Selbermach Samstag XXXVI

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

143 Gedanken zu “Selbermach Samstag XXXVI

  1. Juchuuuuh, Erster! Und Selbermach-Samstag. Endlich wieder hehrer Einsatz gegen eine Jahrhundert-Ideologie…

    …alles, was ich schreibe, fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den Links distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert (Sie müssen also nicht zu 100% mit meinem Standpunkt übereinstimmen.)…

    …Jahrhundert-Ideologie? Ja, dieser Tage drängt sich einem dieser Begriff regelrecht auf, aus zwei Gründen:

    1. Man hört täglich in den Nachrichten ständig einen ähnlichen Begriff in einem anderen, ebenfalls katastrophalen Zusammenhang.

    2. Schon länger stößt man in Sachen Jahrhundert-Ideologie auf die eine oder andere „Scheitelwelle“, wie z. B. auf diese:

    http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/gleichberechtigung-uni-leipzig-nutzt-weibliche-bezeichnungen-a-903530.html

    siehe auch: http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/gleichberechtigung-uni-leipzig-nutzt-weibliche-bezeichnungen-a-903530-2.html

    http://www.welt.de/vermischtes/article116820012/Maenner-werden-an-Uni-als-Professorin-bezeichnet.html

    Also die Flutkatastrophe ist ja echt nicht witzig. Wenn aber Ideolog.Innen zu weit gehen und sich mal wieder lächerlich machen, ist das irgendwo schon ein Grund zum Lachen. Es ist immer schön, wenn sich die Gegnerin respektive die Frau Gegner ungewollt selbst bekämpft. Und ihre lächerliche neue Sprachregelung auch noch als „Notwehr“ bezeichnet. Das klingt so, als wenn Gefahr im Verzug wäre. Frau Kelle hat treffendes dazu geschrieben:

    http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/6976-geschlechtergerechte-ansprache-an-der-uni-leipzig

    Traurig ist es wieder, das solche Leute so viel Macht & Einfluss kriegen konnten, dass eine Gesellschaft so verrückt ist, ihnen so viel Einfluss zu gewähren.

    Ansonsten, weitgehend ohne Kommentar, u.a. zum Thema Zensur, Falschbeschuldigungen usw. …

    http://www.genderama.blogspot.de/2013/06/facebook-beginnt-nicht-feministische.html

    http://man-tau.blogspot.de/2013/06/facebook-nazi-mist-ist-okay-feminismus.html

    http://www.avoiceformen.com/portal/wp-content/uploads/2013/06/Facebook66.pdf

    http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Vergewaltigung-auf-dem-Friedhof-Vermeintliches-Opfer-verhaftet-id25496621.html

    http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/0001381

    Viel mehr habe ich heute nicht, keine Zeit. Empfehlenswert ist, generell mal immer wieder „Frauen sind“ und „Männer sind“ in Google einzugeben!

    Off-topic, Thema Neoliberalismus, zwei Fundstücke:

    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/media/hamj27433.html

  2. Interessanter Artikel, auf den ich bei meinen Recherchen zur Analyse und Kritik der bescheuerten rechten Anti-Kulturmarxismus-Verschwörungstheorie stieß:

    Neo-Marxisten kritisieren den Protestantismus und verteidigen den Katholizismus: Na sowas aber auch.

    http://jungle-world.com/artikel/2011/36/43964.html

    Die Tressen des Paradieses. Bemerkungen zur Affinität von Katholizismus und Kritischer Theorie

    • Hallo Leszek,
      du hast hier schon häufiger die „Kulturmarxismus-Verschwörungstheorie“ aufgegriffen. Hast du deine Erkenntnisse irgendwo zusammengetragen, vielleicht auf einem eigenen Blog? Mich hat es schon häufiger in den Fingern gejuckt, etwas dazu zu schreiben, aber irgendwie empfinde ich es als offtopic und nicht konstruktiv für diesen Blog. Der Blog hat einen anderen Schwerpunkt.

      • Hallo Dennis,
        nein, ich habe noch nichts zusammengetragen.
        Aus Zeitgründen bin ich hier auf eine längerfristige Recherche angewiesen, wenn ich den Schwachsinn der rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologen nach und nach systematisch auseinandernehmen will (und ich habe ja auch noch einige andere Hobbies und Interessen). Ich bleibe aber langfristig an dem Thema dran und werde immer mal wieder hier was dazu posten.

        Gerade steht bei meinen Recherchen dazu der Themenaspekt „Religion“ im Vordergrund: Also welche Halbwahrheiten, Lügen und Verdrehungen verbreiten die rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologen hinsichtlich der Einstellungen der von ihnen als Sündenböcke ausgewählten jüdischen linken Denker hierzu?
        Und was haben diese in Wirklichkeit zum Thema „Religion“ gesagt?

        Diesmal ging es um Horkheimer, nächste Woche ist wahrscheinlich Erich Fromm dran, der bekanntlich ein Anhänger des christlichen Mystikers, Philosophen und Theologen Meister Eckhart war und stark dazu beitrug, dessen Werk in bildungsbürgerlichen und linken Kreisen bekanntzumachen und zu Anerkennung zu verhelfen – was die rechten Anti-Kulturmarxismus-Spinner natürlich nicht davon abgehalten hat, ihm vorzuwerfen, er sei ein antichristlicher Religionszerstörer.

        Das eben ist ja gerade das Exemplarische am Antisemitismus: Es ist völlig egal, was auch immer die als Sündenböcke auserkorenen Juden wirklich sagen und tun, es ist völlig egal, was sie wirklich geschrieben und gedacht und gewollt haben. Fakten zählen nicht, denn das Urteil steht von Anfang an fest: Sie sind „Volksverderber“ und „Kulturzerstörer“.

        • @ Basti

          Mir ist deine Neigung zum Antisemitismus bekannt.

          Dekonstruktion hat mit der Frankfurter Schule nichts zu tun, sondern ist eine literaturwissenschaftliche Methode, die dem französischen Poststrukturalismus entstammt – einer ganz anderen linken Tradition.

          Darüber hinaus kannst du die von mir in diesem Thread geposteten Kommentare und Links zum Thema ja lesen, da steht genug, was deine Ansichten widerlegt.

        • @ Basti

          Soll ich dir mal ein paar Zitate von dir vor den Latz knallen?
          So von wegen „Sauberkeit“ und „Selbstkritik“.

          Bei Roslin gibt es keine menschenfeindliche Motivierung – auch wenn er mal eine klischeehafte Formulierung verwendet oder sich bei bestimmten Sachen verrennt.

          Du lieferst uns hingegen ständig Beispiele für deine „saubere und selbstkritische“ Gesinnung.

        • @ Christian

          (editiert: Bitte kein Antisemitismus hier). Gut so.
          Aaaaber: Es gibt nur ein Rudi Völler? Oder gibts nur einen? Ich will nicht pedantisch ein, ich selbst mach mehr als genug Fehler, aber Deinen Bloguntertitel hättest Du schon mal korrigieren dürfen! Aber was die Korrektur anbelangt: Vom Feeling her hab ich da ein gutes Gefühl, das wird schon! 🙂

        • @ Leszek

          *Bei Roslin gibt es keine menschenfeindliche Motivierung – auch wenn er mal eine klischeehafte Formulierung verwendet oder sich bei bestimmten Sachen verrennt.*

          Und es war eine Reaktion auf Horkheimers Behauptung, es sei Folge der jüdischen Religion, dass Juden weniger (gewalt-)kriminell sind, etwa im Vergleich zu Kaukasiern oder gar Farbigen.

          Auch Juden sind nicht die besseren Menschen, nicht durch Kultur, nicht durch Natur.

          Der im Schnitt klügere Mensch ist nicht ethisch besser, nicht weniger egoistisch als der dümmere Menschen.

          Er hat nur andere Möglichkeiten, seinen Egoismus durchzusetzen, er kann klüger egoistisch sein.

          Er hat die z.B. die Möglickeit, eher eine Bank zu gründen als dass er eine ausrauben müsste.

          Das gilt auch für intelligente Kaukasier = Weiße, nur dass es von denen nachweisbar weniger gibt pro Mengeneinheit als unter aschkenazischen Juden pro Mengeneinheit (etwa pro 1000).

          Weshalb aschkenazische Juden nicht nur unter Nobelpreisträgern weit überrepräsentiert sind, sondern auch in der Finanzindustrie, also überall dort, wo Intelligenz Erfolg verspricht, im Positiven (Nobelpreisträger, Ärzte, sinnvoll investierende Banker, große Juristen, Schriftsteller, Journalisten usw.) aber auch unter den großen Finanzbetrügern, den White-Collar-Gangstern (Bernard Madoff z.B.).

          Alles hat 2 Seiten.

          Leider sind beide Phänomene den Anitsemiten nur Beleg für eine jüdische Weltverschwörung.

          @ Basti

          Deutsche Juden wollten den Deutschen keine fremde Kultur aufzwingen.

          Sie waren Deutsche, ein deutscher Stamm, assimiliert, Patrioten.

          Sie haben diesem Land gedient wie kaum ein anderer deutscher Stamm.

          Albert Ballin, einer der bedeutendsten Reeder der Wirtschaftsgeschichte, war ein persönlicher Freund Kaiser Wilhelms II.

          Es gab wesentlich mehr erzkonservative, erzpatriotische deutsche Juden als linke oder linksliberale Juden.

          Der Historiker Julius Schoeps war der letzte prominente Vertreter dieses preußisch-jüdisch-deutschen Patriotismus, der noch in die bundesdeutsche Nachkriegszeit hineinragt.

          Kein deutscher Stamm hat prozentual mehr junge Männer im 1. Weltkrieg verloren als die deutschen Juden.

          Weil sich so viele freiwillig meldeten und sich so enagagiert für dieses Land kämpfend engagierten.

          Deutsche Juden, hochdekoriert als WK-I.-Kämpfer, flohen nicht, weil sie dachten, die Nazis könnten doch unmöglich sie meinen.

          Doch, die meinten auch sie.

          Und so gab es deutsche Juden, die, beinamputiert, zur Gaskammer humpeln durften, noch froh sein konnten, wenn ihnen die SS-Schergen nicht die Krücken wegtraten.

          Der Dank des Nazivaterlandes.

          Es waren die Nazis, die dieses Land verraten haben, ruiniert, geschändet, in den Abgrund gestoßen.

          Vielleicht haben sie mit ihrem Völkermord an Juden erst einem jüdischen Antichristianismus, den es immer gab, der historisch wenig wirkmächtig war im Gegensatz zum christlischen Antijudaismus, einem antiweißen Misstrauen unter Juden gegenüber nichtjüdischen Weißen, das an Rassismus grenzt, zum Durchbruch verholfen.

        • (Editiert: bezieht sich auf gelöschten Kommentar)

          Meine Fresse bist du ein dummer Idiot. Zum Glück war es das wohl für dich auf diesem Blog.

        • (editiert: da deine Kommentare immer wieder über die Strenge schlagen und dann sogar Gewaltandrohungen und Antisemitismus enthalten werde ich sie ungeachtet des Inhalts löschen, du schreibst also für den Papierkorb. Andere: Bitte nicht auf Basti antworten , dann erleichtert ihr mir das löschen)

        • Korrektur

          Der nationalkonservative Historiker, den ich meinte, ist natürlich Hans-Joachim Schoeps, Julius ist sein ebenfalls prominenter, ebenfalls konservativer, aber nicht deutschnationaler Sohn.

          Der im übrigen auch noch lebt.

          Und das hoffentlich noch lange.

    • @Leszek

      Jungle World ist doch ein Antideutsches Hetzblatt! 🙂 Nein, ich halte nicht viel von dem. Vielfach konfuse Ansichten!

      • @ Chomskyy

        Ich halte weder etwas von den Antideutschen, noch von ihren Kontrahenten, den Antiimps – aber wenn es in der Jungle World mal einen interessanten Artikel gibt, verlinke ich ihn trotzdem – dadurch werde ich ja nicht zum Antideutschen.

    • Interessanter Artikel, Leszek

      *Die Kritische Theorie firmiert nicht nur als säkularisierte Gestalt des jüdischen Messianismus,*

      Wenn das ein Linker sagt, der die Kritische Theorie affirmiert, ist es positiv zu verstehen.

      Wenn das ein Rechter feststellt, der die Kritische Theorie kritisiert, ist es antijüdisch.

      Ist es denn wahr?

      Oder ist hier der Antijudaismusvorwurf = Antisemitismusvorwurf (Antisemitismus meint ja eigentlich Antijudaismus) ein Werkzeug der Linken, die Kritische Theorie und ihre möglichen negtiven Folgen für eine Gesellschaft gegen Kriik von Seiten des ideologischen Gegners zu immunisieren („Wer uns kritisiert, ist ein schlechter Mensch, denn WIR SIND DIE GUTEN!!!“).

      *Der Protestantismus komme all jenen Instinkten entgegen, die zur Entwicklung eines Ressentiments führen, das denen eigen ist, die ihr Triebziel verfehlen, und denen gilt, die den Genuss nicht verfemen: *

      Das Gleiche lässt sich über DEN Feminismus sagen.

      Doch halt, DEN Feminismus gibt es ja nicht.

      Gibt es denn DEN Protestantismus?

      *»In der Praxis kennt die Kirche sowohl den Anti-Judaismus als auch den Antisemitismus, obwohl der Antisemitismus im Widerspruch zur katholischen Lehre steht.« (5/370)

      Sowie das Judentum Antichristianismus kennt, der historisch bisher wenig wirkmächtig war, weshalb seine Nichtbeachtung legitim sein mag.

      Heute aber ist das, scheint mir, anders.

      *Der Hass auf den von Zivilisation und Gesellschaft geforderten Triebverzicht entlädt sich an den Repräsentanten des väterlichen Gesetzes: *

      Gilt das nur für den Antijudaismus der Nazis?

      Oder nicht auch für die 68’er-Studentenbewegung, die Frauenbewegung (Hass auf den heterosexuellen, weißen Mann)?

      *Diese schlechtesten Traditionen der Reformation sieht Horkheimer jedoch nicht auf Deutschland, auf »die lutherisch-deutsche Lust am fröhlichen Morden« (5/286), beschränkt. Noch in dem moralischen Rigorismus und in der terreur Robespierres erblickt er deren Ungeist: »Sein Begriff der Tugend stimmte mit der puritanischen Ansicht recht weitgehend überein.« (4/15)*

      Gilt natürlich auch für den marxistisch-lenistischen Terror überall auf der Welt.

      Ganz ohne Reformation: Kuba, Russland, China, Nordkorea, Kambodscha usw.

      Luther ist vielleicht weniger wichtig als die menschliche Natur, die sich AUCH in Luther ausspricht.

      Der deutsche Nazismus ist ja leider nicht so einzigartig wie viele Linke, gerade auch jüdische, es gerne hätten.

      * »Mit den Reformatoren teilt Robespierre die Feindschaft gegen die erotische Kultur. Das fortwährende Dringen auf Reinheit der Sitten und die damit verbundene Sucht, überall Schmutz aufzudecken, ist von seiner Politik nicht abzulösen.*

      Gilt auch für feministische Gouvernanz.

      *In einem Brief vom Mai 1942 bestimmt Horkheimer den Ursprung des Antisemitismus aus dem Geist des Ressentiments, der die völkischen Bewegungen umtreibt:*

      Der Geist des Ressentiments.

      Und der dazu gehörende NEID.

      Er ist nicht nur antisemitischen Nationalsozialisten eigen, sondern oft auch marxistischen Sozialisten und feministischen Geschlechtersozialisten.

      Nur die Zielobjekte des Neides unterscheiden sich, demzufolge auch die Sündenböcke.

      *»In der Tat, der Talmud ist der Katholizismus der Juden. Er ist ein gotischer Dom, der zwar mit kindischen Schnörkeleien überladen ist, aber doch durch seine himmelkühne Riesenhaftigkeit uns in Erstaunen setzt. Er ist eine Hierarchie von Religionsgesetzen, die oft die putzigsten, lächerlichsten Subtilitäten betreffen, aber so sinnreich einander über- und untergeordnet sind, einander stützen und tragen und so furchtbar konsequent zusammenwirken, dass sie ein grauenhaft trotziges, kolossales Ganzes bilden.« (10)*

      Das trifft in der Tat auch auf die Katholische Kirche zu.

      Weshalb alle Forderungen in einer so welthistorisch bedeutenden Publikation wie dem SPIEGEL, die Kirche müsse nun aber ganz fix die Schwulenehe und die Frauenordination und die Empfängnisverhütung mittels Pille und die Wiederverheiratung Geschiedener und, und, und anerkennen, um dem Zeitgeist hintherzuhecheln, nur von Schreibern kommen können, die keinen blassen Schimmer vom Katholizismus haben.

      Der es gelassen abwarten kann.

      Seit Jahrtausenden.

      Wie das Judentum.

      * aber die Weltlichkeit, die dafür erstand, ist nun erst recht von den Dingen abhängig. Anstelle der Werke um der Seligkeit willen trat das Werk um des Werkes, (…) die Herrschaft um der Herrschaft willen; die ganze Welt wurde zum bloßen Material. (…) Von Leonardo führte kein anderer Weg zu Henry Ford als der über die religiöse Introversion.*

      Gilt das denn nicht auch für den Bildersturm der Kritischen Theoretiker?

      Der darum so beliebt ist bei Finanz-und Konsumkapitalisten.

      Der von Sinn, Nation, Volk, Familie, Religion befreite Mensch, aus allen solidaritätsstiftenden Bezügen befreite Mensch, der vereinzelt im arschkalten Wind dieses Zweckrationalismus steht, soll wohl Trost und Vergessen seiner Sterblichkeit im Konsumrausch finden.

      Schön für den Umsatz und den Profit.

      Nützliche Idioten.

      *Das Judentum indessen rangiert für Horkheimer geradezu als die Religion des Anti-Ressentiments: »Die unendlich verehrungswürdige Geschichte der Treue zum Bekenntnis im Angesicht von Hass und Verfolgung enthob die Juden des Ressentiments, das zutiefst die ihr Bekenntnis verratenden christlichen Massen erfüllt. *

      Das ist für mich Selbstgerechtigkeit, in diesem Falle jüdische Selbstgerechtigkeit.

      Juden sind eben auch nur Menschen, nicht heiliger, nicht besser als andere Menschen.

      Nur vielleicht klüger, im Schnitt, so sie Aschkenazim sind.

      *Die relativ geringe Beteiligung der einzelnen Juden an Kriminalität ist eine der vielen Konsequenzen solchen Halts, eine andere die Fähigkeit zum Glück, in dem das Leid und die Trauer nicht vergessen sind.« (6/411)*

      Könnte weniger Folge ihrer Religion als ihrer Intelligenz sein, dass Juden so wenig an einfacher (Gewalt!-)Kriminalität beteiligt sind (höhere Impulskontrolle, sie gründen vielleicht eher eine Bank als eine auszurauben).

      An ideologischer Gewaltkriminalität waren sie beteiligt, in Russland nach 1917 nicht zu knapp, darüber zu reden ist tabuisiert, Solschenizyn hat’s erfahren (Antisemitismusgebrüll), in Israel heute sind sie es. Die Palästinenser merken es. Die allerdings ihrerseits gewalttätig sind. Sind ja auch nur Menschen.

      *(Nietzsche) »Die Reformation: Eine der verlogensten Eruptionen von gemeinen Instinkten (…). *

      Könnte ich auch über den Feminismus sagen.

      *(Heinrich Heine) Diesen Triumph des Spiritualismus, dass der Sensualismus selber ihm seinen schönsten Tempel bauen musste, dass man eben für die Menge Zugeständnisse, die man dem Fleische machte, die Mittel erwarb, den Geist zu verherrlichen; dieses begriff man nicht im deutschen Norden. Denn hier, weit eher als unter dem glühenden Himmel Italiens, war es möglich, ein Christentum auszuüben, das der Sinnlichkeit die allerwenigsten Zugeständnisse macht.« (ebd.)*

      Heine als Evolutionspsychologe avant la lettre.

      * Ilja Ehrenburg hat in seinem Roman »Julio Jurenito« aus dem Jahr 1922 den Abgrund zwischen den beiden christlichen Konfessionen aus jüdischer Sicht in berührenden Worten auf den Punkt gebracht: »In Leiden besuchten wir einmal mit dem Meister eine protestantische Kirche. An den nackten Wänden hingen nur eine Sparbüchse und der Stundenplan der Sonntagsschule. Der Pastor sprach sehr hübsch von der hohen Sittlichkeit des Heilands und von der Schädlichkeit alkoholischer Getränke. Der Meister sagte uns: ›Die armen Menschen: Sie haben noch ein übriges Mal die Geste des Kindes wiederholt, das von seiner Puppe die Bänder und die Schellen herrunterreißt, um innen ein Knäuel Werg zu finden. Man gab ihnen die herrliche Puppe Rom. Sie verstanden nicht, dass ihr tiefster Sinn in diesen Spitzenstickereien der Riten, in diesen Tressen der Dogmen, im Rauschen der Messen und in der Schminke und dem Gold des Heiligenscheins liegt. Sie fingen an, die Kleider herunterzureißen, die Ornate herunterzuzerren, weil sie fürchteten, das lebendige Fleisch könne zu Ornaten werden, sie bedachten aber nicht, dass unter den Küssen von Menschenlippen diese Ornate – Worte, Worte und Worte – warm und lebendig geworden waren und dass es außerhalb ihrer kein anderes Fleisch gab.‹« (15)*

      Was gibt die Kritische Theorie den Menschen, wenn alle Tressen und Schellen heruntergerissen sind?

      • @ Roslin

        „Interessanter Artikel, Leszek“

        Finde ich auch.

        „Die Kritische Theorie firmiert nicht nur als säkularisierte Gestalt des jüdischen Messianismus,“
        „Wenn das ein Linker sagt, der die Kritische Theorie affirmiert, ist es positiv zu verstehen.
        Wenn das ein Rechter feststellt, der die Kritische Theorie kritisiert, ist es antijüdisch.
        Ist es denn wahr?“

        Ich beschränke mich mal auf Max Horkheimer, um den es in dem Artikel ja im Wesentlichen geht.
        Ich würde sagen, dass es dieses jüdisch-messianische Element in der Kritischen Theorie Horkheimers gibt – was natürlich keinesfalls bedeutet, dass dies negativ zu beurteilen wäre.
        Das jüdisch-messianische Element wird bei Horkheimer allerdings wiederum ausgeglichen durch seine Einbeziehung der Philosophie von Schopenhauer in die Kritische Theorie. Horkheimer war ja Schopenhauerianer.
        Diese beide Aspekte bilden also quasi ein Gleichgewicht.

        Ich zitiere zu Schopenhauers Einfluss auf die Kritische Theorie mal eine Passage aus einer Max Horkheimer-Einführung:

        „Die beiden Philosophen, welche die Anfänge der Kritischen Theorie entscheidend beeinflusst haben, waren Schopenhauer und Marx“, schrieb Horkheimer 1969 in einem Essay über die Kritische Theorie. Schopenhauers Einfluss fand seinen Ausdruck in Horkheimers These, dass Leiden eine Konstante in der Geschichte der Menschheit bilde. Es sei nicht auszuschließen, dass und sogar wahrscheinlich, dass in Zukunft Krankheit, Epidemien und Hunger – die Hauptquellen des Leidens der Vergangenheit – in der okzidentalen, technologisch entwickelten Welt sich reduzieren ließen, wenn nicht eine kosmische Katastrophe oder ein neuer Weltkrieg ausbreche. In der Zukunft werde jedoch weiter Leid bestehen, weil man einerseits Krankheiten und Tod nicht abschaffen könne, und andererseits sich an den Gedanken gewöhnen müsse, dass mit der Abschaffung alter Leiden und Mängel immer wieder neue entstünden. (….)
        Horkheimer behauptet, dass Schopenhauer aus der Geschichte die richtige Konsequenz zog: Die Einsicht in die Schlechtigkeit des Lebens habe ihre Wurzeln in der Geschichte selber, diese Geschichte sei vom Leiden geprägt, richtig sei auch seine Forderung von Solidarität mit den Leidenden, mit Mensch und Tier (…).
        Diese Ideen Schopenhauers beeinflussten die Entwicklung der Kritischen Theorie und bilden den Hintergrund für ihre pessimistische Einstellung.“ (Zvi Rosen – Max Horkheimer, S. 141)

        http://www.amazon.de/Max-Horkheimer-Zvi-Rosen/dp/3406346405/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1370715395&sr=1-1&keywords=zvi+rosen+max+horkheimer

        „Oder ist hier der Antijudaismusvorwurf = Antisemitismusvorwurf (Antisemitismus meint ja eigentlich Antijudaismus) ein Werkzeug der Linken, die Kritische Theorie und ihre möglichen negativen Folgen für eine Gesellschaft gegen Kritik von Seiten des ideologischen Gegners zu immunisieren (“Wer uns kritisiert, ist ein schlechter Mensch, denn WIR SIND DIE GUTEN!!!”).“

        Es gibt antisemitisch motivierte Kritik an der Kritischen Theorie und solche Kritik, die nicht antisemitisch motiviert ist. Es gibt außerdem Kritik an der Kritischen Theorie, die auf Kenntnissen ihrer Werke beruht und um Objektivität bemüht ist und solche Kritik, für die dies nicht zutrifft. Und interessanterweise lassen sich seriöse und unseriöse Formen von Kritik oft auch ziemlich klar unterscheiden.
        Es gibt natürlich auch Kritik innerhalb der Linken an der Kritischen Theorie. Sie spielt ja innerhalb linker Diskurse ohnehin schon seit längerem keine große Rolle mehr.

        „Der Protestantismus komme all jenen Instinkten entgegen, die zur Entwicklung eines Ressentiments führen, das denen eigen ist, die ihr Triebziel verfehlen, und denen gilt, die den Genuss nicht verfemen:“
        „Das Gleiche lässt sich über DEN Feminismus sagen.
        Doch halt, DEN Feminismus gibt es ja nicht.
        Gibt es denn DEN Protestantismus?“

        Nein, Horkheimers Kritik des Protestantismus ist offensichtlich undifferenziert, was wohl als Überreaktion, resultierend aus dem Versuch der Bewältigung des damaligen Antisemitismus und dessen Folgen interpretiert werden kann.

        „Diese schlechtesten Traditionen der Reformation sieht Horkheimer jedoch nicht auf Deutschland, auf »die lutherisch-deutsche Lust am fröhlichen Morden« (5/286), beschränkt. Noch in dem moralischen Rigorismus und in der terreur Robespierres erblickt er deren Ungeist: »Sein Begriff der Tugend stimmte mit der puritanischen Ansicht recht weitgehend überein.« (4/15)“
        „Gilt natürlich auch für den marxistisch-lenistischen Terror überall auf der Welt.“

        Ähnlichkeiten in der psychologischen Motivation hätte Horkheimer vermutlich nicht bestritten. Er verabscheute den autoritären Marxismus-Leninismus.
        Sollte ich mal ein Zitat von ihm zu den psychologischen Motivationen des ML-Terrors finden, werde ich es posten.

        „Mit den Reformatoren teilt Robespierre die Feindschaft gegen die erotische Kultur. Das fortwährende Dringen auf Reinheit der Sitten und die damit verbundene Sucht, überall Schmutz aufzudecken, ist von seiner Politik nicht abzulösen.“
        „Gilt auch für feministische Gouvernanz.“

        Richtig. Viele Erkenntnisse der Kritischen Theorie sind auf andere Phänomene übertragbar.
        So ja auch das Konzept der „autoritären Persönlichkeit“, welche sich natürlich in rechten wie linken autoritären Bewegungen findet, bei radikalen Feministinnen wie bei radikalen Maskulisten, bei linken PC-Fanatikern wie bei rechten Verschwörungstheoretikern.

        „aber die Weltlichkeit, die dafür erstand, ist nun erst recht von den Dingen abhängig. Anstelle der Werke um der Seligkeit willen trat das Werk um des Werkes, (…) die Herrschaft um der Herrschaft willen; die ganze Welt wurde zum bloßen Material. (…) Von Leonardo führte kein anderer Weg zu Henry Ford als der über die religiöse Introversion.“
        „Gilt das denn nicht auch für den Bildersturm der Kritischen Theoretiker?“

        Ich kenne keinen „Bildersturm der Kritischen Theoretiker“. Mir sind die Kritischen Theoretiker nicht radikal genug.

        „Der darum so beliebt ist bei Finanz-und Konsumkapitalisten.“

        Konservative antilinke Propaganda ohne jeden Gehalt.

        „Der von Sinn, Nation, Volk, Familie, Religion befreite Mensch, aus allen solidaritätsstiftenden Bezügen befreite Mensch, der vereinzelt im arschkalten Wind dieses Zweckrationalismus steht, soll wohl Trost und Vergessen seiner Sterblichkeit im Konsumrausch finden.“

        Wer es tatsächlich nötig hat „Sinn“ und „Solidarität“ in falschen und gefährlichen Abstraktionen wie „Volk“ und „Nation“ zu suchen, anstatt in realen konkreten Beziehungskontexten, der hat ein Problem.
        Bereits der kluge Arthur Schopenhauer schrieb:

        „Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen.“

        Horkheimer bejahte die Möglichkeit der ökonomischen Unabhängigkeit der Frau und partnerschaftliche Beziehungen auf der Basis von Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung. Das Recht auf Familiengründung hat er niemandem abgesprochen.

        Ähnlich wie bei Schopenhauer – und noch einmal verstärkt durch den Holocaust – war der Glaube an einen allmächtigen Gott angesichts einer leidenden Welt für Max Horkheimer unmöglich. Horkheimer vertrat jedoch eine Form der sogenannten Negativen Theologie:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Negative_Theologie

        Hierzu eine weitere Passage aus der oben bereits genannten Einführung:

        „Ein anderes Beispiel für diese (…) Haltung Horkheimers ist sein Begriff des „ganz anderen“. Er wird von Horkheimer (und Adorno) für das benutzt, was in der Theologie „Gott“ oder „das Absolute“ heißt. In einem Interview nach dem Tod von Adorno beantwortete Horkheimer die Frage: „Existiert Gott und was lässt sich über ihn sagen?“ auf folgende Weise: „Ich kann nicht einfach antworten, indem ich sage, Gott gibt es, und Gott ist gerecht und gut, weil man das Wort gerecht und gut wie das Wort Gott selber letzten Endes…gar nicht positiv formulieren kann, sondern nur durch das, was eigentlich nicht Gott ist. Trotzdem steckt in diesem Negativen die Bejahung eines „anderen“, das man nur durch eben dieses Wort des „anderen“ bezeichnen kann.
        In Wirklichkeit war Horkheimer überzeugt, dass angesichts von Auschwitz, des Leidens, der Not, des Schreckens und des Unrechts es unmöglich sei, im Sinne des christlichen Dogmas zu glauben. Deswegen spricht er von der „Sehnsucht nach dem ganz Anderen“ als „Sehnsucht nach vollendeter Gerechtigkeit“, als „Sehnsucht danach, dass es bei dem Unrecht, durch das die Welt gekennzeichnet ist, nicht bleiben soll“, dass „dieses Unrecht, dass der eine schuldlos zu Tode gemartert wird, der Henker triumphiert, nicht das letzte Wort (…) sei“. (Zvi Rosen – Max Horkheimer, S. 152)

        Ein kurzes Interview mit Max Horkheimer zu seinen theologischen Auffassungen findet sich hier:

        http://www.dober.de/religionskritik/horkheimer.html

        „Schön für den Umsatz und den Profit. Nützliche Idioten.“

        Konservative antilinke Propaganda. Die Analyse und Kritik der negativen Auswirkungen des Prinzips der Zweckrationalität innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft und dessen soziologische und kulturelle Voraussetzungen ist in Wahrheit DAS zentrale Thema der Kritischen Theorie und das ist ganz und gar nichts, was die herrschende Kapitalistenklasse erfreut.

        „Das Judentum indessen rangiert für Horkheimer geradezu als die Religion des Anti-Ressentiments: »Die unendlich verehrungswürdige Geschichte der Treue zum Bekenntnis im Angesicht von Hass und Verfolgung enthob die Juden des Ressentiments, das zutiefst die ihr Bekenntnis verratenden christlichen Massen erfüllt.“
        „Das ist für mich Selbstgerechtigkeit, in diesem Falle jüdische Selbstgerechtigkeit.
        Juden sind eben auch nur Menschen, nicht heiliger, nicht besser als andere Menschen.“

        Das stimme ich dir zu.

        „Was gibt die Kritische Theorie den Menschen, wenn alle Tressen und Schellen heruntergerissen sind?“

        Die Kritische Theorie ermöglicht die Förderung kritischen Denkens und demokratischen Bewusstseins im Allgemeinen und eine Analyse und Kritik der negativen Auswirkungen des Prinzips der Zweckrationalität in kapitalistischen Gesellschaften im Besonderen, des Weiteren ein vertieftes Verständnis psychologischer und soziologischer Voraussetzungen der Entstehung autoritärer Persönlichkeitsstrukturen und deren Merkmale sowie der Ursachen der Entstehung von Antisemitismus und anderen Formen von Rassismus – und außerdem beinhaltet die Kritische Theorie sehr viele weitere interessante und anregende Erkenntnisse zu sehr vielen Themen, wie dies bei bedeutenden Denkern nun einmal in der Regel der Fall ist.

        • Und hier noch ein weiterer interessanter Artikel zum Verhältnis christliche Theologie und Kritische Theorie:

          Stephan Ahrens – „Max Horkheimer und Joseph Ratzinger. Vertreter einer über sich selbst »aufgeklärten Aufklärung«?“

          http://www.diskurs-zeitschrift.de/2013/01/25/max-horkheimer-und-joseph-ratzinger-vertreter-einer-uber-sich-selbst-aufgeklarten-aufklarung/

          Der Artikel vergleicht die theologischen Auffassungen sowie die Kritik am Prinzip der Zweckrationalität in modernen Gesellschaften im Werk des Begründers der Kritischen Theorie Max Horkheimer und im Werk des katholischen Theologen und emeritierten Papstes Joseph Ratzinger.

        • So – und jetzt mein letzter Beitrag für heute zum Thema „Christliche Theologie und Kritische Theorie“. Also, ich bin ja nun wirklich kein Anhänger eines konservativen Katholizismus (vielmehr bin ich links und Agnostiker), werde aber jetzt mal etwas Positives über den emeritierten Papst sagen.
          Wenn ich mir durchlese, wie Joseph Ratzinger bzw. Benedikt XVI. sich in seiner ENZYKLIKA SPE SALVI zur Frankfurter Schule äußert und wenn ich das mit dem „wissenschaftlichen“ Niveau der Schriften der rechten Anti-Kulturmarxismus-Ideologen vergleiche, dann ist Folgendes sehr auffallend:

          Ratzinger ist als Theologe ganz offensichtlich zum wissenschaftlichen Arbeiten gemäß der gängigen wissenschaftlichen Standards sowohl willens als auch fähig.
          Er stellt in diesem Text keine falsche Behauptungen über die Frankfurter Schule auf, er missinterpretiert sie auch nicht vorsätzlich, es gibt keinerlei bösartige Unterstellungen, er bestreitet weder ihren geistigen Rang, noch ihre moralische Motivation, noch hat er Probleme damit sich in argumentativer Hinsicht positiv auf sie zu beziehen.

          Ratzinger hat sich den Standpunkt von Adorno und Horkheimer bezüglich der erörterten Themenstellung offensichtlich durch Lesen ihrer Original-Schriften zu diesem Thema angeeignet, er stellt ihre Sichtweisen korrekt dar und gibt Quellenangaben an, anhand derer man das Gesagte überprüfen kann.

          Er bringt sachlich und theologisch begründet zum Ausdruck inwieweit er Adorno und Horkheimer bei diesem Thema zustimmt, aber auch, wo er aus seiner christlich-katholischen Perspektive heraus anderer Meinung ist.

          Man mag Ratzinger inhaltlich zustimmen oder anderer Meinung sein, aber es ist klar, dass er weiß, wovon er redet, vernünftig argumentiert, keine Desinformation betreibt, willens und fähig ist Adorno und Horkheimer richtig zu verstehen, die aus seiner Sicht bedeutsamen Teilwahrheiten aus ihren Gedanken zum Thema herauszuarbeiten und anschließend begründet darzulegen, wo er selbst anderer Meinung ist: ohne Unterstellungen, Lügen, Verdrehungen, Dämonisierungen – also unter völligem Verzicht auf die Methode William S. Lind.

          Das ist echtes geisteswissenschaftliches Arbeiten. Ratzinger kann es.

          Hier seine Textpassage:

          „So haben die großen Denker der Frankfurter Schule, Max Horkheimer und Theodor W. Adorno Atheismus und Theismus gleichermaßen kritisiert. Horkheimer hat radikal bestritten, daß irgendein immanenter Ersatz für Gott gefunden werden könne, zugleich freilich auch das Bild des guten und gerechten Gottes abgelehnt. In einer äußersten Radikalisierung des alttestamentlichen Bilderverbotes spricht er von der „Sehnsucht nach dem ganz Anderen“, das unnahbar bleibt – ein Schrei des Verlangens in die Weltgeschichte hinein. Auch Adorno hat entschieden an dieser Bildlosigkeit festgehalten, die eben auch das „Bild“ des liebenden Gottes ausschließt. Aber er hat auch und immer wieder diese „negative“ Dialektik betont und gesagt, daß Gerechtigkeit, wirkliche Gerechtigkeit, eine Welt verlangen würde, „in der nicht nur bestehendes Leid abgeschafft, sondern noch das unwiderruflich Vergangene widerrufen wäre“. Das aber würde – in positiven und darum für ihn unangemessenen Symbolen ausgedrückt – heißen, daß Gerechtigkeit nicht sein kann ohne Auferweckung der Toten. Eine solche Aussicht bedingte jedoch „die Auferstehung des Fleisches; dem Idealismus, dem Reich des absoluten Geistes, ist sie ganz fremd“.
          Von der strengen Bildlosigkeit her, die zum ersten Gebot Gottes gehört (vgl. Ex 20, 4) kann und muß auch der Christ immer wieder lernen. Die Wahrheit der negativen Theologie ist vom 4. Lateran-Konzil herausgestellt worden, das ausdrücklich sagt, daß zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf keine noch so große Ähnlichkeit festzustellen ist, daß nicht zwischen ihnen eine immer noch größere Unähnlichkeit bliebe. Dennoch kann die Bildlosigkeit für den Glaubenden nicht so weit gehen, daß er – wie Horkheimer und Adorno meinten – im Nein zu beiden Behauptungen, zum Theismus und zum Atheismus stehenbleiben müßte. Gott hat sich selbst ein „Bild“ gegeben: im menschgewordenen Christus. In ihm, dem Gekreuzigten, ist die Verneinung falscher Gottesbilder bis zum äußersten gesteigert. Nun zeigt Gott gerade in der Gestalt des Leidenden, der die Gottverlassenheit des Menschen mitträgt, sein eigenes Gesicht. Dieser unschuldig Leidende ist zur Hoffnungsgewißheit geworden: Gott gibt es, und Gott weiß, Gerechtigkeit zu schaffen auf eine Weise, die wir nicht erdenken können und die wir doch im Glauben ahnen dürfen. Ja, es gibt die Auferstehung des Fleisches. Es gibt Gerechtigkeit. Es gibt den „Widerruf“ des vergangenen Leidens, die Gutmachung, die das Recht herstellt. Daher ist der Glaube an das Letzte Gericht zuallererst und zuallermeist Hoffnung – die Hoffnung, deren Notwendigkeit gerade im Streit der letzten Jahrhunderte deutlich geworden ist. Ich bin überzeugt, daß die Frage der Gerechtigkeit das eigentliche, jedenfalls das stärkste Argument für den Glauben an das ewige Leben ist. Das bloß individuelle Bedürfnis nach einer Erfüllung, die uns in diesem Leben versagt ist, nach der Unsterblichkeit der Liebe, auf die wir warten, ist gewiß ein wichtiger Grund zu glauben, daß der Mensch auf Ewigkeit hin angelegt ist, aber nur im Verein mit der Unmöglichkeit, daß das Unrecht der Geschichte das letzte Wort sei, wird die Notwendigkeit des wiederkehrenden Christus und des neuen Lebens vollends einsichtig.“

          http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/encyclicals/documents/hf_ben-xvi_enc_20071130_spe-salvi_ge.html

    • Ich weise mal dezent darauf hin, daß ich die “Morddrohung” an Hinrich Rosenbrock verschickt habe.

      🙂

      Jetzt wissen wirs, Danke! Hinrich wird vom Fööhrerr persönlich bedroht!

    • Das ist wahrscheinlich das Geilste, was die sich vorstellen können. Vom Führer höchstpersönlich bedroht!

      Das Traurige ist ja, daß diese Leute nichts checken und vollkommen paranoid sind. So wie die Nazis gegenüber den Juden, und so wie z.B. die Stasi-Leute gegenüber allem, was intellektuell und andersdenkend daherkommt.

      Das Absurde ist ja – und das wollte ich mal herausarbeiten – , daß diese Profeministen paranoid bis zum Gehtnichtmehr sind, völlig konfuse Zusammenhänge herstellen à la Antifeminismus = Breivik, und daß ihnen überhaupt nicht bewußt ist, daß sie selbst mal in die Klappsmühle müßten, um zu erkennen, daß sie die eigentlich Wahnsinnigen sind und daß all ihre Vorwürfe eigentlich auf sie selbst zutreffen.

      Dieses Feature ist eine ungewollte Selbstbeschreibung der Profeministen.

      Nur leider sind wir die Ersatzobjekte, die Projektionsobjekte. 🙂

      • ..und Alice Miller nicht vergessen: Natürlich arbeitet sich der Hinrich am Fööhrer, stellvertretend für den innigst geliebten Vater, ab, der ihm in zarten Knabenalter so sehr in den Rücken fiel.

        Nicht etwa, dass er auch nur Pöstchen sucht und darüber hinaus so den einen oder anderen nazisstischen Schub hat, der ihn zu der wahnhaften Vorstellung verleitet dazu berufen zu sein, Pöse in Persona dingfest machen zu können und zu müssen. Nicht etwa, dass sein klammheimlicher Berufswunsch der eines Chefermittlers bei der Sitte wäre – die gibt es ja leider nicht mehr.

        Tja, was wäre uns nur erspart geblieben, wenn sein Namensvetter anno 1482, Alice Miller hätte lesen können!

      • Das Traurige ist ja, daß diese Leute nichts checken und vollkommen paranoid sind. So wie die Nazis gegenüber den Juden, und so wie z.B. die Stasi-Leute gegenüber allem, was intellektuell und andersdenkend daherkommt

        Ich vermute, dass die Abgrenzung gegen tatsächliche oder (meist) auch nur eingebildete Faschisten für die fragile Identität der „drei Soziologen vom Grill“ stabilisierend und identitätsstiftend wirkt. Ihr ständiges Gedröhne von der „durch weibliche Emanzipation verunsicherten Männlichkeit“ ist ihr ureigenstes Problem, dass sie auf „die anderen“ projizieren.

        Sie wollen es Mutti recht machen, da sonst Liebesentzug droht.

        So, das war mein Wort zum Sonntag. Küchenpsychologie? Ja, möglich. Ist aber auch nicht schlechter als das, was die Psychoanalytikerkoryphäen so über die Männerrechtler schwadronieren.

      • @ Peter: Das ist durchaus treffend psychologisch analysiert. Ich gehe bei den Profeministen davon aus, daß sie gewissermaßen Promateristen sind. (Mater=Mutter). Man kann sich durch diese Unterwürfigkeit allem Weiblichen gegenüber und vor allem (!) garstigen, chauvinistischen und männerhassenden Feministennen gegenüber (ein Schelm, wer da an die Muttererfahrungen dieser Leute denkt) weiterhin als liebes braves angepaßtes Kind geben, das so die „Liebe“ von der Mutter bekommt, die es bei einem authentischen Verhalten nie bekommen hätte.

        Dieses Verhalten schützt die Profeministen vor schmerzhaften Einsichten, daß sie von der Mutter nicht wirklich geliebt wurden. Wer wurde das schon? Darum geht es ja nicht. Entscheidend ist, wie man damit als Erwachsener umgeht. Ob man unbewußt in der Haltung des kleinen mißhandelten Kindes weiterlebt oder sich bewußt mit den Kindheitserfahrungen auseinandersetzt.

        @ Peter II. Das war leider kein Post, sondern der übliche Adolf-Kommentar oben rechts (rechts!) bei mir. Die wechseln von Zeit zu Zeit.

        Man sieht übrigens auch am Umgang von Kemper und Rosenbrock mit unsereins, in was für einem unfaßbar infantilen Zustand diese Leute sind. Das kann man sich gar nicht vorstellen.

        • Und das Eingehen von Beziehungen mit Frauen ist letztlich nichts anderes, als die männlichen Reinszenierung der eigenen Kindheit…

          Und Männer die ihren Penis in eine Vagina stecken, sehnen sich eigentlich nur in den frühen Kindheitszustand zurück, als sie von der schützenden Hülle des mütterlichen Leibes umgeben waren…

          „Man sieht übrigens auch am Umgang von Kemper und Rosenbrock mit unsereins, in was für einem unfaßbar infantilen Zustand diese Leute sind.“

          Nicht infantil ist es hingegen, auf seinem Blog ein Bild von Hitler zu präsentieren, mit der Überschrift „Adolf – Der Männerrechtler“.

          Wir kommen Rosenbrock und Kemper angesichts dessen bloß zu dem Schluss, Männerrechtler hätten einen an der Klatsche? Es ist ein absolutes Rätsel…

        • „Wir kommen Rosenbrock und Kemper angesichts dessen bloß zu dem Schluss, Männerrechtler hätten einen an der Klatsche? Es ist ein absolutes Rätsel…“

          Wo kommen die denn zu dem Schluss?

        • @ Kirk
          Über Humor lässt sich streiten.

          Was hat ein verheirateter Mann und ein Gebrauchtwagen gemeinsam?
          Beide sind unzuverlässig und man kriegt Geld wenn man ihn losgeworden ist.

          Wann ist ein Mann einen Euro wert?
          Wenn er einen Einkaufswagen schiebt.

          Was haben Wolken und Männer gemeinsam?
          Wenn sie sich verziehen, kann es noch ein schöner Tag werden.

          Welche vier Flüsse muss jeder Schwule kennen?
          Inn, Main, Po, Rhein.

          Zwei Schwule unterhalten sich. „Du, ich habe gestern meine erste sexuelle Erfahrung mit einer Frau gehabt!“ „Und, wie war’s?“ „Na ja, irgendwie seltsam.“ „Wieso?“ „Es hat allein schon über zwei Stunden gedauert, bis ich ihre Schamlippen in meinem Hintern hatte…“

          Ein Schwuler kommt ins Hotel und bittet den Portier ihm jemand Nettes für die Nacht zu besorgen.
          „Kein Problem“, meint der „soll sie blond, schwarz oder brünett sein?“ „Nein, nein, ich brauche einen Mann!“ antwortet der Schwule.
          „Das wird aber schwierig! Detlev wird es machen, aber das ist nicht ganz billig. Es kostet 280 Euro.“
          „Das ist aber viel Geld für Detlev.“ stöhnt der Schwule.
          „Die 280 Euro sind auch nicht komplett für ihn“ antwortet der Portier „40 Euro bekommt unser Pastor, der hat das nämlich nicht gern. 40 Euro sind für mich. Ich habe das nämlich auch nicht so gern!“
          „Aber 200 Euro für Detlev ist immer noch eine ganze Stange Geld.“ „Naja, jeweils 50 Euro sind für Martin und Dieter. Die müssen Detlev festhalten. Der hat es nämlich auch nicht so gern.“

          Warum können Frauen nicht Ski fahren?
          Weil es in der Küche nicht schneit!

          Warum haben Männer keine Cellulite?
          Weil’s scheiße aussieht.

          Warum können Frauen nicht hübsch und gleichzeitig intelligent sein?
          Weil sie dann Männer wären.

          Warum haben Lesben schwule Freunde?
          Weil jemand kochen muss.

          Zwei Lesben treffen sich in der Pause. Fragt die eine: „Was hast du heute zum Essen dabei?“ “
          ’ne Gurke. Willst du was abhaben?“
          „Nee nee, lass mal stecken…“

          Woran erkennt man, daß eine Lesbe butch ist?
          Sie kickstartet ihren Vibrator und rollt ihre eigenen Tampons.

  3. @ Captain Kirk

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    Hate Speech – Abwertung und Drohungen statt Argumente

    Auch Hinrich Rosenbrock musste die Erfahrung machen aufgrund seiner Expertise und Ansichten wörtlich angegriffen zu werden. Er wurde in unterschiedlichen Foren der Männerrechtler_innen beschimpft und erhielt sogar eine Morddrohung. „Diesen Eintrag lasse ich jetzt unkommentiert“, sagt Rosenbrock und zeigt auf der Leinwand auf einen Blogeintrag der Seite Neues aus dem Gender-Universum: „Rosenbrock? Klängt verdächtig jödisch! Ich werde ihm persönlich die Kehle aufschlitzen!“ und daneben ein Foto von Hinrich Rosenbrock und Adolf Hitler. Und richtig, dazu bedarf es keiner weiteren Erklärung.

    Doch, dazu bedurfte es der Erklärung, dass die „Drohung“ ohne weiteres als satirischer Beitrag erkennbar ist und die Marginalisierungs- und Diffamierungsstrategie der „drei Soziologen vom Grill“ (gefällt mir, Deine Bezeichnung dieser drei Herren) persifliert.

    http://www.gwi-boell.de/web/maennerpolitiken-antifeministische-m%C3%A4nnerrechtsbewegung-diskussionsveranstaltung-bericht-friese-4352.html

      • Danke, Nick, daß du mir mal zustimmst. Man kann es wirklich kaum glauben.

        Aber ich zeige eben auch in meinem aktuellen Blogpost, daß die vermeintlichen Eigenschaften von uns „Maskulisten“ eigentlich auf diese Leute zutreffen: Paranoia, Opferhaltung,Verschwörungstheorie, Vernichtungsängste (die bösen Maskulisten bedrohen die Demokratie und machen Morddrohungen).

        Diese psychologischen Zusammenhänge zeige ich etwas humorvoll und pointiert auf. Dazu braucht man übrigens keine Alice Miller. Erst, wenn man sich die Kindheit dieser Profeministen anschaut.

        Natürlich findet man die oben angesprochenen Symptome auch minimal im WGVDL-Forum oder deutlich stärker bei Breivik. Richtig kraß findet man sie aber bei diesen Profeministen. Die merken langsam, daß ihnen die Felle davon schwimmen.

        PS: Selbst die „echte“ Morddrohung, von der im Radiofeature die Rede ist, ist ja recht harmlos und durchsichtig.

    • Kindergarten? Das sind ganz normale Genderforscher und Gendergläubige. Die auch von Dir, lieber Nick, mitfinanziert werden.
      Teilweise bis an deren Lebensende. Du bezahlst also die, die über Dich Lügen verbreiten und Dich lächerlich machen.

    • „Doch, dazu bedurfte es der Erklärung, dass die “Drohung” ohne weiteres als satirischer Beitrag erkennbar ist “

      „Ohne weiteres“? – Nun ja, Kirks ganze Seite könnte man ohne weiteres als Satire abtun, aber was an Hitler und Kehle aufschlitzen satirisch sein soll, muss mir wohl entgangen sein.

      Da hat der Herr Rosenbrock mein vollstes Verständnis.

      • Da hat der Herr Rosenbrock mein vollstes Verständnis.

        Nana, so schwer zu verstehen ist das ja nicht: Adolf, der Männerrechtler – das ist doch offensichtlich eine Persiflage (Verspottung) des permanenten Rechtsradikalismusvorwurfs, den die Herren Kemper, Rosenbrock und Gesterkamp u.a undifferenziert und pauschal auf alles anwenden, was feminismuskritisch (insbesondere Männerrechtler) auftritt.
        Als ernsthafte Morddrohung, so wie von Rosenbrock behauptet, geht das nie und nimmer durch.

        • Ernsthafte Morddrohung? Sicher nicht. Aber ganz grottenschlechter Stil und auch nicht intelligenter als das Bild einer barbusigen Frau, die abgeschnittenne Eier in der Faust hält. Auch das könnte man übrigens als Satire bezeichnen.

        • Ich finde solche „Verlegenheitsbegründungen“ wie von Christian auch unangebracht. Mit „So etwas tut man einfach nicht“ hat man früher alles Mögliche begründet, das an geistiger Einfalt nicht zu überbieten war. Es wurde häufig als Schutzbehauptung mißbraucht.

          Christian, du hast offenbar doch ziemlich wenig Humor.

          Wie findest du denn meinen aktuellen Adolf-Spruch?

          Ihr scheint mir doch etwas unreflektiert zu sein, was das Thema betrifft. Sonst würdet ihr auch den Humor und dessen Angebrachtheit verstehen. Da muß ich dann doch wieder den Naivitätsvorwurf aussprechen.

        • Über schlechten Stil kann man natürlich diskutieren.

          Eine Morddrohung ist es aber in der Tat nicht, und der Vergleich mit den abgeschnittenen Eiern liegt meilenweit daneben: Die Hitler-Persiflage greift eine Dämonisierung an, während die abgeschnittenen Eier allenfalls als Persiflage auf den Dämon „Radikalfeministin“ durchginge.

          Das gibt aber der Kontext bei Femen nicht her. Man möchte eben Militanz bzw. Hass zum Ausdruck bringen, man empfindet solche Gewaltbilder als ermächtigend.

          Rosenbrock begibt sich allerdings vollständig auf ein antizivilisatorisches Kindergarten-Niveau, indem er Hass nur dann als Hass wahrzunehmen bereit ist, wenn er sich gegen seine persönlichen politischen Vorstellungen richtet. Ich finde jedenfalls in seiner „Studie“ nicht eine Spur der Distanz zu allfälligen feministischen Hassbekundungen.

          Diese Maßlosigkeit spottet eigentlich sogar allem, was selbst kleine Kinder an Ethik begreifen, insofern muss man sich wohl bei den Kindergartenkindern für diesen Vergleich entschuldigen.

          Rosenbrock ist eben offenbar selbst von tiefem Hass getrieben, oder ihm fehlen elementarste Sozialkompetenzen.

        • „Da hat der Herr Rosenbrock mein vollstes Verständnis.“

          Nehmen wir mal an DIESER Hitler als Männerrechtler wäre schlechter Stil. Was hat Rosenbrock als Erklärung dafür? Wo kommt denn der „Hass“ dieser Männer/ dieses Mannes eigentlich nun her? Was wäre denn der Grund für diesen „Hass“? Sollte sich ein Soziologe nicht fragen wie das zu erklären ist? Nein- nicht dieser Soziolge!

          Der Rosenbrock sucht und findet, natürlich, frauenabwertendes, gar Frauenfeindlichkeit, weil er NUR das finden will. Rosenbrock kann nicht anders, er ist Genderforscher, also natürlich einseitig feministisch. Soweit verstehe ich Rosenbock, stimme ihm aber nicht zu. Rosenbrock ist kein Forscher, sondern Agitator in Sachen Gender.

      • Nehmen wir mal an DIESER Hitler als Männerrechtler wäre schlechter Stil. Was hat Rosenbrock als Erklärung dafür? Wo kommt denn der “Hass” dieser Männer/ dieses Mannes eigentlich nun her? Was wäre denn der Grund für diesen “Hass”? Sollte sich ein Soziologe nicht fragen wie das zu erklären ist? Nein- nicht dieser Soziolge!

        @ DdBz

        Das ist es, was Rosenbrock als Soziologe vollständig disqualifiziert. Ich kann mich als einfacher Diskutant auf einer virtuellen Plattform damit begnügen, die Rechtsradikalen als „scheisse“ abzuqualifizieren. Wenn ich aber Soziologe bin und ein Buch über rechtsradikale Tendenzen in der BRD schreibe, dann genügt das nicht den elementarsten Ansprüchen, die an einen Soziologen gestellt werden müssen, der behauptet, er habe eine soziologische Expertise zum genannten Thema verfasst.

        Das einzige, was von Rosenbrock als Erklärung angeboten wird sind Standardphrasen wie:
        – durch die Emanzipation der Frauen in ihrer Identität verunsicherte Männer oder Ähnliches

        Das heisst im Klartext, dass der Mangel keine realen politischen Ursachen hat, sondern in der Persönlichkeitsstruktur dieser Männer zu suchen ist.
        In der Sowjetunion wurden kritische Geister übrigens in die Psychiatrie abgeschoben. Da es keine Mängel in der politischen Realität geben durfte, war die Klassifizierung kritischer Geister als geisteskrank folgerichtig. Es ist die einzige Erklärung, die übrig bleibt. Das hat auch den Vorteil, dass man sich mit der konkreten Kritik am politischen System gar nicht erst befassen musste.

        Rosenbrocks Expertisen sind ein Zeugnis intellektueller Armseligkeit.

        • „Das einzige, was von Rosenbrock als Erklärung angeboten wird sind Standardphrasen wie:
          – durch die Emanzipation der Frauen in ihrer Identität verunsicherte Männer oder Ähnliches“

          Was ja durchaus eine fundierte Erklärung ist, die auf einen Teil der Männerrechtsbewegung zutrifft.

        • “Das einzige, was von Rosenbrock als Erklärung angeboten wird sind Standardphrasen wie:
          – durch die Emanzipation der Frauen in ihrer Identität verunsicherte Männer oder Ähnliches”

          Was ja durchaus eine fundierte Erklärung ist, die auf einen Teil der Männerrechtsbewegung zutrifft.

          @ Adrian

          Ich höre auch oft Aussagen der Art: Männliche Homosexualität stellt tradierte Männlichkeitskonzeptionen in Frage, was wiederum zu einer Verunsicherung, ja zu einer Identitäskrise heterosexueller Männer führe. So etwa werden die Agressionen von heterosexuellen Männern gegen Schwule erklärt.

          Ich kann das beim besten Willen emotional nicht nachvollziehen. Nachvollziehen könnte ich es dann, wenn mir eine homosexuelle Lebensweise aufgezwungen würde oder ich mich ständig für meine Heterosexualität rechtfertigen müsste. Davon kann ja keine Rede sein, wenn wir mal von einigen leicht unterbelichteten Feministen absehen, die Heterosexualität permanent negativ konnotieren.

          Diese Erklärungen greifen i.m.h.o einfach zu kurz. Aber es wäre an dieser Stelle zu ausufernd, wenn ich meine persönliche Einschätzung hier ausführlich und differenziert darstellen wollte.

  4. Dr. Mutti, eine Genderfeministin, kritisiert Martensteins ZEIT-Kolumne als biologistisch.

    http://drmutti.wordpress.com/2013/06/08/biologismus-101/

    Diesen Kommentar habe ich eingesandt:

    *Es gibt ja natürliche „Experimente“, die diese Aussage möglich machen:

    *Despite the fact that children with partial androgen effects reared as girls showed increased “boyish” behaviors, they
    did not show increased signs of gender identity confusion or instability on a group level.We conclude that androgen exposure plays a decisive role in
    the development of gender-typical behavior in children with XY karyotype and DSD conditions.
    © 2007 Elsevier Inc. All rights reserved.*

    Quelle:

    http://www.aisia.org/txt/pdf/bgender_Jurgensen.pdf

    Phänotypische „Mädchen“, daher als Mädchen sozialisiert, zeigen trotzdem vermehrt jungentypisches Verhalten.

    TROTZ ihrer Mädchensozialisation.

    Das ist nur eine von etlichen Studien.

    Desweiteren CAH-Mädchen mit ungewöhnlich hohem Androgenspiegel aufgrund einer angeborenen Fehlfunktion der NNR.

    Auch hier: TROTZ Mädchensozialisation vermehrt jungentypisches Verhalten.

    *We assessed core gender identity, sexual orientation, and recalled childhood gender role behavior in 16 women and 9 men with congenital adrenal hyperplasia (CAH) and in 15 unaffected female and 10 unaffected male relatives, all between the ages of 18 and 44 years. Women with CAH recalled significantly more male-typical play behavior as children than did unaffected women, whereas men with and without CAH did not differ. Women with CAH also reported significantly less satisfaction with the female sex of assignment and less heterosexual interest than did unaffected women. Again, men with CAH did not differ significantly from unaffected men in these respects. Our results for women with CAH are consistent with numerous prior reports indicating that girls with CAH show increased male-typical play behavior.

    Finally, among women with CAH, we found that recalled male-typical play in childhood correlated with reduced satisfaction with the female gender and reduced heterosexual interest in adulthood. Although prospective studies are needed, these results suggest that those girls with CAH who show the greatest alterations in childhood play behavior may be the most likely to develop a bisexual or homosexual orientation as adults and to be dissatisfied with the female sex of assignment.*

    http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/00224490409552215#.UbRyUr1GSt0

    Auch nur eine von vielen Studien.

    Biologie hat Einfluss auf Spielverhalten/Geschlechterrollen.

    Jungen und Mädchen sind nicht gleichartig, von Natur aus nicht.

    Zumindest so viel lässt sich sicher sagen aufgrund der Empirie, die vorliegt und von den Gender Studies weitgehend ignoriert wird.

    Das derzeit meiner Ansicht nach beste und umfassendste Buch über Geschlechtsunterschiede und ihre evolutionäre Herleitung stammt von David Geary: „Male – Female“. Man sollte es gelesen haben, wenn man sich mit Genderforschung beschäftigt.

    http://www.amazon.de/Male-Female-Evolution-Differences-ebook/dp/B00CD3O3BE/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1370780364&sr=8-1&keywords=male+female+the+evolution+of+human+sex+differences *

    Er muss noch moderiert werden.

    Mal sehen.

    • DAS schaltet die nie im Leben frei. Dann würde sie ja verlieren. Ihr Ziel ist es aber u. a. , Harald Eia zu bekämpfen, wie man sehen kann.

      Ihr ganzer Text ist meines Erachtens in Göbbels Manier geschrieben. Vielleicht aber glaubt sie das selbst, was sie schreibt.

      NATÜRLICH ist es wissenschaftlich nachweisbar und bereits bewiesen, dass sich Männer und Frauen im Verhalten in vielen Hinsichten unterscheiden. (Ich lasse das blöde „im Schnitt“ jetzt mal weg!)

      Man braucht eigentlich nur zu Gucken, wie viele Gemeinsamkeiten menschliches Verhalten rund um die Sexualität mit tierischem Gemeinsam hat. Aber auf dem Gebiet sind die meisten Menschen noch viel zu ahnungslos, um sich gegen Leute wie Dr. Mutti wehren zu können.

      • Nachtrag: Und dann wieder einmal diese blöde Art, mit dem Begriff „Biologismus“ um sich zu schmeißen.

        Typisch Feministin.

      • @ Matthias

        *DAS schaltet die nie im Leben frei. Dann würde sie ja verlieren. Ihr Ziel ist es aber u. a. , Harald Eia zu bekämpfen, wie man sehen kann.*

        Ich bin auch skeptisch. Aber immerhin hat sie einige methodenkritische Kommentare bereits frei geschaltet.

        Mal sehen.

        • @ Christian

          Dein Beitrag, später abgegeben, ist mittlerweile freigeschaltet.

          Meiner immer noch nicht.

          Ist der nicht angreifbar genug?

          • @Roslin

            Meiner war glaube ich sofort freigeschaltet, weil ich früher schon kommentiert hatte. Sie wird auch eine „erster Kommentar muss freigeschaltet werden“ Einstellung haben, wie sie WordPress vorsieht

        • @Christian: Witzigerweise ist inzwischen die zunächst freigeschaltete Frage nach den behaupteten Studien über den Einfluss von Sozialisation wieder spurlos verschwunden. 🙂

          • @Eule

            Stimmt, einige stehen wieder auf „muss noch moderiert werden“:

            Christian – Alles Evolution · 9. Juni 2013 – 16:09 · Antwort→
            Dein Kommentar muss noch moderiert werden.

            “Und übrigens ist es nicht so besonders schwer, den Einfluss von Sozialisation nachzuweisen, denn das biologische Geschlecht kann man recht einfach konstant halten. Entsprechende Studien gibt es”

            Welche denn zum Beispiel?

            Christian – Alles Evolution · 9. Juni 2013 – 16:43 · Antwort→
            Dein Kommentar muss noch moderiert werden.

            Bei der Gelegenheit auch noch mal ein Hinweis auf häufige Fehler, die bei einem Nachweis der Sozialisation gemacht werden:

            – Bei einem Vergleich mit den Eltern wird nicht berücksichtigt, dass die Kinder von diesen nicht nur die Erziehung, sondern auch die Gene haben. Wenn sie also bestimmte gleiche Einstellungen haben, dann kann das daran liegen, dass sie die gleichen Gene haben
            – bei der Peer-Group kann hinzukommen, dass sie sich eine PeerGroup suchen, die ihren Vorlieben entsprechen, die wieder biologische Ursprünge haben können
            – Abweichungen in Kulturen bedeuten nicht, dass diese auf Kultur zurückzuführen sind. Es kann einfach ein anderes biologisches Muster aktiviert sein. Beispielsweise ist der Umstand, dass in Kulturen mit hoher Vaterunsicherheit nicht die Väter, sondern die Onkel mütterlicherseits die Kinder unterstützen nach evolutionärer Spieletheorie leicht nachzuvollziehen und entspricht der biologischen Interessenlage, die eben bei hoher Vaterunsicherheit eine hohe Investition des Partners der Frau in die Kinder uninteressant macht. Biologische Programme müssen nicht schlicht sein, sie können natürlich auch graduell ausgestaltet sein
            – Männer und Frauen sind nach den biologischen Theorien nicht essentialistisch verschieden, sondern nur im Schnitt. Abweichende Verhaltensweisen bestimmter Frauen und Männer sprechen damit nicht gegen biologische Begründungen.

            Christian – Alles Evolution · 9. Juni 2013 – 16:04 ·
            Dein Kommentar muss noch moderiert werden.

            “Viel besser und ausführlicher ist Cordelia Fines Buch “Delusions of Gender”, dort finden Sie eine große Menge an Studien beschrieben und evaluiert, die diese Frage behandeln. (Das beantwortet auch Ihre letzte Frage, ob ich noch etwas besseres zu bieten habe – ich selbst nicht, die Wissenschaft schon.)”

            Welche Studie von Fine sind denn da besonders aussagekräftig?
            Ich fand das Buch in vielen Bereichen eher schwach. Die Behandlung von CAH-Mädchen beispielsweise ist sehr ausweichend, viele der von ihr zitierten Studien, die gesellschaftliche Beeinflussungen zeigen sollen, zeigen nur sehr schwache Einflüsse, was sie verschweigt, sie geht auf viele Sonderfälle nicht ein, zB Transsexualität und deren Vererbbarkeit oder Kibbuzforschung oder cloacal exstrophy und deren Ergebnisse.

          • Ich speichere weitere Kommentare einfach mal hier zwischen:

            Christian – Alles Evolution · 9. Juni 2013 – 18:59 ·
            @A.S

            Wenn jetzt aber die bestimmten Eigenschaften innerhalb der Gruppe Frau mit bestimmten Hormonständen steigt, wie etwa bestimmte Arten des räumlichen Denkens oder der Risikiobereitschaft und dies bei Männern innerhalb der Gruppe Männer sich entsprechend fortsetzt, warum soll man dann nicht den Schluss ziehen können, dass die Sozialisation nicht der wesentliche Faktor ist?
            Wenn beispielsweise F-M-Transsexuelle auch eher rough and tumble Play zeigen, ebenso wie CAH-Mädchen, warum soll man dann nicht vermuten können, dass es ihre Hormone sind?

            Wenn bestimmte Verhalten mit der Stärke der Hormonrezeptoren steigen oder fallen, warum sollte man dann innerhalb der Gruppe keine Zuordnung zu der Wirksamkeit der Hormone vornehmen können, weil die Sozialisiationserfahrungen innerhalb dieser Gruppen gleich sind?

            “Da wir aber WISSEN, dass Sozialisation einen Einfluss hat”

            Aus welcher Studie wissen wir das denn? Wie grenzt du es innerhalb dieser Studien zu biologischen Einflüssen ab?

            Christian – Alles Evolution · 9. Juni 2013 – 19:14 ·
            Müßte man dann nicht ebenso empfindlich darauf achten, dass man keine genetischen oder hormonellen Besonderheiten in der Gruppe hat? Jemand mit zB niedrigen Testosteronstand oder unempfindlichen Hormonrezeptoren könnte die Ergebnisse dann ja ebenso verfälschen?

            Und um die Wirkung bestimmter Hormone festzustellen kann man ja auch deren Wirkung jeweils innerhalb der Geschlechter vergleichen um die Sozialisiation zu umgehen. Zudem eben die Sondergruppen:
            Menschen mit claocal exstropy beispielsweise sind ja beständige David Raimer Fälle. CAH Frauen überwinden ihre weibliche Sozialisiation ebenso wie Transsexuelle.
            Imprinting deutet ebenfalls auf Unterschiede hin. Aber auch die Hormonbehandlungen von Transsexuellen oder Doping etc zeigt die Wirkung von Hormonen bei ansonsten gleicher Sozialisation. Alternating gender incongruity (AGI) und Gendervarianz deuten ebenfalls auf biologische Faktoren hin, zumal auch hier eine Vererbbarkeit vorliegt.

          • und da ein weiterer Kommentar schon auf Freischaltung wartet und ich vermute, dass diese nicht erfolgt:

            Christian – Alles Evolution · 10. Juni 2013 – 15:23 ·
            Dein Kommentar muss noch moderiert werden.

            “Dass Sozialisation Einfluss hat, wissen wir nicht aus einer Studie, sondern aus zahllosen Untersuchungen”

            Ich frage ja immer wieder mal nach diesen Untersuchungen, leider kommt selten eine konkrete Angabe. Vielleicht kannst du mir ja mal welche nennen.

            “Ich würde dir raten, dir mal ein einführendes Buch zur Sozialisationsforschung zu besorgen. Sozialisation beeinflusst nicht nur Genderrollen, sondern so ziemlich alle bereiche des menschliochen Zusammenlebens. Dadurch lässt sie sich auch unabhängig vom Geschlecht untersuchen,”

            Natürlich hat sie einen Einfluss. Die Frage ist welchen

            “Und wenn du Biologie mehr traust als Sozialwissenschaften, dann sieh dir doch einmal Verhaltensbiologie an, da findest du, dass viele Elemente der Sozialisation nicht nur bei Menschen, sondern bei so ziemlich allen Säugetieren und Vögeln und bei vielen Reptilien vorkommen.”

            Die meisten Vögel, Reptilien und Säugetiere, wie auch der Mensch werden aber erheblich durch ihre Biologie beeinflusst.
            Ich hatte da ja an anderer Stelle schon einmal auf die Studie von Udry hingewiesen, die dazu auch etwas zeigt, allerdings noch nicht berücksichtigt, dass besonders mütterliche Mütter ja auch ihre Gene an die Töchter weitergeben.
            http://www.northeastern.edu/womensstudies/graduate/courses/course_material/men_women_social/documents/Udry_Biology.pdf

            Zudem verweise ich noch mal auf die drei Gesetze der Verhaltensgenetik:
            http://www.psychologicalscience.org/newsresearch/publications/journals/currdir/cd9_5_5.pdf

            First Law: All human behavioural traits are heritable.
            Second Law: The effect of being raised in the same family is smaller than the effect of the genes.
            Third Law: A substantial portion of the variation in complex human behavioural traits is not accounted for by the effects of genes or families.

            Dazu auch noch:
            http://teammccallum.wordpress.com/3-laws-of-behaviour-genetics/

            In summary – genes 40-50%, shared environment 0-10%, unique environment 50%.

            Pinker is convinced that children are socialised in their peer groups and not in their families. But he is not convinced that peer groups explain personalities – shy v bold etc.

            Consider identical twins that grow up together. They share all 3 elements but the correlations around them are only 50%. Pinker thinks it is chance events that we haven’t yet identified.

            Chance events lead to tiny differences, but these are constrained by human feedback mechanisms used to make sure everything is within tolerance. This chance shaping of brain leading to a difference in personality would be a mixed genetic/environment component.

            Mit enviroment ist dabei zudem auch noch die Gebärmutter gemeint.

            Wie würdest du die Abgrenzung vornehmen, warum die Sozialisation auf eine bestimmte Weise erfolgt? Wenn zB männliches oder weibliches verhalten biologisch disponiert wäre, dann würde sich die typische Erziehung über die Jahre in Richtung dieser Disposition entwickelt haben und mit dieser für die Menschen im Schnitt übereinstimmen. Um so eher man diesem Schnitt nicht entspricht (wenn also Gehirngeschlecht und Phänotyp nicht übereinstimmen)um so eher würde man die Erziehung dann ablehnen. Ein Ergebnis, dass sich Kinder überwiegend gemäß ihrer Sozialisation entwickeln wäre dann quasi ohne Aussage.

            Die Experimente, Menschen entgegen dieser Disposition zu erziehen scheiterten im Kibbuz, bei CAH-Mädchen, bei Transsexuellen, bei AGI und Gendervarianz und bei vielen Homosexuellen eher als im sonstigen Schnitt (siehe auch Udrys Studie). Es bringt eben nichts einen eher weiblichen Jungen in die Militärakademie zu schicken oder ein Tomboy-Mädchen am Toben zu hindern.

            Die Biologie kann sowohl die Häufung als auch die Abweichungen erklären.

    • Interessant, vielleicht schreibe ich noch mal was zu dem Artikel von ihr.

      Auf die schnelle habe ich ersteinmal das hier kommentiert:

      „Wollte man den Nachweis doch erbringen, müsste die Biologie klar als sogenannte “unabhängige Variable” identifzierbar sein – also das, was der Versuchsleiter oder die Versuchsleiterin kontrolliert variiert.“

      Aus meiner Sicht kein überzeugendes Argument. Damit könnte man sonst auch sämtliche Medikamententests außer Kraft setzen: Es gibt ja keine gleichen Menschen, warum sollte dann nicht beim einen ein Placeboeffekt aufgrund seiner Lebensgeschichte anders ausfallen?

      Man kann Hormone messen und dabei Gemeinsamkeiten feststellen, man kann Hormone geben und den Effekt gegenüber einer Kontrollgruppe vergleichen, man kann Frauen in verschiedenen Stadien ihres Zyklus testen, man kann andere Personengruppen nehmen, man kann vergleichende Tierstudien machen.
      Ich habe hier mal ein paar Fälle aufgelistet, die ich interessant finde.
      https://allesevolution.wordpress.com/2013/05/08/ubersicht-biologische-begrundungen-zu-geschlechterunterschieden/

      Im übrigen müßte man das Argument ja auch umkehren können: Kein ein Mensch hat haargenau die gleichen Gene und die gleichen pränatalen und postnatalen Hormone. Damit könnten alle Effekte, die angeblich aufgrund seiner Sozialisation auftreten auch Ergebnis genau dieser feinen Unterschiede sein.

      Dann wäre gar nichts mehr rauszufinden

      • @ Christian

        Ich wollte erst mal gaaaanz langsam und vorsichtig anfangen. Man kann ja dann, sollte sie sich überhaupt auf eine Diskussion einlassen, immer noch nachlegen.

    • Phänotypische “Mädchen”, daher als Mädchen sozialisiert, zeigen trotzdem vermehrt jungentypisches Verhalten.

      TROTZ ihrer Mädchensozialisation.

      Genau das wird Frau Mutti bestreiten. Die Argumentation wird, so vermute ich, darauf hinauslaufen, dass derjenige, der als Knabe identifiziert wurde auch als Knabe sozialisiert wird und vice versa beim Mädchen, trotz des untypischen Erscheinungsbildes.

      Ich halte diese Diskussionen für fruchtlos, da keine der beiden Parteien aufzeigen kann, wie eine der beiden Variablen (Sozialisation, Biologie) eliminiert oder anderweitig als unabhängige Variable operationalisiert werden kann. Oder hat Meister Roslin Ideen zu dieser grundsätzlichen Schwierigkeit? Die „Babytests“ sind naheliegenderweise von eher geringer Aussagekraft.

      Die Evolutionstheorie von Darwin belegt aber eindeutig geschlechtsspezifische Unterschiede, da die selektierenden Faktoren insbesondere der sexuellen Selektion für Männchen und Weibchen nicht identisch sind und zu einem Sexualdimorphismus führen. Den Sexualdimorphismus lediglich als morphologische Differenz zu behaupten halte ich eine unhaltbare These. Die Schwierigkeit liegt beim Säugetier Mensch im konkreten Nachweis, da der Mensch ein komplexes Sozialverhalten zeigt.

      Die Beweislast liegt i.m.h.o aber eindeutig bei denjenigen Genderisten, die einen Sexualdimorphismus lediglich als morphologische Differenz plus unterschiedliche Funktion im Fortpflanzungsprozess ohne Auswirkungen auf das Verhalten behaupten.

      Bei allen anderen, nennen wir sie die Vernunftbegabten, ist die Frage nicht ob, sondern was und wieviel. Auch bleibt die Frage unbeantwortet, ob Geschlecht berechtigterweise eine so zentrale Analysekategorie sein sollte.

      • @Peter

        Du schreibst:

        Ich halte diese Diskussionen für fruchtlos, da keine der beiden Parteien aufzeigen kann, wie eine der beiden Variablen (Sozialisation, Biologie) eliminiert oder anderweitig als unabhängige Variable operationalisiert werden kann. Oder hat Meister Roslin Ideen zu dieser grundsätzlichen Schwierigkeit? Die “Babytests” sind naheliegenderweise von eher geringer Aussagekraft.

        Kommentar:

        Die Operationalisierung schent mir nun eher weniger ein Problem zu sein – oder weshalb siehst Du hier ein Problem?
        Viel eher ist doch das Problem, dass es schwierig sein wird, Kausalitäten nachzuweisen und wir uns eher mit Korrelationen begnügen müssen, wo dann eben nicht klar ist, was Ursache und was Begleiterscheinung oder Interdependenzen/Wechselwirkungen etc. sind.

        • Die Operationalisierung schent mir nun eher weniger ein Problem zu sein – oder weshalb siehst Du hier ein Problem?

          Viel eher ist doch das Problem, dass es schwierig sein wird, Kausalitäten nachzuweisen und wir uns eher mit Korrelationen begnügen müssen …

          Du beantwortest Deine Frage selbst: Da keine der beiden Variablen als unabhängig gelten darf, sinnieren wir endlos über Interdependenzen. Ich sehe ja gerade darin die grundsätzliche Schwierigkeit: Wie können Interdependenzen ausgeschlossen werden?

          … man kann Hormone geben und den Effekt gegenüber einer Kontrollgruppe vergleichen,

          Kann man machen. Die Aussagekraft ist aber schwach und bestätigt lediglich die von mir eingangs erwähnte These, dass die Annahme einer Differenz, die sich auch im Verhalten zeigt, eigentlich trivial ist. Nur Genderisten sträuben sich aus ideologischen Gründen dagegen. Nicht trivial ist die Frage nach dem Was und dem Wieviel. Nicht trivial ist auch die Frage, ob das Geschlecht viel mehr als bloss mittelbare Bedeutung in der (soziologischen) Sozialpsychologie hat.

        • @Kirk

          Das auf Deinem blog kann man doch viel kürzer und einfacher ausdrücken! 🙂

          „So hat sich die Axiomatik der generativen Reproduktion durch das heterosexuelle
          Paar, die sich mit der historischen Differenzierung und Kulturentwicklung der
          Gesellschaft im Paradigma der Heterosexualität als Muster der Ordnung und Arbeitsteilung
          verlängert, durchgesetzt. Es gibt also in der Geschichte der Menschheit
          eine gleichsam biologisch-soziale Axiomatik der Verbindung zwischen dem
          genealogischen Antrieb der Erhaltung der Art, seiner psychischen Ausprägung in
          der Generativität und dem gesellschaftlichen Basisinteresse an der demografischen
          Reproduktion, die der industriegesellschaftlichen Nutzung der heterosexuellen
          Matrix (als geschlechtshierarchische Arbeitsteilung) vorausgeht. (ebd.: 157
          f.)“

        • Menschenversuche?

          „… man kann Hormone geben und den Effekt gegenüber einer Kontrollgruppe vergleichen,“

          Wirklich? Menschenversuche um Gender zu beweisen oder zu widerlegen? War der Menschenversuch „Reimer“ nicht genug? Hast Du über den Vorschlag wirklich nachgedacht?

          • @DDBZ

            Entspann dich doch mal etwas mehr. Leichte Hormongaben sind durchaus nicht ungewöhnlich in der Forschung und haben keine nachteiligen Auswirkungen vgl. zB hier. Es ist natürlich eine Frage der Dosierung.

            Zudem gibt es eben auch Transsexuelle, die entsprechende Hormone freiwillig und langfristig nehmen, genau damit die Effekte eintreten.

        • @C

          Ich bin entspannt! Mir wird keiner Hormone geben um eine Soziologentheorie zu beweisen.
          Und ob das denn alles ungefährlich ist, da bin ich mir nicht ganz so sicher.

          Die Umweltmenschen reden doch immer über Gefahren der Reste von auch Antibabypillen im Trinkwasser?

          „Hormongaben sind durchaus nicht ungewöhnlich in der Forschung und haben keine nachteiligen Auswirkungen“

          Hauptsache das mit den nachteiligen Auswirkungen stimmt! Wenn das sicher ist, bitte dann eben Menschenversuche für Gender, meinetwegen. Nur zu! 😦

        • Das ist wieder so ein Chomsky-Sprech. Habe keine Lust, so etwas zu lesen. Ich vermute mal, du bist schon ausgeflippt, als es auf meiner verlinkten Seite um die Fortpflanzungsbedeutung ging, und hast jetzt eine pseudointellektuelle Replik verfaßt, die das triumphal widerlegt.

          Schließe ich nur aus den ersten Fremdwörtern und dem Chomsky-Sprech.

          Du bist mir sowieso ein Rätsel: Du scheinst mit auf dieser Alles-Sozialisation (Dein neuer Blogtitel?)-Welle zu schwimmen und ein maskulistischer Gender-Theoretiker zu sein.

        • „ch halte diese Diskussionen für fruchtlos, da keine der beiden Parteien aufzeigen kann, wie eine der beiden Variablen (Sozialisation, Biologie) eliminiert oder anderweitig als unabhängige Variable operationalisiert werden kann.“
          Da muss ich widersprechen – es gibt durchaus Verfahren, die das leistenkönnen. Nur damit verläßt man in aller Regel das statistische Curriculum der Soziologen und begibt sich in das Reich der Schätzung und Analyse simultaner Gleichungssysteme wie z.B. LISREL etc.

        • Eben, Strukturgleichungsmodelle können durchaus erstaunliches leisten, wenn es um komplexe Wirkzusammenhänge geht. Ich habe mal nen AMOS-Kurs gemacht und auch mal Daten durchgejagt, beherrsche es aber leider nicht mehr wirklich gut.
          Die Ergebnisse sind halt nicht so leicht nachvollziehbar zu veranschaulichen, schon daran scheitert es bei diesen Linguisten.

        • Ich sehe jetzt keinen qualitativen Unterschied zu dem, was hier abgeht. Ihr findet Dr. Muttis Post hier scheiße, andere finden eure „Finde ich scheiße“-Kommentare woanders scheiße, ihr findet es hier scheiße, dass andere „Finde ich scheiße“-Kommentare zu euren „Finde ich scheiße“-Kommentaren schreiben. Wenn kaputt und Kindergarten, dann aber komplett.

        • Na na, da sollte man die Eskalationsspirale schon etwas differenzierter und objektiv betrachten.

          Martenstein schreibt einen Artikel der es in die Zeit schafft.
          Leichte Simplifizierung der Gegenargumente, ein paar spöttische Zuspitzungen, aber ansonsten wirklich nur inhaltlich angreifbar.

          Dr. Muttis Artikel ist ebenfalls weitgehend sachlich. Noch mehr Zuspitzungen, Verfremdungen von Martenstein und mehr Beanspruchung von Deutungsmacht für die eigene Weltsicht. Inhaltlich für naturwissenschaftlich gebildete Menschen eher zum Schmunzeln anregend, aber darum geht es gar nicht, letzlich eine legitime Meinung.

          Hier dann im Kommentarbereich ein zu 100% sachlicher Beitrag von Roslin, und naturgemäß wird auch die tatsächlich sehr selektiven und intransparente Moderationspolitik auf der Seite angesprochen. Ansonsten lese ich in diesem Strang hier ein Mal „typisch Feministin“ und „ahnungslos“ von Matthias (ehrlich gesagt beides schwer abzustreiten), aber wo sind die Beleidigungen?
          Man kann noch sagen, dass Kirk und Frauenhaus zwei Poster sind, die sich an anderer Stelle die Bezeichnung „Troll“ schon sehr hart erarbeitet haben, aber wie rechtfertigt dieser Strang hier die nächste Eskalationsstufe, hab ich was überlesen?

          Getrollt wird nämlich erst bei Twitter, hier wird von mehreren Leuten nichts gemacht als es mit Ausgrenzungsstrategien zu versuchen. Leute die offenbar in einer Filterbubble leben und sachliche Gegenmeinung nicht mehr von Spam oder Getrolle unterscheiden können.
          Ein Linguistikprofessor der sich auf Grundschülerniveau begibt, indem er unliebsamen Meinungen das Attribut „Argument“ oder „Diskussion“ bequemerweise ganz selbstüberzeugt abspricht.
          So jemand wird es wahrscheinlich in 30 Jahren nicht mehr merken, wie intolerant und verbohrt seine Denke ist.

        • @ Robin „Ich sehe jetzt keinen qualitativen Unterschied zu dem, was hier abgeht.“ Naja, weder Roslin noch Christian, die von Stefanowitsch ja wesentlich „angesprochen“ wurden, haben einfach davon geredet, bei Dr. Mutti würen sich „Femitrolle“ „zusamenrotten“, um biologische Erklärungen für Geschlechterunterschiede zu diffamieren. Was Sachlichkeit und Seriosität angeht, sind sie Stefanowitsch um Längen voraus.

          Aber selbst wenn Du Recht hättest: Stefanowitsch sitzt auf einer Professur – den kann man doch nicht damit verteidigen. dass er sich auch nicht anders verhalten habe als irgendwelche „Trolle“. Gerade das ist das Problematische an seinem Verhalten – dass er einerseits in öffentlichen Äußerungen mit dem Hinweis auf seinen akademischen status auch sachlich schwachen Beiträgen (wie denen auf seinem Blog zur „geschlechtergerechten Sprache“) Gewicht zu verleihen versucht, dass er aber andererseits diese Position offenbar überhaupt nicht mit irgendwelchen Verpflichtungen verbindet, was das Maßhalten und die Sachlichkeit öffentlicher Äußerungen angeht. Er verhält sich wie ein x-beliebiger Twitter-Bully, der auf Beifall hofft, wenn er besonders heftig gegen Dritte holzt – und das geht bei einem Professor einfach nicht (und auch bei Nicht-Professoren ist es schon eklig). Da möchte man ihm (so wie auch anderen) das zurufen, was man manchmal Schülern sagt: „Halloooo? Das hier ist im Internet, das erzähltst Du nicht nur gerade deinen Kumpeln. Das können alle lesen!!“

          @ David Danke für den Kommentar, der hat wieder einen sachlichen Ton etabliert – das war sehr wohltuend, nachdem ich gerade auf Stefanowitschs Twitter-Account die Diskussion gelesen hatte.

        • Stefanowitsch ist ein großkotziger Unsympath, der grundsätzlich nicht damit klarkommt, wenn andere Menschen eine andere Meinung haben. Das ist eine Frage des Charakters und nicht der Arbeitsstelle. Der darf sich in seiner Freizeit natürlich gebahren wie er will; er kann ja trotzdem ein guter Anglizist sein. Als Diskussionspartner würde ich ihn aber ignorieren. Andererseits finde ich es auch mal gut, dass Maskus-Trollen die eigene Diskussionsart mal schmecken können.

          • @kinch

            „Andererseits finde ich es auch mal gut, dass Maskus-Trollen die eigene Diskussionsart mal schmecken können.“

            Das verstehe ich jetzt auch nicht so ganz. Welche Masku-Trolle meinst du hier genau?

            Es ist im übrigen auch keine ungewöhliche Reaktion. Sie ist aus radikalfeministischen Kreisen eher üblich, wenn man biologische Argumente anführt.

        • @ Kinch

          „Andererseits finde ich es auch mal gut, dass Maskus-Trollen die eigene Diskussionsart mal schmecken können.“

          Tatsächlich? Welche „Masku-Troll“-Kommentare zu diesem Thema auf dem anderen Blog oder hier sind es denn, die dich erzürnt haben?

        • Das war eine generelle Feststellung, da ich auch generell über Stefanowitsch sprach. Beim Blog von Dr. Mutti hat mich im Gegenteil A.S. mal wieder aufgeregt, weil er sich natürlich als einziger (der Freigeschalteten) mal wieder nicht in der Lage sah eine Antwort ohne Polemik zu verfassen.

          Im Allgemeinen passt aber seine Art, erstmal die Intelligenz, Bildung und Persönlichkeit des Gegenübers abzuwürgen, auf Gegenargumente nur Halbherzig oder gar nicht einzugehen und ansonsten nur wissenschaftliche Erkenntnise als legitim anzunehmen, die die eigene Position stützen und alles andere als Pseudowissenschaft zu verschreien, wunderbar in diverse gelbe Foren oder teilweise auch hier hin.

        • @Kinch

          Du wurdest konkret gefragt, wo Du hier „Masku-Troll“ Beiträge siehst, kannst oder willst Du nicht auf diese Frage antworten?

        • @ Kinch „Der darf sich in seiner Freizeit natürlich gebahren wie er will; er kann ja trotzdem ein guter Anglizist sein.“ Es ging ja nicht um seine Kenntnisse als Anglist, sondern um seine Position als Professor (es kann ja auch jemand ein guter Anglist sein, ohne eine Professur zu haben). Und er nutzt schließlich seine Position auch aus, um seinen (schwachen) Sachargumenten Gewicht zu verleihen. Mir fällt ganz einfach auf, dass zur Diffamierung männerrechtlicher Positionen gern akademischer Status bzw. die Respektabilität akademischer Forschung benutzt wird (sei es bei Stefanowitsch, bei Rosenbrock/Lenz, bei Helbig/Allmendinger, bei der Gesterkamp-„Expertise“, oder bei der GEW-„Studie „Bildung von Geschlecht“), dass aber zugleich jeweils Grundregeln akademischer Forschung selbstverständlich missachtet werden, aus denen sich dieser Status überhaupt begründet.

          Und wenn Stefanowisch sich wie ein Teenager mit Pubertätsdruck durch seinen Twitter-Account pöbelt, dann ist das nicht nur seine Privatsache – er tritt als Professor auf, also in einer öffentlichen Rolle, und äußert sich zu wissenschaftlichen Themen..

        • Zur “Eskalationsspirale” muss ich mich gerade von dir sicher nicht belehren lassen.

          Müssen tust du gar nichts. Ich geb dir trotzdem mal den Tipp, dein Postingverhalten und deine Emotionsregulation im Internet mal etwas sozialverträglicher zu gestalten.

          @Schoppe: wirklich ziemlich peinlich für einen Professor, was er da so tagtäglich in den Äther zwitschert.
          Eine Professur ist ja eben auch ein öffentliches Amt mit dem er da hausieren geht, und nicht etwa ein akademischer Grad wie ein Doktortitel, bei dem es noch eher legitim wäre

        • „Müssen tust du gar nichts. Ich geb dir trotzdem mal den Tipp, dein Postingverhalten und deine Emotionsregulation im Internet mal etwas sozialverträglicher zu gestalten.“

          Die Tatsache, dass du glaubst, ausgerechnet mir das hier vor den Latz knallen zu müssen, statt dich vielleicht vorher an ein paar anderen Kandidaten abzuarbeiten, bestätigt genau mein Statement.

        • Und wenn Stefanowisch sich wie ein Teenager mit Pubertätsdruck durch seinen Twitter-Account pöbelt, dann ist das nicht nur seine Privatsache – er tritt als Professor auf, also in einer öffentlichen Rolle, und äußert sich zu wissenschaftlichen Themen..

          Der Mann leidet offensichtlich unter einer akuten Profilierungsneurose/Geltungssucht. Er geht ja nicht bloss den „Maskutrollen“ mit seinem aufgeblasenen Ego auf den Wecker. Aber glücklicherweise gibt es da einige Sprachwissenschaftler, die mal ein wenig am Ventil drehten und etwas Luft abliessen.

          Herr Professor Stefanowitsch gehört zu einer Spezies, die sich als Experten für eine Sprache ausgeben, im vorliegenden Fall Grönländisch, ohne die Sprache zu sprechen! Dafür ist auch der Ausdruck „Hochstapler“ gebräuchlich.

          http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachmythen/2012-03-14/wortgewaltphantasien

          Die Beitragsschreiberin Runa war von Herrn Stefanowitschens Gespür für Schnee im Speziellen und dem Grönländischen im Allgemeinen sichtlich etwas genervt. Sehr verständlich.

          Ich kenne schon recht viele Begriffe und Wendungen im Grön­län­dischen, die mit Schnee und seinen Er­schei­nungs­for­men zu tun haben. Es könnte viel­leicht daran lie­gen, dass ich kein Hoch­stapler bin, der irgend­woher etwas auf­geschnappt hat und sich im Inter­­net als Fach­kun­diger auf­spielt, son­dern auf einem is­län­dischen Hof mit vie­len Gast­arbei­tern aus Grön­land auf­gewach­sen bin.

          Ich würde mich sehr gerne mal mit Dir auf grönländisch über Schnee unter­hal­ten, am besten vor einer Kamera, so dass alle sehen und hören können, wie tief Dein Wissen ist. Meine E-Mail hast Du ja. Ich komme jeder­zeit zu Dir nach Ham­burg und kann auch noch ein paar Grön­länder mit­brin­gen.
          Rúna

          Das hätte ich wirklich gerne gesehen! Schade, dass es nie dazu kam!

          Anatol Stefanowitschens Gespür für Schnee.
          http://www.belleslettres.eu/blog/stefanowitsch-schnee-eskimo.php

          Zu Herrn Stefanowitschens „einfältiger Petition“:
          Warum sich eigene Gedanken machen, wenn es schon welche gibt?
          🙂 Herrlich!
          http://www.belleslettres.eu/blog/anatol-stefanowitsch-petition.php

        • @Robin: vielleicht ein grammatisches MIssverständnis. Du hattest mich angepöbelt „gerade von dir“, meintest aber wohl „ausgerechnet mich“.
          Ich wollte dir zu dem Zeitpunkt auch noch kein auffälliges Sozialverhalten attestieren, sondern fand nur die Einschätzung „hüben wie drüben“ schlicht unzutreffend und undifferenziert.

          Kein Grund, schon wieder an die Decke zu gehen.

          Und dass ich eher mit dir Meinungen austausche anstatt mit Matthias oder Frauenhaus, könntest du auch etwas selbstwertdienlicher einordnen.

        • @Peter: Ich würde mich sehr gerne mal mit Dir auf grönländisch über Schnee unter­hal­ten, am besten vor einer Kamera, so dass alle sehen und hören können, wie tief Dein Wissen ist. Meine E-Mail hast Du ja. Ich komme jeder­zeit zu Dir nach Ham­burg und kann auch noch ein paar Grön­länder mit­brin­gen.

          Geil 🙂

          Erschreckend, wie unsouverän er darauf mit heftigen Abwertungen und Sperrung reagiert, merklich verängstigt er könnte weiter durch sein nicht vorhandenes Sämisch bloßgestellt werden.

          Allerdings gibt es wohl ne Vorgeschichte und die haben ihn ganz schön auf dem Kieker, das ist natürlich schwer zu beurteilen.

          • @Roslin

            Ich habe ihm auch schon mal vorgeschlagen seine Privilegien als Professor zu überdenken, schließlich habe er männliches Privileg. Er antwortete, dass er sich alles hart erarbeitet habe.

            Solche Theorien auf sich selbst anzuwenden ist eben immer problematisch.

        • Ist hochstapelnde Großmäuligkeit nicht das typische Imponiergehabe “hegemonialer Männlichkeit”?

          @ Professorin Roslin (ich geh mit der Zeit, Meister! :))
          Tschuldigung, kanns mir nicht verkneifen!

          Du sagst es. Der Mann ist völlig unbefleckt von jeder Reflexion im psychologischen Sinne. Ein gewaltig grosser blinder Fleck!

        • @Roslin (((„Ja und? Muss ich das kommentieren?“)))

          Ich fand es vor allem deshalb interessant, weil er spezifisch auf deinen Kommentar verlinkt hat und das Wort „Maskutroll“ benutzt hat.

          Da du einer der besten Poster bist (in der Blogosphäre, bei AllesEvolution ja sowieso), fand ich es schon interessant, dass da das Wort „Troll“ fällt, von einem Sprachprofessor.

        • Da wir grad beim Lästern sind, der famose Sprachblog des Herrn S.! 🙂

          SPRACHBLOG.DE has # rank on the internet. This rank shows site’s popularity. Lower rank means more visitors that site gets. This website is estimated to get 0 unique visitors per day. These unique visitors make 0 pageviews. We estimate that this website earns at least $0.00 USD per day with advertising revenues so it can be valued at least $5.84 USD.

          Sind nicht glaubwürdig, die Angaben, vor allem scheint mir der Preis von USD 5.84 etwas überzogen! 🙂

          http://digsitesvalue.com/s/sprachblog.de

        • Du hast die falsche Site angegeben.
          LOG.de, nicht BLOG.de

          Ja hast recht. Schade! 🙂
          Ich bleib aber dabei, USD 5.84 wäre ein überrissener Preis. Für den Preis erwarte ich Kenntnisse grönländischer Dialekte, aber hallo!

        • Herr Stefanowitsch hat heute dem Spiegel ein Interview über die Leipziger Professorinnen gegeben.

          An für sich hat er gute Argumente, abgesehen davon dass die meisten sich an diesen Suffix-Banalitäten kaum stören und auch die Mehrheit der Frauen keine Gendersprache wünscht.
          Selbst versuchen, neutrale Begrifflichkeiten einzuführen, finde ich völlig legitim. „Vorsitzende/r“ ist ein gutes Beispiel, dass es klappen kann.

          Was er halt bedauerlicherweise unerwähnt lässt ist der Paradigmenwechsel von natürlichen Sprachveränderungen zu vorgreifenden Top-Down-Reglementierungen durch PC und staatliche Institutionen.
          Fast alle Sprachwissenschaftler die ich kenne lehnen das ab und erkennen auch das antiempanzipatorische Element darin.

          Ansonsten ist wie gesagt jedes Echauffieren über Gendersprache für Männerrechtler und Feminismuskritiker sehr kontraproduktiv.
          Lehnt euch doch zurück, schweigt und genießt, wie Genderismus sich selbst ins Knie schießt. Warum diese Selbstzersetzungsprozesse stören?

          PRO Gendersprache. PRO Quote.

          • @David

            „Lehnt euch doch zurück, schweigt und genießt, wie Genderismus sich selbst ins Knie schießt. Warum diese Selbstzersetzungsprozesse stören?
            PRO Gendersprache. PRO Quote.“

            Ja, es ist glaube ich durchaus gut, wenn der Genderismus nicht nur in irgendwelchen Gremien auftritt, sondern erkennbare Außenwirkung für den „normalen Menschen“ hat.

            Weil es eben zu Ablehnung führt und die dann deutlich wird und auch geäußert wird.

        • @ David

          *Lehnt euch doch zurück, schweigt und genießt, wie Genderismus sich selbst ins Knie schießt. Warum diese Selbstzersetzungsprozesse stören?
          PRO Gendersprache. PRO Quote*

          Ich fürchte nur, zurücklehnen wird nicht reichen. Es wird „Enthusiastic Consent“ gefordert werden.

          Ich kann nicht PRO Gendersprache sein, werde sie nie benutzen.

          Sie ekelt mich an wie (und wahrscheinlich sogar WEGEN der) die ganze Ideologie der GLEICHSTELLUNG, die dahinter steht.

          Ich bin gegen Gleichstellung, weil sie die Abschaffung der Freiheit und der Gleichberechtigung erzwingt.

          Und sei es nur die Freiheit, in althergebrachter Weise zu reden und zu schreiben.

          Deshalb nehme ich an, dass solche Marker eingeführt werden, um die Gedankenverbrecher herauszufiltern, diejenigen, die nicht mit der Herde laufen wollen.

          Die dann aussortiert werden als Staatsfeinde, als Feinde der Gut-und Rechtdenke, als Feinde der neuen Staatsreligion „Feminismus“.

          Es könnte auch irgendeine andere x-beliebige sein, aber heute ist es der Feminismus, die GLEICHSTELLUNG von allem und jedem, ganz besonders die von Mann und Frau.

          Wer sprachlich nicht gendert, ist ein Frauenhasser, ist ein Rechter, ist ein Breivik, ist ein potentieller Massenmörder, ist ein NAZI.

          So wird das laufen.

          Das oder so ähnlich läuft das immer bei totalitären Ideologien, die ihre Gesslerhüte aufstellen, die öffentlich zu grüßen sind.

          Damit die Ideologen ihre Feinde erkennen können.

          Im alten Rom musste man dem Imperator ÖFFENTLICH Weihrauch streuen.

          Wer Gendersprech verweigert, verweigert der neuen Imperator.I.n sichtbar die Gefolgschaft.

          Der Feminismus ist eine totalitäre Ideologie.

          ER KANN NICHT TOLERANT SEIN.

          „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!“

          So wird das laufen.

          In Skandinavien denkt man darüber nach, in regierungsnahen Beraterkreisen, ob man Feminismuskritik nicht als „Hate Speech“ zensieren sollte, auf Facebook geschieht das bereits.

          In Österreich redet eine Staatsministerin, die offiziell für den Staatskult zuständige natürlich, wer denn sonst, so:

          *Wir können positiv zur Kenntnis nehmen, dass schon viel durch die Frauenpolitik bewegt wurde. Wir müssen aber auch zur Kenntnis nehmen, dass der Status Quo im Antifeminismus und Maskulinismus eine Gefahr darstellt. Das haben uns die Berichte und Diskussionen in den Workshops aufgezeigt. Ganz besonders gefährlich wird es durch die Anonymität im Internet und in den Sozialen Medien sowie durch künstlich hochgespielte Medienhypes“, sagte Heinisch-Hosek.

          Wichtig sei außerdem eine bessere Vernetzung mit Gleichgesinnten. Auch die Medien, vor allem der öffentlich-rechtliche Rundfunk, müsse dazu aufgerufen werden, Frauenanliegen und Feminismus regelmäßig zu thematisieren.*

          Ich nehme an, affirmierend.

          Was der Müllstrom ja schon längst tut.

          Quelle via Arne Hoffmann:

          http://www.bka.gv.at/site/cob__51697/currentpage__0/6595/default.aspx

          http://genderama.blogspot.de/2013/06/osterreichs-frauenministerin-fur.html

          Antifeministen sind also eine Gefahr.

          Was macht man mit Gefährdern?

          Zunächst ihre Anonymität aufheben, ist ja klar.

          Zur Staatssicherheit.

          Was macht man dann, wenn man die kennt?

          Entlassen oder umerziehen, Gender Sensitivity Zwangsseminare für renitente Neusprech-Verweigerer, zur „Fortbildung“, bei der sie den neuesten Stand der „Genderwissenschaft“ memorieren müssen?

          Was, wenn die nichts fruchten?

          Der Neusprechverweigerer weiter störrisch den Neusprech verweigert und dadurch anzeigt, dass er ein Gedankenverbrecher ist?

          Dann bleibt er ja eine Gefahr.

          Wird er dann verhaftet?

          Nicht heute, nicht morgen, aber vielleicht in 10 Jahren, wenn sich die Dinge weiter zugespitzt haben werden?

          Und das werden sie.

          Totalitären Ideologien wohnt diese Entwicklungsdynamik inne.

          Ich wiederhole es gerne: Feminismus ist eine Ideologie mit umfassendem, totalitären Anspruch, der die ganze Wirklichkeit umkrempeln will zwecks totaler Gleichstellung, zwecks Schaffung des neuen, „neutralen“ Menschen.

          Bis in die Familien hinein, bis in die Betten hinein.

        • Ja, ich meine natürlich nicht, dass dies „gut“ ist, aber gerade bei diesen beiden Themen geht es um notwendige Opfer.

          Ein paar männliche Professorinnen oder Studentinnen bringen niemanden um. Leute die wegen der Frauenquote bei der Beförderung übergangen werden, sind schon etwas härter dran.

          Aber auch das ist irgendwie verkraftbar, wenn dafür die Ideologie dahinter sichtbar wird für die große Mehrheit der Menschen, die staatliche Sprachregulierung und Abbau der Gleichberechtigung entschieden ablehnt.
          Von der Frauenquote zum Beispiel sind ja auch die Ehefrauen der übergangenen Männer betroffen, fast für jeden Mann eine Frau.

          Männerdiskriminierung im Sorgerecht hingegen oder andere Auswirkungen des Feminismus hingegen haben keine reinigende Wirkung, da zu wenig Menschen und vor allem zu wenig Frauen betroffen sind.

        • @Alexander

          Du schreibst:

          In Skandinavien denkt man darüber nach, in regierungsnahen Beraterkreisen, ob man Feminismuskritik nicht als “Hate Speech” zensieren sollte, auf Facebook geschieht das bereits.

          Kommentar:

          Fragt sich eigentlich nur, wie ein solches Verbot mit der EMRK (Art. 10 Freiheit der Meinungsäusserung) vereinbar ist.

          Unglaublich: Analog könnte man ja sagen: Kritik an den Arbeitgeberveränden oder Kritik an den Gewerkschaften ist „Hate Speech“.

        • Ach Gott, die Helga Hansen. Ich glaube für sie ist es erholsam wenn ihr mal von den Kommentaren hier schlecht wird.
          Da waren mal nicht die Männer schuld,. oder das Leben an sich.

      • @Alexander

        Wer ist denn Dr. Mutti??
        Und was hat Kahos.Kind damit zu tun?
        Bei Kahos-Kind wurde einmal ein Kommentar von mir nicht freigeschaltet und dann wurde ich von ihr privat per E-Mail angeschrieben und darauf hingeweisen, weshalb nicht!
        Ehrlich! Die Frauen haben wirklich ein Problääääääääm! Es muss ihnen Freude machen, wenn sie die Macht haben, einen Blog zu führen und einen auf Blockwart zu machen! 🙂

        • @chomskyy (((„Die Frauen haben wirklich ein Problääääääääm! Es muss ihnen Freude machen, wenn sie die Macht haben, einen Blog zu führen und einen auf Blockwart zu machen! „)))

          (editiert: Bitte keine frauenfeindlichen Artikel dieser Art verlinken)

        • @ Chomsky

          *Die Frauen haben wirklich ein Problääääääääm! Es muss ihnen Freude machen, wenn sie die Macht haben, einen Blog zu führen und einen auf Blockwart zu machen! *

          Weniger Frauen als Feminist.I.nnen.

          Was, wenn die erst mal einen ganzen Staat führen?

          Und dort die Blockwarte machen.

          Dann wirst Du auch angeschrieben.

        • @ Chomsky

          Khaos.Kind kennt diesen Blog, hat bis vor ca. 2 Jahren hier immer wieder geschrieben.

          Das hat sie damit zu tun.

          Ich fand sie recht nett, nicht unsympathisch.

          Heute denkt sie so:

        • @ Christian

          Das wundert mich nicht.

          Sie haben keine validen Argumente.

          Sie können sich auf offene Diskussionen nicht einlassen, sonst verlieren sie.

          Darum MÜSSEN sie ihre Kritiker diffamieren.

          Sie haben nur eine Chance, wenn diese als Rechtsradikale/Hassprediger ausgegrenzt werden.

          Dazu mietet man die Gesterkamps, Rosenbrocks, Homanns – Spesenritter des Staatsfeminismus.

          Dieser Diffamierung kann man auch nicht entgehen.

          Weil sie eben in Diskussionen nicht bestehen können.

          Sie müssen darum Diskussionen lenken/kontrollieren, sonst sind sie verloren.

          Von „herrschaftsfreiem Diskurs“ keine Spur.

          Geschwätz.

  5. Gregory Cochran erläutert in einem leicht verständlichen Beitrag eine der fundamentalsten Formeln der Populationsgenetik, die trotzdem unverständlicherweise (oder sehr verständlicher Weise wg. PC) niemand zu kennen scheint: Die Züchtergleichung

    R = h²S

    Nicht mal einen Wikipediaartikel gibt’s dazu.

    Gregory Cochran (er ist ein wenig cholerisch), Zitat:

    *When it comes to the most basic understanding of practical genetics, the talking classes (die geschwätzführenden Klassen, z.B. Journalist.I.nnen in den Müllstrommedien) are running on empty. Running wild.*

    Das Ganze hier:

    http://westhunt.wordpress.com/2013/06/07/the-breeders-equation/

    • @Leszek

      „Respektvoller Umgang auch mit Leuten wie Hinrich Rosenbrock – ja oder nein?:“

      Ich würde sagen ja. Alles andere liefert ihm ja nur mehr Munition. Wobei ich respektvoll lieber durch „sachlich“ ersetzen würde.

      „Führende Feministin: Männer sollten auf zehn Prozent der Menschheit reduziert werden:“

      Die Überschrift finde ich etwas irreführend, weil es klingt als würde es eine Äußerung einer aktuellen Feministin sein.

      Daly hat ihren Einfluss gehabt, sie ist aber andererseits auch innerhalb des Feminismus sehr radikal. Eine direkte Berufung auf sie erfolgt in der modernen feministischen Literatur meines Erachtens nach nicht. Insofern ist eher ein historischer Text

        • Nichts ist tödlicher für eine Diktatur als das Lachen. Wie kann man am Ende besser mit dem Entsetzen umgehen als darüber zu lachen.

          Ob die Halsaufschlitznummer nun besonders witzisch war. Nun ja.

          Andererseits: Satire darf vor allem das was sie nicht darf, um mit einem prominenten Opfer der NAzidiktatur zu sprechen.

      • Ich würde es einfach weglassen. Es ist weit weniger witzig als du denkst.

        Hat dies eine Studie ergeben, oder ist dies deine private Auffassung?

        Ich kenne sehr viele Leute, die diesen Humor sehr lustig finden. Privat drehe ich da noch viel mehr auf.

        Ich finde, dein Blog könnte auch mehr von diesem Humor vertragen. Unabhängig von einem Adolf-Bezug. Du solltest meiner Meinung nach die Dinge lockerer sehen. Dein Blog ist ansonsten sachlich genug und leidet nicht unter dem einen oder anderen Späßchen von manchen Kommentatoren.

        • Schau mal auf youtube. Eine riesige Menge an Hitler-Parodien (Bruno Ganz als Hitler). Scheint unglaublich populär zu sein.
          Hitler interviewt Justin Bieber oder solcher Scheixx. Der Witz funktioniert aber nicht wirklich, wenn du Deutsch verstehst.

        • @Peter

          Du scheinst ja auch zu den bösen Leuten zu gehören, die sich für diesen Humor erwärmen können. Ich glaube, manche Leute können einfach nicht unterscheiden zwischen der realen Geschichte und den damaligen Ereignissen auf der einen Seite und dem, was man heute damit macht, auf der anderen Seite.

          Es gibt halt Leute, die sind extrem orthodox gutmenschenmäßig orientiert und brauchen das für ihren Gewissenshaushalt. Man kann sich nicht die ganze Gegenwart und Zukunft von den realen geschichtlichen Ereignissen verderben lassen, mal ganz abgesehen davon, daß Adolf ja nun wirklich zur Satire geradezu einlädt.

          Es gibt übrigens auch „Born to be alive“ mit dem Führer und diverse Bruno-Ganz-„Synchronisationen“. Da haben die Amis dem deutschen Film einfach absurde Untertitel verpaßt. Aber das hast du wahrscheinlich auch schon bei youtube gesehen.

          Waidmanns Heil! (Mehr ist hier ja nicht erlaubt, auf diesem Gutmenschenblog :))

        • Du scheinst ja auch zu den bösen Leuten zu gehören, die sich für diesen Humor erwärmen können.

          Du hast offensichtlich grosse Freude an der Reaktion zu Deinen Grenzüberschreitungen!
          Ein satirischer Blog darf (fast) alles. Ein Verein wie MannDat beispielsweise sollte das i.m.h.o nicht tun, d.h die Satire sollte nicht allzu überspitzt werden. Ein Verein nimmt eine ganz andere Funktion wahr als ein Satireblog. Ein Vergleich ist deshalb unnötig – Äpfel und Birnen.

          Ja, ich musste tatsächlich einige Male lachen, wenn ich Deinen Blog las. Wenn Du jetzt noch Deine sonderbaren Homotheorien entsorgen würdest, dann wäre das, finde ich, ein Gewinn. Oder sind Deine „Homotheorien“ auch bloss Satire? Bloss der Lust an der Grenzüberschreitung geschuldet? Die hab ich nie als satirisch wahrgenommen, sondern als Deinen vollen Ernst.

        • Nee, meine Homo-Theorien sind bitterer Ernst. Vertrau mir ruhig, daß das kein Blödsinn ist. Behalte es einfach im Hinterkopf, auch wenn du sie ablehnst. Ich weiß schon sehr genau, was ich tue, und schreibe so etwas nicht einfach aus Jux. Zumindest müßtest du ja durchaus auch ein paar plausible Argumente bei mir gelesen haben. Ich zeige ja, daß die Tiervergleiche fragwürdig sind. Das müßte doch zumindest angekommen sein, oder?

          Ich sehe jedenfalls auch bei dir eine gewisse a-priori-Abwehrhaltung. Lehne meine Theorien einfach a posteriori ab, dann ist es okay. Du solltest sie aber nicht von vornherein als Blödsinn abtun und nie mehr einen Gedanken daran verschwenden beim Betrachten der Wirklichkeit.

          Ich sehe es auch so, daß MANNdat sein eigenes Ding macht, da paßt solch eine unkonventionelle Herangehensweise wie bei mir nicht rein. Und so sollte man auch mein Blog sehen. Es ist halt mein Ding.

          Ich sollte mich mal als Feminist darstellen. Dann werden den Maskulisten nicht mehr solche bösen Dinge angehängt. 🙂

      • @ David

        Ich habe einmal in einer Diskussion mit Luise Pusch via Internet vor Jahren den Interviewtext, in dem Daly die Reduzierung des Männeranteiles auf 10 % der Weltbevölkerung ganz sympathisch findet (das Enlightenment-Interview) verlinkt.

        Sie gab sich verwundert, dass sie das tatsächlich gesagt haben sollte, war aber ansonsten unbeeindruckt.

        Eingang in ihre Fembio hat diese Information auch nicht gefunden.

        Nichts, worüber man sich aufregen müsste unter Feminist.I.nnen, wenn eine der Säulenheiligen der Bewegung mörderischen Hass erkennen lässt.

    • Respektvoller Umgang auch mit Leuten wie Hinrich Rosenbrock – ja oder nein?:

      Respekt? Ganz klares Nein. Zivilisierte Umgangsformen wahren? Ich bemühe mich. Es gelingt mir aber häufig nicht, meine abgrundtiefe Verachtung zu verschleiern. Und Verachtung ist nun mal das Gegenteil von Respekt. Somit wäre ein respektvoller Umgang meinerseits mit H:R Heuchelei.

  6. Prostitution und Menschenhandel:
    Aus aktuellem Anlaß – da derzeit wieder Menschenhandel und Prostitution in Verbindung gebracht werden:

    Die PKS liefert in 2011 die Zahlen: 640 Opfer des Menschenhandels zur sexuellen Ausbeutung wurden gezählt.

    bei geschätzten 400 000 Prostituierten in Deutschland würde dies bedeuten,
    dass 650 Jahre lang Menschenhandel getrieben werden müßte, wenn alle Prostituierten durch Menschanhandel dazu gezwungen werden müßten.

    Es ist also nicht plausibel, wenn Prostitution als ursächlich für den Menschenhandel angesehen wird. Dazu ist das Ausmaß des Menschenhandels einfach zu gering.

    Üblicher Disclaimer in Bezug auf Distanzierung usw. sei hiermit als gegeben vorausgesetzt.

  7. Jetzt habe ich ja einen geilen Kommentar aus dem Politikforum gelesen! 😀

    Der geht wie folgt:

    „Nicht das ich das nicht gewusst habe MC, das Femanzen maximale Aufmerksamkeit mit nackten Brüsten erzeugen wollen. Was mir jedoch gegen den Strich geht, einerseits wissen Femanzen worauf Männer anspringen, andererseits wollen sie Männer zu Waschlappen degradieren und Ihnen die Männlichkeit nehmen.

    Femanzen brüllen „Sexismus“ hier und da, und dann widerrum protestieren sie mit nackten Brüsten und wissen worauf Männer abfahren! Aber dann eine Gleichstellung von Mann und Frau erwarten – lächerlich! Männer ticken nunmal anders als Frauen, Männer gaffen und sabbern wenn Sie nackte Brüste sehen, Frauen gaffen und sabbern nicht wenn Männer mit Ihrem besten Stück protestieren würden.

    Verstehst Du was ich meine MC? Eine Gleichstellung kann es niemals geben, da Mann und Frau komplett anders ticken!“

    http://www.politikforen.net/showthread.php?131984-Sammelstrang-%C3%BCber-Hallodris-Pudel-und-Emanzen&p=6348278&viewfull=1#post6348278

  8. Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.
    Ich bin ja nun wirklich kein Fan solcher linker Politsekten wie den Antideutschen (oder ihren Kontrahenten, den Antiimps), aber hier auf der Homepage der „Antideutschen Aktion Berlin“ findet sich Werbung für einen Sticker, den ich ganz gut finde – und zwar der dritte (allerdings nur dieser, die anderen sind ziemlich mißlungen):

    http://antideutscheaktionberlin.blogsport.de/2013/06/11/neue-sticker-to-go/

    „Extreme Kackscheiße. Critical Whiteness ist postmoderner Rassismus.“

    Der zweite Satz bringt es scharf aber treffend auf den Punkt.

  9. Die Dummschwätzer-Ideologen von der Heinrich-Böll-Stiftung produzieren nicht nur abstruse pseudowissenschaftliche „Expertisen“ gegen eine Bürgerrechtsbewegung, die sich für Jungen und Männer engagiert.
    Auch wenn es um prekäre Beschäftigungsverhältnisse in den eigenen Einrichtungen geht, nehmen sie es mit ihrem Leitbild „Gerechtigkeit“ nicht ganz so genau:

    http://www.fau.org/artikel/art_130603-192549

  10. Pingback: Aggro akademisch – man tau

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