Berichte aus dem Patriarchat: Mackenzie Bezos, Frau von Amazon Gründer Jeff Bezos, könnte durch Scheidung die reichste Frau der Welt werden

Anscheinend haben sich Jeff Bezos und seine Frau, MacKenzie Bezos, getrennt, nachdem sie sich wohl schon länger auseinandergelebt haben. Jeff Bezos ist der Gründe von Amazon und damit mit einem geschätzten Vermögen von 120-150 Milliarden Dollar der geschätzt reichste Mann der Welt.

Die FAZ schreibt:

Jeff Bezos ist dem Magazin Forbes zufolge der reichste Mensch der Welt. Sein Vermögen wurde zuletzt auf etwa 120 Milliarden Euro geschätzt. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, bei der Scheidung greife das Recht des Bundesstaats Washington. Dort werde das gesamte während einer Ehe erwirtschaftete Vermögen gleichmäßig auf das Paar verteilt, wenn es sich nicht anderweitig einigen könne. Jeff Bezos könnte damit den Titel als reichster Mensch der Welt verlieren, während seine Frau die reichste Frau der Welt werden könnte.

Das Patriarchat ist wirklich grausam. Kein Ausgleich für ihre CareArbeit außer eben ca. 60-75 Milliarden Dollar.

Wir hatten bereits von ähnlich grausamen Fällen berichtet:

Aus einem anderen Bericht:

MacKenzie, 48, would become the world’s richest woman if she receives half the Bezos fortune. That title, according to Bloomberg estimates, is currently held by the L’Oréal heiress Françoise Bettencourt Meyers, whose net worth is estimated at $45.6bn.

Frau Bettencourt Meyers ist ein Enkelkind des Gründer von  L’Oreal. Sie ist Autorin von Bibelkommentaren und Arbeiten über jüdisch-christliche Beziehungen.

MacKenzie Bezos, an acclaimed novelist who has four children with Jeff, met her future husband while interviewing for a research position at the Manhattan hedge fund where Jeff Bezos dreamed up Amazon.com.

In interviews, MacKenzie Bezos described theirs as an unusual match. Then 23, she was a reserved, aspiring writer working in finance to pay the bills. He was a gregarious guy six years her senior in the office next door.

“Through the walls I would hear him laughing that giant laugh,” MacKenzie Bezos told Charlie Rose. “All day long. And it was, it was totally love at first listen.”

They married six months later, and, shortly thereafter, headed west to follow Jeff’s passion project, launching an online bookstore.

“To me, you know, watching your spouse, somebody that you love have an adventure, what is better than that and being part of that? Couldn’t wait to hop in the car,” she said in that 2013 interview promoting her second novel, Traps.

MacKenzie was a key player in Amazon.com’s early days in a suburban Seattle garage; according to a 1999 Wired report, she negotiated the company’s first freight contracts from a Starbucks attached to a Barnes & Noble near their home. She described the experience while offering a scathing review – on Amazon.com, expectedly – of Brad Stone’s The Everything Store: Jeff Bezos and the Age of Amazon.

“I worked for Jeff at DE Shaw, I was there when he wrote the business plan, and I worked with him and many others … in the converted garage, the basement warehouse closet, the barbecue-scented offices, the Christmas-rush distribution centers, and the door-desk filled conference rooms in the early years of Amazon’s history,” she wrote.

While parenting their young family, MacKenzie Bezos continued exercising her passion: writing. A San Francisco native, she studied under Toni Morrison while earning her bachelor’s degree at Princeton. MacKenzie Bezos has described Morrison as an attentive mentor who continued to support her during the decade she spent writing her first novel, The Testing of Luther Albright, which won an American Book Award in 2006.

Sie scheint mir dort mitgearbeitet zu haben, aber eine tragende Rolle scheint etwas übertrieben. Sie scheint sich dann auf ihre Leidenschaft, das Schreiben, aus dem ein Buch hervorging und die Erziehung der Kinder konzentriert zu haben.

Hat irgend wer so etwas gelesen wie: „Das kann doch nicht gerecht sein, wir müssen das Eherecht ändern, wenn eine Frau bei einem solchen Vermögen bei einer Scheidung die Hälfte bekommt?“ Wer würde ernsthaft vertreten wollen, dass sie das verdient hat?

Und wo wäre die Macht des Patriarchats, wenn der reichste Mann der Welt seiner Frau, sofern er keinen Ehevertrag geschlossen hat, von diesem Vermögen die Hälfte abgeben muss?

Interessant wäre, ob sie auch für einen Verlust nach dem Eherecht gehaftet hätte, wenn sein Geschäft nicht ein riesen Erfolg, sondern ein Reinfall gewesen wäre.

Immerhin: Sie scheinen sich sehr einig zu sein und zumindest nach außen keine Schlammschlacht zu führen:

„Wir hatten ein so großartiges Leben zusammen als verheiratetes Paar und wir freuen uns auf eine wundervolle Zukunft als Eltern, Freunde, Partner in Unternehmen und Projekten“, hieß es in dem Statement, das auf eine einvernehmliche Trennung hindeutet. Hätten sie damals gewusst, dass sie sich nach 25 Jahren trennen, würden sie alles nochmal genauso machen, schreiben sie. „Wir bleiben eine Familie und wir bleiben geschätzte Freunde.“ Dem Statement zufolge wussten Freunde und Familie schon länger von der Scheidung.

Das klingt nach einer guten Trennung und ich will mit diesen Artikel auch nichts gegen MacKenzie Bezos als Person sagen. Vielleicht hat sie noch nicht einmal auf das Geld in dieser Höhe bestanden oder einem nachträglichen Ehevertrag zugestimmt oder tatsächlich einen größeren Anteil am Erfolg. Das alles ist mir unbekannt.

Dennoch ist es aus meiner Sicht eine nicht zu rechtfertigende Regel. Sie spricht deutlich gegen ein Patriarchat.