Alternating gender incongruity (AGI)

Über Arnes Blog bin ich auf „Alternating gender incongruity (AGI)“ aufmerksam geworden.

Between the two extreme ends of human sexuality – male and female – lie a poorly understood and poorly studied spectrum of ambiguously defined sexual identities that are very much a part of the human condition but defy rigid classification. „Bigender“ is a recently formed sub-category of transgenderism, describing individuals who experience a blending or alternation of gender states. While recognized nominally by the APA, no scientific work to our knowledge has addressed this fascinating condition, or proposed any physiological basis for it. In addition, the alternation aspect has not been proposed as a nosological entity distinct from blending. We present descriptive data suggesting that many bigender individuals experience an involuntary switching of gender states without any amnesia for either state. In addition, similar to transsexual individuals, the majority of bigender individuals experience phantom breasts or genitalia corresponding to the non-biologic gender when they are in a trans-gender state. Finally, our survey found decreased lateralization of handedness in the bigender community. These observations suggest a biologic basis of bigenderism and lead us to propose a novel gender condition, „alternating gender incongruity“ (AGI). We hypothesize that AGI may be related to an unusual degree or depth of hemispheric switching and corresponding callosal suppression of sex appropriate body maps in parietal cortex- possibly the superior parietal lobule- and its reciprocal connections with the insula and hypothalamus. This is based on two lines of reasoning. First, bigender individuals in our survey sample reported an elevated rate of bipolar disorder, which has been linked to slowed hemispheric switching. We hypothesize that tracking the nasal cycle, rate of binocular rivalry, and other markers of hemispheric switching will reveal a physiological basis for AGI individuals‘ subjective reports of gender switches. Switching may also trigger hormonal cascades, which we are currently exploring. Second, we base our hypotheses on ancient and modern associations between the left and right hemispheres and the male and female genders. By providing a case of sharp brain-sex shifts within individuals, we believe that the study of AGI could prove illuminating to scientific understanding of gender, body representation, and the nature of self.

Quelle: Alternating gender incongruity: A new neuropsychiatric syndrome providing insight into the dynamic plasticity of brain-sex.

Also Personen, die ihr Geschlecht häufig wechseln, teilweise wohl täglich oder wöchentlich. Ein paar Beschreibungen:

—“I still have the same values and beliefs, but a change in gender is really a change in the filter through which I interact with the world and through which it interacts with me.”

—“If I’m in male mode and I see someone crying, I’ll think more along the lines of ‘Man up… while if I’m in girl mode I’ll think more long the lines of ‘Oh sweety!’”

Ganz klar scheint die Lage aber noch nicht zu sein:

“These results are suggestive but not conclusive,” Ramachandran says. “We need to rule out the possibility that this is just a variant of dissociative identity disorder (multiple personality disorder) or the subjects are simply “role–playing.” Without the “smoking gun”- physical evidence in the form of fluctuating hormone levels or brain imaging data – we don’t know what we are dealing with. Its something we are currently working on.”

At the Cognitive Neuroscience Society meeting in early April, Case presented preliminary research that one nominal AGI subject who was anatomically male performed differently on cognitive tests depending on his gender state: when male, he did better at a targeting task (throwing darts) and he had a superior score on a verbal fluency test after a switch to the female state. It was inconclusive whether testosterone levels fluctuated with the change in sexual identity.

Es klingt nach einem spannenden Gebiet. Jezebel ordnet es gleich einmal feministisch ein:

Obviously it’s one thing for the patient to make a subjective comment like this, but it’ll be a whole other story if something like the above actually becomes criteria to determine someone’s gender identity. It seems entirely possible that AGI is a real sexual alignment, but equally possible that this small demographic is comprised of individuals who have internalized gender norms so completely that this is the way they respond when they have an outlying trait.

 Wenn die Zustände mit verschiedenen Hormonständen zusammenhängen scheint mir eher ein biologischer Bezug wahrscheinlich. Aber hier muss man wohl weitere Forschung abwarten

45 Gedanken zu “Alternating gender incongruity (AGI)

  1. Vor wenigen Wochen berichteten Wissenschaftler darüber, auf ein neues menschliches Geschlecht gestoßen zu sein, das weder männlich noch weiblich ist. Es handelt sich dabei um lila Pudel Menschen mit einer sogenannten „alternating gender incongruity (AGI)“. Sie spüren immer wieder, Phantomgenitalien des anderen Geschlechts entwickelt zu haben, weshalb sie spontan vom Mann zur Frau und umgekehrt wechseln können. Die Mehrheit der bisher bekannt gewordenen Betroffenen (21 Männer und elf Frauen) berichten, ihr Geschlecht wöchentlich zu wechseln. 14 von ihnen tun es einmal oder mehrmals pro Tag.

    http://genderama.blogspot.de/2012/05/unser-geschlecht-wechselt-stundlich.html

    is erster april???

    • @Hottehü

      Hatte ich auch erst überlegt. Aber vorstellbar ist so etwas, wenn es Leute mit mehreren Persönlichkeiten geben kann, dann eben auch Leute, bei denen sich dies auf das Geschlecht auswirkt. Es wurde ja als Ursache eine Störung in der Kommunikation zwischen den beiden Gehirnhälften diskutiert. Mal sehen, ob es sich bestätigt und neue Erkenntnisse bringt

    • Und woher willst Du wissen, dass es eine psychische Störung ist?

      Was mich unteressieren würde: Auf wen stehen diese Menschen sexuell, wenn Sie ihr Geschlecht „wechseln“.

      Bye the Way: Ärgerlich, dass die Huffington Post ihren Artikel mit einer Regenbogenflagge ziert. Was haben wir Homos mit dem ganzen zu tun?

    • @ gabrielewolff

      *Psychische Störungen passen sich immer dem jeweiligen Zeitgeist an; und wenn es heute Mode ist, Geschlecht zu dekonstruieren, folgt die Verwirrung dieser Vorgabe.*

      Halte ich auch für die wahrscheinlichste Erklärung.

      Sich für Napoleon zu halten und entsprchend zu agieren, kam etwas aus der Mode.

      Heute switcht man.

      Bevor nicht handfeste physiologische Daten oder neuroanatomische Befunde (Hormonveränderungen, Bau des Corpus callosum und dessen „Verdrahtungen“ mit dem Cortex, Unterschiede zu Normalen in bildgebenden Verfahren etc.) vorliegen, ist in meinen Augen eine modisch ausgerprägte Persönlichkeitsstörung wahrscheinlicher.

      • @ Alexander Roslin

        Definiere mal „Normalität“: Ist Homoesexualität, Transgender, Queergender, Heterosexualität „normal“, nach Deinem Verständnis von Normalität? 🙂

      • Psychische Eigenheiten als „Störung“ zu bezeichnen ist auch aus der Mode. Du bewertest dieses Phänomen moralisch, sortierst die Menschen als behandlungsbedürftig ein. Neuroanatomische Befunde sind völlig irrelevant, weil ja die Evidenz aus dem Verhalten der Person vorliegt. Die Beobachtung des neuronalen Geschehens fügt der Erkenntnis nichts hinzu, weil sie zum beobachteten Verhalten in bezug gesetzt wird. Du sitzt einer Tautologie auf, wenn du Verhalten mit neurologischen Befunden erklären willst, die du wiederum nur mit Verhalten korrelieren kannst. So produziert man allenfalls „Patienten“, indem man Leuten normativ irgendwelche arbiträren vom Psychologen gesetzte Verhaltensstandards aufoktroyiert. Diese Sorte „Psychologie“ haben wir doch hoffentlich längst hinter uns.

    • @gabriellewolff
      „Psychische Störungen passen sich immer dem jeweiligen Zeitgeist an“
      Nicht immer. Die moderne Psychologie untersucht auch zeitgleich Körperliche Ursachen. So ist beispielsweise mittlerweile bekannt, das Menschen mit Depressionen nicht so viel Glückshormone ausschütten können bzw. deren Level schon weiter unter Norm liegt.

      „Was mich unteressieren würde: Auf wen stehen diese Menschen sexuell, wenn Sie ihr Geschlecht “wechseln”.“
      Ich denke, das dort auch alles abgebildet wird, wie bei anderen Menschen auch. Vielleicht werden sie beim Wechsel Bi, bleiben Hetero, wechseln also das Geschlecht auf das sie stehen, mit ihrem, oder bleiben dem Geschlecht auf das sie vorher standen, werden also Homosexuell.

  2. Zhen:

    Psychische Eigenheiten als „Störung“ zu bezeichnen ist auch aus der Mode. Du bewertest dieses Phänomen moralisch, sortierst die Menschen als behandlungsbedürftig ein.

    Nun, Jezebel spricht ausdrücklich von Patienten; zudem wurde erklärt, daß man eine Variante der dissoziativen Identitätsstörung bzw. ein Rollenspiel (Simulieren) erst noch ausschließen müsse. Ich betrachte das Phänomen nicht moralisch oder nach den Regeln Normal/Nicht normal, was ja nur Mehrheitsverhältnisse ausdrückt, sondern unter dem Gesichtspunkt, ob ein Zustand als Leiden empfunden wird (durch den Betroffenen selbst oder seine Umwelt). Und es klang nicht so, als ob die Menschen gut damit zurechtkommen würden, ständig unwillkürlich das Geschlecht zu wechseln, also nicht bei ›sich‹ zu sein.

    Imion:
    “Psychische Störungen passen sich immer dem jeweiligen Zeitgeist an”

    Nicht immer. Die moderne Psychologie untersucht auch zeitgleich Körperliche Ursachen. So ist beispielsweise mittlerweile bekannt, das Menschen mit Depressionen nicht so viel Glückshormone ausschütten können bzw. deren Level schon weiter unter Norm liegt.

    Was noch nicht erforscht ist: ist Depression die Ursache dieses Mangels oder umgekehrt der Mangel Ursache der Depression? Es ist ja bekannt, daß bestimmte Stressfaktoren oder einschneidende Ereignisse depressionsauslösend sind, und die geschehen garantiert unabhängig von neuronalen Vorgängen.

    Das Zusammenspiel von Körper und Seele ist immer noch relativ unbekannt, und die Hirnforscher kommen einem vor wie Fachleute, die weder von dem einen noch dem anderen Fach etwas verstehen und daher schon juchzen, wenn bei ihren Experimenten via computergeneriertem Verfahren ein bestimmtes Hirn-Areal aufleuchtet. Sie kommen mir ehrlich gesagt wie kleine Jungs vor, die Autoquartett spielen…

    • Und es klang nicht so, als ob die Menschen gut damit zurechtkommen würden, ständig unwillkürlich das Geschlecht zu wechseln, also nicht bei ›sich‹ zu sein.

      Das müsste jedem selbst überlassen bleiben, ob er darunter leidet. Die Psychologie sollte nicht den Betroffenen pauschal ein Leiden einreden. In einer kapitalistischen Psychologie (und Medizin allgemein), die mit „Therapie“, d.h. mit der Pflege des Leidens, mit der Überführung einer Auffälligkeit in ein chronisches Leiden, Geld verdient, ist so ein Gedanke natürlich obszön.

      Ich habe auch Bedenken, dass mal wieder ein gesellschaftliches Problem psychologisiert werden soll. Was ist denn daran leidvoll, ein Hirngeschlecht zu haben und es manchmal auch zu wechseln? Das Leiden wird wohl meistens sozial erzeugt. Ich z.B. bin wie Millionen Männer eine männliche Lesbe. Dieses Phänomen wird entweder als nicht existent oder als psychische Störung abgetan (entweder Störung der Geschlechtsidentität oder Schüchternheit). Dabei bin ich gerne eine Lesbe. Ich mag Frauen und ich habe auch kein Problem mit meinem männlichen Körper. Ich habe nur ein Problem mit dieser Gesellschaft, die mir eine Diktatur der Geschlechterrollen aufherrscht, nach denen Leute mit einem bestimmten Körpergeschlecht sich nach gewissen Normen verhalten müssen, um nicht ausgegrenzt zu werden. Eine Teilhabe an romantischen und sexuellen Aktivitäten wird mir so verwehrt. Auch Transsexuelle sind von dieser Psychologisierung eines nicht psychologischen Problems betroffen. Transsexuelle sind nicht durch eine Geschlechtsidentitätsstörung charakterisiert, sondern durch eine Inkongruenz von Körper- und Hirngeschlecht. Die unterschiedlichen Folgen für eine Behandlung liegen klar auf der Hand: Im ersten Fall wird die Persönlichkeit gebrochen und somit schweres psychisches Leid induziert, im zweiten Fall wird die benötigte Kongruenz von Körper und Gehirn durch Veränderungen des Körpers hergestellt.

      Die Psychologie hat schon immer einen für die Herrschaft wertvollen Dienst dadurch erbracht, dass sie gesellschaftliche Verhältnisse als Problem deakzentuiert und die Wahrnehmung dieser Verhältnisse durch ihre Opfer gemäß den Vorgaben der Herrschenden (die in Form der herrschenden Gedanken sowieso Allgemeingut sind) problematisiert hat.

      • @zhen
        „Was ist denn daran leidvoll, ein Hirngeschlecht zu haben und es manchmal auch zu wechseln?“
        Weil es nervt, weil es depressionen auslöst, weil die Person gerne mal klarheit hätte?!

      • @Helena

        Gar nicht. Du brauchst nur eine weibliche Lesbe, die sich nicht daran stört, dass du phänotypisch ein Mann bist.

        Klar, wäre mir auch am liebsten. Es gibt nur sehr wenige Lesben (im Vergleich zu Heterofrauen) und die wünschen sich i.d.R. eine hübsche, auch körperlich weibliche, Person, also eine normale lesbische Frau, als Partnerin. Über Äußerlichkeiten können Menschen nicht einfach hinwegsehen. Mir scheint es realistischer, irgendwann eine heterosexuelle Frau, die meine feminine Seite toleriert (oder noch besser: attraktiv findet), kennenzulernen.
        Ich habe einiges über Guydykes und männliche Lesben gebloggt. Wen das Thema interessiert, der möge vielleicht besser dort weiterdiskutieren.

  3. Für die einen gibt es mehr als zwei Geschlechter (Heinz-Jürgen Voss), für die anderen wechselt das Geschlecht ständig.

    Hauptsache, der Begriff „Geschlecht“ wird ordentlich aufgeweicht und hat nur noch dann Bedeutung, wenn etwas Positives über Frauen oder etwas Negatives über Männer geschrieben wird – oder wenn letztere „endlich kastriert“ sind und darüber oder über ähnliche Sachverhalte „Frauenfreude“ aufkommt. Ansonsten gibt es kein Geschlecht mehr. Punkt!

    Und wer doch noch normal im Kopf ist und Geschlecht einfach als „mating type“, also „Paarungstyp“ definiert, darf diese Definition z. B. auf der Uni nicht zu laut sagen, sonst kann er womöglich noch seinen Hut nehmen. Auf der Uni hat einmal damals während meines Studiums ein Prof. in Zoologie für Fortgeschrittene, als es auch um den Menschen ging, gesagt, dass Männer nicht stärker als Frauen seien. Die ganze Zeit sprach er souverän, nur bei dem Thema nicht. Erst versuchte er zu begründen, warum Männer stärker sind, und nannte die größeren Muskelansatzstellen an den Knochen. Dann sagte er aber wieder „Männer sind gar nicht stärker als Frauen“ und verglich mich mit der Fußball-Nationalspielerin Birgit Prinz, und meinte, ich käme gegen sie sportlich nicht an.

    Geiler und hoch „wissenschaftlicher“ Vergleich – einen Biologiestudenten mit einer professionellen Sportlerin mit Weltmeistertitel. (Ob ich gegen die Dame ankomme, weis ich nicht. Ist auch egal. Der Apfel muss sich auch nicht gegen die Birne behaupten können.)

    Frage an den/die MathematikerIn: Warum, sagen sie, ist der Kreis gar nicht weniger eckig als das Quadrat? Das stimmt doch gar nicht! Was sagen sie? Meine Sichtweise soll WAS sein? Finsterster Geometrismus?

    Ich hab es echt satt – auch dieser Kampfbegriff „Gender“ immer und das Blabla von der „Genderproblematik“.

    Auf der Herrentoilette in der Uni grinst einen dann dieses aufklappbare Wickeltischteil da an…

    …ich glaub nicht, dass dort gewickelt wird. Das ist der erhobene Zeigefinder des Radikalfeminismus, an dem Ort, wo man dann aus Feministinnensicht „in seiner Männlichkeit triumphiert“ (also im Stehen in ein Urinal strümmelt).

    Ich hab´s satt – klar kann es Patienten geben, die subjektiv den Eindruck haben, mehrfach am Tag oder alle Paar Tage mal das Geschlecht zu wechseln. Es gibt eben Verrückte und einen starken Anstieg psychischer Erkrankungen. Frage ist, ob der Feminismus dies mitverursacht.

    P.S.: Geschlechtsumwandlungen sind bei Arten mit genetischer Geschlechtsdetermination (Ich weiß, liebe Alice Schwarzer. Alllaaaarrrrrrm, Determinismus, Alllaaarrrmmm, Biologismus. Auf ihn!!!) nicht möglich. Bei ökologischer Determination, wenn Umweltbedingungen und vor allem soziale Bedingungen das Geschlecht festlegen, kommen sie vor, aber echt nicht häufig. geht auch nur, wenn die Geschlechtsorgane dafür primitiv genug gebaut sind. Gerade Säugetiere sind milde ausgedrückt weit entfernt von der Fähigkeit zur Geschlechtsumwandlung. (Warum lachen eigentlich immer so viele, wenn ich Menschen als Säugetiere bezeichne?)

      • Es kann – dies sei ergänzend angeführt – aber der Phänotyp dem Gehirngeschlecht angeglichen werden.

        Gehirngeschlecht? Das ist genau die genderistisch-konstruktivistische Scheisse, die sich willkürlich der Begriffe bemächtigt und sie mit gänzlich anderen Bedeutungen gebraucht.

        Was soll das sein, genderidentity? Wer einen Schuhtick hat ist eine Frau. Und wenn der Schuhtick weg ist, dann ist es wieder ein Mann. Hummm …. Genderwissenschaft, der Weg zur totalen Verblödung.

      • Naja gut, das wird vermutlich gehen, aber das ist natürlich aus biologischer Sicht keine echte Geschlechtsumwandlung.

        Dass das geht, ist interessant, wie das funktioniert auch (Ich vermute vor allem über Hormone?). Ich habe nur den Verdacht – und vermutlich wird Arne Hoffmann das auch deshalb gepostet haben auf Genderama – dass solche Fälle zur Aufweichung und Bagatellisierung des Begriffs „Geschlecht“ instrumentalisiert werden. Eine interessante Frage ist auch, wieviel Prozent (oder Promille) aller Menschen ihr „Geschlecht wechseln“ auf diese Art und Weise.

        Und wie stark dann die Anpassungen des Phänotyps ans Gehirngeschlecht sind, ob man es betroffenen Menschen ansehen kann usw. – wie auch immer. Der Großteil aller Menschen wechselt im Geiste oder sonstwie bestimmt nicht so leicht sein Geschlecht.

        • @Matthias

          „Der Großteil aller Menschen wechselt im Geiste oder sonstwie bestimmt nicht so leicht sein Geschlecht.“

          Nein, dass würde ich auch sagen. Es müssen deutliche Sonderfälle sein, die aber durchaus interessant sein können. Andererseits: Leute mit mehreren Persönlichkeiten, auch solche mit verschiedenen Geschlechtern, gab es ja auch schon vor dieser „Entdeckung“. Vielleicht kommt man aber so eher den Gründen dafür auf die Spur

      • @peter
        „Was soll das sein, genderidentity? Wer einen Schuhtick hat ist eine Frau. Und wenn der Schuhtick weg ist, dann ist es wieder ein Mann. “
        Wir Menschen werden sehr stark über unser Glückssystem gesteuert. Nun ist es aber unterschiedlich, in manchen dingen, was Mann und Frau als Glück empfinden. Und nun stell dir vor, ein Mann hat aber das Glückszentrum einer Frau. Er wird von seinen Kopf sehr sehr wenige Glückshormone bekommen, weil er nicht das machen kann, was eine Frau tut, weil die Gesellschaft ihn als Mann und nicht als Frau wahrnimmt.

        @mathias
        „Eine interessante Frage ist auch, wieviel Prozent (oder Promille) aller Menschen ihr “Geschlecht wechseln” auf diese Art und Weise. “
        Meines Wissens nach, sind ca. 0,05% der Weltbevölkerung Transgender, davon dürften wahrscheinlich nicht mal die hälfte Menschen sein, die ihr Geschlecht öfters wechseln.

        „Und wie stark dann die Anpassungen des Phänotyps ans Gehirngeschlecht sind, ob man es betroffenen Menschen ansehen kann usw“
        Man merkt es teils am verhalten. Oft aber, wird das Verhalten bewusst verschleiert, es soll ja keiner mitbekommen.

      • Und nun stell dir vor, ein Mann hat aber das Glückszentrum einer Frau. Er wird von seinen Kopf sehr sehr wenige Glückshormone bekommen, weil er nicht das machen kann, was eine Frau tut, weil die Gesellschaft ihn als Mann und nicht als Frau wahrnimmt.

        Das Glückszentrum einer Frau??
        Was hat das alles mit den biologischen Kategorien „männlich“ und „weiblich“ zu tun? Nichts, solange man männlich und weiblich noch als biologische Kategorien auffasst, ergibt das alles absolut keinen Sinn. Gerade das wollen die Genderisten nicht. Ihr Anliegen ist kein wissenschaftliches, sondern zentrale Begriffe gemäss ihrem Weltbild umzudeuten. Was wir hier sehen ist der Versuch der „Dekonstruktion von „männlich“ und „weiblich“ als biologische Kategorien“. Das ist auch schon alles, der Rest ist geschenkt.

      • @peter
        „Das Glückszentrum einer Frau??
        Was hat das alles mit den biologischen Kategorien “männlich” und “weiblich” zu tun?“
        Woher kommen die unterschiedlichen Verhaltensweisen von Mann und Frau? Was bringt uns dazu, dieses Verhalten an den Tag zu legen? Ist das Wettbewerbsverhalten eines Mannes und das Nestverschönerungsverhalten einer Frau nur anerzogen oder ist es das Produkt unserer Biologie? Wenn ja, wie funktioniert das, wie „steuert“ unser Körper uns in die entsprechende Richtung?

        „Nichts, solange man männlich und weiblich noch als biologische Kategorien auffasst, ergibt das alles absolut keinen Sinn.“
        Doch, genau dann macht es sinn, genau dann

        „Ihr Anliegen ist kein wissenschaftliches, sondern zentrale Begriffe gemäss ihrem Weltbild umzudeuten. Was wir hier sehen ist der Versuch der “Dekonstruktion von “männlich” und “weiblich” als biologische Kategorien”. Das ist auch schon alles, der Rest ist geschenkt.“
        Da gebe ich dir recht. Ändert aber nichts an der Tatsachen, das es Transgender gibt, und das hat eine Biologische ursache.

    • @Peter

      Ich halte die Aufspaltung aufgrund der Hirn-Blut-Schranke und der Umwandlung des bisher wirksamen Testosterons in Östrogene an dieser durchaus für gerechtfertigt. Zumal an den Phänotyp eben besondere Erwartungen anknüpfen und damit auch das Bedürfnis für eine Differenzierung besteht. Eine solche Differenzierung ist für das Becken hingegen nicht möglich.

      • Zumal an den Phänotyp eben besondere Erwartungen anknüpfen und damit auch das Bedürfnis für eine Differenzierung besteht.

        Dann wäre es sinnvoll, zwischen „sex“ (Geschlecht) und „gender“ zu unterscheiden und diese Begriffe nicht synonym zu verwenden.

      • Ist denn das „Gehirngeschlecht“ bei schwulen Männern weiblich, oder heißt weibliches „Gehirngeschlecht“ nur, ich sehe aus wie ein Mann fühle mich aber als Frau?

        • @Adrian

          Es ist etwas komplizierter.

          https://allesevolution.wordpress.com/2012/03/02/wie-geschlechtsunterschiede-im-gehirn-durch-pranatale-hormone-entstehen/

          It happens, he says, in three stages – the development of what he calls the sex centres, the mating centres, and the gender-role centres of the brain.

          First, with the ‘sex centre’, the hormones set to work on creating typical male or female physical characteristics.

          The next, and to some degree overlapping stage, is the transformation of the ‘mating centre’. This Dorner identifies as the hypothalamus which, it is now known, is arranged differently in men and women, and controls sexual behaviour in adult life.

          The last stage is when the hormones get to work on the ‘gender-role centres’ in the brain of the unborn child, laying down the networks in the brain which determine our general behaviour like the level of aggression or lack of it, our sociability or individualism, our adventurousness or timidity -characteristics which get fully expressed under the hormonal influence of puberty.

          Bei Homosexuellen ist erst einmal das „Mating Center“ betroffen, alle anderen nur vielleicht. Es besteht eine gewisse Verbindung, weil in allen Fällen die gleichen Hormone (nicht) tätig sind. Deswegen werden homosexuelle Männer mit einer gewissen Häufigkeit auch ein weibliches „Gender Role Center“ bekommen, müssen dies aber nicht. Es kann auch absolut „gendermännliche“ Schwule geben.

    • hirngeschlecht ist mumpitz. geschlecht ist fortpflanzungbiologie. und mit dem gehirn hat sich noch kein mensch fortgepflanzt.

      • ohne aber auch nicht 🙂

        Im Gehirn müssen ja die sexuellen Präferenzen gespeichert sein und das Gehirn muss die motorische Kontrolle übernehmen, damit es zur Übertragung von Samen zur Eizelle kommt. Motorische Kontrolle meint dabei quasi alles – sei es das Wählen der Nummer des Dates, verbale Überzeugungsarbeit oder die reflexartige Stoßbewegung des Penis, mit der das Sperma des Konkurrenten aus der Vagina transportiert wird. Wenn diese Handlungen nicht passend zum jeweiligen Körpergeschlecht ausgeführt werden, kommt es zu keiner Fortpflanzung.

      • Wenn diese Handlungen nicht passend zum jeweiligen Körpergeschlecht ausgeführt werden, kommt es zu keiner Fortpflanzung.

        in amerika hat eine frau, die „als mann“ lebte, 2 kinder bekommen und wurde als schwangerer mann herumgereicht. das ist natürlich unfug. diese person ist die ganze zeit eine frau gewesen. dass i.d.r zur fortpflanzung uch soziale interaktion gehört, ist klar. aber für die funktion der organe ist das irrelevant.

      • @ hottehü

        Interessant, der Fall Thomas Beatie, nicht?
        Sehen wir ihn nun als Mann oder Frau?

        Ich neige dazu, seine Selbst-Wahrnehmung als verbindlich anzunehmen, obwohl ich ja finde, dass ein Kind auszutragen DIE originär-weibliche Fähigkeit ist, die für mein Empfinden auch keine Entsprechung auf der männlichen Seite hat.

        Zeugen und empfangen im „klassischen“ Sinne, war beim Kind, dass Thomas ausgetragen hat, ja gar nicht nötig – aber ohne seine biologisch-weibliche Grundausstattung wär es ihm nicht möglich gewesen Vater zu werden.

        Letzte News war übrigens, dass seine Ehe gescheitert ist:
        http://www.welt.de/vermischtes/prominente/article106207051/Schwangerer-Mann-trennt-sich-von-seiner-Frau.html
        &
        „Weitere Kinder werde er nicht bekommen, versichert Beatie bei „The Doctors“. Er hat sich erneut operieren lassen – und ist nun wirklich endgültig ein Mann.“

        @ ALL

        Wie seht ihr das?
        Ist er jetzt, wo er wirklich keine Kinder mehr austragen (aber auch nicht klassisch zeugen kann) für Euch ein Mann?

        @ Topic
        Mich erinnerte das an die Geschichten von multiplen Persönlichkeiten.
        Vielleicht etwas weniger leid-behaftet,
        Vielleicht mit weniger (eigenen) traumatischen Problem-Ursachen behaftet,
        Aber das ist nur eine unqualifizierte Assoziation meinerseits.

      • Ich neige dazu, seine Selbst-Wahrnehmung als verbindlich anzunehmen

        und wenn er meint, er sei napoleon, dann nennen wir ihn mon capitain und wenn er meint, er sei supermodel, dann läuft bei victoria’s secret mit, oder was?
        von mir aus kann er meinen, was er will. das steht ihm frei. aber was er meint, ist nicht was er ist.

        Ist er jetzt, wo er wirklich keine Kinder mehr austragen (aber auch nicht klassisch zeugen kann) für Euch ein Mann?

        natürlich ist er kein mann. er wird auch nie einer werden. wäre er ein mann, dann wären alle, die keine kinder austragen können, männer. dann wäre eine frau nach einer total-OP auch ein mann. aber das ist unsinn. wenn geschlecht das ist, was es ist, also fortpflanzungsbiologie, dann müssen primäre geschlechtorgane vorhanden sein. sie müssen nicht (noch nicht oder nicht mehr) funktionstüchtig sein. aber sie müssen vorhanden sein bzw. vorhanden gewesen sein. die annahme, man müsse nur die brüste amputieren und einen zipfel annähen, und fertig wäre ein mann, ist naiv und geht am wesen des geschlechtsbegriffes vorbei. auf diese weise kann man nur zum „mann“ werden, wenn man meint, geschlecht könne alles mögliche sein und keine definition wäre verbindlich.

      • Zeugen und empfangen im “klassischen” Sinne, war beim Kind, dass Thomas ausgetragen hat, ja gar nicht nötig – aber ohne seine biologisch-weibliche Grundausstattung wär es ihm nicht möglich gewesen Vater zu werden.

        Ich sags ja immer wieder: Genderismus führt zu geistiger Umnachtung.

      • @hottehü
        „die annahme, man müsse nur die brüste amputieren und einen zipfel annähen, und fertig wäre ein mann, ist naiv und geht am wesen des geschlechtsbegriffes vorbei“
        Ja, da hast du recht. Dazu benötigt es noch das entsprechende Gehirngeschlecht. Und bei Transgender befindet sich eben ein weibliches bzw. männliches Gehirn in einem Männer bzw. Frauenkörper.

      • @muttersheera
        „Wie seht ihr das?
        Ist er jetzt, wo er wirklich keine Kinder mehr austragen (aber auch nicht klassisch zeugen kann) für Euch ein Mann?“
        Mit dem Kind austragen hat er allen Transgendern einen Bärendienst erwiesen, weil damit gewisse vorurteile einen Nährboden gefunden haben. Ich finde diese Aktion nicht gut.

      • Ja, da hast du recht. Dazu benötigt es noch das entsprechende Gehirngeschlecht.

        hirngeschlecht ist eine legitimationsstrategie für transsexualität, weiter nichts. diese leute wollen nicht als krank gelten, also muss ein möglichst wasserdichter, möglichst biologischer grund für ihre befindlichkeit her.
        dass dieser „mann“ beatie kinder geboren hat, also mutter wurde, ist der beste beleg dafür, dass seine weibliche fortpflanzungbiologie unabhänig von einem vermeintlichen hirngeschlecht funktionstüchtig war.

      • @hottehü
        „hirngeschlecht ist eine legitimationsstrategie für transsexualität, weiter nichts. diese leute wollen nicht als krank gelten, also muss ein möglichst wasserdichter, möglichst biologischer grund für ihre befindlichkeit her.“
        Egal wie du es nennst, es hat negative auswirkungen im falschen Körper geboren zu sein. Deshalb wird hier linderung über die Körperanpassung geboten.

        „dass dieser “mann” beatie kinder geboren hat, also mutter wurde, ist der beste beleg dafür, dass seine weibliche fortpflanzungbiologie unabhänig von einem vermeintlichen hirngeschlecht funktionstüchtig war.“
        Bestreitet ja auch niemand. Nur was hat das mit Transgender zu tun und dessen angeblichen nichtexistenz?

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