Warum weiße Menschen böse sind

Ronin stellt die Grundlagen der Überzeugung, dass es die weißen Menschen, insbesondere der weiße Mann sind, die für das Übel dieser Welt verantwortlich sind:

1. Alles menschliche Verhalten ist allein durch die Kultur bestimmt, Umwelteinflüsse spielen keine Rolle (woher die Kultur kommt, darf nicht gefragt werden).

2. Weiße heterosexuelle Männer haben eine bösartige, aggressive Kultur und daher den Drang, andere Völker zu kolonisieren und auszubeuten.

3. Alle anderen haben friedfertige Kulturen und sind daher gegenüber den WHM im Nachteil.

Ich würde vielleicht noch ergänzen

4. Sollten sich in nichtweißen Kulturen Anzeichen für das Gegenteil finden lassen, dann gehen diese auf die Kolonisierung und Ausbeutung zurück

Grundlage ist natürlich auch hier die intersektionale Theorie in der im Feminismus praktizierten Form, also mit einer Einteilung in strikte Gruppen, von denen eine absolut gut (in dieser Kategorie) und die andere absolut schlecht (in dieser Kategorie) ist. Da der weiße, heterosexuelle Mann die meisten Kriterien der schlechten Gruppen erfüllt muss er auch für das Leid der anderen verantwortlich sein.

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68 Gedanken zu “Warum weiße Menschen böse sind

  1. Argumentations-Niveau-Limbo kann ich auch:
    Da alle weißen Männer von weißen Frauen geboren werden, könnten die ja alles verhindern indem sie abtreiben oder ihre Babies nach der Geburt erwürgen. Machen die aber nicht, also sind die an allem schuld.

    Wer kann noch tiefer?

      • Und das wo männer es doch schon seit der Aufklärung runterbeten:
        „Die Vorwürfe beginnen etwa um 1765. Im Jahre 1779 weiß der schottische Aufklärer William Alexander bereits: »Der Mann ohne weibliche Begleitung ist ein gefährliches Tier der Gesellschaft.«

        Kurz darauf sieht der deutsche Bildungsreformer Wilhelm von Humboldt in naturaler Männlichkeit nichts als »Härte und Gewaltthätigkeit«, nur »Einseitigkeit« und »Mangel«, was ihn zur Schlussfolgerung verleitet: dass »sich der Mann von seinem Geschlecht lossagen und sich dem Weiblichen nähern müsse, um wahrer Mensch zu werden«. Die SPD hat von ihm gelernt. “
        Die Zeit, Das verteufelte Geschlecht (http://www.zeit.de/2012/16/DOS-Maenner/komplettansicht)

  2. Tja, wenn an alle Völkermorde zusamenzählt und auswertet, steht an erster Stelle mit etwas über 300 Mio. Opfern die islamische Ideologie.
    An zweiter Stelle steht der Kommunisus/Sozialismus mit etwa 70 Mio Toten.
    Dann kommt Großbritannien, dann Amerika, dann Hitler (wenn alles, was ihm in die Schuhe geschoben wird , so stimmt. Katyn z:B. ist ja aufgeklärt)
    Die eine Woche in den 80ern bei den Hutus, wo mal eben um die 700000 umkamen sollten wir nicht vergessen.
    Global gesehen sind die Weissen eine Minderheit.
    Es ist noch nie in der Weltgeschichte von einem Volk, einer ethnischen Gruppe verlangt worden, sich selbst abzuschaffen, nur weil einige ihrer Vorfahren Krieg führten. Vor allem, wenn andere auch Krieg führten. Kriege können aufgezwungen werden. Denkt mal an Saddam. Es gab nichts, was der Mann hätte tun können um den Krieg zu verhindern. Er war gewollt und man ließ nicht zu, daß er irgendwas dagegen tun könnte. Und das war schön öfter so. Und die Opfer die seitdem im Irak zu beklagen sind, sind 100fach höher als Saddams notwendigerweise strenge Herrschaft angerichtet hat.

    Solche Aussagen sollte an nur mit genauester und unvoreingenommener Kenntnis von Geschichte treffen. Solange das Weltbild von Ideologie und Hollywoodfilmen geprägt ist, kann man nicht invoreingenommen sein und verdrängt unliebsame Tatsachen. Und genau das ist hier auch geschehen.

    • @Gereon

      Du hast dich hier verschrieben:

      „Tja, wenn an alle Völkermorde zusamenzählt und auswertet, steht an erster Stelle mit etwas über 300 Mio. Opfern die Aliens.“

      weil hier auch steht:

      „An zweiter Stelle stehen die Aliens mit etwa 70 Mio Toten.“

      Gruß crumar

      • Muss an meiner angeschlagenen Tastatur liegen. Die tausche ich nächste Woche endgültig aus.
        Ich dachte mir doch schon beim Schreiben, das nicht sein kann, was nicht sein darf.

        Gruß vom Hippie-Nazi Gereon

        • Nee, jetzt mal im Ernst: Ich denke, das Problem mit Deinen Hochrechnungen ist die Unschärfe solcher Angaben.

          Nehmen wir mal das Beispiel Kommunismus: Nach meinen Informationen gibt es folgende Opfer-Größen: Unter Stalin ca. 35 Mio Tote, unter Mao ca. 70 bis 75 Mio Tote. Andere Fälle – z. B. die Opfer der Roten Kmehr – lassen wir jetzt mal beiseite.

          Das Problem dabei: Wir wissen in vielen Fällen gar nicht, was diese Opfer mit dem Kommunismus – oder dem Islam oder … – zu tun haben. Z. B. gab es unter Stalin viele Opfer im Süden Russlands, als die südlichen Soviet-Republiken erobert und einverleibt wurden.

          Doch was hat diese Vernichtung mit dem Kommunismus zu tun? Die Eroberung und Niederwerfung war einfach imperialistische Machtpolitik, sowas hätte in einem marktwirtschaftlichen System genau so passieren können.

          Etwas Ähnliches gilt für Stalins „Säuberungen“ in den 1930er Jahren. Sowas hätte auch ein Franco oder Pinochet in Chile oder Spanien durchziehen können.

          Ähnlich bei vielen Kampagnen Maos, z. B. dem „Großen Sprung nach vorn“. Was hatte der mit dem Kommunismus zu tun? Es ging ja einfach um eine gewaltsame Industrialisierung Chinas, zudem um den Ausbau der Machtposition Maos (ich vereinfache hier stark). Sowas könnte genau so gut irgendein afrikanischer Despot unter der vertrauensvollen Führung der USA veranstalten.

          Darum, denke ich, kann man eben nicht so einfach hochrechnen: Unter dem Kommunismus gab es insgesamt X Mio unschuldige Opfer, unter dem Islam (der Marktwirtschaft, was auch immer …) gab es insgesamt Y Mio unschuldige Opfer. Also ist der Kommunismus (Islam, was auch immer …) in dieser Hinsicht schlimmer als der Islam (Kommunismus, Marktwirtschaft …).

          Es ist nun mal, wie es häufig ist: kompliziert 😉

        • @Gereon

          „Die Größe der Weltbevölkerung vor 2000 Jahren wird auf 170 bis 400 Millionen geschätzt, die UNO geht von 300 Mio. aus. Das Römische Reich soll zu Beginn unserer Zeitrechnung 57 Mio. Menschen gezählt haben, das Chinesische Reich 75 Mio. Einwohner.“

          So weit, so einverstanden?

          „Vor 1000 Jahren lebten 250 bis 350 Mio. Menschen, die UNO nimmt 310 Mio. an.“

          D.h. zur Zeit, als der Islam bereits ca. 400 (in Worten: vierhundert) Jahre alt war, lebten weltweit – in Worten WELTWEIT ca. 300 Millionen Menschen.
          Habe ich da die Ausrottung der Menschheit etwa verschlafen?

          „Nach diesem Stillstand der Bevölkerungsentwicklung im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung begann das Wachstum im Hochmittelalter erneut, erlitt im Spätmittelalter jedoch Einbrüche durch Pest, Pocken und andere Seuchen.“

          Wikipedia: Weltbevölkerung

          Schauen wir mal bei „Pest“.
          Shall we?

          „Als Schwarzer Tod wird die große europäische Pandemie von 1347 bis 1353 bezeichnet, die geschätzte 25 Millionen Todesopfer – ein Drittel der damaligen europäischen Bevölkerung – forderte.“

          D.h. im Jahre 1347 war die Bevölkerung von GANZ Europa 75 Millionen Menschen.
          Der Islam war zu dieser Zeit (gerechnet ab dem Jahr 622) bereits 725 Jahre alt – ein rüstiges Alter.

          Er hätte doch jetzt antreten müssen, um wenigstens den restlichen 50 Millionen den Rest zu geben.
          Denn irgendwann hätte „der Islam“ für DREIHUNDERT Millionen Opfer im Jahr 2017 wenigstens klein anfangen sollen?!
          1519/1520 grassierten die Pocken in Mexiko – man schätzt 5-8 Millionen Tote und kein Islam in der Nähe.
          https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Epidemien_und_Pandemien

          Deine Zahlen sind also absurd.

          Gruß crumar

        • @Jochen Schmidt

          Aber ich prangere hier z.B. die Opfer der kapitalistischen Kartoffelfäule an.

          „Infolge der Hungersnot starben eine Million Menschen, etwa zwölf Prozent der irischen Bevölkerung. Zwei Millionen Iren gelang die Auswanderung.“
          https://de.wikipedia.org/wiki/Große_Hungersnot_in_Irland

          Meine persönliche Verschwörungstheorie hat wenigstens Substanz:

          „Der Nachteil der Abhängigkeit von der Kartoffel war, dass diese, typisch für durchgehenden monokulturellen Anbau, anfällig für Krankheiten wurde. Da sich der Boden nicht durch abwechselnden Anbau anderer Feldfrüchte erholen konnte, hatten es kartoffelspezialisierte Krankheitserreger leicht, sich mehr und mehr im Boden zu verteilen und diesen zu durchseuchen. Bereits vor 1845 hatte es in Irland immer wieder (häufig lokal begrenzte) Ernteausfälle und Hungersnöte gegeben, so etwa eine Hungersnot vergleichbaren Ausmaßes 1740–1741. Zwischen 1816 und 1842 gab es 14 Kartoffel-Missernten. Der Grund für diese Serie dürfte vor allem auf den Ausbruch des Vulkans Tambora zurückzuführen sein, der weltweit das Klima beeinflusste, so dass das Jahr 1816 sogar als das Jahr ohne Sommer in die Geschichte einging. Der Dauerregen vernichtete den sandigen luftigen trockenen Boden, den die Kartoffel braucht, um optimal zu gedeihen, schwemmte die Krankheitserreger überall hin und schuf damit den optimalen Rahmen für die nachfolgende Katastrophe.“

          Ich möchte hier „Vulkanausbruch“ als von Menschen gemachte ökonomische Krise dekonstruieren und „Kartoffelfäule“ als „Kapitalismus“.
          Denn ebenso wird verfahren mit der Hungersnot in der Ukraine 1933, die es immerhin schon zum „Holodomor“ gebracht hat.

          „Der Holodomor begann mit einer schweren Dürre im Winter und Frühjahr 1931/1932 und dauerte bis Juli 1933. Trotz des Hungers der Landbevölkerung erhöhten die Parteikader die Abgabenquote auf 44 Prozent. Während im Jahr 1931 noch 7,2 Millionen Tonnen Getreide in der Ukraine requiriert wurden, sank dieser Wert trotzdem auf 4,3 Millionen Tonnen im Jahr 1932. Das Getreide wurde größtenteils zur Devisenbeschaffung am Weltmarkt verkauft. Die Einnahmen wurden zur Industrialisierung der sowjetischen Wirtschaft benötigt.“

          „Schwere Dürre“ möchte ich hier dekonstruieren und verstanden wissen als „stalinistischen Terror“.

          Deshalb: „Die Iren erlebten zu ihrer großen Verbitterung, dass große Mengen an Nahrungsmitteln von Irland nach England verbracht wurden, während viele Menschen in Irland verhungerten. Die meiste Zeit der fünfjährigen Hungerperiode hindurch war Irland ein Nettoexporteur für Nahrungsmittel.“

          kann dies – unter strikt liberaler Sichtweise – wesentlich unbedenklicher sein, als das, was diese üblen Bolschewiki taten, nämlich, das „Getreide wurde größtenteils zur Devisenbeschaffung am Weltmarkt verkauft. Die Einnahmen wurden zur Industrialisierung der sowjetischen Wirtschaft benötigt“.

          Ganz schlimm.

          Hingegen der Kapitalismus wieder Vorreiter an Humanität:

          „Im Herbst 1846 war nicht nur die Kartoffelernte, sondern aufgrund des ungünstigen Wetters auch die Weizen- und Haferernte betroffen. Dennoch mussten die irischen Pächter weiterhin die volle Pacht aufbringen und hierzu Getreide und tierische Produkte verkaufen, die nach England exportiert wurden. Angeblich lagen für jedes Schiff, das Nahrungsmittel nach Irland brachte, mehrere Schiffe im Hafen, die Nahrungsmittel ausführten. Pächter, die die Pacht nicht aufbringen konnten, wurden von Haus und Hof vertrieben (oft wurden die Häuser dabei als Strafe abgebrannt) und verloren damit jegliche Lebensgrundlage. Dies widerfuhr Zehntausenden; ein berüchtigtes Beispiel hierfür ist der Ballinglass Incident.

          Von Seiten der Regierung gab es gemäß dem englischen Armengesetz („Poor Law“), das 1838 auch in Irland eingeführt worden war, keine direkte finanzielle oder materielle Unterstützung an die Hungernden. Hilfe war nach dem Armengesetz einzig in den gefängnisähnlichen Armenhäusern („workhouse“) vorgesehen, die wiederum mit Absicht möglichst abschreckend eingerichtet waren.

          Dahinter stand die Absicht, eine Abhängigkeit von staatlicher Unterstützung zu verhindern und stattdessen auf die Eigeninitiative der Betroffenen zu setzen. Im Jahr 1847 war das Armengesetz dahingehend geändert worden, dass der irische Landesteil die irischen Armenhäuser selbst finanzieren musste. Die stark ansteigende Zahl der Hilfebedürftigen brachte das System an seine Grenzen. Die Insassen konnten nur unzureichend ernährt werden, mussten aber harte körperliche Arbeit verrichten. Zudem waren die hygienischen Bedingungen katastrophal, es entwickelten sich Seuchen.

          Im März 1847 kam es in den Arbeitshäusern zu einer Todesrate von 2,4 Prozent der Insassen pro Woche, die im April 1847 auf 4,3 Prozent anstieg.“

          Das sind erkleckliche 9,6% der Insassen PRO MONAT, die auf 17,2% der Insassen PRO MONAT anstieg.
          Und keiner nannte das Gulag!
          Und es war Stalin noch gar nicht geboren.

          Kurz: Geschichte aus der Perspektive von „body count“ ist zwar immer eklig, aber erhellend, welche Argumentationen sich bis heute gehalten haben, oder?!

          Gruß crumar

        • @ crumar

          Meta-Humor?

          Sorry – versteh‘ ich nicht. Bin irgendwie so ein verstockter Typ …

          Wie auch immer – zu *Deinem* obigen Kommentar hab‘ ich gar nichts geschrieben. Mein Text oben bezog sich allein auf Gereons Bilanz („Tja, wenn man alle Völkermorde zusammenzählt …“) sowie seinen späteren „Nazi“-Kommentar, daß „nicht sein kann, was nicht sein darf“.

        • @ Crumar

          Ich weiss nicht, aber es ist z.B. kaum umstritten, dass die islamische Eroberung von Indien irgendetwas zwischen 30-80, Millionen Todesopfer gefordert hat. (Nur Timur alleine kam schon auf 17 Millionen, ergo 5% https://en.wikipedia.org/wiki/Timur)

          Siehe auch :

          https://en.wikipedia.org/wiki/Persecution_of_Hindus#During_Islamic_rule_of_the_Indian_sub-continent

          https://en.wikipedia.org/wiki/Muslim_conquests_of_the_Indian_subcontinent

          Selbst wenn man einen Teil davon als „westliche“ Propaganda einstuft; zusammen mit Dschingis, der Eroberung und Versklavung weiter Teile von Afrika, Kriegen zwischen Muslimen selber (Mameluken vs ottomanisches Reich etc, etc ad absurdum) und der Auslöschung von Byzanz, dem Konflikt mit Europa und den aktuellen Kriegen, kommst du sicher ohne Probleme auf weit über 100 Millionen mit einer konservativen Schätzung.

        • @Jochen Schmidt @toxicvanguard

          Das ist in der Tat „Meta-Humor“; auch Sarkasmus genannt.

          Denn was seitens der SJW an Geschichtsfälschung und -verdrehung verbreitet wird, ist einfach sagenhaft.
          Das Problem ist, ihre Gegner gehen da auch nicht besser vor.

          Hier wurden bereits genügend Beispiele genannt: Dschingis Khan war definitiv nicht weiß.
          Und wenn man ein wenig moderner wird, findet man zum Beispiel:

          „Als Barbareskenstaaten wurden vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert die Staaten in der als Barbarei bezeichneten Region, namentlich das Sultanat Marokko und die osmanischen Regentschaften Algier, Tunis und Tripolis, bezeichnet. Haupteinnahmequelle der Barbareskenstaaten war die Kaperei und damit einhergehend Menschenraub, Sklavenhandel und Lösegelderpressung, weshalb diese Staaten auch als Piraten- oder Seeräuberstaaten bezeichnet wurden. Modernen Schätzungen zufolge wurden in den Barbareskenstaaten zwischen 1530 und 1780 etwa 1,25 Millionen Menschen versklavt, die meisten davon durch Raubzüge an den Küsten Italiens, Spaniens und Portugals.“

          Wikipedia: Barbareskenstaat

          D.h. diejenigen, die *versklavten*, waren eher dunkelhäutig und die Sklaven mit großer Wahrscheinlichkeit hellhäutig.
          Dass es „nur“ 1,25 Millionen waren, liegt an den logistischen Einschränkungen der damaligen Zeit, nicht am fehlenden Willen.

          Man kann die Geschichte der geschichtlich „weißen Dominanz“ nur schreiben, wenn man beide Augen zudrückt.

          Toxicvanguard liefert mit der „Auslöschung von Byzanz“ aber ein gutes Beispiel für die Schwächen der Argumentation der anderen Seite.

          Konstantinopel wurde seit dem 7. Jahrhundert 16 mal belagert.
          Unter anderem drei Mal durch die Waräger – das waren jedoch Skandinavier.
          Das erste Mal *erobert* und geplündert 1204 – von den Kreuzfahrern, also durch andere Christen.
          In der Nachfolge wurde Byzanz bereits in drei Teile aufgeteilt und ich frage ganz ernsthaft in die Runde, warum dies nicht als Datum der „Auslöschung von Byzanz“ gehandhabt wird.

          Weil das eine Aufteilung war, die von Christen vorgenommen worden ist?

          Der auch genannte Timur – ein Muslim – wiederum bereitete dem osmanischen Reich (muslimisch) ein verheerende militärische Niederlage:

          „In der Schlacht bei Ankara (auch Schlacht bei Angora; türkisch Ankara Muharebesi) vom 20. Juli 1402 besiegte die von Tamerlan geführte turko-mongolische Armee die des osmanischen Sultans Bayezid I. In dieser Schlacht wurde den osmanischen Truppen eine der schwersten Niederlagen der Geschichte zugefügt. Dabei geriet der Osmanensultan in Gefangenschaft, wo er 1403 verstarb. Das Osmanenreich zerfiel in der Folge des Herrschaftsstreites der vier Söhne Bayezids und wurde erst wieder nach einem Jahrzehnt ständiger Kämpfe zur Großmacht.“

          Wikipedia: Schlacht bei Ankara

          Was der *religiös orientierten* Geschichtsschreibung – Christen auf der einen, Muslime auf der anderen Seite – selbstverständlich widerspricht.

          Sicher, Konstantinopel wurde 1453 durch die Osmanen erobert, doch auf der animierten Karte hier:

          https://de.wikipedia.org/wiki/Byzantinisches_Reich#Die_sp.C3.A4tbyzantinische_Zeit

          „Gebietsveränderungen des Byzantinischen Reiches“ kann man sehr gut sehen, dass von diesem Reich bereits 1400 so gut wie nichts mehr übrig geblieben war, was „auszulöschen“ gewesen wäre.
          D.h. der Fall von Konstaninopel hatte vor allem symbolische Bedeutung, das Byzantinische Reich war lange vorher erledigt.

          Es gibt m.E. gute Gründe, sich *weder* in das SJW-Lager einzuordnen, *noch* in das der simplifizierenden Gegner.
          *Beide* neigen dazu, die Geschichte gemäß eigener Politpropaganda umzuschreiben, worauf ich allergisch reagiere.

          Gruß crumar

  3. Ist Dschinges Khan auch ein weißer Mann gewesen? Und das sich in Afrika (und den USA) immer noch haupsächkich Schwarze gegenseitig umbringen hat natürlich auch sein Ursache in dem was vor mehreren Jahrhunderten passiert ist.

      • Das kommt darauf an wen man fragt…

        Fragst du rechts um unsere Sozialkassen zu plündern.
        Fragst du links dann flüchten sie zu uns weil wir ihre Heimat kaputt gemacht haben.

        • @St. Elmo

          Dann sind das unbefriedigende Antworten, weil sie in beiden Fällen simplifizieren.

          Richtig ist, dass die derzeitige Lage einem Muster folgt, existierende ethnische Konflikte in arabischen Ländern anzuheizen, um dann einen „regime change“ herbeizuführen oder herbeizubomben (s. Libyen und Syrien).
          Diese Taktik des „divide et impera“ ist jedoch nicht sonderlich neu.

          Hierbei wird jedoch ausgespart, dass Saudi-Arabien, die Türkei, Quatar, Kuwait die vereinigten arabischen Emirate kräftig mitmischen und finanzieren.

          Dass es sich hierbei um Menschen weißer Hautfarbe handelt, wäre mir neu.

          Erkennbar möchte die SJW-Ideologie an einer primitiven Form von Imperialismus-Theorie ansetzen, ohne sich die in der Realität vorfindlichen Akteure genauer anzuschauen und ohne die Theorie auf die Gegenwart anzupassen.

          Leider ist diese Denkfaulheit gepaart mit einer religiösen Überzeugung, die sie in die Lage versetzt, jede Auseinandersetzung mit der Realität zu vermeiden.
          Denn diese Auseinandersetzung mit der Realität könnte den Glauben beschädigen.

          Aber das ist nicht Alleinstellungsmerkmal einer desorientierten und durchgeschallerten Linken.

          Gruß crumar

        • Selbst wenn man diese Theorie annimmt. Logischerweise müssten dann weiße Menschen allen anderen überlegen sein. Schließlich waren wir ja in der Lage sie auszubeuten und sie waren völlig hilflos.

          Dann müsste ja an „white power“ etwas stimmen.

        • „Selbst wenn man diese Theorie annimmt. Logischerweise müssten dann weiße Menschen allen anderen überlegen sein. Schließlich waren wir ja in der Lage sie auszubeuten und sie waren völlig hilflos.“

          Gewinnen ist die intersektionale Todsünde.

    • Wie überlegen muß man sich mal vorstellen – obwohl eine deutliche Minderheit haben sie zwischendurch fast die ganze Welt beherrscht und beherrschen sie noch.
      Vielleicht hat diese Kultur etwas, was andere nicht haben.

  4. Weiße Männer haben den Westen erbaut. Die Region der Welt, in die fast alle wollen. Wie ist das möglich, wenn der weiße Mann so böse ist?

    Die Linken scheitern oft schon an einfacher Logik und zumindest diese Fraktion steht auf einer Stufe mit den fundamentalen Christen.

  5. „1. Alles menschliche Verhalten ist allein durch die Kultur bestimmt, Umwelteinflüsse spielen keine Rolle (woher die Kultur kommt, darf nicht gefragt werden).“

    In der ursprünglich US-amerikanischen, politisch korrekten Variante des Poststrukturalismus/Postmodernismus wird die bedeutungsgenerierende Kraft kultureller Diskurse als der wichtigste Einflussfaktor auf menschliche Einstellungen und Verhaltensweisen angesehen. Die bedeutungsgenerierende Kraft kultureller Diskurse beeinflusst in dieser Sichtweise alle anderen gesellschaftlichen Bereiche (Ökonomie, Politik, Recht usw.) stärker als umgekehrt und auch biologische Einflüsse erhalten in dieser Sichtweise erst durch die Festlegungen von Bedeutungen im Rahmen kulturellen Diskurse ihre gesellschaftliche Relevanz.

    Es handelt sich also um eine Variante von Theorien des „Fanatismus eines Faktors“.

    Dass Menschen stets auch in sprachliche und kulturell-diskursive Hintergrundkontexte eingebunden sind, ist sicherlich zutreffend. Dies genauer thematisiert und erforscht zu haben, stellt m.E. sogar eine Teilwahrheit und Errungenschaft des ursprünglichen französischen Poststrukturalismus dar, der noch nicht politisch korrekt war (auch wenn gewisse Einseitigkeiten und Übertreibungen hinsichtlich der Relevanz kultureller Diskurse hier schon feststellbar sind).
    Falsch wird diese Teilwahrheit durch ihre maßlose Übertreibung, also durch die – unmöglich rational überzeugend zu begründete und z.T. empirisch schlicht falsche – Annahme, alle wichtigen Aspekte der menschlichen Gesellschaft seien in letzter Instanz stets durch den Faktor der bedeutungsgenerierenden Macht kultureller Diskurse determiniert. Eben diese Sichtweise liegt aber der in den USA entstandenen, politisch korrekten Variante des Poststrukturalismus/Postmodernismus implizit oder explizit zugrunde.

    Der anti-marxistische Charakter speziell des politisch korrekten Poststrukturalismus/Postmodernismus wird auch in diesem Punkt übrigens wieder deutlich, es handelt sich hierbei nämlich in gewisser Hinsicht um eine direkte Umkehrung des klassisch-marxistischen Basis-Überbau-Schemas, dem zufolge, alle wichtigen gesellschaftlichen Aspekte – einschließlich der einflussreichsten kulturellen Diskurse – stets ökonomisch determiniert seien.

    Neomarxisten und Anarchisten positionieren sich – m.E. vernünftigerweise – in der Regel zwischen diesen beiden einseitigen Sichtweisen und fokussieren mehr auf die Wechselwirkungen von Ökonomie und Kultur, ohne bei jeder Fragestellung von vornherein ein Primat der Ökonomie (wie im klassischen Marxismus) oder ein Primat der kulturellen Diskurse (wie im US-amerikanischen Postmodernismus/Postststrukturalismus) vorauszusetzen. Diese vermittelnde Perspektive halte ich persönlich für richtig.

    Es versteht sich von selbst, dass Varianten von Theorien des „Fanatismus eines Faktors“ sich nicht auf Ökonomie oder kulturelle Diskurse beschränken müssen, sondern auch viele andere Dinge als Ausgangspunkt für einseitige und übertriebene Perspektiven nehmen können, z.B. geht das auch mit der Biologie, man könnte dies dann kritisch als Biologismus bezeichnen. 🙂

    • „es handelt sich hierbei nämlich in gewisser Hinsicht um eine direkte Umkehrung des klassisch-marxistischen Basis-Überbau-Schemas, dem zufolge, alle wichtigen gesellschaftlichen Aspekte – einschließlich der einflussreichsten kulturellen Diskurse – stets ökonomisch determiniert seien.“

      Nur dass der Marxismus hier – wie fast überall – irrt.

      • @ Adrian

        „Nur dass der Marxismus hier – wie fast überall – irrt.“

        Die konstruktiven Beiträge bedeutender marxistischer Philosophen und Wissenschaftler zu einem besseren Verständnis der gesellschaftlichen Wirklichkeit sind m.E. als nicht gering zu beurteilen, aber mit dem Basis-Überbau-Modell irrte der klassische Marxismus m.E. in der Tat.

        Jedoch ist dieser Irrtum

        1. zur Zeit der Industrialisierung bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar.

        2. ist das Basis-Überbau-Modell nur als Dogma, das voraussetzt alle wichtigen gesellschaftlichen Aspekte seien stets ökonomisch determiniert, falsch.

        Als Analyseperspektive, die methodisch darauf beruht, gesellschaftliche Phänomene unter der Perspektive ihrer Beziehung zum ökonomischen Teilsystem der Gesellschaft zu erforschen und zu analysieren, also als reines heuristisches Modell, ist es für viele wissenschaftliche Fragestellungen brauchbar.

        Eben dies – dass die methodische Perspektive der Rückkopplung gesellschaftlicher Phänomene auf die Ökonomie (Stand der Technik, Struktur und Funktion des Wirtschaftssystems, Klasseninteressen und -Beziehung usw.) für viele empirische Forschungsfragen und theoretische Analysen fruchtbar sein kann, war ja auch ein entscheidender Grund dafür, dass der Marxismus seit seiner Entstehung in den Sozialwissenschaften eine Rolle gespielt hat – weil er methodisch für die Wissenschaft etwas zu bieten hat.

        Dass es – um nur ein Beispiel zu nennen – bei der Analyse von sozialen Bewegungen heute ganz selbstverständlich ist, dabei immer auch die wirtschaftliche Position der Träger jeder sozialen Bewegung zu berücksichtigen, ist eine von vielen positiven wissenschaftlichen Folgewirkungen marxistischer Theorie.

        3. haben Marx und Engels selbst sich interessanterweise in ihren konkreten Analysen oft gar nicht an die einseitige Vorgabe des Basis-Überbau-Modells gehalten.

      • @Leszek

        „Der anti-marxistische Charakter speziell des politisch korrekten Poststrukturalismus/Postmodernismus wird auch in diesem Punkt übrigens wieder deutlich,“

        Korrekt – und nicht umsonst sind die wichtigsten Vertreter und Vertreterinnen aus Frankreich.
        Mit einer ebenso starken (Wahlergebnisse um die 20%), wie auch unbedingt dogmatischen Kommunistischen Partei versehen, deren Bedeutung nach 1968 im intellektuellen Leben stark nachgelassen hatte.
        An den Universitäten begann sich dann m.E. als „radical chic“ die maoistische Interpretation von Marx durchzusetzen – u.a. mit dem maoistischen Unsinn von „Haupt- und Nebenwiderspruch“, der heute immer noch fälschlich Marx zugesprochen wird.
        Diese Mode landete dann via KBW auch in Deutschland.

        „es handelt sich hierbei nämlich in gewisser Hinsicht um eine direkte Umkehrung des klassisch-marxistischen Basis-Überbau-Schemas,“

        Wobei ich sagen würde, es handelt sich eher um eine Ausblendung, statt um eine Umkehrung.
        Wobei mich dann schon interessiert, was du unter „klassisch“ verstehst. Vorwort Kapital Band 1?

        „dem zufolge, alle wichtigen gesellschaftlichen Aspekte – einschließlich der einflussreichsten kulturellen Diskurse – stets ökonomisch determiniert seien.“

        Engels hat einer solche Auffassung widersprochen, ich kommentiere im Text (Herv. von mir):

        „Nach materialistischer Geschichtsauffassung ist das in letzter Instanz (!!!) bestimmende Moment in der Geschichte die Produktion und Reproduktion des wirklichen Lebens. Mehr hat weder Marx noch ich je behauptet.“

        Mit dieser Einschränkung sei der folgende Satz besonders hervorgehoben:

        „Wenn nun jemand das dahin verdreht, das ökonomische Moment sei das einzig bestimmende, so verwandelt er jenen Satz in eine nichtssagende, abstrakte, absurde Phrase.“

        Weiter:

        „Die ökonomische Lage ist die Basis, aber die verschiedenen Momente des Überbaus – politische Formen des Klassenkampfs und seine Resultate – Verfassungen, nach gewonnener Schlacht durch die siegende Klasse festgestellt usw. – Rechtsformen, und nun gar die Reflexe aller dieser wirklichen Kämpfe im Gehirn der Beteiligten, politische, juristische, philosophische Theorien, religiöse Anschauungen und deren Weiterentwicklung zu Dogmensystemen, üben auch ihre Einwirkung auf den Verlauf der geschichtlichen Kämpfe aus und bestimmten in vielen Fällen vorwiegend deren Form (!!!).“

        D.h. es wird eine relative Autonomie von „Momenten des Überbaus“, den „Reflexen“, den „Theorien“, „religiösen Anschauungen“ usw. konstatiert – denn sonst machte es keinen Sinn, dass diese die FORM der geschichtlichen Kämpfe bestimmen.

        „Es ist eine Wechselwirkung aller dieser Momente, worin schließlich durch alle die unendliche Menge von Zufälligkeiten (d. h. von Dingen und Ereignissen, deren innerer Zusammenhang untereinander so entfernt oder so unnachweisbar ist, dass wir ihn als nicht vorhanden betrachten, vernachlässigen können) als Notwendiges die ökonomische Bewegung sich durchsetzt. (…)

        Wir machen unsere Geschichte selbst, aber erstens unter sehr bestimmten Voraussetzungen und Bedingungen. (…)“

        Nämlich u.a. der Tatsache geschuldet, dass wir in eine bereits existierende Gesellschaft hineingeboren werden.

        Der folgende Satz auch wieder schön:

        „Zweitens aber macht sich die Geschichte so, dass das Endresultat stets aus den Konflikten vieler Einzelwissen hervorgeht, wovon jeder wieder durch eine Menge besonderer Lebensbedingungen zu dem gemacht wird, was er ist; es sind also unzählige einander durchkreuzende Kräfte, eine unendliche Gruppe von Kräfteparallelogrammen, daraus eine Resultante – das geschichtliche Ergebnis – hervorgeht, die selbst wieder als das Produkt einer, als Ganzes bewusstlos und willenlos wirkenden Macht angesehen werden kann.“

        Weil ich weiß, dass dieses Zitat oft verwendet und fatalistisch gelesen („macht sich die Geschichte so“) wird, habe ich bewusst den nächsten (!) Satz aus diesem Brief von Engels abgeschrieben:

        „Aber daraus, daß die einzelnen Willen (…) nicht das erreichen, was sie wollen, sondern zu einem Gesamtdurchschnitt, einer gemeinsamen Resultante verschmelzen, daraus darf doch nicht geschlossen werden, daß sie = 0 zu setzen sind. Im Gegenteil, jeder trägt zur Resultante bei und ist in ihr einbegriffen. (…)“

        JEDER trägt zur Resultante bei und ist in ihr einbegriffen – bei der Männerbewegung in Deutschland nicht durch Tätigkeit, sondern durch Untätigkeit. 😉

        Aber Engels weiter gegenüber einer einseitigen und verkürzten Lesart:

        „Daß von den Jüngeren zuweilen mehr Gewicht auf die ökonomische Seite gelegt wird, haben Marx und ich teilweise selbst verschulden müssen. Wir hatten, den Gegnern gegenüber, das von diesen geleugnete Hauptprinzip zu betonen, und da war nicht immer Zeit, Ort und Gelegenheit, die übrigen an der Wechselwirkung beteiligten Momente zu ihrem Recht kommen zu lassen. (…)

        Es ist aber leider nur zu häufig, daß man glaubt, eine neue Theorie vollkommen verstanden zu haben und ohne weiteres handhaben zu können, sobald man die Hauptsätze sich angeeignet hat, und das nicht auch nicht immer richtig.
        Und diesen Vorwurf kann ich manchem der neueren „Marxisten“ (Anm.: Man beachte die Anführungszeichen) nicht ersparen, und es ist da dann auch wunderbares Zeug geleistet worden.“

        MEW 37, Engels an Joseph Bloch, 21/22.9.1890, S.462

        Wobei das „wunderbare Zeug“ mit Betonung auf „Zeug“ zu lesen ist.

        Wenn du, Leszek, nun also schreibst:

        „3. haben Marx und Engels selbst sich interessanterweise in ihren konkreten Analysen oft gar nicht an die einseitige Vorgabe des Basis-Überbau-Modells gehalten.“

        Dann ist dieser Verwunderung der Tatsache geschuldet, dass dieser Reduktionismus sich bei Marx und Engels aus den genannten Gründen auch gar nicht finden *kann*.
        Sondern diese Sichtweise ist von den *Erfindern* des „Marxismus-Leninismus“ erst *durchgesetzt* worden.

        Für das interessierte Publikum: Weder hat Marx jemals behauptet, es gäbe einen „Marxismus“, noch Lenin, es gäbe einen „Leninismus“. Ihnen war auch die quasi-religiöse Dogmatik einer solchen Anschauung völlig fremd.

        Gruß crumar

    • „Neomarxisten und Anarchisten positionieren sich – m.E. vernünftigerweise – in der Regel zwischen diesen beiden einseitigen Sichtweisen und fokussieren mehr auf die Wechselwirkungen von Ökonomie und Kultur, “

      Ein paar Liberale tun das auch, aber was ist Liberalismus schon gegen den überwältigenden Einfluss des Neomarxismus und Anarchismus? 😁

    • Das Kuriose ist: Selbst wenn man die monokausale Theorie vertritt, dass der kulturelle Diskurs der einzig bestimmender Faktor menschlichen Verhaltens ist, so müsste man doch anerkennen, dass Umweltfaktoren auch den kulturellen Diskurs beeinflussen können.
      Eine umweltdeterministische Hypothese besagt z.B., dass die unterschiedlichen Ausprägungen der Jahreszeiten in verschiedenen Teilen der Welt auch die Arbeitsweise und -mentalität in der Landwirtschaft prägt. Anders gesagt: Der Druck, rechtzeitig zu säen und zu ernten, bevor der Winter naht, sorgt dafür, dass derjenige, der diszipliniert arbeitet, eher überlebt.
      Ob man das nun mit Selektion und Genetik oder mit einer Prägung der Kultur durch die Umwelt erklärt, ist dabei zunächst einmal gleichermaßen plausibel.

      Die heutigen Poststrukturalisten scheinen aber anzunehmen, dass die Kultur einfach irgendwie „vom Himmel fällt“ und dass manche menschlichen Populationen eben aggressivere, bösartige – und damit minderwertigere – Kulturen haben als andere. Warum und wieso – das darf nicht gefragt werden. Das ist für mich der Punkt, wo das Ganze religiöse Züge annimmt – und vor allem auch totalitäre.
      In totalitären Systemen beobachtet man oft, dass „der Feind“ einfach ohne weitere Begründung für böse erklärt wird. Eine Auseinandersetzung mit seiner Situation oder seinen Motiven ist unerwünscht, denn das wäre dem Willen abträglich, ihn bedingungslos zu bekämpfen.
      Der Teufel ist böse, weil er böse ist. Der Jude ist böse, weil er eben böse ist. Der WHM ist böse, weil er böse ist. Nach weiteren Begründungen zu fragen, ist schon Verrat.

  6. An diesem Beispiel sieht man den Charakter der heutigen Linken. Früher waren Linke gebildet und haben logisch argumentiert. Heute sind sie im allgemeinen dumm und argumentieren emotional. Das schlimmste ist, dass sie gar nicht mehr mitbekommen, dass sie wie die übelsten Rassisten argumentieren. Wenn man die Begriffe „weiß“ gegen „schwarz“ oder „jüdisch“ austauscht, dann klingen sie oft wie der Ku-Klux-Klan oder die Vordenker des 3. Reichs.

    Irgendwie erinnert mich das Verhalten dieser „Linken“ an einen Cargo-Kult. Man kopiert das offensichtliche ohne die dahinter stehende Dynamik zu verstehen und glaubt dann, das gleiche Ergebnis wie die ursprüngliche Gruppe zu erreichen. Es sind auswendig gelernte Mantren die nie hinterfragt werden – wie jemand der glaubt rechnen zu können, weil er auswendig gelernt hat, dass 1+2=3 ist aber der daran verzweifelt wenn die Aufgabe 2+1 lautet.

      • Probier es mal mit vor dem Krieg. Ich weiß, dich interessiert es ja nicht aber wenn du dir die Schriften der Vorkriegslinken durchliest, dann ist ein massiver Unterschied zu heute erkennbar. Lag aber auch daran, dass diese Leute reale Probleme hatten und nicht die eingebildeten Probleme dieser Tage.

        • die heutige linke zerfleischt sich lieber schon an der basis selber statt produktiv zusammen zu arbeiten.
          als beispiel sei die gewaltfrage genannt, zu der jeder eine meinung hat. entweder dafür oder dagegen.
          oder ein anders beispiel, wer nicht ausschließlich seine informationen aus sogenannten linken medien bezieht, soll kein linker sein.
          wer sein linkes heil nicht darin sieht, auf demonstrationen mit steinen auf die polizei zu werfen sondern die polizisten sieht was sie sind nämlich menschen, hat in manchen linken strukturen ein problem.
          oder „alt linke“ beschlafen junge linke frauen, um sie poilitisch zu führen.
          wer dem linken grundsatzprogramm nicht 100 prozent zustimmen kann, soll ebenfalls kein linker sein.
          das habe ich mir leider nicht ausgedacht, sondern selbst erleben müssen.
          das soll jedoch nicht generalisiert werden, aber das ist ein problem der linken.

        • @genogramma
          Ich hab es auch genau so erlebt. Letztlich ist mir dadurch klar geworden, dass ALLE Gruppen die einen absoluten Wahrheitsanspruch erheben, egal ob links, rechtes, religiös, liberal, oder was auch immer, gefährlich sind.
          Ein offenes Denken ist wichtig, Dogmatismus führt uns in Untergang und da ist es egal ob dieser dann KZ, Gulag, Scheiterhaufen oder Hiroshima heißt.

        • @pfefferundsalz

          wahrscheinlich wird es deswegen auf demokratischen wege nicht gelingen, einen sozialismus als system zu etablieren, die wähler sind nicht dumm.
          in meiner region haben sich die landeslinken sogar mit „hilfe“ der presse gegenseitig schlecht gemacht, d.h. in rausgegebenen presseerklärungen.
          als 2013 die landtagswahl stattfand, war die linke rausgewählt.

          eine andere these ist die, nur ein feministischer sozialimus könne die menschheit vor dem untergang retten.
          wie denkst du darüber?

  7. Richtig genial wird das aber erst mit folgender Ergänzung:

    Jeder Versuch von WHM, dieser, ihrer Bestimmung durch Verhaltensänderung zu entkommen ist identitätszerstörende kulturelle Aneignung und ebenfalls böse.

    Es ist wie beim Puppenspiel von Mädchen: Jede Puppe hat ihre vom Mädchen zugewiesene Rolle und es ist völlig unmöglich diese zu verlassen.

    XD

    • Und welche? Die chinesische war schon vor 200 Jahren lange über den Zenit und in formalistischer Traditionsenge erstarrt. Dynamik kam erst wieder mit der Übernahme westlicher Gesellschaftsideen.

      Hier allerdings haben sie eine faszinierende Rekombination zweier unterschiedlicher westlicher Denkschulen und ihres ureigenen Basismodell geschafft.

      Zündet allerdings noch nicht so richtig, also ein Selbstläufer ist das keineswegs.

      Bei den Japanern ebenso, auch geschafft haben sich Teile des westlichen Denkmodells anzueignen, im Grunde haben die seit 1945 fertig.

      • Deshalb sag ich ja in einem kleineren Maßstab. Den Rest der Welt kann man vergessen.

        Bei den Chinesen könnte man zumindest noch die Hoffnung haben, dass sie ohne den leider aus dem Westen importierten Marxismus im 20. Jahrhundert eine positive Entwicklung durchgemacht hätten.

        Allerdings wenn ich mir anschaue wie primitiv die japanische Wirtschaft im 2. Weltkrieg war, dann könntest du vielleicht Recht haben.

        Asien ist halt der einzige Ort wo man zumindest noch vermuten könnte (solche „Was wäre wenn Geschichten“ sind ja eh etwas müßig), dass ohne die Dominanz des Westens in den letzten Jahrhunderten zivilisatorisch Großes möglich gewesen wäre. Eventuell hätten Chinesen oder Japaner ein Kolonialreich errichten und eine ähnliche Entwicklung wie der Westen durchmachen könne. Aber das ist natürlich alles Spekulation. Und so großartig wie der Westen wäre es auch nicht geworden, sonst hätten sie sich ja gegen uns durchgesetzt.

        • „wie primitiv die japanische Wirtschaft im 2. Weltkrieg war“
          Eher nicht.
          Quantitativ weit unterlegen und gegen das uferlose Industriepotential und den immensen Rohstoffreichtum der USA chancenlos. Aber technisch im wesentlichen ebenbürtig.

        • Es ist m.W. unter Historikern ein kontrovers diskutiertes Thema, warum es trotz überlegener Technologie bei den Chinesen zur Hochzeit Chinas zu keiner kolonialen Expansion kam.

          Ich denke, Schlüssel dürfte sein, dass die Han-Chinesen es nicht so mit dem Wasser hatten (was sich in religiösen Mythen spiegelt)

          Eine landgestützte imperiale Expansion im Landinneren gab es ja, war aber durch geographische Eigenheiten nach Osten, Norden und Süden hin limitiert. Schon Tibet als letztes Expansionsgebiet war nur mühsam zu erobern (und ist bis heute nur aufwändig und teuer zu halten)

          Ansonsten gab es nur grenznahe Brückenköpfe (Taiwan, Singapur)

          Die Japaner waren in der Tendenz schon immer sich selbst genug, hier dürfte der in Jahrhunderten aufgebaute und tief verinnerlichte Rassendünkel die Schlüsselrolle spielen.

          Als sie dann anfingen imperial zu expandieren, waren die Claims halt alle schon besetzt und es gab ordentlich Prügel.

  8. wie gut, dass es das patriarchat gibt und frauen unterdrückt sind, so sind männer die schuldigen.
    das allerdings zieht sich das über alle kontinente.
    jedoch soll es auch ausnahmen geben und vereinzelt noch matriarchate vorherrschen.
    wie würde die geschichte aussehen, wenn zb. afrika die großen technischen erfindungen gemacht hätte?
    hätte es weiße sklaven gegeben?
    hat erst der sogenannte fortschritt die weißen männer dazu befähigt, andere als minderwertig anzusehen?
    hat der drang, sich zu erhöhen in dem andere erniedrigt werden, seinen ursprung nicht in europa?

    • „jedoch soll es auch ausnahmen geben und vereinzelt noch matriarchate vorherrschen.“

      Da sind die Männer bestimmt auch an allem Schuld. Ist doch sooo bequem für die Frauen und hat nie negative Konsequenzen, da Männer nunmal schwanzgesteuert sind und den frauen alles verzeihen 😉

      „hätte es weiße sklaven gegeben?“

      Die Araber haben den Sklavenhandel kontrolliert und sie hatten auch weisse Sklaven im Angebot. Antwort also: Ja

      „hat erst der sogenannte fortschritt die weißen männer dazu befähigt, andere als minderwertig anzusehen?
      hat der drang, sich zu erhöhen in dem andere erniedrigt werden, seinen ursprung nicht in europa?“

      Nein, dies ist ein universelles Schema und in allen Kulturen zu beobachten. Frag mal Asiaten was sie von Negern halten 😉

      • „„hätte es weiße sklaven gegeben?““
        Ja. Es wird geschätzt, daß bis ca 1750 die Hälfte der Sklaven in Neuengland Weiße waren, vorwiegend aus Irland und Schottland.
        Die Turkkhanate an der Wolga hatten erhebliche Sklavenbestände aus den Kosaken, Barbareskensklaven (Algerien, Marokko, Tunesien) und die ottomanische Türkei hatten ebenso Sklaven-

      • danke peter müller, für deine antworten.

        ich möchte dich fragen woher dieser drang andere zu erniedrigen um sich zu erhöhen kommen kann?
        du schreibst ja es sei ein universelles problem und nicht kulturell determiniert.
        meiner einschätzung zufolge ein psychologisches problem.
        wer sich für wertlos hält, erniedrigt andere um seine eigenen wert zu erhöhen.
        könnte es sein, dass mehr als die hälfte der menschheit eine psychotherapie bräuchte?
        und mit der hälfte meine ich keine speziellen geschlechter sondern menschen an sich, männer wie frauen.
        nicht, das wir uns falsch verstehen.

        • „meiner einschätzung zufolge ein psychologisches problem.“

          Nein, weil Hierarchisieren leicht und vielfältig auch im Tierreich zu beobachten ist.

          Es handelt sich also um eine Manifestation einer fundamentalen Ambivalenz: Der Mensch ist ein soziales Wesen (flapsig formuliert: Der Mensch ist ein Herdentier) aber eben auch ein Individuum mit individuellen Bedürfnissen aber eben auch Befähigungen.

          Damit ergibt sich aus individueller Perspektive der Drang, seine eigene Position gegenüber den anderen zu verbessern (was i.d.R. sowohl seine Überlebenschancen (1. Gebot des Lebens: Überleben) als auch seine Fortpflanzungschancen (2. Gebot des Lebens: Sich fortpflanzen) erhöht.

          Gesteuert wird dies im wesentlichen hormonell (insbesondere dosierte Ausschüttung von Glückshormonen), da die Gebote selber Instinkte sind und damit zu binär für komplexere Interaktionen.

          Aus kollektivistischer Sicht kann es sinnvoll sein, bestimmte individuelle Fähigkeiten zu fördern um die Position (letztlich Überlebenschance) der Gruppe/Sippe zu verbessern.

          Die wesentlichen Steuerungsmechanismen hierfür sind gruppeninterne Belohnungs-/Bestrafungsmechanismen.

          Du darfst nicht vergessen, dass „andere erniedrigen, sich selbst erhöhen“ nur seltenst in einem exklusiven 1:1 stattfindet. Es ist so gut wie immer mit einer Kommunikation an das Umfeld verbunden. Meistens bereits die Handlung, mindestens aber das Ergebnis werden kommuniziert.

          Um diesen archaischen Mustern zu entkommen oder sie zumindest zu puffern, hat der Mensch zwar hochkomplexe kulturelle Zwischenschichten etabliert. Dennoch ist und bleibt er ein Mensch mitsamt den in ihm wohnenden Ambivalenzen.

          Und auch wenn er das Bestreben hat, die kulturellen Puffer immer komplexer zu formen und via Cyborg-Zwischenstufe am Ende vollständig zu einem rein geistigen Wesen zu werden – Erreichen wird er dieses Ziel nie.

          „könnte es sein, dass mehr als die hälfte der menschheit eine psychotherapie bräuchte?“

          Psychotherapeuten werden hier bestimmt begeistert zustimmen (und sich gleich ob der zu erwartenden Umsätze einen weiteren Ferrari bestellen 😉 )

          Einen „neuen Menschen“ werden aber auch die nicht backen können…

    • Es gab jede Menge weiße Sklaven: bei den Germanen, bei den Wikingern, bei den Griechen, bei den Römern (meistens Kriegsgefangene)…
      Von der Leibeigenschaft bis in die Moderne reden wir gar nicht…

    • „jedoch soll es auch ausnahmen geben und vereinzelt noch matriarchate vorherrschen.“
      Alle Gesellschaften sind Matriarchate – ohne Ausnahme.
      Glaubst du wirklich, nur weil die Männer vorne stehen, sind sie es die den Ton angeben?
      Glaubst du, dass Frau Merkel oder Herr Trump wirklich die Menschen mit Macht sind? Die grauen Eminenzen steuern diese Welt und die Frauen steuern die Männer – das war schon bei Marcus Antonius so, als ihn Cleopatra manipulierte, das war bei König Chlodwig so, als ihn seine Frau zum „rechten Glauben“ brachte und das wird vermutlich auch bei Mohamed so gewesen sein. Gerade in der arabischen Kultur haben Frauen sehr viel Macht, viel mehr als wir das hinter dem Schleicher vermuten. Aber auch die Päpste waren da, solange das Zölibat noch nicht bestand, nicht davon ausgeschlossen. Frauen haben auch da sehr viel Macht besessen.
      Tatsächlich ist die einzige Möglichkeit sich vor weiblicher Macht zu entziehen ein MGTOW-Weg, egal wie man diesen nennt. Früher nannte man die extreme Form Zölibat.

      • dem kann ich nicht ganz folgen, doch du hast in vielem recht.
        die sogenannten führer der nationen haben andere im hintergrund, die die strippen ziehen.
        mit der persönlichen weiblichen macht kannst du auch recht haben, mir ging es jedoch um essentielle entscheidungen, die meist von männer getroffen wurden.
        ich weiß es geht auch anders rum, bei meinen eltern hatte die mutter bestimmt was in der familie gemacht, gesagt und getan wurde. mein paps hatte nix zu melden.
        gottseidank ließen sich die eltern scheiden, aber ich will nicht zu persönlich werden.

        es gibt theorien, demnach wäre die welt friedlicher, wenn mehr frauen an der macht wären.
        aber auch da gibt es ausnahmen wie frau thatcher und der falklandkrieg, als beispiel.

  9. Ich habe mir auch immer wieder verwundert die Augen gerieben, wenn da mit der Identifizierung des Schuldigen jede geistige Auseinandersetzung zum Stillstand kam. Man müsste sich doch mal fragen, wie das eigentlich kommt, dass es da eine böse Rasse gibt, die weißen Europäer, die von Natur aus darauf aus ist, alle anderen zu unterdrücken und auszubeuten? Und alle anderen wollen nur in Frieden miteinander leben und würden nie auf die Idee kommen, andere zu unterdrücken.

    Allein schon weil es einfach ist, diese Theorie empirisch zu wiederlegen (s. Beiträge oben), müsste man sie doch schon in Frage stellen, und selbst wenn man das nicht tut, müsste man doch eine Erklärung für die spezifische Bosheit der Weißen bieten können. Warum sind die so? Warum sind die anderen nicht so? Und wie hängt es mit der Hautfarbe zusammen?

    Ich sehe nicht, dass sich irgendein Vertreter dieser Richtung solche Fragen stellt, oder?

    • a) Wer sich fragt :“Ich weiß es nicht: wie kommt es eigentlich?“, denkt bereits evolutionär, oder zumindest wissenschaftlich. Davon kann man nicht ausgehen.

      b) Jeder Mensch teilt Informationen ein in die beiden Kategorien „Kann ich das glauben?“ und „Muss ich das glauben?“. Es braucht eine Kombination von Intelligenz, Ausgeruhtsein und Ideologiefreiheit, der zweiten Fragen ehrlich zu begegnen und nicht beim kleinsten Einwand mit „Nein“ zu beantworten.

      c) Besonders Ideologiegefestigte fügen als dritte, wichtigste Frage hinzu: „Kann ich das ignorieren?“, deren default-Antwort „Ja“ ist.

  10. Sinnlose Diskussion. Machtverhalten ist unabhängig von der Hautfarbe und Kultur. Es kommen immer die Psychos nach oben und der Rest darf hilflos zusehen und für die Schweinereien bezahlen.

    Das einzige was variiert, ist die prozentuale Anzahl der Psychos in der Gesellschaft und deren Bildungsgrad (gebildete Psychos sind gefährlicher).

    Aus dieser Perspektive schätze ich auch die weißen Psychos ein, sie sind eher weniger (da die Gesellschaften insgesamt gut funktionieren, was ein zuverlässiges Indiz zu sein scheint), aber sie sind weit gebildeter, vernetzter und können auf gewaltige finanzielle Ressourcen zurückgreifen, was sie ungleich gefährlicher macht, als z.B. einen afrikanischen Diktator.

    Selbstverständlich opfern sie gern ihresgleichen, sofern es ihnen einen kleinen Vorteil bringt:
    https://deutschesreichforever.files.wordpress.com/2015/10/lobaczewski-andreji-m-politische-ponerologie-2006-234-s.pdf

  11. Dann gibt es bestimmt einen Grund warum 500 Jahre arabischer Kolonialismus erst mit nicht einmal 100 ahren weißen Kolonialismus abgelöst wurden, für den die Weißen verantwortlich sind.

    • Der arabische Kolonialimus spielt in der aktuellen politischen Diskussion tatsächlich keinerlei Rolle. Kein afrikanischer Politiker verlangt von den Saudis Entschädigung für fast 1000 Jahre arabischen Sklavenhandel; niemand kommt überhaupt nur auf die Idee, die Golfstaaten könnten syrische Flüchtlinge aufnehmen, alle sind über die großartigen kulturellen Leistungen des mittelalterlichen Islam informiert, die alle auf dem Wissen der eroberten christlichen Byzantiner und persischen Polytheisten beruhten, aber niemand redet darüber.

      Wahrscheinlich ist das auch irgendwie Schuld der weißen Europäer.

      • du hast den nagel auf den kopf getroffen.
        das europäische christentum faselt von erbsünde und schuld sein.
        dem europäer im allgemeinen und dem deutschen insbesondere werden schuldgefühle aufgepresst.
        die geschichte lehrt warum.
        es wäre jedoch an der zeit sich etwas weniger schuldig zu fühlen stattdessen die jungen dichter und denker zu aktivieren.
        das ist eine vortreffliche deutsche begabung, die achtung abverlangt.

    • Slavery in the United States

      Slavery in the United States was the legal institution of human chattel enslavement, primarily of Africans and African Americans, that existed in the United States of America in the 18th and 19th centuries after it gained independence and before the end of the American Civil War. Slavery had been practiced in British North America from early colonial days, and was legal in all Thirteen Colonies at the time of the Declaration of Independence in 1776.

      [..]

      Fewer than 350,000 enslaved people were imported into the Thirteen Colonies and the U.S, constituting less than 5% of the twelve million enslaved people brought from Africa to the Americas. The great majority of enslaved Africans were transported to sugar colonies in the Caribbean and to Brazil. As life expectancy was short, their numbers had to be continually replenished. Life expectancy was much higher in the U.S., and the enslaved population was successful in reproduction. The number of enslaved people in the US grew rapidly, reaching 4 million by the 1860 Census. From 1770 until 1860, the rate of natural growth of North American enslaved people was much greater than for the population of any nation in Europe, and it was nearly twice as rapid as that of England.

      https://en.wikipedia.org/wiki/Slavery_in_the_United_States

      Arab slave trade

      Some historians assert that as many as 17 million slaves were sold into slavery on the coast of the Indian Ocean, the Middle East, and North Africa, and approximately 5 million African slaves were bought by Muslim slave traders and taken from Africa across the Red Sea, Indian Ocean, and Sahara desert between 1500 and 1900.

      [..]

      The Arab slave trade originated before Islam and lasted more than a millennium.

      https://en.wikipedia.org/wiki/Arab_slave_trade

      „Wahrscheinlich ist das auch irgendwie Schuld der weißen Europäer.“

      Aber selbstverständlich. Die haben die Araber ja nicht aufgehalten.

      • „primarily of Africans and African Americans, that existed in the United States of America in the 18th and 19th centuries “
        Genau. Und vorher waren es irische und schottische Sklaven – lest doch einfach mal „Catriona“ oder „Die Schatzinsel“ von Stevenson aufmerksam.

        Die Sklaverei in den Steppengebieten von Dnjepr und und der Wolga durch die Türken ist dabei noch gar nicht erfaßt.

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