint sein, und hey, Probleme von Männern anzusprechen und zu deren Beseitigung aufzurufen ist ja grundsätzlich gut.

    Nur die radikalfeministischen Treuebekenntnisse am Anfang zu „toxischer Männlichkeit“ und #metoo sind etwas seltsam und wirken sogar deplatziert. So als hätte eine Radikalfeministin versucht das am politisch unbeleckten Topmamagement vorbeizuschmuggeln.

    Wenn man sich nicht auskennt weiß man ja nicht unbedingt, dass #metoo kein Grassroots-Movement von Frauen gegen sexuelle Belästigung ist, sondern eine konzertierte PR-Aktion superreicher, privilegierter weißer überalterter Schauspielerinnen und ihrer Kumpelinen bei Zeitungen, die ihre darbende Karriere nochmal mit Aufmerksamkeit anfeuern wollen, und sich dabei als Opfer darstellen; völlig die namenlosen Opfer verhöhnend, die heute nicht berühmt sind, weil sie damals nicht die Beine breit gemacht haben.

  25. 6 gute schwarze Männer
    3 gute weiße Männer
    3 böse schwarze Männer
    56 böse weiße Männer

    Die US-Bevölkerung ist zu 63% weiß und 13% schwarz. Soviel zu Repräsentation.

    Das findet man so in den meisten SJW-Clips.

  26. Pingback: Ansprechen einer Frau als Sexismus, der nicht cool ist | Alles Evolution

  27. „Here is to rhe brave ones.
    (…)
    Because those who are brave enough to think they can save the world are the ones that usually do“

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