„BRAVO: So fällst du Jungen auf“ (Flirttipps für Mädchen)

Die Bravo hatte hier ein paar Flirttipps für Mädchen gesammelt, die einen (feministischen) Shitstorm entfachten und danach wohl schnell gelöscht worden sind. (die Bravo war im Blog zuletzt hier Thema wegen eines feministischen Shitstorms um eine „Lovestory“)

Glücklicherweise hatte ich sie bereits kopiert:

1. Betone Deine Lippen mit Gloss. Das lässt sie voller erscheinen, wirkt sexy und zieht die Blicke der Jungs auf Dich.
2 Damit gehst Du Deinem Schwarm nicht mehr aus dem Kopf: Trage jeden Tag dasselbe Parfüm. Riecht er es irgendwo an anderen Girls oder Frauen, denkt er sofort an Dich.
3 Es gibt nur eine Frisur, die alle Jungs lieben: keine! Haare offen ist der absolute Top-Favorit von Typen.
4 Rasiere regelmäßig Deine Beine und Achseln. Girls, die sich gut pflegen, wirken sexy auf Jungs. Sie mögen es, wenn ein Mädchen sich Mühe mit ihrem Aussehen gibt.
5 Viele Jungs stehen auf frische Girlwangen. Benutze immer Rouge – das wirkt gesund und sexy auf Typen!
6 Alle Girls in Deiner Klasse schminken oder frisieren sich ähnlich? Wunderbar – dann style Dich ganz anders. Einzigartigkeit fällt Jungs positiv auf!
7 Trage keinen farbigen Lack auf deinen Nägeln. Viele Jungs finden das tussig. Besser: durchsichtiger Lack.
8 Schmink Dich jeden Tag anders. Wer immer gleich aussieht, wird irgendwann unsichtbar für Jungs.
9 Wie du weißt, erregst Du die Aufmerksamkeit eines Jungen auch über Deinen Duft. Sprühst Du Dein Parfüm ins Haar, hält es länger.
10 Betone Deine Augen mit Wimperntusche. Das verleiht Deinem Blick mehr Strahlkraft und wirkt sexy auf Jungs.
11 Kaum zu glauben, aber Jungs lassen sich von kleinen Accessoires beeindrucken. Mach Dir z.B. eine Klammer ins Haar – das lenkt den Blick auf Dich.
12 Hab immer Zahnpflegekaugummis dabei. Die sorgen für frischen Atem und Du kannst sie deinem Schwarm anbieten – so kommt ihr auch noch leichter ins Gespräch!
13 Mach Dich nicht verrückt wegen eines Pickelchens oder Deiner Zahnspange. Beides haben auch Jungs. Je entspannter Du Deinem Aussehen gegenüber bist, umso schöner wirkst Du!
14 Benutze eine Glanzspülung. Damit sieht Dein Haar gepflegter aus. Und Jungs achten besonders auf schöne Haare!
15 Jungs fallen lächelnde Girls eher auf als finster dreinblickende. Freundlichkeit wirkt anziehend!
16 Wer aufrecht geht und steht, wirkt nicht nur größer, sondern auch reifer. Und Jungs werden von reiferen Girls magisch angezogen.
17 Guck Deinen Schwarm an – auch wenn er Dich gerade nicht sieht. Er spürt sicher Deinen Blick auch auf größere Entfernung und wird sich gleich nach Dir umdrehen.
18 Ahme seine Gesten nach: Lehnt er sich nach rechts, lehnst Du Dich ebenso in die Richtung, stützt er den Kopf auf die Hände, machst Du das auch. Dadurch nimmt er Dich unterbewusst als total sympathisch wahr.
19 Sprichst Du mit Deinem Schwarm, versuch ihn leicht zu berühren. So schaffst du mehr Nähe und er fühlt sich mehr zu Dir hingezogen.
20 Der Klassiker: Stolpere in Deinen Schwarm hinein. Entschuldige Dich überschwänglich bei ihm. Er wird Dich total niedlich finden, weil Du ein kleiner Tollpatsch bist.
21 Guck ihn an. Guckt er zurück, wende Deine Augen ab. Er wird sofort wieder versuchen, Deinen Blick zu erhaschen, weil Du so sexy, unerreichbar und geheimnisvol wirkst.
22 Dein Traumtyp kommt an Dir und Deiner Freundin vorbei? Tut so, als hättet ihr den Spaß eures Lebens und lacht laut. Jungs lieben witzige Girls.
23 Geh langsam und aufrecht an deinem Schwarm vorbei. Ruhige Bewegungen lassen Dich älter und selbstbewusster wirken!
24 Wenn Du mit einem Jungen sprichst, spiele dabei mit einer Strähne Deines Haares. Das wirkt mädchenhaft und ziemlich süß!
25 Flirte mit den Augen! Lass Deinen Blick einmal von oben nach unten über ihn wandern. Schenk ihm dann ein kleines Lächeln und geh einfach weiter. Er wird wahnsinnig werden vor Neugier, was Du jetzt über ihn denkst. Von nun an sucht er Deine Nähe – wetten?
26 Egal, mit wem Du sprichst – hör nicht auf, während des Redens zu lächeln. Das lässt Dich charmanter wirken – und das nicht nur bei Deinem Gegenüber. Beobachtet Dich Dein Schwarm dabei, wirkst Du auch auf ihn süßer und sexier.
27 Stell Dich ruhig mal alleine in die Nähe Deines Schwarms. So erregst Du eher die Aufmerksamkeit der Jungs, als wenn Du in einer Gruppe mit anderen süßen Girls stehst.
28 Und: Girls, die allein unterwegs sind, wirken reifer, interessanter, geheimnisvoller und zugänglicher. Je mehr andere Girls um dich herum sind, umso niedriger Deine Chance, angesprochen zu werden.
29 Tu für eine Weile so, als wäre Dein Schwarm Luft. Mach das aber so, dass er es merkt. Deine Ablehnung wirkt wie ein Magnet auf ihn.
30 Wenn Du Dich mit einem schnuckeligen Typen unterhältst, schau ihm bewusst nur in ein Auge. Damit wirkst Du ruhiger und konzentrierter. Das ist die absolute Charme-Hypnose!
31 Halte Deine Hände ruhig, wenn Du mit einem hübschen Typen sprichst. So wirkst Du gefasst und sicher und nicht so kindisch wie andere Girls.
32 Acht darauf, öfter mal Deine Haare aus dem Gesicht zu streichen. Und zwar so, dass Du Deinen Hals freilegst. Auf Jungs wirkt das betörend sexy.
33 Sprich ein wenig tiefer, wenn Dein Schwarm in der Nähe ist. Das wirkt sexy und reifer.
34 Hände aus dem Gesicht! Wer an den Lippen knibbelt oder Nägel kaut, wirkt abtörnend.
35 Stehst Du auf dem Schulhof oder an der Bushaltestelle, dann überkreuz mal Deine Beine. Diese Pose lieben Star-Girls, weil sie schlank macht und sexy wirkt!
36 Du willst einem Jungen in der Schule auffallen? Dann stell Dich an den Rand des Schulhofs. Wer in der Mitte steht, wird leider ganz gern übersehen!
37 Wirf öfter mal Dein Haar lässig zurück. Das wirkt überlegen und zeigt, dass ein Junge sich ins Zeug legen muss, um Dich zu erobern. So weckst Du seinen Jagdinstinkt!
38 Guck Jungs eher immer leicht von unten an . Das wirkt am süßesten auf Typen!
39 Nur laute Girls fallen auf? Stimmt nicht. Wer sich ruhig verhält, wirkt geheimnisvoller und damit interessanter auf Jungs.
40 Wenn Du schon die Hände in Taschen stecken willst, dann in Deine Potaschen, nicht die vorderen. Diese Pose wirkt offener, Du stehst gerader und kommst präsenter und cooler rüber.
41 Guck beim Gespräch mit einem Jungen nie woanders hin als in seine Augen bzw. sein Gesicht. Er nimmt Dich dann intensiver wahr!
42 Mach nicht jeden Trend mit! Je individueller Du Dich kleidest, umso eher stichst Du aus der Masse heraus und einem Jungen ins Auge.
43 Binde Dir einen orangen- oder pfirsichfarbenen Schal um. Der bringt Deinen Teint zum Leuchten und lässt Dich attraktiver wirken.
44 Zieh die Ärmel Deines Pullis etwas über Deine Hände. Das wirkt unverschämt sexy und zugleich sooo süß auf Jungs!
45 Ebenfalls total süß und weiblich macht Dich eine Jacke mit Kunstpelzkapuze. Zieh sie Dir über und wecke so die romantische Ader in allen Jungs!
46 Du willst eine sexy Ausstrahlung? Dann wähle ein Top, dessen Ausschnitt eine Schulter rausblitzen lassen kann.
47 Klimpernde Armreife senden akustische „Werd auf mich aufmerksam“-Signale an Jungsohren.
48 Dezente, funkelnde Ohrringe unterstreichen das natürliche Glitzern Deiner Augen. Unwiderstehlich!
49 Jungs stehen auf Girls, die reifer rüberkommen. Hierfür sind Perlen der absolute Geheimtipp. Sie machen Dich in Form von Ketten oder Ohrringen schlagartig viel älter.
50 Du willst bei Jungs Sympathien wecken? Das geht am besten mit Karo-Klamotten. Die wirken frech, freundlich und machen aus Dir ein Girl zum Pferdestehlen!
51 Zieh nie zwei Tage hintereinander dieselben Klamotten an. Jungs fallen nur neue Eindrücke auf!
52 Du hast einen großen Bruder? Super. Schnapp dir seinen Hoodie und zieh ihn in die Schule an. Die Jungs werden denken, er ist von Deinem Freund. Und das macht dich total begehrenswert für sie!
53 Egal ob Du auf Stiefel, Sneakers, Röcke oder Blusen stehst: Achte darauf, dass Deine Sachen immer gepflegt und sauber aussehen. Nur dann wirkst du erwachsen und cool.
54 Dein Ausschnitt kann noch so tief sein – wenn Du Dich in Deinem Outfit nicht wohlfühlst, war alles umsonst. Also greif lieber zu Klamotten, an denen Du nicht die ganze Zeit rumzupfen musst und in denen Du Dich magst. So kommst Du selbstsicher rüber!
55 Trage lange Ohrringe! Sie ziehen die Aufmerksamkeit auf die weichen Kurven Deines Halses – das finden Jungs zum Anbeißen!
56 Style Dich bloß nicht zu sexy. Tiefe Ausschnitte und superkurze Röcke kommen in Jungsaugen eher schlampenhaft rüber.
57 Imitiere seinen Style! Dein Schwarm trägt am liebsten Grün? Zieh Dir auch grüne Sachen an. Die stechen ihm viel mehr ins Auge als andersfarbige Teile.
58 Wenn Handschuhe, dann entscheide Dich für fingerlose Modelle. Die wirken in Jungsaugen besonders weiblich!
59 Es müssen keine 10-cm-High-Heels sein. Aber ein leichter Absatz verleiht Dir einen wogenden Gang, der die Blicke der Jungs einfach magisch anzieht, weil er so selbstbewusst und sexy wirkt.
60 Trag öfter mal eine coole Trainingsjacke! Jungs lieben es, wenn Girls entspannt und gemütlich statt eingebildet rüberkommen.
61 Witzige Accessoires, z.B. eine Tasche in Ghettoblaster-Optik, sind ein super Hingucker – auch für Jungs. Außerdem liefern sie den Typen einen Grund, Dich anzusprechen.
62 Trag nicht immer Schwarz. Das ist eine Tarnfarbe für Jungsaugen!
63 Zeig, dass Du ein Girl bist! Je weiblicher Du Dich kleidest (Rock, Kleid), umso attraktiver wirkst du auf Jungs!
64 Rote Klamotten garantieren Dir eine lebendigere und leidenschaftlichere Wirkung. Heiß!
65 Schaff durch Dein Styling Nähe zu Deinem Traumjungen. Er steht auf eine bestimmte Band? Leg dir ein Shirt der Band oder ein Schlüsselband mit ihrem Bandlogo zu – das lässt Dich cooler auf Jungs wirken!
66 Es ist toll, wenn Du eine ABF hast – aber ihr müsst nicht im Partnerlook rumlaufen. Das wirkt nur kindlich und peinlich auf Jungs.
67 Anhängerringe klimpern so wunderbar sexy, dass die ganzen Jungs sich nach Dir umdrehen werden.
68 Willst Du freundlicher und witziger bei Jungs rüberkommen? Dann wähle gelbe Accessoires.
69 Dekoriere Deinen Rucksack, Handy etc. NICHT mit 1.000 Kuscheltieren oder Anhängern. Wenn Du’s übertreibst, wirkst Du schnell kindlich und albern.
70 Verzichte bei Klamotten und Accessoires auf die Farbe Rosa! Alle Jungs hassen sie! Weil Du damit sooo kindisch wirkst. Und kleine Girls werden nie angesprochen!
71 Löcher und Risse in Deiner Jeans verwandeln Dich in Jungsaugen nicht nur in ein besonders untussiges Exemplar von einem Girl. Da sie Deine Haut durchblitzen lassen, wirkst Du damit extrem sexy!
72 Jungs stehen auf die Farbe Weiß, vor allem an Hosen. Sie wirkt so schön unschuldig, macht gleichzeitig älter und strahlt so sehr, dass Dich jeder Typ sofort sehen MUSS!
Flirten: Und jetzt haben wir noch Flirt-Tipps für Dich, die Dich superanziehend wirken lassen
87Mach Dich rar! Beantworte nicht jede SMS, die ein Junge Dir schickt. Es macht Dich total spannend, wenn er um Deine Gunst kämpfen muss!
88 Steck einem süßen Typen einfach mal handgeschriebene Zettel zu, auf denen steht: „Ich wollte nur mal ‚Hi‘ sagen …“ Tausend Mal süßer als eine SMS – und Kreativität kommt immer super an!
89 Schicke ihm per Mail ein Filmplakat und schreibe dazu: „18 Uhr Kino, kommst Du mit? Ich würde sogar mein Popcorn teilen.“ Bei einem so lockeren, charmanten Angebot kann er gar nicht „Nein“ sagen!
90 Wirf einen Schneeball zu einer Gruppe Jungs und grinse frech rüber. Das zeigt, dass Du mit voller Absicht flirtest. Typen lieben es, wenn ein Girl auch mal die Initiative ergreift!
91 Setz Dich für Deinen Schwarm ein, wenn er von anderen fertiggemacht wird. Das erfordert zwar etwas Mut, aber er wird froh über Deine Unterstützung sein und es toll finden, dass Du so stark bist!
92 Du willst einen süßen Jungen kennen lernen? Tu so, als würdest Du ihn kennen. Wenn Du Deinen Fehler „überrascht“ feststellst, sag: „Ich dachte, Du wärst jemand anderes – aber du bist tatsächlich noch süßer!“ Mutige Girls kommen immer gut an!
93 Ein hübscher Junge ist in ein peinliches Gespräch mit einer Verehrerin verwickelt und total genervt? Geh selbstbewusst dazwischen. Hak Dich einfach bei ihm unter und frag ihn, ob er was essen gehen mag. Er wird Dir für die Erlösung danken!
94 Lustige, selbstironische Sprüche zeigen, dass Du Dich selbst nicht so ernst nimmst und unkompliziert bist!
95 Mach spontane Dates mit Wow-Effekt! Schick eine SMS an einen Jungen mit: „Ich hol mir einen McFlurry. Lass alles liegen und leiste mir an meinem Tisch Gesellschaft.“ Das wirkt total cool und selbstsicher – dabei aber immer noch sehr charmant!
96 Ein paar süße Jungs aus Deiner Clique überlegen, was sie abends machen sollen. Schlage Kino vor und frag sie, welchen Film sie sich anschauen möchten. Leg Wert auf die Meinung von jedem! Sie freuen sich garantiert, dass Du so aufmerksam bist. Denn ein einfühlsames Girl wünschen sich einfach alle Typen!
97 Ihr steht in einer Gruppe zusammen? Dann lehn Dich beim nächsten Scherz lachend an ihn. Das wirkt nicht, als würdest Du ihn anmachen. Aber trotzdem wird er Deine Nähe genießen.
98 Geh mit Sätzen wie „Du wirst sicher oft angesprochen“ oder „Du erinnerst mich an …“ (Name eines heißen Stars) auf ihn zu. Diese versteckten Komplimente lassen Dich nicht zu aufdringlich wirken, bezaubern ihn aber schlagartig.
99 Stell ihm eine auf dich bezogene Frage, z.B. „Findest Du, mir steht dieser Mantel?“ Durch diese Frage bewirkst Du, dass der Typ sich total geschmeichelt fühlt. Außerdem erscheinst Du sehr mutig und selbstbewusst, weil Du Dich seiner Kritik stellst.
100 Sei Du selbst! Bei jedem Kontakt mit Jungs ist das die wichtigste Ausstrahlungsregel. Wenn Du Dich nicht verstellst, bist Du total umwerfend.

Meiner Meinung nach handelt es sich nur sehr eingeschränkt um tatsächliche Flirttipps. Da würde ich drei kurze Tipps von Roissy wesentlich passender finden:

  • Werde so attraktiv wie möglich
  • Sorge dafür, dass du ansprechbar bist
  • Filtere die Jungs aus, die nur Sex wollen (wenn du das nicht auch nur willst) und wähle die, die eine Partnerschaft wollen

Die Flirttipps bewegen sich zwar teilweise in diesem Bereich, sollen aus meiner Sicht eher etwas ganz anderes behandeln: Sie sollen den Mädchen ein Gefühl von Handlungsmöglichkeiten geben, ohne das sie sich damit zu weit aus der Deckung wagen müssen. Sie sollen also bei ihrem Schwärmen von einem heißen Jungen Gloss kaufen oder ein neues Parfüm und sich so gut für die Situation gewappnet fühlen. Es sind Listen, die man durchgehen kann und bei denen man allerlei Vorschläge erhält, mit denen man ein wenig was an sich verändert und die man dann ausprobieren kann. Die Idee ist eher, dass das Mädchen danach vor dem Spiegel steht und schaut, wie ihre Haare offen aussehen und die Änderungen mit ihrer Freundin bespricht. Es ist die Änderung einer Kleinigkeit (Trage weiße/rote/nicht schwarze Kleidung und er wird dich lieben!) im Modebereich, es regt wunderbar die Vorstellung an, man könnte auf diese Weise an sich arbeiten und alles besser machen. Wenn die Flirttipps im Freundeskreis besprochen werden oder die Bravo mit zum nächsten Shoppen genommen wird, dann hat die Liste ihr Ziel erreicht: Die Bravo war relevant für ihre Leserschaft und sie haben eine Beziehung zu den dortigen Tipps aufgebaut, die sie zu treueren Lesern macht. Andere sind auch eher darauf ausgerichtet, dass sich zB einzelgängerische Frauen denken können, dass sie nicht einfach so alleine sind, sondern dass sie eben in der Gruppe nur untergehen würden. Sie fühlen sich gleich besser und wieder ist Bravo dafür verantwortlich etc.

Im zweiten Teil sind es teilweise schon relativ mutige Aktionen, zB sich gegen ihn lehnen etc. Es sind Phantasien, in denen man aktiv wird, die aber meist Fantasien bleiben werden. Das „Junge, der Super genervt ist von der Unterhaltung mit einem anderen Mädchen und von ihr gerettet wird“ Szenario weckt beispielsweise eine Fantasie, wie der anscheinend populäre Mann (preapproved by other women) dann plötzlich auf sie steht, weil sie selbstbewußt dazwischen geht. Das sind traumhafte Szenarien, die man gedanklich nett durchspielen kann, dann aber doch nicht umsetzt, weil man sich nicht traut. (sie setzen auch voraus, dass der Junge eh interessiert ist, sonst klappen viele nicht). Deswegen werden sie auch als Szenarien dargestellt und nicht als Prinzipien (also nicht „werde leichter ansprechbar in dem du Interesse signalisierst“ sondern „lehne dich an ihn“)

Die Tipps sind eine Anreihung von klassischen Klischees, die aber teilweise einen wahren Kern haben, aber hier eben nicht dargestellt werden, damit man Flirten lernt, sondern damit man mit der Vorstellung spielen kann, sich zu verbessern und den heißen Jungen zu erobern. Dazu müssen sie klischeehaft sein, aber nicht zu hart. „Schminke dich jeden Tag anders“ ist als Tipp für viele Mädchen ein Traum, nicht weil es wirklich für Jungs anziehend ist, sondern weil es ihrem Wunsch, sich abzuheben und die Tipps aus dem Schmink-Youtube-Video umzusetzen, und dabei noch begehrter zu werden, umsetzbar werden lässt.

Von der Qualität her sind sie daher meiner Meinung nach auch eher schlecht. Jungs sind die Schminkvarianten einer Frau denke ich größtenteils egal, eher wollen sie dezente Schminke, und ich wüsste auch bei den wenigsten Frauen, wie ihr Parfüm riecht. Und fingerlose Handschuhe warne glaube ich auch kein großes Kriterium männlicher Partnerwahl.

Nebenher: Es zeigt natürlich auch gut, wie im „konventionellen Flirten“ und auch von Frauenseite manipuliert wird und man teilweise die gleichen Mechanismen genutzt werden („mach dich rar!“)

Gerne kann natürlich auch was zu den jeweiligen Tipps gesagt werden. Würden sie wirken?

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78 Gedanken zu “„BRAVO: So fällst du Jungen auf“ (Flirttipps für Mädchen)

    • Weil alles sehr Klischee. Und natürlich weil der Mann oder hier Junge im Mittelpunkt steht und eigentlich sollten Frauen oder Mädchen sich nicht irgendwie verändern, nur um dem anderen Geschlecht zu gefallen!

    • Das verstehe ich auch nicht. Diese Tipps sind zwar für mich mega nervig zu lesen, wegen dieser infantilisierten Sprache, aber inhaltlich unvergänglich.

      Ich denke Feministinnen werden dadurch einfach getriggert. An ihre sexuellen und liebesfrustrationen in der Schulzeit erinnert, wo nur die sexy gestylten Mädels mit dem wipernklimpern die richtig coolen jungs abgeschleppt haben. und wir wissen was passiert, wenn Feministinnen an ihr eigenes unzufriedenes leben erinnert werden:

      Verbieten! Patriarchat! Diskriminierung! Einself!!!!

      So wars doch immer. Tweets gegen werbeplakate mit beachbody ready frauen abzuschicken ist leichter als wirklich selber was zu tun. Gegen die bravo zu stänkern ist leichter, als sich endlich abzufinden, dass man aufgrund von dismatch weiblicher schönheitsideale nicht zur umworbenen handelklasse A gehört…man könnte seine persönlichkeit entwickeln…man könnte aber auch einen tweet schreiben und dabei eine milkaschokotafel verputzen….

      Wähle auch du den feministischen weg. Den weg des geringsten Widerstands…

      • Also das ist eine Mischung aus guten Tips (sprich: die auf mich gewirkt hätten), z.B. „Es gibt nur eine Frisur, die alle Jungs lieben: keine! Haare offen ist der absolute Top-Favorit von Typen“ oder „Dein Ausschnitt kann noch so tief sein – wenn Du Dich in Deinem Outfit nicht wohlfühlst, war alles umsonst“, Übertreibungen („Benutze immer Rouge – das wirkt gesund und sexy auf Typen!“) und ziemlichem Unsinn („Du willst bei Jungs Sympathien wecken? Das geht am besten mit Karo-Klamotten“).

        Alles in allem aber für Mädchen in der Nachpubertät, die noch nicht allzu viel Erfahrung haben, durchaus brauchbar, denke ich. Was soll die Aufregung?

        Ich denke du hast recht, alles was daran erinnern könnte, dass andere attraktiver sind als man selbst, muss verboten werden.

      • @teardown

        inhaltlich unverfänglich?

        Das so etwas nur feministische Kritik geben kann ist klar:

        Sehr viele Tipps zum Aussehen: Lookism
        Dann noch auf doof, unschuldig und tolpatisch machen? Abwertendes Frauenbild, nicht empowernd
        Kleide dich Mädchenhaft? Rollenverstärkend
        Lächele die ganze Zeit? Niemand darf Frauen vorschreiben was sie machne
        Verhaltensänderungen empfehlen? Die mädchen sollen sich verrenken, nur wegen Jungs
        etc

        Feministisch richtige Flirttipps, die dann noch tatsächliche Flirttipps sind, kann es nicht geben

        • „inhaltlich unverfänglich?

          Das so etwas nur feministische Kritik geben kann ist klar:“

          Wenn sowas einen Shitstorm gibt:
          Wo ist der Feministische Daueraufschrei gegen die gesamte Frauenzeitschriften-Branche?
          Nimm Dir irgend eine davon – die sind allesamt voll von sowas, von vorn bis hinten – und das wöchentlich bzw. Monatlich.

          Ich würd mal sagen, nach den Kriterien dürfte kaum je eine einzige Ausgabe kaum irgend einer Frauenzeitschrift ohne Shitstorm durchkommen.

          Deshalb find ich den Bravo-Shitstorm so maßlos übertrieben. Da hat sich einfach mal wieder eine Meute irgendwie auf ein willkürliches Ziel eingeschossen. Man kann nur froh sein, dass es nicht ein einzelner Mensch war, sondern „nur “ eine ganze Redaktion. Ansonsten gäbe der Mob wohl wieder mal keine Ruhe, bis da jemand gefeuert wird.

    • @Adrian

      Und wieso haben diese Tipps einen Shitstorm verursacht?

      * Die Schminktipps unterstützen die patriarchale Kosmetikindustrie.
      * Die Verhaltenstipps erinnern an PU.
      * Und überhaupt könnten sie dazu führen, dass „Girls“ mit „Jungs“ Spaß – in welcher Form auch immer – haben könnten. Das ist ja wohl wirklich ein No-Go!

      • * Mittelalten Redakteurinnen sind aufgekachelte Teenies sowieso ein Graus. Die sollen sich gefälligst wie Kinder kleiden und benehmen!

        * So eine schöne Gelegenheit, sich durch bloße Empörung als zu den „Modernen“ und zu den „Guten“ gehörig zu markieren hat man auch nicht alle Tage

        * Das Abendland wird wieder ins finstre Mittelalter verfallen, wenn Mädchen nicht endlich anfangen zu begreifen, was rape-culture ist!!

        * Also zu meiner Zeit hat man Schülerzeitungsartikel über sabbernde Physiklehrer geschrieben!

        * Die weibliche Jugend sollte endlich Dankbar dafür sein, dass in der Vergangenheit soo viele Frauen ihr Leben für _ihre_ Freiheit lassen mussten. Wir brauchen eine feministische Gedenkkultur!!

        • Gedenkkultur haben wir doch schon.

          Ja, man versucht durchaus mit Verve, sie Top-Down zu implementieren.

          Mittlerweile sind es Frauen, die das Attentat des 20. Juli durchgeführt haben.

          Graf Stauffenberg wird doch schon sehr lange Feigheit vorgeworfen, weil er bei dem Attentat sein Leben schonen wollte 😀

        • Stauffenberg wird man ohnehin bald aus dem Gedenkkalender streichen. Irgendeine Historikerin vom Lehrstuhl für feministische Geschichtswissenschaft*innen wird früher oder später herausfinden, dass er gegen die Homo-Ehe gewesen ist 😀

        • Geschichtswissenschaft*innen wird früher oder später herausfinden, dass er gegen die Homo-Ehe gewesen ist 😀

          Oder gar, dass er zuhause heimlich ein Hemd trug, auf welchem FRAUEN sexualisiert dargestellt wurden!!11!!!

        • Äh – mal ne Frage: ist im Zusammenhang mit dem 20. Juni 44 überhaupt eine Frau der Mittäterschaft angeklagt, oder gar hingerichtet worden?

          Mir fällt im Moment so recht keine ein.

          Oder zählen die Frauen, die von den Plänen ihrer Männer etwas mitbekommen hatten, schon als Widerständler?

        • @Carnofis:
          Kann jetzt meine Hand nicht dafür ins Feuer legen, aber zumindest sind ja per Sippenhaftung auch die Familien der Attentäter belangt worden, dabei dürfte es halt auch Frauen erwischt haben.
          Inwiefern die nun aber nur Opfer waren, oder wirklich von der Sache wussten, weiß ich nicht (auch nicht, ob bloßes Mitwissen und Nichtdenunzieren als Heldentat zählt; ein Risiko haben sie damit ja durchaus getragen).

          @Thema:
          Da habe ich mich extra aus der ganzen BRAVO-Sache rausgehalten und nun kommt sie mit etwas verzögerung hier her… 😛

          Aber nein… ich lese die Liste trotzdem nicht. Ich glaube, das will ich alles jetzt gar nicht wissen. Keine Ahnung, welche Seite richtig liegt.

        • Wie ich sehe, hat Anne Nühm den Durchblick.

          „dass “Girls” mit “Jungs” Spaß – in welcher Form auch immer – haben könnten“

          „* Alles, was die Kommunikation und das Verständnis zwischen Männern und Frauen fördern könnte, muss abgelehnt und verhindert werden, und ist Geschlechtsverrat.“

          So ist es doch. Girls, die sich mit Jungs vergnügen und sich mit ihnen auch noch verständigen – das darf einfach nicht sein. Der einzig akzeptable Umgang für Mädchen mit Jungs ist, dass man sie bekämpft, denn schliesslich sind Jungs böse und vergewaltigen die Mädels eh nur. Alles andere bedient nur Klischees und ist eine Unterwerfung unter das Patriarchat.

      • Ich finde Schminktipps immir ganz witzig: Frauen sind von Natur aus offenbar so unattraktiv und unscheinbar, dass sie sich anmalen müssen um aufzufallen 😀

        • @Adrian und @Anne

          Sind Frauen Objekte?
          Selbstverständlich – wen malt man denn sonst an?
          Ich empfehle diesen Satz immer zur Abkürzung sinnloser Diskussionen.

          Das allerkomischste an dem Buch „Alpha-Mädchen“ ist m.E. der Umstand, dass die im Ernst eine „Brigitte“-Umfrage zitierten, wonach sich immer mehr Frauen „nur für sich selbst“ aufbrezeln.

          Diesen Selbstbetrug hat B. Keller sauber konterkariert, indem sie feststellte, natürlich würden Frauen zwei Stunden im Bad verbringen, um sich dann mit einer Tüte Chips alleine vor den Fernseher zu hauen.

          Der perfide Witz an dieser Art von Konsumerismus-Propaganda, er lässt sich auch so zusammenfassen: „Du willst es doch auch!“
          Nämlich von dir aus und ohne dass wir aufdringlich dafür werben müssten.
          Der Satz an sich käme ohne sprachliche Girlanden weniger gut an…gebe ich zu.

          Die „Bravo“-Tipps für „girls“ verfahren ganz genauso – OHRRINGE sind kein Produkt, dass man kaufen muss, sondern (natürlich/er) integraler Bestandteil weiblichen Flirtens.
          So verkauft man Waren.
          Und der Verkauf geht zusammengefasst so: SIEEEH MICH AAAN UND SPRIIIIIICHHH MIIIICH AAAN!

          Die wenigen Tipps für „girls“, eine aktive Rolle einzunehmen zielen immer darauf ab, Jungen in die Lage zu versetzen, diesen Part auszufüllen.
          Gut, die Mädels schlagen einen Kino-Film vor.
          Und DANN?
          Das Skript für „girls“ endet hier.
          Was passiert während des Films und NACH dem Film?
          That´s not MY fucking business.

          Ganz ordinär kapitalistische Aufmerksamkeitsökonomie plus Traditionalismus – da unterschiedet sich PU auch kein Deut.
          Der Trick ist, der GESAMTEN weiblichen Leserschaft der „Bravo“ zu verkaufen, wie man sich INDIVIDUELL unterscheidet
          Das ist das Dilemma der Massenproduktion (siehe für Männer Heckspoiler und geile Felgen).

          „Individualität“ an sich war gestern – heute ist es ein Modeaccessoire.
          Darüber hätten sich Feministinnen m.E. zu Recht aufregen können.
          Aber da Feminismus selbst zu einem Modeaccessoire geworden ist, regen sich diese Komikerinnen über oberflächlichen Quatsch auf und akzeptieren alle unterschwelligen Botschaften, die wesentlich perfider sind.

          Schönen Gruß, crumar

  1. „Gerne kann natürlich auch was zu den jeweiligen Tipps gesagt werden. Würden sie wirken?“

    Da mich jeder dieser Tipps reflexartig abstösst, würde ich sagen ja.

  2. Die Tipps sind zwar total lachhaft, schlimm finde ich es aber nicht. Ich als Mann würde die Frauen eher fragen, wer Streit sucht. Ansonsten muss man sich als Mann ja auch komplett verbiegen, damit Frauen sich mit einem abgeben.

  3. Ist wen aufgefallen, wie widersprüchlich diese Stylingtipps sind? Einmal rät man zu einem übertrieben mädchenhaften Style und auch zu möglichst süßem und kindlich-mädchenhaftem Benehmen. Weil Jungs ja fraulich mögen und man auch den Beschützerinstinkt wecken soll. Auf der anderen Seite mögen Jungs dieses tussihafte Auftreten nicht. Daher soll man sich lässig und kumpelhaft, fast burschikos kleiden und geben.

    • Isses nicht so?

      Das mit dem farbigen Nagellack z. B. ist eigentlich auch meine Überzeugung: Jungs&Männer mögen es schlicht, wer z. B. durch künstliche Fingernägel auffällt, wirkt auf jeden Fall wie ne dumme Tussi.
      ?

      Dessen ungeachtet trage ich aktuell „open your heart“-rot von P2, weil meine Nägel z. Zt. einfach TOP sind, krieg ich auch ständig Komplimente für – von Frauen 😀

      • „Isses nicht so?“

        Es ist so. Zumindest meiner Wenigkeit wird es ganz schnell to much. Gerade krallenhafte, aufgesetzte, lange Nägel, am besten noch mit irgendwelchen Gemälden und Glitzer darauf sind freilich zum Weglaufen.

        In Einzelfällen kann das Tussiehafte aber auch sexy sein. Vermutlich dann wenn es stilsicher daherkommt und „irgendwie“ authentisch zur Person passt. Oder wenn sie noch so jung und heiß ist, dass Mann ihren schlechten Geschmack versehentlich übersieht 😀

        Mal nebenbei: eine Kommilitonin hat sich immer barbiehaft gegeben und war großteils rosa gekleidet. Sie hat mir erzählt, wie viel Abwertung sie für ihre Art und Weise erdulden muss. Das muss ja auch nicht sein, oder? Wäre interessant zu erfahren, ob diese Abwertungen mehr von Männern oder mehr von Frauen kamen. Denn bei euch Mädels läuft ja in der Tat irgendein intrasexuelles Konkurrenzding ab – nach Regeln, die mir bislang völlig verborgen geblieben sind.

        Komme bis heute nicht darauf klar, dass Kellnerinnen mit großer Oberweite von anderen Frauen noch mehr Trinkgeld erhalten, als von Männern. (Quelle ist aber nicht seriös, dass kam bei den Mythbustern *facepalm* – hat da jmd eine seriösere Quelle?)
        Dazu passt, dass sozialer Druck und dumme Sprüche, unter denen sehr flachbrüstige Frauen leiden, fast ausschließlich von anderen Frauen kommen.

        Ich komm nur drauf weil du schreibst: „weil meine Nägel z. Zt. einfach TOP sind, krieg ich auch ständig Komplimente für – von Frauen 😀 “

        Glückwunsch zu derart tollen Nägeln 😉
        Aber kann mir mal irgendwer erklären, wie intrasexuelle Konkurrenz bei den Menschenweibchen abläuft? Blick da bisher nicht ansatzweise durch.

        • „dass sozialer Druck und dumme Sprüche, unter denen sehr flachbrüstige Frauen leiden, fast ausschließlich von anderen Frauen kommen.“

          Ich bin mir sicher, das ist falsch.

          „Aber kann mir mal irgendwer erklären, wie intrasexuelle Konkurrenz bei den Menschenweibchen abläuft? Blick da bisher nicht ansatzweise durch.“

          Weil ich gerad keine Zeit mehr hab, hier nur der Verweis auf ein „Standardwerk“ zum Thema, zu Erstehen zum Schnäppchenpreis von einem Cent (zzgl. Versand):
          http://www.amazon.de/Wie-Frauen-sehen-Shere-Hite/dp/361226639X

          Nix zu danken.

        • Nach dem, wie ich intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen verstanden und wie sie erst vor kurzem am Beispiel Parfüm beschrieben wurde, würde ich mindestens für möglich halten, dass die Fingernägel von Semikolon derart grottig ausehen, dass ihr Konkurrentinnen bescheinigen, sie soll das so lassen, um sich ihre Konkurrenz vom Leib zu halten…

          Apropos Nägel… wie war das noch mit den Nägeln?
          Wenn man einen Hammer hat, sieht man überall Nägel? Passt das hier her? Oder irgendwie doch nicht?
          😉

        • @Semikolon

          [“dass sozialer Druck und dumme Sprüche, unter denen sehr flachbrüstige Frauen leiden, fast ausschließlich von anderen Frauen kommen.”

          „Ich bin mir sicher, das ist falsch“]

          http://www.welt.de/vermischtes/article141994521/Bin-ich-ohne-Vorbau-etwa-keine-Frau.html

          Ich zitiere daraus:

          „Aus Medien und Mädchenmündern kam der Druck, den Männer, so sagt sie, sie nie habe spüren lassen. Ein dummer Spruch für eine kleine Brust? In der Bahn? Im Schwimmbad? Im Bett? Den habe sie nie gehört.“

          Zugegeben, nur eine Einzelmeinung, wie repräsentativ diese ist, kann ich nicht bemessen. Natürlich würde mich interessieren, wie du zu deiner Überzeugung kommst. Es einfach behaupten und sich dann zu verabschieden, man habe keine Zeit mehr, ist ne‘ faule Nummer. Dann besser von Vornherein die Behauptung unterlassen, wenn man nicht bereit, sie auf Nachfrage auch zu begründen.

          „Nix zu danken.“

          Davon kann keine Rede sein, stimmt.

        • @maddes

          „Nach dem, wie ich intrasexuelle Konkurrenz unter Frauen verstanden und wie sie erst vor kurzem am Beispiel Parfüm beschrieben wurde, würde ich mindestens für möglich halten, dass die Fingernägel von Semikolon derart grottig ausehen, dass ihr Konkurrentinnen bescheinigen, sie soll das so lassen, um sich ihre Konkurrenz vom Leib zu halten…“

          Im Ernst?^^ Das wäre ja enorm fies. Da muss aber noch mehr sein. Die Konkurrentin ausstechen, indem man sie mit falschen Komplimenten dazu verleitet, sich weiterhin hässlich zu stylen. xD
          Hm, kann mir das eigtl nicht vorstellen. Und dieses Parfum-Beispiel kenn ich nicht.

        • Weil ich gerad vom letzten, übertrieben starken Regenguss kalt erwischt wurde, hab ich doch wieder kurz Zeit^^

          „Natürlich würde mich interessieren, wie du zu deiner Überzeugung kommst.“

          Ich extrapoliere von meinen Erfahrungen (eher) auf der anderen Seite des Spektrums, wo Frauen wenn dann nur durch Blicke und im Vergleich zu Männern überhaupt nicht unangenehm auffallen. Ist natürlich möglich, dass Flachbrüstige sich ihren Stress hauptsächlich selbst machen. BmW und Schneewittchen-Sprüche hätt ich irl allerdings wirklich eher männlichen Menschen zugeschrieben.

          Frauen machen anderen Frauen meiner Überzeugung nach _ständig_ Komplimente, für Alles Mögliche.
          Ob sie die immer so meinen? Wer weiß.

          Würdet ihr Euch denn verarscht fühlen, wenn eine Frau Haarschnitt, Krawatte oder Styling insgesamt positiv hervorhebt (mach ich nämlich gern und das scheint etwas zu irritieren)?

        • Öhm – so wie ich Dich bislng kennen gelernt habe, könnte ich es als irritierend vefinden, dass Du überhaupt etwas positives zu einem Mann sagst – vielleicht liegt da das problem?

          Aber mal Enrsthaft:
          Wie das ankommt, liegt schon am Kontext und der Art, wiedas ausgedrückt wird.

        • „Ein dummer Spruch für eine kleine Brust?“

          Man(n) lernt im Verlaufe des Lebens eine Menge Frauen kennen, aber zu den Top 5 der schönsten Frauen, die mir in meinem Leben begegnet sind, gehörte eine Kommilitonin, die eine Oberweite wie eine 8-jährige hatte.
          Ging aber nicht nur mir so. Die Frau hatte eine umwerfende Ausstrahlung und verzauberte ihre ganze Umgebung, Männchen, wie Weibchen.

          Schöne Brüste sind ein großes Plus, aber eben nicht alles, wenn der Rest unterdurchschnittlich ist.

          Über kleine Brüste lästern meiner Erfahrung nach allenfalls testosteronvernebelte Spätpubertierende.

        • @Carnofis

          Kleine Brüste haben auf jeden Fall ihren Reiz. Häufig auch eine hohe Empfindlichkeit. Große Brüste sind zudem stark gefährdet zu hängen. Ab einem gewissen Alter ist es schnell dahin mit der Pracht im ausgepackten Zustand.

          Ein schöngeformtes B ist in vielen Fällen ideal

      • Naja aber einmal soll sie tussihaft und mädchenhaft, einmal nicht. Das ist in sich widersprüchlich. Für sich kann beides stimmen. Es kann aber nicht beides ein Universaltipp sein, der immer geht.

        • Doch doch.
          Männer sind in dem was sie in einer Frau suchen eigentlich nie logisch oder konsequent.

        • „Männer sind in dem was sie in einer Frau suchen eigentlich nie logisch oder konsequent “

          Liebe ist halt irrational. Können Frauen nicht verstehen weil sie Liebe zu Männern nicht kennen 😛

        • Was soll das? Wir Männer sind uns
          ziemlich im klaren was wir eigentlich
          möchten: Sex mit einer Varietät
          ( in Worten Varietät) von jungen
          attraktiven Frauen.

  4. Unsere „Bildungselite“ freut sich mal wieder eifrig über die Gelegenheit, ihre kollektive „Progressivität“ kommunizieren zu dürfen – und die BRAVO-Redaktion kriecht zu Kreuze.

    Am peinlichsten finde ich die Interpretation von 18 (Ahme seine Gesten nach) als „Unterwerfungsritual“.

      • #flirtennachbravo, und der Presse ist halt kein Twitterhype zu trivial, um ihn als breaking news zu verkaufen.

        OMG! Teenietrash verdirbt die Jugend!! Das Abendland wird untergehen!!!

        BRAVO war noch nie anders und wird auch nie anders sein. Keine nennenswerte Anzahl Teenies wird jemals eine Zeitschrift kaufen, die ihnen erklären will dass es komplett unwichtig sei, ob man für Jungs attraktiv ist oder nicht.

      • @adrian

        http://www.fraumeike.de/2015/das-passive-maedchen-oder-flirtennachbravo/

        Ich rege mich für gewöhnlich nicht schnell auf, wenn es um die vermeintliche Verschwörung gegen die Frau geht, mir geht dieses ganze Getue, das erwachsene Frauen der Mündigkeit und Verantwortung für ihr eigenes Leben enthebt, ziemlich auf die Nerven und deshalb überhöre ich das meiste Geschrei um den bösen, bösen Druck, den die ungerechte Gesellschaft natürlich nur und ausschließlich auf die arme, kleine, wehrlose Frau ausübt. Dieses Mal geht das nicht, dieses Mal kann ich das nicht, dieses Mal bin ich unfassbar wütend. So wütend, dass mir zunächst die Worte fehlten und ich nur zu einem unzusammenhängenden Tweet-Stakkato in der Lage war.
        (…)
        „Rede nicht laut, kleide Dich nicht schlampig, lerne aber bitte bereits mit 12, mit nackten Schultern, vorgestreckten Minibrüsten und wenigstens halbhohen Absätzen möglichst verführerisch zu wirken, sei die ganze Zeit pflegeleicht und einladend. Und möglichst viel allein.“

        Das ist die Quintessenz Eurer Liste und das ist keine Lappalie. Ihr wendet Euch an junge Menschen und damit an die künftige Generation. Die darüber entscheidet, wie menschliches Miteinander in der Zukunft aussieht. Die heutige Welt ist normativer als noch vor 40 Jahren, damals machten Mädchen mit blauen Latzhosen Werbung für selbstgebaute Legohäuser aus grauen Steinen. Es ist bedauerlich, dass 40 Jahre Frauenbewegung nicht weniger Druck zwischen den Geschlechtern, sondern mehr erzeugt haben, dass die Fronten so verhärtet sind wie nie zuvor, und wir müssen diese Zwischenbilanz akzeptieren, so bitter sie auch schmeckt. Dass Ihr aber aktiv mithelft, Veränderung und Umdenken zu verhindern, indem Ihr Euren Beitrag dazu leistet, Mädchen gefällig und unterwürfig zu halten, das macht mich wütend. Richtig wütend. Von einer 30-Jährigen kann man genug Reife erwarten, sich nicht jeden normativen Schuh anzuziehen. Von einer Elfjährigen oder einer 14-Jährigen dagegen nicht. Die ist Euren infamen Einflüsterungen über das, was „Jungs so gefällt“ ausgesetzt, ohne die Erfahrung zu haben, zu erkennen, dass das vollkommener Blödsinn ist.

        Als Jugendmagazin solltet Ihr die Belange und Probleme der Jugendlichen nicht nur verstehen, sondern auch dabei helfen, sie zu lösen. Mit so kleingeistigen, engstirnigen und normativen Beiträgen löst Ihr keine Probleme, sondern macht Kinder und Jugendliche unfrei, weil Ihr sie unter einen Druck setzt, der nicht bestehen muss. Die Passivität, zu der ihr ratet, ist das Gift unserer Gesellschaft, denn sie ist der Grund, weshalb Frauen und Mädchen zu Opfer werden. Jemand, der von Kindesbeinen an lernt, dass er in erster Linie nicht anstrengend, nicht laut und nicht offensiv sein darf, der lässt im Leben viel mit sich anstellen. Zu viel. Und das ist der Grund, weshalb mich Euer Beitrag so ankotzt: Ihr gebt den Mädchen dieses Gift zu trinken, das weit über den Moment hinauswirkt. Denn diese Mädchen, die mit Eurer tatkräftigen Hilfe lernen, dass Optik fast alles und passive Koketterie der Rest ist, leben das auch als Erwachsene und geben es irgendwann an ihre Kinder weiter.

        http://www.emma.de/artikel/oh-la-la-flirten-nach-bravo-330329

        Doch wenige Stunden nach der Themenkonferenz: Das Internet brummt. Der Hashtag #flirtennachbravo trended auf Twitter. Der Zorn über die 100 Tipps schafft es schließlich sogar auf die Startseite des Freemail-Anbieters Gmx.de – erreicht also selbst Menschen, die zwar keine Nachrichten aber dafür E-Mails lesen. Vor allem Frauen machen sich über die Liste lustig: „Regel 1-99: Verbiege dich komplett, um den Jungs zu gefallen. Nur dann bist du was wert. Regel 100: Sei du selbst. Yolo“, twittert eine. „Essenz der #flirtennachbravo-Tipps: Unterwürfigkeit und Anpassung. Die 70er wollen ihre Zeitung zurück“, schreibt die Nächste. Oder auch: „Klau das Auto deiner Eltern und fahr den süßen Boy an. Du kannst ihn dann jeden Tag im Krankenhaus besuchen.“ So viel Aufmerksamkeit hat Bravo seit Jahren nicht mehr bekommen (…)
        Der Hauptschauplatz ist ohnehin der Frauenkörper an sich, über den hier mal wieder ausführlich verhandelt wird, egal ob es um Hotpants oder diese Flirttipps geht. Und wie so oft gibt es auch diesmal nur zwei Pole in der Diskussion: Frauen sollen züchtig und gefällig sein. Oder: Frauen sollen (jetzaberwirklichendlichmalsuperfreiwillig) sexy sein. Heilige und Hure. Was Frauen niemals dürfen: Einfach mal sein.

        http://www.vice.com/de/read/wir-haben-die-flirttipps-der-bravo-nach-gruseligkeit-geordnet-555

        Hach, die Bravo. Seit jeher ein Ort der sexuellen und gesellschaftlichen Aufklärung, die sich neben dem aktuellen Lieblings-Lipgloss von Selena Gomez oder dem Liebes-Revival zwischen Bandmitgliedern auch im Jahr 2015 noch der Frage widmet, die für Heranwachsende wirklich wichtig ist: Wie zur Hölle schaffe ich es, meine Jungfräulichkeit an jemanden zu verlieren, mit dem ich anschließend süße Pärchenselfies für Instagram machen kann? Deswegen hat es uns alle nicht überrascht, dass die Bild der jungen Generation vor Kurzem einen Artikel mit dem Titel „So fällst du Jungs auf: 100 Tipps für eine Hammer-Ausstrahlung!“ für die flirtwillige junge Frau von heute veröffentlichte.
        Weil sich die „Hammer-Ausstrahlung“ dabei aber vor allem auf Rollenklischees aus dem vergangenen Jahrtausend zu beziehen schien, war der Shitstorm nicht weit, die Redaktion entfernte den Artikel von ihrer Website und veröffentlichte außerdem eine Stellungnahme, in der einige der Ratschläge als „unglücklich“ bezeichnet wurden.

        Hier etwas kritisches zum Shitstorm
        http://www.welt.de/kultur/article144055603/Liebes-Netz-reg-dich-nicht-so-ueber-Bravo-auf.html

        Die „Bravo“ hat den Link zu den Flirttipps mittlerweile vom Netz genommen und sich offiziell für die „unglücklichen“ Tipps entschuldigt. Der Grundkonsens auf Twitter: Die „Bravo“ sei doch mal ein Aufklärungsmagazin gewesen. Jetzt fördere sie ein passives Frauenbild, sei rückständig, suggeriere orientierungssuchenden Dreizehnjährigen, es sei das Wichtigste im Leben, sich so zu verhalten, dass Männer, also Jungs, einen mögen („Imitiere seinen Musikgeschmack!“). So würden Mädchen nicht ermutigt, Bundeskanzlerin zu werden.

        http://www.derkeineunterschied.de/so-faellst-du-maedchen-auf-eine-satirische-antwort/
        Der Blog von Tugendfurie dreht es einfach um und gibt Jungs gleiche Tipps

        http://diestandard.at/2000019183825/Kein-Bravo-fuer-Flirttipps?ref=article

        Mit Ratschlägen in Sachen Liebe, Sex und Zärtlichkeit kennt sich „Bravo“ bekanntermaßen aus. Doch jetzt sah sich das Jugendmagazin mit enormer Kritik an einem Artikel über Twitter und Facebook konfrontiert. Der Beitrag „So fällst Du Jungs auf: 100 Tipps für eine Hammer-Ausstrahlung!“, der angesichts der massiven Kritik mittlerweile von der „Bravo“-Website wieder gelöscht wurde, hielt für Mädchen Tipps wie diese parat: „Style dich bloß nicht zu sexy. Tiefe Ausschnitte und superkurze Röcke kommen in Jungsaugen eher schlampenhaft rüber“, „Achte darauf, öfter mal deine Haare aus dem Gesicht zu streichen. Und zwar so, dass du deinen Hals freilegst. Auf Jungs wirkt das betörend sexy.“

        Auch jene Ratschläge haben für viel Ärger gesorgt, nach denen Mädchen Burschen eher von unten nach oben ansehen, sich passiv geben oder ihre Gesten und Geschmack nachahmen sollten. So würde er das Mädchen „unbewusst als total sympathisch“ ansehen.

        • Diese satorosche Antwort ist ja mal komplett unkreativ. Da wurden nur die Wörter Boy und Girl geändert. Ich hätte echt mehr erwartet. Schwaches Bild

        • Ich denke mal, die Mädchen merken von alleine wie sie auf das andere Geschlecht wirken, und es wirken nun mal nicht alle gleich.

          Es gibt genug, bei denen freie Schultern und hohe Absätze nichts oder wenig bewirken; die anderen werden es sich nicht entgehen lassen, sich objektifizieren zu lassen, um den Jungen zu bekommen, der ihnen gefällt.

          Wollen die Feministinnen denen erzählen: Zieht flache Schuhe an, keine engen Tops, weicht den Blicken der Jungs aus? Warum sollten sie das tun?

        • @el mocho

          „weicht den Blicken der Jungs aus?“

          Das als feministischer Tipp?
          Wahrscheinlich zu unterwürfig

          „Warum sollten sie das tun?“

          Gute Frage.

          Feministische Flirttipps wären wohl eher: „Bestehe darauf, dass ein „Privilegien hinterfragen“ und ein „Wie vergewaltige ich nicht“-Kurs für die Boys an deiner Schule angeboten wird, danach begegnen dir Männer mit mehr Respekt, was ein Flirten erst ermöglicht

        • Der Blog von Tugendfurie dreht es einfach um und gibt Jungs gleiche Tipps

          Der Artikel demonstriert eher durch Geschlechtertausch, wie albern dieser ganze #Aufkreisch ist.

          Teenies können nun mal mit solchen „klugen“ Erwachsenensprüchen wie „sei einfach so wie du bist, alles Andere ist vollkommen unwichtig!“ wenig anfangen. Schon deshalb nicht, weil sie nicht komplett blöd sind und durchaus sehen, dass Erwachsene in dem Punkt meistens nur heucheln.

          Was diese superschlauen Gesellschaftskritiker einfach nicht begreifen wollen ist, dass Teenies nun mal meistens recht unsicher sind und dass ihnen solche schlicht und klischeehaft erscheinenden einfachen Tipps eine gewisse Sicherheit bieten, auf deren Basis sie dann ihre Persönlichkeit entfalten und zur Geltung können.

          Wenn man die BRAVO einstampfen würde, dann würden sie sich anderweitig mit solchem „trash“ versorgen und ihn begierig aufsaugen. Tennies sin nun mal noch nicht erwachsen.

          Anstatt den drohenden Untergang Abendlandes zu beschwören sollten sie vielleicht etwas mehr Verständnis für die Nöte von Tennies aufbringen.

        • Nach dem, was man auf die Schnelle findet, richten sich feministische Flirttipps ausschließlich an Männer.

          Das ist wieder diese gesellschaftliche Unsichtbarmachung flirtender Lesben.

  5. Und wie immer scheinen die Maedchen von ihren Eltern oder den Jungen aus ihrer Klasse gezwungen zu werden, die Bravo, und spaeter Frauenzeitschriften zu lesen. Denn wir wissen ja alle, dass wenn eine 16-Jaehrige am Zeitschriftenregal zur Ct greift, die Tugendpolizei kommt.

    Die Maedchen sind hier der Nachfrager. Der Anbieter kann sich ueberlegen, ob er die Interessen bedient, oder die Zielgruppe liegenlaesst. Wer glaubt, dass da gross „Erziehung“ und nicht lediglich „Kanalisierung von Kaufentscheidung“ moeglich waere, hat ein sehr romantisches Bild der Medien.

    Nicht, dass ich dafuer waere, aber fuer die Erreichung der Ziele der Empoerer waere „Slutshaming“ wohl der effektivere weg, da es den Handelnden und nicht den Reagierenden trifft.
    Naja, arbeiten sie mit „Fat Acceptance“ schon dran, was ja in der Praxis auch nur Slutshaming mit umgedrehtem Vorzeichen ist.

    • Allerdings, wie immer sind nur die Männer Ziiel der Kritik. Frauen sind ja nicht dfür sich selber verantwortlich zu machen, und wenn sich die Mädchen dann wirklich so verhalten, wie von der Bravo empfohlen, ist das Patriarchat daran schuld.

      Ähnlich wie bei Werbung mit nackten Frauen; die Models und das viele Geld, das sie durch bloßes Ausziehen und Posieren verdienen, wird nie kritisiert.

      • „Ähnlich wie bei Werbung mit nackten Frauen; die Models und das viele Geld, das sie durch bloßes Ausziehen und Posieren verdienen, wird nie kritisiert.“

        Und auch nicht die Frauen, die das Zeug dann kaufen – denn die meiste Werbung mit halbnackten Frauen richtet sich ja nicht an Männer, sondern an Frauen. Oder wer sonst kauft die ganze Unterwäsche und Bademode? Der Mann, der sowas gelegentlich als Geschenk für die Liebste einkauft, dürfte da mit sehr großem Abstand die Ausnahme sein.

      • Das sieht „fraumeike“ ja eigentlich wie du & ich, @elmocho:

        „mir geht dieses ganze Getue, das erwachsene Frauen der Mündigkeit und Verantwortung für ihr eigenes Leben enthebt, ziemlich auf die Nerven und deshalb überhöre ich das meiste Geschrei um den bösen, bösen Druck, den die ungerechte Gesellschaft natürlich nur und ausschließlich auf die arme, kleine, wehrlose Frau ausübt“

        Das schreibt sie eingangs, um dann doch loszukotzen. Einziges ersichtliches Argument, warum es hier anders sein sollte: die Zielgruppe sei noch so jung und beeinflussbar. Sie schreibt sich dann völlig in Rage, steigert sich vom Kleinen ins Große, und am Ende steht eine völlig kaputte und missratene Mädchengeneration, verunstaltet durch die „infame“ Indoktrination der Bravo.

        Liebe fraumeike, geht’s vielleicht auch ne Nummer kleiner?

        Ansonsten ist mir noch aufgefallen:

        „Ihr wendet Euch an junge Menschen und damit an die künftige Generation. Die darüber entscheidet, wie menschliches Miteinander in der Zukunft aussieht.“

        Sie geht ganz selbstversändlich davon aus, dass die jeweils neue Generation dafür da ist, die Welt an ihr zu verbessern. Dass es unterschiedliche Ansichten darüber geben könnte, wie die Welt idealerweise ausehen sollte, kommt ihr nicht in den Sinn. Und wichtiger noch: zu ihrer Vision einer besseren Welt erfährt man überhaupt nichts. Nur eben, dass die Flirttipps der Bravo dabei schädlich sein sollen.

        Sie schreibt davon, man solle Mädchen doch einfach mal sein lassen.

        „Was Frauen niemals dürfen: Einfach mal sein.“

        Dabei verkennt sie völlig, dass weibliche Teenager, deren Gedanken und Bemühungen sich darum drehen, in Liebesdingen erwachsen zu werden, auf die denkbar normalste und natürlichste Art und Weise einfach nur sind!

        Damit straft sie sich Lügen. Sie möchte die neue Generation keines Falls einfach nur sein lassen. Ganz im Gegenteil: an der neuen Generation hat sich gefälligst die Welt zu verbessern. Selbstredend so wie sie sich eine verbesserte Welt vorstellt.

        Sie schreibt ja selbst davon, dass 40 Jahre Feminismus die Fronten verhärtet hat – und dass sie das als bedauerliche Entwicklung betrachtet. Warum sollte es ein geeignetes Mittel gegen diese Entwickling sein, Teenagern eine frigide Sexualmoral einzutrichtern, die davon handelt, dass das andere Geschlecht völlig unwichtig ist und man aus Prinzip niemalsnicht zu gefallen versuchen sollte? Und das soll dann der natürliche Zustand sein, der Teenager einfach sie selbst sein lässt?

        Mir bleibt rätselhaft, wie man so weltfremd sein kann.

    • @ Keppla

      „Denn wir wissen ja alle, dass wenn eine 16-Jaehrige am Zeitschriftenregal zur Ct greift, die Tugendpolizei kommt.“

      Viel schlimmer: Sie wird bei Ihren Freundinnen und Klassenkameradinnen einen sehr schweren Stand haben, wenn das rauskommt. Das ist effektiver als jede Tugendpolizei.

      „Nicht, dass ich dafuer waere, aber fuer die Erreichung der Ziele der Empoerer waere “Slutshaming” wohl der effektivere weg,“

      Nope, da es hierfür keinen wirksamen Kommunikationskanal gibt. Entweder würden die Girlies das vollkommen ignorieren, sich über die Empörer selber empören und/oder es gäbe Trotzreaktionen.

      Da liegen die Empörer schon richtig, ihre Diskursmacht bei der Publikation anzuwenden. Das ist hier das weichere Ziel.

      • @Peter:

        Viel schlimmer: Sie wird bei Ihren Freundinnen und Klassenkameradinnen einen sehr schweren Stand haben

        Den Stand kenn ich, ich bin Nerd. So What. Hat man halt ein paar Arschloecher weniger als „Freund“. Ernsthaft: auch die „Freunde“, die einen angeblich zu was „zwingen“ hat sie sich ausgesucht, so wie sie sich die Bravo aussucht.

        Die ach-so-uebermachtige Gesellschaft ist hier eine Verschwoerungstheorie.

        Nope, da es hierfür keinen wirksamen Kommunikationskanal gibt.

        Ja was denn nun? Kann man sie per Medien beeinflussen? Voila Kommunikationskanal. Man kann es nicht? Wo ist dann das Problem?

        • @ keppla

          „Ernsthaft: auch die “Freunde”, die einen angeblich zu was “zwingen” hat sie sich ausgesucht, so wie sie sich die Bravo aussucht.“

          Wenn das Ziel darin besteht, möglichst beliebt zu sein, einen möglichst großen Freundeskreis zu haben und innerhalb dieser Peer-Group einen hohen Status dann richtet frau auch ihre Interessen und Hobbies danach aus.

          Diese „Gefallsucht“, also der internalisierte Konformitätszwang, ist ein Massenphänomen unter (gerade jungen) Frauen, der sich kaum eine entziehen kann. Wobei dieser auch bei Männern wirkt, wenn auch weniger stark.

          Oder um Dein Zitat fortzuführen: Sie wird nicht gewzungen, sie zwingt sich selber zu etwas, in der Annahme dadurch gut dazustehen (oder mindestens nicht schlecht dazustehen).

          „Ja was denn nun? Kann man sie per Medien beeinflussen?“

          Klar kann man.

          Ich hatte geschrieben, die Empörer haben keinen direkten Kanal zu den Girlies, da sie bei denen kein offenes Ohr finden.

          Bleibt also nur die indirekte Beeinflussung durch Sündenbock-Bashing.

          Ausserdem ist grundsätzlich die positivistische Beeinflussung („Schmier Dir Gloss auf die Lippen und jeder wird Dich liken auf das Deine Freundinnen grün werden vor Neid“) erfolgreicher als die negativistische („kauf Dir lieber die c´t statt Lipgloss, das findet zwar jetzt keine deiner Freundinnen gut, aber Du lernst was fürs Leben“) da die Belohnung attraktiver ist und zudem zeitnah erfolgt. 😉

        • Wenn einen eine Zeitschrift interessiert, dann kauft man die halt.
          Und wenn mna das Gefühl hat, dass das besagt Zeitschrift unter seinesgleichen nicht so gut ankommt, dann macht man das eben weniger offen. Seh da nicht so das repressive dahinter.
          Abgesehen von der Sprichwörtlichen Gruppe, die gemeinsam frotzelnd sich über ein Playboy-heft lustig macht, ist wohl auch die Kategorie um Playboy oder Hustller selbst heute sozial eher weniger akzeptabel, wenn ein Schüler das als Monatsabo auf dem Nachttisch liegen hat.

          Man darf auch bestimmte Geheimnisse haben.
          Die Konstruktion eines „Drucks“ auf Mädels an der Stelle find ich ziemlich konsruiert. Wenn ein interesse da ist, dann läst ein Mädel sich auch nicht ohne Weiteres davon abhalten, dem nachzugeben.

        • „Die Konstruktion eines “Drucks” auf Mädels an der Stelle find ich ziemlich konsruiert. Wenn ein interesse da ist, dann läst ein Mädel sich auch nicht ohne Weiteres davon abhalten, dem nachzugeben.“

          Letzten Endes ist es immer eine Frage welche sozialen Folgekosten dieses Interesse für das Mädchen hat bzw. – noch relevanter – welche soziale Folgekosten das Mädchen dadurch befürchtet.

          Und ob sie bereit ist, diesen Preis zu zahlen.

          Dies Insbesondere dann, wenn es nur eines von mehreren Interessen ist und die anderen Interessen bei ihr zwar auf gleichem Level stehen, allerdings eine höhere soziale Akzeptanz in der Peer-Group haben oder ihr sogar einen Statusgewinn bringen.

          Eigentlich ist das doch bei Jungs nicht viel anders. Beispiel: Ein Junge interessiert sich für Ballett und Fußball gleichermaßen. Beides zu machen geht nicht, die begrenzte Zeit erlaubt das nicht. Zudem läßt sich das Interesse fürs Ballett nur schwer gegenüber den Kumpels verkaufen. Bei Fußball dagegen ist dieses Verkaufen kein so großes Problem (wahrscheinlich sogar ein Statusgewinn, vor allem wenn seine Peer-Group fußball-affin ist).

          Was wird er höchstwahrscheinlich machen?

    • Ich find es leider nicht, da es ein TV-Beitrag war, aber bei einer Sendung zum Jubiläum der Bravo wurde gesagt, dass sie es heute schwer hat, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen: Twitter (für die Stars) und Youporn (der Rest). Und das war gar nicht zynisch gemeint.

      I lol´d.

      • „Und das war gar nicht zynisch gemeint.“

        Irgendwie zynisch, dass es gar nicht zynisch gemeint war. ^^

        Ich erinnere mich noch, dass die Nackbilder in jeder Ausgabe noch echt für Aufregung gesorgt haben und in der Schule herumgereicht wurden. Immer ein weibliches und ein männliches jugendliches Model, zudem auch stets ordentlich bestückt (beide). Das war natürlich ein Verkaufsfaktor.

        Wenn ich heute mal wieder Gruppen von Schülern im Bus sehe, die sich auf ihren Smartphones härtesten Kram ansehen und darüber vergnügt lachen (auch schon bei reinen Mädchen-Gruppen beobachtet), kann ich mir gut vorstellen, dass ein Format wie die Bravo damit nicht mithalten kann.

  6. Im Original ging es aber um die „boys“. Die Pseudo-Jugendsprache des Originalbeitrags scheint mir schon zu meiner Teenagerzeit veraltet gewesen zu sein. Außerdem sind sie teils widersprüchlich: Man soll mit klimpernden Armreifen und funkelnden Ohrringen mit roten Klamotten und pfirsichfarbenem Schal, aber dabei entspannt rüberkommen mit Trainingsjacke – gleichzeitig geht das jedenfalls nicht.

    • Das ist widersprüchlich bis schizophren, in der Tat.
      Ist bei den Anforderungen an das männliche Ideal genauso. Die eierlegende Wollmilchsau wird gefordert. Man muss das nicht so ernst nehmen.

      Ich war auch überrascht, dass sie immer noch von Boys und Girls sprechen. Dito, war auch zu meiner Zeit (immerhin rund 12 Jahre her) schon der Fall – und auch damals wirkte dieser Duktus eher ungeschickt.

        • @Chris

          Ja, das trifft es.

          Überhaupt lässt sich der ganze Widersprüchlichkeits-Vorwurf mit dem was du schreibst auflösen: Verschiedenes kann für verschiedene Typen funktionieren.

          Natürlich geht es der Bravo-Redaktion auch darum, niemanden auszugrenzen – ist ja alles potenzielle Kundschaft. Wenn ein gerütteltes Maß der Teenies in Richtung emo/matel/nerd-gamer oder auch öko geht, dann kann man diesem Typ Mädchen ja nicht mit Lipgloss kommen.

          „1. Betone Deine Lippen mit Gloss. Das lässt sie voller erscheinen, wirkt sexy und zieht die Blicke der Jungs auf Dich.“

          Um die Zielgruppe nicht zu sehr einzuschränken und die Position auf dem Markt als DAS universelle Jugendmagazin nicht zu gefährden, müssen unterschiedliche Profile bedient werden. So ist das zu verstehen. Man irrt, wenn man alle Tipps zu einem unereichbaren Ideal zusammenaddiert und sich dann über diese Unereichbarkeit empört.

          Hm, da hätt ich auch selbst drauf kommen können.
          Menno. ^^

  7. Pingback: Die Wahrheit über das Flirten! – Bravo-Beziehungsdramen 2.0 | Der Sexismusbeauftragte informiert

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