Saarlandwahl 2017

Derzeitige Hochrechnung:

Die CDU liegt bei 40,4 Prozent, die SPD bei 30,1 Prozent, Die Linke bei 12,9 Prozent und die AfD bei 5,9 Prozent. Grüne, FDP und die Piraten verpassen weiterhin den Einzug.

Advertisements

19 Gedanken zu “Saarlandwahl 2017

  1. Bestätigt die derzeitigen Trends die in allen westlichen Staaten zu beobachten sind:

    – Wir haben keinen Rechtsruck, sondern eine Linksflucht.

    – Hochrechnungen und Umfragen verlieren zunehmend an Aussagekraft, weil viele Leute aus Angst oder Konformitätsdruck Loyalität zur Grün-Gender-Linke heucheln, aber innerlich von deren Arroganz, Aggressivität, Weltfremdheit und Gouvernantenattitüden angewidert sind. Wahlergebnisse werden wieder zur Überraschung.

    – Die Illusionsblasen der Grün-Gender-Linke platzen am laufenden Band, führt zu Sturzbächen von Tränen, aber in ihrer sturköpfigen Lernunfähigkeit suchen sie die Schuld an allem außer sich selbst.

    – Speziell daß die Grünen eine auf die Nuss gekriegt haben ist sehr gut.

    Dann noch die laufende Schwäche der FDP. Ok, die hat es im letzten Jahrzehnt aber auch ordentlich vermasselt, wenn auch nicht so irreparabel wie die Piraten. Wenn die FDP es schaffen würde sich aufzuräumen und zu einer soliden liberalen Partei zurückzukehren wäre viel gewonnen. Große Koalition auf Dauer ist kein Zustand, egal ob in einem Bundesland oder Bundesregierung.

    • Sehe ich genauso. Ich habe mich heute ziemlich über den Populismus des Martin Schulz geärgert. Ich bin überzeugt, er (bzw. die Parteiführung) ist nicht so dumm, wie er tut, er verkauft bei seinem Hauptthema GPG die Leute ganz bewußt für dumm. Wer derart mit Fake-Statistiken arbeitet, braucht sich nicht zu wundern, wenn dieser Politikstil um sich greift.

      „Wenn die FDP es schaffen würde sich aufzuräumen und zu einer soliden liberalen Partei zurückzukehren wäre viel gewonnen. “

      WENN. Stattdessen bin ich vor ein paar Tagen auf Umwegen auf eine Initiative http://liberaler-feminismus.de gestoßen, die scheinbar gemeinsam mit der österreichischen NEOS veranstaltet wird. Es ist nicht viel los dort, auf http://liberaler-feminismus.de/freegender/8-9-5-thesen/20-gender-pay-gap und einem video erklärt eine NEOS-Abgeordnete ihre Sicht auf das GPG – sie hat scheinar nicht verstanden, daß Feminismus im Kern eine radikal egalitäre Ideologie ist und damit diametral entgegengesetzt zu einem wie auch immer gearteten Liberalismus. Also besondere Hoffnungen habe ich nicht, daß von der FDP mal etwas Innovatives zum Geschlechterthema kommt.

    • „aber in ihrer sturköpfigen Lernunfähigkeit suchen sie die Schuld an allem außer sich selbst.“

      Totalitäre haben immer ein Problem damit, wenn man versucht sie loszuwerden.

      Der Totalitäre hat immer recht und muss die anderen mit Druck dazu bringen, dass sie seine Einsichten auch teilen. Abwählen ist nicht vorgesehen.

      Das ist nicht Lernunfähigkeit, sondern autoritäre Dummheit, gepaart mir pseudointellektueller Arroganz.

      Und wir sind noch nicht am Ende damit, der Autoritäre duldet nicht, dass man ihm einen Strich durch die Rechnung macht. Er wird alle Register ziehen, um seine Gegner zu vernichten. Gott sei Dank gelingt das selten, weil er halt dumm ist…

  2. In die Messias Eisenbahn wollte niemand einsteigen, und so fuhr der Schulz-Zug halt weiter. Gut so, schon Christian Anders wusste das zu besingen:

    „Es fährt ein Zug nach nirgendwo“

    Für mich persönlich war das beste Ergebnis dieses Wahlabends, dass die „Grünen“ nun in die APO marschieren dürfen, da sich deren Werte von der Prognose bis hin zu den Hochrechnungen weiterhin verschlechterten.

    Somit sind sie draußen und das ist auch gut so.

    Wer sich nun darüber mokieren möchte, dem sei die Gegenfrage gestellt, weshalb er die 5 Prozent-Hürde der BTW beklatschte, als ca. 13 Prozent rechtsliberaler Parteien (AfD, FDP, etc.) es nicht in den Bundestag schafften.

    „Ich bin der Martin, ne“

    zieht im übrigen nicht mal im Ursprung, dessen Hype darin begründet lag, dass er durch eine siechende SPD und eine zugehörige Medienmacht überhaupt erst dort hin gepusht wurde.

    Aber, der Zug ist abgefahren:
    Die Wähler flüchten vor Links!

  3. Würde es da nicht Probleme mit der Logik geben, würde ich erwarten das alle Parteien Verluste machen und ihnen das auch gönnen.

  4. Ich habe heute morgen, nachdem mir bewußt geworden ist, daß heute sowohl Wahlen wie auch Zeitumstellung ist, mit meiner Mutter überlegt, ob das einen Einfluß aufeinander hat.

    Ich habe die Thesen aufgestellt, daß die CDU tendentiell davon profitiert, da ihr konservativ-katholisches Wählerklientel eher problemlos die Selbstdisziplin aufbringen, sich an die veränderten Zeiten anzupassen und eher morgens nach der Kirche zur Wahl gehen.
    Desweiteren hatte ich den Gedanken, daß die Grünen tendentiell einen Nachteil von der Zeitumstellung haben, da diese doch eher ein studentisches Wählerklientel haben. Studenten machen eh alles aufn letzten Drücker. Außerdem gehen sie am Wochenende saufen und es braucht am Sonntag bis spät bis sie wieder fit sind. Daher werden viele grünwählende Studenten das Ende der Stimmabgabezeiten verpennen.

    Ich amüsiere mich gerade an der Vorstellung, daß obiges Gedankenspiel den Ausschlag bei dem Wahlergebnis gegeben haben könnte!

  5. Jetzt muss ich mich als Saarländer zu Wort melden. Die wichtigeren Wahlen waren doch die in Saarlouis. Wie immer waren ALLE Kandidaten schlecht. Allerdings hätte ich der wunderschönen Frau Beck von denn Grünen den Sieg gegönnt.
    Auf Landesebene gönne ich der AfD nicht das meistern der 5%-Hürde. Hatte sehr schlechte Erfahrungen mit Boris H von der Saar AfD. Mehr kann ich aus Datenschutzgründen nicht sagen.

  6. Die CDU? DIE CDU?

    Oh mein Gott! OH MEIN GOTT! Die undemokratischste Partei Deutschlands (oder sagen wir besser: „der Menschen die schon länger hier leben“) weiterhin an der Spitze. Trotz Merkel!

    Das verstehe wer will, ich bin offensichtlich noch viel komischer und neben der Spur, als ich dachte. Vielleicht sollte ich auch auswandern. Ich wüsste nur nicht wohin, woanders sind die Leute noch viel alberner.

    Andererseits, was solls, ich kann mir den Niedergang auch selbst und aus der Nähe anschauen. Eh alles sinnlos und um woanders zu wurzeln, bin ich wahrscheinlich schon zu alt.

    Aber vielleicht reißen die Ossis zur Bundestagswahl ja was, die stehen wenigstens mit einem Bein noch ein bisschen in der Realität. Nicht die Hoffnung aufgeben. Immerhin sind die erklärten Deutschlandauflöser „Die Grünen“ raus aus dem saarländischen Parlament.

    Saarland, Saarland, ach ja, der Honecker kam auch daher. Und der La Fontaine (von dem ich mehr halte, als vom guten Erich). Erstaunliche Politprominenz für ein so kleines Bundesland.

    • Du ganz ehrlich AKK ist hier sehr beliebt. Naja Lafontaine kann man gar nicht ernst nehmen. Der will nur anderen schaden und etwas macht. Allerdings sehe ich die schöne Sahra Wagenknecht öfters mal im Gl*bus.

      • Ja, vermutlich muss man das länderspezifisch sehen.

        Vielleicht ist die Wahl auch ganz gut. Wenn die großen Parteien sich in Sicherheit wiegen (insbesondere Merkel), richten sie vielleicht nicht ganz soviel Schaden bis zur Bundestagswahl an.

        Oh wie ich diesen ganzen Parteienkram hasse!

        Um den Blick auf die schöne Sahra beneide ich dich ein bisschen, immerhin hat sie an meiner Erstuni promoviert. Da war ich aber schon weg.

        Allein: sie ist in der falschen Partei und ich traue ihr nicht mehr. Aber bei wem aus den Parteien kann man das überhaupt?

        • Das stimmt. Ich könnte dir von SLS auch Frau Beck von den Grünen empfehlen. Allerdings ist der neue saarlouiser OB wieder SPD. Schlechter als bei Roland (so nennt er sich selber der Genosse) kann es aber nicht werden. Naja die Alternativen zu AKK wären nur Oskar oder Rehlinger gewesen.

  7. Am Wochenende schauten alle deutschen Medien in den Südwesten des Landes: In das Saarland, wo eine Landtagswahl stattfand, bei der sich an den Machtverhältnissen wenig änderte. Dafür änderte sich nebenan, in Rheinland-Pfalz, fast ohne Medienaufmerksamkeit etwas: Dort genehmigten sich die Abgeordneten einer Erhöhung ihrer Diäten von 5.800 Euro auf über 6.800 Euro.

    Diese Steigerung in Höhe von 17,5 Prozent soll zwar auf drei Jahre verteilt werden, liegt damit aber immer noch bei 5,83 Prozent jährlich – also bei sehr viel mehr, als das, mit dem die Bürger rechnen können. Später sollen die Diäten dann automatisch mit einem Index steigen. Entwickelt sich der nicht so, wie die Politiker das erwarten, können sie das Gesetz jederzeit ändern, wie das unlängst in Baden-Württemberg geschah, wo die Mandatsträger von Grünen, SPD und CDU feststellten, dass private Rentenversicherungen, für die sie sich die Diäten erhöht hatten, finanziell weniger lukrativ sind als staatliche Pensionen, die sie daraufhin – natürlich ohne eine Rücknahme der Diätenerhöhung – wieder einführten (vgl. Baden-Württemberg: Bürger fühlen sich gefoppt).

    [..]

    Die Erhöhung wurde mit überwältigender Mehrheit von den Abgeordneten der SPD, der CDU, der FDP und der Grünen durchgewunken. Nur die der AfD stimmten dagegen. Der CDU-Abgeordnete Martin Brandl begründete die Steigerung der Abgeordnetenbezüge damit, dass Abgeordnete derzeit 800 Euro weniger verdienen als Bürgermeister, was seiner Ansicht nach nicht sein darf.

    https://www.heise.de/tp/features/Diaetenerhoehung-im-Aufmerksamkeitsschatten-der-Saarlandwahl-3665225.html

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s