Briffault’s Law

Bereits in einigen Diskussionen tauchte „Briffault’s Law“ auf:

Aus der Wikipedia:

The female, not the male, determines all the conditions of the animal family. Where the female can derive no benefit from association with the male, no such association takes place. — Robert Briffault, The Mothers. Vol. I, p. 21

Ich kenne leider den Kontext, in den dieses Zitat geäußert wurde nicht. Aber ein kurze Recherche erweckt in mir den Eindruck, dass er das Bild einer matriarchalen Welt darstellen wollte.
Das Zitat wird gerne von Männern gebracht, die Frauen als berechnend und lieblos darstellen wollen, als Geschlecht, welches nicht lieben kann, sondern nur kalt die Vorteile kalkuliert. Ob Briffault auch in diese Richtung geht kann ich nicht sagen.

Es werden dann wohl von Briffault drei Zusätze gemacht:

Briffault continues with these three corollaries to his law:

  • Even though a woman has accrued past benefits from her relationship with a man, this is no guarantee of her continuing the relationship with him. (Translation: What have you done for me lately?)
  • If a woman promises a man to continue her relationship with him in the future in exchange for a benefit received from him today, her promise becomes null and void as soon as the benefit is rendered. (“I will gladly pay you Tuesday for a hamburger today.“)
  • A man’s promise of a future benefit has limited ability to secure a continuing relationship with a woman, and his promise carries weight with her only to the extent that the woman’s wait for the benefit is short and to the extent that she trusts him to keep his promise.

Das klingt auch wieder sehr negativ und kalt.

Hier also, warum ich es (in dieser Absolutheit) für falsch halte.

Bei vielen Tierarten mag der Ansatz richtig sein, gerade dann, wenn sie keine Paarbindung eingehen und sich einfach so paaren. Hier ist häufig so, dass eben nur die für die Weibchen vorteilhaftesten Männchen zum Zug kommen.

Aber das Beziehungsleben von Menschen ist weitaus komplizierter, weil wir eine Spezies mit Paarbindung ist. In solchen gilt häufig eine ganz andere Dynamik.

Zunächst erst einmal ist natürlich der Vorteil für das jeweilige Geschlecht ein wichtiges Element innerhalb der natürlichen und sexuellen Selektion. Wenn eine Wahl für ein Geschlecht Nachteile hat, dann wird eine Selektion dahingehend eintreten, dass diese Wahl nicht passiert.

Aber in einer denkenden, redenden und bei beiden Geschlechtern eine Wahl des Sexualpartners sinnvoll sein lassenden Spezies wie dem Menschen ist das Leben eben nicht so einfach.

Eine Darstellung dazu finden wir in der Sexual Strategies Theory von David Buss:

A task analysis of men’s short-term sexual strategy suggests four relatively distinct adaptive problems that must be solved: (a) partner number, (b) identification of sexually accessible women, (c) identification of fertile women, and (d) minimal commitment and investment. Men who lack mechanisms such as a desire for a variety of partners, assessment of the degree of sexual accessibility, assessment of physical cues linked with fertility, and strategies for keeping time and investments to a minimum would have been out-reproduced by men who successfully solved these problems entailed by the pursuit of a short-term mating strategy.

Although women cannot benefit as much or as directly in reproduction from short-term mating, women can potentially reap a host of adaptive benefits: (a) immediate resources for themselves and children; (b) mate insurance should her regular mate become injured, die, or defect from the relationship; and (c) genetic benefits through mating with superior men. Because it is clear that women engage in short-term mating, and likely have done so throughout human evolutionary history, it is unlikely that they would have done so in the absence of benefits. The hypothesized benefits constitute some main advantages to women of a short-term mating strategy.

Task analysis of long-term mating suggests a different set of problems that must be solved: (a) identifying reproductively valuable women, (b) ensuring increased probability of paternity, and (c) identifying women with good parenting skills. Men who failed to solve these problems, for example, by being cuckolded and investing unwittingly in the offspring of other men, would have been replaced over evolutionary time by men who successfully solved these adaptive problems.

Women pursuing a long-term sexual strategy would benefit from solving the following problems: (a) identifying men who have the ability to acquire resources, (b) identifying men who display a willingness to invest those resources in them and their children, (c) identifying men willing to commit to a long-term relationship, (d) identifying men willing to protect them and their children from aggressive members of the same species, and (e) identifying men with good parenting skills. Women, in this analysis, are predicted to place a greater premium than men on a potential mate’s external resources, as well as the cues to such resources such as status, older age, ambition, and industriousness. Furthermore, women are predicted to shun men who emit cues that signal that they are pursuing a short-term, rather than long-term, mating strategy.

(…)

Two specific predictions about strategic interference can be derived from the fundamental differences in mating strategies pursued by the sexes: (a) Women will be more upset and angered by features of men’s strategy that interfere with their own, such as the male tendency toward greater sexual assertiveness or aggressiveness–initiating sexual advances sooner, more frequently, more persistently, more aggressively, or with more partners than women; (b) men, in contrast, will be upset and angered by features of women’s mating strategies that conflict with their own, such as those involving selectively withholding or delaying consummation opportunities-declining to have sex, desiring it less frequently, or requiring more stringent external conditions to be met prior to consummation.

Wie man daran sieht verläuft eine Selektion seitens der Männer gegen eine Frau, die sie sofort für den etwas besseren oder etwas vorteilhafteren Mann verlassen.

Einer der wichtigsten Aspekte innerhalb der sexuellen Selektion ist, dass Männer die Vatersicherheit möglichst sicherstellen müssen, da ansonsten eine Bindung an eine Frau wenig Sinn macht. Vatersicherheit bedeutet aber eine relativ feste Bindung auf die sich der Mann verlassen kann. Die Frau wiederum braucht erst recht eine feste Bindung, da sie ansonsten befürchten muss, dass der Mann statt sie zu unterstützen lieber abhaut und die Ressourcen nicht in eine Familie steckt, sondern in Partnerwerbung, also den Versuch eine weitere Frau anzulocken.

Eine Frau, die ihren Mann sofort verlässt, wenn sich ein besserer zeigt oder keine echte Paarbindung aufbauen kann und strikt nach den oben genannten Gesetz oder seinen Erweiterungen handelt ist damit als Langzeitpartner unattraktiv. Und das nicht nur für den bisherigen Partner, sondern auch für den neuen Partner. Es hat evtl sogar Nachteile für ihren bisherigen Nachwuchs, denn die Tochter einer „Schlampe“ bzw der Sohn einer „Schlampe“ (Schlampe als Platzhalter für eine Person, die keine Bindung eingeht und statt dessen aus der Bindung zu ihrem Partner ausbricht und sich gleich an den nächsten wendet) kam dann eben aus „schlechten Haus“. Der neue Partner musste erst einmal bereit sein, die Kinder aus früherer Beziehung dauerhaft zu versorgen, und das mit einer gewissen Sicherheit. Sie musste befürchten, dass sie vielleicht einen Konflikt zwischen nicht nur dem alten Partner und dem neuen Partner, aber auch zwischen den weiteren Familien des alten und des neuen Partners produziert. Oder sie musste befürchten, dass sie die Unterstützung der Familie des alten Partners (und vielleicht auch ihrer Familie) verliert. Sie musste dann vielleicht sogar damit rechnen, dass die Vaterschaft angezweifelt wird, weil sie ihn eben nicht treu ist.

Es gibt also viele Faktoren, die sie einfach von etwas besseren Mann und zurück oder zum übernächsten springen lassen.

Eine echte Paarbindung und eine Liebe, die schlechte Zeiten aushält ist eine Sache, die man nicht leichtfertig für leichte andere Vorteile aufs Spiel setzen sollte. Es kann einem ja auch als Frau passieren, dass man vielleicht demnächst „weniger Wert“ ist, weil man sich verletzt, weil man weniger fruchtbar wird oder weil eine neue, jüngere. hübschere Frau sich für den Mann interessiert.

Bedeutet das, dass Frauen in jedem Fall in einer Beziehung bleiben und sich nicht in einen „besseren Mann“ verlieben? Oder das Frauen nicht berechnend sein können und kühl Liebe vorspielen können und einen schnellen Wechsel durchführen können?
Natürlich nicht.
Wir haben keine absolute Paarbindung. Wir haben aber eine deutliche Paarbindung. Und genug Beziehungen halten selbst heute, wo man sich ohne Probleme scheiden lassen kann, ein Leben lang.

Berechnende Männer und Frauen gibt es immer und wird es immer geben. Und natürlich haben wir unterbewußte Gedanken und natürlich können Männer und Frauen an Attraktivitätsfaktoren verlieren.

Genau so wenig, wie ein Mann aber sofort zu der jüngeren, schlankeren Frau springt, wenn sich die Gelegenheit bietet, springt die Frau direkt zu dem wirtschaftlich etwas besseren Mann. Natürlich gibt es dennoch diese Vorfälle. Und krasse Veränderungen können sicherlich die Motivation für beide Geschlechter stärken aus der Beziehung auszubrechen. Aber es als „Gesetz“ darzustellen, dass eine Paarbindung vollkommen ausblendet geht meiner Meinung nach entschieden zu weit.

Es wäre etwa so wie zu sagen, dass Männer körperliche Attraktivität und Sex über alles bewerten und sofort zu der etwas schlankeren Frau wechseln würden oder ihre Frau verlassen würden, wenn sie etwas zunimmt. Wie wir wissen ist das aber nicht der Fall. Natürlich kann man auch da die Regel aufstellen, dass die schönere Frau gewinnt oder das ab einem gewissen Alter der Frau die Männer sie verlassen und wird da Bestätigungen bei Hollywood-Stars und reichen Geschäftsleuten finden, die ihre Partner hin zu einer jüngeren, hübscheren wechseln. Natürlich wird man da „Gesetze“ aufstellen können und verbittertere Frauen haben das auch mit „Männer sind Schweine“ gemacht. Aber natürlich ist es auch hier so, dass viele Beziehungen halten, Leute wissen, was sie an dem anderen haben, sie das nicht für eine unbekannte neue Beziehung aufs Spiel setzen wollen, selbst wenn sie etwas besser aussieht.

Beide Geschlechter blenden gerne die Beziehungen aus, die gutgehen und die Bindung, die zwischen Paaren besteht und gerade die von der Liebe enttäuschten werden vielleicht zynisch und verbittert und stellen jeweils Regeln auf, die Beziehungen zu reinen Nutzenrechnungen machen, die ohne Gefühle umgesetzt werden. Natürlich existieren diese Kalkulationen auch irgendwo in unserem Kopf. Aber Partnerbindung ist eben auch ein wichtiger Faktor, den man nicht ausblenden sollte.

54 Gedanken zu “Briffault’s Law

  1. „Und genug Beziehungen halten selbst heute, wo man sich ohne Probleme scheiden lassen kann, ein Leben lang.“

    Von den Ehen sind es nur rund 50%, die ein „Leben lang halten“. Längst nicht alle davon glücklich.

    Aber du redest von „Beziehungen“. Wieviele aller Beziehungen halten ein Leben lang? Dicke Daumenpeilung: Ein Mensch hat 5 Beziehungen, bevor er heiratet. Eine Ehe ist die eine festgezurrte von 11 Beziehungen (10 der 11 hielten kein Leben lang). Jede zweite Ehe scheitert. => Jede 20te Beziehung hält ein Leben lang. Vorsichtig geschätzt.

    Das nennst du „genug“?
    Genug wofür?

    Kurios, dass es grad ein paar Wochen her ist, dass Paul Elam über Briffaults Law schimpft, wenn auch aus anderen Gründen als Christian.
    Hier ist colttaines Reaktion:
    https://odysee.com/@colttaine:d/A-Response-To-Paul-Elam:7

    • Natürlich scheitern Beziehungen. Aber das ist nicht der Nachweis, dass sie an briffaults Law scheitern. Man sieht ja auch da: auch Frauen haben Liebeskummer, überlegen sich Trennungen, bleiben in Beziehungen, die eigentlich nicht gut für sie sind, kommen wieder zusammen und versöhnen sich etc.

      • Ja weil der Mann anders gelagerte Vorteile bietet zb Geld, Schutz…
        Klar braucht Frau den heute weniger aber das ist evolutionär einprogrammiert.
        Daher auch Liebeskummer, den gibt es nicht bei warmem Wechsel, fen Frauen fast immer anstreben. Außerdem geht es da auch viel um ansehen. Eine Frau, die “ trauert“ ist für neue potenzielle Partner attraktiver, da sie treu erscheint.

      • „auch Frauen haben Liebeskummer,“

        „Männer sind größer als Frauen“ – „Nein, es gibt Frauen, die sind über 1.80“
        🙄

        „Aber das ist nicht der Nachweis, dass sie an briffaults Law scheitern.“

        Natürlich nicht. Das Indiz dafür sind die Statistiken auf dem Beziehungsmarkt, die colttaine in seinem Video umreißt:
        – Wir stammen von doppelt so viel Frauen wie Männern ab
        – Frauen haben (in jungen Jahren) wesentlich mehr Beziehungsangebote als Männer
        – Frauen reichen in massiver Überzahl Scheidungen ein

        Frauen sind von vorn bis hinten wählerischer. Das ist eine statistische Aussage und nicht: „JEDE Frau ist wählerischer als JEDER Mann“.

        Dass eine Frau Liebeskummer hat, die vorher eine schlechte Wahl traf, widerlegt Briffault’s Law nicht. Dass psychisch angeknackste Frauen in Beziehungen bleiben, die (aus gesunder Perspektive) nicht gut für sie sind, erst recht nicht.

        Ist es möglich, eine innige Beziehung mit einer Frau zu haben? Ja, natürlich.
        Wird das zunehmend zu einem Privileg der UpperClass, deren Männer einerseits den Status haben, dass Frauen mit ihnen zufrieden sind und andererseits den Verstand haben, die falschen Frauen rechtzeitig auszusortieren? Da kannst du Gift drauf nehmen.

        Ein Mann, der arm und nicht sehr klug ist, sollte auf ganz andere Weise vorsichtig im Umgang mit Frauen sein als ein erfolgreicher Anwalt.

        Ich habe nicht den Eindruck, dass dir @Christian, das bewusst ist.

        • „Wir stammen von doppelt so viel Frauen wie Männern ab“

          Das ist kein Beleg dafür, dass die Frauen sich diese Männer ausgesucht haben. Auch nicht für ihre auswahlkriterien. Es spricht eher dafür, dass eine Gruppe sehr nahe verwandt haben Männer die anderen Männer ausgeschaltet hat und damit die Wahl letztendlich nur noch unter denen Trägern bestimmte y Chromosomen möglich war. Das wäre aber nicht eine Selektion der Frauen, sondern eine Selektion durch die Männer im Wege der intrasexuellen Konkurrenz

          – Frauen haben (in jungen Jahren) wesentlich mehr Beziehungsangebote als Männer

          Das ist auch noch kein Beleg dafür, nach welchen Kriterien sie die Wahl ausüben. Wenn Sie alle z.b. die kräftigsten Männer wählen würden, dann hätten sie immer noch mehr Angebote. Letztendlich ist dies aber auch lediglich eine Folge davon, das Sperma billig und Eier teuer die Folgen einer schlechten Wahl sind für Männer damit weitaus leichter rückgängig zu machen als für Frauen, sodass sie wählerischer sind. Sie wollen auch üblicherweise eine langzeit Bindung weitaus mehr als Männer.

          – Frauen reichen in massiver Überzahl Scheidungen ein

          Das ist so eine Behauptung, die schlecht belegt ist. In Deutschland wäre es auch vollkommen unerheblich, wer die Scheidung einreicht, da man dann bereits ein Jahr lang getrennt ist. Ob derjenige, der die Scheidung einreicht, auch die Beziehung beendet hat ergibt sich daraus nicht. Es ergibt sich daraus auch nicht, aufgrund welcher Kriterien sie die Scheidung eingereicht hat und ob sie bereits einen besseren Partner hat bzw der alte in ihrer Gunst nach den Gesetzen die wir hier diskutieren gesunken ist.

    • Im Originaltext als PDF – die ursprünglich 3 Bände umfassende Ausgabe in einem Band – steht der Satz (!) von Briffault auf S. 21 und beschreibt das Verhalten von Schimpansen.
      Es handle sich um ein „Gesetz“, welches sich auf Menschen bezieht steht dort nicht – das ist nachträglich so formuliert worden, wird aber nicht durch den Text gedeckt.

      Briffault befand sich als Kommunist (dadurch wiederum sein Einfluss auf Fromm) in der Tradition von Engels. Der hat einen Teil des „Ursprungs der Familie…“ quasi von Bachhofen (einen weiteren via Marx von Spencer) und sein „Das Mutterrecht“ übernommen.
      In Ermangelung eines anderen und besseren Stands der Forschung über die Urgeschichte der Menschheit – auf was er damals auch hinwies.

      Engels ging es darum zu zeigen, es gibt keine Entsprechung der bürgerlichen Gesellschaft und ihrer Geschlechterverhältnisse rückwirkend aus der Geschichte als „Natur des Geschlechts“ oder des „Geschlechterverhältnisses“ zu gewinnen.

      Wenn man von „Mutterrecht“ spricht ist damit ansatzweise (!) das zu verstehen, was wir heute unter „Matriarchatsthese“ verhandeln. D.h. ursprünglich gab es demnach einmal ein Matriarchat, was von einem später folgenden Patriarchat überwunden/zerstört worden ist – Herrschaft der Mütter/Frauen besiegt, es folgt die Herrschaft der Väter/Männer.

      Elegant wird damit die Verantwortung für alles, was nach einem utopischen Egalitarismus in der Vorzeit und dem „Matriarchat“ geschah an Männer delegiert, die geherrscht haben über „die Natur“ und besonders über Frauen.
      Genau das bedeutet es nämlich, wenn „die Geschichte ausschließlich von Männern gemacht worden ist“.
      Wir haben damit die auch heute noch verbreitete Vorstellung eines „moralischen“ und eines „unmoralischen Geschlechts“.

      Die „Matriarchatsforschung“ hatte im feministischen Lager demzufolge eine erhebliche Anhängerschaft in den 1970ern und 80ern, bis feministische Archäologinnen und Historikerinnen (also die „feministische Geschichtsforschung“) publizierten, es gäbe keinerlei empirischen Beweis dafür, dass ein „Matriarchat“ jemals existiert hat.
      Was anders herum heißt: die These von der Existenz eines Matriarchats ist hinfällig und dieses „Gesetz“ hat es nie gegeben.

      • Für Schimpansen, die bekanntlich keine paarbindung eingehen, wäre es als Gesetz sicherlich deutlich passender. Wobei ich tatsächlich auch erst danach gesucht hatte, ob dies der Fall ist und verschiedene Quellen gefunden habe, die davon ausgehen, dass er das auch auf Menschen übertragen hat. Ich habe allerdings die originalquelle nicht gelesen

        • Ich habe mir den Originaltext erst einmal nur heruntergeladen und versucht, das Zitat und seine Formulierung im Kontext zu finden.
          Wie sich allein an der Seitenzahl (21) zeigen lässt, kann von einem Schluss in Form eines „Gesetzes“ gar keine Rede sein und aus dem Kontext geht klar hervor, die Generalisierung stimmt nicht.

      • „Wenn man von „Mutterrecht“ spricht ist damit ansatzweise (!) das zu verstehen, was wir heute unter „Matriarchatsthese“ verhandeln. D.h. ursprünglich gab es demnach einmal ein Matriarchat, was von einem später folgenden Patriarchat überwunden/zerstört worden ist – Herrschaft der Mütter/Frauen besiegt, es folgt die Herrschaft der Väter/Männer.“

        Wobei von den Vertretern der MT so ganz selbstverständlich davon ausgegangen wird, dass diese ursprüngliche Gesellschaftsform die bessere war. Das ähnelt doch sehr stark dem Bild des von der Zivilisation unverdorbenen Wilden. Archäologische Funde lassen aber vermuten, dass die prähistorische Zeit ausserordentlich gewalttätig war. Die Vorstellung des prähistorischen friedlichen Matriarchats ist reine Fantasie.

        • Man kann von „Matriarchat“ in einem ethnologischen Sinne sprechen, wenn es in der Forschung um die Organisation von Naturvölkern geht. Die absolute Mehrheit dieser sind jedoch „patriarchal“ organisiert.
          Das Problem an der Erforschung dieser Naturvölker im Hinblick auf die Vorgeschichte der Menschheit ist aber, man stellt unwillkürlich die These auf, dass sich diese Völker bis zum heutigen Tag nicht verändert haben. Muss man mit leben.

          „Archäologische Funde lassen aber vermuten, dass die prähistorische Zeit ausserordentlich gewalttätig war.“ Wenn man unter dem Stichwort „Jäger und Sammler“ schaut, muss es Konflikte um Territorien gegeben haben. Es machte auch Sklaverei keinen Sinn, also war die Konkurrenz zu töten logischer.

          In der Jungsteinzeit gab es interessante Gemetzel, bei denen von einem Clan alle getötet worden sind – außer die jungen Frauen. Das lag an der drastisch unterschiedlichen Lebenserwartung von Frauen und Männern: Frauen 30 Jahre, Männer 40 (was hat sich das „Patriachat“ nur dabei gedacht, die heutigen Verhältnisse zu schaffen?).
          D.h. es wurde durch Mord die Konkurrenz ausgeschaltet und durch Raub das eigene Frauendefizit beseitigt, was aber keine nachhaltige Lösung gewesen sein kann.
          Damit kann man annehmen, viele Kleinkinder wurden groß, ohne ihre Mutter richtig kennengelernt zu haben und es gab überhaupt keine Großmütter, die sich an der Aufzucht der Kinder hätten beteiligen können.

      • Im Himalaya gibts die Mosuo, eine Art Matriachat mit sog. „Laufehen“. Die Frauen des Volkes werden in Publikation immer als stark, schön und selbstbewusst beschrieben. Bilder zeigen vom Wetter und Arbeit gezeichnete alte Frauen. Stark und Selbstbewusst meinetwegen, klassische SChönheiten sind es jedenfalls nicht.
        Ein armes Bauernvolk, kaum in der Lage genug Lebensmittel für sich selbst zu produzieren. Jüngere verlassen die Region.
        Interessant an dem Aspekt ist, seit dem dieses Matriachat da bekannter geworden ist, (Laut Wiki) Sextourismus populärer wurde und damit auch eine hohe Zahl an Geschlechtskrankheiten

        Stellt sich also die Frage ob die Frauen dort so arm oder so willig sind und ob das generell eine Tendenz ausgehender Matriachate ist.

        • Die werden immer und immer wieder präsentiert…
          Tatsächlich gibt es dort eine Arbeitsteilung nach Geschlecht – bspw. alles was mit Tod zu tun hat, wird Männern überlassen. Männer machen alle Politik (also Außenbeziehungen) und damit sind wir wieder bei der männlichen Zuständigkeit für die Peripherie.

          „Stellt sich also die Frage ob die Frauen dort so arm oder so willig sind und ob das generell eine Tendenz ausgehender Matriachate ist.“

          Interessant finde ich, dass nach einem Wechsel zu einer „patriarchalen Ordnung“ kein Naturvolk wieder zurück zum „Matriarchat“ gewechselt ist.

          • „Interessant finde ich, dass nach einem Wechsel zu einer „patriarchalen Ordnung“ kein Naturvolk wieder zurück zum „Matriarchat“ gewechselt ist.“

            Das wäre interessant. Gibt es aber wahrscheinlich auch keine gute Quelle für oder?

          • @Christian

            Doch, gibt es, muss ich ausgraben.
            Ich würde behaupten, Männer und Frauen haben zusammen „das Patriarchat“ errichtet.

  2. „Das klingt auch wieder sehr negativ und kalt.“

    Viele finden das witzig:

    Dieser und andere Artikel berichten ganz ohne Vorwürfe, das sobald eine Wirtschaftskrise vor der Tür steht, mit der der Mann mit Gehaltseinbußen zu rechnen hat, Frauen sich schon auf die Scheidung vorbereiten und versuchen noch bevor der einseitige Trennungsausgleich durch das geringere Einkommen des Mannes neu berechnet wird, sich scheiden zu lassen, um diesen Mann, den sie ja angeblich lieben, noch ordentlich auszunehmen, obwohl sie wissen das er bald gar nicht mehr so ein hohes Einkommen hat.

    https://www.handelszeitung.ch/panorama/scheidungsreport-schmerzhafter-einschnitt

    • „Dieser und andere Artikel berichten ganz ohne Vorwürfe, das sobald eine Wirtschaftskrise vor der Tür steht, mit der der Mann mit Gehaltseinbußen zu rechnen hat, Frauen sich schon auf die Scheidung vorbereiten“

      Einige Frauen sicherlich. Aber nicht die Frauen. Zumal nach briffaults Law eine Krise ohnehin nicht reicht. Den es muss ja ein besserer Mann bereit stehen, wenn das stimmen soll. In einer weltweiten Krise müssten dann die Scheidungszahlen eher erst einmal rüber runter gehen bis Gewinner und verlierer feststehen, wenn es richtig wäre. Oder wir müssten mehr Trennungen aber auch mehr zusammenkommen sehen

      • In dieser Situation steht der „bessere Mann“ doch in Gestalt des Staates bereit, der der Exfrau durch verfügte Unterhaltszahlungen einen höheren Lebensstandard garantiert, als der krisenbedingt geringerverdienende Mann es nun freiwillig könnte oder würde.

        • Nicht besser wie vorher, aber genau so gut wie vor der Trennung, auch wenn der Mann gar nicht mehr das Einkommen dazu hat.:

          „2000 Franken monatlich für den Unterhalt jedes seiner drei Kinder plus 6000 Franken an die Ex-Frau, damit sie den gewohnten Lebensstandard halten kann.“

          Die arme Frau.

    • Die Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben weitreichende soziale Folgen. Während die Zahl der Eheschließungen unter Paaren mit College-Abschluss in den vergangenen Jahren wieder zugelegt hat, geht sie bei Amerikanern und Amerikanerinnen mit geringerer Bildung und niedrigem Einkommen zurück. Das ergibt Sinn: Vor allem für Frauen hat die Ehe ihren wirtschaftlichen Nutzen verloren. Immer mehr Kinder wachsen in alleinerziehenden Haushalten auf.

      https://genderama.blogspot.com/2021/12/die-zeit-amerikas-manner-werden-schwach.html

      Keinen Nutzen, keine Ehe.

  3. If a woman promises a man to continue her relationship with him in the future in exchange for a benefit received from him today, her promise becomes null and void as soon as the benefit is rendered. (“I will gladly pay you Tuesday for a hamburger today.“)

    Gerade das kennt jeder Mann. Es stimmt besonders, da Männer ja erst einmal in Vorlage gehen müssen. Wenn man der Frau jetzt wad ausgibt, kann es sein, dass sie zwischendrin den Chad sieht und dann ist der interessanter.

    Die Aussage, dass Leistungen det Vergangenheit verfallen, gab es schon als Thema in zig Comedies.

  4. Es gibt ein Review des Buches bei JStor: https://www.jstor.org/stable/1255844?seq=4#metadata_info_tab_contents – auf das beziehe ich mich jetzt mal:

    Der Mann hat das 1927 geschrieben, da waren die unerträglichen Feministen so weit, nach Wahlrecht (hatten sie schon) nur noch Blödsinn zu palavern, quasi wie heute. Und Herr Briffault wollte wohl mal mit dem blödsinnigen Postulat des „Patriarchats“ aufräumen, was damals wohl so zeitgeistig war wie heute, und hat das dann halt auch versucht.

    Dazu hat er „primitive Rassen“ respektive Forschung über diese untersucht („an index of 120 pages and a bibliography of 196 pages“) und stellt – was definitiv stimmt – fest, dass sowas wie ein „Patriarchat“ schlicht nicht existiert, und auch niemals existiert hat. Daraus zieht er den Schluss, dass Frauen der „Hauptfaktor“ der Zivilisation wären.

    Nun kann man das, so vereinfacht, durchaus so sehen, dass (das Nörgeln der) Frauen der Haupttreiber der Innovation und jedweden Fortschritts wäre(n),das halte ich aber für falsch. Primitive Kulturen – eine Unmenge von Ethnologen waren total verwundert über die matriarchalischen Strukturen „primitive Völker“ – sind eben genau dies: primitiv. Das hat herzlich wenig mit Zivilisation zu tun, und vor allem ist ein – nehmen wir Indianer – Stamm evolutionär alleine nicht überlebensfähig. Das liegt an der „Biodiversität“, 50 oder 100 Leute sind schlicht zu wenig für genetische Vielfalt, und ab Generation 3 bekommst Du nur noch behinderte Kinder und stirbst damit aus.

    Dieses Problem musst Du also schon weit vor dem Zeitpunkt lösen, an dem Deine Sprache ein Wort wie „Zivilisation“ entwickelt. Das geht friedlich und reziprok, wenn die Matriarchin von Stamm A mit ihrer Tochter Penelope zu Stamm B geht. Die dort rumsitzenden und rauchenden Männer finden das super, was neues zum Bumsen zu bekommen, und die Matriarchin von stamm B ist intelligent genug, das reziprok zu machen, und die ebenso rumsitzenden, rauchenden Männer von Stamm A freuen sich genauso über Kassandra. Idealerweise.

    Kann natürlich sei, dass der Obermacker von Stamm B beschließt, Penelope nicht-reziprok einfach zu behalten. Dann geht die Matriarchin von Stamm A (die ist harmlos und sexuell unattraktiv, also interessiert sie niemanden) zu ihrem Stamm A zurück, und die dort rumsitzenden, rauchenden Männer haben eine Penelope weniger zum Bumsen, und keine Kassandra. Und dann graben sie halt ihre Kriegsbeile aus und häckseln alle Männer von Stamm B tot. Und dann bumsen sie Kassandra.

    So weit, so primitiv. Man bemerke hier, dass Penelope wie Kassandra hier nicht die Wahl haben, *ob* sie bumsen. Das „wen“ ist auch geklärt, da die Männer ja nur rumsitzen und die Droge, die sie entdeckt haben (Tabak, Alkohol, Opium, Khat, irgendwelche Frösche…) konsumieren, von daher nimmt Penelope den am wenigsten kaputten, der rein zufällig der jüngste ist.

    Und hier setzt Briffault offenbar an, da er Frauen ja nun Selbstwirksamkeit („Agency“) zuspricht – was is denn, wenn Kassandra den Klaus nicht leiden kann? Nun, dafür gibt es Rüdiger, Rüdiger ist das vollkommen egal, was Kassandra will. Rüdiger kloppt auch Klaus tot, wenn das Klaus stört. Und danach raucht er eine Pfeife, weil die erstbeste Droge ja nun der Gipfel jedweder primitiven Zivilisation ist.

    Das ist in etwa das, was wir ethnologisch wissen; es gäbe zB im Amazonas noch derart primitive Völker, die es nicht in die Bronzezeit geschafft haben – mangels Metall, übrigens. Das wissen wir, weil wir den Amazonas mit Drohnen überfliegen, und die schießen mit Pfeilen auf die Drohnen. Treffen sie nicht, die hatten nicht die Notwendigkeit (oder Möglichkeit), auch nur ordentliche Bögen zu bauen.

    Und hier sehe ich den Fehler in Biffault’s Theorie: Das, was „wir“ uns als zivilisiert betrachtende Völker als „zivilisatorischen Fortschritt“ ansehen, geht 0 von Frauen aus. Das geht auch nicht von Rüdiger oder Klaus aus, das geht von Leonardo aus. Leonardo ist es nämlich zu blöd, sich Kassandras oder Penelopes Genörgel anzuhören, wie furchtbar Stillen wehtut. Leonardo findet es auch doof, den ganzen Tag nur zu suafen/kiffen. Leonardo hat aber am Fluss einen interessanten Stein gefunden, und 10 Jahre später hat Leonardo dann eine Axt aus Metall. Oder festgestellt, dass die Erde sich um die Sonne dreht. Oder a²+b²=c². Oder den Computer erfunden. E=mc². Compoundbögen. Haftnotizen. Die Dampfmaschine.

    Nahezu alle Leonardos haben aber eines nicht: Frauen. Von daher halte ich Briffault’s Theorie, dass zivilisatorischer Fortschritt von Frauen ausginge, für enormst vereinfacht, da sich dafür kein Beleg finden lässt, dass das irgendwer für/wegen eine/r Frau gemacht hätte. Sehr viel wahrscheinlicher waren die halt schlicht schwul.

  5. Wir haben keine absolute Paarbindung. Wir haben aber eine deutliche Paarbindung. Und genug Beziehungen halten selbst heute, wo man sich ohne Probleme scheiden lassen kann, ein Leben lang.

    Liest sich ein bisschen romantisch. ich finde, der Trend läuft eindeutig in die andere Richtung: Solo-Mütter, die ihre Reproduktion gänzlich ohne Männerkontakt vollziehen, starke Zunahme von Getrennterziehenden, das Familienbild wird auf Mutter und Kind verkürzt, in der Jugendsprache meines Neffen heißen Beziehungen inzwischen „Dates“ etc.

    Wenn die Katze rollig ist und brüllt, kommt der Kater oder der Reproduktionsmediziner angestiefelt und sorgt für Vollzug. Dann gehen die wieder. Der Staat, die Gesellschaft übernehmen den Schutz und die Versorgung der Frau mit ihrem Kind, wofür sie die Männer in die Pflicht nehmen.

    Inzwischen ist doch eine gute Freundschaft in der Regel viel nachhaltiger und sicherer als eine Paarbindung. Die Paarbindung ist eher nur ein Relikt, das zunehmend verschwindet.

    • Ein großer Irrtum innerhalb der Verteidiger dieser Gesetze ist immer, dass der Nachweis, dass es zu Trennungen und Scheidungen kommt oder dass es alleinerziehende gibt, bereits bestätigt, dass das Gesetz zutrifft. Dazu müsste aber nachgewiesen werden, dass die Trennung und Scheidung gerade aus diesen Gründen erfolgen.

      Dieser Teil wird meist ausgeklammert.

      Wenn 50% der Ehen halten, dann ist er schon mal ein schwerer Rückschlag für diese Gesetze. Werden sich dann noch sagen wir mal 50% der übrigen Eltern ganz okay verstehen bzw die getrennt lebenden eben auch neue Beziehung eingehen, die dann ebenfalls zu mindestens über gewisse Zeiten halten, dann spricht das auch nicht gegen Bindung und Beziehung als Teil der menschlichen Sexualität.

      Natürlich sind menschliche Beziehungen nicht von vornherein auf ewige Bindung angelegt. Aber Bindung zu ignorieren und so zu tun als wäre alles kalt Berechnung ist halt ein schwer haltbarer ansatz.

      Komme am ein jobverlust erhöht sicherlich das scheidungsrisiko gerade für Männer. Ja, ein sehr Konkurrenz um eine langzeitbeziehung kann verlockend sein.

      Allerdings gewinnt eben nicht immer das größte Kapital oder der größte wirtschaftliche Vorteil für die Frau. Ich kenne genug sehr sehr hübsche Frauen eher, in die mit relativ normalen Männern zusammen sind und die natürlich einen reicheren Mann bekommen könnten. Ich kenne auch Frauen, die ihre krebskranken Männer gepflegt haben oder bei anderen Krankheiten aufopferungsvoll an deren Seite standen. Ich kenne auch reiche Männer, die für die meisten Frauen vollkommen uninteressant sind, weil sie eben hauptsächlich nur Geld zu bieten haben, aber sonst als Mann nicht interessant sind.

      Und natürlich ist auch das einfache abstellen beispielsweise auf einem jobverlust als Ende einer Beziehung nicht immer eine Analyse, die alle Fakten enthält. Wer seinen Job verliert, weil er alkoholkrank ist, zusammenbrüche hat, er sich nicht beherrschen kann und sich gegenüber Vorgesetzten schlecht benimmt, wer in Depressionen versinkt und auch ansonsten vollkommen durchhängst ohne dass man ihn daraus wachrütteln kann, der verliert eben auch häufig eine Beziehung mit dazu. Das runterzubrechen auf „er hatte jetzt weniger Ressourcen, also hat sie sich die nächsten geschnappt, weil es eh nur um Geld geht „geht dann an der Sache vorbei.

      • Natürlich ist der Mensch von Sozialkontakten abhängig. Aber warum im Rahmen von Sexualität?
        Das ergab früher Sinn, weil sich so zwei Menschen auf den Nachwuchs fokussieren konnten und wollten. Es war notwendig, weil durch die enge Beziehung Vater-Mutter-Kind eine Sicherheit für alle entstand.
        Die ist aber inzwischen nicht mehr notwendig, da Kinder in die Ganztagsbetreuung, Mütter ins Frauenhaus und Väter unter die Brücke gehen können. Die Paarbeziehung bietet keinen echten Benefit mehr, weil die Partner zunehmend konkurrieren, anstatt sich zum Wohle der Familie zu ergänzen. Also brechen immer mehr aus, weil keine Notwendigkeit sie mehr zusammenhält.

        Wenn die Paarbeziehung ein Gesetzlichkeit im Rahmen der Sexualität wäre, dürfte das doch nicht in dem Ausmaß passieren. Dann dürften doch nicht so viele bei Tinder swipen, dann dürfte meine Bekannte nicht plötzlich so spitz auf PoCs sein, dann dürften Männer nicht immer weiter nach dem perfekten Sex suchen.
        Dann würde sich der Sexualtrieb doch beim Partner einpendeln ähnlich wie das Essverhalten sich einpendelt oder der Atem ruhig und regelmäßig wird.

        Ich denke, menschliche Beziehungen sind für Menschen lebensnotwendig. Aber jenseits der Sexualität. Denn meist sind es ja auch Geschehnisse im Rahmen der Sexualität, die zu Trennungen führen. Fremdgehen, Eifersucht, zu viel oder zu wenig Sex.
        Sexualität wirkt eher einer stabilen Paarbeziehung entgegen.

        • „Das ergab früher Sinn, weil sich so zwei Menschen auf den Nachwuchs fokussieren konnten und wollten. Es war notwendig, weil durch die enge Beziehung Vater-Mutter-Kind eine Sicherheit für alle entstand.“

          Mit früher meinst du nur leider den gesamten für unsere Evolution relevanten Zeitraum oder nicht?

          „Die ist aber inzwischen nicht mehr notwendig, da Kinder in die Ganztagsbetreuung, Mütter ins Frauenhaus und Väter unter die Brücke gehen können“

          Es ist auch nicht mehr nötig sich Zucker und Fett Kombinationen in großer Menge einzuverleiben, wenn man sie sieht. Aber wir machen es trotzdem. Weil unser Körper immer noch meint, dass Essen kostbar ist.

          „Wenn die Paarbeziehung ein Gesetzlichkeit im Rahmen der Sexualität wäre, dürfte das doch nicht in dem Ausmaß passieren. Dann dürften doch nicht so viele bei Tinder swipen, dann dürfte meine Bekannte nicht plötzlich so spitz auf PoCs sein, dann dürften Männer nicht immer weiter nach dem perfekten Sex suchen.“

          Ein Grund warum wir Tinder haben ist ja gerade, dass Frauen meist eher auf Paarbindungen aus sind und Männer auch gut mit ONS leben können, aber eben auch Paarbeziehungen mögen. Wären wir alle kaltkalkulierend auf Geld aus würden wir Tinder nicht brauchen. Würden wir alle nur Sex wollen, dann wären alle auf Grindr und hätten das Sexualleben von Schwulen.

        • „Ich denke, menschliche Beziehungen sind für Menschen lebensnotwendig. Aber jenseits der Sexualität. Denn meist sind es ja auch Geschehnisse im Rahmen der Sexualität, die zu Trennungen führen. Fremdgehen, Eifersucht, zu viel oder zu wenig Sex.
          Sexualität wirkt eher einer stabilen Paarbeziehung entgegen.“

          Wir haben aber gerade zwischen Menschen, die Sex haben, eine Bindungschemie, schon durch die Ausschüttung verschiedenster Hormone etc. Was meinst du denn, warum sich das evolutionär entwickelt hat?

          • Hat die Bindungschemie nicht mehr mit dem Nachwuchs zu tun als mit der sexuellen Beziehung?
            Die hormonellen Ausschüttungen sollen zunächst die Reproduktion ermöglichen und unterstützen. Ist dann ein Kind da, gibt es andere Ausschüttungen, die zum Beispiel beim Vater erfolgen, wenn er Kinderschreie hört. Hab ich selbst erlebt. Als ich noch nicht Vater war, hat mich das Geplärre nur genervt, später dann Pulsbeschleunigung bis zu feuchtem Schweiß aufgrund eines akkustischen Triggers.

            Das bezieht sich alles auf den Nachwuchs und die Reproduktion, was ja auch nachvollziehbar ist.
            Wenn aber Sexualität in hohem Maße von Reproduktion abgekoppelt ist, wie wir das ja zur Zeit leben, wirken solche Bindungshormone nicht gut oder werden gar nicht erst ausgeschüttet.
            Ich nehme da gerne die Phase eines akuten und heftigen Verliebtseins aus, die aber meist zeitlich sehr beschränkt ist.

          • „Hat die Bindungschemie nicht mehr mit dem Nachwuchs zu tun als mit der sexuellen Beziehung?“

            Sie wird insbesondere beim Sex ausgeschüttet, ein Orgasmus setzt einiges an Oxytocin frei, aber auch der Sex an sich. Und natürlich hat Sex immer mit dem Nachwuchs zu tun, wir Menschen haben als Spezies einen sehr aufwändigen und lange unselbständigen Nachwuchs, der viele Ressourcen braucht und von Statusaufbau stark profitiert. Da machen sie beide Eltern eben besser.

            „Die hormonellen Ausschüttungen sollen zunächst die Reproduktion ermöglichen und unterstützen. Ist dann ein Kind da, gibt es andere Ausschüttungen, die zum Beispiel beim Vater erfolgen, wenn er Kinderschreie hört. Hab ich selbst erlebt. Als ich noch nicht Vater war, hat mich das Geplärre nur genervt, später dann Pulsbeschleunigung bis zu feuchtem Schweiß aufgrund eines akkustischen Triggers.“

            Die Bindung zum Kind gibt es natürlich auch, die kommt dazu. Und sie unterstützt natürlich auch häufig die Beziehung. Aber die Bindung an den anderen Partner hat den Vorteil, dass dann beide besser zusammen arbeiten können und die beiden biologischen Eltern eben diejenigen sind, die das größte genetische Interesse daran haben, dass das Kind groß wird und selbst möglichst hochwertige Kinder bekommt.

            „Das bezieht sich alles auf den Nachwuchs und die Reproduktion, was ja auch nachvollziehbar ist.
            Wenn aber Sexualität in hohem Maße von Reproduktion abgekoppelt ist, wie wir das ja zur Zeit leben, wirken solche Bindungshormone nicht gut oder werden gar nicht erst ausgeschüttet.
            Ich nehme da gerne die Phase eines akuten und heftigen Verliebtseins aus, die aber meist zeitlich sehr beschränkt ist.“

            Das wir überhaupt lieben können ist ja bereits bezeichnend. Für die allermeisten Tiere ist das vollkommen unverständlich. Sie haben keinerlei Biologie dafür und brauchen die auch nicht, weil eben keine Paarbindung besteht

  6. Du machst hier wieder den üblichen Fehler der Feministen, die sowohl das Alter der Frau, als auch die männliche Konkurrenz untereinander vergessen.
    Eine Frau will einen Alpha und gerne einen der ihr Kinder macht und sie versorgt aber dies klappt nicht, da der Alpha die Auswahl zwischen vielen Frauen hat und sein „Programm“ daher ist, viele Frauen zu vögeln. Der Beta wird erst dann interessant, wenn die Frau erkennt, dass sie gegen ihre jüngeren Schwestern nicht mehr ankommt. Also muss sie Downdaten. Das geschieht nicht bewusst, sondern ist ein unbewusster Prozess ganz nach dem Motto Attraction is not a choice.
    Und natürlich ist sie mit dem Beta nicht zufrieden, denn sie hat ja Erfahrung gemacht, wie toll ein Alpha ist. Der Begriff Alpha widdow kommt daher.
    Also führen sowohl der Beta als auch die Frau am Ende eine Beziehung in der beide nicht zufrieden sind, da sie beide einen Tausch, Sex gegen Versorgung/Familie haben. Der Mann bekommt schlechten Sex und die Frau muss sich mit einem Mann, den sie unter ihrem Niveau wähnt, begnügen.

    Übrigens: Wenn ihr wissen wollt, wo ihr in der Hierarchie steht gibt es einfache Tests.
    Einer ist, die Frau zu „bitten“ ihre Religion zu wechseln oder eure anzunehmen.
    Eine andere Möglichkeit ist es, der Frau nichts zu bezahlen und das von Anfang an klar zu machen. Die Frau die da mitmacht, will euch euer selbst Willen und nicht wegen eurer materieller Vorzüge.

    • „Du machst hier wieder den üblichen Fehler der Feministen, die sowohl das Alter der Frau, als auch die männliche Konkurrenz untereinander vergessen.“

      kommen die denn in Briffaults Gesetz vor? Wenn Frauen im Alter verloren sind, dann sollten sie sich ja erst recht an einen Mann binden, der hohe dauerhafte Sicherheit bietet.

      „Eine Frau will einen Alpha und gerne einen der ihr Kinder macht und sie versorgt aber dies klappt nicht, da der Alpha die Auswahl zwischen vielen Frauen hat und sein „Programm“ daher ist, viele Frauen zu vögeln“

      Das ist in der Tat etwas, was viele Frauen bei einem „Zu guten“ Mann abschreckt. Sie wissen, dass er nicht langfristig an ihr interessiert sein wird und sie suchen sich lieber jemanden, der für eine dauerhafte Paarbindung spricht.

      „Der Beta wird erst dann interessant, wenn die Frau erkennt, dass sie gegen ihre jüngeren Schwestern nicht mehr ankommt“

      Das ist immer eine Frage der Definition von „Beta“. Der klassische Aufreißer ist für viele Frauen vollkommen uninteressant. Sie suchen jemanden, der zu ihnen passt und mit dem sie eine langfristige Beziehung haben können. Natürlich ist es da interessant, wenn er wirtschaftlich gut aufgestellt ist, wenn er „cool“ auf ihre Weise ist, aber Beständigkeit muss da durchaus nicht schaden. Es gibt natürlich Partyfrauen, es gibt aber auch genug, für die das nichts ist.

      „Also muss sie Downdaten. Das geschieht nicht bewusst, sondern ist ein unbewusster Prozess ganz nach dem Motto Attraction is not a choice.“

      Klar würden wir in einer idealen Welt (ideal für uns) alle andere Partner haben aber die Vorstellung, dass alle „Downdaten“ ist etwas simpel aus meiner Sicht. Natürlich könnten sie einen optisch schöneren Mann für einen schnellen Fick bekommen oder einen coolen Aufreißer, aber das bedeutet nicht, dass sie bei dem „Gesamtpaket“ einen Downgrade machen. Sie nehmen nur andere Faktoren mit herein, die für Langzeitbeziehungen interessant sind. So ähnlich wie ein Lamborghini ein toller Wagen was Geschwindigkeit und Sportlichkeit angeht ist, aber man sich sehr bewußt lieber einen Kombi kauft, auch wenn er weniger schnell beschleunigt. Er hat dafür mehr Ladefläche, bequemere Sitze und ist günstiger im unterhalt.

      „Und natürlich ist sie mit dem Beta nicht zufrieden, denn sie hat ja Erfahrung gemacht, wie toll ein Alpha ist. Der Begriff Alpha widdow kommt daher.“

      Viele Frauen wissen, dass sie einen gleichwertigen Fang gemacht haben (gleichwertig in Bezug auf ihren Marktwert) und sind sehr zufrieden. Klar mögen sie einem Nachtraueren, bei dem sie eine Chance hatten und der dann ganz besonders viel Status aufgebaut hat (sagen wir die erste Freundin von Bruce Springsteen, die glaube ich so etwas mal gesagt hat). Aber das bedeutet nicht, dass sie deswegen den Alpha wollen, bei dem sie eh das Gefühl hätten, dass er zu gut für sie wäre oder nicht zu ihrer Lebenssituation passt.

      „Also führen sowohl der Beta als auch die Frau am Ende eine Beziehung in der beide nicht zufrieden sind, da sie beide einen Tausch, Sex gegen Versorgung/Familie haben. Der Mann bekommt schlechten Sex und die Frau muss sich mit einem Mann, den sie unter ihrem Niveau wähnt, begnügen.“

      Du tust so als würden alle Frauen da etwas unter ihrem Niveau bekommen. Viele Frauen kennen ihr Niveau durchaus.

      „Übrigens: Wenn ihr wissen wollt, wo ihr in der Hierarchie steht gibt es einfache Tests.
      Einer ist, die Frau zu „bitten“ ihre Religion zu wechseln oder eure anzunehmen.“

      Warum soll das etwas über die Hierarchie aussagen? Und warum sollte man überhaupt so eine Forderung stellen? Ich zB bin Atheist mit christlichen Hintergrund, Südländerin ist Christin und aus einem Land, in dem Religion eine große Rolle für das Leben spielt. In unserem Alltag spielt Religion quasi überhaupt keine Rolle. Aber für mich wäre es auch Null Gewinn, wenn sie aus der Kirche austreten würde oder erklärt nicht mehr an Gott zu glauben.

      „Eine andere Möglichkeit ist es, der Frau nichts zu bezahlen und das von Anfang an klar zu machen. Die Frau die da mitmacht, will euch euer selbst Willen und nicht wegen eurer materieller Vorzüge“

      Vielleicht liegt das auch schlicht daran, dass du ganz andere Beziehungen führst, die relativ sexuell und mit dir als Dom ausgerichtet sind, wenn ich das richtig verstehe. Kinder tauchen darin nicht auf und ein größeres Beziehungsleben auch nicht oder?

      • „Wenn Frauen im Alter verloren sind, dann sollten sie sich ja erst recht an einen Mann binden, der hohe dauerhafte Sicherheit bietet. “
        An die Zukunft zu denken liegt den wenigsten Menschen und wenn man die Wahl zwischen kurzfristigem Rausch oder langfristiger Sicherheit hat, dann entscheiden sich viele für den Rausch und reparieren lieber die Schäden anstatt die vernünftige Entscheidung in der Zukunft zu wählen und bis dahin suboptimal zu leben.

        „Das ist immer eine Frage der Definition von „Beta“. Der klassische Aufreißer ist für viele Frauen vollkommen uninteressant.“
        Ist er das? Du hast beim Aufreißer vermutlich den Hollywood Aufreißer oder einen PUA wie Mystery im Kopf. Aber es gibt uns auch als reflektieren Philosophen mit gutem Job und entsprechenden Umgangsformen. Trotz dass ich introvertiert bin, hatte ich in Vergangenheit auch Wochen wo ich 3-4 Frauen gevögelt habe. Und es gab einige, die mit mir mehr angefangen hätten. Bei Freunden von mir, die ebenfalls sehr erfolgreich mit Frauen sind sieht das nicht anders aus. Ein Alpha braucht keinen Zylinder oder extreme Signale.

        „sie wissen, dass er nicht langfristig an ihr interessiert sein wird und sie suchen sich lieber jemanden, der für eine dauerhafte Paarbindung spricht. “
        Ja, nachdem ihre Jugend verbraucht ist. Und auch nicht, will sie es will, sondern, weil der Alpha nicht mehr an ihr interessiert ist.

        „Klar würden wir in einer idealen Welt (ideal für uns) alle andere Partner haben aber die Vorstellung, dass alle „Downdaten“ ist etwas simpel aus meiner Sicht. Natürlich könnten sie einen optisch schöneren Mann für einen schnellen Fick bekommen oder einen coolen Aufreißer, aber das bedeutet nicht, dass sie bei dem „Gesamtpaket“ einen Downgrade machen. Sie nehmen nur andere Faktoren mit herein, die für Langzeitbeziehungen interessant sind. So ähnlich wie ein Lamborghini ein toller Wagen was Geschwindigkeit und Sportlichkeit angeht ist, aber man sich sehr bewußt lieber einen Kombi kauft, auch wenn er weniger schnell beschleunigt. Er hat dafür mehr Ladefläche, bequemere Sitze und ist günstiger im unterhalt. “
        Optik ist ein anderes Wort für Gesundheit und genetische Fitness. Eine fette Frau ist genau ungesund, wie ein kleinwüchsiger Nerd und die Söhne werden ebenso genetisch mit Nachteilen behaftet sein. Frauen betreiben mit ihrer Auswahl Eugenik und das schon seit es Geschlechter gibt.

        „Viele Frauen wissen, dass sie einen gleichwertigen Fang gemacht haben (gleichwertig in Bezug auf ihren Marktwert) und sind sehr zufrieden.“
        Ist das so? Wenn man mal Gespräche von Frauen über Männer anderer Frauen belauscht, dann merkt man schnell ob sie zufrieden sind oder nicht. Ich werte diese Aussage Mal als Wunsch-Denken solange ich dazu keine Daten habe.

        „Du tust so als würden alle Frauen da etwas unter ihrem Niveau bekommen. Viele Frauen kennen ihr Niveau durchaus.“
        Sie Daten immer unter ihrem gefühltem Niveau, ausschließlich. Keine einzige Frau hat bisher über ihrem gefühltem Niveau gedatet. Selbst wenn sie mit Supermann, Jesus oder Gott persönlich zusammen wäre. Hypergamie sucht immer etwas besseres.

        „Warum soll das etwas über die Hierarchie aussagen? Und warum sollte man überhaupt so eine Forderung stellen? Ich zB bin Atheist mit christlichen Hintergrund, Südländerin ist Christin und aus einem Land, in dem Religion eine große Rolle für das Leben spielt. In unserem Alltag spielt Religion quasi überhaupt keine Rolle. Aber für mich wäre es auch Null Gewinn, wenn sie aus der Kirche austreten würde oder erklärt nicht mehr an Gott zu glauben.“
        Es wäre der Beweis, dass du ihr wichtiger als ihre Überzeugung wärest. Es gibt Männer, für die machen Frauen das, diese nennt man dann Alpha. Ob es dir wichtig oder nicht ist, spielt keine Rolle, es geht um den Akt an sich.

        „Vielleicht liegt das auch schlicht daran, dass du ganz andere Beziehungen führst, die relativ sexuell und mit dir als Dom ausgerichtet sind, wenn ich das richtig verstehe. Kinder tauchen darin nicht auf und ein größeres Beziehungsleben auch nicht oder?“
        Mit BDSM hat das nichts zu tun, mir sind Frauen einfach nicht so wichtig. Sie sind kein Lebenszweck und austauschbar. Selbst die Beziehung die ich im Moment führe bedeutet mir nicht viel. Deswegen kann ich auch frei agieren . Aber ja, auf Kinder zu verzichten macht ziemlich frei. Übrigens hatte ich auch Frauen die gerne mit mir Kinder gehabt hätten, selbst meine Ex, mit der ich schon Jahre nicht mehr zusammen bin trauert mir noch nach.

        • „An die Zukunft zu denken liegt den wenigsten Menschen und wenn man die Wahl zwischen kurzfristigem Rausch oder langfristiger Sicherheit hat, dann entscheiden sich viele für den Rausch und reparieren lieber die Schäden anstatt die vernünftige Entscheidung in der Zukunft zu wählen und bis dahin suboptimal zu leben.“

          Du hast es natürlich aber auch mit einer Auswahl zu tun, die den Kreis dann wieder einengt. Ab einem gewissen Alter planen Frauen ja durchaus, wo sie stehen wollen und wie das Leben verlaufen soll-

          „Ist er das? Du hast beim Aufreißer vermutlich den Hollywood Aufreißer oder einen PUA wie Mystery im Kopf. Aber es gibt uns auch als reflektieren Philosophen mit gutem Job und entsprechenden Umgangsformen. Trotz dass ich introvertiert bin, hatte ich in Vergangenheit auch Wochen wo ich 3-4 Frauen gevögelt habe. Und es gab einige, die mit mir mehr angefangen hätten. Bei Freunden von mir, die ebenfalls sehr erfolgreich mit Frauen sind sieht das nicht anders aus. Ein Alpha braucht keinen Zylinder oder extreme Signale.“

          Da wirst du dennoch in deinem Freundeskreis einen gewissen Ruf haben, bei dem bestimmte Frauen sagen „mit dem würde ich nie was anfangen, ich will nicht eine weitere Kerbe in seinem Bettpfosten sein“ oder wissen, dass du keine langfristige Option bist. Natürlich wird es immer wieder auch welche geben, die
          a) unkomplizierten Sex wollen
          Da ist ein Mann bei dem das klappt und der weiß, was er machen muss die ideale Lösung.

          b) denken sie können dich ändern und bei ihnen wird es dann was langfristiges
          das sind dann tragischere Fälle.

          „Ja, nachdem ihre Jugend verbraucht ist. Und auch nicht, will sie es will, sondern, weil der Alpha nicht mehr an ihr interessiert ist.“

          Meinst du „Alpha“ sein und eine langfristige Beziehung mit einer Frau wollen schließt sich aus? Ich glaube es gibt genug Frauen, die das gar nicht wollen und brauchen (sich bei einem Alpha ausleben). Und die vielleicht zugeben würden, dass du was hast, sexuell interessant bist und auch gut reden kannst etc aber dennoch nichts mit dir haben wollen. Die sehr glücklich mit jemanden sind, mit dem sie eine Beziehung haben. Ohne es zu vermissen, dass jemand sie einfach nur ficken will

          „Optik ist ein anderes Wort für Gesundheit und genetische Fitness. Eine fette Frau ist genau ungesund, wie ein kleinwüchsiger Nerd und die Söhne werden ebenso genetisch mit Nachteilen behaftet sein. Frauen betreiben mit ihrer Auswahl Eugenik und das schon seit es Geschlechter gibt.“

          Ein Kombi muss ja auch nicht hässlich sein. Und genetische Fitness drückt sich über viele Faktoren aus. Männer, die keine Langzeitstrategie wollen sind eben ein starkes Risikogeschäft, immer gewesen. Das kann sie attraktiv machen, aber es ist zu erwarten, dass genug Frauen einer anderen Selektion entspringen. Ein Sohn, der keinen aktiven Vater hat weil der schon bei der nächsten ist, kann evolutionär unsicherer sein, selbst wenn das der Oberchat ist. Es kann wesentlich erfolgreicher sein mehrere Kinder mit einem „normalen Chad“ als Vater in einer festen Bindung großzuziehen. Und deswegen gibt es auch eine Selektion in die Richtung

          „Ist das so? Wenn man mal Gespräche von Frauen über Männer anderer Frauen belauscht, dann merkt man schnell ob sie zufrieden sind oder nicht. Ich werte diese Aussage Mal als Wunsch-Denken solange ich dazu keine Daten habe.“

          Dann werte ich deine Aussage auch als Wunschdenken, weil ich auch keine Daten dazu habe. Ich habe auch schon diversen Gesprächen gelauscht und da war es sehr häufig so, dass sie mit ihrem Mann glücklich waren.

          „Sie Daten immer unter ihrem gefühltem Niveau, ausschließlich. Keine einzige Frau hat bisher über ihrem gefühltem Niveau gedatet. Selbst wenn sie mit Supermann, Jesus oder Gott persönlich zusammen wäre. Hypergamie sucht immer etwas besseres.“

          Das sehe ich anders. Genug Frauen mögen etwa keine zu muskulösen, zu perfekten Männer als Freund, weil sie sich dann daneben schlecht fühlen und „er eh nur fremd geht“. Sicher gibt es immer welche, die sich überschätzen. Aber genug sind da schon sehr realistisch.

          „Es wäre der Beweis, dass du ihr wichtiger als ihre Überzeugung wärest. Es gibt Männer, für die machen Frauen das, diese nennt man dann Alpha. Ob es dir wichtig oder nicht ist, spielt keine Rolle, es geht um den Akt an sich.“

          Du kannst gerne deine Machtspiele spielen und Frauen dazu bringen ihre Religion zu wechseln. Ich sehe darin keinerlei Sinn für mich.

          „Mit BDSM hat das nichts zu tun, mir sind Frauen einfach nicht so wichtig. Sie sind kein Lebenszweck und austauschbar. Selbst die Beziehung die ich im Moment führe bedeutet mir nicht viel. Deswegen kann ich auch frei agieren . Aber ja, auf Kinder zu verzichten macht ziemlich frei. Übrigens hatte ich auch Frauen die gerne mit mir Kinder gehabt hätten, selbst meine Ex, mit der ich schon Jahre nicht mehr zusammen bin trauert mir noch nach.“

          Das verleiht dir sicherlich Macht in den Beziehungen und die scheinst du zu genießen. Hast du den Artikel neulich zu traumatischen Bindungstheorien gelesen? Klar klappen die, aber das ist nicht der einzige Beziehungsweg, der klappt. Und klar hat es auch mit BDSM zu tun, im weiteren Sinne. Du bist eben für Frauen interessant, die sich gerne unterwerfen und einen sehr dominanten Mann wollen. Für Frauen, die das nicht in dem Maße wollen, bist du dann eben uninteressant. In der modernen Welt kann dir das vollkommen egal sein, gibt ja genug Frauen. Das einige davon gerne mehr wollen sagt dann auch nicht, dass andere Frauen das mit dir gewollt hätten.

        • „Eine Frau will einen Alpha und gerne einen der ihr Kinder macht und sie versorgt aber dies klappt nicht, da der Alpha die Auswahl zwischen vielen Frauen hat und sein „Programm“ daher ist, viele Frauen zu vögeln. Der Beta wird erst dann interessant, wenn die Frau erkennt, dass sie gegen ihre jüngeren Schwestern nicht mehr ankommt. Also muss sie Downdaten. Das geschieht nicht bewusst, sondern ist ein unbewusster Prozess ganz nach dem Motto Attraction is not a choice.“

          Das ist der Klassiker von Rollo Tomassi: AFBB.
          Das Problem seiner Thesen ist oft, es gibt keine empirische Evidenz und für einige, wie z.B. das legendäre CC, die Empirie widerspricht der These.
          Tatsächlich haben Jugendliche und junge Erwachsene in den USA weniger und später Sex als die Generation vor ihnen.
          Auch das Dating-Verhalten auf Tinder wird verständlicher, wenn man sich darüber klar wird, 75% der Teilnehmer sind Männer und nur 25% Frauen.
          Dass solche Frauen eine völlig verzerrte Wahrnehmung ihres Wertes auf dem Sexualmarkt haben, ist naheliegend, weil sie die komplette Umkehrung ihrer Lebensrealität sind.

          In der Realität eines Colleges in den USA sind Frauen in der Mehrheit und befeuern eine intrasexuelle Konkurrenz, die das komplette Gegenteil von Online ist.
          Was mir hier zu kurz kommt ist, durch die Verlängerung der Ausbildungsdauer verkürzt sich automatisch das Zeitfenster für die absolute Wahlfreiheit, die Frauen unterstellt wird.
          Weil sie zwangsläufig immer älter werden, wenn sie diese Institutionen verlassen.

          Wenn man dann noch berücksichtigt, 40% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den USA sind inzwischen adipös (nicht etwa mit einem Übergewicht versehen), dann halte ich die Ausstellung eines besonders hohen SMV online für den Witz eines minoritären Anteils dieser.

          „Also muss sie Downdaten.“ – das kann sie subjektiv durchaus so empfinden, aber objektiv hatte sie den Wert nie.
          Das ist der nächste krude Begriff von Rollo: Alpha Widow.
          Sie hatte gar keine Beziehung mit diesem Alpha, weil er sich nie für eine Beziehung mit ihr entschieden hat.
          Der Status der „Witwe“ existiert überhaupt nicht, sondern tatsächlich ist sie „disposable“ (eine hübsche Konfrontation mit männlicher Realität).

          Stoverock hat nicht begriffen, dass entgegen ihrer Behauptung, es handle sich um „female choice“, die völlige Wahlfreiheit in ihrem Modell bei Männern liegt.
          Wenn sich 80% der Frauen für 20% der Männer entscheiden, dann bestimmt der nachgefragte Teil die Konditionen – wenn Frau nicht mehr sexuell attraktiv sind, dann kommt die nächste Frau in die Rotation und die unattraktiv gewordenen scheiden aus.
          Nachwachsende Rohstoffe.

          Wer jetzt glaubt, es es gibt die „Betas im Wartestand“, die das kompensieren, macht sich m.E. überzogene Hoffnungen.
          Die „New Rules“ oder das „New Book of Rules“ wird es nicht geben, weil es nicht gelingen wird Männern zu vermitteln, dass jedwede Erwartung an Frauen ungerechtfertigt ist.
          Keine Frage, sie versuchen es gerade – aber den Erfolg sehe ich nicht.

          • „Tatsächlich haben Jugendliche und junge Erwachsene in den USA weniger und später Sex als die Generation vor ihnen.“
            In der allgemeinen fassung stimmt diese Aussage so wohl nicht. So weit ich ich erinnern kann, gilt das für den Großteil der Männer, die in der Tat erheblich heute weniger Sex haben. Bei Frauen hat sich das meine ich nicht großartig verändert. Das gilt für die USA aber auch in der westlichen Welt (z.B. Finnland) gab es ähnliche Befunde. Entsprechende Untersuchungen und Befunde kann man in der Liste des ewigen Hasses von Klaus Thiele „https://klausthiele.io/literaturverzeichnis/“ finden, welche von den über 70 Angaben das sind kann ich nicht wirklich sagen. Er hat aber schon viel interessantes Wissen zu den Dynamiken der Geschlechterbeziehungen zussamengetragen.

            Über die Gründe kann ich nur spekulieren, aber tendenzielle würde ich sagen, sind es im wesentlichen zwei Faktoren: 1. Die Entkopplung des Sex von der Reproduktion und 2. Der immens erleichterter Zugang zum Sex für Frauen per Internet und ganz allgemeine durch die SV.

          • „Das Problem seiner Thesen ist oft, es gibt keine empirische Evidenz und für einige, wie z.B. das legendäre CC, die Empirie widerspricht der These.“
            Ich glaube er hat eine Quellensammlung, jedenfalls hat er in seinem aktuellen Podcast von einer solchen gesprochen.

            „Tatsächlich haben Jugendliche und junge Erwachsene in den USA weniger und später Sex als die Generation vor ihnen.“
            Soweit ich gelesen habe, haben Frauen die gleiche Anzahl an Sexualpartnern. Nur die bei Männern ist geringer geworden.

            „Auch das Dating-Verhalten auf Tinder wird verständlicher, wenn man sich darüber klar wird, 75% der Teilnehmer sind Männer und nur 25% Frauen.
            Dass solche Frauen eine völlig verzerrte Wahrnehmung ihres Wertes auf dem Sexualmarkt haben, ist naheliegend, weil sie die komplette Umkehrung ihrer Lebensrealität sind.“
            Wert ist immer das, was einer bereit ist für ein Ding zu bezahlen. Die marxistische Vorstellung, dass ein Ding einen inhärenten Wert hat, Stoff zu Kleidern, ist in der Marktwirtschaft nicht haltbar. Solange jemand den Goldbarren nicht bezahlt ist er wertlos.

            „In der Realität eines Colleges in den USA sind Frauen in der Mehrheit und befeuern eine intrasexuelle Konkurrenz, die das komplette Gegenteil von Online ist.“
            Du meinst vermutlich das „golden Penis Syndrom“ was eine feministische Legende ist. Natürlich ändert eine geringere Nachfrage den Wert, das ist nichts neues. Doch ist dieser Markt nicht abgeschlossen und auch hier werden die 10er Männer weit mehr Sex haben als die 5er Männer. Außerdem ist die Gefahr von Klagen wegen sexueller Gewalt immer vorhanden, weswegen auch hier die mutigen Männer bessere Karten haben.

            „Wenn man dann noch berücksichtigt, 40% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den USA sind inzwischen adipös (nicht etwa mit einem Übergewicht versehen), dann halte ich die Ausstellung eines besonders hohen SMV online für den Witz eines minoritären Anteils dieser.“
            Ja, es ist heutzutage gerade in den USA nicht sehr schwer zu den 20% der besten Männer zu gehören. Wer nicht fett ist, der hat bereits massive Vorteile.

            „„Also muss sie Downdaten.“ – das kann sie subjektiv durchaus so empfinden, aber objektiv hatte sie den Wert nie.“
            Das ist wahr aber es ändert nichts daran, dass sie sich nicht auf einen Partner der nicht ihrem angenommenen Wert entspricht herablässt.

            „Das ist der nächste krude Begriff von Rollo: Alpha Widow.
            Sie hatte gar keine Beziehung mit diesem Alpha, weil er sich nie für eine Beziehung mit ihr entschieden hat.
            Der Status der „Witwe“ existiert überhaupt nicht, sondern tatsächlich ist sie „disposable“ (eine hübsche Konfrontation mit männlicher Realität).“
            Der Begriff bezieht sich darauf, dass sie Sex mit einem Mann hatte, der weit über ihrem eigentlichem SMV steht. Dadurch glaubt die Frau, dass ihr SMV höher ist als er tatsächlich ist. Kenne dies von einem Freund der tatsächlich eine männliche 10 ist. Der hat mir erzählt, dass ihn seine Sexpartnerinnen aus der Vergangenheit immer mal wieder angerufen haben, ob er nicht doch noch mal rübersteigen will, obwohl sie bereits wieder einen Freund hatten. Sie kommen nicht über ihn hinweg. Er hatte mir das tatsächlich so erzählt obwohl er keinerlei Ahnung von Pickup, Redpill und Co hat.

            „Die „New Rules“ oder das „New Book of Rules“ wird es nicht geben, weil es nicht gelingen wird Männern zu vermitteln, dass jedwede Erwartung an Frauen ungerechtfertigt ist.
            Keine Frage, sie versuchen es gerade – aber den Erfolg sehe ich nicht.“
            Kenne das Buch leider nicht. Lohnt es sich dieses zu lesen?

  7. @Christian – Alles Evolution: ich bewundere deine Bereitschaft, derart besonnen und konstruktiv auf all die Kommentare einzugehen, die in ihrer Bitterkeit und dogmatischen Schwarzweißmalerei ihren feministischen Gegenstücken ähnlicher sind, als sie gern wahrhaben wollen. Immer wieder dieselbe olle Leier in den Kommentaren: Alle Frauen sind geldgeil, eiskalt, berechnend, einfältig, dumm, bösartig usw., nur „Alpha-Männchen“ sind das Wahre, v.a. wenn sie untereinander bleiben oder gleich am besten aneinander pimpern usw. usw. Meine Herren, das ist derart plump und eindimensional, dass es von einer Feministin stammen könnte. Ein wenig mehr Differenziertheit, mehr Abgeklärheit, Klugheit und weniger blindwütiger Hass. Manche Frauen sind Scheißheislkakteen, blöde Funzn, Grindsäue etc. und taugen nicht mal als Futter für Komodowaranen. Das bedeutet aber nicht, dass man grundsätzlich nur das Schlechteste erwarten sollte bzw. sich derart in Zorn und Wut verlieren sollte. Ich habe eine Tochter und einen Sohn; ich versuche meinen Teil dazu beizutragen, dass beiden in ihren Heranwachsen derart geschlechtsbezogener Hass erspart bleiben wird. Dazu gehört auch, sich nicht auf das idiotische Niveau von Feministinnen herabzulassen – was, wie man hier immer wieder sehen kann, manchem schwer fällt.

    • „immer wieder dieselbe olle Leier in den Kommentaren: Alle Frauen sind geldgeil, eiskalt, berechnend, einfältig, dumm, bösartig usw.“

      Ja, schade das da anscheinend einige so schlechte Erfahrungen gemacht haben oder sich in ein solches negatives Weltbild hineinbegeben haben. Dabei ist Liebe etwas so schönes. Vielen Dank für deinen Kommentar

      • @Christian-Alles Evolution: Nehmen wir es gelassen; im Grunde stehen die sich mit ihrer Verbitterung, Unkerei und Negativität nur selbst im Weg. Alles Gute an Frau & Kinder!

  8. „Da wirst du dennoch in deinem Freundeskreis einen gewissen Ruf haben, bei dem bestimmte Frauen sagen“
    Ich habe in meinem Freundeskreis eine einzige Frau, mit der ich Sport mache und die ich natürlich schon gevögelt habe. Alle anderen Bekannten wissen nichts von meiner Vergangenheit, da ich immer diskret vorgehe. Dass ich hier so offen schreibe, liegt an der Anonymität. Ansonsten halte ich meine Klappe. Angeben bringt keine Extrapunkte bei Frauen.

    „Meinst du „Alpha“ sein und eine langfristige Beziehung mit einer Frau wollen schließt sich aus?“
    Nein, überhaupt nicht. Nur wird sie ihn entweder nicht zähmen können und am Ende unglücklich werden, weil er nebenbei mehrere Nebenfrauen hat (kenne da auch einige und ich selbst nehme mir immer die Freiheit außerhalb zu vögeln, wenn ich Lust habe, gebe der Frau diese aber nicht) oder er wird gezähmt, wird ein angepasster Beta und damit langweilig.

    „Ich glaube es gibt genug Frauen, die das gar nicht wollen und brauchen (sich bei einem Alpha ausleben). Und die vielleicht zugeben würden, dass du was hast, sexuell interessant bist und auch gut reden kannst etc aber dennoch nichts mit dir haben wollen.“
    Schwer zu sagen aber ich habe halt genügend Frauen kennengelernt, die Ihre Partner nach Strich und Faden betrogen haben, wenn sie z.B. im Ausland waren oder sonst so die Gelegenheit hatten. Gerade in meinen 20igern hab ich viel Backpacking gemacht und mich auch mit vielen Frauen unterhalten, die mir erzählt haben, dass sie einen Partner haben, obwohl sie mit den heißen Typen vor Ort im Bett waren.
    Ich kann natürlich nie auf die Gesamtheit aller Frauen schließen, aber ich glaube prinzipiell nicht daran, dass irgendwer treu ist, ich glaube, dass bei manchen der Mann, mit dem sie fremdgehen, heißer sein muss als bei wem anders. Aber ich kann das natürlich nicht beweisen.
    Ich für meinen Teil habe jedenfalls genügend Frauen, die einen Partner hatten gevögelt um nicht der Illusion der Treue aufzusitzen.

    „Ein Kombi muss ja auch nicht hässlich sein. Und genetische Fitness drückt sich über viele Faktoren aus. Männer, die keine Langzeitstrategie wollen sind eben ein starkes Risikogeschäft, immer gewesen. Das kann sie attraktiv machen, aber es ist zu erwarten, dass genug Frauen einer anderen Selektion entspringen. Ein Sohn, der keinen aktiven Vater hat weil der schon bei der nächsten ist, kann evolutionär unsicherer sein, selbst wenn das der Oberchat ist. Es kann wesentlich erfolgreicher sein mehrere Kinder mit einem „normalen Chad“ als Vater in einer festen Bindung großzuziehen. Und deswegen gibt es auch eine Selektion in die Richtung“
    In der Tat gibt es oft die Strategie, dass ein Sohn von dem Alpha ist und andere von dem Beta, dadurch werden Risiken gestreut. Wurde in dem Buch „Sperm Wars“ beschrieben. Auch wenn das Buch größtenteils konservativer Bullshit ist, klingt dieser Teil durchaus plausibel.

    „Dann werte ich deine Aussage auch als Wunschdenken, weil ich auch keine Daten dazu habe. Ich habe auch schon diversen Gesprächen gelauscht und da war es sehr häufig so, dass sie mit ihrem Mann glücklich waren.“
    Dann müssen wir, solange wir keine Daten haben dieses Thema offen lassen.

    „Du kannst gerne deine Machtspiele spielen und Frauen dazu bringen ihre Religion zu wechseln. Ich sehe darin keinerlei Sinn für mich.“
    Oh, das sind nur hierzulande Machtspielchen, in anderen Ländern ist dies wirklich etwas heftiges. Gerade in Nahen Osten hat das wirklich praktische Gründe. Und die Frauen die den IS Kriegern gefolgt sind, haben für diese auch oft die Religion gewechselt. Das ist keine Kleinigkeit, die du hier so abtust.
    Abgesehen davon geht es darum, was du der Frau bedeutest. Und die meisten Männer bedeuten der Frau nicht viel.

    „Das verleiht dir sicherlich Macht in den Beziehungen und die scheinst du zu genießen.“
    Nein, wenn ich ehrlich bin, dann hätte ich schon lieber eine klassische Beziehung wie sie vor 2000 Jahren in Deutschland üblich war. Mit dem Vater als Kopf der Beziehung und einer treuen Frau, mit 10 Kindern und 50 Enkeln. Aber die Zeiten haben sich geändert, die Vergangenheit ist tot und ich muss mich anpassen. Das alte Denken bringt mich nicht weiter.
    Als Mann muss man sich der neuen Zeit anpassen oder unglücklich daran zerbrechen, dass man Kinder hat die einem etwas bedeuten und sie einem entzogen werden. Hab das bei Bekannten erlebt und ich habe auch Männer erlebt, die deswegen Selbstmord begangen haben.
    Der Weise lernt vom Tod der anderen und da mir klar ist, dass ich nicht das erreichen kann, was ich gerne hätte, suche ich mir halt etwas, das ich erreichen kann und arbeite daran. Würde ich in Afghanistan leben, hätte ich heute eine Frau mit 10 Kindern, aber ich lebe im feministischen Deutschland und versuche mich da pragmatisch durchzuwurschteln und glücklich zu werden. Für alles, was du im Leben erreichst, musst du einen Preis bezahlen, das ist meiner.

    • „Ich habe in meinem Freundeskreis eine einzige Frau, mit der ich Sport mache und die ich natürlich schon gevögelt habe. Alle anderen Bekannten wissen nichts von meiner Vergangenheit, da ich immer diskret vorgehe. Dass ich hier so offen schreibe, liegt an der Anonymität. Ansonsten halte ich meine Klappe. Angeben bringt keine Extrapunkte bei Frauen.“

      Das man in der Anonymität eines Blogs anders schreibt kann ich gut verstehen. Aber ansonsten werden die doch mitbekommen, dass du nicht für Partnerschaft bist und das da Frauen sind und wie sie auf dich reagieren oder ist das eine ganz abgeschottete Parallelwelt? Nicht darüber reden ist eine andere Sache, aber das bedeutet ja nicht, dass die Leute nicht merken, dass da was ist.

      „Nein, überhaupt nicht. Nur wird sie ihn entweder nicht zähmen können und am Ende unglücklich werden, weil er nebenbei mehrere Nebenfrauen hat (kenne da auch einige und ich selbst nehme mir immer die Freiheit außerhalb zu vögeln, wenn ich Lust habe, gebe der Frau diese aber nicht) oder er wird gezähmt, wird ein angepasster Beta und damit langweilig.“

      Okay, das ist ja auch wunderbar, wenn das deine Art ist Beziehungen zu führen und das entsprechend kommuniziert wird. Aber es muss ja nicht das Leben sein, was andere wollen und die Anzahl der „unzähmbaren Alphas“ ist ja nun auch nicht so hoch.

      „Schwer zu sagen aber ich habe halt genügend Frauen kennengelernt, die Ihre Partner nach Strich und Faden betrogen haben, wenn sie z.B. im Ausland waren oder sonst so die Gelegenheit hatten. Gerade in meinen 20igern hab ich viel Backpacking gemacht und mich auch mit vielen Frauen unterhalten, die mir erzählt haben, dass sie einen Partner haben, obwohl sie mit den heißen Typen vor Ort im Bett waren.“

      Klar, ich will nicht sagen, dass das nicht passiert. Wobei ich nach wie vor vermute, dass du entsprechende Frauen häufiger triffst als andere. Aber selbst dann bedeutet das ja nicht, dass sie den Urlaubsflirt für eine Beziehung wollten. Oder das andere Frauen eben gar nicht ohne ihren Partner ins Ausland fahren.

      „Ich kann natürlich nie auf die Gesamtheit aller Frauen schließen, aber ich glaube prinzipiell nicht daran, dass irgendwer treu ist, ich glaube, dass bei manchen der Mann, mit dem sie fremdgehen, heißer sein muss als bei wem anders. Aber ich kann das natürlich nicht beweisen.“

      Klar kann ein heißer Typ eine größere Versuchung sein. Genauso wie eine besonders heiße Frau. Aber das ändert ja nichts an dem grundsätzlichen Konzept.

      „Ich für meinen Teil habe jedenfalls genügend Frauen, die einen Partner hatten gevögelt um nicht der Illusion der Treue aufzusitzen“

      Du wirst ja zwangsläufig nur mit einem gewissen Bruchteil der Frauen geschlafen haben. Ich würde dir zustimmen, dass ich auch für niemanden die Hand ins Feuer legen würde, dass er treu bleibt. Aber das du mit sehr vielen geschlafen hast, die einen Freund hatten sagt ja nicht, dass alle fremdgegangen sind.

      „In der Tat gibt es oft die Strategie, dass ein Sohn von dem Alpha ist und andere von dem Beta, dadurch werden Risiken gestreut. Wurde in dem Buch „Sperm Wars“ beschrieben. Auch wenn das Buch größtenteils konservativer Bullshit ist, klingt dieser Teil durchaus plausibel.“

      Das Risiko ist eben enorm, wenn es rauskommt. Und das ist dann die „Alphagene“ oft nicht wert. Denn zum einen muss der Sohn eines tollen Mannes kein toller Mann werden (er hat ja auch nur 50% seiner Gene) zum anderen ist bei einem auffliegen eben auch der andere Sohn eines Verdachtes ausgesetzt. Ich meine die Kuckuckskindrate war in allgemeinen Test relativ überschaubar.

      „Dann müssen wir, solange wir keine Daten haben dieses Thema offen lassen.“
      in der Tat-

      „Oh, das sind nur hierzulande Machtspielchen, in anderen Ländern ist dies wirklich etwas heftiges. Gerade in Nahen Osten hat das wirklich praktische Gründe. Und die Frauen die den IS Kriegern gefolgt sind, haben für diese auch oft die Religion gewechselt. Das ist keine Kleinigkeit, die du hier so abtust.“

      Ich habe wirklich Null Interesse an einer Frau, die IS Kriegern folgt. Für dich mag es etwas tolles sein. Mir gibt es gar nichts. Ich finde Partnerschaften eigentlich viel angenehmer, wenn sich der andere nicht verbiegen muss und man zueinander passt. Ich finde es viel interessanter die Kultur von Südland und ihren ganz anderen Umgang mit Religion kennenzulernen als eine Änderung zu erzwingen. Ich freue mich, dass sie ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern hat und möchte gar nicht, dass es darunter leidet, dass sie sich zu einer anderen Religion oder dem Atheismus bekennt und ihrer Religion öffentlich abschwört. ich finde es viel unterhaltsamer, sie etwas mit Religionskritik zu sticheln und mich darüber lustig zu machen während sie sich spielerisch empört darüber aufregt, dass ich in die Hölle komme

      „Abgesehen davon geht es darum, was du der Frau bedeutest. Und die meisten Männer bedeuten der Frau nicht viel.“

      Wir haben einen anderen Maßstab.

      „Nein, wenn ich ehrlich bin, dann hätte ich schon lieber eine klassische Beziehung wie sie vor 2000 Jahren in Deutschland üblich war. Mit dem Vater als Kopf der Beziehung und einer treuen Frau, mit 10 Kindern und 50 Enkeln. Aber die Zeiten haben sich geändert, die Vergangenheit ist tot und ich muss mich anpassen. Das alte Denken bringt mich nicht weiter.
      Als Mann muss man sich der neuen Zeit anpassen oder unglücklich daran zerbrechen, dass man Kinder hat die einem etwas bedeuten und sie einem entzogen werden. Hab das bei Bekannten erlebt und ich habe auch Männer erlebt, die deswegen Selbstmord begangen haben.“

      Hast du auch mal erlebt wie es ist, wenn alles gut geht? Und wie schön eine Partnerschaft sein kann in der beide sich respektieren?

      „Der Weise lernt vom Tod der anderen und da mir klar ist, dass ich nicht das erreichen kann, was ich gerne hätte, suche ich mir halt etwas, das ich erreichen kann und arbeite daran. Würde ich in Afghanistan leben, hätte ich heute eine Frau mit 10 Kindern, aber ich lebe im feministischen Deutschland und versuche mich da pragmatisch durchzuwurschteln und glücklich zu werden. Für alles, was du im Leben erreichst, musst du einen Preis bezahlen, das ist meiner.“

      Immerhin, dass ist konsequent. Sehr pessimistisch und – aus meiner Sicht – zu konservativ aber jeder soll glücklich werden, wie er will

      • „Aber ansonsten werden die doch mitbekommen, dass du nicht für Partnerschaft bist und das da Frauen sind und wie sie auf dich reagieren oder ist das eine ganz abgeschottete Parallelwelt? Nicht darüber reden ist eine andere Sache, aber das bedeutet ja nicht, dass die Leute nicht merken, dass da was ist.“
        Keine Ahnung wie es bei dir ist, aber Berlin ist schon echt anonym. Meine Freundes- und Bekanntenkreise sind auch separiert voneinander. Zudem bin ich als introvertierter Mensch generell eher unverdächtig, da ich kein Interesse daran habe im Rampenlicht zu stehen. Jeder der von meinem Leben wissen soll, der weiß es und der Rest der weiß es nicht. Ich bin generell ziemlich verschlossen, was mein Privatleben angeht, war ich schon immer. Kenne andere, die viel offener mit dem Thema umgehen, aber als Unternehmer muss man eine gewisse Diskretion wahren können.
        Wissen deine Freunde denn, dass du diesen Blog führst?

        „Aber es muss ja nicht das Leben sein, was andere wollen und die Anzahl der „unzähmbaren Alphas“ ist ja nun auch nicht so hoch.“
        Nein, vermutlich nicht. Keine Ahnung, ob dieses Leben viele wollen aber diejenigen, die es sind genießen das Leben.Ich beneide die meisten der anderen Männer übrigens immer um ihre unreflektierte Art. Da denkt keiner so viel über das Thema Beziehungen, Frauen, Politik usw. nach wie ich das tue.
        Du hast selbst Pickup gemacht wie ich es verstanden habe, wolltest du dieses Leben oder das, was du jetzt führst?

        „Klar, ich will nicht sagen, dass das nicht passiert. Wobei ich nach wie vor vermute, dass du entsprechende Frauen häufiger triffst als andere. Aber selbst dann bedeutet das ja nicht, dass sie den Urlaubsflirt für eine Beziehung wollten.“
        Ich bezweifle, dass ich entsprechende Frauen öfter treffe als andere. Ich glaube nur, dass ich besser zuhören kann als andere Männer. Ich mag es tatsächlich Menschen zuzuhören und sie zum Reden zu bringen. Das lustige ist, dass dir jemand alles erzählt, wenn er glaubt, dass du ihm zuhörst, ihn verstehst, aber nicht verurteilst. Klappt übrigens genauso gut bei Männern. Alles Narzissten da draußen. Du musst nur das Gespräch in die richtige Richtung lenken, dann sprechen sie ohne Unterlass.

        „Klar kann ein heißer Typ eine größere Versuchung sein. Genauso wie eine besonders heiße Frau. Aber das ändert ja nichts an dem grundsätzlichen Konzept.“
        Ja, das ist geschlechtsunspezifisch, wobei Männer oft den Mangel an Gelegenheiten haben, der sie an entsprechendem Vorgehen hindert.

        „Aber das du mit sehr vielen geschlafen hast, die einen Freund hatten sagt ja nicht, dass alle fremdgegangen sind.“
        Es waren genug um mir ein Bild zu machen. Ich habe das im Normalfall aber lieber vermieden, da ich keine Lust auf einen wütenden Freund vor meiner Tür hatte. Oft haben sie es dir aber erst danach gesagt oder man hat es indirekt mitbekommen. Manche haben ihren Partner auch „gezwungen“ die Beziehung zu öffnen. Da gibt es viele Schattierungen.

        „Das Risiko ist eben enorm, wenn es rauskommt. Und das ist dann die „Alphagene“ oft nicht wert.“
        Das ist keine bewusste Berechnung oder Entscheidung die das getroffen wird. Der Frauenspruch „es fühlte sich richtig an“ beschreibt das ganze Problem, es geht um das Gefühl, das Unterbewusste das hier die eigentliche Rolle spielt. Später wird das entsprechend rationalisiert.

        „Ich meine die Kuckuckskindrate war in allgemeinen Test relativ überschaubar.“
        Ich glaube gelesen zu haben, dass sie zwischen 1-10%, je nach Region liegt aber ich bin mir nicht mehr sicher, wie valide diese Angabe war. Bei Wikipedia haben sie verschiedene Zahlen und gehen von einem Mittel von 3,7 % aus, was nicht soooo wenig ist.

        „Hast du auch mal erlebt wie es ist, wenn alles gut geht? Und wie schön eine Partnerschaft sein kann in der beide sich respektieren?“
        Klar, zumindest am Anfang. Aber früher oder später kippt das ganze auf die eine oder andere Seite. Und natürlich respektiere ich mein Gegenüber aber sie bedeutet mir halt nicht viel oder genauer ausgedrückt, die „romantische“ Beziehung mit ihr bedeutet mir nicht viel da ich weiß, dass ich auch immer wieder eine neue bekommen könnte und auch alleine glücklich bin. Ich habe bis heute mit mehreren meiner Ex Freundinnen guten Kontakt, denn als Menschen ohne sexuelles Interesse an ihnen mag ich sie natürlich trotzdem noch.

  9. Das Gesetz bestätigt sich in der Natur dadurch, dass die bekanntesten, der höher entwickelten Tierarten, die ein Matriarchat kennen, keinerlei Fressfeinde kennen. wie die Elefanten und Killerwale.
    Bei Löwen ist die Matriarchatstheorie eher zweifelhaft, wenn Rudel übernehmende Männer als Erstes den Nachwuchs der vertriebenen Löwen töten.

    • Löwen leben definitiv nicht in einem Matriarchat; ebensowenig stimmt der Mythos, dass männliche Löwen nicht jagen (können).
      Bonobos oder Tüpfelhyänen sind in matriarchialen Sozialtrukturen organisiert, kennen aber durchaus Fressfeinde (Leoparden bzw. Löwen).
      Wohingegen diverse „höher entwickelten“ Arten ohne Fressfeinde dennoch nicht zwangsläufig matriarchale Sozialstrukturen entwickeln.

  10. Pingback: Der Glaube an die Liebe und an Beziehungen | Alles Evolution

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..