WM in Katar: Kein Bier, keine Regenbogenflagen, keine sonstige Toleranz

Die WM in Katar wird sich politisch als Fehler herausstellen, weil sie eher noch einmal aufzeigt, wie unterschiedlich die verschiedenen Kulturen sind und wie weit entfernt bestimmte Vorstellungen von Freiheit und dem, was man tun darf, voneinander entfernt sind.

Persönlich mögen sich die Bestechungsgelder für die zuständigen Fußballverbandsbosse gelohnt haben, aber der Nachgeschmack wird sich nicht so leicht entfernen lassen.

Das fing bereits an bei den schrecklichen Arbeitsbedingungen für die Arbeiter, die die Stadien gebaut haben und es wird mit vielen Punkten weitergehen. Jetzt hört man, dass auch kein Bier in dem Stadium verkauft werden darf (was dem Hauptsponsor, einer Brauerei, nicht gefallen wird) und man auch sonst etwa als schwuler oder lesbischer Fan eher inkognito auftreten muss.

Es wäre eigentlich ganz interessant, wenn möglichst viele woke Personen die WM besuchen würden, aber Fußball ist ja auch irgendwie Patriarchat.

Es wird interessant, ob da dann dennoch betrunkene Fans nach einem Sieg durch die Straßen ziehen (Alkohol kann man sich ja immer besorgen) oder ob ihnen das zu riskant ist.

43 Gedanken zu “WM in Katar: Kein Bier, keine Regenbogenflagen, keine sonstige Toleranz

  1. El Mocho hatte vor einiger Zeit „The Secret of our Success“ von J Henrich empfohlen.

    Soweit als ich bin betroffen eines der Top 5 Bücher der letzten 10 Jahre, das sehr relevant für dieses Thema ist.

    Henrich dröselt darin auf, dass das evolutionär Besondere am Menschen in erster Linie seine Fähigkeit ist, von anderen Menschen zu lernen und vor allem im Umkehrschluss, Wissen an die nächste Generation weiterzugeben.
    Das klingt erst mal trivial.
    Solange man sich nicht klar macht, wie fundamental das angelegt ist.
    Unglaublich viel von dem, was für uns an Gedanken und Verhalten normal ist, hat als einzige biologische Wurzel, dass wir die Veranlagung haben, Gedanken und Verhalten von Respektspersonen abzukucken.
    Diese Veranlagung sorgt dafür, dass Menschen mit fast identischer genetischer Ausstattung einerseits am Nordpol, andererseits auch in der Sahara (über)leben können. Alle Fähigkeiten, die einen Eskimo in einer Gegend überleben lassen, in der ein intelligenter Europäer die Lebenserwartung einer Eintagsfliege hat, sind von den Vorfahren abgeschaut.
    Nichts von dem, was Katrin Göring Eckhardt für selbstverständlich hält (Menschenrechte, Gynozentrismus, Naturschutz), ist selbstverständlich, sondern sind alles Ergebnisse der kulturellen Evolution in unsrem Kulturkreis.
    Vor 2 Jahren schaltete die schwedische Luftlinie SAS eine Werbung mit dem Slogan „What is truly Scandinavian? Absolutely nothing. Everything is copied.“ Das ist unerträglich blind. Scheinbar triviale Sachen, wie das, was Aayan Hirsi Ali staunend in ihrem europäischen Gastland feststellte („Hier fahren Busse pünktlich und Polizisten sind freundlich und hilfsbereit“) ist „truly european“ (genauer: Nordeuropa bis etwa 2010).

    Andere Kulturen, andere Sitten.

    Oder wie Douglas Murray es auf den Punkt bringt: „Du meinst, unsere Kultur ist schlecht? Im Vergleich mit WO?“

    Ich finde es gut, wenn ein paar Scheuklappen in Katar Risse bekommen. Ich finde nicht gut, dass das nicht ohne Blessuren geschehen wird, aber vielleicht ist der Effekt lehrreich.

    • Noch lehrreicher wäre es, wenn provokativ der Wokismus anhand der „Vielfalt“, zu der eben die real existierenden Beschränkungen in Katar ebenfalls gehören, auseinandergenommen wird.
      Gerade Göring-Eckardt hat mit ihrer Provokationslust gewaltig über die Stränge geschlagen (Land wird sich drastisch verändern, und SIE freut sich darauf).
      Es darf oft und bewußt provozierend nachgefragt werden, am besten auf Twitter, weshalb denn die laute Regenbogenfraktion nicht so penetrant in Katar auftreten mag. Und Anderes.
      Dann lernen die vielleicht, daß es andere Vorstellungen vom Miteinander gibt, die man respektieren MUSS, und nicht seine idiotische Idee von unbegrenzter Vielfalt und kritischer Rassenlehre mit Zwang, Denunziation, Belehrung durchprügeln kann. Das brauchen die Wokisten nämlich als Erkenntnisbeschleuniger.

  2. „der Nachgeschmack wird sich nicht so leicht entfernen lassen.“ Die meisten Leute interessiert das doch gar nicht. Genau wie im Falle der USA die für unzählige Morde, Kriege und Kriegsverbrechen verantwortlich sind, für Genozide und die Unterstützung weiterer Genozide, wird dies alles schnell vergessen. Welcher Europäer bringt die USA heute mit der Auslöschung der Indianer in Zusammenhang, mit der Sklaverei, mit den unzähligen Kriegen? Keiner, denn die Europäer, welche die einzigen sind die mit ihrer Moral hausieren gehen, haben ein Gedächtnis wie eine Eintagsfliege. Sie erinnern sich oft nicht einmal mehr daran, was sie selbst vor ein paar Jahren erlebt haben.
    Und deswegen wird auch der Staat Katar kein Problem damit haben, seine Verbrechen einfach mit ein bisschen Lametta zu übertünchen. Das ist ganz leicht.
    Übrigens sind die „kritischen“ Europäer größtenteils genauso vergesslich wie die informierten Europäer, die Unterschiede sind marginal und rühren meist daher, dass die von den „kritischen“ Europäern konsumierten Zeitungen eine bestimmte Agenda verfolgen und selektiv an bestimmte Ereignisse erinnern.
    Deswegen, genießt die WM, ihr werdet euch 2 Wochen nach Ende eh nicht mehr daran erinnern.

    • Ich unterbreche das fröhliche US Bashing ja nur ungern, aber es wäre spannend zu wisen welche Genezoide (in Merhzahl) direkt und indirekt man den Amis in den letzten hundert Jahren anhängen möchte.
      Hier wird in unsäglioch flacher Art und Weise mit Bezeichnungen umgegangen um den eigenen Hass auf den Westen zu legitimieren. Kein Wunder wird es immer schwieriger berechtigte Kritik zu üben.

          • Stimmt, da kommen nie unzählige Menschen zu Tode. Schon gar nicht Zivilisten. Und die USA hat auch immer nur die hehrsten Ziele und über Kriegsgründe auch nie gelogen. Ist klar.

          • Die Amis sind skrupellos und brutal. Aber Völkermord haben sie seit den Indianerkriegen nicht mehr auf dem Gewissen. Von den nicht geklärten Vorfällen auf den Rheinwiesen mal abgesehen.

          • „Völkermord haben sie seit den Indianerkriegen nicht mehr auf dem Gewissen.“

            Bist Du sicher? Im Philippinisch-Amerikanischen Krieg 1898 kamen zwischen 0,2 Millionen und einer Millionen Filipinos ums Leben, da wurden ganze Dörfer niedergemetzelt und das durchaus mit Absicht. Ein Beispiel: „I want no prisoners. I wish you to kill and burn; the more you kill and burn the better it will please me.“ – General Jacob H. Smith, der bereits Indianerstämme in den USA mit ausgerottet hatte und die Filipinos noch mehr als Untermenschen ansah. Er wurde auch nie wirklich bestraft.

            Die Frage ist natürlich, was Völkermord eigentlich ist. Juristisch ist da wohl die Absicht der (Teil-)Ausrottung entscheidend, nicht die Anzahl der Toten; prinzipiell kann jemand sogar wegen Völkermordes verurteilt werden, ohne dass es einen einzigen Toten gegeben hat, während Millionen Tote ohne die Absicht einer (Teil-)Ausrottung nicht als Völkermord zählen. Dem normalen Menschen dürfte diese Definition indes nicht gänzlich einleuchten.

            Von einem eher allgemeinen, „umgangssprachlichen“ Verständnis her kann man daher durchaus auch den amerikanischen Luftkrieg gegen die Zivilbevölkerungen in Deutschland, Korea und Vietnam als Völkermord auffassen.

          • Nee Renton, ich bin nicht sicher. Es ist schwer abzugrenzen. Bei den Indianern war ja das Ziel, sie quasi auszurotten. Korea und Vietnam waren brutal, Dresden sicher auch. Aber das würde ich noch unter Kriegsverbrechen einordnen. Ich will da auch nicht verharmlosen. Hiroshima und Nagasaki waren auch Verbrechen. Aber Völkermord ist schon eine andere Dimension. Da schauen wir mal mehr auf Hitler, Stalin und Pol Pot. Oder die Belgier im Kongo. Ruanda. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

          • @Mika
            „Die Amis sind skrupellos und brutal. Aber Völkermord haben sie seit den Indianerkriegen nicht mehr auf dem Gewissen. Von den nicht geklärten Vorfällen auf den Rheinwiesen mal abgesehen.“
            Und warum sollen wir die Indianerkriege vergessen? Mindestens 5-7 Mio. ermordete. Oder die Sklaverei? Warum sollte dies vergessen werden? Haben die USA dafür gesühnt? Hat es einen Austausch der Eliten gegeben, die alle am Galgen gelandet sind? Nein, die gleichen Familien, die für diese Massenmorde verantwortlich sind (die bis zum Anfang des 20Jhd. liefen), haben die USA in der Hand.
            Wenn die Deutschen so vergesslich sind, ich habe es ja in meinem Eingangspost geschrieben, dann ist das deren Problem, der Rest der Welt vergisst nicht. Vielleicht ist das Problem, dass die Deutschen nicht selber mal Ziel eines Pogroms waren und es daher nicht nachvollziehen können, wenn man mal nicht der Täter, sondern das Opfer ist. So etwas zu erleben kann nämlich ziemlich viele Einsichten bringen.

          • Die USA existieren erst seit 1776, das ist ihr Pech. Ansonsten habenparktisch alle Länder ähnliches begangen, die Ausrottung des Hinduismus in Pakistan durch die Araber, der Eingeborenen der karibischen Inseln durch die Spanier, 700 Jahre arabischer Kolinialismus in Spanien. Niemand krisitisert das großartig, ist halt länger her.

          • 700 Jahre arabischer Kolinialismus in Spanien. Niemand krisitisert das großartig, ist halt länger her.

            Im Gegenteil, in Portugal und auch in Andalusien wird sich heute praktisch dafür entschuldigt, die Invasoren wieder rausgeschmissen zu haben und das florierende Geschäft des Menschenversklavens, das Nordafrika Jahrhunderte lang betrieben hat und was den Europäern Jahrhunderte lang bewusst war (siehe z.B. „Robinson Crusoe“) ist auch so gut wie vergessen. Die Perser waren nicht zimperlich, die Ägypter wohl auch nicht.

            Das schnelle Vergessen ist keine allein europäische Spezialität, wie es aussieht.

        • Unfaßbar peinlich diese ewigen Apologetiken der Proamerikaner.

          Es ist schon von Belang, ob ein moderner Staat, der viel von Menschen- und Grundrechten faselt und sich als „God’s own country“ ansieht, Menschheitsverbrechen begeht oder ob wir von irgendwelchen mittelalterlichen Kulturstufen sprechen.

          Im Vietnamkrieg starben meines Wissens ca. sechs Millionen Vietnamesen. Hat der Russe oder der Chines‘ Ähnliches zu bieten nach ’45?

          Hat der Chines‘ einen Krieg geführt wie 2003 im Irak?

          Wie diese wunderbare „Demokratie“ USA?

          Aber diese Diskussionen sind sinnlos. Viele Leute hier brauchen ihre ganz individuellen Lügengebäude.

          https://www.alice-miller.com/de/der-blanke-sadismus/

          Können diese Proamerikaner überhaupt lesen?

  3. Konsequent wäre es wenn alle Karteninhaber die Spiele boykottieren würden, dieses in den sozialen Medien mit der entsprechenden Begründung kundtun würden.
    Dafür sollten sie es bei Kinder und Jugendturnieren krachen lassen und Fernsehübertragungen der WM nicht beachten.
    Wird leider nicht passieren, alleine da der Woke Rundfunk dies als Rassistisch kennzeichnen würde.

  4. Ich werde mir diesen Blödsinn nicht anschauen. Wenn es nach mir ginge, würden Fußballer und Funktionäre verhungern. Kann weg.

    • Same here. Kein Mensch braucht Fußball mit seinem endlosen Schlepptau an Gier, Korruption und Menschenrechtsverletzungen.

      • Ich werde im Garten Grillabende veranstalten und der Beamer wird offline sein. Wenn das Wetter mitspielt, kicken wir selbst. Zum Trotz stellen wir ein Sixpack Bier kalt, auch wenn das keiner von uns mag. Nach unserem Spiel gibt es Schorle und Steaks und falls Schwule auftauchen, laden wir die ein. Falls jemand ne Flagge von dem Wüstenland hat, bitte vorbei bringen, wir verbrennen die dann.

  5. Schon die letzte WM in Russland war etwas steril, die in Katar wird das noch toppen. Am Ende bleibt die Erinnerung an die Vergangenheit, 2006 das deutsche Sommermärchen, 2010 afrikanische Feierlaune mit Vuvuzelas und als Höhepunkt: 2014 die WM im fußballfanatischen Brasilien…

  6. An WM und olympischen Spielen stören mich zwei Dinge ganz massiv.
    Erstens steht zu sehr der Kommerz im Vordergrund. Ja, Sponsoren sind nötig, aber nicht so.
    Zweitens wird damit heute viel zu viel politischer Aktivismus damit verbunden.
    In Katar kommt jetzt alles extrem zusammen.
    Ich verweigere mich sowohl der WM, der EM und den olympischen Spielen wie auch der Formel 1.
    Ich schaue am liebsten Beachvolleyball! Halbnackte Menschen mit schönen Körpern. So darf Sport sein.

    • Da sieht man mal wieder die Frauenbevorzugung in D. Halbnackte, sportliche Männer werden objektifiziert!
      Beachvolleyballerinnen sind dagegen komplett angezogen. Ich bin dafür, die Unterdrückung nicht nur in den Schwimmbädern aufzuheben. Sondern den Beachvolleyballerinnen im Sinne der Gleichstellung vorzuschreiben, ebenfalls halbnackt aufzutreten. Die sind nämlich ziemlich sicher ziemlich ansehnlich. Also von der technischen Komplexität und Körperbeherrschung her meine ich jetzt natürlich nur.

  7. Ich brauche mal ein paar Erklärungen.

    Irgendwie vermeine ich desöfteren, eine mehr oder weniger unterschwellige Kritik bei Vergaben von Sportveranstaltungen an manche Länder zu vernehmen. Ich kann die Kritik aber nur selten nachvollziehen. Bei Katar jetzt kann ich nachvollziehen, dass kritisiert wurde, dass es dort im Sommer zu heiß ist zum Fußballspielen. Deshalb hat man die WM ja in den Winter verlegt, aber halt erst nach der Vergabeentscheidung. Hier kann ich sowohl die Kritik an der ursprünglichen Absicht, im Sommer zu spielen, als auch die Kritik, nicht von vorneherein eine WM im Winter ins Auge gefasst zu haben, nachvollziehen.

    Davon ab werden aber Sachen wie von Christian oben angeführt, und es schwingt mehr oder weniger offen die Kritik mit, man „dürfe“ an ein Land wie Katar keine WM vergeben:
    „Das fing bereits an bei den schrecklichen Arbeitsbedingungen für die Arbeiter, die die Stadien gebaut haben und es wird mit vielen Punkten weitergehen. Jetzt hört man, dass auch kein Bier in dem Stadium [sic!] verkauft werden darf (was dem Hauptsponsor, einer Brauerei, nicht gefallen wird) und man auch sonst etwa als schwuler oder lesbischer Fan eher inkognito auftreten muss.“
    (Disclaimer: Christian selbst unterstelle ich nicht, dass er mit der WM-Vergabe an Katar aus den genannten Gründen nicht einverstanden war. Er analysiert nur.)

    Hier nun mein Verständnisproblem: Warum sollten die genannten Aspekte ein Land für die Ausrichtung einer WM disqualifizieren? Die Arbeitsbedingungen auf Baustellen in Katar sind doch sicherlich überall besch*en, nicht nur auf den WM-Baustellen. Alkoholausschank unterliegt in Katar strengen Beschränkungen ganz unabhängig von der WM. Homosexualität ebenso.
    Eine WM nicht an Katar zu vergeben, würde keines dieser „Probleme“ – wenn man sie denn als solche ansieht – beheben. „Aus den Augen, aus dem Sinn“, das wäre der ganze Effekt. Geht es wirklich nur darum – das man das vermeintliche Elend nicht wahrnehmen will? Oder übersehe ich da was?

    • Renton ist ausgebildeter Lehrer.

      Ich gehe mal davon aus, daß für die WM in Brasilien nicht 6500 Bauarbeiter ihr Leben lassen mußten. In Deutschland auch nicht.

      Es hat also durchaus Sinn, solch eine WM nicht in Katar ausrichten zu lassen.

      Und es ist nicht ganz unwahrscheinlich, daß bei anderen Projekten in Katar bisher weniger Bauarbeiter ihr Leben lassen mußten. Daß also die hohe Todesrate durchaus auch etwas mit dem Projekt als solchem zu tun haben könnte – Prestige, Zeitdruck, Größenwahn etc.

      PS: Renton ist offizieller Rabulistikbeauftragter der Männerbewegung und bezeichnet sich als SMler.

      • In Stockholm war heute schönes Wetter. Hat jetzt mit der Sache nichts zu tun, aber das haben deine Bemerkungen über mich auch nicht. Sie sind auch noch zu zwei Dritteln falsch, aber eine solche Fehlerquote kennt man von dir ja.

        Du meinst also, die Bauarbeiter wären noch am Leben, wenn es keine WM geben würde? Mal überlegen: Was würden sie machen, wenn sie nicht auf den WM-Baustellen arbeiten? Auf anderen Baustellen in Katar arbeiten? Dann wäre nichts gewonnen, wenn die Bedingungen dort genau so miserabel sind* und zu Unglücken führen. Vielleicht sind sie aber auch extra für die WM-Baustellen angeworben worden und arbeiten als zusätzliche Bauarbeiter in Katar. Dann stellt sich immer noch die Frage, was sie sonst zuhause gemacht hätten. Gut kann es ihnen dort nicht gegangen sein, sonst wären sie nicht zum Arbeiten nach Katar gegangen.

        Sicherlich wäre es zu begrüßen, wenn die Arbeits-und Lebensbedingungen der Arbeiter besser wären, egal, ob auf den Baustellen oder zuhause. Aber die Bedingungen bessern sich nicht, wenn keine WM in Katar stattfindet. Die Bedingungen bessern sich, wenn die Motivation besteht, sie zu verbessern. Da kann eine WM, die das Augenmerk auf die Bedingungen lenkt, sogar hilfreich sein.

        Was den Alkohol und die Homophobie angeht, wird sich da wahrscheinlich auch eher was ändern, wenn es Kontakt mit liberaleren Menschen gibt, als wenn die Kataris unter sich bleiben.

        *Du sagst: „Und es ist nicht ganz unwahrscheinlich, daß bei anderen Projekten in Katar bisher weniger Bauarbeiter ihr Leben lassen mußten.“
        Aber weißt du’s?

          • Deine „Argumente“ haben mich noch nie überfordert. Sie sind alle bereits widerlegt. Erschreckend finde ich vielmehr, wie man sich derartig penetrant und zynisch in die Tasche lügen kann, wie du das tust.

          • Ich habe es dir schon einmal gesagt: Wenn du nicht ernsthaft mit mir reden willst, sprich mich bitte nicht mehr an. Das gilt auch für solche indirekten Bemerkungen wie eingangs von dir.

  8. Daß Schlimmste am WM-Kater ist nach meinem Dafürhalten der Winter.

    WM bedeutete bisher, daß man in Restaurants oder anderswo draußen sitzt und die Stimmung genießt.

    Wie soll das im Winter gehen?

    Eine Winter-WM ist für die Spieler zwar angenehm, für Milliarden Menschen auf der Nordhalbkugel allerdings ein frigider Spaßverderber.

    Die ganzen Neoliberalen hier mögen ihren Konkurrenzwahn preisen, aber das Fußballgeschäft ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich das Konkurrenzprinzip selbst ad absurdum führt, wenn sein Gegenteil, das Solidarprinzip, zu kurz kommt.

    Wenn man nur noch auf Geld und Profit schaut und das Soziale und Ökologische vernachlässigt, geht eben auch die Seele des Sports flöten. Und die deregulierte Konkurrenz führt zu Vereinen wie PSG, Chelsea oder Bayern usw. Echte Konkurrenz wird also ebenfalls unterminiert.

    Es ist wohl eine Kernaufgabe unserer Zeit zu begreifen, wie destruktiv das Ausmaß der Konkurrenz allgemein ist.

    Also, diese WM in Katar ist nun wirklich lächerlich. Kein Sommer, kein Fußballand. Nur ein paar sterile Spiele, deren einziger Sinn das große Ego der Katar-Herrscher ist. Irgendwelche obskuren Stadien im Wüstensand, die da halt nur wegen der WM stehen.

    Das ist noch absurder als Olympia für Hitler. Deutschland war damals wenigstens eine Sportnation mit entsprechenden Traditionen etc.

    Die Katar-WM ist ein reines Marketing- und Promotion-Event.

    Man sollte solche WMs und Olympia nur noch an Länder vergeben, die sich das auch leisten können, die Umwelt- und soziale Standards einhalten und Grund- und Menschenrechte respektieren. Da sollte man genau drauf achten. Das grenzt zwar die Zahl der potentiellen Länder stark ein. Aber diese Veranstaltungen sollen schließlich in erster Linie Spaß machen und keine Entwicklungshilfe oder Geografieunterricht sein.

    Bei mindestens 20 Ländern (und bei Olympia noch mehr Städten), die als solide Veranstalter dafür infrage kommen, wird einem da auch nicht langweilig.

    • Konkurrenz ganz allgemein zu verurteilen, ist vielleicht zuviel des Guten, oder Schlechten.
      Konkurrenz, die z.B. darauf basiert, mit ungleichen oder unfairen Mitteln zu agieren, ist sicher übler Natur. Und kann schädigend Leib und Seele sein.

      Andrerseits belebt eine gesunde Konkurrenz auch Fortschritt, Produktivität, Effizienz, was gute Eigenschaften sind – wenn nicht unter Zwang geleistet, oder auf Kosten der Umwelt.

      • Du hast offenbar diesen Satz hier überlesen:

        Die ganzen Neoliberalen hier mögen ihren Konkurrenzwahn preisen, aber das Fußballgeschäft ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich das Konkurrenzprinzip selbst ad absurdum führt, wenn sein Gegenteil, das Solidarprinzip, zu kurz kommt.

        Und diesen:

        Es ist wohl eine Kernaufgabe unserer Zeit zu begreifen, wie destruktiv das Ausmaß der Konkurrenz allgemein ist.

        Und meine bisherigen Äußerungen zu dem Thema wohl ignoriert.

        Es gibt hier sicherlich noch weitaus schlimmere Leute als dich, die dann auch noch pöbeln und x Unflätigkeiten und Lügen von sich geben, aber es ist schon obskur, wie groß die Probleme hier sind, einfache Aussagen und Inhalte korrekt zu verstehen und wiederzugeben.

    • „Die ganzen Neoliberalen hier mögen ihren Konkurrenzwahn preisen, aber das Fußballgeschäft ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich das Konkurrenzprinzip selbst ad absurdum führt,“

      Was hat die Vergabe der WM an Katar denn mit Konkurrenz zu tun? Mit wem hat die FIFA denn um die Vergabe konkurriert?

      • Der Autor, der dies geschrieben hat, hat auch Folgendes von sich gegeben:

        Adrian
        19. Juni 2022 um 6:39 pm

        Ich glaube, meine Frage war, wieviel eine spezifische Reduzierung des Fleischkonsums dazu beiträgt, dass es am 19. Juni nur 32, statt 37 Grad warm ist und es im Ahrtal erst in 100 Jahren wieder eine Überschwemmung gibt.

        • Der Autor, der obige Zeilen geschrieben hat, findet auch diese hier völlig in Ordnung:

          Adrian
          19. Juni 2022 um 6:39 pm

          Ich glaube, meine Frage war, wieviel eine spezifische Reduzierung des Fleischkonsums dazu beiträgt, dass es am 19. Juni nur 32, statt 37 Grad warm ist und es im Ahrtal erst in 100 Jahren wieder eine Überschwemmung gibt.

          Er ist ganz offensichtlich nicht zu Selbstreflexion und -kritik fähig.

          Von solchen Leuten gibt es viele hier.

          Man sollte mit ihnen nicht ernsthaft diskutieren, sondern der Allgemeinheit vorführen, zu was für Verleugnungszuständen Menschen fähig sind. Viele Leute hier haben sich bereits zuvor 100mal für ernsthafte Diskussionen disqualifiziert.

          Was hat die Vergabe der WM an Katar denn mit Konkurrenz zu tun? Mit wem hat die FIFA denn um die Vergabe konkurriert?

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