„Warum Feministinnen besseren Sex haben“

Feminismus und die Qualität des Sex hatten wir hier ja schon ein paar Mal:

 Samhita Mukhopadhyay, Feministin, die bei einem der größten feministischen Blogs, Feministing Exekutive Editor ist, hat ein Buch zum Thema geschrieben , in dem sie eher das „Dating-System“ für Mißstände verantwortlich macht: Outdated: Why Dating is Ruining Your Love .
Zu dem Buch hat sie ein Interview gegeben, das unter dem Titel „Why feminists have better sex“ veröffentlicht wurde.
Das Interview enthält einige sehr interessante Passagen:
Über das Buch:
Her dating guide for feminists attempts to debunk myths peddled by the mainstream dating industry: that men are simple and women are complex; that women aren’t hardwired to have sex like men, and that women who make more money than their romantic prospects may be out of luck.
Männer sind sicherlich nicht simple und Frauen komplex. Die Geschlechter haben nur verschiedene Gewichtungen und Sex ist einfacher als Beziehungen. Der Satz, dass Frauen nicht so verdrahtet sind, dass sie Sex wie Männer haben können, könnte glatt von mir sein. Klingt etwas biologistisch für eine Gleichheitsfeministin. Und das ein Gehaltsunterschied zuungunsten des Mannes Probleme geben kann (nicht muss) hatten wir hier ja auch schon das ein oder andere Mal: Es ist eben eine Statussache. (Vgl: „Frauen als Besserverdiener der Familie“ und „Erfolgreiche Frauen, Beziehungen und Status„)
Die weitere Zusammenfassung des Buches:
The author ultimately hazards that feminists are actually better primed for relationships than other women: They have better sex because they like their bodies; they know what they want, ask for it and walk away when their partners aren’t accountable; and they don’t define their self-worth through couplehood, which can make for softer breakups.
Hier scheinen mir eher feministische idealisierte Selbstbilder eine Rolle zu spielen. Ich würde eher vermuten, dass Feministinnen häufig erhebliche Unsicherheiten bezüglich ihres Körpers haben. Denn sich schön zu machen und gleichzeitig die gängigen Schönheitsideale zu bekämpfen und sich von ihnen frei zu machen, ist nicht immer gut in Einklang zu bringen. Wer gängige Schönheitsideale ablehnt muss keineswegs im Reinen mit seinem Körper sein. Er mag es wollen, aber er wird auch immer wieder auf den Boden der Tatsachen geholt werden, wenn er merkt, dass andere an den Schönheitsidealen festhalten. Und daraus, dass man Feministin ist folgt meiner Meinung nach auch noch nicht, dass man weiß, was man will und danach fragt. Im Gegenteil: Viele feministische Theorien scheinen mir eher zu verschleiern, was viele Frauen wollen, insbesondere wenn man davon ausgeht, dass Männlichkeit und eine gewisse positive Dominanz sexy sind. Und Forderungen stellen und gehen, wenn sie nicht erfüllt werden, muß auch nicht per se beziehungsfördernd zu sein.
Aber zum Interview:
The idea that feminism hurts your love life is a really regressive idea. Basically the advice is: Don’t brag about your career, don’t make a man feel emasculated, make sure he asks you out because you don’t want to upset the gender dynamics. They say feminists hate men, but I think that’s a very negative caricature of men, suggesting that men are so fragile and sensitive that if you ask them out you will ruin society as we know it. I think a lot of women get confused.
Hier finde ich erst einmal die logische Brücke zwischen einigen Satzteilen interessant. „Sie sagen, dass Feministinnen Männer hassen, aber Männer sind nicht so zerbrechlich, dass man sie nicht als Frau ansprechen kann“. Das Problem des Männerhasses im Feminismus (vgl. zB „„Wenn Männer einen bestimmten Teil des Feminismus mögen, dann funktioniert er nicht richtig“) ist ja nicht, dass Feministinnen Männer ansprechen. Sondern, dass sie sie in einigen Denkrichtungen des Feminismus für das Übel der Welt verantwortlich machen und meinen, dass sie in der gegenwärtigen Form der Feind sind (Natürlich gilt das auch für den Maskulismus: Wer Frauen hasst ist sicherlich auch nicht der beste Kandidat für guten Sex).
Und weiter:
If men are not the primary breadwinners, then what does it mean to be a man? Where are they getting their self-esteem? But I don’t see it as a crisis of masculinity. I think the crisis is in our inability to let go of this traditional idea of masculinity.There are men who get intimidated by really successful women, but I don’t think the solution is hiding your success. I think it’s dating guys who aren’t insecure.
Dazu hatte ich ja oben schon Artikel verlinkt. „Männer sind einfach nur unsicher, wenn eine Frau eine selbstbwußte Karrierefrau ist“, ist meiner Meinung nach eine zu einfache Betrachtung. Denn viele Frauen geben ja auch gerade Anlass zu einer solchen Betrachtung. Sie wollen einen Mann, der zumindest genau so viel verdient wie sie bzw. einen Job mit ähnlichem Status hat. Sie wollen ambitionierte Männer mit Karriereoption. Es ist nicht nur die Unsicherheit der Männer, die die Beziehung erschwert. Die Unsicherheit kann durchaus eine Grundlage haben. Es ist schwerer einen attraktiven Status aufzubauen, wenn der gesellschaftliche Status des anderen über Geld und guten Job sehr hoch ist. Es ist vielleicht ähnlich wie einer dicken Frau mit einem sportlichen, charmanten Mann zu sagen, dass sie sich wegen ihres Körpers nicht so unsicher sein soll, Schönheit sei für Männer gar nicht so wichtig.
Und über Sex:
This internalized idea of this Desperate Girl is a sexist caricature. Women end up frustrated because they feel they have to have sex with the guy because that’s the only way they can get his attention, and then pretend they’re ok with just having sex. But really they’re not, they want to be in a relationship. We’re in this experimental phase. I think it is important for women who want to express themselves sexually but don’t want a relationship – that does happen, especially among college-age women. They really, genuinely, just want to have sex and don’t feel like they have to be in a serious relationship or get married.
Ich halte die Karikatur in Bezug auf Sex und Beziehung nicht für so falsch. Männer haben meist weniger Probleme mit Sex einfach so, während Frauen eher eine Beziehung und dann dort Sex wollen. Natürlich wollen Frauen auch einfach mal so Sex und das College ist keine schlechte Zeit dafür. Aber die Bereitschaft für Sex außerhalb einer Beziehung ist bei Frauen doch deutlich geringer. Schon Testosteron bedingt. Viele Frauen machen sich eher vor, dass sie Sex einfach so genau wie ein Mann haben können. Aber in einem Wettstreit, wer unverbindlicherenSex haben will, würde ich immer auf das Männerteam setzen.  Dennoch wollen Frauen natürlich Sex, eben nur unter anderen Bedingungen, die meist etwas romantischer sind.
Am Ende relativiert sie dann die Aussage, dass Feministinnen den besseren Sex haben, wieder etwas:

Can you see how your suggestion that feminists ultimately have better sex lives and relationships could turn people off?

It’s not necessarily that being feminist makes your relationship better; it’s being confident, knowing what you want and recognizing that your identity does not rely on the success of your romantic relationships. You don’t have to embrace feminism to recognize that.

Ich würde sogar sagen, dass die Elemente, die sie anführt, teilweise ohne starken feministisch-theoretischen Hintergrund eher auftreten. Aus meiner Sicht ist die feministische Theorie zu lebensfremd und berücksichtigt zu wenig die menschliche Biologie.
Ich zitiere noch einmal die Ergebnisse einer diesbezüglichen Studie:

1. Eine feministische Frau zu sein ist negativ korreliert mit allen Messwerten für die Zufriedenheit in der Beziehung

2. Für Männer ist eine feministiche Partnerin korreliert mit Unzufriedenheit in der Beziehung

3. Die Länge einer Beziehung war um so kürzer um so mehr Gleichheit in der Beziehung bestand

4. Feminismus war für Frauen ein negatives Prognosemerkmal für die Qualität der Beziehung, die Gleichheit, die Stabilität und die sexuelle Befriedigung

5. Feministische Männer waren weniger zufrieden mit ihrem Sex, es sei denn sie hatten eine feministische Partnerin, dann waren sie zufriedener

17 Gedanken zu “„Warum Feministinnen besseren Sex haben“

  1. @ Christian

    Ich halte die Aussagen der Autorin für Wunschdenken und Propaganda zur Kundenakquise.

    Die Botschaft, die sie anbringen will, lautet: „Mädels, habt keine Angst, Feministin zu werden. Alles, was die Mainstreammedien über Männer und ihre Reaktion auf feministische Frauen verbreiten dient nur dazu, eure Befreiung und Selbstbewusstwerdung zu verhindern.“

    Offenbar ist hier ein wunder Punkt berührt, klingt nach Pfeifen im Walde.

    Wobei ich nicht ausschließen mag, dass die eine oder andere Feministin tatsächlich guten Sex hat.

    Vielleicht mit ihrem Goldhamster oder ihrer Freundin.

    Aber mit einem Mann?

    Wie will ich denn guten Sex haben mit jemandem, den ich aus ideologischen Gründen für meinen geborenen Feind, meinen designierten Unterdrücker halten muss?

    Ich werde doch alles, was der tut und lässt, sorgfältigst-misstrauisch beäugen, ob ich nicht gerade jetzt in die Patriarchenfalle tappe, nicht gerade jetzt dem Schwein im Mann deutiche Grenzen setzen muss, ob das, was der jetzt sagt und tut und lässt schon den inhärenten Frauenunterdrücker zum Vorschein kommen lässt oder ob man das noch hinnehmen kann, ohne in Gefahr zu geraten, den Absprung zu verpassen und dann doch als seine Sklavin zu enden und so weiter und so fort.

    Wie will ich denn unbefangen lustvollen, besinnungslosen Sex haben mit jemandem, von dem ich zutiefst überzeugt bin, dass ich auf der Hut vor ihm zu sein habe.

    Vielleicht schließe ich da auch nur zu sehr von mir auf andere.

    Ich kann mir nicht vorstellen, jemals Sex mit einer Feministin zu haben.

    Ich würde sie misstrauisch beäugen, nur darauf lauernd, wann sich der axiomatische Männerhass ihrer Ideologie auch mir gegenüber zeigte.

    Und dann soll ich in der Lage sein, mich einfach so gehen zu lassen, beim Sex, bei dem man lachen können muss, bei dem man sich rückhaltlos angenommen fühlen muss vom anderen, damit man vertrauen kann, damit man die Angst verliert, lächerlich zu sein, damit man lächerlich sein darf, ohne fürchten zu mssen, dass der andere einen demütigt?

    Guter Sex ist doch nur möglich, wenn man wirklich bereit ist, vor dem anderen nackt zu sein.

    Und das meint nicht nur den Körper.
    Wie soll ich denn gegenüber jemendem wirklich nackt sein wollen, dem ich grundsätzlich misstraue?

    Misstrauten Feministinnen nicht dem Mann als Mann, wären sie ja keine.

    Latenter oder offener Männerhass ist der größte gemeinsame Nenner der meisten FeministInnen.

    • Alexander

      „Wobei ich nicht ausschließen mag, dass die eine oder andere Feministin tatsächlich guten Sex hat.
      Vielleicht mit ihrem Goldhamster oder ihrer Freundin.“

      Hättest Du einen Goldhamster nicht gern? Vielleicht einen Gold-Esel oder –Eselin, hä? Such Dir lieber einen Fräund.

      „Ich kann mir nicht vorstellen, jemals Sex mit einer Feministin zu haben.“

      Will Dich jemand zwingen? Wehre Dich!

      Wenn bestimmte Männer bestimmte Frauen und umgekehrt aus allerlei Gründen hassen, ist menschlich nachvollziehbar und kann dem Feminismus aus meiner Sicht nicht angehaftet werden. Es mag ein Fall für eine therapeutische Praxis werden oder auch nicht. Wenn aber ideologischer Hass auftritt, wie z. B. in der Bibel, bekommt das Ganze eine ganz andere Qualität:
      3.Mose 21,7
      „ Sie sollen keine Hure zur Frau nehmen noch eine, die nicht mehr Jungfrau ist oder die von ihrem Mann verstoßen ist; denn sie sind heilig ihrem Gott.“
      Jes 1,21
      Gottes Gericht zur Läuterung Jerusalems
      Wie geht das zu, dass die treue Stadt zur Hure geworden ist? Sie war voll Recht, Gerechtigkeit wohnte darin; nun aber – Mörder

      Hes 16,35
      „Darum, du Hure, höre des HERRN Wort!“

      Ich kann mir vorstellen, dass Vergewaltiger – z. B. wütende Soldaten im Namen ihres Herrn nach der „erfolgreichen“ Schlacht im Rausch-Zustand während des Kriegs oder danach die Frauen ihrer Feinde auf diese Art und Weise schänden! – Mindestens wird in dem Fernseher immer wieder von so was berichtet und in Fach-Blätter darüber zu lesen (sag bitte nicht, ich soll mir ein anderes Fernsehr-Gerät kaufen!). Sage bitte auch nicht, die Feministinen haben mittlerweile die ganze Welt be-herrscht! Krieg ist auch dem Patriarchalismus immanent. Und Mörder gehören dazu. Bei diesem Thema kannst Du selbstverständlich Frau gegen Mann und umgekehrt ausspielen. Es bleibt immer noch ein von Dir womöglich noch nicht ernst-genommener Fakt, dass männliche Wesen die Bibel zusammengestellt haben. Die wissenschaftliche Beweis-Praxis ist heutzutage ein sicheres Terein.

      • @ Starosczyk

        *Hättest Du einen Goldhamster nicht gern? *

        Natürlich hatte ich meinen Goldhamster gern.

        Es waren eigentlich 2 Goldhamster, präziser: -hamsterinnen.

        Doris hieß die eine, Adele ihre Mitbewohnerin.

        Ich mochte Doris lieber als Adele.

        Na ja, um die Wahrheit zu sagen: Die beiden gehörten mir nicht.

        Sondern meiner damaligen Freundin, einer Kommilitonin, Friederike hieß die.

        *Will Dich jemand zwingen? Wehre Dich!*

        Nein, nein, so war das nicht.

        Ich wollte ja.

        Wie Männer halt so sind.

        Aber Doris wollte nicht.

        Obwohl ich nach allen Regeln der Kunst um sie geworben habe.

        Immer brachte ich ihr einen Schokokeks von Frierderikes Kaffeetafel mit.

        Adele bekam nur einen normalen Keks.

        Doris immer einen mit Schokoladenseite.

        Ich hoffte, sie würde dann auch mein Schokoladenherz erkennen können.

        Wie Männer halt so sind.

        Aber Doris nahm einfach nur den Keks und ließ mein Herz und den ganzen großen Rest links liegen.

        Wie Frauen halt so sind.

        Denke gar nicht gerne daran zurück.

        Wie Männer halt so sind.

        Weil, … das war ’ne tragische Geschichte, an deren Ende 2 tote Hamster und eine zerstörte Beziehung standen.

        Eigentlich zwei, zwei zerstörte Beziehungen, die zu Karina war ja auch eine.

        Und ein verkaufter Porsche, ja… das auch noch.

        Also Adele und Doris, meiner lieben Doris, denen ist nichts passiert.

        Aber die beiden Hamster von Karina, die haben das nicht überlebt, damals, vor dem Physikum.

        Karina, das muss ich vielleicht dazu sagen, war meine andere Freundin – war damals pas très catholique, wenn Du verstehst, was ich meine.

        Heute würde ich das so nicht mehr machen.

        Damals ging’s aber nicht anders.

        Ich studierte und Friederike studierte…, woher sollte da das Geld kommen für meinen Porsche?

        Karina war Schwesternschülerin, eigentlich.

        Hübsches junges Ding, bißchen naiv, aber sonst, ganz passabel, muss ich schon sagen.

        Der habe ich erzählt, dass ich sie heirate, wenn ich erst approbiert bin, wir uns dann ein Häuschen im Grünen kaufen und so was alles.

        Wenn sie mir nur jetzt aus einer momentanen finanziellen Klemme hilft.

        Hat die gemacht, die Karina.

        Konnte ja nicht ahnen, dass die mir das glaubt.

        Na ja, jedenfalls, Karina hatte auch neben einem Helferinnensyndrom 2 Hamster, burjat-mongolische Steppenhamster, sogenannte Lockenhamster, sehr seltene Tiere, sehr pflegeintensiv.

        Hatte sie von einem Rotkreuzeinsatz in Mittelasien mitgebracht.

        Deren Pflege nahm ich ihr ab.

        Wie Männer halt so sind.

        Das wollte ich ihr nicht auch noch aufhalsen, wo sie doch anscha…, also das Geld ranschafffte für meinen Porsche.

        War damals durchaus selten, selbst bei Medizinern, dass ein Student mit dem Porsche vorfuhr.

        Da war ich ihr dankbar, der Karina, durchaus.

        Wie Männer halt so sind.

        Deshalb wollte ich sie von der Hamsterpflege entlasten.

        Haben die beiden nicht überlebt.

        Meine Beziehung zu Karina hat das auch nicht überlebt.

        Wegen zweier Hamster!

        Wie Frauen halt so sind.

        Und Friederike hat sich auch von mir getrennt.

        Am Ende musste ich sogar noch den Porsche verkaufen.

        Wie gesagt, tragische Geschichte.

        Vielleicht erzähl‘ ich sie mal, wenn ich Zeit habe.

        Jetzt bin ich zu mitgenommen.

        Mein Gott, war das ein toller Wagen.

  2. @ Alexander
    Viel wahres dran. Wobei ich ja immer noch der Meinung bin, dass gerade Feministinnen in sehr starkem Maße zur sexuellen Kompensation – nicht Sublimation! – neigen. Reden und tun sind zweierlei Dinge. Ich bin überzeugt davon, dass viele erfolgreiche Frauen in der sexuellen Partnerschaft die „Dominanzvariante“ durch den Partner wählen, was für mich ein Indiz dafür ist, dass irgendetwas mit der Gleichstellung, dem Feminismus so nicht stimmen kann. Kompensieren tut man meist, wenn man in Rollen gezwängt wurde, die man eigentlich nicht ausfüllen will. Und die jungen Männer machen da überhaupt nicht mehr mit. Immer mehr erkennen sie, dass sie weniger auf Beziehung angewiesen sind als die jungen Frauen. Immer mehr sticht die Dominanzkarte, was dazu führt, dass wir bald die Verhältnisse haben, die wir nie hatten, welche der Feminismus aber im Patriarchat zu entdecken glaubte. Als Sklavin wird man nicht geboren, zu einer solchen wird man unter Mitwirkung des Gleichstellungsfeminismus‘ gemacht. Vielleicht schreibe ich mal was drüber.

    • Terminatus30

      „ich ja immer noch der Meinung bin, dass gerade Feministinnen in sehr starkem Maße zur sexuellen Kompensation – nicht Sublimation! – neigen. Reden und tun sind zweierlei Dinge.“

      Und wie gehen wir wissenschaftlich damit um?

      „Als Sklavin wird man nicht geboren, zu einer solchen wird man unter Mitwirkung des Gleichstellungsfeminismus’ gemacht. Vielleicht schreibe ich mal was drüber.“

      Gibt es da nicht irgendwie genetische Veranlagungen zur Gehörigkeit?

      • @ Strosczyk
        Wie wir wissenschaftlich damit umgehen – gar nicht! Der Zeitgeist lässt eine solche Aufarbeitung noch! nicht zu. Das einzige umgehen damit ist, mit Psychologen und Psychologinnen zu sprechen, die einem dann bestätigen, dass dieses „Phänomen“ im Kommen ist. Außerdem geht die Psychologie in eine politisch-korrekte Stoßrichtung, wo nicht mehr nach den Ursachen für ein Verhalten sondern vermehrt nach der eigentlich politischen Frage nach der Freiwilligkeit gefragt wird.

        Genetische Veranlagung zum (sexuellen) Sadisten oder zur Masochistin wäre mir keine bekannt. Diese stellen ja auch keine Orientierung dar. Psychoanalytisch nähert man sich über die frühkindliche Sexualität und Neurosenlehre – was denn auch sonst – an.

        Eigentlich ist dagegen – BDSM – in meinen Augen auch nichts einzuwenden, solange ein freier „Konsens“ mündiger Menschen zustande kommt. Nur, auch ein freier „Konsens“ kann ab einem bestimmten Zeitpunkt in meinen Augen nicht mehr über eine schwere körperliche (seelische) Misshandlung hinweghelfen. Er hebt hier die psychologisch-ätiologische Frage nach dem WARUM? nicht mehr auf. Einen „Kannibalen von Rotenburg“ kann man schwerlich als psychologisch gesund bezeichnen, auch wenn dies alles angeblich?! „konsensual“ geschah, ohne generell psychologische Fragestellungen selbst ad absurdum zu führen.

        Von Interesse ist eben nur die Frage nach einer Kompensation. Kann ein „Mangel“ an Testosteron dazu führen, dass vermehrt Frauen dazu neigen, in stark stressbehafteten Berufen ihre „biologischen“ Ur-muster so eklatant zu überhöhen? Wenn ja, was sagt uns das?

    • Terminatus30
      http://www.bruehlmeier.info/freud.htm: „Es gibt grundsätzlich keine Verhaltensweise, die nicht zur Kompensation gebraucht werden kann. So kann ein Musiker auf dem Podium musizieren, um andere mit seiner Kunst zu erfreuen oder um sich im Zentrum des Interesses zu sonnen. In den meisten Fällen sind indessen Kompensationen von den ‘echten’ Motiven nicht zu trennen, und es ist anzunehmen, dass in fast allen Verhaltensweisen ein mehr oder weniger grosser Anteil an Kompensationsbedürfnis mitschwingt.
      Eine Selbsttäuschung stellt die Kompensation insofern dar, als man deren Funktion, Minderwertigkeitsgefühle abzuwehren, nicht erkennt und man offensichtlich auch nicht bereit ist, seine eigenen Grenzen unbefangen zu sehen und anzuerkennen.“

  3. 3. Die Länge einer Beziehung war um so kürzer um so mehr Gleichheit in der Beziehung bestand

    Wenn so ziemlich jede wie auch immer geartete Differenz problematisiert wird, dann ergibt das ein weites Konfliktfeld, ein grosses Konfliktpotential.

    Wie sagte doch Frau S.Bär, Genderfeministin und Verfassungsrichterin sinngemäss: Wie können wir Differenzen zulassen, ohne dass diese zu Hierarchisierungen führen?

    Die typische Genderfeministin ist dauernd auf der Suche nach Differenzen, welche sich mit einer umfassenden Gleichstellung nur schwer verträgt. Dazu gesellt sich das feministische Dogma, welches die Frau als Verkörperung der sozial Benachteiligten definiert. Von hier aus ist es nur noch ein kleiner Schritt, jedewede Differenz als Benachteiligung der Frau zu deuten. Die Erfahrung mit Feministen bestätigt meine Auffassung.

    Welcher Mann mit Verstand möchte mit einer solchen Frau mehr als einen ONS, also eine längerfristige Beziehung?

  4. Terminus30

    „Außerdem geht die Psychologie in eine politisch-korrekte Stoßrichtung, wo nicht mehr nach den Ursachen für ein Verhalten sondern vermehrt nach der eigentlich politischen Frage nach der Freiwilligkeit gefragt wird.“

    Ich weiß was anderes: Nicht die tatsächliche Ursache wird als sehr sagend genommen, sondern die emotionale Verletzung wird ernst genommen.

  5. Nicht die tatsächliche Ursache wird als sehr sagend genommen, sondern die emotionale Verletzung wird ernst genommen.

    Wo keine Ursache da keine Verletzung. Wenn ich die Ursache nicht behandle, ist jede Therapie nur ein Verband auf immer wieder zum Vorschein kommende Wunden. Ich halte von dem politisch korrekten Gewäsch in der Wissenschaft überhaupt nichts.

    • Terminatus 30

      1. “Nicht die tatsächliche Ursache wird als sehr sagend genommen, sondern die emotionale Verletzung wird ernst genommen.
      Wo keine Ursache da keine Verletzung. Wenn ich die Ursache nicht behandle, ist jede Therapie nur ein Verband auf immer wieder zum Vorschein kommende Wunden. Ich halte von dem politisch korrekten Gewäsch in der Wissenschaft überhaupt nichts.“

      Wenn dein Papi (meine hier hypothetisch nicht persönlcih) deine Mama ver-gewaltigt hat und du emotional davon als Kind Schaden getragen hast, versuch mal in deinem Alltag dies wieder zu Recht zu rücken – viel Spaß. Selbstverständlich ist Politisch-Sein wichtig, aber deine emotionale Wunde kann dir keiner politisch wegnehmen. Die kannst du allerdings weiter-vererben- auch dabei wünsche ich dir viel Spaß.

  6. Meine Güte, das sind wirklich unausgegorene Halbweisheiten hier. Ich liebe diese Studien, die feststellen, dass „Frauen, die gerne Nymphensittiche halten“ besser Tango tanzen als „Busfahrer, die gerne zur Pediküre gehen“.Oder so. Noch besser sind nur die Antworten. Die ganze Webseite dient nur dazu Klischees Aber gut. Bestimmt haben Feministenen an sich besseren Sex – oder eben auch nicht – als alle anderen Frauen. Und das ohne überhaupt mal zu klären, was eine Feministin denn eigentlich ist.
    Oder: in welchen Beziehungen und mit wem denn überhaupt ist der Sex schlecht oder gut. Weil Beziehungen folgen ja immer dem gleichen Muster. Und die Protagonisten sind sich auch alle ähnlich.
    Mein Freund und ich sind genau gleich wie Gabi und Horst von der Kneipe ums Eck.

    Das ist genau, das gleiche, wie zu behaupten, dass man bewiesen hat, dass Frauen auf Bad Boys stehen, weil man Ihnen Fotos gezeigt hat. Das sagt überhaupt nichts aus!

    • @malilli

      Was ist denn deiner Meinung nach eine Feministin?

      „in welchen Beziehungen und mit wem denn überhaupt ist der Sex schlecht oder gut.“

      Steht doch da. In normalen Beziehungen schlechter. In Beziehungen mit Feministen besser. Wobei alles moderate Feministen waren.

      Würdest du es eher über die verschiedenen feministischen Theorien aufspalten? Und wenn ja, was meinst du, was dabei rauskommen würde?

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