Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 24. August 2015

Das „Junge Männer Syndrom“

Ein Artikel ordnet ein bei jungen Männern häufig anzutreffendes Verhalten unter der Bezeichnung „Young male Syndrom“ evolutionär ein:

Sexual selection theory suggests that willingness to participate in risky or violent competitive interactions should be observed primarily in those age-sex classes that have experienced the most intense reproductive competition (fitness variance) during the species‘ evolutionary history, and in those individuals whose present circumstances are predictive of reproductive failure.

Homicidal conflicts in the city of Detroit in 1972 are reviewed in the light of the above perspective. Homicide in Detroit, as elsewhere, is overwhelming a male affair. Victim and offender populations are almost identical, with unemployed, unmarried, young men greatly overrepresented. The most common conflict typologies are described, and it is suggested that many, perhaps most, homicides concern status competition.

Other manifestations of “taste for risk,” such as daredevilry and gambling are briefly reviewed. The evidence suggests that such a taste is primarily a masculine attribute, and is socially facilitated by the presence of peers in pursuit of the same goals.

Such dangerous, competitive acts as the classic “trivial altercation” homicide often appear foolhardy to observers. However, it remains unknown whether the typical consequences of such acts are ultimately beneficial or detrimental to the perpetrators‘ interests.

Quelle: Competitiveness, risk taking, and violence: the young male syndrome

Eine kurze Zusamenfassung des Syndroms findet sich hier:

Young men take higher levels of risks than other people, as insurance companies and law officers are well aware. This can be dangerous, but has developed with clear evolutionary purpose.

Risk-taking
Young men tend to take far more significant risks than others. The drive faster, indulge in extreme sports and otherwise seem to seek thrills in ways that endangers life and limb.

In fact whilst risk-taking can indeed be thrilling, there are other benefits that have distinct evolutionary value.

Aggression
Young people tend to be more susceptible to strong emotions where there is the thrills of risk and power in aggression. Young men are more prone to anger and are more likely to get into fights and violent arguments in which there is a risk of them being harmed. In fact American men in their mid-twenties are 20 times as likely as women of a similar age to be murdered.

Male bonding
Whilst young men compete with one another for women, they also take risks together, egging each other on. Men are more likely to join groups and gangs n which risks are taken on a regular basis. These are often ritualized, such as in gang entry rites and otherwise follow a common process of dares, encouragement and celebration.

Collaborative risk-taking allows the young men to sort out status issues. Those who take greater risks are also sending a message to others about how hard they would fight if they fell into conflict with one another.

This shared danger and resolution of status issues has an effect of bonding the young men together. They hence become friends and learn to collaborate, for example when competing against other groups or in hunting for food and gaining other resources. This has significant evolutionary benefit for the survival of a tribe.

Mating display
The fundamental underlying driver of young male syndrome is the search for a mate. A key criterion for women in choosing a mate is the ability of the male to feed and protect her and their offspring. Males who are bold hence get extra consideration. High status is also a significant benefit.

Developing a reputation in the male boding and shared risk-taking activities helps this as the women hear about the stories of derring-do.

So what?
When working with young men, accept that they may well be relatively extreme risk-takers. This means they are susceptible to dares and other risk-based provocation. They may also be prone to anger and other emotions.

Das sind aus meiner Sicht alles sehr klassische Elemente, die evolutionär zusammenspielen:

Risikos einzugehen dient sowohl der Darstellung des Wertes als Partner, in dem es costly Signals sendet, dass man solche Risiken übersteht. Es zeigt auch innerhalb der Gruppe der Männer, dass man zum einen ein ernst zunehmender Konkurrent ist, auf dessen schlechte Seite man sich besser nicht stellt und zum anderen auch, dass man auch für die Gruppe Risiken eingehen würde und Fähigkeiten hat, die einen das überstehen lassen, also auch ein wertvoller Verbündeter ist. Das gerade in dieser Zeit „das Revier abgesteckt wird“ dürfte auch daran liegen, dass hier eben eine frühe Hierarchie etabliert wird, die unter steinzeitlichen Bedingungen dann lange anhielt und das Leben in der Gruppe bestimmt hat. Das Männer mehr Risiken eingehen führt dazu, dass sie weit aus häufiger sich verletzen, sterben, gefährliche Sachen machen,scheitern,  aber es führt eben auch dazu, dass sie größer herauskommen, Wagnisse eingehen, die sich dann auszahlen. Es trägt insofern auch dazu bei, dass Männer eher selbständig sind, sich eher trauen ein Unternehmen zu gründen, eher bereit sind geschäftliche Risiken einzugehen und sich dem Wettbewerb zu stellen. Es wird auch häufig schief gehen, aber im Gegenzug kommt es dadurch eben auch dazu, dass die die oben sind eher Männer sind als Frauen. (Exkurs: Weiter gefördert wird dies durch kapitalistische Instrumente wie die haftungsbeschränkte Gesellschaft, etwa die GmbH oder die AG in Deutschland, die es einem erlauben, mit einem Geschäft zu scheitern und danach ein neues Risiko einzugehen (was wieder dadurch eingeschränkt wird, dass zumindest die Banken eine persönliche Haftung des Gesellschafters wollen, aber andererseits erfordert eine GmbH heute nicht unbedingt einen hohen Kapitaleinsatz für die Gründung, zur Not eben in der Form der Unternehmergesellschaft))


Responses

  1. Verständnisfrage zum Exkurs:
    Wieso fördert die Möglichkeit haftungsbeschränkter Unternehmen die Gründung insbesondere durch Männer?
    Dadurch wird doch eben das Risiko der Haftung auf die Kapitaleinlage beschränkt, und umfasst nicht das gesamte persönliche Vermögen, ist also die risikoärmere Variante.

    • Ist vielleicht etwas unglücklich formuliert: es fördert Unternehmensgründungen an sich.
      Wobei 50.000 ja auch noch ein ziemliches Risiko sein können. Aber es macht eben – sofern man nicht für die Bank persönlich haftet – das finanzielle Risiko geringer.

      Natürlich bleibt es ein Risiko, auch ein soziales. Kann man die Mitarbeiter bezahlen, die Miete, für übrigen kosten? Enttäuscht man Leute, die einem vertrauen? Man muss es sich trotz der Haftungsbeschränkung zutrauen

      • Spinnt man den Gedanken weiter, so könnte man auch erwarten, dass die persönliche Haftung dazu führt, Vermögensteile frühzeitig aus dem eigenen – für das unternehmerische Risiko haftenden – Vermögen auszugliedern und auf Ehefrau, Kinder, etc. zu übertragen. Standardbeispiel: Übertragung des Familienheims auf die nicht persönlich haftende Ehefrau, so dass es dem Haftungszugriff im Fall der Fälle entzogen ist.

        Diese Sicherungsmechanismen funktionieren aber nur dann richtig, wenn man das Ehepaar tatsächlich eine wirtschaftliche Einheit bildet und bleibt. Es ist dann im Beispiel insbesondere auch für den Mann sinnvoll, sich gerade nicht eine andere Frau zu suchen (auch wenn er durch unternehmerischen Erfolg seinen Marktwert auf dem Partnermarkt erheblich gesteigert hat). Mir scheint aber, dass Unternehmerehen doch recht regelmäßig scheitern – vielleicht teils auch wegen der Bereitschaft des erfolgreichen Unternehmers, auch in diesem Lebensbereich Risiken einzugehen?

        Interessant fände ich in diesem Zusammenhang, ob es Korrelationen zwischen der Rechtsform des Unternehmens (Einzelunternehmen, Personengesellschaft, Kapitalgesellschaft) und der Scheidungswahrscheinlichkeit gibt.

      • OK. Danke, @Christian, das macht es etwas klarer.

  2. Der Beitrag gibt mir Gelegenheit noch mal ausführlicher an meinen gestrigen Kommentar anzuknüpfen und meine These auszuführen, dass es volkswirtschaftlich und gesellschaftlich weitgehend sinnlos ist, Frauenförderung zu betreiben und man sich statt dessen auf Männer, und hier vor allem junge Männer, konzentrieren sollte.

    Der Drang von Männern zum Wettbewerb und zu Ehrgeiz ist ein über alle Kulturen zu beobachtendes Phänomen und leicht mit Biologie, intrasexueller Kokurrenz und Paarunsgverhalten zu erklären. Und genau das müsste eine Gesellschaft berücksichtigen.

    Eine Gesellschaft sollte sie ein Interesse daran haben, Männern konstruktive Mittel zur Verfügung zu stellen, sich zu beweisen, sich zu bewähren, miteinander im Wettbewerb zu stehen. Wirtschaft, Technik und Wissenschaft einerseits und Literatur, Künste und Sport andererseits werden davon profitieren. Es sind Männer die eine Gesellschaft voranbringen, sie tragen und aufrechterhalten. In sie zu investieren ist unter dem Strich pofitabler.

    Hinzu kommt, dass eine Gesellschaft, die Männer eben keine konstruktiven Mittel zur Verfügung stellt, langfristig mit vielfältigen Problemem konfrontiert wird. Der Drang von Männern zum Wettbewerb und zu Ehrgeiz wird sich dann nämlich destruktiv entladen. Wir alle kennen die Folgen: Randale nach Fußballspielen, Autorennen in der Innenstadt, S-Bahnsurfen (macht man das noch?), Alkohol- und Drogenmissbrauch, hohe Selbstmord- und Depressionsrate, Kriminalität allgemein.

    Wir im Westen machen momentan aber das Gegenteil. Wir fördern auf Biegen und Brechen jenes Geschlecht, welches einerseits weder einen großen volkswirtschaftlichen Output generiert, noch ein großes destruktives Verhalten zeigt. Der geringere Drang von Frauen zum Wettbewerb und zu Ehrgeiz unterminiert großangelegte Investitionen, zumal immer noch jede Frau früher oder später auf Grund von Geburt oder Kindererziehung ausfällt.

    Der Vorteil wiederum ist, dass man es sich durchaus leisten kann, Frauen nicht zu fördern. Man muss ihre weibliche Energie auch nicht in konstruktive Bahnen lenken. Sie wird nach Fußballspielen kaum randalieren, sie wird die Innenstädte kaum unsicher machen, sie wird sich kaum dem Alkohol- und Drogenmissbrauch hingeben. Sie wird das tun, was sie immer tut, wenn ihr langweilig ist: Schminken, Shoppen, Soaps anschauen.

    Wir investieren also in Menschen, die qua biologischer Disposition ein geringeres Output generieren, vernachlässigen dabei gleichzeitig die biologisch einzig exklusive „Begabung“ von Frauen (Nachwuchs) und hängen so tausende von jungen Männern ab und verdammen sie zu einem Leben an den Rändern der Gesellschaft.

    Langfristig trägt das nicht.

    • „Der Beitrag gibt mir Gelegenheit noch mal ausführlicher an meinen gestrigen Kommentar anzuknüpfen und meine These auszuführen, dass es volkswirtschaftlich und gesellschaftlich weitgehend sinnlos ist, Frauenförderung zu betreiben und man sich statt dessen auf Männer, und hier vor allem junge Männer, konzentrieren sollte“

      Nein, ist es nicht.
      Es ist sinnlos, Frauen mehr zu fördern als Männer, aber ich bin sicher, dass viele Länder auch deswegen wirtschaftlich so unerfolgreich sind, weil sie eben diese vernachlässigen. Besonders in islamischen Gesellschaften kann man das gut beobachten.
      Im Iran sind Frauen zwar auch ziemlich eingeschränkt, aber sie bilden sich und studieren. Und zufälligerweise ist der Iran auch das Land mit diesem Religionsgebilde als Überbau das noch mit am erfolgreichsten ist.
      Und die werden noch zulegen, jetzt wo die Sanktionen aufgehoben werden.

      In Pakistan dürfen/machen Frauen eher wenig außer Kinder bekommen und dementsprechend sieht die Gesellschaft aus.

      Eine Gesellschaft wird nämlich nicht nur durch zu niedrigen Geburtenraten instabil, sondern auch durch zu hohe (Youth Bulge).

      • Und dagegen kommt man auch nicht an, wenn jeder Mann ein Diplom kriegt.

        Angesichts der Entwicklung des Menschen wird man sich da noch ganz existenzielle Fragen stellen müssen in Bezug auf „iwviel Bevölkerung ist gut für den Planeten“ und „wieviel ist gut für ein Land“

        In Mali z.B haben sie eine Geburtenrate von 7. Da wird keiner mehr irgendwas reißen, egal wie viel Bildungsförderung für Jungen er macht, so weit wie das fortgeschritten ist.
        Und da wirst du auch nichts erreichen wenn jeder Junge einen Schulabschluß macht, weil es viel zu wenig alte Männer gibt, deren Platz die jungen einnehmen können. Das ist einfache Mathematik und darin solltest du als Mann doch eigentlich viel besser sein als ich, Adrian.

        Finde ich immer wieder lustig, mit welchen einfachen Parolen die Leute an solche Probleme rangehen wollen.

      • Der Hauptgrund für die Rückständigkeit islamischer Länder ist deren Religiosität.
        Und ja, man sollte Männer mehr fördern. Weil sowohl deren potentieller positiver als auch negativer Output höher ist als bei Frauen.

        • Richtig. Und was folgt aus Religiosität? Strikte Geschlechtsrollen und Null Geburtenkontrolle und wenig Bildung und noch dazu wenig Wohlstand. Woraus noch weniger Bildung und noch mehr Armut resultiert.
          Und was folgt daraus? Religiöses Konflikpotential und allgemeines Konflikpotential. Wie wenn du zu viele Meerschweinchen auf zu wenig Platz sperrst und wenn, dann eher noch steigende Religiosität. Und was folgt daraus? Mehr Kinder.

          Lösung kann nur sein: Geburtenkontrolle und (auch) Frauenförderung, damit die nicht alle darauf angewiesne sind, sich mit irgendeinem wahrscheinlich noch religiösen Hardliner verheiraten zu lassen (ohne Entscheidungsgewalt über die Kinderanzahl).
          Etwas weniger Kinder + Frau die vielleihct noch etwas zum Haushaltsgeld beisteuert = mehr Wohlstand = mehr Bildung (weil man sich das Schulgeld für 2 Kinder besser leisten kann als für 12).

        • Es ist absurd anzunehmen, in islamischen Ländern fehlt es an Frauenförderung und Bildung für Frauen. Nein, es fehlt an Förderung und Bildung überhaupt.

          Westliche Gesellschaften sind übrigens ein schönes Beispiel dafür, dass man keine Frauenförderung braucht um erfolgreich zu werden. Oder glaubst Du Industrialisierung, Fortschritte im Gesundheitswesen, in Wissenschaft und Technik und im sozialen Bereich sind im Westen erfolgt, weil man auf Frauenförderung gesetzt hat?

        • Falls wir den „Kampf“ gegen islamische Gesellschaften überhaupt gewinnen sollten, dann natürlich nicht, weil wir Frauen fördern, sondern weil Männer sich noch für ein farbiges Stück Kleidung zu Krüppeln schiessen lassen.

          Nahezu alle Vorteile gegenüber dem Islam, seien es nun die Wunder Industrialisierung oder die Gewaltentrennung im Staat wurden von weissen Männern massgeblich erschaffen und diese haben auch den höchsten Preis dafür zahlen müssen. Frauen haben da kaum eine Rolle gespielt.

          Frauenförderung und eine gleichzeitige Vernachlässigung der Männer wird schnell genug ins Verderben führen. Rein mathematisch ist es halt eben schlicht nicht sinnvoll die Geburtenrate gegen weibliche Partizipation am Arbeitsplatz zu tauschen, wenn der Automatisierungsgrad unserer Gesellschaft noch so gering ist. Alles was wir mit der Vollbeschäftigung erreichen ist eine lokale, zeitlich kurze Maximierung unseres Outputs auf Kosten der nächsten Generation. Gut, westliche Industrienationen importieren Kinder, weil das primär billiger erscheint, jedoch verhalten sich die Immigrations und Integrationskosten wohl eher potenzierend und sind daher bald auch zu hoch. Daran ändern die Beschämungstaktiken der Regierung nichts, die nichts anderes vorsieht als das soziale Kapital durch Rassismusvorwürfe an die einheimische Bevölkerung zu „stabilisieren“.

          Falls Frauen wirklich einen Vorteil sein wollen, müssten sie schlicht mehr leisten, nämlich annährend so viel wie ein Mann. Und dazu sind sie in keiner westlichen Gesellschaft gewillt, lieber sprechen wir über Klimaanlagen die Frauen unterdrücken, was für sexistische Arschlöcher alle Männer sind und wieso STEM-Felder so diskriminierend sind, dass frau vor lauter Mirkoagressionen kaum mehr atmen kann.

        • @toxic

          Nimmt man jetzt das Flüchtlings- und Migrationsproblem, das noch auf Euro & Griechenland, De-Industralisierung, künstlich zusätzlich verknappende Energiepolitik, Überalterung, … etc. draufgesattelt wird, hinzu, dann ist tatsächlich ein Wirtschaftlicher Kollaps vorprogrammiert.

          Von allen genannten Problemen ist die Last der dekadenten Extorsion betreibenden Frauen das erdrückenste.

          Das sieht ziemlich finster aus. Oder siehst du da einen Lichtblick?

        • Dazu u.a. auf Science Files

          http://sciencefiles.org/2015/08/24/deutsches-demokratisches-defizit-basenwirtschaft-par-excellence/

          „… dass Deutschland pro forma eine Demokratie sein mag, de facto ist Deutschland jedoch eine Rent Seeking Society, wie Gordon Tullock es genannt hat, eine Gesellschaft, die sich in der Hand von Netzwerken zur gegenseitigen Versorgung befindet. Eine Gesellschaft der Basenwirtschaft, in der Ministerien Steuergelder nutzen können, um ideologische Netzwerke zu unterhalten, die es nicht gäbe, würden sie nicht öffentlich finanziert.

          Diese Form der Zweckentfremdung von Steuergeldern ist mit demokratischen Grundsätzen nicht zu vereinbaren. Sie widerspricht demokratischen Grundsätzen.

          Demokratien beruhen auf einer Reihe von Werten, wie Meinungsfreiheit, Unternehmensfreiheit, Schutz des Eigentums und darauf, dass die Mitglieder der Gesellschaft die gleichen Chancen auf Zugang zu den Positionen haben, die die Gesellschaft zu vergeben hat. Daraus folgt, dass Privilegien im Zugang zu gesellschaftlichen Positionen, sowie Privilegien im Hinblick auf den Hauptgegenstand der Tätigkeit von Regierungen, die Gesetzgebung, ausgeschlossen sein müssen, damit eine Gesellschaft sich demokratisch nennen kann.
          …“

          Das scheint strukturell die Ursache für alle anderen Probleme bzw. der Unfähigkeit zur Lösung zu sein.

          Hauptverursacher der Rot-grün-dekadente-Gutmenschkomplex, insbesondere hier der Feminismus.

        • „Hauptverursacher der Rot-grün-dekadente-Gutmenschkomplex, insbesondere hier der Feminismus.“

          Das Sagen hat aber die CDU.
          Ich glaube eher, Hauptursache ist immer noch der Nationalsozialismus und der daraus folgende Schuldkomplex.

        • „Ich glaube eher, Hauptursache ist immer noch der Nationalsozialismus und der daraus folgende Schuldkomplex.“

          Nein. Das hatte ja schon einmal gut geklappt.

          Die Parasitenwirschaft betreibt ja Schuldkompex, d.h. Dämonisierungspropaganda. Absichtlich destruktiv, um sich zu legitimieren.

          Das ist die Subversion von Sozialismus gepaart mit Opfer-Sündenbock relationaler wie kollektiver Extrosionsgewalt durch dekadente Frauen.

      • „Und dagegen kommt man auch nicht an, wenn jeder Mann ein Diplom kriegt.“

        Es geht nicht darum, dass jeder Mann ein Diplom bekommt. Sondern die Möglichkeit hat, seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Tut man dass nämlich nicht, geschieht das, was man in einer Herde frustrierten Jungbullen beobachten kann. Warum glaubst Du, bestehen Strassengangs, Fussballrowdies und der IS fast ausschließlich aus Männern? Weil Männlichkeit destruktiv wirken kann. Wenn man sie nicht hegt.

        „Das ist einfache Mathematik und darin solltest du als Mann doch eigentlich viel besser sein als ich, Adrian.“

        Appelle an meine Männlichkeit ziehen nicht. Weil ich kein sexuelles Interesse an Dir habe.

        • Und ich habe bei einigen jungen Männern die Erfahrung gemacht, dass sie eine normale geregelte Arbeit usw. spießig finden.
          Es wird immer so getan, als würden sich Gangs und Mafiöse Strukturen nur aus purer Veruweiflung bilden. Dem ist durchaus nicht immer so.

          „ut man dass nämlich nicht, geschieht das, was man in einer Herde frustrierten Jungbullen beobachten kann. Warum glaubst Du, bestehen Strassengangs, Fussballrowdies und der IS fast ausschließlich aus Männern? “

          Schon klar, aber die Ursache dafür ist nicht immer „zu wenig Bildung“. Gerade bei Fußballrowdies sind das in erster Linie Adrenalinjunkies, denen das einfach Spaß macht (wie auch bei der Antifa). Das ist mitnichten immer ein „Hilferuf“.

          Was meinst du denn mit „Platz in der Gesellschaft“? Der leich debile Ex-Hells Angel, der vorher so schön Schutzgeld eingetrieben hat, wird also umqualifiziert und wird Parkhauswächter. Und was wenn ihm dieser Platz nicht reicht? Muss man ihm dann den Lohn aufstocken bis er auf sein Monatseinkommen von früher kommt? Als Beispiel?

        • Du liest nicht was ich schreibe. Ich rede nicht nur von Bildung. Sondern von Förderung. Gesamtgesellschaftlicher Anerkennung männlicher Potentiale und Risiken. Hege, Pflege, Erziehung.

          Man kein einen Hengst nicht wie eine Stute behandeln. Um gute Reittiere zu sein, muss man beide ausbilden. Aber der Hengst benötigt mehr Erfahrung, Können und Sensibilität um seine konstruktiven Potentiale zu entfalten. Sonst kann er gefährlich wirken.

          Unsere Gesellschaft wählt mittlerweile den einfachen Weg. Und macht aus Männern Wallache.

        • Letzter Satz ist falsch. Glücklicherweise machen wir aus Männern noch keine Wallache. Aber wir tun so, als seien sie sozial disfunktionale Stuten. Wir tun so, als könne man sie wie Stuten behandeln.

        • „Du liest nicht was ich schreibe. Ich rede nicht nur von Bildung. Sondern von Förderung. Gesamtgesellschaftlicher Anerkennung männlicher Potentiale und Risiken. Hege, Pflege, Erziehung.“

          Was stellst du dir darunter vor?

        • „Was stellst du dir darunter vor?“

          Ich bin kein Soziologe und kein Erziehungswissenschaftler. Das ist deren Job. Genderwissenschaftler könnten sich auch damit beschäftigen, anstatt zu postulieren, dass Titten gut finden sexistisch sei.

    • Es kommt selten vor,
      Aber uneingeschränkte Zustimmung zu Adrian von mir

  3. Bei diesem Eingehen von übermäßigen Risiken geht es gar nicht darum, Risikobereitschaft zu lernen um im späteren Leben durch mehr Risiko mehr gewinnen zu können, reicherer und damit attraktiverer Beta zu werden. Es geht vor allem um eigene, innere Entwicklung. Diese Alpha-Stärke und Dominanz fällt nicht vom Himmel, sondern ist das Ergebnis davon, sich seinen Ängsten gestellt, diese überwunden zu haben. Dahin kommt man nicht, wenn man(n) immer schön brav vorsichtig tut, was einem gesagt wird. Oder was klug wäre. Es geht im Grunde um Abhärtung. Frühere Kulturen hatten dafür sogar Initiationsrituale.

    Dieses an die eigenen Grenzen gehen und es dabei auch mal zu übertreiben ist ein ganz wichtiger Aspekt männlicher Entwicklung. Das als Problem zu pathologisieren und den Jungs aberziehen zu wollen, ist ein Rezept zur Züchtung von ängstlichen Weicheiern.

    • Und wie soll das aussehen dieses über Grenzen gehen?
      Saufen und sich prügeln sollen sie ja nicht, das soll ja eingehegt werden. Skateboardfahren, Fußball Spielen und Stunts machen dürfen sie schon jetzt. Wie soll das dann aussehen?

      • Als Erziehungsperson sollte man natürlich versuchen, das einzuhegen. Aber das wirkliche Lernziel dabei ist für den jungen Mann, sich über die Einhegung hinwegzusetzen. Dafür sollte man im Zweifel so viel Raum und Gelegenheit lassen, dass er keine ganz groben Dummheiten machen muss, um sich auszuprobieren.

        Die wichtigere Erziehungsarbeit ist, dieses Verhalten junger Männer nicht zu unterbinden, sondern ihnen dabei zu helfen, damit fertig zu werden, wenn mal etwas schief geht (was wohl unvermeidlich ist).

        • Das hast du ja schön dahin schwabuliert und fabuliert.
          Was heißt das konkret? Und wie konkret wird das umgesetzt oder könnte das umgesetzt werden?

          Und das was Adrian gesagt hat, klingt schon fast nach typisch reaktionärem Geschlechterbild. So nach „Männer sind so, Frauen so, also werden Männer so erzogen und Frauen so und müssen diese Sache und dürfen jene Sache nicht machen.“

        • Es wird einfach etwas gefordert ohne genau zu benennen, was und wie. Genau wie in der Politik. Und wenn es dann nihct klappt, hat man gleich eine eben so diffuse Begründung dafür.
          Das was Adrian und du da beschreiben ist Inhaltsleer wie der Begriff „Willkommenskultur“.

        • diffuse Begründung? Patriarchat!

        • “Männer sind so, Frauen so, also werden Männer so erzogen und Frauen so und müssen diese Sache und dürfen jene Sache nicht machen.”

          Und wo steht das?

        • „“Männer sind so, Frauen so, also werden Männer so erzogen und Frauen so und müssen diese Sache und dürfen jene Sache nicht machen.”“

          „Sondern von Förderung. Gesamtgesellschaftlicher Anerkennung männlicher Potentiale und Risiken. Hege, Pflege, Erziehung. “

          Es klingt für mich so. Ich weiß, dass du das nicht so meinst.

  4. Typisch evolutionspsychologischer Bullshit. Die These von den evolutionär bedingten männlichen Charakterzügen ist richtig. Die Verknüpfung mit destruktivem menschenfeindlichen Verhalten falsch.

    Es gibt eine biologische Basis, die an sich lebensförderlich ist, das höhere Risikoverhalten von Männern ist angebracht angesichts ihres größeren körperlichen Potentials und ihrer Schutzfunktion für die Sippe.

    Lebensförderlich.

    Dumm und demagogisch wird es dann, wenn die sozialen Stockwerke über dieser Basis völlig ignoriert werden und ein naiver evolutionsbiologischer Brei gerührt wird, in den alles hineingepackt wird, mit dessen psychosozialen Ursachen man sich nicht auseinandersetzen möchte. In was für Familien sind die Mörder und Gewalttäter denn aufgewachsen?

    Hier ein Artikel, der sich mit den tatsächlichen Ursachen von Mord und Gewalt befaßt: What makes killers kill

    Die biologische Basis von Männern führt lediglich faktoriell dazu, daß Männer beispielsweise häufiger morden. Diese biologische Basis ist aber nicht die Ursache. Denn viele Männer morden nicht. :facepalm: Zu den Ursachen: Siehe Artikel.

    PS: So wie es aussieht, hat unser Oberwissenschaftler Herr Christian Schmidt bisher keinen einzigen dieser von mir verlinkten Artikel gelesen. Er macht es wohl ein bißchen wie die Gender-Theoretiker. Einfach ausblenden, was nicht ins Weltbild paßt.

    • http://webpaper.nzz.ch/2014/09/07/hintergrund/LIDRP/warum-wir-toeten?guest_pass=110dd13ffe:LIDRP:1d1ae5375b6ca2d711b0df0a750997df98332a26

      • Dein verlinkter Artikel ist kompletter Schwachsinn aus dem psychologischen Mittelalter, der sich mit völlig willkürlichem Schwadronieren darüber begnügt, daß angeblich jeder zum Monster werden könne. Diese pseudoaufklärerischen, pathetischen Artikel finde ich immer wieder höchst peinlich, weil sie jedweder Sachkenntnis entbehren.

        Du glaubst diesen Müll offenbar. Das Schöne an dieser „Theorie“ ist ja, daß, wenn jeder zum Mörder werden kann, die Mißhandlungen durch die Eltern keine Ursache sein können.

        • der artikel beschreibt das auch nicht so gut ich finde nur grade keinen besseren.
          darin stand, dass manche Menschen so programmiert sind, dass sie Spaß am Töten haben. Weil es eben gut war, bei der Jagd nach Tieren wenn auch das Jagen Spaß machte. Diese Leute sind (laut Experten) keine Psychopathen nach dem gängigen Diagnosekriterien und leiden nach Kriegssituationen auch viel weniger unter Posttraumatischer Belastungsstörung. Weil es sie nicht belastet.

    • Hier noch ein Auszug aus dem Text:

      Der amerikanische Neurologe Jonathan Pincus befragte zahlreiche gewalttätige Kriminelle und Serienmörder, die in amerikanischen Gefängnissen auf die Vollstreckung der Todesstrafe warteten. Meist wurde er von der Verteidigung beauftragt, durch neurologische Untersuchungen Material zu liefern, das helfen könnte, die Todesstrafe in eine lebenslängliche Haft umzuwandeln.
      Pincus war von Beginn seiner beruflichen Laufbahn an interessiert, die Ursachen extremer Gewalttätigkeit zu untersuchen. Hierbei konzentrierte er sich zunächst nicht unbedingt auf die Familiengeschichte der einzelnen Häftlinge. Er erwartete kein bestimmtes Ergebnis, sondern offenbar erschloss sich ihm selbst erst allmählich das Ausmaß der an Kindern verübten Misshandlungen und ihrer Langzeitfolgen. Die Resultate seiner Befragungen stellte der Autor 2001 mit seinem Buch „Base Instincts“ der amerikanischen Öffentlichkeit vor.

    • Noch ein Zitat:

      Die Interviews mit Gewaltverbrechern, „serial killers“ und ihren Familienangehörigen lieferten ohne jede Ausnahme schlüssige und eindeutige Beweise dafür, dass:

      1. sämtliche Täter in ihrer Kindheit extremer körperlicher und sexueller Gewalt durch die Eltern ausgesetzt waren,
      2. der konkrete Ablauf der Morde überwiegend ein Spiegelbild der als Kind erlittenen Brutalität darstellt,
      3. die Kontrolle der seit der Kindheit aufgestauten Aggressionen und überbordenden Hassgefühle nicht durch einen genetischen Defekt, sondern durch Fehlentwicklungen und Schädigungen verhindert wird, die bereits das Gehirn des kleinen Kindes als Folge brutaler Misshandlung oder schon während der Schwangerschaft aufgrund des Drogenkonsums der Mutter davontrug,
      4. Armut und soziale Verelendung das Ausagieren aggressiver Impulse verstärken und fördern können, aber nicht verursachen (denn ein nicht kleiner Teil der Serienmörder stammt aus weißen Mittelstandsfamilien, die Produktion von Hass und Perversionen betrifft also alle gesellschaftlichen Schichten),
      5. den Morden ein starkes Bedürfnis nach Rache und Vergeltung für das eigene erlittene Unrecht zugrunde liegt,
      6. alle Täter es nicht wagten, ihre misshandelnden Eltern eindeutig anzuklagen, die selbst erlittene Gewalt zu verurteilen, auch wenn ihnen Fakten aus der Kindheit bekannt waren,
      7. die im Zusammenhang mit den Taten ausagierten sexuellen Perversionen identisch waren mit den Perversionen der Eltern, deren Opfer das Kind einst wurde,
      8. die Biographie der Mörder eine Art geschlossenes System des Schreckens darstellt, der an die Gesellschaft zurück gegeben wird, indem Unbeteiligte und ihre Angehörigen ebenso gequält werden und leiden müssen, wie ehemals das Kind.


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