„#MeToo -Fälle Wie naiv darf man sein?“

Jan Fleischhauer stellt im Rahmen der #MeToo Debatte und neuer ins Spiel gebrachter Fälle von sexueller Belästigung einige der dort behandelten Fälle dar:

Folgt man ihrer Darstellung, lud der Redakteur die junge Frau dazu ein, neben ihm auf der Rückbank des Mercedes Platz zu nehmen, während die Kollegen den Bus nahmen. Es gab gemeinsame Abende und Kneipenbesuche, bei denen das Gespräch schnell vom Fernsehgeschäft auf sexuelle Vorlieben kam.

Einmal schrieb er ihr abends eine SMS: „Dritte Etage, Zimmer 312.“ Man müsse dringend über den nächsten Dreh reden. Sie hatte schon geschlafen, berichtet die Frau in der „SZ“. Sie habe sich mit Stift und Zettel auf den Weg gemacht, um dann enttäuscht feststellen zu müssen, dass ihr Mentor nicht ebenfalls Stift und Zettel bei sich trug, als er die Tür öffnete.

Ich bin ins Grübeln gekommen, als ich das las. Was glaubt eine Praktikantin, wenn ein 30 Jahre älterer Mann sie zu nachtschlafender Zeit per SMS dazu einlädt, sie in seinem Hotelzimmer aufzusuchen? Nimmt sie im Ernst an, dass man sich über die Kameraeinstellungen am nächsten Drehtag austauschen wird? Sicher, es gibt Nerds, die nur die Arbeit im Kopf haben, auch noch gegen Mitternacht. Aber die meisten Menschen denken zu dieser Zeit an ganz andere Dinge, wie einem die Lebenserfahrung sagt.

In der Tat muss man ziemlich naiv sein, wenn man in dem Moment nicht auf den Gedanken kommt, dass er mehr will als nur über den Film zu reden. Gerade wenn man schon vorher miteinander persönlicher geworden ist und über Sex geredet hat.

Später schreibt Fleischhauer:

Ich habe keine Zweifel, dass es der jungen Frau unangenehm war, als ihr der Moderator zu nahe rückte. Aber sollte man nicht erwarten können, dass eine 25-Jährige in der Lage ist, nächtliche SMS zu ignorieren? Wie man erfährt, ging sie sogar auf sein Angebot ein, bei ihm zu schlafen, als er sie fragte, ob sie bei ihm übernachten wolle. Sie schreibt: „Ich erwartete Frau und Kinder zu treffen, ich fand einen Pool, zwei Liegen, eine Flasche Wein und Oliven.“ Ja, um Gottes Willen, was denn sonst bei einem Mann, der zuvor die Vorzüge der „offenen Ehe“ gepriesen hatte? Erst wenn man eine Grenze setzt, existiert diese auch.

Also er ruft sie zu sich nachts auf Zimmer, will aber nicht über den Fall reden, spricht irgendwann mit ihr über seine offene Ehe und lädt sie ein bei ihr zu schlafen und sie denkt immer noch, dass da nichts sexuelles bei ist?

 

Ein anderer Fall:

Zu den Vorfällen, die dem WDR-Korrespondenten zur Last gelegt werden, gehört die sogenannte „Doppelzimmeraffäre“. Vor Jahren hatte er einer Praktikantin weisgemacht, sie müsse mit ihm aus Kostengründen ein Zimmer teilen: Der WDR erlaube wegen des Sparzwangs nur Doppelzimmer. Auch hier stellt sich die Frage, wieviel Weltfremdheit eigentlich erlaubt ist. Mir ist es jedenfalls ein Rätsel, warum jemand unbedingt Journalist werden will, dem man offenbar die haarsträubendsten Geschichten auftischen kann, ohne dass er Zweifel bekommt.

Man ist geneigt dieses Internet-Meme zu verwenden:

Speech 100

Speech 100

Das der WDR eine weibliche Praktikantin in einem Doppelzimmer schlafen lässt mit einem männlichen Kollegen, wenn diese das nicht ausdrücklich wollen, dass ist schon wirklich schwer zu glauben. Es wäre auch recht leicht gewesen da mal nachzufragen, ob das wirklich so ist und ob man nicht doch – ausnahmsweise – zwei Einzelzimmer zahlen würde.

Fleischhauers Wertung passt:

Die Komik der #MeToo-Debatte liegt, wenn man so will, in ihrem regressiven Element. An die Stelle der emanzipierten Frau, die selbstbewusst erklärt, was sie will und was nicht, ist wieder die naive Unschuld getreten, die ahnungslos durchs Leben tappt, bis ein Prinz kommt und sich ihrer erbarmt. Vielen Erzählungen ist gemeinsam, dass sie die Frau als Rotkäppchen zeichnen, das dem bösen Wolf zum Opfer fällt. Deshalb funktionieren sie ja auch so gut. Diese Muster sind so alt, sie sind ganz einfach abrufbar.

Es ist in der Tat eine Infantilisierung, die zu dem Gedanken der weiblichen Unterverantwortlichkeit gut passt: Der Gedanke, dass jede Ausführungen dazu, dass sie sich besser hätte schützen sollen Victim Blaming ist und es Sache der Gesellschaft ist, dass sie die Täter so erziehen muss, dass sie nicht mehr Täter sind.

Die Erziehung zu einer gewissen Unmündigkeit, dazu, dass man naiv sein darf, weil die Gesellschaft schuld ist, wenn etwas passiert und es nicht die eigene Aufgabe ist, etwas dagegen zu machen und sich zu sichern.

Sonia Mikich hat im SPIEGEL-ONLINE-Interview einen bemerkenswerten Satz gesagt. Gefragt, wie sie selber mit sexueller Belästigung umgegangen sei, antwortete sie: „Ich habe immer gesagt ‚Hau ab, Du Blödmann‘.“ Das habe immer geklappt, im WDR, außerhalb des WDR, im Privatleben.

Und es klappt wahrscheinlich auch heute noch gut.

 

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79 Gedanken zu “„#MeToo -Fälle Wie naiv darf man sein?“

  1. „Aber sollte man nicht erwarten können, dass eine 25-Jährige in der Lage ist, nächtliche SMS zu ignorieren?“

    Nach 25 Jahren Spießrutenlaufen in der Rape Culture denkt eine Frau an nichts sexuelles bei einer nächtlichen SMS!

    Ich bin mir nicht sicher: sagt das was über die nicht existente Lernfähigkeit von Frauen oder über die nicht existente Rape Culture aus?

    • Ja, so ähnlich war auch mein erster Gedanke – wenn sich Frauen so naiv verhalten, kann es mit der allgegenwärtigen Sexualisierung der Frauen durch männliche Raubtiere nicht so weit her sein.

  2. Nein es muss immer alles explizit angesprochen und ausverhandelt werden, und Signale von Seiten der Frau dürfen nicht interpretiert werden. Wenn sie den kürzesten Rock und die höchsten Schuhe anzieht, bedeutet das überhauot nichts; als erotisches Signal sieht es nur der Mann.

    Die Situation zwischen Mann und Frau ist nur von der Frau interpretierbar, Männer haben dazu kein Recht.

    • „Die Situation zwischen Mann und Frau ist nur von der Frau interpretierbar, Männer haben dazu kein Recht.“
      Oder etwas plumper ausgedrückt: Die meisten #metoo-Frauen sind geistig zurückgeblieben und sollten statt einem Praktikum im Journalismus lieber versuchen einen Job in einer Büroklammerbiegewerkstatt zu erhalten. Das passt dann auch zu ihrem geistigen Niveau wie man an vielen journalistischen Meisterstücken wie der Zeit oder dem Spiegel sehen kann.

  3. Und gleichzeitig wird von uns Männern verlangt, daß wir auch die allerkleinsten nonverbalen Signale gefälligst richtig zu interpretieren haben. Während die Frauen dazu darauf bestehen daß sie das empathische Geschlecht seien, was aber dann komplett naiv in solche Situationen stolpert. Lol.

    Naja, Shit Tests und Double Binds halt. Nichts neues an der Weiberfront. Nur ist der Zeitgeist leider so daß sie viel zu wenig Gegenwind bekommen und sich diesen Scheiss deshalb leisten können.

  4. Die Rubrik „Es wird immer schwieriger, Frauen in Zeiten des Feminismus ernst zu nehmen“ hat ja die Subkategorie „Frauen können alles, was Männer können. Nachdem ihnen ein Mann gezeigt hat, wie.“

    Um das auch jedem klar zu machen, dass vom Weiblichen vorerst nicht Originelles zu erwarten ist, kommt jetzt das ins Kino:

    The All-Female Conbusters 2018.

    Der Selling-Point ist wohl, dass Mrs. Ocean mit nur 8 Frauen den gleichen Job macht, für den Mr. Ocean 11 Männer brauchte.

    Vermutlich ist die Beute dann aber auch 23% kleiner.

    • Und dann im Spätsommer 2018 so: Warum ist Ocean’s 8 nur so grandios gefloppt? Das war natürlich das mysogyne Patriarchat. Natürlich konnte das nach Ghostbusters (2016) keiner ahnen, dass nur die Nacherzählung einer bereits bekannten Geschichte mit vertauschten Geschlechtern keinen Hund hinter dem Ofen hervorlockt…

    • Bitte, bitte, bitte sagt mir, dass es sich um einen Scherz handelt. Dieser Schmerz! Ich habe mich ja schon bei den Beispielen von Fleischhauer förmlich gekrümmt angesichts dieser epischen Dämlichkeit, aber das hier ist echt zu viel.

    • @only me

      Auch ganz interessant:

      Bei der männlichen Version war der jüngste Schauspieler 19, einige Mitte 20.
      https://en.wikipedia.org/wiki/Ocean%27s_Eleven

      bei der weiblichen Version ist die jüngste 29, aber eher etwas nerdig
      https://en.wikipedia.org/wiki/Ocean%27s_8

      dann noch Rihanna mit 30

      Eine 22jährige Sexbombe hat man, obwohl ja durchaus ein Archetyp in einem Film, der davon lebt, dass lauter Spezialisten zusammenkommen, nicht mit reingenommen.
      Gut, Anne Hathaway und Rihanna könnten was in der Richtung abdecken.
      Es wirft immerhin die Frage auf, ob man die intrasexuelle Konkzurrenz etwas kleiner halten wollte.

      • „Es wirft immerhin die Frage auf, ob man die intrasexuelle Konkzurrenz etwas kleiner halten wollte.“

        Meine Vermutung wäre: Man wollte den Vorwurf vermeiden: Da kommt jetzt also die Russ-Meyer-Variante des Klassiker „Ocean’s Eleven“.

        Ähnlich wie bei der Verfilmung von „50 Shades of Grey“, wo man ja auch die Frau bewußt nicht mit einer Sexbombe besetzt hat, um dem Vorwurf zu entgehen, daß sei so eine Edel-Erotik-Verfilmung dieses Bestsellers.

        • „wo man ja auch die Frau bewußt nicht mit einer Sexbombe besetzt hat“

          Der Hauptgrund hier ist eher Identifikationsfläche. Besser als „ganz gut, aber auf keinen Fall ganz toll“ ist das Maximum in Filmen wie Twilight, Titanic, oder Graustufen.

          Die einzige Alternative wäre „genaugenommen Abschaum, aber das Happy End steht ihr doch zu“

        • „Meine Vermutung wäre: Man wollte den Vorwurf vermeiden: Da kommt jetzt also die Russ-Meyer-Variante des Klassiker „Ocean’s Eleven“.“

          Bei acht Personen wäre ja genug Spielraum für Ältere geblieben

          „Ähnlich wie bei der Verfilmung von „50 Shades of Grey“, wo man ja auch die Frau bewußt nicht mit einer Sexbombe besetzt hat, um dem Vorwurf zu entgehen, daß sei so eine Edel-Erotik-Verfilmung dieses Bestsellers.“

          gibt wahrscheinlich auch mehr Identifizierungspotential

      • Ich vermute, der Film ist auch ein Aufbäumen alter, weißer Frauen, die sich dagegen stemmen, ihre Machtpositionen zu verlieren.
        Und bei so einem Unterfangen könnten junge Ablenkerinnen nur stören.

      • @Christian

        Die Schauspielerinnen und ihre Geburtsdaten

        Generation X:
        Sandra Bullock 1964
        Helena Bonham Carter 1966
        Cate Blanchett 1969
        Sarah Paulson 1974
        Mindy Kaling 1979

        Generation Y:
        Anne Hathaway 1982
        Rihanna 1988
        Awkwafina 1988

        Preisfrage: An welche Generation richtet sich der Film überwiegend?

        Es gibt NICHT EINE EINZIGE Schauspielerin in ihrer sexuellen Blütephase in diesem Film. Ich bin mir ganz sicher, das hat nichts, rein gar nichts mit der Ausschaltung intrasexueller Konkurrenz zu tun. Nicht.

        Man kann dem Patriarchat nicht vorwerfen, es wüsste nicht, was Frauen hören und sehen wollen…

    • Nach dem Haschtack #meeetooooo! ( ich wurde aber auch ganz böse, angelächelt, besoffen gemacht, gelobt, befördert UND SOMIT vergewaltigt! )
      Kommt bestümmt bald der Haschtack #weeetooooo! ( Wir Feminis-+*~.I.nnen sind aber auch gaaaaanz tolle Ätschn-Filmer! )
      Gibt es eigentlich schon einen Genderfemistreifen, der nicht von irgendeinem Männerkultfilm saudumm abgekupfert wurde?

      • „eine SMS: „Dritte Etage, Zimmer 312.“ Man müsse dringend über den nächsten Dreh reden.“

        „sie müsse mit ihm aus Kostengründen ein Zimmer teilen: Der WDR erlaube wegen des Sparzwangs nur Doppelzimmer.“

        Ist es legitim so etwas zu behaupten, um eine Frau zu isolieren und in Bedrängnis zu bringen?
        Wohl kaum.

        Wäre es nun legitim, wenn sie aufgrund dieses unprofessionellen Verhaltens ihren Job verlören?
        Das hielte ich durchaus für vertretbar. Sie haben ja ihre Machtposition ausgenutzt.

          • @ Semi:
            Du hältst normal intelligente, selbstbewußte Frauen also für „putzig“?
            Hast Du ein Problem mit Deinen Geschlechtsgenossinen?

        • Tja, schwierige Frage. Ist es legitim, die Dummheit und/oder Naivität anderer Menschen auszunutzen? Das die Männer sich wie A*****löcher verhalten haben, ist schon klar, aber Verlust der wirtschaftlichen Existenz?

          Wie fällt denn deine Antwort aus, wenn z.B. die Frau den Mann beim Thema Verhütung täuscht, um gegen seinen Willen schwanger zu werden? Die Folgen sind jedenfalls weitaus gravierender als bei einer unerwünschten sexuellen Annäherung.

          • „Das die Männer sich wie A*****löcher verhalten haben, ist schon klar, aber Verlust der wirtschaftlichen Existenz?“

            Ich bin ja Befürworterin des BGEs, von daher müsste es richtiger heißen: „Verlust der Karriere“ (in dem Unternehmen wo sie ihre Stellung missbrauchten).

            „Wie fällt denn deine Antwort aus, wenn z.B. die Frau den Mann beim Thema Verhütung täuscht, um gegen seinen Willen schwanger zu werden?“

            Lügen ist nie ok.

            Eine Frau mit Kinderwunsch, die mit einem Mann zusammen ist, der (in absehbarer Zukunft) keine Kinder will, sollte sich schnellstmöglich einen anderen, geeigneteren Partner suchen.

            Und ein Mann ohne Kinderwunsch sollte das natürlich a. ebenso kommunizieren und b. selbst Verhütungsverantwortung tragen. So er sich auch nur einigermaßen sicher ist seine Meinung nicht mehr ändern zu wollen bitte per Vasektomie (über die er neue Partnerinnen auch rechtzeitig ungefragt informiert).

          • „(über die er neue Partnerinnen auch rechtzeitig ungefragt informiert).“
            Ach ja, und warum?
            Ich würde es viel lustiger finden, wenn sie „versehentlich“ schwanger wird um sie dann drei Monate nach beginn der Schwangerschaft rauszuschmeißen und sie zu informieren, dass ich nicht der Vater sein kann.
            In einer Welt von egoistischen Arschlöchern sich wie ein Heiliger zu benehmen ist der beste Weg unglücklich zu werden. Ich persönlich bevorzuge es da eher das soziopathische Oberarschloch zu sein – da hat man dann wenigstens Spaß. Frauen gegenüber spiele deswegen auch nie fair – diesen Quatsch überlasse ich den lila Pudels und den weißen Rittern.

          • @Semi:
            „Ich bin ja Befürworterin des BGEs, von daher müsste es richtiger heißen: „Verlust der Karriere“ (in dem Unternehmen wo sie ihre Stellung missbrauchten).“
            Was Du ganz privat befürwortest, ändert aber nicht das geringste daran, daß ein Rauswurf ( möglw. inkl. brancheninternem Rufmord ) ein Verlust der wirtschaftlichen Existenz mit hoher Wahrscheinlichkit ist.
            Das kann Dir jede feministische Scheidungsrichterin sicherlich en Detail darlegen. Da reicht es wemn eine ehemalige Putzfrau fünf Jahre lang rund 3000€uro netto von ihrem Gatten zur Verfügung hatte und er wird verknackt ihren Lebensstandard zu garantieren, weil es sonst ein wirtschaftlicher Existenzverlust wäre.

            „Eine Frau mit Kinderwunsch, die mit einem Mann zusammen ist, der (in absehbarer Zukunft) keine Kinder will, sollte sich schnellstmöglich einen anderen, geeigneteren Partner suchen.“
            Sie sollte sich vielleicht zunächst mal ein wenig Verstand zwischen den Kopfhörern wachsen lassen, bspw. um das beste Interesse des Kindes imaginieren zu können.

          • @Semi: Du weichst mir aus. Ich habe nicht gefragt, ob du das Verhalten okay findest.

            also noch einmal ganz konkret: Wenn du als Strafe für eine unerwünschte sexuelle Annäherung den Jobverlust für angemessen hältst, welche Strafe ist dann angemessen für die vorsätzliche Herbeiführung einer (für den Mann) unerwünschten Schwangerschaft? Oder auch für das Unterschieben eines Kuckuckskindes? Ein solcher Betrug kann locker sechsstellige Beträge kosten und ist für die Mutter hierzulande komplett straffrei.

          • „Wenn du als Strafe für eine unerwünschte sexuelle Annäherung den Jobverlust für angemessen hältst,“

            Würdest Du so jemanden denn in Deinem Team wollen?
            Der einen untergebenen Mitarbeiter belügt um ihn bedrängen zu können, und das auf Grundlage seiner Position im Unternehmen?

            „welche Strafe ist dann angemessen für die vorsätzliche Herbeiführung einer (für den Mann) unerwünschten Schwangerschaft? Oder auch für das Unterschieben eines Kuckuckskindes?“

            Ein Vorsatz müsste nachgewiesen werden (können) vor Schuldspruch und Strafmaßzuerkennung, ansonsten muss ein Freispruch erfolgen. Und ich gebe zu, dass ich die gewünschte, klare Äußerung damit vermeide – was aber daran liegt, dass imho keine Vergleichbarkeit zwischen diesen Beispielen vorliegt. Egal welche Sanktion Du festlegst – sie würde ja auch einen Unschuldigen treffen.

          • @ Semi:
            „Würdest Du so jemanden denn in Deinem Team wollen?
            Der einen untergebenen Mitarbeiter belügt um ihn bedrängen zu können, und das auf Grundlage seiner Position im Unternehmen?“
            Das war gar nicht die Frage, Du windest Dich schon wieder wie ein Regenwurm am Angelhaken.
            Es ging um den unerwünschten Versuch einen Sexualkontakt herzustellen.
            Ich tu einfach mal so als hättest Du versucht auf eben diese Frage zu antworten und kommentiere:
            Du meinst also, daß meine seit zehn Jahren bewährte, zuverlässige, allseits sehr beliebte Außendienstkoordinatorin rausgeschmissen werden sollte ( fristlos? ), weil sie dem gutaussehenden neuen Verkaufsberater schöne Augen gemacht und ihn gebeten hat sie abends doch mal zu treffen, weil sie „seine Tour noch mal mit ihm durchsprechen“ wollte und ihm sogar einen Drink angeboten UND ihm beim servieren kurz an’s Knie gefasst hat?
            Du siehst darin schon wieder „Lügen zum Zwecke boshafter Bedrängnis“?

            „Egal welche Sanktion Du festlegst – sie würde ja auch einen Unschuldigen treffen.“
            Bei Unterschiebung eines Kuckuckskindes?
            Aha???
            Das klingt spannend. Erkläre doch bitte mal, wie Du Dich aus diesem selbstgestrickten Bullshitlemma wieder rauszuwurscheln gedenkst.

          • Ich bin ja Befürworterin des BGEs, von daher müsste es richtiger heißen: „Verlust der Karriere“ (in dem Unternehmen wo sie ihre Stellung missbrauchten).

            Wieder mal dummes Gefasel von dir…
            Das BGE soll das Grundeinkommen sichern. Es soll und darf auch darüber hinaus gearbeitet und zusätzliches Geld verdient werden. Lediglich der Zwang zur Erwerbstätigkei soll entfallen.
            Insofern ist es absolut korrekt, wenn man vom Verlust der wirtschaftlichen Existenz spricht.

        • „Ist es legitim so etwas zu behaupten, um eine Frau zu isolieren und in Bedrängnis zu bringen?
          Wohl kaum.“

          Bedrängnis ist für mich, wenn es keine Ausweichmöglichkeit gibt.

          Fall 1: sie hätte per SMS einen unkritischeren Ort vorschlagen können. Die beiden hatten eine Vorgeschichte! Sie muss schon verboten naiv sein, aus der SMS wirklich eine rein dienstliche Absicht zu lesen. Tut mir leid, aber da entwickel ich kein Mitleid.

          Fall 2 geht in dieselbe Richtung. Es ist – auch für eine 25-Jährige EIGENTLICH unvorstellbar, dass ihr Arbeitgeber zwei wildfremde Mitarbeiter aus Kostengründen in ein Doppelzimmer drängt.
          Zumindest hätte sie in Köln protestieren können – und dann hätte sich alles aufgeklärt.

          Warum billigst Du einer erwachsenen und voll geschäftsfähigen Frau die Naivität einer 4-Jährigen zu?

          Ich kann Jan Fleischhauer nur beipflichten, wenn er kritisiert: „Die Siebzigerjahre-Feministinnen hätten sich totgelacht, wenn ein Mann sie dazu hätte bewegen wollen, ein Bett mit ihm zu teilen, weil die Unternehmensleitung angeblich Kosten sparen müsse.“
          So grenzdebil, wie diese WDR-Praktikantin waren meine Klassenkameradinnen schon mit 12 nicht mehr.

          Einen Aufsichtsratsposten bei Siemens fordern, aber noch an den bösen Wolf und Einhörner glauben, passt nicht zusammen.

          • „So grenzdebil, wie diese WDR-Praktikantin waren meine Klassenkameradinnen schon mit 12 nicht mehr.

            Einen Aufsichtsratsposten bei Siemens fordern, aber noch an den bösen Wolf und Einhörner glauben, passt nicht zusammen.“

            Exactly THAT is the Point!
            Galloppierender Schwachsinn ist kein Recht, sondern ein Defizit und damt kann man keinen Anspruch auf Privilegierung begründen.
            Also auch keinen Anspruch, ein eindeutig zweideutiges Angebot aus lauter Blödheit nicht als solches wahrzunehmen.
            Somit ist die Unterstellung von Semi, daß der Tüp ja vorsätzlich und boshaft dieses scheinbar hirnlose Wesen isolieren und bedrängen wollte, schlichtweg selbst dümmster Unfug.
            Schon die radikale Unterstellung einer bösartigen Lügen seitens Semi bestätigt das m.E. unzweifelhaft.
            Das ist gelebter Neoviktorianismus!

        • „Wäre es nun legitim, wenn sie aufgrund dieses unprofessionellen Verhaltens ihren Job verlören?
          Das hielte ich durchaus für vertretbar. Sie haben ja ihre Machtposition ausgenutzt.“

          Das kommt auf den Einzelfall an. Auch ältere, mächtigere Männer haben das Recht, sich für junge Frauen zu interessieren und ihr Glück zu versuchen. Den Arbeitgeber sollte das nur dann interessieren, falls die Frau unter Druck gesetzt wurde (z.B. mit Drohungen, dass sie gefeuert wird wenn sie nicht mitmacht.

          • @El_Mocho
            Natürlich kann sie darauf verzichten. Trotzdem ist ein Mann, der seine Machtposition ausnutzt, um Sex gegen Karrierevorteile zu tauschen, ein Arschloch.
            Und es ist völlig legitim, wenn der Arbeitgeber das abmahnt oder abhängig von der Schwere der Situation auch feuert. Aber es kommt eben sehr auf den Einzelfall an, und was da genau passiert ist. Die im Artikel zitierten Fälle scheinen mir vollkommen harmlos zu sein, und ich lese auch nirgends, dass die Männer die Frauen erpresst hätten oder ähnliches.

        • @Semi:
          „Ist es legitim so etwas zu behaupten, um eine Frau zu isolieren und in Bedrängnis zu bringen?
          Wohl kaum. “
          Komisch, ich hätte, wie wohl auch die allermeisten ( normalen ) Frauen, eher angenommen, er wolle mit ihr ficken.
          Hältst Du es zu dem Zwecke für angebracht/notwendig/zwangsläufig gegeben, bedrängt und isoliert zu werden?

        • Spätestens nachdem ihr klar wurde, dass der nächste Drehtag nicht Thema einer nächtlichen Besprechung werden würde, hätte sie – wie jeder normale Mensch – die Situation „unterbrechen“ bzw. „klären“ müssen.

          Ich kann jedenfalls in dieser Darstellung nicht erkennen, dass es ihr unmöglich/unzumutbar war, die Situation in ihrem Sinne zu beeinflussen bzw. sich ihr zu entziehen.

    • Man _darf_ natürlich naiv sein, aber wenn man zu naiv ist, kommt irgendwann jemand und erklärt einen für geschäftsunfähig.

      Ich habe hier allerdings den Eindruck, der Vorwurf sei nicht „Naivität“, sondern „vorgetäuschte Naivität“.

      Und natürlich _darf_ man sich auch dumm stellen, aber irgendwann fällt auch das auf.

    • @ Semi:
      „Darf man denn lügen?“
      Ja, man darf, frau auch.
      Wenn ich z.B. drei Soziologinnen auf einer Feier zusammensitzen und verbissen über „Fachthemen“ diskutieren sehe, und dabei den Eindruck habe, die jüngere und unerfahrene wird von den beiden sich „Ranghöher“ fühlenden ohne Chance auf Gegenwehr zugetextet, dann habe ich gar kein Problem damit, da hinzugehen und zur jüngeren zu sagen:
      „Kann ich sie mal einen Moment unter vier Augen sprechen, mir ist da was bezüglich der Terminierung mir diesem einen Kunden nicht klar?“
      Glatt gelogen, denn tatsächlich schleppe ich sie bloß vor die Tür und rauche in Ruhe eine mit ihr, damit sie mal kurz durchatmen kann, was ich ihr ggü. dann auch ganz offen kommuniziere.
      Und jede Wette, das zaubert ihr ein Lächeln in’s Gesicht.

      Und wenn ich vom Geschäft aus die scharfe Mieze von neulich anrufe und sage: „Frau Y, wären Sie bitte so freundlich, mich heute abend aufzusuchen, es gäbe da noch etwas wg. der ähhh Besprechung letztens ( hust, räusper ) zu klären?“,
      dann ist das selbstverständlich auch vollständig erlogen. Aber jede Wette die kommt schon leicht feucht an ( sofern sie nicht schon am Telefon ansagt, daß sie „leider heute abend keinen Termin frei“ hat ).

      [Disclaimer: Nein, das sind keine Gedächtnisprotokolle, sondern ebenfalls komplett zusammengelogene Stories, die ich mir einfach mal so ausgedacht habe.
      Aber zweifelt wer ernsthaft am enthaltenen „Wahrheitspotential? ( Außer Semi, die im 19. Jhd. in der englischen Mittelschicht sicherlich besser aufgehoben gewesen wäre )]

      • „( Außer Semi, die im 19. Jhd. in der englischen Mittelschicht sicherlich besser aufgehoben gewesen wäre )“

        Nicht einmal Semi zweifelt daran. Sie würde sich aber eher einen Arm abhacken, als das zuzugeben.
        Es gilt schließlich, eine Religion zu verteidigen 😀

        Ich denke, signifikant über 95% aller 25-jährigen Frauen würden so ein Angebot auf ein nächtliches Arbeitstreffen in einem Hotelzimmer durchschauen – und bewusst mitmachen, oder ablehnen.
        Und die übrigen 5% dürften so deutliche psychische Defekte haben, dass sie nie Gefahr laufen, zu so einem „Meeting“ eingeladen zu werden.

        Sonia Mikich mag sich Feministin nennen, aber sie hat sich dennoch von den Dauerempörten nicht das Hirn vernebeln lassen. Sie als Frau weiß, wie glaubwürdig solche Geschichten sind und – mehr noch – sie weiß, dass sie nicht nur den Ruf besagter Praktikantin beschädigen, sondern den aller Frauen.
        Das kann ihr als ECHTER Karrierefrau nicht gefallen.

        • Ich bin mal bei einem Werkstudentinnenjob von dem Physiker, den ich in seiner Arbeit unterstützte, in seinen Privathaushalt eingeladen worden zum Babysitten. Es ging dann auch – wie erwartet – wirklich nur ums Babysitten. „Vernünftig“ wäre es E.M.n. aber gewesen vorsorglich abzulehnen in der Annahme, dass er mich über seine Absichten täuschte?

          • „„Vernünftig“ wäre es E.M.n. aber gewesen vorsorglich abzulehnen in der Annahme, dass er mich über seine Absichten täuschte?“

            Das kannst nur Du selbst einschätzen. Aber Dein Kollege hätte es Dir bestimmt nicht übelgenommen, wenn Du aus dieser Sorge heraus abgelehnt hättest.

            Wenn allerdings besagter Kollege Dich schon mehrfach im Labor befummelt und angetatscht, Dir zotige Witze erzählt und auf seinem Tablet Pornos gezeigt hätte, dann wäre eine Annahme – wie oben dargestellt – MINDESTENS grob fahrlässig gewesen und auf keinen Fall zu entschuldigen.

            Das WDR-Dummchen ist ja nicht völlig unbedarft in seine Lage geraten.

          • „MINDESTENS grob fahrlässig gewesen und auf keinen Fall zu entschuldigen.“

            Warum wird denn SEIN Verhalten von Euch entschuldigt?
            Sollten für ihn – den älteren und erfahreneren – etwa keine Regeln gelten, an die er sich zu halten hätte?

          • „Warum wird denn SEIN Verhalten von Euch entschuldigt?

            Fängst Du wieder an zu trollen?
            Sein Verhalten wurde von mehreren hier deutlich kritisiert, lies nochmal nach. Und ich denke, die deutliche Mehrheit der Männer hier findet es verwerflich und lehnt es ab.

            Das entbindet die Frau aber in keiner Weise von der Eigenverantwortung für ihr Leben!

            Und allgemein:
            Auch bei den Weinsteins dieser Welt wissen wir nicht, was zuerst da war – die Henne, oder das Ei.
            Bezogen auf die Taten kann ein solch schräges Verhalten einiger Männer sich auch aus einem wiederholten Angebot entwickelt haben.
            #Metoo suggeriert, dass JEDE Frau, die auf der Besetzungscouch gelegen hat, ein Opfer ist. Tatsächlich war mit Sicherheit ein gerüttelt Maß dieser Frauen eher Täter, denn Opfer.

          • „Sein Verhalten wurde von mehreren hier deutlich kritisiert, lies nochmal nach.“

            Gabs da echt noch jemand anderen außer Rano64 (der jedoch einen Jobverlust als Konsequenz für übertrieben gehalten hätte)?

            „Und ich denke, die deutliche Mehrheit der Männer hier findet es verwerflich und lehnt es ab.“

            Wo hast Du diese Meinung denn erahnen lassen bisher?
            Und warum beschimpft die übergroße Mehrheit den weiblichen Part dann nachdrücklich als dumm?
            Einer handelt verwerflich – aber die diesem Verhalten ausgesetzte soll die Dumme sein, weil sie es von ihrem (vorgesetzten) Kollegen nicht erwartet hätte? Ernsthaft?

            „#Metoo suggeriert, dass JEDE Frau, die auf der Besetzungscouch gelegen hat, ein Opfer ist.“

            Und wo von Männern sexuelle Gefälligkeiten verlangt wurden (soll es mindestens im frühen Hollywood gegeben haben), siehst Du diese auch eher als Täter denn als Opfer?

          • Warum wird denn SEIN Verhalten von Euch entschuldigt?

            Na er wollte doch nur das einsame, verklemmte Mädchen zu ihrer romantischen Erfüllung führen. Welche Mittel könnten bei einem so heiligen Zweck verwerflich sein?

          • @ Semi:
            Pfeif Dir mal ’n Medikament ein, das Deine Botenstoffe reguliert.
            Du spinnst und pöbelst hier nur noch erzverlogen rum und sonderst einen kollektiven Beleidigungsversuch nach dem nächsten ab.
            Das ist widerlich und es macht noch nicht mal mehr Spaß, Dich sachlich zu widerlegen, weil Du einfach keine Argumentationsversuche mehr bietest, sondern nur noch hirnlosen Quatsch.
            Erst vertrittst Du Bibelsprüche ( „Du sollst nicht lügen“ ), dann ziehst Du Dich auf Queen Viktoria zurück ( und blubberst was vom armen frierenden Sterntalerchen in Nöten ), dann im nächsten Moment unterstellst Du, daß sämtliche Männers hier ( Frauen auch? ) Vergewaltiger verteidigen und unterstützen würden ( wohlmöglich selbst welche wären? ) und machst bei dem Herumgelüge noch auf „starke selbstbewußte Frau“.
            Sach ma, merkst Du überhaupt noch irgendetwas?

          • „Wo hast Du diese Meinung denn erahnen lassen bisher?“

            Ich halte mich mit persönlichen Meinungen möglichst zurück.
            Die Pflege der Empörungskultur überlass ich den Feministinnen – hier Dir – die erledigen das besser und distanzloser.

            „Und warum beschimpft die übergroße Mehrheit den weiblichen Part dann nachdrücklich als dumm?“

            Weil er dumm IST. Und das ist wohlwollend umschrieben. Man kann mit mehr Glaubwürdigkeit Vorsatz und Durchtriebenheit annehmen. Außer einer Hardcore-Feministin, oder ihrem lila Pudel, wirst Du auf diesem Planeten keinen Menschen finden, der Dir abnimmt, dass eine im mitteleuropäischen Kulturkreis aufgewachsene geunde 25-jährige Frau völlig überraschend in so eine Situation geschliddert ist.
            Keinen!

            „Einer handelt verwerflich – aber die diesem Verhalten ausgesetzte soll die Dumme sein, weil sie es von ihrem (vorgesetzten) Kollegen nicht erwartet hätte? Ernsthaft?“

            Ja.
            Im Übrigen erfahren wir auf SPON: „In einer gemeinsamen Recherche von „Stern“ und dem Recherchebüro „Correctiv“ werden eine ehemalige Praktikantin, eine feste Mitarbeiterin und eine weitere Journalistin genannt, die Vorwürfe gegen einen WDR-Auslandskorrespondenten wegen Belästigung erheben.“
            Von einer Vorgesetzten-/Untergebenensituation steht dort nirgendwo was im Artikel, das hast Du dazuphantasiert. Er wäre also nicht einmal in der Lage gewesen, dem Dummchen bei Verweigerung mit Konsequenzen für ihre Karriere zu drohen, bzw. diese bei Wohlverhalten zu pushen.

            „Und wo von Männern sexuelle Gefälligkeiten verlangt wurden (soll es mindestens im frühen Hollywood gegeben haben), siehst Du diese auch eher als Täter denn als Opfer?“

            Lass es mich allgemeiner darstellen: Wenn Du eine kostenlose als Ehrenamtliche eine Dienstleistung anbietest und von einigen Kunden immer wieder mal für eine bevorzugte Behandlung 100 € erhältst, dann ist WER Täter?
            Zuerst magst Du noch ein schlechtes Gewissen haben, dann wirst Du es damit beschwichtigen, dass Du den Kunden ja was Gutes als Gegenleistung bietest. Irgendwann wird das Bakschisch selbstverständlich und Du erwartest – forderst – ihn auch von denen, die ihn nicht von sich aus anbieten.
            Zumindest für mich ist es schwierig, hier Täter und Opfer eindeutig zu definieren.
            Wäre nach Deinem Dafürhalten derjenige ein Opfer, der Dir für eine Bevorzugung 100 € gegeben hat, die er danach nicht in dem Umfang erhielt, wie er sie erwartete? Wärest Du ein Täter, wenn Du das Geld angenommen hast, ohne die (vielleicht gar nicht zugesagte) Gegenleistung?

          • „„Und wo von Männern sexuelle Gefälligkeiten verlangt wurden (soll es mindestens im frühen Hollywood gegeben haben), siehst Du diese auch eher als Täter denn als Opfer?““

            Und wieder nix als das Herbeibiegen eines narrativen Klischees mit der rostigen Brechstange.
            „ALLE Männer machen ALLE OPFER IMMER zu TÄTERN!
            “ ….Du … auch …“ ist der Schlüssel. Daß niemand hier ein Opfer zum Täter erklärt, oder umgekehrt, sondern es ziemlicher Konsens ist, daß es sich ( z.B. im Falle der „Hollywood-Prostitution“ ) i.d.R.- um einen üblichen EINVERNEHMLICHEN Deal handelt, dessen extreme Auswüchse in Relation zum Mittelfeld relativ klein sind und an BEIDEN Enden der Normalverteilung liegen, ist für sie unvorstellbar.
            Man könnte ihr das Manta in den Mund legen: „So etwas wie z.B gausssche Glockenkurven sind von Männern erdachtes Teufelswerk!“

            Daß es ohne Nutten keine Freier gäbe, kann bei Semi unmöglich vorkommen. Bei ihr ist IMMER die Henne zuerst da, weil ja sonst niemand Eier legen würde.
            Deshalb ist bei ihr auch jeder, der hier irgendetwas von der ihr verhassten Logik oder gar alltäglich beobachtbarer Realität schreibt, ein ultrabrutaler Horrorzombie der die armen Glitzereinhörner jagt, frisst und garantiert nie etwas anderes getan hat o. tun wird.
            So berserkert sie blindwütig vor sich hin und meint einen gerechten Jihad zu führen.
            Das ist einfach nur krank!

          • „Einer handelt verwerflich – aber die diesem Verhalten ausgesetzte soll die Dumme sein, weil sie es von ihrem (vorgesetzten) Kollegen nicht erwartet hätte? Ernsthaft? – Ja.“

            Begründung?

            Eine normale Frau geht übrigens nicht davon aus, dass jeder Mann in ihrem Umfeld Sex mit ihr will.

            Mir hat bspw. mal ein Mitarbeiter desselben Unternehmens (kein Team-Kollege) sein Herz ausgeschüttet über das (zurückliegende) Ende der Beziehung mit seiner Frau, in dem Zusammenhang auch von Besuchen bei einer Prostitutierten erzählt.

            „Schlau“ wäre es da für mich gewesen, wenn ich…?

          • „Begründung?“

            Wurde schon mehrfach geliefert. Lies Dir – auch meine Kommentare dazu – die Postings nochmal durch, gern auch mit eingeschaltetem Denkkasten. Sonst drehen wir uns nämlich mit der Diskussion im Kreis.

            „Eine normale Frau geht übrigens nicht davon aus, dass jeder Mann in ihrem Umfeld Sex mit ihr will.“

            Nehme ich an. Sonst wäre das soziale Miteinander ziemlich schwierig. Du willst aber damit suggerieren, dass auch unser Beispiel-Dummchen nicht hätte mit entsprechenden Avancen rechnen brauchen, als sie zum nächtlichen Diktat gerufen wurde.
            Das könnte man annehmen, wenn es bis dahin keine entsprechenden Anzeichen gegeben hätte. Aber die hat es. Eindeutige!

            „Schlau“ wäre es da für mich gewesen, wenn ich…?“

            Was willst Du jetzt lesen? Ein „Handbuch für unfallfreies Leben“ für Frauen? Anscheinend hast Du die Situation doch unfallfrei gemeistert, wie Millionen andere Frauen jeden Tag auch.
            Wo ist also das Problem?

  5. Bei den jüngeren Frauen in meiner Umgebung erlebe ich einige als noch sehr kindlich und auf der Suche nach elterlichem Beistand. Und die setzen dann die Reize ihres erwachsenen Körpers ein, um männliche Aufmerksamkeit zu erhalten, die sie dann in ihrer Kindlichkeit als väterliche Aufmerksamkeit interpretieren. Ich denke so kommen diese „Missverständnisse“ zu Stande, in dem die psychisch kindlichen Frauen keinen Bezug zu ihrem erwachsenen Körper haben.

  6. Ich würde meinen, die Thematik ist vielleicht doch etwas komplizierter als der werte Herr Fleischhauer das darstellt. Denn Feministen würden ja so argumentieren: Ganz gleich, wie dumm sich so ein Opfer anstellt, der Mann darf sie sexuell nicht belästigen.

    Am konkreten Beispiel: Es mag ja total bescheuert sein, wenn diese Praktikantin nach Mitternacht zu diesem Redakteur aufs Hotelzimmer kommt und allen Ernstes erwartet, daß er mit ihr ein fachliches und sachliches Gespräch zur Vorbereitung auf den nächsten Arbeitstag führt. Wie dumm das auch immer sein mag – sobald der Redakteur im Zimmer erkennt, daß sie offenbar mit einer professionellen und nicht etwa privaten Erwartung und Einstellung zu ihm ins Zimmer gekommen ist, muß er jedweden Annäherungsversuch abbrechen, sich entschuldigen und dann sofort aus dem Fenster stürzen.

    Und ich würde sagen: so ganz falsch ist diese Argumentation nicht. Die Dummheit oder Naivität des Opfers rechtfertigt oder entschuldigt kein (gravierendes) Fehlverhalten anderer Personen. So ganz falsch wäre in diesem Zusammenhang der Vorwurf des „victim blaming“ nicht.

    Und ich würde noch einen Schritt weitergehen: bei gravierendem Fehlerverhalten gegenüber einer anderen Person ist die Dummheit oder Naivität dieser Person auch irrelevant. Nehmen wir an, jener Redakteur hat dieses dumme Huhn sexuell schwer bedrängt. In diesem Fall ist es völlig gleichgültig, daß die Frau den Verstand von Hühnerdreck hat.

    Und wenn Herr Fleischhauer auf der Idiotie all dieser Opfer herumreitet, dann muß er sich fragen lassen: Wofür soll diese Kritik relevant sein? Seine Kritik ist berechtigt, – aber wofür ist sie relevant? Feministen würden sagen: jedenfalls nicht für #MeToo.

    Davon unberührt ist ein anderer Punkt, der oben schon angesprochen wurde (z. B. von RW): Wie kann man einerseits Frauen jede Naivität und Dummheit zugestehen als akzeptabel oder zumindest zulässig, und andererseits von Männern verlangen, daß sie im Umgang mit Frauen geradezu hellseherische Fähigkeiten entfalten – und zwar fehlerfrei? Ja, das ist einer der üblichen doppelten Standards, das ist natürlich nicht statthaft.

    • Ich gebe Dir Recht, dass die Naivität von Frauen keine Rolle spielen sollte. Wenn sich diese Geschichte so zugetragen haben, ist es ganz klar das Ausnutzen eines Machtverhältnisses und jeder moralisch anständige Mensch würde nicht mal auf die Idee kommen, so etwas durchzuziehen.

      • Völlig falsche Antwort?! Du mußt schreiben: „Ich hab’s doch von Anfang an gesagt – Du bist eine PUSSY !!!“ 😉 🙂

        Ja, nee – in einem Punkt hab‘ ich oben übrigens überzogen: Wenn dieser Redakteur nachts im Hotelzimmer erkennt, daß seine Praktikantin mit einer rein professionellen Erwartung und Einstellung zu ihm gekommen ist, dann könnte er durchaus versuchen, sie umzustimmen. Er könnte ihr z. B. einen schwedischen Konsensvertrag zur Kopulation, inkl. Vor- und Nachspiel, vorlegen.

        Der gute Mann muß sich also doch nicht unbedingt aus dem Fenster in die Tiefe stürzen.

        • „Wenn dieser Redakteur nachts im Hotelzimmer erkennt, …“

          Ja, aber was, wenn er genauso ein – vielleicht nur schwanzgesteuertes – Hascherl ist, dem die ErkenntnisFÄHIGKEIT komplett fehlt?
          Ich mein, warum billigen wir ihr Naivität zu, ihm aber nicht?
          Wieso soll man von ihm erwarten zu erkennen, dass eine Frau, die auf Anruf nachts zu ihm eilt, was anderes als Sex im Sinn hat (wenn er hier auf gar keine andere Idee kommen würde)?
          Muss er da nicht geradezu von Konsens ausgehen?

          • „Nein, ich billige ihm diese Naivität nicht zu. Da bin ich sexistisch.“

            Ich würde ihm eine solche Naivität auch nicht zubilligen.
            Aber sexistisch wärest Du erst, wenn Du einer Frau diese Naivität zubilligen würdest.

          • „Muss er da nicht geradezu von Konsens ausgehen?“

            Du sprichst hier einen sehr wichtigen Aspekt an, den ich oben vergessen habe. Ich formuliere es mal etwas anders: Viele unserer Handlungen legen uns auf bestimmte Konsequenzen fest.

            Wer z. B. sagt: „Ich geb‘ Dir gleich 50 Euro“, der darf sich nicht beschweren, wenn sein Gesprächspartner Geld von ihm haben will.

            Und man könnte argumentieren: Wenn diese Praktikantin nachts im Hotel so handelt, dann hat sie sich mit dem folgenden Sex einverstanden erklärt. Wenn diese Praktikantin diesen Hausbesuch bei dem Redakteur macht, dann hat sie sich darauf festgelegt, daß er mit ihr am Pool Champagner schlürft und rummacht.

            Ja, da ist was dran. Es ist halt nur sehr schwer, genau anzugeben, welche Handlungen und Konstellationen mich auf genau welche Konsequenzen festlegen. Das ist alles eine graduelle Angelegenheit, und der Interpretations-Spielraum ist riesig.

            Aber diese Frage ist grundsätzlich immer wichtig. Wenn das-und-das passiert (z. B. sexuelle Belästigung), hat sich das vermeintliche Opfer nicht mit seinen vorherigen Handlungen auf die nachfolgenden Verwicklungen festgelegt?

          • „Wenn diese Praktikantin nachts im Hotel so handelt, dann hat sie sich mit dem folgenden Sex einverstanden erklärt.“

            So weit will ich noch nicht mal gehen.
            Auch ihr müssen wir den Irrtum zugestehen.
            Wir haben also primär mal zwei Erwachsene(!), die beide einem Irrtum unterliegen. Die Frau eilt nachts zum Mann in der Erwartung, es würde berufliches besprochen.
            Der Mann gießt schon die Champagnergläser ein in Erwartung eines geiles Ficks.

            Nun klopft sie an seine Tür, er öffnet – und sie geht hinein, OBWOHL ihr in Sekundenschnelle klar war, dass sie wohl nicht zu einer Besprechung erwartet wurde.
            Es lag nun an ihr, dieses „Missverständnis“ klarzustellen und sich zurückzuziehen.
            ERST DANN würde sich ihr Erscheinen auch für IHN als Irrtum herausstellen.

            Was macht die Trulla eigentlich, wenn sie sich in einer fremden Stadt verläuft und die anvisierte Straße nicht findet? Verklagt sie dann den Stadtplaner?
            Wohl nicht. Sie korrigiert ihre Koordinaten, notfalls unter Zuhilfenahme Dritter.

          • „notfalls unter Zuhilfenahme Dritter.“

            „notfalls“?

            Nicht eher „vorzugsweise“ oder „anders nicht vorstellbar“?

      • „Wenn sich diese Geschichte so zugetragen haben, ist es ganz klar das Ausnutzen eines Machtverhältnisses und jeder moralisch anständige Mensch würde nicht mal auf die Idee kommen, so etwas durchzuziehen.“
        Eben!
        Das würde nämlich bedeuten, daß dieser „Machthaber“ lediglich ein ein grenzdebiler Idiot ist.
        Das würde dann die Frage aufwerfen, wie er an diesen Druckposten gekommen ist ( hochgeschlafen vielleicht? ).

    • Am konkreten Beispiel

      Was gibt es schon Konkretes.

      Bei diesen ganzen Geschichten wird immer ausgeblendet, wie die Frauen sich konkret verhalten haben. Man erfährt insbesondere nicht die Darstellung des WDR-Korrespondenten, Sonia Mikich hält das geheim.

      Bei correctiv.org erfährt man viel über den genauen Wortlaut der Textnachrichten des Korrespondenten, aber so gut wie nichts über die Nachrichten der in Rede stehenden Frauen.

    • „so ganz falsch ist diese Argumentation nicht. Die Dummheit oder Naivität des Opfers rechtfertigt oder entschuldigt kein (gravierendes) Fehlverhalten anderer Personen.“

      So ganz klar ist ja auch gar nicht, was er dann gemacht hat.

      Dazu aber auch noch:
      https://allesevolution.wordpress.com/2011/08/17/slutwalks-und-vergewaltigungskultur/

      Camille Paglia schrieb beispielsweise in „Sexual Personae: Art and Decadence from Nefertiti to Emily Dickinson“:

      For a decade, feminists have drilled their disciples to say, “Rape is a crime of violence but not sex.” This sugar-coated Shirley Temple {370} nonsense has exposed young women to disaster. Misled by feminism, they do not expect rape from the nice boys from good homes who sit next to them in class…. These girls say, “Well, I should be able to get drunk at a fraternity party and go upstairs to a guy’s room without anything happening.” And I say, “Oh, really? And when you drive your car to New York City, do you leave your keys on the hood?” My point is that if your car is stolen after you do something like that, yes, the police should pursue the thief and he should be punished. But at the same time, the police — and I — have the right to say to you, “You stupid idiot, what the hell were you thinking?”

      Oder McElroy:

      The fact that women are vulnerable to attack means we cannot have it all. We cannot walk at night across an unlit campus or down a back alley, without incurring real danger. These are things every woman should be able to do, but “shoulds” belong in a Utopian world. They belong in a world where you drop your wallet in a crowd and have it returned, complete with credit cards and cash. A world in which unlocked Porsches are parked in the inner city. And children can be left unattended in the park. This is not the reality that confronts and confines us

  7. Einmal schrieb er ihr abends eine SMS: „Dritte Etage, Zimmer 312.“ Man müsse dringend über den nächsten Dreh reden. Sie hatte schon geschlafen,

    Merke: immer das Telefon vor dem einschlafen ausmachen!
    😉

    Was ist nur mit den jungen Leuten los, lassen sich von einer SMS wecken und springen auch noch prompt.
    Tststs.

    Aber wenn der Typ das bewusst als Aufforderung brachte, sogar mit Alibivorwand, war es zumindest unverschämt. Bei manchen Frauen hat man damit vermutlich Glück und die freuen sich über die Vorlage, die anderen müssen dann dummerweise „Nein sagen“ lernen (alternativ Duldungsstarre 🙂

    Naivität ist kein Verbrechen, wir waren es doch alle mal, oder? Ebenso sind anzügliche Aufforderungen kein Verbrechen, auch wenn man sie bei Machtgefälle besser meidet.

    • „Ebenso sind anzügliche Aufforderungen kein Verbrechen, auch wenn man sie bei Machtgefälle besser meidet.“

      Da Machtgefälle eines der wichtigsten Aphrodisiaka für Frauen ist, ist das eine sehr schwierige Aussage.

  8. Naivität seitens der Frau entschuldigt selbstverständlich nicht eine Übergriffigkeit seitens des Mannes. Das behauptet Fleischhauer meinem Verständnis nach allerdings auch überhaupt nicht (weshalb die diversen SPON-Kommentare „Aufkreisch – Victimblaming!!1!“ neben der Sache liegen). Fleischhauer geht es darum, welchen Frauenbild durch derartige Geschichten verbreitet wird, eben die fortschreitende Infantilisierung der Frauen durch den aktuellen Feminismus.

  9. Die Kommentare im Artikel sind mindestens so wichtig wie der Artikel selbst:
    „Erstens ist naiv oder gar dumm zu sein keine Straftat.“

    Im Prinzip stimmt das irgendwie…
    Aber auf der anderen Seite muss man sich mal eben ausmalen, wie so eine Gesellschaft denn aussehen würde, die Mitglieder nicht zum Mitdenken auffordert und wo man nicht im Geringsten für sich selbst verantwortlich ist. Was soll denn bitte irgendjemand mit einem (eigentlich erwachsenen) Menschen anfangen, der noch nicht einmal Verantwortung für sich selbst übernehmen kann.
    Klar, solche gibts, und die können auch ganz nett sein. Aber die meisten davon… bekommen im Theater ermäßigten Eintritt.

    • „Erstens ist naiv oder gar dumm zu sein keine Straftat.“

      Der Redakteur war so naiv zu glauben, dass ein nachts-ins-Hotelzimmer-bitten ein klare und eindeutige Sache sei.
      Ich würde wetten, dass der Kommentator diese Naivität durchaus als Straftat ansieht.

      • „Der Redakteur war so naiv zu glauben, dass ein nachts-ins-Hotelzimmer-bitten ein klare und eindeutige Sache sei.“
        Deswegen ist es vorteilhaft die Sache beim Namen zu nennen. Wer ficken will kann auch einfach fragen – ich habe damit kein Problem und mache das bei meinen Dates IMMER. Dadurch hab ich solche Probleme immer vermieden.
        Ach so – außerdem habe ich inzwischen mehrere Überwachungskameras in der Bude aber das ist ja inzwischen der Standard. https://nypost.com/2018/04/08/metoo-has-rich-men-wary-of-extortion/

  10. Bei Vorgesetzten ins Hotelzimmer? Ich hab keine Ahnung, wie es anderen hier geht…. für mich ist ein Hotelzimmer in erster Linie der Ort, an dem man übernachtet – also ich würde das schon zu engeren Privatsphäre zählen (wenn man irgendwo zu Besuch ist, ist ja z.B. auch die Schlafzimmertür meistens zu)

    Salopp formuliert: die Unterhose mit Bremsspuren eines Vorgesetzten möchte ich eigentlich nicht sehen (auch nicht zufällig).

    Schon aus diesem Aspekt heraus gäbe es bei mir (grundsätzlich) eine ziemlich hohe Hemmschwelle, das Hotelzimmer eines Kollegen / Vorgesetzten zu betreten.
    Ein neutraler Ort (betrifft eigentlich beide Seiten – also egal, ob ich der Einladende oder Eingeladene bin) wäre auf jeden Fall das Mindeste, wenn schon unbedingt ein mitternächtlicher Arbeitstermin zwingend „notwendig“ ist.

    Mißtrauen oder Vorfreude ist bei so einem Ansinnen auf jeden Fall angebracht…. bzw. das eigentliche Ansinnen ist sehr eindeutig. Wie kann man darauf reinfallen?

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