Toronto, Incels und die unfreiwillige Enthaltsamkeit

In Toronto hat ein Fahrer einen Wagen in eine Menge gelenkt und er soll wohl hauptsächlich von einem Hass auf Frauen getrieben worden sein. Der Spiegel schreibt:

Ein unbändiger Hass auf Frauen: Ersten Hinweisen der Polizei zufolge hat dieses Motiv den mutmaßlichen Attentäter von Toronto zu seiner Amokfahrt getrieben. Nun sind zehn Menschen tot, Angaben eines Polizisten zufolge sind es „überwiegend“ Frauen – und ein Schlaglicht fällt auf eine zutiefst frauenfeindliche, von Gewaltfantasien beherrschte Nische des Internets, die immer schwerer zu ignorieren ist.

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Genährt worden sein könnte der Frauenhass des 25-jährigen Alek M. wohl durch Misogynie – die Frauenfeindlichkeit – in einschlägigen Internetforen, beispielsweise auf Reddit. Auf der Onlineplattform tauschen sich Nutzer in vielen Unterforen, sogenannten Subreddits, über alle erdenklichen Themen in langen Kommentarspalten aus. Einige Mitglieder der Plattform kultivieren dort seit mehreren Jahren eine von Verachtung für Frauen geprägte Haltung.

Wenn er tatsächlich Frauen umbringen wollte, weil er sich abgelehnt fühlte und einen Frauenhass entwickelt hat, dann  ist er wirklich ein Idiot, der sich in eine fürchterliche Ideologie hineingesteigert hat. Er wäre auch ein gutes Beispiel dafür, was eine Gruppenbildung und die einseitige Verteufelung einer als Feind wahrgenommenen Gruppe, letztendlich also eine Identitätspolitik alles bewirken kann.

Man entmenschlicht die andere Gruppe und macht sie alleine für alles verantwortlich.

Im Spiegelartikel heißt es weiter:

„Incel“ ist die Abkürzung für den englischen Ausdruck „involuntary celibacy“, auf Deutsch bedeutet das „unfreiwillige Enthaltsamkeit“. Heute dient der Begriff einer Gruppe von Männern, die Frauen verachten, als Definition ihres Daseins und wird von ihnen als identitätsstiftender Kampfbegriff im Internet verwendet.

Unfreiwillige Enthaltsamkeit, also Männer, die bei Frauen nicht ankamen und von ihnen abgelehnt worden sind und wahrscheinlich in vielen Fällen den Grund nicht verstanden. Und bei denen das Ganze dann teilweise in Hass umgeschlagen ist.

In dem Bereich der „abgelehnten Männer“ im weiteren Sinne gibt es ein breites Feld an Bewegungen. Etwa könnte man zum Teil MGTOWs hier einordnen, da viele dort eben auch ihren Platz finden, die keinen Erfolg bei Frauen haben, wenn auch andere Teile der Bewegung schlicht das Risiko zu groß finden oder sich aus anderen Gründen dagegen entschieden haben, sich auf Frauen einzulassen. Andere wären die männlichen „Absoluten Beginner“, also Männer, die gerne etwas mit Frauen hätten, aber das „erste Mal“ trotz entsprechender Bemühungen nicht erreichen.

Auch Elliot Rodger, einen anderen Amokläufer, der insbesondere Frauen bestrafen wollte, wird man da irgendwie zuordnen können, vielleicht als „Incel“, was bei ihm Überschneidungen zur „Anti-Pickup-Szene“ hatte.

Im Spiegelartikel heißt es weiter:

Von den vielen Frauenhassern, denen man online begegnen kann, zählen die Incels mit zu den schlimmsten. Das beschreibt auch die Autorin und Wissenschaftlerin Angela Nagle in ihrem Buch über Online-Subkulturen „Kill all Normies“. Der Titel ihres Buchs ist an Incel-Sprech angelehnt, „Normies“ ist eine ihrer abfälligen Bezeichnung für andere Menschen.

„Schlampen (alle Frauen) können keine Incels sein.“

Wer verstehen will, woher die Incel-Bewegung kommt, muss einige Jahre zurückgehen und tief in die Nischen des Internets blicken, etwa auf Unterforen von Reddit oder der Seite 4chan. Während das notorische Subreddit r/Incels mittlerweile von der Plattform verbannt wurde, gibt es etliche Nachahmer-Unterforen.

So wird die Amokfahrt von Toronto etwa auf /r/Braincels diskutiert, in einem Beitrag heißt es: „Schlampen (alle Frauen) können keine Incels sein.“

Natürlich wird auch dies direkt wieder an vielen Stellen in die klassischen feministischen Theorien eingeordnet, etwa die „Toxische Männlichkeit“:

Das ist eben eine sehr eindimensionale Betrachtung, denn die meisten Männern fahren keine Frauen um. Und natürlich reagieren auch Frauen auf Ablehnung. Der Kampf dagegen stehlt ein wesentliches Element für viele Feministen da.

Ich habe nichts dagegen, wenn sie die Gruppe der „Incels“ oder deren radikaleren Flügel, wenn es da auch gemäßigte gibt, angreift. Ich kann mir gut vorstellen, dass es da einige Foren etc gibt, die vor Frauenhass triefen.

Mein Gefühl sagt mir, dass sie aber als Gruppe hier eher „Männer“ ansieht.

Ich hätte kein Problem damit extreme Flügel von Männern zu verurteilen. Wenn ich sie auch keineswegs mit jemanden vergleichen möchte, der Frauen überfährt, dann habe ich beispielsweise Kritik an dem Gelben Forum geäußert.

Dennoch kann man sich natürlich davon distanzieren und darstellen, dass man ja auch ganz andere Theorien vertritt, die damit nichts zu tun haben. Leider wird da schnell  alles in einen Topf geworfen

Meiner Meinung nach ist der Hass dort schlicht aus der Frustation der Ablehnung und des eigenen Versagens geboren. Das hat wenig mit Männlichkeit zu tun, auch Frauen kennen diesen Frust sehr gut. Bei Männern mag er eher zu einem Handeln über Gewalt führen, aber Männer handeln allgemein eher direkt als Frauen. Das hat den Vorteil, dass sie sich in anderen Bereichen vielleicht eher in einen Wettbewerb stürzen und tolle Produkte erfinden oder unternehmen aufbauen und leider auch eher solche Aktionen durchführen, um sich zu beweisen.

Was aber bringt es nun, wenn man einem solchen Menschen, der sich beständig abgelehnt fühlt, den Frauen nicht wahrnehmen, egal, wie er sich angestrengt hat, vorhält, dass er toxische Männlichkeit lebt und seinen Privilegien entsagen soll? Oder wenn er ansonsten mit Theorien konfrontiert, die angeben, dass Männer alle Unterdrücken, die Bösen sind, es ihnen überall besser geht und sie davon eben lassen sollen?

Man richtet einen gefallenen Menschen nicht auf indem man ihm sagt, dass seine Gruppe schlecht ist und er ebenso. Der Feminismus hat keine positive Botschaft für Männer wie ihn.

Und meine Vermutung ist: Die gleichen Männern haben auch einen Hass auf die Männer, die besser bei Frauen ankommen. Die Coolen, die Gutaussehenden, die Alphamänner, die ebenso auf sie herabsehen. Sie sind häufig bereits eher „Beta“ und es frustriert sie gerade, dass sie damit nicht bei Frauen ankommen, während es die Alphamänner schaffen. Sie sehen sich als Underdogs, die es gerade verdient hätten, statt der anderen. Und sie werfen den Frauen vor, auf toxische Männlichkeit zu stehen und nicht auf Leute wie sie. „Seid nicht so männlich und gebt eure Privilegien ab“ muss ihnen dann wie Hohn vorkommen, wenn sie das Gefühl haben, dass die meisten Frauen sie verachten und für minderwertig oder jedenfalls nicht gut genug halten.

Weitaus eher würde jemand wie Jordan Peterson vielleicht etwas erreichen können, indem er eine Botschaft der eigenen Verbesserung bringt: Fange an, dein Leben in Ordnung zu bringen, suche die Schuld nicht bei anderen, räume dein Zimmer auf.

 

168 Gedanken zu “Toronto, Incels und die unfreiwillige Enthaltsamkeit

  1. „Was aber bringt es nun, wenn man einem solchen Menschen, der sich beständig abgelehnt fühlt, den Frauen nicht wahrnehmen, egal, wie er sich angestrengt hat, vorhält, dass er toxische Männlichkeit lebt und seinen Privilegien entsagen soll? Oder wenn er ansonsten mit Theorien konfrontiert, die angeben, dass Männer alle Unterdrücken, die Bösen sind, es ihnen überall besser geht und sie davon eben lassen sollen?“

    Helfen wird das diesen Leuten nicht und man kann eher erwarten das sie sich noch mehr hinein steigern.

    • Hab mir das mal angeschaut. Das ist der typische Verlauf des Qualitätsmedien-lynchmobs, bzw. der Qualitätsmedien-slebstgerichtsbarkeit. Die medialen Auswüchse von Fakenews und Chatbots so wie der rechten. linken und radikalreligiösen Onlinecommunities werden angeprangert, aber den Splitter im eignen Auge erkennen diese Medien nicht.

      Dass jemand einer Onlinecommunity angehört muss nicht zwangsläufig die Ursache seines geistigen Kurzschlusses sein. Dem könnten sehr wohl schwerwiegende psychische Ursachen einzig und alleine zugrunde liegen.

      • „Dass jemand einer Onlinecommunity angehört muss nicht zwangsläufig die Ursache seines geistigen Kurzschlusses sein.“

        Ich würde sogar behaupten, dass es genau umgekehrt ist.

        Nicht die Teilnahme an einem thematisch abgegrenzten Forum führt zu Psychopathologien, sondern Psychopathologien führen zur Teilnahme an thematisch passende Foren.

  2. „Heute dient der Begriff einer Gruppe von Männern, die Frauen verachten, als Definition ihres Daseins “

    Falsch

    „Heute dient der Begriff einer Gruppe von Männern, die vonFrauen verachtet werden, als Definition ihres Daseins “

    Richtig

    Wir wollen hier doch keine Kausalitäten umdrehen…

      • Das Problem ist eben, dass sich diese Leute kaum in der Gesellschaft bewegen, sie sind unter ihresgleichen und bestärken sich in ihrer Verachtung auf alles Lebensbejaende. In gewisser Weise sind sie stolz auf ihr „Inceltum“. Die meisten von ihnen legen aber auch ein mehr als verachtenswertes Verhalten an den Tag, dass es einem wirklich schwer macht ihnen die Hand zu reichen und zu versuchen sie in die reale Welt zu integrieren

        • Also genauso wie Feministen. Extremismus ist nie gut aber der eine wird von den Medien glorifiziert und als Empowerment beschreiben under der andere verdammt.
          Genau das gleiche wie Links- und Rechtsextremismus.

        • Wieso meinst Du das? Ich habe zufällig noch 2 Freunde aus Schulzeiten, die Incel sind. Als Freunde habe ich wenig an denen auszusetzen. Was denen fehlt ist Aggressivität, Rücksichtslosigkeit und die Bereitschaft den eigenen Vorteil zum Nachteil anderer zu suchen. Die glauben, dies seien ihre „bösen Seiten“, die sie von anderen Menschen fernhalten müssten, besonders natürlich von Frauen.

          • Man sieht daran gut, daß auch die Incel-Szene sehr wohl differenziert ist – das, was diese Leute eint, ist eben gerade nicht, daß sie Frauen verachten oder gar hassen.

          • Stimmt, es gibt zweifelsohne auch einen stillschweigende Anteil von Incels, die eben nicht alles und jeden in der Gesellschaft hassen. Aber ich würde, ohne jetzt verlässliche Daten zu haben, behaupten, dass oft schon die Identifikation als „Incel“ ,alleine schon aufgrund des Umfelds in dem dieser begriff geprägt wurde, sagen, dass man eine gewisse frauen/menschenverachtende Haltung damit assoziieren kann

          • „behaupten, dass oft schon die Identifikation als „Incel“ ,alleine schon aufgrund des Umfelds in dem dieser begriff geprägt wurde, sagen, dass man eine gewisse frauen/menschenverachtende Haltung damit assoziieren kann“

            Was Du assoziierst ist natürlich Deine Sache. Aber verallgemeinerungsfähig dürfte das nicht sein.

          • Was denen fehlt ist Aggressivität, Rücksichtslosigkeit und die Bereitschaft den eigenen Vorteil zum Nachteil

            genau meine Rede, warum Frauen am Untergang der Zivilisation Schuld sind (natürlich unbewusst, das sie instinktiv handeln)
            Gerade die Eigenschaften, die bei Männern in der modernen industriellen Massengesellschaft erforderlich wären, werden von Frauen bei Männern am meisten verachtet und durch Zuneigungsverweigerung abgestraft.
            Die „moderne“ Frau ist letztendlich immer noch das Steinzeitweibchen, dem das Herz aufgeht, wenn es vom blutbeschmierten Manne (sei es das Blut eines Löwen oder eines Konkurrenten) zum ficken an den Haaren in die Höhle geschleift wird.
            Und alle Dementis die da von Frauenseite kommen beeindrucken mich nicht. Ich beobachtete lediglich was Frauenaugen zum leuchten bringt, da brauche ich nicht mehr auf das zu achten, was sie so offiziell rausplappern.

    • @only_me @Christian

      Vielen Dank für die Richtigstellung.
      Zwei Anmerkungen:

      1. Der Artikel auf SPON war natürlich ein schlechter Scherz im journalistischen Sinne, den lionosys auf Geschlechterallerlei verrissen hat.
      Er beginnt so und ich empfehle die Lektüre:

      „Die Nachwuchsjournalistin Angela Gruber macht’s den Alten nach und instrumentalisiert in SPIEGEL ONLINE die Amokfahrt eines 25jährigen in Toronto für einen Rundumschlag gegen alles, was die heilige Kuh „Feminismus“ und ihre gottgebenen Vormachtsstellung ankratzen könnte. Tendenziöse Berichterstattung at it’s best.

      Damit auch wirklich jeder kapiert, wohin die Reise des Artikels gehen soll, wird der Begriff „Frauenhass“ oder Synonyme davon (Frauenverachtung, Mysogenie, Krieg gegen Frauen, Online-Frauenhass usw.) im kurzen Beitrag gleich ein Dutzend mal aufgeführt.

      Und dann geht das Feuerwerk der Begrifflichkeiten los: Incel, Reddit, 4chan, Gamergate, Alt-Right, MGTOW, Breitbart, Maskulinismus, Pick-up.

      Aber Frau Gruber weist auch den richtigen Weg:
      „Während sich Feminismus und die Gleichberechtigung der Frau im gesellschaftlichen Mainstream als wichtige Themen durchsetzen, Beispiel #MeToo, sammelte sich im Netz eine Gegenbewegung“

      Gut, die Machthaber in China haben auch alles als „Konterrevolution“ bezeichnet, was ihnen nicht ins Schema paßte …“

      Das erste *Ziel* des Artikels, dieses wüsten Breis aus Desinformation und Halluzination ist selbstverständlich die Produktion der Wahrnehmung von Kritik am Feminismus als „Hass“ und ebenso selbstverständlich gibt es den verschwörungstheoretischen Brückenschlag nach ganz rechts.
      Das zweite Ziel ist die religiöse *Verdammung* und die wiederum äußert sich in den genüsslich beschriebenen *Verbannungen*. Alles muss weg und verboten werden was diese Weltsicht stört und jede Recherche unterbleiben, die zu kognitiven Dissonanzen führt.

      Wenn die Faktenlage besagt, Elliot Rodgers war entschiedener Gegner von PU, als asiatisch-stämmiger Mann für die „white supremacy“ eher ungeeignet, seine ersten beiden Opfer waren asiatische *Männer* – also alles, was nicht in die Spatzenhirne feministischer Ideologen passt – dann hat die Realität eben Pech gehabt und muss gehen.

      Ich habe keine Lust, eine faktenfrei argumentierende Ideologin als „Journalistin“ zu adeln und mich auf dieser Basis mit dem Text zu beschäftigen. Wenn SPON eine dauerlügende Propagandistin bezahlen will, ist das das Problem von SPON, mein Ratschlag zur Erhaltung des Rufs von SPON wäre: Frau Gruber muss sich ändern und journalistische Standards lernen *und* diese einhalten oder sie muss gehen. Sofort.

      2. Amok, Definition: „Als Amok (von malaiisch amuk „wütend“, „rasend“) werden tateinheitliche und scheinbar wahllose Angriffe auf mehrere Menschen in Tötungsabsicht bezeichnet, bei denen die Gefahr, selbst getötet zu werden, zumindest in Kauf genommen wird.“

      Zur Historie: „Etwa zeitgleich (…) traten im malaiisch-indonesischen Kulturkreis auch individuelle Amokläufe auf. Zum Beispiel versuchten sich zahlungsunfähige Schuldner ihrer unweigerlich drohenden Versklavung dadurch zu entziehen, dass sie so lange töteten, bis sie selbst getötet wurden. Dies war auch eine Form des sozialen Protestes, denn die Drohung eines Amoklaufes bei grober Ungerechtigkeit hielt Machtmissbrauch von Herrschern und Reichen in gewissen Schranken.“

      Sieht der Wikipedia-Eintrag wenigstens *gesellschaftliche* Fehlentwicklungen (Ungerechtigkeit, Machtmissbrauch) und soziale Konflikte als Ursache für einen Amoklauf vor, verschwindet gesellschaftliches komplett aus der aktuellen Berichterstattung.
      Die Ursachen liegen nach dieser im männlichen Individuum, in der Biologie des Täters selbst. Ausgehend von einer biologischen Wesenheit namens „Männlichkeit“, die wiederum als Surrogatextrakt von „Gesellschaft“ dienen soll.
      Ich leihe mir einen abgewandelten Titel eines Filmes aus der Schwulenbewegung aus, um zu verdeutlichen, was damit willentlich NICHT thematisiert wird:

      „Nicht der Mann ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“

      Wenn man „pervers“ mit „widersinnig/verdreht/abartig“ übersetzt und die gesellschaftlichen Erwartungen (also die von Männern UND Frauen) an uns als *perverse* Zumutungen zu charakterisieren lernt, kämen wir einen Schritt weiter.
      Beispiel: Von einem Mann völlig *traditionell* erwarten die Kontaktanbahnung zum anderen Geschlecht initiieren zu müssen, eine Ablehnung einzukalkulieren und trotzdem so tun zu müssen, als träfe er bei der Begegnung eine „emanzipierte“ Frau.
      Die solche ersten Schritte aber lebenslang vermieden hat (weil sie es konnte). Das ist *pervers*.
      Eine Ideologie, die solche *traditionelle, passive* Weiblichkeit fördert und sich kontrafaktisch „Emanzipation“ auf ihre Fahnen geschrieben hat ist *pervers*.
      Dass Männer ernsthaft so tun müssen, als begegneten sie nach der *traditionellen* Kontaktanbahnung einer bis dahin *passiven* Frau aber „auf gleicher Augenhöhe“ ist pervers.

      Der große Vorteil dieser MGTOW-Sichtweise ist, sich von gesellschaftlichen Anforderungen und Verhaltenscodes zu befreien die krank machen, weil sie krankhaft SIND.
      Die „gesellschaftliche Normalität“ für Männer als eine Ansammlung von mehr oder weniger großen *Perversionen* zu begreifen und eine eigene Richtschnur zu entwickeln für das, was normal sein SOLLTE dient der eigenen Gesundung und Gesundheit.

      Im vorliegenden Fall war das *Ziel* des Attentäters ganz offensichtlich nicht nur der Mord an völlig unschuldigen Mitmenschen, sondern als großes Finale die eigene Tötung durch Dritte.
      Es handelt sich damit quasi um einen erweiterten Selbstmord – der Abgang mit einem BIGBANG.

      M.E. zu begreifen als individuelle Reaktion auf eine Vielzahl (narzisstischer) Kränkungen, verursacht durch perverse Anforderungen, die in einer Ausweglosigkeit gipfeln, welche gleichermaßen Hass und Selbsthass auf die Spitze trieb. In dem Fall wäre meinetwegen „Frauenhass“ gesetzt, es bliebe jedoch die Frage nach den Ursachen für den Selbsthass, diesen als Produkt der offenen gesellschaftlichen Misandrie zu sehen ist naheliegend.

      Mit dem (feministischen) Diktat, dass es keine gesellschaftlichen Ursachen für diese Kränkungen geben DARF, liegt wiederum eine Begründung für die Vielzahl der Einzeltäter vor. In „Männlichkeit“ wird man hineingeboren; somit ist Biologie Schicksal und „selbst schuld!“ gleichermaßen feministisches und neoliberales Mantra.
      Die Ursache für das Scheitern wird in die Individuen selber gelegt. Das Scheitern an den perversen gesellschaftlichen Anforderungen und Zumutungen wird dem Individuum als *individuelles Versagen* übereignet
      Genau das wiederum führt zur Vereinzelung und zur individuellen Isolation.

      Der Amoklauf ist letzter „sozialer Protest“, weil ein *tatsächlich* sozialer Protest gegen perverse gesellschaftlichen Anforderungen und Zumutungen nicht stattfindet.
      Was einerseits bedeutet, diese (perverse) Gesellschaft züchtet die männlichen Amokläufer selbst, aber andererseits immer wieder auf unsere Untätigkeit verweist. Ein Tacken realweltlicher Aktionismus und männlicher Solidarität wären überaus wünschenswert.

      • @kostya @radikalfair

        Vielen Dank für euer Lob!
        Ich habe mich sehr bemüht, den Umständen entsprechend sachlich zu bleiben. Wenn ich den Freitag-Artikel – auf den Arne verweist – zuerst gelesen hätte, wäre ich, ehrlich gesagt, gescheitert.
        Das Ausmaß an Projektion, passiv-aggressivem Wahn und offen gynozentrischem Narzissmus muss man erst einmal verdauen und als Gewölle ausscheiden…

    • Kurz und prägnant formuliert. Gratuliere.

      Der Täter hingegen wird wohl abgeurteilt, und das auch völlig zu Recht. Ob sein Motiv wirklich Frauenhass war, und wie dieser allenfalls zustande gekommen ist, werden Psychologen vermutlich recht detailliert im Rahmen des Prozesses abklären.

      Die Perfidie des Spiegels besteht darin, den MGTOWs insgesamt eine Kollektivschuld zuzuweisen; aber er scheitert kläglich darin, denn er wird keinen Mordaufruf an Frauen in den betr. BLOGs, Youtube-Kanälen, Foren etc., welche MGTOWs betreiben bzw. aufsuchen, finden. Ausser Mutmassungen und journalistischen Phantasien über MGTOWs kann der Artikel nichts bieten. So sehen heute Feiknjus in den sogenannten Qualitätsmedien aus: man saugt sich einfach etwas aus den Fingern und stellt es als Tatsache hin.

      Gerade MGTOWs sind Individualisten und eben keine Kollektivisten, und damit ist auch jedes Individuum vollumfänglich für seine Taten selbst verantwortlich – für die Kollektivisten der Spiegel-Redaktion offensichtlich eine unerhörte Haltung.

      MGTOW ist keine (gerichtete) Bewegung und hat keine hierarchische Organisation. Die Motive, diese Lebensweise zu wählen sind höchst unterschiedlich, um nicht zu sagen individuell. Die Entscheidung, den eigenen Weg zu gehen und sich nicht im Mainstream treiben zu lassen, ist eine ganz bewusste Entscheidung, denn sie ist (zumindest derzeit noch) gegen den politisch dominanten Mainstream gerichtet, der ja propagiert, dass Männer und Frauen in einer mehr oder weniger festen Bindung zusammengehören, und dass Männer generell für die materielle Versorgung von Frauen zuständig seien. Der MGTOW verneint zumindest letzteres vehement, und wer ersteres praktiziert ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kein MGTOW, denn sobald man eine solche Bindung eingeht, kann man seinen eigenen Weg in der Regel nicht mehr gehen.

      • „aber er scheitert kläglich darin“

        Ich denke, im Gegenteil, er ist erfolgreich darin.

        Erst recht, wenn noch mehr Massenmedien auf den Zug aufspringen und die Sprachregelung übernehmen.

        Das mehr oder weniger subtile Vermengen der verschiedensten Gruppierungen unter einem Schlagwort „Frauenhass“ ist ja auch nicht neu und dient primär der Verfemung. Also, es soll ein Hemmnis aufgebaut werden, sich zu einer der Gruppierungen offen zu bekennen und sie damit möglicherweise zu befördern, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen, sie attraktiv zu machen etc.

        Zweckdienlich für die Diskurshoheit der Feministas und zweckdienlich für die Gesamtheit der Frauen, die naturgemäß wenig Interesse an einer contra-formierten Männerschaft haben.

        Agitprop halt.

      • @Maesi @Peter

        „Das mehr oder weniger subtile Vermengen der verschiedensten Gruppierungen unter einem Schlagwort „Frauenhass“ ist ja auch nicht neu und dient primär der Verfemung. Also, es soll ein Hemmnis aufgebaut werden, sich zu einer der Gruppierungen offen zu bekennen und sie damit möglicherweise zu befördern, ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen, sie attraktiv zu machen etc.“

        Völlig einverstanden mit deiner Einschätzung.
        Nur überdehnen sie den Begriff des „Frauenhasses“ zu diesem Zweck bis nach Absurdistan.
        Zu diesem Zweck kann man bspw. von den PU lernen: „agree and amplify“ bis zur bodenlosen Lächerlichkeit.

        „Der Täter hingegen wird wohl abgeurteilt, und das auch völlig zu Recht. Ob sein Motiv wirklich Frauenhass war, und wie dieser allenfalls zustande gekommen ist, werden Psychologen vermutlich recht detailliert im Rahmen des Prozesses abklären.“

        Auch da stimme ich zu.
        Nur sollten wir unseren Blick nicht einer gängigen Dressur unterwerfen, sein individuelles scheitern an gesellschaftlichen Maßstäben wiederum ihm selbst aufzuhalsen, indem wir der feministischen Küchenpsychologie recht geben, es existierte so etwas wie ein „male entitlement“.
        Er war nicht enttäuscht, weil er einen „Anspruch auf intime Nähe“ zu einer Frau gehabt hätte, sondern die Gesellschaft hat ihm klar gemacht, er hat keinen *zu haben* und die Schuld am versagen liegt ganz *in ihm/bei ihm selbst*.
        Eine Beziehung einzugehen ist Verhandlungssache – streng im Einklang mit bürgerlicher Ideologie – wenn ein Verhandlungspartner nach eigenem Ermessen nichts in die Waagschale einzubringen hat, hat dieser eben schlechte Karten, bis gar kein Blatt auf der Hand.
        Diese Sichtweise auf das *eigene Selbst* durchzusetzen, man sei „wertlos“, ist Terror gegen einen Menschen, nichts anderes.
        Mir fällt es nicht ein nach jemandem zu treten, der sowieso am Boden liegt.
        Die feministische Botschaft ist, genau das zu tun.

        Ich finde sprechende Männer großartig, auch wenn sie „nur“ über ihr scheitern reden, über ihre Probleme, über ihr Leid, über ihre Ohnmacht.
        Die „Incel“ als potentielle Terroristen zu diffamieren hat die FUNKTION, die Rede männliche Probleme, über Leid, über Ohnmachtserfahrungen zu unterbinden.
        Das ist ein Angriff auf uns ALLE.

        „MGTOW ist keine (gerichtete) Bewegung und hat keine hierarchische Organisation. Die Motive, diese Lebensweise zu wählen sind höchst unterschiedlich, um nicht zu sagen individuell.“

        Ich weiß.
        Und manchmal geht mir dieser MGTOW-Individualismus schwer auf die Nerven. Wenn wir uns nicht *kollektiv* wehren, werden die uns politisch und persönlich vernichten; einen nach dem anderen.
        Das ist keine Prophezeiung, das ist die Beschreibung einer nicht allzu fernen Zukunft.

        Glaubst du ernsthaft, unsere „Entscheidung, [die] gegen den politisch dominanten Mainstream gerichtet [ist], der ja propagiert, dass Männer und Frauen in einer mehr oder weniger festen Bindung zusammengehören, und dass Männer generell für die materielle Versorgung von Frauen zuständig seien.“ würde von einem Staat gutgeheißen werden, der darauf BASIERT, „dass Männer generell für die materielle Versorgung von Frauen zuständig“ sind?

        Wir sind nicht zufällig auf einer Linie mit „Frauenhassern“ und angehenden „Terroristen“. Stell dir Feministinnen einfach als die hellwachen Wachhündchen des kapitalistischen Staates vor. Die kleinen Kläfferinnen riechen den Braten stellvertretend.

        Ich wünsche mir POLITISCHE MGTOW – dass wir alle Individualisten sind weiß ich schon.

        • Crumar,

          zumindest die Gegenseite sieht MGTOW bereits heute (und seit langem) als politische Bewegung.

          Erklär mal Kollektiv-Wesen den Individualismus. So was ist wie vom anderen Stern 😉

          Und aus propagandistischer Sicht kann man Feindbilddarstellungen eigentlich gar nicht überdehnen. Selbst wenn grotesk obszön übertrieben wird, der Emo-Teil der Botschaft bleibt hängen. Er muss nur einen Andockpunkt im Meinungsgerüst des Empfängers haben.

          • @Peter

            „zumindest die Gegenseite sieht MGTOW bereits heute (und seit langem) als politische Bewegung.“

            Dann sieht sie – zumindest zur Zeit – mehr als ich.
            Es gab einen sehr hoffnungsvollen Start und danach folgte nichts.

            „Erklär mal Kollektiv-Wesen den Individualismus. So was ist wie vom anderen Stern“ – was aber nicht bedeutet, die Kollektiv-Wesen seien nicht politisch erfolgreich.
            Ich habe schon einmal sehr ausführlich erklärt, warum ich die Dichotomie von Individuum und Kollektiv für unterkomplex und falsch halte.
            Auch die Individualrechte die wir heute haben, sind kollektiv erkämpft worden und die Debatte um Einschränkungen der Meinungsfreiheit sollten aufzeigen, diese Rechte sind nicht in Granit gemeißelt.
            Wer nicht kollektiv gegen den Entzug oder die Einschränkung dieser Rechte kämpft, der hat bereits verloren.

            „Selbst wenn grotesk obszön übertrieben wird, der Emo-Teil der Botschaft bleibt hängen. Er muss nur einen Andockpunkt im Meinungsgerüst des Empfängers haben.“

            Die Emo-Reaktion kann ich durchaus verstehen, die MGTOW verbreitet.
            Die Botschaft, Frauen lohnen den Aufwand nicht, den ein Mann traditionell macht und verdienen auch nicht die Aufmerksamkeit, die sie traditionell bekommen. Das macht sie vom unverzichtbaren Geschlecht zum verzichtbaren, zum disposable sex.

            Wer hört das schon gerne? 😉

    • sehr richtig.

      und wie oben geschrieben, die Selbstgerechtigkeit der Medien und des Mainstream ist wirklich abartig geworden, das Bild vom Splitter im Auge des Anderen, den man sieht, aber nicht den Balken im eigenen passt.
      Es macht immer wieder fassungslos, mich jedenfalls, dieses völlige Fehlen jeder kritischen Selbstreflexion, das Nichtwahrnehmen selbst gröbster und augenfälligster Irrtümer und Lügen im eigenen Denken.

  3. Ironischerweise wird er in der Zukunft mit weiblicher Aufmerksamkeit und Zuwendung überschüttet werden. Stichwort Hybristophilie, Massenmörder kriegen wäschekörbeweise Liebesbriefe und Heiratsanträge in den Knast geschickt.

    • Hybristophilie. Wenn du wüsstest wie oft ich nach diesen Begriff gesucht habe und immer sehr lange brauchte um ihn zu finden.Es ist die extremste Form des Alphamann-frenzy’s.

      Es gab kürzlich so eine Sendung über die Zeit des ersten Weltkriegs und wie man damals versuchte junge britische Frauen vor ihrem Uniformwahn (frenzy) zu bewahren. Auch zu diesem Thema kann ich fast nichts im Internet finden. Auch das Fraternisieren im 2ten Weltkrieg, was heute gern mit Vergewaltigung gleich gesetzt wird (vor allem bei den Amis) wird nicht thematisiert sondern einfach umdefiniert. Nicht die Frauen haben sich den Amis an die Brust geworfen, sondern der böse Ami hat sie benutzt. Ja, es gab auch Übergriffe, und wäre ich von der Besichtigung eines KZ’s zurückgekommen, wer weiß ……

      Hach die Frau, das unbakannte Wesen und wieder dreht sich alles um sie, obschon der Amokfahrer wahllos tötete, was man nicht von allen Amokschützen sagen kann; da gab es wirklich welche die vorzugsweise Frauen töteten.

    • Gerade in der heutigen Zeit bekommt man recht schnell weibliche Aufmerksamkeit, wenn man einfach nur seine Energie ins eigene Vorankommen setzt. Natürlich muss das Social Signaling stimmen, aber das muss es immer.

  4. „Der Amok-Fahrer von #Toronto hatte ähnliche Probleme mit Männlichkeit wie der Amok-Fahrer von #Münster und hat sie ähnlich „männlich“ gelöst.
    Das Problem heißt „Männlichkeit“

    Tja, nur dumm, dass der überwiegende Teil der Frauen absolut kein Problem mit Männlichkeit hat und sich lieber vom toxischsten Alphabadboy erobern lässt; als vom liebevollen, schüchternen Nerd.

  5. Insgesamt guter Artikel, und dieser Absatz passt hier

    „Perhaps we should encourage some men to use sex robots. Men who get environmental cues that they’re evolutionary dead-ends disproportionately menace society. In the 1980s, evolutionary psychologist couple Wilson and Daly found that perpetrators of violence and homicide had something in common: they were young, single and didn’t have access to the kinds of resources with which to win mates. Polygynous societies in which wealthier men have access to multiple women are more violent and less stable because they have a class of young men without the prospect of getting a mate. Monogamy, rather than being the state of nature, may have been an important cultural technology for reducing violence.“

    https://jacobitemag.com/2018/04/24/uncanny-vulvas/

    Der Hang der Frau zur Haremsbildung und dessen Auswirkungen auf lower class Männer wird auch diesmal nicht öffentlich diskutiert werden.

    • Guter Hinweis!

      Gibt’s eigentlich wissenschaftliche oder semi-wissenschaftliche Texte, in denen so über Frauen geschrieben wird, wie in diesem verlinkten Text über Männer geschrieben wird?

  6. Immert wieder wird dieses Abgelehntwerden als Handlungsgrund angeführt.

    Damit habe ich 2 grundsätzliche Probleme:

    1) Ist das bewiesen. Und wenn wieso killt er dann Männer?

    2) Sollten viele Männer in solchen Foren einen wahren Hass auf Frauen haben, könnte man sich doch auch einmal fragen wo dieser Hass herrührt. Sicherlich findet auch die absurdeste Theorie ihre Anhänger, aber wer so extrem und täglich mit Vorwürfen und geradezu rassistischen Diffamationen bombardiert wird, wie wir Männer, der könnte doch irgendwann einmal austicken. Dabei wird aber auch wieder einmal nicht berücksichtigt, dass viele dieser Männer eine psychiatrische Störung haben und ganz einfach unfähig sind rationale Entscheidungen zu treffen. Ich kann mir zumindest bei solchen Amokfahrten ausser religiösem Wahn keine andere Erklärung ausdenken….. aber angesichts sehr zahlreicher Dokus zum dritten Reich bin ich ein wenig perplex angesichts solcher Taten. Ist es doch in uns allen? Auch z.B. hier https://en.m.wikipedia.org/wiki/Hunter_Moore

    • Zumindest sein Facebook-Posting, das er kurz vor der Tat absetzte, ist mittlerweile von Facebook bestätigt worden: https://archive.fo/LZBk2
      „Private (Recruit) Minassian Infantry 00010, wishing to speak to Sgt 4chan please. C23249161. The Incel Rebellion has already begun! We will overthrow all the Chads and Stacys! All hail the Supreme Gentleman Elliot Rodger!“

      Er war ein sozialer Versager, ein an den Rand gedrängter Einzelgänger, der die „Gesellschaft“, die Nicht-Versager, die Gewinner, für seine Lage verantwortlicht macht. Jetzt rächte er sich an der Gesellschaft dafür, vor allem an den „chads and stacys“. Männer nicht zu verschonen, ist folgerichtig.

      Gestört ist er, keine Frage, das bestätigt ja auch sein Umfeld: „The Globe and Mail spoke to three of Minassian’s former classmates who described him as being socially awkward, believing he may have suffered from a social or mental disability. Minassian kept mostly to himself at school, and seemed to constantly rub his head or hands – a sign of obsessive-compulsive disorder (OCD), they added.“

      Aber die Persönlichkeitsstörungen, die bei den Incels massenweise anzutreffen sind (mildere Formen von Autismus, schizoide Störungen, vermeidende Persönlichkeitsstörungen, soziale Phobien, usw.) schränken nicht ernsthaft das rationale Urteilsvermögen ein. Schizophrenie oder Psychosen sind schon eine ganz andere Nummer.

      • Das perverse an der Situation des Mannes ist, daß er im Gegensatz zur Frau
        1. Voll verantwortlich für seinen Erfolg ist. Selbst bei offensichtlichsten äußeren Umständen wird Scheitern ihm immer selbst angerechnet.
        2. Das was für Frauen selbstverständlich ist, menschliche Zuwendung , Wärme usw. zu erhalten, ein menschliches Grundbedürfnis, wird Männern oft verweigert, wenn sie nicht wie gewünscht funktionieren.
        Das ist etwa die Situation aus der solche Verzweiflungen entstehen.
        Aber darüber darf man nicht sprechen, die gynozentrische Gesellschaft muss am laufen gehalten werden, koste es was es wolle.

    • Sollten viele Männer in solchen Foren einen wahren Hass auf Frauen haben, könnte man sich doch auch einmal fragen wo dieser Hass herrührt.

      Das wird nicht geschehen. Aber wie ich schon gestern schrieb: Sind diese Incels wirklich so frauenhassend, wie sie von den Leitmedien dargestellt werden? Eigene Recherche wäre hier angebracht. Ich weiss nur zu gut, wie diffamierend über Männerrechtler/Väterrechtler u.a. in den Leitmedien berichtet wird, wie viel Lügen da ausgebreitet werden und wie einige wenige Extreme als repräsentativ für die gesamte Gruppe behauptet werden.

      Ach ja, gestern spottete ich über die zu erwartenden Reaktionen, insbesondere über die „grosse Erkenntnis“, dass Männlichkeit das Problem, der Urgrund des Übels sei. Aber es gibt keinen Schwachsinn, den ich mir ausdenken kann, der nicht schon von Kemper ERNSTHAFT geäussert wurde. Kemper, der Braunpinsler, der Anstreicher ist wieder unterwegs und pinselt alles braun an, was in seinem Spatzenhirn keinen Platz findet.

      Ich wusste vorgestern noch nicht einmal dass es diese Gruppe der „Incels“ überhaupt gibt und ich bin mir ziemlich sicher, die Journalisten, der Grossteil zumindest, wusste auch nicht, dass es diese Gruppe gibt. Aber schon gestern, einige Stunden nach dem Anschlag kommen sie daher mit Artikeln, die vorgeben, alles zu erklären.

      Quizfrage: Wird einer dieser Journalisten sich aufraffen, diese Foren anzuschauen um zu prüfen, ob diese Incels tatsächlich mehrheitlich Frauenhasser sind? Um was für Leute es sich handelt? Sind Extremisten da häufig oder Ausnahmen? Natürlich nicht, denn sie haben ihr Narrativ.

      Stellt euch auf drei Wochen Dauerpropaganda und eine Sonderausgabe der OMMA ein.

  7. Elliot Rodger war ein optisch attraktiver und von Hause aus vermögender junger Mann. Wenn er nicht schwerste psychische Probleme gehabt hätte, wegen der er wohl schon seit dem 9 Lebensjahr durchgehend in Behandlung gewesen ist, hätte er locker viele Frauen haben können.

    Ich würde daher nicht unbedingt vermute, dass hinter solchen Taten tatsächlich die Motive stecken, die der Täter angibt. Jemand depressives führt auch oft „Gründe“ für diesen depressiven Zustand an, die meist erst wegen der Depression als „so schlimm“ empfunden werden. In dem Sinne „hassen“ solche Männer vielleicht Frauen auch nur so sehr wie jmd. mit paranoider Schizophrenie „von den Russen verfolgt“ wird.

  8. Ich hatte auch lange Probleme, da ein wenig kurz geraten.
    In der Kindheit hatte ich mit Wachstumsproblemen zu tun, Schwindel bis zur Bewußtlosigkeit waren bis zur Volljährigkeit vorhanden.
    Meine Spannweite in den Armen, würde auf so 10-15cm zu kurze Körper-Beinlänge hinweisen.
    Pech gehabt.

    Der Tipp, bei sich aufzuräumen ist in diesem Fall völlig wertlos.
    Egal wie ich es anstelle, die fehlenden cm in Körperhöhe waren dadurch nicht zu beseitigen.

    Und die gar nicht so auf’s Äußerliche fixierten Frauen schauen dann auf die inneren Werte?
    Habe ich so leider nicht in Erinnerung.

    Beruflich kann ich dagegen einiges vorweisen.

    Mit meiner Gattin treibe ich freizeitmäßig Tanzsport, da haben wir häufig weibliche Gaffer zu sehen.
    Aber aus bitterer Erfahrung:
    Als Tanzsportgeät wäre ich diesen gut genug, aber sonst doch lieber den in cm größeren Typen, egal wie der charakterlich beschaffen ist.

    • „Der Tipp, bei sich aufzuräumen ist in diesem Fall völlig wertlos.
      Egal wie ich es anstelle, die fehlenden cm in Körperhöhe waren dadurch nicht zu beseitigen.“

      Es bedeutet auch nicht, dass man alle Probleme beseitigt. Es bedeutet eher, dass man sein Leben in den Griff bekommt und da anfängt, wo man etwas tun kann.

      Beruflich kann ich dagegen einiges vorweisen.

      „Mit meiner Gattin treibe ich freizeitmäßig Tanzsport, da haben wir häufig weibliche Gaffer zu sehen.
      Aber aus bitterer Erfahrung:
      Als Tanzsportgeät wäre ich diesen gut genug, aber sonst doch lieber den in cm größeren Typen, egal wie der charakterlich beschaffen ist.“

      Klar, Körperliches ist ein Problem. Aber du scheinst es doch in den Griff bekommen zu haben. Du bist beruflich erfolgreich, hast eine Frau.

    • Jeder Mensch hat sein Beef im Leben. Keiner hatte je eine leichte Kindheit wie sie bei Disney immer wieder vorkommt, jeder, wirklich jeder hat Probleme. Ein Freund von mir ist eine optische 10/10, hat extremen Erfolg bei Frauen, Geld und alles was sich Männer wünschen können. Trotzdem hat auch er Phasen wo er sich einsam und verlassen fühlt.
      Ich glaube wenn man das realisiert, dann versteht man, dass es diese Probleme sind die einen stärker machen.

      • Es ist ja gerade die links-feministische Szene, die immer behauptet, alle Nachteile gehen vom System aus. Die produzieren ihre Amokläufer geradezu selber.

      • Obacht, Optik ist bei Frauen nur ein Faktor, es geht hauptsächlich um Versorgung und Schutz.
        Optik ist etwas was Männer viel stärker beachten, und ich befürchte dass du projezierst.

    • Das war bei mir auch so. Zum Tanzen habe ich immer genügt, für mehr war ich zu „betanett“. Erst jetzt mit 20 habe ich ein Mädchen gefunden, die gerne einen Tänzer als Freund hat, und wie du schreibst hat das ja auch seine Vorteile.

  9. Ganz gute Analyse, vor allem in zwei Punkten hast du recht in einem muss ich dir entschieden widersprechen. Ich hab aus Neugier immer mal ganz gerne auf solchen Foren geguckt(/ r/Incels und /r9k/). Die Negativität darin geht auch vor allem aus dem Gefühl der genetischen Unterlegenheit hervor, dass eben alles von Geburt an bestimmt ist durch Faktoren, die man eben nicht beeinflussen kann (Körpergroße, Gesichtsstruktur etc). Das geht soweit, dass jeder gut gemeinte Ratschlag zur Selbstverbesserung mit Spott und Hohn erwidert wird. In diesen Foren herrscht wirklich eine Niederschmetternde Depression und Negativität von Individuen, die glauben alleine aufgrund ihres (gefühlt) abscheulichen Äußeren ihr Dasein in Einsamkeit fristen müssen, obwohl der eigentlich Grund dafür ihre Unfähigkeit zur sozialen Interaktion ist. Gerade ihr Hass auf „Stacys“(spöttisch für alle Frauen) und „Chads“ (alle gutaussehenden Alpha-Männchen) macht ihnen jegliche Interaktion unmöglich. Meiner Meinung muss man solche jungen Männer auffangen bevor sie in solche Kreise abrutschen, denn wenn man diese Denke einmal verinnerlicht hat, wird es schwer darauf noch Einfluss zu haben

  10. Kann mal jemand einen Link teilen, zu einem Forum, welches mehr Frauenhass beinhaltet als der Spon Männerhass?
    Wenn nicht, für Einhörner gibt’s doch Tumbler….

    • Also ehemals r/Incels war wirklich beispiellos. Da wurde jede Woche darüber diskutiert, ob man Vergewaltigung legalisieren soll, man Frauen bevormunden soll, weil sich ja unfähig wären entscheidungen zu treffen oder das Age of consent auf 11 Jahre zu senken, da „Frauen“ in diesem Alter am schönsten sind und es ab da nur noch bergab geht, oder ob man Frauen kastrieren soll und und udn. Hier muss ich ausnahmsweise aus eigener Erfahrung die berichterstattung der Medien zustimmen, Hass wurde dort wirklich gelebt.

      • Alternativ empfehle ich auf 4chan /r9k/. Weniger Frauenhass, dafür umso mehr Selbstmitleid für die Ausweglosigkeit des eigenen erbärmlichen Daseins.

      • … Hass wurde dort wirklich gelebt.

        Wenn Leute ihren Frust annonym in Internetforen auskotzen, kann man das IMHO noch nicht als „gelebt“ bezeichnen.

        Bedenkt man, dass es prinzipbedingt hunderte Millionen sexuell frustrierter Männer geben muss, dann wird einem klar, dass nur ein winzig kleiner Bruchteil dieser Männer seinen Frust auch wirklich auslebt.

        Im menschlichen Dasein ist gerade die Partnersuche Darwinismus in seiner Reinform. Dass es da auf allen Seiten zu Frust kommt ist der Normalzustand.

        Mich wundert übrigens, dass Winnenden in dem Zusammenhang noch nicht wieder hochgekocht wurde …

      • Mich wundert, dass man erst die Kommentarspalte dieses Blogs lesen muss, um mal konkrete Beispiele zu erfahren, was „die Medien“ eigentlich mit „Frauenhass“ der Incels meinen. Genannt hast du:

        a) Forderung nach der Legalisierung von Vergewaltigung
        b) Forderung, Frauen bevormunden zu können/dürfen, weil sie vermeintlich selbst nicht entscheiden können
        c) Forderung, das konsenzfähige Alter abzusenken
        d) Forderung nach Kastration von Frauen

        Richtig klasse wären jetzt noch Verlinkungen (hilfsweise: Screenshots) mit ein paar Originalzitaten und dem entsprechenden Kontext. Denn wenn ich eines in den letzten zwei, drei Jahren gelernt habe, dann, dass die Medien bei diesem Thema jedweden Vertrauensvorschuss völlig zu Recht verwirkt haben.

        • a) bezieht sich auf einen Artikel von Roosh, der ganz klar als Satire makiert war.

          http://www.rooshv.com/how-to-stop-rape

          Könnte Rote-Kacke-online.de mal einer mit Twitteraccount um die Ohren hauen.

          b) Der Spiegel selber ist ja ganz vorne dabei, wenn es Jahr um Jahr darum geht zu beweisen, dass Frauen nicht zur Kontoführung geeignet sind, da es ja an Prozentrechnung mangelt, wie Paygappropaganda ja jahrelang demonstriert hat.

          • Ich habe mir das alles noch nicht im Detail angeschaut. Aber offenbar hat sich das Forum zu einem Disclaimer entschlossen:

            – Alek Minassian has never posted on Incels.me.
            – As far as we are concerned, no one on the forum heard of him before these latest news.
            – Being incel has no relation whatsoever with violence, aggression, misogyny, or any other negative connotation.
            – While he may have called himself an incel, he does NOT in any way represent the community. One person does not represent communities, this should be known by now.
            – Incels.me does NOT allow any kind of discussion of illegal activities. If you see any, report it.

          • In dem Forum werden Attentäter wie z.B. der in Toronto (in mehreren Threads) als „Saint“ bezeichnet… gruselig.

          • Das Forum hat über 541.000 Posts. In einem nicht näher verlinkten Thread hat einer der Poster den Toronto-Täter als „Saint“ bezeichnet. Das relativiert natürlich die Distanzierung im von mir zitierten Disclaimer völlig … NICHT. o_O

          • Ok, dann drei Beispiele:

            https://incels.me/threads/honestly-reading-all-the-comments-that-people-on-news-articles-and-facebook-about-us-only-justifies-what-the-van-killer-did.39214/

            https://incels.me/threads/society-has-always-hated-male-virgins-but-im-glad-now-we-have-saints-fighting-back.39226/

            https://incels.me/threads/st-alek.39278/

            Völlig einig sind sie sich nicht in ihrer Bewertung… aber bei einer Fragestellung wie: https://incels.me/threads/do-you-think-womens-rights-was-a-mistake.39309/
            ist eigentlich nur eine Art von geäußerter Meinung erwartbar.

            Nix desto trotz… persönlich überkam mich Mitleid mit diesen traurigen Gestalten. Wahrscheinlich, weil ich auch diesen (für mich stellenweise sehr lustigen) Thread geklickt hatte: https://incels.me/threads/age-is-hitting-me-hard.39122/

          • @semikolon

            Es gibt ein ganzes Unterforum namens „ban appeals“. Dort können gebannte Forenteilnehmer mit entsprechender Begründung darum bitten, wieder „entbannt“ zu werden. Wer sich die Topics dort mal anschaut, wird sehen, dass dort recht rigoros gebannt wird, wer sich nicht an die Forenregeln hält. Unter Punkt 6 der Forenregeln steht dort z.B., dass Diskussionen über illegale Aktivitäten untersagt sind. Ich bleibe dabei, in Anbetracht von 500.000 Posts bilde ich mir kein Urteil darüber, was das Forum und die Menschen darin zu einer Gruppe konstituiert. MIr scheint aber, der Wunsch, Frauen umzubringen ist nicht das konstituierende Element. Die drei von dir verlinkten Beispiele zeigen, dass die Enttäuschung durchaus in Aggression und Verzweiflung umschlagen kann. Aber auch hier zeigt der Kontext, woher das kommt und dass der Fall, wie so oft, weitaus komplexer ist:

            „They’re also literally making up lies. They implied that Elliot Rodger posted on r/incels. They hate male virgins, yet, they want to categorize us strictly as killers or something. Even then, you should see all these comments that people are posting about us.
            Encouraging incels to suicide, talking about how we’re not entitled, making jokes. Things like these only justifies when normies and women are killed. They failed to actually solve the problem, so I guess we can look forward to more rebellion.“

            „Sie erfinden auch buchstäblich Lügen.“ Sie deuteten an, dass Elliot Rodger bei r/incels gepostet hat. Sie hassen männliche Jungfrauen, sie wollen uns strikt als Mörder einstufen oder so. Selbst dann sollten Sie all diese Kommentare sehen, die die Leute über uns schreiben.

            Sie ermutigen INCELs zum Selbstmord, reden darüber, dass wir keine Wahl haben, machen Witze. Dinge wie diese rechtfertigen nur, wenn Normies und Frauen getötet werden. Sie haben das Problem nicht gelöst, also können wir uns auf mehr Rebellion freuen.“

          • Eine kranke Weltsicht offenbart sich da.
            „Sie haben das Problem nicht gelöst“?
            Was könnten „normies“ und Frauen denn tun, um deren (Sex-)Problem zu lösen, was erwarten die von der Gesellschaft, so ganz in echt?

          • @Semikolon

            „Was könnten „normies“ und Frauen denn tun, um deren (Sex-)Problem zu lösen, was erwarten die von der Gesellschaft, so ganz in echt?“

            Ich glaube ja, sie leiden an den „unmöglich zu erfüllenden Idealvorstellungen“ der Gesellschaft, unter denen insbesondere *Männer* so sehr leiden.
            Der Selbsthass und eine gestörte Selbstwahrnehmung liegen eindeutig an Frauen und deren „female entitlement“ bezüglich eines großen, gut aussehenden und gut verdienenden Mannes.

            Mir schwebt da zunächst vor, die positive Botschaft des „Jeder ist schön! Sei einfach wie du bist!“ in das Forum zu tragen.
            Dann, eine „Incel-positive“ Bewegung zu gründen und „Incel-shaming“ gesellschaftlich streng zu ahnden. Zum Beispiel ist der Vorwurf, Incel hätten eine „kranke Weltsicht“ natürlich hate speech.

            Vielmehr ist es so, dass die „normie-culture“ das eigentliche Problem ist und die muss sich ändern. Man muss den Frauen beibringen, auf „normies“ zu stehen ist moralisch falsch und zu verurteilen.

            Man könnte auch anfangen, schädliche Darstellungen von gut aussehenden Männern in der Öffentlichkeit zu verbieten. Also z.B. Werbeplakate abhängen, auf denen durchtrainierte Männer den Eindruck erwecken, man könne als Mann jemals so aussehen. Auch Zeitschriften und bspw. Übertragungen von Leichtathletikwettkämpfen sind unnötig und stärken nur die normie-culture.

            Meine komplett spontanen und völlig voraussetzungslosen Ideen zur Verbesserung der Lage der Incel könntest du ruhig mal loben, Semikolon! 😉

      • Es ist der gleiche Hass, der Feministen und auch Identity-Politics Apologeten befallen hat. Der Hass der Verlierer. Anstatt sich aufzuraffen und besser zu werden, will man lieber das Brett vom Tisch werfen.

        Oh, aber zu einem gewissen gerade muss man Frauen bevormunden, nur das wir uns da nicht falsch verstehen. Frauen sind zu emotional um langfristig gute Entscheidungen zu treffen.

  11. Warum wird hier Elliot Rogers mit in den Topf geworfen?
    Dessen Opfer waren zu 2/3 Männer.
    Seine PUA „experience“ bestand darin irgendwann einmal was auf Reddit gelesen zu haben.

    Ich mein, wenn der Papi US Drehbuchautor ist, dann war der Amoklauf keine Folge irgendwelcher Männerrechtler, sondern das ergebnis westamerikanischer progressiver Erziehung.

    Ist das nicht das Nachkauen eines internalisierten, aber dennoch falschen Mainstreamnarratives, vermutlich als eine Folge von zuviel SPON Konsum?

  12. Merke:
    Wer Frauen zum Arbeiten in – z.B. – nen Steinbruch schickt, verringert derern herumlungern in Café und deren Treffwahrscheinlichkeit bei einem Einparkfehlschlag vor jenen Orten.

    • Meine Arbeit bringt es mit sich, daß ich Wochentags öfters mal an öffentlichen Orten, wie Caffeers, Freizeiteinrichtungen etc. unterwegs bin.
      Es fällt mir wirklich immer wieder auf, wie viele, auch junge Frauen, viel Zeit mit Shoppen, im Cafe rumlungern, am Strand liegen etc. verbringen. Männer werden erst nach Feierabend häufiger. Ich vermute mal das diese Frauen das rumgammeln, und dem eigenen Wohlbefinden beschäftigen als stressige Hausfrauentätigkeit beschreiben würden.

  13. Aus dem MGTOW Link:

    „Eine Richtung innerhalb der Männerbewegung ist „Men Going Their own way“:

    Es geht dabei darum, dass man sich von der Bestätigung von Frauen abkoppelt und einfach seinen eigenen Interessen folgt. In gewisser Weise ist es insoweit eine „Befreiungsbewegung“ für Männer.“

    Wie man von dort allerdings hierhin kommt?

    „In dem Bereich der „abgelehnten Männer“ im weiteren Sinne gibt es ein breites Feld an Bewegungen. Etwa könnte man zum Teil MGTOWs hier einordnen, da viele dort eben auch ihren Platz finden, die keinen Erfolg bei Frauen haben, wenn auch andere Teile der Bewegung schlicht das Risiko zu groß finden oder sich aus anderen Gründen dagegen entschieden haben, sich auf Frauen einzulassen. Andere wären die männlichen „Absoluten Beginner“, also Männer, die gerne etwas mit Frauen hätten, aber das „erste Mal“ trotz entsprechender Bemühungen nicht erreichen.“

    MGTOW sind Männer die gerne NICHTS mit Frauen zu tun hätten.

    • „Eine Richtung innerhalb der Männerbewegung ist „Men Going Their own way“
      Nein, als MGTOW kann man Männerrechtler sein aber man muss es nicht. Ein MGTOW hat einfach nur festgestellt, dass es noch etwas Anderes als Frauen gibt und dieses Andere unter Umständen spannender ist als Frauen.

    • ‚MGTOW sind Männer die gerne NICHTS mit Frauen zu tun hätten.‘

      Dieser Satz ist in seiner Allgemeinheit definitiv falsch. Es gibt zweifellos unter den MGTOWs viele, die so ticken. Andererseits gibt es auch etliche MGTOWs, die freundschaftliche Beziehungen zu Frauen unterhalten. Es gibt auch welche, die regelmässig Sex mit Frauen haben. Tatsächlich gibt es keinerlei belastbare Daten über die MGTOWs, welche Gruppierungen wie stark unter ihnen vertreten sind. Deswegen bleiben dann halt nur noch Spekulationen…

      Die Lebensweise MGTOW impliziert eigentlich nur, dass es sich um Männer handelt, die ihren eigenen Weg gehen. Dieser eigene Weg ist sehr unterschiedlich und idividuell. Die Grenze ist erst dort zu ziehen, wo der Mann in seiner Entscheidungsautonomie so weit eingeschränkt ist, dass er seinen eigenen Weg nicht mehr gehen kann. Das ist bei einer Ehe ziemlich sicher der Fall, weil dort ja nicht bloss die Angetraute über das gemeinsame Leben mitbestimmt sondern auch noch die dritte Vertragspartei namens Staat.

      • „Die Lebensweise MGTOW impliziert eigentlich nur, dass es sich um Männer handelt, die ihren eigenen Weg gehen. Dieser eigene Weg ist sehr unterschiedlich und idividuell. Die Grenze ist erst dort zu ziehen, wo der Mann in seiner Entscheidungsautonomie so weit eingeschränkt ist, dass er seinen eigenen Weg nicht mehr gehen kann. Das ist bei einer Ehe ziemlich sicher der Fall, weil dort ja nicht bloss die Angetraute über das gemeinsame Leben mitbestimmt sondern auch noch die dritte Vertragspartei namens Staat.“

        Kann denn z.B. ein abhängig Beschäftigter MGTOW sein bzw. unter welchen sonstigen Voraussetzungen wäre das möglich?

        • Das Abhängigkeitsverhältnis eines abhängig Beschäftigten ist ein rein ökonomisches, das jederzeit gekündigt werden kann.

          Dass dies die Blickweise der meisten Frauen auf die Ehe ist, habe ich auch erst im Laufe meines Lebens gelernt.

          • „Das Abhängigkeitsverhältnis eines abhängig Beschäftigten ist ein rein ökonomisches, das jederzeit gekündigt werden kann.“

            … das eingetauscht werden könnte gegen ein anderes Abhängigkeitsverhältnis.

            Und was heißt „rein ökonomisch“? Arbeitgeber wollen (bei Vollzeitangestellten) über min. ein Drittel ihrer wachen (Lebens-)Zeit verfügen, und das gern über vier Jahrzehnte hinweg.

          • „Und was heißt „rein ökonomisch“? Arbeitgeber wollen (bei Vollzeitangestellten) über min. ein Drittel ihrer wachen (Lebens-)Zeit verfügen, und das gern über vier Jahrzehnte hinweg.“
            Es ist ein Tauschgeschäft, du gibst dem Arbeitgeber deine Arbeitskraft bzw. Zeit und der Arbeitgeber gibt dir Geld dafür. Wenn du das nicht magst, kannst du auch darauf verzichten. Es liegt kein Zwang vor. Gibt genug Menschen die keine Lust haben zu arbeiten und dafür auf die mit dem Gehalt verbundenen Annehmlichkeiten verzichten.

          • „Dass dies die Blickweise der meisten Frauen auf die Ehe ist, habe ich auch erst im Laufe meines Lebens gelernt.“

            Richtig. Und es hat so lange gedauert, weil den Männern bzw. den Menschen ja ständig ins Hirn gehämmert wird, dass Liebe ja „ewig währt“, wenn sie denn nur „wahrhaftig“ genug ist.

          • „Es liegt kein Zwang vor. Gibt genug Menschen die keine Lust haben zu arbeiten und dafür auf die mit dem Gehalt verbundenen Annehmlichkeiten verzichten.“

            Aber es gibt die Möglichkeit der Sanktionierung des Existenzminimums für diejenigen, die ihre Amts-Auflagen nicht einhalten, wie ich in der Masku-Szene lernte: besonders häufig gegen Männer ausgesprochen. Es gibt 1-Euro-Jobs und sogenannte Aufstocker, sprich es gibt Menschen, die anerkannterweise arbeiten und dennoch auf die Annehmlichkeiten eines Gehalts verzichten müssen.

          • „Aber es gibt die Möglichkeit der Sanktionierung des Existenzminimums für diejenigen, die ihre Amts-Auflagen nicht einhalten, wie ich in der Masku-Szene lernte: besonders häufig gegen Männer ausgesprochen. Es gibt 1-Euro-Jobs und sogenannte Aufstocker, sprich es gibt Menschen, die anerkannterweise arbeiten und dennoch auf die Annehmlichkeiten eines Gehalts verzichten müssen.“

            Keiner sagt, dass alle Männer schlau sind. Es gibt genug männliche Idioten die halt nicht in der Lage sind sich selbstständig einen Job zu suchen der sie ernährt, nicht einmal in dieser Zeit wo Jobs auf der Straße liegen. Genauso gibt es halt auch genügend Männer die zu doof sind ihre Auflagen für HARZ IV einzuhalten. Als ich nach dem Studium mal eine kurze Zeit arbeitslos war habe ich solche Leute in den Wartezimmern gesehen die weder mit Geld umgehen konnten noch arbeiten wollten. Ich frage mich aber auch wie viele von denen bei alleinerziehenden Müttern aufgewachsen sind.

          • @Pfefferundsalz

            Der größte Geniestreich war es ja auch noch, den Alleinverziehenden Müttern die tolle Option zu geben, die Kinder raus zu werfen, denn das Amt zahlt ja dann eine kleine Bude.

            „Zwei Scheidungen“ bis zum Zwanzigsten sind vllt für viele Jungs wirklich zu viel.

          • „Der größte Geniestreich war es ja auch noch, den Alleinverziehenden Müttern die tolle Option zu geben, die Kinder raus zu werfen, denn das Amt zahlt ja dann eine kleine Bude.

            „Zwei Scheidungen“ bis zum Zwanzigsten sind vllt für viele Jungs wirklich zu viel.“

            Also soweit ich weiß wurde (bereits vor längerem) genau diese Möglichkeit zum Auszug für (volljährige, aber) unter 25jährige stark beschränkt (siehe § 22 (2a) SGB II)

          • Männer müssen atmen, also kann es kein MGTOWs geben … sind doch nur Luftabhängige! 🙂

        • Sofern der abhängig Beschäftigte den Arbeitsvertrag aus freien Stücken unterschrieben hat, dann kann er selbstverständlich ein MGTOW sein. Aus einem Beschäftigungsverhältnis kommt man ohne grosse Probleme mit einfacher Kündigung wieder heraus, wenn man als MGTOW glaubt, dass durch den Arbeitsvertrag das Beschreiten des eigenen Wegs beeinträchtigt wird. Dann ist man frei sich selbständig zu machen oder ein anderes Arbeitsverhältnis zu suchen, das einem genehmer ist. Aus einer Ehe herauszukommen ist nicht so einfach – insbesondere, wenn obendrein noch Kinder da sind.

          Im übrigen bezieht sich das klassische MGTOW tatsächlich auf Frauen und auf nichts anderes. Dass jeder Mensch gewissen Zwängen unterworfen ist und deshalb Kompromisse eingehen muss, ist eine Binsenweisheit. Wer sich in einer ehelichen oder eheähnlichen Beziehung befindet, hat allerdings kaum mehr irgendwelche Freiräume. Allenfalls wird dann die Arbeit zum Freiraum, wo man sich der holden Gattin wenigstens 8, 9 oder 10 Stunden am Tag entziehen kann – ausgenommen an Wochenenden, Feiertagen und im Urlaub.

          Ein freier Mann, der keine Frau und Kinder hat, kann hingegen das eingesparte Geld und die ausgedehnte Freizeit für sich selbst nutzen. Er hat viele Probleme der Ehemänner/Familienväter nicht. Er hat kein Scheidungsrisiko mit den sich daraus ergebenden desaströsen Folgen, die nicht bloss finanzieller sondern auch rechtlicher, sozialer und emotionaler Natur sind. Und wenn ein Mann kein MGTOW sein will, dann muss er das ja nicht. Jeder, wie ihm beliebt.

          • Aus einer Ehe herauszukommen ist nicht so einfach – insbesondere, wenn obendrein noch Kinder da sind.

            Für die Frau ist es schon einfach. Sie bekommt per default das Aufenthaltsbestimmungrecht für die Kinder, weiterhin Unterhalt und den Versorgungsausgleich. Insofern ist es schon stimmig, aus Sicht der Frau die Ehe mit einem Beschäftigungsverhältnis gleichzusetzen.

          • @LordOfDarkness
            ‚Für die Frau ist es schon einfach‘

            Gewiss, aber meine diesbezügliche Argumentation gilt aus Sicht eines Mannes, denn nur er kann per definition zu einem MGTOW werden.

            Ob Frauen die Ehe mehrheitlich als Beschäftigungsverhältnis zu sehen, weiss ich nicht; aber wenn sie es tun, dann tangiert das meine Argumentation ja nicht. Dass sie die Ehe jederzeit aufkündigen können und dann noch die Konkursdividende (Kinder, Recht auf Unterhalt) daraus herausziehen – nota bene selbst dann, wenn sie die Ehe zuvor selbst zerstört haben – ist den Frauen sehr wohl bewusst.

            Es ist eher so, dass massenhaft Männer blauäugig in die Ehe/Familiengründung reintappen und nicht wissen (oder nicht wahrhaben wollen?), dass sie dabei ihrer eigenen Selbstentmündigung und Selbstenteignung zustimmen. MGTOW ist eine Strategie, mit der man diese Selbstentmündigung/Selbstenteignung vermeidet.

          • „Es ist eher so, dass massenhaft Männer blauäugig in die Ehe/Familiengründung reintappen und nicht wissen (oder nicht wahrhaben wollen?), dass sie dabei ihrer eigenen Selbstentmündigung und Selbstenteignung zustimmen. “

            Das war mir damals, als ich reingetappt bin, schon bewusst. Was mir nicht bewusst war, ist, dass aus Sicht der meisten Frauen die Ehe ein okonomisches Zweckbündnis eben wie ein Arbeitsverhältnis ist.

            Dass Semikolon Ehe und Arbeitsverhältnis so selbstverständlich vergleicht und davon ausgeht, für die Männer sei das ebenso, finde ich bemerkenswert, weil es zeigt wie gering eigentlich das Verständnis für das andere Geschlecht auf beiden Seiten ist.

        • Klar. Warum soll das nicht der Fall sein?
          Es geht hauptsächlich darum, das gesellschaftliche Erwartungen abgelehnt werden, hauptsächlich in Punkto Frauen und Gynozentrismus.

          TFM sagte mal, dass MGTOW die einzigen sind, die Frauen wirklich verstehen können (und daher auch wirklich lieben können, so paradox das auch klingen mag). MGTOW speisen ja häufig aus PUA-Wissen, und gehen von da aus einen Schritt weiter.

      • Wenn dem so ist, warum ist dann „Ghosting“ ein wichtiges MGTOW Thema?

        https://www.youtube.com/results?search_query=ghosting+mgtow

        Klar, das Label ist so aufgestellt, dass im Grunde jeder Junggeselle und sogar manch Verheirateter darunter fallen kann, aber das wären dann schon extreme MGTOW Aussenseiterpositionen.

        Level 1 MGTOW.

        https://trends.google.com/trends/explore?date=today%205-y&q=mgtow

        Gucken wir uns mal die verwandten Themen an, dann fällt Sandman ins Auge, und die Definition von MGTOW wie Sandman einer ist ist die oben genannte.
        Frauen aus dem eigenen Leben auszuschließen und gesellschaftliche Übergriffigkeiten zugunsten von Frauen auf Männer durch den gynozentrischen Staat möglichst (für sich selbst! sonst wäre man MRA) zu vermeiden.

        Wer gefahrlosen Sex nach seinen eigenen Regeln sucht, der wird wohl eher dem PUA angehören, sich selbst entsprechend versuchen zu optimieren und natürlich nach den Regeln der Damen zu spielen.

        Der andere imho interessante Punkt ist die Auflistung der Länder.

        Kanucknada auf Platz 1.

      • Der Vorschlag im Artikel
        „Fange an, dein Leben in Ordnung zu bringen, suche die Schuld nicht bei anderen, räume dein Zimmer auf.“
        ist ja grundsätzlich vernünftig. Aber wie @Maesi sehr richtig anmerkt:
        „… der Mann in seiner Entscheidungsautonomie so weit eingeschränkt ist, dass er seinen eigenen Weg nicht mehr gehen kann. Das ist bei einer Ehe ziemlich sicher der Fall, weil dort ja nicht bloss die Angetraute über das gemeinsame Leben mitbestimmt sondern auch noch die dritte Vertragspartei namens Staat.“
        Ich kann mein Leben nicht in Ordnung bringen, wenn der Staat mir in mein Leben reinpfuscht und via Jugendamt und Familiengerichtsbescheide vorschreibt, wie ich meine Familie zu führen habe. Es ist die Einmischung des Staates in den privaten Bereich der Familie, welche Eheschließung und Familiengründung indiskutabel macht. Der Staatsfeminismus sorgt zuverlässig dafür, dass es immer eine Überzahlsituation gegen den Mann gibt, wobei der Mann für alles haftbar gemacht wird und er wird gezwungen (gerne über Enteignung), alles zu bezahlen.
        In Zeiten des Gynozentrismus ist es für Männer extrem schwierig, ihr „Leben in Ordnung zu bringen“, wenn es von einer Frau im Verbund mit Staatsfeminismus in Unordnung gebracht wird. Und es ist eine Kunst, wenn sich der Staat da in alles reindrängt, die Schuld NICHT bei anderen zu suchen…

    • @Sander Aale:

      »MGTOW sind Männer die gerne NICHTS mit Frauen zu tun hätten.«

      Also ich sehe mich auch als MGTOW, aber für mich heißt das nur, dass ich für Beziehungen und Begegnungen meine eigenen Kriterien in den Vordergrund rücke. Nach meiner Definition sind MGTOW Männer, die nicht mehr bereit sind, jeden Preis zu zahlen, damit sie »mit Frauen zu tun haben« können.

      • Wie oben ( zu Semi’s Gerotze ) schon erwähnt, erfülle ich zumindest die wichtigste, nämlich die titelgebende MGTOW-Regel schon seit Kindheit:
        Ich gehe, übrigens auch im Beziehungen, konsequent und immer meinen eigenen Weg.

        „Trotzdem“, oder sicherlich nicht zuletzt eben drum, habe ich – ebenfalls quasi lebenslänglich – immer ( auch ) einige sehr gute Beziehungen zu Frauen, und zwar über die volle Bandbreite aller Möglichkeiten, von Friendzone, über ONS, bis hin zu Kernfamilie ( letztere scheiterte an der professionell gepushten Psychopathie der Exe, nicht an mir ).

        So viel zur Unterstellung, MGTOW würde bedeuten, daß Mann nix mit Frauen zu tun haben wolle.
        Ich interpretiere es eher als „Arsch in der Hose“ nicht nur romantisiert herbeizuphantasieren, sondern sich auch dafür gerade zu machen.
        Eben deshalb betrachte ich mich auch, trotz der Voraussetzungen, nicht als „Angehöriger der Bewegung“. Einfach weil ich MEINEN WEG beschreite und nicht den irgendeines ( wohlmöglich selbsternannten ) Vereinsredners.

      • ‚Nach meiner Definition sind MGTOW Männer, die nicht mehr bereit sind, jeden Preis zu zahlen, damit sie »mit Frauen zu tun haben« können.‘

        Das scheint mir die wesentlich bessere Definition zu sein. Muss ich mir merken. Wobei der Preis natürlich nicht nur Geld oder materielle Güter beinhaltet sondern durchaus auch eine immaterielle Dimension hat (Freiheit, Selbstbestimmtheit).

      • Nach meiner Definition sind MGTOW Männer, die nicht mehr bereit sind, jeden Preis zu zahlen, damit sie »mit Frauen zu tun haben« können.

        Das ist deutlich zu wenig, denn das wird für so ziemlich alle Männer gelten, die überhaupt mit Frauen zu tun haben. Denn die, die jeden Preis zu zahlen bereit sind, werden von Frauen gemieden wie der Teufel das Weihwasser.

        Aber eine wirklich gute Definition fällt mir auch gerade nicht ein.

  14. Man sollte berücksichtigen, dass Männer nicht nur das kreativere, sondern als Kehrseite auch das destruktivere Geschlecht sind. Meines Erachtens gehört das zum evolutionären Spiel dazu.
    Kann man das ändern? Nein.
    Kann man männliche Destruktivität in Kreativität transformieren? Ja.
    Dafür müsste man aber Jungen in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Erziehung und Aufmerksamkeit stellen, wie es bislang alle erfolgreichen Zivilisationen getan haben.
    Frauenförderung ist gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Verschwendung. Männer sind zu fördern und zu fordern.

    • „Ja. Dafür müsste man aber Jungen in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Erziehung und Aufmerksamkeit stellen, …“

      Ich denke auch: Wenn das ein Thema in der Öffentlichkeit wäre: Männer (junge und alte), die keine Frau kriegen, weil Frauen in der Regel zu hohe Ansprüche an potentielle Partner haben, wenn sowas z. B. in den Talkshows immer mal wieder diskutiert würde, das würde Einiges bringen.

      Wenn diesen Leuten das Gefühl gegeben würde, daß es nicht ihre Schuld und auch nicht ihr Pech ist, keine Frau zu kriegen, sondern eine Verquickung von Hypergamie mit massenmedialer Verblendung (Frauen sind immer toll und kriegen immer die allerbesten Typen) – das wäre für diese Leute fast wie eine Therapie.

      Das Traurige ist ja, daß die Mehrheit der Frauen, die sich diesen Leuten verweigern, mit ihrer eigenen Reproduktions-Strategie ja ebenfalls scheitern: Sie kriegen keinen Alpha, oder werden von einem nachts um halb drei im Klo der Disko mal durchgespült. Ab und zu haben sie mal einen Beta, aber natürlich nichts Festes, und dazwischen immer 4 oder 5 Jahre Ebbe. Die einzige erfolgreiche Beziehung, die sie führen, ist die zu Schokolade, Frauenmagazinen und billigem – äh, preiswertem Wein.

      • Diese Strategie ist doch kein Scheitern: Sie bekommt den Nachwuchs von diesem Alpha-Mann und der momentan mit ihr zusammenwohnende Beta ist dann eben Papa. So schlecht wird der nicht sein, denn er ist ein Typ, kann und muss selbstverständlich Vollzeit arbeiten und sie damit eher durchfüttern als sie sich selbst mit dem Bißchen endlosen Studieren und nachmittags Kaffeetrinken das jemals könnte.

    • „Kann man männliche Destruktivität in Kreativität transformieren? Ja.
      Dafür müsste man aber Jungen in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Erziehung und Aufmerksamkeit stellen, wie es bislang alle erfolgreichen Zivilisationen getan haben.“

      Nenn mal bitte ein Beispiel für eine Zivilisation, die männliche Destruktivität erfolgreich im Zaum gehalten hätte…

      • @ Semi:
        „Nenn mal bitte ein Beispiel für eine Zivilisation, die männliche Destruktivität erfolgreich im Zaum gehalten hätte…“
        Nun, ungefähr so „gut“ wie im „im Zaum halten“ von weiblicher Destuktivität sind sie da wohl alle ….
        Kam hier nicht gerade vor ein paar Tagen das Beispiel von den sich an Exekutionen aufgeilenden Damen, die gerne mal mitsteinigen möchten?
        Und welches Geschlecht hat denn nun den Adolf an die Macht gewählt?

    • Oder, einfach ausgedrückt: Men do all the stuff, positive and negative.

      Das geht garnicht anders, da Frauen von der reinen Funktion her nichts weiter als Inkubatoren sind. Passiv. Es kann keine erfolgreiche Gesellschaft ohne Männlichkeit geben

      (Wem das zu sexistisch ist kann sich gerne ein „und Männer sind nichts weiter als Werkzeuge“ hinzufügen)

    • Die marschieren doch mit.
      Der Müller ist ja selber so einer, der die Welt menschlich, also weiblich, machen will.
      Der Dings hatte sich ja nicht ohne Grund von den NDS getrennt, sondern weil?
      Genau. Weil die NDS Kampagnenjournalismus betreiben.

      • @Sander Aale:

        Müller gehört zu einer alten SPD-Generation, die beim Thema Feminismus nicht auf dem Laufenden ist. Er und die NDS äußern sich aber auch praktisch nicht dazu. Dafür sind sie beim Thema Medienkritik eine sehr ergiebige Quelle.

        Deine »Nicht-gut-genug«-Kritik teile ich daher nicht. Ich verlinke nicht auf die NDS, weil ich meine, dass sie angebetet werden sollen, sondern weil sie regelmäßig gegen die Mainstream-Medien konkrete Argumente und Belege liefern. Dass »Dings« den Müller nicht mehr bumsen will, ist mir als Einwand zu schwach.

        • OT: Was diese Pflaume Stritzel ( oder wie der heißt ) da piept, ist ja nun wirklich auf den ersten Blick schon eine äußerst eklige Krakehlerei. Da hat J. Berger doch mal wieder alles richtig gemacht.
          Das „Argument“: „Der schreibt auf dem falschen Blog“, ist einfach nur unterste Kajüte
          Analog zu: „A.Hoffmann hat mal ein Interview durch ‚EF‘ zugelassen“, oder: G. Amendt wurde mal von einer ‚Homoheilerseite‘ zitiert“.

        • Dings Kritikpunkt war ja, dass man nur dann glaubwürdige Medienkritik betreiben kann, wenn man nicht einseitig berichtet.
          Und der Wimmer-Ganser-Jebsen-RT-NDS Komplex berichtet sehr einseitig.
          Das Thema Feminismus wäre aber imho für die NDS erstaunlich wichtig, denn der Frauenanteil der NDS ist ja irgendwo im negativen Bereich angesiedelt.

          • @Sander Aale:

            Der »Wimmer-Ganser-Jebsen-RT-NDS Komplex« ist vermutlich so etwas wie der »Pick-Up-Breivik-MGTOW-Incel-MRA-Komplex«?

            »Das Thema Feminismus wäre aber imho für die NDS erstaunlich wichtig«

            Wie wär’s mal mit der Würdigung, dass hier jemand tatsächlich mal die Fresse hält, wenn er keine Ahnung hat?

          • @djadmoros

            Mal drei Minuten stöbern, was der typische NDS Leser/Zuschauer so auf Youtube konsumiert oder zumindest in seinen Playlists speichert, dort wird man genau das finden, den Ganser-Jebsen-RT-Wimmer-NDS Komplex.

            „Wie wär’s mal mit der Würdigung, dass hier jemand tatsächlich mal die Fresse hält, wenn er keine Ahnung hat?“

            Im Prinzip lobenswert, nur leben wir doch in Zeiten, in denen alles an neoliberalen Schweinereien mit #Feminismus begründet wird, und jedes vernünftige Widerwort mit #Nazi-Antifeministen-Russo-Pegidadisten abgeschmettert.

            Was soll man davon halten?

            Ist nicht so, dass bei den NDS keine Emails eingegangen wären, die auf das ein oder andere Problem mit dem Feminismus hingewiesen hätten (Link zu The Fraud of Feminism inklusive).
            Und da der ganze Komplex im Grunde weder weibliche Mitstreiter noch weibliche Leser- Zuschauerschaft hat, wundert mich deren hart sinnfreie pro Feminismus Linie.

            Ich fänd’s besser, wenn die sich mal Ahnung aneignen würden.
            Wollen sie aber nicht.

    • „Zusammen mit diesem (eigentlich off-topic-Link) von den heutigen Nachdenkseiten bestätigt das für mich erneut das Bild, dass unsere Mainstreammedien stramm im Gleichschritt in Richtung DDR 2.0 marschieren.“

      Ich hatte den Beitrag von Gack auch gesehen – und er war mir sofort als äußerst ungewöhnlich aufgefallen.
      Ich bin nun nicht vor Ort und kann mit Sicherheit wenig zur Erhellung der Lage in Syrien beitragen, aber verwundert war ich schon, dass der Westen aufgrund von Videobildern sofort WUSSTE, DASS Giftgas eingesetzt wurde und WER der Täter war.
      Wenn ich mal wieder im Nahen Osten so richtig für Stimmung sorgen möchte, dann nehm ich mir ne Gießkanne, gieße ein paar kleine Kinder – bevorzugt kleine Mädchen – mit Wasser ab und behaupte, das sei wegen eines Giftgasangriffs in Rakka nötig gewesen.
      Gleich toben die US-Airforce, die RAF und wer sonst sich noch zur Rettung der Zivilisation verpflichtet fühlt, los und greifen irgendwo an.

      Um nicht missverstanden zu werden: ich habe keinen Zweifel, dass der Giftgasanschlag tatsächlich passiert ist und dass Assad dahinter steckt.
      Aber „keinen Zweifel“ genügt meinen eigenen Maßstäben nicht, etwas als Tatsache zu verbuchen.

  15. Irgendetwas klingelt da im Kopf, dass das Thema bei irgendeinem (klassischen) Amokläufer namens „Kimveer Jill“ (schrieb der sich so?) auch mal eine Rolle gespielt hat…
    Lang her die Sache, mehr als 10 Jahre.
    Es ist auch in gewissen Kultkreisen um solche Menschen / Taten nicht ganz von der Hand zu weisen, dass sich dort eine Filterblase drum herum entwickeln kann, die sich unter anderem auch auf den Hass von Frauen in sexueller Art und Weise fokussiert (wohlgemerkt, für diejenigen, denen das Thema wichtig ist – für manche geht es dabei um gescheiterte Versuche am anderen Geschlecht, für andere darum, dass sie dabei zusehen können, wie ihre heimliche Liebe jemand mit anderes herumtrurtelt; anderen wiederum ist das Thema nicht ganz so wichtig oder sie machen ganz andere Erfahrungen und sie entwickeln dadurch einen generellen Menschenhass, gegen Frauen als auch Männer; oder Frauen sind die diejenigen, die sich vom Grundthema angesprochen fühlen, und beklagen sich in Folge davon nicht unbedingt um sexuelle Probleme mit eben jenen).
    Beileibe ist das aber nicht das einzige Grundmotiv des Hasses, was sich da dann in solchen Communities anstaut, und zelebriert wird. Es ist nur eines von vielen und auch immer jeweils abhängig davon, was denjenigen im Leben an Erfahrungen zu Teil wurde.

    Es ist aber nicht so, als wenn sich das mit dem Frauenhass nur da anhortet.
    Jeder wöchentliche Stammtisch in der Kneipe, wo sich 5 Idioten Biere ‚reinschütten, da kann sich genauso solche Denke wie „Frauen = Putzen, Kochen, Muschi“ entfalten, die auch nicht gerade zimperlich in ihrem Geschlechterbild ist.
    Sie holen sich nur nicht gerade Lieferwagen oder eine Flinte, um ihrer Verachtung Ausdruck zu verleihen. Sie vögeln sich „nur“ ungeniert durch die Landschaft und werfen Menschen wie gebrauchte Papiertaschentücher weg.

    Umgekehrt, auf weiblicher Seite, gibt es das gleiche Phänomen mit dem unfreiwilligen Zölibat allerdings auch!
    Das sind dann diejenigen, die als zu alt, zu hässlich, zu fett oder was auch immer gelten (oder die z. B. chronisch krank und eingeschränkt sind) und nur von Typen angefasst werden, wenn diese eine Wette verloren haben, oder wenn diese jemanden zum Aushalten suchen.
    Genügend haben aus auch schon erlebt, verlassen zu werden, wenn sich denn herausstellen sollte, dass sie keine Kinder bekommen können.
    Auch da gibt es Dinge, die als Minderwertigkeiten vom anderen Geschlecht angesehen werden!
    Endet nur selten darin, dass eine eines Morgens mit dem Knüppel durch die Einkaufspassage zieht.
    Eher wird der Hass und die „Scheiß auf Männer!“-Attitude in regelmäßigen Kaffeerunden mit Freundinnen daheim gepflegt, die ebenfalls davon betroffen sind.
    Oder Frau verdingt sich in irgendwelchen Datingportalen, sitzt dann irgendwelchen Betrügern auf, die sie finanziell austrocknen.
    Oder sie nimmt sich einen solchen zum Partner, der keine Frau, sondern eine Mutter braucht, und kann sich von solchen unglücklichen Beziehungen dann nicht lösen, egal wie sehr sie drüber jammert und flucht. (Co-Abhängigkeit)
    Das Phänomen „Frau sucht sich einen Mann im Gefängnis“ tritt an dieser Stelle auch ein.

    Nebenbei, dass man für den diskutierten Fall sowieso noch einmal hinzufügen muss: Es ist die erste Spur eines Motivs. Nicht mehr und nicht weniger als das.
    Ob derjenige von einer Frau mal nach Strich und Faden verarscht und ausgenommen wurde – und deswegen dann in der Suche nach Trost oder Hilfe bei solchen Gruppierungen gelandet ist-, ob er eine Psychose hatte oder sich für Jesus hielt, das weiß bisher noch keine Sau.
    Grundlegend lässt es auch von Seiten der Presse zu wünschen übrig, dass man gleich wieder mit felsenfester Überzeugung auf den üblichen Button schlägt, auf den ersten Strohhalmn, der sich dort bietet.
    Gleichzeitig aber ist es auf der anderen Seite auf wieder sehr vielsprechend für den aktellen Zeitgeist. Für die eigene Filterblase.

  16. Das finde ich schon wieder lustich. Nachdem der wohl locker als professonelle Made zu bezeichnende Zickenjazzer und ewige Genderstudent „schwarze Feder“ Andreas Kemper seinen Lebensstandart mal für ein paar Monate etwas zurückfahren mußte, weil selbst die grünbraune Geldwaschmaschine HBS/GWI ihm ( zumindest offiziell ) den Geldhahn und technischen Unterbau seines „geheimdienstlichen“ Hassprangers „Agent_*.I.in-Kemper.ork“ abgedreht hatte entdeckt er in der Ferne sein Lieblingstrittbrett ( pööse Männers ) und hüpft in vollem Gallop drauf:
    #metoo!metoo!1! Herr Lehrer, Herr Lehrer, ich weiß was, die die die Männer waren’s, mit ihrer giftigen Männlichkeit1!1!!11″
    So zwittschert der #Amokschreiber_von_Münster hysterisch drauflos.
    Eier-u. Arschlos wie schon immer.
    Sollte ihn mal wieder eine Femiplattform interviewen, wird er wieder sagen, daß er ja gaanz bestümmt bald seine „Doktorarbeit“ fertich hat, an der er seit rund 20 Jahren herumdoktert.

    Hey, ist der nicht auch so’n nahezu archetypischischer „Incel“, oder wie die geschimpft werden?
    Is nix, kann nix, leistet nix, quietscht kreischenden Hass in die Welt …

    • Sie sind wohl nicht ganz auf dem laufenden über die Machenschaften des Herrn Kemper – das Projekt agentin.org ist längst wieder am Laufen, nur jetzt unter einem etwas scheinheiligeren Namen und in weniger klickibunti-Optik. Soll wohl Seriösität vermitteln – klingt aber schon vom Namen her wie der Absinthrausch-Traum eines Soziologen. Ich präsentiere: den „Diskursatlas Antifeminismus“.

      http://www.diskursatlas.de/index.php?title=Diskursatlas:%C3%9Cber_Diskursatlas

      Auffällig: das genannte Redaktionsteam wird Meister Kemper ja kaum selbst bezahlen…

  17. „Unfreiwillige Enthaltsamkeit, also Männer, die bei Frauen nicht ankamen und von ihnen abgelehnt worden sind und wahrscheinlich in vielen Fällen den Grund nicht verstanden. Und bei denen das Ganze dann teilweise in Hass umgeschlagen ist.

    In dem Bereich der „abgelehnten Männer“ im weiteren Sinne gibt es ein breites Feld an Bewegungen. Etwa könnte man zum Teil MGTOWs hier einordnen, da viele dort eben auch ihren Platz finden, die keinen Erfolg bei Frauen haben, wenn auch andere Teile der Bewegung schlicht das Risiko zu groß finden oder sich aus anderen Gründen dagegen entschieden haben, sich auf Frauen einzulassen. Andere wären die männlichen „Absoluten Beginner“, also Männer, die gerne etwas mit Frauen hätten, aber das „erste Mal“ trotz entsprechender Bemühungen nicht erreichen.“

    Zählst Du Väterrechtler (z.T.) auch dazu? Insofern sie verlassen wurden, haben ja auch sie eine Ablehnung zu verkraften, verstehen in vielen Fällen wahrscheinlich den Grund nicht.

    • @ Semi:
      Wie wäre es, wenn Du Dich erstmal über ein Schlagwort etwas informierst, bevor Du Blödfug dazu absonderst?
      Ich bin nun gewiss gar kein MGTOW ( obwohl ich dafakto nahezu perfekt derer „Regeln“ erfülle ), kenne mich mit deren Schriften auch kaum aus ( beschränkt sich auf das hier gelegentlich mitgelesene ), aber daß das, was Du da rauströtest, voll neben dem Thema liegt, ist wohl einfach absolut klar.

      Und wie Du darauf kommst, auch noch von Dir irgendwie gefühlte „Väterrechtler“ in einer offensichtlich rhetorischen Frage zu den „unfreiwillig Enthaltsamen“ dazumanschen zu müssen, lässt sich mal wieder ziemlich ausschließlich mit hirnfreier Trollsucht erklären.

    • „Etwa könnte man zum Teil MGTOWs hier einordnen, da viele dort eben auch ihren Platz finden, die keinen Erfolg bei Frauen haben, “
      Das ist immer die Fehlannahme die Feministen machen. Die meisten MGTOW die ich kenne sind nicht MGTOW weil sie bei Frauen keinen Erfolg haben, sondern sie sind es weil Frauen die Mühe nicht wert sind. Ganz ehrlich, was kann einem eine Partnerschaft mit einer Frau schon geben außer Sex? Verständnis wird es nicht sein, das holt man sich besser bei seinen Freunden. Kinder? Will heute kaum noch ein Mann. Gute Gespräche? Frauenthemen sind selbst für lila Pudel anödend. Kochen, Putzen, u.ä.? Können Männer eh meist besser und wenn sie keinen Bock haben gibts für schmales Geld Dienstleister.

      Eine Beziehung mit einer Frau macht einfach keinen Sinn weil du praktisch nichts dafür bekommst was dich interessiert. Sex jetzt mal ausgenommen aber den bekommt man heutzutage auch einfacher.

        • „In der Tat haben verheiratete Menschen aber eine höhere Lebenserwartung als ihre ungebundenen Zeitgenossen: Laut einer 2013 in der Fachzeitschrift „Demographic Research“ veröffentlichten Studie aus Tschechien können Männer auf neun zusätzliche Jahre hoffen, Frauen immerhin auf bis zu sieben Jahre. … Statistiken zeigen, dass Verheiratete nicht nur eine niedrigere Sterblichkeitsrate aufweisen, sie haben auch eine höhere Überlebensrate bei Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. … Männer profitieren besonders von einer Partnerschaft. Sie weisen generell ein höheres Risiko für gesundheitliche Schäden jeglicher Art auf. Männer in den USA haben zum Beispiel ein 2,6 mal so hohes Verkehrsunfallrisiko wie Frauen. Durch eine Heirat reduzieren sie es um immerhin 40 Prozent. Verblüffender Weise schadet es nicht, wenn die Liebe auch durch den Magen geht: Verheiratete Männer sind oft etwas kräftiger gebaut als Singles, trotzdem sind sie im Durchschnitt gesünder.“

          https://www.allianzdeutschland.de/studie-verheiratete-leben-laenger/id_77017926/index

          • „… können Männer auf neun zusätzliche Jahre hoffen, Frauen immerhin auf bis zu sieben Jahre. “

            Interessant. Da hatte ich bisher wohl als Datenlage nur einen feministischen Ausguss. Meine Infos waren nämlich, dass Männer in der Partnerschaft länger leben würden, während sie das Leben von Frauen verkürzt.

            „Statistiken zeigen, dass Verheiratete nicht nur eine niedrigere Sterblichkeitsrate aufweisen, …“

            Weniger als 100%?
            Das wäre mir nun ganz neu. Aber man(n) lernt ja nie aus. 😉

            Generell bin ich bei solchen Zahlen skeptisch.
            Unter den „Singles“ befinden sich auch viele geknechtete Väter, die von ihren Exen und deren Prätorianergarden geschuriegelt werden. Obwohl ich keinen einzigen Prozess gegen die Mutter meiner Söhne geführt habe, bin ich sicher, dass die Demütigungen, nur rechtloser Zahlbimbo zu sein und die Beschimpfungen als (potentieller) Schläger und Sittenstrolch nicht spurlos an mir vorbeigegangen sind.

            Männer leben riskanter, als Frauen, daran habe ich keinen Zweifel. Aber ich bin auch sicher, dass die großen Unterschiede in der Lebenserwartung nicht nur darauf zurückzuführen sind, sondern auch auf gesellschaftliche Prozesse, auf die sie wenig bis keinen Einfluss haben.

            (ich stelle in den letzten Tagen vermehrt fest, dass in meinen Texten Buchstaben fehlen. Das liegt an meiner Tastatur, nicht an beginnender Demenz 😮

          • Allianzdeutschland? Die Versicherung?

            „Bis in die 1990er herrschte die Annahme, dass dieses Phänomen entweder auf einer „Selektion in die Ehe“ oder aber einem „Schutz durch die Ehe“ beruhe. Heutzutage geht man davon aus, dass es ein Mix aus beiden ist: Zum einen fänden gesündere Menschen einfacher einen Partner, da sie weniger Einschränkungen in der Partnersuche überwinden müssen. Zum anderen biete ein Partner eine Reihe von Absicherungen und Unterstützungen, sei es finanziell, emotional oder einfach durch Ermahnung bei gesundheitsschädlichem Verhalten wie zu hohem Alkoholkonsum, riskantem Autofahren oder eben unpassender Kleidung an kalten Tagen.

            Durch eine Heirat nehme oft auch die Anzahl der Personen, die Einfluss auf oder Anteil an der persönlichen Gesundheit nehmen – etwa die Kinder oder auch die Schwiegereltern – zu. Statistiken zeigen, dass Verheiratete nicht nur eine niedrigere Sterblichkeitsrate aufweisen, sie haben auch eine höhere Überlebensrate bei Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.“

            Muss traurig sein, wenn die Allianz weniger Scheiße schreibt als …

          • „Frauen leben länger als Männer, dies ist allgemein bekannt. Kein Geheimnis ist außerdem, dass die Ehe Männern so gut tut, dass sie fast zwei Jahre länger leben als Alleinstehende. Den Preis dafür zahlen ihre Ehefrauen. Sie kostet das Bündnis fürs Leben wertvolle Zeit: Ganze anderthalb Jahre sterben verheiratete Frauen früher als unverheiratete.

            Entdeckt hat dies Stefan Felder von der Universität Magdeburg. Er sammelte dafür die Daten von über 100 000 verstorbenen Schweizern, Mindestalter 65, und wertete sie nach Geschlecht, Alter und Familienstand aus. Das Ergebnis könnte man als Plädoyer für den Single-Status verstehen. Doch Felder zieht andere Schlüsse: Bei den untersuchten Ehepaaren spielten „altruistische Motive“ die Hauptrolle. „Beide Partner möchten so viel gemeinsame Zeit verbringen wie möglich“, erklärt der Forscher. „Weil Männer aber von Natur aus zerbrechlicher sind, müssen die Frauen sie mitziehen.“ Diese Anstrengung koste die Damen Geld, Kraft und eben Zeit.“

            https://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/vorsorge/news/lebenserwartung_aid_105678.html

          • Jetzt Focus?
            Die hatten das letzte brauchbare Heft 2009.
            Ist doch der übliche Dummfug.
            Mann lebt in der Eher länger wegen des Altruismus der Frau.
            Na jetzt bin ich ja überrascht.

            Wessen Geld kostet die Damen eigentlich die Anstregung des Altruismus.
            Dachte immer die Jahrgänge seien extrem diskriminiert, können also doch nur das Geld des Gatten zur Verfügung haben.

            Klingt nach Schwarzen Witwen …

          • Lass mich raten: Geschiedene werden unter „Nicht-Verheiratet“ gezählt, oder? Ich bezweifle dass Verheiratete wirklich länger leben, das halte ich für Unfug.

      • Obwohl regelmäßiger Sex Männern ja schön viel wert ist. Zumindest war es das in Zeiten vor Pornos.
        Mit dem Aufkommen realistischen, aber abschaltbarer Sexpuppen, wird sich zeigen, wie wichtig Frauen sonst so sind.

        • Muss nicht gleich eine ganze Puppe sein. Die heutigen Kunstmuschis sind nicht schlecht und meiner Meinung nach eine echte Alternative. Wer heutzutage wegen „Sex“ heiratet, zahlt meiner Meinung nach einen deutlich zu hohen Preis.

        • Ich glaube eine richtig gute Sexpuppe kann eine Frau mehr als adäquat ersetzen. Klar, die Puppen von heute sind besser als die in den 70igern aber es wird halt noch eine Weile dauern bis sie perfekt sind. Ich denke, dann wird es erst richtig interessant wie die Frauen reagieren. Vermutlich werden sie zuerst Marktbarrieren aufbauen um das Spiel von Angebot und Nachfrage zu sabotieren aber wenn das nicht hilft wird es einen Sale-Out zu Dumpingpreisen geben. Da gibts dann Sex mit Frauen um Dutzend billiger.

    • Viele Väterrechtler sind aber verheiratet mit einer anderen Frau, als die Mutter seiner Kinder. Ich denke die passen da nicht rein, auch wenn Feministinnen das natürlich gerne so hätten.

  18. Diesselben die im Islam eine Religion des Friedens sehen, beschweren sich über angeblich mörderische Ideologien im Internet. Das ist schon witzig.

  19. ^^

    Jupp, habe schon gelesen das welche Frauenhass als ein besonderes Verbrechen haben wollen das eben auch härter bestraft wird. Gibt es ja schon in anderen Ländern. Alle Menschen sind gleich, aber wer eine Frau tötet kommt dafür länger ins Gefängnis, als wenn er einen Mann tötet. Und das soll dann dabei helfen das Selbstwertgefühl von Männern zu steigern, hm?

  20. Incels inside™

    Da will man nur mal ein lustiges Bild suchen und findet Zoophiliepics …

    Und das hier: https://haenfler.sites.grinnell.edu/subcultures-and-scenes/incels/

    „Welcome to the Manosphere, a diffuse online network of blogs, subreddits, Facebook groups, forums, and more dedicated to rejecting feminism in favor of “men’s rights.” Thanks to the Internet, the Manosphere is global, and most members never meet each other, but it is massive and rapidly growing (Poland 2016).“

    Ob es wachsend ist, oder schon da war und sich nur besser vernetzt? 🙂

    „According to the r/incels, an incel is at least 21 years of age and has gone six months without a romantic partner not of their own volition. While many people of all genders may fit this category, predominantly heterosexual male incels that frequent the subreddit are almost all agree that the world (women) owes them sex and that they are oppressed for being sexless men, classic MRA beliefs (Anjani 2011). “

    Das ist besonder schön, könnten wir doch mit Leichtgkeit hochwertig produzierten feministischen Müll verlinken, der uns verklickert, welchen Frauen und angehangenen Minderheiten wieviel Sex zusteht und was für diskriminierende Schufte doch weiße Männer sind, die keine Partnerin mit Penishintergrund, beeindruckendem Gewicht und so weiter wünschen.

    Spon projiziert also mal wieder das sich die Balken biegen.

    • Ich habe mir gerade den verlinkten Text zu Incels angetan – das ist ja Verleumdung pur, und zwar gleich mit Rundumschlag gegen die gesamte Manosphere. Ist das eine offizielle College-Seite?

  21. „Man richtet einen gefallenen Menschen nicht auf indem man ihm sagt, dass seine Gruppe schlecht ist und er ebenso. Der Feminismus hat keine positive Botschaft für Männer wie ihn.“

    „Ich habe nichts dagegen, wenn sie die Gruppe der „Incels“ oder deren radikaleren Flügel, wenn es da auch gemäßigte gibt, angreift. Ich kann mir gut vorstellen, dass es da einige Foren etc gibt, die vor Frauenhass triefen.“

    Was denn nun? Ihn aufrichten oder hinterher treten? =)

    Mit dem Online-Frauenhass ist das so eine Sache, es reicht ja schon die einfache Übung, einen feministischen Text zu nehmen, und salopp gesagt strg+h zu drücken, um aus Frau Mann zu machen, und schon hat man seinen frauenfeindlichen Text.

  22. Was wirklich auf keinen Fall übersehen werden sollte in dem Fall ist der Ort des Geschehens!
    Toronto ist nicht irgend eine Großstadt.

    https://en.wikipedia.org/wiki/SlutWalk

    Dem Pipipedia Artikel darf man ja nicht weiter trauen als man ihn auf einer Festplatte verschieben könnte, aber man sollte sich mal die Situation in Toronto / Kanada vor Augen führen.

    Hat schon einen Grund, das dort die MRA Szene derart ausgeprägt ist.
    Für ein Land mit so wenig Einwohnern erstaunlich aktiv in dem Bereich, oder?

    AVFM, Honey Badger Radio, Diana Davison, Jordan Peterson, Janice Fiamengo (Studio Brulle)

    Um nur mal ein paar zu nennen.

    Warum also?
    Was ist in Toronto passiert beim Slutwalk?
    In kurz: die haben einen derartigen weltweiten medialen Druck auf die Polizei aufgebaut, dass die nun den Femistinnen aus der Hand fressen.

    „I’ve been told I’m not supposed to say this – however, women should avoid dressing like sluts in order not to be victimized.“

    Und gleichzeitig pro Burka sein…

  23. Pingback: Sehr geehrte Damen und Herren, ich liebe Neger – website-marketing24dotcom

  24. Pingback: Kurz notiert – KW 17/2018 | ☨auschfrei

  25. Naja, hinter Incels steht an erster Stelle eine Definition, nämlich die der unfreiwilligen Enthaltsamkeit. Und wenn ich diese Definition herausziehe, bin ich auch lange Zeit Incel gewesen, und zwar nicht aus Frauenhass, sondern weil ich allen Menschen nur das Beste wollte (und mir gleichzeitig eingeredet wurde, das das Berühren ein sexueller Übergriff ist und damit schlecht). Als Frauenfeindlich würde ich das jetzt nicht bezeichnen, und das steckt auch nicht in der Definition von Incel drin.

    Was eher drin steckt ist eine Frustration im Umgang mit Sexualität, die eben durch die Unfreiwilligkeit dieses Lebenswegs entsteht. Wie sich diese Frustration jetzt äußert, ist in der Definition nicht enthalten. Ob sie sich jetzt in Frauenhass, in niedrigem Selbstwertgefühl, in „für sich selbst und sonst für niemand“ äußert oder anders, das ist etwas persönliches.

    So wie in dem zitierten Artikel alle, die unter diese Definition fallen über den Kamm „potentielle Gewaltverbrecher“ geschert werden, ist mehr als ungerecht und verleugnet alles, was an Opferstatus hinter dem Begriff „Incel“ steht.

    Übrigens habe ich erst hier in deinem Beitrag erfahren, dass es hierfür einen Begriff gibt (obwohl ich ihn nicht so sehr mag, da ich lieber eine deutschsprachige Version hätte).

    • Ich habe das Forum nur ganz oberflächlich angeschaut. Und wenn ich die Forenteilnehmer richtig verstehe geht die Definition noch weiter und beeinhaltet das nachhaltige Scheitern jedweder Beziehungs- und Sexualitätsanbahnung >>trotz eines positiven Frauenbildes und aufrichtiger Bemühungen<<. Daher unterscheiden sie zwischen redpill, bluepill und blackpill.

      Sinngemäß:

      redpill: die Vorstellung, dass das Spiel um Sexualität, Verführung und Partnerschaft durch entsprechendes Wissen, Techniken, Verhalten gewonnen werden kann.

      blackpill: die Vorstellung, dass es (zumindest für einige) Menschen keine Lösung gibt, weil weder der Charakter wirklich zählt, noch Schwächen durch entsprechende Techniken, Wissen, Verhalten kompensiert werden können.

      bluepill: die Vorstellung, dass beim Spiel einzig und allein "das Innere" bzw. der wahre Charakter zählt.

      Du würdest vermutlich also nicht zu den Incels gehören können, weil du scheinbar ein paar Programme verinnerlicht hast, die dich von einem ernsthaften Versuch abhalten.

  26. Pingback: Endloser Rant – Lollipops for equality

  27. Pingback: Versager und Versorger | man tau

  28. Natürlich ist Isolation tödlich, sonst wäre sie ja bestimmt nicht als Folter, als auch als besonders schwere Haftform, angesehen.

  29. Pingback: Belltower, Amadeu Antonio Stiftung und „Alle Männerrechtler sind rechts und hassen Frauen“ (insbesondere anscheinend Crumar) | Alles Evolution

  30. Pingback: Themen des Jahres 2018 | Alles Evolution

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