„Ich bin eine Frau, habe das Verhalten eines Mannes kopiert und es hat dazu geführt, dass ich gute Resultate erreicht habe“

Eine Frau sieht ein bestimmtes Verhalten bei einem männlichen Coach und plant es zu übernehmen.

Hier ihre Beschreibung des Verhaltens:

Imagine then, my puzzlement watching a leader whose monosyllabic brevity accrues such respect. Paper and pen in hand, I observed Coach Taylor, making note of his phrases. In coaching meetings he would end conversations with the sentence, “We’re not going to do that.” He responded to student concerns with “Nope. Not gonna do it” or “You’re better than this!” “Stay away from dumb, gentlemen,” and “Don’t quit.”

Actors on the receiving end of Coach Taylor’s missives usually respond quite positively and fall in step with him, appreciating his brick wall approach. At home his utterances appear even more brief: to his wife: “don’t ask me that” or “Damn I love you” and to his daughter, “If you’re wondering if he’s thinking about you, he’s not.”

Also kurz angebunden, relativ dominant und mit einer gewissen Autorität und einem hohen Selbstvertrauen.

Ihre Version:

My last name is also Taylor. Sweeping my hair uneasily into a baseball cap, I decided to try to be as “Coach Eric Taylor” as possible for two weeks. I am a five-foot-two white woman with glasses, shoulder-length hair, a wide smile and ready eye contact. I was dubious about this stunt working. Could I truly effect male power?

When students asked for alternatives to the assignment, I swallowed, paused, and said, “Not gonna happen.” They packed up and got the work done as I asked. I met a graduate student who was dragging her feet on her dissertation with, “Do you have what it takes? Then just do it.” She looked dumbfounded but turned a chapter in shortly thereafter. In a faculty meeting, a colleague ventured complex curriculum revision that I would normally have spoken at length against based on my extensive experience as a former associate chair. Instead I let people cast about with questions and concerns and then said, trying not to laugh at its simplicity, “We’re not gonna do it.” The subject was dropped.

Ein anderes Auftreten bringt ihr also auch eine andere Autorität. Was natürlich interessant für viele Fragen ist, etwa Vorhaltungen von Feministinnen, dass Männer eher mit bestimmten Verhalten durchkommen, seltener unterbrochen werden oder was auch immer. Es könnte demnach auch schlicht am Verhalten liegen.

Weiter aus dem Text:

I came to meetings late, and left early. I made jokes. Crucially, I started to meet colleagues for beers more in my faculty association, where I was a member of the council. I was one of the only women, and my status was quickly elevated to one of the power brokers and I joined the executive committee. I believe drinking beer and speaking with more jocularity helped me gain respect. Coach Taylor’s affect was effective for me at work.

Sie lässt sich also auf die anderen ein, gliedert sich ein, wird lockerer und wird akzeptiert. Das kann einen großen Unterschied machen.

Es könnte auch ein Grund sein, warum überzeugte Feministinnen in ihrer Wahrnehmung gestärkt werden, dass Frauen diskriminiert werden. Denn sie sind eben nicht locker, sie vertragen keine Witze, sie sehen in allem einen Angriff auf sich, sie wirken nicht selbstbewußt etc. Wenn sie dann die Ablehnung gegen ihre Person auf ihr Geschlecht beziehen, dann scheint sich ihr Weltbild zu bestätigen.

The same was true at home. I responded to my kids’ entreaties with, “Don’t ask me that.” I opened dinner with, “here’s how it’s gonna go” giving each person a job and no room for argument. Our household is so dialogical, I was afraid no one would fall for it, but they did. Things ran my way.

I noticed many things. I wasn’t co-operating, I was dictating, and I used a lot less energy. No one asked followup questions, there was less negotiation, and I didn’t lose time wondering if everyone was OK with the decisions. Students were more productive, and I was more effective at getting what I wanted. I will never forget that my colleagues, with PhDs and argumentation in their bones, dropped a proposal after I uttered five words. Adopting white male southern swagger was pretty darn effective for getting my way.

Wenn sie jetzt noch darüber hinwegkommt, dass es per se etwas weißes und männliches ist, dann wäre sie einen Schritt weiter. Es hat eher damit zu tun, wie wir auf Autorität reagieren, wie sich Hierarchien bilden etc.

Männern mag dies im Schnitt leichter fallen, aber es wird nicht akzeptiert, weil es männlich ist, sondern weil Hierarchien zu erkennen und zu befolgen (aber auch: unsichere Hierarchien und solche, die keinen Gehalt haben zu erkennen und weniger ernst zu nehmen) eben Teil unserer Natur ist.

So why am I not delivering TED Talks on how women can gain power by imitating white male football coaches on TV? Because this was an experiment in affect, language, demeanour and gender, and one I found deeply saddening. Being a good partner, mother, professor and citizen to me has always meant being deferential, inclusive, transparent about what I am thinking, as concrete and thoughtful as possible in explaining my decisions, and collaborative with students, family and colleagues. But these features are not often respected as signs of good leadership, and they are exhausting to perform. I won’t promote getting one’s way by force and intimidation. I won’t promote the silencing of dissent through verbal muscularity.

Aber natürlich ist es doch wieder toxische Männlichkeit. Das viele Menschen, nicht nur Männer, verschiedene Gesprächsstile erfolgreich kombinieren, Autorität wenn es sinnvoll ist, aber auch kritische Stimmen zulassen und Leute andere Meinungen haben lassen, wenn eine Frage ausdiskutiert werden muss, darauf scheint sie gar nicht zu kommen. Auch hier wird der Mittelweg oder eher das gezielte Einsetzen beider Strategien häufig der beste Weg sein.

Natürlich ist es auch okay, wenn sie sich so nicht wohlfühlt ihren eigenen Stil zu praktizieren.

Interessant ist aber, dass sie da auch zugesteht, dass so vieles produktiver war als bei ihrem Führungsstil.

Wobei es eben in dem Bereich sehr viele Führungsstile gibt: Von Autoritär und diktatorisch bis zu väterlich betreuend. Es ist schade, dass sie es so wenig von dem Geschlecht trennen kann.

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Sibel Schick „Tötet Männlichkeit“ und die Zusammenhänge von Amoktaten und unterdrückten Gefühlen

Sibel Schick schreibt auf Twitter:

Die These wäre also:

  • Männer werden zur Gewalttätigkeit erzogen
  • sie unterdrücken Gefühle und verleugnen sie
  • das führt zu Kontaktverlust zu den eigenen Gefühlen und zu Gewalttätigkeit
  • Jungen zeigen Zuneigung durch Gewalt (?)

Das alles ist Männlichkeit, die daher getötet werden muss.

Lustigerweise kombiniert sie das mit er Aufforderung, nicht zu heulen und diese Gefühle, dass man damit auch Männer an sich angreift, zu unterdrücken.

Aber auch ansonsten erscheint mir das Gerüst etwas wackelig:

Natürlich könnte man damit anfangen, dass die Erziehung von Kindern zuallererst von Frauen betrieben wird. Aber da ist ja auch nur wieder internalisierte Frauenfeindlichkeit der Frauen selbst und damit die Schuld der Gesellschaft.

Ich sehe aber auch keine Erziehung zur Gewalt. Sicherlich raufen Jungs gerne, aber eben auch nur bis zu einem gewissen Alter und auch ansonsten gibt es natürlich viele Regeln zu einem fairen Umgang und Gewalt gegen Frauen wird gesellschaftlich geächtet.

Auch Anzeichen dafür, dass der Täter Gefühle unterdrückt hat, fehlen. Eher scheint er sich mit anderen im Internet zusammengeschlossen zu haben und gejammert zu haben, dass Frauen ihn nicht mögen und das alle gemein zu ihm sind. Er scheint hier eine Menge Gefühle ausgedrückt zu haben, eben negative.

Hätte er sich gesagt:

„Sei ein Mann, arbeite an dir, bis du ein besseres Leben hast und höre auf Rumzuheulen und dich in Selbstmitleid zu verlieren, warum heulst du hier rum wie ein Mädchen, kein Wunder, dass sie dich nicht mögen“ dann wäre es „männlicher“ gewesen.

Und dieses „Tötet Männlichkeit, nicht Männer“ ist bereits an sich problematisch. Ähnlich wie Transsexuelle kann man sich nicht aussuchen, welche Geschlechterrolle man leben will.

Toronto, Incels und die unfreiwillige Enthaltsamkeit

In Toronto hat ein Fahrer einen Wagen in eine Menge gelenkt und er soll wohl hauptsächlich von einem Hass auf Frauen getrieben worden sein. Der Spiegel schreibt:

Ein unbändiger Hass auf Frauen: Ersten Hinweisen der Polizei zufolge hat dieses Motiv den mutmaßlichen Attentäter von Toronto zu seiner Amokfahrt getrieben. Nun sind zehn Menschen tot, Angaben eines Polizisten zufolge sind es „überwiegend“ Frauen – und ein Schlaglicht fällt auf eine zutiefst frauenfeindliche, von Gewaltfantasien beherrschte Nische des Internets, die immer schwerer zu ignorieren ist.

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Genährt worden sein könnte der Frauenhass des 25-jährigen Alek M. wohl durch Misogynie – die Frauenfeindlichkeit – in einschlägigen Internetforen, beispielsweise auf Reddit. Auf der Onlineplattform tauschen sich Nutzer in vielen Unterforen, sogenannten Subreddits, über alle erdenklichen Themen in langen Kommentarspalten aus. Einige Mitglieder der Plattform kultivieren dort seit mehreren Jahren eine von Verachtung für Frauen geprägte Haltung.

Wenn er tatsächlich Frauen umbringen wollte, weil er sich abgelehnt fühlte und einen Frauenhass entwickelt hat, dann  ist er wirklich ein Idiot, der sich in eine fürchterliche Ideologie hineingesteigert hat. Er wäre auch ein gutes Beispiel dafür, was eine Gruppenbildung und die einseitige Verteufelung einer als Feind wahrgenommenen Gruppe, letztendlich also eine Identitätspolitik alles bewirken kann.

Man entmenschlicht die andere Gruppe und macht sie alleine für alles verantwortlich.

Im Spiegelartikel heißt es weiter:

„Incel“ ist die Abkürzung für den englischen Ausdruck „involuntary celibacy“, auf Deutsch bedeutet das „unfreiwillige Enthaltsamkeit“. Heute dient der Begriff einer Gruppe von Männern, die Frauen verachten, als Definition ihres Daseins und wird von ihnen als identitätsstiftender Kampfbegriff im Internet verwendet.

Unfreiwillige Enthaltsamkeit, also Männer, die bei Frauen nicht ankamen und von ihnen abgelehnt worden sind und wahrscheinlich in vielen Fällen den Grund nicht verstanden. Und bei denen das Ganze dann teilweise in Hass umgeschlagen ist.

In dem Bereich der „abgelehnten Männer“ im weiteren Sinne gibt es ein breites Feld an Bewegungen. Etwa könnte man zum Teil MGTOWs hier einordnen, da viele dort eben auch ihren Platz finden, die keinen Erfolg bei Frauen haben, wenn auch andere Teile der Bewegung schlicht das Risiko zu groß finden oder sich aus anderen Gründen dagegen entschieden haben, sich auf Frauen einzulassen. Andere wären die männlichen „Absoluten Beginner“, also Männer, die gerne etwas mit Frauen hätten, aber das „erste Mal“ trotz entsprechender Bemühungen nicht erreichen.

Auch Elliot Rodger, einen anderen Amokläufer, der insbesondere Frauen bestrafen wollte, wird man da irgendwie zuordnen können, vielleicht als „Incel“, was bei ihm Überschneidungen zur „Anti-Pickup-Szene“ hatte.

Im Spiegelartikel heißt es weiter:

Von den vielen Frauenhassern, denen man online begegnen kann, zählen die Incels mit zu den schlimmsten. Das beschreibt auch die Autorin und Wissenschaftlerin Angela Nagle in ihrem Buch über Online-Subkulturen „Kill all Normies“. Der Titel ihres Buchs ist an Incel-Sprech angelehnt, „Normies“ ist eine ihrer abfälligen Bezeichnung für andere Menschen.

„Schlampen (alle Frauen) können keine Incels sein.“

Wer verstehen will, woher die Incel-Bewegung kommt, muss einige Jahre zurückgehen und tief in die Nischen des Internets blicken, etwa auf Unterforen von Reddit oder der Seite 4chan. Während das notorische Subreddit r/Incels mittlerweile von der Plattform verbannt wurde, gibt es etliche Nachahmer-Unterforen.

So wird die Amokfahrt von Toronto etwa auf /r/Braincels diskutiert, in einem Beitrag heißt es: „Schlampen (alle Frauen) können keine Incels sein.“

Natürlich wird auch dies direkt wieder an vielen Stellen in die klassischen feministischen Theorien eingeordnet, etwa die „Toxische Männlichkeit“:

Das ist eben eine sehr eindimensionale Betrachtung, denn die meisten Männern fahren keine Frauen um. Und natürlich reagieren auch Frauen auf Ablehnung. Der Kampf dagegen stehlt ein wesentliches Element für viele Feministen da.

Ich habe nichts dagegen, wenn sie die Gruppe der „Incels“ oder deren radikaleren Flügel, wenn es da auch gemäßigte gibt, angreift. Ich kann mir gut vorstellen, dass es da einige Foren etc gibt, die vor Frauenhass triefen.

Mein Gefühl sagt mir, dass sie aber als Gruppe hier eher „Männer“ ansieht.

Ich hätte kein Problem damit extreme Flügel von Männern zu verurteilen. Wenn ich sie auch keineswegs mit jemanden vergleichen möchte, der Frauen überfährt, dann habe ich beispielsweise Kritik an dem Gelben Forum geäußert.

Dennoch kann man sich natürlich davon distanzieren und darstellen, dass man ja auch ganz andere Theorien vertritt, die damit nichts zu tun haben. Leider wird da schnell  alles in einen Topf geworfen

Meiner Meinung nach ist der Hass dort schlicht aus der Frustation der Ablehnung und des eigenen Versagens geboren. Das hat wenig mit Männlichkeit zu tun, auch Frauen kennen diesen Frust sehr gut. Bei Männern mag er eher zu einem Handeln über Gewalt führen, aber Männer handeln allgemein eher direkt als Frauen. Das hat den Vorteil, dass sie sich in anderen Bereichen vielleicht eher in einen Wettbewerb stürzen und tolle Produkte erfinden oder unternehmen aufbauen und leider auch eher solche Aktionen durchführen, um sich zu beweisen.

Was aber bringt es nun, wenn man einem solchen Menschen, der sich beständig abgelehnt fühlt, den Frauen nicht wahrnehmen, egal, wie er sich angestrengt hat, vorhält, dass er toxische Männlichkeit lebt und seinen Privilegien entsagen soll? Oder wenn er ansonsten mit Theorien konfrontiert, die angeben, dass Männer alle Unterdrücken, die Bösen sind, es ihnen überall besser geht und sie davon eben lassen sollen?

Man richtet einen gefallenen Menschen nicht auf indem man ihm sagt, dass seine Gruppe schlecht ist und er ebenso. Der Feminismus hat keine positive Botschaft für Männer wie ihn.

Und meine Vermutung ist: Die gleichen Männern haben auch einen Hass auf die Männer, die besser bei Frauen ankommen. Die Coolen, die Gutaussehenden, die Alphamänner, die ebenso auf sie herabsehen. Sie sind häufig bereits eher „Beta“ und es frustriert sie gerade, dass sie damit nicht bei Frauen ankommen, während es die Alphamänner schaffen. Sie sehen sich als Underdogs, die es gerade verdient hätten, statt der anderen. Und sie werfen den Frauen vor, auf toxische Männlichkeit zu stehen und nicht auf Leute wie sie. „Seid nicht so männlich und gebt eure Privilegien ab“ muss ihnen dann wie Hohn vorkommen, wenn sie das Gefühl haben, dass die meisten Frauen sie verachten und für minderwertig oder jedenfalls nicht gut genug halten.

Weitaus eher würde jemand wie Jordan Peterson vielleicht etwas erreichen können, indem er eine Botschaft der eigenen Verbesserung bringt: Fange an, dein Leben in Ordnung zu bringen, suche die Schuld nicht bei anderen, räume dein Zimmer auf.

 

„Toxische Männlichkeit“ ist selbst ein toxisches Konzept

Passend zum Nikolaus geht es um das Konzept der „toxischen Männlichkeit“, also dem Grund, warum Männer nach den feministischen Theorien heute allenfalls eine Rute im Stiefel gehabt haben sollten.

Ein interessanter Artikel erläutert , warum „Toxische Männlichkeit“ als Konzept nicht überzeugt:

Whether or not you accept the concept of “toxic masculinity,” it obviously refers to something real. Men, after all, are arrested for almost 75 percent of all crimes and 90 percent of violent crimes. The vast majority of murders and rapists are male. And as many feminists have pointed out, with only rare exceptions such as (half of) San Bernardino, mass shooters are male, too.

Between the bookends of the horrific mass shootings by Stephen Paddock in Las Vegas and Devin Kelley Harris at a Baptist church is Texas, we’ve had a flurry of sexual harassment, assault and rape accusations leveled against high profile men in Hollywood, the media and government such as Harvey Weinstein, James Toback, Kevin Spacey and many others.

It would seem that “toxic masculinity” is out in force.

Das alte Prinzip: Viele schlechte Taten werden von Männern getätigt, aber die wenigsten Männer begehen schlechte Taten.

Und: Frauen machen häufig andere Sachen oder sind generell sehr passiv, im Guten und im Schlechten.

Interessant aber die nächste Frage:

But shouldn’t the concept of “toxic masculinity” should be opposed by something on the other side? Namely, something good. For example, in between the Paddock shooting and the Weinstein scandal, the Nobel Prizes were announced. Nine prizes in science were awarded, nine men won.

As of 2015, men had won 825 of the 871 Nobel Prizes since 1901, or 94.7 percent. In physics, the ratio is 199 to 2. Yes, there have obviously been institutional barriers for women in the past, but all such barriers have been removed. While discrimination may still play a roll, the Cornell University study shows that, in STEM fields, women’s resumes were preferred over identical male ones by a ratio of two to one.

In der Tat kann man auch einen Großteil der modernen Errungenschaften Männern zuordnen, sie erwirtschaften einen Großteil der Gelder, zahlen die meisten Steuern, entwicklen die meisten neuen Produkte, gründen die meisten Gesellschaften etc

As one might expect, feminists berated the Nobel Prizes as being “sexist.” This highlights the problem. While it is not a contradiction per se, it does seem that the prism through which feminists view the world mandates that men are somehow bad no matter what. If men do something bad, they have “toxic masculinity.” If they do something good, that simply proves that men are discriminating against women as there’s no way men could do something better than women without oppressing them.

Es wäre mal ein interessantes Konzept: Eine Gruppe von Feministinnen führt an, wie sich Männer benehmen sollen, damit sie nicht toxisch handeln, dann gibt man diese Liste anderen Feministinnen mit dem Hinweis, dass sie darlegen sollen, warum das Verhalten doch schlecht ist. Es wäre interessant, was dabei heraus kommt und wie lange man das machen kann.

However, there are other, more convincing explanations for men’s disproportionate share of Nobel prizes than discrimination. For example, women tend to value status and wealth in a mate more than men (who are even more superficial in this regard), giving men a greater incentive to strive for achievement. Women are more likely to drop out of the workforce when they have a child than men are, which makes it difficult for women to reach the upper echelons of achievement.

Regardless, one would think that winning Nobel Prizes and moving humanity forward would be a credit in men’s collective account. Therefore, in so far as “toxic masculinity” is a useful concept at all, it should be seen as a negation. A negation of “positive masculinity,” or some other term like that which would signify the positive characteristics that good men hold and that we should teach boys and men to aspire to.

So what is that term?

Is it “positive masculinity” or “healthy masculinity” or just “good masculinity?” What is it?

Es hätte was, wenn im modernen Feminismus ein solches Konzept aufgestellt werden würde. Aber dort gilt eher: Gutes Verhalten ist lediglich Ausdruck eines Privilegs oder eben eine Selbstverständlichkeit (es gibt keine Kekse für gutes Verhalten)

While you can find these terms used from time to time, as well as awkward, academic nonsense-phrases such as “a positive reconstruction of what masculine identity should pertain to espouse,” there appears to be no agreed upon term for this incredibly simple concept.

Jezebel is one of the most popular feminist websites online, so I decided to search for these various phrases on its site. Here are the results as of this writing:

Toxic Masculinity: 871

Positive Masculinity: 1

Good Masculinity: 0

Healthy Masculinity: 2

Das ist doch mal eine interessante Statistik. Auch gut ist die nähere Aufschlüsselung:

The only article that came up under “positive masculinity” was an article titled “Monday Morning Misandry.” The article is just one paragraph and links to a Medium article titled “Men, Get on Board with Misandry” by Jess Zimmerman. The subtitle reads: “Believe it or not, the man-hating movement loves you and needs your help. Here’s why.”

In this confused, mess of an article, Zimmerman describes how men should hate men, not because men are evil, but because the “concept of masculinity” is evil and needs to be “taken out and shot.”

The term “positive masculinity” does not appear in Zimmerman’s article. It shows up in a comment by ModestMoussourgsky in the article on Jezebel that linked to Zimmerman’s piece. It notes that “One of the reasons a lot of guys [get] upset with the term ‘toxic masculinity’ is that it’s so rarely contrasted with positive masculinity.” Good point, ModestMoussourgsky.

Also wären die Artikel, in denen etwas positives auftaucht letztendlich nicht positiv. Im wesentlichen schreibt man dort nur negatives über Männer und Männlichkeit.

This highlights the critical failing of the concept of “toxic masculinity.” Other than the relatively small group of radical feminists who see men as some sort of subhuman, genetic mistake, most feminists see men as otherwise decent people who have been infected by the dreaded patriarchy. In other words, feminists see men and women as effectively the same (when not talking about how there are 57 different genders, of course), it’s just that evil patriarchy thing that causes men to be so terrible and oppress women so much.

So, for example, this year Hollywood provided us with The Battle of the Sexes which depicts how in 1973, the 30-year old Billy Jean King proved women are just as good at sports by beating the 55-year old Bobby Riggs in tennis. You’ll find countless articles on the “myth” of the male and female brain, like this one. (Despite a mountainofevidenceto the contrary.) James Damore was pretty much fired from Google for merely suggesting such differences in an internal memo just as Larry Summers was forced to resign from Harvard some years ago for a similar “infraction.” And of course, you’ll also see plenty of action movies with 115-pound petite women beating the daylights out of some muscular, 250-pound man.

Everything must not just be equal, but the same. We must have the same number of male and female politicians, scientists and CEO’s (but not inmates, of course). Norway even introduced a quota that 40 percent of company directors must be female.

Es ist schon erstaunlich, dieses Patriarchat. Es wird eher stärker in offeneren und wohlhabenderen Gesellschaften, es funktioniert ohne wirkliche Organisation, es findet sich in allen Völkern der Erde und Frauen können trotz einer Mehrheit in einer Demokratie bei freien geheimen Wahlen nichts dagegen tun.

Therefore, if feminists generally believe men and women are effectively the same biologically and that men are infected with “toxic masculinity,” then the answer to the question I opened this article with is self-evident: There is no such thing as “positive masculinity.

Und das ist in der Tat das einfache Argument, welches im Feminismus jedes Hinterfragen von Gründen für Ungleichheit ersetzt. Es ist in seiner Einfachheit vergleichbar damit, dass man eine Person als Hexe ausfindig macht, wenn die Ernte schlecht ist, statt zu ermitteln, warum diese schlecht war. „Der Böse Blick“ ist dann das Gegenstück zur „Toxischen Männlichkeit“. Beide bleiben aus den gleichen Gründen auch vollkommen vage.

It would appear that androgyny is the goal. Indeed, one feminist professor laid this out neatly, noting that “the problem is not toxic masculinity; it’s that masculinity is toxic.”

This, unfortunately, does not seem to be a particularly unusual sentiment.

Yet, as noted above, men and women are not the same and men do plenty of great things that should be lauded. And such achievements should not be taken as further proof of male malevolence. In addition, women are by no means incapable of being “toxic.” For example, there is a wide array of studies showing that domestic violence is committed by men and women in roughly similar proportions, although women are hurt more often. Furthermore, the worst forms of so-called “toxic masculinity” are found in places where there are few if any good male role models, such as fatherless homes in poor and crime-infested areas.

Masculinity should be seen as a positive thing in and of itself and men should be lauded for meeting a certain ideal and condemned when failing to do so. Some men will be more feminine (as some women will be more masculine) and that’s fine. No broad category can apply to all. But “toxic masculinity” only takes one side into account. Men should not just be diagnosed as “toxic” because they aren’t androgynous.

Es ist eben einer der anziehenden Punkte des modernen Feminismus, dass er eine so einfache Schuldzuweisung ermöglicht. Die Behauptung, dass es eben die toxische Männlichkeit ist, ersetzt den Beweis, weil es gar nichts anderes sein kann. Die Verantwortung wird insofern komplett abgegeben, die Männer sollen sich eben besseren. Die Frau kann sich exkulpieren, der männliche Feminist kann Besserung geloben.

The longingness to strive, create, build and innovate while tempered by courage, wisdom and kindness would make for a solid description of such “positive masculinity.” Of course, this isn’t all or nothing. Women can have those traits too. But that description would certainly make for a positive conception of masculinity that we should uphold as an ideal for boys and men to aspire to.

Es wäre schon eine erhebliche Verbesserung, aber es würde den Feminismus in seiner heutigen Form eben um sein einfaches Weltbild, die Einteilung in Gut und Böse bringen.

 

 

Wie können sich Männer überhaupt von „toxischer Männlichkeit“ distanzieren?

Schoppe kommentierte zum Fall Weinstein:

Tatsächlich könnten solche Typen wie Weinstein – einmal vorausgesetzt, die Vorwürfe bewahrheiten sich, was ja kaum jemand bezweifelt – nur dann wirkungsvoll eingehegt werden, wenn Menschen rundweg bei der Aufrechterhaltung ziviler Standards zusammenhalten würden. Frauen sind dabei auf die Kooperation von Männern angewiesen, aber Männer auch auf die Kooperation von Frauen: Wie sollten sich Männer denn wirkungsvoll von einem Typen wie Weinstein distanzieren können, wenn gleichzeitig von feministisch inspirierten Frauen beständig verkündet wird, in Weinsteins Verhalten würde sich lediglich die ganz allgemeine „toxische Männlichkeit“ ausdrücken.

Denn tatsächlich glaube ich, dass der Großteil der Männer ein Verhalten wie das von Weinstein scharf ablehnt. Feministinnen hingegen unterlaufen und negieren diese Ablehnung, wenn sie Weinstein lediglich als besondere Ausprägung eines typischen männlichen Verhaltens hinstellen.

In der Tat ist „Toxische Männlichkeit“ eher daraus ausgerichtet, dass man einen Sündenbock hat. Alles ist sexistisch und alles kann ein Ausdruck toxischer Männlichkeit sein, sogar das man sich gegen eine solche ausspricht, denn damit sahnt man nur Aufmerksamkeit ab, die eigentlich Frauen zusteht, die das schon immer gesagt haben.

In der feministischen Theorie gibt es kein „Genug“, kein „Jetzt wollen wir es mal nicht übertreiben“. Alles männliche Verhalten ist schlecht und führt zu Weinstein. Wer das Binnen-I nicht würdigt hat quasi selbst Frauen belästigt.

Wer tatsächlich Verbündete haben wollte, der müsste anders auftreten. Wer nur einen Sündenbock will, ein Feindbild, auf das er seine Sorgen und seine Wut projizieren kann, der macht hingegen alles richtig. Da ist es gut, wenn das Ideal nicht zu erreichen ist. Da ist es gut, wenn man immer mehr fordern kann.

Der moderne Feminismus braucht sein Feindbild dringender als Verbündete.