„Eier sind teuer, Sperma ist billig“: Der Postmann mit 1300 Kinder

Ein interessanter Bericht verdeutlicht das Prinzip „Eggs are expensive, Sperm is cheap

Nashville, TN | An 87-year-old former postman has been proven to have fathered over 1,300 illegitimate children after a private investigator hired by a Tennessee family discovered the shocking truth.

The investigation that has gathered thousands of DNA samples and testimonies over a 15-year period ultimately proves the man is the father to literally thousands of illegitimate children in the region.

“Contraception wasn’t very popular in those days,” he told local reporters in his defense. “I have nothing to be ashamed of. The 60s were the good old days and I did a great Johnny Cash impression which played out real good with the ladies,” he explained. “Some even thought I was Johnny Cash for real,” he recalls laughingly. “I don’t know if they really believed it or if they were trying to convince themselves, but who was I to say no to a quickie?” he acknowledged.

 

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Radikaler Transaktivismus: Ein Artikel über menstruierende Menschen, der nur von Frauen redet, ist transfeindlich

Ich hatte es an anderer Stelle schon einmal gesagt: Radikale feministische Transaktivisten sind so ziemlich das extremste was es in dem schon ziemlich radikalen Bereich der SJWs gibt.

Sie sind die, die am radikalsten alles angreifen, was irgendwie eine Zuordnung von Geschlecht an körperlichen Merkmalen oder dem, was man weithin so an Geschlechterunterschieden kennt festmacht. Einfach weil sie davon ausgehen, dass zB ein M->F Transsexueller voll und ganz und auf jede Weise eine Frau ist und damit jedes Ansprechen des eigentlichen Transsein in dem Sinne, dass man X-Chromoson, einen Penis und Hoden, mehr Testosteron  etc immer noch als männliche Merkmale ansieht, als Feindseligkeit gegenüber Transsexuellen ansieht.

Ein Text, der das ganz gut darstellt, ist aus meiner Sicht dieser:

Cissexistisch“ oder „ciszentrisch“ bezeichnet Inhalte oder Bilder, die trans Menschen ausschließen oder diskriminieren, weil davon ausgegangen wird, dass cis (= nicht trans) sein der einzig gültige geschlechtliche Zustand ist. Ein alltägliches Beispiel dafür ist ein Artikel über menstruierende Menschen, der nur von Frauen redet. Einerseits werden dadurch menstruierende Menschen ausgeblendet, die keine Frauen sind. Mehr noch: sie werden gegen ihren Willen wieder in die Kategorie „Frau“ eingemeindet, der sie oft verzweifelt versuchen zu entkommen. Andererseits werden dadurch alle Frauen ausgemeindet, die nicht menstruieren. Es wird – zusammenfassend – davon ausgegangen, dass alle Menschen cis sind bzw. bestimmten Körpernormen entsprechen.

Aus meiner Sicht überzieht das in der Tat die Anforderungen an den normalen Sprachgebrauch. Transsexuelle sind Personen, die körperlich einem bestimmten Geschlecht entsprechen, während das Gehirn (und gegebenenfalls der Bodyplan) von diesem Geschlecht ausweicht. Gerade diese Mischung macht es, dass sie eben zwischen (=Trans) den Geschlechtern stehen und Merkmale von Beiden haben. Gebären und Menstruation, Penis und Vagina, dass alles hat biologisch eine Funktion und diese liegt jeweils bei einem der Geschlechter.

Trans sind insofern eine Abweichung von dem Normalen, weil Menschen, die zwischen den Geschlechtern liegen, eben sehr selten vorkommen. Schätzungen gehen davon aus, dass einer in 100.000 ein F-> M Transsexueller ist und eine in 30.000 eine M-> F Transsexuelle. Wenn wir bei diesen Zahlen anfangen alles umzustellen, dann müssten wir wohl weitaus mehr  Anpassungen machen. Blinde beispielsweise gibt es etwa 200 auf 100.000 (und viele Sehbehinderte Leute kommen hinzu). „Der Mensch kann sehen“ wäre dann ebenso falsch. Denn Blinde sind ja Menschen. Und auch Aussagen wie „Arbeitnehmer gehen zur Arbeit“ sollten dann für einen Aufschrei sorgen, denn natürlich gibt es auch viele Gehbehinderte, die zur Arbeit dann eben rollen etc. Im Endeffekt bliebe wohl kaum eine Aussage übrig, die man überhaupt über den Menschen treffen könnte.

Auch die Bezeichnung „Transsexualität“ an sich wäre da eigentlich schon ein Angriff. Denn es sind ja schlicht Männer und Frauen. Und Trans deutet etwas anderes an.

Diese Denkweise ist leider die Normalität. Und sie führt zu großen Problemen für trans Menschen, die von Ausschlüssen aus feministischen Räumen und aus Hilfsangeboten bis hin zu schlimmem Unwohlsein im eigenen Körper führt. Außerdem ist sie biologistisch, da sie Geschlecht unmittelbar an den Körper koppelt. Ich würde behaupten, dass sie dadurch auch für cis Menschen, die nicht der Norm entsprechen zu Problemen führt. Zu viel Testosteron? Das ist krankhaft(tm), denn du bist ja eine Frau! Und flugs hat ne Person, die vorher überhaupt keinen Leidensdruck hatte, sowohl eine Diagnose als auch ein Medikament an der Backe. So gibt es viele Körperlichkeiten, die nur deswegen als krankhaft gelten, weil „gesund“ so ein einengender und normierter Begriff ist. Dabei wird die Zweigeschlechternorm teilweise auch gewaltvoll und unkonsensuell künstlich hergestellt (so viel zu Natürlichkeit).

Gut, da wären wir in der alten Diskussion über die Anzahl der Geschlechter:

Was ist nun ihr Vorschlag:

Wie sollen wir das denn sonst machen mit den Geschlechtern?

Eine andere Herangehensweise wäre die Vorstellung, das Geschlecht eines Körpers würde durch das Geschlecht seine_r Inhaber_in bestimmt. Also: Frauen haben Frauenkörper, Männer Männerkörper, Genderqueers genderqueere Körper etc. Also: mein linkes Bein ist automatisch nichtbinär, weil ich es bin. Ebenso meine Brüste, meine Augenbrauen etc. Diese Vorstellung hat in meinen Augen den Vorteil, Körper nicht unnötig zu gendern, was oft schon in den gängigen Mainstream-Artikeln irreführend ist. Wie gesagt, Körper sind vielfältig, auch Körper von cis Menschen. Und manche Vorstellungen, wie z.B. dass nur Männer sogenannte „männliche Hormone“ wie Testosteron im Körper haben, sind einfach falsch.

Da regen sie sich erst über die Aussage aus, dass Frauen menstruieren, dann nehmen sie sich selbst wieder aus der Kategorie raus, weil sie etwas anderes ist. Es bliebe dann allenfalls die zu beanstandende Aussage „nur Frauen menstruieren“. Aber auch da greift eben das Argument der geringen Zahl und der Praktikabilität im alltäglichen Sprachgebrauch.

Außerdem wirkt diese Herangehensweise gegen die Vorstellung an, die Geschlechtlichkeit von trans Menschen sei künstlicher als die von cis Menschen. Dabei wird auch die Geschlechtlichkeit von cis Menschen in einer bestimmten Phase des Heranwachsens sozial hergestellt. Trotzdem dürfen sie ihr Geschlecht „biologisch“ nennen, trans Menschen werden jedoch dafür komisch angeguckt. Dabei sind sie doch auch biologisch, verfügen über einen Körper und dieser bestimmt auch ihre Wahrnehmung von sich als geschlechtlichem Wesen mit.

Da ist erst einmal die Fehlvorstellung eines sozialen Herstellens. Und wieder wird aus meiner Sicht verkannt, dass Transpersonen eben eine Mischung zwischen den beiden Geschlechtern sind, das Gehirngeschlecht weicht vom körperlichen Geschlecht ab.

Wir sind nicht irgendwelche Aliens, die in einer Energieblase auf die Erde prallten und dabei versehentlich in „den falschen Körper“ gerieten.

In der Tat. Eher ist es ein biologisches Ereignis, bei dem das Gehirn aufgrund bestimmter biologischer Konstellationen eine andere Dosis von Hormonen abbekommt als sonst in dieser Chromosomenanordnung vorgesehen und dieses daher anders ausgestaltet wird.

Dass viele trans Menschen trotzdem medizinische Behandlung benötigen, weil sie mit ihrem Körper so wie er ist nicht gut leben können, steht wieder auf einem anderen Blatt.

Über Körperlichkeiten könnten wir trotzdem noch reden. Wir würden halt z.B. in einem Artikel über Menstassen nicht mehr Frauen adressieren, sondern menstruierende Menschen. Auch über Verschränkungen von Körperlichkeit und (Vorstellungen über) Geschlecht könnte weiterhin gesprochen werden. Es würde aber dabei nicht (zwangsläufig) die Norm reproduziert.

Zu guter Letzt rückt diese Vorstellung Selbstbestimmung in den Vordergrund. Frauen müssen nicht mehr beweisen, dass sie wirklich Frauen sind, sondern können es einfach sein. Egal ob sie jetzt cis oder trans sind, kurze oder lange Haare haben, viel oder wenig Bartwuchs im Gesicht und egal ob sie eher Hosen oder Röcke tragen. Sie macht Schluss mit der Idee, irgendwelche „Expert_innen“ (bzw. meist cis-männliche weiße ExpertEN) könnten Menschen Geschlechter zuordnen.

Frauen müssen es auch so üblicherweise nicht beweisen. Aber dennoch gibt es eben Merkmale, die typisch für Frauen bzw für Männer sind. Das als etwas zu empfinden, was sich gegen Transsexuelle richtet finde ich einen eher erstaunlichen Gedanken: Gerade diese nehmen ja den Unterschied üblicherweise am deutlichsten wahr und leben nicht einfach als weiblicherer Mann oder männlichere Frau, sondern wollen häufig eine Anpassung, sie stört eben gerade die falsche Zuordnung. Sie empfinden ihren Penis als zu männlich oder ihre Menstruation als zu weiblich und gerade deswegen falsch. Dieses Gefühl des Korrekturbedarfs, dieses „das bin nicht ich, weil ich ein bestimmtes Geschlecht bin“ wäre dann selbst transfeindlich. Was wenig Sinn ergibt aus meiner Sicht.