Die Statistiken amerikanischer Universitäten zeigen überwiegend: Keine Vergewaltigungen

Die Rape Culture in ihrer ganzen Schrecklichkeit offenbart sich an amerikanischen Universitäten:

Hundreds of colleges had zero rape reports in 2014. And that could be worrisome.

Aus dem Artikel:

There were no rapes reported in 2014 at California State University at Long Beach, a public university with about 36,000 students. That could seem like a positive sign. But school officials aren’t boasting about it. They know sexual violence victims are often reluctant to step forward, and they want to hear more often from survivors.

“We always operate under the assumption that zero does not really mean zero,” said Cal State Long Beach spokesman Mike Uhlenkamp. “We realize that under-reporting will happen. It is a fact based on the national data. We’re going to try to do what we can to change that culture on our campus.”

A Washington Post review of federal campus safety data for more than 2,200 colleges that offer bachelor’s or advanced degrees found that more than 1,300 of the schools had no reports of rape on campus in 2014, the most recent year for which data is available.

[See a table, below, of the schools that had zero rape reports]

The numbers underscore what is often a huge gulf between the estimated prevalence of sexual violence on campus and the actual number of reports schools receive. A Post-Kaiser Family Foundation poll last year found that one in five young women who attended college in a four-year span said they had been sexually assaulted during that time — a finding echoed in other surveys. But a far smaller share said they reported such incidents to school authorities.

“It’s a harsh reality that a lot of parents and others in society don’t want to deal with: Sexual violence is on every campus,” said Laura L. Dunn, founder and executive director of the advocacy group SurvJustice. “Any time you have a zero, it is not an indicator of safety. It is an indicator of comfort in reporting.”

Sen. Kirsten Gillibrand (D-N.Y.) said there are two explanations for why schools would have no rape reports: “Either they don’t have an adequate reporting system … or they know about the rapes and are putting them under the rug.”

Oder die Zahlen sind gehörig übertrieben und die Studentinnen relativ sicher. Ich hatte schon mal einen Artikel mit Zahlen von Universitäten, an denen Vergewaltigungen gemeldet worden waren, aber auch dort waren die Zahlen sehr gering

Diese Möglichkeit wird aber nicht ins Auge gefasst. Und das obwohl die Grundlage für die „1 von 5“ äußerst dünn ist und noch nicht einmal von den Befragten geteilt wird, die viele Vorfälle schlicht nicht als schlimm ansahen.

Es beschleicht einen der Verdacht, dass die Welt vielleicht besser sein könnte als die Gruppen gegen sexuelle Gewalt dies brauchen. Immerhin leben sie davon, dass die Leute Angst haben, den so rechtfertigen sie ihre Gelder.

Man könnte dies jetzt zum Anlass nehmen und eine neutrale Begutachtung der Zahlen vornehmen und dabei die Dunkelziffern hinterfragen. Statt dessen wird wohl schlicht darauf abgestellt, dass die Zahlen eine Verschlechterung bedeuten, weil die Vorfälle nicht angezeigt werden.

Auch eine Idee, die dort niemanden kommt: Drastische Verfahren, die als ungerecht empfunden werden, schrecken ebenfalls Opfer ab, Vorfälle geringeren Umfangs anzuzeigen. Wenn man sich fragen muss „War es schlimm genug, dass er der Uni verwiesen werden muss?“, dann wird man sich das eben genauer überlegen, wenn man meint, dass er vielleicht einfach nur etwas falsch verstanden hat oder etwas übermütig war. Gerade wenn derjenige aus einem gemeinsamen sozialen Umfeld kommt.

Statt dessen wird man wohl fordern, die Verfahren noch strikter zu machen und noch rigeroser gegen angeblich bestehende Strukturen vorzugehen. Auch wenn dieser Ansatz eher schadet als nützt. Das ist vor dem Hintergrund, dass davon die eigene Existenz in den Krisenzentren und der Lehrstuhl für Gender Studies abhängt auch verständlich. Hilft aber in keiner Weise und macht Leuten allenfalls Angst.

„Erobert die Straße zurück“ #takebackthestreets

Ein klassisches Beispiel einer moralischen Panik war der Hashtag „takebackthestreets“ auf Twitter, mit dem dafür geworben wurde, dass Frauen sich die Straßen zurückerobern sollten. Dort wird der Eindruck erweckt, dass Frauen sich nicht mehr auf die Straßen trauen würden, weil dort eben die Gefahr für sie zu hoch ist belästigt zu werden bzw. Opfer sexueller Gewalt zu werden.

Es ist meiner Meinung nach schon deswegen gut als „Moralische Panik“ zu erkennen, weil massig Frauen zu beliebigen Tagen unterwegs sind und anscheinend keine Probleme damit haben. Natürlich gibt es Vorfälle sexueller Gewalt und sicherlich auch blöde Anmachen oder Sprüche und sicherlich wird vielen Frauen im dunklen auch mal mulmig sein oder sie werden Angst haben, aber das alleine ist erst einmal nur ein relatives Gefühl, dass durchaus auch Männer kennen und das eben häufig schlicht unbegründet ist. Meist will der hinter einem hergehende Mann auch schlicht nach Hause oder irgendwo hin.

Hier einfach mal ein paar der Tweets:

https://twitter.com/gnusberflogge/status/640162092331466752

https://twitter.com/Wildfang_vs/status/640152608280342528

https://twitter.com/fill_thevoid/status/640586372030562304

 

Und der „Backlash“:

https://twitter.com/froschmann1968/status/640565672053968896

https://twitter.com/derXilef/status/640582986266734593

Ich hatte mir noch erlaubt hier einmal auf einen Widerspruch zu anderen feministischen Thesen hinzuweisen:

 

„Gute Männer verhindern Vergewaltigungen. Warum machst du das nicht?“

Jessica Valenti führt mal wieder gut vor, wie der Feminismus einzelne Männer in eine Gruppenhaftung nimmt:

Men, you need to do more. Maybe you don’t think you’re supposed to help stop rape – maybe you think that’s up to women. Or maybe you don’t know where to start.

Here’s how: 99% of you are great guys, but too many of you insist on pretending otherwise. I see you on Facebook, saying you were “raped” by a difficult standardized test. I see you on YouTube, posting that Tosh-inspired video of men“lightly touching women’s stomachs” and running away. I hear you, on campus, calling women “sluts”, or remaining silent when your friends do. I watch, at the bar, as you posture as if these behaviors make you more of a man. (Or at the very least, prevent you from being called a pussy, or a bitch, or – worst of all – a girl.)

You are better than this. And I have a sneaking suspicion that you know that already.

Whenever you tell a rape joke, you may think everyone else just assumes that you don’t really think it’s funny. But that’s not necessarily true. Because if there’s a potential rapist around you, which is always a possibility, you’re essentially telling them that what they do is normal. Funny, even. You may not think there’s a survivor of sexual violence around, but that is even more likely, and you just made her – or him! – feel awful. I’m pretty sure these are not outcomes you want to be a party to.

Die Aussage hat eine gewisse Ironie, wenn hier eine Feministin, also die Anhängerin einer Ideologie, in der Rape für so gut wie alles,was Frauen irgendwie zustößt, verwendet wird, den Männern vorhält´, dass sie nicht von einer Vergewaltigung sprechen dürfen, wenn es um das Nichtbestehen eines Tests geht.

Und es ist auch immer wieder erstaunlich, wie bescheuert solche feministischen Aussagen klingen, wenn sie in einem solchen Text aufgeführt werden: Wer würde in unserer Kultur jemals meinen, dass eine Vergewaltigung okay wäre? Angesichts der Strafe, die dafür besteht und der erheblichen negativen Meinung gegenüber solchen Tätern ist das kaum zu erwarten. Witze können als Mittel eingesetzt werden, eine Gruppe zu entmenschlichen und abzuwerten, aber das ist bei einem Vergewaltigungswitz keineswegs zwangsläufig der Fall.

Ich mach mal einen als Beispiel:

Ein Mädchen kommt aus dem Wald gelaufen und sagt zum Foerster, der gerade vorbei  kommt: „Hilfe, hilfe, ich bin vergewaltigt worden!!“.

Der macht seine Hose  auf und sagt: „Na,ist wohl nicht dein Tag heute…“

Geschmacklos? Sicherlich. Aber ich bezweifele, dass einer der Leser jetzt ein anderes Verhältnis zu (Kindes-)Vergewaltigungen hat als vorher.

Die feministische Theorie, dass die toxische Männlichkeit die Vergewaltigungen verursacht, und mit solchen Äußerungen zudem eine Rape Culture errichtet wird, die Vergewaltigungen begünstigt, wurde bereits von der Organisation RAINN als schädlich bewertet. Sie ist zudem ein gutes Machtmittel: Stelle bestimmte Verhaltensweisen ab und erkenne an, dass Frauen das wesentliche sind und du nur gut bist, wenn du dich diesem Grundsatz unterordnest, sonst bist du schuld an allen Übeln, die Frauen treffen.

Lauren Southern: SlutWalk Revisited (Edmonton)

 

Es wäre ja eigentlich schön, wenn man vergleichbares, also mit Schildern wie „Es gibt keine Rape Culture in Deutschland“ oder „Die Rape Culture Theorie behindert die Bekämpfung sexueller Gewalt (RAINN)“ auf einem deutschen Slutwalk auftauchen, veranstalten könnte.

Rape Culture, Affirmative Consent und Punitiv Damages

Jan Fleischhauer berichtet im Spiegel über den neusten Wahnsinn aus Amerika, wo nunmehr wohl eine Art „Yes means Yes“-Modell an einigen Unis Einzug halten soll, bei dem sich Studenten vor dem Sex nach Möglichkeit mit einem unterschriebenen Vertrag fotografieren sollen.

Er verweist zurecht darauf, dass die Rape Culture Theorie auf sehr wackeligen Beinen steht und das es eigentlich eine unvorstellbar dämliche Regelung ist, die letztendlich niemand tatsächlich einfordern würde, die aber irgendwie tatsächlich Recht geworden zu sein scheint.

Er fragt dann:

Man darf gespannt sein, was von dem neuen Kulturkampf an deutschen Hochschulen ankommt. Bislang hat sich das amerikanische Unimilieu noch immer als richtungsweisend erwiesen. Wir verdanken ihm die Flower-Power-Bewegung, die Lobpreisung des LSD und die Gendertheorie. Es ist nicht so recht einzusehen, warum es mit dem Aufstand gegen alle sexuell zweideutigen Gesten anders sein sollte.

Wem es zu viel ist, während des Sexualaktes laufend den Alkoholgehalt im Blut zu kontrollieren und in regelmäßigen Abständen den Einverständnisbogen auszufüllen, dem bleibt nur der Verzicht. Bislang wurden junge Menschen, die bewusst auf Sex vor der Ehe verzichten, als verschroben belächelt. Dabei ist das Konzept der Keuschheit so naheliegend: Keine Affären, die schief gehen können. Allenfalls ein tiefer Blick in die Augen und ein gewispertes Wort der Zuneigung.

Ich glaube ja, dass diese Entwicklung in Amerika nur aus einem Gesichtspunkt verstanden werden kann, die wir glücklicherweise in Deutschland nicht haben:

Punitive Damages

Dazu aus der Wikipedia:

Im anglo-amerikanischen Recht versteht man unter punitive damages Schadensersatz, der im Zivilprozess einem Kläger über den erlittenen tatsächlichen Schaden hinaus zuerkannt wird. In Deutschland hat sich dafür der Begriff Strafschadensersatz eingebürgert; im angelsächsischen Rechtsraum spricht man von exemplary damages.

Der Zweck ist

  • den Beklagten für sein Verhalten zu bestrafen;
  • ihn davon abzuhalten, dieses rechtswidrige Verhalten zu wiederholen (Spezialprävention);
    auch andere davon abzuhalten (Generalprävention).
  • Punitive damages werden grundsätzlich nur für außergewöhnlich grob schuldhaftes, vorsätzliches Verhalten zuerkannt, nicht dagegen bei bloßer Fahrlässigkeit.

Während man in Deutschland auf Vorschriften setzt, um bestimmte Verhalten zu regeln und ein Schadensersatz immer nur den tatsächlichen Vermögensschaden und gegebenenfalls noch ein Schmerzensgeld umfasst, ist der „Strafschadensersatz“ ein klassisches amerikanisches Institut, welches Institutionen und Firmen dazu erziehen soll, sich richtig zu verhalten. Der jeweilige Kläger selbst erhält einen Schadensersatz, dessen Höhe geeignet sein soll, den Beklagten davon abzuhalten, in Zukunft sein Verhalten zu ändern.

Dabei wird auch davon ausgegangen, dass diese Institutionen gewisse Schutzpflichten haben, etwa gegen Angestellte oder auch gegenüber den Studenten. Wenn jemand in einen gewissen Kontakt zu einer Institution treten muss, um Geschäfte mit diesen zu erledigen, dann trifft diesen eine Nebenpflicht, dass diesem dabei kein Schaden zustößt. Das haben wir in Deutschland auch, etwa bezüglich des Schneeräumens oder bezüglich der Sauberkeit in einem Supermarkt, wo dann zB die klischeehafte Bananenschale auf dem Boden in angemessener zeit beseitigt werden muss.

Hier müssen die Studenten in Kontakt mit der Universität treten und ihre Betreiber sind damit für ihren Schutz verantwortlich. Wenn sich nun herausstellen würde, dass die Universitäten ein Klima haben entstehen lassen, in dem es besonders häufig zu Vergewaltigungen kommt und nichts dagegen gemacht haben, dann sind sie also angreifbar verklagt zu werden. Und da der Bestrafungsschaden sich nach Schwere des Vergehens und Wiederholungsgefahr geht, kann man sich gut vorstellen, dass da bei „1 von 5“ ein hoher Schadensbetrag im Raum steht.

Die hier beauftragten Programme sind Schadensersatzvermeidungsprogramme. Wer anführen kann, dass er sogar einen schriftlichen Vertrag verlangt, der ist eben nicht angreifbar. Zumindest bis eine andere Uni den vollständigen Videobeweis verlangt.

Das führt schnell zu einem „Race to the bottom„: Keine Universität möchte die sein, die eine zu lasche Verhinderungspolitik hat und dann verklagt wird. Also lieber etwas übertreiben.

Aus dem gleichen Gründen ist auch Belästigung am Arbeitsplatz ein so großes Thema in amerikanischen Firmen: Lieber einen Mitarbeiter auf ein Sensibilisierungstraining mehr schicken als einen Schaden riskieren.

Ob man sich gegen so etwas dann auch noch versichern kann und die Versicherungen die Prämien erhöhen, wenn man das Spiel nicht mitmacht, wäre auch interessant zu wissen.

Die Jungs, die eventuell in diesem Sicherheitsnetz der Universitäten hängen bleiben sind ein relativ geringer Schaden. Zumindest in der bisherigen Kalkulation. Wie die Unis reagieren, wenn zB Paul Nungesser einen Strafschaden geltend machen könnte (ich habe keine Ahnung, ob er das will und kann) wäre interessant. Es wäre aber in der Summe sicherlich eher zu vernachlässigen: So viele Matratzenprojekte gibt es ja nicht.

Ich vermute, dass den Universitäten bewußt ist, dass nur Verrückte auf diese Weise Sex haben werden. Darum geht es aber auch nicht. Sie gehen davon aus, dass die meisten Fälle, in denen sie einfach so Sex haben, nichts passiert und sie die, in denen was passiert, dann abwickeln können, ohne das man sie haftbar machen kann.

Da es in Deutschland weder Punitive Damages gibt noch Universitäten so weitgehende Vorschriften machen dürfen, dass sie Sondergerichte einführen, die nicht dem normalen Verwaltungsrechtsweg unterliegen, ist eine Übertragung auf Deutschland nicht zu erwarten.

Feministische Theoriewoche: „Rape Culture“ (Tag 5)

Dieser Beitrag ist Teil der feministischen Theoriewoche.

Das heutige Thema ist

„Rape Culture“ 

als ein zentrales Element der feministischen Theorie.

1. Was besagt die Rape Culture Theorie?

2. Was leitet der Feminismus daraus her/wie setzt er diese Theorie ein?

3. Welche Argumente/Studien sprechen für/gegen diese Theorie?

Andere Meinungen, Feminismus und der SafeSpace

Arne weist auf einen Text hin, der schön zeigt, wie schockierend es im Feminismus gefunden wird, wenn man Kritik an den Theorien äußert. Jessica Valenti, eine bekannte Feministin und  Wendy McElroy, aus Sicht des Feminismus eine Anti-Feministin, aus ihrer Sicht eine „liberale Feministin“ sollen an der Brown-University über Rape Culture diskutierten. Weny McElroy hat folgende Einstellung zur Rape Culture, die auf RAINN Bezug nimmt:

Ein Transcript findet sich hier

Anscheinend wird davon ausgegangen, dass ein solcher Vortrag für viele Feministinnen eine unglaubliche Belastung darstellt:

Student volunteers put up posters advertising that a “safe space” would be available for anyone who found the debate too upsetting. The safe space, Ms. Byron explained, was intended to give people who might find comments „troubling“ or „triggering,“ a place to recuperate. The room was equipped with cookies, coloring books, bubbles, Play-Doh, calming music, pillows, blankets and a video of frolicking puppies, as well as students and staff members trained to deal with trauma. Emma Hall, a junior, rape survivor and „sexual assault peer educator“ who helped set up the room and worked in it during the debate, estimates that a couple of dozen people used it. At one point she went to the lecture hall — it was packed — but after a while, she had to return to the safe space. „I was feeling bombarded by a lot of viewpoints that really go against my dearly and closely held beliefs,“ Ms. Hall said.

Man könnte darauf verweisen, dass es eben ein Rückszugsraum für Traumatisierte ist, aber meines Wissens nach wird im Feminismus auch ansonsten über Rape Culture geredet, ohne das solche Zelte aufgestellt werden. Und Triggern etc kann theoretisch bei jeder Erwähnung des Themas oder auch bei anderen Elementen stattfinden.

Es ist insofern aus meiner Sicht eher eine Inszenierung, die der Tabuisierung und IDPOL dient. „Seht, diese Meinung ist so schrecklich, ich halte es kaum aus, so sehr bin ich auf unserer Seite und so sehr identifiziere ich mich mit unser Position“.

Es ist aber – da würde ich Arne zustimmen – im Gegenzug auch eine unglaubliche Infantilisierung, die der Feminismus da vornimmt: „Wir halten eine andere Meinung nicht aus, es ist zu grausam für uns, wir brauchen Katzenbilder um wieder runterzukommen“.

Wenn ein Firmenchef sagen würde, dass er für seine weiblichen Mitarbeiter einen Raum mit Keksen, beruhigender Musik und Tierbabybildern auf Dauerschleife eingerichtet hat, weil sie häufig Diskussionen nicht aushalten und ein paar Tierbabies dann helfen, dann möchte ich mal den Shitstorm sehen, der über ihn hinein bricht. „Klar, Frauen sollen nicht hart genug sein und Babies brauchen, weil ja jede Frau Babies lieben muss, sexistische Kackscheiße!!!“

Aber hier hat man ja eine andere Botschaft: Die Darstellung, wie unglaublich schlimm diese Gegenmeinung ist. Das muss traumatisieren.

Bei einigen wird es das allerdings tatsächlich: Kognitive Dissonanzen sind eben nichts angenehmes und wenn man in einer Ideologie wie dem Feminismus darauf trainiert ist, in solchen anderen Ansichten Angriffe zu sehen und die feministische Sicht als die einzig richtige, nicht hinterfragbare Meinung zu sehen, dann bewirkt eine solch vernünftig und ruhig vorgetragene Position, in der es auch noch schwierig ist, den anderen direkt dem Patriarchat zuzuordnen, weil er zum einen eine Frau ist, zum anderen angibt, selbst vergewaltigt worden zu sein und dann auch noch Feminist zu sein, natürlich wie ein Bombardement. Aufgeben kann man seine Meinung nicht, die versunkenen Kosten sind zu hoch. Also lieber zu den Tierbabies flüchten und ein paar Kekse essen.

 

„Die Rape Culture Theorie behindert die Bekämpfung sexueller Gewalt“ (RAINN)

Die Organisation RAINN ( Rape, Abuse & Incest National Network, das größte amerikanische Netzwerk gegen sexuellen Belästigung) hat eine interessante Erklärung abgegeben, in der sie sich zur feministischen Rape Culture Theorie wie folgt außern:

In the last few years, there has been an unfortunate trend towards blaming “rape culture” for the extensive problem of sexual violence on campuses. While it is helpful to point out the systemic barriers to addressing the problem, it is important to not lose sight of a simple fact: Rape is caused not by cultural factors but by the conscious decisions, of a small percentage of the community, to commit a violent crime.

While that may seem an obvious point, it has tended to get lost in recent debates. This has led to an inclination to focus on particular segments of the student population (e.g., athletes), particular aspects of campus culture (e.g., the Greek system), or traits that are common in many millions of law-abiding Americans (e.g., “masculinity”), rather than on the subpopulation at fault: those who choose to commit rape. This trend has the paradoxical effect of making it harder to stop sexual violence, since it removes the focus from the individual at fault, and seemingly mitigates personal responsibility for his or her own actions.

By the time they reach college, most students have been exposed to 18 years of prevention messages, in one form or another. Thanks to repeated messages from parents, religious leaders, teachers, coaches, the media and, yes, the culture at large, the overwhelming majority of these young adults have learned right from wrong, and enter college knowing that rape falls squarely in the latter category.

Research supports the view that to focus solely on certain social groups or “types” of students in the effort to end campus sexual violence is a mistake. Dr. David Lisak estimates that three percent of college men are responsible for more than 90% of rapes.iii Other studies suggest that between 3-7% of college men have committed an act of sexual violence or would consider doing so. It is this relatively small percentage of the population, which has proven itself immune to years of prevention messages, that we must address in other ways. (Unfortunately, we are not aware of reliable research on female college perpetrators.)

Consider, as well, the findings of another studyiv by Dr. Lisak and colleagues, which surveyed 1,882 male college students and determined that 120 of them were rapists. Of those determined to be rapists, the majority — 63% — were repeat offenders who admitted to committing multiple sexual assaults. Overall, they found that each offender committed an average of 5.8 sexual assaults. Again, this research supports the fact that more than 90% of college-age males do not, and are unlikely to ever, rape. In fact, we have found that they’re ready and eager to be engaged on these issues. It’s the other guys (and, sometimes, women) who are the problem.

Auf in diesem Text wird noch mit sehr hohen Zahlen gearbeitet, beispielsweise den bekannten „1 von 6“. Aber er kritisiert ansonsten recht nachhaltig die „Rape Culture Theorie“, die auch hier schon Gegenstand einer Vielzahl von Artikeln war.

Es ist interessant, dass sich eine solch große Organisation der Hystery, die teilweise gerade auf amerikanischen Universitätsgeländen über die Theorie der Rape Culture erzeugt wird, entgegen stellt und deutlich macht, das die Kultur Vergewaltigungen nicht unterstützt oder fördert, sondern im Gegenteil immer deren Gefährlichkeit und Verwerflichkeit hervorhebt. Es wird sogar angeführt, dass durch die Rape Culture Theorie die Bekämpfung sexueller Gewalt eher erschwert wird, weil der Focus von bestimmten vielleicht gefährlichen Personen weg auf die Kultur verlagert wird. Es wird sogar angeführt, dass man nicht eine abstrakte „Männlichkeit“ verantwortlich machen sollte, sondern eben Vergewaltiger.