Eine Anfrage in der Feminismus-Gruppe bei Reddit:
I want to raise my kids without „gender restrictions“. I want them to be able to wear dresses, or pants, or skirt, play with toy cars or dolls, I don’t want that to be restricted because of their AGAB.
AGAB wäre „assigned gender at birth“.
Eine Geschlechtsneutrale Erziehung ist schon eine sehr schwierige Sache, einmal, weil pränatale Hormone jeden Menschen bereits auf eine gewisse Weise formen und bestimmtes Spielzeug für ihn interessanter machen und dann weil es kaum möglich sein wird etwas wirklich neutral und freibestimmt (also wirklich durch das Kind bestimmt) auszugestalten. Das würde erst einmal voraussetzen, dass man eine wirklich neutrale Auswahl aller gegenderten Spielzeuge vorhält und dann vollkommen unvoreingenommen das Kind damit spielen lässt, sich also gleich verhält ob es mit dem für sein Geschlecht typischen Spielzeug spielt oder mit dem anderen.
I also want to tell family and friends to gift them something that is on a list we would give them for Christmas, instead of giving them classic gendered gifts. I don’t want them to buy gendered baby clothes either.
Mit der Vorgabe bestimmter Spielzeuge nimmt man natürlich auch bereits eine Einschränkung und eine Beeinflussung vor.
Wobei sich als „Forschungsobjekt“ eigentlich jüngere Kinder anderen Geschlechts anbieten würden, also zB wie bei mit ein Sohn mit einer älteren Schwester. Da wird häufig eine Vielzahl von Mädchenspielzeug vorhanden sein und dazu spielt dann die ältere Schwester auch noch damit, was das Spielzeug noch interessanter für das jüngere Geschwisterteil macht.
Schmidt Junior beispielsweise spielt sehr gerne mit den Barbiepferden von Fräulein Schmidt, wobei er das „Mama-Pferd“ lustigerweise als „Papa Pferd“ misgendert. Er spielt auch ganz gerne mit einer Puppe, die dann krank ist, so dass man sich noch gleich den Arztkoffer schnappen kann. Meist spielt der Dino auch gleich noch mit und will recht häufig jemanden fressen.
I don’t want my child to live the same thing that I did. I used to hate women and anything related to girlhood because of people imprisoning me in gender roles. (That includes hating myself, and thinking of me as „inferior“. As I used to be interested in stereotypically „masculine“ sciency subjects, I took it really bad.)
Und das ist glaube ich ein häufiges Problem: Man schließt von sich auf sein Kind. Und natürlich kann das Kind ebenso eine untypische pränatale Dosis Testostern abbekommen haben und sich untypisch entwickeln. Aber bei den meisten Kinder wird das nicht der Fall sind. Sie wollen vielleicht einfach ganz geschlechtsspezifisch spielen. Und der Druck sie dann davon wegzubringen ist in etwa das, was sie in ihrer Kindheit beim Zwang zum richtigen Spielen erlebt hat, nur eben umgekehrt.
Erstaunlicherweise verbieten sich in der feministischen Theorie auch alle Geschlechterneutralen Ansätze, wenn eines der Kinder trans wäre. Warum das dann bei Cis-Kindern keine Probleme verursachen soll wäre eine interessante Diskussion.
How to raise kids with someone that doesn’t know how harmful these things are ? How much time will it take for such statements to be considered the „norm“, the „right thing to do“ ?
Tja, da bleibt wohl nur der ebenfalls stark ideologisierte Partner. Und Kindergartensuche, Aussuche der Spielpartner für das Kind etc dürften auch ein Alptraum sein.
Edit : I don’t have kids yet ! That’s a very serious question, and I’m clearly not able to care for children yet as I’m still studying. I won’t give more details on this, I’m just clarifying things.
Das sie noch keine Kinder hat verwundert mich nicht. Denn solche Pläne überleben selten die erste Feindberührung, sprich die Kinder, die gar nicht einsehen wollen, dass sie nicht einfach mit dem für sie interessanten Spielzeug spielen dürfen bzw mit den Kindern, die sie nett finden und das es ein Problem ist, wenn sie als Jungs mit Jungensachen und als Mädchen mit Mädchensachen spiele.
Also, no, I don’t want to force other stereotypes on my kids. If I have a girl and she likes stereotypically girly things, then so be it. I want to offer them every possibility, not restrict them in a different way. My ultimate goal is the destruction of gender norms, not replacing the current ones with new ones. (I don’t think that’s something I’ll acheive in the average lifespan though, I know.)
Das wird wahrscheinlich nicht gehen. Denn sie will ja gerade immer ein Interesse an anderen Spielzeug wecken und wird auch immer glauben, dass sie nun den Geschlechternormen unterworfen wurde und man Gegenmaßnahmen einleiten muss.
And yes, this is very important to me. I’m very willing to educate my partner on this (but honestly that’s something I do with every person I love and care about, I love to share knowledge), and I’ll never have kids if the conditions aren’t met.
Da Wort „educate“ ist da ein interessantes Wort, weil es meist innerhalb der intersektionalen Theorien so gebraucht wird, dass man bereits im Besitz der umfassenden Wahrheit ist und andere nur über diese belehrt ohne sich wirklich auf Diskussionen dazu einlassen zu müssen oder gar Gegenansichten zur Kenntnis zu nehmen.
Noch ein paar Kommentare:
I think the short answer might be: „don’t.“ And more specifically: I think it is probably fine to have and raise children with someone who doesn’t have a strong opinion on gender. Assuming that that person admits their own ignorance and is ready to encourage and support any choice their child makes, even if they do not always „get it“. I don’t think I would generally recommend in favor of having children (or relationships, for that matter) with people who either are super married to the idea of gender norms, or easily bow to public pressure on the matter. Because if you do have a child who is genderqueer or queer or gender-nonconforming, you want them to know that their parents have their back, 100%, no matter what anyone else says. I just don’t think a young human being deserves anything less.
Ich vermute auch, dass es nichts werden kann, wenn man nicht jemanden sucht, der in einem solchen Punkt auf der gleichen Basis ist. Ein Fanatiker mit einem Nichtfanatiker, das kann nicht gut gehen
Siehe auch:
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