Ferda Ataman hat eine weitere Diskrimierung im Auge:
Ferda Ataman ist seit 2022 Unabhängige Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, nominiert von der Ampelregierung. Vor zwei Wochen stellte die 46-Jährige eine neue Kommission vor, die Empfehlungen für den Umgang mit Frauen in den Wechseljahren vorlegen soll.
Wenn man nicht weiter weiß, dann gründet man eine Kommission. Und die stellt dann wie gewünscht einen Bedarf fest, den man dann einfordern kann.
DIE ZEIT: Frau Ataman, braucht das Land wirklich noch eine neue Kommission?
Nein. Es ist reine Geldverschwendung
Ferda Ataman: Auf jeden Fall braucht die Bundesregierung Druck, damit sich beim Thema Wechseljahre endlich etwas tut. Jede bisherige Bundesregierung hat das Thema ignoriert. Insofern finde ich es richtig, dass jetzt nicht eine Person oder gar ein Mann alleine Entscheidungen trifft, sondern Expertinnen und Experten Vorschläge für die Politik, für die Wirtschaft und für das Gesundheitswesen erarbeiten.
Oder gar ein Mann!
Ich würde ja die Position direkt abschaffen wenn ich was zu sagen hätte und wenn das nicht gehen würde, dann würde ich ihr die Möglichkeit nehmen eine (bezahlte) Kommission einzurichten.
ZEIT: Sie sagen, dass Frauen in den Wechseljahren diskriminiert werden. Woran machen Sie das fest?
Ataman: Elf Millionen Frauen in Deutschland sind zwischen 40 und 59 Jahre alt und damit üblicherweise in den Wechseljahren. Viele von ihnen leiden unter körperlichen Symptomen, die sie in ihrer Arbeit einschränken, etwa Konzentrationsschwierigkeiten, Hitzewallungen oder Inkontinenz. Doch viele Frauen schämen sich, das Thema anzusprechen – auch deshalb, weil nur wenige Arbeitgeber sich dafür interessieren und Frauen unterstützen. Etwa mit flexiblen Pausen, Homeoffice oder der Möglichkeit, die Temperatur im Arbeitsraum selbst zu regulieren. In einigen Berufen ist ja nicht mal eine Toilette zu jeder Zeit verfügbar.
In welchem Beruf, in dem man drinnen arbeitet, ist denn keine Toilette zur Verfügung?
Aber es ist immer wieder interessant, was unter dem Begriff der Diskriminierung alles möglich ist, was gleichzeitig unter dem Begriff etwa des Gender Pay Gaps / der Leistung von Männern und Frauen nicht möglich ist.
Würde ein Arbeitgeber anführen, dass Frauen in den Wechseljahren viel mehr Pausen brauchen, Konzentrationsschwierigkeiten haben und deswegen weniger effektiv arbeiten als die Männer, dann wäre er ein sexistisches Schwein.
Wenn man das Ganze als Leid der Frauen deklariert, welches ausgeglichen werden muss, dann ist es wiederum okay.
„Für unsere Wirtschaft ein Nachteil“
ZEIT: Warum sehen Sie an der Stelle die Politik am Zug?
Ataman: Wir können nicht über Fachkräftemangel und hohe Teilzeitquoten klagen und gleichzeitig erwerbstätige Frauen mit ihren Problemen alleinlassen. Studien zufolge reduzieren Frauen in den Wechseljahren wegen ihrer Beschwerden oftmals ihre Stundenanzahl oder gehen früher in Rente. Das ist nicht nur für die Betroffenen selbst ein Nachteil, sondern auch für unsere Wirtschaft.
Man kann Frauen so verletzlich und eingeschränkt darstellen, wie man möchte, wenn es dann eine abzustellende Diskriminierung ist.
Das wäre also wenn man eine halbe Stunde pro Woche weniger rechne:
- Bei 40-Stunden-Woche
Monatssoll: ca. 173 Stunden
Minderarbeit: 2,17 h
≈ 1,25 % weniger Arbeitszeit - Bei 38-Stunden-Woche
Monatssoll: ca. 165 Stunden
Minderarbeit: 2,17 h
≈ 1,32 % weniger Arbeitszeit
Würde ja wunderbar eine weitere Lohndifferenz im Gender Pay Gap erklären.
Was wird da wohl rauskommen? Verpflichtende Zusatztoiletten? Eine Lohnzulage? Ein pauschaler Menopausenabzug?
Das ist ja mal eine vernünftige Frage!
Was für eine absolut nichtssagende Antwort, die der eigentlichen Frage ausweicht!
Sie hat es schlicht nicht beantwortet. Wahrscheinlich kann sie in den Bahnen gar nicht denken: Für sie ist da eine Diskriminierung. Das sie da selbst eine Minderleistung darlegt kann für sie kein Grund sein die „Diskriminierte Person“ nicht zu befördern.
Dafür kann Grund eben nur Sexismus sein.
Klar, die Wechseljahre sind in der Medizin vollkommen unbekannt. Das glaubt sie doch wohl selbst nicht. Vieles ist im übrigen nicht Teil des Studiums in der Medizin oder in jedem anderen Fachgebiet. Deswegen spezialisieren sich die Leute, werden Fachärzte, gehen auf Fortbildungen etc.
Und dann so eine leere Behauptung, dass das bei Männern natürlich anders wäre. Aber auch die haben Veränderungen im Hormonhaushalt.
Ab etwa 30–40 Jahren sinkt der Testosteronspiegel langsam. Es ist nicht so deutlich wie die Menopause, aber es bringt Folgen mit sich (hier von ChatGPT aufgelistet)
Typische Symptome
Körperlich
- weniger Muskelmasse, mehr Bauchfett
- geringere Belastbarkeit
- schneller erschöpft
- Schlafstörungen
- Hitzewallungen (seltener, aber möglich)
Sexuell
- geringere Libido
- Erektionsprobleme
- weniger morgendliche Erektionen
Psychisch
- Reizbarkeit
- depressive Verstimmung
- Antriebslosigkeit
- Konzentrationsprobleme
- „Ich erkenne mich selbst nicht wieder“
- Kognitiv / emotional
- geringeres Selbstvertrauen
- Rückzug
- Sinnkrisen (verstärkt durch Lebensphase: Job, Beziehung, Alterung)
„Die Ärzte haben keine Ahnung und keiner kümmert sich darum“ aber gleichzeitig ein „Goldrush“. Was natürlich dazu führt, dass die Pharmaindustrie versucht über die Ärzte ihre Produkte zu verkaufen und Fortbildungen etc anbietet.
Bisher hat sie übrigens nicht gesagt, wie sie diskriminiert werden.