Selbermach Samstag LXXIII

Welche Themen interessieren euch, welche Studien fandet ihr besonders interessant in der Woche, welche Neuigkeiten gibt es, die interessant für eine Diskussion wären und was beschäftigt euch gerade? Welche interessanten Artikel gibt es auf euren Blogs oder auf den Blogs anderer? Welches Thema sollte noch im Blog diskutiert werden?

61 Gedanken zu “Selbermach Samstag LXXIII

  1. Jippiieeeeeh, Selbermach-Samstag. Endlich ist meine „supitolle“ Liste des radikalfeministischen Hate Speech fertig.

    Alle Äußerungen von mir fallen unter „meiner Meinung nach“. Von den verlinkten Inhalten distanziere ich mich, empfehle sie aber als lesenswert weiter. (Ich habe nicht alles kontrolliert, ob nicht auch teils unseriöse Informationen/Äußerungen unter einigen wenigen dieser Links dabei sind. Ich halte alle Links dennoch für gut geeignet, den noch nicht informtierten Mitbürger darüber aufzuklären, wie sehr er von Feministinnen gehasst wird – uninformierte Männer unterschätzen das aus meiner Sicht vollkommen. Uninformierte oder einseitig informierte Frauen auch.)

    Diese E-Mail beispielsweise ging an den Verein „Manndat“:

    „Hallo ihr miesen Versager!
    Durch das Interview von Frau Östreich mit Herrn Rosenbrock bin ich auf euch dreckige Dreibeine aufmerksam geworden. Und dann lese ich auch noch auf euren Schundseiten, dass ihr euch darüber aufregt, dass über die bei Demonstrationen misshandelte Frauen in Ägypten berichtet wird, aber nicht über die dabei getöteten Männer? Genau richtig! Man hätte noch viel mehr von diesen Machosäcken erschlagen sollen! Das interessiert kein Schwein. Und für euch Bastarde wäre erschlagen noch viel zu wenig. Euch müsste man pfählen, nachdem man euch die Eier abgeschnitten hat!
    Verreckt schön!“

    Quelle: http://manndat.de/voll-daneben/konstruktive-kritik-wie-wir-sie-mogen.html

    Bevor Sie diese Zuschrift als Einzelfall abtun, empfehle ich Ihnen dringend, sich jetzt zu informieren – am besten gleich und mit den folgenden Links.

    Äußerungen der Marke „Eier ab“ gibt es im Feminismus häufiger. Sehen Sie selbst:

    Doch nicht nur die Femen, sondern noch ganz andere Leute sagen oder schreiben zu diesem Thema manchmal die unglaublichsten Sachen:

    „Sie hat ihren Mann entwaffnet. (…) Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (…) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich.“

    Quelle: z.B. http://de.wikimannia.org/Alice_Schwarzer

    Diese Frau hat, wie Sie in den hier aufgeführten Links sehen können, Äußerungen gemacht, gegen die ist selbst Steuerhinterziehung noch harmlos.

    Hier erstmal mehr zu den Femen:

    https://allesevolution.wordpress.com/2013/03/17/radikaler-feminismus-femen/

    http://de.wikimannia.org/Femen

    Und SO sieht die moderne Feministin von heute aus, zumindest in einigen Fällen. Hier ein Paar dieser sympathischen jungen Damen:

    http://www.bild.de/regional/dresden/femen/femen-feiern-bomber-harris-34683758.bild.html

    Passend dazu, wenn auch strengenommen nicht Thema „Hass im Feminismus“, ist das:

    siehe auch hier (mit sehenswertem Video dazu!): http://www.express.de/koeln/oben-ohne-protest-im-koelner-dom-kirche-erstattet-anzeige-gegen-femen-frau,2856,25728840.html

    Man stelle sich nur einmal vor, die eigene Tochter oder Enkelin machte sowas! Nicht schlecht, oder? Besonders ehefähig sehen die auch nicht gerade aus. Eine Ideologie namens Feminismus macht sowas möglich…

    Vielleicht sind sie gefährlich: http://genderama.blogspot.de/2014/02/leserpost-femen-auf-dem-weg-zum.html

    Dazu auch: http://genderama.blogspot.de/2014/02/berliner-kurier-beschuldigt-femen.html

    Es gibt auch weitere radikale Gruppen im Feminismus:

    https://allesevolution.wordpress.com/2013/04/24/radikaler-feminismus-radfem/

    http://genderama.blogspot.de/2013/04/italienischer-mannerrechtler-bietet.html

    Ein „Klassiker“ ist auch diese Äußerung der Feministin Andrea Dworkin:

    „Ich möchte einen Mann zu einer blutigen Masse geprügelt sehen, mit einem hochhackigen Schuh in seinen Mund gerammt wie ein Apfel in dem Maul eines Schweins.“

    Quelle: http://de.wikimannia.org/Andrea_Dworkin

    Sie finden in den Links hier noch mehr solcher Sprüche.

    Feministischen Hass gibt es nicht nur in radikalen Gruppen oder von einzelnen Feministinnen. Hass ist etwas, was der Feminismus in seinen typischen Erscheinungformen so sicher in sich trägt wie die Wolke den Regen:

    http://manndat.de/geschlechterpolitik/die-champions-league-des-sexismus-gruppe-1.html

    http://manndat.de/geschlechterpolitik/die-champions-league-des-sexismus-gruppe-2.html

    http://manndat.de/geschlechterpolitik/die-champions-league-des-sexismus-gruppe-3.html

    http://manndat.de/geschlechterpolitik/die-champions-league-des-sexismus-gruppe-4.html

    http://manndat.de/geschlechterpolitik/die-champions-league-des-sexismus-gruppe-5.html

    http://manndat.de/geschlechterpolitik/die-champions-league-des-sexismus-gruppe-6.html

    http://manndat.de/geschlechterpolitik/die-champions-league-des-sexismus-gruppe-7.html

    http://manndat.de/geschlechterpolitik/die-champions-league-des-sexismus-gruppe-8.html

    Nach rund 40 Jahren Radikalfeminismus zieht sich feministischer Hass wie ein roter Faden durch unsere ganze Gesellschaft, vor allem durch Politik & Medien.

    Auch das hier ist lesenswert:

    http://sexistinnen-pranger.de/sexistinnen.html

    http://sexistinnen-pranger.de/pudel.html

    http://sexistinnen-pranger.de/behoerden.html

    Ebenso das:

    http://de.wikimannia.org/Valerie_Solanas

    http://de.wikimannia.org/Alice_Schwarzer

    http://de.wikimannia.org/Andrea_Dworkin

    http://de.wikimannia.org/Mary_Daly

    http://de.wikimannia.org/Catharine_MacKinnon

    …und jetzt noch ein bisschen Arne reloaded:

    http://genderama.blogspot.de/2008/11/manifest-der-gesellschaft-zur.html

    http://genderama.blogspot.de/2008/01/nicht-einmal-als-spermienlieferanten.html

    http://genderama.blogspot.de/2013/10/ausstellung-uber-manner-in-bern-der.html

    http://genderama.blogspot.de/2007/07/die-mdchen-waren-immer-quicker.html

    http://genderama.blogspot.de/2009/09/csu-ministerin-gibt-mannern-schuld.html

    http://genderama.blogspot.de/2009/08/fur-horst-eberhard-richter-sind-frauen.html

    http://genderama.blogspot.de/2009/08/reaktion-gelachter.html

    http://genderama.blogspot.de/2005/06/schweden-glaube-feministinnen-fllt-um.html

    http://genderama.blogspot.de/2007/07/hherwertige-schuhe-fr-das-hherwertige.html

    http://genderama.blogspot.de/2008/03/der-klagetag.html

    http://genderama.blogspot.de/2013/05/kaum-will-man-alle-manner-umbringen.html

    http://genderama.blogspot.de/2013/12/schoppe-fleiige-feministinnen-und.html

    http://genderama.blogspot.de/2014/02/vergewaltigung-studentinnen-entscheiden.html

    Ebenfalls sehr lesenswert über feministischen Hass und extreme Männerfeindlichkeit:

    http://man-tau.blogspot.de/2013/05/in-aller-unschuld-alle-manner-toten.html

    Das Letzte: http://genderama.blogspot.de/2013/06/schweden-feministische-partei-will.html

    Wer sich noch nie mit Feminismus befasst hat, dem sollte diese Sammlung die Augen öffnen – für den Anfang sollte das jedenfalls erstmal reichen. Verbreiten sie diese Zusammenstellung weiter! Je mehr Menschen auf dem Gebiet endlich wach werden, und je bekannter und größer die Männerrechtlerszene wird, desto besser für uns alle. Es geht hier nicht nur um Hass, sondern um eine generell zu jungen- und männerfeindliche Politik. Die Jungenmisere ist genau wie die männerfeindliche Rechtsprechung rund um Scheidungen und Sorgerecht eine auf Dauer existenzbedrohliche Belastung für unser Land und für die Zukunft von uns allen.

    ANKÜNDIGUNG: Die 2.0-Version meiner normalen „supitollen“ Liste erscheint um Ostern rum. Zu speziellen Themen werde ich dazu noch einige weitere „supitolle“ Listen zum Weiterverbreiten erstellen. Welches Thema soll aus eurer Sicht als nächstes an die Reihe kommen?

    • Was ist hier eigentlich los heute abend?

      Gar nichts?

      Das kann doch gar nicht sein.

      Da schreit man lauthals „Yehova“ zum Himmel, und kein einziger Stein kommt angeflogen? Nicht mal von den Femis?

      Bin ich hier immer noch im „First they ignore you“-Stadium?

      Hier stimmt doch was nicht! Fehlt euch was? Seid ihr krank?!? Muss man sich jetzt Sorgen um euch machen???

      Ist meine Liste gelungen?

      Verbesserungsvorschläge?

      Vorschläge für das Thema der nächsten „supitollen“ Liste?

      Nix? Alle erkältet? Magen-Darm-Grippe in der nass-kalten Zeit?

    • Beim Lesen Deiner Einleitung fiel mir auf, dass zwischen „Uninformierten“ und „Uniformierten“ nur ein einziger Buchstabe Unterschied ist 🙂

  2. Ich philosophiere gerade über Folgendes:

    Wenn ich sage, alle Chinesen sind gleich, bin ich Rassist.
    Wenn ich sage, alle Frauen sind gleich, bin ich Sexist.
    Wenn ich sage, alle Menschen sind gleich, bin ich Egalitarist.

    Wieso ist Egalitarist nicht negativ konnotiert?

    • @ jck 5000

      Weil Egalitaristen in Gestalt von Post-68’er-Linken den Zeitgeist produzieren, die Geistes“wissenschaften“ in einen linken Sumpf verwandelnd.

      Sie stellen gut 80 % derer, die den Inhalt des Müllstroms bestimmen, beherrschen vor allem auch die pädagogische „Wissenschaft“.

      Ein egalitatistischer „Klerus“ predigt uns unsere staatsgeförderte egalitaristische Zivilreligion.

      Kritik daran ist RECHTS, RÜCKSTÄNDIG, wenn nicht gar FASCHISTISCH ODER, noch besser, NAZI.

      In jedem Falle nicht „progressiv“, „modern“, „KRITISCH“.

      Und wir wollen doch alle progressiv, modern und kritiisch sein, nicht wahr?

      Und frauenverstehend sowieso.

      Ein einziger Sumpf.

  3. Auflösung stabiler Familienverhältnisse im Interesse der Wirtschaft und darum ein möglicher Ansatzpunkt jenes Bündnisses zwischen „Rinks“ und „Lechts“, das mir offensichtlich scheint?

    Die einen wollen den „freien“ Legionär, nur noch abhängig von seiner Korporation/dem Arbeitgeber, ein Legionär, der Lebenssinn allein im Konsum erfährt, losgelöst aus allen ethnischen/nationalen/religiösen/familiären Bezügen, die seine ökonomische „Nutzung“ behindern könnten, entfremdet jeder Bindung und Beziehung, die die Beziehung zum Brötchengeber konterkarieren und zeitrangig machen könnte.

    Die anderen wollen das „freie“ Individuum, die Auflösung der Familie, um die Fabrikation „autoritärer Persönlichkeiten“ zu beenden, das „freie“ Individuum, das Lebenssinn allein in der sozialistischen INTERNATIONALE der Menschheitsbeglücker, im Einsatz für den Aufbau des Sozialismus findet, „befreit“ von allen anderen „Scheinwahrheiten“ und Solidaritäten, die doch nur vom „Wesentlichen“ ablenken und ein „falsches Bewusstsein“ vermitteln.

    Allenfalls die Freiheit zur Befriedigung der eigenen Triebe ist noch zugelassen – harmoniert ebenfalls wunderbar mit dem Konsumismus des postmodernen Kapitalismus („Alle Wege von 68 führen letzten Endes in den Supermarkt.“).

    Hirngespinst konservativer Verschwörungstheoretiker?

    Nicht ganz, wenn ich dem Bloomberg-Wirtschaftsnachrichtenportal glauben darf, benannt nach seinem Eigentümer, dem milliardenschweren Investor Michael Bloomberg, Ex-Bürgermeister von New York.

    Dort erfahre ich, Zitat:

    *The number of Americans getting divorced rose for the third year in a row to about 2.4 million in 2012, after plunging in the 18-month recession ended June 2009, according to U.S. Census Bureau data. Whatever the social and emotional impact [Kosten, die „wir“ nicht tragen müssen, noch nicht zumindest], the broad economic effects of the increase are clear: It is contributing to the formation of new households [woran „wir“ verdienen], boosting demand for housing [woran „wir“ verdienen], appliances and furnishings [woran „wir“ verdienen] and spurring the economy [woran „wir“ erst recht verdienen]. Divorces are also prompting more women to enter the labor force [woran „wir“ auch verdienen, denn es drückt die Arbeitskosten, genau wie Masseneinwanderung].*

    It’s good for the economy, stupid!

    So denkt ein erheblicher Teil der „modernen“ westlichen Elite.

    Warum also nicht fördern, woran man kurz- und mittelfristig verdient.

    Langfristig sind „wir“ als gute, „aufgeklärte“ Materialisten ja eh alle tot, folgenlos tot, bis in alle Ewigkeit – nicht wahr?

  4. Passend zu Obigem, die Beobachtungen/Überlegungen von Peggie Noonan, einer konservativen Autorin/Journalistin (Redenschreiberin/Wahlkampfberaterin von Reagan und Bush sen., damit eigentlich selbst Teil jener Eliten, die sie hier auf’s Korn nimmt).

    http://blogs.wsj.com/peggynoonan/2014/02/18/our-decadent-elites/

    *I wonder if the titans of Wall Street understand how they look in this.

    [sie bezieht sich darauf:

    http://nymag.com/daily/intelligencer/2014/02/i-crashed-a-wall-street-secret-society.html ]

    At least they tried to keep it secret. That was good of them!

    They are America’s putative great business leaders. They are laughing, singing, drinking, posing in drag and acting out skits. The skits make fun of their greed and cynicism. In doing this they declare and make clear, just in case you had any doubts, that they are greedy and cynical.

    All of this is supposed to be merry, high-jinksy, unpretentious, wickedly self-spoofing. But it seems more self-exposing, doesn’t it?

    And all of it feels so decadent.

    No one wants to be the earnest outsider now, no one wants to play the sober steward, no one wants to be the grind, the guy carrying around a cross of dignity. No one wants to be accused of being staid. No one wants to say, “This isn’t good for the country, and it isn’t good for our profession.”*

    Oder zu sagen, „This isn’t good for our people!“, denn das Volk wird gerade in den USA ausgetauscht. Die Elite wählt sich, hier ganz nah bei Brecht, ein neues.

    Wenn Guido Westerwelle von spätrömischer Dekadenz sprach …, ja, die kommt mir in den Sinn, nicht zuletzt beim Blick auf Westerwelle selbst.

    *What are the implications of this, do you think?

    They’re making their videos, holding their parties and having a ball. OK. But imagine you’re a Citizen at Home just grinding through—trying to do it all, the job, the parenthood, the mowing the lawn and paying the taxes. No glamour, all responsibility and effort. And you see these little clips on the Net where the wealthy sing about how great taxpayer bailouts are and you feel like . . . they’re laughing at you.*

    Und mokieren sich über die kompromisslos Wütenden der schrecklichen, SCHRECKLICHEN Tea Party, die so intransigent simply don’t get the sophisticated joke, die so wenig hip sind, so ganz anders als unsere hippen, „modernen“, aufgeklärt-mokanten, „KRITISCHEN“ Eliten auf ihren überlegenen, „wertfreien“ Verstandeshöhen, auf denen alles verhandelbar ist und nichts wirklich ernst.

    Geschwätzführer, die die Haut der anderen zu Markte tragen (übrigens: kein Sohn, keine Tochter irgendeines Kongressabgeordneten ist beim US-Militär – sie führen Kriege, aber doch nicht mit ihrem eigenen Fleisch und Blut, wenigstens da war der alte Adel anders, bis zuletzt übrigens).

    * And it is all about the behavior of our elites, our upper classes, which we define now in a practical sense as those who are successful, affluent and powerful. This group not only includes but is almost limited to our political class, Wall Street, and the media, from Hollywood to the news divisions.

    What happens to a nation whose elites laugh at its citizens?

    What happens to its elites?*

    Was passieren wird – Bürgerkrieg, Revolution und/oder das:

    Die armen Bunnies.

    Dabei gibt es wirklich Schuldigere.

    Aber die werden längst das Auslöseseil in Händen halten.

    Sind ja nicht blöd.

    (Mme Dubarry emigriert erst nach England und kehrt dann wieder nach Frankreich zurück, FREIWILLIG – GEHT’S NOCH?! Gut, sie wollte ihr ehrlich erficktes Vermögen retten, na ja, wer will schon gerne umsonst gearbeitet haben).

    Die Mittelschicht jedenfalls wird zerrieben zwischen einer wachsenden Unterschicht und einer zynischen Elite, die sich auf Kosten der Mittelschicht zu Tode amüsiert und bereichert, denn diese Elite profitiert ja auch von der wachsenden Unterschicht und der damit einhergehenden wachsenden Entmachtung der Mittelschicht, die das Rückgrat der Demokratie darstellt(e).

  5. Damit ich nicht immer so negativ, wenig progressiv und unmodern rüberkomme, heute wieder ein Beitrag aus meiner Reihe „Feministische Role-Models“ für die Jungfrau vom Lande

    Als Freund allen Lebens suche ich immer das Positive, also auch unschuldige Wesen, Gottes Geschöpfe, die als Totemtiere des Feminismus befähigt sein könnten, mir diese Spätblüte menschlicher, erbsündiger Verderbtheit in einem milderen, ja geradezu schmeichelnd-liebenswerten Licht erscheinen zu lassen.

    So dass ich in die Lage versetzt würde, ein besserer Christenmensch und Mann zu werden als ich es bin, lernte, Feminist.I.nnen über den Umweg ihrer Totemtiere zu lieben.
    Getreu dem Worte Gottes „Liebet eure Feinde“.

    Da fiele mir zunächst die grundsympathische Hyäne ein, die so überzeugend Rollenumkehr lebt unter den Säugetieren, gut, vierbeinig zwar und mit Scheinpenis, aber immerhin warmblütig.

    Und die kleinen Hyänchen sind ja auch ganz entzückend knuddelig.

    Solange sie klein sind.

    Für fettpositive aktivistisch aktive Wuchtbrummen bietet sich der im Wasser so überaus graziöse Pottwal an.

    Womit ich nicht zum Ausdruck bringen will, fettpositive aktivistische Aktivistinnen möchten doch bitte ihren aktivistisch aktiven Aktivismus in die Tiefsee verlagern und nicht so schnell wieder auftauchen – immerhin erreicht ein Pottwalweibchen ganz erstaunliche, geradezu empauernde Tauchzeiten.

    Bevor es dann doch wieder schnaubend, schnaufend und prustend auftaucht in seiner ganzen Anmut.

    Platsch.

    Ein Role Model.

    Wenn es je eines geben sollte für fettpositive aktivistische Aktivist.I.nnen, dann dieses.

    Erst kürzlich durfte ich ja in einem ARTE (!)-Beitrag lernen, wie ungewöhnlich empauernd es für eine Feminist.I.n war, zu erfahren, dass das schwerste Lebewesen auf Erden, die fetteste Speckwalze unter der Sonne mit mehr Blubber auf den Rippen als jede Elefantenkuh, das Blauwalweib ist, das den Blauwalmann zum Männchen degradiert.

    Patriarchale Lügenpropaganda hatte sie offensichtlich über dieses ermutigende Faktum im Unklaren gelassen.

    Allerdings hat das Blauwalweib keine Zähne, deshalb gebe ich dem Pottwal doch den Vorzug.

    Damit nicht ein weiteres reizendes Geschöpf mit feministischem Role-Model-Potential der Aufmerksamkeit patriarchal verbildeter Jungfrauen entgeht, möchte ich ihnen hiermit die warzige Seegurke an’s Herz legen (sie heißt halt so, wie sie aussieht, ich kann ja nichts dafür, aber ihre inneren Werte, die sind ganz erstaunlich).

    Die warzige Seegurke also, was tut sie so, zeit ihres Lebens, die warzige Seegurke?

    https://www.montereybayaquarium.org/animals/AnimalDetails.aspx?enc=VsGX+Lst7QZhQBJCERG/gw

    *Each fall, the warty sea cucumber finds a secure place to hide while its viscera—including the gonads, circulating system, and respiratory tree—atrophy.*

    Ein echtes Wohlstandsweibchen also.

    *Within two to four weeks, the viscera regenerate. If a warty sea cucumber is roughly handled or finds the water too warm during this season, it forcibly spews out its viscera through its anus in a process called evisceration.*

    Wer denkt da nicht an unsere „Kackscheiße“-Rhetoressen und ihre Verbaleviszerationen oder die Let-it-all-hang-out-Feminist.I.nnen vom letzten Schlampenmarsch?

    *Warty sea cucumbers and their related species are sometimes called the “earthworms of the sea,” as they cultivate the seafloor in much the same manner as earthworms cultivate the soil. *

    Na ja, dass Feminist.I.nnen etwas anderes kultivieren als Egomanie und Solipsismus ist mir noch nicht aufgefallen.

    Wahrscheinlich ein Fingerzeig Gottes:

    „Alexander, achte mir das Gewürm! Es ist viel bedeutsamer als es aussieht und Du denkst! Ich habe mir schon etwas dabei gedacht, als ich es werden ließ!“

    „Hoffentlich, mein Herr, hoffentlich. Du musst es ja wissen.“

    *Oral tube feet around the mouth are covered with a sticky mucus that traps food particles from the seafloor’s sediment and mud.*

    Passt wieder perfekt.

    Feminist.I.nnen mit Schaum vor’m Mund vom Männeranklagen ernähren sich vom männlichen Abschaum durch den Schaum vor’m Mund (#Aufschrei), brauchen noch nicht mal Tentakel um die Mundöffnung herum, denn sie werden von den Schuldbewussten freiwillig gefüttert.

    *In areas where overfishing has reduced the population of sea cucumbers, the seafloor hardens, thus destroying a habitat for other bottom-dwelling creatures.*

    Das hingegen ist ein eklatanter Unterschied. Wo Feminist.I.nnen gedeihen, wächst bald kein Gras mehr, ihre Konkurrenz ist für andere bottom-dwelling creatures einfach zu stark.

    Als bottom-dwelling creatures sind sie schlicht unschlagbar kompetent.

    Sollten sich mal ein Beispiel an der warzigen Seegurke nehmen, sie als positives Rollenmodell adaptieren, wo sie doch bereits so viel mit ihr gemeinsam haben, mit der niedlichen, unschuldigen, nicht übermäßig intelligenten, also sympathisch durchschnittlichen warzigen Seegurke.

    Man muss sie einfach lieb haben.

    MANN MUSS!

    • @ Roslin

      „Erst kürzlich durfte ich ja in einem ARTE (!)-Beitrag lernen, wie ungewöhnlich empauernd es für eine Feminist.I.n war, zu erfahren, dass das schwerste Lebewesen auf Erden, die fetteste Speckwalze unter der Sonne mit mehr Blubber auf den Rippen als jede Elefantenkuh, das Blauwalweib ist, das den Blauwalmann zum Männchen degradiert.“

      Den Film habe ich in Erinnerung – und zwar in schlechter Erinnerung. Der war fachlich zum großen Teil total daneben, auch wenn – wenn ich mich recht erinnere – auch fähige Leute wie Tim Clutton-Brock zu Worte kamen.

      Ich bring jetzt aus dem Gedächtnis nicht mehr alles davon zusammen, aber besonders zwei Aspekte fand ich sehr daneben:

      1. Als die vom „Blauwal“ sprachen, waren gleichzeitig Filmaufnahmen von Buckelwalen zu sehen. Ich sag ja nicht, dass man beide Arten unterscheiden können muss, aber wenn man solche Arten schon in Filmen erwähnt, dann muss man sie kennen. Menschen verwechselt man ja auch nicht einfach mit Gorillas. (Das ist überhaupt so eine Sache in vielen Tierfilmen heute: Da werden Rotwildweibchen mit Kalb als „Ricke mit Kitz“ bzw. als „Reh“ tituliert, da werden Wapitis als „Elche“ bezeichnet – und jetzt eben Buckelwale als „Blauwale“. Oder – in einer Tageszeitung – wurde Damwild als „Rehwild“ bezeichnet. Null Ahnung. Peinlich. Das wäre Grzimek & Sielmann nicht passiert.)

      2. In dem Arte-Film wurde der Geschlechtsunterschied in der Größe beim Menschen vor allem am Ende des Filmes damit begründet, dass die bösen Jungen/Männern den armen Frauen & Mädchen Fleisch und überhaupt Nahrung wegessen würden, und dass diese deshalb kleiner wären (!!!). Bzw. das Frauen dazu erzogen würden, weniger zu essen. So begründen Gendersens das. Dabei können sich Frauen hier in westlichen Ländern von klein auf schon lange satt essen, gottseidank auch. Und sind trotzdem im Schnitt kleiner als Männer, die sich genauso sattessen. Überschüsse an Nahrung haben hier nun wirklich beide Geschlechter. Manchmal werden Frauen, genau wie Männer, auch dick von den Nahrungsüberschüssen. Diese dicken Frauen sind dann aber im Schnitt wieder kleiner als dicke Männer. Bzw. weisen unabhängig davon, ob dick oder dünn, ein im Schnitt geringeres Längenwachstum auf. Aber eine stramme Feministin muss sowas natürlich alles nicht mitberücksichtigen, sondern es muss eine „Die bösen Männer haben die armen Frauen hungern lassen“-Schauergeschichte daraus gemacht werden.

      Die Frage ist noch: Was ist für ein zweibeiniges Säugetierweibchen empauernd daran, dass das größte Tier der Welt ein Weibchen ist?

      Ist doch sch…egal?!? Es gibt eben Weibchen, die 60 kg wiegen, und Weibchen, die bis zu 200 t wiegen. Ja und?

      Alles fällt unter „meiner Meinung nach“.

    • @ Roslin nochmal

      „Damit ich nicht immer so negativ, wenig progressiv und unmodern rüberkomme“

      Tust Du aus meiner Sicht nicht. Die Sterobmarexbande sieht das natürlich anders. (HA HA HA HA)

      „, heute wieder ein Beitrag aus meiner Reihe “Feministische Role-Models” für die Jungfrau vom Lande“

      Welche Jungfrau vom Lande? Die hat auch auf dem Land heutzutage mit vielleicht 12-14 ihr erstes Mal und bezeichnet mit 19 dann fünf verschiedene Jungs als ihren „Ex“.

      „Als Freund allen Lebens suche ich immer das Positive, also auch unschuldige Wesen, Gottes Geschöpfe, die als Totemtiere des Feminismus befähigt sein könnten, mir diese Spätblüte menschlicher, erbsündiger Verderbtheit in einem milderen, ja geradezu schmeichelnd-liebenswerten Licht erscheinen zu lassen.“

      Vorbildlich.

      „So dass ich in die Lage versetzt würde, ein besserer Christenmensch und Mann zu werden als ich es bin, lernte, Feminist.I.nnen über den Umweg ihrer Totemtiere zu lieben.
      Getreu dem Worte Gottes “Liebet eure Feinde”.“

      Ebenfalls.

      „Da fiele mir zunächst die grundsympathische Hyäne ein, die so überzeugend Rollenumkehr lebt unter den Säugetieren,“

      Tut sie noch nicht mal. Okay, das Weibchen ist bei denen größer und stärker als das Männchen. Trotzdem unterliegt auch bei dieser Art das Männchen der schärferen sexuellen Selektion als das Weibchen. Und OBWOHL dies so ist, ist bei denen das Weibchen größer und stärker. Warum, kann ich nur vermuten.

      Unter „umgekehrten Geschlechterrollen“ versteht man in der Verhaltensbiologie grundsätzlich, dass das Männchen einer geringeren sexuellen Selektion unterliegt als das Weibchen. Das ist selten, es kommt bei Seepferdchen vor. Bei Säugern vermutlich nie oder fast nie.

      Gute role model aus dem Tierreich? Kann nur das Bonobo-Weibchen sein. Noch „naturgeiler“ geht es nicht mehr.

      Wobei: Eine Zivilisation hätten wir dann so leicht nicht auf die Beine gestellt.

      • @ Matthias

        *Welche Jungfrau vom Lande? Die hat auch auf dem Land heutzutage mit vielleicht 12-14 ihr erstes Mal und bezeichnet mit 19 dann fünf verschiedene Jungs als ihren “Ex”.*

        Ja, aber von 0 bis 12 entbehrt sie der erleuchtenden Aufklärung durch aufgeklärte feministisch-aktivistische Aktivist.I.nnen, die sich alle in Berlin rumtreiben.

        Oder Hamburg.

        Allenfalls noch Köln.

        Es ist mir unerträglich, dass ein solches Gör vielleicht erst mit 11 den ersten Schlampenmarsch in natura zu sehen bekommt.

        Wenn nicht Muttern …, aber daran will ich gar nicht denken.

        Und von der warzigen Seegurke und ihrer modernen, progressiven Lebensart hat es dann immer noch nichts gehört!

  6. Wunschdenken II

    Wenn Lindy West durch soziokulturelle Umkonstruktion der Schönheitsvorstellungen (v.a. der der Männer) hofft, von der Last ihrer Pfunde befreit zu werden, ohne sich anstrengen zu müssen (FDH und Fitness-Bootcamp), um dann als Venus von Villendorf L.A. geworshipped zu werden, so hofft Bascha Mika durch „Doing Ageing“ von der Last ihrer Jahre loszukommen.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/mutprobe-interview-mit-bascha-mika-ueber-das-aelterwerden-von-frauen-a-954191.html

    Es muss doch möglich sein, den Männern beizubiegen, dass ihnen der Schniedel gleichermaßen steht ob nun beim Anblick einer 25jährigen schlanken Birke oder einer 65jährigen Zirbelkiefer nach Blitzeinschlag.

    Alles nur eine Frage der Macht.

    Die Männer haben die Macht.

    Beweis (u.a.): Sie haben perfiderweise die Schönheitsnormen so konstruiert, dass 83jährige männliche Zirbelkiefern, auch nach Blitzeinschlag, für 32jährige Birken noch attrakiv sind – s. George Soros – wenn sie nur genug Charakt€r, Status, Macht, Charisma, Intelligenz, sprich POTENZ mitbringen.

    Wenn man also nun, denkt Mika und ihr sozialkonstruktivistischer Nonnenkonvent von der durchgeknallten Observanz, Frauen endlich so EMPAUERT, dass sie die Schönheitsnormen diktieren können, dann werden auch 25jährig vor 70jährigen Schrullen stramm stehen.

    Ich wünsche, wie immer in solchen Fällen, viel Glück und gute Reise nach Lummerland.

    Die letzten Jahrzehnte der westlichen Menschheit versprechen recht vergnüglich zu werden, ein Schlachtfest für Zyniker.

  7. Ein öfter hier geäußerter Eindruck und auch mein subjektiver Eindruck ist, dass wir in Deutschland eine „Bildungsabschlussinflation“ haben: Der Anteil der Abiturienten steigt, der Anteil der 1,0-Abiturienten steigt (subjektiver Eindruck) – gleichzeitig werden die Kinder nicht klüger. D.h., das Abitur verliert an Wert, da es nicht mehr so sehr stratifiziert wie zuvor und ein gutes Abitur kein Garant mehr für besonders klugen und fleißigen Schüler ist und gleichzeitig Hauptschul- und Realschulabschluss nichts mehr wert sind. Ähnliches gilt für andere Bildungsabschlüsse.

    Hätte jemand Belege für diese „Bildungsabschlussinflation“?

  8. Heute aus der Serie „Role Models für Schwuppen“: Sir(!) Frederic Leighton

    Er war einer der angesehensten Malerfürsten des Viktorianischen Zeitalters, lebte von 1830 bis 1896. Lange brauchte ich, um mich „einzusehen“ und ihn zu schätzen, heute mag ich ihn sehr.

    Von Kindheit an war er mir ein Begriff – ich las Tausend und eine Nacht und fand beim Blättern in einem der Kunstbände meines Vaters ein Foto der Arab Hall in seinem Londoner Atelierwohnhaus (George Aitchison entwarf sie 1880) – eines der schönsten Beispiele für „neoarabischer“ Architektur. Zur Dekoration verwendete Aitchison Origianlkacheln aus alten Damaszener Häusern (wohl in der Türkei gefertigt – Damaskus gehörte zum Osmanischen Reich), römisch-byzantinische Mosaikfriese aus dem Nahen Osten (Fußboden römisch), die Fenstergitter stammen aus einem alten Kairoer Haus – das Britische Empire machte ein solches Pasticciio möglich, die Arab Hall lieferte die Bühnendekoration für meine Träume aus Tausend und einer Nacht.

    Leighton selbst hatte die Kunstobjekte auf seinen zahlreichen Reisen in den Nahen Osten angekauft und mitgebracht.

    Eine von Aitchisons Präsentationszeichnungen, Vorbild war ein Saal im La-Zisa-Palast in Palermo, ein arabisch-normannischer Bau aus dem 12. Jhdt. (arabische Künstler/Architekten – normannischer Auftraggeber, die „Wikinger“ hatten Sizilien gerade erobert und erlagen nun der damals raffinierteren arabisch-islamischen Zivilisation).

    Das quadratische Erdgeschoss der Halle mit der Pedentifzone, die zum Rund der Kuppel hin vermittelt

    Die Kuppel der Arabischen Halle

    Ein Aquarellbild des Raumes mit Blick zum Treppenahaus

    Einige Kachelfelder

    Ein Mosaikfries

    Eines der Kairoer Fenster

    Ob er tatsächlich schwul war, weiß ich nicht, jedenfalls bimmelt mein Gaydar in höchsten Tönen beim Anblick dieses schönen Mannes, der sein Leben lang Junggeselle blieb. Ein Outing wäre zu Queen Victorias Zeiten auch völlig undenkbar gewesen, gleich gar für einen Mann in seiner Position, mit Ehrungen überhäuft, Präsident der Royal Academy of Arts.

    Seine zahlreich erhaltenen Briefe enthalten keinerlei Hinweise auf sein privates/emotionales Leben – auch auffällig.

    Jedoch war er ein ausgesprochener „Frauenmaler“ und es gibt Gerüchte über ein uneheliches Kind mit einem seiner schönen Modelle. Vielleicht ackerte er nebenher so viel, dass er dieses Feld nicht auch noch in einer Ehe bestellen wollte.

    Andererseits umgab er sich mit auffallend schönen Malerjünglingen – die Frage wird wohl offen bleiben.

    In jedem Falle war er äußerst diskret und wäre wohl lieber gestorben als beim CSD-Marsch aufzutauchen.

    Nun endlich noch kurz zum Maler Leighton: eines meiner Lieblingsbilder von ihm „Flaming June“.

    Wer möchte die Schöne nicht wachküssen? (Adrian natürlich, ja, ist klar)

    Es geht natürlich auch nackter: Badende

    Auch Psyche badet:

    Ein Bild für Edathy: The Hit, völlig legal (noch)

    Der Knabe „Paolo“

    Doch ach, ewig lockt das Weib und zieht uns hinab: Der Fischer und die Sirene

    Er wird’s wohl nicht überleben. Sie ist ja kein Delphin. Allerdings auch kein Walross.

    Lindy West und Tanya Gold wären Sir Frederic nicht vor den Pinsel gekommen und schon gar nicht hierhin – sein karges Schlafzimmer in seinem ansonsten schwelgerisch ausgestatteten Haus:

    Der Malerfürst im Selbstporträt:

    Die mit „blogspot“ bezeichneten Bilder stammen von hier:

    http://loveisspeed.blogspot.de/2014/02/the-leighton-house-museum-is-museum-in.html

  9. „Schon seit Jahren rasen die Kosten für die berufliche Haftpflichtversicherung der Hebammen in die Höhe. Als Claudia Lowitz im Jahr 1989 anfing, als Hebamme zu arbeiten, kostete ihre berufliche Haftpflichtversicherung noch rund 150 Euro im Jahr. Ab 2014 soll sie 5091 Euro kosten – und das bei einem Stundenlohn von durchschnittlich 8,50 Euro. Seit die Nürnberger Versicherung verkündet hat, dass sie zum 1. Juli 2015 aus den beiden letzten verbliebenen Versicherungskonsortien für Hebammen aussteigen wird, ist offen, wer die Hebammen in Zukunft überhaupt noch versichert. „Das ist im Grunde ein Berufsverbot“, sagt Claudia Lowitz.“
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/protest-der-hebammen-kampf-der-stattlichen-frauen-1.1895846
    Komisch – keiner kommt auf die Idee, dass es daran liegen könnte, dass die Hebammen zuviel Quatsch gemacht haben und die Geburt falsch eingeschätzt haben.

      • @ christian

        Das gleiche Problem haben Gynäkologen..die haben zum großen Teil aufgrund der explodierenden Versicherungspolicen auf die ambulante Durchführung von Geburten verzichtet.

        Ursächlich ist die seit einigen Jahren um sich greifende Klagebereitschaft (die nicht nur die Medizin betrifft).

        Auch wenn kein Behandlungsfehler vorliegt, verursacht die Klage angeblich Betroffener dem Beklagten (Hebamme oder Arzt) immense Kosten sowohl für Anwalt als auch Gericht. Darüberhinaus ist die Rechtssprechung in Sachen Schadensersatzansprüche immer großzügiger geworden.

        • @ratloser

          Ich kann mir vorstellen, dass das ein Gebiet mit hohen Schadensbeträgen ist. Wenn bei der Geburt dauerhafte Schäden verursacht werden, die vermieden hätten werden können, dann sind eben die lebenslangen kosten Teil des Schadens. Da summiert sich natürlich schnell.

          Gerade deswegen wäre ich eben auch an einer offiziellen Stellungnahme von Versicherungen interessiert, die das mal darlegt

        • @Chris: Machen sich die Versicherungen nicht zu total menschenverachtenden Arschlöchern, wenn sie das sagen? Wenn ich da im Marketing wäre, wäre ich schön ruhig.

          • @jck

            „Machen sich die Versicherungen nicht zu total menschenverachtenden Arschlöchern, wenn sie das sagen?“

            Warum? Das eine Versicherung das Schadensrisiko abdecken muss erscheint mir eine Selbstverständlichkeit. Warum sollte jemand annehmen, dass private Versicherungen Hebammen subventionieren?

        • @Christian.

          guckst du hier: http://www.gdv.de/2014/02/warum-bezahlbarer-versicherungsschutz-fuer-hebammen-immer-schwieriger-wird/

          Ein paar Zitate:
          „Schäden mit über 100.000 Euro Leistungsumfang machen bei Hebammen mehr als 90 Prozent des gesamten Schadenvolumens aus.“

          “ Unterläuft bei einer Geburt ein Fehler und das Kind ist schwer geschädigt, leistet der Versicherer im Durchschnitt heute 2,6 Millionen Euro.“

          „Dank des medizinischen Fortschritts wächst die Lebenserwartung auch Schwerstgeschädigter. Pflege- und Therapiekosten fallen für einen deutlich längeren Zeitraum an“

          „Auch Einkommen, das das geschädigte Kind nicht erzielen kann, wird vom Versicherer ausgeglichen“

          „Folge für Versicherer: Geburtsschäden stellen ein extrem schwer zu kalkulierendes Risiko dar, das in der Vergangenheit zum Teil zu erheblichen Verlusten geführt hat.“

          „Großer Anteil am Schadenaufwand: Regresse der Sozialversicherungsträger“

          Kurz gesagt:
          – die Leute klagen mehr
          – die Behandlungen werden immer teurer
          – die Betroffenen überleben immer länger
          – der Staat weigert sich immer mehr, Kosten zu übernehmen

          Es gibt nicht viele Schadensfälle, aber die es gibt, sind so teuer, dass es ein Finanzierungsproblem wird.

        • @ Chris „Warum sollte jemand annehmen, dass private Versicherungen Hebammen subventionieren?“

          Ich persönlich finde ja auch, dass Leute, die das annehmen, einen an der Waffel haben, aber es gibt halt Leute, die einen an der Waffel haben und finden, dass sowas bedeutet, „Der Start ins Leben wird für Neugeborene in Deutschland zum Glücksspiel.“ (hanhaiwen.wordpress.com). Anderswo liest man „Deutschland hat sich die absurde Situation geschaffen, dass nach Stand der Gesetze wie sie zur Zeit sind, ab 2015 Geburten in diesem Land verboten sind.“ (einszweidreiundvier.wordpress.com).

          Warum sollte sich eine Versicherung mit einem aufgebrachten feministischen Mob anlegen, für den durchaus ein Risiko existiert (das ist eine rhetorische Frage)?

    • Ich hatte dazu den entsprechenden Blogschau-Beitrag bei der MM folgendermaßen bewertet (http://geschlechterallerlei.wordpress.com/2014/02/18/autoren-fur-gemeinschaftsblog-zu-geschlechterthemen-gesucht/comment-page-1/#comment-5):

      Unternehmen, die an ihren Profit denken, wie Unternehmen das machen sollen, haben festgestellt, dass freiberufliche Hebammen so oft Mist bauen, dass es sich nicht mehr lohnt, das Risiko für die offenbar unfähigen Geburtshelfer zu übernehmen. Zumindest nicht dann, wenn da nicht auch ein paar Leute in der Nähe sind, die ihren Job auch beherrschen. Helga auf [Link] wertet das als “menschenverachtend”, erklärt aber nicht, warum. Stellt dafür aber Bezüge zu hundert anderen affektiven Themen her.

      Ich kam also schon auf die Idee. Ich bin aber auch ein Neokonservativer mit stereotypen Feindbildern.

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