48 Gedanken zu “Selbermach Samstag

  1. „Meine Oma ist ’ne alte Umweltsau“.

    https://www.zeit.de/gesellschaft/2019-12/wdr-westdeutscher-rundfunk-kinderchor-video

    Alles nur Satire. Das müssen Linke vielleicht einfach vorher erklären, weil ansonsten kommt man da nur oft schwer drauf und hält es oft für Entmenschlichung.

    Vor allem, wenn Satire, dann wo drauf? Das alte Menschen mehr Umweltverschmutzung begangen haben, wie jungen Menschen? Ich würde wettet, dass die junge Menschen von heute deutlich schneller einen symbolischen Müllhaufen angehäuft, der die gleiche größer hat wie der ihrer Oma.

    Aber scheiß doch drauf. Die Leute sollen sich schuldig fühlen, dann kann man leichter Entbehrungen von ihnen verlangen und Diskriminierung gegen sie umsetzen.

    • Das Framing „alte weiße Omas sind Umweltsäue“, das hier mit den putzigen Kindern, die immer recht haben, betrieben wird, stand sicher im ARD-Handbuch „Unser gemeinsamer, freier Rundfunk ARD“, aka. Framing-Handbuch.

      In dem Handbuch wird auch unwiderruflich festgestellt, dass die ganze ARD, also erst recht der WDR, gemeinwohlorientiert ist. Das Framing dient also eindeutig einem guten Zweck. Deswegen kann jede Kritik an dem Video nur von Nazisäuen stammen.

    • #OmaGate (bzw. #Umweltsau / #Nazisau) hat sich inzwischen zum größten Medienskandal des Jahres entwickelt, wenn ich das richtig einschätze. Die spannende Frage ist, wieso, und was man daraus lernen kann. Ich halte zwei Gründe für wichtig.

      Über Geschmack kann man ja streiten. Die Bezeichnung „Sau“ kann man auch humorvoll auffassen, allerdings nur, wenn man sicher ist, daß sie ironisch gemeint ist. Genau das scheint mir beim WDR („Rotfunk“) bzw. allgemeiner beim ÖRR nicht mehr der Fall zu sein. Der gilt in großen Teilen der Bevölkerung als links-grüne Propagandamaschine. Insofern interpretiere ich #OmaGate als einen Aufstand gegen die Indoktrination, die der ÖRR betreibt.

      Eine entscheidende Rolle spielte dabei der Nazisau-Vorwurf dieses Danny Hollek, der sich selber als Antideutscher bezeichnet und der den Vorwurf mit Blick auf seine Antifa-Verbindungen ernst gemeint haben dürfte. Dieser Vorfall dürfte mehr noch als das Lied klar gemacht haben, welche linksradikalen Typen der WDR beschäftigt.

      Daß AfD und Konsorten versuchen, das ganze für ihre Zwecke zu kapern, ist ärgerlich. Ich glaube aber nicht, daß die AfDler die Mehrheit der Protestler stellen. Die Proteste gehen nach meinem Eindruck weit in die politische Mitte hinein.

      Ein zweiter Faktor ist sicher das Geschlecht. Man hätte den Song ja auch auf „Opa“ umdichten können. These: dann hätte es nicht annähernd einen solchen Proteststurm gegeben. „Männer sind Schweine“ ist so ungefähr Volkslied, darüber und über noch härtere Denunziationen regt sich niemand auf. In unserer feministischen Gesellschaft ist es hingegen ein Sakrileg, alte weiße hetero-Frauen zu denunzieren (im Gegensatz zu alten WHMs).

      • Da ist heute sogar bei unsere Lokalzeitung etwas zu drin.

        Das Lied auf Opa umdichten… das sollen sie mal machen. Das wird zumindestens eine paar Leute die Augen öffnen was für Heuchler diese PC-Linken sind.

      • Meine Güte, was für ein Geschiss! Die Kinder haben richtig Spaß, mal „Sau“ singen zu dürfen. Und ihre Omi lieben sie deswegen auch nicht weniger. Frech oder verbal provokativ zu sein, dass ist heute ein No-Go geworden. Über unseren Gedanken und Äußerungen liegt ein strenges, eng geschnürtes Korsett.

        Dieses Korsett erstickt unseren freien (und leider nur noch manchmal frechen) Geist.

        Mein Kind (5) brachte letztens aus dem Kindergarten das mit: „O Tannenbaum, o Tannenbaum, der Opa hängt am Gartenzaun – die Oma ruft die Polizei, die Polizei kommt nackedei…“

        Was da an Sexismus, Generationenhass, Genderdiskriminierung und Pornografie mitschwingt… Sogar Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole. Wer hat da mein Kind instrumentalisiert? Schlimm.

        • Ganz im Ernst: So schlimm finde ich das Lied tatsächlich nicht. Spricht ja ein paar Wahrheiten aus.

          Klar ist es bescheuert, dass sich der gesamte Text ausgerechnet gegen „die Oma“ im Allgemeinen richtet – und zwar NUR gegen die Oma. Wäre in jeder Strophe ein anderes Familienmitglied „dran“ – dabei natürlich nicht die Kinder vergessen, die ohne ihr Smartphone nicht mehr leben können – wäre das Ding sogar einigermaßen in Ordnung. Statt eines durchaus angebrachten Rundumschlags wird bloß auf EINE Generation gekloppt.

          Aber sei’s drum.

          Was mich ärgert, ist die scheinheilige WDR-Reaktion darauf. Nehmen das Video vom Netz (was bereits zwei Sekunden nach dem Online-Stellen zu spät gewesen wäre, die haben das Internet nicht kapiert) – und jammern rum von wegen „Shitstorm“ und „Wäwäwä, wir haben doch Meinungsfreiheit“. Tun sich unheimlich leid und halten sich für Märtyrer. Werden an anderer Stelle hingegen Vorlesungen gestürmt, Parteitage verhindert, Veranstalter bedroht, Autos abgefackelt etc. – dann kommt aus der gleichen Ecke „Ja, stellt Euch nicht so an. DAS ist Meinungsfreiheit. Man kann doch sagen, was man will, muss aber mit Gegenwind rechnen“.

          Das ist so ein typisches Beispiel von doppelten Maßstäben. „Wenn’s MICH nicht trifft, isses okay“.

          Dazu kommt noch, dass man deren Kram nicht nur via Rundfunkgebühr zu finanzieren hat – nein, man hat gefälligst kritiklos zu fressen, was die einem vorsetzen – und die Klappe zu halten. Denn jegliche Kritik ist irgendwie Nazi, Nazis darf man keine Bühne bieten, blablabla. So immunisieren die sich selbst (versuchen es zumindest), spielen sich aber gleichzeitig als Retter von Demokratie und Meinungsfreiheit auf.

          Unflexibel, einseitig, verlogen.

          • Nachtrag: Inzwischen hat die Geschichte ja richtig Wellen geschlagen – und es soll sogar zu Aufmärschen vorm Haus von Herrn Hollek gekommen sein. Das ist nicht zu rechtfertigen, hat nichts mehr mit Kritik zu tun – und wenn sich der WDR darüber beklagt, dann ist das kein „Rumjammern“. Dafür bitte ich um Entschuldigung, aber die Vorgänge waren mir nicht bekannt, als ich heute Mittag gepostet habe.

            Mein Kritikpunkt, dass Einschüchterungen jeglicher Art, Sachbeschädigungen und Boykott-Aufrufe in andere Richtung maximal als Randnotiz zur Kenntnis genommen werden bzw. unterschwellig à la „selbst schuld“ darüber berichtet wird, bleibt jedoch.

          • Meines Wissens war die Demo vor der WDR Zentrale – und der Hollek ist alles, aber kein „Herr“. Das ist das Würstchen (und freier Mitarbeiter des WDR), das aus „Umweltsau“ „Nazisau“ gemacht hat.

            Muss man auch erstmal ok finden, irgendwo tief drin.

          • „Wäre in jeder Strophe ein anderes Familienmitglied „dran“ – dabei natürlich nicht die Kinder vergessen, die ohne ihr Smartphone nicht mehr leben können – wäre das Ding sogar einigermaßen in Ordnung.
            Was mich ärgert, ist die scheinheilige WDR-Reaktion darauf. Nehmen das Video vom Netz (was bereits zwei Sekunden nach dem Online-Stellen zu spät gewesen wäre, die haben das Internet nicht kapiert) – und jammern rum von wegen „Shitstorm“ und „Wäwäwä, wir haben doch Meinungsfreiheit“. Tun sich unheimlich leid und halten sich für Märtyrer.“

            Ich hab vom Original nur die eine Strophe mit der Oma und dem Motorrad im Hühnerstall gehört – heute, auf WDR 5. Offensichtlich hat man in den Redaktionen wohl doch Rückgrat gegenüber der Intendanz.
            Und ich habe eine mehrstrophige Version gehört, die offensichtlich genau das aufgegriffen hat, was Du gefordert hast. Sich auf die Oma zu beschränken, hat das Potential der Satire nicht ausgenutzt, da geb ich Dir recht. Aber das ist ja nun nachgeholt.

            „Dazu kommt noch, dass man deren Kram nicht nur via Rundfunkgebühr zu finanzieren hat – nein, man hat gefälligst kritiklos zu fressen, was die einem vorsetzen – und die Klappe zu halten.“

            Das entspricht nun mal nicht der Wirklichkeit. Du selbst schreibst von der heftigen Kritik der Öffentlichkeit, auf die die Intendanz – in meinen Augen falsch – reagiert. Es wird über das Lied diskutiert, auch im WDR. Von „die Klappe halten“ kann also überhaupt keine Rede sein.

        • Ich finde es ist ein Unterschied ob der Opa – warum auch immer – übern Gartenzaun hängt oder man, während medial und politisch der Weltuntergang aufgrund des Klimawandels verkündet wird – in dieser Situation ein Lied umdichten und hier eine bestimmte Gruppe eine Schuld zuweist.

          Mich stört das Lied selbst gar nicht, nur von wem es kommt, wie dieser sich bei vergleichbaren Verhalten andere zeigt und wie er hier reagiert.

          • Klar, der WDR mit seinem öffentlich-rechtlichen Moralmonopol sollte lieber zum Lachen in den Keller gehen. Da trifft es schon die Richtigen.

            Leider fehlt in letzter Zeit generell der leichte und humorige Umgang mit dem, was uns umtreibt. Ob das der Weltuntergang, die Ungerechtigkeiten an jeder Ecke oder politischer Firlefanz ist. Es gibt zum Beispiel kaum gute Klima-Witze. Dieter Nuhr hat mal einen Spruch losgelassen über Greta, da war aber schon Schluss mit Abendland. Es gibt auch keine Witze über alte weiße Männer oder über Herrenfrauen.

            Mir fehlt da was. Die total konträre Perspektive, die so überzeichnet ist, dass man lachen muss. Dass man merkt, wie überzogen und absurd die gerade aktuelle eigene Angst oder Wut auf irgendwas und irgendwen ist. Verbotene Worte zu sagen wie einst „Scheiße“ oder heute „Klimahysterie“, mit Blondinenwitzen vorsätzlich etwas Sexistisches, Diskriminierendes und Frauenverachtendes zu äußern. Für mich ist das mehr Freiheit, als ohne Reisepass über die Grenze nach Rumänien fahren zu dürfen.

          • @beweis: „Der Aufstieg der Empörten“ ist leider überall zu beobachten. Der macht faktenbasierte Diskussionen zunehmend unmöglich. Dass immer irgendwer beleidigt ist, war schon immer so. Nur heute verbreitet sich alles so rasend schnell, dass aus jedem „heißen Eisen“ sofort eine Lawine wird. Ebenso wird zunehmend ALLES zu einem „heißen Eisen“.

            Auch problematisch: Zu jedem Thema gibt’s mindestens ein „Lager“, und all diese Lager stehen sich unversöhnlich gegenüber. Eine Meinungsfreiheit im Sinne von „dazu habe ich mir noch keine Meinung gebildet“ – gibt’s die eigentlich noch? Ich beobachte immer gnadenloseseres Schubladendenken. Mit stetig sinkender Anzahl von Schubladen. Es werden bald nur noch zwei davon übrig bleiben. „Freund“ oder „Feind“.

            Ich wünsche mir für das nächste Jahrzehnt, dass man endlich mal auf den Trichter kommt, woher diese „Spaltung der Gesellschaft“ herrührt. Und sie NICHT mehr reflexartig dem jeweiligen „Feind“ in die Schuhe schiebt. Aus meiner Sicht liegt’s zum allergrößten Teil an der einseitigen Dauerbeschallung, die jegliche Zwischentöne vermissen lässt und daher immer unglaubwürdiger wird.

            An den „Filterblasen“ wird man so schnell nicht rütteln können, die fühlen sich einfach zu gut an – denn jeder (mich eingeschlossen) sieht seine eigenen Ansichten gern bestätigt. Aber wenigstens ein Bisschen mehr „tja, GANZ so einfach ist das DOCH nicht“ von allen Seiten – das könnte durchaus helfen.

            Hm. Ja, naiver Optimismus. Ich wünsche mir nicht einmal ein „Umdenken“, ich wünsche mir mehr „Nachdenken“. Aber bis dahin wird’s sicherlich noch ein paar Mal ordentlich knallen. Leider.

          • „humorige Umgang“

            Ja, warum nicht über Politiker, Schauspieler, Zeitungen oder scheinheilige Firmenbosse lustig machen?
            Lieber über Arbeitslose oder alte Menschen. Die GEZ ist eine möchtegern elitärer Scheißverein.

            Aber wenn es jetzt schon Aufmärsche gibt deswegen…? Was denken diese Leute sich denn dabei? So, da ist ein Lied, das gefällt mir nicht. Ich fahre jetzt irgendwo hin und mach Raudau!

            Dieses „tue niemanden etwas an, das du auch nicht willst, das es dir angetan wird“ ist wohl völlig aus der Mode gekommen. Jetzt gilt „bringe jeden wegen jedem Furz zu Fall und hoffe das man selbst nie erwischt wird“.

          • @Matze: „bringe jeden wegen jedem Furz zu Fall und hoffe das man selbst nie erwischt wird“ – Treffer. Dass jemand mal blöd dasteht reicht nicht mehr. Es muss immer gleich „vernichtet“ werden. Und wenn die Meldung an den Arbeitgeber (in dem Fall der WDR) nicht dazu ausreicht, werden Fackeln und Mistgabeln rausgeholt.

            Das ist eine ganz, ganz miese Tendenz.

            Und – da bin ich bei „beweis“ – „Verbotene Worte zu sagen wie einst „Scheiße“ oder heute „Klimahysterie“, mit Blondinenwitzen vorsätzlich etwas Sexistisches, Diskriminierendes und Frauenverachtendes zu äußern. Für mich ist das mehr Freiheit, als ohne Reisepass über die Grenze nach Rumänien fahren zu dürfen.“

          • @pufaxx
            Du hast Recht. Jeder inklusive mir kann schnell mal irgendwo seine Empörung raussabbeln. Umso heftiger er das tut, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er wahrgenommen wird. Und so steigern wir uns alle in irgendwelche Banalitäten rein, die wir plötzlich für echt lebenswichtig halten.

            Das finde ich sehr verhaltensinteressant und schrill, soweit es medial-virtuell bleibt. Schlimm wird es, wenn aus diesem Müll Taten erwachsen – zum Beispiel der WDR-Kinderchor-Leiter gefeuert und auf Hartz geschickt wird. Da müssen wir, finde ich, wachsam sein und trennen.

            Ich bin ein großer Freund von einer Freiheit, in der jeder sagen und denken darf, was immer er will. Er darf sogar Oma als Umweltsau titulieren und das verbreiten. Aber er darf nichts tun, das Oma, dem WDR oder sonstwem realen Schaden bringt.

            Für mich ist Freiheit die Trennung der Bewertung von Wort und Tat.

          • @ beweis und pufaxx

            „Auch problematisch: Zu jedem Thema gibt’s mindestens ein „Lager“, und all diese Lager stehen sich unversöhnlich gegenüber.“

            Und diese Lager wissen auch in Echtzeit, wie eine Botschaft zu interpretieren sei.

            Nehmen wir z.B. das diskutierte und verrissene Lied, dann KÖNNTE man es auch als eine bissige Satire auf die Umwelt-/Naturschutz-/Klimaszene verstehen, indem das Verhalten der Oma grotesk übersteigert wird.
            Den Menschen fehlt zunehmend die Gelassenheit, andere Meinungen, oder auch nur politisch unkorrekten Klamauk entsprechend einzuordnen und zu tolerieren.
            Für mich immer wieder ein phantastisches Beispiel, wie die Gesellschaft vor fast 50 Jahren mit dem politisch Unkorrekten umgegangen ist, sind die Bühnenstücke der Serie „Ein Herz und eine Seele“.
            Heute wird es mit Sicherheit wieder auf den diversen Ländersendern die Folge „Der Silvesterpunsch“ geben.
            Heute wäre eine solche Sendung undenkbar. Der Regisseur würde noch vor dem Ende der Folge geteert und gefedert – und beruflich erle(di)gt.
            Wir sind heute nicht weiter, sondern zurückgewandert in die muffigen matronenhaften frühen 50er Jahre.

        • Für mich ist Freiheit die Trennung der Bewertung von Wort und Tat. – Und nicht vergessen: Dass „ganz normale“ Kritik längst lebensgefährlich geworden ist, sieht man ja an Beispielen wie Hamed Abdel-Samad. Abseits davon kommt nun „Comedy“ hinzu. Wo sind wir hingekommen? Es ging doch alles mal. Wann und warum ist das verloren gegangen?

          DIESE Art von „Klimawandel“ macht mir Angst.

          • Ich könnte mir vorstellen, dass das auch mit dem Internet zusammenhängt. Es wird einfach immer leichter sich in einer Filterblase zu bewegen. Man kann Freunde bei Facebook aussuchen, Leute bei Twitter aussuchen, passende Blogs aussuchen, passende Nachrichtenmedien aussuchen. Für jede Stoßrichtung gibt es ein Angebot. Warum sollte man sich dann mit der Gegenseite auseinandersetzen, wenn man doch täglich mit der richtigen Auswahl in seinem Denken bestärkt wird? Das ganze funktioniert natürlich nur, wenn eine Gesellschaft unkritische Menschen hervorbringt, die sich selbst und ihre Umgebung nicht hinterfragen. Aber vielleicht waren die Menschen früher auch nicht anders, aber sie wurden wenigstens noch ausgewogen informiert bzw. hatten keine Möglichkeit sich medial großartig abzuschotten. Fände ich wirklich interessant das hier in einem Beitrag mal näher zu diskutieren. Diese Entwicklung ist noch gar nicht so alt, aber sie kam sehr schnell und mit ihr die Spaltung der Gesellschaft.

      • Die Chorakademie hat verschiedene Chöre die je nach Stimmlage unterschiedlich ausgebildet werden und so gibt es neben Mädchenchören eben auch Knabenchöre und gemischte Chöre. Neben Angeboten für Kinder werden auch Jugendliche und Erwachsene adressiert,

        Im übrigen weis ich auch eine Stellungnahme von der Chorakademie selbst.
        http://www.chorakademie.de/stellungnahme-vorstand-wdr.php

        Im übrigen hat mein Sohn als er dort mitgewirkt hat ebenfalls lustige Lieder einstudiert, was der WDR jedoch abgeliefert hat ist was anderes wie mal was lustiges zu singen.

        • Das ist mir ja schon klar. Aber dann müsste der WDR-Kinderchor doch WDR-Mädchenchor heißen – oder WDR-Kinderchor, Abt. Mädchen.

          Stattdessen sieht man nur Mädchen singen, womit dann die Kinder offenbar vollständig sind. Die Jungs werden marginalisiert, um das mal in neofeministischen Worten zu formulieren. Fällt nur offenbar keinem auf, obwohl der Chor jetzt so bekannt wurde.

          Hier noch der Link zur Stellungnahme des Chorleiters, der mir echt leid tut. Hoffentlich bekommt er nicht Berufsverbot:
          https://www.wdr-kinderchor.de/de/#ueberuns

  2. Was mich über Weihnachten echt angefasst hat, waren die Durchhalteartikel in den neofeministischen Alt-Medien SZ und SPON:

    Bei der SZ ist Macht plötzlich etwas Geiles:
    https://www.sueddeutsche.de/politik/macht-frauen-eu-fuehrung-1.4736099

    Der Tenor: Zwar sind die zentralen nationalen und europäischen Positionen jetzt von Frauen besetzt, aber immer noch gibt es Entscheidungspositionen, in denen anteilig mehr Männer sitzen. Die müssen da weg.

    Noch übler war ein Spiegel+-Artikel, der Weihnachten als Aufmacher da stand: Zwar war die Message die gleiche, dort wurde aber gefragt, warum es nicht gesellschaftlich akzeptiert wird, dass Frauen ihre Mutterschaft bereuen. Das fand die Autorin diskriminierend. (leider finde ich den Artikel nicht mehr, vielleicht kann jemand helfen)

    Boah, diese Diskussion so aufzumachen, öffentlich die Entsolidarisierung von den eigenen Kindern gesellschaftsfähig zu machen, hat mich schockiert.

    Man mag ja von den Grünen halten, was man will: Aber Habeck hat eine Weihnachtsbotschaft für die Kinder rausgedrückt. Für die, die in irgendeinem Flüchtlingslager leben müssen. Nein, es ging diesmal wirklich nicht um die armen Frauen und Mütter dort. Er meinte echt die Kinder. Das Thema war dementsprechend schnell wieder tot im Frauenfunk.

      • Nein, weil der Begriff „Fl…“ auf dem Index steht. Das ist ein Überbleibsel aus vergangenen Jahren als die Diskussionen über Wanderungsbewegungen aus dem Nahen Osten hier überhand nahmen und dem eigentlichen Thema den Platz weg.

        Der Artikel in der SZ ist ein klassisches „Es ist noch nicht genug, es ist nie (gut) genug“ Feminista-Mem. Witzig ist der Teil:

        „Eine Frau allein kann sich in traditionell männlich geprägten Strukturen kaum durchsetzen. Dazu bedarf es einer kritischen weiblichen Masse. Und weil diese Masse noch nicht erreicht ist, wäre es geradezu fahrlässig, jetzt die Hände in den Schoß zu legen.“

        Die „kritische Masse“ ist genau dann erreicht, wenn Frauen anfangen sich untereinander stutenbissig zu verhalten. Womit dann ihre eigentliche funktionale Aufgabe untergeht…

    • Man mag ja von den Grünen halten, was man will: Aber Habeck hat eine Weihnachtsbotschaft für die Kinder rausgedrückt. Für die, die in irgendeinem Flüchtlingslager leben müssen. Nein, es ging diesmal wirklich nicht um die armen Frauen und Mütter dort. Er meinte echt die Kinder.

      Wenn die Kinder hier her kommen geholt werden, kommt früher oder später auch der Familiennachzug. Insofern ist Habecks Forderung auch nur billiger Populismus.
      (Ich habe allerdings mit dem Begriff „Familiennachzug“ ein Problem. Denn wer flüchtet, macht keine Abenteuerreise oder zieht einfach so mal um.)

      Bei RTL ging es es in einer Kurzmeldung übrigens nicht nur um die Kinder, sondern offenbar vor allem um die Mädchen. Die Nachrichtensprecherin entblödete sich nicht, die übliche Floskel „…darunter auch Frauen und Kinder.“, mit der Männer abgewertet werden, etwas abzuwandeln in „…die Kinder, darunter viele Mädchen.“
      Widerlichster Sexismus, der selbst vor kleinen Jungen nicht Halt macht.

  3. Mich lässt nach wie vor die anti-neutrale Berichterstattung zum Gender Gap Report nicht los. Wobei die mediale Filterblase bei diesem Thema aktuell offenbar zumindest in den Schweizer Medien durchbrochen wird: https://www.tagesanzeiger.ch/sonntagszeitung/genderreport-des-wef-liefert-absurde-resultate/story/13357761
    Der Artikel ist leider nur für Abonennten lesbar aber immerhin handelt es sich beim Tagesanzeiger auch um eine auflagenstarke Zeitung der Schweiz. Der organisierte Betrug wird sich also auf jeden Fall weiter herumsprechen.
    Irgendwie scheinen die Schweizer Medien generell neutraler und umfangreicher zu berichten als die BRD-Medien. Zumindest kommt es mit seit einiger Zeit so vor.

  4. Im gelben Forum wurde ein Artikel über die Pille verlinkt:
    https://hcfricke.com/2019/12/18/warum-die-anti-baby-pille-auch-anti-frau-ist-diese-abschiesst-was-zur-schilddruesen-unterfunktion/

    Kann ich medizinisch genausowenig beurteilen, wie die Impfdiskussionen. Ich würde sie jedenfalls nicht mehr empfehlen, allein die Gefahr, dass sie die Libido killt:
    https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/verhuetung-zerstoert-die-pille-weibliche-libido-auf-dauer-a-358222.html
    (was ganz meiner Beobachtung entspricht) reicht aus, um Abstand davon zu nehmen.

  5. Hahahaha:

    https://taz.de/Sascha-Lobo-ueber-den-Paragrafen-219a/!5648503/

    „Der Autor und Blogger Sascha Lobo engagiert sich im Kampf gegen den Paragrafen 219a. Ein Gespräch über feministische Kämpfe und männliche Solidarität.“

    Und das hier gibt er vor zu glauben:

    „Das Verbot von Abtreibung zum Beispiel ist noch von einer uralten, rassistisch-patriarchalen Erzählung beeinflusst: Dein Körper gehört nicht dir, sondern uns, er dient der Reproduktion weißer Kinder, die Soldaten werden, wenn sie Männer sind, und Gebärmaschinen, wenn sie Frauen sind. Man kann die Geschlechterfrage insofern nicht vom weltweiten reaktionären Backlash trennen.“

    Laber-Rhababer, ist das ein Phrasendrescher!

    Also, noch frohe Restjahreszeit 🙂

  6. Die Verlockungen des Androgynen: eine kulturhistorische Sicht mit Überblick:

    https://www.commentarymagazine.com/articles/the-lure-of-androgyny

    „I am arguing here for a new interpretation of the scene, according to which transgender bathrooms and related controversies are manifestations of a bigger and more abiding story: the ways in which post-1960s changes have increased pressure to gravitate away from the traditionally masculine and feminine and toward a more ambiguous, androgynous mean.“

  7. Schon wieder ein Femizid: Weil der Betreiber die Strecke nicht gesperrt hatte, so mutmaßt das ZDF, sind in Südtirol eine Mutter und zwei Mädchen beim Skifahren unter eine Lawine geraten.

  8. Ähnliches konnte man auch schon bei ZON lesen, wo behauptet wurde das der Islam voll tolerant ggü. Homosexualität war und die nur durch die bösen weißen Christen die erst angefangen haben Homosexualität bei Männern mit dem Tod zu bestrafen. Man könnte fast glauben die wollen den Islam vor jeder Verantwortung für die heutigen Verbrechen bewahren.

  9. Hey Leute, bitte Platz machen auf der Gerechtigkeitsleiter! Jetzt kommen die Veganer. Der Typ sieht das als Glaubensrichtung und fühlt sich marginalisiert:

    https://www.spiegel.de/lebenundlernen/job/arbeitsrecht-veganer-klagt-gegen-diskriminierung-a-1303069.html

    Zitat: „Dem „Guardian“ sagte Casamitjana, dass er versuche, nicht mit dem Linienbus zu fahren, um Kollisionen mit Insekten zu vermeiden.“

    Das mit der Glaubensrichtung hat auch mal ein Jamaikaner hier in Berlin vor dem Gericht probiert, nachdem er mit viel Gras hops genommen wurde. Damals hat’s bei ihm nicht geklappt. Vielleicht sollte er heute mal ne Berufung versuchen…

    • Immerhin ist der Sikh, der auf dem Motorrad Turban statt Helm tragen wollte, schließlich in dritter Instanz vor dem Bundesverwaltungsgericht gescheitert.

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