Das Kondom nach dem Sex als Mann mitnehmen?

Ein Tweet dazu, wie man als Mann danach mit dem Kondom umgeht:

Kumpel nimmt nach seinen One-Night-Stands immer seine benutzen Kondome mit, weil er Angst hat, dass sich im Nachhinein eine der Damen damit schwängert. Überlege noch, ob ich es berechtigte Vorsicht oder Paranoia ist.

Ich muss zugeben ich habe das auch ein paar Mal gemacht. Gar nicht mal weil mir die Frau dazu Anlass gegeben hat, aber irgendwie fand ich es in diesem Moment sicherer als ihn in der Wohnung zu lassen. Ich denke es war etwas Paranoia. Wobei die Rechnung für ein Handeln ja immer die Schadenskalkulation ist, bestehend aus der Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden eintritt (sehr gering, wenn man die gute alte „Never stick your dick in crazy“ Regel befolgt) und dem Schaden der entsteht, wenn die geringe Wahrscheinlichkeit dennoch eintritt (enorm!). Dagegen muss man dann noch die Mühe rechnen, den Schaden sicher abzuwenden oder zu verringern und das Kondom einfach kurz in ein Taschentuch zu stecken und mitzunehmen macht eben auch wenig Mühe.

Habt ihr das schon mal gemacht? Paranoid oder berechtigte Vorsicht?

56 Gedanken zu “Das Kondom nach dem Sex als Mann mitnehmen?

  1. Die meisten Frauen sind zu mir gekommen, daher war das kaum notwendig. Heutzutage ist mir das egal, nachdem ich mich habe vasektomieren lassen, vögel ich ohne Sorge.
    Hab sogar schon Mal darüber nachgedacht HIV-PrEP zu nehmen um das Kondom komplett weglassen zu können (ca. 50€ pro Monat). Da ich mit Kondom nur selten überhaupt komme (wäre auch ein interessantes Thema für einen Beitrag).
    Allerdings gibt es ja noch viele andere Erkrankungen und da versagen die Antibiotika inzwischen. Deswegen also weiterhin nur mit Tüte.

  2. 1. Diese Frage sollte grundsätzlicher Bestandteil im Sexualkundeunterricht sein
    2. Am Besten stellt man sicher, dass sie alles schluckt (oder man selbst…)
    3. tatsächlich sollte man das Kondom gleich nach Ejakulation mit warmem Wasser auswaschen
    4. wenn man ihr irgendwo auf den Körper wichst, muss man alles abwaschen

    • 1. Diese Frage sollte grundsätzlicher Bestandteil im Sexualkundeunterricht sein

      Wird nicht passieren. Es wird doch niemand ernsthaft behaupten wollen, Frauen würden sich mittels eines benutzen Kondoms schwängern, weil die Gelegenheit gerade günstig war und sich ein zukünftig zahlender Trottel gefunden hat, der nur mal kurz Pimpern wollte.

      Vor allen Dingen wird man das den Kindern (insbesondere Jungen) in der Schule nicht erzählen. Mit einer Täterin wäre ja das Frauen-Dauer-Opfer-Abo hinfällig.

  3. Ich gebe zu bedenken, dass nur zahlen und sich nicht kümmern eine sehr billige Art ist, sich fortzupflanzen. Und im Falle des Samenraubs ist man damit auch noch der Gute.

    • Als Vater bist Du nie der Gute. Die Zahl der Menschen, die Samenraub (Spurgling) als günstige Fortpflanzung betrachten, dürfte sehr gering sein. Erst Recht, wenn man das möchte, was die übergrosse Mehrheit als das Wichtigste im Leben sieht, nämlich eine Familie mit Kind.

      • Erst Recht, wenn man das möchte, was die übergrosse Mehrheit als das Wichtigste im Leben sieht, nämlich eine Familie mit Kind.

        Aber warum sollte das das Wichtigste sein? Der männliche sexuelle Imperativ ist „So viel Sex mit so vielen möglichst attraktiven Frau wie möglich mit so wenig Verantwortung für die Konsequenzen wie möglich„.

          • Auf den ersten Blick ja. Aber schon mit dem Kondom an sich überlistet man ja die Natur. Wenn man das bei der Verfolgung seiner Instinkte nicht berücksichtigt, überlistet man auch noch sich selbst.

          • Ich will gar nicht bestreiten, dass die meisten Männer glauben, das wäre in ihrem Interesse. Es geht mir nur um den Hinweis, dass wenn man als Mann die Interessen der Frau für seine eigenen hält, man (gegen die Frau(en)) nur noch verlieren kann.

    • Billig? In der 20 Jahren hast du mit Zins und Zinseszins schnell 6-szellige Beträge zusammen. Gemeinsam mit der gesteigerten Erwerbsobliegenheit und der damit verbundenen Einschränkung der Berufswahl finde ich das alles andere als billig. Da würde ich liebe zur Samenbank.gehen um meine grandiosen Gene weiter zu geben.

      • Der Punkt ist, dass wenn man tatsächlich mit dem Kind lebt, man am Ende doch noch viel mehr Geld für das Kind ausgibt. Von der Zeit gar nicht zu reden.

        • Gibt es echt so irre Typen, die bei einem ONS das Kondom schlitzen? Nachdem sie vorher der tollen Frau einen falschen Namen und falsche Kontaktdaten angegeben haben? Warum sollten sie das tun?

          Nachdem ich jüngst die Doku über Solomütter gesehen habe, halte ich die Wahrscheinlichkeit für Samenraub für sehr hoch. Das ist weitaus einfacher als der Heckmeck mit Samenbank und -spende. Außerdem hat die Frau ein wirtschaftliches Backup, was ihr bei einer Samenspende der Staat (noch) nicht bietet.

        • Oh ist das so? Was für eine grossartige Erkenntnis. Eine Frau die ein Kind zur Welt bringt hat sich im Gegensatz zum samenberaubtrn Mann dazu entschieden Kinder in ihrem Leben zu haben und ihr Leben darauf auszurichten. Außerdem hat sie dafür ein Familienleben gehabt, was es mir als alleine erziehenden Väter auch wert war, ohne einen Cent Unterhalt zu bekommen. All das hat ein man nicht der einer selbstsüchtigen Zicke die sein Kondom geplündert hat, dieihren familien-egotripp bezahlen soll.

    • Es geht mir nur um den Hinweis, dass wenn man als Mann die Interessen der Frau für seine eigenen hält, man (gegen die Frau(en)) nur noch verlieren kann.

      Das kommt im Kontext allerdings nicht so rüber.
      Vielmehr scheint es so, als wären für dich Männer nur „fortpflanzungsgeil“ ohne sich um den Nachwuchs künmmern zu wollen und dafür kräftig zu bezahlen.

      Passt ohnehin nicht zum Thema, denn hier geht es ja um ONS. Der Wunsch, einen Stammhalter zu zeugen, fällt also aus.

  4. Als ich nur die Überschrift gelesen hatte, dachte ich, es ginge um die eigentlich selbstverständliche Höflichkeit, das Kondom ordnungsgemäß zu entsorgen, und es nicht einfach wild in die Gegend oder unters Bett zu schmeißen, wenn gerade kein Abfallbehälter in Reichweite ist.

    Apropos Paranoia – bei einem ONS ist es äußerst fahrlässig als Frau den Mann mit in die eigene Wohnung zu nehmen. Wenn man Pech hat, stalkt er danach, und man kriegt ihn nicht mehr los.

    Wer als Mann Angst vor Samenraub hat, ist gut beraten, bei einem ONS einfach nicht seinen richtigen Namen und korrekte Kontaktdaten anzugeben [ist natürlich schwierig in seiner eigenen Wohnung – nix geht über Outdoorsex (allerdings nur im Sommer)].

    • Wer als Mann Angst vor Samenraub hat, ist gut beraten, bei einem ONS einfach nicht seinen richtigen Namen und korrekte Kontaktdaten anzugeben

      Da scheint mir Kondommitnahme die deutlich bessere Variante zu sein.

      Verhindert übrigens auch, dass der Mann das Kondom nach Gebrauch wild durch die Gegend schmeißt.

      • Doppelt gemoppelt hält besser.
        Trotzdem halte ich die Wahrscheinlichkeit von Samenraub für wesentlich geringer als von Beischlafdiebstahl oder Erpressung.

        Und wie schützt sich eigentlich die Frau vor absichtlich perforierten Kondomen oder Stealthing?

        • Trotzdem halte ich die Wahrscheinlichkeit von Samenraub für wesentlich geringer als von Beischlafdiebstahl oder Erpressung.

          Ja. Jetzt fehlt noch die andere Seite der Schadenskalkulation (Höhe der Kosten).

          Um einen Vergleich der geschlechtsspezifischen Risiken ging es ursprünglich meines Erachtens nicht. Aber hier wird wohl eher nicht die Meinung vertreten, dass Frauen sich nicht nicht vor Risiken schützen sollten.

          • No risk, no fun.
            Bei allem was man tut, muss man mögliche Risiken (Eintrittwahrscheinlichkeiten gewichtet mit dem Ausmaß der jeweiligen Auswirkungen) dem zu erwartenden Nutzen gegenüberstellen, und dann entscheiden, ob es das wert ist.

            Bei all den Risiken, die ein ONS zweifellos für sämtliche Beteiligte birgt, dürfte die Gefahr der erfolgreichen Zweckentfremdung eines benutzten Kondoms so ziemlich vernachlässigbar sein.
            Aber bitte – wer ganz sicher gehen will, soll das Kondom ruhig wieder mitnehmen.
            Eine Frau, die es drauf anlegt, hat trotzdem noch Möglichkeiten, die Dichtigkeit des Kondoms zu manipulieren.

        • Gibt es echt so irre Typen, die bei einem ONS das Kondom schlitzen? Nachdem sie vorher der tollen Frau einen falschen Namen und falsche Kontaktdaten angegeben haben? Warum sollten sie das tun?
          Nachdem ich jüngst die Doku über Solomütter gesehen habe, halte ich die Wahrscheinlichkeit für Samenraub für sehr hoch. Das ist weitaus einfacher als der Heckmeck mit Samenbank und -spende. Außerdem hat die Frau ein wirtschaftliches Backup, was ihr bei einer Samenspende der Staat (noch) nicht bietet.

          • Stealthing soll gar nicht so selten sein. Vermutlich steht da der sexuelle Kick im Vordergrund.
            Wer weiß schon, was in manchen Menschen so vorgeht? Vielleicht wollen manche Männer wirklich, auf Teufel komm raus, ihre Gene weiter geben?

            Mir ist nur ein einziger Fall von Samenraub bekannt, aber das war kein ONS, sondern das kurzfristige Aufwärmen einer früheren Beziehung.

          • Wie soll denn Samenraub bekannt werden? Wenn eine Frau angibt, sie würde verhüten, es aber nicht macht. Wenn sie beim Abziehen das Kondom ausquetscht. Huch! Na sowas! Ich glaube, sehr viele Männer werden ungefragt abgezapft, weil die Frau zu diesem Zeitpunkt ihren Kinderwunsch erfüllt haben will.

          • Das mag bei (früheren) Beziehungen gelegentlich vorkommen, bei reinen ONSs halte die Gefahr für vernachlässigbar gering.
            Dass man trotzdem aufpassen sollte, mit wem man sich überhaupt einlässt, gilt sowohl für Männer als auch für Frauen.

          • Es ehrt dich, dass du in dem Glauben lebst, Frauen würden ihr Kind zu dem von ihnen gewünschten Zeitpunkt in ihrer Lebensplanung nur nach Abstimmung mit dem potenziellen Vater erzeugen. Es gibt viele Beispiele, bei denen der Zeitpunkt und der generelle Kinderwunsch zwischen Mann und Frau nicht übereinstimmen. Und oft entstehen dann doch Kinder. Auch Kuckuckskinder.

            Wenn die Frau denkt: „Ich will jetzt ein Kind“, dann kann sie sich halt eines zapfen. Da habe ich einige im Bekanntenkreis. Ein Vater hat damit immer nur indirekt zu tun.

        • „Und wie schützt sich eigentlich die Frau vor absichtlich perforierten Kondomen oder Stealthing?“
          Mit der Pille. Ein Kondom ist eh unsicher, ist mir in der Vergangenheit schon öfter geplatzt.
          In ihrem Mund oder Hintern zu kommen ist daher eine deutlich sicherere Variante.

          • Mir ist in meiner schwulen Tätigkeit noch nie ein Kondom geplatzt. Wahrscheinlich nehme ich einfach die richtigen.

          • Ich habe schon echt oft Kondome benutzt, aber geplatzt ist mir noch keines. Ich höre solche Geschichten aber hin und wieder.

            Was ich dabei jedesmal denke: Ihr wart also geil und vorher Kondome zu besorgen war lästig, außerdem passiert ja eh nix, und ups, reinspritzen fühlt sich ja so gut an. Wie gut, dass „Kondom geplatzt“ nach außen genau die gleichen Auswirkungen hat wie „vergessen eines zu benutzen“, aber es ist weniger peinlich.

            Ist „keines benutzt obwohl ich denke ich sollte“ eigentlich Teil des Pearl-Index beim Kondom?

        • Die Kosten des Unterhalts.
          Ich bin heute anscheinend sowieso etwas begriffstutzig. 😉

          Du fragst eingangs, wie Frau sich vor absichtlich perforierten Kondomen schützt. Welcher Mann schiebt der Frau einen Braten in die Röhre, für den er dann anschließend Jahrzehnte zahlen muss, ggf. ohne Umgangsrecht? So bekloppt dürften die wenigsten sein.
          Weiter unten meinst du dann aber, Frauen hätten immer Möglichkeiten, die Dichtigkeit eines Kondoms zu manipulieren. (!?!?)

  5. Ja, Vasektomie is the key! Ansonsten ist die Vermeidung von Beischlafhandlungen der beste Schutz vor allem. Selbst wenn ihr einen starken Wunsch verspürt, Vater zu werden – ihr könnt es faktisch nicht. Biologisch schon, aber das nützt euch nichts, wenn die Geschwängerte lieber alleinerziehend oder Solomutter sein will. Ihr könnt ja nicht mal eure Vaterschaft nachweisen.

    Klar kann es sein, dass sie nachher auf euch als Vater zeigt, womit ihr unterhaltspflichtig werdet und vielleicht künftig ein Sorgerecht erhaltet. Aber Sorgerecht bedeutet nicht, dass ihr euer Kind auch mit aufziehen dürft. Alle 14 Tage dürft ihr euren Balg mal sehen. Wenn sie aber da auch keine Lust drauf hat, dann sagt sie halt was von Gewalt und Sexualität – und schon dürft ihr euer Kind lediglich mit professioneller Begleitung treffen oder gar nicht mehr. Dann seid ihr nicht nur noch Zahlvater, sondern auch für immer ein schlimmes Arschloch.

    Diese sehr häufigen Varianten gehören auch in den Sexualkundeunterricht für junge Männer. Egal, wie spitz ihr seid, egal, wie scharf die Frau ist – lasst euch nicht einfach abzapfen. Da reicht ein Stich, ein vielleicht wirklich geiler Orgasmus – und schon ist das halbe Leben im Arsch.

    Und wenn ihr es wirklich nicht mehr aushaltet, ohne das Ding reinzustecken, dann springt sofort raus aus dem Bett der scharfen Frau, die ihr aufgerissen habt, und fahrt schnurstracks zur Sexarbeiterin eures Vertrauens. Die kümmert sich dann um den Rest – und ist dabei ganz ehrlich. Dann könnt ihr aufatmen.

  6. Korrektes Deutsch wäre übrigens: „Als Mann das Kondom nach dem Sex mitnehmen?“, bzw. „Sollte man als Mann das Kondom nach dem Sex mitnehmen?“

    Aus Kondomen werden nämlich selten Männer; auch nach dem Sex nicht.

  7. Ich erinnere mich an ein Ereignis, dass die Dame das Kondom entsorgte indem sie es zuknotete und dann in den Mülleimer warf. War mir aber egal, da das bei ihr stattfand und sie meinen Namen nicht kannte. Ziemlich sicher war es auch einfach nur ihre Art, das zu tun, und nichts weiter.

  8. Pingback: Tescheck mal deine privilegjen, mann! | Schwerdtfegr (beta)

  9. Alt, aber ok:

    „Herr Doktor, wie verhindert man ganz sicher eine Schwangerschaft?!“

    „Limonade trinken.“

    „Wie jetzt…vorher oder nachher?“

    „Stattdessen.“

  10. Ganz ehrlich, für mich ist das einfach paranoid. Gut, die allermeisten meiner ONS und casual sex-Erlebnisse hatte ich in der Swingerszene mit verheirateten Frauen, da wäre also im Fall des Falles erstmal der Ehemann dran gewesen. Aber auch abgesehen davon hab ich daran nie einen Gedanken verschwendet. Sorgen um Samenraub würde ich mir nur machen, wenn ich einen konkreten Grund habe, der Frau zu misstrauen – und dann will ich keinen Sex mit ihr.
    Ich würde sagen: wenn du es ernsthaft für möglich hälst, dass die Frau mit der du gerade Sex hattest, das Kondom ausquetscht, um sich zu schwängern und dann von dir versorgen zu lassen, hast du schon gegen die goldene Regel never stick your dick into crazy verstoßen.
    Und wenn du wirklich glaubst, die Mehrheit der Frauen würde sowas tun, hilft nur Abstinenz oder Vasektomie (oder du schließt dich Adrian an). Denn dann werden die Frauen Mittel und Wege finden, an dein Sperma zu gelangen, egal wie vorsichtig du bist.

    • Sicher nicht die Mehrheit, aber es reicht schon eine einzige. Wenn die dann an das weiße Gold kommt, bist du dran.

      Der entscheidende Unterschied zwischen Samenraub und Samenspende ist doch, dass die Frau bei letzterem komplett für das Leben des Kindes und ihr eigenes selbst aufkommen muss. Das empfinden sicher viele als diskriminierend, wie alles andere in ihrem Leben auch.

      Also ist es aus wirtschaftlichen Erwägungen sinnvoller, sich ein Kind von einem realen Mann zu holen. Damit hat die Frau dann weitere Optionen: Sagt sie, sie weiß nicht, von wem das Kind ist, zahlt Vaterchen Staat. Ist der Samenberaubte aber betucht, wird sie von ihm Unterhalt einfordern, der ja dann viel höher ist als das, was Vaterchen Staat abdrückt. In jedem Fall kommt zu dem kuscheligen süßen Kind jeden Monat auch noch eine genehme Überweisung.

      Ich kenne Frauen, die haben gar keinen Bock, für irgendwas zu arbeiten. Die haben ihr ganzes Leben genau so aufgesetzt.

      Und sie jammern immernoch.

      • >>> Also ist es aus wirtschaftlichen Erwägungen sinnvoller,
        >>> sich ein Kind von einem realen Mann zu holen.

        Realer Mann hat noch einen weiteren Vorteil, dass man einigermaßen in etwa abschätzen kann, was für Gene der Erzeuger hat.

        Keine Ahnung, wie das bei einer Samenbank funktioniert. Da werden vermutlich die schönsten Werbeangaben zum Samenspender gemacht, damit die Frau wuschig darauf wird. Aber auf Werbeangaben glaubt halt auch nicht jeder und nachher war es doch der drogensüchtige Taugenichts, der es halt dringend nötig hatte, irgendwie an ein paar Euro zu kommen. Männer mit Verstand werden dazu vermutlich eher weniger bereit sein, zumal ich die Gefahr auch nicht für ausgeschlossen halte, dass der Gesetzgeber die Samenbanken zwingen, die Erzeugerdaten rauszurücken, weil Kinder ein Recht auf Kenntnis ihrer Abstammung haben und dann die Samenspender doch Unterhalt zahlen müssen. Ich würde da weder irgendwelchen Zusagen einer Samenbank, noch dem Gesetzgeber vertrauen.

        Als Frau würde ich jedenfalls schon einigermaßen wissen wollen, wie der Erzeuger aussieht und welchen Eindruck er macht. Und einen Mann mit einigermaßen vernünftigen Status für eine scheinbar völlig unverbindliche Sex-Affäre zu finden, sollte selbst für recht unterdurchschnittliche Frauen kein wirkliches Problem darstellen. Zu vermeintlich völlig unverbindlichen Sex wären viele Männer selbst bei weit unterdurchschnittlichen Frauen schnell bereit.

  11. Nein, einfach nein. Das ist unnötige Panikmache.

    Nur wenn ich reich oder berühmt bin, wäre ich ständig im Paranoia-Modus. Dann würde ich mich aber ein Vasektomie unterziehen und mein Sperma einfrieren lassen.

    Wenn eine Frau absichtlich schwanger werden möchte, dann sticht sie in das Kondom ein Loch, welches sie dir anbietet.

  12. Ich meine mich zu erinnern in der Schule gelernt zu haben, das das Sperma außerhalb des Körpers rasch degeneriert. Nach 15 Minuten sei da keine Befruchtung mehr zu erwarten. Inwieweit optimale Temperaturbedingungen, evtl. zwischenzeitliches Schockfrosten mit Hausmitteln möglich ist, weiß ich nicht.
    Und sind nicht Kondome im inneren spermatozoid (?) beschichtet? Aber genügt das, um nach und nach alle Spermien zu töten – das ist ja eine zähflüssige Sache.

    Für die Juristen jetzt eine kl. Knobelei zum Wochenende: Wenn ich im nahegelegene Park ein frisch benutztes Kondom aufsammle und zwischen Kühlakkus frisch halte, meine Gespielin besuche, Sex mit einem frischen, neuen Kondom habe, das gegen mein Mitbringsel austausche, welches ich dann in den Müll werfe, wo es die kinderfreudige Partnerin herausklaubt, und dann kommt es dazu, dass sie mir die Vaterschaft anhängen will und ich stelle mich nicht etwa unwissend, sondern packe vor Gericht aus – entsteht dann eine Unterhaltspflicht? Wenn ich den Vorverwender namentlich kenne vielleicht, den ich ausmachen kann, so dass die genetischen Vaterschaft bestätigt werden kann? Der denkbare Argumentationsweg: Das schwächste Glied in der Kette ist das Kind, das einen Vater braucht, zumindest einen materiellen Versorger. Der genetische Vater hat fahrlässig gehandelt.
    Bzw. ich habe die Befruchtung antizipiert und kausal an der Schwangerschaft mitgewirkt. Ich hätte ja, des Klamauks wegen, einfaches Naturjoghurt in das Kondom applizieren können, um in der Gemeinschaft verantwortlich handelnder Humanoiden zu verbleiben.

  13. Ich musste, nachdem ich die Geschiche gelesen hab, sofort an einen Film aus den 90ern denken: ‚Das Biest‘, in dem Alicia Silverstone debütierte. Es ist ewig her, dass ich den gesehen hab, aber eine Szene hat sich mir tief in mein Gedächtnis geprägt. Aus der Wikipedia heißt es da:

    „She accuses him of sexually assaulting her with ‚evidence‘ obtained from a used condom from Nick’s trash, leading to his arrest.“

    Sie führt sich also das gebrauchte Kondom in ihre Vagina. Die dort verbleibenden Spermaspuren reichen dann, um den Mann dranzukriegen. Wie perfide.

    Bei ONS halte ich so ein Verhalten dagegen für sehr sehr unwahrscheinlich. Welche Frau sollte das Interesse haben, irgend so einen Dahergelaufenen an sich zu binden? Es sei denn, sie hätte schon längern einen Crush auf ihn gehabt und es endlich geschafft, ihn ins Bett zu kriegen. So etwas zu befürchten halte ich tatsächlich für ziemlich paranoid.

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