„Warum hat mein Freund den Hintern von Emily Ratajkowski geliked?“

Ein Frau entdeckt, dass ihr Freund ein freizügigeres Foto einer Prominenten geliked hat:

My Instagram group chat with my two best friends was popping off this week. “Lmao at Chris liking this,” my friend Colin said to me. I opened the DM to find a photo @emrata, or model Emily Ratajkowski, had posted of herself on a boat with her butt looking good. See above for the post. Apparently Colin was going through @emrata’s feed, and because Instagram lists which of your friends has liked a photo, he saw my boyfriend Chris’ handle.

My immediate reaction wasn’t so much anger as it was confusion and dismay. Why did he like this photo? Is he so un-evolved that he can’t resist the allure of a butt pic? Obviously he liked the photo because he liked what he saw; I understand that, but I still don’t get it. It’s not like I’m afraid he’s going to leave me for @emrata, yet something about the action of his liking turns me off. At the core of my disdain, I think, is the fact that he likes models’ Instagram posts at all. Why like any celebrity’s photo? It’s not like @emrata saw his like and received a boost of serotonin from it. She wasn’t waiting around for him to see the photo, and probably isn’t even the one running her own Instagram. The same goes for all the Kardashians, Beyoncé, Selena Gomez, and Drake. Liking one of their pics is just sending a like into the void solely to boost their numbers.

I never like celebrities’ posts, other than Ina Garten. I save likes for people I know IRL and who I figure would derive joy out of the fact that I liked their photo. Celebrities don’t need me to acknowledge them, so I don’t. I might bookmark a photo, screenshot it, or send it to my friends to talk about, but I’ll never like

Es handelt sich um dieses Foto:

Emily Ratajkowski

Emily Ratajkowski

Emily Ratajkowski ist insbesondere durch ihren Auftritt in dem Video zu „Blurred Lines“ bekannt geworden

Und das wären die Autorin:

Ashley Carman

Ashley Carman

Ein Foto von Chris konnte ich leider nicht finden.

Die Antwort ist eigentlich recht einfach. Er fand das Foto gut und hat deswegen auf „Like“ geklickt.

So sagt er es zumindest selbst:

Chris, my boyfriend, who responded by text: “I didn’t really think about it; I just liked it.”

Ashley befragt einige Freunde, was sie dazu meinen. Einige der Antworten sind ganz interessant:

There’s a bit of a double standard when it comes to a woman double tapping a butt on Instagram, but when I was scrolling down my feed one morning after a lovely night with my boyfriend, my eyes stopped on that butt picture from @emrata. I’ll admit, I stared — probably for an unhealthy amount of time — but what was I really staring at? My boyfriend’s handle in the “xyz & 800,000 people liked this.” So sneaky, Instagram algorithm. Others might not agree, but I have a problem with this! I find it so Neanderthal-esque that men can’t help but have their fingers slip and double tap a big, almost naked butt. The entire concept of my boyfriend, or boyfriends in general, following random “fitness” girls and models they’ll never meet irks me. When they throw them a like is when it reaches another level of dumb for me. Not because I feel threatened, but because it’s such a simple thing to not do when you have a beautiful girl right in front of you!

Das macht einmal die sexuelle Konkurrenz deutlich und es wirft auch den Gedanken auf, dass

  • sie nicht gut genug ist und er eigentlich etwas anderes will
  • das er das auch nach außen kommuniziert, über den Like
  • das er von anderen Frauen schwärmt und nicht daran denkt, dass sie das verletzt und abwertet.

man kann es also direkt auf dem Schulz von Thunschen Kommunikationsquadrat analysieren:

  • Die Sach-Ebene beinhaltet die reinen Sachaussagen, Daten und Fakten, die in einer Nachricht enthalten sind.
    „Er mochte das Foto von Emily Ratajkowskis Hintern“
  • In der Selbstoffenbarung vermittelt der Sprecher bewusst oder unbewusst – etwas über sein Selbstverständnis, seine Motive, Werte, Emotionen etc.
    „Er mag andere junge Frauen mit schlanken Körper, großen Busen und straffen Hintern und möchte ihnen das mitteilen“
  • Auf der Beziehungs-Ebene wird ausgedrückt bzw. aufgenommen, wie der Sender zum Empfänger steht und was er von ihm hält.
    Es ist ihm egal oder er wollte sogar, dass ich das wahrnehmen konnte, vielleicht sendet er mir eine Botschaft, dass ich ihm nicht genug bin, vielleicht macht er deutlich, dass es ihn nicht interessiert, ob mich das verletzt etc
  • Der Appell beinhaltet einen Wunsch oder eine Handlungsaufforderung.
    „Sei wie Emily Ratajkowski und habe einen Hintern wie sie, dann werde ich dich auch wieder mögen

Das Desaster ist vorprogrammiert.

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129 Gedanken zu “„Warum hat mein Freund den Hintern von Emily Ratajkowski geliked?“

  1. Heißt es nichts immer, Frauen sind voll Empathie und können sich so toll in anderen Menschen reinversetzen?
    Was ist so schwer daran zu verstehen, dass Männer Bilder fremder Frauen gut finden?
    Frauen schauen sich doch auch gerne Fotos fremde Kleider, Schuhe und Handtaschen an.

    • Die Mädels sind hinter dem bezaubernden Lächeln knallhart.

      Das hat NICHTS mit dem Feminismus zu tun! Die sind so. Schutzbedürftig? Von wegen.

      Aber süß sind sie trotzdem.

      • Richtig. Warum sind Frauen so zwanghaft auf ihr Aussehen, ihren Körper fixiert ? Weil Männer besser gucken als denken können ? Ich glaube der Kalauer ist falsch. Wohl eher, weil es das einzige ist was sie Männern wirklich zu bieten haben. Mit inneren Werten ist es leider oft nicht weit her, Frauen überschätzen sich da oft selbst. Sie können aber nichts dafür, sind genetisch auf Egoismus programmiert (der eigentlich auf den Nachwuchs gerichtet sein sollte, aber irgendwie scheint das oft aus dem Ruder zu laufen und sich auf die eigene Person zu konzentrieren).

      • Danke, es ist wunderbar, das nicht immer nur selbst sagen zu müssen sondern auch von anderen mal zu hören resp. lesen, danke.

        R.Binding schrieb übrigens schon in seinem Kriegstagebuch 1917, „nach Allem was ich erlebt habe, diese Menschheit hat keine Zukunft und sie verdient auch keine Zukunft“
        (zu diesen seinen Erlebnissen zählen auch überaus interessante Beobachtungen zum Verhalten von Frauen im Kriege, das Buch wird nicht mehr verlegt, wer es antiquarisch bekommt, lesenswert.)

  2. Das zeigt, wohin die Reise geht, wenn man verheiratet ist, Kinder hat und als man nicht einfach flüchten kann. Sie offenbart hier mMn die Geisteshaltung eines Kontrollfreaks. Sie sagt zwar, dass sie nur verwundert sei. Aber alleine, dass sie sich solche Gedanken über eine solche Nebensächlichkeit macht, beweist mir das Gegenteil. Von solchen Frauen sollte mach sich fernhalten.

    In dem Abschnitt zum Kommunikationsquadrat fehlt meiner Meinung nach ein wichtiger Aspekt.

    Der „Like“ richtet sich zunächst einmal an Ratajkowski. Nicht an Carman.

  3. Was erwartet sie?
    Als Caxton den Druck erfand, haben wir angefangen Hintern auszudrucken.. das internet.. eine riesige datenbank voller Hintern:
    Coupling:
    Jill: [about the film „Lesbian Spank Inferno“] How could you possibly enjoy a film like that?
    Steve: Oh, because it’s got naked women in it! Look, I like naked women! I’m a bloke! I’m supposed to like them! We’re born like that. We like naked women as soon as we’re pulled out of one. Halfway down the birth canal we’re already enjoying the view. Look, it’s the four pillars of the male heterosexual psyche. We like: naked women, stockings, lesbians, and Sean Connery best as James Bond. Because that is what being a bloke is. And if you don’t like it, darling, join a film collective. I want to spend the rest of my life with the woman at the end of the table here. But that does not stop me wanting to see several thousand more naked bottoms before I die. Because that’s what being a bloke is. When Man invented fire, he didn’t say „Hey, let’s cook!“ He said: „Great! Now we can see naked bottoms in the dark!“ As soon as Caxton invented the printing press we were using it to make pictures of – hey! – naked bottoms. We’ve turned the Internet into an enormous international database of… naked bottoms. So, you see, the story of male achievement through the ages, feeble though it may have been, has been the story of our struggle to get a better look at your bottoms. Frankly, girls, I’m not so sure how insulted you really ought to be.

    • „When Man invented fire, he didn’t say „Hey, let’s cook!“ He said: „Great! Now we can see naked bottoms in the dark!“

      *g*

      „We’ve turned the Internet into an enormous international database of… naked bottom“

      Auch da dürfte was dran sein. Männer waren die technischen Treiber des Internets und ich kann mich noch sehr genau an die Gründe erinnern, warum ich mir damals einen Netzzugang wünschte und was ich als erstes im Neuland gesucht habe. Gut, es waren nicht nur Ärsche, Titten waren auch dabei 😉

      Auch wenn Ende der 90iger noch vergleichsweise wenig los war und Frauen noch gar nicht kapiert hatten, zu was man so einen PC zu Hause rumstehen haben muss und dann auch noch diesen komischen Netzanschluss. Die Zeit der 10-DM-für-dieses-Heftchen-mit-uralten-hässlichen-Bildern, war definitiv vorbei.

      Die Frauen kamen erst so richtig auf den Geschmack mit Zuckerberg-Netzwerk und als der PC auch hochauflösende Kätzchenvideos abwarf. Wobei viele mittlerweile schon wieder zugunsten von Smartphones drauf verzichten.

  4. Shit Test, und ihr ganzes Gefühlschaos ist in der Essenz einfach nur ein Appell an ihren Macker „bittebitte steh deinen Alpha und zeig mir Grenzen auf!“

    Antwort von ihm wäre am besten gewesen Agree&Amplify, wie „Sicher, und ich habe am Wochenende auch schon ein Date mit ihr“. Wenn sie anfängt weiter Stress zu machen, dann schläft sie auf dem Sofa.

    • Generell ein guter Umgang mit Frauen, die dazu neigen, alles zu ernst zu nehmen. Nichtmal unbedingt, weil man „Alpha“ sein möchte.

  5. Ich habe mich bei der Geschichte an einen Freund erinnert, der mir vor Jahren einmal belustigt darüber erzählte, dass seine Freundin unendlich für einen Sänger schwärmte und dies damit begründete, der Sänger sähe ihm, dem Freund, ähnlich. Belustigt war er, weil er diese Ähnlichkeit überhaupt nicht erkennen konnte und fand, dass seine Freundin damit die verliebte Schwärmerei nur notdürftig legitimierte.

    Er war aber eben auch nicht sonderlich beunruhigt, weil ja klar war, dass die Schwärmerei für einen internationalen Star und die Liebe zu einem Partner auf ganz unterschiedliche Ebenen gehören und kaum kollidieren. Ganz gewiss hat er kein ernsthaftes Problem daraus gemacht.

    Das finde ich eben gerade das Erstaunlichste an diesen Zitaten von Ashley Carman und anderen: Wie kommen sie dazu, aus solch einer Kleinigkeit ein so gigantisches Problem zu machen? Wenn der Freund „Chris“ am Ende achselzuckend mit nur einem einzigen Satz zu Wort kommt, stellt sie ihn damit als gedankenlosen Depp hin – ohne aber auf die Idee zu kommen, dass diese Einsilbigkeit der Angelegenheit vielleicht absolut gerecht wird, während die aufgeregt-moralisierenden Wortschwälle vorher völlig überzogen sind.

    Und dadurch erst wird dieses Posting interessant. Carman merkt sehr wohl, dass jede Äußerung über andere auch als Selbstäußerung verstanden werden kann – sie geht aber ohne weiteres Nachdenken davon aus, dass das nur für ihren Freund Chris gelte du nicht ebenso auch für sie.

    Wie aber kommt sie darauf, dass ihre seelische Unpässlichkeit angesichts seines Likes ein moralisches Problem für andere sein müsste? Wie kommt sie darauf, dass es in Ordnung wäre, nicht nur den Freund damit zu konfrontieren, sondern auch noch eine öffentliche Debatte daraus zu machen? Woher wiederum kommt es, dass solch ein selbstaufblasendes Verhalten so unterstützt wird, dass sie damit sogar in die Diskussionsspalten eines deutschsprachigen Blogs gelangt – anstatt dass ihr frühzeitig jemand freundlich „Nun krieg dich mal wieder ein“ sagt?

    Warum er das Bild mag, ist ja wohl überhaupt nicht erklärungsbedürftig. Interessant ist allenfalls die Spannung, in der (insbesondere) Frauen seit Jahrzehnten medial zu Sex-Gottheiten aufgebaut werden. Einerseits ist sie als absolut verfügbar inszeniert, und wer gerne möchte, kann so lange versonnen meditierend auf ihren Hintern schauen, wie er sich das sonst niemals bei einer fremden Frau leisten könnte. Andererseits ist sie aber auch zugleich absolut unerreichbar. Mit dieser Spannung zwischen Verfügbarkeit und Unerreichbarkeit lässt sich Begehren medial immer neu inszenieren – sie ist ein perpetuum mobile der Attraktion. Dass der Freund das toll findet, ist gleichsam selbsterklärend.

    Viel interessanter ist die Frage, warum SIE Ratajkowski ernsthaft als Konkurrenz wahrnimmt. Möglicherweise hat es damit zu tun, dass die mediale Selbstinszenierung mittlerweile normal geworden ist, so dass der Sinn für den Unterschied verloren geht zwischen Medienbildern und Realität.

    Möglicherweise ist sie auch einfach ein extremer Kontrollfreak, der es nicht einmal aushält, wenn sein Freund auch nur im Internet einer anderen Frau hinterher schaut.

    In dem (übrigens noch dämlicheren) Kommentar von „Zeinab“ schreibt diese zudem, wie zitiert: „When they throw them a like is when it reaches another level of dumb for me. Not because I feel threatened, but because it’s such a simple thing to not do when you have a beautiful girl right in front of you!” Kann sein, dass sie das tatsächlich ernst meint: Wenn ich da bin, dann braucht er doch keine andere Göttin mehr.
    Und nein, natürlich fühlt sie sich nicht bedroht vom Like, es geht ihr nur darum, dass der Freund so dumm daherkommt. Die intrasexuelle Konkurrenz wird verbissen und hochsensibel angenommen und mitgemacht, aber zugleich selbstverständlich geleugnet.

    Mag sein, dass hier die Vorstellung mitspielt, jede Frau sei doch schön, ihre Schönheit müsse nur anerkannt werden. Das stimmt natürlich nicht, jedenfalls nicht auf dem Level der Inszenierungen Ratajkowskis. Verrückt wird das spätestens dann, wenn aus der Hoffnung, selbst als Sex- oder Attraktivitätsgöttin wahrgenommen zu werden, ein moralischer Imperativ für den Freund wird.

    So wirken denn die Äußerungen der Frauen in diesem Post nicht nur abstrus überzogen, sondern auch unendlich selbstbezogen. Das wesentliche Problem für Carman ist vermutlich nicht einmal, was der Freund über Ratajkowskis oder über sich selbst aussagt, sondern was er über SIE aussagt: Er demonstriert offen und vor anderen, dass er eine andere Frau attraktiv findet. Als ob es unter den Hunderttausenden von Likes noch für irgendjemand anderen als für sie wichtig wäre, dass IHR Freund dabei ist. Das ist das „Was sollen denn da die Nachbarn sagen“ im Zeitalter der sozialen Medien.

    Natürlich bestätigt auch eine Diskussion wie diese hier bei Christian die aufgeblasene Selbstbezogenheit von Carman und anderen noch. Ich finde aber zwei Aspekte daran trotzdem lohnenswert:

    Erstens, wie medial eine Logik des Begehrens zwischen Verfügbarkeit und Unerreichbarkeit inszeniert und unendlich reproduziert wird.

    Zweitens, mit welcher Selbstverständlichkeit wir daran gewöhnt sind, dass von manchen (nicht allen) Frauen jegliches seelisches Unwohlsein offen als moralisches Problem für andere inszeniert werden kann.

      • Gibt es dazu Erhebungen wie stark Männer u. Frauen auf solche visuellen Reize reagieren im Hirn… also Messungen für Hirnaktivitäten wenn einer Person solche Bilder betrachtet Das kann man vorlegen und dann entweder ihren geistlosen Blick entsprechend mit einer Erklärung aufbrechen oder sie verstehts von selbst.

        Wenn es meinen Glücklichkeitsspiegel positiv beeinflusst, wenn ich ein Bild betrachte, ist mir das ein Like wert. Billiger als eine Schuss ist es allemal.

        • Die gibt es vermutlich schon. Vielleicht kennt Christian Studien oder fMRI-Untersuchungen dazu.

          Ich beschäftige mich seit Jahren mit der Thematik, und bin immer wieder erstaunt, was ein einfaches Bild bei Männern auslöst, während ein äquivalentes Bild bei mir praktisch keine Wirkung hat.
          Inzwischen bin ich mir dieses Phänomens zumindest bewusst. Den meisten Frauen ist das – wie ich immer wieder lese und höre – aber überhaupt nicht klar.

        • Ja, sogar eine Metastudie aus 2010:
          http://www.springer.com/about+springer/media/springer+select?SGWID=1-11001-2-805635-0
          „Frauen reagieren auf sexuelle Reize anders als Männer“

          Zitat:
          „Die Teilnehmer machten Angaben zum Grad ihrer Erregung während und nach dem Kontakt mit einer Vielzahl sexueller Reize – die sogenannte subjektive Erregung. Mithilfe unterschiedlicher Methoden hielten die Wissenschaftler gleichzeitig die physiologischen Reaktionen fest, darunter den Grad der Erektion bei den Männern und Veränderungen der genitalen Durchblutung bei den Frauen.

          Bei Männern ließ sich ein größeres Maß an Übereinstimmung zwischen subjektiv empfundener und physiologischer Erregung feststellen als bei Frauen. Ihr subjektives Empfinden entsprach sehr viel deutlicher den körperlichen Reaktionen. Bei den Frauen hingegen war kein so hohes Maß an Übereinstimmung festzustellen – subjektiv empfundene und körperlich messbare Reaktionen klafften eher auseinander, in Einzelfällen sogar ganz erheblich.“

          DAS ist etwas, was wir Männer uns nicht vorstellen können! Ihr Körper ist geil und ihr Kopf bleibt kalt.

          Es erklärt m.E. auch den Effekt, dass Frauen sich „überwältigt“ oder „verführt“ fühlen können. Sie waren sich gar nicht bewusst, dass ihr Körper paarungsbereit geschalten hatte, bis zu dem Moment, wo dieser, aufgrund der äußeren Reize, plötzlich die Kontrolle übernimmt und sich auf die Sache einlässt.

          Bezogen auf das Artikelthema: Frauen werden durch visuelle Reize auch erregt, sind sich im Durchschnitt dessen aber weniger bewusst (und suchen das deshalb vermutlich auch weniger).

        • Nachtrag: die Studie bringt mich noch auf einen anderen Gedanken. Gibt es vielleicht tatsächlich Frauen, die derart wenig Übereinstimmung haben, dass sie sich zwar sexuell auf Männer einlassen, das aber tatsächlich als eine Art Vergewaltigung empfinden, weil ihr Kopf dabei immer „kalt“ bleibt?

          Müsste man mal untersuchen, vielleicht eine Art Geisteskrankheit.

        • „Müsste man mal untersuchen, vielleicht eine Art Geisteskrankheit.“
          Könnte erklären warum die meisten Frauen extrem langweilig im Bett sind. Da hab ich auch öfter den Eindruck, dass entweder der Kopf oder der Körper kalt bleibt obwohl sie Sex haben wollen.
          Naja, Frauen sind halt Menschen denen ein Chromosom fehlt – was soll man da schon erwarten?

      • @ Breakpoint Der Sehsinn ist ein Distanzsinn, der aber als Nahsinn erlebt werden kann. Damit eignet er sich besonders gut für ein Spiel zwischen Verfügbarkeit und Unerreichbarkeit. Jemand kann beim Anschauen das Gefühl haben, den Menschen auf dem Bild, sozusagen, mit den Augen abzutasten – aber es bleibt eben doch nur ein Bild, und der Mensch ist darüber nicht erreichbar.

        Ohne diese Distanz könnte das Begehren gestillt werden. Ohne das subjektive Gefühl der Nähe hingegen würde der Anteil der Befriedigung fehlen. Solche Inszenierungen und ihre Wahrnehmung sind zudem längst kulturell eingeübt, so dass sie den Charakter des Selbstverständlichen haben.

        Dass der Freund Ratajkowski attraktiv findet, ist wiederum tatsächlich nicht weiter erklärungsbedürftig. Dazu kommt bei ihr, dass sie durch das Blurred-Lines-Video bekannt ist, wo sie sich deutlich freizügiger zeigt, als wir das in diesem Genre gewohnt sind. Das schwingt vermutlich beim Betrachten weiterer Bilder mit. Sie ist Profi, was das Spiel mit der medial inszenierten Attraktivität angeht.

        • Für Frau Ratajkowski (von der ich BTW vorher noch nie gehört hatte) ist ihre Darstellung und Inszenierung sicher selbstverständlich. Sie dürfte sich ihrer Wirkung bewusst sein. Wie du schreibst, ist sie Profi.

          Worauf ich hinauswollte, ist, dass es vielen Frauen (wie auch der Autorin) nicht klar sein dürfte, dass Männer einerseits so stark auf diese Art Fotos reagieren, andererseits dem aber auch keine größere Bedeutung zumessen.

        • „Worauf ich hinauswollte, ist, dass es vielen Frauen (wie auch der Autorin) nicht klar sein dürfte, dass Männer einerseits so stark auf diese Art Fotos reagieren, andererseits dem aber auch keine größere Bedeutung zumessen.“

          Das ist jetzt eine äußerung, die mich spontan ein bisschen irritiert, und ein erster Gedanke war: Wieso den – er hat es doch geliked?

          Meine Güte, ein simples like auf einer internetplatform ist – eine kleine spontane reaktion auf das, was man da vor sich hat.
          Was heißt bitteschön „soooo stark auf „diese Fotos“ reagieren?
          Es ist eine spontane Reaktion auf ein Bild. Männer reagieren spontan auf Bilder schöner Frauen und – unglaublich -GUCKEN DA EINFACH HIN.
          Das like ist eine bestätigung dafür, dass er genau das macht, nicht mehr und nicht weniger. Und genau das gefällt ihr nicht. Dass ihr Freund ein Man ist, der spontan darauf reagiert, eine schöne Frau zu sehen.

          Ist natürlich eine narzistische selbstbespiegelung. Wäre ihr Freund wirklich ein Kerl, der so völlig gar nicht darauf reagiert und so gar keinen Sinn dafür hätte, eine schöne Frau zu sehen, dann würde sie sich selbst sofort völlig entwertet fühlen. Sie selbst möchte natürlich schon als schöne Frau wahrgenommen werden – aber bitte als die EINZIGE.
          (Das Stichwort Kontrollfreak kam ja schon mehrfach)
          Das funktioniert aber nicht gleichzeitig.
          Wenn der Freund andere schöne Frauen nicht mehr als solche erkennen kann/darf, dann entwertet es seinen Maßstab, in dem sie als schöne Frau durchgehen kann – es ist nichts mehr wert.
          Das Problem ist ihr eigener Narzissmus. Sie kann das Problem selbst lösen, wen sie anerkennen könnte:
          Mein Freund liked (Bilder von) Frauen wie Emily Rataikowski, weil er sie schön findet, und findet MICH auch schön.

        • „Es ist eine spontane Reaktion auf ein Bild. Männer reagieren spontan auf Bilder schöner Frauen und – unglaublich -GUCKEN DA EINFACH HIN.“

          Ich frage mich schon lange, wie hoch der Grad der sexuellen Konnotation bei so einem Bild überhaupt ist?
          Sie ist unbestritten da, aber ich like auch schöne Landschaftsphotos, Gemälde und Musik. Und persönlich ordne ich einen schönen Frauenhintern, ebenso wie einen schönen Busen, schöne Brüste oder eine insgesamt schöne Frauenfigur ein in die Kategorie „It made my day“.
          Und ich möchte auf das „It“ hinweisen. Nicht die Frau, sondern der Anblick hat mich entzückt.

          Dass Frauen da manchmal so empört reagieren, mag sicherlich daran liegen, dass sie weit weniger für optische Reize empfänglich sind, aber ich nehme auch an, dass sie selbst sehr wohl wissen, dass sie nur mit optischen Reizen punkten können. Und wenn der Partner einen fremden Frauenhintern liked, dann wird das – eben wegen des Fehlens männlicher Maßstäbe – als Angriff auf den stets fragilen eigenen Status gewertet.

      • Neulich im TV über eine alte Boygroup, ich glaube die Stones, erklärte ein Manager, dass sie nach dem Konzert die Stühle abwischen mussten, weil sich die Mädchen und junge Frauen in die Hose gemacht hatten.

        Das ist für uns unerklärlich. Und viele Frauen nehmen diese Schwärmerei bis ins Erwachsenenleben mit.

        Ohne visuelle Reize gäbe es keinen Sex. Immerhin müssen wir eine sehr starke Angst vor der Nähe überwinden.

        • Ohne visuelle Reize gäbe es keinen Sex.

          Das mag aus männlicher Perspektive so stimmen.
          Aus weiblicher Sicht sind diese visuellen Reize aber deutlich unwichtiger. Ich kann mit geschlossenen, verbundenen (das kann sogar ein Kick sein) Augen, oder im Dunkeln genauso Sex haben. Andere Einflussfaktoren wie Gerüche oder Stimmem sind da viel wesentlicher.

          Ich habe auch den Eindruck, dass – genauso wie Frauen nicht verstehen, welche Wirkung visuelle Reize auf Männer haben – Männer umgekehrt genauso wenig nachvollziehen können, dass solche visuellen Reize bei Frauen weitaus weniger bewirken. Wie sonst ließe es sich erklären, dass viele Männer immer noch der Ansicht sind, sie könnten durch das Verschicken von Dickpics Frauen für sich begeistern?

        • „in die Hose gemacht“ ??
          Das ist eine interessante Interpretation dafür, dass die Stühle feucht sind – aber ob diese Feuchtigkeit wirklich daher kommt, weil sie sich „in die Hose gemacht“ haben, möchte ich vorsichtig bezweifeln.

        • @breakpoint AKA Anne Nühm

          „dass viele Männer immer noch der Ansicht sind, sie könnten durch das Verschicken von Dickpics Frauen für sich begeistern“

          Das ist ohnehin unlogisch, denn Männer reagieren ja selbst nicht unbedingt direkt auf Pussypics, sondern eher auf das ganze drumherum. Ich denke bei solchen Bildern geht es darum, Frauen die Bestückung vorzuführen, nicht sie zu erregen. Ob das Sinn macht, sei mal dahingestellt. Da die meisten Bilder vermutlich auch noch unappetitlich und unprofessionell aussehen, dürfte die Wirkung oft eher kontraproduktiv sein.

        • „Das mag aus männlicher Perspektive so stimmen.
          Aus weiblicher Sicht sind diese visuellen Reize aber deutlich unwichtiger.“

          Tatsache ist aber auch, dass den Frauen die Wirkung solcher optischen Reize sehr wohl bewusst sind.
          Sonst würden sie nicht so viel Energie darauf verwenden.
          Auch Ratajkowski präsentiert ja ihren Hintern nicht, um ihm mehr Sonne zu gönnen.
          Und Carman würde sich nicht so echauffieren, wäre ihr die Wirkung solcher Bilder nicht ebenso vertraut.

        • @breakpoint

          Warum Dickpics? Weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass das auch ein Reiz ist.
          Wahrscheinlich meinst du, dass wahllose Verschicken keine gute Idee ist. Da gebe ich dir durchaus recht.

    • „Mag sein, dass hier die Vorstellung mitspielt, jede Frau sei doch schön, ihre Schönheit müsse nur anerkannt werden. Das stimmt natürlich nicht, jedenfalls nicht auf dem Level der Inszenierungen Ratajkowskis.“

      Das Beste an dieser Inszenierung ist übrigens die Kulisse drumrum.

      „Verrückt wird das spätestens dann, wenn aus der Hoffnung, selbst als Sex- oder Attraktivitätsgöttin wahrgenommen zu werden, ein moralischer Imperativ für den Freund wird.“

      Verrückt wäre, wenn er das tatsächlich nicht so empfände.
      Und bedenklich würde es, wenn ein paar Tage oder gar Wochen ins Land gegangen wären, ohne dass er ihr überraschend entsprechende Komplimente gemacht hätte.
      Also: in meiner Welt.

      • „Das Beste an dieser Inszenierung ist übrigens die Kulisse drumrum.“

        Welche Kul… ach so, das Boot und so.

        „Verrückt wird das spätestens dann, wenn aus der Hoffnung, selbst als Sex- oder Attraktivitätsgöttin wahrgenommen zu werden, ein moralischer Imperativ für den Freund wird.“
        „Verrückt wäre, wenn er das tatsächlich nicht so empfände.“

        Muhahahaha. Du hast tatsächlich keinen Schimmer, wie Männer denken und fühlen.

        „Und bedenklich würde es, wenn ein paar Tage oder gar Wochen ins Land gegangen wären, ohne dass er ihr überraschend entsprechende Komplimente gemacht hätte.
        Also: in meiner Welt.“

        Angeberin. Hast deinen Mann halt gut erzogen, offenbar.

        • Ich glaub auch 😉

          Gern geb ich dieses Geheimnis für eine glückliche(re) Partnerin und ein erfüllteres Sexleben an Euch weiter. (Eine gewisse Balance muss vorhanden sein, sprich ab und an muss frau das auch mit gleicher Münze zurückgeben. Und natürlich gilt auch in dieser Richtung: das geht nur, wenn man auch etwas ungelogen als sexy zu Bewertendes vor Augen hat…)

        • @Semikolon

          „Gern geb ich dieses Geheimnis für eine glückliche(re) Partnerin und ein erfüllteres Sexleben an Euch weiter.“

          Ist kein Geheimnis, funktioniert aber bei meiner nicht, zumindest nicht was das erfüllte Sexleben angeht. Aber für ihr Gefühlsleben ist das, gelegentlich praktizierte, wohlige tätscheln ihres Hinterteiles, trotzdem nicht unbedeutend.

          Verbale Komplimente von Männern gegenüber Frauen, wirken auf mich meistens verlogen. Männern sieht man an, ob sie eine Frau attraktiv finden oder nicht, falls nicht, dann schmieren sie ihr nur Honig um den Mund.

          „sprich ab und an muss frau das auch mit gleicher Münze zurückgeben“

          Und du machst das? Meine erste Freundin war so, wobei die auch eher körperlich als verbal ihre Zuneigung ausdrückte, danach keine mehr. An meiner Attraktivität kann es nicht liegen, ich sehe heute (vom sukzessive zurückweichenden Haaransatz abgesehen) besser aus, als mit 20.

        • „Verbale Komplimente von Männern gegenüber Frauen, wirken auf mich meistens verlogen.“

          Das ist dann Dein Problem. An dem lässt sich aber arbeiten.

          „Und du machst das?“

          Aber klar doch! (…zugegeben nicht so häufig wie er, aber ja!)

          Als ich meinen Mann kennenlernte und noch lange Jahre danach auch noch begannen die Morgende nicht selten damit, dass ich sein Home-Fitness-Training beäugte – Du glaubst mir wahrscheinlich gar nicht, wie wuschig mich das immer gemacht hat… (und für seine Motivation wars natürlich auch gut).

          Witzigerweise hat jeder meiner festen Partner (ungebeten!) für mich zu Musik gestrippt, ich kann das echt ziemlich genießen. In der umgekehrten Rolle hab ich mich ebenso lustigerweise ehrlich gesagt aber immer noch nicht auch nur einmal wiedergefunden. Bis 40 möcht ich mich aber auch mal endlich überwunden haben.

          Wie sag ich bei solchen Gelegenheiten immer gern? Man braucht Ziele im Leben!

        • Sein Trainingssoundtrack ist übrigens immer, IMMER (seit seiner Jugend) das komplette, kultige Rage against the Machine-Album. Nix geht über Routinen 🙂

          Mein Kopf fährt da gezwungenermaßen automatisch Filme von ihm, sobald das hier losläuft:

        • @Semikolon:

          „„Verbale Komplimente von Männern gegenüber Frauen, wirken auf mich meistens verlogen.“
          Das ist dann Dein Problem. An dem lässt sich aber arbeiten.“

          Nein, lässt es nicht. Ich kann mich nicht so verbiegen, dass ich jemanden umschmeichle. Selbst dann nicht, wenn der- oder diejenige es vielleicht verdient hätte. Dass Frauen solche Lügen gerne glauben, ist eine Binse. Ich kenne viele Männer, die ihre Frauen mit Blumen beschenken, weil die drauf stehen. Aus Männersicht ist das normalerweise kein Liebesbeweis, sondern entweder steckt Unsicherheit dahinter („die will das halt, also mach ich’s“) oder es wird bewusst instrumentalisiert (ala „das klappt immer, wenn wir uns gestritten haben“).

          Es ist eine Unterwerfungsgeste der Männer. Und ich unterwerfe mich keiner Frau. Ebensowenig wie ich einer Geld dafür geben würde, dass sie mich mal ranlässt. Das macht mein Leben sicher komplizierter, aber dafür kann ich meine Selbstachtung behalten.

          Nicht missverstehen, ich sage schon, wenn mir was gefällt. Aber das ist selten und nicht primär darauf ausgerichtet, dass sie sich gut fühlt deswegen. Dafür kann sie sich auf mich verlassen, wenn ich eine Meinung äußere, ist es eine ehrliche und frei von falscher Rücksichtnahme.

    • @Lucas

      „Die intrasexuelle Konkurrenz wird verbissen und hochsensibel angenommen und mitgemacht, aber zugleich selbstverständlich geleugnet.“

      Was unter dem Aspekt grotesk ist, dass soziale Medien von Frauen als Mittel der Selbstdarstellung und Selbstinszenierung, also zur Gewinnung von Aufmerksamkeit, genutzt werden und diese Medien das spezifisch weibliche Bedürfnis spezifisch weiblich befeuern. Der Test darauf ist einfach: Google „selfies“, dann auf „Bilder“ gehen und speziell „facebook“ – der Frauenanteil dürfte irgendwo zwischen 90% und 95% liegen.
      Vielleicht sollte man betonen, dass „soziale Medien“ in erster Linie „visuelle Medien“ sind.

      Der „Level der Inszenierungen zwischen Verfügbarkeit und Unerreichbarkeit“ ist durch Inszenierung eines Models mit Modelmaßen mit Hilfe eines guten Fotografen und Mitteln der Nachbereitung besser geeignet, ein Begehren oder wenigstens Aufmerksamkeit zu entfachen. Von dem jedoch zugleich angenommen und bewertet wird, die Bilder seien damit „irreal“.

      Schaut man sich hingegen die Google Ergebnisse – also die selfies/Bilder – an, dann sind diese Selbstinszenierungen inzwischen weibliches Allgemeingut geworden und das Problem ist m.E., wie diese von den Frauen selbst wahrgenommen werden.
      Von daher: „Möglicherweise hat es damit zu tun, dass die mediale Selbstinszenierung mittlerweile normal geworden ist, so dass der Sinn für den Unterschied verloren geht zwischen Medienbildern und Realität.“ kannst du einerseits das „möglicherweise“ getrost streichen.

      Und jetzt gibt es ein doppeltes „andererseits“:

      Andererseits 1: „Verrückt wird das spätestens dann, wenn aus der Hoffnung, selbst als Sex- oder Attraktivitätsgöttin wahrgenommen zu werden, ein moralischer Imperativ für den Freund wird.“ kann man m.E. „verrückt“ oder „ver-rückt“ als neuen psychischen Normalzustand (default) ansehen.
      Sie sagt hier: „Not because I feel threatened, but because it’s such a simple thing to not do when you have a beautiful girl right in front of you!” und setzt sich selbst damit als „beautiful“ *auf einer Stufe* mit Emily Ratajkowski.
      Dem Problem ist nicht gedient, wenn wir nun einfach sagen: „Nicht wirklich!“ und demnach eine „Hoffnung“ enttäuschen. Das damit verbundene Problem falscher weiblicher Selbstwahrnehmung und seine Folgen hat Colttaine dargestellt ab 4:30

      Denn sie stellt hier – andererseits 2 – die grundsätzliche Frage: „Why did he like this photo? Is he so un-evolved that he can’t resist the allure of a butt pic?“
      D.h. der „Verlockung“ nicht zu widerstehen deutet ihrer Meinung nach auf eine männliche *Unreife* (Neanderthaler) hin, dem *inszenierten* Begehren *nicht* widerstehen zu können.
      Sie thematisiert damit durchaus die medial inszenierte „Spannung zwischen Verfügbarkeit und Unerreichbarkeit“ als „perpetuum mobile der Attraktion“ mit dem Verweis auf „this photo“.

      Der gefährliche Kern ihrer Botschaft ist dessen Pseudo-Kritik (dazu später): Dass in ihren Augen damit eine Alternative existiert, nämlich eine *authentische* und *reale* Form der Selbstinszenierung *authentisch* weiblicher Schönheit.
      Die authentische weibliche Schönheit kommt natürlich in „all shapes“ und liegt vor allem in den Augen der Betrachterin. 😉
      Der für „facebook“ u.a. spannende Punkt ist, dass selbst die Diskussion darüber, ob Schönheit in „all shapes“ existiert dazu führt, dass sich „all shapes“ selber per Foto auf den sozialen Medien inszenieren. Schön – für facebook – ist, der damit einher gehende Zwang zur Selbstoffenbarung und Anerkennung durch Bewertung (likes) wird weder erkannt, noch thematisiert, sondern ignoriert.

      Der „Focus“ formuliert diese Ignoranz so: „Eine Entwicklung, die mit den sozialen Medien einhergeht, ist eine Flut von Bildern, die bei Diensten wie Facebook, Instagram oder Snapchat auf uns einprasselt.“
      http://www.focus.de/digital/internet/asd-asd_id_5459317.html
      Als würden facebook, instagram oder snapchat *selber* tatsächlich eine „Flut von Bildern“ produzieren und nicht die Nutzer und Nutzerinnen dieser sozialen Medien.

      In einer virtuell folgenden Diskussion über Schönheit in „all shapes“ gerät *durch* die skizzierte Grundannahme der „Authentizität“ der Unterschied „zwischen Medienbildern und Realität“ tatsächlich erst verloren.
      Kritik an den geposteten Frauenbildern, die der Grundannahme der Authentizität folgen, wird auf die Frauen selbst bezogen, nicht auf deren Bilder und Inszenierungen. Das ist m.E. erwünschtes Ergebnis seitens der Unternehmen: Das Bild für die Wirklichkeit zu halten und das Medium für die Botschaft der Wirklichkeit.
      Schaut man sich die weiblichen Inszenierungen im Detail an, so sind die Posen Medien- und Modelvorbildern entlehnt – die Trennung zwischen „irreal“ und „real“, zwischen „inszeniert“ und „authentisch“ ist künstlich und nicht gerechtfertigt.
      Dass die eingesetzten Mittel die von Amateurinnen sind, ändert an dem Ziel der Gewinnung von Aufmerksamkeit durch Selbstinszenierung kein Jota.

      Dies ist jedoch eine *spezifisch weibliche* Form der Gewinnung von Aufmerksamkeit und Anerkennung; als „human beings“, nicht als „human doings“. Der medialen Mitleidlenkung, die armen Frauen würden nur nach ihrem Aussehen beurteilt entgeht, dass Männern dieser Weg der Erzielung von Aufmerksamkeit und Anerkennung in überwiegender Mehrheit gar nicht zur Verfügung steht. D.h. die sozialen Medien befeuern die tatsächlichen Unterschiede zwischen den Geschlechtern, weil sie auf die spezifisch weibliche Form zugeschnitten sind.

      Der Kritik an der Darstellung von Frauen in den sozialen Medien und dem vorherrschenden, „patriarchalen“ Schönheitsideal kann man attestieren, weder diese Geschlechterdifferenz erkannt zu haben, noch das Interesse von facebook et. al. solche Ideale *abzuschaffen*.
      Nur mit einem „weibliche Schönheit comes in all shapes“ kann die weibliche Selbstdarstellung und Inszenierung in die Breite getragen werden und damit der (verborgene) Zwang zur Selbstoffenbarung und Anerkennung durch Bewertung (likes).

      Man kann also erstens sagen, dass hier die feministische Pseudo-Kritik die Interessen von facebook usw. vertritt und umgekehrt.
      Den zu Grunde liegenden Mechanismus, der diese Geschlechterdifferenzen immer wieder erneuert berührt diese Kritik nicht.

      Tldr: Same shit. Different day.

      Gruß crumar
      (Organisation MGTOW)

  6. Es wäre interessant zu wissen, wie sonst seine Like-Häufigkeit ist.
    Wenn er nur ein Bild im halben Jahr liket, sagt das etwas ganz anderes aus, als wenn er täglich zig Bilder liket.

    Seltsam finde ich allerdings, dass sie von einem Freund darauf aufmerksam gemacht wird. Warum hat er ihr das nur mitgeteilt?

    • „Es wäre interessant zu wissen, wie sonst seine Like-Häufigkeit ist.
      Wenn er nur ein Bild im halben Jahr liket, sagt das etwas ganz anderes aus, als wenn er täglich zig Bilder liket.“

      Warum? Man kann doch beide Fälle zu seinen Gunsten oder Ungunsten interpretieren.

      „Seltsam finde ich allerdings, dass sie von einem Freund darauf aufmerksam gemacht wird. Warum hat er ihr das nur mitgeteilt?“

      Ja, vielleicht hat er Interesse oder kann Chris nicht leiden. Oder steckt da nur so ein Mechanismus ala „diesen Link weiterempfehlen“ dahinter (ich bin nicht bei Instagram).

      • Man kann doch beide Fälle zu seinen Gunsten oder Ungunsten interpretieren.

        Wenn es für ihn alltäglich ist, viele Bilder zu liken, hat ein einzelnes Bild überhaupt keine Aussagekraft. Wenn er jedoch nur sehr selten ein Like vergibt, weil ihm das Bild wirklich außergewöhnlich gut gefällt, dann bedeutet das eine besondere Auszeichnung.
        Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen.

        Ja, vielleicht hat er Interesse oder kann Chris nicht leiden.

        Eben. Ihm muss doch bewusst gewesen sein, dass er damit Unfrieden zwischen beiden stiften würde. Oder denken Männer nicht so weit?

        • „Wenn er jedoch nur sehr selten ein Like vergibt, weil ihm das Bild wirklich außergewöhnlich gut gefällt, dann bedeutet das eine besondere Auszeichnung.“

          Nicht unbedingt. Man kann es auch genau andersherum interpretieren:

          viele Bilder: er braucht wirklich extreme Ablenkung vom Schlabberarsch seiner Freundin und versucht über Quantität vielleicht sogar einen Kontakt irgendwo zu bekommen 🙂

          wenige Bilder: er ist über einen Link gestolpert und hat gedankenlos gehandelt, was er ansonsten nicht tut

          „Ihm muss doch bewusst gewesen sein, dass er damit Unfrieden zwischen beiden stiften würde. Oder denken Männer nicht so weit?“

          Normalerweise reibt man die Pornovorlieben eines Freundes nicht der Freundin unter die Nase (und versucht auch nicht, sie auszuspannen). Aber Männer neigen auch gelegentlich zu dummen Neckereien untereinander. Vielleicht hat Chris den Typen mal vor dessen Freundin irgendwie bloßgestellt und der hat sich jetzt gerächt und dreht ihm eine lange Nase. Dass die Frau das derart hochspielt, war ja auch nicht unbedingt zu erwarten, sie tut ihrem Informanten ja auch nichts Gutes, indem sie ihn auch noch namentlich erwähnt. Die Hellste scheint sie nicht zu sein.

          • viele Bilder: er braucht wirklich extreme Ablenkung vom Schlabberarsch seiner Freundin

            Wenn diese vielen Bilder hauptsächlich andere Frauen darstellen, dann stimme ich dir zu. Allerdings hatte ich gemeint, dass er querbeet Bilder zu allem möglichen liket, und dass da auch mal welche von freizügig gekleideten Frauen dabei sind, liegt an der schieren Anzahl.

            und hat gedankenlos gehandelt

            Mit Instagram bin ich nicht vertraut, nehme aber an, dass man dort – wie bei WordPress oder Twitter – versehentlich vergebene Likes auch wieder zurücknehmen kann.
            Er hätte ihr dann auch sagen können, dass das Like nicht ernst gemeint war (ob sie das geglaubt hätte, ist natürlich wieder eine andere Frage).

            Dass die Frau das derart hochspielt, war ja auch nicht unbedingt zu erwarten

            Ein „Freund“ sollte sie eigentlich gut genug kennen, um beispielsweise zu wissen, dass sie unsicher bezüglich ihres Körpers ist, und sie sich deshalb leicht angegriffen oder abgewertet fühlt.

        • „Ein „Freund“ sollte sie eigentlich gut genug kennen, um beispielsweise zu wissen, dass sie unsicher bezüglich ihres Körpers ist, und sie sich deshalb leicht angegriffen oder abgewertet fühlt.“

          Ach komm!

          1) ist das doch bei fast allen Frauen so

          2) ist die Frage, wer der Freund von wem ist, steht er ihr oder Chris näher und wen wollte er ärgern, sie oder ihn?

          Und was ist in diesem virtuellen Zirkus überhaupt ein „Freund“?

        • >>> Ein „Freund“ sollte sie eigentlich gut
          >>> genug kennen, um beispielsweise zu wissen,
          >>> dass sie unsicher bezüglich ihres Körpers ist,
          >>> und sie sich deshalb leicht angegriffen
          >>> oder abgewertet fühlt.

          Deswegen muss man doch nicht auf jedes Kleinkindverhalten des Partners Rücksicht nehmen.

          Frauen hören doch auch nicht auf zu kreischen und zu hyperventilieren, wenn z.B. ihre Musikidole in der Stadt sind. Wieso nehmen die denn keine Rücksicht auf ihre Partner?

          Und ich persönlich kenne es eigentlich eher von Frauen, dass die ständig die Optik anderer Menschen bewerten. Wenn ich z.B. mit meiner Partnerin durch die Stadt gegangen bin, dann höre ich ständig solche Sätze wie: „Ohh, hast den gesehen, der/die hatte eine tolle Ausstrahlung“, während ich überhaupt nicht einmal gemerkt habe, dass überhaupt jemand an uns vorbei gelaufen ist.

          Frauen sind Meister darin, aus Nichtigkeiten Dramen zu veranstalten, während sie selber nicht einmal ansatzweise nach dem leben, was sie vom Partner verlangen.

          • Deswegen muss man doch nicht auf jedes Kleinkindverhalten des Partners Rücksicht nehmen.

            Was hat das damit zu tun?
            Es ging um einen ihrer „two best friends“, der sie darauf aufmerksam gemacht hat, dass ihr Partner das Foto eines Models geliket hat.
            Es stellt sich mir die Frage, warum er ihr das unter die Nase reiben musste, anstatt es diskret und schulterzuckend zu ignorieren.

        • „Es stellt sich mir die Frage, warum er ihr das unter die Nase reiben musste, anstatt es diskret und schulterzuckend zu ignorieren.“

          Haha!
          Wieviele Hintern könnt man täglich bei Interesse im Internet bewundern, wieviele verschiedene kriegt man sogar ungewollt aufgezwungen im Laufe weniger Tage?* Und dann muss mann eins davon aber sogar liken? Da stellt sich doch die Frage, warum er seine Begeisterung dauerhaft der Weltöffentlichkeit unter die Nase reiben musste, anstatt sie bzw. auch dieses Bild so diskret und schulterzuckend zu ignorieren wie die anderen tausend Male in den Wochen zuvor auch.

          *Aus Evo-Psycho-Sicht muss man sich klarmachen, dass jede/r Durchschnittsbürger/in heutzutage an einem Tag mehr – meist extremst gepimpte – weibliche körperliche „Normschönheit“ vor die Linse bekommt als ein Neandertaler^^ auf sein gesamtes Leben gerechnet. Wobei ich dazusagen will, dass man sich die Früh-Frau heutzutage auch bereits erstaunlich modern, wohlproportioniert und insbesondere auch extrem haarlos vorzustellen scheint:

          Da wird wohl die unsere Affennatur – und damit die Evolution an sich!- geleugnet, meint ihr nicht? vgl.
          http://www.watson.ch/imgdb/5f52/Qx,B,204,0,1622,1210,786,508,313,265/6140045253373014

          Realistisch für heutige Naturvölker wären bekanntermaßen bspw. solche Ansichten:

          • Nochmal – es geht bei meiner Frage nicht um ihren Partner, der das Bild geliket hat (weil es ihm gefallen hat), sondern um ihren besten Freund, der ihr dies mitgeteilt hat.
            Das sind zwei verschiedene Männer. Capisce?

        • Klar doch, Dumpfbacke.

          Nur ist Dein Gedanke bezüglich ihres Freundes derselbe wie ihrer bezüglich ihres Sexpartners.

          Beide haben strenggenommen übertrieben reagiert, nur ist jeder von uns halt bereits geübt darin, Hinterndarstellungen nicht näher an sich rankommen zu lassen, womit das Mitteilungsbedürfnis des besten Freundes zur wesentlich nachvollziehbaren Handlung befördert wird, weil derartige Situationen (eher) Seltenheitswert haben.

  7. Mein Lieblingssatz:
    „I never like celebrities’ posts, other than Ina Garten. I save likes for people I know IRL“

    Als hätte sie nur eine begrenzte Anzahl von Likes und ab 40 gar keine mehr. Dabei übersieht sie, dass Männer bis ins hohe Alter quasi unendlich viele Likes geben können. Die Kosten für einen Like für einen Mann sind infinitesimal, die Chance, dass einer auf fruchtbaren Boden fällt auch.

    Frauen haben nicht den geringsten Schimmer, wie es ist, ein Mann zu sein. Das nehmen sie allerdings ggf (wie hier) als Defizit des Mannes wahr.

    • Sie musste halt feststellen, dass sie ’ne Like-Schlampe als Freund hat. 😉

      Besonders toll auch diese Perle hier: „I might bookmark a photo, screenshot it, or send it to my friends to talk about, but I’ll never like“.

      • „Besonders toll auch diese Perle hier: „I might bookmark a photo, screenshot it, or send it to my friends to talk about, but I’ll never like“.“

        Genau:
        Das heißt:
        Ich mache das mit meiner persönlichen präferenz so, und das ist das einzig akzeptable. Dass mein Freund das mit likes anders handhabt als ich ist für mich unglaublich, unverschämt, dumm, und was noch so alles diesem Umstand zugeschrieben wurde.

        Es geht um Deutungshoheit, um das EINZIG RICHTIGE.

  8. Ein anderer Interpretationsansatz aus einem alten Heartiste Post http://bit.ly/2h1Bgcv

    Here is decent Facebook game:

    There was a very attractive girl, a verbatim 9, who had self-shot herself. She was smiling with even white teeth, managing to angle the shot just right so that you could see her sitting with shorts, her legs revealed.

    Five people liked it.

    White Beta Male with his name written in katakana: Radiant.

    Beta Male twice her age: Your always so beautiful!!

    Grrlfriend: so pretty~!

    Chick with a mirror shot: Man I wanna pierce my nose soooo bad! I like the hoop on you 🙂

    AzN Beta: Bang’n

    Duckfaced Douchebag: holy sheeet

    Me: I like your left eye better.

    She immediately responded to me, and to me alone: “Hahaha!”

    Öffentlich hübsche Bilder liken ist beta.

    • „Öffentlich hübsche Bilder liken ist beta.“
      So siehts aus. Genauso wie sich über Frauen in der Öffentlichkeit aufzugeilen, sie aber dann doch nicht anzusprechen.
      Abgesehen davon sind die meisten Frauen objektiv betrachtet eigentlich hässlich. Entferne das Makeup, die Shapewear, die Hairextensions und das andere drumherum und schon sind 90% aller Frauen nur noch halb so schön wie zuvor. Trotzdem wollen wir Männer was von denen, weil wir all die Unzulänglichkeiten ignorieren – der Spruch mit der Mülltüte über den Kopf der Frau beim Sex ist nicht von ungefähr.

  9. Knackpunkt ist der allgegenwärtige weibliche Narzissmus. Was soll verletzend oder abwertend sein, wenn mann eine andere Frau ‚liked‘? Die Frau verlangt die totale Unterwerfung des Freundes unter ihren gynozentrischen Göttinnenanspruch. Den finde ich höchst ‚un-evolved‘ und archaisch.

    • Sie denkt nur wie eine Frau. Da Frauen evolutionär (körperliche Schwäche, starke soziale Abhängigkeit) auf Manipulation getrimmt sind, sehen sie auch überall welche. Sie muss wohl erst lernen, dass das bei Männern anders ist. Vermutlich ein Mutterkind und ohne Brüder.

      Man kann das Frauen nicht vorwerfen, wir müssen ja auch erst lernen, mit denen klar zu kommen.

        • 🙂

          Ja, da ist schon was dran.

          An der Stelle ihres Freundes, würde ich es ihr zu erklären versuchen. Misslingt das, würde ich sie rauswerfen, wahrscheinlich eh besser, bei einem derartig medial vernetzten Plapperweibchen. Mit so einer braucht man(n) schon ein richtig dickes Fell, zumal die alles bebildert und am besten noch mit Klarnamen rauszuposaunen scheint.

  10. „Das Desaster ist vorprogrammiert.“

    Ach, sehe ich nicht so. Männer schauen ja auch Pornos. Wenn eine Frau das immer auf sich bezieht, wird sie nicht glücklich werden. Die meisten Frauen lernen sehr schnell, dass sie ihrem Mann niemals genug sein können und werden, das aber keine große Rolle spielt, solange der nicht ständig auf anderen herumturnt 🙂

    Eine Frau, die bei einem Mann subtile Hinweise vermutet, ist ohnehin meistens auf der falschen Spur unterwegs. Ein Mann verhält sich eben wie ein Mann, dazu gehört eine gewisse mutige (oder unbedachte) Aufrichtigkeit, wenn sie schlau ist, erhält sie sich das und macht ihm nicht jedesmal beleidigt eine Szene…

  11. Ein paar Nächte auf die Couch mit ihm oder am besten gleich rausschmeissen, danach ein ernsthaftes Wörtchen mit Emily sprechen, sie soll gefälligst die Finger von meinem Freund lassen!

      • Das hat Frauen noch nie gestört! Ich bewunder das fast, wie Frauen es immer wieder schaffen, die eigenen Sachen als allein ihre Sachen und seine Sachen als gemeinsame Sachen zu betrachten.

        • Ja, ein Mann sollte sich vorher überlegen, ob er ein Monster in sein Haus lässt.
          Leider lernen sehr viele Männer erst, wenn es zu spät ist, wieviele Monster weiblich sind.

          Die Mantren für den Mann des 21. Jahrhunderts:
          Don’t stick your dick in Crazy.
          Glaube nicht, was sie sagt. Glaube nur, was sie tut.
          Denk an den Fischer und seine Frau.
          Denk an den Wolf im Schafspelz.
          Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich auch Herz zu Herzen findet (und nicht nur Schwanz zu Muschi)

  12. Es geht um das Drücken des like-Knopfs, nicht um das Mögen eines Bildes an sich, und das ist in solchen Fällen wie schon richtig festgehalten wurde das Verhalten eines Betas – natürlich turnt sie das ab.

    Eine Stufe härter wären unter namentlichem Profil gelikte Pornos… es gibt wohl auch ein paar wenige Männer, die das machen, diese Idioten werden aber i.d.R. nicht in einer Beziehung sein und blamieren sich deshalb nur ganz allein selbst, nehme ich wenigstens an. Oder wie handhabt ihr das? Schon mal mitbekommen, dass ein Bekannter, Freund oder gar ein Familienmitglied von Euch das gemacht hätte? So Ihr das cringeworthy fändet, versteht ihr augenblicklich ihre Emotion.

    Interessant wäre halt, wie er sich umgekehrt fühlen würde, wenn sie a) sich öffentlich – klischeehaft – als bspw. Chippendales-Fan darstellte, oder b) wenn sie ein (ihm unbekanntes) vorteilhaftes Foto von ihrem eigenen kaum bekleideten Hintern namentlich zugeordnet neu ins Internet stellte ohne ihn darüber zu informieren und er das über einen Freund erführe.

    Möglich, dass er seinen Unmut darüber nicht direkt artikulieren würde, aber auf der Gefühlsebene würde ihn das dann m.M.n. auch nicht völlig kaltlassen.

    • Mate-Guarding ist natürlich Anti-Game und man sollte das lassen. Aber jede Frau, die Bilder von sich im Internet postet, schafft damit Gründe für ihren Mann sich andere Optionen zu erschließen oder warm zu halten.

        • @Ih
          Nein, das hängt sehr stark vom Grad des „Mateguarding“ ab.
          Selbstsicheres Auftreten und darlegen, dass die Dame zu einem gehört, ist nicht Anti-Game.
          Übertriebene Eifersucht dagegen schon. Komplettes Desinteresse ist aber auch „Beta“.

        • Das kommt drauf an, wer der Empfänger der Kommunikation ist. Wenn es um das Gespräch mit ihm geht, dann kann man natürlich sagen, dass diese zu einem gehört. Aber bei der Frage, ob sie das mitbekommen sollte oder ob man ihr so etwas sagen sollte, sieht das anders aus.
          Ignorieren geht natürlich auch nicht. Aber man muss letztlich sowieso sicherstellen, dass jeder Konkurrent schwächer und rangniederer aussieht.

          Ich wollte eigentlich nur darauf hinaus, dass man als Mann in solchen Fragen immer in einer verzwickten Situation ist, weil man den direkten Weg einfach eifersüchtig zu sein, wie Frauen das machen, nicht gehen kann.

        • Und noch für Christian: Man muss dabei auch unterscheiden, was für ein Verhältnis das ist. Wenn dieses Verhältnis auf ihrer animalischen Begierde basieren soll, dann muss man die Attraktion hoch halten und ihr dieses Gefühl der Sicherheit und Verbundenheit nie wirklich geben. Die Möglichkeit, die Aussicht vielleicht, aber nie die Erfüllung dieses Bedürfnisses.

          Denn wenn sie das bekommt und man in den Bereich wechselt, der klassisch als „Beziehung“ angesehen wird, dann basiert die Geschichte letztlich auf ihrem Verkaufen von Sexualität. Sie entscheidet dann mit dem Kopf (und nicht der Pussy) ob sie in dieser Beziehung genug bekommt um dafür den Zugang zu ihrer Pussy zu eröffnen. Und hier hat man dann all die typischen Probleme wie „stehen Frauen überhaupt auf Sex?“, „Frauen lieben nicht wirklich“ und all den manipulativen und zickigen Schrott oben drauf.

          Mich persönlichinteressiert dieses „klassische Beziehungsding“ nicht mehr.

        • Nein, Attraction und Comfort sind Gegensätze. Es kommt natürlich auf die Abwechslung oder die Mischung an. Aber zu glauben, eines könnte beides ist ein Irrtum.

        • Reden wir jetzt über den einzelnen Impuls oder ihren „Zustand“?

          Du bist doch in einer Beziehung. Pack einfach mal immer mehr Comfort rein und lass die Attraktion schleifen und schau was passiert.

        • Als ob es besser wäre, den Comfort schleifen zu lassen und nur Attraction, Attraction, Attraction zu feuern… Der Fehler liegt eindeutig im Schleifen lassen aka sich gehen lassen.

    • „Interessant wäre halt, wie er sich umgekehrt fühlen würde, wenn sie a) sich öffentlich – klischeehaft – als bspw. Chippendales-Fan darstellte, oder b) wenn sie ein (ihm unbekanntes) vorteilhaftes Foto von ihrem eigenen kaum bekleideten Hintern namentlich zugeordnet neu ins Internet stellte ohne ihn darüber zu informieren und er das über einen Freund erführe.“

      Fall a):
      Es ist offenkundig für die meisten Frauen schwer vorstelbar, dass Männer auf sowas ganz anders reagieren als sie selbst.
      Während Schoppe oben diese Geschichte erzählt:
      „Ich habe mich bei der Geschichte an einen Freund erinnert, der mir vor Jahren einmal belustigt darüber erzählte, dass seine Freundin unendlich für einen Sänger schwärmte und dies damit begründete, der Sänger sähe ihm, dem Freund, ähnlich. Belustigt war er, weil er diese Ähnlichkeit überhaupt nicht erkennen konnte und fand, dass seine Freundin damit die verliebte Schwärmerei nur notdürftig legitimierte.“
      Sowas „belustigt“ eher. Da sehen wir eine notdürftig kaschiert pubertäre Schwärmerei.
      Etwas anderes wäre tatsächlich eine offen sexualisierte inszenierung wie die Chippendales toll zu finden. Da geht es um nichts anderes mehr, da wird keine „Musik“ vorgeschoben – Sexualisierung ist der zentrale Aspekt. Trotzdem sind die Chippendales aber keine unmittelbare Konkurrenz. Und deshalb würden ziemlich viele Männer das auch nicht als Problem betrachten, sondern sogar ziemlich cool finden.
      Und am ehesten als Aufhänger für irgendwas im eigenen Sexleben benutzen.

      Fall b):
      Ist überhaupt nicht analog zu dem hier geschriebenen. Wie man darauf reagiert, hängt wohl von ziemlich vielen Faktoren ab. In jedem Fall muss jeder, der sowas macht (auch Männer – wenn man entsprechend vorteilhafte Bilder aufbringen kann), aber mit sexualiserten Kommentaren und Antworten rechnen – you get what you want.
      Das ist etwas, was sie wissen muss, und das ist etwas, was auch er weiß – bei Emily Ratajkowsky ist das ihr Job, sie lebt davon, und ein evtl. Freund weiß das von vornherein.
      Warum sich jemand privates in solcher Weise öffentlich sexualisiert, ist ein anderes Thema, und abhängig von der Beziehungsdynamik kann sich das ganz erheblich unterschiedlich auswirken.

      • „Und deshalb würden ziemlich viele Männer das auch nicht als Problem betrachten, sondern sogar ziemlich cool finden.“

        Ne, glaub ich Dir nicht.

        „Und am ehesten als Aufhänger für irgendwas im eigenen Sexleben benutzen.“

        Mmh. Vielleicht.

        „Fall b):
        Ist überhaupt nicht analog zu dem hier geschriebenen.“

        Es geht um das Foto eines Hinterns. Manche Männer wären sogar Stolz, wenn Viele den ihrer Freundin öffentlich likten…

        „bei Emily Ratajkowsky ist das ihr Job, sie lebt davon“

        Es ist schon erstaunlich, wie stark Geld die Bewertungen des Verhaltens von Frauen verändert. Im Falle von Prostitution tendenziell (sehr) zum Negativen, im Falle vom Abphotographieren lassen totalst ins Positive.

        „Warum sich jemand privates in solcher Weise öffentlich sexualisiert, ist ein anderes Thema, und abhängig von der Beziehungsdynamik kann sich das ganz erheblich unterschiedlich auswirken.“

        Reden wir doch mal über Amateur-Pornos.
        Ich stehe ja auf dem Standpunkt, dass der weit überwiegende Teil der echten ohne Wissen und Einverständnis der abgebildeten Frauen ins Internet gelangt sein müssten. Wie hoch schätzt Ihr diesen Anteil ein?

        • „Reden wir doch mal über Amateur-Pornos. Ich stehe ja auf dem Standpunkt, dass der weit überwiegende Teil der echten ohne Wissen und Einverständnis der abgebildeten Frauen ins Internet gelangt sein müssten. Wie hoch schätzt Ihr diesen Anteil ein?“

          Reine Glaubensfrage. Wie unterscheidet man denn „echte“ Amateurpornos von „semiprofessionell“ oder „auf Amateur gestylt“?

          Und selbst wenn es gegen den Willen der Frauen war, sagt das noch nicht, ob es mit dem Willen der abgebildeten Männer geschah. Netzwerksniffer kann man sich kostenlos runterladen und Trojaner hatte selbst ich schon mehrmals drauf, obwohl ich sehr vorsichtig bin. Das liken von Pornos wäre die eine Sache, von mir selbst möchte ich aber nicht unbedingt welche im Netz finden…

          Wobei das alles noch halb so schlimm wäre, wenn mich nur Vertraute finden könnten (d.h. ohne Namensnennung), die müssten schon wirklich böswilig sein, um das an die große Glocke zu hängen (zumal es sie selbst auch beschämen würde).

        • „Reden wir doch mal über Amateur-Pornos.
          Ich stehe ja auf dem Standpunkt, dass der weit überwiegende Teil der echten ohne Wissen und Einverständnis der abgebildeten Frauen ins Internet gelangt sein müssten. Wie hoch schätzt Ihr diesen Anteil ein?“

          Ziemliche Behauptung.
          Ich glaube nicht, dass das wesentlich häufiger vorkommt als umgekehrt. Angesichts des überraschend starken weiblichen Bedürfnisses, sich öffentlich in selfies selbst zu sexualisieren (siehe Google-suche nach selfies/Bilder), halte ich die vermutung eher für abwegig.
          Umgekehrte Vermutung: Männer drehen solche (echten) amateurpornos doch eher für den „Eigengebrauch“ und nicht, um sich damit öffentlich zu präsentieren. Wie viele Frauen machen sowas trotzdem öffentlich, gegen das Wissen der Männer?
          Jedenfalls:
          http://reason.com/archives/2017/07/18/men-as-likely-to-be-harassed-online-as-w
          „Few will be surprised to learn that women under 30 were substantially more likely than their male peers—53 percent vs. 37 percent—to report receiving unsolicited sexually explicit images. But in a more counterintuitive finding, men in that age group were more likely than women—14 percent vs. 10 percent—to say that explicit images of them had been shared online without their consent. (For those 30 and older, the figure was 5 percent for both sexes.)

          This differs sharply from feminist scholars‘ claims that 90 percent of so-called „revenge porn“ targets women, a figure based on a self-selected and mostly female sample. But it supports a 2013 study by McAfee Security in which men were more likely to report both being threatened with having intimate photos of them posted online and actually having such photos posted.“

        • „Manche Männer wären sogar Stolz, wenn Viele den ihrer Freundin öffentlich likten…“
          Ja, auf jeden Fall. Ich sagte ja, dieser Fall hängt von vielen Faktoren ab. Nicht zuletzt davon, was „ein (ihm unbekanntes) vorteilhaftes Foto “ bedeutet.
          Wenn es innerhalb der Beziehung ohnehin klar ist, dass es solche Fotos gibt und er nicht jedes einzelne davon kennt – geschenkt.
          Wenn es sowas noch nie gab, auch nicht von ihm selbst oder einem ihm bekannten Zusammenhang, und dann postet sie ein sexy Foto aus der privatwohnung eines Freundes (ein wirklich gutes Foto wird kein popeliges Selfie sein..), dann ist das schon was anderes.

    • „Es geht um das Drücken des like-Knopfs, nicht um das Mögen eines Bildes an sich“

      Ich hatte das bisher immer für eine triviale und billige Aktion gehalten sein Wohlwollen oder Übereinstimmung auszudrücken. Allerdings habe ich das noch nie getan, weil ich nicht in Klarnamennetzwerken unterwegs bin.

      „und das ist in solchen Fällen wie schon richtig festgehalten wurde das Verhalten eines Betas“

      Eine Ansicht die ich nicht teile. Liken kann jeder, warum auch nicht, daraus irgendeinen Status abzuleiten ist unsinnig und unlogisch.

      „Eine Stufe härter wären unter namentlichem Profil gelikte Pornos“

      Es wäre höchstens unpassend, wenn es Rückschlüsse auf sein Sexualverhalten mit ihr zulässt. Aber es bliebe so oder so nicht mehr als ein Like. Männer kennen oft den Pornogeschmack ihrer Freunde, für die ist das keine große Sache.

      „… es gibt wohl auch ein paar wenige Männer, die das machen, diese Idioten werden aber i.d.R. nicht in einer Beziehung sein und blamieren sich deshalb nur ganz allein selbst, nehme ich wenigstens an.“

      Wer blamiert da wen? Alles eine Einstellungsfrage. Ich fände es wesentlich blamabler, wenn der ein Popsternchen liked, ein Kätzchenvideo oder Martin Schulz. Ein schöner Porno wäre kein Problem. Aber gut, wegen diesen Abweichungen von der Gleichschaltungsmaschine, bin ich ja auch nicht in „sozialen Netzwerken“ unterwegs. Man bereut es am Ende vermutlich immer.

      „Oder wie handhabt ihr das? Schon mal mitbekommen, dass ein Bekannter, Freund oder gar ein Familienmitglied von Euch das gemacht hätte? So Ihr das cringeworthy fändet, versteht ihr augenblicklich ihre Emotion.“

      Und deshalb hängt sie das an die große Glocke? Dann kann sie auch gleich Schluss machen, das wäre ohnehin besser… für ihn. Das deutsche Wort für cringeworthy ist übrigens „oberpeinlich“. Hätte mir einmal googeln erspart.

      „Interessant wäre halt, wie er sich umgekehrt fühlen würde, wenn sie a) sich öffentlich – klischeehaft – als bspw. Chippendales-Fan darstellte, oder b) wenn sie ein (ihm unbekanntes) vorteilhaftes Foto von ihrem eigenen kaum bekleideten Hintern namentlich zugeordnet neu ins Internet stellte ohne ihn darüber zu informieren und er das über einen Freund erführe.“

      Ich wäre da großzügig. So lange es IHR Hintern ist und sie sich dann nicht bei mir über die Reaktionen ausweint 😉

      Und eine Frau, die offen auf Stripper wie die Chippendales steht, würde vermutlich die meisten Männer von verhuschten und sexuell passiven Weibchen, eher neidisch machen. Mich zumindest. Deutet es doch auf ein ordentliches Maß an Temperament hin.

      „Möglich, dass er seinen Unmut darüber nicht direkt artikulieren würde, aber auf der Gefühlsebene würde ihn das dann m.M.n. auch nicht völlig kaltlassen.“

      Männer schauen Pornos. Sie mit visuellen Reizen anderer eifersüchtig machen zu wollen, funktioniert normalerweise nicht. Männer trennen sexuelle sehr viel deutlicher von anderen Emotionen, als Frauen das tun.

      Viel schlimmer ist das, was meine Exfreundin gemacht hat. Die hat mir jeden Nachmittag erzählt, mit wem sie vormittags geflirtet hatte. Das war so eine Art Selbstbestätigungssport für sie. Da flirten für mich eher unter Beziehungsanbahnung fiel, verwirrte mich das anfangs sehr.

      Vermutlich hätte ich damals schon die Reißleine ziehen sollen, aber ich bin halt ein gutmütiges Schaf und ganz ernsthaft? Man gewöhnt sich sogar daran. Aber Gott sei Dank ist die Beziehung noch vor einem Kind in die Brüche gegangen…

    • Wenn man sich das nur irgendwie aussuchen könnte…

      Aber nein, man kann es nicht *heilen*, auch nicht mit Elektroschocks :-))

    • „Die Debatte hier beweist eigentlich nur einmal mehr, dass Heterosexualität total bekloppt ist“

      Das sach ich Dir.

      Wenn mann daran was ändern könnte, würde mann es bestimmt tun.
      Ich vermute mal, dass 90% der Probleme, denen ein durchschnittlicher Mann in seinem Leben ausgesetzt ist, direkt oder indirekt mit (s)einer Frau zu tun hat.

      • „Die Debatte hier beweist eigentlich nur einmal mehr, dass Heterosexualität total bekloppt ist“

        „Wenn man sich das nur irgendwie aussuchen könnte…
        Aber nein, man kann es nicht *heilen*, auch nicht mit Elektroschocks“

        „Wenn mann daran was ändern könnte, würde mann es bestimmt tun.
        Ich vermute mal, dass 90% der Probleme, denen ein durchschnittlicher Mann in seinem Leben ausgesetzt ist, direkt oder indirekt mit (s)einer Frau zu tun hat.“

        Oh c`mon Jungs! So schlimm, wie Ihr jetzt tut sind wir doch jetzt mal wirklich nicht!

        • „Oh c`mon Jungs! So schlimm, wie Ihr jetzt tut sind wir doch jetzt mal wirklich nicht!“

          Doch, seid Ihr!
          😀
          Aber irgendwie können wir trotzdem nicht von Euch lassen.
          Und manchmal hat mann ja auch Glück – diese 10%-Wahrscheinlichkeit.
          Wer will schon ein problemloses Leben?

          Wenn wir abends so einen Thriller im TV gucken und dort eine Tragödie passiert, dann beobachte ich gern heimlich meine LG, wie sie mit riesigen Kulleraugen erschüttert das Geschehen auf der Mattscheibe verfolgt und ganz offensichtlich total in der Geschichte aufgegangen ist.
          Dann könnte ich mein Weib immer auffressen 😀

        • Oh c`mon Jungs! So schlimm, wie Ihr jetzt tut sind wir doch jetzt mal wirklich nicht!

          Nichts gegen Dich persönlich, aber: doch, ihr seid so schlimm. Sowohl für MGTOW als auch für das Arbeiten an Sexrobotern gibt es verdammt gute Gründe.

          • Für Katzenfeauen auch. Natürlich entstehen aus Unterschieden Probleme für das jeweils andere Geschlecht.
            Man muss sich eben auf das andere Geschlecht einlassen und sollte ihnen Unterschiede nicht per se vorwerfen

        • „Für Katzenfrauen auch. “

          Aber andere.

          Männer finden keine Frauen, die aufrichtig in Beziehungen investieren.
          Frauen finden keine Männer, die reich, sportlich, witzig, gut gekleidet und über 1.80 sind.

          • Ich kenne sehr viele Frauen, die aufrichtig in Beziehungen investieren, die meisten meiner Freunde sind vergeben oder verheiratet und fühlen sich dabei durchaus als Team, dass zusammenarbeitet.

            Und natürlich gibt es eben auch bei den Männern genug Schweine, Leute, die ihre Partner ausnutzen und schlecht behandeln und nicht nur Luxusprobleme

        • Und wenn sie die doch finden, dann versuchen sie alles um diese Männer schnellst möglich arm, fett, dröge und schlecht gekleidet zu machen. „Angenehmen Umgang mit Frauen“ zu haben bedeutet dann, sich dem ständig erwehren zu müssen. Man kann das natürlich sportlich sehen: einen Marathon zu laufen ist auch mühsam, anstrengend und schmerzhaft und gerade deswegen auch gut. Trotzdem ziehen es die allermeisten Männer vor, die 42km auf weichen, beheizten Ledersitzen in einem gut motorisierten Auto zurückzulegen, was einfach das tut, was man von ihm will.

        • Ergänzend aus des Stadtmenschen Zusammenfassung von Bettina Arndts Video.

          „Sie meinte »Ich weiß, dass er sich total bemüht, um vielleicht ein bisschen Sex zu bekommen, aber er bekommt ihn nicht. Ich bin so eine Bitch«. Arndt bestätigt diese Selbsteinschätzung, aber, so sagt sie, diese Frau sei umgeben von lauter anderen Frauen, die sie in dieser überzogenen Haltung bestätigen.

          Manchmal liest man von einsamen Frauen, die angeblich keine guten Männer mehr finden, aber das geschieht eher selten und schon gar nicht mit der Absicht einer Ursachenforschung. Dass solche Frauen selber einen großen Anteil an diesem Phänomen haben könnten, kommt ihnen nicht für eine Sekunde in den Sinn“

          http://www.stadtmensch-chronicles.de/menue-links/monologe/detailansicht/article/sex-gap/

          Chivalry is dead. Women killed it.

          Natürlich ist das Zusammenleben mit einer aus der schwindenden Menge guter Frauen potentiell schön.
          Aber wenn es keine Sanktionen fürs Bitch-sein mehr gibt, dann gibt es keine Obergrenze, wieviel Frauen sich zur Bitch entwickeln.

        • fühlen sich dabei durchaus als Team, dass zusammenarbeitet.

          Und das Ziel an dem sie „gemeinsam“ arbeiten ist endlich eine ordentliche Orgie mit einem halben Dutzend attraktiver Frauen um die 20 zu haben? Vermutlich eher nicht, es wird dabei eher um ihre Interessen gehen?

        • Ich kenne eine ganze Menge verheirateter Männer mit Kindern. Keiner von denen macht den Eindruck glücklich zu sein und sie alle klagen über ihr Sexleben oder den Mangel daran. Die leiden nicht gleich alle, nein, aber eine gewisse Schwere ist im Gegensatz zur Leichtigkeit erfolgreicher Single-Männer da immer festzustellen.

          Meinem Eindruck nach ist dabei übrigens so, dass diejenigen Männer, die es noch halbwegs gut getroffenen haben, tatsächlich über ihr Sexleben und die Lasten des Familienlebens klagen. Diejenigen aus meinem Sample, die das nicht tun sondern sich jeden „bösen Gedanken“ über ihre Frauen verkneifen, das sind die die, die wirklich gar keinen Sex mehr bekommen.

          • Ich bin sicher viele Frauen klagen auch über ihre Männer und ebenso über ihr Sexleben.
            Dennoch werden auch die Männer ihre Kinder nicht missen wollen.
            Und sie würden auch nicht ohne Frauen, meist auch nicht ohne ihre Frau, leben wollen
            Ein interessantes Buch dazu wäre vielleicht gut dich „the truth“. Da versucht Neil Strauss das poly- und Swingerleben und scheitert.

        • Hast Du immer noch nicht genug den Feminismus beobachtet um festzustellen, dass Frauen umso mehr klagen, je besser es ihnen geht? Ließ vielleicht auch noch mal das Märchen von der Prinzessin auf der Erbse in dem Zusammenhang.

        • Hast Du nicht gerade gesagt, dass für Männer in Bezug auf ihr Sexleben wenigstens dasselbe gilt? 🙂
          (Wobei ein Singlemann natürlich noch schlechter abschneidet als einer in fester Beziehung)

        • „dann versuchen sie alles um diese Männer schnellst möglich arm, fett, dröge und schlecht gekleidet zu machen.“

          Die Garderobe eine Mannes verbessert sich häufig Dank seiner Partnerin. Leider steigt sein Gewicht im Schnitt, weil er besser und öfter isst. Und die Motivation im Job steigt im Allgemeinen an, gerade wenn die Partnerin ihm zuhause den Rücken freihält und sein gesamtes Privatleben oder wenigstens den Großteil davon managt. Deshalb fallen auch primär verheiratete Männer die Karriereleiter nach oben.

        • hihi, mir fällt gerad ein, dass mein Mann mir gestern von hinten an die Möpse packte und dabei sagte:
          „Das ist der Vorteil am verheiratet sein: Du kannst Deine Frau jederzeit begrapschen“
          Eine subjektive Sicht, natürlich.

        • Und Du hast Deinen Mann nicht gleich wegen sexueller Belästigung angezeigt? Die Ehe bietet in der Hinsicht nämlich seit der Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe keinerlei Vorteile gegenüber anderen Arten der Anwesenheit einer Frau mehr.

        • @ ;
          „Deshalb fallen auch primär verheiratete Männer die Karriereleiter nach oben.“

          Das ist richtig, hat aber überhaupt nichts damit zu tun, dass ihnen die Frauen den „Rücken freihalten“.
          Sie sind konfliktgeschulter und kündigen auch nicht so leicht.

        • Grundsätzlich wird der Umgang miteinander spielerischer, je länger man sich kennt.
          Unsicherheiten verschwinden bzw. werden nach und nach ausgemerzt.

          Einziger Nachteil vielleicht: wo man (schon irgendwie fälschlicherweise, aber unbewusst eben) annimmt, dass einem noch das gesamte Restleben zusammen bleibt, hat man es nicht unbedingt eilig mit der gemeinsamen Entwicklung.

        • „Sie sind konfliktgeschulter und kündigen auch nicht so leicht.“

          Das mag die Arbeitgebersicht sein, da sind auch Vorschußlorbeeren drin enthalten für diese Gruppe Männer, die sich bereit zeigt, im privaten bereits verlässlich Verantwortung übernehmen zu wollen (die andere Seite der Medaille davon ist, dass Geschiedene diese positiven Annahmen über sich einbüßen).

          Real steckt da i.d.R. schon noch mehr hinter.

        • Zeig mir eine Frau, die sich darüber beschweren würde, dass ihr Partner – selbst womöglich noch im Halbschlaf – ihr an die Titten greift, während sie schläft…

          Ach, da fällt mir ein: so jemand war ich auch mal Anfang 20. Da hatte ich pillenbedingt aber auch selbst überhaupt keine Libido, litt unter Depressionen und schlimmen Minderwertigkeitsgefühlen usw. Der arme Kerl könnt mir heut leid tun…

        • Damals war übrigens so ziemlich Alles Tabu. Die Brüste, weil wenn ich nicht auf dem Bauch schlafe, dann meist auf der Seite, und dann hängen die nunmal „unansehnlich“ rum, was man m.M.n. auch fühlen kann und wovon ich nicht wollte, dass er es „mitkriegt“^^.
          Aber auch der Bauch z.B.
          Weil der Gedanke war: „Hilfe, ich hab ein kleines Bäuchlein, das ist doch ekelhaft, und daran will ich nicht erinnert werden“. Safe wars eigentlich nur, wenn er die Hand auf meiner Taille oder Hüfte ablegte.
          Die Unmöglichkeit für ihn, sich diesbezüglich im Schlaf zu kontrollieren, hab ich konsequent ausblendet zu der Zeit.

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