„Die Diktatur der Richtigen“ und die Demokratie

Lucas Schoppe hat in einem Artikel mal wieder etwas interessantes geschrieben:

Der WDR-Wirtschaftsredakteur Ulrich Ueckerseifer erklärt im Interview, welche realen Folgen es hätte, Thunbergs implizite Forderung nach einem Ende wirtschaftlichen Wachstums zu erfüllen.

Salopp gesagt: ein bisschen wie China, aber ökologisch. Es müsste sehr starke Vorgaben geben, man würde sehr starke Grenzen setzen, man dürfte keine Umweltverschmutzung mehr produzieren. Dann wird es aber viele Güter nicht mehr geben. […] Das setzt eine hohe Verzichtbereitschaft der Bevölkerung voraus.

In den betonierten Fronten der politischen Diskussionen wurde Ueckerseifer natürlich sogleich vorgeworfen, hier würde ein WDR-Redakteur einer Diktatur das Wort reden. Diese Unterstellung ist falsch, kommt aber nicht aus dem Nichts.

Ich staune selbst darüber, wie alltäglich mittlerweile die Überlegung geworden ist, ob eine Diktatur nicht der Demokratie überlegen wäre: von Robert Habecks Ausführungen dazu bis hin zum Mitarbeiter öffentlich-rechtlicher Sender, der Demokratie für untauglich hält und unbedingt die Notverordnungspolitik wieder aufleben lassen möchte.

Eine Kollegin von einer anderen Schule erzählte mir gerade, dass ihre Schulleiterin sich offen im Kollegium für eine Öko-Diktatur einsetze: Wir hätten über die Jahre hinweg nun einmal zu viel versäumt, und auf demokratischem Wege sei nun nichts mehr zu machen. Panik ist offenbar kein guter Grundgemütszustand für eine Demokratie.

Wenn es nur eine richtige Version gibt, in der Unterdrückte gegen Unterdrücker kämpfen und Macht der Gruppen der einzige Faktor ist, den der Erklärungsansatz kennt, dann ist eine „Diktatur der Richtigen“ (vergleichbar der Französischen Revolution und der staatskommunistischen Idee) eine erstrebenswerte Staatsform.

Das ist etwas, was bei Identitätstheorien mit einem sehr starren Schema von Gut und Böse, aufgebaut auf sozialen Normen, fast zwangsläufig eintreten muss:

Gut und Böse ist klar definiert, wenn auch in den intersektionalen Theorien mit ein paar mehr Kategorien, aber das Prinzip bleibt das gleiche. Es werden Gruppen gebildet, die angeblich um Macht kämpfen, die eine will das Gute erreichen, indem sie die Macht gleichberechtigt verteilt, weswegen sie sie den „Mächtigen“ wegnehmen muss, die anderen klammern sich an die Macht und wollen ihre Privilegien nicht aufgeben. Wer so ein Weltbild hat: Was will derjenige noch mit Demokratie? Sie kann allenfalls Mittel zum Zweck sein um das Gute zu erreichen, aber wenn sich zu viele „an ihre Privilegien klammern“ dann darf man das nicht zulassen, akzeptieren oder als Entscheidung der Mehrheit hinnehmen. Man muss das Gute dennoch durchsetzen, auch zum Wohle der anderen, gerade zu ihrem Wohle, für die bessere Welt.

Bereits im Kommunismus war klar, dass die Revolution blutig werden wird, aber eben für die Herrschaft der Bürger, das Paradies der Arbeitenden.

Wer nur eine Wahrheit akzeptieren kann, der hat wenig Platz für Meinungspluralität. Deswegen ist dort auch immer die Grenze zum Totalitarismus so nah:

Totalitarismus bezeichnet in der Politikwissenschaft eine diktatorische Form von Herrschaft, die, im Unterschied zu einer autoritären Diktatur, in alle sozialen Verhältnisse hineinzuwirken strebt, oft verbunden mit dem Anspruch, einen „neuen Menschen“ gemäß einer bestimmten Ideologie zu formen. Während eine autoritäre Diktatur den Status quo aufrechtzuerhalten sucht, fordert eine totalitäre Diktatur von den Beherrschten eine äußerst aktive Beteiligung am Staatsleben sowie dessen Weiterentwicklung in eine Richtung, die durch die jeweilige Ideologie angewiesen wird.

Typisch sind somit die dauerhafte Mobilisierung in Massenorganisationen und die Ausgrenzung bis hin zur Tötung derer, die sich den totalen Herrschaftsansprüchen tatsächlich oder möglicherweise widersetzen. Als politisches Gegenmodell zum Totalitarismus gilt der demokratisch-freiheitliche, materielle Rechtsstaat mit der durch Grundrechte, Gewaltenteilung und Verfassung gewährleisteten Freiheit der Staatsbürger. Meistens werden sowohl Nationalsozialismus als auch Stalinismus als Prototypen totalitärer Regime eingeordnet.

Natürlich sind wir weit entfernt von einem Totalitarismus mit Tötungen etc. Aber die totalitären Ansätze sind nicht zu verkennen.

Auch hier gilt wahrscheinlich: Wenn sie recht haben, wenn anders die Welt nicht zu retten ist, dann haben sie recht und in gewisser Weise heiligt der Zweck dann die Mittel. Freiwillig werden die Leute, ich hatte es hier bereits ausgeführt, wahrscheinlich in der Tat nicht auf Luxus etc verzichten

Man wird sehen, was die Zukunft bringt.

Interessant ist da auch die Vermischung der intersektionalen Theorien mit dem Kampf gegen die  Klimaerwärmung:

Teilweise scheinen sie gut miteinander auszukommen: Der weiße Mann ist dann doch irgendwie schuld an dem Klimawandel und behindert die Rettung.

Andererseits ist es auch ein Kampf um das effektivere Virtue Signalling: Wird es interessanter an Klimawandeldemonstrationen teilzunehmen als an feministischen Aktionen und bekommen Klimawandelbekämpfer mehr Öffentlichkeit als feministische Kämpfer, dann ergeben sich auch Konkurrenzsituationen.

100 Gedanken zu “„Die Diktatur der Richtigen“ und die Demokratie

  1. Dazu passt die Aktion in Hamburg wo die Vorlesung von Lucke niedergebrüllt wurde. Linke und Grüne finden das nicht so schlimm… Dabei hat das 34 genau so stattgefunden.

    • Wobei die Begründung, Lucke sei ja nunmal offensichtlich ein Faschist und hätte deshalb keine Rechte, fatal an das „Gesunde Volksempfinden“ dieser Zeiten erinnert

  2. „Natürlich sind wir weit entfernt von einem Totalitarismus mit Tötungen etc. Aber die totalitären Ansätze sind nicht zu verkennen.“

    So weit auch wieder nicht. Klimaspinner veröffentlichen bereits fertig formulierte Gesetzestexte für die Bestrafung Andersdenkender:

    „Wer in einer Weise, die geeignet ist, die Abwehr des Klimawandels nach dem Pariser Klima-Abkommen und seinen Folgevereinbarungen zu stören, verächtlich zu machen oder gänzlich zu verhindern, den Klimawandel bezweifelt oder leugnet, wird mit einer Geldstrafe von bis zu 300 Tagessätzen bestraft. Im Wiederholungsfall ist die Strafe Haft“

    http://frblog.de/klimaleugner/

    Das ist ernst gemeint, keine Satie und keine Ironie.

    Auch Todesstrafe haben Klimadeppen schon gefordert.

    https://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/radikaler-professor-todesstrafe-fuer-leugner-des-klimawandels-a-875802.html

    Beachte die zustimmenden Kommentare im SPIEGEL-Forum.

    „Wenn sie recht haben, wenn anders die Welt nicht zu retten ist, dann haben sie recht und in gewisser Weise heiligt der Zweck dann die Mittel. Freiwillig werden die Leute,“

    Nein.

    1. Heiligt der Zweck nie die Mittel. Der Maßstab für sämtliche Politik hat stets und immer das Wohlergehen der Menschen zu sein, dazu gehören Grundrechte, Meinungsfreiheit, Demokratie, soziale und materielle Wohlfahrt. Nichts darf darüber stehen, ausnahmslos nichts.

    2. Natürlich haben sie nicht Recht. Es ist noch nie vorgekommen, dass die Ökopropaganda mit irgendwas Recht hatte, weder mit ihren ständigen Weltunterangsprophezeiungen noch mit irgendwas anderem. Und diesmal ist ihr Geschrei noch viel bekloppter als bisher. Die Klimaschreier sind weder die Heilsarmee noch ein Volksbildungsinstitut, sondern eine totalitäre religionsähnliche Ideologie,

  3. Die Grundprämisse von Herrn Ueckerseifer steht schon auf ganz Schwächen Füssen.

    In der Realität werden 70% allen CO2s von 100 Firmen verursacht, die zum allergrößten Teil aus der Brennstoffindustrie kommen. Öl, Kohle, Gas.

    Und alles, was über „Verzicht“ gesagt wird, ist zum größten Teil Angstpropaganda dieser Firmen. Bei uns ist das RWE, die mit ihrem Vehikel NRW-SPD seit zwanzig Jahren eine moderne Klimapolitik verhindern. Weil sie in NRW ihre Braunkohle Kraftwerksblöcke aus den 70ern immer noch aeiterbetreieben wollen, die schon lang abgeschrieben sind. Und die natürlich schön von Bund und Land gefördert wurden.

    100-150 € / Tonne CO2. Den Rest regelt der Markt. Wenn die Tonne Zement dann 150€ mehr kostet, baut man halt nur dann mit Zement, wenn das sinnvoll ist. Und der Traktor fährt eben elektrisch. Und der Bergbaulaster wird durch einen Schwimmbagger oder ein Förderband ersetzt. Fast jeder Autofahrer könnte seinen Verbrauch um 25% senken, einfach nur durch bewusstes Fahren. Und Heizölheizungen werden eh schon nicht mehr verbaut.

    Diese Verzichtswarner reden zu 80% Bullshit.

    • Und wenn das Klima sieht, wie sehr Deutschland sich anstrengt, den CO2 Verbrauch zu senken, wird es sich aus lauter Bewunderung sofort von selbst abkühlen; die USA, Indien und China ignorierend.

    • Diese Verzichtswarner reden zu 80% Bullshit.
      (…)
      Wenn die Tonne Zement dann 150€ mehr kostet, dann muss man halt auf Zement verzichten, wenn man sich das nicht leisten kann.

      LOL

    • „Die Grundprämisse von Herrn Ueckerseifer steht schon auf ganz Schwächen Füssen.“

      Unsinn. Auf was für Füßen die steht sieht man daran, dass selbst der höchstwahrscheinliche Kanzlerkandidat der Grünen schon vorsichtig von Diktatur träumt.

      „baut man halt nur dann mit Zement, wenn das sinnvoll ist“

      … oder wenn man das Geld dafür hat. Der Pöbel kann ja in faulenden Holzhütten hausen. Urlaub, Zement, Autos und Heizung nur noch für Reiche.

      Und der Kohleausstieg soll allein 90 Mrd kosten.

      Und das alles für 2% weniger CO2.

      Das wird’s dem Klimawandel aber zeigen!

    • „In der Realität werden 70% allen CO2s von 100 Firmen verursacht, die zum allergrößten Teil aus der Brennstoffindustrie kommen. Öl, Kohle, Gas.“

      Ja – diese Unternehmenmögen die Hauptproduzenten sein.
      Die Autoindustrie gehört natürlich nicht zu den „Produzenten“ von CO2, das tun dann die Endverbraucher, die die Autos fahren.

      Wenn man die Autoindustrie trifft, dann triffft man immer auch die gesamte Zuliefererindustrie.

      „Und der Traktor fährt eben elektrisch.“

      Klar, und der Strom kommt ja aus der Steckdose.

      Kraftwerke sind ja was ganz böses, aber was produzieren die nochmal im großen Stil?
      Spielt Strom dabei eine größere Rolle?

      • In der Realität der Natur werden 96% des CO2 von der Natur verursacht, die läppischen 4% des Menschen gehen dem Klima am Arsch vorbei. Selbst die Termiten produzieren 10mal mehr CO2 als der Mensch. Also laßt uns 10% der Termitenpopulation killen und wir können weiter Diesel fahren.

        • Das mit den Termiten war wohl eher Methan.

          Es giibt einen natürlichen CO2 Kreislauf, ebenso wie einen natürlichen Methan.Kreislauf, in dem ganz erhebliche Mengen umgesetzt ( nicht friegesetzt, sondern umgesetzt – ausgestoßen und wieder aufgenommen) wird.
          Zu diesem Kreislauf gehört dazu, dass ganz beträchtliche Mengen an Treibhausgasen permanent in der Atmosphäre enthalten sind, die den natürlichen Treibhauseffekt der Atmosphäre ermöglichen.
          Ein Treibhausefdfekt, der die Mittlere Temperatur um ca 30 Grad anhebt, und ohne den die Erde eine Tiefkühltruhe mit mittleren -15Grad Celsius kalt wäre.

          Es geht um Variationen dieses Treibhauseffektes. Der natürliche Kreislauf ist zu einem gewissen Grad in der Lage, das zu kompensieren.

          SO ist es im Moment so, dass die Menschheit jährlich zusätzliche 26 Gigatonnen CO2 freisetzt und der CO2-Gehalt der Atmosphäre trotzdem nur um 15 Gigatonnen pro Jahr ansteigt

          Und somit ist dieses System nicht mehr im Gleichgewicht.
          Und der CO2-Gehalt der Atmosphäre nimmt zu. Was er vorher nicht tat. Nicht in der geschwindigkeit. Nicht um solche Mengen in relativ kurzer Zeit.

          Da nutzt es auch nur begrenzt, die Termitenpopulation zu reduzieren – ohne Gegenmaßnahmen hat die CO2 Produjtion nämlich den Hang, anzusteigen. Ähnlich wie die Methanproduktion durch Nutztierhaltung (Rinder).

          Wen man im übrigen den von niemandem (außer Alex) bestrittenen natürlichen Treibhauseffekt von 30 Grad (von – 15 Grad auf + 15 Grad) um einige „läppische Prozent“ verändert, ist es durchaus einleuchtend, wenn die daraus folgende Temperaturänderung in der Größenordnung einiger „läppischer“ Prozent von 30 Grad liegt.

          • @Maddes8cht, wieso äußerst Du Dich wider besseren Wissens. Es war ja schon etwas peinlich, als Du als Physiker Dich mit @; über die Wolken unterhalten hast – chapeau @;.

            Nochmal für alle zum Mitschreiben: es ist Deines Erachtens möglich, dass Wolken einen großen Einfluss auf das Klima haben, Du weißt dass dies in den Klimamodellen NICHT abgebildet ist, sollte es stimmen sind alle Voraussagen der Klimamodelle sinnlos. Nun bist Du der Meinung, dass das aber wegen Zeitverzögerungen und was weiß ich noch, nicht sein kann und widersprichst Dir selbst. Ist es möglich oder nicht? Vor allem erlaube ich mir festzuhalten, dass der Einfluß der Bewölkung auf die Temperatur unbestritten sein sollte und Du mir sicher nicht die Wolkenbildung erklären willst, gar Deine Hand dafür ins Feuer legen möchtest, dass dies in den Modellen korrekt wiedergegeben und auf einem Gitter von rund 100 Metern korrekt simuliert wird. Ja wie denn, wenn sie nicht Mal wissen wie Wolken entstehen.

            Du umgibst Dich mit einer Aura der Gewissheit, der Du nicht Mal ansatzweise gerecht wirst.

          • (wer ist @; ??)

            Wie kommst du grad auf Wolken?
            Was für Zeitverzögerungen?
            Wovon sprichst du?

            Du holst willkürlich irgend welche vergangenenen Themen, rührst einmal rum und zauberst einen Vorwurf daraus?

            Sehe da keine Gesprächsgrundlage.

            „Es war ja schon etwas peinlich, als Du als Physiker […]“
            Was du mit dabei auszusagen versuchst ist, dass die sämtlichen Klimawissenschaftler, welche die von dir unterstellten hahnebüchenen Fehler seit Jahrzehnten kontinuierlich entweder böswillig oder aus völliger Blödheit begehen, ebenfalls allesamt peinlich sind. Übrigens ebenfalls zu einem großen Teil Physiker.

            „Du umgibst Dich mit einer Aura der Gewissheit, der Du nicht Mal ansatzweise gerecht wirst.“

            Wenn ich mir die Selbstgewissheit der „Kritiker“ ansehe, dann ist das sicher kein Alleinstellungsmerkmal von mir.
            Ansonsten: Nein, „gewiss“ bin ich mir in vielem auch nicht.
            Aber die Selbstgerechtigkeit, mit der von manchen vollkommenen Amateuren Jahre- und Jahrzehntelange Arbeit von hunderten Wissenschaftlern einfach weggebügellt wird mit „können die doch gar nicht an alles gedacht haben, was ich mir jetzt grad in 5 Minuten als Widerspruch aus den Fingern sauge oder auf Website xyz-kritik.de aufgeschnappt habe“ empfinde ich tatsächlich gelegentlich unter aller Sau.

            „Du weißt dass dies in den Klimamodellen NICHT abgebildet ist“
            Wer hat dir das erzählt?

            Natürlich werden Wolken in Klimaberechnungen berücksichtigt.
            https://www.spektrum.de/news/das-wolkenparadoxon/1560204
            https://www.deutsches-klima-konsortium.de/de/klimafaq-7-1.html
            „Seit den 1970er Jahren haben Wissenschaftler die entscheidende Bedeutung der Wolken für das Klimasystem und für den Klimawandel erkannt.“
            So eine Überraschung aber auch, gell? Für wie blöd hältst du die Klimawissenschaftler eigentlich?
            Natürlich wissen wir eine Menge über Wolkenentstehung.
            https://de.wikipedia.org/wiki/Wolke#Bildung,_Entwicklung_und_Aufl%C3%B6sung

            Natürlich fließt dieses Wissen in die Klimamodelle.
            Natürlich ist Klima ein komplexes Geschehen.
            Natürlich stimmen die verschiedenen Klimamodelle nicht in allem überein.
            Aber sie nähern sich aneinander an, je genauer sie werden. Wenn sie lauter Mist wären, würden sie immer weiter auseinander laufen.

            Also: Dein Beitrag ist substanzlos.

    • Und der Traktor fährt eben elektrisch.

      Und wieder so substanzloses und kompetenzfreies Klimageschwafel.
      In Baden-Württemberg werden demnächst neue Kraftwerke gebaut, um Spannungsschwankungen und Spannungsspitzen aufzufangen. Wir haben nämlich gar nicht die Kapazitäten und technischen Möglichkeiten, Strom für den E-Traktor und andere Fahrzeuge zu erzeugen und insbesondere vorzuhalten.
      Die Kraftwerke sollen dann übrigens extrem umweltfreundlich und klimaschonend sein, werden nämlich mit Erdgas und Erdöl betrieben werden. *facepalm*

  4. „Angstpropaganda dieser Firmen.“

    Es ist Logik, für die man keine Drittquellen benötigt. Der LKW der deinen Supermarkt beliefert, tankt Treibstoff. Der Supermarkt verbraucht Strom für Kühlregale, Kassen, Türen. Die Kassiererin und die Regaleinräumer verbrauchen fossile Energie wenn sie täglich zur Arbeit fahren. Der Bauer der das Getreide für deine Bio-Frühstücksflocken oder dein Bio-Mehrkornbrot anbaut, verbraucht Treibstoff für Traktor und Mähdrescher. Die Mühle die das Getreide mahlt, die Bäckerei die es bäckt, verbrauchen fossile Brennstoffe. Undsoweiter, gleiche Ketten kann man für alle Produkte aufzählen, wirklich ausnahmslos alle. Deswegen würde ausnahmslos alles teurer werden, ohne jeden Nutzen.

    „Wenn die Tonne Zement dann 150€ mehr kostet, baut man halt nur dann mit Zement, wenn das sinnvoll ist.“

    Klar, Stahlbeton ist ja nur ein Nischenprodukt und nicht das mit Abstand bedeutendste Baumaterial. Großwohnanlagen kann man ja auch aus Lehmziegeln bauen. Oder aus Holz, wie Schelmhuber tatsächlich fordert.

    • Mönsch anorak, du bist echt ne doofe Jacke… ;P

      Unsere schlaue Regierung wird schon Mittel und Wege finden, nur diese Firmen mit ihrer Angstpropaganda zu bestrafen. Und die werden diese Strafen natürlich niemals nicht an die Verbraucher weiter geben. Jeder weiß doch, dass Unternehmen es lieben sich die Gewinnmargen zussammenstreichen zu lassen. Unsere klügsten Regenten aller Zeiten sind doch auch schon dabei; und zwar mit Steuererhöhungen, die so ziemlich jeder Bürger, jede Familie, jeder Berufspendler zu spüren bekommt. Das wird diese fiesen Firmen aber mal so was von ins Mark treffen. Denn die haben ja auch Betriebskosten, die dadurch erhöht werden, Und die werden sie, wie ich eben schon andeutete, aus reiner Nächstenliebe natürlich niiiiiieeeeeemals an den Verbraucher weitergeben, also an die Bürger, die Familien, die Berufspendler, die schon selber durch die Steuererhöhungen bzw. Steuererfindungen geschröpft werden.

      Du siehst, es werden ganz sicher nur die bösesten der bösen Firmen bluten. Und wenn es doch mal den einen oder anderen Bürger trifft, dann hat der das auch bestimmt verdient. Ist dann nämlich ganz sicher nur einer von den bekanntermaßen zig Millionen, die mit ihren 50 Liter auf 100 Kilometern schluckenden Amikisten aus reiner Langeweile auf maximaler Drehzahl Runden durchs Wohnviertel dreht. JA! So wird’s sein. Nur solche, niemand sonst. Und für bedauerliche, davon abweichende Einzelfälle… naja, die können dann zumindest immer noch Kuchen essen.

    • „Deswegen würde ausnahmslos alles teurer werden, ohne jeden Nutzen.“

      Ganz besonders stark wirkt sich das auf die Nahrungsmittelpreise aus. Diese sind nur deshalb so wahnsinnig günstig, eben weil hier mit preiswerter Energie gearbeitet werden kann. Eine Besteuerung von CO2 führt direkt zu einer unverhältnismässigen Verteuerung von Lebensmitteln und daher ist die „Klimapolitik“ von vorneherein, fundamental und als allererstes unsozial, asozial und antisozial.

    • Klar, Stahlbeton ist ja nur ein Nischenprodukt und nicht das mit Abstand bedeutendste Baumaterial. Großwohnanlagen kann man ja auch aus Lehmziegeln bauen. Oder aus Holz, wie Schelmhuber tatsächlich fordert.
      Ja, aus Holz.

      Wohnhaus komplett aus Holz, 5 Geschosse, 900m^2 Wohnfläche: https://www.deepgreen-development.com/woodcube-hamburg
      Großbüro komplett aus Holz, 6600m^2, energieautark mit mehr als 25.000kWh pro Jahr Überschuss (!) https://www.archeneo.at/archeneo

      Dass Stahlbeton als alternativlos erscheint liegt vor allem an dem „haben wir schon immer so gemacht“ in der Bauindustrie. Es geht durchaus auch anders.

      • Sind auf jeden Fall interessante Aspekte, dank dafür.

        Fragt sich nur, ob das ein Beweis ist, dass man Stahlbeton damit tatsächlich ganz ersetzen kann und das tatsächlich mal wieder nur so eine Mär einer Lobby (in dem Fall der Baulobby) ist.

        Die Prognosen für das Leben in gar nicht so weiter Zukunft sieht nämlich ein Wachsen der Städte nur noch in die Höhe als möglich an, weil wir in Europa nicht mehr viel Flächenwachstum hinbekommen können ohne ans Eingemachte (unsere Wälder sowie unsere Agrarflächen) zu gehen.

        Und Höhenwachstum BEGINNT da eher so in Dimensionen von 50 und nicht bloß popeligen 5 Stockwerken. Und ob man das dann auch mit Holz hinbekommt? Bei Holzbau wird man nämlich weit schneller an statische Grenzen stoßen, weil es selbst die ausgeklügeltste Konstruktion nicht verhindern werden kann, dass die Baustruktur der unteren Etagen unter dem schieren Gewicht der darüber liegenden zerbricht. Und von den ab einer gewissen Höhe immensen Kräften, die schon alleine durch ganz normale Windböen (von Stürmen ganz zu schweigen) auf ein Bauwerk einwirken, muss man wohl gar nicht erst anfangen.

        Ich denke, reiner Holzbau wird auch für die Zukunft nicht mehr sein, als ein nettes Gimmick. Will man Stahlbeton reduzieren, wird man sich nach anderen Baustoffen umsehen müssen.

          • Wir können die Bäume aber nicht abholzen.
            Erstens sind sie Lebensraum für diverse Tierarten, u.a. Insekten (Stichwort Insektensterben) und außerdem verbrauchen Bäume ja CO2. Mit abgeholzten Bäumen, besonders klimafreundlich per Diese-LKW und Schweröl-Frachter zu uns gebracht, wird das böse Klima-Killer-Gas CO2 ansteigen.
            Und dann werden wir alle sterben…

            Na ok, Bäume können und sollten wieder aufgeforstet werden. Aber ein kleiner Einjähriger wird kaum so viel CO2 verbrauchen wie ein ausgewachsener Baum.

          • Es ist halt so:
            Wenn ein Steinbruch einmal ausgebeutet ist, dann steht 60 Jahre später an der Stelle kein nachgewachsener neuer.

            Der oben genannte Sand, der der Bauwirtschaft langsam knapp wird, wird überwiegend ebenfalls für Beton verwendet. Steinbrüche allein reichen nicht.
            Dieser Sand wächst auch nicht einfach nach.

          • @maddes8cht Auf Beton verzichten weil Gesteine knapp werden könnten, das ist satirereif :). Abgesehen davon dass es auf der Erde Sand gibt wie Sand am Meer, ist die Furcht vor ausgehenden Rohstoffen bei allem was nicht verbrannt wird schon rein theoretisch unbegründet: Die Stoffe sind noch auf dem Planeten und werden nicht weniger, sie sind nur an einem anderen Ort und wir wissen auch wo. Umgekehrt ist die Vorstellung, dass „nachwachsende Rohstoffe“ (Öko-Euophemismus) erstrebenswert seien,völlig fehlgeleitet. Es sind die mit Abstand knappsten (wegen knapper Anbaufläche) und mit größtem Aufwand herzustellenden Rohstoffe, deswegen sollten wir sie vermeiden wo immer wir adäquate nicht-organische Alternativen haben, und sie auf die Bereiche beschränken wo es keine, oder keine hinreichend guten gibt (Nahrung, zum Teil Textilien, ja auch als Baustoff aber nur als eine Option von mehreren). Sie absichtlich zu bevorzugen ist kollektive Selbstbeschädigung. Im Mittelalter hatte man fast nur „nachwachsende Rohstoffe“, und den Leuten ging es entsprechend dreckig.

          • „Abgesehen davon dass es auf der Erde Sand gibt wie Sand am Meer, …“

            Nur, dass man den Sand am Meer nicht als Baustoff verwenden kann.
            Sandraub wird die Kriminalität von morgen werden. Schon jetzt wird da ordentlich geübt.

          • @carnofis Es war ironisch gemeint. Die Erdkruste ist 50 km dick, die Menschheit hat darin bisher nur ein paar winzige Nadelstiche gebohrt. Bis das darin enthaltene Gestein komplette in umbauten Raum umgeformt ist vergehen noch ein paar Jahrmillionen beim aktuellen Tempo. Und wenn wir fertig sind sind die ältesten Gebäudeschichten längst wieder versteinert und dienen erneut als Rohstoffe 🙂

            Die Vorstellung dass mineralische Rohstoffe verknappen könnten ist grundsätzlich absurd, aber das ausgerechnet für die häufigsten Stoffe zu befürchen ist absurd im Quadrat. Diese Vorstellung ist ja fester Bestandteil des Ökologismus, es gibt sie aber auch außerhalb. Und falsch ist sie immer.

          • Die Rohstoffe müssen halt
            1. auch in der passenden Qualität vorliegen – und da scheidet Wüstensand z.B. aus.
            2. auch wirtschaftlich abzubauen sein.

          • „Die Erdkruste ist 50 km dick, die Menschheit hat darin bisher nur ein paar winzige Nadelstiche gebohrt. Bis das darin enthaltene Gestein komplette in umbauten Raum umgeformt ist vergehen noch ein paar Jahrmillionen beim aktuellen Tempo.“

            Gibt es für Dich eigentlich irgendwas, wo die Umweltschützer recht haben?
            Ich meine jetzt, so insgesamt, über alle Themen.
            Irgendwie beschleicht mich nämlich – nein, ehrlicherweise bin ich überzeugt – der Verdacht, dass es lediglich um eine politische Ausrichtung geht, nicht um die Sache.
            Und dann werden Deine Statements als Diskussionsgrundlage weitgehend wertlos.

            Zu den Gesteinen: Baustoff sollte so billig wie möglich sein und im Gegensatz zu Deiner Vorstellung wird die Erde nicht – auch nicht stellenweise – von einer 50 km dicken Sandschicht bedeckt, sondern nach allerspätestens wenigen hundert Metern von einer soliden Felsschicht geprägt.
            Fels aber muss zerkleinert werden und Mahlen ist einer der energieintensivsten Prozesse.
            Dein Trick mit dem Erdmantel funzt also nicht.

          • @carnofis
            „bin ich überzeugt … dass es lediglich um eine politische Ausrichtung geht, nicht um die Sache“

            Bin ich auch mittlerweile auch – was den Stellenwert des „Umweltschutzes“ angeht. Und zwar was die Grünen betrifft, den prominenten politischen Träger dieser Idee. Das ist nur noch Mittel zur politischen Gesellschaftstransformation und nichts mehr weiter.

          • @carnofis

            „Gibt es für Dich eigentlich irgendwas, wo die Umweltschützer recht haben?“

            Das Wort „Umweltschützer“ ist doppeldeutig. Ich unterscheide zwischen rationalem Umweltschutz einerseits, und der irrationalen Öko-Ideologie andererseits. Letztere ist daran erkennbar, dass sie quasi religiös denkt, in regelmäßigen Zeitabständen menschengemachte Mega-Katastrophen ausruft, und gegen diese maximale „Gegenmaßnahmen“ fordert.

            Zur Beantwortung deiner Frage: Für den rationalen Umweltschutz bin ich sehr, aber der wird in Deutschland seit über 20 Jahren nicht mehr betrieben. Der irrationale Ökologismus hat aber mit nichts Recht, mit absolut gar nichts. Seine Forderungen sind ausschließlich destruktiv und haben mit tatsächlichem Umweltschutz nicht das Geringste zu tun, im Gegenteil manche davon verwüsten die Umwelt. Er materialisiert sich in der Anti-Atom-Bewegung, in der Waldsterben-Hysterie, im Klimakatastrophismus, in der Furcht vor versiegenden Rohstoffen und Überbewölkerung, und einer Liste weiterer Irrglauben für die hier der Platz fehlt. Seine Ur-Repräsentanten sind natürlich die Grünen, aber er hat inzwischen faktisch den Status einer Staatsreligion in Deutschland, wirkt also weit über die Grünen hinaus auch wenn diese gar nicht in der Regierung sitzen, wird von den Medien (besonders Ö-R, aber nicht nur) als vermeintlich selbstverständliche Wahrheiten in die Köpfe gehämmert, was mMn ein wichtiger Grund ist warum er überhaupt diesen Einfluss erreichen konnte.

            „dass es lediglich um eine politische Ausrichtung geht, nicht um die Sache“

            Ich verstehe nicht warum das für dich ein Gegensatz ist, und worin der Vorwurf besteht. Meine Sicht: Die Forderungen des Ökologismus schaden unserem Wohlergehen massiv. Leider hat der Ökologismus politische Macht, dadurch wird aus diesen Forderungen eine direkte körperliche Bedrohung für uns alle. Natürlich möchte ich dass diese Macht gebrochen wird. aber nicht aus ideologischer Selbstbefriedigung, sondern um uns vor der Bedrohung zu bewahren. Das ist gleichzeitig um die Sache und politisch.

            „50 km dicken Sandschicht“

            Die 50 km Erdkruste sind nur ein anschauliches Gedankenexperiment, um zu demonstrieren wie absurd die Befürchtung vor dem Versiegen mineralischer Stoffe wie Gesteine, Metalle und andere Mineralien ist. Es ist keine tatsächliche Aufforderung so tief zu bohren, es gibt genug leicht erreichbare Sand-Vorkommen nahe der Oberfläche die für Millionen Jahre reichen.

            Es gibt andererseits den volkswirtschaftlichen Begriff Knappheit. Er bedeutet dass wir nicht im materiellen Überfluss leben. Die Ursache dafür ist aber nicht die physikalische Endlichkeit der Rohstoffe, sondern dass es menschlicher Anstrengung (d.h. Arbeit, Erfindergeist, Aufmerksamkeit, Zeit) bedarf, an die Rohstoffe zu kommen und sie in etwas Nützliches zu überführen, und menschliche Anstrengung nur begrenzt verfügbar ist. Natürlich ist das ein Dauerthema der menschlichen Existenz, aber in der Öko-Ideologie wird das weder verstanden noch adressiert. Das Gegenteil ist leider richtig: Sie versucht das nicht existierene Problem der angeblich versiegenden Rohstoffe zu lösen, indem Unmengen menschlicher Arbeit auf vermeintliche „Ersatzlösungen“ vergeudet werden, ohne irgendeinen Nutzen zu stiften oder ein Problem zu lösen, dafür aber durch die Arbeitsvergeudung zu Mangelsituationen anderswo führen. Das ist eine der größten Bedrohungen die vom Ökologismus ausgehen.

      • Ich habe nicht geschrieben es sei physikalisch unmöglich, mit Holz zu bauen. Teure Luxusvillen oder über beide Ohren subventionierte Ökoprojekte gibt es bis der Arzt kommt. Das funktioniert aber nur solange wie einem das Geld anderer Leute nicht ausgeht. Wirtschaftlich ist es nicht, billigen Wohnraum schafft man damit nicht, Hochhäuser oder gar Wolkenkratzer gehen damit nicht.

        • Das funktioniert aber nur solange wie einem das Geld anderer Leute nicht ausgeht. […] Wirtschaftlich ist es nicht […]

          Zu kurz gedacht.

          Mach dich mal schlau bezüglich moderner Holzbauweise. Die Errichtung mag zur Zeit noch teurer sein, aber auf die gesamte Lebenszeit eines Gebäudes gerechnet ist man bereits heute besser als konventionelle Bauweise, weil man massiv Energiekosten spart. Und die sind im Laufenden Betrieb eines Hauses der größte Kostentreiber.
          Und bei Holz ist im Gegensatz zur konventionellen Bauweise noch deutlich Luft nach oben was Optimierungen betrifft.

          • Schön… Wie sieht es denn mit der Beständigkeit aus.
            Nässe, Wind, UV-Bestrahlung, Schädlinge. Geschützt werden können die Hölzer ja nicht, sind ja (angeblich) schadstofffrei.

          • Gutes Holz braucht keinen extra Schutz. Wenn die natürliche verfärbung (wird nach einigen Jahren grau) nicht gefällt kann man eine schutzschicht aufbringen um die anfängliche Farbe zu erhalten.
            Zur Beständigkeit: ein massiv Holzhaus ist ein Wohnort für Generationen. Das hält 100+ Jahre. Brauchst dich nur umschauen, in Europa stehen noch genug alte holzhäuser herum die von 75 bis mehrere hundert Jahre alt sind. Aufpassen sollte man meines Wissens nach vor allem dass kein Wasser eindringt und dann irgendwo steht und es ständig feucht ist. Dann fault das Holz natürlich. Ansonsten sind Schädlinge, uv Strahlung, wind usw für gutes Holz keine ernsthaften Probleme.

      • „Dass Stahlbeton als alternativlos erscheint liegt vor allem an dem „haben wir schon immer so gemacht“ in der Bauindustrie. Es geht durchaus auch anders.“

        Wohl 90+x% aller Privathäuser in den USA sind traditionell aus Holz gebaut.
        Es geht also durchaus.

        • „Wohl 90+x% aller Privathäuser in den USA sind traditionell aus Holz gebaut.“

          Einfamilienhäuser kann man also aus Holz bauen.

          Und in der Stadt? In einem Land mit 8 Mal höherer Bevölkerungsdichte?

          • @only: Und in der Stadt? In einem Land mit 8 Mal höherer Bevölkerungsdichte?

            Warum nicht? Wohnhäuser bis sagen wir mal 10 Stockwerke kann man heutzutage recht einfach aus Holz bauen. Ev in Hybrid mit Stahlbetonkern. Höher ist ebenfalls nicht unmöglich, aber wird halt schwieriger. S. der link oben über das HoHo in Wien mit 20+ Stockwerken.
            Neben den schon angesprochenen angenehmen wohnlichen Eigenschaften ist massives Holz auch unschlagbar als dämmmaterial. Und zwar sowohl im Winter als auch im Sommer. Und im Gegensatz zu anderen dämmmaterialien ist es gesundheitlich unbedenklich und kann am Lebensende trivial recycelt werden. Ein Haus in konventioneller Bauweise ist an seinem Lebensende zu 90% Sondermüll.

          • „Hast du auch eine Kalkulation, wie viele Wälder man abholzen müsste, um Berlin in Holz neu aufzubauen?“

            Warum sollte man das tun?

        • Termiten und anderes Getier welches das Holz frisst sind bei modern getrockneten Bauhölzern nur mehr ein randproblem. Die Schädlinge waren früher ein großes Problem, als Holz oft viel weniger bzw. gar nicht aufbereitet verbaut worden ist. In gut trockenes Holz gehen die Schädlinge nicht gerne hinein, zuwenig Nährstoffe.
          Ein viel größeres Problem im Holzbau ist eindringende Feuchtigkeit.

          Brandschutz ist bei ordentlichen massivholz wänden wesentlich besser als bei Stahlbeton. Schonmal probiert einen richtig großen 20cm dicken Holzscheit anzuzünden? Holz in dieser dicke brennt nicht, es verkohlt. Und das im Gegensatz zu Stahlbeton kontrolliert, d.h. bei einem Brand kann man die Statik sehr gut abschätzen. Stahlbeton springt und splittert unkontrolliert und ein stahlbetongebäude kann bei einem Brand quasi jederzeit einstürzen. Für Rettungskräfte, Evakuierung etc. ein Horror.
          Außerdem leitet der Stahl im Stahlbeton die Wärme sehr gut, d.h. die Hitze breitet sich rasend schnell im Gebäude aus und jeder Vorhang wird zum brandbeschleuniger. Auf eine ordentlich dicke massivholz wand kannst du stundenlang mit 1000 grad heizen, die andere Seite wird nur ein paar Grad wärmer.

  5. So wie ich es verstanden habe, geht es hier nicht um ‚Unterdrückte gegen Unterdrücker‘ oder Intersektionalismus.

    Ein Dammbruch war ja bereits die Notstandsgesetzgebung. Das Thema müsste man schon mal erwähnen.

    • @FS Meinst du den „Klimanotstand“ oder wie sich der Quatsch nennt? Ich denke allerdings schon dass es um sowas sie Klassenkampf geht, nur umgekehrt wie einige hier meinen. Der Klimawahn ist eine Ideologie der Reichen, die von allen anderen in aggressiver Form Verzicht fordern, zu dem sie selbst nicht im Traum bereit wären.

        • Tja, und damals stand APO für Außerparlamentarische Opposition und ihre Anhänger protestierten gegen die nicht demokratisch legitimierten Einschränkungen von Freiheitsrechten nur auf Basis wilder Panikmache. Heute steht APO für Außerparlamentarische Opportunisten und sie schüren selbst die Panik, auf Basis derer sie die demokratisch nicht legitimierte Einschränkung von Freiheitsrechten fordern.

          Bitte, bitte liebe Regierung, in all deiner Weisheit, mache mir Vorschriften und Verbote, entziehe mir Rechte auf das ich nicht mehr in Versuchung komme!

          Es werden Zeiten kommen, da wird man Kindern im Geschichtsunterricht diese Vorgänge erläutern als mahnendes Beispiel, wie sich selbst eine gefestigte Republik binnen weniger Jahre in ein totalitäres Shithole verwandeln kann. Einzig mir graust vor der Zeit die noch dazwischen liegt.

  6. Man wird sehen, was die Zukunft bringt.Man wird sehen, was die Zukunft bringt.

    Die optimistische Version: Der Fusionsreaktor wird Wirklichkeit und das Energieproblem ist gelöst. Die von den Grünen geforderten Windräder werden als Monumente verfehlter Energiepolitik weiterhin die Landschaft verschandeln, bis sich jemand erbarmt und sie auf den Müllhaufen der Geschichte entsorgt.

    • Es gibt kein Energieproblem. Es gibt nur eine durchgeschallerte Ideologie, die dabei ist unsere Zivilisation zu demontieren. Die werden nicht aufhören bis man sie stoppt. Dagegen hilft keine Technologie, sondern scharfe Opposition.

        • Hier muss ich anorak2 mal zustimmen. Es gibt in der Tat kein Energieproblem; wir haben genug Uran und Thorium (natürlich auch Wind und Sonne), um unser Wohlstandsniveau für eine sehr lange Zeit auch ohne CO2-Emissionen halten zu können. Problematisch sind allerdings die flüssigen Kraftstoffe; Öl ist nicht so leicht zu ersetzen, aber auch hier gibt es Alternativen (Strom, Wasserstoff, Methanol etc.).

          • Meine Aussage ist viel weitergehend. Es besteht keine Notwendigkeit auf die Nutzung von Erdöl, Kohle oder Erdgas zu verzichten, weder „CO2-Emissionen“ noch verknappende Rohstoffe noch sonst irgendwas. Jegliche auf Verzich abzielende Politik veruracht nur Elend und stiftet keinen Nutzen.

  7. „Ich staune selbst darüber, wie alltäglich mittlerweile die Überlegung geworden ist, ob eine Diktatur nicht der Demokratie überlegen wäre.“

    Theoretisch könnte eine Diktatur einer Demokratie überlegen sein, nämlich dann, wenn an der Spitze ein allwissender, moralisch integrer Mensch stünde, der nichts außer dem Wohl der Allgemeinheit im Sinn hat. Natürlich ist diese Vorstellung absolut utopisch.
    Das Problem mit einer Demokratie ist aber, dass diese auch nur dann wirklich gut funktioniert, wenn sie aus mündigen, verantwortungsbewussten und aufgeklärten Bürgern besteht. Nur so kann ein Interessenausgleich zwischen verschiedenen Gruppen innerhalb der Gesellschaft funktionieren. In unserer heutigen Welt funktioniert all dies nicht mehr. Der Staat hat kein Interesse an der Bildung seiner Bürger, die Bürger übernehmen aber auch keine Eigenverantwortung. Die Medien kommen ihrem Bildungsauftrag auch nicht mehr nach, sondern sorgen für zusätzliche Verdummung, die bei einer zunehmend unkritischen Bevölkerung auf fruchtbaren Boden fällt. So passiert es relativ leicht, dass sich Ideologien verbreiten. In Zeiten des Internets ist das auch noch sehr viel leichter als noch vor fünfzig Jahren. Und wenn sich eine bestimmte Ideologie in Politik und Medien erst mal festgesetzt hat, wird sie sich auch auf allen Ebenen durchsetzen. Sogar in der Wissenschaft. All das sehen wir bereits. Bei den Nazis nannte man das Gleichschaltung. Der (erschreckende) Unterschied zu heute ist aber, dass das alles freiwillig und ohne Widerstand geschieht. Vielleicht kommen wir am Ende bei einem totalitären Regime im Mäntelchen einer Demokratie raus. Wer weiß… Ich sehe für die nächsten Jahrzehnte allerdings schwarz. Der Grad an Idiotie steigt einfach zu schnell und ich wüsste nicht, was die Entwicklung aufhalten sollte.

    • „Bei den Nazis nannte man das Gleichschaltung. Der (erschreckende) Unterschied zu heute ist aber, dass das alles freiwillig und ohne Widerstand geschieht. Vielleicht kommen wir am Ende bei einem totalitären Regime im Mäntelchen einer Demokratie raus.“

      Es geschieht heute ähnlich „freiwillig“ wie damals. Die Gleichschaltung an den Universitäten und die Herausdrängung von J uden ging z.B. auch von den Studenten aus, bzw. ließ man sie gewähren, um einen Vorwand zu haben. Das erinnert fatal an die heute üblichen Shitstorms und an den Mob bei Lucke.

      Das beschreibt auch Pohlmann sehr schön: Wille schafft Fakten, ganz egal wie das Recht aussieht. Das ist auch das, was die M igrationsbefürworter nicht kapieren. Sollten M uslime hier jemals die Mehrheit haben (oder auch schwarze R assisten), dann spielt es keine Rolle mehr, wie die Gesetze aussehen, denn auf deren Auslegung, Gewichtung und Umsetzung kommt es an und die hängt von den Menschen ab!

      Widerstand gibt es schon und jede Menge Murren, aber wie das eben so ist: sich gegen die Massenmedien (die ich als Hauptwerkzeug der Entwicklung sehe und das durchaus gesteuert und gewollt, die Chefredakteure fallen nämlich nicht vom Himmel) ist halt schwer Anstinken, sofern man nicht finanziell unabhängig ist (und wer ist das schon?)

      Von daher ist das ein gutes Lehrstück für die „zu spät Geborenen“, die in moralischer Überlegenheit über ihre Ahnen die Nase rümpfen und sich jetzt genauso hilflos wegducken…

  8. Was so völlig deprimierend ist: da gab es schon das Scheitern von Kommunismus und Faschismus, mit Pauken und Trompeten und trotzdem gibt der moderne Europäer die Idee einer schicksalshaften und heroischen Erfüllung der Geschichte nicht auf. Gestern waren „Proletariat“ bzw „unsere Rasse“ die Erfüller dieses Schicksals, heute sind es die „Unterdrückten“, die das Weltschicksal wenden müssen.

    Die Linke hat schon recht, dass in der „weisse Kultur“ etwas Pathologisches und grundsätzlich Falsches steckt, nur sehen sie nicht, dass sie sich selbst meinen. Denn sie sind der aktuelle Träger dieser Art von kulturellen Seuche. Das Gegengift ist bekannt, es heisst Vernunft. Doch wie verabreicht man dieses dem Patienten? Leider wirkt es so, als seien wir dem Ganzen so hilflos gegenüber wie der mittelalterliche Europäer der Pest gegenüber.

    • Nur um dann zu merken „Scheiße, so wollte ich das doch eigentlich gar nicht.“, richtig.

      Lustig ist auch immer, dass diese Leute gerne davon sprechen, dass „Verzicht unausweichlich“ ist und sie selber, typischerweise aus der oberen Mittelschicht oder Oberschicht stammend, oftmals gar nicht wissen, das SIE davon am Meisten betroffen sein werden. Ich muss immer Lachen, wenn ich mir vorstelle wie diese Leute wohl gucken würden, wenn Sie tatsächlich SELBER in dem Maße verzichten müssten, das es benötigte.

  9. Da Sixtus mehrmals im Jahr zwischen Berlin und Hong Kong pendelt dürfte er wohl als erstes in den Genuss einer entsprechenden Strafe in einer Öko-Diktatur kommen…

    Seine Denkweise ist stellvertretend für die derzeitigen Ökowelle: seinen eigenen Lebenswandel möchte man nicht einschränken und sei er noch so Umweltschädlich aber im Namen des Klimas massiv vorgehen gegen das was man selber nicht tut: Autos, Fleisch, etc.

  10. Greta hat keine Ahnung, FFF will nur schwänzen, Hofreiter macht Panik wenn er alles sofort und ausnahmslos verlangt. Da bin ich mit allen Punkten der Skeptiker einverstanden.

    Wo ich aber streng widersprechen muss ist wenn du mit einem Gut/Böse Schema in der Sache implizierst es ginge nur darum sich ideologisch zu positionieren. Hier diskutieren nicht irgendwelche Marxisten, sondern es ist (natur-)wissenschaftlicher Konsens dass die Kacke am dampfen ist und etwas getan werden muss.

    Jetzt ist das nur nicht so einfach, einfach ausgedrückt weil wir alle Affen sind. Der Affe tut nicht was getan werden muss, ohne dass er es schmecken oder ein Gesicht damit assoziieren kann. Viel lieber wäre ihm zum Beispiel sich in der Problematik quer zu stellen, dadurch eine neue Affenbande zu gründen und vielleicht zum Oberaffen aufzusteigen.

    Immer das Richtige zu tun, dazu ist der Affe sowieso nicht fähig. Das Aussichtsreichste, was wir auch schon oft gemacht haben ist die Affenbande mit aller Gewalt gegen das Problem aufhetzen. Dann wird bestimmt auch eine Menge Unsinn passieren, Fahrradwege Stuttgart-Berlin, Brandanschläge gegen die SPD in NRW, etc. Aber zu etwas anderem sind wir nicht imstande, lernt das aus der Geschichte.

    Wieso wir? Was ist mit China?
    Gegenfrage: Wieso sollte man für jemand anders ein Opfer bringen, das er selbst nicht bringt? China beginnt erst den Wohlstand zu erreichen, den wir seit 100 Jahren hatten. Ihnen stehen, nach allem was fair ist, ebenso 100 Jahre Wohlstand zu. Wenn wir mit unserem Wandel durch sind, dann kann dasselbe dort geschehen und es wäre politisch wesentlich einfacher, als zB in den USA. Die chinesische Zentralregierung wird die Notwendigkeit schon noch einsehen, aber sie werden nicht für uns tun, wozu wir selbst nicht imstande und willens sind.

    • Zwei Probleme in deiner Argumentation:

      KEIN Wissenschaftler, selbst ein tatsächlich von der Anthropogenität überzeugter, kann auch nur annähernd gesichert sagen, wie groß der anthropogene Teil am Ende ist. Vieles stützt sich auf Thesen auf Basis von Korrelationen. Ich halte einen anthropogenen Anteil für durchaus plausibel, wenn nicht gar wahrscheinlich. ABER: es hat auch NIEMAND eine wirklich verlässliche Idee, was man denn nun so ganz schnell, in aller Eile tun solle, was auch ganz sicher etwas nutzt. Der derzeitig angesteuerte Modus Operandi sieht wie folgt aus: wir probieren mal wild mit allen möglichen Forderungen und Vorschriften drauf los und hoffen, dass es a) irgendetwas bewirkt und b) diese Wirkung nicht am Ende alles durch Schäden in anderen Bereichen (wie dem Sozialen) nur noch viel schlimmer macht. Für das, was du da recht nebulös mit „die Kacke ist am Dampfen und etwas muss getan werden“ umschreibst, gibt es so mit Sicherheit nicht den von dir beschworenen, naturwissenschaftlichen Konsens, schon alleine, weil kein seriöser Naturwissenschaftler jemals so diffus daherreden würde.

      Und das zweite Problem: du beziehst das Affenverhalten in deiner Darstellung erkennbar nur auf das Denken jener, die sich dagegen stellen, sich mal eben von irgendwelchen Paniktröten Vorschriften machen zu lassen, weil sie als Affen eben lieber am gewohnten festhalten wollen. Dabei übersiehst du, dass es viel eher ein Affenverhalten ist, sich an Silberrücken dranzuhängen und sobald den Silberrücken irgendwas in Aufruhr versetzt, sind sofort alle anderen Affen auch in Aufruhr. Und, naja, dieses Verhalten deckt sich irgendwie weniger mit jenen, die keine Lust auf die „Wir probieren mal eben alles mögliche aus“-Nummer haben.

      • „ABER: es hat auch NIEMAND eine wirklich verlässliche Idee, was man denn nun so ganz schnell, in aller Eile tun solle, was auch ganz sicher etwas nutzt.“

        Eile?
        Schnell?

        Über das Klima, über den Verkehrskollaps, über überbordenden Umweltverbrauch wird seit über 40 Jahren diskutiert – und FAST NICHTS ist seitdem passiert, schon gar nicht „in aller Eile“.
        Ich selbst wäre ja schon ganz froh, wenn tatsächlich irgendwas wirklich mal ANGEFANGEN würde. Aber bisher wurde noch jede Aufforderung auf Kurskorrektur verschwatzt.
        Auch die Klimakommission wurde nur einberufen, um Aktivität zu zeigen, tatsächlich aber nur, um die Aktivisten im Aktionismus sich totlaufen zu lassen.
        Das Einzige, was sich seit den ersten Umweltdemos in den 70ern des letzten Jahrhunderts geändert hat, ist die Penetranz, die die Jugend in Form von Schuleschwänzen an den Tag legt und damit erstmals die Politik ZWINGT, sich mit der Problematik auseinander zu setzen.

        Ich hoffe, dass jetzt tatsächlich mal was Greifbares entsteht, nicht nur Geschwätz.
        Und sei es ein Fahrradweg (besser eine Fahrradstraße) von München nach Berlin.
        Man muss nämlich nicht unbedingt die ganze Strecke fahren. Tun die Autofahrer auch nicht, wenn sie sich auf ner Autobahn bewegen.

        • Ich bezog mich auf die Ausführungen von Guy de Somme und die Darstellung „die Kacke ist am Dampfen und etwas muss getan werden“.

          Und im Moment überwiegt ein Klima von „wir werden alle sehr bald sterben, wenn wir nicht sofort etwas machen“; diese Prämisse begründet ja die FFF-„Streiks“ (boah, ich krieg immer nen Hals, wenn ich das Wort Streik in dem Zusammenhang höre. Kinder ihr DEMONSTRIERT! Geht mal wieder zur Schule, da würdet ihr vielleicht sogar lernen, was ein Streik ist! Sorry, da kommt das Gewerkschaftsmitglied in mir durch…). Die Kids glauben, frei nach Greta, Schule hätte eh keinen Sinn mehr, weil sie wohl ihr Erwerbsalter sowieso nicht mehr erreichen.

          Politiker nehmen Begriffe wie Klimanotstand in den Mund und der Pöbel jubelt. Es wird über Verbote fabuliert, ohne sich überhaupt mal Gedanken über mögliche Folgen zu machen; Erfindung neuer Steuern ergo.

          Meine Haltung ist, dass dieses populistische sich Dranhängen an diese ganze Panik als „Lösungsansatz“ mit suboptimal noch wohlwollend bezeichnet.

          Dass sich seit 40 Jahren NICHTS getan hat, ist auch eine Übertreibung deinerseits. Hätte man 40 Jahre lang nichts gegen Umweltverschmutzung bzw. für Schadstoffausstoßreduktion getan, sähe es, vor dem Hintergrund des Wachstums unserer Industrie im selben Zeitraum, jetzt schon noch ganz anders aus.

          Wurde zu wenig getan? Darüber ließe sich diskutieren; ich tendiere zu Ja. Obwohl man den zu (was auch immer) Joker natürlich ohnehin immer recht beliebig zücken kann, egal wie viel nun tatsächlich geschehen ist oder auch nicht. Ist ja in der Politik schon geradezu zum Klischee geworden. Könnse alle ganz gut, von den Linken über die Grünen bis zur AfD. Gerade wenn ein politischer Gegner etwas beackert, wo man fürchtet, damit Wasser abgegraben zu bekommen, ist man sofort dabei, zu erwähnen, dass das aber immer noch zu (was auch immer) ist.

        • @carnofis

          „FAST NICHTS ist seitdem passiert“

          Die wesentlichen Umweltprobleme sind bei uns gelöst, dass Ökos das nicht mitgekriegt haben ändert nichts daran dass es wahr ist. Abgase von Industrie, Kraftwerken und Fahrzeugen werden gereinigt, Abwässer werden geklärt, Müll wird ordentlich entsorgt. Das Thema ist erledigt.

          Was extrem durchgeknallte (wozu deutsche Medien gehören) nicht davon abhält, mit der Regelmäßigkeit eines Schweizer Uhrwerks immer neue menschengemachte Weltuntergänge auszurufen, die dann genauso regelmäßig nicht einzutreffen pflegen. Der Klimawahn ist nur das letzte Geschrei in dieser Serie. Wann lernt ihr endlich dass ihr verarscht werdet?

          „Eile?
          Schnell?“

          Die derzeitigen Ökodeppen sagen diesmal den Weltuntergang in 12 Jahren voraus, und deswegen sei där dodahle Klimaschutz nötig, noch totaler und radikaler als wir ihn uns heute überhaupt vorstellen können. Das ist was die Propaganda derzeit posaunt.

    • Und Indien steht das natürlich auch zu. Afrika sollten wir nicht vergessen. Und dann noch einige asiatische Länder. Da kommen mal schnell 4-5 Mrd Menschen zusammen. Plus Bevölkerungswachstum. Die alle auf unserem Energielevel? Das wird verdammt eng.

    • „es ist (natur-)wissenschaftlicher Konsens dass die Kacke am dampfen ist und etwas getan werden muss.“

      Ist es nicht, es ist eine politisch-religiös-ideologische Kampagne, die sich zur Abwehr von Kritik ein falsches „Wissenschafts“ – Mäntelchen umhängt. In Wirklichkeit ist sie so wissenschaftlich wie Kreationismus.

      Es kann schon deshalb nicht Wissenschaft sein, weil Wissenschaft nie Forderungen erhebt, wie in deiner Formulierung „etwas getan werden muss“

      Die Wissenschaft kann auch nicht in die Zukunft sehen und behauptet das auch nicht. Sie sagt nichts voraus, weder menschengemachte „Klimakatastrophen“ noch sonst was.

  11. Genau deshalb ist das Klimathema ja so geschickt, um die NWO voranzutreiben. Dummerweise springen die Deutschen mal wieder am Heftigsten darauf an.

    Es handelt sich zweifelsfrei um eine totalitätere Ideologie! Oder um es mit Carl Schmitt auszudrücken:
    „Schmitt unterscheidet dabei folgende Formen der Feindschaft: konventionelle Feindschaft, wirkliche Feindschaft und absolute Feindschaft. Zur absoluten Feindschaft komme es paradoxerweise etwa dann, wenn sich eine Partei den Kampf für den Humanismus auf ihre Fahne geschrieben habe. Denn wer zum Wohle oder gar zur Rettung der gesamten Menschheit kämpfe, müsse seinen Gegner als „Feind der gesamten Menschheit“ betrachten und damit zum „Unmenschen“ deklarieren.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Schmitt#Krieg,_Feindschaft,_V%C3%B6lkerrecht

    Es ist auch nicht ungewöhnlich, wenn man mittlerweile in Foren als „Menschenfeind“ bezeichnet wird (ist mir erst gestern wieder passiert), wenn man bei Klima- oder Migrationsthemen widerspricht oder den fehlenden Realitätsbezug bemängelt.

    Ein „Ziehen der Notbremse“ wäre m.E. übrigens nicht das geringere Übel, sondern würde Millionen an Menschen das Leben kosten. Wir sind inzwischen viel zu viele, um noch zu wirtschaften wie im Mittelalter…

      • 🙂

        Schade dass man nicht nachträglich korrigieren kann, bei heise nutze ich die Funktion bestimmt 3-5 Mal pro Kommentar, irgendwie sieht man die meisten Fehler erst nachträglich, obwohl ich die Sachen alle mehrmals durchlese, bevor ich auf „absenden“ gehe.

          • Find ich auch. Zum einen war es für mich an diesem trüben Freitag der Lacher des Vormittags und außerdem passt es auch irgendwie wie Arsch auf Eimer, sieht man sich mal an, mit wieviel Tätärä sich totalitätärä Regime immer gerne selbst inszeniert haben. 😉

    • „Oder um es mit Carl Schmitt….“

      Äh, der hat das mit der unbedingten und existenziellen Feindschaft überhaupt erst erfunden! Siehe deinen Link:

      „Die Ordnung wird bei Schmitt durch den Souverän hergestellt, der unter Umständen zu ihrer Sicherung einen Gegner zum existentiellen Feind erklären kann, den es zu bekämpfen, womöglich zu vernichten gelte. Um dies zu tun, dürfe der Souverän die Schranken beseitigen, die mit der Idee des Rechts gegeben sind.“

      Das hat nicht nur Rechte, sondern auch Linke in den Bann gezogen. Die toxisch-antidemokratische Denke Schmitts ist ganz sicher wesentliche Grundlage für die Phantasien eines „Klima-Notstands“.

      • Mag schon sein, das zu beurteilen, kenne ich Schmitt nicht genug und soweit ich ihn einschätzen kann, ist er mir zu relativistisch. Jedenfalls trifft die Analyse die ich gebracht habe, ziemlich genau einen grundlegenden Mechanismus, der auch hier wieder greift. Oder nicht?

        Wer die Menschheit retten will, muss zwangsweise alle Gegner als Menschenfeinde sehen.

    • „Wer die Äußerungen der Klimabewegten nämlich verfolgt, wird schnell bemerken, dass sie bei aller Verschiedenheit in einem Punkt unisono übereinstimmen: Der eigentlich Verantwortliche für den „menschengemachten Klimawandel“ ist nach ihrer Auffassung „der Kapitalismus“ …..“

      „Sozialismus oder Weltuntergang, lautet dementsprechend der Weckruf, mit dem die Völker abermals zum letzten Gefecht aufgerufen werden sollen.“

      Die ganze progressive Linke hat dieses Feindbild Kapitalismus, inklusive Feminismus. Wenn man darauf achtet, findet man es wirklich *überall* wieder. Es ist der ganz alte Traum vom Paradies, der hier unbemerkt weiter lebt, ein extrem erfolgreiches Mem.

      • HIer, vom Co-Gründer von Extinction Rebellion:
        View at Medium.com
        Es geht nicht um Klimawandel, sondern zuallerst um die Abschaffung Europas und seines Wohlstands. Das ist das Hauptziel. Die Doomsdaykultisten glauben ja nicht dran, dass sich der Untergang noch abwenden lässt, sie wollen bloß, dass die in ihren Augen Schuldigen bestraft werden bevor es soweit ist.

  12. Realátiv unkomplizierte und sofort wirksame Maßnahmen zum Stop des Klimawandels wären aus meiner Sicht 1) Ein Ende der Zerstörung der Wälder (+ Aufforstung) und 2) eine Ende des Bevölkerungswachstums, besonders in Afrika und den muslimischen Ländern. Das könnte sofort beginnen und würde relativ wenig kosten, aber davon spricht praktisch niemand. Warum wohl?

    Weil das dem Weltbild der Multikulturalisten und Intersektionalisten diametral entgegen stehen würde. Man wird niemals die farbigen Völker oder den Islam kritisieren, es muss unbedingt die westliche Kultur bzw. der Kapitalismus sein.

  13. „Das könnte sofort beginnen und würde relativ wenig kosten, aber davon spricht praktisch niemand. Warum wohl?“

    Du kannst Dir mit Claudia die Hand geben. Die liest – und hört – hoch selektiv auch nur, was in ihr Weltbild passt, oder was sie kontern kann.

    Über Geburtenregulierung wird seit den 60er Jahren diskutiert.
    Aber es gibt nun mal eine staatliche Autonomie und an der kann man nicht (mehr) vorbei planen.

    Und wenn Du die muslimischen Länder nennst, dann unterstell ich Dir langsam echt plumpe politische (um das Wort „rechte“ zu vermeiden) Agitation. Mit Ausnahme von ein oder zwei Ländern ist die Geburtenrate in allen muslimischen Ländern seit den 80er Jahren stark rückläufig und hat in vielen bereits die der westlichen Länder erreicht. Das wurde hier im Blog schon mindestens zwei Mal belegt.

    Afrika ist bezüglich der Geburtenrate ein Problem, das aber kaum zu lösen ist, weil es genau in den kritischen Ländern kaum oder gar keine funktionierenden Strukturen gibt, mit denen man steuern könnte.
    Wenn Du da den Schlüssel zur Lösung hast, dann – nur her damit. Du hättest den Nobelpreis schon so gut wie in der Tasche.

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