Lynchjustiz und Falschbeschuldigungen

Judgybitch weist auf die Lynchjustiz gegenüber Schwarzen nach Anzeigen von weißen Frauen hin:

Historically, there is a moment that should soberly remind us when you give women the power to kill, on a word, lots of women will take that power.  Women will lie. And men will die.

My Ovary Acting article at Dangerous.com ….

From 1882 – 1968, an estimated 4 743 men were lynched in the United States, often after an accusation of rape, prompting the NAACP to claim ‘[w]hites started lynching because they felt it was necessary to protect white women’.

We now know that many of these women lied, and men died.

Emmet Till was only 14 years old when he was beaten to death for the crime of ‘whistling at a white woman’. Many years later, Carolyn Brant admitted that she lied, to protect her husband.  They went on to profit financially from the boy’s death. Till was hardly alone. A mob of 1500 beat and hung three Black circus workers in Duluth, after a white woman made an apparently false accusation of rape.

Pulitzer Prize winning journalist Gilbert King chronicles the lives and deaths of the black men falsely accused of sexual assault in his book, Devil in the Grove.

The history of lynching in the United States is inextricably interwoven with the history of women lying about sexual assault. Last month Teen Vogue writer Emily Lindin cheerfully resigned herself to innocent men being made to suffer if women lie, as the price of ending “patriarchy”, seemingly incapable of understanding that shewould not be the one paying the price. This is the same thought process of the women who lied to force the Southern trees to bear their strange fruit.

Nun kann  man die Lynchjustiz damals, bei der die Schwarzen Männer direkt aufgehängt oder anderweitig getötet worden sind in der Intensität der Folgen sicherlich nicht damit vergleichen, was heute passiert.
Dennoch kann es gut sein, sich bewusst zu machen, dass eine Mobmentalität, bei der die Anschuldigung den Schuldspruch ersetzt, leicht entstehen kann. Heute mag eben „nur“ die Karriere getötet werden und der jeweilige Mensch in seinem Umfeld ruiniert werden.

Und es hilft vielleicht auch, sich bewußt zu machen, dass Frauen die Beschuldigungen erhoben haben in der Kenntnis, dass der Mann gelyncht werden würde, obwohl er nichts gemacht hat um nicht zu unkritisch an Vorwürfe heran zu gehen.

 

128 Gedanken zu “Lynchjustiz und Falschbeschuldigungen

    • „… Wieviele Selbstmorde gibt es inzwischen wegen #metoo? …“
      Das interessiert Frauen nicht. Frauen leben auf einem kleinen Planeten der sich „ICH“ nennt.
      Frauen machen sich doch Kerben in ihren virtuellen Colt für jedes Opfer.

      • Frauen leben auf einem kleinen Planeten der sich „ICH“

        interessante Aussage, auch in einem anderen Zusammenhang. Es wird immer moniert, das Männer sich abschotten, das Frauen in Männerdomänen einbrechen müssen, wegen Gleichberechtigung und so (Quote etc)
        Es wird aber ´überhaupt nicht diskutiert oder wahrgenommen, daß Frauen auch ihre eigene Welt haben, die sie viel vehementer gegen das Eindringen von Männer abschotten und verteidigen als die Männer ihre Welt gegen Frauen.
        Es ist dies die Frauen-Wohlfühlwelt aus Klamotten, Schuhen, Kindern, Wellness, Baden mit Kerzen an, Shoppen, Frauentreffen (über Männer lästern), noch mehr Schuhen, Wohnung dekorieren etc. etc. Da wollen Frauen keine Männer drin haben*. Aber in der Männerwelt will die emanzipierte Frau trotzdem mitspielen, bei Abenteuer, Karriere Konkurrenzkampf etc. Aber bitte schön im abgesicherten Modus, die doofen durch Quote, die schlauen durch einen (Ehe-)Mann im Hintergrund als Rückversicherung.

        *mal abgesehen von der Rolle als Knecht für niedere Dienstleistungen und unangenehme Arbeiten, der dann je nach Status mit Sex oder einem unverbindlichen Grinsen (von Männer oft als Lächeln missinterpretiert) belohnt wird.

        • ganz vergessen Haar, Frisur, ganz wichtiges Thema.
          Wenn Mann mal nüchtern betrachtet, z.B. auf einer Zugfahrt, wie viele Frauen wie oft an ihren Haaren rumspielen, sich damit streicheln, lösen, wieder aufnesteln , da sollte ihm doch schon mal ernsthaft die Frage kommen, ob es wahrscheinlich ist, jemals für ein solches Wesen wichtiger zu sein, als dessen Haare.

  1. Nun, ob es Vorwürfe wegen Belästigung, Kindesmissbrauch oder Vergewaltigung sind, das Leben des Opfers ist zerstört und das ist es was die Täterinnen wollen.
    Meist ist es Rache, weil der Mann sich von der Täterin abwendet oder sich für sie nicht interessiert.
    Die Täterin, siehe Fall Gina Lisa, gehen dann meist straffrei aus oder bekommen lächerliche Strafen.

    Um dem Abhilfe zu schaffen wäre eine öffentliche soziale Ächtung der Täterin hilfreich. Es gäbe da den elektronischen Pranger, meine die Täterin wird in den Sozialem Medien öffentlich benannt und vor ihr gewarnt. Nicht wenigen Männern wurde das Leben ruiniert, die Täterinnen suchen sich dann ein neues Opfer.

    • Hier kann ich wieder nur zitieren was eine (ein?) Marla als Kommentar unter ein Video von Niccolo geschrieben hat

      Marla Arbogastvor 2 Tagen

      Meine Großmutter (Jahrgang 1914) sagte zu mir einmal: „Wenn Männer wirklich wüssten was wir denken und wollen, würde sich kein Mann mit uns abgeben“ Ein weiterer Satz von ihr, den ich erst viel Jahre später verstand: „Der fieseste Kerl kann in Sachen Boshaftigkeit nicht mit einer durchschnittlichen Frau mithalten“ Omi war selbst ein ganz schönes Aas und nutzte ein Leben lang Männer aus, aber zumindest war sie eine der ganz wenigen Frauen, die zu realistischer Selbsteinschätzung in der Lage war.

      besonders dieser Satz:

      „Der fieseste Kerl kann in Sachen Boshaftigkeit nicht mit einer durchschnittlichen Frau mithalten“

      sollte jedem Jungen zur Konfirmation im Goldrahmen zum an die Wand hängen übergeben werden. Er erklärt vieles, was ihm im Leben und der Gesellschaft widerfahren wird.

      FAST nur aus diesem Grund kann sich auch so was wie der Feminismus entwickeln und wird es etwas Vergleichbares auf Männerseite gegenüber Frauen nie geben.
      Fast, weil noch andere Gründe eine Rolle spielen, war ja schon oft genug Themen, will ich jetzt nicht alles aukäuen, keine Zeit /Lust
      aber vielleicht hilft das weiter:

    • Damit aber wird zugleich ein neues Frauenbild konstruiert, das ebenfalls auf traditionellen Bildern aufbaut: Die Anklägerin erscheint als rachsüchtige Lügnerin, die den Zugang zum Hexenkessel der Justiz kontrolliert und so selbst als Hexe erscheint. (…)
      Dieses Bild der potentiell mächtigen Lügnerin ist zutiefst frauenfeindlich.

      In Ilse Lenzens Welt gibt es keine schuldigen Frauen oder gar Hexen.

      Egal, was man ihr in den Hals stopft.

      • @only_me:

        »Egal, was man ihr in den Hals stopft.«

        Ja, Lenz ist wohl ein jenseits aller Lernprozesse lebendes Fossil.

        Ich spreche damit auch wirklich keine Neuigkeit aus, aber man kann sich an solchen Themen immer wieder ins Gedächtnis rufen, in welchem Maße diese ganze Ideologie und Bewegung intellektuell bankrott ist.

        • „jenseits aller Lernprozesse“

          Normalerweise reichen wenige Jahre Lebenserfahrung aus, um zu lernen, daß es überall einen kleinen Prozentsatz Soziopathen gibt – auch unter den Frauen -, die für 90% der Probleme verantwortlich sind, und daß sich hinter lächenden (und ggf. geschminkten) Fassaden ziemliche menschliche Abgründe verbergen können.

          • „…reichen wenige Jahre…“

            Die Dauer ist proportional zu einerseits dem Maß der Indoktrinierung und andererseits dem Bedürfnis nach Erkenntnis.
            Ich war als Teenager ausreichend bluepill, um für die von dir genannte Einsicht rund 20 Jahre zu brauchen.

            Lenz steckt viel tiefer drin und hat viel weniger Motivation, an ihrem Weltbild auch nur das geringste zu ändern.

          • @mitm

            „daß es überall einen kleinen Prozentsatz Soziopathen gibt – auch unter den Frauen“

            was mich nach meiner bisherigen Lektüre beunruhigt ist eher der Prozentsatz an Frauen, die SITUATIV in den Soziopathen-Modus wechseln können.
            Die vor allem zutiefst davon überzeugt sind, eine erlittene Kränkung *rechtfertige* diesen Vorwurf und damit sei dieser im Vergleich ANGEMESSEN.
            DAS muss man sich m.E. überlegen, nämlich den mindset, der hinter diesem Vorgang steckt: „Du hast mich gekränkt oder verletzt, also ist es GERECHTFERTIGT, dich zu vernichten.“
            Jedes Gefühl von Verhältnismäßigkeit ist getilgt und das eigene Ego zu einem Berg aufgeblasen.
            M.E. ein Resultat jahrzehntelanger feministischer Propaganda, kombiniert mit der immer noch existierenden gesellschaftlichen Bereitschaft, dass diese Vorwürfe – wenn sie sich als falsch heraus stellen – wie eine Bagatelle behandelt werden.

            Es ist ja nicht nur so, dads das Sexualstrafrecht den Frauen damit die Pumpgun in die Hände drückt, sondern man hat auch eine Generation von Frauen erzogen, die sie auch benutzen werden.
            In aller weiblichen Unschuld, versteht sich.

          • @crumar,

            von Fiske gibt es ein Buch „Virtuous Violence“, in dem er versucht darzulegen, dass ein Großteil der Gewalt _aller_ Menschen für moralisch gerechtfertigt, wenn nicht gar moralisch erforderlich ist.

            Das, an sich, wäre demnach nicht typisch weiblich.

            Das fehlende Maß und die fehlende Bremse – also die Abwesenheit eines Verstandes, der „Moment mal!“ ruft – scheint mir hingegen sehr typisch für eine Frauengeneration, die, mit dem Credo „Man sieht nur mit dem Herzen gut“ aufgewachsen, geradezu stolz darauf ist, ihren Verstand nicht zu benutzen.

          • @crumar:

            »… sondern man hat auch eine Generation von Frauen erzogen, die sie auch benutzen werden.«

            Weshalb ich tatsächlich auch glaube, dass das Modell des MGTOW mindestens eine Generation lang eine glorreiche Zukunft haben wird. Denn Argumente sind bei diesem selbstbezüglichen »mindset« in den Wind gesprochen; diesen mentalen Sumpf kann man tatsächlich nur durch Sich-selbst-Überlassen austrocknen.

  2. Ja sehr interessant. Den Artikel, bzw. Sachverhalt kann man ja der nächsten widerwärtigigen (weißen) Yuppiejournalistin oder den Mirna Funks dieser Welt mal unter die Nase halten, wenn sie sich mal wieder über die heterosexuellen weißen Männer auslassen.

  3. „Nun kann man die Lynchjustiz damals, bei der die Schwarzen Männer direkt aufgehängt oder anderweitig getötet worden sind in der Intensität der Folgen sicherlich nicht damit vergleichen, was heute passiert.“
    Noch nicht.
    Eine Bewegung, die sich #killallmen auf die Fahnen schreibt schreckt vom Töten sicher nicht aus moralischen Gesichtspunkten zurück. Ihnen fehlt im Moment schlicht die Macht dazu.

    • @Henrik:

      »Eine Bewegung, die sich #killallmen auf die Fahnen schreibt schreckt vom Töten sicher nicht aus moralischen Gesichtspunkten zurück. Ihnen fehlt im Moment schlicht die Macht dazu.«

      Ich denke nicht, dass die Analogie darin besteht, irgendwann in einem Massenmord zu enden. Dazu machen sich Frauen zu ungern selbst die Hände schmutzig, außerdem brauchen sie ja die Männer als Arbeitsdrohnen. Wenn wir die feministischen Tendenzen der Empathielosigkeit und des Männerhasses zur Dystopie fortschreiben wollen, sehe ich eher eine Gesellschaft, die analog zur Sklaverei in den USA funktioniert: Männer leisten alles, was zur Drecksarbeit erklärt wird, und sind in Bezug auf weibliche (Wert-)Urteile völlig rechtlos.

      Einzelne Männer werden dann auf ein Wort hin vernichtet, um sich den Rest gefügig zu halten, während die männliche Minderwertigkeit Botschaft der täglichen Propaganda ist. Den Sinn von #killallmen sehe ich daher eher in Analogie zu den Worten von Quintus Arrius auf der Galeere in »Ben Hur«: »Euer Leben ist verwirkt! Wir lassen euch am Leben im Dienste dieses Schiffes! Also rudert, und lebt!«

      (engl.: »You are all condemned men. We keep you alive to serve this ship. So row well, and live.«)

      • „Ich denke nicht, dass die Analogie darin besteht, irgendwann in einem Massenmord zu enden. Dazu machen sich Frauen zu ungern selbst die Hände schmutzig, außerdem brauchen sie ja die Männer als Arbeitsdrohnen. Wenn wir die feministischen Tendenzen der Empathielosigkeit und des Männerhasses zur Dystopie fortschreiben wollen, sehe ich eher eine Gesellschaft, die analog zur Sklaverei in den USA funktioniert: Männer leisten alles, was zur Drecksarbeit erklärt wird, und sind in Bezug auf weibliche (Wert-)Urteile völlig rechtlos.“
        Ich denke du überschätzt hier massiv die „Rationalität“ der männerhassenden Feministen. Denen ist es schlicht egal, wenn sie am Ende selbst draufgehen, Hauptsache sie können ihre kranken Fantasien verwirklichen.

        • „Denen ist es schlicht egal, wenn sie am Ende selbst draufgehen, Hauptsache sie können ihre kranken Fantasien verwirklichen.“

          Egal ist es ihnen nicht. Es fehlt ihnen – das ist aber Kennzeichen aller Extremisten – das Vorstellungsvermögen, das Monster, das sie geschaffen haben, könnte sie am Ende selbst verschlingen.

          Allerdings glaube ich beim Feminismus nicht an eine derart zerstörerische Wirkung, weil er sich schon jetzt seiner eigenen Machtbasis entzieht.
          Ich hatte es schon länger angekündigt, aber die #Metoo-Kampagne wird den Prozess dramatisch beschleunigten, dass Frauen selbst am meisten an den Folgen des Feminismus leiden werden.
          In den vergangenen Tagen schrieb irgendwo eine amerikanische Außendienstlerin, dass ihre potentiellen Kunden – in aller Regel männliche Entscheidungsträger – sich nicht mehr mit ihr treffen wollen, weil sie Angst um ihre berufliche und gesellschaftliche Zukunft haben, wenn sie sich allein auf eine Frau einlassen.

          Ich schätze mal, dass in der westlichen Wirtschaft über 90% der Jobs von Männern vergeben werden. Wenn aber das Einstellen einer Frau mit einem hohen und unkalkulierbaren Risiko für den Arbeitgeber verbunden ist, wird sie schlicht nicht eingestellt.
          Der Feminismus stärkt also nicht die Position der Frau in der Berufswelt, sondern marginalisiert sie.

          Wir Männer sind eh schon die Ärsche der Gesellschaft, schlimmer kann’s kaum noch werden, für uns ändert der Feminismus also nur wenig. Aber die Frauen leben noch in ihrer bunten Teletubbie-Welt, früher Schlaraffenland genannt. Die größten Probleme, die ihnen im Leben bisher über den Weg gelaufen sind, war vielleicht die falsche Nagellackfarbe zu den Pömps.
          Wenn eine Frau heute Karriere machen will, wird sie es, da sie auf eine große Helferindustrie zurückgreifen kann.
          Morgen wird ihr das nicht mehr nützen, da sie VORSICHTSHALBER nicht eingestellt wird.

          Vielleicht wird der Feminismus also das fiktive Monster, das er seit den frühen 70ern beschwört, überhaupt erst erschaffen, das Patriarchat.

          • „Wir Männer sind eh schon die Ärsche der Gesellschaft, schlimmer kann’s kaum noch werden, für uns ändert der Feminismus also nur wenig.“

            So wie in „das Sexualstrafrecht ist heute bereits derart verschärft, schlimmer kann’s kaum noch werden“?
            Kann man seit nmindestens 10 Jahren (vermutlich länger sagen.
            Da geht immer noch was. Dir fehlt die Vorstellungskraft.

            Hättest Du dir vor einem halben Jahr „Mee too“ vorstellen können, bei dem Männer gleich dutzendweise ohne jegliche rechtliche Grundlage aus ihren Jobs gemobt werden?

            Den jeweils „nächsten Schritt“ kan man sich oft noch gut vorstelen.
            Spätestens der übernächste Schritt erscheint erscheint dann so abstrus, dass man sich den gar nicht vorstellen mag.

          • „So wie in „das Sexualstrafrecht ist heute bereits derart verschärft, schlimmer kann’s kaum noch werden“?
            Kann man seit nmindestens 10 Jahren (vermutlich länger sagen.
            Da geht immer noch was. Dir fehlt die Vorstellungskraft.“

            Was haben denn die letzten Kampagnen tatsächlich Neues bewirkt?
            Männer wurden schon seit 40 Jahren beruflich und sozial ruiniert, indem ihnen mal systematischer Kindesmissbrauch, mal epidemische Frauenmisshandlung angedichtet wurden.

            „Hättest Du dir vor einem halben Jahr „Mee too“ vorstellen können, bei dem Männer gleich dutzendweise ohne jegliche rechtliche Grundlage aus ihren Jobs gemobt werden?“

            Ja, natürlich. Ich hätte mich bestenfalls gewundert, dass die Kampagne erst nach so langer Zeit kommt.
            Sie erscheint allenfalls Dir überraschend.
            In den USA vermeidet ein Chef schon seit bald 20 Jahren jeden Kontakt zu einer weiblichen Mitarbeiterin allein im selben Raum.
            Und – was mich am meisten überrascht hatte, als ich 2006 einige Zeit dort arbeitete – auch normale männliche Kollegen setzen sich mittags in der Kantine nach Möglichkeit nicht an einen Tisch mit einer weiblichen Mitarbeiterin. Selbst dann nicht, wenn alle anderen Plätze besetzt sind und die Kollegin allein an ihrem Tisch sitzt. Dann nehmen sie lieber einen freien Stuhl von ihrem Tisch und quetschen sich noch zu anderen männlichen Kollegen.

            Was ich beobachte ist schlicht eine logische Fortsetzung eines immer hysterischer werdenden Feminismus‘, an dessen Ende einige Männer, aber fast alle Frauen blutige Köpfe haben werden.

          • „In den USA vermeidet ein Chef schon seit bald 20 Jahren jeden Kontakt zu einer weiblichen Mitarbeiterin allein im selben Raum.“

            „ein Chef“ = ein jeder? oder manch einer? oder genau ein namentlich bekannter?

            Diese Gruselstories lese ich auch seit Jahren immer wieder, zweifle aber nach wie vor daran, daß das ein massenhaft auftretendes Phänomen ist.

            Die Stories kommen teilweise von Männern, die über sich selber sagen, das so zu praktizieren (besonders bekannt letztens Pence, nach dem ist die „Pence rule“ getauft worden – allerdings aus eindeutig religiösen Motiven). Dies sind glaubhafte Darstellungen, aber eben nur Einzelfälle, und dann auch aus der eher kleinen Gruppe von Männern in Führungspositionen, politischen Machtzirkeln o.ä., alles weit entfernt vom Alltag.

            Andere Stories kommen von Frauen, die sich wieder mal diskriminiert sehen, da reicht der kleinste Verdacht (-> Jammerfeminismus)

            Kennt jemand eine halbwegs seriöse empirische Untersuchung dieses Phänomens?

          • „“ein Chef“ = ein jeder? oder manch einer? oder genau ein namentlich bekannter?“

            Also, mehr als einer auf jeden Fall. Über den Anteil an allen Chefs kann ich nichts sagen, ich habe nur in einer Firma gearbeitet.
            Aber das Verhalten scheint eher Norm, denn Ausnahme zu sein. Dazu ist es im amerikanischen Rechtssystem einfach zu teuer, sich auf Experimente einzulassen.

            Ich hatte meinen Kollegen gegenüber mein Erstaunen über dieses merkwürdige Verhalten geäußert, eine Kollegin allein an einem Doppeltisch sitzen zu lassen und sich zu anderen Kollegen zu zwängen. Darauf erklärte mir einer, dass es falsch verstanden werden könnte, würde man sich zu ihr setzen. So in Richtung Belästigung.
            Das schien so Konsens zu sein, dass darunter nicht einmal die Stimmung zu leiden schien.
            Man flachste untereinander durchaus, auch unter Einbeziehung der Frau. Niemand schien es merkwürdig zu finden.

          • @Carnofis
            „Was haben denn die letzten Kampagnen tatsächlich Neues bewirkt?“

            Bei Kachelmann war das Gericht bekanntermaßen eindeutig auf Verurteilungskurs.
            Nach dem neuen Recht hätte Kachelmann schneller verurteilt werden können, als er seinen Anwalt hätte wechseln können.
            Die beiden hatten Streit an dem Abend?
            Sie hatten später Sex an dem Abend?
            Beides ist unstrittig.
            Hat er sich ausreichend versichert, dass sie tatsächlich Sex haben wollte?
            => Vergewaltigung

            Doch, es ist leichter geworden, jemanden wegen Vergewaltigung zu verurteilen, wenn man das will.

            Doch, das Klima, aus dem heraus Männer wegen nichtigkeiten gefeuert werden, ist deutlich schärfer geworden gegenüber „Aufschrei“, die Konsequenzen an Zerstöung der sozialen und wirtschaftlichen Existenz haben zugenommen. Willst du das leugnen?

          • „Doch, das Klima, aus dem heraus Männer wegen nichtigkeiten gefeuert werden, ist deutlich schärfer geworden gegenüber „Aufschrei“, die Konsequenzen an Zerstöung der sozialen und wirtschaftlichen Existenz haben zugenommen.“

            Da täuschst Du Dich. Juristische Hexenjagden, von Feministinnen inszeniert, gibt es seit mindestens 20 Jahren. Nur werden sie periodisch exzessiv.
            Siehe da auch den Kinderschänderprozess von Borken/Coesfeld
            http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-8955202.html
            und
            http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8732053.html

            „Willst du das leugnen?“

            Nein, genau das will ich ja eben nicht!

            Ich sage nur, dass es nichts Neues ist, sondern nur die logische Fortsetzung – und zunehmend ins Groteske abgleitende – feministischer Attacken gegen Männer.

          • @Carnofis

            Okay, wir könnten uns an der Stelle am Begriff „neu“ aufhängen.

            Du hast natürlich Recht damit, dass es schon diverse Wellen moralischer Panik gegeben hat, und dazu sind die Wormser Prozesse und der Prozess gegen Rainer Möllers natürlich die richtigen Beispiele.

            Trotzdem denke ich ist es wichtig, einen Blick darauf halten, was mit der neuen bzw. zunehmenden Eskalation jeweils „neu“ ist.

            „Der 35jährige Rainer Möllers war angeklagt, über 50 seiner einstigen Schützlinge aufs perverseste mißbraucht zu haben – und zwar in Hunderten von Fällen, in einem Zeitraum von acht Jahren.
            Die Masse der Vorwürfe, ihr sadomasochistisches, koprophiles Ausmaß und die lange Dauer machten mich stutzig, zumal sich die Anklage lediglich auf die Aussagen der Kinder stützte. “

            Das sind extremste Vorwürfe.
            Hätte sich nur ein Bruchteil bewahrheitet, würde ich absout befürworten, ein solches Monster für Lebenslang wegzusperren, und weil es kein echtes Lebenslänglich in D gibt, auf jeden Fall mit anschließender Sicherheitsverwahrung.
            Es war allerdings überhaupt gar nichts daran. Nul, nada, niente.

            Und auch wenn damals eine allgemeine Hysterie darüber herrschte, sich vor „bösen Männern“ schützen zu müssen, so war doch ein Mann, der von sich wusste, sich nichts zu Schulden kommen gelassen zu haben (OMG, was f eine Konstruktion), einigermaßen sicher.

            Welche Ungeheuerlichkeiten werden heute den Monstern vorgeworfen?
            Der britische Verteidigungsminister hat vor Jahren einer Frau die Hand aufs Knie gelegt.
            Dustin Hoffmann hat eine Praktikantin mit dem Wunsch nach Fußmassagen zutiefst traumatisiert.
            John Lasseter hat Mitarbeiter umarmt, und offenbar dabei Frauen bevorzugt, und davon wiederum jüngere und hübschere vor anderen.

            Gerichtsverfahren dazu gibt es i.d.r keine, die Berichte sind gleichermaßen glaubwürdig wie belanglos und werden oftmals auch nicht bestritten. Die Beschuldigten werden öffentlich vorgeführt, Schuldeingeständnisse eingefordert, bevor sie mit Schande entlassen werden, selber das Handtuch werfen oder sich umbringen.

            Der Schuldzuweisungsmechanismus funktioniert erstaunlich zuverlässig und vernichtet den betroffenen ausgesprochen schnell und wirkungsvoll.

            Und er funktioniert auf einer ziemlich breiten Basis und erreicht betroffene Männer in einem ziemlich großen Stil.

            Die Kombination, für absolute Nichtigkeiten derart drakonisch abgestraft zu werden, und das in einem solchen Ausmaß, das hat schon eine neue Qualität.

          • Ich könnte es anders formulieren:
            Die Hexenjagd zur Zeit der Wormser Prozesse brach in sich zusammen, weil sich zunehmend zeigte, dass da nichts reales dahinter war und alles auf sugestiven projektionen basierte.

            Genau das ist bei Mee Too anders:
            Männer legen tatsächlich Frauen die Hand aufs Knie, umarmen sie, ja (horror!) küssen sie sogar.
            So lange man also einen öffentlichen pseudokonsens erzeugen kann, dass derartiges ganz schlimm traumatisierend für Frauen ™ sein kann, kann man auch Konsequenzen dafür einfordern.
            Das so etwas durchaus nicht Wellenartig sein muss, sondern dauerhaft sein kann, zeigt eben die Entwicklung des Sexualstrafrechtes, das eben nicht „wellenartig“ schärfer interpretiert wird, sondern eher treppenförmig periodisch immer weiter und absolut einseitig beständig weiter verschärft wird.

          • „Die Hexenjagd zur Zeit der Wormser Prozesse brach in sich zusammen, weil sich zunehmend zeigte, dass da nichts reales dahinter war und alles auf sugestiven projektionen basierte.“

            Die Hexenjagd nahm ihren Ausgang in den USA der frühen 80er Jahre. Als die Wormser Prozesse geführt wurden, hatte der Hype in den USA schon seinen Gipfel überschritten und war stark am abflauen, nachdem den Hexenjägern aus allen Richtungen massiv der Gegenwind entgegen blies.
            Der Wormser Prozess riecht stark nach einem politischen Prozess, weil der damals zuständige Richter Jens Beutel OB von Mainz werden wollte und dafür auf die Stimmen der Grünen hoffte. Die warben aber am eifrigsten für einen besonders großen Scheiterhaufen, den ihnen Beutel verschaffte.

            „Genau das ist bei Mee Too anders:“

            Nein, wir sind einfach nur auf der Vorderseite dieses Hypes, er baut sich also noch auf. In einigen Jahren ist der ganze Spuk vorbei, einige hundert Leben ruiniert – und die Karawane zieht weiter.
            Ich gebe Dir allerdings recht, dass der Feminismus immer exzessiver antritt, aber genau das wird ihm das Genick brechen. Er hat längst seine Glaubwürdigkeit komplett verspielt und ist nur noch interessant für radikale Sektierer, sozusagen die IS-Kämpfer des Abendlandes.
            Gestern sah ich im TV ein sehr interessantes Interview mit dem Kunstphilosophen Robert Pfaller, der sein neues Buch vorstellte.
            Ich hab im Internet dieses Interview aus dem November zwischen Autor und DLF gefunden, das logischerweise dasselbe Thema hat. Ich finde es lesenswert, zeigt es doch, dass unser Unbehagen auch woanders wahrgenommen wird.
            http://www.deutschlandfunkkultur.de/neoliberalismus-und-sprache-zartgefuehl-ist-der-komplize.1008.de.html?dram:article_id=401454

          • Die Massenhysterie zum Schaden eines Mannes ist schon viel älter. Es gibt ein schönes Buch von Aldous Huxley: „Die Teufel von Loudum“, in dem die Geschichte eines Mannes aus dem 17. Jahrhundert nachgezeichnet wird, der auf dem Scheiterhaufen endet, weil er ein ganzes Kloster in sexuelle Aufregung versetzt hat. Die Muster sind dem der heutigen Hysterien nicht unähnlich.

          • „Die Muster sind dem der heutigen Hysterien nicht unähnlich.“

            Ich hatte mich während des Studiums mit der Frage beschäftigt, warum und wann Frauen Menschen zweiter Klasse wurden.
            Ja, ich geb’s zu, auch ich hatte diesen Unsinn geglaubt.
            Aber ich hatte zumindest ergebnisoffen „geforscht“ und war zu meinem eigenen Erstaunen zu dem Resultat gekommen, dass Frauen NIE Menschen zweiter Klasse waren.
            Und das MINDESTENS die Hälfte der feministischen Geschichts“beweise“ falsch, oder zumindest verfälscht waren.
            In diesem Zusammenhang hatte ich mich natürlich auch mit der Hexenverfolgung intensiv beschäftigt.
            Und ich kann Dir versichern, dass die heutigen Hysterien den damaligen bis auf die Nachkommastelle ähneln.
            Es scheint, die Menschheit lernt nie.

            Besonders beunruhigend aber finde ich, dass die deutsche Justiz offensichtlich ganz besonders lernunfähig, oder -unwillig ist. Wann immer irgendwo im Lande die Rattenfänger ihre Flötentöne erklingen lassen, stehen die Roben Gewehr bei Fuß
            Die, die den Rechtsstaat schützen sollen, sind die ersten, die ihn drangeben.

  4. „Emmet Till was only 14 years old when he was beaten to death for the crime of ‘whistling at a white woman’. Many years later, Carolyn Brant admitted that she lied, to protect her husband.“

    Hat judgybitch nicht die Quelle zu dem Fall gelesen auf die sie verlinkt?
    Warum hat das scheinbar auch sonst niemand getan?

    In dem Fall soll es doch so gewesen sein, dass _zunächst_ ihr Ehemann gemeinsam mit ihrem Schwager den Jungen misshandelte und so brutal ins Jenseits beförderte, während sie erst im Anschluss an das Geschehen diese Lüge erfand um den beiden Mörder den Freispruch zu ermöglichen.
    Hier wurden Ursache und Wirkung von der Autorin also glatt dreist ins Gegenteil verkehrt.
    Großartig, da kriegt man doch gleich Lust dieser Falschdarstellerin noch weiter zuzuhören
    ^^

      • Es ist in diesem Fall sicher wichtig, ob sie gelogen hat in möglichem Wissen und vielleicht gar der Absicht, dass er daraufhin getötet werden würde (das ist schließlich die Behauptung!) – oder ob absolut Nichts an ihrem Vor-Tat-Verhalten seine Ermordung provozierte, wie es hier tatsächlich gewesen zu sein scheint.

        • Semi, die moralische Bewertung der beiden Möglichkeiten die du hier aufstellst übersteigt offenbar deine intellektuellen Fähigkeiten.

          Ich gebe dir einen Denkanstoß.
          Möglichkeit 1: Sie lügt mit der Absicht dass er getötet wird. Das ist eine untragbare Situation, da sind wir uns einig.
          Möglichkeit 2: Sie lügt, weil in einem völlig perversen Rechtssystem das bloße Wort, ähm, ich meine die bloße LÜGE einer Frau ausreicht um 2 Menschen von einem MORD freizusprechen. Einem brutalen Mord, bei dem es dank überwältigender Indizienlage keine Zweifel daran gab, dass die Männer ihn begangen hatten. Aber diese Fakten zählen irgendwie nicht mehr, denn die Frau hat ja ausgesagt, ähm, gelogen dass…

          Erklär doch nochmal genau, was an Möglichkeit 2 so viel anders/besser ist.

          • „Erklär doch nochmal genau, was an Möglichkeit 2 so viel anders/besser ist.“

            Nichts besser, aber die Ideologie ist anders, da hat sie recht.

            Es wäre keine Lüge mehr, um den Männern zu schaden, sondern im Gegenteil.

          • @Androsch Kubi:

            »Es wäre keine Lüge mehr, um den Männern zu schaden, sondern im Gegenteil.«

            Warum sollten diese Frauen denn den Männern schaden wollen? Es sind doch ihre Männer, ganz im Unterschied zu den »Niggern«.

            Will sagen: die amerikanische Lynchjustiz war immer auch Klassenjustiz, und innerhalb der eigenen Klasse haben Männer und Frauen auch gemeinsame Interessen.

            Die Annahme, es würde in erster Linie darum gehen, Männern als Männern zu schaden, ist doch der feministischen Überverallemeinerung der Geschlechtskategorie schon auf den Leim gegangen! Diese weißen Männer und Frauen in den USA wollten, dass die Schwarzen unter sich bleiben und ihre sozialen Grenzen nicht überschreiten.

            Das Beispiel der Lynchjustiz zeigt in unserem Kontext daher auf, wie hanebüchen es ist, nur das Geschlecht als Indiz dafür heranzuziehen, wer sich in »herrschender« und wer in »beherrschter« Position befindet.

          • „Erklär doch nochmal genau, was an Möglichkeit 2 so viel anders/besser ist.

            Wo ; recht hat, hat sie recht.
            Es macht schon einen eminenten Unterschied, ob ich Jemanden anschwärze, mit dem Ziel, dass er gelyncht wird, oder ob ich Lynchmördern nachträglich eine Rechtfertigung verschaffe.
            Im ersten Fall würde ich das als Anstiftung zum Mord werten, im zweiten Fall als Ausnutzung eines – zugegeben perversen – Rechtssystems.

      • „Aus welchem Grund sie gelogen hat ist wichtig, weil?“
        Erwarte von einer Frau Verantwortung für ihr tun oder gar eine Entschuldigung und du wirst enttäuscht werden.
        Verantwortung mag ein weibliches Wort sein aber sie ist rein männlich. Frauen sind wie Kinder – sie kennen keine Verantwortung und kein Gewissen. Jeder der sich auf eine Frau verlässt merkt früher oder später, dass er auf Sand gebaut hat.

        • @ p&s:
          Unsinn. Mach doch mal die Augen auf und sieh über deine Ideologieblase hinaus.
          Frauen pauschal Verantwortung und Gewissen abzusprechen aufgrund ihres Geschlechts ist genau dieselbe Verbohrtheit wie Männer aufgrund ihres Geschlechts als Gewalttäter abzustempeln.

          • „Frauen pauschal Verantwortung und Gewissen abzusprechen aufgrund ihres Geschlechts ist genau dieselbe Verbohrtheit wie Männer aufgrund ihres Geschlechts als Gewalttäter abzustempeln.“
            Na und? Wenn sich der Arm einer Balkenwaage in eine Richtung neigt weil da ein Gewicht ran gehangen wird, dann bringt es nichts in der Mitte ein Gewicht zu befestigen um sie wieder ins Gleichgewicht zu bringen, sondern du musst an dem anderen Arm ein Gewicht befestigen. Sonst neigt sich der Arm endgültig in die falsche Richtung.

          • @PfefferundSalz:

            »Sonst neigt sich der Arm endgültig in die falsche Richtung.«

            Ich glaube aber nicht, dass aus einer solchen Dynamik der Gewichtsvermehrung wieder ein Gleichgewicht resultiert. Sondern der Balken wird aufgrund von Überlastung brechen, und dann muss man die Waage wegschmeißen. Was dann sinnbildlich bedeutet, dass beide Seiten über kein gemeinsames Maß mehr verfügen. Kann natürlich so enden, wäre aber trotzdem doof.

          • Sich auf weibliche Verantwortungslosigkeit einzustellen und Frauen wie Kinder zu behandeln dürfte praktisch alternativlos sein. Unter Männern würde man so was mit weitgehender sozialer Ächtung und Vermeidung sanktionieren und dann kapiert der Betreffende das irgendwann oder eben nicht.
            Aber für ca. 80% der Frauen wird es immer einen braven Beta geben, der immer bereit ist ihr zu glauben, dass sie ja nichts dafür konnte und es nicht besser wusste.

          • Auge um Auge, Zahn um Zahn. Willkommen im Mittelalter.

            Tit for tat hat einiges für sich. Modifiziertes Tit for Tat mit der Möglichkeit zu Vergeben hat seine Vorzüge. Aber wenn der andere die sich ergebende Möglichkeit ausnutzt um falsch zu spielen, bleibt nur wieder tit for tat dagegen.

          • @lh: Ich würde dir das hier ans Herz legen.
            http://ncase.me/trust/

            Spoiler:
            Die Sache ist nicht ganz so einfach wie du es hier darstellst. Solange die Anzahl an „bad players“ moderat bleibt, ist Vertrauen & Vergeben die evolutionär (!) erfolgreichste Strategie.

          • Eine sehr gute Seite, habe ich gleich mal gebookmarked.

            Die Sache ist die: Je weniger Zwang herrscht, nochmal miteinander zu spielen, umso erfolgreicher wird „always cheat“. Und das hat Auswirkungen auf die Menge der „bad players“.

          • @pingpong
            „Auge um Auge, Zahn um Zahn. Willkommen im Mittelalter.“
            Das ist eher das Altertum und nicht das Mittelalter – da waren die Strafen deutlich schärfer.
            Allerdings bin ich ein Freund dieses Auge um Auge Prinzips. Wer sehen möchte der darf einfach dem Anderen keines Ausschlagen, dann gibts auch keine Probleme.

            „http://ncase.me/trust/“
            Nettes Spiel aber leider irrelevant da wir zum einen nicht unbedingt mit einer Person mehrmals spielen und zum anderen die Welt bei weitem komplexer ist. Die Wahrheit ist, dass derjenige der betrügt aber dies am besten verbergen oder leugnen kann gewinnt. Vielleicht gewinnt er nicht wenn man den Zeithorizont auf unendlich stellt aber innerhalb eines Lebens gewinnt er auf jeden Fall. Deswegen würde ich mein Geld immer auf den Soziopathen setzen. Tatsächlich haben Soziopathen innerhalb der Elite einen doppelt so hohen Anteil wie in der Gesamtbevölkerung und damit ist das Konzept durchaus erfolgreich.

            @djadmoros
            „Sondern der Balken wird aufgrund von Überlastung brechen, und dann muss man die Waage wegschmeißen.“
            Das sollte auch das Ziel sein. Dieses System ist unerträglich geworden. Es muss eine grundsätzliche Veränderung eintreten. Die Wiederherstellung des Status Quo ist zu wenig. Aber für viele MRAs ist das wohl schon genug – ein bisschen weniger Männerfeindlichkeit, ein paar angepasste Gesetze und schon ist alles wieder fein, nicht wahr? Das Problem sind nicht die Feministen, das Problem ist die Geschlechterdynamik. Bevor die sich nicht ändert ist das beste was du erreichen kannst eine Abmilderung der Probleme bis zum nächsten Mal. Dann ist halt die 4. Generation von Feministen an der Macht und da wird es nicht besser.

          • @p&s:
            Deswegen würde ich mein Geld immer auf den Soziopathen setzen.

            Diese Einstellung ist einer der Gründe für die Zustände die du weiter oben so beklagst.

          • Die Geschlechterdynamik ist biologisch bedingt. Die kann man nicht ändern. Sperm is cheap, eggs are expensive. Das Einzige was man ändern könnte, ist den Marktpreis für sexuelle Befriedigung so zu senken, dass es sich als Mann nicht mehr lohnt, mit Frauen zu interagieren. Durch Sexroboter zum Beispiel. Ob dies gut für den allgemeinen Umgang von Menschen untereinander ist, wage ich langfristig zu bezweifeln.

          • @adrian: Selbstverständlich nicht, wie kommst du denn auf diese abwegige Idee?

            Meine Antwort bezog sich auf deine Aussage die Geschlechterdynamik wäre in Stein gemeißelt und man könne sie nicht ändern. Das Wort „Dynamik“ impliziert ja schon dass es hier um das ganze weite Feld der Interaktion zwischen Mann und Frau geht. Da spielen sowohl biologische als auch soziale als auch kulturelle Faktoren eine Rolle, in einem komplizierten Spiel aus Wechselwirkungen.
            Wenn du dieses höchst komplexe ineinander verwobene Gebilde beschreibst mit „ist biologisch, kann man nicht ändern“, dann ist das, naja, mir kommt halt der Begriff Biologismus in den Sinn. Kann sein dass du es gar nicht so gemeint hast.

          • Natürlich spielen soziale Faktoren eine Rolle. Das ändert aber nichts am Wesen von Sperma und Eiern, Schwangerschaft und Orgasmus, Sex und Hormonen.

          • Du hast aber vorhin nicht vom Wesen von sperma und Eiern gesprochen (was auch immer das sein mag), sondern von der geschlechterdynamik…

          • Antwort: Wer „die geschlechterdynamik“ auf Biologie beschränkt, begeht eine unzulässige Vereinfachung eines viel komplizierteren Gebiets. Aus dieser unzulässigen Vereinfachung die Behauptung aufzustellen, die geschlechterdynamik könne nicht geändert werden, ist: unzulässig.
            Sperm is cheap… ist ebenso eine zumindest fragwürdige Simplifizierung, darüber haben wir vor einiger Zeit schon ausführlich diskutiert.

          • „Okay, dann frag ich anders: Was genau glaubst Du denn, kann sich an der Geschlechterdynamik ändern?“

            Zb folgendes:

            Vor 50 Jahren kamst du in den Knast wenn du mit einem Mann im Bett erwischt wurdest, gesellschaftlich erledigt warst du sowieso. Vor 500 Jahren war das ebenso. Vor 2000 Jahren waren sexuelle Männerfreundschaften nichts ungewöhnliches, ebenso wie heute hier bei uns.

            Vor gar nicht allzu langer Zeit war es undenkbar dass ein Schwarzer mit einer Weißen zusammen war, geschweige denn Kinder mit ihr hat.

          • Es zeigt dass sich die Geschlechterdynamik ändern kann, und ist damit eine Erwiderung auf:

            „Was genau glaubst Du denn, kann sich an der Geschlechterdynamik ändern?“

            und

            „Die Geschlechterdynamik kann nicht wesentlich geändert werden. Sie hat sich in der Menschheitsgeschichte auch nicht wesentlich geändert.“

          • @pingpong

            Aber das sind doch nur Veschiebungen innerhalb eines bestimmten Spielraums, die sehr an bestimmten Veränderungen hängen. Schaffe moderne Verhüttungsmittel ab und wir sind sofort wieder bei dem früheren Zeitraum, bei dem Sex und Verpflichtung hand in Hand gingen

          • Inwiefern hängen die beiden Dinge die ich beschrieben habe an bestimmten (biologischen) Veränderungen? Und selbst wenn, der Punkt war doch die Behauptung dass die geschlechterdynamik fix wäre und sich gar nicht ändern ließe.

            Wenn du oder Adrian sagst „der Spielraum innerhalb dessen sich die geschlechterdynamik entwickelt ist weitgehend durch die Biologie vorgegeben“ dann gehe ich damit d’accord. Denn das erkennt erstens an dass innerhalb dieses Rahmens sehr wohl Veränderung möglich ist, und führt zweitens zu der Frage wie eng oder weit denn dieser Rahmen nun ist. Auf dieser Basis kann man weiterdiskutieren.

          • @pingpong

            Die Biologie ist eben nicht beliebig änderbar, es müssen sich die grundvoraussetzungen ändern, die zu einer anderen Kosten-Nutzenrechnung innerhalb der biologischen Grundlagen führen.
            Die pille ermöglicht Sex ohne folgen.
            Demnach verändert sich auch das Verhalten. Innerhalb dieses Verhaltens beibt aber der Unterschied vorhanden zwischen Mann und Frau.
            und auch Homosexualität unterliegt diesen Faktoren: Um so fester die Bindung sein muss um an Sex zu kommen um so stärker wird häufig auch die Abgrenzung zur Homosexualität. Wenn die Bindung nicht mehr so stark sein muss, um an Sex zu kommen, dann gilt eben eher leben und leben lassen. Das gleiche gilt, wenn es ein vernünftiges Rentensystem gibt und man nicht darauf setzen muss, dass der Nachwuchs wiederum Nachwuchs hat und einen versorgt

          • @chris:
            Diese Diskussion hatten wir schon. Ich halte den Standpunkt für zu undifferenziert. Du argumentierst manchmal wie ein Physiker, der feststellt dass die Lichtgeschwindigkeit eine absolute Konstante ist und dass dies den passenden Rahmen für die Frage warum die Autos auf der Autobahn schneller fahren als in der Stadt darstellt. Er hat damit ja auch nicht unrecht, denn die Geschwindigkeit von Autos bewegt sich in einem physikalischen Rahmen und da stellt nunmal die Lichtgeschwindigkeit die Obergrenze dar. Trotzdem ist dieser Rahmen ungeeignet für die Beantwortung der Frage.
            Richtig und trotzdem ungeeignet.

          • „Okay, dann frag ich anders: Was genau glaubst Du denn, kann sich an der Geschlechterdynamik ändern?“

            Naja, biologisch magst Du recht haben. Aber kulturell gab es immer wieder Zeiten, in denen ein Mann höher gewertet wurde, als eine Frau.
            Frauen bauen immer noch weitgehend auf ein Leben an der Seite eines Ernährers. Wird die Zahl der Ernährer knapp, dann sinkt der Marktwert der „eggs“.
            Passierte in der Menschheitsgeschichte mehrmals, zuletzt nach dem II. WK.

          • „Naja, biologisch magst Du recht haben. Aber kulturell gab es immer wieder Zeiten, in denen ein Mann höher gewertet wurde, als eine Frau.“
            Nein, er wurde nur als nützlicher gewertet als die Frau. Höher wurden nur Adlige oder die Elite gewertet, die Bauern, egal ob männlich oder weiblich wurden nicht höher, sondern nur nach ihrem Nutzwert gewertet.
            Versuch nicht dir die Feministenpropaganda zu eigen zu machen, das gibt ein hässliches Gesicht.

            „Frauen bauen immer noch weitgehend auf ein Leben an der Seite eines Ernährers. Wird die Zahl der Ernährer knapp, dann sinkt der Marktwert der „eggs“.
            Passierte in der Menschheitsgeschichte mehrmals, zuletzt nach dem II. WK.“
            Das ist eine Änderung der Geschlechterdynamik und zwar eine Biologische. Wenn die Anzahl der Nutztiere (aka Männer) sinkt dann nimmt man halt auch eines was nicht optimal ist.
            Der Sexbot würde ja auch zuerst einmal die Anzahl der Nutztiere reduzieren. Allerdings würden dann vor allem der Mittelbau wegbrechen – d.H. die Armen und die mit Frauen erfolgreichen Männer bleiben ja am Markt und das hat dann natürlich auch einen Einfluss auf die Biologie.
            Deswegen bin ich ja auch dafür, dass der Bau und der Kauf von Sexbots staatlich gefördert wird damit auch die Armen etwas von der Entwicklung haben. Schade dass dies nicht passieren wird.

    • https://de.wikipedia.org/wiki/Emmett_Till
      Nach einem Besuch seines Onkels Moses Wright in Chicago im Juli 1955 beabsichtigte Emmett Till, einen Gegenbesuch während der Schulferien zu unternehmen. Moses Wright war Prediger in Money, Mississippi, und besaß ein Stück Land, auf dem er mit seiner Familie Baumwolle anbaute. Tills Mutter lehnte die Idee ihres Sohnes ab, da die Rassentrennung in den Südstaaten der USA noch immer verbreitet war und sie Repressionen durch Weiße befürchtete. Der Gegenbesuch kam dennoch zustande.

      Gemeinsam mit seinen Cousins suchte Emmett Till am 24. August 1955 das Lebensmittelgeschäft von Roy Bryant (1931–1994) und dessen Frau Carolyn (* 1934) in Money auf, um Süßigkeiten und Limonade zu kaufen. Carolyn Bryant, Mutter zweier Kinder und ehemalige Schönheitskönigin an der High School, war zu diesem Zeitpunkt allein im Verkaufsraum. Beim Verlassen des Ladens soll Emmett Till aus Übermut gegenüber der Frau „Bye, Babe“ gesagt und einen bewundernden Pfiff ausgestoßen haben. Nach der späteren Darstellung Carolyn Bryants habe Till sie an der Taille umfasst und sich unsittlich gegenüber ihr geäußert. Als Bryant daraufhin zu ihrem Wagen ging, um eine Waffe zu holen, liefen die Jungen in Panik davon. Emmett Till beschwor seine Cousins, nichts über den Vorfall gegenüber seinem Onkel zu erwähnen.

      Am frühen Morgen des 28. August 1955 erschienen Roy Bryant und dessen Halbbruder John William Milam (1919–1981) bei Moses Wright und verlangten die Herausgabe von Emmett Till. Wright erklärte ihnen, dass der Junge über die Sitten und Gebräuche im Süden nichts wisse und er entschuldigte sich im Namen seines Neffen. Seine Frau Elisabeth bot den Männern Geld zur Wiedergutmachung an. Bryant und Milam jedoch schlugen das Ehepaar mit dem Gewehrkolben nieder, fanden Emmett Till im Haus, luden ihn auf ihren Chevrolet-Pickup und fuhren davon. Beim Verlassen des Hauses will Moses Wright gehört haben, dass eine Frauenstimme sagte: „Ja, das ist er“.

      Nachdem Emmett Till bis zum darauffolgenden Morgen nicht zurückgekehrt war, erstattete Moses Wright schließlich Anzeige gegen Bryant und Milam wegen Entführung. Am 31. August 1955 wurde Tills Leichnam von einem Angler am Pecan Point, einer Uferstelle des Tallahatchie River entdeckt.

      ie Täter hatten versucht, den Leichnam mittels eines 30 kg schweren Ventilators einer Baumwollmaschine, den sie mit Stacheldraht am Hals des Opfers befestigt hatten, im Fluss zu versenken. Dem Toten fehlte ein Auge, die Nase war gebrochen, und er wies mehrere Wunden am Körper sowie ein Einschussloch an der rechten Seite des Schädels auf. Bei der Obduktion stellte der Gerichtsmediziner Chester Miller aufgrund des in der Lunge gefundenen Wassers fest, dass Till nach dem Kopfschuss offenbar noch gelebt hatte. Moses Wright und dessen Sohn Simeon identifizierten den Toten als Emmett Till anhand eines Ringes, der am Finger der Leiche steckte.

      Der Leichnam von Emmett Till im offenen Sarg.
      Der Sheriff aus Money wollte den Toten vor Ort beerdigen. Mamie Till setzte jedoch durch, dass der Leichnam ihres Sohnes nach Chicago überführt wurde. Bei der Trauerfeier defilierten rund 50.000 Menschen vor dem offenen Sarg.

      Die Veröffentlichung des Falls mit dem Foto des toten Emmett Till im Jet Magazine löste eine nationale Debatte über den Rassismus in den Südstaaten und über die Grenzen der USA hinaus Entsetzen und Empörung aus. Der skandalumwitterte Gerichtsprozess gegen Bryant und Milam in Sumner, Mississippi wurde von zahlreichen Reportern verfolgt. Die zwölfköpfige Jury setzte sich ausschließlich aus weißen Männern zusammen. Diverse Zeugen der Anklage verschwanden auf mysteriöse Weise und diejenigen, die aussagten, wurden bedroht. Darunter waren Moses Wright und der 18-jährige Hauptzeuge Willie Reed (1937–2013). Ein Zeitungsreporter beschrieb folgende Szenen im Gerichtssaal: „Im Zuschauerraum wurde geplaudert, gelacht und auf den für Weiße reservierten Plätzen wurden wahre Picknicks veranstaltet. Während des ganzen Prozesses saßen die Angeklagten bei ihren Familien und auf deren Schoß saßen deren Kinder“.

      Die Verteidigung stellte die Verschwörungstheorie auf, der Tote sei nicht Emmett Till gewesen, sondern schwarze Aktivisten hätten dem Jungen unter Mithilfe seines Onkels den Ring abgenommen und der Leiche eines Unbekannten übergestreift. Till sei am Leben und befinde sich wahrscheinlich irgendwo im Norden. Der Verteidiger J. W. Kellum verstieg sich gegenüber der Jury zu der Aussage: „Eure Vorfahren drehen sich im Grab um, wenn ihr diese Männer nicht freilasst“. Nach nur fünf Verhandlungstagen und einer 67-minütigen Beratung befand die Jury beide Angeklagten für nicht schuldig. Der Freispruch löste große Proteste unter der schwarzen Bevölkerung der Südstaaten aus.

      https://en.wikipedia.org/wiki/Emmett_Till

      Emmett Louis Till (July 25, 1941 – August 28, 1955) was a 14-year-old African-American who was lynched in Mississippi in 1955, after a white woman said she was offended by him in her family’s grocery store. The brutality of his murder and the fact that his killers were acquitted drew attention to the long history of violent persecution of African Americans in the United States. Till posthumously became an icon of the Civil Rights Movement.

      Till was born and raised in Chicago and in August 1955, was visiting relatives near Money, in the Mississippi Delta region. He spoke to 21-year-old Carolyn Bryant, the white married proprietor of a small grocery store there. Although what happened at the store is a matter of dispute, Till was accused of flirting with or whistling at Bryant. Decades later, Bryant disclosed that, in 1955, she had fabricated testimony that Till made verbal or physical advances towards her in the store.[1][2] Till’s reported behavior, perhaps unwittingly, violated the strictures of conduct for an African American male interacting with a white woman in the Jim Crow-era South.[3] Several nights after the store incident, Bryant’s husband Roy and his half-brother J. W. Milam went armed to Till’s great-uncle’s house and abducted the boy. They took him away and beat and mutilated him before shooting him in the head and sinking his body in the Tallahatchie River. Three days later, Till’s body was discovered and retrieved from the river.

      Till’s body was returned to Chicago where his mother insisted on a public funeral service with an open casket. „The open-coffin funeral held by Mamie Till Bradley exposed the world to more than her son Emmett Till’s bloated, mutilated body. Her decision focused attention not only on American racism and the barbarism of lynching but also on the limitations and vulnerabilities of American democracy“.[4] Tens of thousands attended his funeral or viewed his open casket, and images of his mutilated body were published in black-oriented magazines and newspapers, rallying popular black support and white sympathy across the U.S. Intense scrutiny was brought to bear on the lack of black civil rights in Mississippi, with newspapers around America critical of the state. Although initially local newspapers and law enforcement officials decried the violence against Till and called for justice, they responded to national criticism by defending Mississippians, temporarily giving support to the killers.

      In September 1955, Bryant and Milam were acquitted by an all-white jury of Till’s kidnapping and murder. Protected against double jeopardy, the two men publicly admitted in a 1956 interview with Look magazine that they had killed Till. In 2004 the case was officially reopened by the United States Department of Justice. The defense team in the 1955 trial had questioned whether the body was that of Till. In 2004, Till’s body was exhumed and positively identified. Till’s original casket was then donated to the Smithsonian Institution and it is displayed in the National Museum of African American History and Culture. After Milam and Bryant were acquitted, they initially remained in Mississippi, but were boycotted, threatened, attacked and humiliated by local residents. Milam died in 1980 at the age of 61, and Bryant died in 1994 at the age of 63. Bryant expressed no remorse for his crime and stated: „Emmett Till is dead. I don’t know why he just can’t stay dead.“[5]

      The trial of Bryant and Milam received extensive press coverage. Till’s murder was seen as a catalyst for the next phase of the Civil Rights Movement. In December 1955, the Montgomery bus boycott began in Alabama and lasted more than a year, gaining a US Supreme Court ruling that segregated buses were unconstitutional.

      According to historians, events surrounding Emmett Till’s life and death continue to resonate. Some writers have suggested that almost every story about Mississippi returns to Till, or the Delta region in which he died, in „some spiritual, homing way.“[6] An Emmett Till Memorial Commission was established in the early 21st century. The Sumner County Courthouse was restored and includes the Emmett Till Interpretive Center. The Emmett Till Memory Project is a website and smartphone app commemorating his life; fifty-one sites in the Mississippi Delta are associated with Till.

      Till arrived in Money, Mississippi, on August 21, 1955. On August 24, he and cousin Curtis Jones skipped church where his great-uncle Mose Wright was preaching and joined some local boys as they went to Bryant’s Grocery and Meat Market to buy candy. The teenagers were children of sharecroppers and had been picking cotton all day. The market mostly served the local sharecropper population and was owned by a white couple, 24-year-old Roy Bryant and his 21-year-old[23] wife Carolyn. Carolyn was alone in the store that day; her sister-in-law was in the rear of the store watching children. Jones left Till with the other boys while Jones played checkers across the street.

      The facts of what took place in the store are still disputed. According to what Jones said at the time, the other boys reported that Till had a photograph of an integrated class at the school he attended in Chicago,[note 1] and Till bragged to the boys that the white children in the picture were his friends. He pointed to a white girl in the picture, or referred to a picture of a white girl that had come with his new wallet,[24] and said she was his girlfriend and one or more of the local boys dared Till to speak to Bryant.[23] However, writing a personal account of the incident in a book released in 2009, Till’s cousin Simeon Wright, who was also present, disputed Jones‘ version of what happened on that day. According to Wright, Till did not have a photo of a white girl in his wallet and no one dared him to flirt with Bryant.[25] Speaking in 2015, Wright said, „We didn’t dare him to go to the store — the white folk said that. They said that he had pictures of his white girlfriend. There were no pictures. They never talked to me. They never interviewed me.“[26] The FBI report completed in 2006 notes „…Jones recanted his 1955 statements prior to his death and apologized to Mamie Till-Mobley“.[27]

      According to some versions, including comments from some of the kids standing outside the store,[28] Till may have wolf-whistled at Bryant.[29] Following his disappearance, a newspaper account stated that Till sometimes whistled to alleviate his stuttering.[30] His speech was sometimes unclear; his mother said he had particular difficulty with pronouncing „b“ sounds, and he may have whistled to overcome problems asking for bubble gum.[31][32][33] She said that, to help with his articulation, she taught Till how to whistle softly to himself before pronouncing his words.[32]

      During the murder trial, Bryant testified that Till grabbed her hand while she was stocking candy and said, „How about a date, baby?“[34][35] She said that after she freed herself from his grasp, the young man followed her to the cash register,[34] grabbed her waist and said, „What’s the matter baby, can’t you take it?“[34] Bryant said she freed herself, and Till said, „You needn’t be afraid of me, baby,“[34] used „one ‚unprintable‘ word“[34] and said „I’ve been with white women before.“[34][36] Bryant also alleged that one of Till’s companions came into the store, grabbed him by the arm, and ordered him to leave.[34] According to historian Timothy Tyson, Bryant admitted to him in a 2008 interview that her testimony during the trial that Till had made verbal and physical advances was false.[37][38][2]

      Decades later, Simeon Wright, Till’s cousin, also challenged the account given by Carolyn Bryant at the trial.[39] Wright entered the store „less than a minute“ after Till was left inside alone with Bryant,[39] and he saw no inappropriate behavior and heard „no lecherous conversation.“[39] Wright said Till „paid for his items and we left the store together.“[39] In their 2006 investigation of the cold case, the FBI noted that a second anonymous source, who was confirmed to have been in the store at the same time as Till and his cousin, supported Wright’s account.[24]

      In any event, after Wright and Till left the store, Bryant went outside to retrieve a pistol from underneath the seat of a car. The teenagers saw her do this and left immediately.[36] It was acknowledged that Till whistled while Bryant was going to her car.[24] However, it is disputed whether Till whistled toward Bryant or toward a checkers game that was occurring just across the street.[24]

      One of the other boys ran across the street to tell Curtis Jones what happened in the store. When the older man with whom Jones was playing checkers heard the story, he urged the boys to leave quickly, fearing violence. Bryant told others of the events at the store, and the story spread quickly. Jones and Till declined to tell his great-uncle Mose Wright, fearing they would get in trouble.[40] Till said he wanted to return home to Chicago. Carolyn’s husband Roy Bryant was on an extended trip hauling shrimp to Texas and did not return home until August 27.[41]

      When Roy Bryant was informed of what had happened, he aggressively questioned several young black men who entered the store. That evening, Bryant, with a black man named J. W. Washington, approached a black teenager walking along a road. Bryant ordered Washington to seize the boy, put him in the back of a pickup truck, and took him to be identified by a companion of Carolyn’s who had witnessed the episode with Till. Friends or parents vouched for the boy in Bryant’s store, and Carolyn’s companion denied that the boy Bryant and Washington seized was the one who had accosted her. Somehow, Bryant learned that the boy in the incident was from Chicago and was staying with Mose Wright.[note 2] Several witnesses overheard Bryant and his 36-year-old half-brother, John William „J. W.“ Milam, discussing taking Till from his house.[42]

      In the early morning hours—between 2:00 am and 3:30 am—on August 28, 1955, Bryant, Milam, and Bryant’s wife drove to Mose Wright’s house. Milam was armed with a pistol and a flashlight. He asked Wright if he had three boys in the house from Chicago. Till was sharing a bed with another cousin; there were eight people in the small two-bedroom cabin. Milam asked Wright to take them to „the nigger who did the talking.“ Till’s great-aunt offered the men money, but Milam refused as he rushed Emmet to put on his clothes. Moses Wright informed the men that Till was from up north and didn’t know any better. Milam reportedly then asked, „How old are you preacher?“ to which Wright responded „64.“ Milam threatened that if Wright told anybody he wouldn’t live to see 65. The men marched Till out to the truck and asked Carolyn Bryant whether this was the young man who had accosted her. She said that he was.[35][43]

      They tied up Till in the back of a green pickup truck and drove toward Money, Mississippi. According to some witnesses, they took Till back to Bryant’s Groceries to drop off Carolyn Bryant and recruit two black men. The men then drove to a barn in Drew. They pistol-whipped him on the way and reportedly knocked him unconscious. Willie Reed, who was 18 years old at the time, saw the truck passing by and identified five people on the truck with Till. Reed recalled seeing J.W. Milam and Roy Bryant in the front seat, while Henry Lee Loggins and Leroy „Too Tight“ Collins were in the back with Till.[44] Both Loggins and Collins worked for Milam and were allegedly forced to help with the beating.[45][46]

      Willie Reed said that while walking home, he heard the beating and crying from the barn. He told a neighbor and they both walked back up the road to a water well near the barn, where they were approached by Milam. Milam asked if they heard anything. Reed responded „No“. Others passed by the shed and heard yelling. A local neighbor also spotted Leroy „Too Tight“ Collins at the back of the barn washing blood off the truck and noticed Till’s boot. Milam explained he had killed a deer and that the boot belonged to him.

      Years later, an interview with Henry Lee Loggins’s son Mayor Jhonny B. Thomas revealed that Till was shot and tossed over the Black Bayou Bridge in Glendora, Mississippi, near the Tallahatchie River.[47] The group drove back to Roy Bryant’s home in Money, where they reportedly burned Emmett’s clothes.

      Well, what else could we do? He was hopeless. I’m no bully; I never hurt a nigger in my life. I like niggers—in their place—I know how to work ‚em. But I just decided it was time a few people got put on notice. As long as I live and can do anything about it, niggers are gonna stay in their place. Niggers ain’t gonna vote where I live. If they did, they’d control the government. They ain’t gonna go to school with my kids. And when a nigger gets close to mentioning sex with a white woman, he’s tired o‘ livin‘. I’m likely to kill him. Me and my folks fought for this country, and we got some rights. I stood there in that shed and listened to that nigger throw that poison at me, and I just made up my mind. ‚Chicago boy,‘ I said, ‚I’m tired of ‚em sending your kind down here to stir up trouble. Goddam you, I’m going to make an example of you—just so everybody can know how me and my folks stand.‘
      J. W. Milam, Look magazine, 1956[35]
      In an interview with William Bradford Huie that was published in Look magazine in 1956, Bryant and Milam said they intended to beat Till and throw him off an embankment into the river to frighten him. They told Huie that while they were beating Till, he called them bastards, declared he was as good as they, and said that he had sexual encounters with white women. They put Till in the back of their truck, drove to a cotton gin to take a 70-pound (32 kg) fan—the only time they admitted to being worried, thinking that by this time in early daylight they would be spotted and accused of stealing—and drove for several miles along the river looking for a place to dispose of Till. They shot him by the river and weighted his body with the fan.[35][note 3]

      Mose Wright stayed on his front porch for twenty minutes waiting for Till to return. He did not go back to bed. He and another man went into Money, got gasoline, and drove around trying to find Till. Unsuccessful, they returned home by 8:00 am.[48] After hearing from Wright that he would not call the police because he feared for his life, Curtis Jones placed a call to the Leflore County sheriff, and another to his mother in Chicago. Distraught, she called Emmett’s mother Mamie Till Bradley.[49] Wright and his wife Elizabeth drove to Sumner, where Elizabeth’s brother contacted the sheriff.[50]

      Bryant and Milam were questioned by Leflore County sheriff George Smith. They admitted they had taken the boy from his great-uncle’s yard but claimed they had released him the same night in front of Bryant’s store. Bryant and Milam were arrested for kidnapping.[51] Word got out that Till was missing, and soon Medgar Evers, Mississippi state field secretary for the National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) and Amzie Moore, head of the Bolivar County chapter, became involved. They disguised themselves as cotton pickers and went into the cotton fields in search of any information that might help find Till.[52]

      Three days after his abduction and murder, Till’s swollen and disfigured body was found by two boys who were fishing in the Tallahatchie River. His head was very badly mutilated, he had been shot above the right ear, an eye was dislodged from the socket, there was evidence that he had been beaten on the back and the hips, and his body weighted by a fan blade, which was fastened around his neck with barbed wire. He was nude, but wearing a silver ring with the initials „L. T.“ and „May 25, 1943“ carved in it.[53][note 4] His face was unrecognizable due to trauma and having been submerged in water. Mose Wright was called to the river to identify Till. The silver ring that Till was wearing was removed and returned to Wright and next passed on to the district attorney as evidence.

      Admission that the testimony against Till was false
      In 2017, author Timothy Tyson released details of a 2008 interview with Carolyn Bryant, during which she disclosed that she had fabricated the most sensational part of her testimony.[1][2][110] Tyson stated: „she said with respect to the physical assault on her, or anything menacing or sexual, that that part isn’t true“.[111] She also said: „nothing that boy did could ever justify what happened to him“.[111] The 72-year-old Bryant said she could not remember the rest of the events that occurred between her and Till in the grocery store.[1] Tyson said that Roy Bryant had been verbally abusive toward Carolyn, and „it was clear she was frightened of her husband“. Bryant described Milam as „domineering and brutal and not a kind man“.[111] An editorial in The New York Times said: „This admission is a reminder of how black lives were sacrificed to white lies in places like Mississippi. It also raises anew the question of why no one was brought to justice in the most notorious racially motivated murder of the 20th century, despite an extensive investigation by the F.B.I.“[112]

      The New York Times quoted Wheeler Parker, a cousin of Till’s, who said, „I was hoping that one day she [Bryant] would admit it, so it matters to me that she did, and it gives me some satisfaction. It’s important to people understanding how the word of a white person against a black person was law, and a lot of black people lost their lives because of it. It really speaks to history, it shows what black people went through in those days.“[3]

      • Christian jetzt hör doch auf Semi hier mit Fakten zu überfordern! Siehst du nicht wie Ihr diese Sache zu schaffen macht? Hast du denn keine Empathie? Natürlich nicht, bist ja ein Mann… das empathische geschlecht hat dir in dieser Hinsicht einiges voraus, also hör gut auf die Worte von semi. Sie hat herausgefunden dass judgybitch in ihrem Artikel einen Fehler gemacht hat. Fühl dich doch einfach mal in ihre Situation ein. Es ist doch offensichtlich, dass man jetzt den kompletten historischen Zusammenhang völlig neu bewerten muss, findest du nicht? Blöder sexist.

        • @ Matze:
          Ja, kein Problem.
          Das Gerücht, daß C. Bryant den Jungen verpfiff damit er umgebracht würde, ist genau so falsch, wie jenes, welches Semi anführt ( also, daß Gatte und Schwager unabhängig von der Motivation durch C. Bryant den Mord begangen haben ).
          Es scheint einiges auf ein hierarchisches Gefälle hinzudeuten, das aber ungeklärt ist.
          Milam könnte die Bossrolle gespielt haben, unter den Bryants könnte ein autoritaristisches Gefälle vorgeherrscht haben ( auch beides gleichzeitig ist möglich ), es ist wahrscheinlich, daß auch ein paar Schwarze in den Vorgang involviert waren.

          Relativ sicher ist die Falschbeschuldigung, wobei unklar ist, ob sie wirklich falsch war, aber als Mordmotiv war sie jedenfalls dermaßen dünn, daß extremer Rassismus wohl sicher angenommen werden kann. Trotz aller sonst noch möglichen Dynamiken, die im Verlauf aufgetreten sein mögen.
          ( Wobei zu beachten ist, daß auch Wikipedia keine neutrale Quelle ist ).

          Na gut, sind etwas mehr als drei Worte.

          • Nachdem ich die verschiedenen Versionen des Geschehens gelesen habe, find ich es schon auch schwieriger sie zu verteidigen.

            Klar ist, dass irgendwas an Emmett und seiner „Gang“ ihr Angst machte – muss man nicht verstehen, sollte man aber anerkennen. Irgendetwas hat sie ihrem Mann daraufhin sicher auch geschildert – die böswilligste (und soweit ich sehe völlig unbelegte) Interpretation wäre, dass sie da bereits log und auch den Tod des Jungen billigend in Kauf nahm.

            Was wir – denke ich – nicht übersehen dürfen, ist, dass jemand, der zu einer solch massiven Gewalttat (aus nichtigem Anlass) fähig ist, wahrscheinlich auch mit seiner Frau im Zweifel nicht gerade zimperlich umsprang.

            Die Stoßrichtung von judgybitch und in der Folge auch Christian, finde ich jedenfalls nach wie vor ziemlich unmöglich. Um das Ding hier als einen quasi Auftragsmord zu framen, willentlich ausgelöst durch eine Lüge, ist die Beweislage nun doch ein wenig sehr dünn.

          • Nein, kann überhaupt nicht sein, dass da Frauen irgendeine (mit-)Verantwortung hatten.

            Die Lynchjustiz an Schwarzen wegen geringfügiger von den Frauen als „Belästigung“ wahrgenommener Ereignisse war etwas, das Frauen durchaus bekannt war, wen sie Anschuldigungen erhoben. Auch, das ihr Wort da ein ganz anderes Gewicht hatte, bzw. ein Schwarzer schlicht überhaupt nicht angehört wurde, wenn da ein Vorwurf geäußert wurde.
            Frauen hatten somit vielleicht keinen konkreten Einfluss auf das jeweilige Ausmaß an hemmungsloser Brutalität, mit der die betroffenen schwarzen nach oftmals stundenlanger Folter zu Tode gequält wurden, aber dass sie (ohne eigenes Risiko) mit deren Leben spielten, muss ihnen in jedem Fall klar gewesen sein.
            Abgesehen davon, dass sich an so manchem Lynchmob auch Frauen zumindest gefahrlos beteiligt und geschürt haben,

          • Die übertragun auf die gegenwärtige Situation ist jedenfalls die:
            „when you give women the power to kill, on a word, lots of women will take that power. Women will lie. And men will die.“

            Sobald Frauen in einer Kampagne wie Me too Männer sozial und wirtschaftlich vernichten können, tun sie es. Genau das geschieht gerade. Für z.T. nichtige Anlässe vor jahrzehnten.
            Und die Frage ist natürlich berechtigt:
            Wenn es sozial akzeptiert wäre, dass dies bis zum Tod des beschuldigten führt: würden das Frauen ebenfalls tun?
            Ich fürchte, diese Frage mit Ja beantworten zu müssen.
            Ich sehe bislang auch nicht, dass den beschuldigenden Frauen irgendeine Form von Mitschuld an den Selbstmorden wegen Me too gegeben würde.

          • Wir werden bestimmt noch von Semikolon hören, dass die Männer, die in den Selbstmord getrieben werden, ihre Frauen im Stich lassen; und gleich doppelt Schweine sind, die sich besser den Strick nähmen.

          • Was Du hier sagen willst ist aber doch im Grunde, dass Frauen nicht ihr ur-eigenstes Erleben einer missliebigen Situation schildern dürften, weil damit ihnen die (Haupt-)Verantwortung zukäme, wenn andere Personen daraufhin überreagierten.

            Wäre das denn fair, grundsätzlich?

            Zum Schweigen verurteilt qua Geschlechtszugehörigkeit, lebenslang… ne, da finde ich es schon einen Gewinn, wenn Frauen (und andere Menschen) sich immer weniger zurückhalten.

          • „when you give women the power to kill, on a word, lots of women will take that power. Women will lie. And men will die.“

            Sie sterben nicht, aber ihnen wird hohe mit der Wimper zu zucken das Sorgerecht entzogen und sie werden aus ihren Wohnungen geschmissen.

            Es ist nicht so das Frauen scheiße sind, es sind die Gesetze die ihnen eine Macht geben, zu der es kein Gegengewicht gibt. Es ist nicht zu erwarten das irgendeine andere Gruppe sich nicht genau so verhalten würde, hätte oder gäbe man ihnen die Möglichkeit allein durch Beschuldigung das Leben von anderen zu versauen.

          • „Was Du hier sagen willst ist aber doch im Grunde, dass Frauen nicht ihr ur-eigenstes Erleben einer missliebigen Situation schildern dürften, weil damit ihnen die (Haupt-)Verantwortung zukäme, wenn andere Personen daraufhin überreagierten.“

            Nein, genau das will ich damit nicht sagen.
            Ich behaupte umgekehrt:
            Eine Ablehnung des von diesen Frauen behaupteten Verhaltens könnten diese Frauen schon seit Jahrzehnten erhalten, wen sie die jeweiligen Erlebnisse geäußert hätten.
            Eine Zurechtweisung und gewisse Häme hätte ein Mann bereits vor Jahren und Jahrzehnten erhalten, wen er einer fremden Frau die hand aufs Knie gelegt und die dagegen protestiert hätte. Sofortiges und lautstrakes Protestieren ist mMn ohnehin die effizienteste Methode in solchen Fällen. Jeder springt einer Frau in einer solchen Situation bereitwillig zu Hilfe.

            Was ich kritisiere ist, dass sie es genau jetzt tun, in dem Moment, in dem siie mit einer völlig unproportionalen sanktionierung rechnen dürfen, mit einer völligen Zerstörung des Beschuldigten, und das weitgehend ohne eigenes Risiko, nachdem sie oft Jahrzehntelang geschwiegen haben – weil es die Sache wohl oft auch nicht Wert war.

            Eine Frau, die ihre Anschuldigungen genau JETZT vorbringt, die weiß genau, dass sie damit JETZT die entsprechenden Konsequenzen für die Beschuldigten erwirkt, während sie diese Konsequenzen früher nicht erreichen konnte.
            Sie weiß, dass sie genau jetzt die von dir als „überreaktion“ benannte Konsequenz erreichen kann, und platziert ihre Anschuldigung in diesem Wissen genau jetzt.

            Da hat sie sehr wohl eine Verantwortung für die daraus entstehenden Konsequenzen für andere, auf die sie ganz offensichtlich auch spekuliert.

          • Seit Me too.

            bzw. spätestens, seit klar ist, dass die dort beschuldigten mit entsprechenden Konsequenzen sanktioniert werden.
            Seit kurz nach Weinstein also.

            Die behaupteten Vorfälle liegen vergleichsweise deutlich (Jahre/Jahrzehnte) davor, es gab ausreichend Gelegenheit, sich zu äußern.

          • „Haben wir denn ein Beispiel aus Deutschland, wo MeToo eine Existenz vernichtet hätte?“

            Das ist angesichts des Aufhängers der Lynchmorde in den USA eine sonderbare frage – Mee Too hat, was Existenzvernichtung angeht, v.a. in Hollywood und GB eine Rolle gespielt.

            Dennoch spielt das Thema und das Klima auch hier in D eine Rolle.
            Sawsan Chebli hat es bei uns versucht, der von ihr beschuldigte Hans-Joachim Kiderlen fühlte sich zu einer Entschuldigung genötigt, mehr ist da nicht passiert. Eine Frau als „jung und schön“ zu bezichtigen liegt offenbar selbst bei Feminst_Ixen noch unterhalb des Verbrechens, einer Frau die Hand aufs Knie zu legen, was zweifelos einen Rücktrit gerechtfertigt hätte, findest du nicht?

          • Haben wir denn ein Beispiel aus Deutschland, wo MeToo eine Existenz vernichtet hätte?

            edition f sagt dazu:

            „Womöglich ist das Zögern, die Hemmungen, mit Namen an die Öffentlichkeit zu gehen, ein Indiz dafür, dass die Debatte in Deutschland nicht so offen geführt wird, wie das für einen echten Fortschritt wichtig wäre.“

            Also im Sinne von: Echter Fortschritt wird erst durch Vernichtung von Existenzen sichtbar!

          • Frau Chebli hat aber sofort – und nicht ernstlich in Zusammenhang mit MeToo afaik – ihre folgenlose Äußerung getätigt, die man ihr offensichtlich aber dennoch trotz aller Harmlosigkeit langfristig übel nimmt. Wusstest Du eigentlich, dass ihr Vater kurz vorher gestorben war? Sie hatte zu dem Zeitpunkt als die mediale Aufmerksamkeit aufgrund ihrer Äußerung hochkochte einen ausführlichen Beitrag über ihn, sein Leben und die letzte Zeit etc. an ihre Facebookwand gepinnt, der natürlich erheblich weniger Beachtung fand… ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass ihr verborgener Antrieb darin bestand, mehr würden ihn lesen.

          • “ ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass ihr verborgener Antrieb darin bestand, mehr würden ihn lesen.“

            Ich halte es auch für nicht unwahrscheinlich, dass viele derartige Aussagen keine Artikulation eines realen Leidensdrucks aufgrund eines Vorfalls darstellen. Sondern das Meta-Thema lediglich als Aufhänger genutzt wird, um mit einer passenden Story auf sich aufmerksam zu machen

            „Beachtet mich, hallo, hier bin ich, haaalllo, warum nimmt mich keiner wahr, ich bin so toll, so hübsch, eine einmalige Prinzessin und keiner sieht es, schluchz“

          • also: ihr verborgener Antrieb in dem Wunsch bestand, mehr würden ihn lesen…

            Apropos Lynchjustiz in den USA: wisst Ihr denn, dass die gun-related homicides bedingt durch das stand your ground-Gesetz um etwa ein Drittel angestiegen sind gegenüber dem Ende des letzten Jahrtausends? Und dann gibt’s halt außerdem noch: https://mappingpoliceviolence.org/
            Aber klar, darüber wollt Ihr gar nicht reden. Sind wohl zu wenig Frauen involviert?

          • Könnt am Anstieg des kriminellen Teiles der Population liegen.
            Manch einer behauptet ja, es gibt einen Zusammenhang zwischen Impulskontrolle, IQ und Gewalt.
            Aber gut gebaitet Semicotröllchen.

          • @ Semi:
            „Nachdem ich die verschiedenen Versionen des Geschehens gelesen habe, find ich es schon auch schwieriger sie zu verteidigen. “
            Oha! It’s X-mastime!
            Dat Semi versucht sich 10 Sekunden lang an Vernunft. Das ich das noch erleben durfte …

            „Klar ist, dass irgendwas an Emmett und seiner „Gang“ ihr Angst machte – muss man nicht verstehen, sollte man aber anerkennen.“

            Ähh … ja, da setzt sich dann der tägliche Semismus wieder durch, Klar ist, daß niemand, außer Semi, diese Spekulation zurechtphantasiert hat.
            Aber is klar, nä? … ? Sollte man in der ICD anerkennen, jo …

            „Die Stoßrichtung von judgybitch und in der Folge auch Christian, finde ich jedenfalls nach wie vor ziemlich unmöglich.“

            Ja klar, dat Semi stößt irgendwie anders, immer!
            Und das ist ziemlich möglich, wie es hier täglich und in absurdester Weise, aber wohl recht permanent beweist. Nennt man wohl weiblich-emotionale „Intelligenz“, oder individuellfeministische Realität, oder so ähnlich …..
            Aber immerhin, ca. 10 Sekunden hat es es mal versucht ……

          • Sawsan Chebli hat es aber versucht.
            Und die Presse war ja zuerst mal ganz auf ihrer Seite. Erst so nach und nach kamen da vorsichtig kritische Einwände.

            „die man ihr offensichtlich aber dennoch trotz aller Harmlosigkeit langfristig übel nimmt.“
            Dass es harmlos geblieben ist war ja nicht gerade ihr Verdienst.Kenner der Materie hätten sich über stärkere Konsequenzen für den angegriffenen jedenfalls nicht gewundert. Ich hätte keinen Pfifferling darauf gewettet, dass er mit der Entschuldigung ohne weitere Konsequenzen durchkommt.
            Insgesamt habe ich zumindest nicht den Eindruck, dass ihr die Geschichte wirklich geschadet hätte, die sie ja immerhin selbst losgetreten hat (ist ja nicht so, dass sie da jemand reingezogen hätte).

            „ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass ihr verborgener Antrieb darin bestand, mehr würden ihn lesen.“
            Das ist allerdings zu befürchten. Würde das irgendwas besser machen? Nein, es wäre nur noch schlimmer. Sie hätte, nur um Aufmerksamkeit zu erzeugen, einen Mob auf jemanden gehetzt.

          • „Aber klar, darüber wollt Ihr gar nicht reden. Sind wohl zu wenig Frauen involviert?“

            Aber sicher wollen wir darüber reden.
            Warum z.B. gibt es da eine Aufschlüsselung nach Schwarz/Weiß, aber keine nach Geschlecht?

            Wie viel höher ist denn die Wahrscheinlichkeit, als Mann getötet zu werden gegenüber der Wahrscheinlichkeit als Frau?
            Wie sehen die entsprechenden Aufschlüsselungen nach Geschlecht aus?
            Wie viele der getöteten Frauen waren bewaffnet im Vergleich zu den getöteten Männern?
            Gibt es überhaupt eine hinreichend hohe Zahl getöteter Frauen, um damit eine sinnvolle (aussagekräftige) Statistik nach bewaffnet / unbewaffnet anzugeben, oder versinkt das dann bereits im statistischen Rauschen?

            Welcher Faktor hat mehr Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit, durch Polizeigewalt getötet zu werden:
            Schwarz zu sein anstatt weiß
            oder
            Mann zu sein anstatt Frau?

            Sagt die höhere Wahrscheinlichkeit, als schwarzer getötet zu werden, etwas über Diskriminierung aus?
            Gilt die selbe Aussage über Diskriminierung auch für Männer?

            Und was sagt Semikolon dazu?
            Die Hauptopfer der Polizeigewalt sind vermutlich Frauen, denn sie verlieren ihre Väter, ihre Ehemäner und Söhne, oder?

          • Feministinnen finden es doch immer wichtig wenn es um männliche Opfer von Gewalt geht darauf hinzuweisen das auch Männer die Täter sind.

            Bei Schwarzen in den USA ist es genauso.
            Die Wahrscheinlichkeit als Schwarzer von einem anderen Schwarzen erschossen zu werden, ist um ein vielfachens höher.
            Die Wahrscheinlichkeit als Schwarzer von einem schwarzen Polizisten erschossen zu werden, ist höher wie als Schwarzer von einem weißen Polizisten erschossen zu werden.
            Es ist viel wahrscheinlicher als Weißer von einem Schwarzen erschossen zu werden, wie umgekehrt und das obwohl Schwarze nur einen kleinen Teil der Bevölkerung ausmachen.

            72% aller schwarzen Kinder wachsen in den USA ohne Vater auf.

    • Ein völlig unerforschtes Feld. Wäre was für die Gender Studies, so nebst den Preisvergleichen von männlichem und weiblichen Haarschnitt. Aber selbstverständlich ist letzteres das viel interessantere Studienobjekt.

  5. Was mich immer wieder erstaunt ist. Wie eigentlich Nichtigkeiten Menschen dazu veranlassen können total durchzudrehen und Fremde zu ermorden. Ich kann nur vermuten, dass in Gesellschaften in denen so etwas häufig vorkommt, die Mehrheit der Bevölkerung stark sexuell frustriert ist. Das also eine repressive Sexualmoral die Grundlage dafür schafft.

      • Glaube ich nicht, denn oft sind auch Angehörige der gleichen Ethnie Opfer solcher Ausschreitungen. Die Steinigung von „Ehebrecherinnen“ und das Aufhängen von Homosexuellen unter der Scharia wären Beispiele dafür. M.E. findet man in allen Varianten des Lynchens eine sexuelle Komponente.

        • @Robert Michel:

          »oft sind auch Angehörige der gleichen Ethnie Opfer solcher Ausschreitungen«

          Es gibt natürlich auch noch die Figur des »Ausgestoßenen«. Der wird wie ein äußerer Feind behandelt. Kann man schön am Hexereiverdacht sehen, wenn das ursprüngliche Grundvertrauen in ein Mitglied der in-group plötzlich in eine Logik des Verdachts umschlägt – entweder, weil es dazu Anlaß gibt, oder weil ein Ansteigen des Mißtrauensniveaus (sozialer Stress bei kollektiven Misserfolgen wie z.B. Missernten oder Seuchen) ein Ventil benötigt und sich Sündenböcke ausguckt.

          Aber auch das ist Tribalismus in dem Sinne, dass es der Unterscheidung von Binnenmoral und Außenmoral folgt und Gemeinschaftsmitglieder unter die Außenmoral subsumiert.

          Aber m. E. braucht es dazu nicht zwingend eine sexuelle Komponente.

        • Tribalismus beruht auch nicht lediglich auf Ethnien. Der Name sagt es ja: Es geht um den eigenen „Stamm“, um die eigene Gruppe.

          „M.E. findet man in allen Varianten des Lynchens eine sexuelle Komponente.“

          Das ist durchau nicht falsch, denn Sexualität ist ein entscheidender Faktor menschlichen Verhaltens.

          Die Bestrafung von Ehebruch lässt sich leicht auf der Grundlage der Vaterschaftsunsicherheit erklären.
          Homosexualität (und hierbei geht es immer nur um die männliche Variante) hat das Potential, Männerbünde in einer destruktiven Art und Weise zu destabilisieren.

          Freie Sexualität ist immer eine potentielle Gefahr für eine Gesellschaft, die zwingend auf Kooperation und Gemeinschaft angewiesen ist. In unserer modernen, individualistischen Gesellschaft ist das kaum problematisch. Aber in der Savanne Afrikas voller Gefahren, kann man sich das nicht leisten.

          • @Adrian:

            »Homosexualität (und hierbei geht es immer nur um die männliche Variante) hat das Potential, Männerbünde in einer destruktiven Art und Weise zu destabilisieren.«

            Leuchtet mir nicht ein. Männerbünde (Ursprung: archaische Jagd- oder Kriegsgruppe) sind homosozial, da ist ein bißchen Homosexualität für den Gruppenzusammenhalt doch eher förderlich. Ich denke, Jack Donovan spricht hier mit guten Gründen von »Androphilie«. Muss ja auch einen evolutionären Grund geben, warum Homosexualität nicht aus dem Homo Sapiens herausgedarwint wurde.

          • Nun zeigt jedoch der biologische Befund, dass bei den Urmenschen die Sexualität sehr viel freier ausgelebt wurde, als in modernen Gesellschaften inklusive unserer eigenen. Daher bin ich mir sicher dass Lynchen nicht zum ursprünglichen Verhaltensrepertoire des Menschen gehört, sondern erst durch Kulturelle Einflüsse hervorkommt, eben die repressive Sexualmoral.

      • @Adrian:

        »Es ist simpler Tribalismus.«

        Würde ich auch sagen. Im »Naturzustand« beginnt die Bereitschaft zur Feindbekämpfung, sobald der soziale Horizont der Sippe überschritten ist. Alles andere ist antrainierte Zivilisation, die unter ungünstigen Bedinungen schneller wieder verlorengeht, als wir »Barbarei« aussprechen können.

        • Das eine schließt das andere ja nicht aus. Ich halte es für gut möglich, daß sxueller Frust extreme Auswüchse von Tribalismus ziemlich anheizen kann. So hatte ich Robert’s ersten Kommentar dazu verstanden.

    • Unser jüngstes Beispiel dafür war das „Kölner Silvester“.

      Mehr als einmal musste ich hier im Blog in die Bresche springen um der Lügenrede der verwirrten Mit-Kommentatoren (u.a. Adrian) von „Massenvergewaltigungen in der Öffentlichkeit“ etwas entgegenzusetzen. In Mancher Augen macht man sich damit auch noch zum „Verharmloser“ oder gar „Mittäter“. Ne, ist klar…

      Dabei glauben diese Männer ja nicht mal, dass Frauen da ein besonderes Leid geschehen wäre.
      Sie benutzen sie bloß um ihren ureigenen Hass zu „rechtfertigen“.

      Wie Du schon richtig sagst: es scheint so als hätte sich nicht all zu viel geändert.

      • „Dabei glauben diese Männer ja nicht mal, dass Frauen da ein besonderes Leid geschehen wäre.
        Sie benutzen sie bloß um ihren ureigenen Hass zu „rechtfertigen“.

        Wie Du schon richtig sagst: es scheint so als hätte sich nicht all zu viel geändert.“
        ( Facepalm )
        Kommt hier an, provoziert mittels tribalistischer „Anti“-hysterie hier rum und beschwert sich dann, daß sich an tribalistischen Hasserscheinungen nix geändert hätte …

        Könntest Du Dich mal entscheiden, @Semi, ob Du nun pro oder contra extremen Tribalismus bist?

        • „Könntest Du Dich mal entscheiden, @Semi“

          Das wird sie wohl situativ nach dem Opportunitätsprinzip aus einer rigiden ICH-Perspektive heraus entscheiden…

          😉

  6. Super, daß DU das aufnimmst.
    In Analogie dazu: Der deutsche Feminismus war, bis auf die noble Ausnahme des sozialdemokratischen Feminismus ala Clara Zetkin, in seinen ursprüngen zutiefst antisemitisch und eine rein bürgerliche Veranstaltung. Es gibt dazu auch akademische Studien (ich hatte die links hier auch schon gepostet).

  7. –was mich nach meiner bisherigen Lektüre beunruhigt ist eher der Prozentsatz an Frauen, die SITUATIV in den Soziopathen-Modus wechseln können.–

    Das ist tatsächlich das beunruhigenste an Frauen- Ein Mann ist Soziopath oder nicht. Eine Frau, die einem völlig normal erscheint kann im nächsten Moment völlig umschalten. Und man lässt es ihr durchgehen ….

  8. Pingback: Die Evolution der Kooperation | Alles Evolution

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