Afrikanische Union fordert von Europa „Akzeptanz“ für Verfolgung Homosexueller

Zwar ein Artikel aus dem Jahr 2020, aber ich denke inhaltlich wird sich da nicht viel geändert haben:

Der Kommissionsvorsitzende der Afrikanischen Union (AU), Moussa Faki Mahamat, hat Differenzen mit der EU bei Themen wie Homosexuellen-Rechten und der Todesstrafe hervorgehoben. „Sicherlich haben wir unterschiedliche Standpunkte, etwa bei der internationalen Strafgerichtsbarkeit, sexueller Orientierung und Identität, der Todesstrafe“, sagte Faki am Donnerstag bei einem Treffen mit Vertretern der EU-Kommission im äthiopischen Addis Abeba. Dies sei „normal“ und könne nur mit „Anerkennung und Akzeptanz“ angegangen werden.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, die EU werde deutlich machen, wo es Unterschiede gebe, diese aber auch akzeptieren. „Wir versuchen zu überzeugen, aber wir erkennen an, dass es unterschiedliche Positionen gibt.“ Dabei dürfe die EU „nicht von der Afrikanischen Union erwarten, dass sie sich anpasst“, sagte die CDU-Politikerin.


 Für Moussa Faki Mahamat ist Homophobie offenbar Teil der afrikanischen Identität (Bild: Chatham House / wikipedia)

 

Der Kommissionsvorsitzende der Afrikanischen Union (AU), Moussa Faki Mahamat, hat Differenzen mit der EU bei Themen wie Homosexuellen-Rechten und der Todesstrafe hervorgehoben. „Sicherlich haben wir unterschiedliche Standpunkte, etwa bei der internationalen Strafgerichtsbarkeit, sexueller Orientierung und Identität, der Todesstrafe“, sagte Faki am Donnerstag bei einem Treffen mit Vertretern der EU-Kommission im äthiopischen Addis Abeba. Dies sei „normal“ und könne nur mit „Anerkennung und Akzeptanz“ angegangen werden.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, die EU werde deutlich machen, wo es Unterschiede gebe, diese aber auch akzeptieren. „Wir versuchen zu überzeugen, aber wir erkennen an, dass es unterschiedliche Positionen gibt.“ Dabei dürfe die EU „nicht von der Afrikanischen Union erwarten, dass sie sich anpasst“, sagte die CDU-Politikerin.

Mehrheit der afrikanischen Länder lassen Homosexuelle verfolgen

34 von 54 afrikanischen Länder stellen gleichgeschlechtlichen Sex unter Strafe. Erst kürzlich führte Gabun ein Homo-Verbot ein (queer.de berichtete). In Äthiopien droht auf dieses „Delikt“ lebenslange Haft. In Mauretanien, dem Sudan sowie Teilen Nigerias und Somalias können Menschen sogar wegen Homosexualität hingerichtet werden.

Anlässlich des Spitzentreffens mit der AU hält sich von der Leyen bereits zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten in Äthiopien auf. Sie hatte bereits für ihren ersten Besuch als Kommissionspräsidentin außerhalb der EU Anfang Dezember Addis Abeba und den Sitz der AU gewählt.

Nun reiste sie gemeinsam mit 21 ihrer Kommissare und Stellvertreter nach Äthiopien. Bei den Gesprächen sollte es unter anderem um die wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, den Umwelt- und Klimaschutz und um Migrationsfragen gehen. Von der Leyen bezeichnete die beiden Kontinente als „natürliche Partner“ in diesen Bereichen.

Menschenrechte könnten Hindernis für vertiefte Zusammenarbeit sein

Das Thema Menschenrechte könnte allerdings ein Hindernis für eine vertiefte Zusammenarbeit darstellen, sagte die Expertin für Entwicklungspolitik bei der Stiftung Center for Global Development Mikaela Gavas: „Afrikanische Länder werden sich nicht über Regierungsführung und Menschenrechte belehren lassen wollen“, betonte sie. (AFP/dk)

Es ist ein Artikel, der einem bewußt macht, wie weit verbreitet die Abwertung und Verfolgung homosexueller Menschen leider noch ist. Afrika und Arabien sind da sicherlich zu nennen, aber auch in vielen anderen Bereichen der Erde sieht es da recht düster aus.

Haltung zur Homosexualität weltweit

Es ist im wesentlichen die „westliche Welt“, die Freiheiten bietet. In asiatischen und afrikanischen Ländern sieht es düster aus.

48 Gedanken zu “Afrikanische Union fordert von Europa „Akzeptanz“ für Verfolgung Homosexueller

  1. „Es ist im wesentlichen die „westliche Welt“, die Freiheiten bietet. In asiatischen und afrikanischen Ländern sieht es düster aus.“

    Und unsere Linken verachten nicht nur die westliche Welt, sondern sind scharf darauf, dass wir ebensolche Zustände wie in Afrika bekommen.

    • Hast du wirklich nochj den Eindruck, als würden sich die Parteien im Bundestag oder in Europa irgendiw unterscheiden? Als würde es einen Unterschied zwischen der Linken und der CDU geben die mehr als kosmetischer Natur ist? Abgesehen davon sind in Afrika ja vor allem Konservative an der Macht, also solltest du das doch sehr befürworten, oder magst du etwa keine Konservativen.

      • Deine linken semantischen Spiele kannst Du mit jemand anderem spielen. Nein, ich mag keine Konservativen, die Schwulen töten oder ins Gefängnis stecken möchten. Ich habe auch nie behauptet, dass ich das tue.

        • @Adrian

          Ohne die Linken in den westlichen Ländern hätte es die Emanzipation der Homosexuellen in den westlichen Ländern nicht gegeben. Von diesem politischen Lager aus – in dem sich viele Schwule am Anfang wiederfanden – ging es ins liberale Lager hinein und nicht umgekehrt.
          Wir brauchen in Sachen organisierter Schwulenfeindlichkeit auch nicht gar so weit zu reisen – unsere polnischen Nachbarn sind engagiert dabei.

          Zur Crux der (neo-) liberalen Botschaft des „Westens“ in diesen Ländern: der engagierte Kampf für die Anerkennung der Rechte von Schwulen geht einher mit dem Diktat zum Abbau des Sozialstaats (und mehr oder weniger offener Verachtung der Armen).
          Was es Dank dieser Ideologie einfach macht, „schwul“ als „westlich“ zu denunzieren und man muss lediglich radikale Äußerungen der LGBT-community wörtlich zitieren, um jeden familienfreundlichen Bürger vor den Kopf zu stoßen.

          Dass solche Effekte ihrer Ideologie von den engagierten Verteidigern „des Westens“ und der LGBT-community ausgeblendet werden, macht es auch schwer bis unmöglich, gegen solche konservativen bis rechtsradikalen Bewegungen vorzugehen, die Unterdrückung von Homosexuellen propagieren.

          • Man kann es sich heute kaum noch vorstellen, aber die Linke war wirklich mal eine Kraft für positive Veränderungen.

          • „die Linke war wirklich mal eine Kraft für positive Veränderungen“

            Tja, leider nicht aus Prinzip, sondern nur als Taktik an die Macht zu kommen.

            Alles, was sie einst opponierte, macht sie nun selbst, kaum dass sie in die Griffweite der Macht kam: Zensur, alle Arten von Menschenfeindlichkeit, Antiintellektualismus, Geldgier ….

          • „Ohne die Linken in den westlichen Ländern hätte es die Emanzipation der Homosexuellen in den westlichen Ländern nicht gegeben.“

            Und was folgt daraus? Dass ich deswegen Sozialist sein muss? Für mehr Umverteilung sein muss? Für mehr Migration sein muss? Vielfalt feiern muss? „Gendergerechte Sprache“ sprechen muss?

          • „Tja, leider nicht aus Prinzip, sondern nur als Taktik an die Macht zu kommen.“

            Das glaube ich nicht.
            Es gab und gibt immer wesentliche Leute in der Linken, denen es ein ehrliches Anliegen war und ist, die von Gesellschaft und Schicksal gebeutelten Menschen nicht links liegen zu lassen.
            Dass es mindestens ebenso viele in der Linken gibt, die aus niederen Motiven wie Neid und Herrschsucht („links“=“moralisch gut“ => „Ich bin berechtigt, anderen zu sagen, was sie falsch machen und was sie besser machen sollen“), tut dem keinen Abbruch.
            Dass die Einnahme einer Machtposition die meisten Menschen egal welcher Überzeugung korrumpiert, auch nicht.

            Das Problem der Linken scheint mir eher zu sein, dass nicht mehr wirklich klar ist, wer diese „Gebeutelten“ eigentlich sind? Es ist nicht mehr 1840, wo ein Mensch, der in die Arbeiterklasse geboren wurde, keine anderen Optionen hatte, als sich ausbeuten zu lassen oder als Landstreicher drauf zu gehen. Es ist auch nicht mehr 1930, wo dumme Kinder der Oberschicht eine höhere Chance hatten, Abitur zu machen als kluge Kinder aus der Unterschicht. Stattdessen sind wir in 2020, wo Abitur keine Bedeutung mehr hat, weil es dumme Kinder aus allen Schichten machen.

            Die Frage, ob die Unterschicht von finsteren Mächten daran gehindert werden zu florieren oder ob die Unterschicht sich selbst ins Knie schießt, indem sie eine destruktive Subkultur pflegen, ist heute sehr viel komplexer als vor 150 Jahren und die Linke hat keine Antwort drauf und vor allem keine funktionierenden Konzepte, wie die Situation zu verändern wäre. Respektive: sie sind sich selbst überhaupt nicht einig, welche das wären.

            Damit ist die Linke heute in einer vergleichbaren Lage wie die Kirche: Es gäbe viele Leute, die sie als Institution bräuchten, aber ihre „Priester” können dieses Aufgabe nicht mehr efüllen.

          • Der Homo-Paragraf §175 wurde 1994 unter einer schwarz-gelben Regierung gestrichen. Und auch so ziemlich alles andere, womit sich die politische Linke gerne brüstet, haben dann eigentlich doch liberale Konservative umgesetzt.

            Die übrigens auch keine „Armen verachten“. Die bekommen genau die Achtung, die sie verdient haben. Aber wenn sie etwas achtenswertes tun würden, wären sie nicht arm, von daher ist die Achtung halt entsprechend niedrig.

          • Und der Feminismus war mal eine Kraft für Gleichberechtigung, deswegen darf man den Feminismus heute nicht kritisieren oder soll über alles hinwegsehen, was dieser heute an Ungerechtigkeiten und Fehlentwicklungen verursacht.

            Wenn man die Linke heute in Ehren halten soll, für dass was die Linke früher gemacht hat, wo ist da dann der Unterschied dazu Männern oder Weißen heute für die Verbrechen verantwortlich zu machen, die anderen Menschen mit gleichem Geschlecht und Hautfarbe früher, vor ihrer Zeit angeblich begangen haben?

          • @Alex

            „Alles, was sie einst opponierte, macht sie nun selbst, kaum dass sie in die Griffweite der Macht kam: Zensur, alle Arten von Menschenfeindlichkeit, Antiintellektualismus, Geldgier ….“

            Das muss nicht Berechnung sein, simple Dummheit und Opportunismus reicht. Es zeigt sich an der Stelle mal wieder: wer glaubt für das Gute einzustehen hat in der Regel keine guten Kontrollmechanismen und eine unterentwickelte Selbstreflexion und ist somit anfällig für Abwege.

            Die Freude mit der Linke zu Kontorllfetischisten und Obrigkeitsdienern werden sobald sie selbst an der Macht sind kann nur jene erstaunen die den üblichen Verlauf der Politik in sozialistische Ländern aus ihrem Bewusstsein ausklammern.

          • Die entkriminalsierung der Homosexualität ist Teil der Aufklärung, nicht der Linken. Hervorzuheben ist der Utlilitarist Jermy Bentham (1748-1832) der bereits 1785 einen Text schrieb, in dem er sich entsprechend äußerte.

            http://www.columbia.edu/cu/lweb/eresources/exhibitions/sw25/bentham/

            Bentham ist ein klassischer Liberaler, den Marx „ein Genie in der bürgerlichen Dummheit nannte“.

            In sofern muss man das mit den Linken wohl differenzieren. Fiedel Castro und Che Guevara waren jedenfalls südameriknische Machos wie man sie kennt..

        • Linke semantische Spiele? Du bist es doch, der sich ein konservatives Land wünscht. Glaubst du wirklich, dass es da keine Nebenwirklungen gibt? Wenn du den Liberalismus wünschst dann müsstest du die aktuellen „Linken“, die ja nichts anderes als Neoliberale sind, täglich umarmen. Dass dir auch da die Nebenwirkungen nicht gefallen ist dein Problem aber wie bei Medikamenten gibt es keine Wirkung ohne Nebenwirkung.
          Echte Linke gibt es in Deutschland übrigens seit 1945 nicht mehr, die letzten Linken sind in den KZs der Nazis ermordet worden, alles was danach kam waren linksliberale die Reenactment gespielt haben.

          • Ich schätze dem deutschen Durchschnittskonservativen sind sexuelle Minderheiten vollkommen egal, so lange sie ihn nicht ständig behelligen und mit ihrer Besonderheit allen auf die Nerven gehen.

            Die Hardcore-Fanatiker kommen eher aus dem extremistischen religiösen Bereich (der sich allerdings auch oft als konservativ wahrnimmt). Der ist in Deutschland m.E. aber nicht so groß und einflussreich, wie in den USA oder im Iran 🙂

          • Die aktuelle Linke ist alles andere als Liberal. Sie gibt sich in der Regel autokratisch und Menschenverachtend. Wenn man den Verlauf der sozialistischen Ländern nach 1945 betrachtet, ist anzunehmen das auch die hier beschriebenen „wahren Linken“ keinen anderen Geschichtsverlauf anzubieten gehabt hätten.

            Es gibt keine grosse Linksliberale Strömung, da Liberales Denken mit den autokratischen Grundeinstellungen der Linken nicht vereinbar ist.

          • „Die aktuelle Linke ist alles andere als Liberal. “
            Nun, in ihrer Sichtweise schon. Aber am Ende ist das natürlich nur ein Begriff, so wie Grüne nicht für Umweltschutz, die CDU auf christliche Werte scheißt und die SPD keinesfalls sozialdemokratisch ist. Das sind alles nur Begriffe, die sinnentleert sind. Wie ich schon schrieb, es ist alles nur Reenactment und hinter der Maske lauerte die Fratze des todgeglaubten Faschismus.
            Wir müssen einfach akzeptieren, dass Menschen zur Trägheit neigen und die Leute, die den Faschismus haben wollen, nicht so träge sind. Vermutlich ist die Idee Nietzsches, der Wille zur Macht, vollkommen korrekt. Die Faschisten haben diesen und der Rest halt nicht.

          • Diejenigen, die sich heute „Linkliberale“ schimpfen, sind nicht nur nicht links, sie sind auch nicht mal mehr ansatzweise liberal, sondern autoritär bis ins Mark. Das kann man sofort sehen, wenn ihre Glaubenssätze angezweifelt werden (Gender, Trans-Gedöns, Rassismus-Theorie, transatlantischer Exzeptionalismus, Gentherapie als Allheilmittel gegen die GröPaZ etc.).

            Neoliberalismus hat auch ziemlich wenig mit originärem Liberalismus zu tun. Neoliberalismus bedeutet heute die Freiheit der Großkonzerne, den Staat als Instrument zu benutzen, um eigene Macht und Monopolstellungen zu erweitern, wie man in den letzten zwei Jahren gerade am Beispiel der Pharma-Industrie hervorragend sehen durfte. Das hat mit echtem LIberalismus, wie er ursprünglich gemeint war, überhaupt nichts zu tun. Echter Liberalismus meint freies Spiel der Kräfte, faire Konkurrenz, Zurückhaltung des Staates. Neoliberalismus ist das genaue Gegenteil.

            Ich schätze, Adrian geht es so ähnlich wie mir. Ich als ehemaliger Linker bezeichne mich inzwischen als liberal-konservativ, weil die derzeitige sog. Linke dabei ist, all die schönen selbst erkämpften und wirklich sinnvollen Werte wie Demokratie, Rechtsstaat, Universalismus, Meinungs- und Pressefreiheit etc. zugunsten neuer Werte wie Gay Pride, Trans Rights, BLM, Anti-Rassismus, Feminismus etc. über Bord zu werfen. Ich finde allerdings, die inzwischen alten Werte müssen jetzt gegen die intersektionalen Linksbizarren verteidigt werden.

  2. Ausgerechnet Zensursula als Botschafterin der Freiheit.

    Es ist ganz einfach:

    Fundamentalistisch christlich oder islamisch => Verfolgung von Homosexuellen.

    Die Korrelation beschränkt sich nicht auf Afrika und den Nahen Osten, sie ist auch in der westlichen Welt zu beobachten, sofern noch religiöser Fundamentalismus vorhanden ist (Teile der USA, bei uns bestimmte Sekten, allgemein in Europa und USA vor 1950)

    • Hier findet eine nicht korrekte Gleichsetzung statt.
      Es gibt diverse Länder die relativ streng christlich geprägt sind und trotzdem Blau sind (zB. in Südeuropa oder Südamerika). Es ist offensichtlich möglich den privaten Glaube von der staatlichen/legalen Haltung zu trennen und solche Dinge als Privatangelegenheit zu behandeln. Vorausgesetzt man ist christlichen Glaubens. Im Islam scheint dies nicht möglich zu sein.

      • In Zentralafrika gibt es aber Staaten mit Christentum als Staatsreligion, wo Schwule trotzdem nichts zu lachen haben. Und auch in Europa war das Leben für Schwule ja nicht immer eitel Sonnenschein.

        • Jedenfalls ist sowohl die Entkriminalisierung der Homosexualität als auch die Abschaffung der Sklaverei von weißen westlichen Männern bewirkt worden. Wobei im letzteren Fall auch christliche Motive eine Rolle spielten.

    • Wobei man hier sagen muss das im Süden von Afrika (Christliche Länder) die meisten neutralen und Blauen Länder Afrikas sind während im Nornden (Muslimische Länder) und in der Mitte Afrikas (eher halb Christlich/halb Muslimische Bevölkerung) die Sache deutlich düsterer Aussieht.

      Also scheint das Christentum nicht den gleichen negativen Effekt zu haben wie der Islam,
      und was man aus der Karte ablesen kann je westlicher Oreintiert bzw je Demokratischer gefestigt und wohlhabender das Land desto weniger Homosexuellen benachteiligung.

      • Also Uganda ist zu 85% christlich und da gibt es schon homophobe Vertreter in Kirche und Politik, was mich an dieses legendäre Video erinnert 😀

          • Ich glaube nicht, dass das Satire ist. „I’ve done some reseach“, LOL… erinnert mich an GendernbisderArztkommt 😉 Der Pastor versteht weder, dass er das von ihm Beanstandete ja alles einfach bleiben lassen kann, ohne es anderen verbieten zu müssen; noch berücksichtigt er, dass überhaupt nicht alle Homosexuellen das von ihm Beanstandete praktizieren; noch, dass alles von ihm Beanstandete genau so von Heteros praktiziert werden kann 🙂 Er ist mit dem Thema offensichtlich intellektuell höchst überfordert – noch etwas, was er mit unserem Gendi gemeinsam hat 🙂

          • Ich glaube nicht, dass das Satire ist. „I’ve done some reseach“, LOL… erinnert mich an GendernbisderArztkommt 😉 Der Pastor versteht weder, dass er das von ihm Beanstandete ja alles einfach bleiben lassen kann, ohne es anderen verbieten zu müssen; noch berücksichtigt er, dass überhaupt nicht alle Homosexuellen das von ihm Beanstandete praktizieren; noch, dass alles von ihm Beanstandete genau so von Heteros praktiziert werden kann 🙂 Er ist mit dem Thema offensichtlich intellektuell höchst überfordert – noch etwas, was er mit unserem Gendi gemeinsam hat 🙂

          • Das ist schon real. Stephen Fry hat eine Reise nach Uganda gemacht und mit einigen von diesen Leuten gesprochen. Er hat aber auch Ungandaer mit anderer Meinung getroffen.

            (ab 18:30)

        • Hab ich das Bestritten?
          Nein, ich hab nur gesagt das Christentum da nicht so schlimm ist wie der Islam
          und es neben der Religion noch andere wichtige Einflussfaktoren gibt.

          • Ich würde das eben nicht an der Religion festmachen, sondern an der gesellschaftlichen Entwicklung. Auch in christlichen Staaten wurden früher Schwule nicht gerne gesehen.

  3. Die hängen Entwicklungsmäßig noch teilweise im Mittelalter fest.
    Aber sicherlich gibt es schon irgendeinen anti-westlichen Spinner, der behauptet das an allem der weiße Mann schuld ist und vorher Homosexuelle friedlich und gleichberechtigt neben den Heteros leben konnten.

  4. @Christian

    „Es ist im wesentlichen die „westliche Welt“, die Freiheiten bietet. In asiatischen und afrikanischen Ländern sieht es düster aus.“

    Das stimmt so nicht, wenn man sich die Karte (Danke Komu) in richtiger Auflösung anschaut, steht in der Legende für Asien:
    „Kein Schutz/Keine Kriminalisierung“

    Die sind also neutral und bieten keinen zusätzlichen Schutz über die normalen Rechte hinaus. Meines Erachtens ist das nahe am Optimalzustand. Blau und dunkelblau ist wahrscheinlich oft schon übers Ziel hinausgeschossen und bietet Sonderschutzrechte, oft auch Privilegien und Sonderbeachtung für jeden, der von sich behauptet sexuell irgendwie anders zu sein. Wohin das führt, können wir bei dem ganzen Regenbogen- und Transenklamauk sehen. Es ist eine ungesunde Dekadenzerscheinung und gesellschaftlich auch nicht wünschenswert, wenn sich alles um die sexuellen Vorlieben von vermeintlichen Minderheiten dreht.

    • Ein gutes Beispiel dafür ist dieser Werbespot:

      Er zeigt sehr schön, wie normal manche Dinge in den Asiatischen ländern sind, ohne so ein TamTam zu machen, wie man es z.B. von Netflix gewöhnt ist.

  5. Es ist im wesentlichen die „westliche Welt“, die Freiheiten bietet. In asiatischen und afrikanischen Ländern sieht es düster aus.

    Die Wahrheit liegt eben in der Mitte. Die Afros folgen ihrem natürlichen Instinkt und sehen Homosexualität vermutlich ähnlcih wie Transsexualität als krankhaft an. Damit liegen sie richtig. Und so denken hinter vorgehaltener Hand eben auch mehr Europäer, als es den Wokesinnigen lieb ist.

    Hier in Europa übertreibt man wie so häufig ins andere Extrem. Diese Dynamiken gibt es ja fast immer und überall. Anstatt einfach zu sagen, okay, die Homos werden toleriert und respektiert, steigern wir uns in einen regelrechten Kult um die angebliche Natürlichkeit von Trans-, Homosexualität und anderem genderfluiden Gedöns. Alle überbieten sich in absurdesten Forderungen für mehr „Diversity“ und „Queerness“.

    Auch wir müßten also liberaler werden. Wir sind ja extrem intolerant, wenn es um Leute wie mich geht oder um Homos, die sich selbst pathologisieren und einen lebensgeschichtlichen Zusammenhang herstellen.

    Den Afros müßte man sagen, daß Homos auch Menschen sind, die Grundrechte haben. Den Euros müßte man sagen: Fickt euch, ihr peinlichen Gutmenschen mit eurem Queerkult. Das ist Ideologie, und man kann es auch anders sehen – angstfrei und legal.

    Grundrechte gelten auch für „Homophobiker“ und „Transheteros“.

    Im Grunde genommen haben beide Seiten Probleme mit der Aufklärung und den Grundrechten, die dummerweise genau dafür installiert wurden, daß Menschen Meinungen und Lebensweisen haben dürfen, die anderen nicht gefallen.

    Diese Grundeinsicht, diese Errungenschaft wird immer wieder von allen politischen Seiten bedroht.

    Das Recht ist dazu da, um die Gesellschaft und das Individuum vor „Moral“ zu schützen – egal ob diese Moral progressiv oder konservativ daherkommt.

  6. Bedenklich. Früher gab es mal im Westen den Konsens, dass Menschenrechte nach westlicher Definition universell sind und auch global durchgesetzt werden müssen. Dies natürlich verhältnismäßig, aber dennoch hartnäckig.

    Geben wir diesen imperialen Anspruch auf, wackeln auch die anderen Benefits die wir aus der Position des Stärkeren heraus haben. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass alle Welt unsere bunten Papierscheinchen haben wollen und uns dafür Waren aller Art liefern (oder ihren männlichen Jugendüberschuss übers Meer zu uns schwimmen lassen um die Scheinchen hier abzuholen…)

    Da scheint mir UvdL mal wieder typisch zu sein als Vertreterin der weiblich-kindisch-naiven „Strom kommt aus der Steckdose- Essen aus dem Feinkostladen-Denke“

  7. Es wurde noch nie ein Gutmenschenthema nicht so lange geritten, bis der Gaul tot war. Das kann man gut beobachten, z.B. am Thema Abtreibung. Das hat nach gnadenloser öffentlicher Diskussion in einem Kompromiss des §218 geendet, der den klerikalen Geist der damals geltenden Gesetzte zu Recht gebrochen hat. Eine Regelung, die zeigte, wie gesellschaftliche Kompromisse gemacht sein können, um ein Thema klar aus dem Ring zu nehmen. Aber nun: es genügt alles nicht, das Werbeverbot musste fallen, es keimen Forderungen der ‚Opfer‘-Verbände auf, die Abtreibung bis zum Tag vor der Geburt fordern. U.s.w. u.s.w. – die Karawane der feministischen Opferideologen zieht durchs Land. Der Kompromiss wird aufgekündigt und alle mutwillig provoziert, die sich dem Kompromiss eben auch murrend unterworfen hatten, obwohl sie z.B. zusehen mussten, wie Abtreibung auch noch zur Kassenleistung erklärt wurde, die sie artig mit zu bezahlen hatten. Und dann wundert man sich, wenn nach Ablauf weiterer Jahre der gesamte Kompromiss in sich zusammenstürzt, weil der kompromisslose Moralismus Weniger die Balance des Kompromisses weggesprengt hat. In den USA findet das momentan bereits statt. Die weiteren Themen stehen bereits am Horizont. Klimaschutz bis hin zu den Angeklebten, Queer bis zum rezeptfreien Pubertätsblocker, schwul bis zur Dauerberieselung im KIKA, BLM Verbrechensbekämpfung durch Niederknien und Abschaffung der Polizei etc. etc. Bin gespannt! P.S. Ich habe nichts, aber auch gar nichts gegen Schwule, sie sind meine Mitbürger, deren Sexualität mich genau so wenig interessiert wie die anderer. Unerträglich ist, sie wie eine Monstranz vor sich her zu tragen.

    • „Der Kompromiss wird aufgekündigt und alle mutwillig provoziert, die sich dem Kompromiss eben auch murrend unterworfen hatten,… Und dann wundert man sich, wenn nach Ablauf weiterer Jahre der gesamte Kompromiss in sich zusammenstürzt“

      Das sehe auch ich als das eigentliche Problem. Wobei das nicht notwendigerweise aus bloßen Forderungen wie der Abschaffung von §219 resultiert, das ist eine eher kleine Veränderung. Sondern, wie Du ja auch sagst, die Provokation dabei, die Absolutheit, mit der man keine andere Position als die eigene gelten lassen will, die radikalisiert den ehemals kompromißbereiten Gegner und kann so zu einem Rückschwung des Pendels führen, der bereits gewonnene Fortschritte wieder zunichte macht.

    • Wobei das in den USA ja nie ein Kompromiss war sondern der damalige Supreme Court hat mit einer juristisch ziemlich dünnen Begründung ein Recht auf Abtreibung aus der Verfassung heraus konstruiert und somit allen 50 Staaten aufgezwungen.
      Der heuteige Supreme Court hat dieses damalige Urteil revidiert und die Abtreibungsfrage an die Parlamente der 50 Staaten zurückgegeben.

      Da ist es egal sein ob man Pro Life oder Pro Choice ist, jeder Demokrat sollte glücklich darüber sein, dass die Frage dort diskutiert und entschieden wird wo sie in einer Demokratie hingehört, ins Parlament zu den gewählten Volksvertretern.

  8. Ach ja, die sexuellen Identitäten wieder.

    Bei uns ist es strafbar, als Mann nackt in der Öffentlichkeit rumzulaufen (§183 StGB). Auch in den Wald zu pissen, wird hier gerne mal nach diesem Paragraphen abgeurteilt. Woanders ist es dann vielleicht verboten, wenn Männer in der Öffentlichkeit intim sind. Andere Länder, andere Sitten. In Afrika dürfen die ohne Strafe nackt rumlaufen und in die Wüste urinieren. Die dürfen da sogar ohne Maske Bus fahren.

    Die Frage ist doch nur, wie stark etwas sanktioniert ist. Todesstrafe geht gar nicht. Haft auch nicht für konsensuelles Verhalten, bei dem jeder wegschauen kann, der es nicht sehen will.

    Wenn solche Themen nicht auf eine sich selbst unterdrückt ansehende Minderheit bezogen würden, sondern unter den Gesichtspunkt fallen, was den Menschen an Sinneswahrnehmungen zugemutet werden kann in der jeweiligen Gesellschaft, dann würden die ganzen gefühlten Benachteiligungen aufgrund von sexueller oder sonstiger Identität ins Leere laufen.

    Vorhin habe ich erst gehört, dass es noch nicht einmal eine gesetzliche Norm für die Genderhopper gibt, aus der sich ergibt, welche öffentliche Toilette sie nach ihrer Ummeldung zu benutzen haben.
    Aber eines ist klar: In den Wald pissen ist verboten. Ach ne. §183 gilt ja nur für Männer. Also nur verboten für die, die auf dem Standesamt von Frau zu Mann geswitcht sind.

    • Da habe ich gerade im StGB nachgelesen und bin verwirrt: §183 (1) bis (3) – naja, typische Gesetzesverklausulierung – äh, natürlich -formulierung, und natürlich nur zur Abwehr der bösen Männer.
      Aber dann (4): „Absatz 3 gilt auch, wenn ein Mann oder eine Frau wegen einer exhibitionistischen Handlung […] bestraft wird.“
      Das heißt doch wohl, dass sich unser schlauer Gesetzgeber Folgendes gedacht haben muss:
      „Einen Mann kriege ich wegen Exhibitionismus ja noch dran. Aber was mache ich mit (z.B.) Tessa Ganserer? Ah ja: Solange Tessa als Mann „durch eine exhibitionistische Handlung andere Person belästigt“ hat, darf sie auch als Frau bestraft werden.
      Da hilft die ganze schöne „Transsexuellengesetzgebung“ und „Geschlechteridentität“ auch nichts mehr.
      Erinnert micht irgendwie an Ludwig Thomas schönen Satz: „Assessor Karlchen war ein Einserjurist und auch sonst von nur mäßigem Verstande.“

      • Sehr interessanter Hinweis, dass da plötzlich auch Frauen vorkommen in den Exhibitionismus-Normen.

        Im Grunde ist das Genderhopping eine Steilvorlage zur Abschaffung solcher Gesetze, die Männer einseitig benachteiligen. Denn wem will man wie erklären, warum jemand seinen Pimmel nicht vorzeigen sollte, der sich standesamtlich zur Frau hat machen lassen? Mit Stempel!

        Auch die geplante Gesetzgebung zur Bekämpfung von Femiziden wird komplett absurd, wenn jeder einmal im Jahr formal sein Geschlecht wechseln kann.
        Und der sich zur Frau hat deklarieren lassende Inhaftierte, der einvernehmlich im Frauenknast die Insassinnen schwängerte – wie sollen wir mit dem/der/das umgehen?

        Die Geschlechts- und Genderbeliebigkeit ist in erster Linie ein Problem für den Feminismus. Denn der hat etwas zu verlieren. Die Männer nicht.

        Das haben Alice Schwarzer und Konsorten schon recht gut erfühlt. Deswegen starten sie jetzt den Angriff auf Transpersonen und Genderhopper.

        Da sitze ich gerne am Fluss und schaue, welche Leichen da so vorbeitreiben werden in der nächsten Zeit.

  9. „Es ist im wesentlichen die „westliche Welt“, die Freiheiten bietet. In asiatischen und afrikanischen Ländern sieht es düster aus.“
    Wobei in der Grafik auch Lateinamerika ganz gut abschneidet. Kann man finde ich durchaus auch mal positiv hervorheben.

    • „„Es ist im wesentlichen die „westliche Welt“, die Freiheiten bietet.“
      Naja, es kommt immer darauf an, was man als Freiheit versteht. Die Zeit wo ich in Südamerika war, hab ich als deutlich freier erlebt als in Deutschland. Es gibt nun mal keine ultimative Freiheit, die ist immer individuell. Ich finde Deutschland jedenfalls als eines der unfreisten Länder überhaupt. Für alles braucht man eine Erlaubnis, alles ist reglementiert und jede Eigeninitiative ist tot. Für andere ist genau das die totale Freiheit. Deswegen würde ich nicht sagen, dass es überhaupt irgendein Land gibt, welches freier ist als das andere, denn das ist immer von der individuellen Person abhängig.

      • Schönes Beispiel für totalen Relativismus. Wenn Freiheit völlig relativ ist, was macht es dann für einen Unterschied, wenn hier eine woke Diktatur einzieht? Relativismus können die übrigens auch…

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