Warum weiße Menschen böse sind

Ronin stellt die Grundlagen der Überzeugung, dass es die weißen Menschen, insbesondere der weiße Mann sind, die für das Übel dieser Welt verantwortlich sind:

1. Alles menschliche Verhalten ist allein durch die Kultur bestimmt, Umwelteinflüsse spielen keine Rolle (woher die Kultur kommt, darf nicht gefragt werden).

2. Weiße heterosexuelle Männer haben eine bösartige, aggressive Kultur und daher den Drang, andere Völker zu kolonisieren und auszubeuten.

3. Alle anderen haben friedfertige Kulturen und sind daher gegenüber den WHM im Nachteil.

Ich würde vielleicht noch ergänzen

4. Sollten sich in nichtweißen Kulturen Anzeichen für das Gegenteil finden lassen, dann gehen diese auf die Kolonisierung und Ausbeutung zurück

Grundlage ist natürlich auch hier die intersektionale Theorie in der im Feminismus praktizierten Form, also mit einer Einteilung in strikte Gruppen, von denen eine absolut gut (in dieser Kategorie) und die andere absolut schlecht (in dieser Kategorie) ist. Da der weiße, heterosexuelle Mann die meisten Kriterien der schlechten Gruppen erfüllt muss er auch für das Leid der anderen verantwortlich sein.

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Selbermach Samstag 236 (29.04.2017)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

Emmanuell Macron und seine Frau: Alterunterschiede und ihre Wahrnehmung bei den Geschlechtern

Wie wären wohl die Schlagzeilen, wenn er eine Frau und sie ein Mann gewesen wären?:

They first met when Mr Macron was 15 – and he later made a startling promise to his teacher.

‚At the age of 17, Emmanuel said to me, ‚Whatever you do, I will marry you!‘,‘ Miss Trogneux told Paris Match magazine last year.

The relationship started after Mr Macron acted in Miss Trogneux’s theatre pieces when he was aged just 18 at a private Jesuit school in Amiens, northern France.

Then Brigitte Auziere, a married mother of three, she was supervising the drama club. Mr Macron, a literature lover who wanted to be a novelist, was a member.

He later moved to Paris for his last year of high school. At that time, he recalled, ‚we called each other all the time, we spent hours on the phone, hours and hours on the phone‘.

For her part, Miss Trogneux recalled in a television documentary: ‚Little by little, he overcame all my resistances in an unbelievable way, with patience.‘

Macron mit Frau

Macron mit Frau

Man würde ihm wohl weitaus eher vorhalten, dass er sich an eine Minderjährige rangemacht hat, gerade wenn ein Alterunterschied von 25 Jahren besteht. Zudem würde man wahrscheinlich etwas über seine Kinder und seine erste Frau lesen.

Im Gegenzug hätte eine 39 jährige Gattin mit einem 64jährigen Mann es vielleicht leichter, weil man die Beziehung gerade bei einem Mann mit Status leichter nachvollziehen kann.

So haben zumindest einige Zweifel:

In a further colourful development, in February Mr Macron was unexpectedly forced to deny a gay extramarital affair. Political rivals had alleged he was backed by a ‚gay lobby‘.

Mr Macron laughed off rumours of a homosexual relationship with Radio France chief executive Mathieu Gallet, during a meeting with activists from his En Marche movement during the campaign.

Jordan Petersons Meinung zu MGTOW

Jordan Peterson hat sich über MGTOW geäußert

Ich habe mal das automatische Transskript kopiert, wer eine bessere Variante hat, der möge diese bitte in den Kommentaren verlinken oder posten:

well here’s the decomposition of the of the fundamental archetype the dragon of chaos differentiates on the one hand into the feminine that’s the unknown and the feminine differentiates further into the negative feminine than the positive feminine the negative is the reason for witch hunts it’s the reason for
You know there’s a whole group online called men going their own way mgtow that’s a very interesting group to go study there’s lots of them I don’t know how many of them there are and most of them are older many of them are men who’ve  been through a particularly horrifying divorce for one reason or another and there they’ve had enough of women so they stay tell the young men that they’re teaching never have a permanent relationship never share your territory with the woman never share your possessions make sure you never live live together and don’t stay with one long enough to enter a common-law relationship because you will be stripped of everything that you have well that’s a hell of a thing to be telling people but what’s happened is that the female has been manifested in their life only as the negative archetype and they’ve got that confused with all women and that’s partly you know you’ve got to ask yourself if you know the mythological story is maybe if you made the right sacrifices you wouldn’t have so much trouble with women it’s a good question to ask yourself first and and I would also say you know if you’re a woman who has trouble with men or you’re a man who has trouble with women it’s not the women and it’s not  the man it’s you because the women are telling you what’s wrong with you and the men are telling you what’s wrong with you and if you don’t listen then it’s you it’s either you or all men well that’s easy it’s all men well that’s certainly how it’s played out in the world right now it’s like no it’s not all men you can be shown by definition by definition and it’s not all womenthat’s for sure I don’t want to have  anything to do with women it’s like you’re a pathetic weasel that’s the same statement

Ich verlinke dazu zuinächst noch einmal wie MGTOWs sich eher selbst sehen:

MGTOW is basically the statement of self-ownership and saying that only you have the right to decide what your goals in life should be.

It is saying that, as a man I will not surrender my will to the social expectations of women and society, because both have become hostile against masculinity.

One can argue that gynocentrism is and always has been the main religion that rules mankind.

In that sense MGTOW is a lot like atheism. Like atheism, MGTOW is not the positive claim about some kind of solution or alternative. It is the statement, that no matter how popular or old the ruling gynocentrism religion is, I do not accept it.

Identifying yourself as MGTOW is not something that in any way limits your options in life. In fact the opposite is true.

If it is your own real will, you can still do all the things that society expects from you. Being MGTOW just adds all the other possibilities to your options too.

You do not have to ignore women. If you want you can be a pick up artist who gets more a** than a toilet seat, you can avoid relationships with women or you can marry your high school sweetheart and have three kids. You can do whatever you want.

As long as you believe that your own happiness and interests are more important than social expectations and you make your decisions based on that, you can consider yourself as one of the MGTOW.

Men deserve to live for themselves. There is no need to live as a free servant for someone else because of your gender. The slave days of traditionalist gender roles are over. Live for yourself and let others do the same.

Jordan hat einen gänzlich anderen Typ vor Augen, der allerdings aus meiner Sicht in der MGTOW-Szene durchaus vertreten ist:

Denjenigen, der Frauen nicht mag, weil er selbst schlimmes erlebt hat und das auf alle Frauen überträgt und statt gegebenenfalls an eigenen Fehlern zu arbeiten lieber Frauen demonisiert. Das gibt es auf beiden Seiten, ich bin überzeugt davon, dass auch einige radikale Feministinnen ihre Ablehnung durch Männer in Hass umgewandelt haben.

Sollte man dieser Typ sein, dann sollte man sich diesen Teil noch einmal durchlesen:

I would also say you know if you’re a woman who has trouble with men or you’re a man who has trouble with women it’s not the women and it’s not  the man it’s you because the women are telling you what’s wrong with you and the men are telling you what’s wrong with you and if you don’t listen then it’s you.

Da ist viel Wahres dran. Genug Leute machen sich schlicht ihre Probleme selbst, weil sie nicht bereit sind sich auf das andere Geschlecht einzulassen oder sich so zu ändern, dass das andere Geschlecht sie attraktiver findet oder leichter mit ihnen auskommen kann.
Natürlich muss man das nicht. Jeder kann für sich entscheiden, dass er nichts mit dem anderen Geschlecht zu tun haben  möchte. Man sollte es dann aber auch nicht verteufeln.

Ein Teil des Aufruhrs scheint mir dabei ein „No true scotsmen“ zu sein: MGTOW wird eben als etwas definiert, bei dem man der obigen Darstellung des unabhängigen selbstbewußten Mannes entspricht, der nur einfach sich selbst an erste Stelle setzt. Per Definiton kann damit Peterson nicht recht haben und in Bezug auf viele MGTOWS und als Verallgemeinerung hat er auch nicht recht. Aber das interessant wäre der Anteil.

Bei MGTOW scheint mir der Anteil derer, die nicht die obige Definition erfüllen, sondern eine gewisse Verbitterung haben und mit Frauen nicht zurecht kommen und sie als schlecht und falsch anzusehen nicht gering zu sein. Sonst sehe ich auch keinen Grund dafür Frauen aus seinem Leben auszuschließen, wie es einige durchaus propagieren.

Ich denke Peterson geht es gerade um die, die Frauen dabei abwerten. Da ist seine Wertung aber auch sehr harsch und abwertend, („Wiesel“). Er sieht sie vielleicht als gerechtfertigt an, weil diese Gruppe, die er vor Augen hat, eben auch sehr negativ über Frauen denkt und nicht bereit ist, eigene Fehler zu korrigieren.

Aber da verkennt er dann wieder, dass das Risiko in einer Ehe mit Kind oder einer Beziehung mit Kind erhebliche Nachteile zu haben, weil die Normen ungünstig sind und damit ein reales Risiko herrscht. Wobei das aus meiner Sicht auch nicht dazu führt, dass man Frauen abwerten oder schlecht machen oder aus seinem Leben ausschließen muss.

 

Geschlechterunterschiede im Gehirn

Eine interessante Studie beschäftigt sich mit Unterschieden im Gehirn:

Sex differences in human brain structure and function are of substantial scientific interest because of sex-differential susceptibility to psychiatric disorders and because of the potential to explain sex differences in psychological traits. Males are known to have larger brain volumes, though the patterns of differences across brain subregions have typically only been examined in small, inconsistent studies. In addition, despite common findings of greater male variability in traits like intelligence, personality, and physical performance, variance differences in the brain have received little attention. Here we report the largest single-sample study of structural and functional sex differences in the human brain to date (2,750 female and 2,466 male participants aged 44-77 years). Males had higher cortical and sub-cortical volumes, cortical surface areas, and white matter diffusion directionality; females had thicker cortices and higher white matter tract complexity. Considerable overlap between the distributions for males and females was common, and subregional differences were smaller after accounting for global differences. There was generally greater male variance across structural measures. The modestly higher male score on two cognitive tests was partly mediated via structural differences. Functional connectome organization showed stronger connectivity for males in unimodal sensorimotor cortices, and stronger connectivity for females in the default mode network. This large-scale characterisation of neurobiological sex differences provides a foundation for attempts to understand the causes of sex differences in brain structure and function, and their associated psychological and psychiatric consequences.

Quelle: Sex Differences In The Adult Human Brain: Evidence From 5,216 UK Biobank Participants

Aus der Studie:

In a single-scanner sample of over 5,000 participants from UK Biobank, we mapped sex differences in brain volume, surface area, cortical thickness, diffusion parameters, and functional connectivity. One main theme of the neurostructural results was that associations with sex were global. Males generally had larger volumes and surface areas, whereas females had thicker cortices. The differences were substantial: in some cases, such as total brain volume, more than a standard deviation. We also found that volume and surface area mediated nearly all of the small sex difference in reasoning ability, but far less of the difference in reaction time. For white matter microstructure, females showed lower directionality (FA) and higher tract complexity (OD); white matter microstructure was a poor mediator of the cognitive sex difference. Resting-state fMRI analyses also revealed a global effect: around 54% of connections showed a sex difference. These differences clustered around specific networks, with stronger connectivity in females in the default mode network and stronger connectivity in males between unimodal sensory and motor cortices as well as high-level cortical areas in the rostral lateral prefrontal cortex. Overall, for every brain measure that showed even large sex differences, there was always overlap between males and females (see Figure 1 and [21]).

The principal strengths of the present study are its sample size (providing sensitivity for the identification of small effects with high statistical power), the wide range of MRI modalities, and the consideration of both mean and variance differences. Given the surfeit of small-n studies in neuroscience [15], it is of great importance to test hypotheses in large, wellpowered
samples, especially given that many neural sex differences are small [14]. Here, we had excellent statistical power to find small effects in brain subregions, providing a robust,
definitive, and detailed analysis. For our subregional analysis, we had a far larger sample size than the most recent meta-analysis [5]. In contrast to that meta-analysis—which found greater volume for females in areas such as the thalamus, the anterior cingulate gyrus, and the lateral occipital cortex—our study found no brain subregions where females had a larger volume than males. The reason for this may be the more restricted age range of the participants in our study (sex may have different effects at different ages), or, more likely, study size and heterogeneity: the data for that part of the meta-analysis came from many separate studies, on separate scanners, with small sample sizes (many with n < 100), whereas our contrasts were based on a very large, single-scanner study.
The higher male volume in our study appeared largest in some regions involved in emotion and decision-making, such as the bilateral orbitofrontal cortex, the bilateral insula, and the left isthmus of the cingulate gyrus [22-25], but also areas such as the right fusiform gyrus. For surface area, which showed an even larger difference favouring males, the regions that showed the largest effects were broadly areas involved in the hypothesized intelligencerelated circuit in the “P-FIT” model [26]: for example, the bilateral superior frontal gyri, the bilateral precentral gyri, the left supramarginal gyrus, and the bilateral rostral middle frontal areas. However, some of the regions involved in this theorized circuit were also larger, in terms of thickness, for females. For instance, the bilateral inferior parietal regions were the regions with numerically the largest difference favouring females in cortical thickness. Our finding that the cortex was thicker for females is consistent with a number of previous, smaller studies (e.g. [27-29]), though our greater statistical power allowed us to find smaller differences in thickness across the cortex.
Whereas previous work has found some white matter regions where fractional anisotropy was higher for females [30], we found that males showed higher FA in 18 of the 22 tracts we examined. FA also generally showed greater variance in males. On the other hand, higher orientation dispersion was found for females in all tracts. Unexpectedly, higher OD was found to be related to lower cognitive performance on the two tests examined here. Since OD is a relatively new measure of white matter microstructure [31], further work should aim to
clarify its behavioural correlates.

The issue of adjusting for overall brain size in analyses of sex differences (e.g. [32]) was addressed in each of our macrostructural analyses. As can be seen comparing Figures 2 and 3, after this adjustment, the higher male volume and surface area was substantially reduced, often to non-significance. For those latter brain regions, this implies that the sex difference was general: their larger volume or surface area was a by-product of the overall larger male brain. However, for some regions, especially for surface area (particularly in areas such as theleft isthmus of the cingulate gyrus and the right precentral gyrus), males still showed a significantly higher measurement, indicating specific sex differences in the proportional configuration of the cortex, holding brain size equal. Most interestingly, for some areas (for example the right insula, the right fusiform gyrus, and the left isthmus of the cingulate gyrus), the difference was reversed, with females showing significantly larger brain volume.(…)

Our analysis also focused on sex differences in variability. The best-studied human phenotype in this context has been cognitive ability: almost universally, studies have found that males show greater variance in this trait ([6,18,39], though see [40]). This has also been found to be the case for academic achievement test results (a potential consequence of intelligence differences [8,41,42]), other psychological characteristics such as personality [7], and a range of physical traits such as athletic performance [43], and both birth and adult weight [8]. Here, for the first time, we directly tested sex differences in the variance of several brain measures, finding greater male variance across almost the entire brain for volume, surface area, and white matter fractional anisotropy, but only patchy and inconsistent variance differences for cortical thickness and white matter orientation dispersion

One potential candidate to explain greater male variability across multiple phenotypes is the hypothesized ‘female-protective’ mechanism involving effects of the X chromosome [44,45], or other protective factors that “buffer” females from potential deleterious consequences of rare genetic mutations. For instance, if deleterious genetic variants are found on one X chromosome in (heterozygous) females, they may be buffered by the presence of the opposite allele on the other X chromosome. Since males carry only one X chromosome, this effect
cannot occur, increasing the likelihood of the allele being expressed in males, and thus increasing the variation in the phenotype linked to that allele [44,46]. In sex-biased phenotypes like autism (ASD), female protective effects are also frequently discussed. It is known that ASD females typically require a higher burden of rare, deleterious de novo mutations compared to males with ASD [47], and this effect extends into the general population when examining autistic traits in typically-developing individuals [48]. It is possible that higher male variability could be linked to genetic mechanisms that inherently buffer females against deleterious genetic influences, but may have much a more variable and significant effect on average in males. As studies like UK Biobank release even larger amounts of data on individuals who have both neurostructural and genotype data, researchers will be able to perform well-powered tests of these hypotheses.

Using the (limited) data on cognitive abilities available in our sample, we tested whether the data were consistent with any consequences of brain structural differences in terms of ability differences. There were very small correlations between brain variables and the cognitive tests, and these associations did not differ by sex (consistent with a prior meta-analysis on the link between brain volume and intelligence [49]). Mediation modelling suggested that, for verbal-numerical reasoning, a very large portion (up to 99%) of the modest sex difference was mediated by brain volumetric and surface area measures. Smaller fractions (up to 38%) of the modest link between sex and reaction time could be explained by volume or surface area. Perhaps unexpectedly, given evidence and theory linking white matter microstructure to cognitive processing speed [50,51], white matter microstructural measures only mediated a small proportion of the sex difference in reaction time (this may have been due to weaknesses in this cognitive measure; see below). Cortical thickness had trivial mediating effects compared to volume and surface area: no more than 7.1% of the sex-cognitive relation was mediated by thickness in any analysis. Thus, the data are consistent with higher volume and cortical surface area (but not cortical thickness or microstructural characteristics) being of particular relevance to sex differences in reasoning abilities (but not particularly reaction time). Sex differences in intrinsic functional connectome organization also revealed results that corroborate and extend prior work. Notably, the original study of the 1,000 Functional Connectomes dataset reported sex differences similar to those we identified – that is, Female>Male connectivity within the default mode network and some evidence for a Male>Female effect in sensorimotor and visual cortices [52]. The higher female connectivity within circuits like the DMN may be particularly important, given that DMN regions are typically considered as the core part of the “social brain” [53]. Whether such an effect can help explain higher average female ability in domains like social cognition [54], and whether such functional differences can be integrated with differences in the structural connectome [55], remains to be seen. Finally, recent work has shown that intrinsic functional connectome organization can be parsimoniously described as a small number of connectivity gradients The most prominent connectivity gradient has at one pole the DMN and at the other unimodal sensory and motor cortices. The observed pattern of sex differences in functional connectome organization observed here recapitulates the two main poles of that principal connectivity gradient [56]; see Figure S12. One potential way of describing the biological significance of these functional sex differences is that mechanisms involved in shaping sex differences (biological, cultural, or developmental) may influence this principal connectivity gradient; the result may be the multiple network differences we discovered.

 

 

 

Wie ich über das Nachdenken über einen feministischen Artikel realisiert habe, dass man sich dadurch sexuelle Gewalt einreden kann

Ein Artikel bei dem feministischen Blog „Kleiner Drei“ mit dem Titel „Wie ich durch das Nachdenken über Konsens realisiert habe, dass ich sexualisierte Gewalt erfahren habe“ schildert erlebte sexuelle Gewalt:

Mit 15 war ich von vielen Dingen verunsichert in meinem Leben. Meinen Körper mochte ich nicht besonders. Er und ich waren uns nicht gerade einig darüber, was für uns Schönsein bedeutete. Ich wusste nicht, wen oder was ich begehre, aber ich wusste genau, dass ich das dringende Bedürfnis danach hatte, begehrt zu werden. Die Kombination aus meiner Verunsicherung, meinem Körpergefühl und der Tatsache, dass ich nicht einmal wusste, was genau ich wollte, war nicht förderlich für mein Begehren. Ich streckte meine Fühler in alle möglichen Richtungen aus und lernte über Freund*innen schließlich U. kennen. Er war 3 Jahre älter als ich und im Gegensatz zu mir wusste er genau was er wollte.

Also sie ist auf der Suche und findet einen älteren, selbstbewußten Typen, der sich für sie interessiert.

U. hat mich begehrt. Sehr sogar. So sehr, dass ich komplett davon überfordert war. Ich habe es genossen, Aufmerksamkeit zu erfahren, Anerkennung für meinen Körper und das Gefühl, dass es da jemanden gibt, der mich scheinbar gut findet. Gleichzeitig wusste ich nicht einmal, ob ich das überhaupt möchte. Wie weit möchte ich mit U. gehen? Wo sind meine Grenzen? Was fühlt sich noch gut an? Und an welchem Punkt kann mein 15-jähriges Ich nicht zwischen Neugierde und Grenzüberschreitung unterscheiden?

Sie stellt fest, dass es sehr angenehm ist, wenn jemand einen begehrt und einem Aufmerksamkeit gibt, einem sagt, dass man schön ist und einen gut findet. Sie ist aber unsicher.

Nach ein paar Wochen wurde es körperlich zwischen U. und mir, ich war schließlich neugierig. Mit der Neugierde kamen aber auch Angst, Scham und Zweifel. Wollte ich das alles überhaupt? Allen anderen 15-jährigen schien es so leicht zu fallen, also versuchte ich mich darauf einzulassen. Eines Abends lagen wir bei ihm im Bett, er fasste mich an und ich war wie gelähmt. In meinen Gedanken wusste ich genau, was ich wollte. Ich wollte, dass U. aufhört, aber es blieb bei einem stummen Aufschrei. Also lag ich regungslos da und wartete. Ich weiß noch genau, dass sich jede Sekunde so unbeschreiblich lang anfühlte. Schließlich kam es U. merkwürdig vor, dass ich seine Berührungen nicht erwiderte, also versuchte er mich mit Worten zu betören. Er sei in mich verliebt, sagte U., und, dass ich ihm das nicht antun könnte, es nicht zu erwidern. Sein Gerede löste mich aus meiner Starre und schließlich brachte ich ihn dazu aufzuhören. Danach blieb mir nur die Scham und der Gedanke, dass ich mich selbst in so eine Situation begeben hatte.

Unglaublich. Sie flirten, ihr gefällt es, er macht Komplimente und macht deutlich, dass er sie begehrt und dann liegt sie auf seinem Bett und das Schwein denkt, er könne jetzt tatsächlich, nach nur ein paar Wochen der Vorankündigung und dem Umstand, dass sie gemeinsam als Teenager auf einem Bett liegen körperlicher werden! Was für ein Schwein. Und dann hört er auch noch auf als sie das nicht will.

Ich traf U. noch häufiger und jedes Mal war es ein auf und ab zwischen Neugierde und Grenzüberschreitung. In allen Situationen war U. derjenige, der die Handlungen initiierte.

Ich traf ihn noch häufiger. Ich traf ihn noch häufiger. Ich traf ihn noch häufiger. Und es war jedesmal das Gleiche: Er versuchte jedesmal körperlich weiterzukommen. Auch hier: Wer hätte es gedacht. Gerade wenn sie immer wieder kommt, neugierig ist, anscheinend gewisse Sachen zulässt und es dann irgendwann abbricht.

Ich vermute mal so etwas, ein Herantasten an mehr, ein immer neuer Versucht, weil man davon ausgeht, dass sie sich daran gewöhnen wird und Vertrauen gewinnt und ihre Angst irgendwann überwindet, so etwas dürfte jeder zweite in seinem Leben erlebt haben.

Der besagte Abend war prägend für mich, aber er wiederholte sich nicht noch einmal in dieser Form. Nichtsdestotrotz war U. gut darin seine Gefühle noch einige Male nach diesem Abend, als Vehikel für körperliche Zuneigung zu benutzen.

Nochmal: Was für ein Schwein. Er hat Gefühle, und dann will er auch noch körperliche Zuneigung, nur weil sie jedes Mal wiederkommt und es so aussieht als könne man sie irgendwann überzeugen. Männer sind eben doch Schweine.

Er konnte mich aufgrund meiner Schuldgefühle gut dazu überreden, auf den Anblick meiner Füße zu masturbieren, weil es dafür keinen Körperkontakt braucht.

Er konnte sie dazu überreden, auf den Anblick ihrer Füße masturbieren zu können. Das finde ich schon irgendwie eine interessante Lösung. Wobei „überreden“ ja bedeutet, dass sie zugestimmt hat. Aber das ist sicherlich noch nicht gut genug:

So habe ich es zumindest versucht mir damals einzureden. Heute weiß ich: Es braucht jedoch auch keinen Körperkontakt für Grenzüberschreitungen! Ich hab mich schlecht gefühlt, weil ich seine Gefühle nicht erwidern konnte und im gleichen Maße empfand ich Ekel vor mir selbst. All das hab ich gleichzeitig gespürt und elf Jahre später kämpfe ich immer noch damit.

ICH habe mich schlecht gefühlt, weil ich SEINE GEFÜHLE nicht erwidern konnte. Und das hat er zugelassen. Sexuelle Gewalt, ganz eindeutig.

Wie geht es dann mit ihr weiter:

Jedes Mal, wenn ich mit jemandem körperlich intim wurde, fühlte ich Scham und Ekel. Ich war richtig angewidert von mir und wusste jahrelang nicht wieso. Ich habe es einfach nicht verstanden. Es fühlte sich so an, als ob ich irgendwas falsch gemacht hätte, dabei wollte ich es einfach nur genießen. Vor ein bis zwei Jahren hat dann mein 15-jähriges Ich an die Tür meines Bewusstseins geklopft und mir fiel es wie Schuppen von den Augen. Plötzlich ergab es einen Sinn, ich verstand, wieso ich mich die ganze Zeit über unterschwellig schlecht, schuldig und voller Scham gefühlt habe. Ich sprach zum ersten Mal bewusst mit einer meiner Partnerinnen über Konsens und weinte viel –  es fühlte sich an wie eine Erleichterung.

Die wenigen Male die ich in den ersten neun Jahren über die besagte Situation mit U. nachgedacht habe, habe ich das, was damals zwischen uns passiert ist, selbst abgetan. Vermutlich, um meine größte Angst vorwegzunehmen: Dass andere mich nicht ernst nehmen würden, wenn ich es erzählen würde. Selbst jetzt, wenn ich darüber schreibe und es als sexualisierte Gewalt definiere, tue ich mir schwer damit nicht dranzuhängen: “Aber es ist nicht so schlimm, es gibt Schlimmeres.” Ich tue mir schwer damit zu akzeptieren, dass ein einziger Abend so viele Auswirkungen auf mein Leben haben konnte. Ich will nicht die Kontrolle verlieren und schäme mich für meine Unsicherheit damals und dafür, dass ich nicht klar sagen konnte, was ich wollte. Und dann werde ich wütend. Wütend auf mich selbst und dann auf U. und dann wieder auf mich selbst. Wie hätte ich auch mit 15 wissen sollen, dass es so etwas wie Konsens gibt? Ich hatte es nie gelernt.

Sie tut sich schwer damit. Vielleicht weil es tatsächlich vollkommen unlogisch ist und sie ihn in nachhinein überbewertet und sich jetzt einredet, dass es daran lag. Weit eher dürfte die Kausalität andersherum sein: Weil sie schon vorher eine vollkommen verkorkste Einstellung zur Sexualität hatte hat sie nicht das normalste der Welt gemacht und einfach ihrerseits Zärtlichkeiten ausprobiert oder es eben abgebrochen.

U. ist hier aus meiner Sicht vollkommen unschuldig. Er konnte nicht wissen, wie verkorkst sie ist. Und das sie den an sich vollkommen harmlosen Vorfall so umdeuten würde, weil sie sich zu tief in feministischer Literatur vergraben hat, die ihr eingeredet hat, dass ihr hier sexuelle Gewalt angetan worden ist.

Sie überträgt hier komplett die Verantwortung auf U, statt sich einzugestehen, dass sie hier selbst hätte handeln müssen und das er davon ausgehen konnte, dass ihre Beziehung zu etwas körperlichen wird und sie zwar schüchtern ist, dass aber auch will.

Es ist diese Einstellung, die aus meiner Sicht so schädlich für Leute ist: Wer sich einreden lässt, dass ihm bei einem so harmlosen Vorfall (jedenfalls ist den Schilderungen nichts außer etwas fimmeln zu entnehmen, was nun besonders bedrohlich sein könnte) sexuelle Gewalt vorliegt statt sich einzugestehen, dass man selbst das Problem ist, dem hat die feministische Theorie geschadet.

Wohlgemerkt: Wenn jemand merkt, dass er ein enormes Maß an Vertrauen braucht und jede einzelne Handlung absprechen muss, weil er sie sonst nicht verkraften kann, der kann und soll das natürlich so praktizieren und seinen Partner darauf hinweisen. Das ist jedermanns eigene Sache. Er soll aber nicht diesen abstrusen Maßstab auf andere übertragen oder als allgemein verbindlich und wünschenswert ansehen. Die meisten Menschen haben schlicht diese Probleme nicht. Ich vermute sogar eher, dass viele junge Frauen ganz dankbar darüber waren, dass jemand immer wieder am Ball geblieben ist, wenn sie Angst hatten und das als gute Möglichkeit gesehen haben, wie sie evtl Angst überwinden, in dem man sich immer etwas weiter treiben lässt.