Enhancer Journals: Philip Piskator: Kultureller Angriff auf Männer?

Die Linke und ihre Vermögenssteuer mit bis zu 12%(!)

Die Linke will eine Vermögenssteuer einführen:

In seinem Gutachten überprüft DIW-Forscher Bach nun verschiedene Varianten der Linken-Idee auf ihre Wirkungen. Die Eckpunkte des Konzepts sehen so aus: Die Linke will eine jährliche Steuer auf hohe persönliche Nettovermögen erheben. Diese soll sämtliche Immobilien-, Unternehmens- und Finanzvermögen sowie Luxusgüter erfassen. Die Freibeträge könnten 1 Million Euro für privates und 5 Millionen Euro für Firmenkapital betragen. Der Basissteuersatz läge bei 1 Prozent und stiege auf 5 Prozent bei 50 Millionen Euro an. Ab 1 Milliarde Euro soll die Belastung 12 Prozent betragen.

Die potenziellen Einnahmen erreichten bis zu 147 Milliarden Euro pro Jahr, hat Bach errechnet. Diese kämen den Bundesländern und Kommunen zugute, weil die Vermögensteuer traditionell eine Ländersteuer ist. Bezahlen würde das vor allem das 1 Prozent der Bevölkerung mit den höchsten Rücklagen – Mul­ti­mil­lio­nä­r:in­nen und Milliardär:innen. Beließe man es bei einem Steuersatz von 1 Prozent oberhalb der Freibeträge, kämen immer noch 42 Milliarden Euro jährliche Mehreinnahmen des Staates zusammen.

Laut Bachs Einschätzung sind das aber nur theoretische Werte. Denn die Ka­pi­tal­be­sit­ze­r:in­nen würden reagieren. „Berücksichtigt man mögliche Anpassungsreaktionen wie Steuergestaltungen und Investitionszurückhaltung bis zur Verlagerung von Vermögen oder Abwanderung ins Ausland, kann sich das potenzielle Vermögensteueraufkommen deutlich reduzieren“, schreibt der DIW-Ökonom. Er rechnet mit einem Verlust von etwa einem Drittel, wodurch noch ungefähr 100 Milliarden Euro übrigblieben. Fallen die Reaktionen stärker aus, könnten aber auch bis zu 80 Prozent verloren gehen.

Begrenzen ließen sich die Verluste Bach zufolge zwar durch eine wirksamere Politik gegen Steuergestaltungen. Dennoch schreibt er: „Kurz- und mittelfristig drohen bei einer so hohen Vermögensteuer erhebliche Belastungen für Standortattraktivität, Investitionen und Innovationskraft der Wirtschaft, zumal vor dem Hintergrund der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Stagnation und der Krise des deutschen Industrie-Export-Modells.“

Mit anderen Worten: Wenn die Reichen deutlich weniger Gewinn machen, investieren sie weniger Mittel in Forschung und neue Produkte, was sich auch negativ auf die Beschäftigung auswirken kann. „Daher sollte eine Vermögensteuer nur schrittweise und möglichst international koordiniert eingeführt werden“, so Bach.

Das ist ein weiterer kritischer Punkt. Denn die meisten mit Deutschland vergleichbaren Staaten erheben heute keine Vermögensteuer mehr. Beispielsweise Großbritannien, Frankreich und Kanada erzielen dagegen hohe Einnahmen mittels der Grundsteuer auf Immobilien.

Diese Gegenargumente stören die Linken erst mal nicht. „Die Wiedereinführung der Vermögensteuer wäre keine ungerechte Mehrbelastung, sondern der faire Beitrag derjenigen, die ganz besonders von dieser Gesellschaft profitieren“, schreiben Heidi Reichinnek und Sören Pellmann, die Fraktionsspitze der Linken, im Vorwort der Untersuchung. „Gesamtgesellschaftlich ist es daher dringend geboten, sowohl die Vermögensunterschiede zu reduzieren, als auch eine deutliche Erhöhung der Bildungsausgaben zu ermöglichen, um die Chancen von Kindern aus ärmeren Haushalten zu verbessern.“

Wie dumm muss man sein, wenn man meint, dass das für den Staat Vorteile bringt?

Es bedeutet letztendlich, dass jemand, der in Deutschland eine geniale Gesellschaft gründen will fast sicher sein kann, dass es sich nicht lohnt bzw das die Gesellschaft schnell nicht mehr seine ist.

Das ist eine so unglaubliche Vermögensvernichtung und insbesondere auch Einflussreduzierung, dass man hier nichts mehr groß machen kann.

Ich habe es mal von Grok mit einem Beispiel durchrechnen lassen:
5 Millarden Firma. Der Wert steigt jedes Jahr um 15%.

 

Jahr Firmenwert
(Mrd. €)
gezahlte Steuer
(Mrd. €)
Vermögen nach Steuer
(Mrd. €)
Anteil an der
Gesellschaft
1 5,75 0,57 5,18 90,09 %
2 6,61 0,59 5,36 81,09 %
3 7,60 0,62 5,55 72,94 %
4 8,75 0,65 5,73 65,56 %
5 10,06 0,67 5,92 58,88 %
6 11,57 0,70 6,11 52,86 %
7 13,30 0,72 6,31 47,42 %
8 15,30 0,75 6,50 42,51 %
9 17,59 0,78 6,70 38,09 %
10 20,23 0,80 6,90 34,11 %

Annahmen: Startvermögen 5 Mrd. €, +15 % jährliches Wachstum vor Steuer, 12 % Vermögenssteuer auf den Teil über 1 Mrd. €, Steuer wird komplett durch Anteilsverkauf finanziert.

Eine Steigerung um 15% halte ich für schon sehr hoch, wahrscheinlich würde niemand die Anteile kaufen wollen, wenn er sie dann in Deutschland versteuern müsste. Mit 50% Steigerung sieht es so aus:

Jahr Firmenwert
(Mrd. €)
gezahlte Steuer
(Mrd. €)
Vermögen nach Steuer
(Mrd. €)
Anteil an der
Gesellschaft
1 7,50 0,78 6,72 89,60 %
2 11,25 1,09 8,99 79,91 %
3 16,88 1,50 11,99 71,04 %
4 25,31 2,04 15,94 62,99 %
5 37,97 2,75 21,17 55,74 %
6 56,95 3,69 28,06 49,27 %
7 85,43 4,93 37,16 43,49 %
8 128,14 6,57 49,17 38,37 %
9 192,22 8,73 65,02 33,83 %
10 288,33 11,58 85,95 29,81 %

Annahmen: Startvermögen 5 Mrd. €, +50 % jährliches Wachstum vor Steuer, 12 % Vermögenssteuer auf den Teil über 1 Mrd. €, Steuer wird komplett durch Anteilsverkauf finanziert. (Korrigierte Version – Firmenwert wächst exponentiell.)

Die Linke wird wahrscheinlich einwenden, dass er immer noch Milliardär ist, in beiden Fällen.
Aber jeder rationale Menschen wird anführen, dass man mit der gleichen Geschäftsidee in den USA oder in anderen Ländern zum einen noch wesentlich mehr Vermögen hätte und zum anderen auch noch deutlich mehr Anteile hätte und damit den Einfluss über seine Gesellschaft behalten hätte.

Bei einer geringen Wachstumsrate von 5% sähe es so aus:

Jahr Firmenwert
(Mrd. €)
gezahlte Steuer
(Mrd. €)
Vermögen nach Steuer
(Mrd. €)
Anteil an der
Gesellschaft
1 5,25 0,51 4,74 90,29 %
2 5,51 0,48 4,50 81,63 %
3 5,79 0,45 4,28 73,91 %
4 6,08 0,42 4,07 67,01 %
5 6,38 0,39 3,88 60,85 %
6 6,70 0,37 3,71 55,34 %
7 7,04 0,35 3,55 50,40 %
8 7,39 0,33 3,40 45,98 %
9 7,76 0,31 3,26 42,01 %
10 8,14 0,29 3,13 38,44 %

Annahmen: Startvermögen 5 Mrd. €, +5 % jährliches Wachstum vor Steuer, 12 % Vermögenssteuer auf den Teil über 1 Mrd. €, Steuer wird komplett durch Anteilsverkauf finanziert. (Das Nettovermögen sinkt trotz positivem Wachstum, weil die Steuerbelastung das Wachstum übersteigt.)