Feministische Theoriewoche: „Rape Culture“ (Tag 5)

Dieser Beitrag ist Teil der feministischen Theoriewoche.

Das heutige Thema ist

„Rape Culture“ 

als ein zentrales Element der feministischen Theorie.

1. Was besagt die Rape Culture Theorie?

2. Was leitet der Feminismus daraus her/wie setzt er diese Theorie ein?

3. Welche Argumente/Studien sprechen für/gegen diese Theorie?

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120 Gedanken zu “Feministische Theoriewoche: „Rape Culture“ (Tag 5)

  1. 1) „Rape Culture“ besagt, daß wir in einer Kultur leben in der Vergewaltigung und sexueller Mißbrauch, obwohl offiziell unter Strafe, sich durch die ganze Gesellschaft zieht, daß sexuelle Straftaten gang und gäbe sind, bis hin dazu daß Männer von unserer Kultur dazu regelrecht angestachelt und ermuntert werden.

    2) Da es hier ausnahmsweise mal um etwas einigermaßen greifbares geht (im Gegensatz zum schwammigen „Patriarchat“ z.B.) fordert der Feminismus hier auch ganz konkrete Maßnahmen. Verschärfung des Sexualstrafrechts, Abschaffung der Unschuldsvermutung (begründet u.a. damit, daß man „das Opfer nicht noch weiter traumatisieren darf“), obligatorische Veranstaltungen wo jungen Männern beigebracht wird „nicht zu vergewaltigen“.

    Als besonders absurd ist zu nennen, daß Maßnahmen rundweg abgelehnt werden, mit denen Frauen sich vor sexuellen Übergriffen schützen können. Tests auf KO-Tropfen z.B. werden abgelehnt mit, daß das nur „die Rape Culture fördern würde“, und daß man lieber „den Männern beibringen sollte, nicht zu vergewaltigen“.

    Das alles (jetzt meine persönliche Meinung) deutet darauf hin, daß es bei diesen Forderungen dem Feminismus weniger darum geht, Vergewaltigungen zu verhindern, sondern vielmehr darum Männer als schuldig zu verdammen und zu verunsichern.

    3) Bei diesem Thema wird (ebenfalls eher selten im feministischen Diskurs) viel mit konkreten Zahlen argumentiert. Zahlen wie „jede vierte Collegestudentin wird vergewaltigt“ oder „weniger als 2% aller Vergewaltigungsvorwürfe erweise sich als falsch“ oder „die wenigsten Vergewaltigungsanklagen führen jemals zu einer Verurteilung des Täters“.

    Dagegen spricht, daß diese Zahlen die immer wieder vom Feminismus stammen aus fragwürdigen Quellen stammen und Statistik manipulativ verwendet wird. Außerdem sprechen schon einige ganz einfache Überlegungen dagegen: Wenn jede vierte Collegestudentin vergewaltigt würde, dann würde das den Verhältnissen im Ostkongo entsprechen.

    Speziell das Thema Falschbeschuldigungen aber wird vom Feminismus komplett unter den Tisch gekehrt oder als quasi nichtexistent angesehen.

    Dabei stellt sich die Frage, wieso ausgerechnet etwas so einfaches wie eine Lüge, die bisher sehr häufig noch so gut wie keine Auswirkungen für die Lügnerin hat, aber mit massiven Vorteilen verbunden ist (z.B. im Scheidungsprozess „er hat versucht, unsere Tochter zu missbrauchen!“) als etwas sehr unwahrscheinliches angesehen wird.

    Daß aber im Gegenzug eine körperliche Tat wie Vergewaltigung im Zweifelsfall als wahrscheinlichste Erklärung angesehen wird, wo der Täter normalerweise DNA-Spuren und weitere forensische Spuren hinterlässt, mit Gegenwehr rechnen muss, und für die allermeisten Männer eine erhebliche psychologische Hemmschwelle vorhanden ist.

    • Ergänzend noch einige weitere Punkte die mir noch eingefallen sind:

      Für den Feminismus sind Täter in der propagierten „Rape Culture“ fast ausschließlich männlichen Geschlechts, während die Opfer Frauen oder Kinder sind. Weibliche Täterinnen kommen angeblich so gut wie nicht vor.

      Widerlegung einer „Rape Culture“ mittels konkreter Zahlen: Vergewaltigung ist sowieso schon eine sehr seltene Straftat laut offizieller Kriminalstatistiken, und in den letzten Jahrzehnten weiter in rapidem Rückgang.

      Vom Feminismus wird gerne manipuliert, indem die Definition was „sexueller Mißbrauch“ bedeutet immer weiter ausgedehnt wird. Meines Wissens nach kommt daher auch die immer wieder genannte Phantasiezahl „jede 4. Collegestudentin wird vergewaltigt“.

      Die konkreten Forderungen des Feminismus gehen soweit, daß gefordert wird daß einer Frau die einen Vergewaltigungsvorwurf erhebt automatisch zu glauben sei; oder daß Universitätsstudentinnen auf dem Campus das Recht auf das Tragen einer Schusswaffe zugestanden werden muss.

  2. Ganz ehrlich: Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie irgendeinen Menschen getroffen, der Vergewaltigung verteidigt, befürwortet oder gar verherrlicht hätte. Soweit ich weiß, gelten Vergewaltiger selbst unter Verbrechern und Knastis als der letzte Dreck (zu Recht).
    Ich glaube nicht, dass ein geistig gesunder Mensch ernsthaft davon überzeugt sein kann, in einer „Rape Culture“ zu leben.
    Daher biete ich jetzt mal 3 mögliche Erklärungen an, warum eine Feministin sowas behaupten könnte:
    – psychische Erkrankung
    – Provokation auf Kleinkind-Niveau
    – Projektion eigener, verdrängter sexueller Fantasien auf die Gesellschaft

    • 4. Erklärungsmöglichkeit:

      Macht. Vergewaltigungsvorwurf oder Drohung damit ist ein starkes Machtmittel, mit dem eine Frau sich einen Mann gefügig machen oder sich an ihm rächen kann.

      Beim derzeitigen Feminismus habe ich (nachdem ich an der Uni mehrere dieser Feministinnen ganz konkret erleben durfte) den schweren Verdacht, daß es diesen Frauen um einen persönlichen Rachefeldzug gegen das männliche Geschlecht geht. Die wollen Männer kleinhalten, demütigen, verunsichern, in psychische Nöte stürzen. Der Vorwurf einer „Rape Culture“ ist eine der stärksten Waffen im feministischen Arsenal.

      Interessanterweise wird von feministischer Seite immer wieder behauptet, daß Vergewaltigung eine Machtdemonstration sei. Das dürfte ebenfalls eine psychologische Projektion sein, mit der der Feminismus seine eigene Gier nach Macht auf die Männer projiziert.

      • @S.B. es werden alle 4 Gründe eine Rolle spielen, auch die 3 von Andreas benannten, oft vielleicht sogar je nach persönlicher Veranlagung in Kombinationen.
        Das Bemerkenswerte am 4 . Grund, der Machtausübung über Männer ist, dass diese ja gerade deshalb funktioniert, dass wir in KEINER Rape-Kultur leben. Nur dadurch ist es möglich einen Mann damit unter Druck zu setzten, weil er gesellschaftlich geächtet wird, auch und gerade von anderen Männern.

        „Das dürfte ebenfalls eine psychologische Projektion sein, mit der der Feminismus seine eigene Gier nach Macht auf die Männer projiziert.“

        Ja letztendlich aber keine feministische, sondern eine allgemein weibliche Tendenz. Frauen wollen und brauchen Macht über Männer, damit diese die ihnen zugedachten Aufgaben erfüllen (Schutz, Ernährung etc.) Weil Männer potentiell körperlich stärker sind, müssen sie von der Frau beherrscht und kontrolliert werden können.

    • Der Fall Edathy ist doch ein gutes Beispiel..

      Niemand hat Herrn Edathy vorverurteilt oder war über den Ausgang des Verfahrens erzürnt, niemand hat Herrn Edathy mit körperlicher Gewalt, Folter und oder Verstümmelung gedroht. Nein die Taten von Herrn Edathy wurden überall verhamlost, vorallem da es ja „nur“ um besitz Jugendpornographie ging.

      Das ist doch der klare Beweis dafür, dass wir in einer Rape-Culture leben.

      • Jein.

        Juristisch gesehen hat er nunmal niemanden vergewaltigt, soweit festgestellt. Man kann ja keine Straftatbestände umdeuten wie man lustig ist, sonst könnte man ja auch die Ohrfeige als versuchten Mord anklagen.

        Außerdem glaube ich nicht, dass er unter der normalen Bevölkerung sich sonderlich beliebt gemacht hat. Ich kenne niemanden, der ihn nicht gerne im Knast gesehen hätte. Lass mich aber gerne eines besseren belehren.

        Für mich ist der Fall Edathy kein Beweis für eine Rape-Culture, sondern ein Beweis für die Korruption und Nepotismus unserer „Politiker-Elite“.

    • @Andreas: Du steigst auf den Vorwurf schon viel zu sehr ein. Ich helfe Dir mal:

      „Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie irgendeinen Menschen getroffen, der Vergewaltigung verteidigt, befürwortet oder gar verherrlicht hätte.“

      These: Vergewaltigung ist deshalb gesellschaftlich und juristisch so geächtet, damit Männer und Frauen (!) nicht herausfinden, wie geil es sein kann Sex gegen den eigenen oder fremden Willen zu haben. Mehr „genommen werden“, mehr entfesselte Triebhaftigkeit gibt es nicht.

    • „Ganz ehrlich: Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie irgendeinen Menschen getroffen, der Vergewaltigung verteidigt, befürwortet oder gar verherrlicht hätte. “
      Das kommt ganz drauf an, wie man Vergewaltigung definiert.
      Es gibt die Position, das PIV (Penis in Vagina) immer eine Vergewaltigung ist. Ich finde PIV großartig und verherrliche das auch.

  3. Wir leben in Zeiten, in denen Macht und Ressourcen mittels Narrativen, die moralische Verpflichtungen suggerieren, kontrolliert werden.

    Frauen behaupten „rape culture“ und „patriachale Hegemonie“…Muslime behaupten „Islamophobie“,…Schwarze „Rassismus“….etc.

    Diese Pauschalanschuldigungen immunisieren gegen Kritik an den selbst ernannten Opfergruppen, begründen per se Privilegien und manipulieren die „Anderen“ (in dem Fall Männer, Ungläubige oder Nichtschwarze) in eine aussichtslos defensive Position, in der diese nur noch reagieren, sich „bekennen“ oder präemptiv den erpresserischen Forderungen nachkommen können, wollen sie nicht moralisch diskreditiert und sozial marginalisert werden.

    Das sind totalitäre Techniken.

    Meines Erachtens ist die einzige sinnvolle Option, sich auf diese Manipulationen gar nicht erst einzulassen.

    Wer sich erklärt oder sachlich versucht, diese Narrative zu widerlegen, sitzt schon in der Falle.

    Es muss darum gehen, die Gruppeninteressen und die manipulative Natur dieser Opfernarrative bloß zu stellen und ansonsten auch eine Konfrontation mit den selbst ernannten Opfergruppen nicht zu scheuen.

    • Sehe ich so ähnlich. Generell ist die Selbstviktimisierung eine sehr erfolgreiche Strategie, Gruppeninteressen politisch durchzuboxen.

      Robert Pfaller hat zu dem Thema interessante Analysen, z.B. hier:
      http://jungle-world.com/artikel/2012/35/46161.html
      Darin erläutert er seinen Begriff „Beuteverzicht“, den „Schutz vor Belästigung“ als zentrales postmodernes gesellschaftliches Leitbild und die desaströsen Auswirkungen dieses Leitbilds.

      • @ mitm

        Danke für den Link.

        Ich denke, die sozial zersetzenden Dynamiken, die durch diese Gruppenstrategien ausgelöst werden, verdienen erheblich mehr Beachtung.

        Denn eins ist klar, die manipulative moralisierende Daueranklage erzeugt bei den unter Generalverdacht Gestellten starke Ressentiments.

        So gesehen könnten solche Gruppenstrategien self fulfilling wirken.

        Eine gesellschaftliche Reproduktion der (solchen Gruppenstrategien auch zu Grunde liegenden) individuellen Neurosen.

        Einen Blick wert ist auch die Disposition, die dazu führt, sich solchen Manipulationen zu unterwerfen.

        Es gehören immer zwei dazu…

    • @ratloser
      „Wer sich erklärt oder sachlich versucht, diese Narrative zu widerlegen, sitzt schon in der Falle.
      Es muss darum gehen, die Gruppeninteressen und die manipulative Natur dieser Opfernarrative bloß zu stellen“

      Wie wahr.
      Wer Unsinn ernst nimmt, der brauch sich nicht wundern abqualifiziert zu werden.

      Das was du schreibst, kann man regelmäßig in Diskussionen beobachten. Es ist halt so, daß unsere Diskussionskultur das Gegenüber erst nehmen will, die Argumente des Gegenüber aufgreift, analysiert und dann darüber urteilen will. Das macht in ersthaften Diskussionen sachlich Sinn und ist auch eine Frage der Höflichkeit.

      Irrationalen Argumenten, die unablässig auf das Niederwerfen des Gegenübers zielen, müssen anders behandelt werden.

      Man darf sich nicht die Begrifflichkeit des so angreifenden zu eigen machen, sondern man muss sie gleich umdefiniert benutzen, unterwandern, ad absurdum führen. Und das auf der Basis rational begründeter Strategien und Begrifflichkeiten…

  4. „Rape Culture“ ist die übersteigert nach außen projizierte Kompensation der Angst, kein Mann könnte diese Frau begehrenswert finden. Es ist das Versprechen, dass es für jede Frau einen Mann gibt, der so verrückt nach ihr ist, dass er sie sogar vergewaltigen würde. Oder wie es Falco zu Jeanny sagt: „There is someone who needs you“.

    Wenn man sich so ansieht, welche Frauen das Wort von der „Rape Culture“ führen, dann sind das nie die mit einem Äußeren, wo jeder Mann anspringen würde, sondern immer die, deren Ablehnung „konventioneller Schönheitsideale“ eine heftige Triebreaktion von Männern ohnehin sehr sehr unwahrscheinlich macht. Man kann diese Angst, nicht begehrt zu werden, bei diesen Frauen ja durchaus verstehen. Aber vielleicht sollten sie das mal anders angehen.

    „Rape Culture“ ist insoweit eine geradezu prototypisches Beispiel für das Entstehen feministischer Theorien aus schlichter weiblicher Verdrehtheit. Und ich bin froh, wenn diese Woche der Zeitverschwendung hier endlich vorbei ist. Diesen ganzen Kram kam man einfach nicht ernst nehmen und sollte das auch keinesfalls tun.

    • Wieso „Woche der Zeitverschwendung“?

      Ganz im Gegenteil: Schon der alte Chinese Sun Tzu meinte in „Die Kunst des Krieges“, „Wenn Du Deinen Feind kennst und dich selbst kennst, brauchst du das Ergebnis von 100 Schlachten nicht zu fürchten.“

      Es ist enorm wichtig, die Positionen des Feminismus genauestens zu studieren, damit man weiss wie der Feind argumentiert. Nur so kann man effektiv dagegen vorgehen. Wenn man den Feminismus nicht ernstnimmt, dann wird man von diesen Frauen bei der erstbesten Gelegenheit mit einem rabulistischen Argument gegen das man grade keine Antwort hat niedergebügelt, und der Feminismus kann einfach weiter unverschämt vordringen.

      Wir sollten es deshalb auch sehr befürworten, wenn der Feminismus sich die Ohren zuhält und in seine Filterbubble zurückzieht. Die Mädels (und lila Pudel) schaufeln sich damit langfristig ihr eigenes Grab.

      • Eben nicht. Indem man Feminismus so ernst nimmt, dass man damit oder dagegen argumentieren will, ist man schon hereingefallen. Die „Herausforderung“ ist nicht eine intellektuelle Argumentation entgegen setzen zu können (das ist ja meistens auch trivial einfach), sondern von dem Vorwurf (oder was auch immer) emotional unbeeindruckt zu sein. Z.B. in dem man es gar nicht nötig hat, darauf intellektuell einzugehen.

        • Ich beschränke das ganze ja eben gerade nicht auf die rein intellektuelle Ebene.

          Es ist wichtig, in der Gänze zu analysieren wie der Feminismus vorgeht. Dazu gehört u.a. ganz wichtig, die vom Feminismus eingesetzten rhetorischen Techniken zu identifizieren, sowie was psychologisch dahinter stehen könnte.

          Außerdem hat man ja nicht nur den Feminismus als Gegenüber in dieser Auseinandersetzung, sondern auch Beobachter, die bisher der Sache indifferent gegenüberstehen. Ich denke da an die grosse Masse, die den feministischen Anliegen prinzipiell sympathisch gesinnt sind weil „man ist ja natürlich gegen Unterdrückung und so“, aber keinen größeren Gedanken dran verschwenden, und vielleicht auch so langsam anfangen, vom Feminismus irritiert zu werden. Wir argumentieren eben auch für solche Leute.

          Als Analogie: Einen Hardcore-Kreationisten kann man nicht mit sachlichen Argumenten überzeugen, genauso wenig wie eine Radikalfeministin. Das ist hoffnungslos. Aber was man tun kann, ist Leute die in dieser Debatte bis dato nur zuschauen und unentschlossen sind, mit guten Argumenten auf unsere Seite zu bringen.

        • @S.B.: Aber die eingesetzten rhetorisch-psychologischen Techniken, mit denen man sich tatsächlich auseinandersetzen sollte, kommen gar nicht vor, wenn hier männliche Nicht-Feministen feministische Theorien rezipieren. Wenn in dieser Woche Feministinnen hier volle Kanone in Richtung Publikum schießen würden, ich hätte meinen Spaß, keine Frage.

        • Als Ergänzung noch ein Beispiel, wie es in der Debatte helfen könnte, sich mit der Theorie der „Rape Culture“ und wie vom Feminismus argumentiert wird zu beschäftigen:

          Wenn man die feministische Debatte verfolgt, dann fällt auf daß Maßnahmen und Tipps wie Frauen sich vor Übergriffen schützen können (KO-Tropfen Tests u.a.) vom Feminismus abgelehnt werden, weil „Victim Blaming“ und „ich möchte in keiner Rape Culture leben“.

          Die absurde Unlogik dahinter kontert man (sobald sie als absurde Unlogik identifiziert wurde) am besten in dem man den Spieß einfach umdreht, mit etwas wie „Ja klar, und ich brauche auch kein Passwort für mein Bankkonto. Das unterstützt nur die Diebstahlskultur. Wir sollten lieber den Onlinebetrügern beibringen, keine fremden Konten leerzuräumen“

        • @S.B.

          Der Worte sind fürwahr genug gewechselt. All die Jahre des argumentativen Konterns haben was bewirkt? Eben. Es wird inzwischen auf breiter Front gefiltert, gelöscht, geblockt und wenn es sein muss denunziert. Antiaufklärung aus Prinzip. Schon deine Männlichkeit entwertet dein Argument. Hoffnungslos.

          Nach aller Erfahrung kann somit Logik als wirksames Mittel in der ‚Debatte‘ ausgeschlossen werden.

    • @ich auch ein guter Gedanke, Rape-Cultur als verdrehte Projektion des Wunsches nach sexueller Aufmerksamkeit.
      Ich kann das statistisch nicht belegen, es ist nur eine Alltagsbeobachtung, aber es scheint mir, das eine kleine aber wachsende Zahl auch junger Männer, heute weniger Lust hat, sich ernsthaft oder überhaupt um Frauen zu bemühen, weil viele Frauen, wie Frau Nüsslein-Vollrath (die Genetikerin, ich hoffe habe den Namen jetzt richtig geschrieben) heute einfach nur noch nervig sind, oder weil die Hürden die Frauen normalerweise einer „Eroberung“ entgegensetzen, es nicht mehr wert scheinen genommen zu werden, da das was man dafür bekommt, den Einsatz nicht mehr Wert scheint.
      (Im Gegensatz zu einer scheinbar verbreiteten ? weiblichen Sichtweise wollen Männer nicht nur Sex, sondern auch Liebe Vertrauen, Zuneigung Wärme.
      Wenn Frauen aber sich ein grundsätzlich negatives Männerbild anerziehen, dann schreckt das ab, weil man es unterschwellig spürt, selbst wenn die Frau einen liebt, eine gewisse Geringschätzung scheint oft trotzdem durch.
      Zumindest machen Frauen unter sich ihre Männer wesentlich häufiger schlecht, als umgekehrt Männer unter sich ihre Frauen.

  5. Die Behauptung der „Rape Culture“ ist ein einziger Shittest, mit dem einzigen Zweck, die Männer in die Defensive zu drängen und in Rechtfertigungsdruck zu bringen.
    Warum gibt es darauf keine Reaktion wie „So isses halt. Deal with it.“?

    • Ganz so einfach ist es leider nicht. Denn zum Balzritual des homo sapiens sapiens gehört es halt auch, dass der Mann hinreichend sicher ist, um Widerstände zu überwinden. „Last Minute resistance“ ist ein Stichwort. Die Einschüchterung mit „Rape Culture“ ist somit auch ein Filter um unsichere Männer auszusortieren. Du forderst da in Wirklichkeit männliche Performance. Und dazu sage ich: Das muss sich eine Frau erst verdienen…

      • @ ih

        Korrekt.

        Die Komplexizität menschlicher Sexualität entspricht nicht unserem Bedürfnis nach moralischer Eindeutigkeit menschlicher Verhaltensweisen.

    • Vielleicht einfach deshalb, weil es absolut nicht so ist?
      Und weil absolut jeder sich vom Vorwurf distanzieren möchte, Vergewaltigung in irgend einer Weise für entschuldbar zu halten?

    • @lh
      Deshalb sollten ja gerade verunsicherte Männer unterstützt und ermuntert werden.
      Denn bei weitem nicht jede Frau steht Männern so negativ gegenüber, und ist von feministischem Gedankengut infiltriert.

      @maddes8cht
      Wenn mir jemand mit offensichtlichem Schwachsinn kommt, geh‘ ich nicht darauf ein oder lass‘ ihn auflaufen.
      Solange Vergewaltigung nicht mit Körperverletzung oder anderen Gemeinheiten kombiniert ist, gibt es sicher schlimmeres.

      Sorry, meine heutige To-Do-Liste platzt aus allen Nähten, weshalb ich vermutlich nicht so bald dazu komme, mich weiter an der Diskussion zu beteiligen.

      • @Anne: Als Mann an einen Mann würde ich denselben Rat geben. Aber Du bist wie ich annehme eine Frau. Und da bleibt die Frage, wieso denn die Männer die Last der Performance auf sich nehmen sollen? Fick doch einfach mal einen netten, unsicheren Kerl. Ich schicke ja auch Frauen unter HB8-9 nicht einfach weg, obwohl die ganz klar weniger Spaß im Bett machen.

        • Das ist zu kryptisch und braucht Erläuterung: Ich lese hier ja nicht alles. Aber bei Anne habe ich schon mehrfach bemerkt, dass sie/Du das Wirken des femininen Imperativs nie kritisierst, nie darauf abstellst, was die Frauenseite an kritikwürdigem Verhalten abzieht. Anne positioniert sich in diesen Dingen meinem Eindruck nach stets als vermeintlich hilfreicher „Good Cop“. Ich bin nicht persönlich böse deswegen, aber man sollte schon durchschauen wie das eigentlich nur das Wirken des femininen Imperativs stützt. Der „Good Cop“ ist nicht der Freund, sondern der wahre Schurke.

  6. Due Begriffe „Vergewaltigungkultur“ bzw. „Rape Culture“ sind Kampfbegriffe in der femistischen Propaganda, die mit ziemlich leicht erkennbaren Begriffsverschiebungen arbeiten, ausführliche Darstellung hier (schon etwas älter, muß ich noch mal auffrischen).

    Jedenfalls hat das nichts zu tun mit einer ernsthaften Diskussion von Sexual-Kriminalität, sondern nur mit der Konstruktion von sozialen Problemen und subjektiv empfundenem Unglück. Das machen natürlich alle Protestbewegungen, um die eigenen Anhänger zu aktivieren (also wir auch, um ehrlich zu sein!), aber nicht immer so platt und nicht immer mit dem Ziel, Grundrechte abzuschaffen.

    • Guter Link, danke. Insbesondere war für mich bisher noch nicht so sehr im Blickfeld, daß die Propagierung einer „Rape Culture“ vom Feminismus auch dazu eingesetzt wird, unter den Frauen Angst zu schüren.

      Vielleicht deshalb, weil der Feminismus, nachdem Frauen inzwischen wirklich gleiche Rechte errungen haben, sich ernsthafte Sorgen um seine eigene Relevanz machen muss, und deshalb Probleme bis ins schier absurde hochbauschen muss weil er sonst bedeutungslos wird?

      • „ins schier absurde hochbauschen muss“

        Exakt. Diese Radikalisierung machen viele soziale Bewegungen durch, die anfangs eine Graswurzelbewegung sind. Dann entwickelt sich eine Führungsstruktur; diese wird ein eigenes soziales Biotop, in dem man sich gegenseitig übertrumpft mit immer mehr Perfektionismus (um es wertneutral auszudrücken). Gewinner dieses Kampfs sind oft die größten Fanatiker, weil diese den meisten Einsatz zeigen und die Konkurrenz innerhalb der Führungsstruktur am entschiedensten bekämpfen.
        Gleichzeitig wird der Leidensdruck an der Basis durch tatsächliche breitenwirksame Fortschritte weniger, d.h. die gemäßigten Mitglieder der Führungsstruktur sehen das Ziel als erreicht an und überlassen den Fanatikern das Feld.

    • Leszek und crumar – letzterer vor allem zu der besagten Studie – haben hier

      https://onyxgedankensalat.wordpress.com/2015/03/14/du-akzeptierst-keine-manner-weil-weil-weil-halt-weil-du-uber-rape-culture-redestdrolf-logik-von-antifeministen/

      ausführlich und mit viel Wissen die ganze Sache dargestellt.

      Auch Onyx Reaktionen sind interessant zu lesen im Hinblick auf die Frage, was passieren müßte, damit in den Augen von Betroffenheitsfeministinnen die rape culture verschwindet.

      Daher: Leseempfehlung an alle.

      • Ja – und danke, dass du noch mal darauf hinweist, Elmar.

        Leszek hat da wirklich Alles gegeben und dem gebührt mein Dank für seinen Einsatz dort, selbst wenn ich manches von ihm eher mit einem leichten Kopfschütteln betrachte (das meine ich wertfrei).

        Und Crumar ist eine Klasse für sich. Der Mann ist im Grunde ein Chirurg und ich verstehe nicht, warum er keinen eigenen Blog betreibt bzw. finde das schade, denn seine Kommentare sind mehr als durchdacht und gehaltvoll.

        Insofern unterstütze ich Christians Anregung, von beiden mal eine Zusammenfassung zu wünschen.

        Zu Onyx sage ich nichts: Ausser, dass sie lügt! Mir wurde zB. ein Zitat unterstellt, dass ich nicht mal ansatzweise so getätigt habe. Darauf angeschrieben blieb sie stur bei ihrer Behauptung, was ich nur noch als „feministische Rape-Culture“ bezeichnen würde.

        Mir persönlich ist es aber egal, welchen Unsinn sie sich zusammenreimt, ohne einen Kontext zu begreifen.

        Und es zeigt imho auch auf, dass es vollkommen sinnlos ist, mit denen zu diskutieren. Arne Hoffmann benannte es in seinem Artikel auf Cuncti, „Wir müssen reden – über Faschismus“ deshalb folgerichtig auch so:

        “Wer in zentralen ethischen Fragen dermaßen versagt, hat es wohl kaum verdient, als Gesprächspartner ernstgenommen zu werden. Vielleicht sollte man sogar so weit gehen zu sagen: Die Männerrechtsbewegung sollte keine Feministin als Gesprächspartner akzeptieren, die sich von den faschistoiden Tendenzen ihrer Ideologie niemals glaubhaft distanziert hat.”

    • Ich hatte das schon vor ein paar Wochen am Selbermach Samstag den 11.04. gepostet:

      „via Genderama

      Ein Must-See:

      http://www.wsj.com/video/opinion-journal-rolling-stones-retraction/AC59B950-15E2-4F21-BB54-3A92EF4CBE96.html

      Die Vergewaltigungshysterie wird von den Frauenbeauftragten dort angeheizt. In Detroit, ein Stadt die wohl für ihre hohe Verbrechensrate bekannt ist, liegt die Chance vergewaltigt, getötet, ausgeraubt ODER zusammengeschlagen zu werden bei 2%, aber die Chance an einer Uni vergewaltigt zu werden soll bei 20% liegen? Unis wären somit der gefährlichste Ort für Frauen in den USA und trotzdem strömen von Jahr zu Jahr immer mehr junge Frauen zu den Unis.

      Auch angesprochen werden diese Umfragen, nach denen 1 von 5 Frauen vergewaltigt wurden. Frage man diese Frauen direkt ob sie vergewaltigt wurden, sagen sie nein und viele würden auch weiterhin mit ihren ‘Vergewaltiger’ schlafen wollen.

      Wizorek sagt, dass Frauen sich jeden Tag wieder überwinden müssen überhaupt das Haus verlassen zu können… aus Angst vor Männern. Diese Angst wird zum größten Teil von Feministinnen und ihren Lügen erzeugt.

      Feminism hurts Women too… „

  7. Die Hochschulen in den USA haben einen extra-judikalen Raum geschaffen, in dem Vergewaltigungsbeschuldigungen „intern“ geklärt werden sollen.
    Dies kann man immerfort, so ganz nebenbei lesen, in den US-Medien.

    Ich wundere mich, Vergewaltigung als Kapitalverbrechen muss doch ausschließlich Sache der Verfolgungsbehörden, der Polizei, sein. Wie kann der Staat hier auf sein Gewaltmonopol verzichten?!?

    Statt dessen wird elementares Recht in eigene Hände genommen und die Hochschulen halten, vermutlich nach gutsherrenart, „Untersuchungen“ ab, die natürlich nicht rechtsstaatlich sind, sondern wie „kangoroo courts“ erscheinen (Standgerichte im australischen Busch).

    In dem Kontext nun kann sich „Just Believe“, der unbedingte Glaube an den Beschuldiger, der Wegfall des Rechtfertigungsdrucks der Anklage erst breit machen —

    —- und genau dieser Verfall der Rechtskultur, dies erschafft und *ist* die eigentliche „Rape Culture“.

    • @ Alex

      Das politische Klima an den meisten amerikanischen Hochschulen (insbesondere den Elite-Uni´s) wird immer abgedrehter.

      Die Campus befindet sich in fester Hand der SJW´s.

      Es ist möglich, uni-interne Sanktionen auszusprechen, ohne das Minimalforderungen im rechtlichen Sinne (Nachweis, Justiziabilität) erbracht werden müssen.

      Der soziale Druck durch diese SJW´s ist so groß, dass politisch nicht dem juste milieu entsprechenden, wenn auch akademisch respektablen Personen keine Vorträge mehr halten dürfen und die Curriculae mittlerweile absurde Verrenkungen beinhalten, um „divers“ und „kultursensibel“ zu sein.

      Eine kleine Anekdote am Rande, allerdings aus England (dort entspricht die Entwicklung im akademischen Milieu der der USA):

      The University of London, Goldsmiths, is holding a racially and gender segregated event today, all in the sacred name of diversity. {snip}

      “This meeting is for all self-defining BLACK and ETHNIC MINORITY women and non-binary people with gender identities that include ‘woman,’” reads the event header on Facebook.

      http://www.breitbart.com/london/2015/04/22/irony-alert-racially-segregated-event-to-celebrate-diversity-at-university-of-london-college/

      Narren schaffen Narrative, wie der Name schon andeutet…

      😉

      • „Das politische Klima an den meisten amerikanischen Hochschulen (insbesondere den Elite-Uni´s) wird immer abgedrehter.“

        Die Entwicklung habe ich ein wenig verschlafen, obwohl ich mich sehr für das Land interessier. Da war wohl auch immer das Vorurteil „Bürgerrechte, soziale Gerechtigkeit – prinzipiell gut“ im Spiel, die fatalen Entwicklungen zu übersehen (na, ja, das ist jetzt übertrieben, aber ansonsten…).

        hier ist so eine ältere Fundgrube, die das Exzessive ganz gut aufspiesst (nicht dass ich immer einer Meinung bin mit denen):
        http://zombietime.com/
        (auch sehr graphisch)

        Mal in die Runde:
        Irgendwo wurden die Emantipationsbewegungen in ihr Gegenteil verkehrt, kennt wer Studien dazu??
        zB ist (was den Feminismus betrifft) sehr verdächtig, daß sie Ende der 60er Jahre von ihren eigenen Kadern gemobbt und praktisch vernichtet wurden:

        „Anselma Dell’Olio, …In a 1970 address, titled “Divisiveness and Self-Destruction in the Women’s Movement: A Letter of Resignation,” … warned that women’s “rage, masquerading as a pseudo-egalitarian radicalism under the ‘pro-woman’ banner,” was turning into “frighteningly vicious anti-intellectual fascism of the left.”
        http://www.newyorker.com/magazine/2013/04/15/death-of-a-revolutionary

        • @ axel

          „Irgendwo wurden die Emantipationsbewegungen in ihr Gegenteil verkehrt, kennt wer Studien dazu??“

          zwei Gedanken…

          …die Emanzipation (nicht nur der Frauen) hatte für viele aus ideologischer Sicht nicht die gewünschte Wirkung…Unterschiede und Rollen“klischees“ blieben…

          …die Emanzipations- und Antirassismusbewegung wurde gekapert.

          Ein effektiveresTool als die Identifikation mit dem moralisch Guten und dem Kampf gegen das moralisch Bösen (in Gestalt des politischen Gegners) ist im Kampf um gesellschaftliche Macht kaum vorstellbar.

          Die politische Auseinandersetzung wird fast komplett von der rationalen auf die emotionale Ebene verlagert.

          Mit diesem Tool (ob nun in Gestalt des „Antirassismus“, „Feminismus“ oder „Antifaschismus“) hat man einen idealen Hebel in der Hand, um in Zeiten, in denen das ökonomisch-ideologische Rüstzeug nicht mehr taugt, die verhassten gesellschaftlichen Verhältnisse zu bekämpfen.

          Genial ist vor allem, dass es hiermit gelungen ist, große Teile der akademischen Eliten und Meinungsbildner auf seine Seite zu ziehen.

          Und da sind wir wieder bei dem, was Lezcek gleich wieder aufheulen lassen wird: dem kulturellen Marxismus…

        • @ ratloser

          „Und da sind wir wieder bei dem, was Lezcek gleich wieder aufheulen lassen wird: dem kulturellen Marxismus…“

          Na Ratloser,
          mal wieder dabei zu lügen, zu hetzen, zu dämonisieren, antisemitische Verschwörungstheorien zu verbreiten und die Opfer von Breivik indirekt zu verhöhnen?

          Würdest du das eigentlich auch so machen, wenn deine eigenen Kinder zu den Opfern von Breivik gehört hätten oder findest du das nur o.k., wenn es die Kinder anderer Leute sind, die dabei drauf gegangen sind? Ernst gemeinte Frage.

        • @ leszek

          „mal wieder dabei zu lügen, zu hetzen, zu dämonisieren, antisemitische Verschwörungstheorien zu verbreiten und die Opfer von Breivik indirekt zu verhöhnen?“

          Pawlow hätte seine Freude an Dir…

          Du bist wirklich eins der widerwärtigeren und hysterischeren Exemplare des linken Verhetzungsmilieus.

          Trotzdem: Grüße in Deinen Kinderschuhkarton!

          😉

        • @ ratloser

          „Pawlow hätte seine Freude an Dir…“

          Ich dachte, du seiest ausschließlich Fan der Psychoanalyse. Hast du neuerdings die Seiten gewechselt und bist zum Behaviorismus übergetreten? (Ich interessiere mich übrigens für beides.)

          „Du bist wirklich eins der widerwärtigeren und hysterischeren Exemplare des linken Verhetzungsmilieus.“

          Findest du? Ich bemühe mich doch nur um die Förderung deiner Empathiefähigkeit.
          Also Ratloser, stell dir mal vor, es wären deine eigenen Kinder, die von Breivik ermordet worden wären. Ermordet eben auch, weil Leute wie du bewusst Lügen-, Hetz- und Dämonisierungspropaganda betreiben.
          Und jetzt frage ich nochmal: Würdest du auch dann damit weiter machen? Oder findest du das nur o.k., wenn es sich um die Kinder anderer Leute handelt?
          Eine einfache Empathieübung, genau das Richtige für dich.

          „Trotzdem: Grüße in Deinen Kinderschuhkarton!“

          Ich bin es nicht, der regelmäßig seine Aussagen nicht belegen kann.

        • @ratloser
          dank für den link zum Buch von Christina Sommers, who stole feminism. Das war die richtige Richtung. Den entscheidenen Bruch im Feminismus, den Sommers hier schildert, hätte es aber Ende der 60er/Anfang der 70er geben sollen (wie der NewYorker Artikel eindrucksvoll aufzeigt). Sommers tut aber geradezu so als seien die „Genderfeministen“ gerade erst aus dem Himmel gefallen. Auch weiss sie nichts von der rassistischen, puritanischen Begründung des Feminismus im 19. Jhrh, sondern verklärt ihn als Kind der Aufklärung und des Liberalismus.

        • @ alex

          Da core, aber man darf nicht vergessen, dass Sommers dem Milieu entstammt und es nicht wenig Courage erforderte, dieses Milieu zu analysieren.

          Die ideologischen Wurzeln des Feminismus sind natürlich keineswegs so, wie es die – auch von Christian geschluckte – Verklärung als „Emanzipationsbewegung“ behauptet.

        • @ratloser
          „…es nicht wenig Courage erforderte, dieses Milieu zu analysieren.“
          dann kommen whitewash und Verklärungen. Vielleicht hat sie auch ein zu eingeschränktes Bild. Jedenfalls kann man feststellen, daß Sommers Buch den Genderfeminismus nicht aufgehalten hat.
          Die Weise mit der Firestone und andere Anfang der 70er von ihren Mitstreiterinnen „getrasht“ wurden, muss sehr brutal gewesen sein und der Vorwurf des „antiintellektuellen Faschismus“ (s. letzter Satz, Zitat NYorker) ist in diesem Zusammenhang und für den jetzigen Femismus vielleicht sehr aufschlussreich. Übrigens fehlt genau dieses Detail in der Reproduktion des originalen Artkels auf den der NYorker sich bezieht: http://www.jofreeman.com/joreen/trashing.htm

          Wenn ich mal raten darf, dann könnten es sich bei den „bösartigen antiintellektuellen und faschistischen“ Typen, die sich durchsetzten, um „Hexen“ (wicca) gehandelt haben, Vertreter des okkult-rechtsextremen und des Nazi-Milieus. Das deutet auch der NYorker-Artikel an, wenn er von einer anderen Feministin schreibt „was ousted from her Florida group by “moon goddess” worshippers“.
          Vermutlich verlor sich der Feminismus als öffentlicher politischer Anspruch nach aussen eine Zeit lang deswegen, weil man sich lieber um das New Age und Drogen kümmerte. Schliesslich war die Zeit gekommen, wieder politisch in Erscheinung zu treten, im Zuge der „neuen Rechten“.
          Sag mir einer, daß das nicht wahr ist.

  8. @all
    Emphehlenswert ist auch dieses Video von Stefan Molyneux

    der sich sehr genau und absolut sachlich darum gekümmert hat, woher der Mythos der rape culture eigentlich kommt: Schöne Aufklärungsarbeit. 🙂

  9. Rape Culture in Deutschland, Feministische Zahlen:

    -Bei vermuteter Einzeltäterschaft
    -50 Lebenjahre in denen Frauen zum Opfer fallen können, von 10 bis 60 Jahre, „Kernvergewaltigungszeit“, wobei eine besondere Gefährung zw. 18-29 Jahre besteht
    -ohne Falschbeschuldigungen

    Vergewaltigungen am Tag in Deutschland: Ca. 438
    Verurteilungen: Bereits am dritten Tag des Jahres erreicht.
    Anzeigen: Bereits am 18 Tag des Jahres erreicht.

    Frauen in Deutschland, die Opfer einer Vergewaltigung wurden: ca. 8 Mio. Frauen, nur 400.000 von denen haben angezeigt, d.h. über 7,6 Millionen Vergewaltigungsopfer schweigen. Und 7,95 Millionen männliche Täter laufen frei herum.

    Anteil der Frauen, die vergewaltigt wurden: 17,8 Prozent!

    Anteil der Männer, die vergewaltigt haben: 19,75 Prozent!

    Fast jede sechste Frau in Deutschland wurde vergewaltigt. Fast jeder fünfte Mann in Deutschland ist ein Vergewaltiger. Rund 60 Prozent aller Vergewaltigungen an Frauen in der europäischen Union (Laut FRA-Gewaltstudie) finden in Deutschland statt, obwohl Deutschlands Bevölkerung nur 16,4 Prozent der EU ausmacht.

    This is fucking serious!

    „We have to teach boys not to rape instead to teach girls not to be raped.“

    • Man kann ja auch ein bisschen varieren: Nimmt man (die sehr wahrscheinliche) Mehrfachtäterschaft an, einfach durch die Werte teilen:

      Nehmen wir zB. an, dass der durchschnittliche Vergewaltiger auf einen Count von 5 (!) Frauen kommt, bevor er gestoppt wird, laufen in Deutschland immernoch über 1,6 Millionen Vergewaltiger frei herum. Nur zum Vergleich:

      Gefängnisinsassanen männlich: ca. 80.000. Wir bräuchten also neue Gefängnisse für etwa 32.000 Männer. Das wäre eine Steigerung von 40 Prozent in der Rechtspflege.

      • > Rund 60 Prozent aller Vergewaltigungen an Frauen in der europäischen Union (Laut FRA-Gewaltstudie) finden in Deutschland statt, obwohl Deutschlands Bevölkerung nur 16,4 Prozent der EU ausmacht.

        Hmmmmm…. was ist denn nach feministischer Argumentation das speziell deutsche, was gerade hierzulande die „Rape Culture“ so ausgeprägt macht? Gibt es eine feministische Stellungnahme zu diesem schon auf den ersten Blick auffallenden Widerspruch in diesen Zahlen? Hat Spanien, Italien, England, Bulgarien usw. keine oder eine wesentlich schwächer ausgeprägte „Rape Culture“? Was sagt der Feminismus dazu?

  10. Obwohl die „Rape Culture“ hier alleine als Thema gesetzt wird, kann man sie m. E. nicht losgelöst vom breiteren feministischen Konzept der „Sexualisiserung“ und „Objektivierung“ von Frauen betrachten, der Hypothese also, dass Frauen in unserer Gesellschaft beständig Objekte sexueller Wünsche sind, wie es sich bspw. in folgender Anzeige manifestiert:

    Weitere Beispiele hier:
    http://dukewhospeaks.tumblr.com/

    Meine These: Ohne zu verstehen, was Sexualität von Frauen ist, kann man den Vorwurf der „Rape Culture“ nicht verstehen. Es ist nicht lediglich ein Machtmittel im Diskurs, sondern ein komplexer Mix aus realen Ängsten, Projektionen, sexueller Selektion („Shit Test“) und einem Missverstehen männlicher Sexualität und den Mechanismen der Marktwirtschaft.

      • Na ja, ich wollte eigentlich eine Diskussion starten. Daher eher kurz:

        „sondern ein komplexer Mix aus realen Ängsten“

        Man muss sich, denke ich, zunächst klar machen, dass eine Vergewaltigung für eine Frau durchaus traumatisch ist und das nicht wegen dem Gewalt-, sondern wegen dem Sexualitätsaspekt. Frauen tragen die Bürde der Schwangerschaft, insofern ist ein Vergewaltigung potentiell mit enormen Kosten verbunden, die über den reinen Gewaltaspekt hinausgehen. Evolutionsbiologisch ist eine erfolgte Vergewaltigung der erfolgreiche Versuch der Weitergabe von Genen, die der Frau nicht genehm sind. Es unterminiert daher die gesamte weibliche sexuelle Selektion.

        „Projektionen“

        Ist vmtl. der falsche Ausdruck aber hiermit meinte ich den intuitiven Wunsch einiger Frauen, sexuell so sehr begehrt zu werden, dass Männer nicht mehr an sich halten können.

        „sexueller Selektion (“Shit Test”)“

        Der geringere Sexualtrieb der Frau ist Folge der Kosten einer Schwangerschaft. Frau muss ihre Sexualität behutsamer einsetzen, um die Ressourcen die notwendig sind, um eine Schwangerschaft und die Aufzucht von Kindern zu gewährleisten effezient bündeln zu können. Das hat Folgen für die weibliche Beurteilung hinsichtlich Sex.

        „und einem Missverstehen männlicher Sexualität“

        Da Frauen auf Grund der potentiellen Kosten vorsichtiger und wählerischer hinsichtlich Sex sein müssen, müssen sie männlicher Sexualität in gewisser Hinsicht ambivalent bzw. gar „feindselig“ gegenüberstehen. Die Begeisterung die weibliche Nacktheit und weibliche Sexualisierung unter Männern auslöst ist für Frauen in gewisser Weise eine Kampfansage: Tausende Männer versuchen sie zu befruchten und zu schwängern. Und das nicht nur die hochwertigen Männer (die für Befruchtung durchaus in Frage kämen) sondern auch die Betas, Gammas und sogar Omegas.

        Die Sache ist nun, dass Frauen diese Ambivalenz und „Feindseligkeit“ gegenüber männlicher Sexualität als Motive auf Männer übertragen: Wenn Männer, von denen sie nicht befruchtet werden will, sie dennoch befruchten wollen, dann wollen sie ihr, gemäß dieser intuitiven Sichtweise, absichtlich schaden.

        Dass Männer in Sexualität nichts böswilliges sehen, kann Frau demnach gar nicht verstehen, weil für sie – auf Grund der potentiellen Kosten – männliche Sexualität immer der Versuch ist, sie dazu zu bringen, sie zu befruchten, obwohl sie das vielleicht gar nicht will, obwohl sie sich über die Qualitäten des Mannes noch gar kein Bild hat machen können.

        Das erklärt m. E. auch die zu beobachtende Verwischung der Definitionen von Sex und Vergewaltigung. Für Frauen ist die Grenzlinie von schlechtem Sex (und damit schlechtem Mann/schlechten Genen) und Vergewaltigung intuitiv vmtl. wirklich nicht so weit auseinander.

        „und den Mechanismen der Marktwirtschaft“

        Aus diesem Grund ist es für Frauen auch leicht, in der alltäglichen alltäglichen Sexualisierung durch Reklame etc. eine Kampfansage an die sexuelle Integrität von Frauen zu sehen.

        Was geschehen würde, wenn der ganze Aspekt Schwangerschaft und potentielle Kosten wegfallen würde, kann man an der Schwulenkultur sehen: Dort gibt es Vorwürfe und Debatten hinsichtlich „Sexualisierung“, Objektivierung“ und „Rape Culture“ nicht. Im Gegenteil, die Schwulenkultur zelebriert Sexualisierung und Objektivierung.

        • > Was geschehen würde, wenn der ganze Aspekt Schwangerschaft und potentielle Kosten wegfallen würde

          Was allerdings in Zeiten von sehr effektiven Verhütungsmitteln sowie dem erheblich erleichterten Zugang zum Schwangerschaftsabbruch im Notfall nicht mehr richtig greift. Und Verhütungsmittel gibt es ja nicht nur seit gestern, sondern wir haben inzwischen schon mindestens 3 Generationen, die damit aufgewachsen sind und für die der Gebrauch selbstverständlich geworden ist.

          • „Was allerdings in Zeiten von sehr effektiven Verhütungsmitteln sowie dem erheblich erleichterten Zugang zum Schwangerschaftsabbruch im Notfall nicht mehr richtig greift.“

            Durch Evolution geprägte Instinkte lassen sich nicht durch die Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln abschalten.

        • Das Vergewaltigungsbild Mann: Täter, Frau: Opfer als major consensus narrative ist insgesamt sehr mächtig.

          Ohne auch nur ansatzweise mal viel tiefer dazu gelesen zu haben, würde ich ohne weiteres konzedieren, dass – unabhängig davon, wie das durch Berichterstattung zusätzlich dramatisiert oder verfälscht wird – Vergewaltigung (z.B. in Kriegssituationen) scheinbar Kultur- (Ethnien-) unabhängig als Demütigungs- und Siegessignal und Aneignungsstatement stattfindet. Daraus lassen sich archaische Muster sicher ohne weiteres ableiten.

          Die traumatische Wirkung auf die betroffenen Frauen steht völlig außer Frage. Die Effekte, wie Deprivation etc. wirken auch in dieses Bild hinein und Empathie mit solchen Opfern entsteht automatisch.

          Dieses mächtige Bild unterfüttert m.E. unter anderem die Rape Culture Thorie. Es ist leicht zu beschwören, es gibt unabweisbare Zeugen, die authentisch sind. Daraus Kapital zu schlagen, ist ein Impuls, der natürlich auch aus Machterlangungsperspektive attraktiv erscheint.

          Dennoch ist es mir schleierhaft, dass die jederzeitige Beschwörung dieser Gefahr in alltäglichen Situationen tatsächlich so breite Unterstützung findet. In meinem Umfeld, in meiner Familie und meinem Bekanntenkreis ist mir bisher kein einziges Beispiel bekannt, in dem eine Frau über eigene solche Erlebnisse berichtet oder mir gegenüber Befürchtungen in diese Richtung geäußert hätte.

          Andererseits ist es nachvollziehbar, dass im Zusammenhang mit psychischer Devianz solche Taten möglich und wahrscheinlich erscheinen.

          Ich erinnere mich, dass im publizistischen Umfeld zum Buch „Tussikratie“ oder sogar als Zitat daraus eine Schilderung erschien, dass Frauen, die sich mit dem Thema Rape Culture beschäftigen, z.B. durch Besuch eines Selbstverteidigungskurses, einen Bias in dieser Richtung ausprägen können, so dass andernfalls als harmlos empfundene Situationen plötzlich dazu führen, als gefahrvoll erlebt zu werden.

        • Publish zu früh ausgelöst.

          Was noch fehlt: die Umdeutung normaler zwischenmenschlicher Situationen als Rape im Nachhinein. Wenn es tatsächlich gelingt, diese Lesart zu etablieren, ist es kein Problem mehr, die Praxis zur Thorie glasklar abzubilden.

    • Du hast „Neid“ vergessen.

      Ich denke Sailer’s Law of Female Journalism ist verallgemeinerbar.

      The most heartfelt articles by female journalists tend to be demands that social values be overturned in order that, Come the Revolution, the journalist herself will be considered hotter-looking.

      Wer im Rahmen der gegebenen Spielregeln nicht gewinnen kann, muss versuchen, die Spielregeln zu ändern. „Sexy“ muss umdefiniert werden von „schöner Körper“ zu „geistige Werte“, wie bestandenes Gender-Studium.

      • „The most heartfelt articles by female journalists tend to be demands that social values be overturned in order that, Come the Revolution, the journalist herself will be considered hotter-looking.“

        Das erinnert mich an ein 4Chan-Kommentar, wo jemand folgendes zusammengefasst behauptet hat (leider kann ich das Bild nicht mehr finden):

        Wenn Männer die Krönung des Mannseins sehen, sei es in Form von Status und Attraktivität, dann versuchen sie so gut es geht dem zu ähneln, in körperlicher Hinsicht durch Training attraktiver für die Frauen zu werden.

        Wenn Frauen die Krönung des Frauseins sehen, sei es in Form von Schönheit, dann versuchen sie so gut es geht diese Krönung durch Diffamierung/Moralisierung/Differenzierung zu leugnen und sich selbst als neue Krönung zu begreifen.

        Natürlich kann man so verallgemeinernd wie es der Kommentator von sich gab nicht alle Frauen bzw. Männer unter einen Kamm scheren. Es gibt Männer, auch wenn sie mir weniger untergekommen sind, die regen sich ebenso über verlangte männliche Attribute auf und Frauen, die anstatt die Krönung bei sich selbst zu suchen lieber etwas mehr Zeit in ihr Körper investieren um ihn zu verändern.

        Anderenfalls kann man, abgesehen von der Verallgemeinerung, anhand des Kommentars ziemlich gut die Realität beschreiben.
        Wie sonst kann man es sich erklären, dass zwanghaft versucht wird eine bestimmte äußere Erscheinung wie übergewichtige Frauen als „schön“ zu klassieren und ständig darauf zu pochen, dass alle Frauen schön sind?

        Jetzt könnte man mir entgegenhalten, dass ich von völlig falschen Prämissen ausgehe, eine „Krönung“ existiere, wo doch Schönheit allein „im Auge des Betrachters“ liege und daher subjektiv und nicht objektiv erfassbar ist. Natürlich würden sie damit recht haben, die Schönheitsbewertung ist subjektiv, jedoch können viele Subjekte ein und dieselben Attraktivitätsmerkmale bevorzugen.

    • Sorry, aber das ist definitiv Fake. Niemand würde so werblich shooten! Schlecht ausgeleuchtet, unvorteilhafte Pose für das Produkt, und mit Steckdose im Hintergrund zB. erstens ziemlich hässlich und vollkommen ungeeignet für transnationale Platzierungen.

      • Je länger ich mir das angucke, desto peinlicher wirds. Wo sind ihre Füße? Warum ist das Laken so geknittert, blauer Fleck auf dem Oberschnenkel…

        Den Hersteller möchte ich mal sehen, der so shootet! Das wäre für mich der wirkliche Skandal!

        • Sein Bild ist ein professionelles. Kein Zweifel. Gut ausgeleuchtet, nachbearbeitet, gepflegt und vor neutralem Hintergrund wie es sich für Kleidungsshots gehört.

          Sieht aus wie aus einem Web-Shop eines Bekleidungsherstellers herauskopiert. Könnte Sie dagegen ist gefakt.

          PS: Ich versuchs beim nächsten Mal in einem Post 😀

          Nur zum Vergleich:

          SO macht das H und M:

          http://www.hm.com/de/subdepartment/LADIES?Nr=4294928038

          Scheiss Fake Feministen. Man muss erstmal alles in Frage stellen was die einem vorsetzen. Grundregel!

        • Schon klar Adrian.

          Was Feministen wohl nicht verstehen:

          Frauen wollen nicht wie nasse traurige Säcke aussehen, sondern natürlich sexy, sie kaufen auch nicht einfach einen Pulli, sondern einen sexy und aufmerksamkeiterregenden Auftritt, etwas was ihnen schmeichelt. Die Bildsprache sollte das natürlich dementsprechend transportieren. Warum sind die Models geschminkt, wenn sie einen Pulli präsentieren? Warum wird ein Teil nie in Größe XXL präsentiert? Selbst die Fette will gut aussehen, daher bevorzugt auch sie eine ansprechende Produktpräsentation. Sie will nicht in den fetten Spiegel ihres Selbst blicken.

          Feministinnen sind so frauenfeindlich, das gibts gar nicht…

          Und in einem Witz, indem ein Junge mit einem Liftguard das Shirt tauscht, damit der 12 Jährige ENDLICH vergewaltigen kann. Sorry, das ist zu viel für mich.

          Wo grabst du solche Seiten aus? 😉

        • Du betrachtest das Ganze m. E. ein wenig unterkomplex aus Deiner heterosexuell männlichen Perspektive. Deshalb konstruierst Du wohl einen Gegensatz zwischen Feministen und Frauen. Diesen Gegensatz bestreite ich hier seit Beginn. Es ist m. E. eine Frage von Nuancen, nicht von unterschiedlichen Weltbildern.

          „Wo grabst du solche Seiten aus?“

          Gesellschaftliche Tendenzen bildet niemand besser ab als Google.

        • @ adrian

          „Diesen Gegensatz bestreite ich hier seit Beginn. Es ist m. E. eine Frage von Nuancen, nicht von unterschiedlichen Weltbildern.“

          Ich dagegen halte es für problematisch, den Begriff der „Feministin“ auf Frauen auszudehnen, die nicht der ideologischen core group angehören.

          Ich für mich unterscheide die ideologische core group, ihres Zeichens in der Mehrheit lesbisch, anmaskulinisiert, dysthym und im eigentlichen Sinn misandrisch.

          Drum herum gibt es eine riesige Schar von nicht im eigentlichen Sinne feministischen Frauen, die sich aber der Phraseologie bedienen und die die Vorteile des feministischen Diskurses (Abgabe von Eigenverantwortung, Abfuhr negativer Gefühle, konkrete soziale Bevorzugung) gerne mitnehmen.

          In einer Art Zwischenzone gibts die vergnügliche Schar von Jung-Frauen, wie man sie in der Mädelsmannschaft, bei den Femen oder soziologischen Vorseminaren der Humboldt-Universität und ähnlichen Gruppen anzutreffen vermag: junge, wilde, „wütende“, aufmerksamkeitsgeile, irgendwie komplexe Frauen, denen die aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen (Möglichkeit des pseudohedonistischen, von materiellen Sorgen befreiten freien Flottierens und Umsichselbstdrehens) es ermöglichen, des Beste der typisch weiblichen Persönlichkeitskomponenten auszuagieren:

          Egozentrismus, Leben mit gefühlten Wahrheiten und hysteriformes Rumschnattern…

          so it goes…dahin…

        • „Ich dagegen halte es für problematisch, den Begriff der “Feministin” auf Frauen auszudehnen, die nicht der ideologischen core group angehören.“

          Seh ich auch so. Soweit ich Frauen kenne (und ich kenne ne Menge) sind sie apolitisch, wie schon ihre Mütter, Großmütter, …
          Sie interessieren sich allenfalls für die Stadtteilproblematik, wo sie sich ggf. auch mal aktiv einsetzen.
          Zum Feminismus bilden sie sich erst in dem Moment eine Meinung, wo ihnen ein Reporter ein Mikro mit der entsprechenden Frage unter die Nase hält. Früher konnte die gestandene Frau noch mit „Da müssen Sie meinen Mann fragen, der versteht mehr davon“ kontern. Heute würde der Reporter in etwa sowas zur Antwort erhalten: „Feminismus? Das sind doch die, die für die Gleichberechtigung sind. Da bin ich natürlich für!“.

          „Ich für mich unterscheide die ideologische core group, ihres Zeichens in der Mehrheit lesbisch, anmaskulinisiert, dysthym und im eigentlichen Sinn misandrisch.“

          Ich guck jetzt mal nicht nach, was „dysthym“ bedeutet, aber vielleicht gehen wir d’accord, wenn ich vermute, dass das Thema Rape Culture und seine Verwandten von der von Dir beschriebenen Core Group UND von ihren Gegnern, also von uns – mehrheitlich – WHM gepusht wird.

          Jede Wette, dass sich um ein Vielfaches mehr „normale“ Männer mit den feministischen Kampfthemen beschäftigen, als „normale“ Frauen.
          Und mit Vielfachem meine ich mehr als eine 10er-Potenz.

    • Zu den ersten Ads kann man nicht viel sagen…

      Die BurgerKing Ad war für Burger Singapore. Finde ich persönlich auch nicht gelungen, ist aber nicht international gegangen.

      Die Ad daneben war eine Social Media Aktion von Belvedere Vodka. Wurde nach 45 Minuten zurückgezogen:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Belvedere_%28Wodka%29

      Bei der Dominos Ad da darunter handelt es sich um einen Copy Text der auf den Pizzaverpackungen in den USA gedruckt wurde. Lustig, ich kenne die selbst, ist von 2012. Habe mir damals nichts dabei gedacht…“Ja“ ist das neue „Nein“, dann ist das hier auch ein Rape Film:

      http://film.fluter.de/de/303/kino/7475/

      Dann die High-Fashion und Pepsi Ad. Leute, Leute, Leute…wie durchgeknallt muss man denn sein, um hier Vergewaltigungen zu erkennen?! Der Rettungsschwimmer gibt ihm im Austausch gegen die Pepsi Dose das Liftguard-Shirt. Vergewaltigung! Sorry, das ist dermaßen abgedreht…

      Win her over with Chloroform?? Hahaha…

      https://www.google.de/search?q=win+her+over+with+chloroform&biw=1787&bih=827&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=gxw6Va69HJLjaszAgagE&ved=0CAYQ_AUoATgK&dpr=0.9

      Niemals eine Ad, selbst wenn ein Chloroform-Hersteller so werben will, WER wäre die Zielgruppe? Vergewaltiger? Das ist so dermaßen dämlich.

      Naja…der Rest…

  11. „Welche Argumente/Studien sprechen für/gegen diese Theorie?“

    Dass sie eine Wahnvorstellung ist! Es ist ja in Ordnung, wenn Frauen die Verhältnisse in Kriegsgebieten, Krisenregionen, völlig anderen Kulturkreisen oder bestimmten Ländern der dritten Welt als rape culture bezeichnen, sofern sie in dem Einzelfall damit überhaupt Recht haben. (Was oft nicht gesagt ist, vieles stellen Feministinnen auch in solchen Fällen falsch dar.)

    Als 1945 „der Russe“ nach Deutschland kam, war das dann hier in den betroffenen Gebieten oft wirklich eine rape culture.

    Wenn aber heute jemand behauptet, dass wir hier in der westlichen Welt und dann in Friedenszeiten eine „Vergewaltigungskultur“ sind, dann ist er oder häufiger sie verrückt. Vollkommen verrückt.

    Wenn wir eine Vergewaltigungskultur wären, dann wären hier Vergewaltigungen an der Tagesordnung, würden geduldet oder sogar gut gefunden, und die Täter würden nicht bestraft und nicht geächtet, oder kaum.

    Tatsache ist aber, dass Vergewaltiger von allen Straftätern die am meisten geächteten sind und die, die am ehesten gelyncht werden. Vergewaltigung gilt zu Recht als schlimmes Verbrechen, aber es gilt nicht nur als das, sondern es gilt eher noch als das schlimmste, vielleicht als schlimmer noch als Mord oder zumindest Totschlag.

    Wer wird denn eher gelyncht bzw. wobei kommt es denn eher in Kommentarspalten im Internet zu Lynchaufrufen? Wenn eine Frau vergewaltigt wurde, oder wenn ein Mann „lediglich“ abgestochen wurde?

    Zumindest solange das Tötungsdelikt kein Mord ist, sondern Totschlag oder Körperverletzung mit Todesfolge, und solange das Opfer männlich ist, regt das die Leute doch eher noch weniger auf als die Vergewaltigung einer Frau.

    So gesehen sind wir also keine rape culture.

    Aus der Tatsache, dass es in Deutschland Vergewaltigungen gibt, kann man nicht schließen, wir seien eine „Vergewaltigungskultur“. Es gibt auch Mord und Totschlag, wir sind aber auch keine Mord-und-Totschlag-Kultur. Und es würde sich jeder lächerlich machen, der sowas über das heutige Deutschland behaupten würde.

    Aber bei Vergewaltigungen ist das möglich, etwas genauso Lächerliches zu sagen, ohne sich Lächerlich zu machen. Der Feminismus und die instinktiven Dispositionen beider Geschlechter machen es möglich.

    • >>“Dass sie eine Wahnvorstellung ist!“

      Jepp. Es ist die Fortsetzung der Kinderschänder-Hysterie aus den 90er Jahren. Die wirkt heute ganz stark nach, siehe Männer in Kitas zB.

      Und noch immer dürfen Feministinnen ihre Kampfzahlen verlautbaren, so letzte Woche Frau Schwarzer bei Maischberger, wo sie behauptete:

      „Jede vierte oder fünfte…ist doch egal (Sagte sie wörtlich)….Mädchen und jeder zehnte Junge werden sexuell missbraucht“.

      Oder 300.000 Fälle im Jahr, diese Zahl geistert immernoch herum.

      D.h. also, laut Schwarzer haben wir in Deutschland ca. 53.000 missbrauchte Jungen und zwischen eine Million und 1,5 Millionen missbrauchte Mädchen. selbst wenn diese Zahlen stimmen würden, der zahlenmäßige Unterschied zwischen Jungen und Mädchen lässt schon die Augenbraue hochziehen. Mädchen haben einen 28-fach höheres Risiko missbraucht zu werden als Jungen…Odenwald ich hör dir trapsen…

    • @ matthias

      „Dass sie eine Wahnvorstellung ist! “

      Ja und nein.

      Im Sinne der Feministinnen ja.

      Das typisch Doppelbödige der SJWs… das zynische Desinteresse an denen,deren Interessen sie zu vertreten vorgeben, wird deutlich am feministischen Beschweigen der real existierenden „rape culture´s“, die auch in Europa zunehmend Fuß fassen, wie beispielsweise in England, zunehmend aber auch in entsprechenden Milieus anderer westeuropäischer Länder.

      Da stimmt die Täter-Opfer-Deklaration halt nicht und politische Korrektheit, respektive Solidarität mit einer anderen zertifizierten Opfergruppen trumpft das Interesse an massenhaft mißbrauchten Mädchen.

      Menschen sind den SJW´s inklusive den Feministinnen scheiß egal.

      Menschen haben für sie nur insoweit eine Bedeutung, als sie sie für ihr Narrativ gebrauchen…mißbrauchen können.

  12. Sehe es ähnlich wie Adrian, der Popanz „Rape Culture“ speist sich aus verschiedenen Motiven.
    Teils durchaus ohne bösen Willen aus Angst (ich kann etwa gut verstehen, wenn ein Vergewaltigungsopfer hinsichtlich sexueller Gewalt überempfindlich und paranoid wird), teils aus Unverständnis der Sexualität des anderen Geschlechtes und teils natürlich auch aus Machthunger. Ein Mensch hat (irrational, aber durch real erlebtes Leid) Angst, jemand anderes, der es nicht versteht, zeigt sich mitfühlend, indem er die die Angst als rational betrachtet und dann kommt jemand, der beide benutzt, um sie gegen eine andere Gruppe zu verwenden.
    So können rechtsradikale Organisationen Leute abgreifen, die von jemand Andersfarbigen überfallen wurden, so können Radikalfeministinnen echte Vergewaltigungen nutzen, um ihnen größere Dimensionen als nur die der Betroffenen zu geben.
    Dass man es mit den Betroffenen machen kann, ist klar: Was einem selbst aktuell geschieht, nimmt für einen die ganze Welt ein. Wenn ich mir den Zehn am Türrahmen stoße, ist mir der Islamische Staat gerade auch egal.

    Nun, und dann gibt es natürlich noch die Welle der Leute, die unbedingt gut sein wollen und nicht dulden, dass ihr Geist ihrer Güte im Wege steht. Die nehmen dann im Zweifelsfall lieber mal eine extrem überzogene Theorie an (dass sie selbst irgendwie indirekt von Vergewaltigung profitieren und darum eine Mitverantwortung tragen), weil ihnen das Gefühl, sich mit eigener Schuld auseinander zu setzen sicherer erscheint, als diese Schuld zu leugnen. So übernehmen dann Männer diese Ideen.

    (Achtung, das alles bezieht sich jetzt auf unsere Gesellschaft. Rape Subcultures gibt es durchaus und wenn sie sich nur auf einen einzelnen Haushalt erstrecken.)

  13. Männer sind kräftiger als Frauen und können sich damit auf primitiver Ebene durchsetzen. Frauen kompensieren das üblicherweise durch das Einspannen eines männlichen Verteidigers, deshalb stehen sie ja auch Muskelmänner. Das beinhaltet allerdings ein Eingeständnis, auf biologischer Ebene unterlegen zu sein und das können Feministinnen nicht akzeptieren. Also versuchen sie, die Männer auf dieser Ebene soweit wie möglich einzuschüchtern.

  14. Mal ein Gedanke, vielleicht kam er schon in der Diskussion auf und ich habe es überlesen:

    „Rape culture“ ist ja ein Begriff der seinen Ursprung in den USA hat. Passend dazu hat sich ja in den letzten Jahren auch im akademischen Milleu dort eine Rape hysteria entwickelt.

    Jetzt nehme ich ein anderes, religiös begründetes gesellschaftliches Phänomen in den USA dazu, die „chastity movement“ bzw die virginity pledge programs:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Virginity_pledge

    Entstanden in den neunziger Jahren und in den Nuller-Jahren weit verbreitet, hängen sich da halbe Kinder ganz weit aus dem Fenster und schwören bei Gott, erst nach einer christlichen Heirat Sex zu haben. In der strengen Auslegung ist damit jegliche Art von Sex gemeint, Masturbation inklusive. Die „liberale“ Auslegung meint den penetrativen Geschlechtsverkehr mit dem Gegengeschlecht.

    Nun strömen diese jungen Leute in die Universitäten, zum ersten mal weit weg vom behüteten Zuhause und was passiert logischerweise: Sie lassen in exzessiven Parties erstmal die Sau raus. Alkohol fließt in Strömen, alle Hemmungen und Ängste werden weggespült.

    Und dann wacht die eine oder andere am nächsten Morgen auf, neben sich ein schnarchendes behaartes Dreibein und sie realisiert, dass sie in der nach zuvor ihr Versprechen vor Gott gebrochen hat. Die Platzkarte für einen ewigen Aufenthalt in der Hölle gezogen hat. Und was werden Mom and Dad erst sagen?

    Das kann natürlich nicht sein. Niemals würde sie ihr Versprechen brechen. Sie wurde gezwungen, vom Teufel persönlich und sein ausführendes Organ, der üble Vergewaltiger, liegt neben ihr. Ja so ist es gewesen, ganz sicher…Alle Frauen sind da natürlich sofort der gleichen Meinung und unterstützen sie. Kann schließlich jeder von ihnen passieren.

    Ein wenig romanesk, zugegeben. Aber man unterschätze nicht die Wirkmächtigkeit religiöser Strömungen in den USA, auch weit über den „bible belt“ hinaus… 😉

    • Prinzipiell gebe ich Dir Recht. Die USA sind das religiöseste Land der westlichen Welt. Ziemlich viel von dem Dummfug, das in den Staaten zu beobachten ist, ist eine primäre oder sekundäre Folge der dortigen Religiosität.

      • Hierbei sei noch mal daran erinnert, dass in den USA nur etwa 40 Prozent die Evolutuonstheorie für wahr halten. Für ein industrialisiertes Land ist das geradezu unfassbar dumm.

        • „Vor was soll die Industrie eigentlich schützen (können)?“

          Industrialisierung benötigt ein gewisses Grundverständnis von Wissenschaft. Dieses Verständnis scheint in den USA mehr und mehr zu schwinden. Religiosität hat in den USA zugenommen und wird, wenn sich das nicht ändert, zu ihrem Niedergang als Weltmacht führen.

          „Ausserdem sollten wir Deutsche mal nicht so einen langen Hals haben und mit Steinen verfen, wir in unserem Gleichstellungsglashaus und unserem Frauenförderwahn.“

          Das gibt es in den USA ja zusätzlich auch.

        • „Ausserdem sollten wir Deutsche mal nicht so einen langen Hals haben und mit Steinen verfen“

          Und die Verhältnisse in Schweden und den dortigen Genderwahn würdest du dann aus diesen Gründen auch nicht kritisieren ?

          Selbstverständlich kann man die Zustände in anderen Ländern kritisieren, das wird hier in diesem Forum ja die ganze Zeit getan, wenn es um Geschlechterthemen und die Auswüchse des Feminismus geht.

        • Die Industrie dort wurde von der dritten europäischen Einwandererwelle aufgebaut und ist mittlerweile ja wieder in der Bedeutung sehr stark geschrumpft. In der Fläche dominieren Agrarwirtschaft, entsprechende Zulieferer und Verarbeiter sowie Dienstleistungen.

          Als Steine werfen sehe ich das übrigens nicht.

          Und das der Frauenförderwahn hierzulande durchaus systemisch intendiert und auch rational begründbar ist (bzw. war, der Höhepunkt ist inzwischen überschritten), habe ich ja schon ein paar mal hier erwähnt…

        • @ Zabalo

          Soll nicht gegen Kritik gehen, Gott bewahre. Man sollte aber nicht andere Gesellschaften, in Raum und oder Zeit von userer entfernt für dümmer als unsere eigene halten. Wir sind hier und heute vor nix sicher. Die Aufklärung scheint generell auf tönernen Beinen zu stehen. 😦

          • „Man sollte aber nicht andere Gesellschaften, in Raum und oder Zeit von userer entfernt für dümmer als unsere eigene halten. “

            Warum nicht?

        • „Religiosität hat in den USA zugenommen und wird, wenn sich das nicht ändert, zu ihrem Niedergang als Weltmacht führen.“

          Die USA sind mit ihrer Religiosität Weltmacht geworden, Europa ebenfalls. Die Gläubigkeit der Massen verhindert auch technischen Fortschritt, auf den sich die Überlegenheit zum großen Teil stützt, nicht. „God´s Own Country“ wird sicherlich nicht an der Religion scheitern.

          • „Die USA sind mit ihrer Religiosität Weltmacht geworden, Europa ebenfalls.“

            Ganz genau. Deshalb ging es mit der Weltmacht ja auch erst dann los, als die Aufklärung beagnn sich durchzusetzen. In den hunderten Jahren davor, war von Weltmacht wenig zu merken.

            „Die Gläubigkeit der Massen verhindert auch technischen Fortschritt, auf den sich die Überlegenheit zum großen Teil stützt, nicht. “

            Die fortschrittlichesten und wohlhabensten Nationen sind die am wenigsten religiösen. Das gilt auch für die Bundeststaaten der USA untereinander.

        • @ PM

          „Und das der Frauenförderwahn hierzulande durchaus systemisch intendiert und auch rational begründbar ist (bzw. war, der Höhepunkt ist inzwischen überschritten), habe ich ja schon ein paar mal hier erwähnt…“

          Hab ich noch nicht mitbekommen, dies Erwähnen. Allerdings halte ich den Peak- Frauenförderwahns noch lange nicht für in Sicht.

          Aber wenn’s begründbar ist … läst sich sicher auch Begründungen erfinden, gegen den Evolutionsglauben, für Bibelglauben. ZB, daß eben dieser Glaube die USA stark machte … und folglich wieder stark machen würde … 🙂

          Wenn wir uns für schlauer halten als die Amis, liegen wir ganz sicher falsch!

          • „Wenn wir uns für schlauer halten als die Amis, liegen wir ganz sicher falsch!“

            Wenn Du glaubst, dass jemand, der die Evolutionstheorie für wahr hält, ebenso klug ist wie jemand, der an die Wörtlichkeit der Bibel glaubt, dann bist Du fürwahr nicht besonder schlau.

        • @ Adrian

          „Warum nicht?“

          Weil es da keinen Grund für gibt. Wenn wir zufällig in rel. guten Zeiten leben, ist das kein Beleg oder Hinweis auf unser eigenes Bessersein. Mir scheint, wir sind wie Erben, die ihr Erbe versaufen und uns für was Besseres halten … Aber vielleicht hast ja Recht. Wäre zu wünschen und zu hoffen, nur der Glaube daran fehlt mir. 😦

          • „Weil es da keinen Grund für gibt.“

            Du würdest also bestreiten, dass wir mehr wissen, als ein Mensch vor 100, 5000, 1000 Jahren? Nun gut, auf manche Menschen trifft das sicherlich zu 😀

        • „…dann bist Du fürwahr nicht besonder schlau.“

          Lass mal, will ich ja auch nicht sein.

          Wenn ein gleichstellungsgläubiges Volk, daß sich zB von den doofen bibelgläubigen Amis am Nasenring durch die Überwachungsarena führen lässt, sich für schlauer hält als den Nasenringleinenhalter … bitte! Habe ich auch kein Problem mit.

        • „Ganz genau. Deshalb ging es mit der Weltmacht ja auch erst dann los, als die Aufklärung beagnn sich durchzusetzen. In den hunderten Jahren davor, war von Weltmacht wenig zu merken.“

          Die Kolonisierung Amerikas begann im 16. Jahrhundert: Da gab es noch keine Aufklärung, aber schon Schiffe, die einen Ozean überqueren konnten. Zur Weltmacht wurden die USA auch erst im 20. Jahrhundert, aber nicht wegen abnehmender Religiostät, sondern durch die Schwäche der alten europäischen Mächte, insbesondere Großbritanniens.

          „Die fortschrittlichesten und wohlhabensten Nationen sind die am wenigsten religiösen. Das gilt auch für die Bundeststaaten der USA untereinander.“

          Die fortschrittlichsten und wohlhabendsten Nationen haben ihre Stellung zu einem Zeitpunkt erworben, als sie weitaus religöser waren als sie es heute sind. Sie haben im Übrigen auch die wenigsten Kinder; aus evolutionärer Perspektive sind das keine guten Aussichten.

          • „Die fortschrittlichsten und wohlhabendsten Nationen haben ihre Stellung zu einem Zeitpunkt erworben, als sie weitaus religöser waren als sie es heute sind.“

            Richtig, das widerspricht aber meiner Aussage nicht.

            Sie haben im Übrigen auch die wenigsten Kinder; aus evolutionärer Perspektive sind das keine guten Aussichten.

            Nun, wenn Kinder ein Gradmesser für Erfolg ist, sollten Europäer eigentlich mit Schiffen nach Afrika übersetzen…

        • @ ddbz

          „Allerdings halte ich den Peak- Frauenförderwahns noch lange nicht für in Sicht.“

          Und ich halte ihn bereits für überschritten. Frauenförderung ist ökonomisch nur in einem bestimmten Rahmen sinnvoll. Es gibt hier eine gewisse Deckungsgleichheit mit dem Konsumismus, der wiederum eine relativ hohe soziale Dynamik benötigt.

          Die Gesellschaften im westlichen Kulturkreis haben aber mittlerweile diesbezüglich angefangen, sich zu verkrusten. Der demographische Wandel spielt hier ebenso rein wie schrumpfende Freiräume (geographisch wie geistig) und anhaltende Innovationsschwäche.

          Die bereits angelaufene nächste ökonomische Transformation steht dann ja auch unter dem Schlagwort Suffizienz.

          Man kann es als Versuch sehen, bestehende gesellschaftliche Hierarchien auch über einen ökonomischen Zusammenbruch hinweg zu sichern. Die klassischen Männer“tugenden“ werden bald wieder gebraucht werden, daher wird „Frauenförderwahn“ kontraproduktiv.

        • „Richtig, das widerspricht aber meiner Aussage nicht.“

          Ich denke schon. („Industrialisierung benötigt ein gewisses Grundverständnis von Wissenschaft. Dieses Verständnis scheint in den USA mehr und mehr zu schwinden. Religiosität hat in den USA zugenommen und wird, wenn sich das nicht ändert, zu ihrem Niedergang als Weltmacht führen.“).

          „Nun, wenn Kinder ein Gradmesser für Erfolg ist, sollten Europäer eigentlich mit Schiffen nach Afrika übersetzen…“

          Kommt auf die Definition von Erfolg an. Aus evolutionär-biologischer Sicht ist die Gesellschaft mit den meisten Menschen am erfolgreichsten. Erfolg im Sinne von Wohlstand oder Wissen ist natürlich etwas anderes, wobei auch hier angemerkt werden muss, dass Europa und die USA in der Zeit ihres Aufstiegs zu Weltmächten deutlich höhere Geburtenraten hatten als heute.

        • „Und ich halte ihn bereits für überschritten. Frauenförderung ist ökonomisch nur in einem bestimmten Rahmen sinnvoll.“

          Ob etwas ökonomisch sinnvoll ist oder nicht hat die Politik nie sonderlich gekümmert.

          „Die bereits angelaufene nächste ökonomische Transformation steht dann ja auch unter dem Schlagwort Suffizienz.“

          „Ökonomische Transformation in Richtung Suffizienz“ ist nur ein Euphemismus für Verarmung.

          „Die Gesellschaften im westlichen Kulturkreis haben aber mittlerweile diesbezüglich angefangen, sich zu verkrusten. Der demographische Wandel spielt hier ebenso rein wie schrumpfende Freiräume (geographisch wie geistig) und anhaltende Innovationsschwäche. “

          Für den Westen (insbesondere Europa) sieht es in der Tat langfristig nicht gut aus.

          „Man kann es als Versuch sehen, bestehende gesellschaftliche Hierarchien auch über einen ökonomischen Zusammenbruch hinweg zu sichern. Die klassischen Männer”tugenden” werden bald wieder gebraucht werden, daher wird “Frauenförderwahn” kontraproduktiv.““

          Es ist eine Männertugend, Frauen zu beschützen. Frauenförderung ist da einfach die nächste Stufe.

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