„Wenn ein Mann mit mir flirtet, dann bin ich mir grundsätzlich zweier Dinge bewußt“

Adrian in einer Diskussion über Flirten, Pickup und Manipulation:

Wenn ein Mann mit mir flirtet, bin ich mir grundsätzlich zweier Dinge bewusst

a) dass er ziemlich sicher mit mir ins Bett will
b) dass er mglws. nur mit mir ins Bett will

Darauf muss man sich halt einstellen. Frauen sollten aus ihrem Dornröschenturm erwachen und endlich mal lernen, wie Männer ticken.

Als Schwuler ist diese Einsicht recht offensichtlich.

ich glaube viele Frauen wissen das auch und gerade deswegen sind sie vorsichtiger, wollen eher austesten, was er will, wollen sich nicht zu schnell auf etwas einlassen, bei dem sie nur „benutzt“ werden.

Wobei ich auch immer wieder erstaunt bin, wie viele Frauen das scheinbar ausblenden können

 

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Antifeministische Widersprüche: Sexuelle Selbstbestimmung

Onyx hat eine Vielzahl antifeministischer Widersprüche ausfindig gemacht. Mal sehen was sie gefunden hat:

-sexuelle Selbstbestimmung

Die sexuelle Selbstbestimmung ist im Antifeminismus nur ein Wert, wenn sie entweder Männer selbst betrifft, oder wenn sie dem Vergnügen von Männern dient. Denn während das Rechtsgut der sexuellen Selbstbestimmung (also der Schutz vor Übergriffen und Gewaltdelikten) gern insofern polemisch diffamiert wird, indem gern behauptet wird, dass Feministinnen am liebsten alle Männer in den Knast bringen wollten, die Frauen auch nur angucken, ist die sexuelle Selbstbestimmung plötzlich dann ein ganz wichtiger Faktor, wenn es um das Recht geht, Männern Spaß zu bereiten oder sich ihnen unterzuordnen. Siehe Prostitution, BDSM.

Da bringt Onyx keine wirklichen Beispiele oder Verweise, die ihre Position stützen. Ich finde es eine erstaunlich haltlose Position.

Vielleicht erscheint es aus der Sicht von jemanden, der die Rape Culture Theorie berechtigt findet so. Angegangen werden aus meiner Sicht übertriebene Vorstellungen im Feminismus dazu, dass man jeder Frau glauben muss, dass man eine Beweislastumkehr will oder das man übertriebene Formen des Konsens verbindlich machen will (von „Yes means Yes “ bis „Enthusiastic consent“ oder in der Karikatur den beiderseitigen Rechtsanwälten, die neben dem Bett sitzen müssen).

Angegriffen wird auch der Gedanke, dass jeder kleine Übergriff ein unsägliches Verbrechen ist. Und die Panikmache mit falschen Zahlen.

Das beruht nicht zuletzt darauf, dass Männer und Frauen verschiedene Rollen haben, bei denen der Mann häufiger die aktivere hat, was dazu führt, dass er den schwarzen Peter bekommt, wenn er die Lage falsch einschätzt. In der Hinsicht scheinen es mir auch eher die meisten Frauen vollkommen anders zu sehen als der Feminismus. Sie erkennen an, dass Männer sich verschätzen können und sind häufig der Auffassung, dass das eben auch nicht schlimm sein muss und sogar besser sein kann, als ein Mann, der sich nichts traut.

Das tatsächlich jemand einer Frau das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung abgesprochen hat ist mir aus der Szene nicht bekannt. Natürlich darf eine Frau nein sagen und sollte eine Vergewaltigung strafbar sein (selbst die wenigen Leute, die der Auffassung sind, dass die Strafbarkeit der Körperverletzung ausreichend wäre sehen eine Strafbarkeit).

Vor dem Hintergrund ist es auch keine Polemik, wenn man die übertriebenen Vorstellungen des Feminismus fürchtet: Wären radikale Feministinnen an der Macht, dann hätten wir wahrscheinlich Prozesse wie an amerikanischen Universitäten, also ohne jede Verteidigungsmöglichkeit, mit Beweislastumkehr Was eine Vergewaltigung wäre bestimmte dann immer der Sexualpartner, der sich darauf beruft, da diesem die Deutungshoheit zukommen würde.

Hier zeigt sich auch mal wieder, dass Onyx nicht in der Lage ist, die radikalen Positionen des modernen Feminismus als solche zu erkennen und ihre Radikalität zuzugestehen. Was wirklich erstaunlich ist in einem solchen Feld.

Und das Onyx im Grunde ihres Herzen dem sexfeindlichen Feminismus zuneigt ist, erkennt man auch immer wieder an ihrer Ablehnung von Prostitution und Kink wie BDSM. Irgendwie macht sie einen Vorwurf daraus, dass man das akzeptiert, und natürlich „weil es Männern Spass macht“. Das man es akzeptieren kann, weil man der Auffassung ist, dass erwachsene Menschen handeln können wie sie wollen, solange sie keinen anderen Menschen beeinträchtigen, auch dann wenn man davon selbst nicht profitiert, kommt ihr anscheinend gar nicht in den Sinn.

Und das diese Liberalität auch insofern ein konstantes Bild bietet, weil man eben das konservative und autoritäre des Feminismus ablehnt („Die Sexualität einer Frau ist heilig, sie muss um jeden Preis vor dem Biest Mann geschützt werden“ und „jeder hat so Sex zu haben, wie wir das wollen, auch wenn er dazu keinen Anlass sieht, weil Rape Culture“) kommt ihr nicht in den Sinn.

Wie auch: Für sie muss es Hass sein, denn ohne die Abwertung der Kritiker bleibt ihr wenig.

Wie seht ihr es?

 

Testosteron, Libido und der „Male Gaze“

 Ich hatte hier schon einmal einmal aus der Aussage des Transsexuellen Griffin Hansburry zitiert, der sich über die Wirkung von Testosteron, gerade auf seinen Sexualtrieb äußerte, zitiert nach einem Buch.

Jetzt habe ich durch Zufall die etwas längere Stelle gefunden, in der er noch einiges mehr anführt:

Alex Blumberg
What were some of the changes that you didn’t expect?

Griffin Hansbury
The most overwhelming feeling is the incredible increase in libido and change in the way that I perceived women and the way I thought about sex.

Before testosterone, I would be riding the subway, which is the traditional hotbed of lust in the city. And I would see a woman on the subway and I would think, she’s attractive. I’d like to meet her. What’s that book she’s reading? I could talk to her. This is what I would say. There would be a narrative. There would be this stream of language. It would be very verbal.

After testosterone, there was no narrative. There was no language whatsoever. It was just, I would see a woman who was attractive– or not attractive. She might have an attractive quality– nice ankles or something– and the rest of her would be fairly unappealing to me.

But that was enough to basically just flood my mind with aggressive pornographic images, just one after another. It was like being in a pornographic movie house in my mind. And I couldn’t turn it off. I could not turn it off. Everything I looked at, everything I touched turned to sex.

I was an editorial assistant. And I would be standing at the Xerox machine, and this big, shuddering, warm, inanimate object would just drive me crazy. It was very erotic to me.

Alex Blumberg
The Xerox machine.

Griffin Hansbury
The Xerox machine. Or a car. I remember walking up Fifth Avenue one day, and this red convertible went by. It was a Mustang. And I remember just getting this jolt in my pants, this very physical, visceral, sexual reaction to seeing a red convertible.

Alex Blumberg
What did you do with that? I mean, what did you think?

Griffin Hansbury
Well, I felt like a monster a lot of the time. And it made me understand men. It made me understand adolescent boys a lot. Suddenly, hair is sprouting and I’m turning into this beast. And I would really berate myself for it.

I remember walking up Fifth Avenue, and there was a woman walking in front of me. And she was wearing this little skirt and this little top. And I was looking at her ass. And I kept saying to myself, don’t look at it. Don’t look at it. And I kept looking at it.

And I walked past her. And this voice in my head kept saying, turn around to look at her breasts. Turn around. Turn around. Turn around. And my feminist, female background kept saying, don’t you dare, you pig. Don’t turn around. And I fought myself for a whole block, and then I turned around and checked her out.

And before, it was cool. When I would do a poetry reading, I would get up and I would read these poems about women on the street. And I was a butch dyke, and that was very cutting edge. And that was very sexy and raw. And now I’m just a jerk.

[LAUGHTER]

So I do feel like I’ve lost this edge, this nice, avant garde kind of–

And I’ve gotten into a lot of arguments with women friends, coworkers who did not know about my past as a female. I call myself a post-feminist. And I had a woman say, you’re not a post-feminist. You’re a misogynist. And I said, that’s impossible. I can’t be a misogynist. I couldn’t explain to her how I had come to this point in my life. And to her, I was just a misogynist. And that’s unfortunate because it’s a lot more complicated than that.

Alex Blumberg
[LAUGHTER] I’ll say. Wow. Testosterone didn’t just turn you into a man. It turned you into Rush Limbaugh.

Griffin Hansbury
I know. That I was not expecting. That I was not expecting.

Ich finde die Wirkung von Testosteron, gerade auch bei Transsexuellen, aber auch bei sonstiger Einnahme, macht deutlich, wie die Biologie in unsere Denkweise eingreift. Ich verweise insoweit auch auf die anderen Artikel dazu in diesem Blog:

Es spricht dagegen, dass diese Verhaltensweisen durch eine patriarchale Gesellschaft erlernt sind, allenfalls ist das Unterdrücken dieser erlernt, eben weil es als höflich gilt, nicht zu schauen.

Testosteron führt insofern vielleicht zu einer höheren Anfälligkeit für sexuelle Signale, wahrscheinlich gerade optische Signale. Vielleicht ist es auch schlicht eine Folge der höheren „Geilheit“, dass diese mit einer höheren Priorität wahrgenommen werden.

Die Biologie übt hier nicht im engeren Sinne eine Kontrolle über unser Handeln aus, wir haben nach wie vor einen freien Willen und können uns entscheiden eine Frau nicht „anzustarren“.  Aber sie verändert unsere Motivation zu einem bestimmten Verhalten und dies kann so stark sein, dass wir das Gefühl haben, dass wir die bestimmte Handlung einfach durchführen müssen. Dazu noch einmal seine genaue Schilderung

And I walked past her. And this voice in my head kept saying, turn around to look at her breasts. Turn around. Turn around. Turn around. And my feminist, female background kept saying, don’t you dare, you pig. Don’t turn around. And I fought myself for a whole block, and then I turned around and checked her out.

„ich kämpfte gegen mich selbst für einen ganzen Block und drehte mich dann um, um sie mir anzuschauen“ gibt gut wieder wie die Biologie in dieser Hinsicht arbeitet.

Das Gefühl an sich, nämlich „ich drehe mich erst etwas später um, damit es nicht so auffällt“ dürften auch die meisten Männer kennen. Auch die Selbstüberredung und Rechtfertigung, die mit biologischen Motivationen zusammenhängt werden die meisten kennen „Ich schau nur ganz kurz, ich bin weit genug weg, sie wird es gar nicht auf sich beziehen“ oder „ich habe heute eh kaum was gegessen, der Tag war so anstrengend, ich habe mich die Schokolade wirklich verdient, ich hole die Kalorien morgen wieder rein“.

Das ihm selbst sein Verhalten so ungewöhnlich erscheint macht auch den Unterschied zwischen Männern und Frauen deutlich.

„Es ist erstaunlich, was ein guter Mann für eine gute Frau tun wird, die ihm das Gefühl gibt, geliebt zu werden“

In einem Artikel „5 Gründe, warum sie jede Nacht Sex mit ihrem Mann haben sollten“ findet sich ein interessanter Punkt:

Wenn Sie möchten, dass Ihr Ehemann sich wie ein Mann benimmt, müssen Sie ihn auch wie einen Mann behandeln. Verdrehen Sie jetzt nicht die Augen. Ich dränge nicht auf eine Rückkehr in die 1950er Jahre (obwohl eine Zeit in der Hüftjeans nicht existierten im Grunde für mich in Ordnung ist.) Frauen benötigen eine gewisse Anzahl erfüllter Kriterien, um sich geliebt zu fühlen. Männer sind da viel einfacher. Sie müssen gefüttert werden, sie müssen geschätzt werden, und sie müssen Sex haben. Das ist alles. Wirklich. Machen oder bestellen Sie also hin und wieder Abendessen. Danken Sie ihm mit einer Umarmung und einem Lächeln für die vielen Stunden, die er bei der Arbeit verbracht hat, wenn er abends durch die Haustüre kommt. (Noch besser? Lächeln Sie, wenn Sie ihm die Kinder überlassen und für eine lange, dringend benötigte Pause raus gehen.) Und meine Güte, lassen Sie sich von dem armen Mann nackt sehen. Es ist erstaunlich, was ein guter Mann für eine gute Frau tun wird, die ihm das Gefühl gibt, geliebt zu werden. Nach ein paar Wochen Abendessen und herumknutschen werden Sie sich zurücklehnen und sich fragen, warum Sie nicht früher darauf bestanden haben, jeden Abend Sex zu haben. Ich spreche von einer kleinen Investition mit großen Erträgen.

Das geht mit „geschätzt werden“ etwas in die Richtung dieser „Weisheit eines Pornostars„:

A woman needs love, a man needs respect. It’s that simple.

Eine Frau braucht Liebe, ein Mann braucht Respekt. Es ist tatsächlich so simpel.

Ich glaube, dass ein Mann, der das Gefühl hat, dass seine Frau ihn liebt und schätzt, wirklich viel ausmacht. Denn dann will man auch etwas wiedergeben, möchte sich dieser Anerkennung als würdig erweisen, fühlt sich angenommen und dann macht er auch gerne etwas für sie.

Es geht auch etwas in die Richtung dieser hier von hier besprochenen Tipps:

1. Der Partner an deiner Seite ist kein Kind. Behandle ihn wie einen König und er wird dich wie eine Königin behandeln.

2. In einem Streit emotional zu reagieren und lautstark und aufgewühlt herumzuschreien bringt nichts. Der Mann schaltet einfach ab. Ganz sachlich bleiben und sagen, was einem stört.

3. Ein- bis zweimal die Woche dem Partner einen zu blasen wirkt wahre Wunder!

4. Man kann keinen Mann ändern! Liebe Frauen, versucht es erst gar nicht. Die Energie dazu lieber ins Miteinander als ins Gegeneinander stecken.

5. Der Mann an deiner Seite ist nicht dazu da, all deine Sehnsüchte und Wünsche zu erfüllen. Er wird auch nicht all deine Probleme lösen können. Schau lieber, wie du selbst für dich glücklich werden kannst. Das stärkt auch die Partnerschaft.

Den Partner Respektvoll zu behandeln, nicht in den „Mutter- und Bevormundungsmodus“ abzugleiten und im deutlich machen, dass man ihn mag, schätzt, begehrt und respektiert ist kein schlechtes Rezept.

Meine Vermutung ist, dass Männer ein durchaus starkes Bedürfnis nach genau diesen Punkten haben und sich daher über entsprechende Beachtung durchaus gut „steuern“lassen bzw darauf sehr positiv reagieren.

 

 

 

Beziehung

Diese Woche soll es durchgängig jeden Tag um ein anderes Thema rund um „Mann &  Frau zusammen“ gehen, einfach freie Assoziationen und Gedanken, anhand jeweils eines bestimmen Schlagwortes. Für neue Ideen und für das Entdecken von Aspekten, die bei spezielleren Texten untergehen

Weiter geht es  mit:

Beziehung

Was macht eine gute Beziehung aus? Wie erhält man eine gute Beziehung? Was führt dazu, dass es in einer Beziehung nicht mehr passt? Was ist eure Idealvorstellung von einer Beziehung? Wie viele Beziehungen sollte man haben? Was ist ein guter Grund um eine Beziehung zu beenden? Was ist ein schlechter Grund um eine Beziehung zu beenden? Wie sind die Entwicklungsschritte einer Beziehung? Was geht am häufigsten schief? Wie war die beste/schlechteste Beziehung, die ihr hattet oder von der ihr gehört habt? Welche Faktoren sprechen dafür, dass jemand beziehungsgeeignet ist? Wie löst man Machtfragen in der Beziehung oder welche Machtspiele werden gespielt? usw

Beziehungen

Wir reden viel über Vaterrechte und Familienrechte allgemein. Aber vielleicht ist es einfach mal an der Zeit allgemein über Beziehungen zu reden.

Lebt ihr gerade in welchen?

Wenn ja: Warum? Was geben sie euch, was ist der Mehrwert daraus? Seid ihr verheiratet oder wollt ihr heiraten? Wie erlebt ihr euren Partner im Verhältnis zu dem, was ihr sonst über das andere Geschlecht denkt? Seid ihr verliebt? Was muss man machen, damit eine Beziehung hält?

Wenn nein: Warum nicht? Liegt es daran, dass ihr gerade keine interessante Person gefunden habt oder seid ihr eher MGTOW/FGTOW? Was würdet ihr von einer Beziehung erwarten und unter welchen Bedingungen würdet ihr euch darauf einlassen? Was erwartet ihr von einem potentiellen Partner? Was bietet ihr einem potentiellen Partner? Wie wollt ihr vorgehen um einen Partner für euch zu gewinnen?

Auswirkung der Anzahl der Geschlechtspartner auf die Attraktivität

Eine interessante Studie behandelt die Attraktivität als Partner in Verbindung mit der Anzahl der vorherigen Geschlechtspartner:

The aim of this study was to explore how people’s sexual history affects their attractiveness. Using an Internet survey, 188 participants rated their willingness to engage in a relationship with a hypothetical individual with a specified number of past sexual partners, ranging from 0 to 60+. The effect of past partner number was very large. Average willingness ratings initially rose as past partner number rose, but then fell dramatically. For short-term relationships, men were more willing than women to get involved (although the difference was not large). For long-term relationships, in contrast, there was virtually no sex difference. Thus, contrary to the idea that male promiscuity is tolerated but female promiscuity is not, both sexes expressed equal reluctance to get involved with someone with an overly extensive sexual history. Finally, participants with an unrestricted sociosexual orientation (high SO participants) were more tolerant than low SO participants of prospective mates with higher numbers of past sexual partners but were also less tolerant of prospective mates with low numbers of past sexual partners.

Quelle: Sexual History and Present Attractiveness: People Want a Mate With a Bit of a Past, But Not Too Much. (Volltext: Scihub-Link)

Zur Auswahl der Teilnehmer:

Participants were recruited from the subject pool at Swansea University in Wales and via the social network website Facebook, using a targeted ad shown exclusively to UK users aged 18 to 30. The ad explained that participants were sought for a brief study on mate preferences, and cautioned that the study included questions of a sexual nature. The final sample consisted of 188 heterosexual individuals: 84 men and 104 women. The age range of the sample was 18 to 35 years (M = 21.16; SD = 2.49). (Participants older than 30 presumably came from the university subject pool rather than the agetargeted Facebook ad.) The mean age of the men (22.07, SD = 2.73) was significantly higher than that of the women (20.42, SD = 2), t186 = 4.77, p < .01; two-tailed. Participants’ SO was measured with the Sociosexuality Orientation Inventory–Revised (SOI-R; Penke & Asendorpf, 2008; described below). The mean SO score for the sample was 36.15 (SD = 13.74), with men scoring significantly higher (M = 43.2, SD = 12.75) than women (M = 30.5, SD = 11.8), t180 = 6.96, p < .01; two-tailed. A small majority of participants (61%) reported that they were currently in a relationship. The average level of religiosity of the sample was low: On a 1-to-5 scale where 1 represented “very religious,” 3 represented “neither religious nor non-religious,” and 5 represented “very non-religious,” 80.9% of participants chose 3, 4, or 5, and the mean religiosity score was 3.74 (SD = 1.17). The vast majority of participants identified as Caucasian (95.7%); the remainder identified as South Asian, East Asian, or “other” (< 2% in each category).

Also wie in vielen Studien junge Studenten.

Die Ergebnisse sind dennoch interessant:

Attraktivitaet Anzahl Sexualpartner

Attraktivitaet Anzahl Sexualpartner

Wie man sieht sind die Betrachtungen für eine Langzeitbeziehung relativ gleich. Männer sind eher noch toleranter als Frauen, was die Anzahal der Sexualpartner angeht. Bei etwas kürzerem gestehen Männer Frauen mehr Sexualpartner zu.

Wie man auch sieht nimmt die theoretische Bereitschaft bei beiden Geschlechtern mit der Anzahl der Geschlechtspartner ab. Allerdings scheint es mir eine sehr abstrakte Bewertung zu sein, die nicht einbezieht, dass mit den Sexualpartnern üblicherweise auch bestimmte Verhaltensweisen oder ein bestimmtes Aussehen korrespondieren kann.

Ein schüchterner oder sozial unbeholfener Nerd, der ab einem gewissen Alter noch Jungfrau ist, erreicht sicherlich keine 6,5 auf der Skala. Und ab einem gewissen Alter wird auch eine weibliche Jungfrau eher Mißtrauen erregen.

Und eine Frau mit 20 Männern, die aber ansonsten klasse aussieht und nicht billig wirkt, sondern sich lediglich in einer bestimmten Phase etwas „ausgelebt“ hat, ansonsten aber gegenwärtig in ihrem Bekanntenkreis nicht als „Schlampe“ gibt, wird auch keinen Mangel an Interessenten haben. Ebenso der attraktive Alpha, der gut aussieht und „Charme“ oder „Game“ hat.

Es ist ein Nachteil der Studie, dass sie die Frage rein abstrakt gestellt hat und nicht mit Charakteren oder zumindest Fotos verbunden hat. Noch besser wären Filmszenen gewesen. Oder eine Beschreibung, wie sie sich die Leute mit einer hohen Partnerzahl vorstellen und wie sie denken, dass Leute auf sie reagieren. Ich vermute mal, dass ein „wahrnehmbares billiges Verhalten“ Frauen in ihrer Attraktivität sehr schadet und bei Männern vielleicht eher, dass sie ein „falsches Spiel betreiben“ oder Frauen nur als weitere Nummer sehen.

Aus der Diskussion:

The focus of the present study was how a prospective mate’s sexual history affects people’s willingness to get involved with that individual. The study yielded three main findings:

(1) A prospective mate’s number of past sexual partners had a large effect on participants’ willingness to engage in a relationship with them. After an initial upswing in willingness ratings, participants grew progressively less willing to get involved as the number of past partners increased.

(2) Men and women did not differ in their willingness to get involved in a long-term relationship with a target individual with more than two past sexual partners. In contrast, men were more willing (or less unwilling) than women to get involved in a short-term relationship, regardless of how many sexual partners the target had had. These differences between the long- and short-term
contexts have not previously been documented with respect to people’s responses to a prospective mate’s sexual history.

(3) Participants with high SO were more tolerant of prospective mates with a high number of past sexual partners. Interestingly, participants with high SO were less tolerant of prospective mates with a very low number of past partners.

Also: Die Anzahl der Sexualpartner hatte einen starken Effekt, Männer und Frauen unterscheiden sich in der Hinsicht nicht sehr, bei Kurzzeitstrategien sind Männer sogar großzügiger, und Leute mit einer hohen Anzahl an Sexualpartnern waren toleranter, was eine hohe Anzahl an Sexualpartnern angeht, aber weniger großzügig bezüglich einer niedrigen Anzahl von Sexualpartnern

These results suggest two amendments to folk psychology.

The first relates to the nugget of folk psychology embodied in humorist Evan Esar’s observation that “The girl with a future avoids a man with a past.”

Our research suggests that, at least in a modern western society, it depends how much of a past the man has. A little is better than none, but a lot is much worse. Furthermore, this is true of both sexes. For the average woman and the average man in our sample, the ideal mate was not someone without any sexual history. Our participants were reasonably willing to get involved with such a person; however, they were more willing to get involved with someone who had some history. This was especially so for women in the long-term context: When evaluating prospective mates with zero, one, or two past partners, women were less willing to get involved than men. There are several possible explanations for this result. One is that it stems from sex differences in the
importance of mate-choice copying: Women may be more averse than men to a prospective long-term mate who garners little sexual interest from the other sex. A second possibility is that it stems from sex differences in parental certainty: Men may be more attracted than women to a prospective long-term mate with only limited sexual experience, because historically this was correlated with lower cuckoldry risk. Note, though, that the difference was not especially large and that it remains to be seen whether the pattern will replicate.

The second amendment to folk psychology concerns the sexual double standard. Contrary to the common notion that male promiscuity is tolerated whereas female promiscuity is not, both sexes expressed an unwillingness to get involved with someone with a high number of past sexual partners.

For long-term relationships, there was virtually no difference between the sexes in this respect. For short-term relationships, in contrast, men were more tolerant of female promiscuity than women were of male promiscuity (thus, in a certain sense, the traditional double standard was reversed in the short-term context). This is not the first study to question the existence of the double standard (see Allison & Risman, 2013; Kreager & Staff, 2009; Mark & Miller, 1986; O’Sullivan, 1995). It seems that, although the belief that there is a sexual double standard is widespread,the sexual double standard itself is not nearly as widespread as it might once have been—at least not in the kind of liberal western culture in which the present study was conducted (cf. Stewart-Williams, 2002).

Aus meiner Sicht braucht es mehr Faktoren als die reine Partnerzahl um hier eine Bewertung vorzunehmen. Ein interessanter Faktor wäre beispielsweise wie stark der Ruf der jeweiligen Person noch von der Anzahl der Sexualpartner betroffen ist (wenn jeder weiß, dass er jede Nacht mit einer anderen schläft/sie schon mit jedem geschlafen hat, dann dürfte sich dies stärker auswirken, als wenn das gleiche wesentlich diskreter geschehen ist oder diese Phase länger her ist). Interessant wäre auch, wie die Qualität derjenigen leidet, die sich interessieren bzw. wie sich ihr jeweiliger Wert auf dem Partnermarkt verändert. Wird eine 10 auf eine 8 zurückgestuft, dann ist sie natürlich immer noch attraktiv, erst recht für eine 6, aber dann eben nicht mehr für eine 9.
Als abstrakte Studie insofern interessant, aber weitere Forschung mit einer differenzierteren Betrachtung der Faktoren, die bei der Anzahl der Geschlechtspartner eine Rolle spielen, wäre interessant.