Guten Rutsch in 2017!

Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr, ich bedanke mich für viele Besuche, Diskussionen, Anregungen und auch Unterstützung.

Ohne meine Leser und Leute, die sich hier einbringen würde das Bloggen bei weitem nicht so viel Spass machen.

Ich hoffe ich sehe euch alle im nächsten Jahr hier wieder!

Selbermach Samstag 219 (31.12.2016)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

Für das Flüchtlingsthema gibt es andere Blogs

Ich erinnere auch noch mal an Alles Evolution auf Twitter und auf Facebook.

„Wenn 150-Prozent-Mamis die Väter verdrängen“

Ein Beitrag in der Süddeutschen behandelt Mütter, die Väter wenig Raum geben:

Am Anfang dachte Jonathan Heilmann*, es sei nur eine Phase, dass seine Freundin ihm das gemeinsame Baby so gut wie nie anvertraute. Sie sei eben so glücklich, mit 41 doch noch ein Kind bekommen zu haben, dass sie es keine Sekunde aus den Augen lasse. „Löwenmutter“ nannte der Hamburger seine Freundin damals zärtlich. Er war auch ein wenig stolz, sie waren nun eine richtige Familie, noch dazu eine moderne, die sich Betreuungszeiten und -aufgaben teilen würde. So hatten sie das jedenfalls vorher besprochen.

Nach vier Monaten war Jonathan Heilmann verwirrt. „Ich fühlte mich komplett überflüssig“, erzählt er, „und ich erkannte meine Freundin kaum wieder.“ Aus der attraktiven, unbekümmerten Schauspielerin, die für ihren Beruf brannte, war, so empfand es ihr Partner, eine „150-Prozent-Mami“ geworden, die sich nur noch für Stillmahlzeiten, Verdauungsprobleme und Einschlafrituale zu interessieren schien.

Nach einem Jahr gab es Jonathan Heilmann dann auf, ein gleichberechtigter Vater sein zu wollen: „Ich erinnere mich an eine Szene auf einer Gartenparty, da riss meine Freundin mir das Kind förmlich aus den Armen“, sagt er. „Nicht einmal wickeln durfte ich es mehr. Wenn ich sie darauf ansprach, blockte sie ab. Ich hatte das Gefühl, nur noch zu stören.“

Das ist auch etwas, was gerne zu kurz kommt: Mütter, die die Rolle an sich reizen und den Vater nichts mehr machen lassen:

Jeder, der selbst Kinder oder zumindest öfter Kontakt mit Müttern hat, kennt solche Fälle. Die Freundin, die „so gerne“ endlich mal wieder einen Abend für sich hätte, aber angeblich schafft es der Papa nicht alleine, den Nachwuchs ins Bett zu bringen. Oder der Spielplatz-Bekannte, der geduldig die viertelstündlichen Kontrollanrufe seiner Frau entgegennimmt, während die Tochter vor seiner Nase friedlich Sandkuchen backt. Der Mutter-Satz, der jedes väterliche Engagement im Keim erstickt: „Lass, ich mach das schon“.

Auch hier kann es natürlich ein Sache sein, die beide Seiten erfordert: Eine Mutter, die zuviel will und ein Mann, der es zulässt, nicht weil er mit dem Kind nicht zu tun haben will, sondern weil er sich gegen die Mutter nicht durchsetzen kann und ihr nicht frühzeitig Grenzen setzt. Das kann aber natürlich auch dadurch erschwert sein, dass gerade ein Vater, der nur ein Umgangsrecht hat, das Leben durch die Mutter sehr schwer gemacht werden kann.

Zu den Gründen:

Die Wissenschaft erforscht das Phänomen des mütterlichen Kontrollbedürfnisses seit beinahe zwanzig Jahren und hat dafür den Begriff des „maternal gatekeeping“ geprägt. So belegte eine amerikanische Untersuchung aus dem Jahr 1999, dass 20 bis 25 Prozent aller verheirateten Mütter in die Gatekeeping-Kategorie fallen. Eine Langzeitstudie des deutschen Familien- und Sozialforschers Wassilios Fthenakis kam zu einem ähnlichen Ergebnis: Etwa jede fünfte Frau blockiert das väterliche Engagement im Familienleben.

Die gängige These, warum sie das machen, lautet: Gatekeeper-Mütter sehen im Vater keinen gleichberechtigten und kompetenten Elternteil. Sie verteidigen ihre Herrschaftsdomäne mit allen Mitteln, auch, weil sie daraus einen nicht unbeträchtlichen Teil ihres Selbstbewusstseins ziehen. Schließlich haben in den meisten Fällen ja sie und nicht die Väter beruflich zurückgesteckt, da wollen sie wenigstens zu Hause Chefinnen sein.

Ein sehr interessantes Zitat, auf das ich denke ich noch einige Male verweisen werde: Es ist etwas, was im Feminismus sträflich ausgeblendet wird: Macht in der Familie und der aktive Kampf von Frauen bei deren Erringung und Bewahrung. Es ist natürlich auch innerhalb der feministischen intersektionalen Theorie kaum möglich, dass die Frauen hier (strukturell bedingte) Machtpositonen haben, aus denen sie heraus handeln.

Auch interessanter Erklärungsversuch:

Beim „maternal gatekeeping“ geht es aber gar nicht um die Kinder, sondern um die Beziehung der Mutter zu ihrem Partner. „Wir haben es hier mit einer Bindungsstörung zu tun“, sagt die Münchner Paar- und Familientherapeutin Gabriele Leipold. Gatekeeperinnen seien – meist aufgrund eigener frühkindlicher Erfahrungen – unfähig, sich auf eine Beziehung mit mehr als einer Person einzulassen. Wenn in so eine Zweierbeziehung ein Kind geboren wird, kommt eine Gatekeeper-Mutter damit nicht zurecht und versucht, eine der Personen aus der neuen Dreierkonstellation hinauszudrängen – in den allermeisten Fällen den Vater. Gabriele Leipold: „Die betroffenen Frauen versuchen verzweifelt, für das Kind der wichtigste Mensch zu sein und darin den Vater, den sie als Bedrohung empfinden, zu übertreffen.“ Dabei setzten sie derart hohe Betreuungsstandards, dass der Vater, wenn er doch mal übernehmen darf, zwangsläufig scheitert.

Das Zustandekommen dieser Störung erklärt die Therapeutin tiefenpsychologisch: Nach der an sich gesunden Mutter-Kind-Symbiose finde gegen Ende des ersten Lebensjahres die sogenannte „frühe Triangulierung“ statt. „Das Kind nimmt wahr, dass da noch eine zweite Person ist, nämlich der Vater, der mit der Mutter eine innige Beziehung führt, die das Kind partiell ausschließt.“ Diese Erfahrung sei unter anderem deshalb wichtig, damit das Kind keine narzisstischen Größenfantasien entwickelt und sich als Mittelpunkt des Universums begreift: „Hat die Mutter das in ihrer frühen Kindheit selbst nicht erlebt, kann sie es später auch nicht leben.“

Ich bin immer etwas skeptisch, was diese „es liegt an der Beziehung zur Mutter und frühkindlichen Traumata“ Erklärungen angeht. Sie scheinen mir als „Just-So“ Geschichten, wenn jemand Belege dafür kennt, dann wäre ich interessiert. Der Prozess kann denke ich auch schlicht so bestehen und eine Persönlichkeitssache zu sein (weswegen sich sicherlich aufgrund des Umstandes, dass die Mutter eben genetisch stark mit der Tochter verwandt ist auch Gemeinsamkeiten im Verhalten beider finden lassen, die aber nicht kausal sein müssen)

Kleiner Jahresrückblick: Themen 2016 und was war sonst noch los

Die Zeit zwischen den Tagen bietet sich für eine Rückschau an:

Wie war das vergangene Jahr aus männerrechtlicher Sicht?

Welche Themen gab es im Geschlechterbereich?

Aus meiner Sicht war das Jahr ereignisreich:

  • Das Jahr startete bereits mit den Vorfällen in der Silvesternacht in Köln und dem Versuch, diese auch feministisch einzuordnen: Es gab die Kampagne „Ausnahmslos„, mit der dargestellt werden sollte, dass weiße Männer immer noch die schlimmsten sind und das Gerede davon, dass so etwas jährlich auf dem Oktoberfest passiert, sogar in schlimmerer Form. Wirklichen Erfolg hatte die Kampagne meiner Meinung nach nicht, sie blieb in der Wahrnehmung weit hinter dem Aufschrei zurück
  • Gewaltige Panik löste auch die Fake-Nachricht aus, dass Roosh quasi Frauen für Vogelfrei erklärt hat und sich Gruppen von Vergewaltigern überall auf der Welt treffen wollen
  • Ein weiteres großes Thema waren die Prozesse um Gina Lisa Lohfink, die letztendlich zu einer Verschärfung des Sexualstrafrechts führten, obwohl es sich nach allem, was man weiß um Falschbeschuldigungen handelte
  • Jenna Behrends beklagte den Sexismus in der Politik, wobei sich herausstellte, dass sie vielleicht schlicht eine Intrige betrieben hat
  • Ein Burka-Verbot wurde diskutiert und dabei und an der Flüchtlingskrise an sich wurde auch die Kluft zwischen intersektionalen und beauvorischen Feminismus
  • Das Verhältnis der Politik zur Meinungsfreiheit und sog. „Hate Speech“ war ebenfalls ein großes Thema
  • Trump vs Clinton wurde auch zu einem Geschlechterthema, der Mann, der Frauen einfach so belästigt vs. die Frau, die als erste Frau Präsidentin der USA werden konnte und nur am Sexismus (und nicht etwa an einer Vielzahl eigener Skandale und ihrer Gesundheit scheiterte)
  • Auch die Idee, nicht zahlenden Unterhaltsschuldnern den Führerschein wegzunehmen sorgte für Schlagzeilen
  • Kesha, Dr Luke und die Frage, ob er sie vergewaltigt hat und bereits die Anschuldigung reicht, damit sie aus dem Vertrag herauskommen kann, waren ebenfalls Thema
  • Und auch der zivilrechtliche Sieg von Kachelmann auf Schadensersatz gegen Frau Dinkel wegen Falschbeschuldigung ging stark durch die Medien
  • Die hiesige Szene betraf auch eine Artikelreihe in der Süddeutschen, insbesondere der Artikel: Maskulisten: Pöbeln für die Männlichkeit
  • Und auch die Kolumnen des Bundesrichters Fischer haben für vielerlei Aufsehen gesorgt
  • „Das Gesetz für Lohngerechtigkeit“ soll mehr Transparenz in Bezug auf den (nicht auf Diskriminierung beruhenden) Gender Pay Gap bringen
  • Auf Twitter lief #tüpischTypen
  • Es gab Diskussionen überdie Aktiven“ und „die Bloggenden
  • Der Doktorant hat angefangen Videos zu machen und steht schon bei 12.000 Abonenten
  • Ghostbusters 2016 in weiblicher Besetzung erhitzte die Gemüter
  • Milo flog von Twitter, sorgte aber auch  mit seiner antifeministischen Tour durch amerikanische Universitäten für einiges an Aufruhr
  • Die EM 2016 ist zwar kein Geschlechterthema, aber auch ein wichtiges Ereignis des Jahres

Welche Themen waren aus eurer Sicht besonders wichtig oder haben euch besonders bewegt?

Welche Blogbeiträge, hier oder in anderen Blogs, haben euch besonders gut gefalle?

 

Hier noch mal das Ganze in Umfrageform:

Prinzessin Leia und der Feminismus

Wie die meisten wohl schon wissen ist die Schauspielerin Carrie Fisher verstorben. Sie ertrank im Mondlicht, erwürgt von ihrem eigenen BH.

Ihre bekannteste Rolle war die der Prinzessin Leia in Star Wars:

Leia Organa Solo, geborene Leia Amidala Skywalker, war eine Jedi-Ritterin des Neuen Jedi-Ordens. Sie war die leibliche Tochter von Padmé Amidala und Anakin Skywalker und die Zwillingsschwester von Luke Skywalker. In den privilegierten Königshäusern Alderaans unter der Erziehung ihrer Adoptiveltern Breha und Bail Organa aufgewachsen, kam Leia bereits in frühen Jahren in die Position der Prinzessin von Alderaan. Ihr außerordentliches politisches Engagement an der Seite ihres Adoptivvaters führte dazu, dass Leia zur jüngsten Senatorin Alderaans ernannt wurde. Später führte sie die Rebellen-Allianz im Galaktischen Bürgerkrieg an und formierte als anerkannte Diplomatin die Neue Republik. Im Jahr 11 NSY wählte sie ihr Volk für zwei Amtsperioden zur Staatschefin. Außerdem ließ sie sich teilweise von ihrem Bruder in den Wegen der Macht unterweisen.

Sie wurde von vielen als eine der Vorzeigecharaktere für Mädchen gefeiert, die Prinzessin, die auch die Waffe selbst in die Hand nimmt und sich den Weg freischießt statt passiv gerettet zu werden.

Und auch in der Konfrontation mit Tarkin und Vader macht sie eine gute Figur:

Und wo wir bei „guter Figur“ sind darf auch „Slave Leia“ nicht vergessen werden:

Prinzessin Leia Sklavin-goldener Bikini

Prinzessin Leia Sklavin-goldener Bikini

Die Unabhängige Prinzessin als Sklavin bei Jabba the Hut, dass muss natürlich ein gespaltenes Verhältnis bei Feministinnen hervorrufen.

Hier beispielsweise erklärt eine Feministin ihrem Sohn diese Szenen:

“Why does Jabba the Hutt dress Princess Leia like that?”
“Because he likes to look at her body. He likes her more than just wanting to be her friend. Sometimes a person likes another person more than usual. Kind of like the way that Mommy and Daddy like each other. But what he is doing is wrong. You do not force someone to show you their body, no matter how much you like them. That is a choice two people need to make together. And what a person’s body looks like shouldn’t matter. I love you. And I would love you exactly the same no matter what you look like. Because you are my son and I love the sweet person you are becoming.”

Tatsächlich ist es sehr unwahrscheinlich, dass Jabba the Hut Leia attraktiv findet, genauso wie es unwahrscheinlich ist, dass eine menschliche Frau Jabba the Hutt körperlich attraktiv findet. Dass seine Partnervorlieben gerade auf Menschen zutreffen und nicht eher auf große wurmartige weibliche Hutts wäre jedenfalls evolutionär schwer zu erklären. Aber interessanterweise wird auch hier männliches Beehren schlicht unterstellt. Wahrscheinlicher dürfte sein, dass Leia keine Sex-Sklavin war (das wäre wohl eher der Bereich der FanFict), sondern eher ein Zeichen seiner Macht: Seht wie mächtig ich bin, eine wichtige Person ist meine Geisel. Die Sexualisierung dürfte auch eher auf menschliche Besucher gerichtet sein als auf ihn selbst.

Eine andere Abhandlung zu Leia zeigt auch den Zwiespalt, den sie auslöst:

In Return of the Jedi, Leia puts herself in harm’s way posing as a bounty hunter to save Han. Sadly, after she’s captured by Jabba the Hut, she’s notoriously objectified and reduced to a sex object in the iconic metal bikini, essentially glamorizing and eroticizing slavery. And of course she needs to be rescued. Again.

Leia gets rescued. A lot. And that’s incredibly frustrating and annoying. But Leia often subverts the sexist Damsel in Distress trope. She takes matters into her own hands to free herself and others, whether it’s shooting their way into the garbage chute in Star Wars, shooting Stormtroopers, rescuing Han (Return of the Jedi), rescuing Luke (Empire Strikes Back), or killing Jabba the Hutt. Even when she’s being rescued, Leia always spouts her acerbic opinions, refuses to back down, and asserts her identity.

Throughout the trilogy, we see Leia lead and dispense tactical information to Rebel fighters. But ultimately, her underlying role appears to be to motivate Luke on his hero’s quest and Han on his personal transformation. Although George Lucas’ original ending with Leia coronated as Queen of the survivors of Alderaan sounds pretty amazing. It also would have been great to see her begin training as a Jedi, something the books explore. But even when you have a strong female protagonist, like Leia, her story must take a back seat to the dudes.

Now, I love Star Wars. But if you stop and think about the Star Wars Trilogy, it’s pretty shitty to women.

We only ever see 3 women — Princess Leia, Mon Mothma, Aunt Beru (Luke’s aunt) — who aren’t slave girls or dancers. Men make decisions, lead battles, pilot planes, smuggle goods and train as Jedis. It’s men, men, men as far as the eye can see. Hell, even the robots are dudes.

The entire Star Wars Trilogy suffers from the Smurfette Principle. The fact that there are no other women for Leia to talk to or interact with perpetuates the notion that women’s lives ultimately revolve around men. With a marketing campaign — if you look at the poster for each film — turned Leia into nothing more than a sex object (and of course aided by the metal bikini) reifying the idea that women’s bodies belong solely to tantalize the male gaze.

Boys and men see numerous male characters to identify with or emulate. But for girls and women? We get one. Leia. Well, unless you count Aunt Beru or Mon Mothma, both of whom only get like 60 seconds of screen-time. Leia exists as the sole token female.

(…)

If it seems like I vacillate between hailing Leia a feminist icon and condemning her a sexist trope, it’s because I’m torn. Leia is a spirited, fearless and fierce female protagonist. She kicks ass. Yet she exists in a fictitious galaxy mired by sexism where women barely exist that continually puts men — their stories, their perspectives, their struggles — front and center.

Despite its massive gender and race problems, Princess Leia aided me through my childhood. For a mouthy, opinionated little girl who was always getting in trouble for voicing their thoughts, Leia emulated a confident and rebellious woman. She had crucial duties and responsibilities as a leader and revolutionary. But she didn’t give a shit what anyone thought. Unafraid to let her temper flare, she spoke her mind regardless of the consequences.

In a world that so often silences women’s and girls’ voices, Leia shone as a beacon of hope. Not only did she teach me women could be political leaders and fight for freedom. But she affirmed that women can and should fearlessly speak their minds and take charge of their lives.

Dem könnte man entgegen halten, dass ein Film, der in einem Krieg und in einem sehr rauen Umfeld spielt, in dem es wenig Sicherheit gibt, natürlich überwiegend männliche Protagonisten haben wird. Man könnte auch anführen, dass die Besetzung lediglich einer Frau die Geschichte oft fokusierter macht (es ist klar, wer gerettet werden muss) und erlaubt, intrasexuelle Konkurrenz auszublenden (was ist mit der anderen Frau, warum interessiert sich der Held nicht für sie oder sie sich nicht für den Helden? was ist, wenn er sie vor Gefahr schützt oder sie alleine ist, wie interagieren sie dann?)

Was ich an Leia noch interessant finde ist, dass sie als „feministische Heldin“ nicht in den modernen Feminismus passt, was oft bei starken Frauenrollen der Fall ist. Leia ist kein SJW, sie redet nicht über Frauenquoten, sie heult nicht, weil einer einen Spruch macht, sie findet es nicht das größte Problem, dass die Stormtropper Uniformen Diversity verbergen und prangert am Imperium nicht an, dass sie überwiegend weiße Männer beschäftigen. Sie steht für eine emanzipierte Frau, die handelt. Die tatsächlich Verantwortung übernimmt und deswegen auch entsprechende Anerkennung erfährt. Die kontert, wenn jemand einen Spruch macht und sie herausfordert.

Es wäre schön, wenn der heutige Feminismus sich tatsächlich an ihr orientieren würde.