Verfasst von: Christian - Alles Evolution | 23. April 2015

Feministische Theoriewoche: „Privilegientheorie und Definitionmacht“ (Tag 4)

Dieser Beitrag ist Teil der feministischen Theoriewoche.

Das heutige Thema ist

„Privilegientheorie“ 

und

„Definitionsmacht / Deutungshoheit“

als zentrale Elemente der feministischen Theorie. Beide stehen denke ich in einem gewissen Zusammenhang und lassen sich daher gut gemeinsam besprechen

1. Was besagen die Privilegientheorie und die Theorien zur Definitionsmacht bzw. Deutungshoheit
2. Was leitet der Feminismus daraus her/wie setzt er diese Theorien ein?
3. Welche Argumente/Studien sprechen für/gegen diese Theorien?


Responses

  1. Vorhang auf für das vierte große Kino (Lichtspieltheater).

  2. Ich werf mal was rein:
    http://feminismus101.de/male-privilege/

    Was sind männliche Privilegien?
    Bevor über “male privilege” geredet werden kann, ist es zunächst wichtig zu klären, was Privilegien in einem unterdrückungsfeindlichen Umfeld bedeuten. Privilegien sind im Grunde ein Vorteil von dem Menschen profitieren, der ausschließlich auf ihrem gesellschaftlichen Status beruht. Es ist ein Status, der von der Gesellschaft an verschiedene Gruppen unabhängig von Individuen vergeben wird, weshalb es mitunter schwierig ist, die eigenen Privilegien zu erkennen
    Zusammengefasst:
    Privileg ist, wie du durch die Gesellschaft angepasst wirst. Es sind Vorteile, die du hast, von denen du denkst, dass sie normal seien. Es ist selbst normal und andere eine Abweichung von dieser Normalität zu sein. Es geht um das Los, von einer niedrigeren Stufe aus zu deinem Vorteil zu handeln.
    Da der gesellschaftliche Status auf verschiedene Arten verliehen werden kann – von Rasse über Geografie bis Klasse – sind alle Menschen in bestimmten Aspekten ihres Lebens privilegiert oder unprivilegiert. Des Weiteren hängt die Dynamik dieses Status stark von der jeweiligen Situation ab, sodass eine Person in einer Situation von einem Privileg profitieren kann, in einer anderen wiederum nicht. Es ist außerdem möglich Situationen zu erleben, in denen Personen gleichzeitig von Privilegien profitieren können, während sie ebenfalls der Empfänger von Diskriminierung in einem Gebiet sind, in dem sie von diesem Privileg nicht profitieren können.
    (…)
    Das “male privilege” ist eine Reihe von Vorteilen, die Männer als eine Klasse durch institutionelle Macht im Vergleich zu Frauen – als Klasse – erlangen. Während jeder Mann diese Privilegien durch seine individuelle Position in der gesellschaftlichen Hirarchie unterschiedlich erfährt, profitiert doch jeder Mann allein dadurch, ein Mann zu sein, von ihnen.

    http://feminismus101.de/haben-frauen-weiblichen-privilegien/

    Haben Frauen keine “weiblichen Privilegien”?
    By feminismus101.de3. Oktober 20122 Comments
    Was als “weibliche Privilegien” bezeichnet wird, ist oft Ausdruck von wohlmeinendem Sexismus (z.B. aufgehaltene Türen). Marginalisierte Gruppen innerhalb eines bestehenden ungleichen Herrschaftsverhältnisses sind nicht privilegiert.
    Die kurze Antwort: Nein. Das, was gemeinhin als “weibliche Privilegien” bezeichnet wird, lässt sich besser als “wohlwollenden Sexismus” bezeichnen. Systeme wie die Wehrpflicht scheinen zunächst von Vorteil für Frauen zu sein, genauer betrachtet verstärken sie aber die sexistischen Institutionen, die sowohl Männer als auch Frauen an wirklicher Gleichberechtigung hindern. Außerdem sollte angemerkt werden, dass es nicht zwangsläufig den Gegenpart des “weiblichen Privilegs” geben muss, nur weil ein männliches Privileg existiert. Das liegt daran, dass, obwohl es in den letzten Jahren einige Fortschritte hin zur Gleichberechtigung gab, Frauen als Klasse noch immer nicht das Spielfeld geebnet haben. Weitaus weniger Frauen sitzen in den Machtpositionen der Institutionen, die Männern als Klasse ihre Macht geben.
    Warum “weibliche Privilegien” besser “wohlwollender Sexismus” genannt werden
    Während FeministInnen zustimmen, dass Praktiken die gemeinhin “weibliche Privilegien” (beispielsweise dass Frauen Empfängerinnen von ‘ritterlichem’ Verhalten sind) genannt werden, Ausdruck der Ungleichheit sind, stimmen sie nicht zu, dass solche Praktiken als eine Form von institutionalisiertem Privileg angesehen werden sollten. Dafür belohnt zu werden, nicht gegen den Status Quo vorzugehen und ein Empfänger von institutionellen Privilegien zu sein, ist nicht das Gleiche. Das System der Privilegien nutzt diese Art von Belohnungen, um sich selbst aufrecht zu erhalten, aber die Existenz der Belohnung ist kein Beweis dafür, dass es selbst ein Privileg ist. Stattdessen benutzen sie den Begriff “wohlwollender Sexismus” um die Praktiken zu beschreiben, da der Begriff sie in den größeren Kontext der sexistischen Traditionen und des Status Quo einbindet.
    Bedenke:
    Es ist nicht nur subjektiv vorteilhaft, in seiner Charakterisierung von Frauen, es verspricht auch, dass die Macht der Männer zum Vorteil der Frauen genutzt wird, wenn sie sich einen männlichen Beschützer mit hohem Status sichern können.

    • Sie, die Feministinnen, scheinen wirklich nicht zu begreifen, daß Männer und Frauen nicht Klassen sind , sondern einzelne Menschenwesen.

      Davon, daß mehr Männer in DAX-Vorständen sitzen als Frauen, haben Maurer Karl Meier oder der Arbeitslose Franz Eikermann genau nix.

      Sie können einfach nicht in einzelnen Menscheneinheiten denken, sie brauchen das Kollektiv. Für sie ist der Mensch nix, Geschlecht aber alles?!

      • Was ich nicht verstehe, der Lightyear könnte hier für Aufklärung beitragen, wenn er möchte:

        Warum habe ich als weisser Mann die Priviligierungen, die andere weisse Männer haben, die stinkend reich sind? Oder anders gefragt, welche Priviligierungen gibt es denn, die bei weissen Männern losgelöst sind, vom Reichtum?

        Das will mir einfach nicht in den Kopf, da kommen dann zwar immer wortreiche feministische Erläuterungen von Hegemonialer Männlichkeit, von einer Dividende die auch ich ausgezahlt bekomme usw.

        Ich hatte die Debatte ja schon mit Bill Gates. Welche Priviligierung habe ich, weil Bill Gates und ich in drei Punkten übereinstimmen: Weiss, männlich, Hetero?

        Okay, okay, ich gehöre zur „marginalisierten“ Männlichkeit ein, es gibt aber das Versprechen das ich trotzdem die Möglichkeit habe zu partizipieren, wenn ich genügend gegen Frauen und andersgeschlechtliche kämpfe. Bitte what? Männer kämpfen untereinander ja wohl genauso erbittert um Positionen und Macht wie mit Andersgeschlechtlichen, aber das ist nicht der Punkt:

        Wenn ich dann mal doch erfolgreich werde und an der Spitze stehe, dann stehe ich doch ceteris paribus nicht durch Leistung und Ergeiz, sondern aufgrund meiner Priviligierung. Weil ich besonders gut mich für das System der Frauenunterdrückung ect. verdient gemacht habe.

        Die femininistische Priviligientheorie geht also letztlich davon aus:

        1. Männer können nie durch eigene Leistung erfolgreich sein.
        2. Frauen können immer nur durch Partizipation an hegemonialer Männlichkeit erfolgreich werden.

        Das ist doch letztlich der Nukleus der Theorie. Eine Merkel wurde Kanzlerin, weil sie eben ihre Weiblichkeit konsequent unterdrückte oder so. Sie wäre als Frau* nie nach oben gekommen, sie musste sich anpassen und „Männlichkeiten inhalieren“ wie strategisches Geschick oder Ausboten von anderen.

        Frau Merkel hat keine eigene Leistung daran, dass sie Kanzlerin geworden ist, es ist allein ihrer Anpassungsfähigkeit im System der hegemonialen Männlichkeit zu verdanken! Was für eine Theorie.

        Wie sagt man hier so schön?

        Unterkomplex?

        Genau das.

        PS: Ich erkenne und fühle keine Priviligierung aufgrund der Tasache, dass es reiche weisse Männer gibt. Mir wird auch nichts geschenkt, ich werde belohnt! Belohnt für Einsatz und Commitment im Job, für Leistung und für Verantwortungsübernahme. Und wenn ich dann Träger von Insignien von Macht/Erfolg bin, dann werde ich priviligiert! Neue Erkenntnis? Wenn ich im Anzug mit teurer Uhr in ein Restaurant gehe, werde ich anders bedient als im Jogginganzug und ungepflegt. Ach!

        PPS: Meine zentrale Frage für die Debatte: Wie trennen Feministinnen zwischen Priviligierung aufgrund des männlichen Geschlechts und aufgrund von Status/Reichtum?

        • Das Argument ist wahrscheinlich recht simpel (und „untetkomplex“)

          „Die Gruppe ist privilegiert, die Gesellschaft weist dem einzelnen rechte nach seiner Gruppe zu, also muss der einzelne für rechte haben, die seine Gruppe hat“

        • >>“Die Gruppe ist privilegiert, die Gesellschaft weist dem einzelnen rechte nach seiner Gruppe zu, also muss der einzelne für rechte haben, die seine Gruppe hat“

          Dann wäre ja das Vorhandensein von Männern an der Spitze der Gesellschaft eben nicht Ursprung der Priviligierung, sondern allein das Mannsein der Menschen die priviligiert werden. Das Männer an der Spitze sind ist Resultat ihrer Priviligierung und nicht die Ursache (Hegemonale Männlichkeit a la Connell)

          Keine Priviligierung von oben her, sondern von unten. Erst die Priviligierung des Mannseins führt zu den dominanten Männlichkeiten an der Spitze. Wie erklären wir Frauen an der Spitze? Na die haben ihre Weiblichkeiten unterdrückt, oder sie partizipieren an den Dividenden ihrer hegemonialen Männer.

          Bleibt die Frage offen, woher kommt dieser Mechanismus, diese Höherschätzung, diese Priviligierung von Männern aufgrund ihres Geschlechts. Woher kommt die Kultur der männlichen Priviligierung? Wann und warum wurde aus der partnerschaftlichen Menschheit ein patriarchales Gefängnis für alle Nicht-Männer?

          Erklärungen:

          1. Männer haben biologisch mehr Tendenz zum Unterdrücken, qua Geburt das herrsüchtige und egozentrische Geschlecht. Es ist die Natur des Mannes zu unterdrücken.

          2. Frauen sind von Natur aus die perfekten Unterdrückten, ausgestattet mit Demut und Selbstzweifeln. Es ist also die Natur der Frau unterdrückt zu werden

          Erklärungen abgelehnt, alles Kultur laut Gender Feminismus.

          Okay, dann also:

          1. Wann wurde die Kultur der Frauenunterdrückung so wirkmächtig, dass sie quasi das Perpetuum Mobile wurde, das wir heute nur DANK der Feministinnen erkennen? Was haben eigentlich die Urfrauen gemacht, als vor 4000 Jahren das Patriarchat die Macht übernahm? Wie sah die Gesellschaft davor aus? Warum die Abkehr von der Partnerschaft? Und wenn wir das nicht mehr wissen, WELCHE Auswirkungen kann etwas, dass wir nicht mehr wissen, auf heutige Kultur haben?

          Klar, biologisch gibt es Pfadabhängigkeiten, die größte: Frauen kriegen Kinder, Männer nicht. Aber wie kann uns etwas kulturell beeinflussen, was wir nicht wissen? In der Geschichtswissenschaft sprechen wir gerne von „kollektiven Gedächtnissen“, aber wir stellen immer häufiger fest: Diese irren sich, und verzerren. Und mit dem Mythos von den Trümmerfrauen habe ich hier eines angeführt, dass eben Frauen ein schmeichelhaftes Bild gereichte. Es gibt auch einige Mythen die Männern positiv gereichten, siehe den „Schwachsinn“ der Frau. Aber diese werden genauso aufgedeckt, es gibt hier keinen blinden Fleck.

          Einzige Erklärung also für mich für die Mannseinpriviligierung:

          Eine biologische Pfadabhängigkeit, es ist die Natur der Frau unterdrückt zu werden.

          Das ist aber Unsinn, das lehnt selbst Gender Feminismus ab. No Nature!

          Aus meiner Sicht führt jede Erklärung für die Priviligierung des Mannseins letztlich zu schlimmen Biologismen. Einfach weil es keine kultruelle Erklärung dafür geben, dass Frauen mithin die Hälfte der Menschheit sich der anderen Hälfte einfach so unterwirft. Denn entweder waren die Männer natürlich gewiefter als Frauen, die nicht erkannt haben was mit ihnen gerade passiert, oder die Männer waren einfach natürlich Empathieloser, machtbessener mithin qua Geburt der schlechte Mensch.

          Was. für. ein. Irrsinn.

          ———

          Wenn man das Modell an einer kleinen Stelle erweitert, dann würde aber alles plötzlich Sinn machen: Frauen hatten und haben auch Priviligierungen.

          Wenn wir plötzlich anfangen würden, nicht von einseitigen sondern interdependenten Geschlechterverhältnissen auszugehen, dann kommt Sinn in die Priviligierung des Mannseins, denn das Mannsein bekommt plötzlich auch Kosten. Kosten die von Priviligierungen der Frauen herrühren: Qualifikationsdruck, Verantwortungsübernahme, Einsatz- und Kampfbereitschaft und unterdrückte Emotionalität um dadurch in Krisensituationen Handlungsfähig zu bleiben.

          Das ist m.E. die wichtigsten Kosten des Mannseins, und die wichtigsten Priviligierungen der Frauen. Das müssen sie nämlich nicht leisten.

          Alles was wir sehen ist also kulturelle Überformung. Die Prädominanz der Männer in der Kampfarena um Ressourcen (Geld, Position, politische Macht) und die Prädominanz der Frauen in der Kampfarena um Soziales (Sex, Reproduktion, familiäre Macht). Frauen haben auch Macht, horrende sogar. Ich muss dann immer an Vorstandssitzungen in japanischen Firmenzentralen denken. Wer ist der mächtigste Mann im Raum? Die die aufgeregt debattieren und sich fetzen? Nein! Der derjenige, der fast anteilsnahmslos in sich versunken daneben sitzt. Nicht die Lautsprecher, die höchste Autorität ist der Schweigende, denn wer er das Wort erhebt, fällt die Entscheidung! Er sagt am wenigsten, denn er hat das letzte Wort! Will sagen, was ist denn wenn es Frauen ganz genehm ist, wenn die Männer sich in der Kampfarena um Ressourcen austoben? Sie schweigen….treffen aber letztlich die Entscheidung, nämlich darüber wer der Lautsprecher das beste Angebot gemacht hat….

          Aber diese streng getrennte Dualität gerät nun ins Wanken. Vollkommen zurecht und absehbar! Aber nicht etwa durch Feminismus, nein! Durch Wohlstand!

          Es ist der Wohlstand unserer Zeit in unseren Breiten die die sog. „Geschlechterrollen“ ins Wanken bringt. Mit dem Unterschied, dass die Grrrls in den letzten Jahrzehnten sich Zugang zur Kampfarena der Männer erstritten haben. Die Kampfarena der Frauen ist bislang weitesgehend unangestastet und Feministinnen spüren, dass wir vor einer Zäsur stehen. Adrian formulierte: „Was passiert wenn Männer das Investment nicht mehr bereit sind einzugehen“, als ein Sex nicht um jeden Preis?. Ich würde noch ergänzen, was passiert wenn Männer anfangen sich Zugang zur Kampfarena der Frauen zu verschaffen? Familie vor Karriere setzen, wenn sie mehrheitlich nicht mehr um Ressourcen in der Karriere kämpfen, wenn das Angebot der Männer kleiner wird, und Frauen sich mit weniger zufrieden geben müssen?

          Wir sehen wie sehr sich dagegen gewehrt wird. Da wird der Väteraufbruch als rechtsradikal diffamiert, da werden feministische Gegenstrategien entwickelt, in den KiTas geht die Angst um vor männlichen Erziehern die Frauen die Jobs streitig machen, Feministinnen verteidigen wie Hyänen das Unterhalts- und Familienrecht, Männer haben keinen Bock mehr für die Landesverteidigung Verantwortung zu übernehmen und und und.

          Das also, was so Leute wie Lightyear bei Männern postulieren, nämlich die „Angst und Aggression ausgelöst durch Priviligienverlust (in ihrer Kampfarena)“ zeigt wie richtig Feminismus liegt, sehen wir also auch auf der anderen Seite. Und jetzt kommt die Zeit, in der Feministinnen ganz stark sein müssen. Indem nämlich die Zeit des Ungleichgewichts beendet wird und Männer ebenso in die Arena der Weiblichkeit eindringen und die Macht und den Einfluss von Frauen im Sozialen streitig machen werden. Das wird der Sexismustest für den Feminismus, für die Lüge von der „Gleichstellung“ und

          Die nächsten Jahrzehnte versprechen hochspannend zu werden. Prognose: Frauen werden sich wieder aus der Arena der Männer zurückziehen, da sie nicht bereit sind diese hohen Preise in ihrer eigenen Arena zu zahlen. Tja und was macht dann der Empauerment-Feminismus? Schon heute versteht dieser nicht seine weibliche Klientel, die immer konservativer und immer „mädchenhafter“ wird….

          Der Historiker weiß, wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Und solange Feministinnen sich an dem „Backlash“ abarbeiten, der durch die nazistische Masku-Troll und Hegemoniale Männlichkeit ausgelöst sei, desto eher werden sie verschwinden…

        • Übrgens, die Titelseite der TAZ von heute:

          https://dl.taz.de/taz/shop/download_action.php?model=20100&typ=seite1

          Genau das was ich beschrieben habe, was passiert wenn Männer anfangen sich in der Ressourcenkampfarena nicht mehr kaputt machen zu wollen, sondern in die Arena der Frauen eindringen. Läuft dann alles weiter wie geschmiert?

          Lady Bitch Rey hat es auch auf die Seite geschafft, eine echte Karrierefrau die den Männern die Arbeit abnehmen wird?

        • Männer unterdrücken doch nicht Frauen, wo denkst du hin?
          Frauen unterdrücken Männer, ist doch ganz klar, es gab ja niemals ein Patriarchat. Das sind ja alles nur Lügen des Feminismus.

          Frauen bilden sich schließlich Vergewaltigungen und die schlechter Behandlung doch nur ein. Du männerdiskriminierer!

        • @lightyear

          Die Lösung ist schlicht weniger in Gruppen zu denken. Weder unterdrücken Männer Frauen noch unterdrücken Frauen Männer. Und Vergewaltigungen sind sehr selten.

        • Ein Pudelchen … der einzig gute … und starke … 🙂

        • @ Licht

          Du kannst wirklich nur in Gruppen denken? Gehören für Dich wirklich vergewaltigt werden und Frau zusammen?

          Wie erklärst Du das längere Leben der angeblich schlechter Behandelten?

        • „Du männerdiskriminierer!“

          Thx für deine differenzierte, inhaltsreiche und schlüssige Meinung. Ich entschuldige mich förmlich bei dir für meine offensichtlichen Denkfehler.

          🙂

          Du hast gar nicht die Kapazität um zu erkennen auf welchem Holzweg du dich befindest. Typischer Ideologiemitläufer…

          Und bevor du mimimimierst, kannst du ja auch inhaltlich was Posten….Achso, na stimmt dein Blog. Da kann ich ja nachlesen. Lächerlich lightyear!

  3. Nur ganz kurz, da ich nicht viel Zeit habe:
    Die Behauptung, Frauen könnten keine Privilegien haben, kann in vielerlei Hinsicht widerlegt werden.
    Einen Eintrag für ein passendes Beispiel hatte ich mal auf Geschlechterallerlei gepostet: https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2014/11/17/nur-fur-frauen/

  4. Gibt es einen Unterschied zwischen „Definitionsmacht“ und „Ich will nicht diskutieren. Ich will recht haben.“?
    Wenn ja, finde ich ihn alles andere als offensichtlich.

  5. Vielleicht zunächst mal die Definition:
    „Male Privilege sind Vorteile, die Männer allein durch ihr Mann-sein in unserer Gesellschaft gegenüber Frauen haben.“

    Welche Vorteile sind das?

    • Welche Vorteile?

      Wenn’s bei Männern nicht so läuft, sind sie selber Schuld. Können daher auch selber was ändern.

      Wenn’s bei Frauen nicht klappt, ist es die Gesellschaft, das Patriarchat usw … aber niemals sie selber. Sie können also nix gegen machen. No Chance.

      Frauen sind wie gefesselte Geiseln oder wie unmündige Kinder, die ohne Ausweg in der Hölle auf Erden leben.

      Ich glaube so etwa ist das wohl gemeint … 🙂

    • Na zum Beispiel, dass sie nachts durch dunkle Straßen gehen können, ohne Angst zu haben, weil es ja egal ist, ob ihnen was passiert.
      Das ist doch toll.

      Oder dass sie ohne Vorurteil jeden Beruf ergreifen können, den sie wollen, in dem sie dann den Rest ihres Lebens malochen, um die Frau zu Hause zu ernähren.
      Find ich auch super.

      Auch auf der Straße nie vom anderen Geschlecht angesprochen zu werden, es sei denn für eine Unterschriftensammlung zur Rettung inkontinenter Pandabären in den Anden, ist voll der Vorteil.

    • Welche Vorteile sind das?

      Dass Männer sich nicht allmonatlich mit ihrer Menstruation herumschlagen müssen.

      • Dafür dürft ihr problemlos mit Männern vögeln. Das würde für mich alles aufwiegen.
        Was mir dabei aber nicht in den Kopf geht: Viele Frauen wollen das gar nicht! Absurde Welt.

        • Darfst du doch genauso – OK, die Auswahl dürfte geringer sein, und für heterosexuelle Männer gar nicht erstrebenswert.

      • „Dass Männer sich nicht allmonatlich mit ihrer Menstruation herumschlagen müssen“

        Gut, das war anatomisch nicht möglich.
        Aber dafür hat meine Mutter mir besonders zünftige Migräne-Attacken vererbt.

        • Tja, manche Krankheiten können jeden erwischen.
          Gute Besserung!

  6. Was ich an der „Privilegientheorie“ ja besonders absurd finde: Feministinnen insistieren beständig darauf, dass Männer als Inhaber von Privilegien diese so sehr verinnerlicht haben, dass sie diese nicht als Privilegien wahrnehmen. Gleichzeitig behaupten Feministinnen aber von sich, Frauen hätten keinen Privilegien.

    • Stimmt, das ist mir bislang noch nicht aufgefallen 😀

  7. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/dihk-studie-wirtschaft-unzufrieden-mit-bachelor-absolventen-a-1030095.html

    Hier ist gerade etwas mächtig im Anrollen, was unsere Frauen-sind-unterpriviligiert-Fraktion noch mächtige Kopfschmerzen bereiten wird. Denn natürlich reden wir allen Frauen heute ein, sie seien die bestausgebildetste Frauengeneration aller Zeiten, vor dem Bildungserfolg der Frauen müsse man sich verneigen, Frauen wissen (tatsächlich) also alles besser und Jürgen Trittin wusste schon zu berichten: Frauen sind das begabtere Geschlecht.

    Das ist natürlich alles keine Priviligierung von Frauen. Mit den heutigen Absolventenzahlen rechtfertigen neunmalkluge Feministinnen heutzutage sogar Quoten für Aufsichtsräte. Gerade für mich mit historischer Vorbildung und Anhänger des Denkens in langen Reihen und Wellen ein Unding. Denn natürlich ist die Männergeneration die gerade im Berufsleben steht besser ausgebildet und engagierter als die Frauen. Wer käme auf die Idee mit 23-Jährigen Studienabsolventen die Unterrepräsentanz in Aufsichtsräten (Durchschnittl. Alter 61, jahrzehntelange Betriebsangehörigkeit) zu bemängeln? Oh ja, ich weiß….

    Na also, die Bachelorabsolventen erfüllen nicht die Erwartungen der IHK befragten Unternehmen, siehe Artikel. Dies gelte besonderes in der Tourismus- und Gesundheitsdienstleisterbranche. Haha, ausgerechnet in hyperfeminisierten Studienfächern also (Es ist üblich, dass die Frauenanteile für Tourismusmanagement und Gesundheitsmanagement bei regelmäßig über 95 Prozent liegen). Moin Reiner! Was für ein Zufall.

    Es geht mir nicht darum Studienleistungen von Frauen abzuwerten. Es geht mir darum, dass Studienleistungen von Männern nicht mehr abgewertet werden. Irgendwie scheint es doch Konsens zu sein, dass die Jungs halt dümmer sind und daran auch noch selbst schuld während Frauen alles besser können, von sich aus mehr Leistung erbringen.

    Die Realität wird zeigen, dass dieses für Frauen sehr vorteilhafte Narrativ nicht zu halten ist. Die sind genauso stinkend faul und Inkompetent wie der ein oder andere männliche Student. Kein begabteres Geschlecht also, sondern lediglich ein befördertes ein priviligiertes Geschlecht.

    • Wir haben das doch bereits in der Politik sehen können, einem Feld, das sich Frauen bereits relativ früh „erobert“ haben. Sind Frauen in der Politik in irgendeiner Weise kompetenter als Männer? Ist Merkel besser als Schröder oder Kohl? Andrea Nahles, Katja Kipping? Claudia Roth, Manuela Schwesig, Ursula von der Leyen? Margarat Thatcher? Golda Meir? Benazir Bhutto?

      • Adrian, Politik ist noch mal ein spezieller Sonderfall. Es hat sich mittlerweile eine Sachbearbeiteratmosphäre eingestellt, die nicht mehr feierlich ist. Kein Ausscheren, keine Debatte, sondern nur noch Konsens. Und schweigen. Frauen machen zwar nicht die Merheit im Parlament aus, aber der Wandel ist in der Merkel-Republik klar erkenntbar, früher war mehr Lametta.

        Ich hatte das vor einigen Wochen anhand dieses Artikels gezeigt:

        http://www.zeit.de/2015/10/gleichstellung-politik-cdu-spd-marcus-weinberg-soenke-rix

        >>“Wenn Kollegen mal einen Spruch über Frauen machten, werde man gleich fragend angeschaut, sagt er, nach dem Motto: Darf man das eigentlich noch? Was sagt der Weinberg dazu? Spätestens seit den missglückten Dirndl-Komplimenten des früheren FDP-Fraktionschefs Rainer Brüderle seien die Kollegen verunsichert. Und weil Unionsfraktionschef Volker Kauder mit einem abfälligen Spruch über Schwesig (sie solle nicht „so weinerlich“ sein) der Familienministerin zu steigender Beliebtheit verhalf, gilt auch arrogantes Dominanzgehabe gegenüber Frauen als toxisch für Männer, die noch etwas werden wollen.“

        So kommt nämlich die verkorkste Gleichstellungspolitik heraus, die wir heute haben. Und das wirkt sich auch in andere Bereiche aus. Während harte Debatten als „testosterongeschwängerte Hahnenkämpfe“ diffamiert werden, suchen wir das Heil in einer weiblichen Konsensdemokratie.

        Dabei braucht es beides, erst durch Streit und Debatte kann wirklich neues entstehen, dass dann durch Konsens zusammengeführt wird. Heute gibt es aber Sprech- und Denkverbote, im Parlament.

        Und Feministinnen die von einer Unterpriviligierung von Frauen sprechen. Die „Macho“-Karte ist mittlerweile eine enorme Waffe die Politikerinnen gegen mänliche Politiker einsetzen können.

    • „Irgendwie scheint es doch Konsens zu sein, dass die Jungs halt dümmer sind und daran auch noch selbst schuld während Frauen alles besser können, von sich aus mehr Leistung erbringen.“

      Das wäre ja nicht mal das Schlimmste, wenn Frauen tatsächlich für die unterstellte „Dummheit“ der Männer in die Bresche springen würden.
      Stillschweigend erwarten sie dann aber doch von Männern, dass diese im Zweifelsfall die Kastanien aus dem Feuer holen. Der Feminismus behandelt den Mann wie einen Packesel, der ob seiner „Dummheit“ gescholten und gepeitscht wird, von dem man aber dennoch erwartet, dass er den Karren, auf dem die Frau sitzt, weiterzieht.

      • Schönes Bild!

        Wird Zeit, dass der Esel nicht mehr weitergeht und sich in seine stundenlange Verhaltensstarre begibt.

        • Solange es Sex noch als Anreiz gibt, wird es immer Esel geben, die den Karren ziehen.
          Ich halte es übrigens für keinen Zufall, dass sich die Männerrechtsbewegung mit dem Aufkommen von für alle zugänglicher Internetpornografie formiert hat. Sex sells – aber nicht mehr teuer wie früher. Der Markt ist gesättigt. Und unsere Frauen bekommen das zu spüren.

        • Und wir können, ein Blick in die Zukunft werfen. Was geschieht mit Frauen, wenn Männer bemerken, dass man Frauen zum Leben nicht braucht? Wenn die Investition sich nicht mehr lohnt?

        • Ist das nicht mit mgtow bereits der Fall?

        • @ petpanther
          Ja, mgtow ist da wohl ein Anfang. Der Beginn der Emanzipation von Männern. Der Beginn der Emanzipation von gesellschaftlichen Rollenerwartungen und weiblichen Ansprüchen.

        • @Adrian

          Seh ich ähnlich.

          Find’s im übrigen amusant, dass viele das, in dieser Einfachheit trocken ausgedrückt, noch nicht wirklich bemerkt haben.

    • „Dies gelte besonderes in der Tourismus- und Gesundheitsdienstleisterbranche. “

      dazu: http://genderama.blogspot.de/2015/03/lesermail-diskriminierung-von-jungen.html :

      „Fachbereich Tourismus und Veranstaltungswesen… Ich habe deshalb entschieden, männlichen Bewerbern grundsätzlich 0,7 zu ihrer Abiturnote zu addieren, um diesen systemimmanenten Fehler auszugleichen. … Wir fahren gut mit unserer Vorgehensweise, mit der wir uns um gleichmachungsfreie Gleichbehandlung bemühen.“

      • Geil, danke für den Hinweis.

  8. Der Begriff „Privileg“ bezeichnet die Vorrechte der feudalistisch-ständischen Gesellschaft, die von der bürgerlichen Revolution weitgehendst beseitigt wurden. Erst in unserer Zeit hat der Begriff eine Umdeutung erfahren, dahingehend, dass „Privileg“ jetzt umgangssprachlich „gewährter Vorteil“, „erwiesener Gefallen“, ja „Glück gehabt“ bedeuten kann.

    In der üblichen Doppeldenk-Manier scheint mir der Feminismus „Privileg“ als propagandistischen Kampfbegriff zu nutzen, um angebliche „Gleichheit“ durch das Durchsetzen von tatsächlichen Privilegien für sich zu erreichen. Sein Ziel scheint daher eine neofeudalistische Gesellschaft zu sein.

    Die Angriffe des Feminismus richten sich daher gegen alle Bereiche, wo Gleichheit und „Meritokratie“ herrscht, zB gegen den Rechtsstaat („rape culture“), Computerspiele („gamergate“).

    Hoffe nicht zu sehr gelangweilt zu haben 🙂

    • Ne.

      Ganz gut hervorgehoben.

      Geht immer nur um das Erschleichen von Privilegien für Frauen und Diskriminierung von Männern. Und richtig, überall wo echte Gleichheit und echter Wettbewerb herrscht muss deshalb angesetzt werden.

      Das Ganze muss dann aber moralisch bemäntelt werden. Daher muss Deutungshoheit propagandistisch auch mit Großunterstellungen und -Lügen angestrebt werden. Und das geht nur über Rassismus-artigen Opfer-Sündenbock, weil die Leut sonst die kognitive Dissonanz bemerken.

      Historisch kratzt man sich, dann den Kopf wie das nur passieren konnte. Immer wieder. Man scheint hier nicht nur nicht lernfähig zu sein, sondern auch dieses Schema nicht wahrhaben zu wollen.

      Das Hinterhältige ist ja, dass das immer an zeitgenössisch hoch im Kurs stehende Werte und damit zusammenhängende Emotionen und Instinkte anknüpft. Sonst würd’s ja auch nicht funktionieren.

      • Dazu noch ein Gedanke:

        Es geht immer um das Benutzen von, Errichten von und Projezieren von vermeintlicher Schuld, Opfer-Sündenbock eben.

        Dies geht nur über Missbrauch von Werten und Unterstellungen.

        Ist nun ein Infernal vorbei so will man lernen und grenzt sich durch Schuldzuschreibung davon ab. Daraus entsteht ein „Wertekomplex“.

        Und der wird wiederum zur Errichtung einer bemäntelten Machtstruktur pervertiert.

        Eine Art Wellenbewegung in der Faschismus-artiges immer auf der Gegenseite wächst und dann in den Höhepunkt kommt.

        (Mephisto zu Faust: „Wußest du das nicht? … Das Böse kommt immer in Kleidern des vermeintlich Guten“)

      • Vor gar nicht allzulanger Zeit waren die Romane Orwells sehr beliebt und in aller Munde. Hätte das nicht immunisieren sollen? Anscheinend nein.

        Die Moralisierung, die hier stattfindet, der wesentlichsten Werte unserer Zivilisation, nämlich „Gerechtigkeit“, „Wahrheit“ und „Gleichheit“ und deren Verkehrung lassen das schlimmste befürchten. Bildlich gesprochen: kommt da nicht ein fetter Meteor aus der Sonne auf uns zu…? 😦

        Die Art der Verdrehungen, die der Feminismus benutzt, erinnern mich extrem stark an den Antisemitismus (der noch verdrehter ist). Von dem Interesse an letztem komme ich übrigens zu diesem Thema hier.

        • Yup. Den Eindruck dieses „Meteors“ hab ich auch.

          Das greift auch weiter. Mit Feminismus als zerstörender Katalysator. Ein Brecheisen dazu.

  9. Definitionsmacht: Haben die Feministinnen. Warum: Weil wir den Opfern gegenüber wohlwollend gesinnt sind. Und Opfer sind Frauen. Und weil wir eine empathische Gesellschaft sind. Emotionale Intelligenz und so. Also hören wir den Opfern zu. Und das sind (wie gesagt) die Frauen. Und den Benachteiligten, Diskriminierten und Unterdrückten. Das sind auch die Frauen.

    Das wird dann von den Feministinnen schamlos ausgenützt: Man wählt extrem umfassende Definitionen. Jeder Blick in Richtung eines beliebig aufreizenden Blickfangs in Form eines Dekolletee/Minirock/etc ist eine sexuelle Belästigung. Das führt dann dazu, dass eine schockierend hohe Zahl von Frauen Opfer sexueller Belästigung sind. Journalisten übernehmen dann dankbar diese Zahl.

    Von Feministinnen wurde ja auch schon vorgeschlagen, die Definitionsmacht der Frauen noch etwas auszudehnen: Bei einer behaupteten Vergewaltigung solle man doch einfach der Frau glauben. Dass eine Frau lügt, komme ja so gut wie gar nicht vor.

    Privilegien: Früher hatten Frauen tatsächlich weniger Rechte, einige Privilegien hatten sie aber schon immer: Sie bekamen die weniger strenge Arbeit oder im Notfall „Frauen und Kinder zuerst“.

  10. Gute Gelegenheit für schamlose Eigenwerbung: Über das feministische Theorem, männliche Privilegien seien so selbstverständlich, dass sie gar nicht mehr wahrgenommen werden, also „unsichtbar“ seien:

    http://der-juengling.blogspot.de/2015/02/feministische-argumentationsformen-2.html

    • Das geht nahtlos über in:
      Wenn du ein Mann bist, so die „Logik“ bzw die Ideologie, *kannst* du gar nicht anders als blind über deine „Privilegien“ sein. Denn „das Sein bestimmt das Bewusstsein“! Genau deshalb ist auch alles Persönliche politisch.
      Daher muss das männliche Geschlecht weg. Dies ist möglich, da es ohnehin nur eine soziale Konstruktion (des Patriarchats) ist…. Wer sich dagegen wehrt, steht auf der falschen Seite der Geschichte.

      Offensichtlich ist diese Ideologie in allen Formen ein reiner Glauben, dem man mit Rationalität, Verstand, Vernunft beikommen kann.

  11. http://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/kultur/201504/218716.html

    Hier sagt Annika Frahm vom Hebbel-am-Ufer Theater, das gerade das „Männlich Weiß Hetero“-Festival veranstaltet:

    „Das ist natürlich auch ein bestimmter Druck, der mit solchen Privilegien kommt, weil es bestimmte Erwartungen gibt, an ein bestimmtes Männerbild, an eine Rolle, die gespielt werden soll, das ist alles konstruiert, das ist ja nichts, womit man geboren wird und was dann schon da ist, sondern diese Privilegien sind ja auch konstruiert, gesellschaftlich, und gehen einher mit einem bestimmten Erwartungsdruck“

    Also sind die zahlreichen Priviligien der Männer doch keine Vorteile?

    —-

    Feminismus der Gegenwart verliert sich ob der mangelnden Frauendiskriminierung zunehmend in die absonderlichsten Verirrungen.

    Priviligien schaden Männern. Männliche Priviligien schaden anderen. Frauen haben keine Priviligien. Eine Priviligierung von Frauen ist kein Privilieg (Frauenquote zB.). Und und und.

    Zirkulärer Unsinn der immer offensichtlicher wird.

    Man sieht das ja formschön an Lightyears Blog. Hastig zusammen(ab)geschriebene Ausführungen von feministischen Autoritäten, von den Inhabern der absoluten feministischen Sapientia, ohne eigene Gedankengänge. Man liest förmlich das Unverständnis des Autors aus den Zeilen. Wie ein Zweitsemesterstudent im Grundstudium kommt dann an zwei oder drei Stellen so etwas wie eine eigene Meinung, wie Gegenrede, aber eben nur kurz, abgehackt, unausformuliert.

    Die Funktion der Kritik ist bei ihm die Legitimation des Gesamtgeschrieben! Einem Erkenntnisinteresse dient die Kritik nicht, soll sie auch gar nicht. Und so tritt er dann hier auch auf. Mit kurzen drei Zeilern und viel Jammern, unfähig die Debatte aufzunehmen und eigene Gedanken zu entwickeln, mithin die Wirklichkeit mit den Theorien zu spiegeln.

    Das ist keine beschreibende Soziologie mehr, das ist der Sozialkonstruktivismus, das Sozialingenieurwesen der heutigen Zeit in der Soziologie.

    Kein Wunder, dass für eine Feministin wie Annika Frahms „Weiße-Männlich-Heterosexuelle Priviigien“ Vorteil- und Nachteil von Männern zugleich sind.

    Alles und nichts. Sein und Nichtsein. Feminismus als Karikatur der Irrationalität…leider sehr zeitigeistig!

    • Folgender Kommentar (zum Freie Welt Artikel):

      „sttn sagt:

      22. April 2015 um 15:06

      Jeder vernünftige Mensch fragt sich wie Rassismus entstehen kann. Jetzt erleben wir das live. Die nächste Stufe ist die Ausrottung der weißen Männer, oder?

      … und das all das von der öffentlichen Hand gefördert wird, wundert mich nicht.“

      Opfer-Sündenbock.

      Ich habe das ja bereits mehrmals geschrieben. Das ist eine zeitgenössische Form von Faschismus. Und der ist naturgemäß immer irrational und von Lügen getragen.

      In den Supranationalen Orgas, Regierung, Institutionen und Medien installiert.

      • Hauptsächliches Instrument ist der Genderismus, der als aktiver Sozialkonstruktivismus allem und jedem vorgeschaltet werden kann natürlich ein totalitäres Herrschaftsinstrument ist.

        Und bereits genauso über anti-säkulare Leitkulturanmassung GM, Aushebelung des GG (aktiver Ermächtigungsparagraph Art 3 Abs 2, genderfeministische Verfassungsrichter) installiert ist.

    • Die Privilegien sind an die Erfüllung von Rollenerwartungen gebunden. Erfüllt man diese nicht geht man dieser Privilegien weitgehend verlustig.

    • Aus dem Beitrag von Nadine Kreuzahler in „“
      von @Teardown verlinkt

      Über die „heterosexuellen weissen Männer“, die dargestellt würden schreibt sie:
      „Sie sind aus der Bahn geworfene Archetypen der Männlichkeit.“

      Der Begriff „Archetyp“ stammt von CG Jung, dem New-Age – Säulenheiligen der faschistischen Rechten, der Hitler zustimmend für den „archetypischen“ Ausdruck des deutschen Geistes hielt. Ich denke, nur aus diesem Grund wird Jung und sein irrationales Psychologiegeschwurbel weiterhin „verehrt“

      „“Männlich Weiß Hetero“ verspricht ein inspirierendes Labor zu werden, das viele Fragen aufwirft, ohne eindeutige Antworten zu garantieren.“

      Fragen zu GC Jung? Dann „take a walk on the dark side“…

      http://mysticbourgeoisie.blogspot.de/2008/12/take-walk-on-dark-side.html

  12. Definitionsmacht:

    das Recht des vermeintlich schwächeren bzw. des irgendeiner wie auch immer gearteten Minderheit angehörenden Rezipient einer nicht zwingend an Ihn gerichteten Nachricht darüber zu bestimmt wie der Sender diese Nachricht gemeint hat, unabhängig davon was die wirkliche Intention des Senders war.

  13. Ich habe aus meinen inzwischen zu groß gewordenen Seiten den Abschnitt über meine Wahrnehmung der feministischen Privilegientheorie in eine separate Seite gepackt und geringfügig überarbeitet (wer es schon kennt, braucht es nicht noch mal zu lesen bzw. allenfalls den Abschnitt über den Begriff Privileg): http://maninthmiddle.blogspot.com/2015/04/feministische-privilegientheorie.html

    Es ist nicht ganz einfach zu entscheiden, was „der Feminismus“ unter Privilegientheorie versteht. Nach meiner Beobachtung ist es gar keine Theorie im Sinne einer sozialen Theorie, die bestimmte soziale Ursache-Wirkungs-Ketten beschreibt. Ich halte es für ein Argumentationsmuster, mit dem Machtansprüche mit viel Pseudologik und Doublespeak generiert werden sollen.

  14. Hypothese zur feministischen „Definitionsmacht“:

    Die Definitionsmacht des heutigen Feminismus beruht auf Indoktrination mit Gehirnwäsche-ähnlichen Methoden und ist strikt hierarchisch. Er wird den Rezipienten im direkten persönlichen Kontakt vermittelt.

    Im freien Diskurs (Bücher, Artikel) ist er nicht fähig zu überzeugen und übt auch keine „Definitionsmacht“ aus.

  15. Privilegien

    Die Privilegiendiskussion ist eine reine Neiddiskussion. Seit jeher gilt: Mitleid gibt es umsonst, Neid muss man sich erarbeiten. In diesem Sinn hätten die Männer sich alle Privilegien wohl verdient, wenn sie denn welche hätten…

    Definitionsmacht

    Der ganze Diskurs wird über die Massenmedien getrieben, welche das als Reizthema im Sinne der Aufmerksamkeitsökonomie gezielt einsetzen. Eine wie auch immer geartete Definitionsmacht in diesem Diskurs ist daher von den Massenmedien zweckgebunden zugewiesen.

    Interessanter wäre die Beleuchtung der Definitionsmacht der Frauen bei der Ausgestaltung der Geschlechterrollen. Aber vielleicht kam das ja schon mal als Thema…

    • @peter

      „Die Privilegiendiskussion ist eine reine Neiddiskussion. Seit jeher gilt: Mitleid gibt es umsonst, Neid muss man sich erarbeiten. In diesem Sinn hätten die Männer sich alle Privilegien wohl verdient, wenn sie denn welche hätten…“

      DAs ist das eine. Ein anderer wichtiger Punkt scheint mir Schuldverlagerung und die eigene Entlastung zu sein: Mit der Privilegientheorie sind die Besseren Schuld, weil sie ihre Privilegien nicht hinreichend hinterfragen. Sie haben etwas unverdientes, was sie unbilligerweise nutzen. Man selbst hatte einfach nur das Pech, nicht privilegiert zu sein, darf aber verlangen, dass die anderen sich ändern. Es spricht einem frei davon, dass man nicht hinreichend versucht besser zu werden.
      Den wert der opferstellung sieht man in dem hier besprochenen Artikel schön:
      https://allesevolution.wordpress.com/2015/01/28/whitepassing-ist-auch-kein-privileg/

  16. Passend zum Thema ein Artikel aus „Freie Welt“:

    In Europa und Nordamerika hat man ein neues Feindbild entdeckt: weiß, männlich, heterosexuell – der westliche Durchschnittsmann. Er sei privilegiert. Die Fixierung auf dieses Feindbild ist kurios.

    Es ist ein Phänomen, das nicht auf Feministinnen, Studentenbewegungen und alternative Milieus beschränkt ist. Sowohl in den USA, Kanada, Australien und in vielen Ländern Europas wird ein neues Feindbild populär. Der Grundgedanke: Alles Übel dieser Welt ist Schuld des weißen heterosexuellen Mannes, sozusagen des westlichen Durchschnittsmannes. Er sei verantwortlich für alle Kriege, für Armut, für Unterdrückung, für Rassismus und für die Benachteiligung der Frauen.

    Der weiße heterosexuelle Mann, so die Grundannahme, sei das privilegierte Wesen schlechthin. Daher müsse der Kampf für soziale Gleichberechtigung primär gegen ihn geführt werden. Dessen Opfer seien die Frauen sowie alle sexuellen und ethnischen Minderheiten.

    http://www.freiewelt.net/reportage/feindbild-durchschnittsmann-10058463/

  17. […] 23.04 Privilegientheorie und Definitionmacht […]

  18. […] 23.04 Privilegientheorie und Definitionmacht […]


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