„Sexuelles Fanatasieobjekt und Machtfantasie“

Eine paar Tweets zeigen verkürzt eine sehr typische Argumentation:

Verkürzt geht es um folgendes:

  • Feministen führen an, dass Frauen als Sexobjekte dargestellt werden
  • Männer führen an, dass Männer auch stark sexualisiert dargestellt werden, etwa muskelbepackte Helden
  • Feministen führen an, dass die muskelbepackten Helden nicht für die Frauen da sind, sondern für die Männer als Identifizierungsfläche.

Ich hatte zu „Barbie vs. He-Man“ schon mal folgendes ausgeführt:

He-Man ist aus meiner Sicht weniger ein Schönheitsideal als ein Ausdruck eines Helden mit viel Status, der wohl eher auf intrasexuelle Konkurrenz, also Konkurrenzkampf unter Männern ausgerichtet ist. Deswegen bekämpft er sich ja auch mit einer feindlichen Gruppe, Skeletor und Co.

Das zeigt die verschiedene Ausrichtung der Geschlechter eigentlich ganz gut. Bei Frauen ist Schönheitwichtiger, bei Männern Status und Bestehen in der intrasexuellen Konkurrenz. Danach richten sich auch die Spielpräferenzen.
Der Einwand, dass beide Geschlechter mit Puppen spielen, bei Männern würde man sie nur einfach Action-Figuren nennen, geht insofern an der Sache vorbei. Denn die Spielzeuge von Männern und Frauen sind eben nach deren Präferenzen im Schnitt ausgerichtet und dabei wollen eben Mädchen häufiger als Jungen Schönheit, Pflege, Miteinander und Gesellschaft spielen und Männer intrasexuelle Stellvertreterwettkämpfe austragen. Dazu ist eben He-Man besser geeignet als Barbie, Playmobil-Ritter besser als My Little Pony etc.

Das He-Man über sein relativ weiches Alter Ego Prinz Adam ein ziemliches Weichei sein kann macht insofern eine Identifikation oder ein Träumen von der Heldenrolle nur einfacher.

Sowohl die Darstellung leicht bekleideter Frauen als auch muskelbepackter Männer kann insofern sowohl intrasexuelle Konkurrenz ansprechen als auch auf das andere Geschlecht ausgerichtet sein. Letztendlich ist das schlicht eine Frage der Zielgruppe auf der einen Seite und der Frage, mit was der Einzelne sich identifizieren kann. Es gibt sicherlich auch Frauen, die sich gerade mit einer Darstellung wie oben identifizieren könnten. Für sie wäre es auch eine „Power Fantasy“. Anderen wäre es zu sexuell.

 

 

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19 Gedanken zu “„Sexuelles Fanatasieobjekt und Machtfantasie“

  1. You can always count on a man to criticize women’s clothing.

    Beispiele? Es scheinen mir doch in der großen Mehrheit Frauen zu sein die die Klamotten von anderen Frauen kritisieren. Es sind doch auch Frauenzeitschriften in denen die Kleider von irgendwelchen Frauen auf roten Teppichen besprochen werden. But who cares? Es wird ja auch so getan als ob es hauptsächlich Männer sind die gegen Abtreibung sind oder wollen das Frauen eine Burka tragen. Tatsächlich sind sie bei solchen Themen meßbar gleichgültiger.

    Jonathan McIntosh – wieso gibt es den überhaupt noch? Welche Gruppe ist der größte Markt für Videospiele? Kann es sein das es Heteromänner sind? Ist es dann so überraschend das Videospiele so gestaltet sind das sie Heteromännern gefallen?

    Aber das checken Feministen ja so gut wie nie.

    Btw.

    Who does not love a good double standard?

    One would think that movement supposedly built around respecting people’s agency and humanity would avoid anything that would make it appear they do not follow their own standards. For example, if a movement argued that it was wrong to sexually objectify one sex because reducing a person to an object is inhumane, one would expect this to apply to the other sex as well.

    Yet one would be wrong. Sabrina Maddeaux argued in a National Post article that it is perfectly fine to sexually objectify men because it is “different”. As she explained:

    Male objectification isn’t threatening because men don’t suffer from a severe power imbalance that puts them at risk economically, socially and physically.

    https://toysoldier.wordpress.com/2017/01/25/feminist-explains-why-its-okay-to-objectify-men/

    Heuchler…

  2. Hmm, dass muskelbepackte Männer als Identifikationsfigur für andere Männer dienen können, schließt ja nicht aus, dass sie von Frauen sexualisiert werden.
    Wir wissen aus antiken Berichten des römischen Reiches und aus Mosaiken in Galdiatorenschulen, dass reiche Frauen sich für viel Geld Schäferstündchen mit Gladiatoren gekauft haben und ihnen auch Liebesbriefe ins Gefängn..äh die Ausbildungsstätte geschickt haben. Ich habe das in einer Sonderausstellung zum Thema Glaiatoren im Historischen Museum Speyer, deshalb habe ich jetzt keine Studie zum Verlinken.

    • Einige Merkmale machen Frauen an. Größe,Stärke, Waschbrettbauch. Amazonen die aussehen wie Victoria Beckham, Anne Wizorek oder Angie Merkel gehen gar nicht.

    • Kommt heute auch noch gut bei Frauen an. Kenne genug Bekannte aus der Bodybuilding Szene die bei Frauen extrem gut ankamen obwohl sie dem Stereotyp vom Muskelbomber ohne Hirn wirklich sehr gut entsprachen.

  3. Tomb Raider wäre weniger reizvoll, wenn mann beim Spielen nicht ständig (ha!) auf einen knackigen Arsch und den gelegentlichen Sideboob kucken würde.
    Das ist korrekt beobachtet.

    Männer sehen gern sexuell anregende Frauen(-bilder); dabei wird das gleiche Belohnungszentrum im Hirn angesprochen, das auch auf z.B. Kokain reagiert.
    Das ist so.

    Und jetzt?

    Die feministische „Problemanalyse“ hält fest, dass dieser biologische Mechanismus für Frauen negative Folgen haben kann. (Obwohl diese sehr schwammig bleiben.)
    Hat er auch positive Folgen für Frauen?

    Natürlich. Massive.

    Was genau also ist es, was Feministen ändern wollen?

    Soll das Gehirn aller (!) Männer durch Hormontherapie oder Elektroschocks geändert werden, so dass sexy Weibsbilder nicht mehr gern gesehen werden?
    Für einige Feministinnen wäre das wohl eine gute Lösung.

    Soll es so sein, dass ein Mann nur noch dann ein sexy Weibsbild sehen kann, wenn es ihm individuell von einem sexy Weib präsentiert wird?
    Während der Gedanke ausgehungerter Männer sicher für alle Feministinnen attraktiv ist, wäre ein Korollar dieses Ansatzes, dass Frauen nicht mehr sexy auf die Straße gehen dürfen.

    Die Mischung machts: Männer dürfen Frauen nur dann sexy finden, wenn die Frau von genau diesem Mann sexy gefunden werden will!

    Wie das gehen soll?

    Komm mir nicht mit unterdrückerischen technischen Details.

    • „Die Mischung machts: Männer dürfen Frauen nur dann sexy finden, wenn die Frau von genau diesem Mann sexy gefunden werden will!“

      Dann muss er aber auch, alles andere ist eine Form von „Shaming“ …

    • „Wie das gehen soll?“

      Frauen machen das ja telepathisch. Also sollen Männer gefälligst ihr telepathisches Empfangsmodul dafür freischalten. Ach, halt, das wäre den meisten Frauen jetzt auch nicht recht, weil unheimlich. Da würden sie Angst bekommen.

      Außerdem, wo bliebe da die Reibungsfläche zum Mann als Papa-Nachfolger?

      😉

  4. Die Sexualisierung ist denen doch egal … die sehen elektronische Frauen schlicht als Konkurrenz und wollen sie nur deswegen abschaffen.
    Was für ein mieses Spiel: Die hypergamen Bitches selektieren eh schon mehr als die Hälfte aus und wollen denen aber unbedingt auch noch die einzig verbliebenen Illusionen wegnehmen.

    • Apropos Barbie:
      Im Widerspruch zur gepflegten Mattell-Legende der Barbie-Erfinderin Ruth Handler soll die Barbie-Puppe in einer focus-group mit kleinen Mädchen entstanden sein.

      Ernest Dichter persönlich, der Erfinder dieses Marketingtools, soll diese focus-group veranstaltet haben.

      What they wanted was someone sexy looking, someone that they wanted to grow up to be like,“ Dichter reported, „Long legs, big breasts, glamorous.“

      https://en.wikipedia.org/wiki/Ernest_Dichter

    • ..falsch gelandet, das sollte keine Antwort auf Henrik sein.

      Jonathan McIntosh ist die Definition eines Beta-Mannes

      Ja, und deshalb versucht er, seine Moral als Norm durchzusetzen. Dann wäre er endlich primus inter pares und würde sich endlich rächen, und die Herzen aller Mädchen brechen 😉

      „A sexual fantasy for feminist men“

    • Dass sie McIntosh fallen gelassen hat, ist das einzige, was mir wohl jemals an Anita Sarkeesian gefallen wird.

      Ich habe natürlich keine Ahnung, was hinter den Kulissen war, aber ich stelle mir einfach zu gern vor, wie sie ihn vor die vollendete Tatsache stellt, dass er aus seinem eigenen FemFreq draußen ist… und wie er sich verstört murmelnd noch dafür bedankt… und davon ausgeht, dass sich sicher auch für ihn allein ein guter Platz in der Welt der Outrage Warriors findet… nicht wissend, welch böses Erwachen seiner harrt. ^^

  5. Was auf das andere Geschlecht sexuell anziehend wirkt, bringt seinem Träger meistens Macht, Anerkennung und weitere Vorteile mit sich. Fast jeder Mensch m/w identifiziert sich deshalb nur allzu gerne mit. Deshalb sind ja auch, in der Werbung, die für eine weibliche Zielgruppe angebotenen Identifikationsfiguren in aller Regel sexy.

    Jonathan McImäc hat mal wieder komplett das Thema verfehlt. Aber schön, dass er seine eigentliche Geisteshaltung offenbart: „sexual desire“ ist für ihn also schon für sich verwerflich. Kein Wunder, dass seine Anita immer so verhärmt wirkt.

    Um sich zu beruhigen, sollte er vielleicht seinem geistigen Vater John Harvey Kellog folgen und den Tag regelmäßig mit einem Einlauf beginnen:

    https://de.wikipedia.org/
    wiki/John_Harvey_Kellogg#Kelloggs_Ansichten_.C3.BCber_Sexualit.C3.A4t

    Oder sich gleich, wie sein Geistesgeschwist Connell, entwaffnen lassen.

    • @Nick:

      „Um sich zu beruhigen, sollte er vielleicht seinem geistigen Vater John Harvey Kellog folgen und den Tag regelmäßig mit einem Einlauf beginnen“

      Tut er doch schon – und das Ergebnis stellt er auf Twitter. 😛

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