Linke Extremisten und die Gewalt in Hamburg

Der G20-Gipfel führte in Hamburg zu erheblichen Ausschreitungen und damit verbunden zu geplünderten Supermarkten und brennenden Autos. Es war eine Stufe von Ausschreitungen, wie man sie in Deutschland lange nicht gesehen hat.

Dabei kam auch wieder die Debatte auf, dass linksextreme Gewalt verharmlost wird und die linksextreme Szene sogar staatlich gefördert wird

Ein Artikel in der Welt meint zum Linksextremismus:

Tausende Linksextreme aus Deutschland und offenbar auch aus dem Ausland folgten den Appellen. Die Randale in Hamburg entspricht einem Muster. Gewaltbereite, vor allem aus dem Schwarzen Block, greifen Polizisten an und erklären sich, sobald sich die Ordnungsmacht zu Wehr setzt, zu Opfern staatlicher Willkür. „Dies geschieht in der Hoffnung, dass sich der ‚kapitalistische Repressionsstaat‘ bei der Reaktion auf diese militanten Attacken ‚demaskiert‘“, erklärt der Verfassungsschutz des Bundes die Strategie.

Dahinter steht das Bemühen, die enorm zerstrittene Szene zusammenzuschweißen und sich als relevante außerparlamentarische Kraft darzustellen. „Insbesondere die sich durch zunehmende Bedeutungslosigkeit in die Enge getrieben fühlende autonome Anarchoszene versucht, sich durch eine Vielzahl sogenannter militanter Aktionen aus dieser Agonie zu befreien und setzt auf Solidarisierungs- und Nachahmungseffekte“, heißt es beim Berliner Landesamt für Verfassungsschutz

Nach Darstellung der Demokratiewächter geht es den Ultralinken mitnichten um Problemlösungen, sondern darum, Konflikte „mit dem Ziel zu instrumentalisieren, die parlamentarische Demokratie abzuschaffen“. Laut Extremismusforscher Schroeder wollen die Gruppierungen je nach politischer Ausrichtung den Kapitalismus durch Planwirtschaft ersetzen oder die Anarchie einführen: „Politisches Endziel ist der Kommunismus.“

Der Trick über Verstöße der anderen die vollkommen überzogenen eigenen Aktionen darzustellen, wird auch anderweitig gerne angewendet, etwa wenn im radikalen Feminismus erst wildeste Vorwürfe in alle Richtungen erhoben werden und dann eine verärgerte Reaktion anderer als Angriff dargestellt wird. Die Opferposition ist eben ein gerne verwendetes Konzept.

Interessant dürfte für viele der Handelnden auch sein, dass man sich mit einem Verhalten, bei dem man sich über alle Regeln hinwegsetzt und stark und gewalttätig auftritt, ohne das einen jemand aufhalten kann, eben Status in der eigenen Gruppe demonstrieren kann und sich profilieren kann. Gerade dann, wenn man eine gegnerische Gruppe ausmacht, von der man sich abgrenzen kann und der als „der Böse“ wahrgenommen wird. Das Streiten für eine gerechtere Ordnung gibt dem ganzen dann noch einen guten Zweck. Das bei diesem Virtue Signalling gegenüber der eigenen Gruppe und dem „starken Mann“ spielen dann auch „normale Leute“ geschädigt werden kann man da schon wieder ausblenden.

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