Der Anfang eines Artikels beim Spiegel:
Warum es Frauen nicht nötig haben, mit Luxusuhren anzugeben
Die Uhrenkolumne von Felix Dachsel
Ich treffe eine ehemalige Topmanagerin, die eine Crazy Hours von Franck Muller trägt – eine Uhr für den zweiten Blick. Wir reden über weibliche Zurückhaltung und männliche Angeberei.
Der Rest des Artikels ist hinter einer Paywall. Aber das Thema finde ich interessant.
Die Lösung erscheint mir recht einfach:
Aus evolutionären Gründen ist die Darstellung von Ressourcen bei Männern interessanter als bei Frauen weil es dort die intrasexuelle Konkurrenz und die intersexuelle Selektion gleichzeitig bedient.
Frauen haben natürlich auch einen Hang zu Luxusartikeln, etwa Handtaschen oder durchaus auch Uhren oder Schmuck allgemein. Aber es macht sie nicht für Männer interessanter. Da ist körperliche Schönheit wesentlich einflussreicher und deswegen neigen Frauen auch da weniger zu Zurückhaltung und eher zu „weiblicher Angeberei“.
Es wäre insofern interessant darüber nachzudenken, welche Vorteile Luxusgegenstände für Frauen haben (aus evolutionärer Sicht).
Einfach mal ein paar Ideen:
- Ich habe die Unterstützung mächtiger anderer Menschen, deswegen habe ich wertvolle Gegenstände (oder einfacher: Mein Mann/Mein Vater/mein Bruder kann deinen Mann/Vater/Bruder verkloppen lassen (oder auch meine Mutter/schwester etc wenn diese wiederum Männer kontrollieren)
- das Aussortieren schlechter Kandidaten: Oh sie hat Luxusgegenstände, also müsste ich ihr schon etwas besonderes bieten können
- Oder noch einfacher: Ich bin so wichtig in der Gruppe, dass man mir diese Gegenstände zugesteht, stelle dich schlecht mit mir und ich werde meinen Einfluss nutzen um mich zu wehren.
Das trifft sicherlich auch als Zeichen auf Männer zu, evtl in anderen Ausprägungen.