Gerd Thunberg statt Greta – würde ein Junge anders wahrgenommen werden?

Interessanterweise sind die meisten Personen, die in der Klimadebatte im Rahmen von Friday for Future bekannt werden Mädchen bzw junge Frauen.

Es ist natürlich eine hochtheoretische Debatte aber: wäre ein Gerd Thunberg anders wahrgenommen worden als eine Greta Thunberg?

Crumar hatte dazu geschrieben:

Es ist ein regelrechtes Tabu, über „real-existierende Frauen“ zu sprechen.
Die religiöse „Erlösungsfigur Frau“ wurde in die „ursprünglich Unterdrückte“ transformiert, das Resultat ist identisch – das Heer der religiös/links Gläubigen erwartet Erweckungsleistungen (s. Thunberg), die es nie geben wird, weil es sie nicht geben kann.

Gerade Thunberg ist ein gutes Stichwort für Linke und für Rechte (Männer), wenn man das Geschlecht tauscht: Wann habt ihr euch eigentlich das letzte mal so richtig und anhaltend aufgeregt über die Aussagen eines 16-jährigen Schulabbrechers mit einer Entwicklungsstörung?
Es hätte GERD Thunberg niemals geben können.
GERD Thunberg wäre ein – nach objektiven Maßstäben – x-beliebiger Loser gewesen.
Die permanente Aufregung und der Hype basieren darauf, dass man diese 16-jährige nach völlig anderen Maßstäben bemisst.
Ob Hass oder Hype – beide Formen der Aufmerksamkeit sind ebenso unverdient und wenn Männer nicht bei ihrem religiösen Glauben zu packen wären, dann ließe sich nicht erklären, warum sie diese Aufmerksamkeit hat.

Goi schrieb:

@crumar: zu GERD Thunberg. Stellt euch einen 16jährigen Schulabbrecher vor, der vor laufender Kamera sagt: „Ich will, dass ihr Angst habt!“
Der wäre keine Ikone.
Der würde eingereiht werden neben Breivik, Elliot Roger und David A.

Carnofis schreibt dazu:

Nein, du vergleichst Äpfel mit Birnen.
Crumar hat schon recht, wenn er postuliert, dass ein Junge UNTER VERGLEICHBAREN Bedingungen den Weg eines namenlosen Losers einschlagen würde.

Thunberg hat keine Massaker begangen, sondern sich mit einem Pappschild vor das Parlamentsgebäude gesetzt.
Und mit Hilfe der Medien ist es ihr gelungen, „Greta Thunberg“ zu einem weltweiten Brand zu machen.

Gerd Thunberg dagegen wäre spätestens nach zwei, drei Tagen von der Polizei abgeführt und entweder zu seinen Eltern, zur Schule, oder in ein Heim verfrachtet worden.
Wäre er in den (Lokal-)Medien gelandet, dann als spottberechtigter Spinner.

Darum merke: willst Du eine Botschaft in die Welt tragen, such Dir eine junge Frau, der die Unschuld aus allen Knopflöchern leuchtet.

Ich denke auch nicht, dass ein Junge gleich zum Terroristen erklärt werden würde, aber vielleicht würde man eher konkrete Vorschläge erwarten und vielleicht bewirkt der Appell von einem Mädchen eher etwas, weil man von ihr nicht erwartet konkret zu werden oder praktische Lösungen zu bieten, sondern sie in der Tat auch gerade wegen Jugend und Autismus die Unschuld verkörpert, die ein junger Mann so ohne weiteres nicht liefern könnte.

Ihr großer Vorteil ist, dass sie die perfekte Appellfigur darstellt. Ein Angriff gegen sie ist unfair und löst Schutzreflexe aus – sie ist doch ein Kind, ein Mädchen und dazu noch Autist und sie will doch nur das Gute. Das folgt dem gleichen Schema wie etwa Bilder eines Spendenaufrufs zu leidenden Kindern oder Hilfe in Kriegsgebieten – auch hier wird man mit wesentlich häufiger ein Mädchen sehen als einen Jungen.

Ein aggressiver Junge würde sicherlich auch anders bewertet werden.

Natürlich bekommt Greta auch sehr viel Kritik ab – der „Deutsche Bahnvorfall“ ist ein gutes Beispiel dafür. Aber die Frage ist, ob ein Junge gleichzeitig die gleiche Unterstützung erhalten würde und derartig in Schutz genommen werden würde.

Ein junges autistisches Mädchen ist insoweit einfach das bessere „Meme“ in dem Kampf.

 

86 Gedanken zu “Gerd Thunberg statt Greta – würde ein Junge anders wahrgenommen werden?

  1. Jeanne d’Archétype ist eine fiktive Figur, die von der Heiligen Johanna von Orleans inspiriert ist.
    Dieser Charakter ist immer weiblich, meist jung, oft ein Action Girl und oft bescheidener Herkunft. Ihre Hingabe an eine Religion, ihr Land oder einfach der Wunsch, ihre Lieben zu schützen, veranlasst sie, eine aktive Rolle bei der Befreiung der Unterdrückten von einer überwältigenden Kraft zu übernehmen und schließlich nicht nur ein respektierter Führer, sondern auch ein lebendiges Symbol zu werden. Sie zeigt, wie ungerecht die Unterdrücker sind, wenn diese selbst den unwahrscheinlichsten aller Menschen zum Krieger werden lassen. Deshalb inspiriert ihr Beispiel viele ansonsten gewöhnliche Menschen, in ihre Fußstapfen zu treten und sich derselben Sache anzuschließen.

    https://tvtropes.org/pmwiki/pmwiki.php/Main/JeanneDArchetype

    Crumars These wäre damit ganz leicht zu widerlegen: Man müssten in Realitas, Film oder Fernsehen eine Johannes von Orleans Figur finden.

    Mir fällt grad keine ein.

      • Zu „Sie zeigt, wie ungerecht die Unterdrücker sind, wenn diese selbst den unwahrscheinlichsten aller Menschen zum Krieger werden lassen“ fallen dir Braveheart und Robin Hood ein. Zwei kriegserfahrene Upper-Class Männer fallen unter „unwahrscheinlichste aller Menschen“…

        Überzeugt mich nicht.

        Jean Greta reißt die Menschen eben nicht durch Erfahrung, Kompetenz und Autorität mit. Das ist der Punkt.

        Wir suchen also einen Johannes, der nichts kann, nichts ist, nichts tut und trotzdem zur Gallionsfigur taugt.

        • Stimmt. Falsch gelesen.
          Unter den Bedingungen wirst Du keine männliche Figur finden.
          Vielleicht einen Antihelden, wie Homer Simpson noch.
          Ansonsten ist es nur Frauen vergönnt, allein für ihr Weiblichsein auf ein Podest gestellt zu werden.

        • Braveheart war kein Upper-Class-Typ.
          Allerdings, wenn militärisches Vorwissen ein Ausschlusskriterium sind, ganz ohne Waffenkunde haben im Mittelalter wohl die wenigsten Männer gelebt.
          Andrerseits ist Greta jetzt auch nicht gerade das Maskottchen einer Armee, wie RL-Jeanne d’Arc.

          Zur Ausgangsfrage – es gibt sicher Millionen von Jungen und auch männlichen Erwachsenen, die sich gegen Klimawandel engagieren. Dass die Gallionsfigur ein Mädchen ist, ist sicher kein Zufall.

          • His father, Sir Malcolm Wallace, was a small landowner in Renfrew.

            Damit war er so ziemlich „der wahrscheinlichste aller Menschen“

    • Von denen gab es viele aber das waren nie nur Galleonsfiguren, sondern echte Anführer. Die Greta hingehen ist eine hervorragende Werbeikone und genauso echt wie Ronald McDonald.
      Eine Werbekampagne wie sie Edward Bernays nicht besser hätte erzeugen können.

  2. Zu meinem Kommentar:
    Ich habe nicht deutlich auf die doppelten Maßstäbe hingewiesen, die heutzutage angewendet werden.
    Greta Thunberg prangert Dinge an, die ihrer Meinung nach schief laufen. Sie beschimpft Leute, sie will dass sie Angst haben. Alle jubeln.

    Szenenwechsel: ein beliebiger Maskulist versucht sachlich auf Missstände gegenüber Männern in unserer Gesellschaft hinzuweisen. Er wird durch entsprechende Lobbygruppen verketzert. In diesem Blog gab es genug Artikel, wo solche Männer mit Breivik & co. verglichen werden.

    Jetzt stelle man sich einen Jungen vor, der dieselben Dinge wie Greta in demselben Tonfall sagt.
    Ich denke, in Artikeln über ihn wird sehr schnell auf Breivik oder zumindest die allgemeine Gewaltbereitschaft „der Männer“ verwiesen.

    Man erinnere sich nur daran, was aus dem Gründer der Extinction Rebellion wurde, als er eine nicht politisch korrekte Formulierung nutze.

    • Die Struktur im Mittelbau für Maskulisten fehlt wie ihn die Klimaretter haben. Dem gegenüber steht ein sich seit gut 150 Jahren selbst erhaltendes System von Konservativismus und Frauenrechtlerinnen und deren Narrativ vom unterdrückter Weiblichkeit u. Männern als Unterdrückern.
      Es hilft auch nicht wenn man z.b. Themen wie Genitale Verstümmelung (aka Beschneidung) angeht, welche für eine Millarde Männer auf der Welt entweder sinnstiftend ist und/oder sie zu Opfern macht.
      Die meisten anderen Themen haben zwar einen gewissen Einfluß trifft aber immer nur einzelne und werden nicht als gesamtgesellschaftliches Problem gesehen.

  3. Ergänzend schrieb only me zu seiner mentalen Spontanabwehr:
    „Irgendwas an dieser Kombination „Weisheit aus dem Mund eines frechen Mädchens“ ist so verlogen und manipulativ, dass ich eigentlich gar nicht mehr wissen will, worum es geht.“

    Ich würde meinen, dieses Gefühl richtet sich gegen die zopfige Hauptfigur einer anderen schwedischen Erfolgsgeschichte (Herv. nachfolgend von mir): „Pippi ist ein selbstbewusstes neunjähriges Mädchen mit Sommersprossen, dessen rote Haare zu zwei abstehenden Zöpfen geflochten sind. Sie vereinigt in sich viele Eigenschaften, die sich Kinder ersehnen. So hat sie ein eigenes Pferd, lebt allein in einem eigenen Haus, der Villa Kunterbunt, und ist sehr mutig. Auch ist Pippi das stärkste Mädchen (Anm. = Mensch) der Welt.(…) Da Pippi allein ohne Eltern wohnt, kann sie alles tun und lassen, was sie möchte. Weil sie einen Koffer voller Goldstücke besitzt, ist sie auch materiell völlig unabhängig.“ (Wikipedia)

    Emma ordnet ein: „Pippi, das Überkind, das Supermädchen, ist die erste und auch die markanteste Figur, die Astrid Lindgren geschaffen hat. (…) Ihr Alter ist erstaunlich, denn dieses rothaarige Kind, das mit seinen Abenteuern so vielen andern Kindern Freude bereitet, könnte von Feministinnen in den siebziger Jahren als Identifikationsfigur für kleine Mädchen erfunden worden sein.“
    https://www.emma.de/artikel/das-uebermaedchen-330127

    Weil eine kindliche Identifikation eine Ebene unter „Überkind“ und „Supermädchen“ zwar realistisch, aber dann doch beinahe frauenfeindlich wäre.
    Macht euch einen Spaß, lest den Wikipedia-Artikel und setzt überall für „Pippi“ GERD ein.
    Ich möchte vorgreifen: Ein sozial verwahrloster, renitenter Junge mit psychischen Störungen, der mit Geld unbekannter, fragwürdiger Herkunft sein Leben bestreitet. Fall für das Jugendamt.

    „Pippi im Taka-Tuka-Land“ endet so: „Im letzten Kapitel ist sie wieder zurück in der Villa Kunterbunt und erfüllt sich, Tommy und Annika einen Traum: Die Zauberpille Krummelus (schwedisch: Krumelur) gegen das Erwachsenwerden.“
    Logisch, unter diesen Bedingungen macht erwachsen werden keinen Sinn und die Ausweitung der Kindheit/Jugend bis zum Tod ist erstrebenswert.

    Wer möchte schon eine „alte weiße Frau“ werden oder so enden?
    Die filmische Darstellerin der Pippi ist 60 Jahre alt, laut Wiki: „2009 nahm Nilsson an Kändisdjungeln teil, der schwedischen Version von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!. Sie erreichte in der Sendung den vierten Platz.“ Greta Thunberg wird 2050, dem Jahr der klimaneutralen EU, 47 Jahre alt sein.
    Nur die Kunstfigur Pippi wird in den Filmen niemals erwachsen.

    M.E. insgesamt ein Fall einer „erlernten“ Projektion, die dann neue Pop-Figuren schafft; bspw. Captain Marvel, Rey in Star Wars.
    Weil die weiblichen und männlichen Drehbuchschreiber und Regisseure bereits wissen, unter „Überkind“ und „Supermädchen“, also Überfrau und Superwoman, geht es nicht.
    Und so entstehen all die „Mary Sue“-Charaktere, die „idealisierte und vermeintlich perfekte Kunstfigur“ (Wiki), die zwar nerven, man sollte sich jedoch darüber klar sein, es handelt sich um die (erlernte) „Wunschvorstellung des Autors“.
    Herrin, erlöse uns von allem Übel!

    Ich finde den Hype um Greta daher einerseits ebenso bezeichnend, wie den Hass auf sie.
    Andererseits ist das Publikum und sind die Medien bereits so lächerlich perfekt dressiert, die Kombination von „Frau“ und „Jugend“ mit Zukunft und die „alten weißen Männer“ mit der zu überwindenden Vergangenheit gleichzusetzen, dass niemand mehr ein Glöckchen läuten muss, damit der Sabber läuft.

    Bis die gemeine Realität in einem SZ-Artikel vom 17.12.2019 entdeckt wird: „Gerade der Anteil von Frauen in den Zukunftsbranchen ist erschreckend niedrig – was dazu führt, dass sich die Gleichberechtigung von Frauen in der Wirtschaft zuletzt weltweit verschlechtert hat und sich auch in Zukunft nicht verbessern dürfte. Frauen sind in den meisten neuen Berufsbildern im Durchschnitt stark unterrepräsentiert (…).“ https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/global-gender-gap-report-wef-gleichberechtigung-1.4725336

    Was ich seit Jahren sage: Das Frauenboot ist voll und in „Zukunft“ steckt immer weniger Frau.
    Wir haben also auf der einen Seite irrationale Erlösungsfantasien, einen lustigen Kampf gegen die männlichen Windmühlen durch weibliche „Überkinder“ und „Supermädchen“ und auf der anderen Seite die Realität.
    Popcorn irgendwer?

    • Ich will mich auf das schärfste dagegen verwahren, dass meine Kindheitsheldin Pippi durch Feministen vereinnahmt wird und dass Männerrechtler ihnen das durchgehen lassen.

      Pippi hat ihren Vater geliebt!

      Etwas, dass Ein-toter-Vater-ist-Rücksicht-in-höchster-Vollendung-Feministen niemals in den Sinn kommen würde.

      • Es gibt viele Feministinnen, die ihren Vater lieben. Laury Penny, meine ich, hat sich z.B. auf Twitter mal entsprechend geäußert.

        Meine Interpretation ist, dass solche Feministinnen ihren Vater nicht als Mann, sondern als Mensch h.c. sehen.

    • Ich meine mal in irgendeinem Interview mit Astrid Lindgren gelesen zu haben, dass sie Pippi Langstrumpf für ihre Tochter als Schutzzauber gegen die Nazi-Herrschaft erfunden hat. Deshalb ist die Figur so stark und niemand kann ihr etwas anhaben, damit sich die Kinder geborgen fühlen, auch wenn draußen auf der Straße gebrüllt und geknüppelt wird.

      Was die Verehrung von anarchischen Figuren angeht: Astrid Lindgren hat mehr davon im Gepäck: „Karlson vom Dach“ ist ein Bilderbuch-Unsympath, der komischerweise dennoch gemocht wird. „Michel (aka Emil) aus Lönneberga“ ist ebenfalls sehr anarchisch unterwegs und durchweg stark und sympathisch und in „Ronja Räubertochter“ sind die Kinder-Figuren fast gleichstark. Allerdings gibt es bei Astrid Lindgren auch überwiegend wohlwollenden Blick auf alle Menschen, egal ob männlich oder weiblich. Das ist eine Tugend, die heute leider verloren gegangen scheint.

      • Werlauer, mir geht es nicht darum, dir die Figur oder Lindgren madig zu machen, sondern darum, ihre Idee von „anarchisch“ zu hinterfragen.
        Wenn du die eigene Villa benötigst, einen abwesenden Vater, der nicht mehr „Negerkönig“, sondern aktuell „Südseekönig“ ist und einen Koffer voller Goldstücke, dann ist diese Form von „Anarchie“ weniger voraussetzungslos, als hier diskutiert wird.

        Wo ist denn der Einsatz von „Anarchie“, bei der Pippi wirklich etwas zu verlieren hätte?
        Das ganze setting ist, sie mit einem Sicherheitsnetz und doppeltem Boden zu versehen.

        • Da war Janis Joplin doch ein anderes Kaliber als die „Heldinnen“ von heute, die sang nämlich freedom just another word for nothing have to loose.
          Nichts für die sorgfältig gestylten Heldinnen von heute, die ganz selbstverständlich auf die Vollversorgung durch die von Ihnen verachteten Männer bauen.

  4. Die Leute, die seit 30 Jahren vor dem Klimawandel und möglichen negativen Folgen warnen, sind zum großen Teil alte, weiße Männer.Die Politik hat halbherzig reagiert. Jetzt kommt ein junges Mädchen, und plötzlich sind alle wie aufgescheucht. Das ist einfach nur eine Farce!

    • „Die Leute, die seit 30 Jahren vor dem Klimawandel und möglichen negativen Folgen warnen, sind zum großen Teil alte, weiße Männer.Die Politik hat halbherzig reagiert. Jetzt kommt ein junges Mädchen, und plötzlich sind alle wie aufgescheucht. Das ist einfach nur eine Farce!“

      Wie wahr, wie wahr.
      Fast alles, was heute die Medien umtreibt, wurde schon von Ende der 70er bis etwa Mitte der 80er Jahre diskutiert. Wir beobachten also mitnichten ein neues Phänomen.
      Ich bin etwa 1978 in die Umweltbewegung gegangen und habe sogar meinen Beruf danach ausgewählt.
      Meinem Vosatz einer möglichst umweltfreundlichen Lebensweise bin ich bis heute treu geblieben und habe damit natürlich auch mitbekommen, wie wenig z.B. in Sachen nachhaltiger Verkehrspolitik bis heute geschehen ist.
      Gestern oder vorgestern kam die Meldung durch, dass NRW das Radwegenetz massiv ausbauen will. Dabei wurde auch erwähnt, dass derzeit in D pro Kopf etwas über 1 € für Radwege ausgegeben wird, in den Niederlanden über 25 €. Daran kann man sehen, wo in D bis heute die Prioritäten liegen.
      Immer, wenn der Umwelthype etwas nachgelassen hat, ging man zurück zum Prinzip „Business as usual“.
      Von daher kann ich mir eine gewisse gehässige Schadenfreude angesichts des „Greta“-Hypes nicht verkneifen. Mir selbst geht es um die Sache. Ob der Motivator eine kleine schwedische Autistin, oder ein alter weißhaariger Greis mit Zipfelmütze ist, ist mir wurscht.

      • Carnofis, mir geht auf die Nerven, dass die kleine schwedische Autistin benutzt wird, um ein propagandistisches Strohfeuer abzufackeln und kleine Rotzgören gegen „Boomer“ agitieren, weil sie zu blöd sind, um zu begreifen, dass alles tatsächlich seit „Ende der 70er bis etwa Mitte der 80er Jahre diskutiert“ worden ist.
        Außerdem ärgert mich, worauf alles hinauslaufen wird, im Grunde ökologisch angehauchter Neoliberalismus.

        • „Carnofis, mir geht auf die Nerven, dass die kleine schwedische Autistin benutzt wird, um ein propagandistisches Strohfeuer abzufackeln …“

          Darüber können wir diskutieren. Ich bin auch der Meinung, dass GT schlicht von den Medien gehypt und zwecks Auflagensteigerung in der Welt herumgeführt wird.
          Wer GT dafür hasst, hat den Mechanismus nicht verstanden und lässt sich bereitwillig auf Zuruf auf Jeden hetzen.

          Aber ob die Thematik „Klima“ diesmal auch nur ein Strohfeuer bleibt, ist meiner Meinung nach noch nicht ausgemacht. Dazu kommten derzeit zu viele Nachrichten aus allen Winkeln der Welt, die den Prognosen der Klimaforscher allzu gut folgen, ja, sie sogar übertreffen.
          Ob die derzeit ergriffenen Maßnahmen das Problem ernsthaft angehen, bezweifel ich.
          Und ob es überhaupt ein ernsthaftes Interesse gibt, sie anzugehen, auch.
          Unabhängig von allen Katastrophenmeldungen steigt der Flugreiseverkehr stetig, werden die Autobahnen unverdrossen weiter ausgebaut, die Städte mit Umgehungsstraßen versehen, während selbst für Alibi-Radwege kaum Geld bleibt. Und die höchsten Absatzzuwächse verbucht die Autoindustrie bei den SUV.
          Und das Gros der FFF-Aktivisten wird auch weiter mit Mama und Papa in den Ferien auf die Malediven fliegen, oder sich auf Malle grillen lassen.

          Dennoch könnte die Geschichte eine Eigendynamik entwickeln, die heute weder von den Bremsern, noch von den Antreibern überblickt wird. Wenn sehr viel Geld in eine Innovation gesteckt wird, dann etabliert sie u.U. auch ein neues Umfeld, das mit ihr selbst nichts zu tun hat.
          Meine Kurzzeit-Prognose: das Elektroauto ist ne Fehlgeburt, weil es weder das Energieproblem löst, noch das Verkehrsproblem.

        • „Wer GT dafür hasst, hat den Mechanismus nicht verstanden und lässt sich bereitwillig auf Zuruf auf Jeden hetzen.“

          Jup. Ob der „alte weiße Mann“ gehasst wird oder Greta der Mechanismus ist identisch.
          Ob die Medien, think tanks, NGOs, Parteien den Universalschuldigen und -schurken „entdecken“ oder eine Erlösungs-/Erweckungsfigur ist völlig unerheblich.
          Ihnen in irgendeiner Form die „Kompetenz“ dafür, nämlich diese Einordnung abzukaufen ist unbezahlbar und das emotionale „Engagement“, das sie damit produzieren ist ihre eigene Währung.

          Aber der Kontext entscheidet und die Koalition zwischen dem feministischen Narrativ und dem neuesten Öko-Hype ist offensichtlich.

          „Ob die derzeit ergriffenen Maßnahmen das Problem ernsthaft angehen, bezweifel ich.
          Und ob es überhaupt ein ernsthaftes Interesse gibt, sie anzugehen, auch.“

          So lange Fiat-Chrysler von Tesla „Emissionsrechte“ kaufen kann, um sich an den Dodge Ram Pickups dumm und dusselig zu verdienen, bezweifle ich beides.

          Darf ich einen Schritt zurück treten?
          Wer hat überhaupt „Verschmutzung“ zu einem handelbaren Gut gemacht?
          Wodurch ist denn „Verschmutzung“ als Ware substituierbar?
          Sie haben einen „Markt“ für ein „Produkt“ erfunden, das Umweltverschmutzung zu einem Finanzprodukt macht.
          Der Witz ist, wir sollten uns nicht über den Preis für das Produkt aufzuregen, sondern darüber, dass wir überhaupt CO2 streng in der neoliberalen Gedankenwelt behandeln.

          Der Mechanismus dahinter ist m.E.: Der Markt wird es schon richten!
          Vordergründig läuft die Debatte um den Betrag für eine Tonne CO2, der dahinter stehende Betrug ist, irgendwer (ein höheres Wesen) hätte die Kompetenz, die Schädigung in einem Betrag auszudrücken.
          Es ist völlig egal, ob der Betrag 31,12 Euro (Erleichterung) oder 3112 Euro (outrage!) sind.
          In beiden Fällen akzeptiert das Publikum die versteckte Prämisse.

          Das tun sie auch nicht unter repressiven Zwang, sondern in einer ideologisch großen Koalition gegen einen echten Wandel.
          In einem echten Wandel wäre das Publikum beteiligt an den Botschaften an das Publikum, in einem fake appellieren think tanks an das Publikum, um die versteckte Prämisse zu akzeptieren.

          Eine Demokratie braucht keine religiösen Erlösungs- und Errettungsfiguren.
          „Wir brauchen keinen starken Mann (Anm. Frau),
          denn wir sind selber stark genug.
          Wir wissen selber, was zu tun ist,
          unser Kopf ist groß genug.“ (Ton Steine Scherben)

          Was uns mit Greta präsentiert wird, hat mit demokratischen Sehnsüchten und Hoffnungen nichts zu tun.
          Deshalb wird sie uns präsentiert.

      • Die Tatsache dass ein Ökohype lange anhält bedeutet nicht, dass er wahr ist, nur dass dafür effektive Propaganda gemacht wird (und wer will das bestreiten). Der Waldsterben-Hype hat nicht so lange durchgehalten.

        • Während ich den damaligen Umweltfreunden noch halbwegs glaube, dass es ihnen wirklich um die Sache ging („Angst vor der Atomkraft“, „Waldsterben“), so habe ich bei der aktuellen Situation immer den Hintergedanken mit der Steuer auf die Luft im Kopf.

          Wird CO2 deshalb so verteufelt, weil man damit einen neuen Markt buchstäblich aus dem Nichts erschaffen kann? Wer hat den Benefit von dem Markt? Zunächst mal die Emittenden und auch jene, die diesen künstlichen Markt regulieren. Und das sind ja die Staaten sowie Uno und NGOs….

          Geld es also letztlich doch wieder nur ums Geld und das ganze wird geschickt moralisch als wichtig und gut verpackt?

          • Ich sehe es so ähnlich wie die Erfindung des Fegefeuers: Zuerst war ein irrationaler Volksglaube, und nachdem der sich einmal ausgebreitet hatte haben andere das ausgenutzt und ein noch absurderes Konstrukt dazuerfunden, zu keinem anderen Zweck als damit Kasse zu machen. Dabei gibt es weder den christlichen Gott noch das Fegefeuer.

            Disclaimer 1: Das Wetter ändert sich ständig, und niemand bestreitet das.
            Disclaimer 2: Die Menschheit verändert das Klima seit es sie gibt, und niemand bestreitet das
            Disclaimer 3: Eine Katastrophe steht deswegen aber nicht bevor, und man kann beides nicht aufhalten.
            Disclaimer 4: Umweltschutz ist eine richtige und notwendige Sache, der sog. „Klimaschutz“ hat damit aber nichts zu tun und bewirkt auch keine bessere Luft, sondern trägt im Gegenteil zur Erhöhung der Schadstoffe bei.

          • @Anorak2:
            Jo so wird wahrscheinlich ein Schuh draus, macht Sinn was du sagst.

            Wie kann also ein böser Kapitalist wie ich ebenfalls meinen legalen monetären Gewinn aus dem Hype ziehen, schliesslich will ich auch ein Stück vom Kuchen?

  5. Die Frage ist spannend, da Greta von vielen eher noch als Kind wahrgenommen wird. Bei Kindern sind zwar die männlichen aufmüpfig, bildungsfern, Störenfriede und gewalttätig, aber noch nicht per se böse. So richtig toxisch, patriarchal und bekämpfenswert werden sie ja erst nach dem Erreichen der Geschlechtsreife angesehen. Und die wäre mit 16 sicher bei einem Junge schon eingetreten.

    Daher vermute ich, dass Gerd zunächst wenig Verständnis bekommen hätte für seinen Schulstreik. Das nimmt man doch einem Jungen nicht ab, dass der Schule schwänzt für eine hehres Ziel. Und dass ihm seine Kindheit geraubt wurde und er stattdessen nach dem Stimmbruch interkontenentale Segeltörns über den Atlantik machen muss – darüber würde die halbe Welt spotten.

    Vielleicht hätte er über die psychiatrische Diagnose Asperger etwas reißen können, aber viele würden dann eher einen Psychopathen in ihm sehen (Wie gefährlich ist Gerd wirklich?), der uns mit Atomkraft umbringen und unsere Wachstumsgesellschaft zerschmettern will.

    Gerd sollte lieber schnell wieder hinter seiner Baller-Konsole verschwinden, um da die Welt zu retten.

    • „Die Frage ist spannend, da Greta von vielen eher noch als Kind wahrgenommen wird.“

      Sie scheint zumindest wie Pippi Langstrumpf nicht zu altern.
      Letzte Woche wurde sie mit „… die 16-jährige Schwedin …“ anmoderiert.
      16-jährig war sie schon im September letzten Jahres.

      Wer weiß, wie alt sie wirklich ist 🙂

  6. Kleine Mädchen sind die Unschuld in Person. Kinder triggern Beschützerinstinkte, kleine Mädchen insbesondere, weil sie als besonders schwach und schutzbedürftig gelten. Politische Agitatoren haben sich diesen Mechanismus schon immer zu Nutze gemacht und sich gerne mit Kindern abbilden lassen, insbesondere mit strahlenden Mädchen. Und natürlich, wenn ein kleines Mädchen daher sagt, es habe Angst, dann muss man da doch mal etwas tun!

    Allerdings gehört zu dem Phänomen Greta auch noch eine geschickte Platzierung in den Medien, was Ingmar Rentzhog professionell gelang. Der Klimaalarmismus hat seit je her junge Mädchen genutzt, um sie vor solch Klimakonferenzen zu stellen und Reden halten zu lassen.

    Die haben aber alle nur für ein paar Tage bisschen Aufmerksamkeit gehabt und waren schnell wieder vergessen. Rentzhog hat es geschafft, Greta so zu platzieren, dass das mehr als eine Eintagsfliege war. Severn Cullis-Suzuki sagt im Grunde genau dasselbe was Greta sagt. Man möge sich mal überlegen, was bei Severn anders war als bei Greta. Nur eine andere Zeit? Klimaalarmismus gibt es seit den 1970ern (vgl. Earth Day, 1970 – unter dem Eindruck der ersten Bilder der Erde aus dem All insb. im Rahmen der Mondlandung 1969) und bereits damals gab es Klimaforscher die was davon erzählten, dass 3 Milliarden Menschen bis 1990 am Klimawandel gestorben sein werden würden (Hinweis: 1970 gab es etwa 4 Milliarden Menschen auf der Erde).
    Ich denke, Severn und andere Mädchen, die seit Jahrzehnten vor Klimakonferenzen platziert wurden, hatten einfach keinen Renthog, der ihr beim Kickstart half und mit guten Kontakten zu einflussreichen Medien versorgte.

    Jedenfalls ermöglicht die Nutzung von kleinen Mädchen für politische Agitation einen besonderen Mechanismus: Man kann sie als Schild benutzen und Kritikern vorwerfen, sie würden kleine Mädchen angreifen respektive Kritik abschmettern mit dem Vorwurf, man hätte vor kleinen, unschuldigen Mädchen Angst (wie lächerlich ein Trump der es wagt, gegen ein kleines Mädchen zu sticheln HOW DARE YOU). Würden Mädchen nicht als schwach, klein und unschuldig gelten, würde dieser Mechanismus nicht funktionieren. Letztendlich kann man Menschen damit an ihren Emotionen packen und das war seit je her die effektivste Art, um Massen zu manipulieren, weil es Unterprogramme in unserem animalischen Hirn triggert.

    PS Wie heißt eigentlich der Teenager, der mit seinen Erfindungen die Meere vom Plastik befreien wollte? Boyan Slat. Kennt kaum jemand. Trotz TedX-Talk.

    • Das ist wieder Womensplaining, wie ich es seit dem Kindergarten kenne. Nun sagt doch mal etwas – aber das Richtige bitte! Das Korsett des für Männer Sagbaren ist inzwischen extrem eng geschnürt. Sprüche oder Witze mit frechem oder gar sexualisiertem Hintergrund führen inzwischen zu Abmahnungen, Shitstorms, Ächtungen.

      Und dann kommen die Herrenfrauen und bewerten dein Schweigen als Aggression, gegen die sie sich zur Wehr setzen müssen.

      Im ZEIT-Artikel wird übrigens schön der Unterschied zwischen Feministen und Herrenfrauen deutlich. Feministen sind unabhängig vom Geschlecht präsent, Herrenfrauen hingegen schöpfen aus dem modernen Feminismus die Herrschsucht und stellen sich in allen Lebensbereichen über andere Geschlechter und die Kinder. Sie bestimmen (gut dokumentiert bei den GRÜNEN), wann ein Mann etwas sagen muss – und wann er die Klappe zu halten hat. Was ihn dann wiederum zum Bösewicht macht.

    • Ein aggressiver Junge würde sicherlich auch anders bewertet werden.

      Dem kann man sich eigentlich nur anschließen. Wir erinnern uns kurz an das (auch hier schon erwähnte) Experiment mit dem Babyfoto, bei dem die Testkandidatinnen das abgebildete Kleinkind je nach Geschlecht als verängstigt, schüchtern oder aber aggressive, herrisch eingestuft worden war.
      Ein 16-jähriger Junge, der sich hinstellt und will, dass „wir Angst haben“, hätte gute Chancen, als Terrorist angesehen zu werden.

  7. Ja. Natürlich nicht von den hypenden aktuellen Medien, aber als Sektenführer taugen Männer deutlich mehr

    In 5 Jahren kräht da kein Hahn mehr nach.

    Ihr sucht nach Jesus, nicht nach Robin Hood.

      • Ich kann Wasser in Wein verwandeln, in sehr guten Wein sogar. Das Problem ist nur, die Strafen dafür sind zu hoch. Jesus würde heute einen saftige Geldstrafe kassieren und bekäme Berufsverbot 🙂

        Dumme 16jährige dagegen dürfen uns terrorisieren. Was für eine Welt

        • „Dumme 16jährige dagegen dürfen uns terrorisieren. Was für eine Welt“

          Womit terrorisiert sie Dich denn?
          Schmeißt sie bei Dir Scheiben ein? Lärmt sie nachts vor dem Haus? Schreibt sie Dir Drohbriefe?

          Wenn nicht, dann regst Du Dich vielleicht über ihre mediale Präsenz auf, aber für die kann sie nur bedingt was.
          Ich mein, es gibt da in den USA nen alten gelbhaarigen Mann mit einem überbordenden Ego, der auch ständig in den Medien ist und mich an seinen stumpfblöden Weisheiten teilhaben lässt, aber er terrorisiert mich nicht, er nervt mich nur, so wie sein strubbeliges wasserstoffblondes Ego in England.

          • Grate terrorisiert mich nicht persönlich. Es sind die Medien und die Politik, die das tun. Die Energiepolitik ist grottenschlecht und der Terror ist real. Bei Überlast wird meiner Gemeinde nämlich der Strom abgedreht, da das Netz nicht mehr stabil ist. Und das kommt immer häufiger vor. Ist echt geil, so 2-3 Stunden ohne Strom.

          • An Arschl*chpropagandakinder*innen besteht ja kein Mangel.
            Wundert mich ja, das die sich nicht spätestens Mitte 20 das Leben nehmen.
            Gerechtfertigst wär’s ja.

      • Komm, Jesus ist nur über einen See gelaufen, Greta kam CO2-neutral über den Atlantik. Also, wenn man die Motorstunden und das Gas zum Kochen ignoriert. Und das Polyester für die neuen Segel. Die Flüge des Skippers. Der Generatordiesel für den Watermaker – oder die Plastikflaschen. Woraus macht man eigentlich die Anti-Kotz-Tabletten-Verpackungen?

  8. „Die permanente Aufregung und der Hype basieren darauf, dass man diese 16-jährige nach völlig anderen Maßstäben bemisst.“

    Nicht „man“, sondern Ökos und ihre Medien. Der Greta-Hype ist ja ein gelenkter Propagandafeldzug, und die Drahtzieher solcher Werbekampagnen setzen gern Frauen ein um die Schutzreflexe vieler Leute zu triggern. Und die Kritiker regen sich nicht über Greta auf, sondern über die Propagandakampagne die mit solchen Reflexen hantiert.

    Ein Aspekt ist sicher dass im Öko- und Klimahype viele Frauen vorkommen. Das liegt vielleicht daran dass technisches Wissen bei Frauen weniger häufig vorkommt, so dass sie nicht bemerken wenn ihnen technischer Blödsinn erzählt wird. *)

    *) Disclaimer: Es gibt Frauen, die sich an Technikkenntissen mit jedem männlichen Ingenieur messen können, es sind aber einfach zahlenmäßig weniger. Diese Frauen dürften aber eher nicht zu den Klimagläubigen gehören.

  9. Ich finde diesen Greta Hype ganz schlimm.

    Als „Klimafalke“ ist das, was sie sagt, meist richtig und sehr wichtig. Andererseits ist die Personalisierung des Anliegens maximal absurd. Der Medienzirkus ist sehr abschreckend, und die Gleichsetzung von ihr mit dem Thema hat auch schon Auswüchse gehabt, die ich als bedenklich empfunden habe.

    Klimawandel ist weder ein Mädchen.
    Noch hat Klimawandel Asperger.
    Noch ist Klimawandel 16 Jahre alt.

    Eher ein 70 Jahre altes, geschlechtsloses Monster, das frisst und frist und immer grösser wird, und alles niederwalzt, was ihm in den Weg kommt.

    • „Als „Klimafalke“ ist das, was sie sagt, meist richtig und sehr wichtig.“

      Ich habe bisher weder etwas Richtiges, noch etwas Wichtiges gehört.

      Ich persönlich vermag nicht abschliessend zu beurteilen, ob es den Klimawandel gibt oder nicht.
      Selbst wenn es ihn gibt, dann sagt mir meine komplette Lebenerfahrung, dass sich komplexe Systeme nie monokausal verhalten, sprich die Leiher des „bösen CO2s“ ist meiner Ansicht nach absoluter Bullshit.

      Und selbst wenn sich das „Klima“ tatsächlich durch den Menschen verändert, was ist eigentlich so schlimm daran?
      Das Klima ändert sich auch so ständig. Schau dir halt mal die Erdgeschichte an….
      Was denkst du eigentlich, warum es so etwas wie Eisbären überhaupt gibt? Weils mal ne Zeit lang so warm war, dass die Bären ihren Lebensraum erweitert haben und sich letztlich durch Mutation und Selektion eine Unterart der Eisbären ausgebildet hat. Evolution heisst wörtlich übersetzt Entwicklung und selbige geschieht durch Veränderung – dabei spiel auch die Veränderung der Umwelt eine wesentliche Rolle.

      Wenn ich jetzt von einer normativ-moralischen Prämisse ausgehe wie z.B. „Ich will dass die Natur erhalten bleibt“ kann ich dich beruhigen – die Natur wird sich nicht auslöschen lassen, sondern sich anpassen (survival of the fittest im eigentlichen Sinn). Irgendwann – wenn sich die Sonne aufbläht – ist die Show hier so oder so vorbei. Wer weiss vielleicht schaffts die Natur ja auch ihr Keime ausserhalb unseres Sonnensystems zu befördern, dann wäre nicht mal das Ende der Sonne das Ende der Natur.

      Was ist denn das Monster, vor dem du so Angst hast? Dass die Meeresspiegel ein bisschen steigen? Dass es Hurricanes gibt? Dass die Eisbären aussterben? Was ist so schlimm daran? Weil ein paar Menschen sterben? Gehts darum? Ist es nur scheiss Ethik und Moral was euch Klimawandeljüngern wichtig ist, dass „die Menschheit überlebt“.

      Lassen wir mal die Moral weg. Das ist letztlich ohnehin nur ein unbegründbares „Wollen“ wie die Dinge sein sollen. Betrachtet man das mal logisch abstrahiert sind die Dinge doch so: Jede Spezies muss sich an seine gegebene Umwelt anpassen. Schafft sie das nicht, hat sie eben Pech gehabt und wird aussterben. Das ist die elementare Logik ohne Moral dahinter.

      Wie sieht ein anpassen aus: Die Meeresspiegel steigen? Na dann baut man halt Dämme. Es gibt nur noch Wasser und kein Land mehr? Na dann lebt man halt wie in Waterworld auf selbigem.

      Selbst wenn es den Menschen nicht mehr geben würde? Was wäre eigentlich so schlimm daran? Würde es die Natur auch nur im geringsten jucken? Nein…

      Deshalb lieber Flin:
      Stop worrying about this irrelevant shit and start enjoy living.

      • Ich sehe daran auch kein Problem. Wenn die Menschen aussterben interessiert mich das nicht die Bohne und die Natur lacht über so was, die hat Dinge mitgemacht die unendlich heftiger waren.
        Deswegen denke ich, dass das vor allem eine Propagandageschichte ist. Es geht, vermutlich wie immer, um die Umverteilung von Reichtum von unten nach oben. Und das geht natürlich mit unserer fleißigen Mitarbeit besser als wenn wir dagegen sind. Warum sonst sollten Milliardäre und autoritäre Konservative ein Interesse am Überleben der Unterschicht haben? Warum machen die Medien die sich üblicherweise einen Scheiß um die breite Masse scheren nun dabei mit? Es geht hier nur ums Geld und eventuell noch darum die Konkurrenz (Russland und China) auszuschalten.
        Übrigens ist die Wahrscheinlichkeit eines Atomkrieges mit Russland deutlich höher als, dass es in den nächsten 10 Jahren zu einem massiven Klimaereignis kommt, trotzdem habe ich schon lange keine Demonstrationen oder Veranstaltungen dazu gesehen. Komisch, was?

      • Nein falsch, Flin hat vollkommen recht
        Alle die sagen gab es ja schon immer usw. ja auch das stimmt. Aber sie sehen nicht die Einzigartigkeit des gegenwärtigen Wandels.
        Noch nie gab es auf der Erde eine Spezies, die sich so verbissen gewehrt hat in Massen zu verrecken, wenn kein Platz mehr für sie da ist.
        Diese ganze gutmenschelende Helferindustrie ist absurd. Das einzige was sie erreichen, wenn sie heute 1 Mill Menschen vor dem Verrecken retten ist, das in 10 Jahren 10 Mill. Menschen am Verrecken sind.
        Die Menschen sind so witzig, die glauben immer noch man könne mit Naturgesetzen verhandeln.
        Später werden sie von „Mutter Natur“ so auf die Fresse kriegen, wie sie es sich jetzt überhaupt noch nicht vorstellen können.
        Ja viele Prognosen waren falsch und zu pessimistisch. Das ändert aber nichts an der Realität. Der Schluß, daß ein Fehlverhalten in Zukunft weiter gut geht, nur weil es bisher gut ging ist meistens falsch.

    • Ich fänd’s gut, wenn Du bei Deinen Überlegungen zum Klima drei ganz verschiedene Aussagen trennen würdest:

      1) Das Klima verändert sich so-und-so (bzw. es verändert sich so-und-so nicht)
      2) Die Ursache für die-die-die (Nicht-)Veränderung des Klimas ist das-und-das (z. B. die zunehmende Menge von Treibhausgasen, die vom Menschen in die Umwelt gelassen wird)
      3) Das Veränderung des Klimas kann durch das-und-das so-und-so beeinflusst werden (z. B. aufgehalten werden durch die Maßnahmen des Pariser Abkommens von 2015).

      Wenn Du Dich auf die Aussage 1) festgelegt hast („… Klimawandel …“), dann hast Du Dich noch lange nicht auf eine Position zu den Aussagen 2) und 3) festgelegt. Man sollte nicht glauben, dass ein sich änderndes Klima eben auch schon beinhaltet, dass die Treibhausgase die (wesentliche) Ursache sind, und dass der Mensch durch geeignete Maßnahmen (Pariser Abkommen oder so) diesen Klimawandel aufhalten kann.

      Die Aussagen 2) und 3) sind unabhängig von 1) und müssen einzeln nachgewiesen werden.

      Hier nur mal so eine kleine Anregung zu Aussage 2):

      https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/feart.2019.00223/full

      • Sehr richtig. Und genau genommen kommt es innerhalb von 3) dann auch noch darauf an, ob die durch den Versuch der Beeinflussung erzeugten Lasten geringer als die Folgen der Hinnahme des Klimawandels sind. Denn natürlich könnte man einfach 5 Mrd. Menschen vergasen und würde damit ziemlich sicher den menschlichen Einfluss aufs Klima weitgehend beseitigen. Aber besser wäre das eben nicht.

        • Denn natürlich könnte man einfach 5 Mrd. Menschen vergasen

          Selbst ich finde es seltsam, diese Methode – und sei es nur hypothetisch – aus dem Mund eines Deutschen zu hören.

          • Ich finde IHs Beispiel mit der Massenvernichtung nicht so unpassend, weil ja viele Environmentalisten eine drastische Dezimierung der Menschheit befürworten oder gar anstreben.

          • Dass Thanos das Idol so manchen Umweltaktivisten ist, ist die eine Sache.

            Ich stolperte darüber, dass IH nicht mit einem juwelenbestückten Handschuh schnipsen wollte, sondern eine andere Methode in Betracht zog.

          • @only me Es gibt „Klimaschützer“ die wörtlich einen Holocaust fordern. Die Formulierungen sind nicht übertrieben, und es ist nicht die Schuld desjenigen der das wörtlich wiederholt, sondern derjenigen die es sich ausgedacht haben.

            „Linkola believes that democracy is a mistake, saying he prefers dictatorships and only radical change can prevent ecological collapse. He contends that the human populations of the world, regardless if they are developed or underdeveloped, do not deserve to survive at the expense of the biosphere as a whole In May 1994, Linkola was featured on the front page of The Wall Street Journal Europe.[8] He said he was for a radical reduction in the world population and was quoted as saying about a future world war, „If there were a button I could press, I would sacrifice myself without hesitating, if it meant millions of people would die.“

            https://en.wikipedia.org/wiki/Pentti_Linkola

            Und von einer Homepage, die offenbar Anhänger von ihm betreiben:

            „We will have to…learn from the history of revolutionary movements — the national socialists, the Finnish Stalinists, from the many stages of the Russian revolution, from the methods of the Red Brigades — and forget our narcissistic selves.“


            Birthgiving must be licenced. To enhance population quality, genetically or socially unfit homes will be denied offspring, so that several birth licences can be allowed to families of quality.
            Energy production must be drastically reduced. Electricity is allowed only for the most necessary lighting and communications.
            Food: Hunting must be made more efficient. Human diet will include rats and invertebrate animals. Agriculture moves to small un-mechanized units. All human manure is used as fertilizer.
            Traffic is mostly done with bicycles and rowing boats. Private cars are confiscated. Long-distance travel is done with sparse mass transport. Trees will be planted on most roads.
            Foreign affairs: All mass immigration and most of import-export trade must stop. Cross-border travel is allowed only for small numbers of diplomats and correspondents.
            Business will mostly end. Manufacture is allowed only for well argumented needs. All major manufacturing capacity is state owned. Products will be durable and last for generations.
            Science and schooling: Education will concentrate on practical skills. All competition is rooted out. Technological research is reduced to extreme minimum. But every child will learn how to clean a fish in a way that only the big shiny bones are left over.“

            http://www.penttilinkola.com/pentti_linkola/ecofascism/

            Der Klimawahn nur logisch zu Ende gedacht.

          • @OnlyMe: Ich wollte das schon vor ein paar Stunden schreiben, aber nach Deinem Reply unten, dass man ja „nicht einfach mit einem Handschuh schnippsen“ könne – Fällt Dir denn was effizienteres ein als Vergasen? So rein von historischen Beispiel war das ganz enorm effizient; der Holocaust unterscheidet sich ja von zahlenmäßig größeren Massenmorden wie Stalins oder Maos v.a. dadurch, dass er „industrialisiert“, also gezielt, effizient und effektiv war; nicht so sehr durch die Zahl der Toten.

            Und damit mich hier niemand falsch versteht: Ich finde es total falsch, grundlos Menschen umzubringen. Die verhungern von ganz alleine. Aber: lh’s 5 Milliarden sind vielleicht etwas hoch, aber was machst Du denn mit der bald einen Milliarde, die sich nicht ernähren kann? Füttern? Von was? „An der Grenze erschießen“ ist sackteuer; ein Schuss NATO 7.62×51 kostet fast einen Dollar – und man verschießt so 10.000 davon, um einen umzubringen. Wer zahlt das?

            Gott, ich klinge wie ein Unmensch. Wir können uns das schon leisten, die durchzufüttern. Aber wenn wir sie „dafür“ nicht sterilisieren, geht das nicht mehr ewig.

          • „Gott, ich klinge wie ein Unmensch.“

            Jupp.

            Ich fürchte, das werden in den nächsten Jahrzehnten noch viel mehr tun.

        • Man könnte ein Virus entwickeln, das 90% der Betroffenen unfruchtbar macht. Und wenn man dieses Virus so entwickelt, das es auf bestimmte Marker anspricht, dann wäre das relativ human.

          Würde ich persönlich nicht tun, aber so rein technisch wäre es eine Option.

          • Vergasen, Erschießen, Virus alles kontraproduktiv. Wohlstand ist das beste Verhütungsmittel. Es reicht dafür zu sorgen, dass die Welt in Wohlstand lebt, um das Bevölkerungswachstum zu stoppen.

        • Es gäbe eine durchführbare Alternative zur Vergasung von 5 Mrd. Menschen. Termiten produzieren 10 mal soviel CO2 wie Menschen (Piers Corbyn). Wenn man 10% der Termitenpopulation vernichten würde, könnte man das CO2 Konto des Menschen auf Null setzen. Das hätte weitere Vorteile: Gebäude würden länger nutzbar sein, und man könnte die Hypothese der CO2 Klimaschädlichkeit verifizieren bzw. falsifizieren. Wenn die Menschheit wirklich vor ihrem Untergang stünde wäre dies sicherlich eine ethisch zu vertretende Maßnahme. Das zeigt auch, dass die Klimaretter nicht über Alternativen diskutieren wollen und, dass es nicht wirklich ums Klima geht.

  10. „Was ist denn das Monster, vor dem du so Angst hast? Dass die Meeresspiegel ein bisschen steigen? Dass es Hurricanes gibt? Dass die Eisbären aussterben? Was ist so schlimm daran? Weil ein paar Menschen sterben? Gehts darum? Ist es nur scheiss Ethik und Moral was euch Klimawandeljüngern wichtig ist, dass „die Menschheit überlebt“.“

    Vielleicht weil wir Kinder haben, die das Leben genauso genießen sollen, wie wir?

    Letzte Woche gab es auf ? (WDR 3, WDR 5) ein Feature über Mali.
    Bis dahin war für mich immer klar, dass der dortige Bürgerkrieg und muslimische Terror eine Folge der allgemeinen Radikalisierung der muslimischen Welt seit dem IS ist.
    Ich musste lernen, dass die Ursachen andere sind, die deshalb eben auch nicht mit Panzern und durch UN-Truppen gelöst werden können.
    Kurz zusammengefasst leben dort wohl zwei Volksgruppen auf demselben Territorium, von denen die eine (christliche?) sesshaft ist und Ackerbau betreibt, die andere (muslimische) nomadisiert und Viehzucht betreibt. Beide Volksgruppen lebten religiös sehr tolerant zusammen und hatten ein uraltes Agreement, nach dem die Nomaden ihr Vieh nach der Ernte der Feldfrüchte (Hirse) auf die Flächen der Ackerbauer treiben durften.
    Das Agreement war nicht „Nach der Ernte“, sondern „ab dem Soundsovielten des Monats xy“, weil der Anbauzyklus so zuverlässig wie eine Uhr verlief.
    Bedingt durch den Klimawandel ist das Getreide aber zum Datum xy seit einigen Jahren noch nicht reif, so dass das Vieh der Nomaden es wegfrisst. Hinzu kommt, dass die Ernten insgesamt geringer werden.
    Die Ackerbauern sind also gezwungen, sich gegen das Vieh der Nomaden zu wehren, die ihrerseits die Flächen benötigen, damit die Tiere nicht verhungern.
    Bei uns im sattgefressenen Europa kommt das Ganze aber als ein Religionskrieg an und wir glauben, dort vor Ort eine IS-Zelle bekämpfen zu können.

    Der mörderische Verteilungskampf hat also schon begonnen. Und es ist atemberaubend zynisch, satt und zufrieden aus dem Fernsehsessel bei einem Bier über eine „scheiss Ethik“ der Hungernden zu palavern.

    • Danke, shitlord!
      By the way, ich würde wieder gerne mehr Artikel von dir auf deiner Seite sehen…

      Carnofis:
      Jaja, das Leid anderer, die den bösen weissen Mann im Westen nicht interessieren.
      Fehlt nur noch, dass du die Verantwortung für das Problem in Mali auch darauf zurück führst.
      Wie wäre es mit Ausbeutung oder Kolonisierung?

      Ich will dir was sagen: Ja es ist mir tatsächlich eigentlich relativ egal was in Mali passiert. Das sollen mal die Mali unter sich ausmachen. Der einzige Unterschied zwischen mir und den meisten Menschen ist, dass ich es zugebe. Denen ist es aber auch genauso scheiss egal. Denn wenn dem nicht so würden sie ja AKTIV etwas TUN und nicht nur daherlabern. Lippenbekenntnisse sind wertlos. Auf Taten kommt es an. Und jetzt komm mir nicht damit, dass du ja aktiv mit hilfst, in dem du in deinem Fernsehsessel „klimaneutral“ furzen würdest oder 5 Euro pro Monat spendest. Das bringt den Leuten in Mali nämlich genau Null. Also engagierst du dich wirklich in Mali? Oder erkaufst du dir nur feige ein gutes Gewissen ein guter Mensch zu sein, weil du irgendwelche sinnlosen Ersatzhandlungen machst wie mit dem Rad statt dem Auto zu fahren.
      Nenn mich zynisch – ich nenne es ehrlich.

      „Vielleicht weil wir Kinder haben, die das Leben genauso genießen sollen, wie wir?“
      Gehts dir um deine eigenen Kinder? Also glaubst du ernsthaft die Welt geht in 10/20/50/100 Jahren unter, wenn man so weiter macht wie bisher? Oder gehts dir um deine Kindeskinder in x Generationen? Warum arbeitest du dann nicht mit allen Mitteln an einer Lösung, dass die Menschheit aus dem Sonnensystem raus kommt? Das wäre die einzig vernünftige wirklich langfristige Lösung, sofern man dieses moralische Ziel hat, die Menschheit zu erhalten.

      • Carnofis hat geschildert, dass der Klimawandel bereits jetzt zu Verteilungskämpfen führt, die in Kriegen ausarten können, welche durch die meisten Medien als religiöse Konflikte dargestellt werden.
        Das ist eine leicht überprüfbare Aussage.
        Das Land Mali diente dabei nur als ein Beispiel.
        Bevölkerungswachstum kommt erschwerend hinzu – nur kann man politisch vor Ort etwas gegen dieses tun, nicht aber gegen die Ausbreitung von Wüsten durch den Klimawandel.

        Zu sagen, das von Carnofis gewählte Beispiel müsste ihn bewegen, ausgerechnet in Mali tätig zu werden , sonst wäre er nicht glaubwürdig, ist grotesk.
        Wenn ich gegen die Überfischung der Weltmeere bin, fange ich nicht an auf dem Atlantik zu protestieren, sondern werde lokal tätig, denn das ist realistisch.

        Konkrete Handlungsalternativen „wie mit dem Rad statt dem Auto zu fahren“ zu einer „sinnlosen Ersatzhandlung“ machen, hingegen Science Fiction-Utopien, wie die „Menschheit aus dem Sonnensystem“ zu bringen zu propagieren, liegt für mich auf dem gleichen Niveau.
        Letzteres ist mit den derzeitig existierenden Technologie nicht machbar, Fahrräder gibt es seit über 100 Jahren.
        Sicher, Fusionsreaktoren könnten eine Alternative zur Energieerzeugung sein, aber selbst Lesch hat das Projekt mit dem Bau einer Kathedrale verglichen und alternative, nachhaltige Möglichkeiten zur Energieerzeugung existieren bereits jetzt.

        Letztlich dreht es sich für dich aus meiner Sicht darum darauf zu beharren, man könne so „weiter machen wie bisher“. Und das klappt nicht.

        • „Und das klappt nicht.“

          Ich habe immer noch nichts gehört, was klappen würde.

          Wir könnten Deutschland abschalten und damit 2% sparen. Das klappt und bringt nichts.
          Wir können versuchen, Afrika, China und Indien zu überreden, ihren Lebensstandard nicht weiter anzuheben. Das klappt auch nicht.

          Was klappt denn nun?

          • „Was klappt denn nun?“

            Die Tür. Die, die man vor dem rasant ansteigenden Zuwachs an neuen Menschen zuschlagen müsste.
            Ohne Geburtenkontrolle können wir hoch oder niedrig hopsen und es wird nichts bringen.
            Zu glauben, dass eine Handvoll Technologieländer die Welt – ohne die Hilfe von bspw. Afrika, oder Indien, im Alleingang rettet, ist zudem eine ziemlich rassistische Annahme.

          • @only me @Frank

            Das erste wäre die Umstellung der Energieerzeugung auf nachhaltig, an der China übrigens ziemlich massiv arbeitet.
            Der nächste Punkt Anhebung des Lebensstandards, ohne in den gleichen unkritischen Konsumerismus zu verfallen, der uns zu schaffen macht.
            Stichworte zum Thema Elektroschrott und was man dagegen tun kann: Verbot der geplanten Obsoleszenz, Recht auf Reparatur, Verbot nicht reparierbar produzierter Geräte, Ersatzteilgarantie auf x-Jahre.
            Und die hiesigen Konsumenten sollten sich an die eigene Nase fassen, ob sie bspw. tatsächlich alle zwei Jahre ein neues Handy/TV/Tablet brauchen.

            Das muss man gemeinsam Punkt für Punkt für Punkt zu jedem Thema durchgehen, rational eine Gesamtbilanz erstellen und Alternativen entwickeln. Gesamtbilanz, weil bspw. die böse PET-Flasche ökologischer ist als eine Einweg-Glasflasche. Das würden reine Ökos abstreiten, es ist aber nachweisbar so.
            Außerdem gehen mir die Heuchler bspw. in der deutschen Buchbranche auf den Sack, die ihre Öko-Bücher sorgfältig in Plastikfolie verpackt verkaufen (gestern einen zweiteiligen Band zur „Klimakrise“ ausgepackt, einzeln verpackt, versteht sich). Das nur am Rande.

            Ich lasse mich nicht auf käsige Debatten ein, a la „der böse Westen verpestet die Welt“, wenn solche Kritiker ein Auto aus diesem Westen importieren und genau wissen, die Energie wurde natürlich im Westen für eben dieses, sein Auto verbraucht und der Müll dort produziert. Die Produkte zu kaufen, aber die Produktion zu diabolisieren ist albern. Damit sind wir auch beim nächsten Punkt: Globalisierung in der bisherigen Form ist nur so lange möglich, wie auch die Transportkosten billig sind und die sind billig, weil der Dreck, der für den Transport eines Containers rund um die Welt anfällt nichts bezahlt wird.

            Anyway: Das globalisierte Exportmodell „westlich-kapitalistische Wohlstandsgesellschaft“ war zwar ein Verkaufsschlager, aber dessen globaler Ressourcenverbrauch zeigt, er ist so nicht durchzuhalten.

            „Ohne Geburtenkontrolle können wir hoch oder niedrig hopsen und es wird nichts bringen.
            Zu glauben, dass eine Handvoll Technologieländer die Welt – ohne die Hilfe von bspw. Afrika, oder Indien, im Alleingang rettet, ist zudem eine ziemlich rassistische Annahme.“

            Die Kinderproduktion hat für die Eltern den nachvollziehbaren Grund, im Alter versorgt zu werden.
            Um so mehr Kinder, auf desto mehr Schultern verteilt sich diese Last. In diesem System ist die Handlungweise rational.
            Aus diesem Grund gibt es bei uns eine Rentenversicherung, die solche Zwänge gar nicht erst entstehen lässt. D.h. Geburtenkontrolle ist kein rein medizinisches Thema (obwohl Sexualaufklärung tatsächlich notwendig ist), sondern ebenfalls ein soziales.

            Es ist zudem ein politisches und ökonomisches, weil durch Freihandelsabkommen und extrem subventionierte Nahrungsmittelexporte der EU dafür gesorgt wird, dass einheimische Märkte (z.B. in Afrika) ruiniert werden. Diesem Wahnsinn ein Ende zu bereiten nutzt dem europäischen Steuerzahler und dem afrikanischen Bauern. Der hat Arbeit, der Staat erhält Steuern, Steuern Voraussetzung für Sozialstaat.

            Man muss allerdings auch den afrikanischen usw. Eliten klar machen, dass es nicht die Aufgabe Europas ist, den Überschuss an Menschen aufzunehmen, für den zu sorgen sie gar nicht in der Lage sind.
            Der Widerstand gegen notwendigen gesellschaftlichen Wandel ist kein rein europäisches Problem oder eines „des Westens“. Falls mich das zu einem „Rassisten“ machen sollte – Scheiß drauf.

          • Das muss man gemeinsam Punkt für Punkt für Punkt zu jedem Thema durchgehen

            Die „Wir müssten nur vernünftig sein, und alle an einem Strang ziehen“ Utopie.

            Wie kann sich bloß die Legende, der Mensch sei vernünftig, immer noch halten?

          • „Ohne Geburtenkontrolle können wir hoch oder niedrig hopsen und es wird nichts bringen.
            Zu glauben, dass eine Handvoll Technologieländer die Welt – ohne die Hilfe von bspw. Afrika, oder Indien, im Alleingang rettet, ist zudem eine ziemlich rassistische Annahme.“

            Ich habe es schon mehrfach hier eingestellt, dass mit wenigen Ausnahmen weltweit die Geburtenrate steil absinkt – auch in Indien.
            Such mal selber den Beitrag in der Reihe „novo-Argumente“ unter den Stichworten „Geburtenrate“. Ist schon etwas älter, der Beitrag.
            Er zeigt, dass das Argument von den Indern, die sich wie die Karniggel vermehren, langsam echt nur noch ein Gähnen erzeugt. Und er weist den vielleicht derzeit einzigen erfolgreichen Weg zur Senkung der Geburtenrate auf – TV.
            Kostet uns noch nicht mal was.

            Afrika ist problematischer, weil es dort nur in Ausnahmefällen funktionierende staatliche Strukturen gibt.
            Mit der entsprechenden Infrastruktur dürfte auch dort die Geburtenrate stark absinken.

            Aber aus einem anderen Grund ist Afrika nicht für das Klima-Problem verantwortlich zu machen. Der durchschnittliche Afrikaner verbraucht zwischen einem Zehntel und einem Hundertstel der Energie, die der Mitteleuropäer braucht, um durchs Leben zu kommen. So viele Kinder können die Afrikaner also gar nicht haben, dass sie einen entscheidenden Anteil beitragen.

          • @only me

            „Die „Wir müssten nur vernünftig sein, und alle an einem Strang ziehen“ Utopie.
            Wie kann sich bloß die Legende, der Mensch sei vernünftig, immer noch halten?“

            Ach so! Selbstverständlich gehe ich davon aus, dass dem Profitinteressen und Konsuminteressen im Wege stehen. D.h. es lässt sich nur demokratisch lösen, indem die Mehrheit analysiert, entscheidet und es dann umgesetzt wird. In Gesetzesform und in Form der Produktion.

            Wer keine Lust hat, die Produkte im geplanten Sinn und auf diesem Wege herzustellen, kann es gerne in einem anderen Land tun und auch Absatzmärkte in anderen Weltregionen finden.
            Wenn man sich international einig ist – und ich habe gehört, das sogenannte Internetz trägt viel dazu bei – werden aber nicht viele Absatzmärkte verbleiben.

            Anders herum also: „Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit.“ und für Vernunft gilt dies ebenso.

          • „es lässt sich nur demokratisch lösen, indem die Mehrheit analysiert“

            Ist hier von der Mehrheit die Rede, die seit 15 Jahren Merkel wählt?

            „“Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit.”“

            Der Siegeszug des Feminismus ist Beleg dafür, dass dieser Grundsatz von allen Menschen verstanden und angewendet wird. Frauen verstehen instinktiv, dass die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern notwendigerweise Einschränkungen und Kompromisse für die einzelne bedeuten und würden nie auf die Idee kommen, in dieser Einschränkung eine Unterdrückung zu sehen.

            Anders herum: Ich bewundere deinen Optimismus.

          • „„Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit.“ und für Vernunft gilt dies ebenso.“

            Es gilt, ein ganz dickes Brett zu bohren.

            Ich habe gerade in den Nachrichten gehört, dass der entlang der A3 bei Bon geplante Radschnellweg ersatzlos gestrichen wurde, weil – zu teuer. Stattdessen werden die Fahrbahnen und Brücken für den Autoverkehr ausgebaut.
            Die Asphaltjunkies sitzen immer noch an allen politischen Schaltstellen und scheren sich nen feuchten Kehrricht um Klimakrise und deren Begegnung.

          • @only me @carnofis

            „Ist hier von der Mehrheit die Rede, die seit 15 Jahren Merkel wählt?“

            Ja, denn die Linke hat sich einerseits um eine glaubwürdige Alternative für die Mehrheit der Gesellschaft selbst dann nicht bemüht, als ihr in und nach der Finanzkrise eben diese Mehrheit quasi in den Schoss gefallen wäre.
            Andererseits hat Merkel mit ihren „progressiven“ Duftmarken instinktsicher darauf reagiert, die Mehrheit der CDU-Wähler/innen werden in den nächsten 10-15 Jahren einfach wegsterben.

            „Der Siegeszug des Feminismus ist Beleg dafür, dass dieser Grundsatz von allen Menschen verstanden und angewendet wird. Frauen verstehen instinktiv, dass die Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern notwendigerweise Einschränkungen und Kompromisse für die einzelne bedeuten und würden nie auf die Idee kommen, in dieser Einschränkung eine Unterdrückung zu sehen.“

            Ich rede nicht umsonst immer von einem „default“.
            Aus der Sicht von Frauen/Feministinnen generiert das existente Verhältnis der Geschlechter das Minimum an Ansprüchen, das ihnen fraglos und voraussetzungslos zusteht.
            Es ist unser Job, das grundsätzlich in Frage zu stellen.
            Um dann neu zu verhandeln.

            „Anders herum: Ich bewundere deinen Optimismus.“

            Den habe ich so gar nicht. Ich weiß nur, es wird der Zeitpunkt kommen, wo die Herrschenden nicht mehr können und die Beherrschten nicht mehr wollen.
            Die einzige Frage ist, ob das früher eintritt als mein Nebenerwerb als Immobilienhändler für Villen mit Meerblick im Harz. 😉

            GT würde ich immer noch raten: „Lerne zu schwimmen!“ – viel wichtigere „Kompetenz“ als Fotos auf Twitter zu verbreiten, in der sie sinnierend aus der Zugtür hinausschaut. Die sind lächerlich und mich interessiert es einen feuchten Furz, wie die Bahn darauf reagiert hat.

            „Es gilt, ein ganz dickes Brett zu bohren.“

            Jup. Das ist eine gestickte Weisheit für unser Leben.

            „Ich habe gerade in den Nachrichten gehört, dass der entlang der A3 bei Bon geplante Radschnellweg ersatzlos gestrichen wurde, weil – zu teuer. Stattdessen werden die Fahrbahnen und Brücken für den Autoverkehr ausgebaut.
            Die Asphaltjunkies sitzen immer noch an allen politischen Schaltstellen und scheren sich nen feuchten Kehrricht um Klimakrise und deren Begegnung.“

            In jeder Krise gibt es zwei politische Richtungen, in der diese Krisenerfahrungen als Ergebnis fokussiert werden können. Ich fände es sehr schön, wenn wir die Kultur einer individuellen Zurechenbarkeit politischer Entscheidungen einläuten würden.
            Die Veröffentlichung der Namen der Verantwortlichen mit Namen, Foto, (E-mail-) Adresse und Telefonnummer auf Twitter wäre ein Anfang. 🙂

            Ich begrüße „politisches doxing“, weil sich dann keiner mehr damit herausreden kann, er oder sie handle gemäß von „Sachzwängen“. Landet sie oder er gemäß der „erworbenen Verdienste“ in einem lukrativen Posten in der Industrie, würde ich sofort ein Korruptionsverfahren einleiten.
            Entzug sämtlicher Ansprüche auf den Bezug von Pensionen wäre ein nettes Warnsignal für die Korrupten. Ein paar Jahre Beugehaft – ohne Ansehen der Person – würde evtl. das Signal senden, es gibt keinen Staat, der sich auf „Selbstbedienungsladen“ reimt.

          • wenn wir die Kultur einer individuellen Zurechenbarkeit politischer Entscheidungen einläuten würden

            Klar, dass die Politiker noch weniger Skin in the Game haben als Vorstandsvorsitzende oder gar Aufsichtsratsmitglieder, ist eines der grundlegendsten Probleme heute.

            Es ist mir nur vollständig schleierhaft, wie man das ändern könnte, es sei denn, die Gesellschaft wird von Grund auf neu aufgebaut.
            Ich hoffe, das liegt nur daran, dass ich nicht klug genug bin.

        • „Was klappt denn nun?“

          Vor gut einem Jahr hat sich in Stockholm ein 16-jähriges Mädchen gedacht, dass es mit den CO2-Emissionen weltweit so nicht weitergehen kann.
          Das Dummchen glaubte tatsächlich, dass es was bringen würde, wenn es sich mit einem handgeschriebenen Pappschildchen vors Schwedische Parlamentsgebäude setzt und seinen Schulstreik verkündet.
          Den Rest kennst Du selbst.

          • „Den Rest kennst Du selbst.“

            Die Fronten sind tiefer denn je. Die Stimmen „Das mit dem CO2 stimmt so nicht“ sind lauter denn je. China, Afrika und Indien geht das schwedische Mädchen so weit am Arsch vorbei wie eh und je.

            Das nennst du klappen?

            Selbst wohlwollende Menschen denken sich inzwischen, dass Greta vermutlich nichts mehr ist als eine erfolgreiche Marketing-Strategie von Leuten, die sich mit „Alternative Energie“ Anlagen dumm und dusselig verdienen.

            Das ist k e i n e Erfolgsgeschichte.

          • „Die Fronten sind tiefer denn je.“

            Stimmt. Im Zeitalter des Internet hat jeder Scharlatan die gleiche stimmliche Reichweite, wie der fachkundige Experte. Und das Publikum spaltet sich in die Lager der Gläubigen.
            Fast wie im Mittelalter.

            „Die Stimmen „Das mit dem CO2 stimmt so nicht“ sind lauter denn je.“

            Sie mögen lauter sein, aber ihre Zahl hat sich nicht erhöht. Es sind immer dieselben, die schreien.

            „China, Afrika und Indien geht das schwedische Mädchen so weit am Arsch vorbei wie eh und je.“

            Mag sein, aber was Du damit tatsächlich sagen willst ist, dass China und Indien – Afrika lass ich aus den obengenannten Gründen mal außen vor – kein Interesse an Umweltschutz haben. Und das ist einfach Quatsch. China ist möglicherweise längst der größte Einzelinvestor in Umwelttechnik weltweit. Die Chinesen haben vor einigen Jahren angefangen, sich systematisch in deutsche Umwelttechnik einzukaufen und sie treten auch als häufigste Investoren hiesiger Innovationen auf. Wer hier als deutscher Erfinder auf dem Gebiet Umwelttechnik und Naturschutz arbeitet, hat bei den Chinesen die größten Chancen auf ein offenes Ohr.
            Verabschiede Dich so langsam mal von der Vorstellung, die Chinesen würden immer noch Stahl in kleinen selbstgebauten Hinterhoföfen über rußiger Kohle schmelzen.
            Peking hat vielleicht bis vor 10 Jahren geglaubt, Umweltschutz sei eine Erfindung des dekadenten Westens und die Luft- und Wasserzustände im Reich der Mitte waren noch mit „katastrophal“ freundlich umschrieben. Inzwischen haben die Apparatschiks dort aber zugelernt und holen mit Riesenschritten auf.

            „Selbst wohlwollende Menschen denken sich inzwischen, dass Greta vermutlich nichts mehr ist als eine erfolgreiche Marketing-Strategie von Leuten, die sich mit „Alternative Energie“ Anlagen dumm und dusselig verdienen.“

            An wen dachtest Du dabei?
            Mir fällt so ad hoc keiner ein, der sich an solchen Anlagen dumm und dusselig verdient.
            Im Gegenteil, hohe Investitionen in die Sparte sind mit sehr hohen Risiken behaftet, weshalb sich in erster Linie dort der Mittelstand mit kleinen und mittleren Betrieben tummelt.
            Gigantische Gewinnmargen dagegen versprechen z.B. zentrale Großkraftwerke, verbunden mit einem Angebotsmonopol, wie wir es bis Anfang der 90er Jahre hatten.
            Und auch heute sehe ich die hohen Gewinnmargen weit häufiger außerhalb der „Alternativen Energien“.

    • @carnofis Die ÖR-Sender projizieren derzeit alles Geschehen in der Welt auf ihre aktuelle Leitideologie, und die ist im Moment der Klimawahn. Wer nur einen Hammer hat, behandelt eben jedes Problem als Nagel. Ein solcher Ansatz ist ideologiegetränkt bis zur Unterlippe. Wären sie Kommunisten, würden sie die Probleme mit dem Klassenkampf erklären, und wären sie Scientologen dann damit dass die Erde noch nicht „clear“ ist. Wenn das ideologische Ziel erstmal feststeht, kann man alles so hindrehen dass es passt. Du solltest lernen dass die Interpretationen grünlastiger Journalisten nicht die Milch der Erkenntnis sind, sondern ein Produkt der Sozialisation der Journalisten selbst. So ein Feature sagt dir nichts über Mali, aber viel über den Zustand des WDR.

  11. Der Gerd wäre schon unten durch, wenn er eine ähnlich „problematische“ Frisur wie Greta hätte, die aussieht wie direkt dem BDM entsprungen. Dafür würde schon die Kahane-Stiftung sorgen.

  12. Ich finde bemerkenswert, wie nahezu synchron via Medien Thunberg, Neubauer und Rackete aus dem Nichts auf die große Bühne katapultiert worden, nachdem schon eine ganze Weile die Negativmarke „alte, weiße Männer“ befeuert wurde.

  13. „Ein junges autistisches Mädchen ist insoweit einfach das bessere „Meme“ in dem Kampf.“

    Sie ist dazu perfekt geeignet.

    Bedient den Niedlichkeitstrigger und Beschützerinstinkt, kann perfekt posen, kann (vorher gelerntes) frei reden ohne zu kichern. Ist weiblich (postpubertär) aber löst keine sexuellen Neidreflexe bei Frauen aus. Ein massenmedialer Selbstläufer.

    Da braucht es dann nicht mehr viel, um sie zu medialen Ikone zu stilisieren.

  14. Klar hätte es auch ein Junge sein können, sogar ein Schulabbrecher. Nur eben kein weißer Junge, gar ein Deutscher. Aber den „edlen Wilden“ lässt man all das ohne Weiteres durchgehen. Allerdings wären die ein größeres Risiko, schon Greta labert ja teilweise grenzwertiges Zeug, ein „eye Alder, schütz mal die verfi*kte Umwelt“ eignet sich halt nicht ganz so gut als Schlagzeile.

    Immer schön entlang der Opferpyramide, so kompliziert denken die gar nicht, wenn man einmal dahinter gestiegen ist, kann man die Reaktionen fast immer treffgenau vorhersagen…

    Ist aber auch egal. Greta ist eine Kunstfigur, ein ausgenutztes und für diesen Zweck aufgebautes Kind. Sie tut mir leid.

  15. tldr;

    Natürlich würde ein Junge anders wahrgenommen werden. Nur von Frauen akzeptiert man, dass sie durch jammern und meckern kommunizieren anstatt die Fresse zu halten und was zu schaffen.

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