Faulheit, Behäbigkeit und Bequemlichkeit als menschliche Eigenschaften

Bevor es mit den Neujahrsvorsätzen beginn t, lohnt es sich noch einmal einen Artikel zu den gern als schlechte Seiten bezeichneten Eigenschaften des Menschen zu machen. Hier soll es insbesondere um Faulheit, Bequemlichkeit und Behäbigkeit gehen.

 

Evolutionärer sind sie gut verständlich. Wenn man etwas nicht tun muss, dann spart das erst einmal Energie. genauso wenn man sich in den Zuständen einrichtet und wenn man den für einen selbst bequemen Weg geht.

Diese Eigenschaften bestehen natürlich nicht absolut. In gegenübersteht der Wunsch einen hohen Status zu erlangen, erfolgreich zu sein oder auch anderweitig eine hohe Position zu erreichen.

und natürlich stehen diese Eigenschaften auch gerne mit unserer Intelligenz in Konflikt, und zwar in der Hinsicht, dass wir sie überwinden müssen um einen besonderen Erfolg zu erzielen, also um etwa ein langfristiges Ziel zu erreichen. Hier geht es dann darum den sogenannten inneren schweinehund zu überwinden und sich aufzuraffen für ein abstraktes Ziel, dass man so vielleicht nicht so direkt vor Augen hat wie bei kurzfristigen Zielen.

Umso ungreifbare das Ziel, umso weiter entfernt es ist, umso weniger es bezüglich der Umsetzbarkeit für einen ohne weiteres erreichbar ist und auch umso eher ist nicht einem selbst direkten Vorteil bringt, sondern allenfalls indirekten , umso schwerer ist auch der Kampf gegen den inneren schweinehund. In einer Jäger und Sammler Gesellschaft war eben das Erreichen langfristiger abstrakter Ziele wesentlich weniger bedeutsam, so dass es unsere Denkweise nicht so gut entspricht und es daher Kraft fordert, solche Ziele umzusetzen.

sie eignen sich daher auch meiner Meinung nach ganz gut zum Verständnis der Biologie und ihre wirkungsweise in Abgrenzung zu Intelligenz im allgemeinen. wir sind gerne faul, wir geben gerne anderen getrieben nach, wir lassen uns auch gerne ablenken. Es erfordert häufig ein Gewissen Einsatz, sich dagegen durchzusetzen und nicht bequem zu sein.

Faulheit, Bequemlichkeit und andere Ausprägung dieser negativen Eigenschaften haben uns in unserer evolutionären Vergangenheit viele gute Dienste getan, eben weil Sie unnötige Energieverschwendung verhindert haben. Sie haben uns natürlich auch als Menschheit viel schlechtes getan, weil wir mit dem arbeitseinsatz von Ameisen oder anderen Tieren sicherlich noch weiter gekommen wären.

Evolution kann eben nicht in die Zukunft schauen und ein sesshaftes Leben führen wie erst seit relativ kurzer Zeit.