Selbermach Samstag

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema oder für Israel etc gibt es andere Blogs

Zwischen einem Kommentar, der nur einen Link oder einen Tweet ohne Besprechung des dort gesagten enthält, sollten mindestens 5 Kommentare anderer liegen, damit noch eine Diskussion erfolgen kann.

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

Wer mal einen Gastartikel schreiben möchte, auch gerne einen feministischen oder sonst zu hier geäußerten Ansichten kritischen, der ist dazu herzlich eingeladen

Es wäre nett, wenn ihr Artikel auf den sozialen Netzwerken verbreiten würdet.

„Vorlieben brauchen keine erfundene Biologie.“

Ein Rant auf Reddit:

I don’t get why people can’t just say “this is what I’m attracted to” and leave it there. Why does it always turn into this fake biology lecture about evolution, survival, fertility, or “hardwired instincts”? Liking tall men or big boobs doesn’t suddenly mean you unlocked ancient caveman knowledge. Most of the time it’s just a preference shaped by culture, media, and personal taste.

What annoys me is how people use biology to make their attraction sound more valid or morally superior, like “I can’t help it, science made me this way.” No. You like what you like. That’s fine. Everyone has preferences and standards. But making up pseudo-scientific explanations to justify them just feels insecure, like you need an excuse instead of owning it.

Attraction doesn’t have to make sense. It doesn’t have to be deep or noble or backed by evolutionary theory. Sometimes it’s just vibes, conditioning, or aesthetics. Turning it into “this is natural and therefore correct” is unnecessary and honestly kind of embarrassing. Just say what you like and move on.

Edit: Some people think I don’t believe in biology at all, read the title again, FAKE biology. As in made-up none-sense

Und ich würde ihm sogar teilweise und mit Einschränkungen zustimmen.

Die Einschränkungen sind insbesondere:

Vieles von dem, was wir unter Attraktivität verstehen kann man sehr gut mit Evolutionsbiologie begründen. Und bezüglich dieses groben Schemas können sich Menschen an sich nicht aussuchen, was sie attraktiv finden (oder wie man im Pickup sagen würde „Attraction is not a choice“ und vor dem Hintergrund sind männliche und weibliche Attraktivität an sich sehr interessant, um so mehr auch, weil wir uns bestimmte „Motivationen“ gar nicht erklären können, sie vielleicht sogar bestreiten und leugnen. Ein Beispiel dafür ist, dass die meisten Frauen sagen würden, dass sie natürlich nicht auf Ressourcen bei Männern stehen, aber bei der Wahl zwischen dem Arzt und dem Lageristen bei sonst gleichen Kriterien den Arzt üblicherweise  interessanter finde. (was vielleicht wiederum ein evolutionärer Mechanismus ist, denn offensichtlich auf Ressourcen zu stehen ist gleichzeitig ein schlechtes Zeichen für die Paarbindung aus Sicht des Mannes, hatte ich da nicht auch mal einen Artikel zu? Aber ich schweife ab).

Das was ich zugestehen würde: Attraktivität in Bezug auf einzelne Personen, die andere einzelne Personen attraktiv finden muss nicht in vollen Umfang erklärbar sein. Weil jemand vielleicht eine bestimmte Gesichtsform (unter verschiedenen attraktiven Gesichtsformen), ein bestimmtes Lachen oder eine bestimmte Art mag muss das nicht Biologie sein. Es kann schlicht eine Vorliebe sein, die man vielleicht aus seiner Lebenshistorie verstehen kann oder die er einfach zufällig mag.

Und natürlich gibt es auch Menschen, die etwa eine Vermischung der für die Geschlechter typischen Vorlieben haben, die noch nicht einmal eine Bisexualität ergeben müssen, aber vielleicht finden sie dadurch zB  maskulinere Frauen attraktiv ohne das man dazu eine für den Phänotyp passende Erklärung finden muss. Oder sie haben bestimmte Vorlieben gar nicht abgespeichert (wie im Extremfall der Asexualität).

Dazu kommen Faktoren, die wie etwa Status auch stark von dem jeweiligen Verhältnis zu bestimmten kulturellen Statusgegebenheiten geprägt sein können. Der Punk kann für die eine Frau Status haben, weil er sich gegen das System stellt und für die andere ein Penner sein, der zerlumpt rumläuft und vollkommen uninteressant ist.

Für das große Bild sind evolutionäre Erklärungen hochgradig interessant. Und viele Menschen fügen sich in das große Bild ein. Aber natürlich nicht alle und es gibt soziale und kulturelle Ausgestaltungen.

 

vgl. auch