„10 Punkte, die man über die menschliche Evolution wissen sollte“

Razib Khan führt „10 Punkte über die menschliche Evolution an, die man man wissen sollte“:

1. The expansion/development of modern humans occurred within Africa for tens of thousands of before their expansion „Out of Africa.“ Most of the ancestors of non-African humanity seem to have started expanding rapidly from a small founder group of 100-1,000 50-75 thousand years years ago.

African humanity has a different and more complex historical pattern, with lineages which began diverging as early as 200,000 years before the present, and then mixing back with each other.

2) Related to #1, we’re one species, so rather than an expanding „tree“ from common ancestors, it’s better to think of a mesh which keeps coming back together, as some branches are pruned, and the whole pulses out periodically.
All major human populations seem to be the product of relatively recent fusions between diverged branches.
Africa was the source of modern humanity, but clearly there has been „back migration“ from Eurasia.

3) Many of the phenotypes we define as characteristic of various human populations are relatively recent.
E.g., the depigmented look of Northern Europeans, or the thick straight hair of East Asians.

4) The Denisovan version of EPAS1 which is found in Tibetans illustrates a general trend: we have adaptations from other very diverged human lineages through low levels of gene flow[2].

5) The transition to agriculture and complex „civilization“ seems correlated to pulses of highly fecund male paternal lineages.
Many of the common Y chromosomes today exhibit a pattern of diversification indicative of explosive population growth.

6) It seems unlike there is one singular genetic change which makes us sui generis or distinctive in relation to our hominin cousins.
This is less certain than 1-5, but I’m pretty sure that this is so.
Researchers have been looking for years, and not finding anything definitive, and I think there’s a reason.
There isn’t anything definitive.
Many genetic changes come together to make our lineage distinctive.

7) A lot of adaptation occurs through reemergence of old variation which is floating around in the human population.
For example, the lightening of skin across parts of Eurasia co-opt common mammalian pigmentation pathways.

8) Cultural flexibility does not negate biological evolution.
On the contrary, strong shifts in cultural norms seem to drive biology.
Lactase persistence is a clear case, but even something like malaria adaptation is ultimately due to anthropogenic environmental changes.

9) We are all equally descended from common ancestors.
There are no „most ancient“ human lineages.
We’re all equally recent by definition.

10) There are evolutionary genetic events in our history which are hinted at in the most recent data, so there are major lacunae in our knowledge.
The picture is well formed, but not complete.
E.g., there is evidence of pulses out of Africa ~100,000 years ago into Eurasia in both genetic and fossil data.
These lineages may have gone extinct, or, their contribution may be difficult to detect with current data sets.
But there is clearly more to be told in this story.

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Leitgedanken des „Feministischen Netzwerkes“

Gerade wurde mit den üblichen vielen Beteiligten ein „feministisches Netzwerk“ gegründet, welches zum einen wohl einfach der Vernetzung dienen soll, zum anderen aber wohl für die Organisation von Aktionen zum „Frauenstreik“ am 8.März 2017 genutzt werden soll.

femnetz

Femnetz

Auf der Seite wurden auch „Leitgedanken“ veröffentlicht, die in dem feministischen Netzwerk gelten sollen:

Leitgedanken
Wir sind überzeugt: Frauenrechte sind Menschenrechte und Menschenrechte sind Frauenrechte. Wir kämpfen also für eine Gesellschaft, in der alle Menschen – egal, welches Geschlecht, welche Hautfarbe, welcher Beruf, welches Einkommen, welche Herkunft, welche Religion, welche Fähigkeiten oder sexuelle Orientierung sie haben – ohne strukturelle Hindernisse frei, sicher und selbstbestimmt leben und für ihre (Wahl-)Familien sorgen können.

Klingt ja wunderbar. Aber mit dem Hinweis auf „strukturelle Hindernisse“ sind aus deren Sicht natürlich Probleme von Männern aufgrund des Geschlechts ausgeschlossen, denn struktruelle Hindernisse können nur die haben, die keine Macht haben, in der Kategorie Geschlecht also die Frauen. Allenfalls können eben schwarze Männer als Schwarze oder schwule Männer als Homosexuelle betroffen sein.

GEWALT BEENDEN

Alle Menschen haben ein Recht auf ein erfülltes und unversehrtes Leben. Wir setzen uns gegen jegliche Form von Gewalt gegen uns und unsere Körper ein. Es ist die Verantwortung der gesamten Gesellschaft, Frauen* und alle Menschen zu schützen, die besonders von Gewalt betroffen sind. Wir stellen uns gegen Polizeigewalt und Racial Profiling. Wir alle sind verpflichtet, gegen sexistisches, rassistisches, antisemitisches, antiromaistisches, behindertenfeindliches, antimuslimisches, klassistisches, bi-, trans-, inter- und homofeindliches Denken und Handeln in familiären und privaten Beziehungen, in der Gesellschaft und im Justizsystem vorzugehen. Die daraus resultierende Gewalt nehmen wir nicht hin.

Auch hier wird wohl nach deren Vorstellung häusliche Gewalt von Frauen eher kein Thema sein.

REPRODUKTIVE RECHTE
Wir kämpfen für sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung. Wir akzeptieren keine Rückschritte oder Einschränkungen bei qualitativer hochwertiger reproduktiver Gesundheitsversorgung, beim Zugang zu Verhütungsmitteln, bei HIV/AIDS-Prävention und -Versorgung oder bei medizinisch korrekter Sexualerziehung. Das bedeutet den Zugang zu legalen, stigmatisierungsfreien und vor allem sicheren Schwangerschaftsabbrüchen, die rezeptfreie Pille danach und die Bereitstellung von Verhütungsmitteln für alle Menschen, unabhängig von der Größe ihres Geldbeutels, egal wo sie wohnen, herkommen oder welchen Bildungsstand sie haben.

„Bereitstellung von Verhüttungsmitteln für alle Menschen unabhängig von der Größe ihres Geldbeutels“ heißt Pille auf Rezept und freie Kondome für alle? Oder was ist damit gemeint?

CAREARBEIT
Alle Menschen müssen genügend Zeit, Freiräume und finanzielle Möglichkeiten haben, um im Bedarfsfall für Kinder, Angehörige oder Freund*innen zu sorgen. Gleichzeitig darf niemand aufgrund von familiären, geschlechtsbezogenen oder sozialen Zuschreibungen genötigt werden, Care-Arbeit für andere zu übernehmen. Care-Arbeit so zu organisieren, dass die Freiheit, Selbstbestimmung und Würde aller Beteiligten jederzeit gewahrt bleibt, ist unsere gemeinsame Verantwortung. Care-Berufe leisten verantwortungsvolle Arbeit und dürfen weder prekär noch schlecht bezahlt sein.

Auch ein sehr interessanter, aber vollkommen unbestimmter Absatz. Alle sollen die finanziellen Möglichkeiten haben für ihre Kinder, Angehörige und Freunde zu sorgen? Wie soll so etwas laufen? Allenfalls wäre das ja bei dem bedingungslosen Grundeinkommen umsetzbar.

Interessant ist, dass niemand gezwungen werden darf, Care Arbeit zu übernehmen. Ich vermute mal Unterhaltszwang wäre aber durchaus nach wie vor okay. Was sie damit konkret sagen wollen ist mir auch schleierhaft: Es gibt nirgendwo einen „Zwang zur Carearbeit“

RECHTE VON LSBTQIA
Die Rechte von LSBTQIA (Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transpersonen, Queers, Inter- und Asexuellen) sind unumstößliche Menschenrechte. Es ist unsere Aufgabe, diese Rechte und die damit verbundenen Gesetze sowie die tatsächliche gesellschaftliche Akzeptanz sexueller Vielfalt weiter zu stärken, auszubauen und zu verteidigen. Die Einzigen, die Macht über unsere Körper haben sollten, sind wir selbst. Wir wollen selbst entscheiden, wer wir sind, frei von Geschlechternormen, gesellschaftlichen Zwängen, Erwartungen und Stereotypen.

„Frei sein von Geschlechternormen, gesellschaftlichen Zwängen, Erwartungen und Stereotypen“ ist ein schöner Ansatz, aber im Kontakt mit anderen Leuten wird man immer andere Meinungen aushalten müssen. Auch hier wird nicht gesagt, was eigentlich die konkrete Umsetzung sein soll und wann sie das als erfüllt ansehen.

ARBEITNEHMER*INNENRECHTE
Wir wollen ein Wirtschaftssystem, das durch Transparenz, Verbindlichkeit, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit getragen wird. Für gleichwertige Arbeit muss gleicher Lohn bezahlt werden. Wir setzen uns ein für eine flächendeckende, qualitativ hochwertige und bezahlbare Kinderbetreuung, Krankenversicherungen für alle Menschen und ein gesundes Arbeitsumfeld. Um für angemessene Löhne und gute Arbeitsbedingungen kämpfen zu können, brauchen alle Arbeitnehmer*innen das Recht auf Selbstorganisation. Niemand darf wegen des ausgeübten Berufs stigmatisiert werden. Die soziale Absicherung von Menschen darf nicht allein von Erwerbsarbeit abhängen. Alle Menschen, auch die ohne Erwerbsarbeitsplatz, haben ein Recht auf materielles Auskommen in Würde und auf gesellschaftliche Teilhabe.

Auch vollkommen unbestimmt. Klar, der Gender Pay Gap muss auch drin sein, sonst wäre es ja kein Feminismus. Ich wüsste aber auch nicht, welche Arbeitnehmerinnen kein Recht auf Selbstorganisation hätten? Und was wäre ein „Materielles Auskommen in Würde ohne Erwerbsarbeitsplatz“? Auch wieder das Grundeinkommen oder höhere Sozialhilfe?

BÜRGER*INNENRECHTE
Wir wollen, dass alle Menschen, die hier leben und geboren sind, Bürger*innenrechte innehaben, einschließlich des Rechts zu wählen. Alle Menschen sollen ohne Angst vor Diskriminierung und Verfolgung leben, das Recht auf Meinungsfreiheit haben und auf den Schutz des Staates vertrauen können. Sie sollen das Recht haben, einen Glauben auszuüben oder nicht. Das alles unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter, wen man liebt, ob mit oder ohne Behinderung. Es ist an der Zeit, vollständige Gleichstellung in Deutschland zu verwirklichen sowie Antidiskriminierung und Gendermainstreaming überall gesetzlich zu verankern und umzusetzen.

Alle, die hier leben sollen alle Bürgerrechte haben? Also sobald einer hier herzieht soll er voll wählen können, auch ohne Staatbürgerschaft?

Ein Staat in denen radikale Feministinnen „Antidiskriminierung und Gendermainstreaming“ überall umsetzen wäre interessant, es würde sich wahrscheinlich auch eher mit Meinungsfreiheit und Glaubensfreiheit beißen. Der Feminismus und die „Vollständige Gleichstellung“. Aber diskriminerungsfrei. Ich vermute sie sind unfähig den Widerspruch zu verstehen.

RECHTE VON MENSCHEN MIT BEHINDERUNG
Wir streiten dafür, dass wir unsere Gesellschaft gemeinsam und inklusiv voranbringen. Wir kämpfen für gesellschaftliche Teilhabe für alle, für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderung, Barrierefreiheit und selbstverständliche Inklusion im Alltag und in politischen Entscheidungen. Wir stehen für eine Gesellschaft ein, in der menschliche Vielfalt als Stärke verstanden wird.

RECHTE VON EINWANDER*INNEN
Das Ein- und Auswandern von Menschen gehört zu Deutschland und hat uns geprägt und vorangebracht. In einem Europa der offenen Grenzen und einer globalisierten Welt, wo verschiedene Krisen, Umweltzerstörung und Kriege Menschen zur Flucht zwingen, gehören freiwillige Migration und erzwungene Flucht zu unserer Lebensrealität. Wir glauben, dass das Recht auf Asyl unangefochten gelten muss, dass Migration eine Wahlentscheidung und keine Notwendigkeit sein sollte. Jeder Mensch soll willkommen sein, egal welcher Herkunft oder Religion. Kein Mensch ist illegal.

Was sie wohl unter einem „unangefochtenen Recht auf Asyl“ verstehen? Immerhin haben die wenigsten Flüchtlinge ja tatsächlich einen Asylgrund im Sinne der heutigen Regelungen

UMWELTSCHUTZ
Jeder Mensch hat das Recht auf sauberes (Trink-)Wasser und saubere Luft. Wir müssen unsere Umwelt und unser Klima schützen und dafür sorgen, dass unsere natürlichen Ressourcen nicht für ökonomische Profitmaximierung ausgebeutet werden. Sie müssen geschützt werden, insbesondere in Hinblick auf knappe Ressourcen, gerechte Verteilung, öffentliche Sicherheit und unsere Gesundheit. Diese Welt ist für uns alle da, wir müssen sorgsam mit ihr umgehen.

Okay, da haben anscheinend die Grünen noch mal was dazu beigetragen

Ich finde es alles sehr unverbindlich und nichtssagend.