Gibt es ein Beispiel, wo die feministische Theorie die kausalen Faktoren richtig benennt?

Gute Frage eigentlich. Gibt es irgendein Beispiel, wo die feministische Theorie mit ihren Erklärungen richtig liegt?

 

 

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33 Gedanken zu “Gibt es ein Beispiel, wo die feministische Theorie die kausalen Faktoren richtig benennt?

  1. „Richtig“ wäre vielleicht zu viel gesagt. Aber mit viel gutem Willen kann man aus „Das Patriarchat unterdrückt uns mit heteronormativen Schönheitsidealen“ die Wirkung männlichen Selektionsdrucks verstehen, was richtig wäre.

    • Da aber verschwiegen wird, dass Männer mindestens genauso Selektionskriterien von Frauen ausgesetzt sind (weil es auch ganz normal ist), ist das, was die Feministinnen mit dem angeblichen Druck erklären wollen (dass Frauen die Opfer seien) halt der übliche Nonsens.

    • Nur, dass praktisch überhaupt kein von Männern ausgeübter Selektionsdruck auf Frauen bestünde (es sei denn in der Form von Mord und Totschlag). Annähernd 80 % der Frauen unserer evolutionären Vergangenheit haben sich fortgepflanzt (und damit angeblich ein doppelt so hoher Anteil als bei Männern), von max. rund 20 % lebenslang unfruchtbarer Frauen kann man ausgehen, ergo: Männer selbst nehmen echt Alles in ihrer Not…

      Hinsichtlich der „heteronormativen“ Schönheitsideale hab ich jüngst btw folgende „Entdeckung“ gemacht: Modedesign-Studentinnen wird in ihrem Studium beigebracht, ihre Zeichnungen auf (bis zu) „12-Kopf-Frauen“ (kein Fachausdruck) auszurichten, d.h., die entstehende Figur (auf Zehenspitzen oder in High Heels) soll – um den ästhetischen Ansprüchen der Branche zu genügen – um 4 Köpfe länger erscheinen (insbesondere hinsichtlich ihrer Extremitäten) als reale Fashion-/Laufstegmodels (der Durchschnittsfrau entspricht eine bestenfalls 7er-Proportion). Seit ich das weiß, frag ich mich, seit wann das gilt und auch, ob die wohl doch relativ gängigen Photoshop-Beinverlängerungen in Werbeanzeigen nicht im Kern aus diesem Bereich übernommen wurden? Gesund kann das jedenfalls eher nicht sein, und ich bezweifle auch, dass Männermode von den Designern ebenso ganz und gar unrealistisch illustriert würde… hab ich zugegebenermaßen aber nich gecheckt jetzt. Weiß es zufällig jemand?

      • Nach dem was ich bis jetzt gefunden habe, werden reale Männer-Models auch standardmäßig in Mode-Zeichnungen verlängert – auf 9,5 Köpfe.
        Es gibt auch nicht wenige Leute, die mit dem 10er Modell bei Frauen arbeiten – aber derzeitiger Lehrstandard scheinen eher die 12 zu sein.
        Unwahrscheinlich, dass es dabei nur rein ums Schönheitsempfinden geht.

      • Schönheitsideale verändern sich über die Zeit, haben aber immer den gleichen Hintergrund: Das Darstellen qualitativer Gene, Jugendlichkeit, um Fortpflanzungs-Triebe anzuregen.

        Bei den Griechen waren athletische Männerkörper das Ideal, weil Kraft und Ausdauer für die Krieger wichtig waren. In Wohlstandszeiten wurde der Kult dann ausgiebig in sportlichem Wettkampf zelebriert, und wer es sich leisten konnte, der trainierte oft und viel und hatte daher einen entsprechend gestählten Körper.

        Rundliche Körper, üppige Oberweiten und breite Hüften waren besonders dann beliebt, wenn die Bevölkerung des öfteren Hunger litt. Speck auf den Rippen zeugte von Wohlstand und außerdem von besseren Chancen, Hungerzeiten zu Überstehen und auch den Nachwuchs versorgen zu können.

        Der Adel der früheren Neuzeit fand bleiche Haut und umständliche Mode attraktiv, da das wieder auf Reichtum hindeutete. Wer sich Farben leisten konnte und außerdem nicht den ganzen Tag auf dem Feld arbeiten musste, der war entsprechend wohlhabend und daher ideal.

        Und heute ist das nicht anders. Wer schlank und gepflegt ist, erweckt den Eindruck genug Zeit zu haben. auf seine Figur zu achten, Sport zu treiben und Geld zu haben, hochwertiges Essen zusich zu nehmen und Kosmetikartikel zu kaufen und zu nutzen.

        Und es gibt letztendlich keine andere Motivation für uns als Fortpflanzung und Überleben. Das ist das Grundprogramm eines jeden Lebewesens, inklusive Mensch.

    • Das würde aber voraussetzen, dass es ein „Patriarchat“ überhaupt gäbe.

      „Patriarchat“ im Sinne von „generelle Männerherrschaft/dominanz“ ist aber selber eine Erfindung von Feministen. Das existiert im Diskurs erst seit den 60ern. Vorher war die langläufige Bedeutung des Begriffs eine durch die Vaterlinie bestimmten Erbschaft (patrilineal – von „pater“ – „Vater“) ursprünglich vom religiösen Begriff für die jerusalemer Tempelpriester von wo es über die christliche Kirche in die westliche Terminologie wanderte.

      „Patriarchat“ heißt also eigentlich „Vaterherrschaft“ oder genauer „väterliches Vorrecht“ analog zu „Matriarchat“, was nicht „Frauenherrschaft“ sondern eine matrilineare, also von der Mutter ausgehende, Erbschaft bezeichnet.

      Feministen deuteten den Begriff seit den 60ern um in „Männerdominanz“ und meinen damit alles was schlecht ist, je nach Strömung von einer männlichen Dominanz bis hin zu Kapitalismus und Ausbeutung und münzten damit den marxistischen Klassenkampf auf einen Kampf der Frauen als Klasse gegen angeblich alles beherrschende Klasse der Männer um.

      Übrigens war eine der Kritikerinnen der Einführung eines Patirarchatsbegriffs die Feministin Judith Butler.
      https://allesevolution.wordpress.com/2010/07/25/butler-und-patriarchat/

  2. http://www.dailymail.co.uk/news/article-2797279/women-dislike-having-female-boss-workplace-men-study-finds.html

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-3214854/Pay-gap-Women-earn-men-till-40s-20-woman-paid-men-age-group-decade.html

    Leiterin große feministische Organisation in den USA: „Häusliche Gewalt ist eigentlich Männer schlagen Frauen, Jungen schlagen Mädchen“… and she is WRONG!

    http://web.csulb.edu/~mfiebert/assault.htm

  3. Der Feminismus ist nur dazu da alles auf den Kopf zu stellen.
    Es ist ein ganz merkwürdiges System der negativen Dialektik, die ungefähr und ganz grob umrissen so funktioniert:

    Ziel: Was will ich erreichen?
    Ziel definiert. Zweiter Schritt: Anderen eben dieses Ziel unablässig vorwerfen!

    Daher wird es einen sinnvollen, sachorientierten Aufbau einer Fragestellung im Feminismus gar nicht geben können, denn dieser muss ja eben auf den Kopf gestellt sein!

    Ziel ist das Aufmischen der Gesellschaft, um ein „revolutionäres Potential“ zu schaffen. Förderung von Kriminalität, auf der anderen Seite Abbau von Polizei und Justiz.

    Beispiel: Verharmlosung und Trivialisierung des Verbrechens der Vergewaltigung. Methoden: Haltlose Unterstellungen einer „Vergewaltigungs-Kultur“, die Gesellschaft mit Falschvorwürfen überziehen (sytematisch per Title IX in USA, sonst Einzelfälle) ….
    Ziel: Normalisierung von Vergewaltigung und von anderen Verbrechen.

    Oder seid ihr so doof dem Feminismus den angeblich „guten Willen“ abzunehmen? Und Ihr sagt zu Euch: Die sind einfach so doof, dass nichts, aber auch gar nichts klappt oder Sinn macht….

    Mit der Hypothese, dass sie einfach immer das Gegenteil von dem wollen, was sie sagen, kapiert man sie aber plötzlich und ihr Handeln macht vollkommen Sinn. Wie zB dass *alle* Vergewaltigungsfälle, die der Feminismus in die Hand nimmt, mehr oder minder deutliche fakes sind – und eindeutige Fälle immer links liegen gelassen werden.

    Und: diese völlig grundsätzliche Verlogenheit erklärt auch mühelos den Spagat mit dem Verhältnis zum Islam, der ja offensichtlich Bündnisgenosse des Feminismus ist.

    Natürlich ist noch zu klären, welchen Feminismus ich meine: den der „dritten Welle“ und den daraus folgenden jetzigen „intersektionalen“.

    • Rape Kultur entstammt aus dem Feminismus der zweiten Welle. Wie eigentlich alle wirklich kaputten Gesetzesumsetzungen.

      Feminsmus war schon immer Krebs. Immer.

  4. Und wer objektifiziert hier eigentlich wen? ^^

    http://edition.cnn.com/2015/04/13/opinions/williams-ceci-women-in-science/index.html

    Und dann gab es doch noch die Studie, die zeigen sollte das wenn Frau sich anonym bewerben, höhere Chancen auf ein Jobinterview haben. Leider war das Gegenteil der Fall. Es ist von Vorteil eine Frau zu sein.

  5. Oh boy, eine Sache habe ich gefunden wo sie recht haben:

    „Dr Cusack’s text, which denounces the snowman as sexist (he’s a man) and inherently racist (he’s always white), is a prime example: „The snowman’s masculinity, and its ritual location in the semi-public space of garden or field, help to substantiate an ideology upholding a gendered spatial/social system, marking women’s proper sphere as the domestic/private and men’s as the commercial/public.“

    http://www.telegraph.co.uk/comment/4257991/Its-a-snowperson.html

    ^^

  6. Oder das Feminismus auch gut für Männer ist:

    Opposition to condoms did not only come from moralists: by the late 19th century many feminists expressed distrust of the condom as a contraceptive, as its use was controlled and decided upon by men alone. They advocated instead for methods which were controlled by women, such as diaphragms and spermicidal douches.

    https://en.m.wikipedia.org/wiki/History_of_condoms

    You know, E-Q-U-A-L-I-T-Y…

    Female researchers outraged when asked to include men
    https://toysoldier.wordpress.com/2015/09/09/female-researchers-outraged-when-asked-to-include-men/

    Feminist lies about domestic violence and omission of violence against men published in the Guardian corrected
    http://www.menshealthaustralia.net/content/the-guardian-australia-corrects-domestic-violence-article.html

    Feminist says ‘who cares’ if the UVA frat members were harmed by the Rolling Stone story–the ‘Jackie’ lie served a greater purpose
    http://www.cotwa.info/2015/07/feminist-says-who-cares-if-uva-frat.html

    „University Won’t Recognize Men’s Issues Group after Feminists Say it Makes Women Feel Unsafe

    Ryerson University has denied the final appeal to recognize a student group dedicated to addressing issues impacting men because feminists said its existence does not promote equality and would make women feel unsafe.“

    http://mrctv.org/blog/university-refuses-grant-recognition-mens-issues-group-after-feminists-say-it-makes-women-feel-unsafe

    In 2015, the police also released a tweet in which they encouraged both women and men to denounce abuse from their partners. Again, hordes of feminists attacked them, asking the police to NOT encourage man to denounce their abusers, in what was a very clear show of what feminism is about in Spain.

    http://kukuruyo.com/2016/02/17/spain-gender-laws-a-country-against-men/

    Detecting the Scope of Rape : A Review of Prevalence Research Methods which show that it’s not simply a matter of focusing on female victims, but rather a conscious effort to exclude male victims of rape from the term rape.

    I’ll quote some pertinent sections:

    Although consideration of male victims is within the scope of the legal statutes, it is important to restrict the term rape to instances where male victims were penetrated by offenders. It is inappropriate to consider as a rape victim a man who engages in unwanted sexual intercourse with a woman.

    p. 206

    Note how she uses the word “engage”. A man being made to penetrate a woman either by force, threats or coercion is engaging in sex with her? He is the actor.

    https://tamenwrote.wordpress.com/2013/10/26/exactly-what-is-inappropriate/

    “We can all agree that domestic violence is abhorrent, and victims deserve support,” Leyonhjelm said.

    “Given that the Australian Bureau of Statistics tells us that 1 in 3 victims of domestic violence is male, do you think male victims deserve a proportional level of support services as female victims?”

    Greens senator Larissa Waters loudly answered: “No.”

    https://www.buzzfeed.com/aliceworkman/white-ribbon-oath-shaming?utm_term=.rm4w87Pay#.gwy5axOeX

  7. Mein Eindruck ist, dass alle feministische Theorie mit einem Nuggett empirischer Wahrheit anfängt.

    • Frauen können nicht machen, was sie wollen, ohne dass das (gesellschaftliche) Konsequenzen hätte.
    • Frauen haben Angst davor, von einem Mann zum Sex gezwungen zu werden.
    • Die durchschnittliche Frau bekommt weniger Gehalt auf ihr Konto als der durchschnittliche Mann.
    • Ressourcen sind nicht gleichmäßig verteilt.

    Das sind alles akkurate Beobachtungen.

    Nur was danach kommt, ist totaler Quatsch.

  8. Da die Prämisse „feministischer Theorie“ (frei ausgedachter) Bullshit ist, ist die Frage *vollkommen* irrelevant.

    Selbst wenn sie wo richtig liegen – das tut die Bibel oder so sicher auch – heißt das für die Theorie ganz genau Null.

    • „Selbst wenn sie wo richtig liegen – das tut die Bibel oder so sicher auch – heißt das für die Theorie ganz genau Null.“

      Selbst eine stillstehende Uhr „geht“ zweimal am Tag richtig.
      Und genau das ist die Basis, auf der der Feminismus argumentiert.
      Aus „Es gibt gewalttätige Männer“ machen sie „Männer sind gewalttätig“.

  9. Ob Logik in feministischer Argumentation vorkommt? Die Fragestellung ist falsch.

    Der Feminismus ist heute eine politische Bewegung mit ausgeprägtem Bekenntnischarakter. Da wird jede Diskussion Pro/Contra zur Verteidigung nicht des eigenen Standpunkts, sondern der eigenen Identität. Das ist dann die Stunde der Parteisoldaten.

  10. Ich glaube ganz ab und zu ansatzweise schonmal vorgekommen. Müsste ich erst drüber nachdenken.
    Ich glaube zumindest dass die Theorie eines „Patriarchats“ auf muslimische Gesellschaften durchaus keine ganz falsche Beschreibung ist – wenn sie sie denn darauf anwenden würden.

    Alle paar Jahre taucht ja auch mal ein nach Gerechtigkeitsmaßstäben legitimes feministisches Anliegen auf und das sollte man dann auch nicht verschweigen. Ging hier zwar nur um 200€ Steuervorteil und wurde auch (mal wieder) gar nicht erst durch Feministinnen, sondern schlicht durch das Finanzamt behoben, aber das geht völlig in Ordnung so:
    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/steuern-sparen/freimaurerloge-wegen-ausschluss-von-frauen-nicht-gemeinnuetzig-15133421.html

    • „Alle paar Jahre taucht ja auch mal ein nach Gerechtigkeitsmaßstäben legitimes feministisches Anliegen auf und das sollte man dann auch nicht verschweigen. Ging hier zwar nur um 200€ Steuervorteil und wurde auch (mal wieder) gar nicht erst durch Feministinnen, sondern schlicht durch das Finanzamt behoben, aber das geht völlig in Ordnung so:“

      Anliegen können ja durchaus gerecht sein, beispielsweise würde ich sofort unterschreiben, dass Frauen nicht per se ohne Grund aufgrund ihres Geschlechts weniger Geld für gleiche Arbeit bekommen sollten. Die Gründe und die Ermittlungen der tatsächlichen Beeinträchtigung tragen aber wohl nie (oder jedenfalls nicht häufig oder nicht in dem Umfang)

    • @ david

      „Ich glaube zumindest dass die Theorie eines „Patriarchats“ auf muslimische Gesellschaften durchaus keine ganz falsche Beschreibung ist – wenn sie sie denn darauf anwenden würden.“

      Ich denke, dies wäre für islamische Gesellschaften aber nur dann eine soziologisch brauchbare Kategorie, wenn von einer Patriarchats-Definition ausgegangen würde, bei der 1. nicht nur die spezifischen Nachteile von Mädchen und Frauen durch die konservativ-islamischen Geschlechterrollen, sondern auch die spezifischen Nachteile, welche Jungen und Männern durch die traditionell-islamischen Geschlechterrollen haben, berücksichtigt würden so wie 2. die große Mitverantwortung konservativ-islamischer Frauen für die Weitergabe der prämodern-orthodox-konservativ-islamischen Werte und Normen durch ihre wichtige Rolle in der Erziehung.

      Reale Patriarchate, falls wir diesen eigentlich verbrannten Begriff hier gebrauchen wollen – moderne westliche Gesellschaften würden selbstverständlich nicht unter diesen Begriff fallen – funktionieren hinsichtlich der Aufrechterhaltung der autoritären Werte und Normen eben anders als dies im Mainstream-Feminismus im Allgemeinen konzeptualisiert wird:
      Männer als soziale Klasse unterdrücken dabei NICHT Frauen als soziale Klasse.

      Es gibt im „islamischen Patriarchat“ zwar reale Unterdrückung, aber diese geht nicht von einem bestimmten Geschlecht aus, sondern – wenn wir dies einer Gruppe zuordnen – dann müssten wir m.E. sagen, dass die Unterdrückung von Männern UND Frauen ausgeht, von jenen Frauen UND Männern nämlich, welche die jeweiligen reaktionären Werte, Normen und Glaubenssätze verinnerlicht haben und durch ihr Denken und Verhalten zu deren Aufrechterhaltung beitragen – in „patriarchalischen“ Gesellschaften ist das leider die Mehrheit der erwachsenen Männer und Frauen.
      In diesem Sinne sind beide Geschlechter quasi Täter und Opfer zugleich.

      Die unmittelbarsten Opfer innerislamischer Unterdrückungspraxis sind dabei allerdings diejenigen, die bewusst unter den autoritären Werten und Normen leiden, z.B. Kinder sowie jene Erwachsenen, die hinsichtlich ihrer Persönlichkeit und/oder Einstellungen stärker von den traditionellen repressiven Werten und Normen abweichen.

      In letzter Instanz sind aber fast alle Menschen in solchen Gesellschaften von Unterdrückung betroffen.

      Der linke Autor Jaya Gopal bemerkte hierzu:

      „(…) denken wir nur einmal an das zerstörte Lebensglück, die zerbrochene Persönlichkeit fast aller Frauen und der meisten Männer, wo immer der Islam sich austoben darf. Allzu lange hat dieser Islam nicht nur nichts dazu beigetragen, den einzelnen Moslems höhere Werte nahezubringen, ihr Blickfeld zu erweitern und ihr Leben zu bereichern, sondern er hat ihnen vielmehr ausdrücklich jegliche Freheit abgesprochen, anders zu denken und Verbesserungen einzuführen. Es bedarf keiner besonderen geistigen Reife, um derartige autoritäre Ideologien und Systeme zu entwerfen; die Schaffung autoritärer Strukturen ist im Gegenteil vielmehr ein signifikanter Hinweis auf eine fehlende geistige Entwicklung.
      (…)
      Erst wenn dieses faschistische Muster, diese der klassisch faschistischen analoge Verhaltens- und Empfindungsstruktur an den Pranger gerät, mit den richtigen Namen benannt und aus der Menschheitsgeschichte getilgt wird, kann es Frieden, Freiheit und Glück geben, für alle, die das Pech hatten, als Moslems geboren zu werden.“

      (Jaya Gopal – Gabriels Einflüsterungen, S. 442)

      • Erst wenn dieses faschistische Muster, diese der klassisch faschistischen analoge Verhaltens- und Empfindungsstruktur an den Pranger gerät, mit den richtigen Namen benannt und aus der Menschheitsgeschichte getilgt wird, kann es Frieden, Freiheit und Glück geben,..

        Das ist der linke Grundirrtum auf den Punkt gebracht. Die Abschaffung der gesellschaftlichen Ordnung und des „wir gegen die“ führt keineswegs zu Friede, Freude, Eierkuchen, sondern nur zum unzivilisierten weil ungeregelten Krieg aller gegen alle.

        • Es geht hier doch ganz klar um eine ganz spezielle gesellschaftliche Ordung…. Oder bist du auch Anhänger des Islam? Nur ein solcher könnte ja die gesellschaftlichen Ordnung schlechthin attackiert sehen. Schätze doch mal nicht.

        • Nein, ich bin kein Anhänger des Islam. Aber ich muss feststellen, dass gerade weil der Islam „rückständig“ ist, er sich mehr oder weniger zufällig ein paar traditionell gesellschaftsstiftende Mittel erhalten hat. Es geht nicht darum zum Islam überzulaufen, sondern zu verstehen, was der Islam richtig macht um daraus eigene Konzepte zu entwickeln.

        • Wusstest Du eigentlich, dass Adam Smith seine Theorien über die heilsame Wirkung von freien Märkten weitgehend von arabisch-islamischen Händlern und ihrer Philosophie übernommen hat? Er hat dabei leider nicht bedacht, welche Rolle religiöse Sozialregeln und die Idee einer Umma bei der segensreichen Wirkung der unsichtbaren Hand spielen. Aber gegen die Idee etwas vom Islam zu lernen ist historisch wenig einzuwenden.

        • @Ih
          Wie kommst du auf die Idee, dass ältere Gesellschaftsmodelle gleichzeitig auch „traditionellere“ sind? Das ist ein ganz gefährlicher Schluss, da jede Gesellschaft zu jeder Zeit eine Sonderentwicklung sein kann und auch ihr Alter gar nichts mit überlieferter Tradition zu tun haben muss.

          „was der Islam richtig macht um daraus eigene Konzepte zu entwickeln.“

          Das ist nun simpel. Fordere unbedingte Gefolgschaft und beherrsche das Leben deiner Adepten. Aber ob man das selbst will?

          & Adam Smith soll vom Islam inspiriert sein? Das ist doch wieder so ein islamophiler Geschichtsrevisionisms, wie sie derzeit allenthalben durch die Luft schwirren, oder? Auch Sponge Bob soll ja auf den Memoiren des grossen Kalifen von Bagdad, El Harrushied, beruhen 😉

        • Wie kommst du auf die Idee, dass ältere Gesellschaftsmodelle gleichzeitig auch „traditionellere“ sind?

          Es geht nicht um älter. Aber der Islam ist aus der Perspektive des Fortschrittsprojekts der westlichen Moderne, das man sich als Entwicklungspfeil vorstellen kann, gegenüber der liberalen Demokratie rückständig.

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