Eine interessante Studie, die die Attraktivität von „Beschützereigenschaften“ betrifft:
Abstract
Ancestrally, physical violence from conspecifics was a recurrent adaptive problem. Did selection favor preferences for partners who are both strong (highly able) and willing to protect us from violence? Strength and willingness are interrelated, so dissociating their effects is necessary. Here we assessed both inferences and preferences. In 7 experiments (N = 4,508 U.S. adults recruited via MTurk), we systematically varied the willingness of a date or friend to physically protect you from an attack, compared to scenarios where you do not have this information. We also varied that person’s strength. Discovering that a person is willing to protect greatly increased their attractiveness as a romantic partner or friend, regardless of their strength. This held for both women and men raters, and when evaluating both opposite- and same-sex dates and friends. In fact, partners who were willing to protect were attractive even if they tried to do so but failed, and even if you were harmed because of their failure. Discovering that a partner is unwilling to protect decreased their attractiveness, and was a deal-breaker for women evaluating a male date. Unwillingness decreased attractiveness more when the rater was a woman, when the target was a man, and when the target was being evaluated as a date versus friend. Women placed some importance on a male date’s strength, but this was mostly due to inferences about his willingness to protect them. Surprisingly, we found only weak evidence that differences in strength, independent of willingness, increased the attractiveness of a partner.
Quelle: Willingness to protect from violence, independent of strength, guides partner choice
Eine interessante Studie, die Beschützereigenschaften untersucht und dabei zu einem interessanten Ergebnis kommt: Insbesondere die Bereitschaft für den anderen Einzustehen ist attraktiv und das in Bezug auf Männer und Frauen als Partner.
Bei Männern ist allerdings insbesondere die fehlende Bereitschaft zur Verteidigung unattraktiv.
Die Studie erläutert zuerst, warum das so relevant sein könnte, nämlich weil die evolutionär relevante Zeit, in der der Mensch gelebt hat, brutal war (KI-Übersetzt)
Der Vergleich von Raten tödlicher Gewalt bietet einen Einblick in das Risiko, in modernen, historischen und ursprünglichen Gesellschaften körperlich angegriffen zu werden (Daly & Wilson, 1988). In den USA liegen die durchschnittlichen Raten von Todesfällen durch zwischenmenschliche Gewalt heute bei weniger als 1 von 10.000 Personen (Daly & Wilson, 1988; Pinker, 2011, Abb. 2-4, S. 55).
Archäologische und ethnografische Daten legen jedoch nahe, dass in Jäger- und Sammler- sowie Jäger-Gartenbaugesellschaften der Anteil der Todesfälle durch zwischenmenschliche Gewalt – insbesondere durch Gewalt zwischen Gruppen (Wrangham, 2019) – im Durchschnitt etwa 15 % betrug und Werte von bis zu 60 % erreichen konnte (Pinker, 2011, Abb. 2-2, S. 49).
Am oberen Ende dieses Spektrums tödlicher Gewalt starben bei den Waorani-Jägern und Sammlern in Ecuador zwischen 50 und 64 % aller Menschen durch zwischenmenschliche Gewalt, vor allem durch Tötungsdelikte und Kriege mit benachbarten Gruppen (Larrick et al., 1979).
Am unteren Ende des Spektrums lagen die Tötungsraten bei den sogenannten „harmlosen Menschen“ (Thomas, 1958/1989) – den !Kung-Jägern und Sammlern im südlichen Afrika – auf einem Niveau, das mit den heutigen Raten in Detroit und New Orleans, zwei US-amerikanischen Städten mit hoher Kriminalität, vergleichbar war (Lee, 1979).
Bei Schimpansen, unseren nächsten phylogenetischen Verwandten, gibt es Populationen, in denen etwa ein Drittel der Männchen durch Gewalt stirbt, hauptsächlich infolge von Aggressionen zwischen Gruppen (Wilson & Wrangham, 2003; Wrangham, 1999; Wrangham et al., 2006).
Die zentrale methodische Leistung dieser Arbeit besteht darin, zwei Faktoren zu entkoppeln, die in der bisherigen Forschung stets vermischt wurden: die Fähigkeit zu schützen (operationalisiert als körperliche Stärke) und die Bereitschaft zu schützen (operationalisiert als tatsächliches Verhalten in einer Bedrohungssituation).
In sieben Experimenten mit insgesamt 4.508 US-amerikanischen Erwachsenen wurde den Teilnehmenden folgendes Szenario vorgelegt:
Man befindet sich mit einem Date oder Freund in der Öffentlichkeit, als ein betrunkener Fremder angreift. Der Begleiter sieht die Bedrohung – und reagiert entweder schützend, gar nicht (Kontrollbedingung: niemand sieht die Bedrohung rechtzeitig) oder weicht zurück.
Zusätzlich wurde die beschriebene körperliche Stärke des Begleiters systematisch variiert: schwach, durchschnittlich oder stark.
Dieses Design erlaubte es, den unabhängigen Beitrag beider Faktoren zur wahrgenommenen Attraktivität zu messen – sowohl für romantische Partner als auch für Freundschaften, und für gleichgeschlechtliche wie gegengeschlechtliche Konstellationen.
Das Design ist wahrscheinlich das einzig mögliche, man kann ja Leute nicht einfach so angreifen und schauen wie sie reagieren. Aber es hat natürlich den Nachteil, dass der Bewertende die Situation nicht erlebt und dementsprechend die „Tatsächlichen Gefühle der Situation“ erlebt. Aber ich denke es ist dennoch ein gutes Experiment, welches die Richtung zeigt.
Ergebnis 1: Schutzbereitschaft ist ein mächtiger Attraktivitätsverstärker
Der Befund ist eindeutig: Wer bereit war zu schützen, wurde gegenüber der Kontrollbedingung – also gegenüber Personen, über deren Bereitschaft keine Information vorlag – massiv attraktiver bewertet. Auf einer Skala von 0 bis 10 stiegen die Attraktivitätswerte wie folgt:
| Konstellation | Attraktivitätsanstieg (b) |
|---|---|
| Frauen bewerten männliches Date | +2,52 |
| Männer bewerten weibliches Date | +1,96 |
| Gleichgeschlechtliche Dates (homo-/bisexuelle Stichprobe) | +2,05 |
| Freundschaften (alle Geschlechter & Konstellationen) | +3,59 |
b = unstandardisierter Regressionskoeffizient auf einer Skala von 0–10; Vergleichsgröße ist jeweils die Kontrollbedingung (keine Information über Schutzbereitschaft)
Diese Effekte sind nicht trivial. Sie erklären in der Partnerwahlbedingung gemeinsam mit anderen Prädiktoren 46 % der Varianz in den Attraktivitätsbewertungen – ein für sozialpsychologische Feldstudien außerordentlich hoher Wert.
Evolutionsbiologisch ist das konsistent mit der sogenannten Bodyguard-Hypothese (Mesnick, 1997; Wilson & Mesnick, 1997): Der Schutz vor männlicher Aggression, insbesondere in Kontexten häufiger Gruppengewalt, war ein fitnessrelevanter Vorteil, den ein Partner einbringen konnte. Die Autoren schreiben dazu:
„Discovering that a person is willing to physically protect you […] was very attractive to both women and men, in both opposite- and same-sex dates, and in friends of both sexes.“
(Barlev et al., S. 52)
Die Bereitschaft jemanden zu schützen – und dafür auch eigene Verletzungen in Kauf zu nehmen – ist auch ein guter Indikator dafür, dass einem die entsprechende Person tatsächlich etwas bedeutet, weil es ein Signal mit evtl hohen Kosten ist, also ein „Costly Signal“. Der Angreifer kann einen ja tatsächlich schwer verletzen.
Interessant ist auch, dass der Anstieg in der Freundesgruppe sogar der Höchste ist. Vielleicht weil man von einer romantisch interessierten Person eher solche Opfer erwartet, nicht aber unbedingt von jemanden in einer reinen Freundschaft. Es ist vielleicht auch ein Zeichen, dass man für den anderen eine hohe Bedeutung hat, was ihn evtl. wieder für eine romantische Anziehung interessant macht.
Ergebnis 2: Unwilligkeit ist ein Deal-Breaker – vor allem für Frauen
Noch aufschlussreicher als der positive Effekt der Schutzbereitschaft ist der negative Effekt ihrer Abwesenheit. Wer die Bedrohung sah und sich dennoch abwandte, verlor drastisch an Attraktivität:
| Konstellation | Attraktivitätsverlust (b) |
|---|---|
| Frauen bewerten unwilligen männlichen Date | –3,30 (nahe Skalenboden, ~1–2 von 10) |
| Männer bewerten unwillige weibliche Date | –0,73 |
Dieser Unterschied ist bemerkenswert: Der Attraktivitätsverlust bei Frauen war mehr als viermal so groß wie bei Männern. Männliche Dates, die wegtraten, wurden von Frauen nahezu vollständig aus dem Kandidatenpool ausgeschlossen. Die Autoren bezeichnen das ausdrücklich als:
„a deal-breaker for women evaluating a male date“
(Barlev et al., S. 2)
Das entsprichtden evolutionären Erwartungen. Frauen sind aufgrund des ausgeprägten sexuellen Dimorphismus beim Menschen – besonders bei Oberkörperkraft und Körpermasse – physisch verletzlicher als Männer. Sie sind häufiger Ziel sexueller Gewalt und waren in ancestralen Umwelten in besonderem Maße auf koalitionären Schutz angewiesen. Dass ein Partner, der diese Bereitschaft explizit verweigert, für Frauen nahezu unwählbar wird, ist aus dieser Perspektive keine Überraschung – es ist das erwartete Ergebnis evolutionärer Selektion auf Schutzbedürfnis.
Männer erwarten in der Hinsicht wahrscheinlich nicht, dass die Frau sich schützend vor sie stellt und machen daher zwar immer noch einen Abzug, aber einen deutlich kleineren.
Es gibt ja die alte Idee, dass man als Mann jemanden dafür bezahlen sollte, dass er einen auf dem Nachhauseweg mit der Freundin / dem Date überfällt und man schlägt ihn dann heldenhaft in die Flucht. Nach der Studie hat diese Idee (abgesehen von ihrer ethischen Betrachtung) einiges für sich.
Ergebnis 3: Körperliche Stärke wirkt fast ausschließlich indirekt
Eines der überraschendsten Ergebnisse betrifft die Rolle körperlicher Stärke. Zwar bewerteten Frauen stärkere männliche Dates geringfügig attraktiver (b = +0,56), doch eine Mediationsanalyse zeigt, dass dieser Effekt fast vollständig über die erschlossene Schutzbereitschaft vermittelt wird – nicht über die Stärke an sich:
| Mediationspfad | Effektgröße (b) | Einordnung |
|---|---|---|
| Stärke → Fähigkeit → Willingness → Attraktivität | 1,07 | Hauptpfad, hoch signifikant |
| Stärke → Fähigkeit → Attraktivität (direkt) | 0,14 | Nur 1/8 so groß |
| Direkter Effekt Stärke → Attraktivität | –0,04 | Nicht signifikant |
Die Autoren ziehen daraus eine klare Schlussfolgerung:
„The main reason women judge stronger men as more attractive is that stronger men are thought to be more willing to protect them.“
(Barlev et al., S. 23)
Stärke ist demnach kein eigenständiger Attraktor, sondern ein Signal – und was sie signalisiert, ist Schutzbereitschaft. Für die Evolutionsbiologie ist das kohärent: Was letztlich zählt, ist nicht die rohe Ressource Muskelkraft, sondern die Wahrscheinlichkeit, dass diese Ressource für einen eingesetzt wird. Stärke ohne Bereitschaft hat für den Schutz Empfangenden keinen Nutzen.
Ich bin noch nicht so sicher, ob man das aus dem Szenario so endgültig rauslesen kann. Frauen finden ja auch so sportliche und große Männer attraktiv, auch wenn sie gerade nicht überfallen werden. Aber der Umstand des potentiellen Schutzes könnte eben auch da eine Rolle spielen.
Ergebnis 4: Schutzbereitschaft zählt auch beim Scheitern
Ein weiterer stringenter Test fragte: Ist ein Partner noch attraktiv, wenn er oder sie zwar schützen will, aber scheitert – also vom Angreifer zu Boden geworfen wird? Und selbst wenn man dadurch verletzt wird? Die Antwort ist eindeutig: ja.
| Bedingung | Ø Attraktivität (Skala 0–10) |
|---|---|
| Willing & succeeds (Frauen bewerten männlichen Date) | ~7,8 |
| Willing & fails (Frauen bewerten männlichen Date) | ~7,4 |
| Kontrollbedingung (keine Information über Bereitschaft) | ~5,0 |
| Unwilling | ~2,3 |
Der Attraktivitätsbonus eines schutzwilligen Partners bleibt nahezu vollständig erhalten, selbst wenn der Versuch scheitert – obwohl die Teilnehmenden sehr wohl registrierten, dass ein gescheiterter Beschützer als weniger fähig einzustufen ist. Die Fähigkeitseinschätzung sank, die Attraktivität aber kaum.
Evolutionsbiologisch ist das gut erklärbar. Ein einzelner Misserfolg in einem Kampf ist kein verlässlicher Indikator für generelle Unfähigkeit – situative Faktoren spielen stets eine Rolle. Entscheidend ist das Verhaltensmuster, das auf ein stabiles Motivationssystem schließen lässt. Wie die Autoren anmerken:
„Whatever led to your failure today […] might not lead to your failure tomorrow.“
(Barlev et al., S. 57)
Wer bereit ist, sich für einen in Gefahr zu begeben, zeigt damit etwas Tieferes als Kompetenz: Er oder sie zeigt, wie hoch man im subjektiven Welfare-Kalkül des anderen gewichtet wird.
Wäre allerdings interessant, dass noch nach der Unfähigkeit im Kampf an sich zu bewerten und wie es danach weiter geht (er raubt sie aus oder wendet auch ihr gegenüber Gewalt an, wie stark ist der Angreifer etc)
Ich könnte mir vorstellen, dass gerade bei einem als sehr stark angenommenen Angreifer die Bereitschaft mehr zählt, da sie da ja auch nicht erwarten kann, dass er oder ein anderer normaler Mann da gewinnt. Interessant wäre es, wenn der Gegner nicht stark/gefährlich ist und das Date sich besonders dumm verhält, also Unfähigkeit demonstriert.
Ergebnis 5: Romantische Partner werden strenger bewertet als Freunde
Die Unwilligkeit zum Schutz wird bei romantischen Partnern deutlich härter bestraft als bei Freundschaften:
| Beziehungstyp | Attraktivitätsverlust bei Unwilligkeit (b) |
|---|---|
| Romantischer Partner | –2,08 |
| Freund / Freundin | –0,73 |
Das ist evolutionär plausibel. Freundschaften sind multifunktional – sie werden aus vielen Gründen geschlossen, und kein einzelnes Merkmal ist per se ausschlusgebend. Romantische Partnerschaften hingegen sind in ancestralen Umwelten enger mit physischer Ko-Präsenz, gemeinsamer Nachkommenschaft und gegenseitiger Abhängigkeit verbunden. Die Anforderungen an die Bereitschaft zum Schutz sind dort entsprechend höher.
Einordnung: Was sagen uns diese Befunde über menschliche Psychologie?
Die Autoren diskutieren, ob die gefundenen Präferenzen Ausdruck eines domänenspezifischen kognitiven Systems für Schutz-Willingness sind oder durch ein allgemeines Welfare-Tradeoff-System erklärt werden könnten – also durch die Fähigkeit, aus kostspieligem Verhalten auf den allgemeinen Wert zu schließen, den eine Person einem selbst beimisst.
Gegen die rein domänenallgemeine Erklärung spricht, dass die Effekte von Bereitschaft und Nichtbereitschaft keine Spiegelbilder sind: Während Bereitschaft die Attraktivität universell steigert, zeigt Unwilligkeit stark asymmetrische Effekte entlang von Geschlecht und Beziehungskontext. Ein rein kostenbasiertes Kalkül würde das nicht vorhersagen. Am wahrscheinlichsten erscheint eine hybride Architektur: domänenspezifische Systeme, die auf Signale physischer Schutzbereitschaft sensibilisiert sind, eingebettet in ein allgemeineres System zur Schätzung sozialer Wertschätzung.
Fazit
Diese Studie ist methodisch sorgfältig, theoretisch gut verankert und liefert Befunde von erheblicher Bedeutung für das Verständnis menschlicher Partnerwahl. Sie zeigt: Menschen – Männer wie Frauen, heterosexuell wie homosexuell – bevorzugen Partner und Freunde, die bereit sind, für sie einzutreten. Körperliche Stärke ist dabei kein eigenständiges Attraktivitätsmerkmal, sondern ein Proxy für Schutzbereitschaft.
Dass diese Präferenzen in einer modernen Gesellschaft aktiv sind, in der die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich körperlich angegriffen zu werden, verschwindend gering ist, illustriert einen zentralen Befund der Evolutionspsychologie. Die Autoren bringen es auf den Punkt:
„These ancestral social ecologies left their fingerprints on the design of our modern psychology.“
(Barlev et al., S. 3)
Die Studie zeigt, dass Frauen nicht primär körperliche Stärke suchen, sondern Schutzbereitschaft – und Stärke nur insofern schätzen, als sie als Signal für diese Bereitschaft gelesen wird. Das Bild des „starken Mannes“, das kulturell so wirkmächtig ist, wäre demnach eine Vereinfachung eines komplexeren psychologischen Suchmusters: Gesucht wird nicht der Stärkste, sondern derjenige, der bereit ist, seine Stärke – welcher Art auch immer – für einen einzusetzen.
Ob Frauen dieses Muster bewusst „einfordern“ oder ob es sich als unbewusste Präferenz äußert, lässt die Studie offen. Die Befunde sprechen aber dafür, dass es sich um ein tiefes, kulturunabhängiges Motivsystem handelt: Es zeigte sich gleichermaßen bei heterosexuellen wie homosexuellen Frauen, bei der Bewertung von Langzeit- wie Kurzzeitpartnern, und bei Freundschaften ebenso wie bei romantischen Beziehungen.
Interessant ist schließlich die Frage, ob dieser Selektionsdruck auch umgekehrt funktioniert – ob also Männer, die in einer Kultur aufwachsen, in der Schutzbereitschaft erwartet und belohnt wird, dieses Verhalten stärker internalisieren. Die Studie kann das nicht beantworten. Aber sie liefert den entscheidenden Baustein: Die Präferenz ist real, sie ist stark, und sie ist robust gegenüber situativen Variationen. Das genügt, um einen evolutionären Wirkungsmechanismus zu plausibilisieren.
Was das gesellschaftlich bedeutet, ist eine offene Frage. Man könnte argumentieren, dass weibliche Schutzpräferenzen traditionelle Rollenbilder stabilisieren – oder umgekehrt, dass das zugrunde liegende Muster (Verlässlichkeit, Einsatz für andere, emotionale Präsenz in Gefahrensituationen) ein Ideal beschreibt, das weit über körperliche Dominanz hinausgeht. Beide Lesarten sind mit den Daten vereinbar. Was die Daten nicht zulassen, ist die Schlussfolgerung, dass diese Präferenzen kulturell konstruiert oder beliebig veränderbar sind. Sie sind, nach allem, was die Studie zeigt, tief in der menschlichen Partnerwahl-Psychologie verankert.
(ja, teile des Artikels habe ich einer KI-Zusammenfassung entnommen)
