Studiensammlung 3: Penisgrößen, Geschlechterunterschiede und Testosteron

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51 Gedanken zu “Studiensammlung 3: Penisgrößen, Geschlechterunterschiede und Testosteron

  1. Über „High Education“ Gruppen:

    „MIT graduates cannot power a light bulb with a battery“

    Keine Hoffnung mehr für diese Welt.

  2. Ok ich ziehe die Frage zurück nachdem ich doch noch selber draufgekommen bin. Hatte noch keinen Kaffee könnte ich als Entschuldigung anführen 🙂

  3. Ich würd gern kurz die Penisform ansprechen. Die Theorie, dass die Eichel dicker ist als der Schaft wegen Spermienkonkurrenz – hat die irgendwer mal geprüft bzw. durchdacht? Ich fürchte nicht.

    Ich habe es soeben getan und darf Euch verkünden: die Vorstellung kann nur bullshit sein. Primaten mit tatsächlicher Spermienkonkurrenz haben sogar nahezu spitz zulaufende Genitalien.

    Der wahrscheinlichste Grund für die Gestalt des menschlichen Phallus ist daher female choice.

    • https://www.researchgate.net/profile/Rebecca_Burch2/publication/228466536_The_human_penis_as_a_semen_displacement_device/links/560c1e2908aea68653d354ea.pdf

      Inanimate models were used to assess the possibility that certain features of the human penis
      evolved to displace semen left by other males in the female reproductive tract. Displacement of
      artificial semen in simulated vaginas varied as a function of glans/coronal ridge morphology, semen
      viscosity, and depth of thrusting. Results obtained by modifying an artificial penis suggest that the
      coronal ridge is an important morphological feature mediating semen displacement. Consistent with
      the view of the human penis as a semen displacement device, two surveys of college students
      showed that sexual intercourse often involved deeper and more vigorous penile thrusting following
      periods of separation or in response to allegations of female infidelity

      • Diese These war mir bislang nicht geläufig. Sie klingt plausibel.

        Aber wenn es tatsächlich so sein sollte, dass der männliche Penis sich evolutionär wesentlich dafür entwickelt hat, mit Spermienkonkurrenz umzugehen, wäre daraus ja zu schließen, dass Spermienkonkurrenz ein so großes Problem war, dass es in einer bedeutenden Zahl von Fällen über Fortpflanzung ja oder nein tatsächlich entschieden hat? Heute scheint das aber eher nicht mehr der Fall zu sein. Ich würde sonst deutlich höhere Zahlen an Kuckuckskindern erwarten? Wenn man an der Penis-These festhalten will, dann müsste man wohl annehmen, dass sich die Bedingungen u.a. durch kulturelle Einflüsse seither deutlich verändert haben? Insbesondere müssten Frauen heute deutlich anders agieren?

        • „Aber wenn es tatsächlich so sein sollte, dass der männliche Penis sich evolutionär wesentlich dafür entwickelt hat, mit Spermienkonkurrenz umzugehen, wäre daraus ja zu schließen, dass Spermienkonkurrenz ein so großes Problem war, dass es in einer bedeutenden Zahl von Fällen über Fortpflanzung ja oder nein tatsächlich entschieden hat?“

          Die frage ist, wie hoch der Selektionsdruck in dem Fall sein muss. Ich glaube, dass bereits ein relativ geringer reichen kann, denn die Kosten pro Kind sind einfach sehr hoch. Die meisten anderen Primaten haben ja nicht die Kosten der Betreuung bis 16 oder darüber hinaus, wenn man auch noch die Unterstützung als Erwachsener und die der Enkelkinder hineinrechnet. Wer nichts in den Nachwuchs investiert, den trifft ein Seitensprung nur als versäumte Chance selbst Nachwuchs zu produzieren, wer viel investiert zieht eben ein Kuckuckskind groß. Selektionsdruck erfordert ein immer mal wieder auftretendes Ereignis und ist dann abhängig von den Kosten, die dadurch entstehen. Selbst wenn nur 5% Kuckuckskinder waren lohnt es sich wahrscheinlich mit einem passenden Penis das Risiko etwas zu reduzieren.

          und natürlich müsste es auch nicht bedeuten, dass es gar keine Paarbindung gab, es kann auch schlicht für den fall einer Affaire, eines „Wechsels mit Überschneidung“ (dann für beide Männer), für den Fall, dass man selbst derjenige war, der mit einer vergebenen Frau schlief oder für den Fall der Nahrungsmittelprostitution relevant gewesen sein. Wenn nur ein bestimmter Anteil Frauen, sagen wir mal die unglücklichen unteren 10% mit vielen Männern schlafen mussten, um über die Runden zu kommen, dann lohnt es sich ebenso

        • Es ist ein feature, das praktisch jeder Mann aufweist – dafür aber m.W.n. kein einziger Schimpanse. Bei Schimpansen herrscht hohe Spermienkonkurrenz; bei Menschen allenfalls eine mittlere (und bei Gorillas gar keine, weshalb man ihre Genitalien auch mit der Lupe suchen muss).

          Da ahnt man doch sofort: this shape evolved in humans only to maximize female pleasure.

        • „Es ist ein feature, das praktisch jeder Mann aufweist – dafür aber m.W.n. kein einziger Schimpanse“

          Schimpansen haben auch ein ganz anderes Paarungsverhalten: Wenn ein Weibchen schwanger ist, dann nehmen sie eben die nächste. Sie investieren quasi nicht in den Nachwuchs, jedenfalls nicht annährend vergleichbar mit Menschen.

          Es lohnt sich daher für sie auch weitaus weniger einen entsprechenden Penis zu entwickeln.

        • Bei 5% tatsächlichen Kuckuckskindern müsste die Zahl der Fälle, wo Spermienkonkurrenz relevant wird, noch deutlich niedriger liegen. Denn es wird wohl eine deutliche Mehrzahl von Fällen geben, wo Frauen Sex mit „anderen Männern“ haben ohne innerhalb recht kurzer Zeit (24h?) Sex mit einem anderen zu haben. Man müsste wohl von deutlich unter 1% der Kinder ausgehen, bei denen Spermienkonkurrenz relevant war, entsprechend extrem hoch müssten die Kosten sein?

          Bei den Kosten müssten wir auch noch bedenken, dass wir nicht über die Kosten der Frau, sondern von denen des Mannes reden. Und die sind bekanntlich, soweit sie ihm nicht von Frau und Gesellschaft übertragen werden, sehr niedrig. Der Erfolg und das post-evolutionäre Auftreten von Kurzzeitstrategien sprechen ja deutlich gegen ein übergroßes Kostenrisiko von Männern?

        • „Bei 5% tatsächlichen Kuckuckskindern müsste die Zahl der Fälle, wo Spermienkonkurrenz relevant wird, noch deutlich niedriger liegen.“

          Aber die Kosten der Aufzucht eines Kuckuckskindes sind ja auch wesentlich höher beim Menschen, gerade bei einer aktiven Vaterschaft

        • Wie soll dieses semen replacement eigentlich funktionieren?

          Bei der Bewegung der Eichel Richtung Gebärmutter dürfte fremdes Sperma eher in die Gebärmutter befördert werden, erst die entgegengesetzte Bewegung könnte Sperma „heraussaugen“.

          Der Penis arbeitet doch wohl eher wie ein Kolben. Eine Pumpwirkung könnte nur durch eine Art von Ventilen entstehen.

          Weiterhin stellt sich die Frage, was es bringen soll, fremdes Sperma, das es nicht in die Gebärmutter geschafft hat, herauszuholen.

          Das fremde Sperma ist ohnehin innerhalb einer halben Stunde im Eileiter.

        • Für eine Saugwirkung müsste die Vorhaut nach hinten zeigen, sodass sie sich beim Herausziehen aufstaut. Es ist aber anders herum.

        • Ich würde eher vermuten, dass die Verdickung der Eichel der weiblichen Befriedigung dient. Der Durchmesser des Penis bzw. seine Schwellfähigkeit könnte man als Fitness-Indikator betrachten.

      • Jetzt ist kulturanthropologisch natürlich die spannendste Frage, weshalb diese unhaltbare Erzählung so konkurrenzlos (möcht ich fast sagen) von sogenannten Wissenschaftlern verbreitet wird.

        Warum man stets untreue (oder regulär massenvergewaltigte?) Frauen voraussetzt, aber nicht, dass sich die männliche Erscheinung (an dieser prominenten Stelle) an völlig verständliche, weibliche Vorlieben anpasste.

        • Das denken viele Leute, ja. Hast Du mal mit einer Frau, die Dir hinreichend vertraut und schon mal Schwanzbilder bekommen hat darüber gesprochen? Am besten noch in der ersten Aufregung darüber?

        • Es war nicht das Foto meines Schwanzes, über das ich mit ihr sprach.

          Das Problem ist dabei für die Frau folgendes: Der Schwanz macht sie an. Aber das darf nicht sein, so billig darf sie nicht zu haben sein. Meistens bekommt sie das auch hin. Aber je schwerer es ihr fällt, umso mehr muss sie sich dagegen aufregen um die andere Seite von sich unter Kontrolle zu behalten. Das ist unangenehmer Stress. Insofern beschwert sie sich gar nicht zu unrecht. Aber die Wirkung ist trotzdem da, sie reicht nur alleine nicht.

        • @lh

          Natürlich gibt es Frauen, die das anmacht. Genauso wie es sexsüchtige und nymphomaninnen gibt. Ich finde den bei dir häufig anzutreffenden Schluß „Das seltene ist das eigentlich wahre, die anderen unterdrücken nur alles“ sehr gewagt.

        • @LH

          Das ist das selbe in Grün. Auf diese Weise kann man alles in das Gegenteil umkehren. Man muss sich nur einen guten Grund ausdenken, aus dem es verheimlicht wird, schon kann man nicht gezeigtes Verhalten als bestätigt ansehen und sogar entgegenstehende ausdrückliche Erklärungen ignorieren.

          Es fehlen aber die Fakten: Wenn es einen unterdrückten Wunsch geben würde, Penise zu sehen, dann würde ihn irgendwer kommerzialisieren. Genauso wie es bei Männern und ihrem versteckten Playboy war. Bei nackten Frauen ist das gang und gebe. Seiten mit den schönsten Penissen werden hingegen schlicht eine schwule Kundschaft ansprechen müssen. Was nicht bedeutet, dass Frauen nicht einen schönen Penis an einem für sie interessanten Mann auch anregend finden.

        • Und dass die weibliche Sexualität größtenteils als großes Mysterium dargestellt wird, wirst Du wohl kaum leugnen?

        • Nein, es gibt keinen unterdrückten Wunsch Penisbilder zu sehen. Das finden sie meistens unangenehm, weil es einen inneren Konflikt produziert. Es geht mir nur darum zur Kenntnis zu nehmen, worin der besteht und das ggf. zu nutzen.

          Ich ignoriere dabei auch kein gezeigtes Verhalten, ich interpretiere es nur anders. Ich rate dazu, genau hinzuschauen. So wie Frauen nicht einfach auf gewalttätige Arschlöcher stehen, sondern das meistens ein kompliziertes Spiel von Attraction und Comfort ist, ist es auch bei den Schwanzbildern nicht so einfach.

        • „Nein, es gibt keinen unterdrückten Wunsch Penisbilder zu sehen. Das finden sie meistens unangenehm, weil es einen inneren Konflikt produziert. Es geht mir nur darum zur Kenntnis zu nehmen, worin der besteht und das ggf. zu nutzen.“

          Dieser Konflikt ist ja erst einmal eine Behauptung. Genauso könnte es auch kein Konflikt sein, sie könnten es tatsächlich schlicht belästigend finden, weil vulgär und übertrieben sexuell, gleichzeitig aber uninteressant für sie

          Du müsstest erst einmal anzeichen für einen Konflikt darlegen, die über „eine frau meinte, sie hat dann einen Konflikt“ hinausgehen

        • Das Anzeichen für den Konflikt ist überdeutlich da: Sie regen sich immer mal wieder darüber auf und beschweren sich dann sehr emotional darüber.

          Aber schick der Frau ein Datenblatt von einem Sportwagen und sie klickt das einfach weg ohne darüber nachzudenken. Ist halt Spam, der sie nicht interessiert. Bei Schwanzbildern ist offenbar anders, wobei das auch nicht jede aufregt. Aber die Frage ist: warum regt es sie so auf? Warum werden sie darüber so emotional? Was bedeutet das?

          Natürlich ist es deswegen, weil es belästigend ist. Davon rede ich ja. Aber die Frage ist: Was bedeutet „belästigend“ und warum ist es „belästigend“ und nicht „oh, Tittenbilder, geil“, wie das bei einem Mann wäre?

          An der Stelle reden wir dann langsam auch darüber, warum männliche exhibitionistische Handlungen strafbar sind und die von Frauen nicht. Das ist nicht einfach nur Männerdiskriminierung, sondern trägt biologischen Unterschieden Rechnung.

        • Neulich sagte einer in einem Autotest, Flügeltüren bei Sportwagen würden ihm einen Ständer machen. Aber es muss wahrscheinlich vor einem stehen, um „vulgär“ zu sein.

          Meine Frage ist: Was bedeutet „vulgär“? Was meinen wir damit? Warum wird es üblicherweise negativ gesehen?

        • „Eine sexuelle Selektion auf attraktive Penise oder was meinst du?“

          Der Volksmund weiß:
          lang und schmal – Frauenqual, kurz und dick – Frauenglück

          Schimpansen haben eine Pfeil-Form, die (auf mich jedenfalls) so wirkt als sollte sie geeignet sein evtl. gar den Muttermund zu durchstoßen.

          Ein Genital mit großem Umfang auf „akzeptabler“ Länge mit Blut zu füllen, würde für Männer u.U. echte Schwierigkeiten mit sich bringen. Daher, so nehme ich an, der Trick mit der bloß verdickten Schwanzspitze, die auch bereits ausreicht das Gefühlserlebnis der Frau positiv zu verstärken.

  4. lh’s Argumentationen finde ich plausibel.

    Frauen regen sich oft über Dinge auf, die sie insgeheim mögen, oder gerne hätten. Ich merke das an Frauen, die ich gut genug kenne, so dass sie mir nichts mehr vormachen können, das sie z.B. auch über Dinge bei anderen Frauen lästern oder sich entrüsten, die sie insgeheim gerne auch hätten oder täten. Das ist also ein sehr typisches weibliches Verhalten, sich nach Außen anders zu geben, als man ist. Aber nicht nur nach außen.

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