Madonna und der schwere Stiefel des Patriarchats in ihrem Nacken

Madonna hat eine außerordentliche Karriere gehabt und dabei ein ziemliches Vermögen von ca 850 Millionen Dollar angesammelt. Dennoch sieht sie sich anscheinend, wenn man diesem Tweet glauben darf, als Opfer es Patriarchats, welches „ihren Hals mit seinem schweren Stiefel zertrümmert“.

Immer wieder erstaunlich, wie einfach es ist, sich als Opfer zu sehen, wenn man in der richtigen Gruppe ist, obwohl man eine der privilegiertesten Personen auf dieser Erde ist. Der männliche Obdachlose ist privilegiert, Madonna aber als Frau ein Opfer des Patriarchats.

In den Kommentaren rätselt man was das Patriarchat mal wieder gemacht hat, aber vielleicht ist es auch einfach nur eine Floskel zur Promotion ihres neuen Albums.

Dennoch finde ich es erstaunlich, wie sie darauf kommt, dass ihr das Patriarchat etwas kann. Niemand kann ihr wirklich ihre Stimme nehmen, allein auf Twitter zeigt sich dies an 2,7 Millionen Followern. Sie selbst kann auf jeden, der sich mit ihr anlegt, problemlos genug Männer oder Frauen hetzen (von einem Shitstorm der Fans bis zu Rechtsanwälten)

Mich würde ja wirklich mal interessieren in welcher Hinsicht sie sich als unterdrückt ansieht.

63 Gedanken zu “Madonna und der schwere Stiefel des Patriarchats in ihrem Nacken

  1. „In den Kommentaren rätselt man was das Patriarchat mal wieder gemacht hat“

    Ich vermute das Patriarchat hat gerade gar nichts gemacht und sie hat ganz andere Probleme, die eher etwas mit nachlassender Aufmerksamkeit zu tun haben.

  2. In Madonna’s Alter ist es doch keine Überraschung, wenn die Stimme nachgelassen hat. Die Wechseljahre dürfte sie schon längst hinter sich haben mit all ihren hormonellen Implikationen.
    Was das allerdings mit dem Patriarchat zu tun haben sollte, ist mir rätselhaft.

    • Dass wir altern und Sterben ist die Schuld der Männer und des Patriarchats. Die Menschen müssten gar nicht sterben, nur die negative toxische Männlichkeit ist schuld daran. Steht so in Solanas Scum-Manifest.

  3. Es war ja auch en vogue in der Oberschicht was von einer jüdischen Weltverschwörung zu erzählen. Auch der Faschismus/Nationalsozialismus ist nur eine weitere Form von identitärer Bewegung.

    Wenn man sonst halt nichts anderes auf der Pfanne hat (oder das glaubt) bleibt einem nur die Gruppenzugehörigkeit.

    • Das mit der jüdischen Weltverschwörung glaubt Madonna bestimmt auch, denn sie verlinkte munter auf die Seiten vom Erzantisemiten der Sekte „Nation of Islam“ Louis Farrakhan. Der der Nestor des „feministischen“ Womens March ist und sowieso bestens vernetzt.

      Was für eine widerwärtige Person diese Madonna ist …, Narzissmus in Reinform.

  4. Wenn wir in anderen Zeiten leben würden, würde ich diesen Tweet wegen seiner ins Absurde gesteigerten Dramatik als Satire gegen jammernde, reiche Wohlstandsfeministinnen verstehen.

  5. Sie will halt im Gespräch bleiben und glaubt es so tun zu können. Außerdem ist es doch immer gut, dem Mainstream zu folgen, wenn man Popmusik produziert. Da kann einem keiner sagen, dass man nicht auf Seiten des Guten steht.
    Das ganze erinnert an die Bewohner der Osterinseln die, um Glück und Wohlstand von ihren Göttern zu erlangen, die bekannten Steinköpfe bauen ließen. Dabei zerstörten sie aber fast alle Bäume auf den Inseln, was dann Elend und Hunger mit sich brachte. Es folgten Genozide gegen bestimmte Gruppen aber auch das brachte den Wohlstand nicht wieder.
    Am Ende ist der Feminismus halt ein Kult, der diejenigen die daran glauben, wie einst die Bewohner der Osterinseln, die Quelle des Reichtums zerstören lässt. Nur, dass in diesem Fall nicht die Bäume die Quelle ist, sondern der gesellschaftliche Zusammenhalt. Auch die großen Konzerne die sich etwas davon versprechen, dass die Gesellschaft immer mehr fragmentiert werden dies merken, wenn Staaten die dies nicht zulassen, wie z.B. China und Russland, früher oder später leichtes Spiel mit diesen Gesellschaften und den Großkonzernen haben werden.

    • Naja das mit dem Kahlschlag für die Steingötter ist zwar populär, aber wohl doch eher ein Mythos, in den Berichten der ersten Holländer und Engländer ist noch von reichlich Palmen die Rede. Und auch der zweifellos stattgefundene Genozid hat wohl eher mit den an der Insel landenden Europäern (und natürlich auch den mitgebrachten Viren) zu tun.
      Man geht mittlerweile davon aus, das die „ehrwürdigen Ahnen“ nicht auf Rollen transportiert wurden (dafür sind die Stämme der dort vorkommenden Palmenart auch nicht wirklich gut geeignet), sondern aufrecht stehend, mit Seilen fixiert und links-rechts schwankend an den Strand gebracht wurden. Man hat das mal probiert und kam bei relativ geringem Aufwand an Menschen auf immerhin 40m/Tag Fortbewegungsgeschwindigkeit.

      Andererseits spricht relativ wenig dagegen, Feminismus als Kult anzusehen 😉

      • Ja, wer weiß. Die Archäologie rutscht durch die zwangsweise Lückenhaftigkeit und den Drang und Zwang „Geschichten zu erzählen“ immer wieder in die Pseudowissenschaftlichkeit ab. Es wird ja auch immer noch allen Ernstes behauptet, dass die größte Pyramide von Cheops gebaut wurde und das große Labyrinth schon entdeckt sei, obwohl so gut wie alle Indizien dagegen sprechen. Auch dort weiß man nicht, wer die Dinger wie hingeklotzt hat, die ganze (weltweite) Magalithkultur ist relativ unerklärlich.

  6. Sehr viel erschreckender als den Versuch einer Multimillionärin mit einem halben Dutzend Anwesend überall in der Welt sich als armes Opfer des allesunterdrückendes Patriarchats zu präsentieren finde ich ja, dass es reichlich Leute, vor allem wohl Frauen ohne solch beindruckendes Vermögen gibt, die ihr diesen Unterdrückungsunsinn ernsthaft abkaufen und das verteidigen.
    Ich muss meine Meinung wohl revidieren und konstatieren: Die Menschen sind dumm.

  7. Dummes infantiles Rumgesülze einer Selbstdarstellungsnutte, ganz einfach. Sie verkauft sich und das ist ja wohl ganz klar Unterdrückung, denn sie muss es ja tun, dass ist ja der Zwang patriarchaler Strukturen. Deshalb hat sie auch diese schrägen Bustiers von Gaultier getragen, damit sie all diese Wixpatriarchen aufspießen kann und dann hat sie aus lauter Frust heraus x Kinder adoptiert und sich von einem Tänzer auch noch eins machen lassen, damit sie sich als alleinerziehende Supermum darstellen kann – Friede auf Erden – ich bin Madona, am Kreuz auf der Bühne, gepeinigt durch die pösen Männer. Schaut wie unterdrückt ich bin, Paul McCartney ist Milliardär und ich nur 850 Millionärin, das ist doch ungerecht. Hört meine Botschaft! Motivation für Hartz4 Mütter, mindestens.

  8. Schön, dass Arne gestern auf einen Artikel zu einer wohl perfekt dazu passenden Studie verlinkte:
    https://www.psypost.org/2021/02/new-study-suggests-people-with-dark-personalities-weaponize-victimhood-to-gain-advantage-over-others-59806

    Ein Auszug aus seiner Übersetzung des Textes, der geradezu passt, wie Arsch auf Eimer:

    „Wichtig ist, dass diese Beziehung auch nach Berücksichtigung von demografischen und sozioökonomischen Merkmalen bestehen blieb. Anders ausgedrückt: Menschen mit dunkleren Persönlichkeiten gaben eher an, Opfer zu sein, unabhängig von ihrem tatsächlichen Status in der Gesellschaft. “

    Danke für die prompt nachgereichte Bestätigung Madonna!

    • Aber die Forscher „warnen eindringlich davor“, die Ergebnisse so zu interpretieren, dass jeder, der tugendhafte Opfersignale aussendet, maladaptive Persönlichkeitsmerkmale wie Machiavellismus aufweist.

      A -> B != B -> A
      Logic is a bitch 🙂

      Ich glaube der Knackpunkt ist eher die Erwartungshaltung, dass der Mensch sich rational und logisch verhält. Tut er manchmal, versucht er aber so oft wie’s nur geht zu vermeiden, weil’s Energie spart.

      • Wer redet von „jeder“?

        Welche Aussage ist wahrscheinlicher?

        „Eine der reichsten und erfolgreichsten Frauen weltweit ist ein bedauernswertes, unterdrücktes Opfer einer allmächtigen Geheimverschwörung die ihr den Erfolg nicht gönnt.“

        „Eine der reichsten und erfolgreichsten Frauen, die im Laufe ihrer Karriere haufenweise narzisstische Züge zeigte, reklamiert Opferstatus, um Aufmerksamkeit zu heischen“

        Probability’s a bitch, too.

  9. Die Ästhetik ist die der römisch-kaiserzeitlichen Dekadenz, Nero, Caligula. Es ist die Darstellung eines feministischen Sol Invictus, einer feministischen Gottkaiserin.

  10. Seit ca. 20 Jahren (für mich beginnend mit „Männer sind Schweine“ der Ärzte wird die Opferrolle der Frau und die Täterrolle des Mannes im angeblichen Patriarchat systematisch eingehämmert. Ich merke langsam im Alltag wie der Ton sich verändert. Menschen beginnen sich als schlecht (Männer) oder als gut (Frauen) zu betrachten und entsprechend zu verhalten. Natürlich ist eine instabile Person wie Madonna viel leichter zu manipulieren.

    Aber was hier in manchen Kommentaren gesagt wird finde ich teilweise daneben. Sidney Poitier beispielsweise hat sicherlich immens viel erreicht und trotzdem im Leben Diskriminierung erfahren.

    „Menschen mit dunkleren Persönlichkeiten gaben eher an, Opfer zu sein, unabhängig von ihrem tatsächlichen Status in der Gesellschaft. “

    Der Status hat erst mal nichts damit zu tun ob man Opfer wurde oder nicht. Die Männerrechtsbewegung sollte sich von solchen rassistischen Vorurteilen fernhalten um sich nicht angreifbar zu machen.

    Genausowenig sollte man aggressive Allgemeinplätze und Worthülsen herausschleudern nur weil eine Destabile Irre wie Madonna Mist schwätzt. Madonna war schon immer abgefuckt. Sonst ist bald kein Unterschied der Männerrechtler zu sonstigen Identitären zu sehen, und die Männerbewegung gleitet ab zu „eben mal noch einer identitären Bewegung“.

    • @M/f
      Das hier ist ein Blog mit einer sehr gemischten Leserschaft. Es gibt hier nicht „die Männerrechtler“. Einige sind extremer andere nicht.
      Und die Studie zu der „Dark Triad“ und der Opferstellung finde ich auch sehr interessant. Sie ist auf meiner (allerdings sehr langen und nicht immer umgesetzten) Liste von Studien, zu denen ich gerne etwas schreiben würde.

      Was hat das denn für dich mit Rassismus zu tun? Es geht ja nicht um „dunkle Menschen“, sondern um ein Persönlichkeitsmuster mit dem in der wissenschaft verwendeten Namen „Dunkle Triade“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Dunkle_Triade

      Die Dunkle Triade oder auch Dunkler Dreiklang (englisch Dark Triad) bezeichnet die Persönlichkeitsmerkmale von Narzissmus, Machiavellismus und (subklinische) Psychopathie und ihre Zusammenhänge. Das Konzept wurde von den kanadischen Psychologen Delroy L. Paulhus und Kevin M. Williams im Jahr 2002 geprägt.[1] Die drei Merkmale werden unterschiedlich und unabhängig voneinander konzeptionalisiert; obwohl es empirische Hinweise auf eine Überlappung gibt. Sie sind mit einem gefühllos-manipulativen interpersonellen Stil verbunden.[2]

    • Google mal, wie in feministischen Kreisen über Arne Hoffmann (DE) oder Warren Farrell (US) gedacht wird.
      Beide sind auf den Glockenkurven „Sachlichkeit“, „Faktenbasiert“ und „Gesprächsbereit“ extrem weit im positiven Bereich.

      Es ist scheißegal, wie wir uns geben, wir werden nicht dafür wahrgenommen, *was* oder *wie* genau wir etwas sagen, sondern dass wir, wie auch immer, „Feminismus ist nicht uneingeschränkt gut“ sagen.

      Es ist egal, ob du nur „Jehova“ sagst oder gleich den ganzen Tempel einreißt… Gesteinigt wirste so oder so, wenn erst mal eine „Ketzer“ schreit.

      Da ist es wichtiger, junge Männer zu erreichen, die langsam am Aufwachen sind. Und das geht unverblümt m.E. am besten.

    • „„Menschen mit dunkleren Persönlichkeiten gaben eher an, Opfer zu sein, unabhängig von ihrem tatsächlichen Status in der Gesellschaft. “

      Der Status hat erst mal nichts damit zu tun ob man Opfer wurde oder nicht. Die Männerrechtsbewegung sollte sich von solchen rassistischen Vorurteilen fernhalten um sich nicht angreifbar zu machen.“

      Mit Verlaub, man sollte sich viel eher als Individuum über etwas informieren (siehe auch Christians erklärenden Kommentar), bevor man drauf los schwätzt, um sich nicht lächerlich zu machen.

      Ein übersetztes Zitat aus einem populärwissenschaftlichen Magazin als Beispiel für rassistische Vorurteile heranzuziehen, ist nämlich tatsächlich ein Wenig peinlich. Vor allem, wenn der Vorwurf des Rassismus‘ offenkundig daraus entsteht, dass man sich vom derzeitigen gesellschaftspolitischen und medialen Dauerfeuer dazu hat hinreißen lassen, die Bezeichnung „dunkle Persönlichkeit“ direkt auf eine Hautfarbe zu beziehen und affektiv auf Empörung zu schalten.

  11. Die Legende vom Patriarchat erinnert mich immer an einen Boxsack, auf den jeder dreschen darf, ohne dass es jemandem weh tut.
    Was dabei aber das Entlarvende ist: Die hemmungslose Aggressivität und die Tötungsphantasien der Prügelnden werden sichtbar.
    Während beim Feminismus schon Feminismuskritik oder gar Antifeminismus nahe am Verbrechen eingestuft werden sollen, gibt es beim Umgang mit dem männlich attributierten Patriarchat keinerlei Grenzen. Da wird ausgerottet, getötet, vernichtet. Diese im Mainstream verbreiteten Hass-Phantasien tun unserer Welt sicher nicht gut.

  12. Weil es so schön passt…… und … uah, wie übel:

    das passt auch noch perfekt:

    Wo ist mein Vorschlaghammer geblieben?!

  13. Die Wahrscheinlichkeit, dass Madonna irgendwelche Knebelverträge geschlossen hat, ist relativ hoch. Nicht umsonst „trennen“ sich Bands nach einiger Zeit, weil sie Vertragsschwierigkeiten bekommen und die offizielle Trennung der einzige Weg, um aus teilweise absurden Forderungen herauszukommen. Linkin Park war da ein sehr prominentes Beispiel.
    Ob es Madonna jetzt auch so geht? Wer weiß… aber vielleicht will sie sich auch nur in Szene setzen, weil sie erkennt, dass es mittlerweile jüngere Stars gibt und kommt nicht damit klar, nicht mehr im Rampenlicht zu stehen. Und? Das geht den männlichen Kollegen übrigens genau so, aber die können halt nicht über’s Patriarchat jammern… die müssten es dann dahin richten, wo es hingehört: Gesellschaft, Schnelllebigkeit, Profit usw.

    Letztlich muss man aber eben auch mal seinen eigenen Horizont erweitern und das Ego mal herabsetzen. Sie hat schließlich als junge Blondine in den 1980ern auch andere Damen verdrängt mit ihrer Musik. So ist das Leben… und der Kreislauf in der Entertainment Industrie. Arme, arme Madonna.

    Und ihre Fans sind wirklich so doof und twittern noch, man habe sie immer mundtot machen wollen, aber sie habe sich durchgesetzt. Dass das alles auch nur Teil ihres Gimmicks war/ist, haben die wohl immer noch nicht verstanden. Erinnert an die zweite Black Mirror Folge… (auch wenn ich eher ein Twilight Zone Guy bin).

  14. Ich könnte mir folgendes vorstellen: Wenn jemand so wohlhabend und so erfolgreich ist wie Madonna, und zwar über Jahrzehnte hinweg, wenn jemand so erfolgsverwöhnt ist wie sie, dann verschieben sich möglicherweise etwas die Maßstäbe und Kriterien. Dann werden schon kleine Probleme mit Konzertveranstaltern oder CD-Firmen zu großen Feldzügen gegen sie persönlich, gegen die großartige, die eine und einzige Madonna.

    Im Showgeschäft sind ja überwiegend Männer tätig – hinter der Bühne, im Management usw. Und dort gibt es natürlich auch immer wieder Konflikte und Auseinandersetzungen – wirtschaftlicher Art, ganz normal. Und vielleicht ist Madonna so erfolgsverwöhnt, dass sie diese ganz normalen Probleme – welche die kleinen Musiker natürlich noch viel mehr haben -, dass sie solche normalen Konflikte als eine Art Majestäts-Schändung ihrer selbst erlebt und dies, gemäß dem Zeitgeist, auf ein gemeinsames Übel zurückführt: das Patriarchat.

    Dies wäre eine noch halbwegs rationale Erklärung von Madonnas Äußerungen.

    • Ob die wirklich so erfolgreich war? Nach ihrem Erstlingshit kam eigentlich nichts mehr…. Was ihr an echtem Starsein abging, wurde dann immer mehr durch Pose ersetzt. Kommt jedenfalls mir so vor.

      • Na, das stimmt so nicht. Madonna hat eine Menge Hits geschrieben und sich stylisch auch immer wieder neu erfunden. Dabei blieb sie selbst als Mensch natürlich jahrelang auf der Strecke, denn wenn man immer nur Medienpüppi ist, ist es auch kein Wunder, wenn man selbst keine wirkliche Identität hat.
        Das Problem hat ja nicht nur Madonna, sondern etliche Stars und Sternchen, ob nun männlich oder weiblich… Musikalisch muss man sie nicht mögen, aber den Erfolg kann man ihr in keiner Weise absprechen. Und wenn ich nur aus dem Stand überlege, kann ich mindestens 10 Hits/Songs von ihr nennen. Das fällt mir bei anderen Bands, die sogar Number One Hits hatten, deutlich schwerer.
        Credit where credit is due… aber letztlich gibt es für sie absolut keinen Grund rumzujammern. Und das „Patriarchat“ hat sie auch zu dem gemacht, was sie heute ist. Hätte sie nämlich ihre Manager und Kontakte nicht gehabt, die in vieln Bereichen männlich waren, dann stünde sie gar nicht da, wo sie jetzt steht. Und glaubt sie denn wirklich, das hätte sich alles geändert, wenn die ganzen Leute mit denen sie zusammengearbeitet hat, alle weiblich gewesen wären? Weil es denen dann nicht ums Geld gegangen wäre? Die hätten sie dann einfach gewähren lassen? Ist sie wirklich so illusionär?

        Es geht da um Geld, ergo würde sich keine Geschäftsfrau mit ihr gutstellen, nur weil sie beide menstruieren. Geschlecht ist da vollkommen Wurst. Wenn es gegen das Unternehmen, die Gier oder was auch immer geht, zählt der Dollar und sonst gar nichts. Da kann sie wüten, wie sie will…

        • Ich habe sie neben Michel Jackson, Prince, Whitney Houston etc gehalten und daneben kommt sie mir halt nur so vor wie eine zweite Cindy Lauper (auch so ein ein-Hit-Wunder). Bei mir ist da halt absolut nix im „Ohrwurm-Gedächnis“ hängen geblieben, nur „like a virgin“. Was mir übrigens damals als antiemanzipatorisch und opportunistisch-mainstreamhaft sehr misfiel (darüber muss ich heute natürlich grinsen).

          • Du bist musikalisch nicht allzu belichtet. Madonna hat durchaus gute Lieder wie z.B. „Vogue“, „Papa don’t preach“, „Into the groove“, „La isla bonita“.

            Bin beileibe kein Fan von Madonna, aber man könnte noch einiges mehr nennen. Whitney Houston schlägt sie auf jeden Fall.

            Und Cyndi Lauper ist kein One-Hit-Wonder:
            „True Colors“ (bestes Lied von ihr), „Time after Time“, „All through the night“, „She bop“ (geht um weibliche Selbstbefriedigung).

            Wobei mir „Girls just wanna have fun“ auch gehörig auf die Nerven geht.

            Melde dich mal in diesem Musikforum an:
            http://exmusikpress.de

            Das ist aber ein extrem linksgrünversifftes Forum, weshalb du da vorsichtig sein solltest. Ich habe da eine unfaßbare Aggressivität erlebt, nur weil ich feminismuskritische Positionen bezogen habe.

            Wir kennen dieses Milieu ja. Die können extrem menschenverachtend gegenüber Andersdenkenden werden, während sie sich zeitgleich über vermeintliche Diskriminierungen irgendwelcher Minderheiten echauffieren.

            Ich habe selten so eine Verlogenheit und Selbstgerechtigkeit erlebt wie in diesem Forum.

            Also bitte vorsichtig sein, falls sich da jemand anmeldet. 🙂

          • Da sind schon einige weitere benennbar: „La isla bonita“, „Holiday“ „Material Girl“, „Vogue“, „Who’s that girl“, „Frozen“, „Ray of light“, „American Pie“, „Hung up“…
            Und die habe ich jetzt nicht gegoogelt, sondern tatsächlich einfach so aus dem Kopf erinnern können ohne je eine Madonna-CD oder -LP besessen zu haben.
            Die Anekdote zu „Like a Virgin“ ist allerdings lustig.

          • Wobei ich ihre Coverfassung von American Pie auch nur in ihre Hitliste reinnehmen und klar von der Bewertung der Qualität ihres Schaffens trennen würde; zumindest wenn ich vorhabe, diese eher positiv darzustellen und ihr den einen oder anderen Fehltritt wohlwollend zuzugestehen… 😉

          • Kinders, das ist doch alles die gleiche Sauce, „material girl“ und „who´s that girl“ sind beim mir noch präsent, aber das kam mir so gekont vor … wie die Hits von Amy McDonald, SOS, same old shit

          • „Madonna hat eine Menge Hits geschrieben und sich stylisch auch immer wieder neu erfunden.“

            NEU ERFUNDEN ist „Frozen“ wirklich ein Zufall auf einer CD, die „Ray of Light“ heißt? Welches Geschlecht ist (ihrer Meinung nach) „Frozen“ und wer ist „Light“? SPASS!
            Wollen wir mal ein Thema anschneiden, das hier ernsthaft vermieden wird?
            Die Braut ist Pi mal Daumen 120% über der Menopause.
            Ob es die Generation „Baby Boomer“ oder „Generation X“ ist.

            Madonna: 30. Juli 1958
            Kate Bush: 16. August 1958
            Cyndie Lauper: 22. Juni 1953

            „Girls Just Want to Have Fun ist ein Popsong von Cyndi Lauper aus dem Jahr 1983“ – sie war 30 Jahre alt, als das veröffentlicht worden ist.
            Sie war bereits kein „Girl“ mehr.

            Wir werden nicht erst heute getäuscht. Die Täuschung hat bereits eine lange Geschichte.

          • Immerhin hat Madonna es jetzt mit der Göttinnenposiererei geschafft, dass auch ich die wahrnehm. Aber sicher nicht, weil ich zu wenig mich mit Musik auskenn, da hat man viele blinde Flecken.
            Die hat schon immer mehr von der Begleit-Show gelebt als von wirklich origineller Pop-Musik (wie Abba, Beatles, Stones, wasweissich)

          • naja sicher viele Hits, aber sie ist so eine wo mein erster Gedanke immer ist: sex sells*
            Da sollte man dem Patriarchat und den Männern schon etwas dankbarer sein. Obwohl sicher auch viele Frauen und Mädchen ihre Kunst mögen, davon träumen auch so wie sie zu sein, oder träumten denn sie ist gnadenlos auf dem Weg zur alten Frau, Mutter Natur ist da gar nicht nett.
            Für mich ist ihre Musik nichts, alles so Mainstream zu erkennbar die Kalkulation dahinter, obwohl natürlich an sich nicht schlecht gemacht, auch das will ja gekonnt gemacht sein, aber halt nur nichts für mich.

            * das ist aber bei gefühlten 80% der weiblichen Pop Interpretinnen so, selbst in der sich so unschuldig gebenden Schlagerszene, die derzeit zu boomen scheint.

    • Naja, auf dem feministischen Trip was sie ja schon in den Achtzigern, siehe „Live to Tell“. Der Text hat es schon damals in sich: „A man can tell a thousand lies, I know my lesson well“. Wahrscheinlich glaubte sie schon damals daran. Aber wie es Arne formuliert: Patriarchatskritik von Menschen, die ihren Hals nie voll genug bekommen können. Arme alte weiße Frau.

  15. „Mantje Mantje timpe te“ passt hier nicht, eher neige ich zu den obigen Kommentaren: „Spieglein Spieglein an der Wand, wer ist das größte Opfer im ganzen Land.“ Wobei das Wort „Opfer“ austauschbar gesehen werden müsste, je nach Mode. Daraus ergibt sich das überaus angenehme Bild, dass das Patriarchat als wachzuküssendes begehrenswertes Schnewittchen zu prognostizieren wäre.

  16. Hitler hat sich auch vom Weltjudentum bedroht gefühlt.

    Solche Formen der Paranoia sind völlig normal. Man findet sie in allen möglichen Formen und Ideologien.

    Ohne die Tiefenpsychologie kommt man da nicht weiter. Die Ursache für die jeweilige Paranoia findet man in den traumatischen Kindheiten der entsprechenden Leute. Das sind verdrängte Ängste und Verletzungen, die dann auf irgendeinen Popanz projiziert werden.

    Wobei Paranoia weiter verbreitet ist, als man denkt. Nahezu jeder Mensch ist paranoid. Der eine mehr, der andere weniger. Das zeigt sich z.B. an den Corona-Leugnern und Verschwörungskreativen, aber auch am Umgang der etablierten Parteien mit der AfD.

  17. Pingback: Patriarchatsopfer des tages | Schwerdtfegr (beta)

  18. Wenn es hier in der Nähe Obdachlose gäbe, würde ich die fragen, ob ich sie fotographieren darf, wie sie ein „Heul doch, Madonna“ Schild hochhalten.

  19. EIL+EIL+EIL+EIL+EIL+EIL

    Wenn ich Madonna sehe, muss ich an jammernd Frauen denken. Und an die SPD. (Super Überleitung…)
    Denn da brodelt es, das Patriarchat muckt auf und ich will nicht mehr bis zum SMM warten. Die Schwan – Thierse-Sache hat wohl für hohe Wellen gesorgt:

    „So steht es in einer Einladung Eskens und Kühnerts zu einer parteiinternen Debatte, die sich an ausgewählte Mitglieder richtet. „Wir ahnen und wissen aus persönlichen Gesprächen, wie tief verletzend diese Ereignisse und Erfahrungen für Euch waren. Und wir finden: Darüber müssen wir sprechen“, heißt es in der Mail, die dem Tagesspiegel vorliegt.
    [….]
    Für das Forum war bereits lange im Vorfeld „FAZ“-Feuilletonchefin Sandra Kegel eingeladen gewesen, um ganz allgemein mit ihr darüber zu reden, wie eine zeitgemäße Kulturberichterstattung aussieht.

    Die Personalie Kegel hatte dann allerdings eine ungeahnte Brisanz erhalten, nachdem Kegel in der „FAZ“ in einem Kommentar das Act-Out-Manifest von 185 queeren Schauspieler*innen unter anderem als „Kalkül im Ringen um Aufmerksamkeit bei Verkennung der Verhältnisse“ kommentiert hatte. Viele in der queeren Community kritisierten den Kommentar als homofeindlich
    […]
    Die Kritik an Kegel war denn im Anschluss auch heftig, insbesondere vom schwulen Autor Johannes Kram, der unter anderem den „Nollendorfblog“ betreibt. Kram setzte Kegel implizit mit Thilo Sarrazin gleich und fragte Schwan, ob die SPD auch Gäste eingeladen hätte, die sich ähnlich antisemitisch oder rassistisch äußern würden, wie sich Kegel homofeindlich äußere. Kegel revanchierte sich, indem sie Kram „Cancel Culture“ vorwarf.
    [….]
    Esken und Kühnert sprechen in ihrer Mail zudem „Aussagen einzelner Vertreter*innen der SPD zur sogenannten Identitätspolitik“ an. Auch diese würden ein „rückwärtsgewandtes Bild der SPD“ zeichnen, das „Eure Community, Dritte, aber eben auch uns verstört“. Gemeint sein dürfte damit unter anderem ein Gastbeitrag von Wolfgang Thierse in der „FAZ“, der fragte, ab wann Identitätspolitik in Spaltung umschlage.“

    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/esken-und-kuehnert-beschaemt-spd-debattiert-umgang-mit-queeren-menschen/26966828.html

    Aktuell entwickelt sich das in eine interessante Richtung. Wolfgang Thierse hat seinen Parteiaustritt angeboten:

    „Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse hat in einem Schreiben an SPD-Chefin Saskia Esken seinen Parteiaustritt zur Debatte gestellt.

    Er bitte darum, ihm öffentlich mitzuteilen, ob sein „Bleiben in der gemeinsamen Partei weiterhin wünschenswert oder eher schädlich“ sei. Er selbst habe Zweifel, „wenn sich zwei Mitglieder der Parteiführung von mir distanzieren“. Auslöser war eine Einladung zu einer parteiinternen Diskussion, die im Namen von Esken und ihrem Vize Kevin Kühnert an ausgewählte Mitglieder versandt worden war.“

    https://www.tagesspiegel.de/politik/nach-kritik-der-spd-chefin-thierse-bietet-esken-seinen-parteiaustritt-an/26968480.html

    Das wird jetzt sehr interessant.

    Und jetzt zurück zu Madonna…..

  20. Oh, die allerärmste aller Puschs hat es unter der Fuchtel des Patriarchats nur zu bedauernswerten 850 Millionen gebracht. Man bedenke zu welchen Höhenflügen sie es ohne diese Ketten gebracht hätte. So unterdrückt möchte ich auch gerne sein. Wir können ja tauschen, ich hab mich nämlich noch nie unterdrückt gefühlt 🤷🏼‍♀️

  21. Seit einiger Zeit hadert Madonna mit ihrem Alter. Offenbar ist sie unfähig ihr Alter zu akzeptieren. Schon 2019 postulierte die Sängerin „Tod dem Patriarchat“, weil eine Autorin kritisierte, dass Madonna im Alter von 60 Jahren mit Künstlerinnen mitzuhalten versuche, die „zwei Generationen jünger“ seien. Wäre sie ein Mann, so hätten die „niemals endenden Kommentare über ihr Alter“ überhaupt keine Erwähnung gefunden, behauptete damals Madonna, was so nicht stimmt. Kaum einen Auftritt der Rolling Stones in der nahen Vergangenheit, bei dem nicht über das Alter der Musiker debattiert wurde. Aber, und das ist der Unterschied, die Stones stehen zu ihrem Alter. Madonna will heute noch die Teenie-Discoqueen sein.
    Was Madonna nicht zugeben will, ist, dass sie einen großen Teil ihrer Karriere ihrem bewussten Einsatz von Sexappeal zu verdanken hat. Und weil das nicht mehr so gut funktioniert, ist das Patriarchat schuld. Wer oder was denn auch sonst?
    „Sex sells“ sagt eine Marketingweisheit. Aber Frauen sind dabei nicht nur die Opfer, wie man uns weismachen will.

    • „Aber, und das ist der Unterschied, die Stones stehen zu ihrem Alter. Madonna will heute noch die Teenie-Discoqueen sein.“

      Ja, wichtiger Aspekt.

      Übrigens hat dieser Konrad Beikircher vor etlichen Jahren mal die Songs von Adriana Celentano adaptiert und in einigen Konzerten feilgeboten. Und da haben auch viele Journalisten gesagt: „Der ist doch viel zu alt dafür!“

      Und Beikircher hatte eine ziemlich gute Antwort parat. Er hat sinngemäß gesagt: Natürlich kann er als alter Knacker nicht mehr so tun, als wäre gerade mal 19 Jahre alt und würde ständig junge Bräute aufreißen. Aber er würde diese Songs als Reminiszenz an eine verrückt-verdrehte Jugendzeit darbieten. Und das hat er dann auch weiter ausgeführt in Bezug auf sein Arrangement dieser Songs usw.

      Ich fand das überzeugend. Und ehrlich. Und wenn die Madonna eben immer noch auf junges Disco-Girl macht, machen muss, dann sagt dies vielleicht auch etwas über ihre Musik aus. Der Madonna-Sound funktioniert eben nur ganz jung – der Sound der Rolling Stones geht offenbar auch noch mit über 70, jedenfalls wenn man ihn passend arrangiert.

      Let’s drink to the hard working people
      Let’s drink to the lowly of birth
      Raise your glass to the poor and the evil
      Let’s drink to the salt of the earth.

      • „Der Madonna-Sound funktioniert eben nur ganz jung“

        Nein. Disco bedeutet nicht jung, es ist nur eine Stilrichtung die man in jedem Alter hören oder machen kann. Und sie ist da durchaus innovativ (zB mit den ABBA-Samples), obwohl es andere Künstler im Dance-Bereich gibt die mir besser gefallen, die aber auch nicht mehr die Allerjüngsten sind.

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