Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 14. April 2016

Humanismus

Ein Konzept, dass gerne in Abgrenzung zum Feminismus gestellt wird ist neben einem „Equivalismus“ der Humanismus.

Die Wikipedia definiert den Humanismus wie folgt:

Humanismus ist eine seit dem 19. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung für verschiedene, teils gegensätzliche geistige Strömungen in diversen historischen Ausformungen, unter denen der Renaissance-Humanismus begriffsbildend herausragt. Gemeinsam ist ihnen eine optimistische Einschätzung der Fähigkeit der Menschheit, zu einer besseren Existenzform zu finden.Es wird ein Gesellschafts- und insbesondere Bildungsideal entworfen, dessen Verwirklichung jedem Menschen die bestmögliche Persönlichkeitsentfaltung ermöglichen soll. Damit verbindet sich Kritik an bestehenden Verhältnissen, die aus humanistischer Sicht diesem Ziel entgegenstehen. Hinsichtlich der konkreten Inhalte bestehen zwischen den einzelnen Humanismuskonzepten große Unterschiede, die sich aus der Verschiedenheit der anthropologischen Grundannahmen ergeben. Insbesondere besteht ein Gegensatz zwischen den Modellen, die aus der Tradition des Renaissance-Humanismus hervorgegangen sind, und alternativen Entwürfen der Moderne, die sich in Opposition zum traditionellen Humanismus begreifen und mit ihm wenig gemeinsam haben, aber am Begriff Humanismus als Selbstbezeichnung festhalten.

Da hätten wir also:

  • optimistische Einschätzung der Fähigkeit der Menschheit, zu einer besseren Existenzform zu finden
  • Es wird ein Gesellschafts- und insbesondere Bildungsideal entworfen, dessen Verwirklichung jedem Menschen die bestmögliche Persönlichkeitsentfaltung ermöglichen soll.
  • Damit verbindet sich Kritik an bestehenden Verhältnissen, die aus humanistischer Sicht diesem Ziel entgegenstehen

Darauf kann man aus meiner Sicht durchaus aufbauen ohne gleichzeitig den Ballast der Vergangenheit zu sehr mitschleppen zu müssen.

Aus meiner Sicht muss man gerade an der ersten Stelle natürlich realistisch bleiben: Der Mensch ist eben nicht beliebig formbar, sondern seine Natur ist teil seines Seins und hat insofern auch Seiten, die – wie unsere Geschichte zeigt – negative Konsequenzen haben kann. Gleichzeitig haben wir auch vieles in uns, was ein harmonisches Miteinander ermöglichst, wir haben es in vielen Bereichen geschafft, unsere Energien in einen positiven Wettbewerb umzuleiten und uns durch die Technik und Wissenschaft von einer Vielzahl von Sorgen befreit. Daran zu arbeiten, dass die Welt eine friedlichere und bessere wird ist ein schöner Ansatz, den man natürlich unterstützen kann, ohne das man dabei blauäugig sein sollte.

Eine Gesellschaft und ein Bildungsideal, welches jedem erlauben sollte, sich zu entfalten, finde ich auch sinnvoll. Gerade Bildung bietet viele Möglichkeiten, das volle Potential aller auszuschöpfen und damit auch ihre Fähigkeiten produktiv zu nutzen. Ein „Sein lassen“ zu ermöglichen, bei dem jeder in den Grenzen, die ihm die Individualität des anderen notgedrungen setzen muss, so sein kann, wie er es will, erscheint mir auch sinnvoll, allerdings bedeutet das eben nicht, dass man Gleichheit erzwingen muss oder das diese Leute dann nicht als „Anders“ wahrgenommen werden dürfen. Das Außergewöhnliche und das Seltene werden eben immer auch als solches angesehen werden und auch das Leute dies so wahrnehmen ist eine Form des „Sein lassens“.

Kritik an bestehenden Verhältnissen ist ebenfalls ein Thema, welches hier schon häufig Thema war, sei es als Religionskritik, oder als Kritik an binären oder essentialistischen Vorstellungen von Geschlechterrollen. Auch Kritikwürdig und humanistischen Zielen entgegenstehend ist aber der Ansatz des Genderfeminismus, Sündenböcke nach Gruppenzugehörigkeit zu ernennen und Gleichmacherei zu fordern, wo Unterschiede ist. Insbesondere sind diese Theorien auch nicht mit einem Bildungsideal vereinbar, welches nicht darauf aufbaut, dass Forschung durch Gefühle ersetzt werden kann.

Was würdet ihr unter einem modernen Humanismus verstehen?


Responses

  1. Was meinst Du mit modernem Feminismus?

    Wie er sein könnte um eine Berechtigung zu haben oder so wie er tatsächlich ist ist?

    Ich bezweifele, daß Feminismus modern sein kann. Zeitgeistig ja, nicht aber modern im Sinn von fortschrittlich und menschlich.

  2. Humanismus resultiert aus dem Anspruch der Vernunft, ist also ein Rationalismus, der beansprucht, das menschliche Leben positiv zu gestalten. Und er ist universell, ist also für alle Menschen gleichermaßen gültig. Daher ist von Menschenrechten die Rede.

    Niemand kann und darf von ihnen ausgeschlossen werden, auch nicht das noch werdende menschliche Leben, oder das vergehende menschliche Leben, oder das nicht leistungsfähige menschliche Leben.

    Ausdruck des Humanismus ist z. B. auch, dass bei Straftaten nicht Rache geübt wird, sondern dass das Recht angewendet wird, nämlich in einem rechtlich kontrollierten öffentlichen Verfahren, einem Prozeß. Denn auch Straftäter sind und bleiben Menschen.

    Dahinter steht die Einsicht, dass alle Menschen unvollkommen sind, und das sie es bleiben. Sie sind stets fehlbar, sie können sich irren: sie sind keine Götter.

    Alles andere sind Einschränkungen, Verkürzungen, Partialisierungen, Einseitigkeiten und Verfälschungen, und Feminismus ist weiter nichts als eben dies; also ein Rückschritt.

    Der Feminismus muß daher überwunden werden, und er wird dadurch überwunden, dass die Frauen sich als Menschen begreifen und verhalten, mit allen Rechten und Pflichten, die das mit sich bringt, genau so, wie Männer das tun.

    Das ist verwirklichter Feminismus, und den Feminismus zu verwirklichen heißt, ihn zu überwinden.

    In der Weimarer Reichsverfassung (von Hugo Preuß entworfen) war dies bereits völlig klar formuliert:

    Gleiche Rechte und Pflichten für Männer und Frauen, somit die Gleichheit vor dem Recht.

    Auf dieser Grundlage muß jeder Mensch sein Leben selbstverantwortlich in die Hand nehmen und es gestalten, soweit das unter den jeweiligen Bedingungen möglich ist, indem er sich Ziele setzt und sich um deren Verwirklichung bemüht.

    Dr. Günter Buchholz

    ________________________________

    • Was ist Vernunft, was Rationalismus, was ist positive Gestaltung des Lebens? Und wieso muss ich mir als Mensch Ziele setzen?

      • @adrian: Vernunft und Rationalismus ist die die Grundlage der menschlichen Erkenntnismethode, die es uns ermöglicht mit Beobachtung und Logik die Welt bzw. die Natur(gesetze) zu verstehen.

        Du musst dir als Mensch gar keine Ziele setzen, du kannst dich auch einfach hinsetzen und nichts tun. Dann brauchst du aber auch keine Ethik und Moral.

        • Danke 🙂

    • @ Adrian

      Stell dich doch nicht immer so unklug. Deine Masche langweilt. Es gibt bessere Polemiken.

      Vernunft ist, wenn man Sigmar Gabriel das Lesen von Statistiken beibringt und er folglich aufhört, von der Lohndiskriminierung von Frauen zu schwafeln.

      So kann unser Leben positiv gestaltet werden.

      @ Günter

      Einen Rationalismus lehne ich ab, da er die Vernunft in ihren Möglichkeiten und ihrem Anspruch überhöht. Ich formuliere es so:

      Rationalität ja, Rationalismus nein. 🙂

      Oder auch anderswo: Liberalität ja, Liberalismus nein.

      Kann man überall so machen. 🙂

  3. „Der Mensch ist eben nicht beliebig formbar, sondern seine Natur ist teil seines Seins“

    Ach, Teil des Seins? Regnet jetzt irgendeine Metaphysik auf uns herab? Ein Schicksal, eine Bestimmung?

    Ach ja … klar, die Bestimmung, Frauen flachzulegen.

    Und die waren Wege der Wirkungsausbreitung sind die Gene, wa?

    Die echte, urgründende Wirklichkeit munkelt im Zuhandenen molekularer Gleichgewichte durch den Schleier des Seiende zwischen Dunkelm und Redox-ig-Wohligem …. puh

    Also, daß sich Biologismus Primitiv-Metaphysik für ohnehin Nicht-Anders-Könnende erweist, wirbt bestimmt keine neuen Kunden.

    Kann hier mal einer aufwischen?

    • @almar

      „Ach ja … klar, die Bestimmung, Frauen flachzulegen.“

      Natürlich, eine der wesentlichsten für Männer. Genauso wie umgekehrt für Frauen. Sonst kommen ja keine Gene in die nächste Generation.

      Es geht aber nicht um eine Bestimmung, sondern eben schlicht darum, welcher Selektionsdruck uns geformt hat.

      Konkrete Argumente dagegen sehe ich da bei dir aber immer noch nicht.

      • „Konkrete Argumente dagegen sehe ich da bei dir aber immer noch nicht.“

        Keine Sorge – die meisten sehen sie. 🙂

        • Wer?

        • Alle wichtigen: Elmar und sein ego

        • Sieht hier irgendwer konkrete Argumente von Elmar? Wenn ja: welche?

        • Ich würde Deien Argumente gerne verstehen, aber dafür bräuchte ich erst mal einen Anhaltspunkt, was überhaupr Deine Absicht ist. Dir schwebt offenbar eine Moralphilosophie der Geschlechter vor. Welche?

        • „Dir schwebt offenbar eine Moralphilosophie der Geschlechter vor. Welche?“

          Das Problem ist, daß ich nicht das Orakel von Delphi bin, ich weiß also nicht zu einem beliebigen Zeitpunkt ALLES.

          Sicher ist, daß Biologismus empirisch falsch ist, weil er einerseits auf einem essentialisischen Genbegriff aus den 60iger beruht und andererseits überhaupt nicht diejenigen alltagspsychologischen Phänomene versteht, die er so verzweifelt zu begreiflich zu machen versucht, daß er die Alltagspsychologie gleich ganz naturwissenschaftlich reformuliert.

          Dasa verstellt aber den Männern den Blick auf eine große Menge von Geschlechterproblemen und sorgt dafür, daß ihnen die Macht zur Handlung schlicht fehlt. Und unter der Fuchtel des Biologismus wird das auch immer so bleiben. Das alles ist unentdecktes Land und nicht trivial lösbar oder mal eben auf Kommentarlänge reduzierbar. Es ist nicht immer alles einfach – auch wenn Biologisten das gerne so hätten.

          Eine Sache der Moral sind die entscheidenden Geschlechterphänomene nicht, das ist eher euer Metier, denn für euch kommt es darauf an, daß die biologisch Fast-Determinierten ihre Spielräume in moralisch gebotener Weise nutzen.

          In meinen Augen ist Moral eher das schärfste Schwert gegen Feminismus, denn die antifeministische Pointe wird nicht in der Sphäre der Naturwissenschaft erzeugt, sondern in der Sphäre des Sozialen, weil Feminismus eine Art atheistischer Existenzialismus unter der Knute der traditionellen Weiblichkeit ist. Die sozale Sphäre aber kann kein Biologist aber je betreten kann. Denn dafür müßte er verstehen, wie diese soziale Sphäre aus Personen erschaffenden Handlungserklärungen entsteht. Aber das kriegt ihr nicht hin, weil ihr anstatt Rationalisierungen des Verhaltens zu geben nur kausalen Mittel bereitstellt wollt, die Menschen im Hinblick auf Sex – und sonst gar nicht – zu kontrollieren.

          Darüber freut sich der Feminismus aber sehr, und er tut alles, damit ihr euch in dem vermeidlich wichtigen Stellungskrieg über biologische Einflüsse aufreibt, damit ihr auch ja nicht dazu kommt, die wirklichen Schwachstellen des Feminismus zu entdecken.

          Bei Geschlechtern geht es vielmehr um die unfairer Ausnutzung von Kooperationen, nicht darum, abzuspritzen. Du solltest wissen, daß Schwule uns vormachen, wie locker und zugleich unpersönlich der Sex sein kann und wie leicht so ein Sex verfügbar ist. Die meisten Schwulen, die in Beziehungen sind, sind auf solchen Sex auch gar nicht eifersüchtig, jeder braucht eben mal ein paar Männer zwischendurch.

          Aber Frauen machen daraus ein Riesengeschäft, Sexualität ist in ihren Augen etwas, vor das sie aus sozialen Gründen höchstpersönliche und individualle Hürden legen, die zu überwinden, den Frauen beweist, was für eine Art Frau sie sind, mit welcher Weiblichkeit sie geboren, gesegnet und stolz darauf sein können. Und das tun sie selbst dann, wenn sie bereits so auslaufen, daß sie auf ihrem Stuhl rumrutschen müssen.

          Darüber wissen Biologisten nichts und sie können sich dieses der Fortpflanzung abträgliche Verhalten auch in keiner Weise erklären. Insbesondere kommt es im Alltag überall vor und nicht nur da, wo es um Sex geht. Aber das kann der Biologismus nicht verstehen.

        • „Sicher ist, daß Biologismus empirisch falsch ist, weil er einerseits auf einem essentialisischen Genbegriff aus den 60iger beruht und andererseits überhaupt nicht diejenigen alltagspsychologischen Phänomene versteht, die er so verzweifelt zu begreiflich zu machen versucht, daß er die Alltagspsychologie gleich ganz naturwissenschaftlich reformuliert.“

          Dazu müsstest du jetzt konkrete Ausführungen machen, zu konkreten biologischen Theorien, die Argumente für deiner Ansicht dagegen stellen, ggfs erläutern, wo das wer auch vertritt. Daran fehlt es bei fast immer. Eine saubere Darlegung der Theorien, die du angreifst, eine saubere Darlegung deiner Theorien und der Argumente dafür, eine Auseinandersetzung mit den Gegenargumenten. Statt dessen vage Andeutungen, unbegründete Thesen, vage verweise, die etwas belegen sollen, der Hinweis, dass alle anderen eben doof sind und du deswegen auch nichts belegen musst. Der Hinweis, dass man nicht ablenken soll, du würdest die Argumente für Kernstücke im Aufbau deiner Thesen eben noch nachreichen, man solle es eben erst mal glauben

        • „essentialistischer Genbegriff“ ist die offizielle Terminologie. Ich empfehle dir, einfach mal ein modernes Bioöogiebuch zu lesen und nicht immer die ollen Kammellen aus den 70igern.

          „Genome und Gene. Lehrbuch der molekularen Genetik“ von Terry A. Brown wäre da eine Möglichkeit.

          Aber na ja … du kapierst das ja doch nicht. Du brauchst den geisteswissenschaftlichen Weichspüler a la Buss, Pinker, Dawkins.

          Du bist nur ein dummer Kläffer, der sich nicht traut über den Tellerrad hinauszublicken.

        • Genexpression ist nichts, was mit dem egoistischen gen in Konflikt steht. Die ist auch Bestandteil der Evolutionsbiologie. Wo genau ist nun der so grundlegende unterschied?

        • Bio-Buch lesen, Evochis, Bio-Buch lesen.

          Ich kann dir auch ein paar papers raussuchen, wenn es mit dem Lesen Probleme gibt.

          Dann brauchst du nur das abstract zu überfliegen.

        • Mein beef liegt vor – gewöhn dich dran.

        • Nein, du hast immer noch nicht gesagt, inwiefern in dem von dir genannten Buch etwas steht, was im widerspruch steht und warum. Bisher wird eher deutlich, dass du vollkommen falsche Vorstellungen hast, wie zB Genexpression in die verschiedenen Theorien hineinspielt und das diese natürlich nicht Magie ist, sondern ein durch evolution entstandener und deren regeln unterliegender Baustein, der ganz selbstverständlich verwendet wird

        • Bücher lesen bildet, mein Schätzchen, versuch es ruhig einmal.

          Wirkt heilend. 🙂

        • Offensichtlich bist du nicht in der Lage, dein konkretes Argument zu benennen. Du kannst nur allgemein auf ein Buch verweisen.
          Und auf den vorhalt, das mit den dortigen Theorien gar kein widerspruch besteht kommt schlicht nichts.

          Das ist genau das, was ich oben bereits als beständige schwäche all deiner Ansätze dargestellt habe.

          Du bestätigst es erneut

        • Ich mache doch hier dauernd den EvoChis:

          „Meine Argumente liegen vor – in Bio-büchern, ich bin nur der Bote. Lesen mußt du selbst.“

        • Zu welchen von mir vertretenen Thesen liegt den kein konkreter Artikel vor, der diese näher erläutert?

        • Es ist bedauerlich, daß du konkreten, naturwissenschaftlichen Ergebnissen nichts als Ignoranz entgegen zu setzen hast. Es ist immer dasselbe, man benüht sch um sachliche Klärungm Mäßigung und Stringenz, erntet aber nichts als böswillige Rethorik von deiner Seite.

          Ich kann dir da nicht helfen, ich habe dir dir Quellen genannt, wenn du Nachhilfe von mir willst, dann mußt du mich im Voraus bezahlen.

        • Ist nur ein weiterer Beleg dafür, dass du nicht argumentieren kannst. Leider scheint dir nicht bewusst zu sein, dass es dich und nicht mich schwach aussehen lässt.
          Da will man einen diskussionsgegner und bekommt einen mauernden Strohmann aufstellte

        • Ja, mein Häschen, wie man nach außen ausssieht, wie man wirkt – das ist dir das Wichtigste, ich weiß. Du versuchst auf alopha zu machen, aber kannst du aus deiner Haut nicht raus. Alle wissen, daß du ein Würstchen bist, und kein „Ich mach mich groß und steif“ von deiner Seite wird daran was ändern.

        • In der tat: es ist mir wichtig, dass Leute meine Position und die Argumente dafür verstehen und ich eine schlüssige Argumentation abliefere. Es ist mir wichtig, belege für meine Position zu haben. Dass magst du für etwas halten, was einen klein macht. Ich denke, dass die Leute es genau andersherum wahrnehmen

        • „Dass magst du für etwas halten, was einen klein macht.“

          Mir ist es scheissegal, was mich wie aussehen läßt. Denn ich bin wesentlich mehr als ein Bote oder ein Gastgeber oder irgendeine Witzfigur, die sich hinter jahrzehnte alten papern versteckt, die sie nicht mal im Ansatz versteht. Und Qualität wird sich immer durchsetzen, das ist der Unterschied zwischen uns.

          Und deshalb wirst du auch immer ein looser bleiben: du kannst dich nicht wie ein Gewinner benehmen, egal welche „Improve-Yourself“-Ratgeber du auch anwendest. Denn dafür muß man auch irgendwann mal gewonnen haben, mein Scheisserchen. 😉

        • Wir sind uns immerhin einig, das Qualität sich durchsetzt. Wir sind uns nicht darin einig, das Qualität sich daran zeigt, dass man unfähig ist, seine wesentlichen Theorien auch argumentativ darzulegen und auf nachfragen pampig werden muss.

        • Erstaunlicherweise kann ich weibliches (Sexual-) Verhalten vorzüglich mit Biologie erklären.

        • Tja, ich hab dich wohl überschätzt, Adrian.

        • Ich kann sogar Feminismus mit Biologie erklären. Bin halt ein biologistisches Genie 🙂

        • Bitte sehr – viel Erfolg.

        • Das ist so schwer nicht ☺

        • In der tat: es ist im wesentlichen einer Bewegung, die unterbewusste Ängste von Frauen kanalisiert um zum einen intrasexuelle Konkurrenz abzumildern und zum anderen soziale Dominanz aufzubauen

        • Ich hätte es anders formuliert, aber im wesentlichen ja. Guter Junge ☺

        • @ Elmar
          Eigentlich ist es ja belustigend absurd, dass Du Sexualität anders als mit Biologie erklären willst. 😀

        • @Adrian

          Was an der Sexualität meinst du?

        • Im Wesentlichen alles.

        • @Adrian

          Aber das will ich gar nicht.

        • Ich zitiere:

          „Die meisten Schwulen, die in Beziehungen sind, sind auf solchen Sex auch gar nicht eifersüchtig, jeder braucht eben mal ein paar Männer zwischendurch.

          Aber Frauen machen daraus ein Riesengeschäft, Sexualität ist in ihren Augen etwas, vor das sie aus sozialen Gründen höchstpersönliche und individualle Hürden legen, die zu überwinden, den Frauen beweist, was für eine Art Frau sie sind, mit welcher Weiblichkeit sie geboren, gesegnet und stolz darauf sein können. Und das tun sie selbst dann, wenn sie bereits so auslaufen, daß sie auf ihrem Stuhl rumrutschen müssen.

          Darüber wissen Biologisten nichts und sie können sich dieses der Fortpflanzung abträgliche Verhalten auch in keiner Weise erklären. Insbesondere kommt es im Alltag überall vor und nicht nur da, wo es um Sex geht. Aber das kann der Biologismus nicht verstehen.“

          Ich kann das alles sehr wohl biologisch verstehen.

        • @Adrian

          Ok, mach mal.

        • Gerade schlecht. Bin arbeiten.
          Ich werfe aber folgende Stichpunkte in den Raum :
          – geringeres Fortpflanzungspotential
          – Kosten der Schwangerschaft
          – Kosten der Kinderaufzucht
          >> strenge Selektionskriterien

        • @Adrian

          Ok, woher weißt du, daß die Frauen so drauf sind? Mit welchen hast du gesprochen? Wie viele waren es?

        • Äh, ich muss nicht mit Frauen sprechen um zu wissen, dass sie schwanger werden können.

        • Also, Elmar, du solltest dich jetzt wirklich mal wegen Paranoia behandeln lassen.

          Hier vertritt niemand einen Biologismus. Das einzige, was man Christian zum Vorwurf machen kann, ist sein Destruktivitätsbiologismus.

          Also das Ausblenden der Bedingungen, unter denen Kinder großwerden (Schläge, Verachtung, Ignoranz, emotionaler, sexueller Mißbrauch etc. pp.).

          Diese Erfahrungen, die ein Kind notgedrungen verdrängen muß, finden sich dann im Leben des Erwachsenen unverhofft wieder. Also z.B. ein „rätselhafter“ Haß, den das Kind nicht in bezug auf seine Eltern fühlen durfte, der aber immer noch sein Unwesen treibt, solange er nicht ins Bewußtsein gelassen wird.

          Ideologien bieten dann passende Ventile und Haßobjekte, was bis zu Verbrechen wie Völkermord führen kann.

          Der Destruktivitätsbiologismus des Christian ist zutiefst reaktionär und gesellschaftsschädlich.

          Hauptsache, ein paar andere Leute hier begreifen das.

          http://alice-miller.com

        • Kirky, ich versteh dich manchmal gar nicht.

        • Biologie beeinflußt unser Verhalten, wir sind der Biologie aber nicht völlig ausgeliefert. Punkt.

          Unsere menschliche Destruktivität liegt im Moment der Verdrängung von traumatischen Kindheitserfahrungen begründet.

          Dies leugnet der Blogwart. Er setzt pauschal biologische Ursachen dafür an, daß z.B. Kriege geführt werden.

          Das ist aber Quatsch. Denn es werden immer weniger Kriege mit immer weniger Toten geführt. Die Veränderungen sind drastisch – und zwar ohne Einbezug des ersten oder zweiten Weltkriegs. Allein in der Zeit danach hat sich enorm viel getan. Mit Einbezug dieser Kriege wäre die Lage noch drastisch positiver.

          Ganz zufällig hat sich in genau diesem Zeitraum die Kindererziehung revolutionär verändert. Kinder werden nicht mehr wie Untermenschen oder Sklaven behandelt, wie das noch um 1900 üblich war. Warum also mehr Humanität? Die logische Antwort: Weil Kinder mehr Humanität erfahren.

          Destruktivitätsbiologismus ist also die pauschale Erklärung der menschlichen Destruktivität mit Biologie. Früher Teufel, heute Biologie.

          Du bist paranoid, lieber Elmar, und läufst einer Schimäre hinterher.

        • „Du bist paranoid, lieber Elmar“

          Kann schon sein, aber ich hab ne Menge Spaß dabei. 😉

        • „Unsere menschliche Destruktivität liegt im Moment der Verdrängung von traumatischen Kindheitserfahrungen begründet.“

          Definiere Destruktivität.

        • „Definiere Destruktivität.“

          Jedes Handeln, das nicht Alice Miller folgt.

        • Destruktivität = Lügen, Macht, Gewalt, Selbstzerstörung, Süchte, psychische Erkrankungen überhaupt, Kriege, Ideologien etc.

          Wer Mißhandlungen aus der Kindheit verdrängt – was zunächst der Normalzustand ist -, agiert notgedrungen destruktiv, weil er unbewußt das ihm zugefügte Leid an sich oder anderen wiederholt.

          Kann man sehr gut an Biographien studieren, die Alice Miller in ihren Büchern aufgreift. Z.B. Adolf Hitler.

    • Der Mensch ist ein evolutionär entstandenenes Wesen. Finde Dich damit ab.

      • Die Frage ist, Adrian, was daraus folgt.

        Und die richtige Antwort darauf lautet ganz sicher nicht: „Alles.“.

        • Daraus folgt, dass Frauen immer gewinnen werden.

        • „Sehr vieles“ würde für meine obige Ansicht auch vorkommen ausreichen. Ansonsten weise ich noch einmal auf das integrierte Modell hin

        • Adrian,

          „Daraus folgt, dass Frauen immer gewinnen werden.“

          Wie und was gewinnen sie denn?

          Elmar,

          „Aber Frauen machen daraus ein Riesengeschäft, Sexualität ist in ihren Augen etwas, vor das sie aus sozialen Gründen höchstpersönliche und individualle Hürden legen, die zu überwinden, den Frauen beweist, was für eine Art Frau sie sind, mit welcher Weiblichkeit sie geboren, gesegnet und stolz darauf sein können.“

          Das ist zu eindimensional und beschreibt nur einen bestimmten Typus Frau, der in der Realität selten anzutreffen ist.

          Stattdessen dominieren bei der Frau eher Angst, Unsicherheit und Selbstzweifel, die mal mehr mal weniger gut durch ein geschminktes Pokerface verdeckt werden.

        • @Peter Müller

          „Stattdessen dominieren bei der Frau eher Angst, Unsicherheit und Selbstzweifel, die mal mehr mal weniger gut durch ein geschminktes Pokerface verdeckt werden.“

          Die eigentlich Frage ist wohl eher, wie wir sowas zuverlässig erkennen können.

  4. Eine Möglichkeit wäre, dass man das Wort „Humanismus“ wegen seiner vielen und gegensätzlichen Verwendungsmöglichkeiten nicht mehr verwendet, und jeder verwendet für seine eigene Einstellung einen Begriff, der dem eigenen Weltbild am besten entspricht. Rationalismus, Equivalismus, whatevar.

    Die andere Möglichkeit ist, man macht sich bewusst, dass „Humanismus“ ein sehr breit gefächerter „‚ismus“ ist, und dass den meisten Humanismen gemein ist, dass es um den individuellen Menschen geht (im Unterschied zu Gott, Staat, Gesellschaft oder Parteiprogramm). Oder gehen soll.
    Da jeder Mensch sich anders entfalten wird, wenn man ihn lässt, ist das konkrete Ergebnis für jeden Menschen individuell anders. Es gibt dann also rationale Humanismen, schöngeistige Humanisten, religiöse Humanisten, linke Humanisten, rechte Humanisten, etc. pp., was jetzt natürlich gewöhnungsbedürftig ist, wenn die meisten anderen Ismen auf Gleichmacherei aus sind.

    Vermutlich gibt es sogar Fußballfanhumanisten.


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