Frühere Straffreiheit der Vergewaltigung in der Ehe?

Vor kurzem war ein Jubiläum, zum 1.Juli 1997 war der geänderte  Vergewaltigungsparagraph in Kraft getreten, der nunmehr auch die Vergewaltigung in der Ehe als Vergewaltigung strafbar sein ließ. Anlässlich dieses greift die SZ das Thema auf.

Immerhin geschrieben von einem Juristen, Ronen Steinke.

Dennoch versucht er hier das Bild zu erwecken, dass der BGH tatsächlich eine „Pflicht zum Sex“ festgeschrieben hatte und  nicht tatsächlich festgeschrieben hatte, dass ein Ehepartner eine Recht hat sich auch nach dem Schuldprinzip scheiden zu lassen, wenn der andere ihm gegenüber angibt, dass dieser allenfalls den Beischlaf teilnahmslos über sich ergehen lassen wird, aber sonst keine Freude mehr daraus ziehen wird. 

Er stellt dann dar:

Es war eine bewusste Entscheidung des Gesetzgebers: Als Vergewaltiger bestraft wurde in der Bundesrepublik nur, wer sein Opfer mit Gewalt zum „außerehelichen Beischlaf“ zwang. Ein Trauschein wirkte wie ein Freibrief. Das Gesetz, das Vergewaltigungen in der Ehe zur Straftat machte, trat erst am 1. Juli 1997 in Kraft, vor nun 20 Jahren; im Bundestag angenommen mit 470 zu 138 Stimmen bei 35 Enthaltungen. So kurz ist das erst her.

„Wer wie der Ehemann auf den Beischlaf ein vollkommenes Recht hat, macht sich durch Erzwingen desselben keiner Nothzucht schuldig“, hatte Carl J. A. Mittermaier, einer der bedeutendsten Strafrechtler, schon im 19. Jahrhundert gemeint. „Notzucht“, „Unzucht“ oder wie immer die Vergewaltigung in den verschiedenen Epochen hieß, war stets nur das, was gegen von der Justiz hochgehaltene Moralvorstellungen verstieß. „Eine an sich zulässige Handlung wird nicht dadurch zu einer unzüchtigen, dass sie mit Gewalt vorgenommen wird“, hielt 1937 das Reichsgericht fest. Und bei dem Prinzip blieb es noch lange.

Der Gedanke entstammt sicherlich einer anderen Zeit. Um ihn ganz zu verstehen muss man sich aber erst bewusst machen, dass – ganz abstrakt gesehen – bei einer Tat erst einmal jeder der Straftatbestände des Strafgesetzbuch geprüft werden kann und dann alle, bei denen sich eine Strafbarkeit zeigt, in einer Konkurrenz zueinander stehen. Diese kann sich auf verschiedene Weisen auswirken und es wird üblicherweise eine Gesamtstrafe gebildet. Zu den Konkurrenzen kann man als Überblick beispielsweise diesen Wikipediaartikel lesen.

Eine Nötigung geht in den allermeisten Fällen insbesondere mit den Straftatbeständen der Körperverletzung und der Nötigung einher.

Der Strafrahmen der Vergewaltigung geht dabei bis 15 Jahren Haft, Mindeststrafe bei vollzogenem Geschlechtsverkehr 2 Jahre.

Der Strafrahmen der einfachen Körperverletzung geht von einer Geldstrafe bis 5 Jahre Haft, bei einer gefährlichen Körperverletzung bis 10 Jahre.

Die reine Nötigung hat eine Höchststrafe von 3 Jahren.

Demnach war der Täter eben nicht straffrei und der Trauschein kein Freibrief. Die Strafandrohung und der Tatvorwurf war eben ein anderer.

Dahinter steckte ein anderer Gedanke, was der Charakter der Ehe ist und was der Grund für die Strafbarkeit der Vergewaltigung, der Strafzweck, war. Ältere Texte stellen eher noch auf eine „Geschlechtsehre“ ab. Die Vorstellung war, dass diese eben dadurch, dass jemand mit einem schlief, beeinträchtigt werden konnte, aber Sex mit dem eigenen Ehemann dieser Ehre nichts anhaben konnte, denn die Ehe war ja gerade eine Institution, die auch umfasste, dass man eine „Geschlechtsgemeinschaft“ hatte und dort eben Kinder produzierte. Insofern fiel nach dieser Vorstellung ein ganz wesentlicher Teil des Grundes für eine Strafe weg, einfach weil man durch den Umstand, dass jemand Sex mit einem hatte, bei dem man geschworen hatte, den Rest seines Lebens Sex mit ihm zu haben, in sexueller Hinsicht nach dieser Vorstellung weniger beeinträchtigt war. Nach dieser Vorstellung blieben dann vom Unrecht her nur noch die evtl. körperlichen Beeinträchtigungen und die Nötigung übrig.

Natürlich fürchtete man auch ein Einmischen in die Ehe und auch die Behauptung des ungewollten Sexes in Scheidungsprozessen etc.

Heute sehen wir zurecht eher die sexuelle Selbstbestimmung jedes Menschen als das wesentliche verletzte Recht und alle anderen Gründe als wesentlich unbedeutender. Das Recht zur sexuellen Selbstbestimmung endet aber nicht mit der Heirat und jeder Mensch kann auch gegenüber seinem Ehegatten erklären, dass er keinen Sex mit ihm möchte. Die gewandelten Anschauung hat sich aus meiner Sicht durchgesetzt und ist insoweit die ganz vorherrschende Meinung geworden. Eine Strafbarkeit nur nach anderen Vorschriften würden die meisten wohl eher merkwürdig finden, wenn es ausdrücklich eine Vergewaltigung ist.

Dennoch ist natürlich die Vergewaltigung in der Ehe oder auch in der Beziehung etwas, was zwar angezeigt werden kann, aber häufig nicht zu einer Verurteilung führt. Was sehr häufig daran liegt, dass dann der Ehegatte von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch macht und die Freundin nicht mehr kooperiert und sich an nichts mehr erinnern kann, einfach weil man sich inzwischen wieder versöhnt hat.

Zu dem oben genannten Konkurrenzverhältnis und der früheren Strafbarkeit als Körperverletzung oder Nötigung noch die folgenden Fundstellen:

Einmal eine interessante Abhandlung zur Änderung (die auch rechtsvergleichend andere Länder und die dortige Strafbarkeit betrachtet)

2.1. Gesetzeslage vor der Reform
Die strafrechtliche Norm der Vergewaltigung, § 177 I StGB a.F., lautete bis zu seiner Änderung im Juli 1997 durch das 33. StrÄG wie folgt:
Wer eine Frau mit Gewalt oder durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben zum außerehelichen Beischlaf mit ihm oder einem Dritten nötigt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren bestraft.
Aufgrund des Tatbestandsmerkmals außerehelich war Vergewaltigung in der Ehe daher nur als Nötigung gem. § 240 StGB und ggf. als Körperverletzung gem. § 223 ff. StGB strafbar, was einen geringeren Strafrahmen zur Folge hatte. Außerdem galt als Vergewaltigung lediglich der erzwungene Beischlaf. Alle anderen erzwungenen sexuellen Handlungen fielen unter den Tatbestand der sexuellen Nötigung gem. § 178 I StGB a.F., der ebenfalls nur außereheliche Aktivitäten umfasste. 178 II StGB a.F. sah eine Mindeststrafe von einem Jahr vor.

Und aus einem tatsächlichen Urteil (BGH NStZ 1989, 483-484)

b) Das Landgericht hat ohne Rechtsfehler festgestellt, daß der Angeklagte seine Lebensgefährtin und spätere Ehefrau mit Gewalt zum Geschlechtsverkehr und zum Anal- und oralverkehr, also zu sexuellen Handlungen im Sinne des 5 184 c StGB, genötigt hat. Vor der Eheschließung hat er sich dadurch nach den SS 177, 178 StGB strafbar gemacht. Danach ist die Erzwingung der sexuellen Handlungen als Nötigung (S 24o StGB) strafbar; in den Schlägen und sonstigen körperlichen Mißhandlungen vor und während der Vornahme dieser sexuellen Handlungen liegt – jedenfalls bei den Einzelakten nach der Eheschließung – jeweils eine Körperverletzung (S 223 StGB). Der Annahme, der Angeklagte habe sein Opfer zum Geschlechtsverkehr und zu sonstigen sexuellen Handlungen genötigt, ist nicht, wie der Generalbundesanwalt meint, in den Fällen infrage gestellt, bei denen der Angeklagte sein Opfer während des sexuellen Verkehrs und nicht davor geschlagen hat. Nach den Feststellungen hat der Angeklagte seit dem Jahre 1986 sexuelle Handlungen gegen den Willen seiner Lebensgefährtin erzwungen. Die Tatbestände der Vergewaltigung und der sexuellen Nötigung wie auch später der Nötigung sind auch dann erfüllt, wenn das Opfer unter dem Eindruck früherer Gewaltanwendungen und aus Furcht vor Wiederholung keinen Widerstand gegen die Vornahme der sexuellen Handlungen leistet, falls der Täter dies weiß (BGHR StGB § 177 Abs. 1 Gewalt 1; LK, 10. Aufl. § 177 StGB Rdn. 5, 14). Das Vorliegen dieser Voraussetzungen hat die Strafkammer festgestellt.
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c) Das Landgericht hat auch rechtsfehlerfrei dargelegt, daß der Angeklagte sein Opfer aufgrund eines Gesamtvorsatzes fortlaufend vergewaltigt und sonst sexuell genötigt sowie körperlich verletzt hat. Es hat den Entschluß des Täters festgestellt, sein sexuelles Verlangen an seiner Lebenspartnerin und späteren Ehefrau mit großer Häufigkeit und in einer bestimmten Weise, nämlich unter Gewaltanwendung, zu befriedigen. Darin liegt ein auf gleichartige Wiederholung gerichteter Gesamtvorsatz (BGH bei Holtz MDR 1979, 636; BGH, Urteil vom 7. Juli 1987 – 4 StR 313/87 -; LK aaO vor 5 174 StGB Rdn. 23; vgl. auch BGHR StGB vor S 1 / fortgesetzte Handlung Gesamtvorsatz 7,11). Ob dieser von vornherein gefaßte Gesamtvorsatz auch den Zeitraum nach der Eheschließung erfaßt oder ob die Heirat als Zäsur anzusehen ist und der Angeklagte danach einen neuen Gesamtvorsatz gefaßt hat, kann zweifelhaft sein. Darauf kommt es aber nicht an, weil der Angeklagte durch die Annahme des Landgerichts, es liege nur eine fortgesetzte Tat vor, nicht beschwert ist.
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d) Schließlich genügen die Ausführungen des Landgerichts zum Umfang der fortgesetzten Tat den Anforderungen, die an die Festlegung des Schuldumfangs zu richten sind. Bei der fortgesetzten Handlung, die aus einer großen Zahl von Einzelakten besteht, ist es nicht erforderlich, jeden einzelnen Teilakt nach Ort, Zeit etwaigen Modalitäten festzulegen, wenn der Mindestschuldumfang der Tat ausreichend bestimmt ist (BGHR StGB vor S 1 / fortgesetzte Handlung Schuldumfang 1; LK aaO). Der Tatrichter hat den Mindestschuldumfang dadurch festgelegt, daß er Beginn und Ende der Straftat eingegrenzt, die vor und nach der Eheschließung begangenen Einzelakte rechtlich zutreffend bewertet und die Mindestzahl der Einzelakte festgestellt hat. Die Auffassung des Generalbundesanwalts, das Landgericht habe keine konkreten Anhaltspunkte für die Festlegung des Mindestschuldumfanges gehabt, trifft nicht zu. Es hat dazu ohne Rechtsfehler ausgeführt, daß es die Zahl der Einzelakte auf der Grundlage der Bekundungen des Opfers „mit Sicherheitsabschlag“ festgestellt habe.
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3. Zur Frage der Schuldfähigkeit hat die sachverständig beratene Strafkammer angenommen, daß beim Angeklagten „eine sadistische Deviation“, die dem Bereich der schweren anderen seelischen Abartigkeit zuzuordnen sei, naheliege. Im Ergebnis hat sie offengelassen, ob dies tatsächlich der Fall ist oder ob beim Angeklagten „nur ein Charaktermangel“ vorliegt. Dies gefährdet den Bestand des Urteils aber nicht; denn das Landgericht hat Schuldunfähigkeit rechtsfehlerfrei ausgeschlossen und zu Gunsten des Angeklagten angenommen, daß er zur Tatzeit infolge seines Zustandes in seiner Steuerungsfähigkeit erheblich vermindert gewesen ist. Der Angeklagte ist nicht dadurch beschwert, daß der Tatrichter sich wegen seiner Zweifel daran, ob die Voraussetzungen des S 21 StGB sicher vorliegen, gehindert gesehen hat zu prüfen, ob der Angeklagte in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen ist (vgl. BGHSt 28, 327, 331 f.; BGHR StGB 5 64 Ablehnung 1).
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4. Die Angriffe der Verteidigung gegen die Strafzumessung gehen fehl. Das Landgericht hat es unter Berücksichtigung der für und gegen den Angeklagten sprechenden Gesichtspunkte – auch bei Beachtung des Umstandes, daß seine Schuldfähigkeit erheblich vermindert gewesen sein kann – abgelehnt, die Tat als minder schweren Fall der Vergewaltigung oder sexuellen Nötigung zu bewerten und die Strafe rechtsfehlerfrei dem nach den SS 21, 49 StGB gemilderten Strafrahmen des § 177 Abs. 1 StGB entnommen.

 

Warum zur Rettung der Rape Culture Theorie sexuelle Übergriffe, die nicht in die Theorie passen, klein geredet werden müssen

Es gab mal wieder einen interessanten Kommentar, der etwas mehr Platz verdient hat:

Lucas Schoppe schrieb:

Penny spielt ein unseriöses Spiel mit Wörtern, das heute für viele feministische Stellungnahmen so typisch ist: Sie wendet sich gegen etwas, was alle vernünftigen Menschen ablehnen (Faschismus, Vergewaltigungen, Menschenrechtsverletzungen) – und bezieht das dann völlig beliebig auf ihre politischen Gegner.

„Muslimen und Einwanderern muss es verwehrt bleiben, westliche Frauen zu missbrauchen, aber die Kehrseite davon ist, dass westliche Männer das straffrei tun dürfen“ Was schert mich die Realität, wenn ich mir meine Meinung schon so schön zurechtgelegt habe? „Westliche Männer“ kritisieren brutale muslimische Geschlechterbilder nur, damit ihnen Muslime nicht beim Vergewaltigen in die Quere kommen: Die Unterstellung hat nichts mit Realitäten zu tun, sondern erfüllt lediglich die Funktion, die eigenen Ressentiments ungestört erhalten zu können.

Wer die westliche Kultur rundweg als eine „Rape Culture“ hinstellt, hat eben ein Problem damit, wenn die massenhaften sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht 2015 als erheblicher Bruch einer gewohnten Ordnung und zudem, von Frauen UND Männern, als Skandal und Verbrechen wahrgenommen werden.

Dieselbe Funktion erfüllten ja auch die haltlosen Vergleiche mit dem Oktoberfest durch Anna-Mareike Krause, Anne Wizorek und andere. Ganz dieselbe Unterstellung wie Penny in der taz hatte auch schon Stokowski zu Beginn des letzten Jahres im Spiegel lanciert. Es zeigt einfach nur: Diese Generation von Feministinnen hat keinen Funken Interesse, sich mit sozialen und politischen Realitäten auseinanderzusetzen, sondern ist ganz darauf fixiert, die eigenen Ressentiments zu schützen. Ganz gleich, was auch immer passiert.

In der Tat muss für sich die sich als Vergewaltigungsgegner darstellenden Feministinnen eine Situation, in der Leute und gerade nunmehr tatsächlich eine „Rape Culture“ annehmen, allerdings nicht eine, die ideologiekonform ist und sich auch gegen die falschen Verursacher wendet, als Bedrohung ihrer Theorie darstellen:

Nach ihre Darstellung ist die westliche Welt schon jetzt eine Rape Culture und das geradezu eines der bestimmenden Elemente, in denen die Gefahr nicht groß genug dargestellt werden kann und jede dritte Frau schon vergewaltigt bzw zumindest Opfer sexueller Gewalt war. Viele Frauen trauen sich der von den Feministen gemalten Welt vor Angst vor Übergriffen gar nicht mehr auf die Straße.

Wenn nunmehr ein neuer Umstand in die Gesellschaft kommt, hier: Flüchtlinge und die Vorfälle von Köln, dann bringt das eine gewisse Erklärungsnot: Warum wird so etwas wahrgenommen und führt zu Protesten, der tägliche Terror, der nach den feministischen Theorien aber Frauen gegenüber ausgeübt wird, wird mehr oder weniger Stil hingenommen?

Und natürlich muss ebenso das Narrativ gerettet werden, dass es vorher alles besser war. Man braucht also neue Zahlen, mit den richtigen Tätern, nämlich weißen Männern. In der Flüchtlingskrise geht den Feministinnen der „Bösewicht“ verloren und sie kämpfen mühsam darum, ihn wieder zu etablieren, indem sie neue Vorfälle erfinden müssen.

Und natürlich müssen sie eine weitere Verlagerung vornehmen: Es sind nicht die Frauen, die diese Rape Culture bemerken, die eigentlich viel schlimmere schon immer bestehende durch die weißen heterosexuellen Männer aber nicht.

Es sind die weißen Männer selbst, die die andere Rape Culture als Konkurrenz ansehen und deswegen bekämpfen. Das ganze als Machtkampf unter Männern um die „bessere Unterdrückung“ darzustellen erlaubt die Frauen aus der Gleichung zu nehmen, die als Unterdrückte eben nicht zu Wort kommen und denen insofern im Feminismus mal wieder die Stimme genommen wird.

Nur durch den Machtkampf weiße Männer gegen muslimische Männer bleibt die Theorie erhalten. Was die „ihr wollt ja nur selbst vergewaltigen“-Vorhalte erklärt.

„Neofaschismus ist im Kern ein Männlichkeitskult“ Eher ein Kult sehr klarer Zuordnungen zu Geschlechtern. Die Verherrlichung des opferbereiten soldatischen Mannes ergibt nur dann einen Sinn, wenn jederzeit klar ist, WOFÜR dieses Opfer gebracht wird: Für das Volk nämlich, das seinerseits im Kern durch die MUTTER repräsentiert wird.

Faschismus ist im Kern mindestens so sehr ein Mutterkult, wie er ein Männlichkeitskult ist. Daher gibt es denn ja auch deutliche Übergänge zwischen Feminismus und Faschismus, in Deutschland zum Beispiel von der bürgerlichen Frauenbewegung zum Nationalsozialismus. Der Mutterkult von bundesdeutschen Feministinnen wie Anita Heiliger wiederum befindet sich deutlich in der Tradition nationalsozialistischer Mutteridealisierungen.

(Dazu: https://man-tau.com/2016/12/07/die-unmodernen-wurzeln-einer-modernen-geschlechterpolitik/ )

Das heißt nun natürlich nicht, dass alle Feministinnen Nazis sind – aber dass Pennys Gegenüberstellung Faschismus vs. Feminismus haltlos ist.

Da sind wieder die Überschneidungen zwischen links und rechts nach der Hufeisentheorie. Rechts und links treffen sich, weil beide einen Kult um den Schutz der Frau errichten, der eine führt Gleichberechtigung und gegenwärtige aus der Benachteiligung resultierende  Schwäche als Grund an, der andere Differenz, die schutzbedürftig und wertvoll macht. Die Auswirkungen sind letztendlich die gleichen. Ich vermute, dass „Frauen beschützen“ eben etwas ist, was tief in uns verankert ist.

Wenn zudem andere Feministinnen darauf beharren, dass so tief unseriöse, ressentimentgeladene Positionen wie die Pennys nicht repräsentativ für DEN Feminismus sind – dann müssen sie sich halt stärker und kritischer damit auseinandersetzen, als sie es tun. Immerhin publiziert Penny in der taz, Stokowski im Spiegel, und Wizorek wird von Familienministerium protegiert. Das sind keine Randfiguren – im Gegenteil: Randfiguren sind im heutigen Feminismus die paar wenigen Feministinnen, die sich mit einem solchen Mist ab und zu auch mal kritisch beschäftigen.

Leider

 

 

„Männer was macht ihr wenn ihr eine Frau seht, die belästigt wird“

Mitunter finden sich in den Suchbegriffen interessante Themen. Beispielsweise diese Frage hier:

„Männer was macht ihr wenn ihr eine Frau seht, die belästigt wird“

Natürlich ist die Frage in dieser Form kaum zu beantworten, da es ja auf das Szenario ankommt.

Ist es eine Frau, die ich kenne? Welche Form der Belästigung? Wie ist die Situation sonst?

Natürlich wird man üblicherweise helfen wollen, wenn man meint, dass jemand Hilfe braucht. Natürlich ist „Belästigung“ auch etwas sehr subjektives. Natürlich will man sich auch nicht selbst über Gebühr in Gefahr bringen. Auch eine Rolle wird sicher spielen, ob die Belästigung bereits vorbei ist oder andauert.

Ich erweitere die Frage natürlich auch an weibliche Leserinnen: Was würdet ihr machen, wenn ihr eine Frau seht, die belästigt wird?

Grobeinteilung und etwas Brainstorming:

  • Solange es an der Grenze zwischen Flirt und Belästigung ist und ich mir nicht sicher bin, was es ist, müsste sie schon deutlich machen, dass sie Hilfe will.
  • Wenn die Belästigung bereits vorbei ist (er hat sie zB angeprabscht) sehe ich auch keinen Anlass den Weißen Ritter zu spielen, es ist dann ihre Sache, ob sie es als „keine große Sache, aber ärgerlich, ich will nicht mehr Zeit damit verschwenden“ oder „ich zeig den Kerl an oder lass ihn rausschmeißen“ behandeln will
  • Mich auf Gewalt einlassen für eine fremde Frau würde ich eher nicht. Bei einer Freundin wäre es etwas anderes. Bei meiner Freundin natürlich etwas ganz anderes. Auch nicht für einen fremden Mann. Aber ich vermute mal Lärm machen und es ansprechen wird in den meisten Fällen reichen, wenn man meint, dass sie Hilfe braucht.
  • Sicher nicht würde ich danach „meine Privilegien hinterfragen und versuchen Männer zu erziehen, damit sie endlich aufhören zu belästigen“
  • Würde natürlich ein Mann aus meinem Bekanntenkreis oder gar Freundeskreis so etwas machen, dann würde ich das schön ansprechen und es könnte auch durchaus Anlass sein mich nicht mehr mit ihm zu treffen, je nach dem, was er macht.

„Wir werden uns nicht anders kleiden, weil es bequemer für eure mangelnde Selbstkontrolle ist“

Ein klassisches feministisches Bild:

Wir ziehen uns nicht anders an, damit ihr euch besser beherrschen könnt

Wir ziehen uns nicht anders an, damit ihr euch besser beherrschen könnt

Mein Gedanke beim Betrachten des Bildes war ungefähr das Folgende:

„Hey, ich vergewaltige nicht, und ich werde mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht vergewaltigt werden. Ich muss niemanden beschuldigen, mir kann es abgesehen von Frauen, die mir nahe stehen, relativ egal sein ob du vergewaltigt wirst oder nicht. Wäre ich eine Frau und würde die „Eine von drei Frauen“-Statistik glaube, die der Feminismus vorgibt, dann würde ich wohl versuchen, mich so gut wie möglich gegen Vergewaltigungen zu schützen. Ob du dabei glaubst, dass ein sexuelles Signal auch eine Handlungsmotivation dafür sein kann, dich zu vergewaltigen, dass ist natürlich deine Sache.  Natürlich ist es dein gutes Recht von Männern Selbstkontrolle zu verlangen, aber du, nicht ich, trägst die Folgen, wenn die Selbstkontrolle eines Mannes versagt. Klar ist der Vergewaltiger der Schuldige, wenn er vergewaltigt, aber was bringt dir diese Zuordnung, wenn die Vergewaltigung stattfindet? Wenn du meinst, dass einigen Männern die Kontrolle schwer fallen könnte, dann begibst du dich eben in eine Gefahrensituation. Und selbst wenn ich dann den Vergewaltiger als den alleinigen Schuldigen ansehe, dann bist immer noch du vergewaltigt worden.

Entweder glaubst du, dass Männer sich bei sexy Kleidung schwerer kontrollieren können, dann wäre es in deinem Interesse das Risiko zu verringern, auch wenn es nichts an der Schuld des Täters ändert.

Oder du glaubst es nicht. Dann ist dein Hinweis darauf, dass die Männer lernen sollen sich zu beherrschen an der Sache vorbei.

Das Ganze ist natürlich ein alter Streit. Aber irgendwie wollte ich meine Gedanken dazu einmal ausformulieren als direkte Reaktion auf das Schild. Der ganze Vorhalt scheint mir jedenfalls relativ unlogisch. Wird er logischer, wenn man meint, dass Männer an sich verantwortlich sind, dass sie ihr Verhalten ändern? Das scheint mir eine vollkommen unrealistische Position, denn ich kann auf einen Vergewaltiger, der sich nicht beherrschen kann, üblicherweise auch nicht einwirken.

Männer sollten auf die Ängste der Frauen Rücksicht nehmen und die Straßenseite wechseln

Bekanntlich hatte Margarete Stokowski einen Artikel zur toxischen Männlichkeit geschrieben, der dann mit folgender Forderung aufhörte:

„Selbst Männer, die sich für komplett harmlos halten, können etwas dafür tun, dieses Klima der Angst zu ändern. Wenn Sie zum Beispiel abends auf der Straße allein hinter einer Frau laufen und diese Ihre Schritte hört, oder wenn Sie ihr entgegenkommen, wechseln Sie doch die Straßenseite. Sie ahnen nicht, wie erleichternd das sein kann.“

Was mich an diesem Vorschlag stört ist schlicht, dass er aus einer bestimmten Position herauskommt, die allen Männern eine Kollektivschuld für das Handeln einzelner zuweist. Weil Menschen aus der Gruppe Männer Frauen Angst machen, so Stokowoski, müssen es auch die Männer und nicht die Frauen sein, und zwar auch die Männer die gar nichts gemacht haben, die Mühen auf sich nehmen um diese Angst zu milden.

Tatsächlich geht es denke ich vielen Männern so, dass sie mitunter entsprechende Ängste wahrnehmen und nicht richtig wissen, wie sie darauf reagieren sollen. Sie merken, dass die Frau sich unwohl fühlt und wollen nicht bedrohlich sein. Das kann zu einem Dilemma führen, welches Maddes8cht hier in einem Kommentar gut dargestellt hat:

Ich empfinde es gelegentlich als wirklich unangenehme Situation, allein auf offener Straße einer Frau zu begegnen.

Situation z.B, die immer mal wider vorkommt.: Mit der Straßenbahn nach Hause fahren.
An der Zielhaltestelle steigt eine (junge?) Frau mit aus, aber weiter vorn (bei nem Doppelwagen können das schon mal 20, 30 Meter sein), so dass ich hinter ihr herlaufe. Sie hat blöderweise die gleiche Richtung wie ich.

Nach so spätestens 50 bis 150 Metern, wenn die Bahn weitegefahren und die Geräusche verebbt sind, muss sie eigentlich bemerken, dass ich hinter ihr her laufe.
Nu hab ich einen flotten Schritt, und viele Frauen laufen eher langsamer, also hole ich schnell auf. Ich will, wenn ich aus der StraBa komme, normalerweise schlicht und einfach bloß nach Hause.

Also ist im Grund das einfachste, einfach flott weiter zu laufen, und die Frau zu überholen, wenn man soweit ist.
Was macht die Frau aber, je näher ich ihr komme?
Sie läuft schneller !

Normalerweise sollte es einfach möglich sein, einfach in seinem eigenen Tempo und ohne all zu große Gedanken an andere die paar hundert Meter nach Hause zu gehen.

Ist es aber nicht. Ich Spüre geradezu das Kopfkino bei der Frau vor mir.
Soll ich nun langsamer laufen, bloß wegen der Frau? Noch schneller laufen, um zu überholen? Das mutet dann schon wie eine Verfolgung an.
Gar umständlich die Straßenseite wechseln, obwohl ich in 300 Metern wieder auf diese Seite muss, weil ich dort in die Seitenstraße einbiege?
Man stelle sich vor:
Ich geh auf der anderen Straßenseite flott an ihr vorbei. Die Chance, das gerade geschafft zu haben, bis ich auf Höhe meiner Seitenstraße bin, sind ziemlich gut. Dann würde ich GENAU VOR DER FRAU wieder zu ihr rüberlaufen – direkt auf sie zu. DAS ist dann RICHTIG Creepy.

Durch die Lage meiner Wohnung relativ zur Haltestelle ist das eine Situation, die mir tatsächlich immer wieder begegnet. Allein die dahinter liegende Unterstellung mir gegenüber als Mann empfinde ich als belastend.
Eine Stokowski wird mir natürlich empfehlen, bitteschön mit Rücksicht auf die Frau einfach kurz an der Haltestelle zu warten oder eben sdeutlich langsamer hinter der Frau herzulaufen, so dass der Abstand sich nicht verkleinert, sondern vergößert.

Es ist aber nunmal so, dass es durchaus vorkommt, dass solche unverfolgt aleine laufenden Fauen durchaus ziemlich langsam werden können. Weiß man vorher nicht, aber kann sein.
Und wenn ich Hunger oder Durst hab oder, noch schlimmer, aufs Klo muss, hab ich dazu besonders keine Lust.

Ich schrieb an anderer Stelle unter dem Stichwort „Welche Klischees stören dich“:

Das Klischee des gefährlichen Mannes. Neulich brachte ich den Müll raus, über eine Straße hin zu einem Sammelplatz. Vor mir ging eine Frau entlang und ich ging ungefähr im gleichen Tempo hinter ihr her. Es war zu sehen, dass sie sich unwohl fühlte mit mir im Rücken, weswegen ich meinen Schritt etwas verlangsamte um den Abstand zu vergrößern. Es ist wahrscheinlich bei ihr ein unterbewußtes Gefühl, aber ich empfinde es dennoch als unangenehm.

Dabei möchte ich anführen, dass es noch recht hell war und durchaus noch einige Leute auf der Straße. Es ist natürlich durchaus so, dass ich niemanden Angst machen möchte, ich sehe es aber, ähnlich wie maddes8cht auch nicht ein, dass ich große Mühen auf mich nehmen muss, weil ich ein Mann bin und mir daher als Klischee eine Gefährlichkeit unterstellt wird.

Ich habe verschiedene Diskussionen dazu geführt und dabei kamen einige Argumente immer wieder:

1. Es ist ja nur eine Kleinigkeit, also sollte man es tun, weil man anderen keine Angst zumuten sollte, selbst wenn diese irrational ist

 

Das wäre so etwas der Gentlemangedanke, der auch schnell etwas ins beschützende abgleitet: „Wenn die armen Frauen so ängstlich sind, dann wechsele doch als Mann einfach mal die Straßenseite, oder willst du Frauen Angst machen?“ Die Irrationalität der Angst (unsere Gesellschaft ist so sicher wie nie, Übergriffe von Fremden relativ selten) spielt in dieser Betrachtung keine Rolle, weil die Angst eben da ist und ein guter Mann eine Frau keine Angst haben lässt, gerade wenn er selbst die Quelle ist.

Da schwingt aus meiner Sicht auch eine gewisse Verantwortung mit, eine Akzeptanz der Gefährlichkeit.

Denn das klassische Gegenargument wird meist nicht beantwortet:

Hier wird kaum einer bereit sein, von Schwarzen oder Moslems einen Wechsel der Straßenseite zu verlangen, obwohl es sicherlich viele Frauen gibt, die in diesem Moment ebenso Angst haben. Es wäre aber ein moralisch schwieriger zu rechtfertigende Angst, die eben Fremdenfeindlichkeit und nicht Männerfeindlichkeit enthält, so dass in dieser Betrachtung die Forderung unmoralisch erscheinen würde. Deswegen kommt in diesem Moment meist gar keine Antwort.

2. Ob es irrational ist, ist deswegen egal, weil man Frauen nicht vorschreiben darf, wann sie Angst haben dürfen, man muss akzeptieren, dass sie Angst haben und entsprechend handeln

Ein weiterer Ansatz ist der, den Frauen eine gewisse Definitionsmacht zuzuweisen, etwa wie folgt:

Ich hatte vorher angeführt, dass es aus meiner Sicht wahrscheinlich mehr Angst macht, wenn Männer in großer Zahl die Straßenseite wechseln, weil das Motiv damit eben ganz deutlich wird: Was wenn er nicht die Straßenseite wechselt, dann wird er mich vergewaltigen wollen.

Hier gilt dann, dass man als Mann in die Entscheidung, was rational Angst macht, nicht reinreden darf. Diese muss man akzeptieren. Was natürlich auch durchaus richtig ist: Niemand kann kontrollieren, wovor er Angst hat. Aber Angst berechtigt dennoch nicht dazu, ein bestimmtes Handeln über das normale hinaus zu verlangen, schon gar nicht von einer ganzen Gruppe.

Der zweite Fehler dabei ist, dass es ja gar nicht alle Frauen verlangt haben, sondern eben nur Margarete Stokowski. Viele Frauen haben sicherlich ein mulmiges Gefühl – wie auch durchaus Männer bei zwielichtigeren Gestalten in einer dunklen Nacht – aber sie wissen, dass diese irrational ist und erwarten nicht, dass Männer deswegen große Umwege machen.

Andere Frauen führen es sogar deutlicher aus, dass sie es als ungerechtfertigte Panikmache sehen:

Auschfrei:

[Sie] zeichnet damit ein weltfremdes Bild überängstlicher Frauen, und ihrer permanenten eingebildeten Bedrohung durch Männer.

Für mich soll bitte kein Mann die Straßenseite wechseln. Das empfände ich als respektlose, ausgrenzende Geste, als wolle er mir zu verstehen geben, dass er mich für eine hysterisch-ängstliche Tussi hält, die nicht in der Lage ist, die Situation realistisch einzuschätzen.

Oder Miria:

Warum hält die das für eine Selbstverständlichkeit? Wer schürt denn dieses Klima der Angst? Sind das nicht eigentlich genau solche Artikel wie der hier besprochene, die mit einer Aufzählung von Verbrechen beginnen, um zu zeigen wie böse die männliche Hälfte der Menschheit ist?

Ich halte es hingegen für eine Selbstverständlichkeit, dass ich als Frau jederzeit überall hingehen, joggen oder sonstwas tun kann. Ich sehe es überhaupt nicht ein, mich von solchen Möchtegern-Feministinnen verängstigen zu lassen! Feminismus sollte bedeuten, Frauen zu empowern statt zu verängstigen!

Sollte ich mal Margarete Stokowski begegnen, werde ich ganz bestimmt die Straßenseite wechseln, solchen Personen möchte ich nicht zu nahe kommen!

Und auch auf Twitter habe ich entsprechendes gefunden:

Was auch deutlich macht, dass die Auffassung, dass Feministinnen automatisch für Frauen sprechen, so eben keineswegs stimmt. Tatsächlich sehen sich auch die meisten Frauen nicht als Feministinnen, weil ihnen diese zu extrem sind.

3. Weiteres

Ich finde die Angst der Frauen durchaus verständlich, weil Angst eben auch ihre evolutionären Gründe hat und Übergriffe auf Frauen einen sehr hohen Preis haben können, so dass auch eine übertriebene Angst evolutionär sehr sinnvoll gewesen sein kann. Hier muss man bedenken, dass wir heute in wesentlich sichereren Zeiten leben, so dass damals die Anwesenheit eines Fremden sicherlich noch mehr Grund zur Angst war.

Deswegen halte ich aber die Panikmache im Feminismus dennoch für schädlich, weil sie diese Furcht zusätzlich bedient und Appelle, dass man nun an jedenfalls die Straßenseite wechseln solle sogar für kontraproduktiv und zudem schlicht unrealistisch. Wie man an jedem Trampelpfad in einem Park, der einen schönen Rasen zerstört, aber den Weg etwas abkürzt, sieht, ist der Mensch zu faul dazu, solche Mühen auf sich zu nehmen – und das auch durchaus zurecht. Denn die, die bereit sind auszuweichen, würden eh der Frau nicht gefährlich werden und haben abseits des Virtue Signalling kein Interesse daran. Das dieses Signalling zudem nur bei einer Fremden sinnvoll ist – vor einem bekannten Mann werden die wenigsten Frauen Angst haben, macht es noch unattraktiver.

Bei mir würde noch eine Trotzreaktion dazu kommen. Um so mehr es als Pflicht dargestellt wird, die aus meiner Erbschuld als Mann kommt und nicht nur eine starke Höflichkeit ist, die ich freiwillig ausführe, um so mehr sinkt auch meine Bereitschaft dazu. Denn dann empfinde ich es als Anmaßung mir gegenüber, die ich zurückweisen möchte.