Saarlandwahl 2017

Derzeitige Hochrechnung:

Die CDU liegt bei 40,4 Prozent, die SPD bei 30,1 Prozent, Die Linke bei 12,9 Prozent und die AfD bei 5,9 Prozent. Grüne, FDP und die Piraten verpassen weiterhin den Einzug.

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„Sexuelles Fanatasieobjekt und Machtfantasie“

Eine paar Tweets zeigen verkürzt eine sehr typische Argumentation:

Verkürzt geht es um folgendes:

  • Feministen führen an, dass Frauen als Sexobjekte dargestellt werden
  • Männer führen an, dass Männer auch stark sexualisiert dargestellt werden, etwa muskelbepackte Helden
  • Feministen führen an, dass die muskelbepackten Helden nicht für die Frauen da sind, sondern für die Männer als Identifizierungsfläche.

Ich hatte zu „Barbie vs. He-Man“ schon mal folgendes ausgeführt:

He-Man ist aus meiner Sicht weniger ein Schönheitsideal als ein Ausdruck eines Helden mit viel Status, der wohl eher auf intrasexuelle Konkurrenz, also Konkurrenzkampf unter Männern ausgerichtet ist. Deswegen bekämpft er sich ja auch mit einer feindlichen Gruppe, Skeletor und Co.

Das zeigt die verschiedene Ausrichtung der Geschlechter eigentlich ganz gut. Bei Frauen ist Schönheitwichtiger, bei Männern Status und Bestehen in der intrasexuellen Konkurrenz. Danach richten sich auch die Spielpräferenzen.
Der Einwand, dass beide Geschlechter mit Puppen spielen, bei Männern würde man sie nur einfach Action-Figuren nennen, geht insofern an der Sache vorbei. Denn die Spielzeuge von Männern und Frauen sind eben nach deren Präferenzen im Schnitt ausgerichtet und dabei wollen eben Mädchen häufiger als Jungen Schönheit, Pflege, Miteinander und Gesellschaft spielen und Männer intrasexuelle Stellvertreterwettkämpfe austragen. Dazu ist eben He-Man besser geeignet als Barbie, Playmobil-Ritter besser als My Little Pony etc.

Das He-Man über sein relativ weiches Alter Ego Prinz Adam ein ziemliches Weichei sein kann macht insofern eine Identifikation oder ein Träumen von der Heldenrolle nur einfacher.

Sowohl die Darstellung leicht bekleideter Frauen als auch muskelbepackter Männer kann insofern sowohl intrasexuelle Konkurrenz ansprechen als auch auf das andere Geschlecht ausgerichtet sein. Letztendlich ist das schlicht eine Frage der Zielgruppe auf der einen Seite und der Frage, mit was der Einzelne sich identifizieren kann. Es gibt sicherlich auch Frauen, die sich gerade mit einer Darstellung wie oben identifizieren könnten. Für sie wäre es auch eine „Power Fantasy“. Anderen wäre es zu sexuell.