„Mehr Männer als Frauen finden eine offene Beziehung ideal“

Wäre interessant das mit den realen Chancen auf dem Partnermarkt und dem vermuteten Interesse des Partners an weiteren Partnern abzuklären.

Da Frauen reale Chancen haben jede Nacht mit einem anderen zu schlafen, aber weit weniger offen dafür sind, dass auch zu machen, durchschnittliche Männer hingegen es weitaus schwerer haben Sexpartner zu finden als Frauen, wäre es interessant, welche Vorstellungen die daran interessierten jeweils haben.

Sind es gutaussehende Männer/Männer mit Game, die eher keine Probleme haben Sexpartner zu finden und nebenher auch eine Freundin haben oder Männer, die sich eigentlich eine „semioffene Beziehung“ vorstellen (sie dürfen, der Partner nicht/der Partner hat eigentlich kein großes Interesse)?

Oder wären die Leute im gleichen Umfang tatsächlich damit einverstanden, dass beide nach Belieben auch tatsächlich mit anderen schlafen?

 

6 Gedanken zu “„Mehr Männer als Frauen finden eine offene Beziehung ideal“

  1. „Despite this, significantly more people would like to be in an [open] relationship than are currently in one“

    „Sind es gutaussehende Männer/Männer mit Game, die eher keine Probleme haben Sexpartner zu finden und nebenher auch eine Freundin haben oder Männer, die sich eigentlich eine „semioffene Beziehung“ vorstellen (sie dürfen, der Partner nicht/der Partner hat eigentlich kein großes Interesse)?“

    Ich vermute eher, die meisten derjenigen, die gerne eine offene Beziehung hätten, tun dies, weil sie mit der sexuellen Situation in der „Primärbeziehung“ unzufrieden sind, das aber nicht als ausreichenden Grund sehen, sich komplett zu trennen.
    Und viele können dies wahrscheinlich nicht in die Tat umsetzen, da sie a) zu unattraktiv sind, um für andere Leute außer dem eigenen Partner interessant zu sein und/oder b) der feste Partner (bzw. in den meisten Fällen wohl Partnerin) trotz Defiziten im Sexualleben auf Monogamie besteht.

    Wenn ein sehr attraktiver Mann neben seiner Beziehung Affären hat, einfach weil er es kann, dann entspricht das aus meiner Sicht nicht der Definition einer offenen Beziehung – schon deshalb, weil er es sich vermutlich leisten kann, seine Freundin gar nicht erst um Erlaubnis zu fragen.

  2. Wenn Männer es durchschnittlich schwieriger haben, einen Sexualpartner zu finden, liegt es eigentlich auf der Hand, warum.
    Ist man gezwungen, alles zu nehmen, was sich anbietet, verbietet man es sich wohl kaum selbst, aus irgendwelchen Pietätsgründen Gelegenheiten nicht wahrzunehmen. Wer weiß schließlich, wann die nächste kommt?
    Bei Frauen gibt es das auch, nur in anderer Form.
    Das sind dann die, die bis Mitte 30 bzw. bis 40 keinen festen Partner gefunden haben und sich dann irgendwelchen Typen aus dem Internet an den Hals werfen, welche ihnen das Geld aus der Tasche ziehen.
    Oder solche, die alles mögliche als Partner akzeptieren und ihm alles durchgehenlassen, egal wie sehr sie auch darunter leiden. Von Muttersöhnchen bis Schwerverbrecher, der sie misshandelt.
    Suchen sich eben nur nicht für jeden Finger einen, sondern die kommen alle nacheinander.

  3. Ich frage mich, wie viele der Männer unter „offene Beziehung“ einfach nur „mehr Zeit für mich und weniger Generve. Mal allein in die Kneipe gehen oder so“ verstehen. Dass das also gar nicht notwenidigerweise was mit Sex zu tun hat.

    Oder spricht hier mein Alter?

  4. Gute Frage. Ist vielleicht tatsächlich das Alter. 😉

    Im Grunde lässt sich der Hang nach einer offenen Beziehungen ganz leicht biologisch erklären.
    Der Mann versucht sein Erbgut möglichst breit zu verteilen und bevorzugt demnach Beziehungen, wo er das ausleben kann.

    Die Frau sucht trotz aller Genderideologie nach wie vor nach einem Versorger. Meint sie, endlich den richtigen gefunden zu haben, hält sie an ihm – und ihn – fest.
    Experimente lohnen sich nicht, zumal der Konkurrenzdruck hoch ist. Insbesondere dann, wenn das versorgungswillige Männchen einen noch höheren Status hat.

  5. Sind es gutaussehende Männer/Männer mit Game, die eher keine Probleme haben Sexpartner zu finden und nebenher auch eine Freundin haben oder Männer, die sich eigentlich eine „semioffene Beziehung“ vorstellen (sie dürfen, der Partner nicht/der Partner hat eigentlich kein großes Interesse)?

    Ich vermute Letzteres, denn gerade Frauen die kein großes Interesse an „fremd gehen“ haben, sind meist auch mit ihrem Partner nicht sehr aktiv. Aber ja, wäre interessant das herauszufinden.

    Hätte ich Probleme, wenn meine Frau sowas macht? Ich weiß nicht, solange sonst nichts darunter leidet und es rein sexuell wäre, vermutlich nicht. Bedenken hätte ich wegen Geschlechtskrankheiten und einem angehängten Kind.

    Ich hätte mir öfter mehr Abwechslung gewünscht, mit meiner Frau zusammen, aber dazu ist sie zu prüde und feige… 😦

  6. Compared to monogamous husbands and wives, polygynous husbands and wives are less cooperative, one with another, and co-wives are least cooperative, one with another. The husbands‘ and wives‘ behavior in a corresponding series of inter-household games indicates that these differences cannot be attributed to selection of less cooperative people into polygyny. Finally, behavior in polygynous households is more reciprocal and less apparently altruistic.

    https://www.aeaweb.org/articles?id=10.1257/app.20170438

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