Selbermach Samstag 131 (11.04.2015)

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade?

Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs? (Schamlose Eigenwerbung ist gerne gesehen!)

Welche Artikel fandet ihr in anderen Blogs besonders lesenswert?

Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

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208 Gedanken zu “Selbermach Samstag 131 (11.04.2015)

  1. Und Extra 3 macht weiter. Diesmal sind Männerrechtler also gleichzustellen mit Pegida. Bravo, ganz großes Kino.

    Ich hab die Sendung früher echt gerne geguckt. Mittlerweile ist es nur noch zum frendschämen.

    • HA. HA. HA.

      Mahatma Gandhi : First they ignore you. Then they laugh at you. Then they fight you. Then you win.

      Ignoriert haben sie uns lange und tun es teils noch. Gelacht haben sie wenig über uns, das Fernsehen geht aber wie man hier sieht zu über. Bekämpft und mit Breivik verglichen haben sie uns auch schon. Das kommt nicht alles so in der Reihenfolge, wie Gandhi es gesagt hat, aber es kommt.

      Ob wir gewinnen? Die Zustimmung in der Bevölkerung wird jedenfalls immer größer, meine ich zu beobachten, ob es nun um Kritik am Feminismus oder an der Genderei geht.

    • ät Paul:
      Vor ein paar Wochen haben sie es immerhin hinbekommen, sich über die Dortmunder Ampelweibchen-Aktion lustig zu machen.
      Ein seltener Lichtblick.

      Tatsächlich ist aber das Schweigen der Kabarettisten zum Genderismus dröhnend laut. Obwohl die Genderspinner ja nun wirklich genug Material liefern – und das fast im Tagestakt.

      Allein daran zeigt sich die geistige Sterilität Europas: Kritische Meinungen zum herrschenden PC/Gender-Zeitgeist sind derart indiskutabel geworden, daß es sich niemand mehr leisten kann, zu widersprechen.
      Bzw. sind die Intellektuellen derart hirngewaschen, daß sie gar nicht mehr auf die Idee kommen, Widerspruch zu erheben.

      • Ich weiß. Allerdings war das mehr von der politischen Seite als von der Gender Seite, und Politik ist immer gern gesehen in der Satire. Und ganze ehrlich, wenn Männerrechtler etwas dermaßen unsinniges verzapfen bin ich der erste der bei der Satire dazu laut lacht. Der Beitrag ist aber einfach nur schlecht gemacht. „Hoho, Gruppe 1 die wir nicht mögen sind wie die Gruppe 2 die im Moment alle hassen, dann hassen auch alle Gruppe 1.“ Ich lach mich schlapp.

        Aber wenn man intelligente Satire machen will, muss man sich mit dem Thema um das es geht beschäftigen, und das kann man offenbar nicht verlangen. Schade eigentlich.

        • Stimmt.

          Wie andere Medien auch stürzt der Sender ideologisch und propagandistisch platt ab.

          Liegt wohl auch an den Redakteurinnen und Redakteuren, die fast alle Ideologen sind, eigentlich eher schon Neo-Faschos.

          Und zwar auf der Ebene, die du auch schon andeutest.

        • ät Paul und Petp:

          Na, verarsch mal Genderpolitik im großen! Zum Beispiel das Frauenquötchen. Die ZDF-heuteshow hatte lediglich kritisiert, daß die Quote zu klein war.
          Auf die Idee, daß damit Goldene Röcke gezüchtet werden, kam niemand. Auch fiel es keinem Satiriker ein, darauf hinzuweisen, daß das Quötchen Frauchen wie Schwesigchen dient, nach der Politkarriere in der Industrie abzukassieren.

          Nur Dieter Nuhr traut sich was. Ein bißchen. Lann Hornscheiß und der Lesbenfriedhof wurden mal kurz erwähnt.

        • Nuhr bläßt meist auch ins gleiche Horn. Selbst Claus von Wagner, der sonst mit allem ziemlich streng ins Gericht geht nimmt Frauenquote und ähnliche Konzepte ungefragt auf, und begegnet dem Thema mit den üblichen Klischees. Sehr schade.

          Das Problem ist halt, dass das alles auf Gemeinplätzen aufgebaut ist. „Frauen sind unterdrückt“, weiß doch jeder. Und somit ist das Wahrheit. Für die meisten würde es viel zu lange dauern dem Publikum das Thema zu erklären UND dann noch einen Witz zu machen. Zum Mittleren Osten oder ähnlichen Sachen ist mittlerweile genug Skepsis vorhanden, dass eine längere Sequenz, die das Thema tiefer beleuchtet, durchaus möglich ist (siehe Die Anstalt). Aber die Interpretationshoheit in der Genderfrage bleibt nach wie vor beim Feminismus und dessen geistigen Kindern.

      • „Kritische Meinungen zum herrschenden PC/Gender-Zeitgeist sind derart indiskutabel geworden, daß es sich niemand mehr leisten kann, zu widersprechen.
        Bzw. sind die Intellektuellen derart hirngewaschen, daß sie gar nicht mehr auf die Idee kommen, Widerspruch zu erheben.“

        Es gibt Ausnahmen:

        • ät DR Cali:

          Kennste die „ehemaliger Softie“-Nummer von Pispers? Genial!
          Da spielt er einigen ehemaligen Frauenversteher, der etliche Freundinnen hatte, von denen ihn aber keine ran ließ. Die schliefen lieber mit Machos.
          Als er dann auf Motorrad und Lederjacke umsattelte, bissen die Frauen plötzlich an.

    • Hab gerade Saturday Night Live Season 40 Episode 14 S40E14 Dakota Johnson gesehen. Im letzten Sketch hat sich ne Frau auf einen Job beworben, bei einem Mann, und er ihr dann so direkt ins Gesicht: „Aber weil du eine Frau bist, bezahl ich dir weniger“. Und sie dann so: „Aber ich kann das und ich bin auch besser ausgebildet.“ (Als wer, frag ich mich da?)

      Es gibt ein paar intelligente Show in den USA, die ich jetzt schon seit mehreren Jahren sehen. Aber seit dem letzten halben Jahr, kommt in mindestens jeder 3. Folge bei SNL oder auch bei der Daily Show irgendeine der feministischen Mythen auf den Tisch. USA sind das beste Land der Welt, wird dort auch immer wieder wiederholt. Wahr wird das dadurch auch nicht.

      • Es gibt ein paar intelligente Shows in den USA, die ich jetzt schon seit mehreren Jahren sehe.*

        Ich frag mich was es bringt Frauen einzureden, dass sie weniger Geld verdienen. ist das so wie mit den Matheleistungen. Wenn man da den Schülern im Vorfeld einredet, das sie das nicht können, schneiden sie auch schlechter ab. Und hier soll jetzt erreicht werden, das Frauen bei Gehaltsverhandlungen gleich weniger verlangen, weil sie ja denken das man sie ansonsten ja nicht einstellt, weil Frau und so. Die Männer müssen dann auch zwangsweise mit dem Lohn runtergehen…

        • Dieses Einreden halte ich generell für ein gefährliches Problem. Auch und gerade diese „zu wenig Frauen in MINT“ und ähnliche Sachen, das sind selbst erfüllende Prophezeiungen, und wird alles was es behauptet verbessern zu wollen nur noch schlimmer machen.

      • Ja, das ist mir auch aufgefallen. Kennst du den Men’s Rights Activist Sketsch von SNL? Der ist sogar noch Schmerzhafter zu gucken als Extra 3. Absolut idiotisch.

        Die Daily Show geht sogar. Viel schlimmer fand ich Last Week Tonight, die teilweise richtig brutal die alten widerlegten Thesen durch die Manege gezerrt haben. Und Colbert hat es gegen Ende auch immer mehr übertrieben.

  2. Jippiiieeeeeh, Selbermach-Samstag. Endlich wieder öffentlich den Feminismus durch den Kakao ziehen, solange es noch legal ist. (vgl. z.B. http://www.blu-news.org/2013/09/26/eu-will-feminismus-kritik-verbieten/)

    Alles fällt, wie üblich, unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter.

    Birgit Kelle:

    http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/10007-die-spd-will-das-betreuungsgeld-kippen

    Alleine schon die Idee, man würde so kleine Kinder durch ein Betreuungsgeld daran hindern, sich zu „bilden“, und als würden Eltern, die ihre eigenen Kinder in dem Alter betreuen, ihnen „Bildung“ vorenthalten, ist haarsträubend. Die Bildungsmisere wird sich durch die viele Fremdbetreuung verstärken, man denke nur an die Cortisolprofile von Krippenkindern, die denen von Managern ähneln, und an die bleibenden psychischen Macken, die damit einhergehen! Alleine der Begriff „Bildung“ im Hinblick auf so kleine Kinder und die Unterstellung, Eltern würden ihren so kleinen Kindern in Sachen „Bildung“ schaden, ist so ziemlich das Absurdeste, was ich je über Bildung gehört habe. Kinder in dem Alter erkunden noch die Welt, sie lernen vieles, was erst die Vorraussetzung für „Bildung“ in weitaus höherem Alter ist. Und diese Vorrausetzungen erwerben Kinder am ehesten noch in der Familie. Im übrigen sollte man derart kleine Kinder nicht schon unter dem „Bildungs“-Aspekt sehen. Genau dadurch, aber auch bei größeren Kindern und Jugendlichen, wird man durch diese radikale Fixierung auf die „Bildung“ meines Erachtens eher noch verhindern, dass sie sich zu gebildeten Menschen entwickeln werden, dass sie ein positives Verhältnis zur Bildung entwickeln.

    Eigentlich müsste jeder, der noch halbwegs bei Verstand ist, das Frieren kriegen, wenn im Bezug auf drei- und vierjährige Kinder schon von „Bildung“ die Rede ist. Überhaupt haben wir, auch bei älteren Kindern und Jugendlichen, zu viel Förderwahn, eine zu krampfhafte Orientierung darauf, die Möglichkeiten des Kindes in Sachen Bildung auszureizen, und diesbezüglich eine viel zu dilletantische Vorgehensweise. Genau diese radikale Fixierung auf die Bildung verhindert Bildung meiner Einschätzung nach oft sogar. Kinder spüren die enorme Erwartungshaltung, die hinsichtlich der mittlerweile heiligen Bildung auf ihnen lastet. Und genau das bremst sie in ihre kindlichen, gesunden Neugier auf die Welt. Wenn dann dieser ganze Irrsinn kommt, dass Kinder im Grundschulalter schon um den Sprung aufs Gymnasium kämpfen müssen (Wer im Grundschulalter schon darum kämpfen muss, ist meines Erachtens meist eh nicht fürs Gymnasium geeignet. Chancen muss er darauf allerdings noch bekommen z.B. nach Klasse 10 Realschule.), dann ist meines Erachtens der Zug schon abgefahren, dass das Kind sich überhaupt noch gemäß seiner Begagungen, Neigungen und Fähigkeiten vernünftig entwickeln kann. Wenn Kindergärten heutzutage Grundschulen Informationen über jedes Kind zukommen lassen, wie sie sich in Sachen „Bildung“ während der Kindergartenzeit entwickelt haben, dann ist das schlichtweg unnötig und verrückt.

    Eltern machen bei ganz kleinen Kindern sicherlich mehr richtig als Krippen, zumindest meistens. Eltern machen später eher viel falsch, wenn sie z.B. ihrem Kind das Erlernen eines Musikinstruments aufdrängen oder aufzwingen – meist bringt das dem Kind nämlich rein gar nichts, und es entwickelt dadurch auch kein brauchbares Können. Es wird auch nicht intelligenter in anderen Bereichen dadurch. Für ein Schulfach wie Latein gilt ähnliches: Massen belegen es und entwickeln dabei kein richtiges Können, sondern krebsen jahrelang nur darum und lernen dadurch nicht das, was sie gut lernen könnten. Wir haben an den Schule zu wenig Wahlmöglichkeiten. Und Eltern drängen ihr Kind oft deshalb zur „höheren“ Bildung wie zum Sprung aufs Gymnasium, zu einem „Elitefach“ wie Latein und zu Musikinstrumenten, weil sie ihr Kind als Vorzeigeobjekt missbrauchen wollen, nicht, weil sie ihrem Kind selbst gut wollen. Oder weil sie „Bildungsängste“ haben, deshalb natürlich auch. Das ist aber alles irre! Und kaum einer hat dabei Ahnung von Bildung: Ein gutes Beispiel dafür, wie wenig sich Menschen mit Bildung auskennen, ist die Tatsache, dass nach dem PISA-Schock von 2001 die Anzahl der Gymnasiasten, die Latein wählten, zunahm (!). Da hatten Eltern, die glaubten, die Schule müsse für ihre Kinder nur schön schwierig sein und würde dadurch automatisch positiv wirken, ihren Kindern Latein aufgedrängt/aufgezwungen. Natürlich ohne darauf zu achten, dass der PISA-Test mit Latein überhaupt nichts zu tun hat, dass Latein, wie Gehirnforscher längst wissen, Kinder eben nicht in anderen Fächern intelligenter macht, und dass der typische Lateinschüler sowieso kaum was in dem Fach kann und damit jahrelang überfordert ist. Zum Endergebnis äußerte sich mal ein Kenner der Materie sinngemäß mit „Noch nie haben so viele Schüler so schlecht Latein gelernt wie heute.“ Genau das ist es: Eltern zwingen ihren Kindern immer die höchste Bildung auf, die es gibt, und erreichen damit für die meisten Kinder rein gar nichts. Der zeitgleich nach dem PISA-Schock stark gestiegene Prozentsatz aller Gymnasiasten von allen Schülern ist ebenfalls großer Murks. Mittlerweile besucht über die Hälfte aller Fünftklässler das Gymnasium. Das kann nicht gut gehen. Chronisch überforderte Kinder entwickeln sich nicht mehr richtig, und eine derart große Zahl von Abiturienten und Akademikern braucht kein Arbeitsmarkt der Welt. Die haben hinterher massenweise Abitur und Hochschulabschluss, und können dann in die Lehre gehen, um einen Job in einem klassischen nichtakademischen Bereich zu machen.

    Wer Bildung will, der sollte sich dafür einsetzen, dass Kinder mit ihr weitaus mehr in Ruhe gelassen werden, und dass sie später dann im wirklich bildungsfähigen Alter endlich auf vernünftige Schulen und Hochschulen treffen und nicht auf die, die wir jetzt haben. Es ist schon krass, dass diejenigen Politiker, die den Bologna-Prozess mitverantwortet haben oder ihm zumindest keinen Widerstand geleistet haben, und damit das „Bulimie-Lernen“ mit dem Kurzzeitgedächtnis und unter hohem psyschischen Druck Massen von Studenten verordnet haben, dass die ausgerechnet bei Kleinkindern mit der „Bildung“ argumentieren, um das Betreuungsgeld zu diskreditieren.

    Mehr dazu hier – ich denke, Wolfgang Bergmann hatte zu Lebzeiten davon viel Ahnung:

    So, nun aber wieder zurück zum Feminismus und der Genderei:

    Auf Birgit Kelles Radiosendung sei auch noch hingewiesen:

    http://www.kingfm.net/

    Nicht-Feminist:

    http://nicht-feminist.de/2014/11/naechstes-treffen-in-berlin/

    http://nicht-feminist.de/2015/04/zitate-der-zitate-sechzehnte-teil-no-means-no/

    http://nicht-feminist.de/2015/04/tanjas-bh-wir-alle-wollen-tanjas-bh/

    Pelzblog:

    http://www.pelzblog.de/2015/04/das-geheule-von-frauen-kurzhaarige-frauen-leben-mit-stereotypen-und-vorurteilen/

    Danisch:

    http://www.danisch.de/blog/2015/04/10/verfassungsfeindliche-organisation-jusos/

    http://www.danisch.de/blog/2015/04/10/us-geheimdienste-an-deutschen-hochschulen/#more-10372

    http://www.danisch.de/blog/2015/04/10/uni-wurzburg-studenten-zwingen-studenten-zur-political-correctness/

    http://www.danisch.de/blog/2015/04/09/es-gibt-4000-geschlechter/#more-10357

    Mann-om-man:

    http://mann-om-man.blogspot.de/2015/03/alleinerziehende-werden-durch-die-spd.html

    Hier mal wieder das Gendergaga der Woche:

    http://www.taz.de/!156289/

    …und der Surftipp des Tages:

    https://karstenmende.wordpress.com/

    Sonst, DIE Informationsquelle zum täglichen Gebrauch, gerade auch für Journalisten, die noch richtig recherchieren, statt wie auf der Schule den Blödsinn von anderen abzuschreiben:

    http://genderama.blogspot.de (URL gut zum Weiterverbreiten in Kommentarspalten der Mainstreammedien geeignet, da Linklisten dort eher zensiert werden.)

    Da ist alles höchst relevant – deshalb verlinke ich die einzelnen Artikel nicht mehr extra, von Ausnahmefällen abgesehen.

    Das hier

    https://allesevolution.wordpress.com/2015/01/31/ubersicht-evolution-evolutionare-psychologie-und-partnerwahl/

    ist ein guter Überblick über die Theman hier bei Allesevolution. Wer richtig professionell mit „biologistischen“ Argumenten „trollen“ will, dem sei dieser Überblick sehr empfohlen, gerade auch Autoren & Journalisten.

    Auch sonst sag ich nur: Weiterverbreiten, wenn möglich auch „offline“ (z.B. Weitersagen, Flugblätter)

    http://frauengewalt.wordpress.com/ (Auch auf einer meiner beiden „supitollen“ Listen zu finden. Extra-Verlinkung als besondere Empfehlung! Da sind die Studien drin, die zeigen, dass es in Sachen häuslicher Gewalt eine Pattsituation zwischen den Geschlechtern gibt.)

    Liste des radikalfeministischen Hate Speech:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/02/22/selbermach-samstag-lxxiii/#comment-112353

    Normale „supitolle“ Liste:

    https://allesevolution.wordpress.com/2014/04/19/selbermach-samstag-lxxxi/#comment-118618

    http://femokratie.com/tatort-diese-vaeter-sind-zum-grauen/04-2014/comment-page-1/#comment-31698 (nicht meine Liste, aber nicht schlecht)

    Zu guter Letzt: Meine Reihe „Feministinnen mit Tierfilmszenen ärgern“ (Hintergrund: http://www.spiegel.de/spiegel/a-457053.html), heute: Elefant

    Und, ihr Gendersens, wieviele Geschlechter braucht man dafür? 2, 16, 60, 4000 oder unendlich viele? Und warum ist das Männchen beim Elefanten eigentlich größer als das Weibchen? Glaubt ihr wirklich, dieser Geschlechtsunterschied sei „sozial konstruiert“?

    • ät Matthias:

      Nu mach doch mal Sternchen ums GenderGaga, sonst sieht man es doch gar nicht in der langen Liste.

      Zur Herdprämie: Birgit Kelle u.a. gehen davon aus, daß der unbedingte Wille der Genderologen zur Fremderziehung daher rührt, so die Kinder aus der konservativen Elternhand herauszubekommen.

      Das läuft so ähnlich wie in den israelischen Kibbuzen der 20er: Die waren so streng sozialistisch und gleichmacherisch, daß jeder jede Arbeit machen mußte, und die Kinder kurz nach der Entwöhnung in ein internes Heim gesteckt wurden, damit die Eltern ihnen nicht überkommene Ansichten beibringen konnten.
      Ist völlig in die Hose gegangen: Heute machen in den Kibbuzen Männer Männerjobs und Frauen Frauenjobs. Die Kinder bleiben wieder bei der Mutter.

      Der Bildungswahn ist auch so eine Sache: Klar, in einem reichen Land, wo fast alle Mittelschicht sind, will halt jeder die nächsthöhere Stufe zumindest für die KInder.
      Problem dabei: Nur wenige wollen dafür auch richtig was tun; Ingenieure und Chemiker haben wir zu wenige.
      Gelaber-Wissenschaftler wie Germanisten, Soziologen und Genderologen, wirtschaftlich und infrastrukturell völlig nutzlos, dafür viel zu viele.

      Die frühkindliche Über-„Förderung“ mit Latein, Mandarin-Chinesisch und diversen Musikinstrumenten dürfte den Drang nach entspannter Hochschulbildung im Bereich der GSGW eher noch befördern. Die erwachsenen KInder dürften den Ausstieg aus dem Leistungszwang regelrecht genießen.

      Hier übrigens noch ein zweites
      *************GenderGaga der Woche**********************
      – von Birgit Kelle inspiriert –

      Das Referat „Gleichstellung“ des Astas der Uni Würzburg fordert die Abschaffung der Erstsemester-Tüten wegen des heteronormativen und sexistischen Inhaltes.
      Ja, kein Wunder, zu meiner Zeit gab es immer Männer- und Frauentüten. In den Männertüten waren Männerhefte, Rasierklingen und zuzeiten Kondome; in den Mädchentüten waren Frauenhefte, Beinrasierer und rosa Kram.

      http://www.stuv.uni-wuerzburg.de/fileadmin/34000000/Konvent/2012_2013/Antraege_Eingang/14.5/Konvent_Antrag_Ref_Gleichstellung_Ref.OEkologie_Semesteranfangstueten.pdf

      • @ Axel

        „Nu mach doch mal Sternchen ums GenderGaga, sonst sieht man es doch gar nicht in der langen Liste.“

        Okay, nächstes Mal denke ich dran.

        „Zur Herdprämie: Birgit Kelle u.a. gehen davon aus, daß der unbedingte Wille der Genderologen zur Fremderziehung daher rührt, so die Kinder aus der konservativen Elternhand herauszubekommen.“

        Ich denke, davon geht sie zurecht aus.

        „Das läuft so ähnlich wie in den israelischen Kibbuzen der 20er: Die waren so streng sozialistisch und gleichmacherisch, daß jeder jede Arbeit machen mußte, und die Kinder kurz nach der Entwöhnung in ein internes Heim gesteckt wurden, damit die Eltern ihnen nicht überkommene Ansichten beibringen konnten.
        Ist völlig in die Hose gegangen: Heute machen in den Kibbuzen Männer Männerjobs und Frauen Frauenjobs. Die Kinder bleiben wieder bei der Mutter.“

        Tja,. die Natur lässt sich halt nicht überwinden. Van Creveld hatte dazu was geschrieben. Von Kibbuz-Frauen, die hart körperlich wie Männer jahrelang gearbeitet hätten. In der Landwirtschaft und beim Straßenbau uns so. Endergebnis: Sie sahen im mittleren Alter nicht so aus wie die Ehefrauen ihrer Männer, sondern wie deren Mütter.

        Das Weibchen verträgt halt diese Art der Arbeit nicht in dem Maße.

        „Der Bildungswahn ist auch so eine Sache: Klar, in einem reichen Land, wo fast alle Mittelschicht sind, will halt jeder die nächsthöhere Stufe zumindest für die KInder.“

        Warum eigentlich? Wenn die eigenen Kinder eine Stude höher stehen als man selbst, steht man selbst doch dadurch nicht höher! Aber der Bildungsstand der Kinder ist für viele echt ein Ornament im verhaltensbiologischen Sinne. Was sind Kinder deshalb schon getriezt worden. Nicht nur in der Frage, ob Gymnasium oder nicht. Sondern auch im Speziellen (Dass Musikinstrumente unter Zwang erlernt werden mussten.) oder früher, dass Eltern über die Berufswahl entscheiden wollten.

        „Problem dabei: Nur wenige wollen dafür auch richtig was tun; Ingenieure und Chemiker haben wir zu wenige.
        Gelaber-Wissenschaftler wie Germanisten, Soziologen und Genderologen, wirtschaftlich und infrastrukturell völlig nutzlos, dafür viel zu viele.“

        Tja – wobei das auch daran liegt, dass der MINT-Bereich auf der Schule nie einen so hohen Stellenwert hatte, von Mathematik abgesehen.

        „Die frühkindliche Über-“Förderung” mit Latein, Mandarin-Chinesisch und diversen Musikinstrumenten dürfte den Drang nach entspannter Hochschulbildung im Bereich der GSGW eher noch befördern. Die erwachsenen KInder dürften den Ausstieg aus dem Leistungszwang regelrecht genießen.“

        Ja, wobei Latein glaub ich noch nie zur frühkindlichen Bildung gezählt hat. Das kommt dann in der Jugend und wird Massen aufgedrängt und aufgezwungen, die damit nichst anfangen können. Weil sie teils gänzlich ungeeignet sind fürs Gymnasium, teils aber auch, weil dieses Fach aus Sicht normaler Menschen, auch intelligenter, meist vom Interesse her schlichtweg eine Idee zu beschissen ist. Gerade für Jugendliche. Massen belegen es dann und werden gerade dadurch, dass sie es belegen und da nmur rumkrebsen, nicht richtig gefördert.

        „Hier übrigens noch ein zweites
        *************GenderGaga der Woche**********************
        – von Birgit Kelle inspiriert –

        Das Referat “Gleichstellung” des Astas der Uni Würzburg fordert die Abschaffung der Erstsemester-Tüten wegen des heteronormativen und sexistischen Inhaltes.“

        Was?

        „Ja, kein Wunder, zu meiner Zeit gab es immer Männer- und Frauentüten. In den Männertüten waren Männerhefte, Rasierklingen und zuzeiten Kondome; in den Mädchentüten waren Frauenhefte, Beinrasierer und rosa Kram.“

        Rosa? Sowas gehört auch in die Mädchentüte. (HA HA HA HA HA)

        Zu Sexobjekten degradiert, böse Zweigeschlechtlichkeit, Rollenstereotype u.ä. – wenn ich das schon höre.

        Als hätte die Menschheit keine anderen Sorgen.

        • ät Matthias:

          „Sie sahen im mittleren Alter nicht so aus wie die Ehefrauen ihrer Männer, sondern wie deren Mütter.“
          – Daran kann weder den Frauen noch den Männern gelegen sein. In Humanbio hatte ich auch gelernt, daß Frauen, die schwer körperlich arbeiten müssen, sehr schwer und dick werden.
          Hast Du ne Quelle zu van Creveld?
          Der wurde übrigens vom linken Asta in Trier mal raugeekelt, nachdem er eine Honorarprofessur antreten sollte. Der Grund war seine Theorie/Beobachtung, daß Frauen in Kriegsgebieten ihre Männer teils dazu aufstachelten, Gewalttaten zu begehen.

          Mann, das ist ein weltweit renommierter Historiker, und die schmeißen ihn raus! Dabei hätte sich die popelige Provinzuni durchaus diese Professur auf die Fahnen schreiben können.

          „Warum eigentlich? Wenn die eigenen Kinder eine Stude höher stehen als man selbst, steht man selbst doch dadurch nicht höher! Aber der Bildungsstand der Kinder ist für viele echt ein Ornament im verhaltensbiologischen Sinne.“
          – Das ist die Bedürfnishierarchie nach Maslow. Hast Du genug, Essen, Sicherheit, Geld etc., willst Du Bildung und einen höheren Status. Geht auch bei den Kindern. Gesund ist das natürlich nicht. Ein hoher Status für alle geht so wenig wie „jeder soll ein Professor sein“. Und die Kinder leiden drunter bzw. wählen in ihrem Statuswahn unnütze Berufe.

          „Als hätte die Menschheit keine anderen Sorgen.“
          – Das meinte ich. Die Spinner haben tatsächlich keine anderen Sorgen mehr.
          Daher meine Forderung: Mehr existenzielle Sorgen für reiche Bürgerkinder!
          🙂

        • @ Axel

          „“Sie sahen im mittleren Alter nicht so aus wie die Ehefrauen ihrer Männer, sondern wie deren Mütter.”
          – Daran kann weder den Frauen noch den Männern gelegen sein. In Humanbio hatte ich auch gelernt, daß Frauen, die schwer körperlich arbeiten müssen, sehr schwer und dick werden.“

          Schwer und dick? Und sowas kam in Humanbio dran? Cool!

          „Hast Du ne Quelle zu van Creveld?“

          Yepp. Hier:

          http://www.amazon.de/Das-bevorzugte-Geschlecht-Martin-Creveld/dp/3932425529

          Seite 127

          „Der wurde übrigens vom linken Asta in Trier mal raugeekelt, nachdem er eine Honorarprofessur antreten sollte. Der Grund war seine Theorie/Beobachtung, daß Frauen in Kriegsgebieten ihre Männer teils dazu aufstachelten, Gewalttaten zu begehen.“

          Ich weiß. Wieso darf er von dieser Beobachtung nichts erzählen? Man darf bald echt nicht mehr die Wahrheit sagen.

          „Mann, das ist ein weltweit renommierter Historiker, und die schmeißen ihn raus! Dabei hätte sich die popelige Provinzuni durchaus diese Professur auf die Fahnen schreiben können.“

          Genau!

          „“Warum eigentlich? Wenn die eigenen Kinder eine Stude höher stehen als man selbst, steht man selbst doch dadurch nicht höher! Aber der Bildungsstand der Kinder ist für viele echt ein Ornament im verhaltensbiologischen Sinne.”

          – Das ist die Bedürfnishierarchie nach Maslow. Hast Du genug, Essen, Sicherheit, Geld etc., willst Du Bildung und einen höheren Status. Geht auch bei den Kindern. Gesund ist das natürlich nicht. Ein hoher Status für alle geht so wenig wie “jeder soll ein Professor sein”. Und die Kinder leiden drunter bzw. wählen in ihrem Statuswahn unnütze Berufe.“

          Ja, das muss überwunden werden. Essen, Sicherheit, Geld und meine Ruhe. Mir würde das schon reichen. Status brauch ich nur insofern, als ich nicht der Untertan anderer sein will.

          Problem ist nur: Für die eigene Attraktivität braucht man als Mann auch wieder Status.

          „“Als hätte die Menschheit keine anderen Sorgen.”
          – Das meinte ich. Die Spinner haben tatsächlich keine anderen Sorgen mehr.“

          Das hat man neulich noch gesehen, als die in der dritten Welt da (auf Sciencesfiles war das) rumgendern wollten, wo es kein richtiges Trinkwasser gibt und die Leute an Malaria sterben.

          „Daher meine Forderung: Mehr existenzielle Sorgen für reiche Bürgerkinder! :-)“

          Frage ist: Wie das? Ich glaub nicht, dass die Gendersens alle reich sind.

        • ät Matthias:

          Hui, das Buch ist ja kraß! Kein Wunder, daß die Linken den hassen! 🙂

          Meine Professorin in Humanbio war noch von der Alten Schule in Ost-Berlin. Nix mit Gender und PC. Da wurde knallharte Wissenschaft gemacht.

          „Wieso darf er von dieser Beobachtung nichts erzählen?“
          – Der Vorwurf lautete auf „Frauenfeindlichkeit“.

          „Essen, Sicherheit, Geld und meine Ruhe. Mir würde das schon reichen. Status brauch ich nur insofern, als ich nicht der Untertan anderer sein will.“
          – Tja, das ist aber nicht die allgemeine menschliche Natur. Fast alle wollen immer mehr Ansehen, wenn sie genug zu futtern haben. Die typisch europäische Individualismus-Manie befeuert das noch.

          „Frage ist: Wie das? Ich glaub nicht, dass die Gendersens alle reich sind.“
          – Ich glauben, wenn jemand richtig reich ist, versucht er auch gar nicht mehr, noch mehr Status zu gewinnen. Vielleicht noch über Wohltätigkeit wie Bill Gates.
          Ist wohl eher ein Mittelschicht-Problem: Wenn alle irgendwie gleich sind, versuchen sich einige Statusgeile abzusetzen. Um dafür möglichst wenig investieren zu müssen, studiert man halt Soziologie oder so was.

  3. Und siehe, da verabschiedet sich ein hoffnungsvoller Kandidat aus dem Pool derer, die man ernst nehmen sollte:

    „Was ist mit einer Schwangerschaft, wenn der Vater das Kind haben will und die Frau nicht?

    Ihre Antwort wäre?

    Wir müssen von zwei extremen Positionen, die wir kennen, wegkommen. Das eine ist die patriarchale: da besitzt der Mann die Frau – und nur über sie das Kind. Als Gegenbewegung haben die Feministinnen gesagt, mein Bauch gehört mir. Wenn wir gleichberechtigte Eltern haben wollen, dann ist das falsch. Dann müssen wir über den Bauch reden. Warum soll nicht der Vater mit dem Kind leben, und die Mutter geht jeden zweiten Sonntag mit ihm auf den Spielplatz? Ich rede hier über eine Liberalisierung für Frauen, die nicht in erste Linie Mutter sein wollen: Graduelle väterliche Mitbestimmung in der Schwangerschaft, kein Recht an Körper und Leben der Frau!

    Ein Einwand wäre: Man zwingt die Frau, mit dem Wissen zu leben, dass es dieses Kind gibt – ohne enge Bindung zu ihr.

    Das ist jetzt für Millionen Väter nicht anders, obwohl es ihnen in den seltensten Fällen egal ist.“

    http://www.welt.de/print/die_welt/literatur/article139401523/Vaterschaft-ist-ein-komplett-blinder-Fleck.html

    • Und siehe, da verabschiedet sich ein hoffnungsvoller Kandidat aus dem Pool derer, die man ernst nehmen sollte:

      Wähnst du dich etwa selbst in diesem Kreis? 😀

    • Egoistisch totalitäres Teenagerland Denken. Eine Menge Projektion.

      Männer würden Frauen besitzen und darüber das Kind.

      In Tealitas verhalten sich Frauen und Mütter genau so. Als Kindesbesitzerin besitzt sie dann auch den Vater.

      Wir sollten aufhören diese bösartigen Verdreh- und Umkehrmärchen zu glauben. Desweiteren wäre zu überlegen, ob man Frauen überhaupt noch einen gleichberechtigten Status zubilligen sollte. Nur Betrug und Missbrauch. Verantwortung völlige Fehlanzeige. Nur als Fake auf Kosten anderer, u.a. Kindern, die zu Geiseln werden.

      Schaut man weiter, erkennt man jede Menge Kindesmissbrauch.

      Und grausige Einzelfälle, von denen die meisten totgeschwiegen werden. Letzter Fall von dem ich gehört habe ist Köpfung eines Kindes durch die Mutter (kann das auch als Video posten).

      Und bei weiterem Hinterfragen kommt man dann an die legalisierte Kindstötung. Und je mehr man da in die Würmerdose schaut, desto schlimmer wird’s.

      Aber „my body my choice“. Hypocricy der „Menschlichkeit“ extrem.

  4. Über den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit…

    Ferdinand von Schirachs Buch „Schuld“ ist vom ZDF verfilmt worden, es enthält gesammelte – laut ihm selbst erlebte – Rechtsfälle, zur Anonymisierung und Literarisierung abgewandelt.

    Die Folge „Volksfest“ mit Moritz Bleibtreu über eine juristisch nicht verfolgbare Tat lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Ein 17-jähriges Mädchen wird brutalst vergewaltigt, die Täter urinieren auf ihren geschundenen und unter den Brettern einer Holzhütte verscharrten Körper.
    Da es wohl bald aus der Mediathek verschwindet wollte ich es mal wo gepostet haben:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2316926/Folge-6-Volksfest#/beitrag/video/2316926/Folge-6-Volksfest

  5. Was mir gerade durch den Kopf geht:

    Welche Farbe ein Auto hat, ist mir eigentlich egal, oder so gut wie. Nicht, dass ich gerade konkret eine diesbezügliche Anschaffung plane, aber irgendwie kam ich auf das Thema und dachte, dass mir die Farbe beim Kauf egal wäre.

    Dann kam mir vielleicht eine Minute später doch noch ein entscheidender Gedanke dazu:

    Es darf nicht rosa sein.

    Denn das wäre zwar nicht so wie kastriert werden, aber fast. (HA HA HA HA HA)

    Lila darf es natürlich auch nicht sein. Aber sonst? Sonst wäre es mir egal.

    Ich glaube nicht, dass ich der einzige Mann bin, der so denkt.

    Wie sieht es mit den Damen aus? Darf euer Autochen rosa sein? Oder soll es das gar?

    Und Adrian? Wie sieht es an eurem Ufer aus? Dem Klischee nach MUSS das Teil bei euch glaub ich sogar rosa sein… – oder?

    Davon ab: Gibt es „männliche“ und „weibliche“ Autos? Also solche, die eher zu einem bestimmten Geschlecht passen? Und geschlechtsneutrale? Also jetzt unabhängig von der Farbe. Ich habe mir darüber noch kein abschließendes Urteil gebildet…

    Gibt es Homo- und Hetero-Autos? Also welche, die vom Klischee her oft von Homos gefahren werden?

    Ich meine bisher nur beobachtet zu haben: BMW: junge Männer. Mercedes: alte Männer mit Mantel & Hut. Opel corsa & VW Polo: junge Frauen.

    Was für eine Karre braucht man, wenn man seine Männlichkeit unterstreichen will? Ein costly signal?! Wie auch immer, es darf jedenfalls nicht rosa sein.

    Beim Fahrrad übrigens auch: Wenn das Teil rosa wäre, würde ich es NIE kaufen. Und auch nicht damit fahren. Man stelle sich mal ein rosa Herrenrad vor. Was eine Demütigung!!!

    Das einzige rosfarbene, was ich an Farzeugen toleriere (und nicht akzeptiere), ist der rosarote Streifen an ICs und ICEs.

        • Da Homosexuelle dort offiziell nicht mal leben dürfen, bezweifle ich das. Wozu soll man Autofahrgesetze für jemanden machen, der sowieso in den Knast oder exekutiert gehört?
          Aber da man Homosexualität im Gegensatz zu Weiblichkeit nicht sehen kann, können schwule Männer natürlich gefahrlos fahren und leben – Solange sie nicht als schwul identifiziert sind.

        • ät Ata:
          War mehr eine Persiflage auf Adrians Einlassung, damit er merkt, wie gut es ihm im heteronormativ-patriarchalischen Deutschland geht.

          Aber verraten sich die schwulen Autofahrer im Saudiland nicht durch ihre „schwule“ Fahrweise? Langsam, unaggressiv, freundlich…Wie ein Mädchen eben…:-)

        • ät Adrian:

          Du solltest Dir bewußt werden, in welch einem toleranten und liberalen Land Du lebst.
          Aber genau weil das so ist, mußt Du natürlich auf Mikro-Unanehmlichkeiten abheben, über die Schwule vor einigen Jahrzehnten noch gelacht hätten.

    • „Beim Fahrrad übrigens auch: Wenn das Teil rosa wäre, würde ich es NIE kaufen. Und auch nicht damit fahren. Man stelle sich mal ein rosa Herrenrad vor. Was eine Demütigung!!!“

      Anders ausgedrückt: Costly Signals muss man sich leisten können

      • Hast Du ein Auto, Atacama?
        Ich hab ein Faltrad ohne Querstange. Zusammen mit meiner schwulen Nepalmütze wurde ich dafür immer von prolligen Kollegen gehänselt. Aktuell werde ich von jungen Kerlen in ihren aufgemotzten Schrottkarren immer angebrüllt.

      • „Groß = Männlich (Kombis ausgenommen), “

        Kombis ausgenommen? Wieso das? Ich mag Kombis. Passt viel rein hinten, und als potentieller Hundebesitzer weiß ich diese Art von Kofferaum auch zu schätzen.

        Aber Kombis sind auch nicht weiblich, oder?

        • „Aber Kombis sind auch nicht weiblich, oder?“

          Wenn ich ja sage, verkaufst du dann dein Auto? 😀
          Nein, Kombi ist nicht weiblich, eher neutral.

          „Kombis ausgenommen? Wieso das? Ich mag Kombis. Passt viel rein hinten, und als potentieller Hundebesitzer weiß ich diese Art von Kofferaum auch zu schätzen. “

          Eben darum. Es symbolisiert biedere Funktionalität. Jürgen, der Familienvater (oder Birgit, die Mutter), der nur noch zwischen seinem faden Job als Versicherungskaufmann und Zoobesuchen mit seinen Kindern pendelt und schön viel Platz für die Monatsladungen Pampers, Kindersitze und Babybbrei im Auto braucht.
          Seine Harley hat er schon vor Jahren verkauft und nur noch Fotos auf dem Schreibtisch erinnern noch an die alten Tage in Freiheit mit nichts Anderem vor sich als den Wind im Gesicht und die lange, einsame Road 66.

          Das ist nur der tendenzielle Stereotyp der mit dem Begriff „Kombi“ verknüpft ist. Genau wie das Motorrad oder Muscle Car oder der Maybach bestimmte Assoziationen weckt.

          Mir persönlich ist das Auto völlig egal und natürlich finde ich Kombis auch sinnvoll. Aber „cool“ sind sie eben nicht. Wenn einem das wichtig ist, muss man sich was anderes kaufen. Einen Land rover vielleicht.

        • @ Atacama

          „Wenn ich ja sage, verkaufst du dann dein Auto? :D“

          Nö. Selbst wenn es weiblich wäre.

          „Nein, Kombi ist nicht weiblich, eher neutral.“

          Würde ich auch sagen.

          „“Kombis ausgenommen? Wieso das? Ich mag Kombis. Passt viel rein hinten, und als potentieller Hundebesitzer weiß ich diese Art von Kofferaum auch zu schätzen. ”

          Eben darum. Es symbolisiert biedere Funktionalität.“

          Das Biedere daran spricht für die Kutsche. (hihi) Die Funktionalität natürlich auch.

          „Jürgen, der Familienvater (oder Birgit, die Mutter), der nur noch zwischen seinem faden Job als Versicherungskaufmann und Zoobesuchen mit seinen Kindern pendelt und schön viel Platz für die Monatsladungen Pampers, Kindersitze und Babybbrei im Auto braucht.
          Seine Harley hat er schon vor Jahren verkauft und nur noch Fotos auf dem Schreibtisch erinnern noch an die alten Tage in Freiheit mit nichts Anderem vor sich als den Wind im Gesicht und die lange, einsame Road 66.“

          Jojo…

          „Das ist nur der tendenzielle Stereotyp der mit dem Begriff “Kombi” verknüpft ist. Genau wie das Motorrad oder Muscle Car oder der Maybach bestimmte Assoziationen weckt.“

          Ja, wobei ich mir aus Motorädern nichts mache. Wobei: Draufgesessen und gefahren habe ich noch nie eins. Weiß gar nicht, wie das ist.

          „Mir persönlich ist das Auto völlig egal und natürlich finde ich Kombis auch sinnvoll. Aber “cool” sind sie eben nicht. Wenn einem das wichtig ist, muss man sich was anderes kaufen. Einen Land rover vielleicht.“

          Bei mir selbst haben Autos auch keine hohe Priorität. Allerdings muss ich sagen, dass mir normale Autos und gerade auch Kombis von der Optik her besser gefallen als z.B. Gelände- oder Sportwagen (Also solange sie nicht rosa sind!). Somit find ich sie auch cooler. Dürfte eher selten sein, das so zu sehen. Naja…

        • ät Adrian:

          Die Zuschreibung erfolgt auf biologischer Basis. Große Autos als Phallussymbol, niedliche Autos mit Kindchenschema locken hingegen die kinderfreundlichen Frauen an.

        • Hihi, das ist cool. Endlich Zweigenderung im Straßenverkehr!!! (HA HA HA HA HA)

          „Frauen fahren nicht weniger sicher als Männer, aber sie werden bei Unfällen schwerer verletzt. “

          Woran liegt das? Weil die nicht so’n dicken Schlitten fahren?

        • ät Matthias:

          Richtig, Hier wird Zweigeschlechtlichkeit erst geschaffen. Schätze aber, daß Lann, Heinz & Co. den Mist gut fänden.

          Man sieht: Von wegen „unendlich viele Geschlechter“. Wenn´s drauf ankommt, bedeutet Gender schlicht: Frauenbevorzugung.

          Warum Frauen schwerer verletzt werden, ist mir schleierhaft. Vielleicht, weil der Raser, der ihr hinten reinfährt, meist weniger häufig von der Straße abkommt?
          Und an der Größe des Wagens mag es auch liegen. Alleinstehende Frauen fahren ja gerne Knutschkugeln wie Twingo.

        • @ Axel

          „Schätze aber, daß Lann, Heinz & Co. den Mist gut fänden.“

          Ja, das schon. Wobei die dann für sehr viele Fahrspuren sein müssten. Mindestens für 8:

          LSBTTIQ und eine für Hetero-Frauen.

          Heteromännchen wie wir kriegen bei denen natürlich keine Fahrspur mehr und den Führerschein entzogen.

        • ät Matthias:
          Das hätte dann zusätzlich den Vorteil, daß sich der Verkehr mindestens halbiert. Wer fährt denn Brummis, Taxis etc.?

  6. Saft ist gefährlich

    Momentan bekommt es ein Hersteller von Smoothies mit der ‚Meute‘ zu tun, denn die Smoothies Firma “True Fruits” wagte es, einen Obstdrink zu vermarkten mit der Aufschrift “Blindverkostung” und der Beschreibung: “Schluck im Dunkeln” – und löst damit einen Shitstorm aus:

    https://emannzer.wordpress.com/2015/04/11/true-fruits-heulende-brombeersohne/

    Und anstatt einzuknicken, wehrt sich dieses Unternehmen auch noch süffisant. Endlich mal eine Firma mit Eiern.

  7. Mich beschäftigt im Augenblick das Thema des Feindbildes „Linksextremismus“ in der Männerrechtsbewegung. In den letzten Wochen waren einige Artikel auf der Männerrechtsbewegung zugehörigen Blogs erschienen, in denen gegen „Linksextremisten“ oder Linksradikale – also gegen Leute wie mich – gehetzt wurde. Auf einen dieser Artikel (nämlich den von Dr. Alexander Ulfig) werde ich sobald ich die Zeit dafür finde noch ausführlicher antworten.
    Insgesamt erscheint es mir wichtig für mehr „Linksextremismus“ in der Männerrechtsbewegung zu werben – wobei ich den vom Verfassungsschutz erfundenen Unsinnsbegriff „Linksextremismus“, der weder über die Einstellung zur Demokratie, noch über die Einstellung zur Gewalt etwas aussagt, hier natürlich im Sinne eines Geusenwortes für einen radikalen libertären, basisdemokratischen Humanismus von links verstehe, wie ihn die verschiedenen antiautoritären und freiheitlichen Strömungen des Sozialismus vertreten.

    Das Feindbild „Linksextremismus“ in der Männerrechtsbewegung hat viele Nachteile:

    1. wirkt es spaltend, es tendiert dazu „linksextreme“ Männerrechtler zu diskriminieren und auszugrenzen.
    2. erschwert es den Eingang männerrechtlicher Ideen in die verschiedenen Strömungen der radikalen Linken
    3. Oftmals geht das Feindbild „Linksextremismus“ auch mit irrationalen konservativen Verschwörungstheorien einher, die hinten und vorne kein Hand und Fuß haben.
    4. versperrt das Feindbild „Linksextremismus“ in der Männerrechtsbewegung den Blick auf die Entwicklung eine konstruktiven, konsequent gewaltfreien Form von Praxis, denn um eine solche zu entwickeln, muss an Theorien und Erfahrungen der radikalen Linken angeknüpft werden. Gewaltfreiheit ist „linksextrem“. Keine andere politische Richtung in westlichen Gesellschaften besitzt so viel Erfahrung und solch eine ausgedehnte theoretische Reflektion zu gewaltfreier Aktion und zivilem Ungehorsam wie die politische Linke.
    Gewaltfreie Aktionsformen haben im modernen Europa ihren Ursprung einerseits in bestimmten christlichen Strömungen, andererseits in bestimmten gewaltfrei-anarchistischen, also „linsextremen“ Strömungen (Tolstoi, Clara Wichmann, Bart de Ligt, Pierre Ramus etc.) Die Anarchistin Clara Wichmann war eine der erste Theoretikerinnen der Gewaltfreiheit in Europa, noch vor der Rezeption von Gandhi (der sich übrigens ebenfalls ausdrücklich als „eine Art Anarchist“ bezeichnet hat), der gewaltfreie Anarchist Bart de Ligt schrieb eines der ersten wissenschaftlichen Bücher zum Thema „gewaltfreier Widerstand und ziviler Ungehorsam“. Diese Ansätze sind später von der Kritischen Friedensforschung aufgegriffen und auf wissenschaftlicher Grundlage weiterentwickrelt worden, nachzulesen z.B. in den Büchern des Friedensforschers Theodor Ebert „Gewaltfreier Aufstand“ und „Ziviler Ungehorsam“, die ich Männerrechtlern ausdrücklich zur Lektüre empfehle.
    Die 68-er Bewegung und die aus ihr hervorgegangenen Neuen Sozialen Bewegungen haben sich ebenfalls weit überwiegend gewaltfreier Aktionsformen bedient.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltfreie_Aktion

    Meiner Überzeugung nach wird die Männerrechtsbewegung langfristig nur Erfolg haben, wenn sich reife und verantwortungsvolle Leute finden, die die Bereitschaft besitzen konsequent gewaltfreie direkte Aktionen durchzuführen. Diese sollten so durchgeführt werden, dass sie dazu geeignet sind Interesse und Sympathie in der Mehrheitsbevölkerung zu wecken (also NICHT die Methode IGAF) sowie die Medien zu erreichen.
    Die Männerrechtsbewegung sollte also damit beginnen sich mit den vielfältigen Methoden und Formen der gewaltfreien Aktion vertraut zu machen und das bedeutet, dass sie in dieser Hinsicht an die Erfahrungen und Reflektionen der gewaltfreien Bewegungen der radikalen Linken anknüpfen muss.
    Wer ein Feindbild „Linksextremismus“ predigt, wikt dem entgegen und gefährdet den Prozess der Entwicklung einer konstruktiven gewaltfreien männerrechtlichen Praxis.
    Und wer irrationale antilinke Verschwörungstheorien predigt, anstatt sich mit den konstruktiven Traditionen gewaltfreien Praxis der Linken vertraut zu machen, zeigt dadurch, dass er keinen Erfolg haben will.

    Nein zum Feindbild „Linksextremismus“!
    Für mehr „Linksextremismus“ in der Männerrechtsbewegung!

      • @ Christian

        „Definiere doch bitte mal “Linkextremismus”.“

        „Linksextremismus“ ist ein vom Verfassungsschutz erfundener Begriff, der in der radikalen Linken und auch von mir abgelehnt wird. Mit diesem Unsinnsbegriff werden völlig unterschiedliche Einstellungen zu verschiedenen Themen wild zusammengeworfen. Selbst gewaltfreie Aktivisten, die Sachbeschädigungen nicht völlig ausschließen (in der gewaltfreien Szene herrscht ein weitgehender Konsens, dass nicht jede Form von Sachbeschädigung als Gewalt gewertet wird) sind demnach linksextrem. Personen, die eine Basisdemokratie bejahen werden genauso als linksextrem gewertet wie Personen, die eine Parteidiktatur anstreben.
        Linksextremismus ist ein diskursstrategischer Begriff, kein wissenschaftlicher.

        Ich selbst lehne diesen Begriff wie gesagt ab und habe ihn, wie in dem Beitrag auch erwähnt lediglich im ironischen Sinne verwendet als Pseudonym für „linksradikal“ im Sinne eines libertären, basisdemokratischen radikalen Humanismus von links.
        Mein Beitrag war u.a. als eine Dekonstruktion des Begriffs „Linksextremismus“ gedacht. 🙂

        „Und führe etwas dazu aus, warum bestimmte Ideen, die du für wichtig hältst, gerade “Linksextrem” sind.“

        Steht doch in meinem Beitrag. Gewaltfreie Aktion und ziviler Ungehorsam als reflektierte Theorie und Praxis sind im modernen Europa nicht nur (da auch christliche Einflüsse hier eine wichtige Rolle spielen), aber wesentlich aus einer bestimmten Strömung der radikalen Linken hervorgegangen, nämlich der gewaltfrei-anarchistischen Strömung. Und es waren ebenfalls radikale Linke im besten Sinne des Wortes (radikale Humanisten von links), die dies in der Kritischen Friedensforschung weiterentwickelt haben. Und in den seit der 68-er Bewegung entstandenen Neuen Sozialen Bewegungen haben sich die Mehrzahl der Aktivisten solcher Methoden bedient.
        Die Linke – und dabei gerade auch die radikale Linke – verfügt also über einen Fundus an Wissen und Erfahrung über gewaltfreie Aktionsformen, die den anderer politischer Strömungen deutlich übertrifft. Dies schien mir doch mal wichtig zu betonen, da auch auf diesem Blog von einigen Personen linksradikal/linksextrem gerne mit einer kleinen Minderheit innerhalb der radikalen Linken in Verbindung gebracht wird, die gewaltsame Aktionsformen nutzt und die große Mehrheit der gewaltfreien Aktivisten innerhalb der Linken – auch der radikalen Linken – dabei ignoriert wird.

        „Gewaltfrei kann man ja auch in konservativer Form sein.“

        Selbstverständlich. Und emotional und moralisch reife und verantwortungsvolle Männerrechtler mit konservativer Grundhaltung sollen ja auch nicht von gewaltfreien Aktionen ausgeschlossen werden. Aber auch diese müssten sich, wenn sie sich ausführlich über Theorie, Praxis und Forschungsstand informieren wollen den Standardwerken zu diesen Themen widmen, die in der Regel von Linken – von radikalen Linken (radikalen Humasnisten von links) – geschrieben wurden. (Einige Namen wurden weiter oben genannt.)

        • ät Leszek:

          So alt ist der Verfassungsschutz nun auch wieder nicht. Politischer Extremismus existierte schon lange vor ihm.

          Radikalismus bedeutet, daß jemand ein Element der Lebenswelt, zB Kapitalismus, revolutionär ändern will.
          Extremismus bedeutet, daß jemand eine Revolution will, die alles Bestehende abschafft: Wirtschaft, Staat, Gesellschaft, Wissenschaft & Bildung.

          Du bist ein Linksextremist.

        • @ Axel

          „Du bist ein Linksextremist.“

          Habe ich etwas anderes behauptet? 🙂
          Übrigens sind wir libertären Sozialisten bildungs- und wissenschaftsbejahend.

        • “Linksextremismus” ist ein vom Verfassungsschutz erfundener Begriff, der in der radikalen Linken und auch von mir abgelehnt wird.“

          “Linksextremismus” ist ein vom Verfassungsschutz erfundener Begriff, der von Linksextremisten abgelehnt wird 😀

        • ät Leszek:

          „Ich bin da längerfristig eher optimistisch.“
          – Hängt ja auch von den Menschen ab. Ist zu erwarten, daß wir Deutschen in der Mehrheit einen kompletten Systemwechsel wollen, so wohlhabend, sozial, liberal, tolerant, rechtssicher unser Staat ist?

    • Ich sehe das ein klein wenig anders. Extremismus ist etwas, was am äußersten Rand angesiedelt ist, er unterscheidet sich von Radikalen in den Methoden, die bei Extremisten eben auch extrem sein können.

      Radikal kommt eigentlich von lat. Radix – die Wurzel und beschreibt ein Bestreben, das jeweilige Subjekt radikal, also von unten hervor bzw bis in seine Wurzeln, zu (ver)ändern.
      „Als Radikalismus bezeichnet man eine politische Einstellung, die grundlegende Veränderungen an einer herrschenden Gesellschaftsordnung anstrebt. Das Adjektiv „radikal“ ist vom lateinischen radix (Wurzel) abgeleitet und beschreibt das Bestreben, gesellschaftliche und politische Probleme „an der Wurzel“ anzugreifen und von dort aus möglichst umfassend, vollständig und nachhaltig zu lösen.“
      http://de.wikipedia.org/wiki/Radikalismus

      Radikal und Extremistisch werden oft synonym gebraucht, obwohl sie nicht synonym sind. Extremisten verfolgen oft radikale Ziele, aber Radikale sind in ihren Ansichten und Aktionsformen nicht immer extremistisch.

      Das Problem, welches ich mit Extremismus habe ist, dass er durch seine Ansiedlung am äußersten Rand kaum Raum für Debatten, Kritik und Skepsis lässt. Einen wirklichen Linksextremisten kann man nicht mehr von links begegenen, da alles was nicht auf seinem Standpunkt steht, rechts von ihm angesiedelt und damit automatisch ausgegrenzt ist, selbst wenn man selber Radikalismus zugeneigt ist. Daher ist der Extremismus stillstand, welcher wenn er sich bewegt, den Rahmen seiner eigenen Kategorie sprengt und dann oft das verlässt, was die Kategorie einst ausmachte. Beispiele in der Geschichte gibt es dafür einige.

    • Ähm.

      Sag mal Leszek, geht es nocht? Du beschreibst Linke als gewaltbefreit und alles rechts davon als die Zelle des Bösen?

      Und du stellst hier abenteuerich Hypothesen auf, dass z.B. die IGAF (Interessengemeinschft Antifeminismus) Gewalt ausübt(e)? Nur komisch, dass diese selbst so gewaltaffin war. dass sie sich immer heimlich traf und teilweise ausgeladen wurde, weil es Anschlagsdrohungen gegen den ‚Beherberger‘ gab.

      Ich kann mich Christian nur anschließen:

      Definiere doch bitte mal deinen unradikalen Linksextremismus und warum du meinst, rechtsliberale seien gewaltbereiter.

      Und versteck‘ dich darin nicht hinter Büchern oder irgendwelchen Textzitaten, sondern artikuliere dich bitte in Worten, die nachvollziehbar, weil diese deine eigene Meinung sind.

      Danke!

      • @ emmanzer

        „Sag mal Leszek, geht es nocht? Du beschreibst Linke als gewaltbefreit und alles rechts davon als die Zelle des Bösen?“

        Wo tue ich das?
        Ich sage, die Linke hat eine weit ausgeprägtere Tradition gewaltfreien Widerstands und zivilen Ungehorsams als andere politische Richtungen. Das ist nunmal Fakt.

        „Und du stellst hier abenteuerich Hypothesen auf, dass z.B. die IGAF (Interessengemeinschft Antifeminismus) Gewalt ausübt(e)?“

        Nein, das war natürlich nicht gemeint.
        Schau dir den Satz, den ich schrieb, nochmal genau an:

        „Diese (gewaltfreien Aktionen) sollten so durchgeführt werden, dass sie dazu geeignet sind Interesse und Sympathie in der Mehrheitsbevölkerung zu wecken (also NICHT die Methode IGAF) sowie die Medien zu erreichen.“

        Es ging mir mit diesem Satz darum, dass die IGAF z.T. mit einer Strategie gearbeitet hat mit Hilfe gezielter Provokation in die Medien zu kommen – aber dabei manchmal so vorgegangen ist, dass dies wenig Sympathie erwecken konnte und oft negativ über sie berichtet wurde.
        Auch ich schließe Provokationen nicht aus – aber sie sollen möglichst sympathisch wirken.

        „Ich kann mich Christian nur anschließen:
        Definiere doch bitte“

        Später. Muss gerade noch ein bißchen arbeiten.

        • „Ich sage, die Linke hat eine weit ausgeprägtere Tradition gewaltfreien Widerstands und zivilen Ungehorsams als andere politische Richtungen. Das ist nunmal Fakt.“

          Fakt ist auch, dass die Kernideologie der Linken – der Sozialismus/Kommunismus – etwa 100 Millionen Todesopfer gefordert hat.

        • @ Adrian

          „Fakt ist auch, dass die Kernideologie der Linken – der Sozialismus/Kommunismus – etwa 100 Millionen Todesopfer gefordert hat.“

          Warum soll das die Kernideologie der Linken sein? Weil dies gut der liberalen antilinken Propaganda dient?

          Wir könnten jetzt natürlich versuchen Opferaufrechnungen mit kapitalistischen Systemen durchzuführen, aber ich sehe nicht viel Sinn darin.
          Außerdem betrachte ich die von dir als sozialistisch/kommunistisch bezeichneten Systeme ohnehin nicht als sozialistisch oder kommunistisch.

          Wenn ich von Sozialismus spreche meine ich immer antiautoritäre sozialistische Strömungen wie Anarchismus, Syndikalismus, Rätekommunismus etc. Das von dir Gemeinte bezeichnen wir libertären Sozialisten hingegen mit dem Begriff Staatskapitalismus.

        • „Wenn ich von Sozialismus spreche meine ich immer antiautoritäre sozialistische Strömungen wie Anarchismus, Syndikalismus, Rätekommunismus etc.“

          Ist gloal gesehen ja auch unheimlich erfolgreich. Die Menschen reißen sich geradezu um dieses System…

          Antiautoritär ist nur der Individualismus. Und der ist in liberal-marktwirtschaftlicehn Systemen am Besten verwirklicht.

        • @ Adrian

          „Ist gloal gesehen ja auch unheimlich erfolgreich. Die Menschen reißen sich geradezu um dieses System…“

          Kommt noch, Adrian. Die Zahl der Menschen, die den Kapitalismus satt haben, nimmt stetig zu – weltweit.

        • „Die Zahl der Menschen, die den Kapitalismus satt haben, nimmt stetig zu – weltweit.“

          Die meisten Menshen wollen gutes Essen, ficken und iPhones. Wo gibt es das? Richtig. Im kapitalistischen Westen.
          Links zu sein heißt lediglich, all diese Dinge ohne jedwede Investition und Anstrengung bekommen zu wollen.

        • „Die meisten Menshen wollen gutes Essen, ficken und iPhones. Wo gibt es das? Richtig. Im kapitalistischen Westen.“

          iPhones kommen aus China und ficken tun die wohl auch. Das Essen- Geschmackssache (not my cup of tea).

          Android-Smartphones und Windowsphones bieten eh mehr fürs Geld als iPhone.

          Der Begriff „Extremismus“ hat mit Gewalt überhaupt nichts zu tun. Hooligans sind z.B. keine „Extremisten“. „Links-/Rechtsextremismus“ ist wie gesagt eine Erfindung des Verfassungsschutzes und weder im StGB als Straftatbestand genannt noch in der Wissenschaft gebraucht mit Ausnahme der Hauswissenschaftler des VS, Jesse, Backes… .

          Das ist einfach eine sachlich richtige Aussage und für jedermann einfach überprüfbar, meine Güte.

        • „Extremismus“ bezeichnet schlicht die Ablehnung/Bekämpfung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung (Artikel 21 GG), wie sie vom Bundesverfassungsgericht definiert wurde.

        • Das BVerfG hat die freiheitliche demokratische Grundordnung definiert, und der Verfassungsschutz bezieht sich mit dem Begriff „Extremismus“ darauf.

        • „‚Links-/Rechtsextremismus‘ ist wie gesagt eine Erfindung des Verfassungsschutzes“

          So weit würde ich nicht gehen, lediglich die Bezeichnungen stammen vom Verfassungsschutz (auch wenn das jemand wie z.B. Leszek vielleicht anders sehen mag).

        • ät Adrian:

          „Links zu sein heißt lediglich, all diese Dinge ohne jedwede Investition und Anstrengung bekommen zu wollen.“

          Hey, richtig! Warum nicht immer so?

        • @Leszek: Aha – und das ist nun der Beweis deiner steilen These, die Meinung eines Einzelnen?

          Egal wo ich mitlese (oder selbst kommentiere), die rustikalsten Thesen kamen immer aus einer bestimmten Ecke. Und auch die Diffarmierungen.

          Versteh‘ mich nicht falsch, ich freue mich über Jeden, der sich engagiert. Und das völlig unabhängig davon, wo er aus deiner Sicht nun politisch stehen mag.

          Daher ist dein Engagement auch eines, was ich begrüße, wenn auch nicht gutheiße.

          Denn den anarchischen Radikalismus, die zwanhafte Zuordnung in rechts/links, gut/böse, den lese ich meist bei dir und ich halte das nicht für zielführend.

        • @ emannzer

          „@Leszek: Aha – und das ist nun der Beweis deiner steilen These, die Meinung eines Einzelnen?“

          Die in dem Text genannten Beispiele sprechen eine recht deutliche Sprache. Anderes auch, z.B. die frühere Gestaltung ihrer Homepage mit frauenfeindlichen Zitaten oder die Drohung Adressen von Frauenhäusern zu veröffentlichen oder die Diffamierung von Frauen, die keinen Wert auf Kosmetik legen als „linke Vogelscheuchen“. Die Strategie mit Provokationen in die Medien zu kommen, aber auf eine Art und Weise, die unsympathisch wirkt und rufschädigend für die Männerrechtsbewegung ist, war ja nun m.E. teilweise schwer zu übersehen und daher ist es m.E. völlig legitim, wenn ich bei einer Diskussion zu Strategien der Männerrechtsbewegung eigene Vorschläge um in die Medien zu kommen davon abgrenze.

          „Egal wo ich mitlese (oder selbst kommentiere), die rustikalsten Thesen kamen immer aus einer bestimmten Ecke. Und auch die Diffarmierungen.“

          Wenn du damit die linke Ecke meinst, müsstest du allerdings ziemlich blind auf einem Auge sein. Menschenfeindliche Sprüche, irrationale Verschwörungstheorien und Gehetze gegen Andersdenkende sind ziemlich eindeutig eine Spezialität eines Teils von Individuen, die dem konservativer/rechten Flügel der Männerrechtsbewegung zuzuordnen sind. Diesen Individuen haben wir ja auch meist diejenigen Zitate zu verdanken, die dann in antimaskulistischen „Expertisen“ undifferenziert gegen die gesamte Männerrechtsbewegung eingesetzt werden.

          „Denn den anarchischen Radikalismus, die zwanhafte Zuordnung in rechts/links, gut/böse, den lese ich meist bei dir und ich halte das nicht für zielführend.“

          Ha, ha, von welcher Seite kam denn der Spruch „Linke sind die Pest“? Von welcher Seite wurde (Stichwort Kulturmarxismus) in übelster und unverantwortlichster Weise gegen Linke gehetzt? Welche Seite verbreitet absurdeste Verschwörungstheorien gegen Sozialisten und Marxisten (so wie übrigens auch du selbst mit der Verlinkung dieses lächerlichen rechtskonservativen gender-kritischen Videos kürzlich, bei dem man nur geringe Grundkenntnisse haben musste, um zu wissen, dass es sich um reine rechtskonservative Propaganda handelt). Wer hetzt gegen gegen Linksradikale und angebliche „Linksextremisten“?
          Da tun sich besonders Konservative hervor, (bei letztgenanntem Punkt allerdings auch einige andere).
          Das fällt dir nur alles nicht auf und du kommst nicht auf die Idee es zu kritisieren.
          (Du kommst selbst z.B. auch gar nicht erst auf die Idee, dass du, wenn du ein Video verlinkst, das komplett irrationale Verschwörungstheorien gegen Sozialisten/Marxisten enthält, du damit auch ein Statement gegenüber Sozialisten/Marxisten in der Männerrechtsbewegung abgibst und diese wohl mindestens das Recht zu einer Gegenkritik haben.)

          Wer austeilt, muss allerdings auch einstecken können, daher gibt es keinen Grund als Linker die Klappe zu halten und Konservative mit begründeter Gegenkritik zu verschonen.

        • @ emannzer
          Ich als nichtlinker, liberaler „Maskulist“ (obwohl ich mich so nicht bezeichnen würde), finde die Dominanz primitiv konservativen Gedankengutes in der Männerrechtsbewegung durchaus auffällig.

    • Deine Versuche ständig true scotsman Diskussionen zu starten sind irgendwan auch Mal langweilig Leszek. Nimm einfach Mal hin das im allgemeinen Sprachgebrauch „Extremist“ und „Radikal“ ganz allgemein Mal nichts Gutes bedeutet und sich die Nutzung hier fundamental von deiner wissenschaftstheoretischen Definition unterscheidet.

      Davon ab ist deine Nutzung von Konservativ langsam auch ermüdend. Meine Güte, die meisten heutigen Konservativen in unserer Gesellschaft berufen sich auf die erhellenderen Philosophien der Menschheitsgeschichte und wollen weder Despoten noch Sklaverei…
      Überdenk du da an der Stelle vielleicht also Mal lieber was einer gesunden Linken Bewegung hälfen täte.

      • @ Neutron

        „Deine Versuche ständig true scotsman Diskussionen zu starten sind irgendwan auch Mal langweilig Leszek.“

        Na, dann wird es dich ja sicherlich freuen zu hören, dass du dich keinesfalls verpflichtet fühlen musst, sie zu lesen. 🙂

        „Davon ab ist deine Nutzung von Konservativ langsam auch ermüdend.“

        Da habe ich eigentlich keine spezielle Nutzung.

        • Wäre doch auch merkwürdig wenn du mir als Anarcho (nicht abwertend gemeint, sollte die Bezeichnung eine solche Konnotation haben) vorgeben wolltest was ich zu fühlen hätte, oder?

          Aber Mal ganz ehrlich an der Stelle, meinst du es bringt uns igendwie weiter zu diskutieren was irgendwo auf einer anscheinend eindimensionalen Skala steht, anstatt Mal schlicht klarzustellen das die Welt multidimensional ist und es daher schlicht einfacher und besser für alle wäre nicht ständig die Ansichten anderer aufgrund einer irgendwie vermuteten Gruppenzugehörigkeit zu ignorieren?

        • @ Neutron

          „Aber Mal ganz ehrlich an der Stelle, meinst du es bringt uns igendwie weiter zu diskutieren was irgendwo auf einer anscheinend eindimensionalen Skala steht, (…)“

          Sorry, ich weiß jetzt nicht genau, worauf du hinauswillst.

        • @Leszek
          Du gehst sehr darauf ein was deines erachtens „Links“ ist, anstelle Mal festzuhalten das diese allgemeine Überlegung von „links/rechts“ schon in sich ein Fehler ist für die Bewegung.

          Denn entscheidend sollte für eine Männerbewegung oder meinetwegen eben einer humanistischen Bewegung, nicht sein ob jemand politisch links oder rechts einzuordnen wäre, sondern ob die Aussagen der Person passen.

          Sprich eine Diskussion was unter dem Tag zählt ist an sich weniger wichtig als die Diskussion über eigentliche Aussagen. – Auch wenn es natürlich in der Natur des Menschen liegt gewisse Verallgemeinerungen vorzunehmen.

        • @ Neutron

          „Du gehst sehr darauf ein was deines erachtens “Links” ist, anstelle Mal festzuhalten das diese allgemeine Überlegung von “links/rechts” schon in sich ein Fehler ist für die Bewegung.“

          Das ist eine Sichtweise, die allerdings in der Praxis nicht funktioniert, weil die Unterschiede zwischen verschiedenen politischen Weltbildern, die in der Männerrechtsbewegung ja real existieren, nicht dadurch verschwinden, dass man behauptet, sie seien irrelevant oder es sollte sie nicht geben.
          Besser ist es sich dessen bewusst zu sein und damit umzugehen.
          Zudem übersiehst du, dass meine kleine Dekonstruktion des Begriffs „Linksextremismus“ ja bereits eine Reaktion auf bestimmte Statements von Anhängern anderer politischer Richtungen war. Wenn ich mich nicht äußere, führt das keineswegs dazu, dass diese sich auch nicht mehr äußern.
          Erfahrungsgemäß läuft dass in der Männerrechtsbewegung eher so: Wenn Linke sich nicht zu Wort melden und ihre Standpunkte verdeutlichen und vertreten, werden sie von Konservativen und Neoliberalen untergebuttert.

          „Denn entscheidend sollte für eine Männerbewegung oder meinetwegen eben einer humanistischen Bewegung, nicht sein ob jemand politisch links oder rechts einzuordnen wäre, sondern ob die Aussagen der Person passen.“

          Auch wenn die Aussagen einer Person prinzipiell männerrechtlich passen, wird es aber trotzdem Meinungsverschiedenheiten zwischen Vertretern unterschiedlicher Weltsichten geben. Es stimmt aber natürlich, dass für die Beurteilung eines Arguments nicht relevant sein darf, wo der Sprecher politisch steht, sondern ob das Argument gut ist.

        • @ Axel

          „Ach ja, die antiautoritären und libertären kommunistischen Strömungen wieder. Hatten sich leider nie durchgesetzt.“

          Neue historische Konstellationen, neue Chancen.
          Gegenwärtig haben die autoritären leninistischen Strömungen stark an Boden verloren und freiheitlich-sozialistische Strömungen haben bei anhaltender neoliberaler Politik gute Chancen die zunehmende Unzufriedenheit der Bevölkerung aufzufangen und in konstruktive, humanistische und basisdemokratische Kanäle zu lenken, wenn sie sich nicht allzu dumm anstellen.

          „Du landest im selben Gulag wie ich, Leszek.“

          Bei autoritären Leninisten laufe ich wohl eher größere Gefahr im Gulag zu landen als du.
          Im Falle eine libertär-sozialistischen Revolution landet allerdings niemand im Gulag.

          „Was heißt Leszek überhaupt?“

          Keine Ahnung.

        • @Leszek
          Nun ich habe teils halt den Eindruck das du eine schlicht andere Definition nutzt (eben eine akademischere), als diverse andere Leute. Und sich daher auch Wertungsunterschiede ergeben.

          Das du natürlich immer auch gewisse Grabenkämpfe haben wirst, ist auch normal. Nur scheint mir auch hier häufig keine entgültige Verständigung möglich, weswegen es imho besser sein mag darauf zu drängen diese ganzen Hintergrundgeräusche etwas zu ignorieren und zu versuchen sich auf Kernthemen zu konzentrieren.

          Letztendlich ist es aber natürlich deine Entscheidung was du machst. Und die meiste Zeit über finde ich deine Diskussionsarbeit ja durchaus auch bewundernswert und denke das sie durchaus auch sehr viele positive Aspekte haben.

        • ät Leszek:

          „reiheitlich-sozialistische Strömungen haben bei anhaltender neoliberaler Politik gute Chancen die zunehmende Unzufriedenheit der Bevölkerung aufzufangen und in konstruktive, humanistische und basisdemokratische Kanäle zu lenken,“
          -Ö-höm, Frankfurt, EZB-Eröffnung? Die EZB ist übrigens gar nicht neoliberal, sondern druckt Geld, um den Griechen zu dienen.

          „Bei autoritären Leninisten laufe ich wohl eher größere Gefahr im Gulag zu landen als du.
          Im Falle eine libertär-sozialistischen Revolution landet allerdings niemand im Gulag.“
          – Von Leninisten hab ich in den letzten Jahren gar nichts mehr gehört. Die „gute“ libertäre Revolution halte ich für ein naives Theorieprodukt. Weil: wieder wie oben. Die Revoluzzer sind psychisch so gepolt, daß es zu Gewalttaten und Machtergreifung kommen würde. Kommt es ja sogar, wenn noch gar keine Revolution da ist.
          Ich halte Eure Ideologien für pure Augenwischerei. Ihr wollt Euch in Wirklichkeit nur Ressourcen sichern. Die Theorie ist reiner (Selbst-)Betrug.

        • Zwei Hautpgründe:
          a) Menschen benötigen eine gewisse Sicherheit um sich wohl zu fühlen, dies steht radikalen Änderungen entgegen.
          b) Menschliches Zusammenleben beruht auf dem austarrieren unterschiedlicher Positionen, mit Radikalen ist häufig ein für möglichst viele zufriedenstellender Kompromiss nicht möglich.

        • Außerdem sind die meisten Radikalen, nein, alle, Ideologen. Und Ideologen zeichnen sich gerade dadurch aus, daß sie frei erfundene Geschichten glauben und sich der Realität verweigern.

          Es gibt nichts Gefährlicheres als Politiker, die die Realität nicht sehen wollen.

        • @ Axel

          Schwätz nicht dumm rum, Axel.
          Dein Hetzen gegen Andersdenkende nützt niemandem.

          Als Christ solltest du dich lieber freuen, dass wie von mir erwähnt, neben gewaltfreien Anarchisten auch Christen (übrigens auch christliche Anarchisten) einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer reflektierten Theorie und Praxis gewaltfreien Widerstands und zivilen Ungehorsams im modernen Europa geleistet haben.

        • ät Leszek:

          „Dein Hetzen gegen Andersdenkende nützt niemandem.“
          – Meine Sätze bezogen sich gar nicht mal auf Linke. Sondern auf alle radikalen Ideologen: Linke, Rechte, Religiöse.

          Und daß Kommunisten/Anarchisten, Nazis und Salafisten mordsgefährlich waren und sind, dürfte auch von Dir unterstützt werden.

        • @ Axel

          „Und daß Kommunisten/Anarchisten, Nazis und Salafisten mordsgefährlich waren und sind, dürfte auch von Dir unterstützt werden.“

          Nö, antiautoritäre und libertäre kommunistische Strömungen wie Rätekommunismus, Operaismus etc. werden von mir grundsätzlich positiv beurteilt und Anarchisten sowieso. Anarchisten, die irrationale Gewaltakte begingen gab es historisch zwar leider, aber das war eine Minderheit und dies wird im heutigen Anarchismus abgelehnt und kritisch aufgearbeitet.

          Bezüglich Leninisten, Nazis und Salafisten stimme ich dir zu.

        • ät Leszek:

          Ach ja, die antiautoritären und libertären kommunistischen Strömungen wieder. Hatten sich leider nie durchgesetzt. Warum wohl?
          Du landest im selben Gulag wie ich, Leszek.

          Was heißt Leszek überhaupt?

      • „Im Falle eine libertär-sozialistischen Revolution landet allerdings niemand im Gulag. “

        So wie Du einen libertär-sozialistische Gesellschaft bereits beschrieben hast (obwohl Du Dich da wie alle Linken sehr bedeckt hälst) sehe ich den Gulag bereits am Horizont.

        • @ Adrian

          „So wie Du einen libertär-sozialistische Gesellschaft bereits beschrieben hast (obwohl Du Dich da wie alle Linken sehr bedeckt hälst) sehe ich den Gulag bereits am Horizont.“

          Liberale antilinke Propaganda ersetzt keine Argumente.
          Übrigens übersiehst du, dass es von mir auch zahlreiche Beiträge gibt, in denen ich die persönliche Freiheit verteidige – und diese sind ebenfalls libertär-sozialistisch fundiert.

          • „Übrigens übersiehst du, dass es von mir auch zahlreiche Beiträge gibt, in denen ich die persönliche Freiheit verteidige“

            Nein, das übersehe ich nicht. Das Problem an Deiner Gesellschaftsordnung ist die basisdemokratische Organisation der Wirtschaft. Das wird über kurz oder lang zum Kollektivismus und zur Einteilung von Menschen in „Helden der Arbeit“ und „Volksschädlinge“ führen.

        • @ Adrian

          „Das Problem an Deiner Gesellschaftsordnung ist die basisdemokratische Organisation der Wirtschaft. Das wird über kurz oder lang zum Kollektivismus und zur Einteilung von Menschen in “Helden der Arbeit” und “Volksschädlinge” führen.“

          Mir wäre kein Beispiel selbstverwalteten Wirtschaftens in der Geschichte bekannt, wo dies je passiert wäre. Außerdem sollte die Arbeit mit Hilfe der heute verfügbaren Technologien ohnehin auf ein notwendiges Minimum reduziert werden.
          Dass allerdings Trittbrettfahrer auch in einer freiheitlich-sozialistischen Gesellschaft mit Sanktionen rechnen müssen, dass die Gemeinschaft z.B. nicht verpflichtet ist, jemanden zu unterstützen, der absolut keinen Beitrag leisten will, auch wenn er dies gesundheitlich könnte, ist richtig, diesbezüglich gibt es in jeder anderen Gesellschaftsform aber auch Sanktionen.

          • „Mir wäre kein Beispiel selbstverwalteten Wirtschaftens in der Geschichte bekannt, wo dies je passiert wäre.“

            Die haben ja auch nicht lange genug Bestand, um sich selbst zu zerfleischen.

            „Außerdem sollte die Arbeit mit Hilfe der heute verfügbaren Technologien ohnehin auf ein notwendiges Minimum reduziert werden.“

            Weil Technologien ja auch vom Himmel fallen. Und Geld auf Bäumen wächst.

            „Dass allerdings Trittbrettfahrer auch in einer freiheitlich-sozialistischen Gesellschaft mit Sanktionen rechnen müssen, dass die Gemeinschaft z.B. nicht verpflichtet ist, jemanden zu unterstützen“

            Klingt irgendwie neoliberal 😉

            Aber Deine verwendung des Wortes „Gemeinschaft“ zeigt mir schon, wohin der Hase laufen wird: Kollektivismus.

        • @ Adrian

          „Die haben ja auch nicht lange genug Bestand, um sich selbst zu zerfleischen.“

          Doch, doch, die Ethnologie und Geschichtswissenschaft kennt viele Beispiele.

          „Weil Technologien ja auch vom Himmel fallen. Und Geld auf Bäumen wächst.“

          Dass Technologien nicht vom Himmel fallen spricht aber nicht dagegen, sie zur Arbeitszeitverkürzung einzusetzen, wo immer möglich, damit die Menschen mehr Zeit für andere Dinge haben – zu denen auch Bildung und Wissenschaft gehören, was idealerweise auch zur Entwicklung weiterer nützlicher Technologien führt.

          „Klingt irgendwie neoliberal“

          Steht aber schon bei manchen anarchistisch-sozialistisch Klassikern.

          „Aber Deine verwendung des Wortes “Gemeinschaft” zeigt mir schon, wohin der Hase laufen wird: Kollektivismus.“

          Ich finde, du denkst da ein bißchen einseitig, (ein Marxist würde wohl sagen undialektisch). Das menschliche Leben vollzieht sich nunmal im Spannungsfeld von Individuum und Gemeinschaft, Freiheit und Verantwortung, daher sollten auch beide Pole berücksichtigt werden.

          • „Das menschliche Leben vollzieht sich nunmal im Spannungsfeld von Individuum und Gemeinschaft“

            Im Spannungsfeld von Individuum und Gesellschaft. Dass Du, in bester undeutscher Tradition, das Wort „Gemeinschaft“ verwedendest, sagt m. E. schon viel aus.

            Schon alleine diese Begeisterung für Basisdemokratie…

          • Ich will Dir eigentlich nur sagen, dass ich bei Deiner Gesellschaft nicht mitmachen werde. Aber wenn sie so frei ist, wie Du vermutest, wird sie ohnehin schnell wieder marktwirtschaftlich.

        • @ Adrian

          „Im Spannungsfeld von Individuum und Gesellschaft. Dass Du, in bester undeutscher Tradition, das Wort “Gemeinschaft” verwedendest, sagt m. E. schon viel aus.“

          Da bist du jetzt aber ziemlich pc (in liberaler Weise). Ich sprach ja schließlich nicht von „Volksgemeinschaft“.

          „Schon alleine diese Begeisterung für Basisdemokratie…“

          Was alle angeht, darüber sollen potentiell auch alle mitbestimmen können, was nur wenige angeht, darüber sollen nur diese Wenigen mitbestimmen können, was nur einen selbst angeht, das soll man allein ohne Einmischung bestimmen können – das ist das Leitprinzip.

          • In einer Gesellschaft in der die Ökonomie basisdemokratisch organisiert ist, gibt es nichts mehr, was nur einen selbst angeht. Das ist die Crux des Sozialismus.

        • @ Adrian

          „In einer Gesellschaft in der die Ökonomie basisdemokratisch organisiert ist, gibt es nichts mehr, was nur einen selbst angeht. Das ist die Crux des Sozialismus.“

          Nun ja, es soll auch Leute geben, die das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper, die Freiheit über die eigene Lebensweise selbst zu entscheiden und die Freiheit persönliche Beziehungen einzugehen, mit wem man wünscht für ein hohes Gut halten – alles Dinge, die im libertären Sozialismus stark betont werden.

        • @ Adrian

          „Das mag so sein. Aber Eure Basidemokratie und Eure vergesellschaftete Ökonomie wird das über kurz oder lang alles zunichte machen.“

          Nicht bei Vorhandensein eines von der Mehrheit der Bevölkerung anerkannten kulturellen Wertesystems, das individuelle Freiheitrechte bejaht und einer entsprechenden Rechtsordnung.
          Fehlt dies allerdings, geht es in JEDER Form von Gesellschaft mit der Freiheit bergab, nicht nur in einer-libertär-sozialistischen.

        • @ JC Denton

          „Kennst du eigentlich diese Truppe?“

          http://de.wikipedia.org/wiki/Mondrag%C3%B3n_Corporaci%C3%B3n_Cooperativa

          Hatte schon mal was darüber gelesen, habe mich bisher aber noch nicht genauer damit beschäftigt, danke für den Hinweis.

          „Eine Marktwirtschaft, die aus vielen solcher Unternehmen besteht, könnte ich mir durchaus vorstellen.“

          Das ginge dann wohl der Tendenz nach in eine mutualistische oder left-libertarian Richtung.

          Anderes Thema:

          Als Rational Choice-Fan könnte es dich vielleicht interessieren, dass ich mir heute ein Buch (übrigens von einem Liberalen) über eine Anwendung von Rational Choice auf die menschliche Sexualität gekauft habe:

          http://www.bol.de/shop/home/suchartikel/oekonomie_der_sexualitaet/g_rard_a_boekenkamp/ISBN3-89879-881-X/ID39289521.html?fftrk=1%3A1%3A10%3A10%3A1&jumpId=5719710

          Mal schauen, ob es was taugt.

        • @Leszek:

          In deiner sozialistischen Utopie- wer legt da eigentlich fest, in welchem Beruf der Einzelne arbeitet? Wird dann basisdemokratisch festgelegt, dass der eine studieren darf, während der andere Fabrikarbeiter wird, oder wie soll das organisiert werden?

        • @ Zara

          „In deiner sozialistischen Utopie- wer legt da eigentlich fest, in welchem Beruf der Einzelne arbeitet? Wird dann basisdemokratisch festgelegt, dass der eine studieren darf, während der andere Fabrikarbeiter wird, oder wie soll das organisiert werden?

          Freie Studiums – und Berufswahl, alles andere wäre nicht anarchismuskompatibel.
          Allerdings hätten die basisdemokratisch organisierten Kommunen, Regionen oder die Gesamtgesellschaft das Recht solche Berufe, die sie für potentiell schädlich halten, zu verbieten.

          Klassische Anarchisten wollten die Ausbildung manchmal auf Grundlage einer Synthese von Hand- und Kopfarbeit gestalten, damit informelle Hierarchien zwischen Intellektuellen und Arbeitern möglichst vermieden werden können. Das ist eine nachvollziehbare Intention, eine solche Ausbildung wird allerdings trotzdem von mir abgelehnt, weil sie mir einen zu großen Eingriff in die Freiheitsrechte des einzelnen darstellt zu lernen, was er will und was ihm wirklich entspricht.

          • @Leszek

            „Allerdings hätten die basisdemokratisch organisierten Kommunen, Regionen oder die Gesamtgesellschaft das Recht solche Berufe, die sie für potentiell schädlich halten, zu verbieten.“

            gibt es da in den Theorien eine Hierarchie? kann also die Region der Kommune sagen, welche Berufe potentiell schädlich sind und die Gesamtgesellschaft kann es beiden sagen?

        • @ Christian

          „gibt es da in den Theorien eine Hierarchie? kann also die Region der Kommune sagen, welche Berufe potentiell schädlich sind und die Gesamtgesellschaft kann es beiden sagen?“

          Die Region setzt sich zusammen aus föderierten Kommunen, die Gesellschaft aus föderierten Regionen. Beschließen die föderierten Kommunen ein gemeinames Programm für die Region ist dieses für die Region gültig. Beschließen die verschieden Regionen ein Programm für die Gesamtgesellschaft ist dieses gültig.
          Inwiefern bei einem solchen Programm dann Einschränkungen der Autonomie der Kommunen oder der Regionen durch höhere Instanzen möglich wären, würde also vorab durch die Kommunen oder Regionen selbst festgelegt. Nach einer solchen Festlegung wäre es aber verbindlich.
          Im Allgemeinen legt die anarchistische Theorie dabei allerdings Wert auf eine relativ große Autonomie der Kommunen und Regionen.

        • @ Christian

          „Ist da Einstimmigkeit erforderlich oder Mehrheitsprinzip?“

          Ob bei der Entscheidungsfindung auf Ebene der Kommunen oder der Regionen nach dem Einstimmigkeitsprinzip (Konsensprinzip) oder einer Form von Mehrheitsprinzip abgestimmt wird, wird von den Kommunen oder Regionen selbst festgelegt.

          „Und was ist, wenn sich eine der Kommunen nicht mehr an Beschlüsse halten will, wie setzt man die dann durch?“

          In diesem Fall kann die Restföderation Sanktionen beschließen – wenn dies nicht ohnehin von Anfang an für solche Fälle festgelegt worden war – die von Einstellung der Kooperation über Boykotte bis hin zum Zwang reichen können.

          • Also gibt es eine armee der kooperation? Oder wie setzt man den zwang durch?
            Abspaltungen könnten ja recht lukrativ sein, wenn man der bereich mit der wirtschaft ist und eh ne eigene verwaltung etc hat.
            Was hält die komnunen den ab in ihren bereich einen lukrativen kapitalismus zu etablieren?

        • @ Adrian

          „Das klingt alles ziemlich totalitär. Ist aber eh evident, wie von mir bereits ausgeführt“

          Für dich ist ja jede Demokratie totalitär.
          Als wenn irgendeine Gesellschaft möglich wäre, in der Vertragsbrüche folgenlos bleiben.

          • Bei Dir lese ich halt nichts von individueller Freiheit. Es geht immer nur um Basisdemokratie und Konsens. Gibt es in Deiner Gesellschaft irgendwas was der Demokratie entzogen ist? Gibt es einen Grundrechtskatalog? Freiräume? Privateigentum?

            Und: Was ist überhaupt so schlimm an dieser Gesellschaft? Was wären die Vorzüge einer leszekschen Gesellschaft? Bislang sehe ich keine. Überzeuge mich!

        • @ Christian

          „Also gibt es eine armee der kooperation? Oder wie setzt man den zwang durch?“

          Der Zwang wäre der Extremfall, der dann erfolgen müsste wenn eine Kommune oder Region andere stark beeinträchtigen würde. In der Vergangenheit erwähnte ich hierzu mal das Beispiel einer Kommune, die ihren Müll in einen Fluss kippt, der auch andere Kommunen durchfließt und sich weigert damit aufzuhören. Hier könnte von den anderen Kommunen auch ein gewaltsames Vorgehen durch Bürgermilizen oder durch ein in letzter Instanz basisdemokratisch durch die Bürger kontrolliertes Äquivalent zu Polizei oder Miltär beschlossen und durchgeführt werden.

          „Abspaltungen könnten ja recht lukrativ sein, wenn man der bereich mit der wirtschaft ist und eh ne eigene verwaltung etc hat.“

          Dennoch gäbe es wie in jeder komplexen und modernen Gesellschaft zahlreiche Vernetzungen und Kooperationen mit anderen Kommunen und Regionen. Eine Kommune oder Region, die ausschert würde dauerhaft jegliche Unterstützung durch den Rest der Gesellschaft verlieren.

          „Was hält die komnunen den ab in ihren bereich einen lukrativen kapitalismus zu etablieren?“

          Der Wille der Mehrheitsbevölkerung dieser Gesellschaft, die keinen Kapitalismus will und eine entsprechende demokratisch legitimierte Rechtsordnung, die dies verhindert.

          • @Leszek

            „Der Zwang wäre der Extremfall, der dann erfolgen müsste wenn eine Kommune oder Region andere stark beeinträchtigen würde. In der Vergangenheit erwähnte ich hierzu mal das Beispiel einer Kommune, die ihren Müll in einen Fluss kippt, der auch andere Kommunen durchfließt und sich weigert damit aufzuhören“

            Das ist ja noch ein recht harmloses Beispiel. Was ist, wenn die Kommune mit dem Stahlwerk beschließt, ganz kapitalistisch, die Preise zu erhöhen? Was ist mit der Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Kapitalismus, die über geringe Fähigkeiten verfügen oder Asylanten etc? Was ist mit der Müllhalde, die keine der Kommunen will? Was ist, wenn die Kommune mit der Uni die Preise für Auswärtige erhöht?

            „Hier könnte von den anderen Kommunen auch ein gewaltsames Vorgehen durch Bürgermilizen oder durch ein in letzter Instanz basisdemokratisch durch die Bürger kontrolliertes Äquivalent zu Polizei oder Miltär beschlossen und durchgeführt werden.“

            Auch hier wird es im praktischen interessant. Denn die Kontrolle bewaffneter Einheiten ist immer relativ. Die Kommune, die die Waffen herstellt, hat schon erhebliche Macht. Die Person, die die Anweisungen an die bewaffneten Einheiten gibt ebenso. und die Kommune, in denen die Kaserne steht auch. In einem Kapitalismus kann man Geld verdienen, indem man eben Geschäfte macht. In einem Bereich, in dem man dies nicht kann, wird das Ausspielen politischer und tatsächlicher Macht zur Sicherung von Vorteilen interessant.

            „Dennoch gäbe es wie in jeder komplexen und modernen Gesellschaft zahlreiche Vernetzungen und Kooperationen mit anderen Kommunen und Regionen. Eine Kommune oder Region, die ausschert würde dauerhaft jegliche Unterstützung durch den Rest der Gesellschaft verlieren.“

            Dann schließt sie sich eben dem Kapitalismus im Nebenland an. Oder wird das Hongkong des anarchistischen Kommunismus: Eine Freihandelszone mit anderen Gesetzen, wo man all die schönen Luxussachen bekommt, auch wenn man sie schmuggeln muss.

            „Der Wille der Mehrheitsbevölkerung dieser Gesellschaft, die keinen Kapitalismus will und eine entsprechende demokratisch legitimierte Rechtsordnung, die dies verhindert.“

            Der Wille überlebt üblicherweise nicht lang, wenn man das Äquivalent von „Westfernsehen“ hat und all den Luxus sieht, den man haben könnte. Mit der üblichen Folge, dass die qualifizierteren gehen wollen, dass man entweder die Grenzen dicht machen und das „Westfernsehen“ verbieten muss oder der Staat nicht lange überlebt, wenn man die Freiheiten lässt.

    • @Leszek: Wie Du Dir vorstellen kannst, bin ich gegen „mehr “Linksextremismus” in der Männerrechtsbewegung!“, da, wie Adrian ja schon schön rausgearbeitet hat, Linksextreme ein verlogenes Pack sind, die es halt nicht mögen, Linksextreme genannt zu werden, und völlig (die Du darlegst) beliebige Definitionen von „Gewalt“ zu verwenden. Geschwafel von einer „gewaltfreien Praxis der Linken“, währen in der Realität halb Frankfurt gerade gebrannt hat, ist halt schlicht verlogen.

      Nachdem mich das Thema sehr beschäftigt – als das Thema „was passieren wird, wenn hier alles vor die Hunde geht“, hätte ich zu dem Thema gerne mehr geschrieben, aber das hat Adrian schon gemacht. Wie auch immer „linke“ Systeme funktionieren bereits im Ansatz nicht, wie die Realität beweist, und ich finde es von Linken enorm verwerflich, die Monstrositäten der Linken zu ignorieren, während sie die Monstrositäten der vermeintlich Rechten betonen. Da kann man natürlich haltlosen Bullshit schreiben wie „Wir könnten jetzt natürlich versuchen Opferaufrechnungen mit kapitalistischen Systemen durchzuführen, aber ich sehe nicht viel Sinn darin.“, aber Du siehst da nur deswegen „nicht viel Sinn darin“, weil Dir ganz genau klar ist, dass ohne eine völlig beliebige Definition von „Opfer“ die Linke mehr Menschen getötet hat als alle anderen Systeme.

      Insofern wäre es sehr schlecht für die wieauchimmergeartete „Männerrechtsbewegung“, sich an der gewalttätigen Linken zu orientieren. Es ist hingegen sehr vernünftig, sich an der Realität zu orientieren. Das ist nicht populär, ja, aber ehrlich. Wenn „gewaltfreie Praxis der Linken“ so aussieht, dass sie Autos anzünden, und ich diese Definition annehmen muss, dann ist es halt gewaltfreie Opposition, Autoanzünder zu erschießen. Das ist zwar semantisch Blödsinn, aber das ist ja nun „gewaltfrei links“.

      Das ist der ganz große Unterschied zwischen Linken (und Feministen), die nur was wollen, und vernünftigen Forderungen von Homos, die nur ihre Ruhe wollen. Letztere bekommen die gerne. Die ersteren können wir mirwegen erschießen, wenn sie nicht aufhören, uns auf den Sack zu gehen.

      @Adrian, da wir uns in dem Punkt ja nun nicht einig sind – Du forderst ja nun „Akzeptanz“ für Homos, ich finde, „Toleranz“ reicht – und das Thema gab es öfters, aber ich sehe ernsthaft den (für Dich offenbar) relevanten Unterschied nicht. Ich denke, ich kann von anderen Menschen nicht mehr erwarten, als in Ruhe gelassen zu werden. Das würde ich als „Toleranz“ bezeichnen“. „Akzeptanz“ hat hingegen einen „ist toll“-Unterton – und ich finde halt vieles nicht toll. Ich bin nicht bereit, irgendwas toll zu finden. Ich finde Leute, die was von mir wollen, ohne mir was zu geben, scheiße. Das sind Linke, Feministen, und Homos, die Akzeptanz wollen. Das ist nämlich nicht reziprok – Du willst ja nun (auch) sicher nicht „akzeptieren“, dass ich Homos „scheiße“ fände. Nicht, das dem so wäre, ich kenne wirklich nur nette schwule Männer (und natürlich mehr oder weniger nette heterosexuelle Männer), aber was soll das mit der „Akzeptanzforderung“? Ich kann mir nun nicht vorstellen, wie es für einen schwulen Mann ist, derogativ als Schwuchtel bezeichnet zu werden, aber es ist nun nicht so, als wäre mir das nie passiert, und bei Dir kann das ja rein logisch nicht so schlimm sein, da es ja nu mal zutrifft?

      Ich hab halt jetzt „leider“ keinerlei negative Assoziationen mit homosexuellen Männern, insofern mag es sein, dass ich da Deinen Standpunkt einfach nicht nachvollziehen kann, aber bei mir beleidigt „Schwuchtel“ meine (selbstgewählte) sexuelle Identität. Was ruft das bei Dir hervor, wenn es als Beleidigung gedacht ist – außer „boah, was ein Vollidiot“?

      Ich meine, als Heteromann ist die sinnvolle Reaktion auf eine solche „Beleidigung“, den Beleidiger „tussig“ anzubaggern, aber ich muss auch dazu sagen, dass mir sowas seit 15 Jahren nicht mehr passiert ist, und Zeiten ändern sich ja. Sind Homosexuelle heute zu doof, um Vollidioten als Vollidioten darzustellen? Muss man deswegen Vollidioten verbieten? Hey, wäre ich sofort dafür, aber es täte mir für meine Schwägerin leid. Die arbeitet bei der BA und verbringt ihren Tag damit, mein (und unser) Geld an irgendwelche Vollidioten zu verteilen. Ist ein undankbarer Kackjob.

      • „Adrian, da wir uns in dem Punkt ja nun nicht einig sind – Du forderst ja nun “Akzeptanz” für Homos“

        Nein, das tue ich nicht.

        „Was ruft das bei Dir hervor, wenn es als Beleidigung gedacht ist – außer “boah, was ein Vollidiot”?“

        Da ich eine Minderheit bin, ist das ein Zeichen einer allgemeinen Verwundbarkeit. Ich weiß, dass die Mehrheit mich zerquetschen könnte – so wie sie es historisch getan hat – und heute in vielen Ländern noch tut.

        • @Adrian: Danke – Punkt 1 irritiert mich zwar, da ich das anders im Kopf hatte, aber: schön.
          Punkt 2 macht mir deutlich, was ich gegen Linke habe – Linke haben, ob nun Pol Pot, Mao oder Stalin, immer zuvorderst Intellektuelle umgebracht. Ich finde es so schön, endlich zu einer gefährdeten Minderheit zu gehören (und hoffe sehr, dass Du jetzt kein Mitleid erwartest, nur weil Du – im Gegensatz zu mir – intersektionell diskriminiert bist 😉

        • @Adrian: Öhm… kommt das nicht aufs Gleiche raus? Du hast ja Recht, aber… äh… Ich denke, es ist viel Wahres an „wer mit Mitte zwanzig nicht links ist, hat kein Herz, wer es mit Mitte dreißig immer noch ist, hat kein Hirn“.

        • „Öhm… kommt das nicht aufs Gleiche raus?“

          Nein. Nicht jeder Gegner des Sozialismus/Kommunismus ist ein INtellektueller.

          „Ich denke, es ist viel Wahres an “wer mit Mitte zwanzig nicht links ist, hat kein Herz, wer es mit Mitte dreißig immer noch ist, hat kein Hirn”.“

          Fand ich schon immer einen blöden Spruch. Denn er impliziert, dass Vernunft und Menschlichkeit sich ausschließen.

      • @ lollipops4equality

        „Wie Du Dir vorstellen kannst, bin ich gegen “mehr “Linksextremismus” in der Männerrechtsbewegung!”,“

        Da du ja aber noch nicht mal Männerrechtler bist und wenn ich mich richtig erinnere Männerrechtler sogar ablehnst, muss das ja nun niemanden groß interessieren.

        „da, wie Adrian ja schon schön rausgearbeitet hat, Linksextreme ein verlogenes Pack sind, die es halt nicht mögen, Linksextreme genannt zu werden,“

        Warum sollten sie auch eine Fremdzuschreibung eines politisches Gegners akzeptieren, das wäre ja schön blöd, nicht wahr?

        „und völlig (die Du darlegst) beliebige Definitionen von “Gewalt” zu verwenden.“

        Die Gewalt-Definition unter gewaltfreien Aktivisten ist in ethischer wie pragmatischer Hinsicht schon sehr sinnvoll.

        „Geschwafel von einer “gewaltfreien Praxis der Linken”, währen in der Realität halb Frankfurt gerade gebrannt hat, ist halt schlicht verlogen.“

        Verlogen ist es völlig unterschiedliche Positionen innerhalb der Linken zur Gewaltfrage in einen Topf zu werfen.

        „Nachdem mich das Thema sehr beschäftigt – als das Thema “was passieren wird, wenn hier alles vor die Hunde geht”, hätte ich zu dem Thema gerne mehr geschrieben, aber das hat Adrian schon gemacht. Wie auch immer “linke” Systeme funktionieren bereits im Ansatz nicht, wie die Realität beweist, und ich finde es von Linken enorm verwerflich, die Monstrositäten der Linken zu ignorieren, während sie die Monstrositäten der vermeintlich Rechten betonen.“

        Ein lachhafter Vorwurf an einen libertären Sozialisten. Es waren doch gerade libertäre Sozialisten, die die „Monstrositäten der Linken“, wenn damit autoritär-leninistische Strömungen und Systeme gemeint sein sollen, als erstes kritisiert haben.

        „Da kann man natürlich haltlosen Bullshit schreiben wie “Wir könnten jetzt natürlich versuchen Opferaufrechnungen mit kapitalistischen Systemen durchzuführen, aber ich sehe nicht viel Sinn darin.”, aber Du siehst da nur deswegen “nicht viel Sinn darin”, weil Dir ganz genau klar ist, dass ohne eine völlig beliebige Definition von “Opfer” die Linke mehr Menschen getötet hat als alle anderen Systeme.“

        Ich denke, dass der Kapitalismus mehr Menschen getötet hat als vermeintlich linke Systeme, aber Opferaufrechnungen durchzuführen wäre einiges an Recherchearbeit und führt in dieser Diskussion hier nicht wirklich weiter.

        „Insofern wäre es sehr schlecht für die wieauchimmergeartete “Männerrechtsbewegung”, sich an der gewalttätigen Linken zu orientieren.“

        Du kommst dir tatsächlich ziemlich witzig vor, nicht wahr?

        „Es ist hingegen sehr vernünftig, sich an der Realität zu orientieren. Das ist nicht populär, ja, aber ehrlich. Wenn “gewaltfreie Praxis der Linken” so aussieht, dass sie Autos anzünden, und ich diese Definition annehmen muss, dann ist es halt gewaltfreie Opposition, Autoanzünder zu erschießen. Das ist zwar semantisch Blödsinn, aber das ist ja nun “gewaltfrei links”.“
        Das ist der ganz große Unterschied zwischen Linken (und Feministen), die nur was wollen, und vernünftigen Forderungen von Homos, die nur ihre Ruhe wollen. Letztere bekommen die gerne. Die ersteren können wir mirwegen erschießen, wenn sie nicht aufhören, uns auf den Sack zu gehen.“

        Ist es nicht regelmäßig viel Arbeit für dich, dass deine Troll-Kommentare häufig so lang ausfallen?

        • @petpanther: Danke. Ist natürlich die aktuell übliche linke „Diskursstrategie“: Kauf nicht bei Trollen. Hat ja „damals“ auch „funktioniert“. Aber gut,

          @Leszek – nachdem Du Deine komplette Nullaussage auf unendliche Länge ausdehnst, aber es das besser lesbar macht, wenn man inline-zitiert und es weniger Arbeit ist, mache ich das einfach auch:

          > Da du ja aber noch nicht mal Männerrechtler bist und wenn ich mich richtig erinnere Männerrechtler sogar ablehnst, muss das ja nun niemanden groß interessieren.

          Nö, das muss niemanden interessieren. Diese Aussage ist wertlos und verlogen, da sie Dich offenbar genug interessiert, um darauf zu reagieren. WAS ZUM TEUFEL WILLST DU SAGEN?

          > Warum sollten sie auch eine Fremdzuschreibung eines politisches Gegners akzeptieren, das wäre ja schön blöd, nicht wahr?

          Hmmmm… wenn der Verfassungsschutz mein „politischer Gegner“ wäre, würde ich mir schon Gedanken über meine politischen Ansichten machen. Mein Punkt ist aber eher der, dass die politische Linke versucht, alle korrekten „Zuschreibungen“ als lächerlich und unzutreffend zu inszenieren, was ihr zunehmend weniger gelingt, da — Realität. Das macht nicht die Realität „schön blöd“, sondern die Linken.

          > Die Gewalt-Definition unter gewaltfreien Aktivisten ist in ethischer wie pragmatischer Hinsicht schon sehr sinnvoll.

          Nein. Und das (nochmal) zu behaupten macht sich auch nicht „sinnvoll“. Oder richtig. Oder besser. Sie bleibt wertlos.

          > Verlogen ist es völlig unterschiedliche Positionen innerhalb der Linken zur Gewaltfrage in einen Topf zu werfen.

          Ähm…. ich bitte wirklich um ein Video mit >1.000.000 Views auf Youtube von irgendeinem Linken, der wörtlich sagt, dass er es Scheiße findet, dass die Assos Sachen angezündet haben. Ansonsten: Lüge.

          > Ein lachhafter Vorwurf an einen libertären Sozialisten. Es waren doch gerade libertäre Sozialisten, die die “Monstrositäten der Linken”, wenn damit autoritär-leninistische Strömungen und Systeme gemeint sein sollen, als erstes kritisiert haben.

          Ich finde das nicht lustig. Es mag ja sein, dass es irgendwelche Kommunisten – äh, „libertäre Sozialisten“ gibt, die sofort jeden Kack kritisieren, aber ich bewerte halt eher die Realität. Das magst Du als libertärer Sozialist nun kritisieren, aber das ist der Realität wie mir scheißegal.

          > Ich denke, dass der Kapitalismus mehr Menschen getötet hat als vermeintlich linke Systeme,

          Ja, da irrst Du halt. Kapitalismus ist ganz elementar nicht mehr als das Recht auf Privateigentum. Plus einen Markt mit Vertragsfreiheit. Ich wüsste nicht, wie das einen Menschen töten sollte. Sozialismus hingegegen nahm den Menschen Dinge weg (de facto). Ich freue mich sehr auf Deine Begründung, wie man Menschen dadurch umbringt, indem man ihnen Rechte gibt. Und JA, der Nationalsozialismus war auch nur „Menschen Rechte wegnehmen“.

          > Du kommst dir tatsächlich ziemlich witzig vor, nicht wahr?

          Nein. Ich finde das eher traurig.

          > Ist es nicht regelmäßig viel Arbeit für dich, dass deine Troll-Kommentare häufig so lang ausfallen?

          Ich finde es auch seltsam, dass es Menschen geben kann, die so viel Freizeit haben, wie ich, und eine antikapitalistische Position vertreten – das ist einer der zentralen Gründe, warum ich auch mal was poste – es wäre ja nun enorm kontraproduktiv, wenn ich mich totarbeite, damit irgendwelche von Transferzahlung lebenden Menschen das Internet vollschreiben, nur weil sie nichts besseres zu tun haben, und dann denken, Meinungshoheit zu haben. Das schöne ist: Ich kann mir das leisten. Da ich denke, dass Du zur Gegnergruppe gehörst: Ich hab noch fast vier Wochen. Dann hab ich die Zeit nicht mehr, da ich dann Urlaub mache. Kann sein, dass ich da arbeite, kann auch sein, dass ich da Blogposts schreibe. Aber hauptsächlich muss ich in „nur“ drei Wochen 320 sm segeln, und davon 50 übers offene Meer. Das macht mir mehr Angst als irgendwelche „politisch korrekten“ Vollidioten.

  8. Auf der Frankfurter Erlärung:

    http://frankfurter-erklaerung.de/2015/04/was-sind-gender-studies-und-wer-braucht-sie-und-wozu/

    „Gut gemeinte Absicht, die ihre selbstkritische Kontrolle verliert“

    Der Sozialwissenschaftler Hartmut Krauss über Political Correctness, postmodernen Feminismus und die die Errichtung wahrheitswidriger Tabuzonen.

    http://www.heise.de/tp/artikel/36/36618/1.html

    Wie sehen nun die wesentlichen Knotenpunkte des „postdemokratischen Herrschaftsmodells“ aus?

    Hartmut Krauss:

    * Die Refeudalisierung der Zugänge zum Hof der öffentlichen Meinungsindustrie an Stelle einer chancengleichen demokratischen Debatte der Citoyens.

    * Die PC als eine Legitimationsideologie dieser postdemokratischen Refeudalisierung.

    * Die Rehabilitierung der Lüge und der Diffamierung im Gewand der wahrheitsentkoppelten Meinungsfreiheit als postmoderne Herrschaftsstrategie.

    Und weiter …

    Die Soziologin Paula-Irene Villa über die Entstehung, die Ziele und die Fragestellungen der Gender Studies.

    „Wer hat die Grenzziehung zwischen Männern und Frauen wie gemacht?“

    http://www.heise.de/tp/artikel/39/39188/1.html
    http://www.heise.de/tp/artikel/39/39189/1.html

    • @ Petpanther

      „Der Sozialwissenschaftler Hartmut Krauss über Political Correctness, postmodernen Feminismus und die die Errichtung wahrheitswidriger Tabuzonen.“

      Hatte ich auch schonmal hier verlinkt.
      Hartmut Krauss ist übrigens Neo-Marxist.

      • Macht nichts. Stimmt trotzdem viel an dem was er analysiert.

        Genauso wie einiges an dem stimmt was du so von dir gibst. Glaubst mir ja nie, dass ich dich, wenn das zutreffen sollte, dann auch ernst nehme.

  9. Nochmal #Gamergate und warum es wichtig ist. Hier eine informative Diskussion mit Syrian Girl.

    Und ja, auch wieder mit einem Titel „The Truth about …“. Das sind die Amis und Briten. Aber Joseph Paul Watson ist m.E. sehr klar in dem was er bringt. Hier eine informative Diskussion mit Syrian Girl.

    „What is Gamergate and why does it matter?

    Syrian Girl lifts the lid on the scandal that has rocked the gaming world – how the video games industry – the biggest entertainment media on the planet – is being infiltrated and subverted to re-educate the next generation.“

  10. Nochmal UVA und Rolling Stone Rape Hoax:

    A Coven of Liars: Sabrina Rubin Erdley, Emily Renda and Catherine Lhamon



    Sabrina Rubin Erdley, Emily Renda, Catherine Lhamon

    http://theothermccain.com/2015/04/09/a-coven-of-liars-sabrina-rubin-erdley-emily-renda-and-catherine-lhamon/

    Und Peter Schiff über die „Entschuldigung“. Ganz besonders interessant, was da als „Entschuldigung“ gebracht wurde.

    Sexist Female Reporter Refuses to Apologize to Male Victims

    • Hier führen übrigens die Spuren auch ins (links-feministisch und Liberals geprägte) Weiße Haus und zu einigen feministisch korrupten Senatorinnen wie Gillibrandt, aber eben auch zu Hillary Clinton, die jetzt für das Präsidentenamt kandidiert (und wohl notorische Probleme mit Ehrlichkeit hat, siehe ihr kürzlicher Email Veruntreuungs-Skandal).

      Siehe auch die Erklärungen von Syrian Girl am Ende des Videos oben.

      Oder auch:

      Activist That Introduced UVA’s ‘Jackie’ To Rolling Stone Made Numerous White House Visits

      http://dailycaller.com/2014/12/22/activist-that-introduced-uvas-jackie-to-rolling-stone-made-numerous-white-house-visits/

      Wie die Bilder sich gleichen.

      Auch bei uns mediale und Groko Herrschaftskorruption mit Genderfeminismus von oben, den pseudolinken autokratischen Gutmensch-Eliten. Die es offenbar mit der Ehrlichkeit und Anstand auch nicht so haben, aber gut (falsch-) moralisierend (falsch)Stigmatisieren und Einschüchtern können.

      Meiner Meinung nach eine Art „Neo-Faschismus“. Siehe auch das Interview mit Sozialwissenschaftler Hartmut Krauss oben “ … über Political Correctness, postmodernen Feminismus und die die Errichtung wahrheitswidriger Tabuzonen.“

      • Dazu passend nochmal neues vom Tyler Cost Fall. Die Rape Culture verlässt die Unis:

        2 Tyler Kost update: Attorneys want social media show lies about sex assault

        1 Tyler Kost update Defense says teen rape suspect may have been set up by girls

        13 girls puts innocent boy in jail for false rape for being a player

    • ät Pantherle:

      Bei dem ganzen Slang-Englisch komm ich nicht mehr mit.
      Gamer-Gate?

      In der Zeitung hatte ich mal was über Hollaback! gelesen. Emily May hatte demnach geplant, anstarren oder angraben von Frauen durch Männer in der Öffentlichkeit zu verbieten.
      Ob das den Frauen allgemein gefallen würde?

      Vielleicht kann man dann ja Anträge zum Beischlaf stellen. Wäre eine interessante Idee für einen dystopischen Science-Fiction-Film.

        • ät Petp:

          Ja, das kenne ich. Hab grade mal die Hübsche in der Mitte gegugelt, Emily Renda. Da ging es um einen falschen Vergewaltigungsvorwurf von einem Journalisten.

          Diese Emily ist laut ihrer Virgina-Uni-Seite eine Soziologiestudentin mit den Interessen „Gender“, Diskriminierung etc. Da weiß man doch gleich, was von ihren Aussagen zu halten ist.

        • Das interessante ist nun, dass bei beiden Fällen (Gamergate und UVA/Rolling Stone) Spuren ins Weiße Haus führen. Syrian Girl erwähnt das im Fall von Gamergate am Ende des Videos.

          Da wird etwas von oben her manipuliert. Korrupter Staatsfeminismus. Und die ach so ehrliche Hillary (z.B. Veruntreuung von amtlichen Emails etc. ) ist wohl mit großer Wahrscheinlichkeit auch involviert.

          Sie fordert ja, dass sie nicht mit bestimmten Adjektiven, die negativ sein könnten, belegt wird und die Nation sei ihr auch was schuldig. Feministische Wahlkampfstrategie. Listen and believe.

        • ät Pantherle:

          Weil Emily ins Weiße Haus eingeladen war? Du meinst, daß Bundespolitiker die Radfems steuern? Na ja, wäre aber die Frage, ob das überhaupt nötig wäre. Die Genderfreunde agieren ja auch so.

        • Ät Axel

          Ja. Bei uns greift das auch über Unis bis in die höchste Politik.

          Z.B. Twitter und WAM! Anna Holmes und Jacqueline Friedmann. Erstete mit Sarkeesian vernetzt und die Zweite bewegt sich in hohen feministischen Regierungskreisen.

          Und auch in UK gibt es großen Einfluss in höchste Regieringskreise und staatliche Medien wie z.B. die BBC.

          Da ist was lanciert. Würfe mich nicht wundern, wenn solche „Sachen“ im Auftrag passieren.

        • http://www.elleuk.com/now-trending/meeting-melinda-interview-emma-watson-bill-gates-feminsim-sexism

          Und wer da auch kräftig mitmischt sind Melinda und Bill Gates.

          Syrian Girl oben im Gametgate video hat es erwähnt. Melinda Gates ist Feministin und nutzt die milliardenschwere Gates Foundation.

          Es geht überall um Macht und Kohle, aber im korrupten Sinne.

          Eigentlich sollten die demagogischen Big Lies der aufgeblasenen Statistiken bereits die kriminelle Energie verdeutlichen.

  11. via Genderama

    Ein Must-See:

    http://www.wsj.com/video/opinion-journal-rolling-stones-retraction/AC59B950-15E2-4F21-BB54-3A92EF4CBE96.html

    Die Vergewaltigungshysterie wird von den Frauenbeauftragten dort angeheizt. In Detroit, ein Stadt die wohl für ihre hohe Verbrechensrate bekannt ist, liegt die Chance vergewaltigt, getötet, ausgeraubt oder zusammen geschlagen zu werden bei 2%, aber die Chance an einer Uni vergewaltigt zu werden soll bei 20% liegen? Unis wären somit der gefährlichste Ort für Frauen in den USA und trotzdem strömen von Jahr zu Jahr immer mehr junge Frauen zu den Unis.

    Auch angesprochen werden diese Umfragen, nach denen 1 von 5 Frauen vergewaltigt wurden. Frage man diese Frauen direkt ob sie vergewaltigt wurden, sagen sie nein und viele würden auch weiterhin mit ihren ‚Vergewaltiger‘ schlafen wollen.

    Wizorek sagt das Frauen sich jeden Tag wieder überwinden müssen überhaupt das Haus verlassen zu können… aus Angst vor Männern. Diese Angst wird zum größten Teil von Feministinnen und ihren Lügen erzeugt.

    Feminism hurts Women too…

    Korrigiert mich gerne.

    Aber klar, das sind natürlich alles keine Feministinnen… und richtige Feministinnen haben besseres zu tun, als deren Lügen zu wiedersprechen und den Frauen klar zu machen das sie keine Angst haben müssen. Sisterhood und so…

    • „Feminism hurts Women too…“

      habe ich ja schon immer gesagt, z.B. hier: Der Feminismus löst keine sozialen Probleme, sondern er erschafft sie

      Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich daraus mal einen eigenen Post machen, denn es gibt eine ganze Bandbreite von Gründen von Arbeitsplatzsicherung bis hin zu fanatischem Missionierungseifer, warum bestimmte feministische Kreise mit aller Kraft daran arbeiten, daß es möglichst viele unglückliche Frauen gibt, als deren Sprecher man sich positionieren kann.

      • Ich frage mich öfters bei welche Kampagne von Feministen überhaupt noch tatsächliche Probleme behandelt werden.

        Gamergate: Feminsitinnen sagen das Frauen dort nicht erwünscht sind.

        Der Physiker mit dem speziellen T-Shirt: Feministinnen sagen das Frauen in den Naturrwissenschaften nicht erwünscht sind.

        Gender Pay Gap: Feministinnen sagen das Frauen, bei gleicher Qualifikation und Erfahrung, in der selben Firma weniger Geld für die gleiche Arbeit bekommen.

        Rape Culture: Feministinnen sagen das Frauen niemand ernst nimmt, wenn sie mit eine Vergewaltigung zur Polizei gehen.

        Frauenquote: Feministinnen sagen das Männer Frauen davon abhalten beruflich aufzusteigen.

        Häusliche Gewalt: Feministinnen sagen das man bei Männern nie wissen kann, ob er nicht ein Gewalttäter ist, der sie irgendwann mal schubsen verprügeln wird.

        Yeah! Empowerment!

    • Hab gestern The Daily Show vom 25.03.2015 mit den Gästen Kirby Dick and Amy Ziering. Die haben ein Buch und eine Doku über die Rape Culture an US-Unis herausgebracht. Hier steht da was zu:

      http://www.dailykos.com/story/2015/03/26/1373279/-The-Daily-Nightly-Shows#

      Jon Stewart fragt Kirby ob es an amerikanischen Unis für Frauen gefährlicher ist als anderswo in den USA? Kirby sagt ja.

      Kann es sein, dass der Frauenüberschuss an den Unis zu großer Unzufriedenheit bei den Damen führt, weil die Kerle sich aufgrund des Angebotes nicht mehr binden?

      • @matze

        Von deinem Link:

        The Hunting Ground opens like a horror movie: We meet a suite of innocents who have no idea they’re heading off to hell. This documentary about sexual assault on college campuses begins with YouTube videos of high school girls reacting with tearful joy to their acceptance letters. Lambs to the slaughter, we’re supposed to think. The film that follows portrays college as so dangerous for young women that the viewer is left with the sense that these students would have been better off posting college rejection videos and staying home.

        Wenn man die eigenen feministischen Theorien auf Frauen und diese Vorhalte anwendet, dann müsste sich daraus eine ganz erhebliche Abschreckung ergeben:

        Sollte ich als Frau studieren? Ich werde mit höherer Wahrscheinlichkeit vergewaltigt werden
        Sollte ich als Frau versuchen Karriere zu machen? Ich werde mit hoher wahrscheinlichkeit 23% weniger verdienen und nicht akzeptiert werden
        haben Frauen gleiche Chancen? Nein, sie werden systematisch benachteiligt, dass ganze System ist gegen sie ausgerichtet
        wird es sich besssern? Unwahrscheinlich, das Patriarchat ist so mächtig, dass es kein einziges Land ohne dessen Vorherrschaft und ohne Rape Culture gibt, es gibt auch kein Land, in dem die Geschlechterrollen aufgehoben worden sind.
        sollte ich dann in traditionellen Geschlechterrollen leben? In diesem Fall stärkst du das Patriarchat/die Geschlechterrollen und schadest allen anderen Frauen

        Ich würde ja gern mal einen entsprechenden Text erstellen, von Feministinnen in irgendeiner Form als zutreffend absegnen lassen und ihn dann zB Abiturientinnen und Studenten vorlegen. Und dannach drei Fragen stellen:
        1. auf einer Skala von 1 bis 10, willst du Karriere machen?
        2. wenn ja: wie schätzt du die Erfolgschancen ein?
        3. auf einer Skala von 1 bis 10, glaubst du, dass diese Thesen zutreffend sind?

        Vielleicht auch die Fragen 1 u 2 vorher stellen und danach noch einmal.
        Ich könnte mir vorstellen, dass dabei ein gewisser Zusammenhang herauskommt, dass diese feminstischen Thesen abschreckend wirken, was bei zugrundelegung des Poststrukturalismus dann bedeuten würde, dass die Verbreitung das Patriarchat stärkt bzw. ihm zuarbeitet.

          • @matze

            Ups, tatsächlich, da hattest du so ziemlich das gleiche gesagt. Vielleicht war der noch im Hinterkopf, ich kommentiere ja aus der Admin-Übersicht, die rein chronologisch ist, hatte ihn im Zeitpunkt des Schreibens insofern nicht (nochmal) wahrgenommen.

  12. Neue Entwicklungen im Falle „Warum mich der Feminismus anekelt“:

    Deutschlands wichtigster Soziologe, der Münsteraner Wikipedia-Aktivist Andreas Kemper, hat ein Schmäh-Artikelchen in der linken Postille „Der Freitag“ geschrieben:

    „Warum mich der Adel anekelt

    Antifeminismus Kurze Replik auf Ronja Larissa von Rönnes „Warum mich der Feminismus anekelt“
    Zu Ronja Larissa von Rönne, verwandt und verschwägert mit den Adeligen von der Osten, von Kanne, usw. hätte ich geschwiegen, wäre in ihrem Aufsatz „Warum mich der Feminismus anekelt“ nicht der Satz aufgetaucht:“
    etc.
    https://www.freitag.de/autoren/andreas-kemper/warum-mich-der-adel-anekelt
    ———————
    Sie hat geantwortet:
    „I dont even know what to say. Ich freue mich über Repliken, es gab ganz tolle, aber das hier ist einfach … what the actual fuck.
    Da hat sich jemand die Mühe gemacht, herauszufinden, dass ich mit Leuten verwandt bin, von denen ich noch nie gehört habe, um daraus den Schluss zu ziehen, dass ich ein rich kid bin und als soches nicht über den Feminismus schreiben darf. Bzw nicht so, wie ich es getan habe.
    Dieser Vorwurf (reich, adelig und verwöhnt) verfolgt mich jetzt, seit ic…h schreibe, und ich wollte nicht darauf eingehen. Mittlerweile ist es aber ein zu großes Thema geworden, um nicht kurz was dazu zu sagen. ….“

    https://www.facebook.com/rroenne

    Weiß gar nicht, warum Ronja sich überhaupt wegen ihres Adels verteidigt.
    Tatsache ist ja, daß der Linksextremist Kemper völlig sach-unbezogen sofort auf den verhaßten Adel abhebt, der ja auch irgendwie den böhmischen Gefreiten unterstützt hat: http://de.wikipedia.org/wiki/Osten_%28Adelsgeschlecht%29#von_der_Osten_2

    Also das übliche Spielchen: Bist Du nicht Gender, kommt sofort die Homophobie- (Kelle) oder Nazikeule (von Rönne) geflogen.

      • @ Axel

        „Wieso darf ein berüchtigter Ideologe, der durchweg katastrophal rezensierte schmale Büchlein schreibt und ewig gebraucht hat, ein anspruchsloses Soziologie-Studium zu absolvieren, überhaupt so häufig bei Augsteins Freitag schreiben?
        Sehr merkwürdig.“

        Wenn ich mich nicht irre, ist das ein Community = Leserbeitrag. Du kannst dich auch dort anmelden und soviel schreiben, wie du lustig bist.

    • Hu whee! Jetzt ist der Adel auch schon antifeministisch. Ich hab ja gehört Masttierhalter und die Leute, die den Regenwald abholzen, auch alles Antifeministen sind. Genauso wie die bösen Star Trek.

      • Außerdem Götz von Berlichingen,Kaiser Barbarossa, Friedrich der Große, alles Antifeministen! In Sanssouci durften sich früher keine Frauen aufhalten!
        Wir müssen diese Frauenhasser unbedingt aus den Geschichsbüchern streichen.

        🙂

    • Warum mich der Adel anekelt

      Privilegiert ist Ronja Larissa von Rönne. Sie kommt aus dem Adel, trägt diesen Titel noch vor sich her, hat als Model gearbeitet, akademisch geprägtes Elternhaus, Geldsorgen kennt sie ebenfalls nicht, schreibt mit Anfang zwanzig Artikel für die WELT.

      „hat als Model gearbeitet“

      Fühlt sich der Andi etwa in seinem Male Entitlement gekränkt?

  13. „In der nur informell geführten Diskussion zum „Genderismus in Europa“ wurde klar, dass diese fundamentalistische Anti-Darwin-Ideologie dieselben Wurzeln hat wie der wörtlich verstandene biblische Schöpfungsglaube (Kreationismus). Genderisten glauben, dass das „soziale Geschlecht“ des Menschen, d. h. die Maskulinität und Femininität (Mann- bzw. Frau-Sein) unabhängig vom biologischen Geschlecht (XY- bzw. XX-Chromosomensatz, Testosteron- bzw. Östrogen-Pegel usw.) zum Ausdruck kommt, und als „gesellschaftliches Konstrukt“ interpretiert werden kann. Eine faktenbasierte, naturwissenschaftliche Analyse dieses destruktiven, quasi-religiösen Glaubens steht derzeit noch aus, aber eine Schlussfolgerung kann definitiv gezogen werden: „Nichts in den Geisteswissenschaften ergibt einen Sinn, außer im Lichte der Biologie“.“

    Bei Genderama gefunden.

    http://hpd.de/artikel/11566

  14. „Frauen werden nicht reizbarer, mutloser, vergesslicher oder ängstlicher, wenn der Östrogen-Spiegel in ihrem Körper sinkt. Auch ob Frauen in Panik geraten, schlecht schlafen oder weniger Lust auf Sex verspüren, hänge „vielmehr mit Faktoren wie Selbstwirksamkeit, Bildungsabschluss, Einkommen, Partnerschaft und Berufstätigkeit zusammen“, sagt Weidner. […] Die Studie von Weidner ist ein weiteres Argument gegen die Hormonersatztherapie. Wenn die Wechseljahre – bis auf die Hitzewallungen und das Schwitzen – keinerlei eigenständige Symptome verursachen, dann muss man sie nicht wie eine eigenständige Krankheit behandeln. Die Einnahme der Hormone ist aufgrund ihrer Nebenwirkungen ohnehin hoch umstritten.

    Studie offenbart dramatische Nebenwirkungen

    Die Behandlung mit Östrogenen war in den 60er-Jahren zu einer Standardtherapie geworden, mit der man nicht nur klimakterische Beschwerden therapieren, sondern die Frauen insgesamt jugendlicher erhalten wollte. Die Hormone sollten etwa die Lust auf Sex aufrechterhalten. Die Therapie galt als unkompliziert und sicher.

    Bis zum Jahr 2002, als eine große Studie herausfand, wie dramatisch die Nebenwirkungen der Hormone sein können. In der Studie der Women’s Health Initiative waren damals 16.000 Frauen untersucht worden.

    Die Einnahme der Ersatzhormone hatte bei ihnen das Risiko für Brustkrebs, Infarkte und Schlaganfälle um jeweils rund 30 Prozent erhöht. Komplikationen wie Beinvenenthrombosen und Lungenembolien traten bei Frauen, die Hormone einnahmen, sogar doppelt so häufig auf.

    Diese Zahlen sind in nachfolgenden Studien etwas relativiert worden. Das Risiko bleibt. Nach der Studie von 2002 brach die Zahl der Hormonanwenderinnen ein. […]

    Eine Studie der Cancer Epidemiology Unit in Oxford hat den Gefahren kürzlich eine neue hinzugefügt. Die Hormoneinnahme erhöht auch das Risiko für Eierstockkrebs. Bereits dann, wenn eine Frau die Hormone kürzer als fünf Jahre einnimmt, steigt es um 43 Prozent, und es bleibt nach Abschluss der Behandlung erhöht.

    Studienleiter Richard Peto sieht es „sehr kritisch“, dass in den USA und England die Zahl der Frauen, die sich Hormonersatztherapien unterziehen, wieder ansteigt. In Deutschland deutet sich ein ähnlicher Trendwechsel an. […]

    Wenn die körperlichen und seelischen Belastungen des Älterwerdens zu schwer werden, kann eine kognitive Verhaltenstherapie helfen. Das haben Forscher vom King’s College in London für Frauen im Wechseljahralter in einer Studie nachgewiesen. In der Therapie lernten die Frauen, ihre Einstellungen, Gedanken, Bewertungen und Überzeugungen zu ihrem Körper zu verändern.

    Das ist ein Ansatz, den auch die Psychologin Kerstin Weidner aus Dresden für sinnvoll hält, die nachgewiesen hat, dass es die Wechseljahre als gravierende Störung der Gesundheit gar nicht gibt.“

    http://www.welt.de/gesundheit/article139454133/Die-grosse-Hormonluege-der-Wechseljahre.html?wtrid=socialmedia.socialflow….socialflow_twitter

    • Die Behandlung mit Östrogenen war in den 60er-Jahren zu einer Standardtherapie geworden, mit der man nicht nur klimakterische Beschwerden therapieren, sondern die Frauen insgesamt jugendlicher erhalten wollte. Die Hormone sollten etwa die Lust auf Sex aufrechterhalten. Die Therapie galt als unkompliziert und sicher.

      Das ist natürlich Unsinn.

      Das wahre Motiv war, die durch den in den 1960ern sich abzeichnenden Sieg des Glorreichen Feminismus zu containen. Man hoffte, durch die massenhafte Abgabe von Östrogenen die weibliche Testosteronproduktion zu bremsen und so die männlichen Privilegien zu retten. Vor allem aber versprach man sich in Kombination mit den im gleichen Zug strukturell erzwungenen hormonellen Kontrazeptika ein noch nie dagewesenes Maß an sexueller Vergesellschaftung des weib*lichen Körpers.

      Bis zum Jahr 2002, als eine große Studie herausfand, wie dramatisch die Nebenwirkungen der Hormone sein können.

      Erst 2002 offenbarte sich die ganze Dimension der menschenverachtenden Niedertracht der hegemonialen toxischen Männlichkeit: Man hatte auch tödlich verlaufende Krankheiten billigend in Kauf genommen, um sein Ziel der Befriedigung niederer, animalistischer, sexualisierter sowie sadistischer Impulse zu erreichen. Nicht einmal das Nutzvieh setzte man einer derartigen Behandlung aus – das hätte ja Geld gekostet. So aber profitierten alle Männer* vom Wegsterben der Frauen* jenseits des Zenithes ihrer sexuellen Nutzbarkeit und Funktion als bloße Gebärmaschine.

      Das ist ein Ansatz, den auch die Psychologin Kerstin Weidner aus Dresden für sinnvoll hält, die nachgewiesen hat, dass es die Wechseljahre als gravierende Störung der Gesundheit gar nicht gibt.

      Die sogenannte Menopause ist selbstverständlich ein soziales Konstrukt, um nicht mehr nutzbringend zu vergesellschaftende Frauen*-Körper zu medikalisieren und zu stigmatisieren.

  15. Ehe Light:

    „Paare in Frankreich schließen den Pacs, ein einziges Formular, vor einem Amtsgericht oder einem Notar – keine Zeugen, keine Zeremonie. Mit dem Vertrag werden sie gemeinsam besteuert. Sie erhalten ein Besuchsrecht, wenn der Partner im Spital liegt, und eine Rente, wenn der Partner stirbt. Der Pacs enthält auch die Möglichkeit eines Testaments. Die Vermögen bleiben jedoch getrennt. Die Partner können zudem angeben, wie viel sie sich gegenseitig im Fall einer Trennung schulden. Wer sich „verpacst“, erhält im Unterschied zur Ehe keine elterliche Gewalt. Nicht einmal das Adoptionsrecht ist vorgesehen.“

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/die-wilde-ehe-ehe-light-ist-auch-in-deutschland-thema-13535481.html

  16. Bezüglich „Genderismus ist eine kreationistische “Angelegenheit” „:

    Artikel vom humanistischen Pressedienst bereits wieder verschwunden!

    http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:http://hpd.de/artikel/11566

    „Zensur der Meinungsfreiheit – Die Angst geht um, beim “humanistischen Pressedienst”

    Wie gesagt, gestern fand sich der Beitrag beim humanistischen Pressedienst. Heute ist er verschwunden (Wir danken Prof. Dr. Günter Buchholz für den Hinweis).

    Folglich scheint eine Intervention von Genderisten dazu geführt zu haben, dass der Text von Kutschera von der Seite des humanistischen Pressedienstes verschwunden ist. Eine andere Erklärung fällt uns nicht ein (aber vielleicht gibt es ja einen Mutigen beim humanistischen Pressedienst, der das Verschwinden aufklärt – vielleicht mit einem technischen Defekt?). Und so lange diese Erklärung nicht falsifiziert wurde, muss man vier Konklusionen daraus ziehen:

    1. Beim humanistischen Pressedienst gibt es welche, die haben die Hosen gestrichen voll.

    2.Genderismus ist eine totalitäre Ideologie und deshalb mit Kreationisten nicht vergleichbar, denn letztere sind in der Regel tolerant genug, nicht-Gläubige und ihre Meinungen zuzulassen. Entsprechend müsste man ideengeschichtlich den Genderismus wohl eher in eine Reihe mit anderen totalitären Ideologien stellen, z.B. mit dem Stalinismus.

    3.Die Versuche von Genderisten, die Meinungsfreiheit im Internet einzuschränken, erhalten gerade Anschauungsmaterial für all diejenigen, die sich nicht selbst vorstellen können, was da auf sie zukommt!

    4.Die Verantwortlichen beim Humanistischen Pressedienst müssen Duckmäusertum oder Zensur mit Humanismus verwechseln.

    …“

    http://sciencefiles.org/2015/04/14/zensur-der-meinungsfreiheit-die-angst-geht-um-beim-humanistischen-pressedienst/

    Prof. Buchholz dazu:

    Schreiben an den Humanistischen Pressedienst
    Mail am 14. April 2015 um 12:14

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe hier indirekt auf eine Ihrer Seiten verlinkt; den m. E. völlig zutreffenden Text über “Genderismus ist der Kreationismus Europas” habe ich dort zu diesem Zeitpunkt in voller Länge lesen können:
    http://frankfurter-erklaerung.de/2015/04/genderismus-ist-der-kreationismus-europas/und zwar mit diesem link:
    http://hpd.de/artikel/11566
    das jedoch nun gesperrt ist, so dass der Text, den ich noch frei habe lesen können, nunmehr unzugänglich ist.
    Ich vermute, dass dieses Sperrung Ihre Reaktion auf eine Intervention von interessierter Seite gewesen ist.
    Für eine Aufklärung des Falles wäre ich Ihnen dankbar.

    Ich habe den Vorgang dokumentiert und werde ggf. darüber berichten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Prof. Dr. Günter Buchholz

  17. Ein Artikel der NY-Times wo über Gender und Spielzeug geredet wird.

    http://learning.blogs.nytimes.com/2015/04/14/are-toys-too-gender-specific/?mabReward=A2&_r=1&utm_content=zeitde_redpost_link_sf&utm_campaign=ref&utm_source=facebook_zonaudev_int&utm_medium=sm&wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.redpost.link.sf

    Eine Frage stellt sich mir durchgehend und das eigentlich schon seit längerem:

    Existiert eigentlich ein kausaler Zusammenhang (oder zumindest eine starke Korrelation) zwischen der Wahl einzelner Spielzeuge und die damit einhergehende Geschlechtersegregation in zwei Farben (Rosa/Pink = Mädchen, Blau = Jungs) in jungen Jahren und den späteren Interessen bzw. der Wahl des Jobs?

    Irgendwie scheint mir dieses sozialkonstruktivistische Argument, nach dem man das Kind mithilfe des Spielzeugs und die Farbe des Spielzeugs (sic!) formen könnte ziemlich mangelhaft. Will nicht sagen daherfabuliert ohne jeglichen empirischen Gehalt. Die Kinder werden hierbei nicht als wählende Subjekte verstanden sondern würden in Bezug auf ihren Interessen >einzig und allein< ihrer Umgebung bzw. der Gesellschaft unterliegen.

    Ich verstehe nämlich bis heute nicht, wie man einen wortwörtlichen Kreuzzug gegen Spielzeuge und vor allem Farben führen kann.

    • Wenn man selbst noch sehr kleine Jungen mit Mädchenpuppen in Pink und mit Rüschen spielen lässt werden daraus sehr schnell Bagger etc. … ganz ohne zutun, als Ubjekt wählend.

      Den Kindern möchte man aus ideologisch egoistischem Ehrgeiz Gewalt antun. Frauen und Mütter von heute.

      • „Wenn man selbst noch sehr kleine Jungen mit Mädchenpuppen in Pink und mit Rüschen spielen lässt werden daraus sehr schnell Bagger etc. … ganz ohne zutun, als Ubjekt wählend.“

        Interessanter fände ich die Frage, ob Jungs mit einem rosa Bagger spielen würden, oder ob man Mädchen auf diese Weise eher an Technik heranbringen könnte.

        Vermutlich nicht, weil die Farbe lediglich einen Symbolcharakter für die geschlechtliche Identität hat. In einer Zeit, in der jedes Geschlechtliche schon fast mit pathologischem Eifer unterdrückt und geleugnet wird, gewinnen entsprechende Symbole immer mehr an Kraft.
        Rosa schreit also nur in die Welt „ICH BIN EIN MÄDCHEN!“

        Mit der gleichen Verve, mit der Mädchen ihr persönliches Umfeld „verpinken“, meiden Jungs aus demselben Grund diese Farbe in möglichst jeder Nuance.

        Der Feminismus führt also nicht zur Aufhebung von Geschlechternarrativen, sondern zementiert sie wie keine Bewegung je zuvor.

        • Yup.

          Wenn sie ganz klein sind spielt die Farbe nicht so eine grosse Rolle.

          Aber mit zunehmenden Alter schon. Und je mehr man sucht Unterschiede bzw. Abgrenzungsmöglichkeiten zu nehmen.

          Würde blau für Mädchen stehen, würden sie blau meiden.

          M. E. instinktive geschlechtliche wie soziale Gruppen- und Identitätsbildung. Das kommt wohl aus unserer Primatenherkunft. Wahrscheinlich sogar noch älter.

        • >>“Vermutlich nicht, weil die Farbe lediglich einen Symbolcharakter für die geschlechtliche Identität hat. In einer Zeit, in der jedes Geschlechtliche schon fast mit pathologischem Eifer unterdrückt und geleugnet wird, gewinnen entsprechende Symbole immer mehr an Kraft.
          Rosa schreit also nur in die Welt “ICH BIN EIN MÄDCHEN!”“

          Stark, danke Carnofis. Ein Gedanke der mich weiterbringt…

  18. Das ist der Über-Hammer:

    http://edition.cnn.com/2015/04/13/opinions/williams-ceci-women-in-science/index.html
    http://www.pnas.org/content/early/2015/04/08/1418878112.abstract

    Methodisch astreine Studie mit hoher Fallzahl, die für die USA das bestätigt was ich seit Jahren an deutschen Unis beobachte – aber in dieser Dimension (doppelte (!), teilweise bis zu vierfache Einstellungs-Chancen für Frauen bei gleichem Profil in praktisch allen Fächern) hat es selbst mich schockiert.
    Das ist heftig und zerschmettert das feministische Narrativ in jeder Hinsicht.

    Bei uns drehen die Hochschulen, bzw. die Bildungsministerien in Sachen Männerdiskriminierung vor allem in NRW inzwischen völlig frei, dazu wollte ich demnächst mal was schreiben.

    Jedenfalls habe ich mich ausnahmsweise mal getraut, diesen „männerrechtlichen“ Artikel auf Facebook zu posten. Ich habe sogleich zwei Wetten entgegengenommen, ob wir von dieser Studie wahlweise im Spiegel, Zeit, SZ oder taz lesen werden.

    Wobei ich mir nicht mal sicher bin ob ich die gewinne – das Ding ist fast zu groß (und schon bei CNN), um es zu ignorieren.

    • In DE ist das bestimmt ganze anders und daher gibt es auch keinen Grund den Etat für das Professorinnenprogrammen in der nächsten Runde nicht noch weiter zu erhöhen.

    • Die an der Uni sind ja schlaue Leute und haben daher wohl gemerkt, das es günstiger ist Frauen einzustellen, da diese ja den gleichen Job für 23% weniger Lohn machen.

  19. Onyx hat meine Interpretation von Esther Vilars Buch „Der dressierte Mann“, welche von ihr allerdings kritisiert wird, in einem eigenen Artikel verarbeitet und zur Diskussion gestellt:

    https://onyxgedankensalat.wordpress.com/2015/04/17/esther-vilar-eine-satirikerin/

    Leider fehlt mir heute und morgen wahrscheinlich die Zeit darauf zu antworten. Außerdem hatte ich eine kleine Operation am rechten Arm und kann gerade nur einhändig tippen, was das Schreiben erschwert.
    Falls jemand hier Zeit und Lust hat auf Onyx Argumente sachlich einzugehen oder seine eigene Meinung zu einer angemessenen Interpretation dieses Buches von Esther Vilar in die Diskussion einzubringen, fände ich dies aber auf jeden Fall interessant.

  20. Pingback: Warum ist der Feminismus so still bei vorteilhaften Berichten für Frauen? | Alles Evolution

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