Warum eine eigenständige, nicht in den Feminismus eingegliederte Männervertretung dringend erforderlich ist

Ein Artikel in der Zeitung taz geht sehr kritisch mit der Gründung einer neuen Männergruppe in der FDP um, deren Programm hier auch schon diskutiert worden ist.

Ansatzpunkt ist, dass der Feminismus bereits hinreichend Vertretung bietet. Jede Organisation, die neben einem Feminismus steht, wird dabei als unangemessen angesehen, weil der Feminismus einen Alleinvertretungsanspruch hat.

1. Warum eine Interessenvertretung für Männer im Feminismus nicht effektiv ist

Das birgt einige Probleme:

  • Feminismus ist ausdrücklich ausgestaltet als eine Vertretung von Frauen.  Dort geht man davon aus, dass Männer privilegiert sind und lediglich die Abbau dieser Privilegien eine gerechte Welt herbeiführen kann.
  • Des Weiteren geht man davon aus, dass lediglich derjenige, der von einer Diskriminierung betroffen ist, diese auch hinreichend erkennen kann und insoweit eine gewisse Deutungshoheit hat.
  • Da in dem gegenwärtigen modernen Feminismus lediglich Frauen von einem Sexismus oder einer Diskriminierung betroffen sein können können Männer von vornherein keine aktive Agenda in einem modernen Feminismus haben.

Viele Feministinnen gehen daher davon aus, dass Männer aufgrund dieser fehlenden unterdrückungs Erfahrung auch keine eigene Stimme im Feminismus haben sollten, sondern lediglich als sogenannte Allies oder Verbündete angeführt werden sollten, die allenfalls Unterstützung leisten können und müssen, gleichzeitig aber eigene Idee Ideen nicht einbringen können und auch stets darauf achten müssten, dass sie Frauen den entsprechenden Raum lassen und diesen eine Führungsposition zugestehen

Insbesondere im Zusammenspiel damit, dass  Männer von vornherein als nicht diskriminierbar angesehen werden können  erklärte dies zwar den Widerstand, macht aber eine Interessenvertretung von Männern unmöglich.

2. Notwendigkeit einer eigenen Bewegung bei Beibehaltung des Grundsatzes, dass nur Betroffene eine Diskriminierung erkennen können

Wirft man hingegen hingegen dieses Dogma. dass eine Diskriminierung von Männern nicht möglich ist, über Bord und dann ist eine Interessenvertretung von Männern gerade zu denknotwendig durch diese vorzunehmen. Denn dann können auch nur Männer die bei ihnen bestehende Diskriminierung voll erfassen. Ihn muss daher zwingend eine eigene Vertretung zugestanden werden.

3. Notwendigkeit einer eigenen Bewegung weil Subjektivität nicht die beste Sicht auf ein Problem ist

Gleichzeitig ist der Ansatz, dass lediglich der Betroffene seine Diskriminierung erkennen und bewerten kann und daher eine Deutungshoheit hat, keineswegs gut durchdacht. Gerade der Betroffenheit hat häufig eine sehr subjektive und von seinen eigenen Interessen und seiner eigenen Sichtweise aus gebremste Betrachtung der ihn betreffenden Gegebenheiten. Damit muss eine zutreffende Erfassung der Gegebenheiten nicht verbunden sein, vielmehr kann gerade das subjektive und insoweit unangebrachte gegenüber dem objektiven und gerechten überwiegen.

Aus guten Grund stellen viele Bewertungssysteme gerade darauf ab, dass bei zwei Interessen, die in einem Konflikt stehen, eine dritte Partei oder sogar Objektive Vertreter für beide Parteien in die Schlichtung miteinbezogen werden.

Beispielsweise ist es in Gerichtsverhandlungen üblich, dass beide Seiten sich eines Anwalts bedienen, der den subjektiven Vortrag seines Mandanten in einen objektiven Vortrag umwandelt und auch daraufhin überprüft, ob dieses Vorbringen in der Sache dienlich ist und diese voranbringt. Ein Inquisitionsprozess, also ein Prozess, bei dem der Ankläger zugleich der Richter ist, gilt als allgemein als rückständig, da diese Positionen aus guten Grund getrennt sein sollten:

Wir Menschen neigen dazu, dass wir uns die Positionen zu eigen machen, so dass derjenige, der eine Anklage geschrieben hat, sich eben auch als Ankläger sieht und deren Richtigkeit beweisen will. Der Richter hingegen soll diese gerade kritisch prüfen. Die eigene kritische Prüfung einer Anklage führt jedoch selten zu einer objektiven Überprüfung, diese kann vielmehr wesentlich Objektive durch einen Dritten durchgeführt werden.

Ein Prozess, bei dem der Betroffene Ankläger und Richter ist, also sogar drei Ämter verbunden werden, führt er noch zu einer wesentlich schlechteren Position. Nimmt man dann hinzu, dass der Betroffene sich selbst Vorteile verschaffen kann und keineswegs darauf beschränkt ist, dass er objektiv Diskriminierungen beseitigt, dann wird deutlich, dass auf diesem Weg eine hohe Missbrauchsgefahr besteht.

4. Notwendigkeit der eigenen Vertretung, weil man beide Seiten hören muss

Auch bei einer Betrachtung von der anderen Seite her ist das Verfahren nicht gerechter. Bei dem Geschlechterverhältnis handelt es sich nicht um eine einseitige gestaltbares Verhältnis. Vielmehr müssen die Interessen von Männern und Frauen in Einklang gebracht werden bzw zu einem gerechten Ausgleich gebracht werden. Wenn dann einer Seite lediglich zugestanden wird, dass sie die Vorstellung der anderen Seite akzeptieren muss und noch nicht einmal eigene Vorstellungen vorbringen kann oder auf Punkte hinweisen kann, die ihr selbst ungerecht erscheinen, dann ist von vornherein kein faires Verfahren wir geben.

Jeder, der insoweit an einer gerechten Interessenvertretung in dem Geschlechterverhältnis interessiert ist müsste sich dafür einsetzen, dass eine Männerrechtsbewegung als Verhandlungspartner für den Feminismus entsteht, indem auch Männer ihre Position einbringen können.

5. Menschenbild, wenn man einer Gruppe ihre eigene Vertretung abspricht

Wer hingegen darauf besteht, dass der Feminismus einen Alleinvertretungsanspruch hat, der kann nicht davon ausgehen, dass Männer eigene Interessen haben können und ein Anspruch darauf haben, diese auf eine gerechte und fairer Weise einzubringen.

Er muss gleichzeitig  ein sehr schlechtes Männerbild haben, da er anscheinend in einer Interessenvertretung lediglich eine Ungerechtigkeit sieht, über die lediglich Vorteile gesichert werden sollen. Dies erfordert ein sehr negatives Männerbild, bei dem diese nicht zu fairen Verhandlungen bereit sind und lediglich ihre Herrschaft über Frauen unterhalten wollen. Es spricht Männern jegliche berechtigte Agenda ab und weist ihnen die Rolle des Schurken zu, von dem Frauen sich befreien müssen. Ein faires Männerbild kann damit nicht verbunden sein, da man ansonsten jedenfalls davon ausgehen müsste, dass auch Männer Interessen berechtigterweise vertreten können und nicht nur Vorteile absichern wollen. Wer davon ausgeht, dass der andere nicht an einer Verhandlung zu dem gemeinsamen Verhältnis beteiligt werden darf, der hätte diesen entweder für abgrundtief schlecht oder für jemanden, der in keiner Weise eine Berechtigung zur Vertretung seiner Position hat, also der anderen Seite untergeordnet ist.

6. Männerbild im Feminismus

Der gegenwärtige Feminismus hat Ansätze von beidem:

Er geht davon aus, dass Männer die Frauen unterdrücken und eine Befreiung der Frau nur dann möglich ist, wenn man Männer keine Agenda zugesteht.

Daraus resultiert der alleinige Vertretungsanspruch der Frau.

Es werden strukturelle Hindernisse gesehen, die lediglich einseitig zulasten der Frauen eine Unterwerfung dieser herbeigeführt haben. Nur aus dieser „Kriegssituation“  lässt sich einen Alleinvertretungsanspruch herleiten, bei dem  die Männer dann als frühere Schurken und diejenigen, die bisher alle Vorteile genossen haben, kein Mitspracherecht haben, weil sie sich nicht gebessert haben.

Die Angabe, dass der Feminismus insoweit nichts gegen Männer hat, wird durch diese Position bereits hinreichend widerlegt.  Denn wenn der Feminismus Männer als  nicht schlecht ansehen würde, dann müsste er ihnen auch für die neue Gestaltung des Geschlechterverhältnisses eine eigene Position zugestehen.

7. Wenn der Feminismus nichts gegen Männer hätte, dann wäre eine Vertretung eigener Interessen unproblematisch.

Dann aber besteht auch kein Grund dafür, dass diese Vertretung lediglich unter dem Dach des Feminismus erfolgt. Natürlich wäre es möglich, dass eine Interessenvertretung sich Theorien des Feminismus anschließt oder dortigen Positionen zustimmt . Letztendlich muss es aber die Sache jeder Partei sein, wie sie ihre Vertretung ausrichtet und welche Inhalte sie dabei vertritt. Denn eine Vertretung, die Inhalte vorgegeben bekommt, ist keine echte Vertretung. Vielmehr nimmt eine solche Vertretung in dann den Charakter eines Diktats an.

8. Inhaltliche Vorgaben bedeuten die Aufkündigung eines fairen Dialogs

Vergleichbar wäre dies damit, dass man in einem Strafprozess fordern würde, dass der Rechtsanwalt, der den Angeklagten vertritt, im Büro des Staatsanwalts arbeiten würde und von den dortigen Schreibkräften seine Schriftsätze fertigen lassen müsste sowie auch ansonsten in dessen Organisation verpflichtend eingebunden ist.

Nach den Vorstellungen des gegenwärtigen Feminismus es wäre es sogar so, dass dessen Verteidigungsvorbringen von vorne herein einer Überprüfung durch die Staatsanwaltschaft unterliegen würde und nur dann genehmigt und berücksichtigt werden könnte, wenn es dieser gefällt.

Auch hier wird deutlich, dass es mit einem fairen Verfahren nicht zu tun hat. Natürlich würde man hier von der Gegenseite her anwenden, dass in diesem Fall ja die Staatsanwaltschaft auf die Interessen beider guckt, die objektivste Behörde der Welt ist und insoweit auch die Interessen des Beschuldigten waren muss. Dadurch könne also kein Nachteil entstehen. Dass dieses Bild einen Angeklagten wenig überzeugen würde, dürfte aber verständlich sein.

9. Ist eine Wahrnehmung der Interessen der Frauen nur möglich, wenn Männer keine eigene Vertretung haben, weil Männer sonst alles behindern?

Der Feminismus selbst wird hingegen das Bild präferieren, bei dem bisher ein Monopol bestand, welches den Markt zu Gunsten des Monopolisten gestaltet hat. Der Monopolist hat bisher einen Marktzugang anderer Marktteilnehmer mit unfairen Mitteln verhindert und alle Profite eingestrichen.

Der Feminismus führt nun mehr an, dass man kaum erwarten können, dass der Versuch einer Neugestaltung gelingt, wenn sich der große Monopolist mit dem kleinen Konkurrenten an einen Tisch setzt und so dann über die Änderung an der Monopolsituation geredet wird.

Denn insbesondere wenn man davon ausgeht, dass Änderungen an der Monopolsituation einstimmig getroffen werden müssen, dann kommt es indirekt zu einer Pattsituation, da der Monopolist alle verändernden Vorschläge ablehnen kann.

Er hat dann quasi ein Veto, sodass er dadurch sein Monopol beibehalten kann. Er behält die Vorteile des zuvor zu unrecht eroberten Marktes und die Benachteiligung hält insofern an.

Auch hier ist allerdings der Monopolist zweifellos der böse, was erneut deutlich macht, dass dies mit einem positiven Männerbild nicht zu vereinen ist.

10. Warum das Bild der alleinigen Macht der Männer falsch ist

Tatsächlich ist die Situation zwischen den Geschlechtern auch mit dieser Monopolsituation in nicht vergleichbar.

Frauen haben theoretisch sogar die Mehrheit der Wählerstimmen  bei freien und geheimen Wahlen in einer Demokratie. Sie können, wenn sie dies wollen, umfassen Änderungen vorbringen.

Tatsächlich scheint der Feminismus selbst die Monopolposition wahren zu wollen.

Denn genau dies stellt ein Alleinvertretungsanspruch im Geschlechterverhältnis letztendlich da.

Hiergegen wird der Feminismus anführen, dass Frauen ja in allen Positionen benachteiligt ist. Dies ist allerdings nur bei einem sehr selektiven Blick richtig.

Es gibt viele Positionen mehr, die zugunsten von Frauen ausgestaltet sind. Dies ist zum einen der Umstand, dass sie üblicherweise wesentlich mehr Zeit mit der Familie verbringen, ihnen auch nach Trennung üblicherweise er die Kinder verbleiben, sie üblicherweise, obwohl sie ihre Berufs Gestaltung weniger auf Geld ausrichten, zumindestens in einer Ehe der gleiche Lebensstandard wie Männern zukommt und erhebliche Transferleistungen an sie geleistet werden.

Hier ist es gerade eine Frage des Blickwinkels, ob man etwas als Benachteiligung ansieht oder aber als bestimmte Ausgestaltung seines Lebens. Die meisten Frauen sind, wie auch Umfragen deutlich machen, wie eine Frauen, und wollen ihre Lebensgestaltung gerade auf eine Weise ausrichten, die den Beruf und die Karriere, insbesondere wenn damit Überstunden verbunden sind, nicht in den Vordergrund stellt, sondern eher die Familie betont. Das einseitige Abstellen darauf, dass sie weniger verdienen wird dabei der der sächlichen Lage nicht gerecht.

Denn die Frauen verdienen insoweit weniger unter Berücksichtigung geringerer Überstunden, eines Berufs, den sie bewusst so ausgewählt haben, dass er Ihnen gefällt, der Vermeidung von Stress in hohen Positionen und des häufigeren Umganges mit Kindern, weniger. Bei gleichen Verhalten ist der Gender Pay Gap schon jetzt nahezu vollständig zu bereinigen.

Auch verkennt diese Beschreibung, dass die allermeisten Männer gerade nicht in Führungspositionen sind und dass Personen in Führungspositionen keineswegs Leute nach ihrem Geschlecht bevorzugen müssen, sondern eben auch Vertreter der Interessen des anderen Geschlechtes sein können.

11. Ein fairer Umgang mit Fakten ist die Grundlage jeder Diskussion

Zu einer fairen Verhandlungspositionen gehört, dass beide Seiten ihre Positionen vortragen können und Position einer Seite nicht von vornherein tabuisiert werden. Es gehört zu dem dazu, dass Argumente beider Seiten auf ihre Richtigkeit überprüft werden können und nicht von vornherein akzeptiert werden müssen. Es muss insbesondere auch möglich sein, Nachweise zu verlangen, die diese Position belegen und mit Gegenargumenten dagegen vorzugehen, ohne das dies von vorne herein abgewertet wird. Insbesondere muss eine gewisse Objektivität und Fairness in das Verfahren einbezogen, so dass Studien etc vorgebracht werden müssen, statt auf subjektives Empfinden abzustellen, welches lediglich dazu dienen kann, dass es als Anlass für tatsächliche Überprüfung vorgenommen wird.

Das Bestehen darauf, das subjektive Positionen des Betroffenen Fakten ersetzen kann nicht zu einer fairen Diskussion führen, bei der einen für beide Seiten gerechtes Ergebnis gefunden wird.

12. Frauen haben Macht, beispielsweise im Familienrecht

Der Feminismus führt an, dass Frauen keinerlei Gestaltungsmacht haben und insoweit auch eine Diskriminierung von Männern durch Frauen/die Gesellschaft denknotwendig ausgeschlossen ist.

Tatsächlich sind gegenwärtig aber in allen großen Parteien feministische Position stark vertreten, alle Parteien haben Frauen Gremien, die sich gerade den Interessen der Frauen verpflichtet fühlen und in denen Lobbyarbeit durch Frauenverbände betrieben wird. Der

Familienausschuss des Deutschen Bundestages, also das wesentliche Gremium, in dem familienrechtliche Änderung beschlossen werden, ist überwiegend weiblich besetzt.

Selbst die Männer, die dort noch vorhanden sind verstehen sich eher feministisch ein ausgewiesen Männer rechtlicher Vertreter oder jemand, der angibt, dass er dort ist um auch die Interessen der Männer zu wahren, ist mir insoweit nicht bekannt.

Demnach hat der Feminismus bzw Frauen hier durchaus eine Machtposition, sie sind in diesem für die Geschlechterpolitik sehr wichtigen Bereich überproportional vertreten, sie können hier die Politik gestalten und insoweit auch Macht ausüben.

Es könnte darauf zurückzuführen sein, dass Väter sehr eingeschränkte Möglichkeiten haben, beispielsweise Vaterschaften anzufechten, dass sie als unverheiratete Väter von vornherein kein Sorgerecht haben, sofern Ihnen dies nicht durch die Mutter zugestanden wird oder Sie dieses einklagen und sie im übrigen auch nach wie vor eine Residenzmodell hinnehmen müssen, bei dem sie ihre Kinder lediglich an jedem zweiten Wochenende sehen und überdies hohe Unterhaltsbeiträge zahlen müssen. Gleichzeitig besteht teilweise immer noch ein sehr striktes Unterhaltsrecht, bei dem die Erwerbsobliegenheiten der Frau beispielsweise im Trennungsjahr ohne dass dafür ein Grund vorhanden ist nicht bestehen. Auch beim Kindesunterhalt wird insoweit kein gerechter Ausgleich herbeigeführt, das Einkommen der Kindesmutter spielt abgesehen von sehr sehr hohen Gehalts unterschieden zugunsten der Mutter quasi keine Rolle, der Vater kann also als unterhaltsverpflichteter auf den Selbstbehalt verwiesen werden, auch wenn die Mutter gut verdienend oder über einen neuen Partner eine sehr hohen Lebensstandard hat. Ebenso ist für den Vater kaum eine Möglichkeit vorhanden bei jungen Kindern ein Umziehen der Mutter auch in große Entfernung zu verhindern. Dies erlaubt der Mutter dann, wenn ihr ein solcher Umzug möglich ist, den Vater, sofern diese nicht hinterher ziehen kann, effektiv vom Kontakt mit seinen Kindern auszuschließen oder jedenfalls stark einzuschränken.

Eine gerechte Verhandlungspositionen würde erfordern, dass hier Männer ihre eigenen Positionen als solche einbringen können, ohne dafür sogleich beschimpft zu werden, dass sie zurück in die 50er wollten oder lediglich um ihre Privilegien fürchten.

Solche Tabuisierung in einer berechtigten Interessenvertretung machen vielmehr deutlich, dass Frauen gerade nicht machtlos sind. Denn derjenige der vorgibt, über was nicht gesprochen werden darf, hat üblicherweise eine sehr hohe macht, da er ansonsten solche Verbote nicht durch bringen könnte und diese Positionen nicht der Lächerlichkeit preisgeben könnte.

13. Männer und Frauen als Gruppe und Macht

Tatsächlich sind Männer und Frauen überdies auch sehr heterogene Gruppen. Die Vorstellung, dass Männer per se Macht haben, ist falsch, da nur sehr wenige Männer auf wichtigen Positionen sitzen und dies häufig unter Aufgabe vieler anderen Bereiche ihres Lebens. Es bedeutet auch nicht, dass diese Männer damit Männerpositionen vertreten oder anderen Männer per se an die Macht helfen.

Viele Männer werden schlicht ihr Unternehmen groß und erfolgreich machen wollen und nicht Männer, sie wollen für sich und ihre Familie reich werden, nicht für Männer. Sie wollen vielleicht sogar allgemein ein Image von sich errichten, bei dem sie dann als Frauenförderer und Unterstützer von Gleichberechtigung gelten und fördern daher nach Möglichkeit Frauen.

Natürlich fördern sie auch Töchter oder andere weibliche Verwandte oder Freunde, die ihnen näher stehen als die Gruppe der Männer.

Es ist daher auch bei Frauen und Männern für verschiedenste Interessengruppen Platz, die alle unterschiedliche Interessen vertreten können, die zu ihrer Lebenslage und ihren Ansichten passen.

Das zeigt sich auch bereits am Feminismus: Die wenigsten Frauen werden den Ansichten des gegenwärtigen radikalen intersektionalen Feminismus und seiner Vorstellung, dass alles sexistisch, rassistisch, abelistisch und überhaupts *istisch ist, zustimmen. Der Feminismus ist bereits innerhalb seiner selbst gespalten, die radikalen sind nur eine sehr kleine, aber laute und andere ausschaltende Gruppe.

Wenn schon die meisten Frauen sich nicht von diesem vertreten fühlen, warum sollten es dann die Männer, die von diesem nur die Rolle als Schurke zugestanden bekommen?

14. Fazit

Die Forderung, dass Männerinteressen nur als Teil des Feminismus wahrgenommen werden dürfen macht das schlechte Männerbild des Feminismus deutlich, lässt keine faire Vertretung berechtigter Interessen zu und ist ein Versuch, selbst Macht zu erhalten.

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47 Gedanken zu “Warum eine eigenständige, nicht in den Feminismus eingegliederte Männervertretung dringend erforderlich ist

  1. Wer hat Dir das denn diktiert (Komma)?^^

    „Die meisten Frauen sind, wie auch Umfragen deutlich machen, wie eine Frauen, und wollen ihre Lebensgestaltung gerade auf eine Weise ausrichten, die den Beruf und die Karriere, insbesondere wenn damit Überstunden verbunden sind, nicht in den Vordergrund stellt, sondern eher die Familie betont.“

    Und was die meisten Männer wollen unterscheidet sich E.A.n. stark davon?

    „Bei gleichen Verhalten ist der Gender Pay Gap schon jetzt nahezu vollständig zu bereinigen.“

    Wie ja auch der Lebenserwartungs-Gap nahezu vollständig verschwunden wäre analog dem hier vorgegebenem Maßstab – und das dann sogar unbereinigt! (Bereinigen ließe sich das mit ein bißchen Phantasie und gutem Willen sogar auch ins Negative)

    Hör ich da ein Aufatmen der Erleichterung, oder nicht viel mehr ein mit leicht empörtem Unterton geäußertes: „Aber wie häufig verhalten sich denn Männer schon wie Frauen/Frauen wie Männer de facto – über ihre Lebenszeit hinweg betrachtet?“

    „Es könnte darauf zurückzuführen sein, dass Väter sehr eingeschränkte Möglichkeiten haben Komma beispielsweise Vaterschaften anzufechten,“

    Welche Einschränkung(en) soll(en) denn da genau fallen? So ist das leeres Gerede.

    „dass sie als unverheiratete Väter von vornherein kein Sorgerecht haben, sofern Ihnen dies nicht durch die Mutter zugestanden wird oder Sie dieses einklagen“

    Und wieviele Betroffene beklagen wir hier noch jährlich (geschätzt)?

    „und sie im übrigen auch nach wie vor eine Residenzmodell hinnehmen müssen, bei dem sie ihre Kinder lediglich an jedem zweiten Wochenende sehen“

    Habt ihr mich on board, find ich auch zu wenig.

    Einzig stelle ich in Frage, wie sehr sich die Mehrheit der Väter an ihren normalen Wochentagen an ein Leben mit Kind(ern) anzupassen bereit wären. Und das bitte ich separiert von der Unterhaltsfrage zu betrachten, also sprich sich die Situation vorzustellen, dass kein einziger Vater (ausschließlich) Barunterhalt gemäß Düsseldorfer Tabelle zu leisten hätte.

    „und überdies hohe Unterhaltsbeiträge zahlen müssen. Gleichzeitig besteht teilweise immer noch ein sehr striktes Unterhaltsrecht, bei dem die Erwerbsobliegenheiten der Frau beispielsweise im Trennungsjahr ohne dass dafür ein Grund vorhanden ist nicht bestehen.“

    Das hatte ich aber doch schon öfter erklärt (ohne, dass jemand die Diskussion daraufhin noch weiterführen hätte können).

    „Auch beim Kindesunterhalt wird insoweit kein gerechter Ausgleich herbeigeführt, das Einkommen der Kindesmutter spielt abgesehen von sehr sehr hohen Gehalts unterschieden zugunsten der Mutter quasi keine Rolle, der Vater kann also als unterhaltsverpflichteter auf den Selbstbehalt verwiesen werden, auch wenn die Mutter gut verdienend oder über einen neuen Partner eine sehr hohen Lebensstandard hat.“

    Die nicht-ehelichen/nicht-leiblichen Unterhaltsverpflichteten Männer werden schon wieder ausgegrenzt. Warum?

    „Ebenso ist für den Vater kaum eine Möglichkeit vorhanden bei jungen Kindern ein Umziehen der Mutter auch in große Entfernung zu verhindern.“

    Ha! Hat _irgendeine_ Mutter denn _irgendeine_ Möglichkeit, häufigere und/oder längere (Auslands-)Geschäftsreisen oder auch den Umzug des Vaters ihrer gemeinsamen Kinder zu verhindern?
    Nö, natürlich nicht. Pech, ne?

    „Dies erlaubt der Mutter dann, wenn ihr ein solcher Umzug möglich ist, den Vater, sofern diese nicht hinterher ziehen kann, effektiv vom Kontakt mit seinen Kindern auszuschließen oder jedenfalls stark einzuschränken.“

    Was mit hohen Bußgeldern geahndet werden kann und auch wird.

    Wohlgemerkt: nicht bei Umgangsverweigerung eines Vaters – wohl aber bei Umgangsverweigerung seitens der Partei Kind (immer behauptet: Mutter).

    • Es gab ja bis vor 40 Jahren die Vorgabe, dass die Berufstätigkeit von Frauen nicht mit ihren haushälterischen Pflichten kollidieren durfte, anderenfalls könne ihr Ehemann ihre Anstellung kündigen.

      Wenn wir jetzt sowas in geschlechtsneutraler Formulierung sowie Haushalt explizit auch um den Punkt „Kinderbetreuung“ erweitert juristisch verankerten… hihi. Also ich muss bei der Vorstellung giggeln 🙂

        • https://alternativlos-aquarium.blogspot.de/2016/08/was-nicht-im-geschichtsbuch-steht.html

          Quellen:

          Das Wahlrecht in Deutschland:
          Gordon A. Craig: Die preußisch-deutsche Armee 1640 – 1945 (Düsseldorf 1960, S. 40, 56-60, 66-68, 89-92)
          Eckardt Opitz / Frank S. Rödiger: Allgemeine Wehrpflicht. Geschichte – Probleme – Perspektiven (Bremen 1994, S. 11-12, 29, 31-37)
          Reinhard Rürup: Deutschland im 19. Jahrhundert, 1815 – 1871 (Göttingen 1992, Seite 210, 223)
          Katalog des Deutschen Bundestages: Wege, Irrwege, Umwege. Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland (Berlin 2002, Seite 17, 19-20, 86)
          Duden: Abiwissen Geschichte (Mannheim 2011, Seite 57-58, 66, 69)
          Georg Bemmerlein, Walter Göbel: Abiturwissen Geschichte (Stuttgart 2013, Seite 19-20, 90-91)
          Robert Arsenschek: Der Kampf um die Wahlfreiheit im Kaiserreich (Düsseldorf 2001, Seite 293-295)
          (1) z.B. von Ute Frevert, die so tut, als wäre dies eine nachträglich erfundene Ausrede, um Frauen das Wahlrecht zu verweigern („Mann und Weib und Weib und Mann“, München 1995, Seite 119-120)
          (2) Jan Timmer: Altersgrenzen politischer Partizipation in antiken Gesellschaften (Berlin 2008, Seite 7-8)

          Das Grundgesetz:
          Deutscher Bundestag & Bundesarchiv: Der Parlamentarische Rat 1948-1949. Akten und Protokolle, Band 5 (2 Bände): Ausschuss für Grundsatzfragen (München 1993, Seite 643, 738-754, 779) und Band 14 (2 Bände): Hauptausschuss (München 2009, Seite XXI, 510-517, 1309-1323). Spannend!!
          Marianne Feuersenger: Die garantierte Gleichberechtigung (Freiburg im Breisgau 1980, Seite 20-48)
          Christian Bommarius: Das Grundgesetz. Eine Biographie (Berlin 2009, S. 179-184)

          Das Ehe- und Familienrecht:
          (3) Marianne Feuersenger: Die garantierte Gleichberechtigung (Freiburg im Breisgau 1980, Seite 104, 105)

    • „Die nicht-ehelichen/nicht-leiblichen Unterhaltsverpflichteten Männer werden schon wieder ausgegrenzt. Warum?“

      Wo?

      „“Ha! Hat _irgendeine_ Mutter denn _irgendeine_ Möglichkeit, häufigere und/oder längere (Auslands-)Geschäftsreisen oder auch den Umzug des Vaters ihrer gemeinsamen Kinder zu verhindern?
      Nö, natürlich nicht. Pech, ne?“

      Die Mutter zieht mit den Kindern weg, aber das schnallst du nicht.

      „Das hatte ich aber doch schon öfter erklärt (ohne, dass jemand die Diskussion daraufhin noch weiterführen hätte können).“

      Ja? Wo?

      „Einzig stelle ich in Frage, wie sehr sich die Mehrheit der Väter an ihren normalen Wochentagen an ein Leben mit Kind(ern) anzupassen bereit wären.“

      Weder die Mehrheit noch sonst werden Väter danach gefragt. Und getrennt vom Unterhalt lässt sich das nicht betrachten, denn für Nichtarbeiten bekommt keiner Geld von dem er Unterhalt zahlen könnte.

      „Und wieviele Betroffene beklagen wir hier noch jährlich (geschätzt)?“

      Was hat das mit der Feststellung zu tun, daß es kein automatisches Sorgerecht gibt?

      „Wie ja auch der Lebenserwartungs-Gap nahezu vollständig verschwunden wäre analog dem hier vorgegebenem Maßstab“
      Ja? Erklär mal.

      Und sonst bist du damit einverstanden, daß Männer sich eine eigene Vertretung und Lobby schaffen?

      • „„Die nicht-ehelichen/nicht-leiblichen Unterhaltsverpflichteten Männer werden schon wieder ausgegrenzt. Warum?“

        Wo?“

        Hier im Beitrag. Man hätte locker wenigstens das Konstrukt Bedarfsgemeinschaften angreifen können wenn man schon nicht direkt auch für die Einführung des BGEs plädieren will.

        „Die Mutter zieht mit den Kindern weg, aber das schnallst du nicht.“

        Väter, die Barunterhalt leisten oder auch nicht, verweigern auf verschiedenen Wegen z.T. ihren Kindern (völlig ungestraft) den regelmäßigen Umgang (also schon das Minimum von „jedes 2. Wochenende plus die halben Ferien“), was wollen wir da machen?

        Bußgelder, gern auch im fünfstelligen Bereich wo möglich, entsprächen jedenfalls dem Gleichbehandlungsgrundsatz.

        Über die Größenordnung beider Problemsituationen können wir streiten, ich nehme an, freiwillig durch Abwesenheit glänzende Väter sind häufiger als Mütter, die den Umgang des Kindes mit dem Vater erschweren oder ganz verhindern (was sie wie gesagt auch kaum ungestraft können, nicht einmal bei im Raum stehenden Gewalttaten ausgehend von der Partei Vater).

        „„Das hatte ich aber doch schon öfter erklärt (ohne, dass jemand die Diskussion daraufhin noch weiterführen hätte können).“

        Ja? Wo?“

        Geschrieben hatte ich bspw.:

        „Eine räumliche Trennung der Eltern produziert (mit nur wenigen Ausnahmen) großen Stress und beschwört Ängste herauf für den/beim Nachwuchs.

        Warum hälst Du es für sinnvoll, wenn in dieser Umbruchphase nicht bloß der tägliche Umgang mit dem häufiger abwesenden Elternteil endet, sondern zudem noch die Zeit mit der präsente(re)n Bezugsperson zwangsweise beschnitten würde (wobei Du davon auszugehen scheinst, es gäbe die dann benötigten Jobs überhaupt, was aber unrealistisch ist)? …

        Wäre es für Deine Position nicht vielleicht sinniger, das Trennungsjahr an sich in Frage zu stellen?

        M.W.n. gibt es das aufgrund der Vorannahme, dass es innerhalb dieses Zeitraums in vielen Fällen wieder zur Versöhnung zwischen den Partnern kommen kann und man also den überflüssigen Bürokratieaufwand klein (^^) halten möchte. …

        Schilder doch mal, was genau Du vorschlägst
        a) für einen Fall, wo die hauptsächlich für die Kinderbetreuung Zuständige max. Teilzeit beschäftigt ist
        b) für die noch komplizierteren Fälle wie den von Schoppe z.B.“

        https://allesevolution.wordpress.com/2017/01/20/warum-macht-das-bundesministerium-fuer-frauen-etc-bei-der-vereinbarkeit-von-arbeit-und-familie-nichts-fuer-getrenntlebende-vaeter/

        „Weder die Mehrheit noch sonst werden Väter danach gefragt.“

        Ich frag doch aber gerad danach.

        Könnt ihr Euch nicht vorstellen, dass es gar nicht so wenige Väter gibt, denen ein paar Stunden persönlich geleisteter Erziehungsarbeit bzw. Betreuungsaufwand am Tag – und zwar jeden Tag (mindestens den halben Monat lang bei Getrenntlebenden) – ein bißchen zuviel des Guten wäre? Und die darum ganz glücklich mit einer Regelung sind bei der sie sich von ihrer leibhaftigen Verantwortung gesellschaftlich akzeptiert einfach freikaufen können?

        „Und getrennt vom Unterhalt lässt sich das nicht betrachten,“

        Schon. Man könnte dafür z.B. fragen, ob (Langzeit-)arbeitslose Väter, die also keinerlei Barunterhalt erwirtschaften, nun _mehr_ Umgang mit ihren Kindern pflegen bzw. für sie sorgen als Väter, die nicht so viel freie Zeit zur Verfügung haben, und diese Angaben könnte man dann wiederum vergleichen mit den getrenntlebenden Müttern und dem was diese für die wenigen „alleinerziehenden“ Väter an bedarfsgerechter Betreuungsarbeit zu übernehmen bereit sind (im Schnitt) etc.

        „„Und wieviele Betroffene beklagen wir hier noch jährlich (geschätzt)?“

        Was hat das mit der Feststellung zu tun, daß es kein automatisches Sorgerecht gibt?“

        1. hätte ich ja schonmal Nichts gegen ein automatisches Sorgerecht einzuwenden gehabt, aber
        2. muss mann anerkennen, dass nur sehr sehr wenige Väter, die das Sorgerecht wollen, auch noch davon ausgeschlossen werden können. Wo die Betroffenengruppe einer eher leicht ungerechten Regelung nun gegen Null tendiert, ist allerdings kein Problem mehr vorhanden de facto.

        „„Wie ja auch der Lebenserwartungs-Gap nahezu vollständig verschwunden wäre analog dem hier vorgegebenem Maßstab“
        Ja? Erklär mal.“

        Der vorgegebene Maßstab war: 6+ % unerklärlicher Gender Gap entspräche nahezu „kein Gender Gap“. Demnach müsste Masku-Christian auch festhalten, dass die Differenz in der Lebenserwartung nahezu nicht vorhanden ist bevor wir auch nur die rechnerische Bereinigung starteten.

        „Und sonst bist du damit einverstanden, daß Männer sich eine eigene Vertretung und Lobby schaffen?“

        Ich sehe nicht, warum ihr die nicht haben solltet bereits und schon immer, also min. seit der Zeit der franz. Rev. (denen als Revolutionäre bekanntgewordenen damaligen Terroristen hatte der halbe europäische Rechtsraum über Jahrhunderte bestehende Diskriminierung von Frauen zu verdanken).

        Auch die Politiker, die vor 20 Jahren in unserem Parlament noch lachend die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe abwehrten bspw., waren doch zweifellos Männerrechtler.

        Es wäre jedenfalls absurd zu behaupten, jetztige erklärte Maskus wären die ersten Männer, die sich für ihr Geschlecht politisch engagierten.

        Aber Ihr tut nicht bloß das, sondern ihr scheint außerdem noch zu glauben, dass die (politisch sowie privatwirtschaftlich) entscheidungsbefugte, deutliche männliche Mehrheit auch noch darüber hinaus zusätzlich ihren seperaten safe space benötigte um ungestört Ideen entwickeln zu können (und was für Ideen dabei dann rauskommen meist… da schüttelts jeden Vernunftbegabten i.d.R.).

        • „Der vorgegebene Maßstab war: 6+ % unerklärlicher Gender Gap entspräche nahezu „kein Gender Gap“. Demnach müsste Masku-Christian auch festhalten, dass die Differenz in der Lebenserwartung nahezu nicht vorhanden ist bevor wir auch nur die rechnerische Bereinigung starteten.“

          Soein Unsinn. Lohn/Gehalt bekommt man allgemein für Arbeit/Leistung.

          Willst du das mit Lebenszeit, als eine Art Lebensrecht, vergleichen?

          Übrigens sind die 6% nicht unerklärlich im Sinne von unerklärbar, sondern allenfalls (noch) nicht geklärt.

          “ … darüber hinaus zusätzlich ihren seperaten safe space benötigte …“

          Man merkt, du bist durch und durch Feministin. Merkst du nicht, daß man dich mitreden lässt? Es ist nicht wie bei Feministinnen oder Gendersens.

          Wir sind nicht auf einer Geheimkonferenz von Gleichstellungsbeauftragten, übrigens alles von Frauen gewählte Frauen mehrheitlich von Männern bezahlt.

          Männer verstehen, daß sich auch Frauen gleichberechtigt für Gleichberechtigung gemeinsam mit Frauen einsetzen können.

          Nicht wie ihr Feministinnen, die Männer aus ihren Sicherheitszonen ausschließen oder denen allenfalls eine untergeordnete Rolle zuweisen.

          Du wirst richtige Männer nie verstehen … 🙂

      • „Merkst du nicht, daß man dich mitreden lässt?“

        Ich bemerke allerdings kaum Lernfortschritte bei Euch.
        Und dabei diskutiere ich Euch hier ja schon lange Jahre unter den Tisch.

        • „Und dabei diskutiere ich Euch hier ja schon lange Jahre unter den Tisch.“

          Merke: Gewonnen hat die Diskussion jener, der am wenigsten von der Gegenposition versteht, sich am wenigsten um eklatante logische Fehler in der eigenen Argumentation schert und am lautesten krakeelt.

          Du bist ne Taube aufm Schachbrett

        • „Ich bemerke allerdings kaum Lernfortschritte bei Euch.
          Und dabei diskutiere ich Euch hier ja schon lange Jahre unter den Tisch.“

          Ich finde, diese beiden Sätze sagen sehr viel über Semikolon aus.

          Und ich muß bekennen, daß ich Semikolon nicht bloß wegen ihrer häufigen und langen Kommentare schätze, sondern auch – und zwar ganz besonders -, weil sie uns immer wieder mit solchen hellsichtigen Aussagen beschenkt, die uns ein klein wenig besser erkennen lassen, welchen Gewinn es bedeutet, von Semikolon unter den Tisch diskutiert zu werden.

  2. 1. Weil Feministinnen und die allermeisten Frauen keinen blassen Schimmer davon haben, wie die Welt durch Männeraugen überhaupt aussieht und welche Probleme Männer eigentlich haben. Um das zu verstehen sind die allermeisten Frauen nicht empathisch genug, ihnen fällt das nötige abstrakte Denken um sich eine andere Perspektive auch nur vorstellen zu können.
    2. Weil Feministinnen und die meisten Frauen gerne „ihre eigenen Probleme bei anderen lösen“, wie ziemlich typisch bei „Feminismus ist auch gut für Männer“ beobachtet werden kann. Indem Feministinnen/Frauen dem anderen eine passende Problemlage unterstellen, deren angebliche Lösung zufällig gut für sie selber ist, können sie vermeintlich dem anderen helfen und dabei doch nur etwas für sich selbst tun. Das Phänomen lässt sich auch regelmäßig in Zusammenhang mit Kindern beobachten, die auch gerne vorgeschoben werden um dann Frauenprobleme als angebliche Kinderprobleme gelöst zu bekommen.

    und natürlich

    3. Wenn Frauen schon so schwach und schlecht in der eigenen Interessenvertretung sind, dass sie immer noch vom Patriarchat unterdrückt werden, wie sollen sie dann eine Interessenvertretung für Männer auch noch schaffen?

    • „wie die Welt durch Männeraugen überhaupt aussieht“

      Das ist aber genau das was einige Frauen überall auf der Welt und auch unabhängig voneinander denken. Das ist auch eine der Grundlagen der „weiblichen Wissenschaften“. Sie sind überzeugt das Männer nicht fähig sind die Situation aus Sicht von Frauen nachzuempfinden und das genau dies aber umgekehrt Frauen bei Männern möglich ist und das deswegen „weiblichen Wissenschaften“ den „männlichen (rationalen) Wissenschaften“ überlegen sind. Wenn man sich dann aber durchliest was die denken das Männer denken, stellt man regelmäßig vollständiges Versagen fest – keine Spuren vom empatischen Geschlecht. Aber das mit der Porjektion haben sie drauf. Letztens waren die Wissenschaftskriege hier Thema. Dort wird diese weibliche Selbstüberschätzung in Sachen Empathie beschrieben.

      „3. Wenn Frauen schon so schwach und schlecht in der eigenen Interessenvertretung sind, dass sie immer noch vom Patriarchat unterdrückt werden, wie sollen sie dann eine Interessenvertretung für Männer auch noch schaffen?“

      Guter Punkt 😉

    • zu 1.) ich denke es liegt nicht nur an mangelnder Empathie es interessiert sie das männliche Innenleben überhaupt nicht. Hauptsache das Ding (Mann) funktioniert erwartungsgemäß.
      Wenn es mal nicht mehr funktioniert ist immer noch Zeit es mit Vorwürfen zu überschütten, vielleicht kriegt man es ja wieder in Gang gesetzt.

  3. Der Beitrag lässt bei mir wieder einmal den Wunsch entstehen, dass solche Texte einmal den Weg in ein Buch „Philosophie des Maskulismus“ finden.
    Gerade die Blogs enthalten vielfach Texte, die es verdienen in ein Buch aufgenommen zu werden, um einmal die vielen Gedanken zu bündeln und um unterschiedliche Strömungen und Ansätze erkennbar und ggf. auch als Grundlage des Diskurses oder von Handlungen zu machen bzw. überhaupt machen zu können.

      • „ein solches Buch selbst erstellen, z. B. mit LaTex“

        Das Problem ist nicht die technische Erstellung eines Buchs. Von Arne Hoffmann und anderen gibt es außerdem schon passende Bücher.
        Das Problem ist, daß fast niemand diese Bücher liest (und kauft) und Konsequenzen darazus zieht.

      • Mit Feminismus wird es keine Männerrepräsentation geben. Feminisumus muss und wird verschwinden. Die Frage ist: Wenn dies passiert, wie sieht die Gesellschaft dann aus? Man erinnere sich, dass Feminismus während der Weltkriege eigentlich garnicht präsent war, und auch in der Wiederaufbauzeit nicht.

      • Stimmt schon – beide Seiten brauchen eine Repräsentation. Daran ist nicht zu rütteln.

        Aber Vorsicht: Der Feminismus repräsentiert nicht die Mehrheit der Frauen. Er erhebt zwar den Alleinvertretungs-Anspruch für alle Frauen, aber zu Unrecht.

        Frauen benötigen eine echte Repräsentation, z. B. eine, die anerkennt, daß die Mehrheit der Frauen eben nicht ihren Lebensmittelpunkt in der Arbeitswelt aufbauen und ausbauen will (siehe zu diesem Punkt etwa Hakims Preference Theory, die natürlich anerkennt, daß *einige* Frauen sehr wohl geil auf Erwerbs-Arbeit und beruflichen Erfolg sind).

  4. zur „neuen Männergruppe in der FDP“:

    Dieser Vorgang ist ein Faszinosum. Diese Gruppe ist bisher ein Phantom, außer einem ersten, halbgaren Entwurf eines nicht gerade revolutionären Themen- und Forderungskatalogs weiß man nichts über sie, insb., kennt niemand die involvierten Personen und deren Machtpositionen innerhalb und außerhalb der FDP.

    Trotzdem scheint bei Oestreich und Co. Alarmstimmung zu herrschen und man fährt schon mal auf Vorrat Geschütze auf und feuert Breitseiten ab.
    Panik?
    Panik bei dem Gedanken, irgendwo im Machtgefügen der Parteienlandschaft (ohne AfD) könnte ein winziges Eckchen entstehen, wo die feministische Monokultur unterprochen wird?

    • @mitm

      Die Fortführung der Panik, die sie zum ersten Mal bei und mit den „Piraten“ ergriff.
      Eventuelle Männervereinigungen in der SPD und bei den „Grünen“ haben sie ideologisch und per Satzung im Griff.
      Bei der FDP nicht, also muss hier wieder zur medialen Meinungsmache gegriffen werden und sämtliche rhetorischen Tricks, Verdrehungen, Lügen, Sprachhypnose ausgepackt werden, um die Gefahr des Verlusts eines Monopols auf die Geschlechterbeziehungen und -politik abzuwehren.

      Die liberalen Männer waren sehr clever, sich im Vorfeld nicht zu outen.

      Gruß crumar

      • Hallo crumar,
        „Die liberalen Männer waren sehr clever, sich im Vorfeld nicht zu outen.“

        sieht so aus. U.a. weil Unkenntnis dieser Personen es der Phantasie erlaubt, sie als schrecklich gefährliche Monster zu imaginieren, die vormittags alle Frauenministerien auflösen und nachmittags alle 5000 (Un-)Gleichstellungsbeautragtinnen verjagen…

        Anonyme Blogger gibt es ja schon lange. Eine komplett anonyme politische Interessengruppe ist mal was neues. 😉

    • Trotzdem scheint bei Oestreich und Co. Alarmstimmung zu herrschen und man fährt schon mal auf Vorrat Geschütze auf und feuert Breitseiten ab.
      Panik?

      Ha, ich habe es vor ein paar Minuten schon bei mantau geschrieben:

      „Bzgl. der FDP-Männer sind jetzt ja einige Feministen ganz aus dem Häuschen. Da ich das doch ein bisschen witzig finde, gebe ich dann auch gleich noch eine feministische Lebensphilosophie zum Besten:

      „Je mehr Kritik man erhält, umso mehr beweist dass das man richtig liegt!““

  5. TL-DR, ein grausiger, ellenlanger und damit praktisch überflüssiger Text! Sorry, @chris oder (@Gastautor, wahrscheinlicher).

    Besonders ärgerlich ist der Kotau vor dem identitätspolitischem Zentralmantra der „Ideologie der Erfahrung“! Damit befindet man sich schon endgültig in der Spur der „regressiven Linken“, als antiliberaler und antiwestlicher Geisterfahrer.
    Ausserdem versteht es sich von selbst, dass politische Interessen auch immer spezielle Interessen sein dürfen, IN DER POLITIK. Es ist also schon höchst fragwürdig, wenn eine politische Partei hier ellenlange philösophische Rechtfertigungen verzapft, die bei immer nährem Hinsehen dann zu immer grösseren Einlassungen werden….

    … dass „Subjektivität nicht die beste Sicht auf ein Problem ist“ …

    Der politische GEGNER, der Feminismus behauptet, dass Subjektivität – IHRE eigene Subjektivität – hier die *einzig mögliche* Sicht ist. Diesem totalen und totalitärem Anspruch muss man vehement sich widersetzen, wenn man nicht von vorne herein verlieren will!

    Das ist also eine masslose Untertreibung:

    „der Ansatz, dass lediglich der Betroffene seine Diskriminierung erkennen und bewerten kann und daher eine Deutungshoheit hat, keineswegs gut durchdacht“

    Dieses Konzept ist sehr wohl *gut durchdacht* und schon seit Jahrzehnten im Einsatz. Das Prinzip hat schon unzählige Male dazu gedient, die Meinungen anderer vom Tisch zu wischen, zu unterdrücken, abzukanzeln und zu denunzieren. Dieses Prinzip ist eines der schlimmsten Willkürprinzipien, die die Moderne überhaupt kennt, vollkommen antiliberal, antidemokratisch und 100% diktatorisch.

    Und das sei lediglich „keineswegs gut durchdacht“…..

    „4. Notwendigkeit der eigenen Vertretung, weil man beide Seiten hören muss“

    Wer ist denn „Man“? Sollten das nicht Eure Wähler sein und nicht irgendein abstrakter und unsichtbarer Gott, Weltgeist oder Richter, der über allem schwebt? Das ist völlig unselbstbewusst und geradezu sklavisch!

    (fortsetzung)

      • Echt? Kaum zu glauben, gar nicht dein Stil.

        Angegriffen habe ich den Text vor allem, weil ich ihn als politisches Pamphlet lesen wollte, als hätte den jemand aus dieser ominösen FDP-Gruppe verfasst.

        Ist der Text ein Produkt eines Aussenstehenden, der sich peinlichst um Objektivität bemüht und möglichst wenig politisch sein will, ist der Text an sich viel weniger zu kritisieren. Ganz schlecht lesbar bleibt er auch so. Allerdings sind die Einlassungen auf das Ganze mit der „Standpunkttheorie“, „Subjektivität“ etc, sind dann sogar noch unerträglicher…. Gerade ein Aussenstehender muss das als Kennzeichen einer fanatischen, einseitigen Politik geisseln…

    • „Wer hingegen darauf besteht, dass der Feminismus einen Alleinvertretungsanspruch hat, der kann nicht davon ausgehen, dass Männer eigene Interessen haben können und ein Anspruch darauf haben, diese auf eine gerechte und fairer Weise einzubringen.“

      Hallo?! Der Feminismus behauptet, dass alles, was Männer machen von sich aus für ihn irgendwie schlecht ist, schon immer schlecht war und immer schlecht sein wird. Feminismus ist eine Weltanschauung, die durch ein Feinbild „Mann“ wesentlich geprägt wird. Jede Interessentretretung von Männern wird notgedrungen, automatisch, die Antithese des Feminismus sein, aus Sicht des Feminismus gesehen.

      Der Feminismus muss jede Art der Männervertretung ablehnen und als feindselig ansehen, da er sowie glaubt, dass die Männer alles vollständig und vollkommen beherrschen.

      Wie unendlich verwässert ist jedoch dies hier:

      „Er (-> irgendjemand Unkonkretes) muss gleichzeitig ein sehr schlechtes Männerbild haben, da er anscheinend in einer Interessenvertretung lediglich eine Ungerechtigkeit sieht, über die lediglich Vorteile gesichert werden sollen.“

      „7. Wenn der Feminismus nichts gegen Männer hätte, dann wäre eine Vertretung eigener Interessen unproblematisch.“

      Mit anderen Worten: wenn es keine Feminismus gäbe, wäre keine politische Interessensvertretung nötig und niemand käme auf die Idee eine solche haben zu wollen.

      „wäre es möglich, dass eine Interessenvertretung sich Theorien des Feminismus anschließt oder dortigen Positionen zustimmt .“

      Wie dem totalitären Mist mit der nur-Erfahrung-ist-Wahrheit-Ideologie ….?

  6. Der darf als Beispiel nicht fehlen wie von feministischer Seite immer wieder versucht wird, sexistische Gesetze zu etablieren und wie Philip Davies, der immer dagegen war, für einen Ärger für diese Pappnasen war und hoffentlich noch eine Weile ist. ^^

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