„So wird zum Beispiel „Männerfeindlichkeit“ als Diskriminierung auf eine Stufe mit Frauenfeindlichkeit, Rassismus und Homophobie gestellt“

Julian Dörr berichtet für die Süddeutsche über die „No Fap“ Bewegung. Dabei entdeckt er fürchterliches:

Die No-Fap-Bewegung ist also eine, die sich offenbar um das Wohlergehen und die Gesundheit von Männern sorgt. Wie bei so vielen von Männern dominierten Communitys dieser Art versammeln sich aber unter dieser Oberfläche auch Männerrechtler und andere frauenfeindliche und rassistische Gruppierungen mit Verbindungen zur Alt-Right-Bewegung.

Die Webseite von No Fap distanziert sich von solchem Gedankengut. Misogynie, Rassismus und andere pauschalisierende Aussagen seien in ihrer Community nicht erlaubt. Auffällig ist dabei jedoch, dass das Unternehmen in diesem Zusammenhang mit Begriffen arbeitet, wie sie sich sonst in der antifeministischen Männerrechtsbewegung finden lassen.

So wird zum Beispiel „Männerfeindlichkeit“ als Diskriminierung auf eine Stufe mit Frauenfeindlichkeit, Rassismus und Homophobie gestellt. Rhodes selbst war 2016 zu Gast im Podcast von Gavin McGinnes, einem ehemaligen Kopf der sogenannten „Proud Boys“. Die Proud Boys sind eine gewaltbereite Organisation, die sich ausschließlich aus Männern zusammensetzt und als neofaschistisch und rechtsextrem eingeschätzt wird. Zwei Jahre später bestritt Rhodes, von diesem Zusammenhang gewusst zu haben.

Möglichst viele Frauen rumkriegen

Die No-Fap-Community ist eine Bewegung, die zumindest in Teilen antisemitisch, rassistisch und frauenfeindlich ist – und die Follower auf der ganzen Welt hat. Auch im deutschsprachigen Internet finden sich No-Fap-Videos, in denen junge Männer Abstinenz predigen, um zu „Frauenmagneten“ zu werden. Am Ende geht es also nicht darum, dass es Männern besser geht, sondern darum, dass sie möglichst viele Frauen rumkriegen.

Schlimm, da stellen Leute alle Formen der Menschenfeindlichkeit auf eine Stufe und erkennen nicht an, dass Männer niemals oder sein können. Und dann wollen die auch noch Sex, diese schrecklichen haarigen Biester.

37 Gedanken zu “„So wird zum Beispiel „Männerfeindlichkeit“ als Diskriminierung auf eine Stufe mit Frauenfeindlichkeit, Rassismus und Homophobie gestellt“

  1. Also ich vermute ja, dass Julian Dörr ein Extremist, Faschist, Nazi, Antisemit und Sexist ist. Weshalb ich das vermute? Weil für Ihn offenbar Männerrechtler nicht nur Männerrechtler sind, sondern auch gleich noch Rassisten und Frauenfeinde sind. Also, deshalb scheint mir das nur logisch zu sein. 🙂

  2. Julian Dörr ist so extrem und unterbelichtet, dass er selbst uninteressant ist und sich ein Abarbeiten an seinen Positionen nicht lohnt.
    Nur die Bühne und die Rezeption, die er mit seiner Menschenverachtung findet, macht ihn am Rande relevant.

    Tröstlich sein Resümee: „Das macht die Bewegung, die sich um seine Marke No Fap herum gebildet hat, aber nicht weniger gefährlich“
    Der Mainstream-Feminismus nimmt die Manosphere als Bedrohung wahr. Das ist gut.

    • Julian Dörr ist in der Tat extrem unterbelichtet und sein guilt by association trip notorisch albern – weil er im Grunde alles abgeschrieben hat aus einem Vice-Artikel vom 13.11.2019: https://www.vice.com/en_us/article/ywa97m/nofap-founder-suing-a-neuroscientist-no-nut-november
      Bitte besonders den vorletzten Absatz beachten, den er fast wörtlich plagiiert.
      Für Julian Dörr ist copy&paste-Journalismus für alles „NEU! AUS USA!!!“ quasi geschaffen worden.

      Nun ist Vice weiterhin passend, weil dort denkfaule SJWler auf eigentlich spannende Themen treffen, die sie mental so bearbeiten müssen, dass diese zu ihren hochgradig simplen ideologischen Vorannahmen passen. Was übrigens bereits im verlogenen Titel geschieht: „NoFap Founder Is Suing a Neuroscientist Who Thinks Masturbating Is Fine“, denn bei NoFap ist der temporäre Masturbationsverzicht nur das Mittel zum Zweck, die eigene Abhängigkeit vom Porno-Konsum zu überwinden.

      Nun könnte man hier bereits fragen, ob es sich um eine Abhängigkeit handelt oder um ein zwanghaftes Verhalten, aber warum das eigene Hirn anstrengen, wenn man es auch so ausdrücken kann: „Orgasm denial and control over one’s own sex drive are key priniciples of historically fascist and white supremacist groups, including the Proud Boys and the Klu Klux Klan.“

      Das „othering“ des Themas hat vor dem US-Hintergrund der jahrzehntelangen routinemäßigen Beschneidung von Säuglingen – 81% aller Männer zwischen 15 und 59 Jahren in den USA sind beschnitten – eine (psychische und politische) Entlastungsfunktion.
      Die eigentliche Funktion der Beschneidung war die Be- und Verhinderung masturbatorischer Praktiken, also die sprichwörtliche „control over one’s own sex drive“.
      Dabei galt und gilt es zu verhindern, dass eine männliche Autonomie der Lustbefriedigung existiert; auf die Frau zu verzichten soll per körperlicher Zurichtung bestenfalls unmöglich werden.

      Mit großer Wahrscheinlichkeit hat der durchgeknallte Linksidentitäre, der diese Kontrollambitionen den bösen Nazis zuschreibt selber – am eigenen Leibe – erfahren dürfen, dass gesellschaftlich über seine Sexualität verfügt wird, der er sich per Amputation seiner Vorhaut zu unterwerfen hat.
      Ironisch also, dass in der gleichen Gesellschaft, die mit großer Hingabe bereits männliche Babys in Sachen künftiger Masturbation diszipliniert, ein linksidentitäres Boulevardblatt für die Freiheit der Masturbation gegenüber vermeintlichen Nazis und dem KKK eintritt.

      Auch spannend die Idee des NoFap-Gründers, man könne die eigene Abhängigkeit vom Porno-Konsum einfach durch dreimonatige Abstinenz heilen und erzielte damit ein „reboot“.
      Er berichtet weiterhin, sein frühzeitiger Porno-Konsum hätte es ihm unmöglich gemacht, in Sex mit „realen Frauen“ seine Erregung aufrecht zu erhalten.
      Dass er bei diesem gedanklichen Transfer nicht ins Stolpern kommt, ist m.E. der Tatsache geschuldet, er hat ein Problem mit „Realität“ und die realen Frauen sind vor allem: real, weshalb man in der Regel Pornos schaut.
      An mangelnder Handlungsfähigkeit in der Realität per Eskapismus aus ihr sind aber in der Regel nicht die Mittel schuld, mit denen man aus dieser Realität flieht…

      Zeitweise erhaschen die SJWs übrigens einen Blick in den Spiegel, so im Artikel über die NoFap-community: „They rabidly attack anyone who disagrees with them, with extraordinary black and white thinking… “ und meinen, über eine ganz, ganz andere Gruppe zu sprechen.
      Das ist immerhin witzig.

      • Es sollte darauf hingewiesen werden, das es in seltenen Fällen tatsächlich eine medizinische Indikation zur Beschneidung gibt, also eine echte, keine vorgeschobene Indikation, und das eine solche nicht per se Selbstbefriedigung verunmöglicht. Ich kann aber nicht sagen, ob diese medizinische Beschneidung technische anders durchgeführt wird als die religiöse.

        • Guter Einwand.

          Eine religiöse Begründung für die Beschneidung gibt es für Juden und Muslime, eine medizinische bei der Phimose (die jedoch auch konservativ behandelt werden kann).
          Die medizinische (es gibt speziell entwickelte OP-Kits) unterscheidet sich drastisch von der religiösen, insbesondere, was Hygiene-Standards betrifft. Es versterben nicht umsonst zahlreiche Jungen jedes Jahr an den Folgen der Operation (insbesondere in Afrika).

          Die US-amerikanische Variante (es ist klar, so viele Juden und Muslime gibt es nicht in den USA) verdankt sich der Verwandlung des sexualtätsfeindlichen Diskurses in einen „hygienischen“.
          Offensichtlich, dass dies nur ein vorgeschobener Grund ist.

          Das Problem der Praxis der Beschneidung von Säuglingen, es ist unmöglich hervorsagen zu können, wie sich der Penis/Phallus des Jungen später einmal entwickeln wird.
          D.h., es ist unmöglich zu bestimmen, wie viel abgeschnittene Vorhaut evtl. zu viel ist.
          Künftige Schmerzen bei der Masturbation sowie beim Geschlechtsverkehr werden daher erstens sozusagen „billigend in Kauf genommen“, zweitens entfällt natürlich die Bewegung der Vorhaut über die Eichel als Bestandteil der Masturbation und des Geschlechtsverkehrs, weil diese nicht mehr existiert. Drittens entsteht durch die Bildung einer Lederhaut auf der Eichel (die Funktion der Vorhaut, diese zu schützen entfällt) eine Desensibilisierung dieser.

          Für mich ist es – gelinde gesagt – gewöhnungsbedürftig, dass Eltern einer Prozedur zustimmen, bei der die erste Woche eines männlichen Kindes auf der Welt darin besteht, Wundschmerzen zu haben.
          Sieht man dies allerdings als die Weitergabe der frohen Botschaft: „Herzlich willkommen im Arschloch-Geschlecht!“ an, dann macht die Prozedur natürlich Sinn. /sarcasm off

        • Einer meiner Söhne hatte die medizinisch Indikation, dies hat jedoch nicht zur kompletten Entfernung der Vorhaut geführt sondern nur dafür gesorgt, das die Vorhaut über die Eichel gezogen werden kann.
          Der entscheidende Unterschied ist, das die Entfernung nicht einfach so stattfindet, sondern nach dem andere Optionen keine Lösung gebracht haben und der operative Eingriff die letzte Option war.

  3. Der hat sich wohl gedacht, das No Fap von Männern für Männer gemacht wurde – dabei nicht mal ernst gemeint – und sowas darf es einfach nicht geben, da muss es nur so von Frauenfeinden wimmeln!

    • @adrian
      Nein, ein gesunder Mann hat eigentlich gar keine Lust auf Sex. Dies geschieht nur, wenn er geil gemacht wird. Da dies aber in unserer Gesellschaft von Frauen permanent gemacht wird, obwohl diese keinen Sex wollen, sondern nur dann Geld dafür verlangen, sind Männer hierzulande auf Selbstbefriedigung angewiesen.

        • „Halte ich für groben Unfug, sorry.“

          Seit 20.000 Jahren sinniert der Mann über das sexuelle Empfinden der Frau und seit 2.000 Jahren über Sex im allgemeinen.
          Und das Niveau ist immer noch dasselbe wie damals. Wenig Wissen, viel Spekulation – und alles verrührt mit großer Überzeugung.

          Nicht umsonst sind Sex und Religion so eng miteinander verflochten.

          • Religion wird nie mein Leben bestimmen. Nachgewiesen aber ist hinlänglich, dass körperliche Nähe nicht nur seelisch sehr heilsam ist.

          • „Religion wird nie mein Leben bestimmen.“

            Sag niemals nie 😉

            „Nachgewiesen aber ist hinlänglich, dass körperliche Nähe nicht nur seelisch sehr heilsam ist.“

            Full ack.

  4. Autoren disqualifizieren sich selbst, wenn sie ihre Artikel aus Reizwörtern zusammenrühren. Was haben Rassismus, Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit mit einem Thema zu tun, bei dem es ganz intim um das Verhältnis von Männern zu Pornos geht?

    Selbst wenn sich ein Nazi in eine solche Gruppe verirrt, der auf Gangbangs in Uniform steht, was spielt das für eine Rolle?

    Bedrohlicher finde ich die Übergriffigkeit der Feministen a la Dörr, die es wagen, in die letzten Schutzräume der Männer einzudringen und gemeinsam mit den Herrenfrauen zu bestimmen, was dort wann wie befriedigt werden darf. Und wie gefährlich das ist für Frauen und den Rest der Gesellschaft.

    Wer in dem Artikel mit wem um die Ejakulationshoheit zankt, interessiert unter den SZ-Lesern kein Schwein – ich hab’s auch nicht kapiert. Was aber rauskommt: Männer die keine Pornos gucken sind so gefährlich wie Männer, die Pornos gucken. Also gefährlich.

    Nachdem Frauen schon auf dem Fußballfeld als Schiedsrichterinnen rumlaufen und uns als Moderatorinnen erklären, dass Männer nicht auf den Platz spucken sollen, kriegen wir jetzt die Playlist unserer Pornos vorgegeben und die Bildschirmzeit limitiert.

    Was bleibt?

    • „Männer die keine Pornos gucken sind so gefährlich wie Männer, die Pornos gucken. Also gefährlich.“

      Im Grunde ist es egal vor was für einen Typ Männer Feministen warnen. Für sie sind alle Männer gefährlich, selbst weinerliche Jammerlappen. Einen „guten“ Mann gibt es bei ihnen ja gar nicht, selbst vor Feministen haben Feministinnen schon gewarnt.

  5. „… versammeln sich aber […] auch Männerrechtler und andere [sic!] frauenfeindliche und rassistische Gruppierungen…“

    Ja, ja. Julian „Relotius“ Dürr, nice try!

  6. Kontakte zur neuen Rechten
    Verschwörung der Pornoindustrie
    von Mitgliedern der No-Fap-Community mit Vergewaltigungs- und Morddrohungen überschüttet
    Misogynie und Rassismus
    Männerrechtler und andere frauenfeindliche und rassistische Gruppierungen mit Verbindungen zur Alt-Right-Bewegung
    antifeministischen Männerrechtsbewegung
    undsoweiterundsoweiterundsoweiter … das ganze Programm

    • Ich habe gerade mal Pi mal Daumen 20 Minuten (!) recherchiert und dabei ist herausgekommen, der Vice-Artikel existiert, weil der Gründer der NoFap-Bewegung, Alexander Rhodes und Gary Wilson, der den Blog yourbrainonporn betreibt, gegen eine Frau Dr. Nicole Prause und ihren Buddy klagen – u.a. wegen Verleumdung.

      Diese Frau hat wohl in unzähligen Tweets und jahrelang falsche Behauptungen in die Welt gesetzt, u.a. sie würde von Wilson und Rhodes gestalkt und belästigt, die beiden seien Nazis (sie bezeichnen sich hingegen als Unterstützer von Bernie Sanders), sie hätte beide bei der Polizei und dem FBI gemeldet – nachweislich hat sie in all diesen Fällen gelogen.
      Was sie nicht davon abgehalten hat – selbstverständlich nicht! – sich als Opfer darzustellen.

      Anscheinend hatte Wilson die Kardinalsünde begangen, eine Studie von ihr fundiert zu kritisieren und wie wir alle wissen, ist dann jede Form der weiblichen Rache gerechtfertigt.
      Weil es für Dürr jedoch keine Falschbeschuldigung gibt, hat er einfach abgeschrieben, was die Dumpfbacken bei Vice ohne Faktencheck von sich gegeben haben.

      Wilson hat einen interessanten Einstieg in seinen Blog hier verfasst: Start here: Evolution has not prepared your brain for today’s porn
      https://www.yourbrainonporn.com/miscellaneous-resources/start-here-evolution-has-not-prepared-your-brain-for-todays-porn/

      Die gesamte Causa hat Wilson hier nachvollziehbar zusammengestellt: https://www.yourbrainonporn.com/relevant-research-and-articles-about-the-studies/critiques-of-questionable-debunking-propaganda-pieces/nicole-prauses-unethical-harassment-and-defamation-of-gary-wilson-others/

      Die Beweismittel sind dermaßen erschlagend, ich werde wohl leider Dürr/SZ in die USA melden müssen, damit man ihn wegen nachweislicher Weitergabe von Falschbehauptungen ein wenig grillt.
      Es ist ja nicht so, dass die SZ wegen einer Strafzahlung von 100 Millionen Dollar eingehen wird (vielleicht kann man das Strafmaß erhöhen, wenn man aus ihnen Diesel fahrende Nazis macht?).
      Außerdem kann aus Dürr bspw. noch ein kompetenter Dönerspießdreher werden – da bin ich mir sicher. 🙂

      • Das muss der sogenannte Qualitätsjournalismus sein, von dem man so viel hört.
        Der Witz ist, dass die Recherche tatsächlich eine interessante Story hergeben würde, die aber, so vermute ich, nicht in die bevorzugten Erzählungsmuster der SZ gepasst hätten.
        Erwarten die sogenannten Qualitätsmedien ernsthaft, dass ich für solchen hingerotzten Bullshit bezahle? Was ist hier der Mehrwert gegenüber frei zugänglichen Quellen? Ich würde zahlen, wenn ich davon ausgehen könnte, dass ich informiert werde und die Informationen in aller Regel korrekt sind, d.h. verifiziert. Gründliche Recherche sollte doch das A und O des Journalismus sein. VICE als Quelle ohne Verifizierung. Echt jetzt.

        • „Der Witz ist, dass die Recherche tatsächlich eine interessante Story hergeben würde, die aber, so vermute ich, nicht in die bevorzugten Erzählungsmuster der SZ gepasst hätten.“

          Ja, denn das ist so borniert und narzisstisch darauf geeicht, die Wirklichkeit müsse einen durchgehend lediglich bestätigen, sie verpassen eine gute Story auch dann, wenn man sie darauf hinweist.
          Relotius hat seine Geschichten einfach nur der Erwartungshaltung angepasst, die hinter diesem Erzählungsmuster stehen – die personalisierte und personalisierbare (Mitfühl-)Tragödie mit „progressiver“ Botschaft. Der eigentliche Skandal war nicht Relotius, es war die „empathisch-progressive Haltung“ seiner Auftraggeber.

          • Relotius hat seine Geschichten einfach nur der Erwartungshaltung angepasst

            Richtig. Und daran hat sich beim Spiegel rein gar nichts geändert. Diese sogenannte Aufarbeitung ist ein Witz. Das Problem ist doch, dass die Reportagen nur eine endlose Bestätigung der eigenen, ziemlich einfältigen Vorurteile sind.

            Ich dachte manchmal: Wo finden diese Spiegelinskis immer diese Typen, die so haargenau ins gängige Klischee der Spiegelgemeinde passen? Es kam mir nicht in den Sinn, dass die ganze Chose frei erfunden ist. Aber wäre der Unterschied denn so gross? Auch mit der Auswahl kann manipuliert werden.

            Ich finde es vor allem unglaublich anspruchslos und borniert. Da ist keine Neugier, die die Komplexität zu ergründen versucht. Man weiss schon alles und lässt es sich jede Woche neu bestätigen. Die Welt kann so einfach sein, wenn man nicht die geringsten Zweifel hat.

          • Gut zusammengefasst: „Das Problem ist doch, dass die Reportagen nur eine endlose Bestätigung der eigenen, ziemlich einfältigen Vorurteile sind.“ und ja, wohin ist die Neugier, die Skepsis und die Fähigkeit zur Selbstkritik verschwunden?!

            Wenn – wie du oben schreibst – „… das ganze Programm“ an szeneüblichen Klischees und Vorurteilen direkt vor mir ausgebreitet würden, leider garniert ohne einen einzigen Beweis, dann wäre das doch der Zeitpunkt, um inne zu halten.
            Hier wird erkennbar nur mit wilden Assoziationen gearbeitet, es fehlen jedoch Belege in Form von Zitaten für die aufgestellten Behauptungen – das ist selbst für einen Laien sonnenklar.

            Man braucht keine journalistische Ausbildung um festzustellen, hier fehlen wesentliche Informationen.
            Dass sich Dörr durch den Artikel überhaupt informiert fühlt, um ihn dann einfach abzuschreiben zeigt das Problem: wenn der ideologische Sound stimmt und die Lager (gut vs. böse) feststehen, erübrigt sich die Frage nach dem Inhalt.
            Der persönliche Glaube übertrumpft die Frage nach der Glaubwürdigkeit.
            Diese Haltung steht einem Pfaffen zu, einem Journalisten aber nicht.

          • „Dass sich Dörr durch den Artikel überhaupt informiert fühlt, um ihn dann einfach abzuschreiben zeigt das Problem: wenn der ideologische Sound stimmt und die Lager (gut vs. böse) feststehen, erübrigt sich die Frage nach dem Inhalt.
            Der persönliche Glaube übertrumpft die Frage nach der Glaubwürdigkeit.“

            Dem Artikel in der Vice hätte nach journalistischen Regeln die Quellenanalyse folgen müssen.
            Doch, wer möchte sich dem Risiko aussetzen, dass die Quelle dem gerade Gelesenen widerspricht?
            Da verbleibe ich lieber bei der Quellenangabe „Vice“,
            oder lass am besten gleich Beides weg.

  7. Letzter Absatz, Satz 1:

    Schlimm, da stellen Leute alle Formen der Menschenfeindlichkeit auf eine Stufe und erkennen nicht an, dass Männer niemals oder sein können.

    Fehlen da zwei Wörter (Opfer, benachteiligt?) im Original oder ist da ein WordPressfilter aktiv, der manche Wörter rausfiltert?

  8. Man muss es wohl so klar sehen: Was immer Männer überhaupt tun – z. B. schweigend Frauen zuzuhören – wird als frauenfeindlich, rassistisch, homophob und noch vieles andere mehr (z. B. gewalttätig) kritisiert. Und offenbar verfängt diese Kritik in der Öffentlichkeit. Nicht jeder Zuschauer oder Leser klatscht Beifall – aber irgendwie sitzt es trotzdem.

    • Und genau da dürfte ein wesentliches Problem liegen.
      Es klatscht nicht jeder Beifall, es widerspricht aber auch kaum jemand.
      Und manchmal wird Widerspruch auch einfach nur wegzensiert.

  9. Pingback: Sex als künstlich verknappte Ressource | uepsilonniks

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